Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsAvramides Davidson Vs Avramides, A.
 
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Avra I 97
Methode/Theorie/Avramides: grundsätzlich kann man diese Schwierigkeit nicht dadurch aus der Welt schaffen, daß man sich auf kontrafaktische Umstände beruft, in denen diese Probleme nicht existieren. Es gibt einfach keine aktuale oder mögliche Situation, in der die Glauben und Intentionen eines Sprachbenutzers unabhängig vom Sprachverstehen zugänglich sind. Das ist die volle Stärke des Davidsonschen Zweifels. DavidsonVsAvramides: damit zweifelt Davidson aber auch die tiefe epistemische Asymmetrie an: er bezweifelt, dass wir Beobachtungen an der Oberfläche von tieferen Möglichkeiten unterscheiden können.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsAvramides Grice Vs Avramides, A.
 
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Avra I 164
GriceeanerVsAvramides:
Die Analyse um die es ging war die, daß prop Einst Relationen zu Sätzen der Theoriesprache sind. Das erlaubt, Semantik und Psychologie als voneinander abhängig zu sehen und gleichzeitig sprachlosen Wesen Gedanken zuzuschreiben. GriceanerVsAvramides: würde die Sache umgekehrt sehen: das scheinbare Entailment von ontologischer Asymmetrie zu begrifflicher Asymmetrie sollte als Beleg genommen werden, daß diese Art der Analyse von prop Einst grundlegend falsch ist. Denn wenn man Denken ohen Sprache (DoS) sinnvoll zuschreiben kann, dann schiene es, als seien unsere psychologischen Begriffe unabhängig von semantischen.
Avramides: keine Seite hat mehr als prima facie Belege.
Antireduktionismus: kann begriffliche Symmetrie beanspruchen, ohne auf ontologische Symmetrie festgelegt zu sein. Und er kann DoS akzeptieren.

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993
VsAvramides Reduktionismus Vs Avramides, A.
 
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Avra I 90
Radikale Interpretation/RI/Avramides: ist doch ganz offensichtlich tatsächlich ein schrittweises Vorgehen? Avramides: mir geht es nicht darum, das zu leugnen, sondern dass wir auch in frühen Stadien gleichzeitig Annahmen über Glaubenseinstellungen und über Bedeutung brauchen. ReduktionismusVsAvramides: das ist der Punkt, wo mein Opponent ansetzen kann und eine Chance für eine epistemische Asymmetrie sehen könnte: was unplausibel ist, ist nicht schrittweises Vorgehen, sondern die damit einhergehende These, dass der radikale Interpret eine vollständige Belegbasis für Glauben und Intentionen des fremden Sprechers braucht, bevor er irgendetwas über seine Sprache herausfindet. AvramidesVsVs: ungeachtet dieser unplausiblen These geht das schrittweise Vorgehen der RI so vor: der Interpret bildet Hypothesen über einfache Glaubenseinstellungen, ...(> vgl. Bennett 1985) und alle diese Hypothesen bleiben bis zum Ende revidierbar.
In späteren Stadien haben wir es dann gleichzeitig mit Überzeugungen und Bedeutung zu tun. I 158
ReduktionismusVsAvramides:
subjektiver Geist/AvramidesVsReduktionismus: ist damit unvereinbar, daß Geist nur kontingent mit Verhalten verbunden ist.
I 159
Ein Subjekt kann niemals von der ureigensten Erfahrung getrennt werden. VsAvramides: Pointe: man kann einen solchen subjektiven Begriff konstruieren, ohne wesentliche Referenz auf das Verhalten!
VsAvramides: man muß auch keine wesentliche Referenz auf die Dritte Person Perspektive machen!
Also führt der Reduktionismus (reduktiver Griceaner) nicht automatisch zum objektiven Geist.
D.h. also, daß ein subjektiver Geist Begriff damit vereinbar ist, daß Geist nur kontingent mit Verhalten verbunden ist.
AvramidesVs: ich gebe zu, daß ich nicht beweisen kann, daß dieser Einwand falsch ist. aber mir ist wichtig, daß mein Ansatz erlaubt, Erste Person und Dritte Person Perspektive zu vereinen.
I 160
Ohne Verbindung zum Verhalten gibt es kein richtiges Verständnis der Erste Person Perspektive. Und das für zu einem objektiven cartesianischen (und unvollständigen) Bild. (55 +).
VsAvramides Cartesianismus Vs Avramides, A.
 
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Avra I 108
CartesianismusVsAvramides: könnte gegen die Unterstellung eines notwendigen Gottesstandpunkts protestieren. Avramides: damit würde er sich aus der Notwendigkeit der tiefen epistemischen Asymmetrie (eA) wegstehlen.
Cartesianismus/Avramides: ist anders als Loar auf keinen Physikalismus verpflichtet. Ihm geht es nicht um zukünftige Wissenschaft.
Gottesstandpunkt/Cartesianismus: (eine Variante des C) kann sogar sagen, daß der göttliche Standpunkt prinzipiell nicht in der Lage sein wird, die immaterielle Substanz in unserem Innern zu erkennen.
Damit ist er auf einen Realismus verpflichtet, der einer epistemischen Argumentation ausweicht.
tiefe eA/Avramides: um eben das zu vereiteln, habe ich die tiefe eA formuliert: ((s) s.o. I 95 Kontrafaktisches Konditional: wenn (per impossibile) fremde Gedanken ohne Sprache wißbar wären, dann wären diese nicht konstitutiv für Sprache).
Damit ist der Cartesianismus darauf verpflichtet, daß wenn (per impossibile) wir dieses immaterielle Reich erfassen könnten, könnten wir auch fremde Intentionen erfassen, ohne die Sprache des Fremden zu verstehen.
Damit ist der Cartesianer, wie der Physikalist auf die tiefe eA zwischen dem Semantischen und dem Psychologischen verpflichtet.
VsAvramides Avramides Vs Funktionalismus
 
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Avra I 152
objektiver Geist: kann normales Verhalten nicht für die Zuschreibung von prop Einst verwenden.
I 153
Um das zu vermeiden, muß die Theorie des Geistes nicht nur auf Verhalten referieren, sondern auf Armstrongs "eigentliches Verhalten".(Das sich auch auf den Geist bezieht). Problem: Zirkularität. Avramides: das relevante Verhalten ist nicht physisch! Es ist mit Mentalem getränkt. (Eigentliches Verhalten, "behavior proper").
Verhalten/FunktionalismusVsAvramides: der Funktionalist kann diese Auffassung von Verhalten nicht akzeptieren. (wegen des Zirkels), wenn er außerdem Griceaner ist, dann würde er insistieren, daß wir das Psychologische ohne Referenz auf interpretiertes Verhalten (behavior proper) charakterisieren können, und daß wir das Semantische rekonstruieren können, in psychologischen Begriffen, die ihrerseits nicht mentalistisch charakterisiert sind.
AvramidesVsFunktionalismus: aber dann ist er auf eine objektive Sicht des Geistes verpflichtet.
Außerdem: wenn er sich auf nichtmentalistische Charakterisierung der Inputs und Outputs festgelegt hat, dann muß er sagen, was mentale von nichtmentalen Systemen unterscheidet, die dieselben funktionale Organisation haben.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsAvramides Dummett Vs Reduktionismus
 
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Avramides I 146
DummettVsLocke/VsIdealismus/DummettVsReduktionismus/Avramides: Dummett sagt oben, daß die idealistische BT nicht irreparabel ist, aber sie ist dann auf ein objektives (objektivistisches) Bild vom Geist verpflichtet. Avramides: wegen der Reduktion muß der Griceaner annehmen, daß Sprachverhalten nur kontingent auf prop Einst bezogen ist. Er muß die Theorie der prop Einst also vom Verhalten trennen.
Avramides: jede Theorie, die leugnet, daß Geist sich in sprachlichem Verhalten manifestiert, beruft sich auf ein objektives Bild vom Geist.
Funktionalismus/prop Einst/GriceanerVsAvramides: man könnte einwenden, daß ich bei allem eine Theorie die ganze Zeit übersehen haben: den Funktionalismus! Er erlaubt, daß wir uns bei prop Einst auf Verhalten berufen, aber nicht Sprachverhalten. Das macht ihn attraktiv für den Griceaner.
I 147
Avramides pro Funktionalismus: er gibt ein subjektives (subjektivistisches) Bild vom Geist.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989