Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Beschreibungstheorie Cresswell II 47
Def Beschreibungstheorie/Cresswell: (hier): behauptet, dass ein Name synonym ist mit einer äquivalenten bestimmten Kennzeichnung. Das erlaubt immer noch einen großen Spielraum für Interpretation - Bsp "Der Planet, der Phosphorus genannt wird" ist eine solche Kennzeichnung. - Vs: "Phosphorus" ist der Planet, der Ph. genannt wird" ist keine notwendige Wahrheit. ((s) de re).
II 150
Beschreibungstheorie/Loar/Bach/Cresswell: Loar (1976, 370-373) und Bach (1981) verteidigen die Art Beschreibungstheorie, die "Phosphorus" zu etwas macht, was etwas ähnliches bedeutet wie "wird "Phosphorus" genannt".
II 150
VsBeschreibungstheorie/Cresswell: sei zirkulär, weil der Gebrauch eines Namens um auf jemand zu referieren involviert ist - auch Kripke 1972, 283, 286. - LoarVsVs: (1976 371): es ist aber gar nicht so, dass wir auf etwas referieren, indem wir sagen, "der Referent dieses Ausdrucks..." Die Referenz ist eher intrinsisch - Cresswell dito.
II 153
Beschreibungstheorie/de re/Cresswell: Bsp (B. Partee) Loar glaubt, dass die Semantik ein Zweig der Psychologie ist, während Thomason glaubt, dass sie ein Zweig der Mathematik ist - das kann nicht de re sein, weil dann nicht beide recht haben können - Lösung: Beschreibungstheorie: Loar glaubt, dass das Ding das "Semantik" genannt wird, ein Zweig der Psychologie ist, während Thomason glaubt, es sei ein Zweig der Mathematik. - "Es" steht dann nicht für ein Ding, sondern für die Eigenschaft, "Semantik" genannt zu werden.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Beschreibungstheorie Stalnaker I 15
KripkeVsBeschreibungstheorie/Stalnaker: erwächst aus einer Verwechslung von Semantik und Metasemantik - Anti-Essentialismus/Kripke/Stalnaker: erwächst aus einer Verwechslung von Semantik und Metaphysik -
I 212
rein deskriptive Sprache/Stalnaker: wenn wir eine solche Sprache hätten, hätten wir keine Referenzfestlegung für allgemeine Termini. - Dagegen: Referenz/Kausaltheorie der Referenz: (als Gegenposition zum Deskriptivismus): sagt uns wie Referenz im allgemeinen - für Namen wie für Prädikate - erworben wird. Das Wissen über die Referenzfestlegung gehört dann zur Sprachkompetenz.
I 212
Def Lokaler Deskriptivismus/Lewis/Stalnaker: ist einfach eine Weise, einen Teil der Sprache durch einen anderen zu erklären. ((s) Laut Lewis und Stalnaker die einzige Möglichkeit). Globaler Deskriptivismus/LewisVs: macht unmöglich zu erklären, wie Aussagen überhaupt falsch sein können - das ist Putnams Paradox. - ((s) Dann referieren die Ausdrücke auf "welche Dinge auch immer"). - Dann sind die Eigenschaften und Relationen immer das, was die Theorie am besten wahr macht.
Zusatzbedingung/Lewis: die einfachen Termini müssen die Welt "an den Gelenken aufteilen".
Vs globaler Deskriptivismus:
1. Dieser wäre holistisch, d.h. was ich denke ist von allem anderen abhängig was ich denke -
2. solipsistisch, weil von meinen Kausalrelationen abhängig: dann bedeutet "Tullius" ist bei mir etwas anderes als bei dir.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Namen Cresswell I 174
Name/Eigennamen/Cresswell: könnten auch Prädikate sein! (1985a, 153). Vielleicht bedeutet Pedro "wird "Pedro" genannt".
II 44
Namen/Bedeutung/Träger/Cresswell: Problem: wenn die Bedeutungen von Namen die Träger sind, dann sollte "Quentin sagt dass Hesperus Phosphorus ist" dasselbe bedeuten wie "Quentin sagt, dass Phosphorus Phosphorus ist". - (Zuschreibung von propositionalen Einstellungen).
II 152
Namen/VsBeschreibungstheorie/Cresswell: Bsp eine Kennzeichnung wie "das Ding, das "Phosphorus" genannt wird" greift eine ganze Klasse von Dingen heraus - daher ist es mehrdeutig.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsBeschreibungVsBeschreibung Cresswell Vs Beschreibungstheorie II 156
Synonymie/Burge: er akzeptiert, daß „vixen“ und „weiblicher Fuchs“ synonym sind und argumentiert, daß daher ein ersetzen durch synonyme Wahrheit in Glaubenskontexten nicht erhalten muß. Kripke: (1979. 274, n12) gibt ein ähnliches Beispiel mit Nervenärzten und Psychiatern.
Pointe: VsBeschreibungstheorie: hier scheint es nicht gut zu sein, „vixen“ als „wird vixen genannt“ zu analysieren.
Kompositionalität/Glauben/Burge: Kompositionalität schlägt in Glaubenskontexten fehl.
CresswellVsBurge: wenn wir die Kompositionalität erhalten wollen, müssen wir annehmen, daß „vixen“ lexikalisch mehrdeutig ist.
Oder es muß (evtl. Nicht-Standard-) Kontexte geben, in denen es tatsächlich bedeutet „wird „vixen“ genannt“.
Pointe: wenn das hier erlaubt ist, dann vielleicht doch auch für Fälle mit „Phosphorus“!
II 166
PutnamVsBeschreibungstheorie/natürliche Art-Begriffe/Cresswell: (Putnam 1975, 148) (ebenso wie KripkeVsBeschreibungstheorie der Namen). Problem/Cresswell: Bsp Der Satz „Es gibt Wasser auf der Zwillingserde“. Angenommen, auf der ZE gibt es kein H2O, dann sollte der Satz, geäußert auf der Erde, falsch sein. Aber da etwas - nämlich XYZ - auf der ZE die Rolle von Wasser spielt, dann scheint die Beschreibungstheorie den Satz wahr zu machen.
Lösung/Fodor: (Fodor 1982, 111-113): Ein Wort wie „Wasser“ ist in gewisser Weise kontextuell beschränkt. D.h. indem wir es auf der Erde äußern, meinen wir mit dem Wort „Wasser“ so etwas wie „das, was auf der Erde die Rolle von Wasser spielt“.
Fodor/Cresswell: seine Idee ist, daß diese Beschränkungen, nicht Teil des Glaubens sind! Dann kann Oscars Zwilling auf der ZE dasselbe Glauben, wenn er das Wort „Wasser“ in einem Satz gebraucht.
Pointe: damit bleibt der methodologische Solipsismus gewahrt, daß eine prop Einst ohne externe Faktoren klassifiziert werden sollte.
II 174
Situation/sprachunabhängig/Barwise/Perry/Cresswell: (Barwise/Perry, 1981b, 679): Bsp man kann nicht jemand küssen, ohne ihn zu berühren. sprachunabhängig: nun kann man für „küssen“ jedes andere Wort einsetzen und ebenso für „berühren“. D.h. das hat nichts mit Bedeutungspostulaten oder anderen semantischen Tatsachen zu tun.
CresswellVsSituations-Semantik/CresswellvsBarwise: Barwise/Perry setzen das aber einfach nur fest, sie können es nicht erklären.
MöWe-Semantik/Cresswell: diese kann es erklären: die Eigenschaft des Küssens wird eine Funktion von Paaren von Individuen auf Mengen von MöWe sein. Dasselbe wird wahr sein von der Eigenschaft des Berührens. Aber für jedes Paar von Individuen (a, b) wird die Menge der MöWe in denen a b küßt eine Teilmenge der Menge der MöWe sein, in denen a b berührt. Dazu brauchen wir also keine Bedeutungspostulate.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsBeschreibungVsBeschreibung Verschiedene Vs Beschreibungstheorie Stalnaker I 211
Def kausaler Deskriptivismus/Terminologie/Stalnaker: eine Beschreibungstheorie der Namen , die die Kausalkette in die Beschreibung einbaut, die der Inhalt des Namens ist. Damit inkorporiert sie auch einen starrmachenden Operator, der sicherstellt, dass die Kennzeichnungen, für die die Namen eine Abkürzung sind (>Russell) große Reichweite haben. Gegenposition/VsDeskriptivismus/VsBeschreibungstheorie: Kausaltheorie der Referenz.
Vskausaler Deskriptivismus/Stalnaker: verschiebt den metasemantischen Schwarzen Peter von den Namen auf die allggemeinen Termini. Wir müssen wissen, wie ihre Referenz festgelegt wird.
Jackson: Bsp Angenommen, wir haben eine Sprache, in der die Referenzfestlegung von Namen ausgeschlossen ist. Sie hätte immer noch die Ausdrucksstärke "bis zu einem gewissen Grad zu sagen wie die Dinge sind".
Stalnaker: wenn es so etwas gäbe, hätte es Sinn zu sagen, dass die Referenzfestlegung Teil des deskriptiven Gehalts von Namen sind.
mögliche Sprache/Stalnaker: wir können uns jede Semantik ausdenken, die wir wollen.





Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsBeschreibungVsBeschreibung Kripke Vs Beschreibungstheorie Evans I 310/311
Referenz/Beschreibung/Bekanntschaft/Kripke: zwar ist die Referenz durch den Urmeter in Paris festgelegt, aber nicht jeder Sprecher muß ihn kennen oder überhaupt davon wissen. (Laut Evans). Strawson: "Mittelwert verschiedener Meinungen".
KripkeVsBeschreibungstheorie/Evans: seine Angriffe richten sich nur gegen die erste Variante (Sprecher Bezeichnung). Sie ignorieren den sozialen Charakter der Namensgebung.

Field II 117
Referenz/Deflationismus/Field: der Deflationismus scheint die viele Arbeit, die in den letzten Jahren in die Erforschung der Referenz gesteckt wurde, unwichtig zu machen. Denn wenn WB keine zentrale Rolle spielen, kann die Referenz es auch nicht. Bsp: KripkeVsBeschreibungstheorie/Namen/Field: (Kripke 1972): diese ist unkorrekt.
Field: jedenfalls, wenn diese keine MS gebraucht!.
Referenz/Deflationismus/Field: Problem: wenn die Wahrheitsbedingungen keine Rolle spielen, dann gilt das auch für Referenz, denn das relevante Schema ist:
(R) Wenn b existiert, dann referiert "b" auf b und nichts sonst; wenn b nicht existiert, dann referiert "b" auf gar nichts.
Problem: wenn das alles ist, was es über Referenz zu sagen gibt, was soll uns Kripkes Kritik der Beschreibungstheorie dann sagen?
Beschreibungstheorie/Gödel-Schmidt-Fall/Kripke: Bsp Gödel = "der Beweiser des Unvollständigkeitssatzes".
Dann Bsp Schmidt war der eigentliche Beweiser, wurde aber ermordet. Jeder würde sagen, daß "Gödel" dennoch auf Gödel referiert und nicht auf Schmidt.
Deflationismus/Field: Problem: wenn der Deflationismus das nicht erklären kann, dann ist etwas falsch mit ihm! Aber er kann es:
Referenz/Deflationismus/Field: die Referenz ist nicht die eigentliche Grundlage, sondern Beobachtungen über unsere Praxis des Schließens. Das ist es was Kripke eigentlich zeigt.

Stalnaker I 15
KripkeVsBeschreibungstheorie/Stalnaker: erwächst aus einer Verwechslung von Semantik und Metasemantik. Anti-Essentialismus/Kripke/Stalnaker: erwächst aus einer Verwechslung von Semantik und Metaphysik.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsBeschreibungVsBeschreibung Evans Vs Beschreibungstheorie I 313
Referenz/Bedeutung/allg Term/EvansVsBeschreibungstheorie: wir verwenden ständig allg Term, von deren Erfüllungsbedingungen wir nur die dunkelsten Vorstellungen haben. Bsp Chlor, Mikrobiologie usw. Es ist aber falsch zu sagen, daß wir nichts sagten, wenn wir Sätze äußern, die diese allg Term.
I 315
Namen/Kausaltheorie/Kripke/Evans: Kripkes Kausaltheorie sieht ungefähr so aus: die Kausalkette ist nur dann referenzbewahrend, wenn der Sprecher intendiert, den Namen für dasselbe Ding zu verwenden, für das es derjenige verwendet hat, von dem er den Namen gelernt hat. Evans: Frage: ist es hinreichend, daß diese Verwendung eine so beschriebene kausale Folge ist?
Bsp (Evans) eine Gruppe von Leuten unterhält sich in der Kneipe über einen bestimmten Louis, von dem S noch nie gehört hat. Er fragt "Was hat Louis denn getan?" Klar, daß er damit einen bestimmten Mann bezeichnet!
I 316
Er könnte sogar bei einer späteren Gelegenheit fortfahren, sich auf ihn zu beziehen. VsBeschreibungstheorie: mit ihr ist das schwer zu vereinbaren, weil der Informationsbrocken, den S aufschnappte, irgendeine Einstellung einschließen könnte und auf jemand anders viel besser passen könnte. Sie hat keine Erklärung dafür, warum es unmöglich ist, daß andere Beschreibungen gegenüber dieser überwiegen.
VsKausaltheorie: sie kann in diesem Fall wohl die richtige Antwort sicherstellen. Aber: sie kann nicht ausschließen, daß S zu jedem zukünftigen Zeitpunkt, wie fremd die Thematik und wie verwirrt der Sprecher sein mag, einen bestimmten Franzosen vielleicht Louis XIII: bezeichnen wird, solange es eine kausale Verknüpfung zu jener Unterhaltung in der Kneipe gibt.
I 321
EvansVsBeschreibungstheorie: Wenn wir nun gleichzeitig dächten, daß der Name denjenigen bezeichnet, der von Elhannan erschlagen wurde, dann zeigt das, daß die Bedingungen der Beschreibungstheorie nicht notwendig und nicht hinreichend sind.
I 321/322
EvansVsKripke: das ist die Auffassung, für die Kripke hätte argumentieren sollen, aber nicht argumentiert hat. EvansVsBeschreibungstheorie: unterscheidet nicht zwischen den Gedanken :
a) daß das Bezeichnete von der Absicht des Sprechers bestimmt ist, und
b) daß der Gegenstand die Beschreibungen erfüllt.
EvansVsBeschreibungstheorie: Punkt b) ist die Schwäche: das "Passen auf" ist absurd, wenn es im Fall eines von seiner Gemeinschaft isolierten Sprechers nur durch ein Bündel von Beschreibungen, das der Sprecher assoziiert, auf dieses Ding besser als auf alles andere passen soll.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsBeschreibungVsBeschreibung Donnellan Vs Beschreibungstheorie Stalnaker II 220
Überzeugung/Inhalt/Glauben/DonnellanVsBeschreibungstheorie/Donnellan//Stalnaker: (Donnellan 1971): in seinem Beispiel werden zwei Personen als eine repräsentiert (vgl. Pierre-Bsp: hier wird ein Ding auf zwei verschiedene Weisen repräsentiert (London/Londres)). Bsp auf einer Party wird einem Studenten ein Mann als der berühmte Philosoph Aston-Martin vorgestellt, von dem er schon gehört und etwas gelesen hat. Die beiden unterhalten sich. Und der Student glaubt, mit dem Philosophen gesprochen zu haben.
In Wirklichkeit ist dieser Aston-Martin aber eine andere Person mit dem gleichen Namen.
II 221
Donnellan: wenn der Student sagt, "ich traf Mr. Aston-Martin und unterhielt mich mit ihm" referiert er eindeutig auf den Philosophen und macht eine falsche Aussage. ((s) Ohne die Berufsbezeichnung zu erwähnen.) Dagegen: wenn er erzählt, "Und dann stolperte Robinson über Aston-Martins Fuss und fiel hin" referiert er eindeutig auf den Mann, den er auf der Party traf und macht eine wahre Aussage.

Donnellan I
Keith S. Donnellan
"Reference and Definite Descriptions", in: Philosophical Review 75 (1966), S. 281-304
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsBeschreibungVsBeschreibung Newen Vs Beschreibungstheorie New I 233
Def Referenz/Newen: Relation zwischen dem Vorkommnis eines sing Term und dem dadurch bezeichneten Objekt. ((s) also referieren allg Term nicht?).
Namen/Eigennamen/Newen: zwei Probleme_
1. Referenzfestlegung: wie wird die Referenz festgelegt
2. Bedeutung: was ist die Bedeutung eines Namens.
Namen/Kennzeichnungstheorie/Beschreibungstheorie/Newen: Bsp "Aristoteles": die Bedkeutung wäre dann "Schüler Platons".
Vs: Problem: es könnte sein, dass jemand nicht weiß, dass Aristoteles Schüler Platons war, den Namen dennoch sonst nrichtig gebraucht.
Bündeltheorie/Lösung/Searle/Newen/(s): es sollte nicht passieren, dass ein einzelner Fehlschlag die ganze Theorie widerlegt, daher sollte ein Bündel von Kennzeichnungen ausschlaggebend sein, nicht eine einzelne Kennzeichnung.
I 234
Bündeltheorie/Referenzfestlegung/Searle/Newen: Searles Bündeltheorie versteht sich gleichzeitig als Theorie der Referenzfestlegung. Namen/Eigennamen/KripkeVsBündeltheorie/KripkeVsBeschreibungstheorie/KripkeVsSearle/Kripke/
Newen: (modales Argument): es gibt eine notwendige Bedingung für Def Bedeutungsgleichheit/Kripke:

(BG) wenn zwei Ausdrücke a1 und a2 bedeutungsgleich sind, dann sind sie in Sätzen, die mit dem Modaloperator "Es ist notwendig, dass" eingeleitet werden, wechselseitig ersetzbar, ohne dass der Wahrheitswert sich ändert.
I 235
Bsp Es ist notwendig, dass Aristoteles K ist. Hier ist nicht "Schüler Platons" einsetzbar. Daher kann der Name "Aristoteles" (Anführungszeichen von Newen) nicht dieselbe Bedeutung haben wie "Schüler Platons".
Beschreibungstheorie/metasprachlich/Namen/Newen: Sonderfall der Beschreibungstheorie (Kennzeichnungstheorie) der Eigennamen: die sogenannte metasprachliche Beschreibungstheorie:
Bsp die Bedeutung des Namens Aristoteles kann mit der Kennzeichnung "Der Träger des Namens "Aristoteles"" angegeben werden.
Pointe: diese Kennzeichnung erfasst das kontextunabhängige Wissen eines Sprechers in Bezug auf den Namen.
KripkeVs/Newen: wenn das modale Argument auch für die metasprachliche Theorie richtig ist, kann sie nicht richtig sein: es ist zwar notwendig, dass Aristoteles Aristoteles ist, aber nicht notwendig, dass Aristoteles
I 236
der Träger des Namens "Aristoteles" ist. er hätte einen anderen Namen bekommen können. Objekttheorie/Bedeutung/Namen/Eigennamen/Newen: These: die Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Eine Variante dieser Theorie ist Russells Theorie der Bedeutung von logischen Eigennamen. ("dis" usw.)
Erkenntnistheorie/VsRussell/Newen: Russells Erkenntnistheorie erwies sich als unhaltnbar.
Lösung/Newen: Referenzfestlegung durch eine Kennzeichnung: "Das einzige Objekt, das die Kennzeichnung erfüllt, die mit dem Ausdruck "E" (Anführungszeichen von Newen) assoziiert ist.
Frege: hat das zuerst konkretisiert (in seiner Theorie von Sinn und Bedeutung)
Namen/Frege/Newen: die Fregesche Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Referenzfestlegung/Frege/Newen: durch Kennzeichnung. Das ist Freges Theorie des Sinns.
Sinn/Frege/Newen: durch Kennzeichnung (= Referenzfestlegung für Eigennamen).
Namen/Frege/Newen: Frege verbindet eine Objekttheorie der Bedeutung mit einer Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung.
I 237
((s) KripkeVsFrege/KripkeVsBeschreibungstheorie/Newen/(s): Kripke hat auch die Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung kritisiert: Bsp Schmidt war der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes, nicht Gödel. Dennoch referieren wir mit "Gödel" auf Gödel und nicht auf ein Objekt, das mit einer Kennzeichnung herausgegriffen wird, die zutreffen kann oder nicht.) Lösung/Kripke: kausale Theorie der Eigennamen.

NS I 105
KripkeVsBeschreibungstheorie/(s): Bsp Gödel-Schmidt-Fall: wir referieren immer auf Gödel, wenn wir den Namen gebrauchen, auch wenn sich herausstellen würde, dass Gödel nicht den Unvollständigkeitssatz gefunden hat. Newen/Schrenk: der Name bezeichnet stets die Person, unabhängig davon, welche Kennzeichnungen auf sie in anderen hypothetischen Situationen zutreffen mögen.
Das zeigt, dass charakteristische Kennzeichnungen bei Namen nicht für die Referenzfestlegung verantwortlich sind.

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
VsBeschreibungVsBeschreibung Evans Vs Kripke, Saul A. I 310
Namen/Beschreibungstheorie/EvansVsKripke: es gibt zwei Beschreibungstheorien, die er nicht unterscheidet: 1. Beschreibungstheorie der Sprecher-Bezeichnung: der Name N bezeichnet bei einer bestimmten Gelegenheit seiner Verwendung durch einen Sprecher S genau dann x, wenn x dasjenige ist, dass als einziges alle oder die meisten Beschreibungen φ erfüllt. (Bündeltheorie).
2. Die Beschreibungstheorie dessen, was ein Name bezeichnet: das was aus einer Menge von Meinungen aus einer Gruppe von Sprechern entnommen werden kann, die glauben und intendieren, dass sie einen Namen zur Bezeichnung desselben Dings verwenden.
Das impliziert nicht, daß jeder Sprecher im Besitz der Beschreibung sein muss.
EvansVsKripke: daß er die beiden nicht unterscheidet, sieht man daraus, dass er manchmal auf Sprecher Beschreibungen bezug nimmt, manchmal auf den beunruhigenden Begriff des "Idiolekts".
I 311
Namen/EvansVsBeschreibungstheorie: die starke These, dass die Bedingungen des Beschreibungstheoretikers hinreichend seien, ist unerhört!
I 312
Die strikten Wahrheitsbedingungen sind ganz unakzeptabel. Schwächere These: eine gewisse deskriptive Identifizierung sei notwendig: das zu verstehen ist wichtig:
EvansVsKripke: seine Bsp zeigen nicht, dass sie falsch ist. (Obwohl ich das ebenfalls glaube).
1. um etwas zu sagen, muss man auf jemand oder etwas zielen.
2. um eine Intention zu haben, muss man im Besitz einer Beschreibung sein.
I 317
Kriterien/EvansVsKripke: die Kriterien für "Über wen glaubt er etwas?" weichen dramatisch von denen für "Wer ist der ursprüngliche Namensgeber?" ab.
I 323
Kausaltheorie/EvansVsKripke: wie K.: die Absurdität liegt im Fehlen jeglicher kausaler Verbindung. Aber er hat die kausale Relation falsch lokalisiert: Evans These es geht um die kausale Relation zwischen den Zuständen und Verhaltensweisen des Dings und der Informationsmenge des Sprechers nicht zwischen dem Getauftsein und der gegenwärtigen Verwendung. (Schlechte Philosophie des Geistes).
Bsp in einem Lehrbuch heißt es: Arthur hat einen Sohn Anir gehabt, den "die Legende vielleicht mit seiner Begräbnisstätte verwechselt hat".
VsKripke: wenn dieser nun sagt, daß diejenige Teilgruppe, die sagen, Anir sei eine Begräbnisstätte, eine Person bezeichnen könnten (!) so spricht wenig für diesen Begriff!
I 324
Evans These "beabsichtigter Referent" ist typischerweise eine notwendige (aber nicht hinreichende) Bedingung dafür, daß x die Quelle des kausalen Ursprungs der Informationsmenge sein muß, die S mit dem Namen x assoziiert.
I 30
Namen/EvansVsKripke: sowohl VsBeschreibungstheorie als auch VsKausaltheorie. Pro Beschreibungstheorie: Referenz ist im allgemeinen durch Informationsmenge bestimmt, die man den Verwendern entnehmen kann.
Evans: Name steht für den Gegenstand, der die meisten Informationen kausal verursacht hat. Aber nicht Kausalkette! Sondern Kausalzusammenhang zwischen Zuständen und Tätigkeiten des Gegenstands und der Informationsmenge der Sprecher.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Kausaltheorie/Namen VsBeschreibung Versus Evans I 320
Namen/EvansVsKausaltheorie: ignoriert den Kontext - EvansVsBeschreibungstheorie nicht hinreichend und nicht notwendig.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Namen Evans, G. I 311
Namen/EvansVsBeschreibungstheorie: die starke These, daß die Bedingungen des Beschreibungstheoretikers hinreichend seien, ist unerhört!
I 312
Die strikten Wahrheitsbedingungen sind ganz unakzeptabel. Schwächere These: eine gewisse deskriptive Identifizierung sei notwendig: das zu verstehen ist wichtig:
EvansVsKripke: seine Bsp zeigen nicht, daß sie falsch ist. (Obwohl ich das ebenfalls glaube).
1. um etwas zu sagen, muß man auf jemand oder etwas zielen.
2. um eine Intention zu haben, muß man im Besitz einer Beschreibung sein.
I 323
Evans: These: es geht um die kausale Relation zwischen den Zuständen und Verhaltensweisen des Dings und der Informationsmenge des Sprechers - nicht zwischen dem Getauftsein und der gegenwärtigen Verwendung. (Schlechte Philosophie des Geistes).
Staln I 189
Namen/Bsp Evans/Stalnaker: sicher ist "Julius" kein richtiger Name, aber richtige Namen funktionieren genauso, weil ihre Referenz und was mit ihnen gesagt wird, von den Tatsachen abhängt.
I 190
Genauso wurden Bsp Hesperus/Phosphorus durch verschiedene Kausalketten (oder historische Ketten) festgelegt.