Lexikon der Argumente


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Beschreibungslogik KI-Forschung Norvig I 456
Beschreibungslogik/KI-Forschung/Russell/Norvig: Beschreibungslogiken sind Notationen, die es einfacher machen sollen, Definitionen und Eigenschaften von Kategorien zu beschreiben. Die wesentlichen Inferenzaufgaben für die Beschreibungslogik sind Subsumtion (überprüfen, ob eine Kategorie eine Teilmenge einer anderen ist durch Vergleich ihrer Definitionen) und Klassifizierung (überprüfen, ob ein Objekt zu einer Kategorie gehört).
Norvig I 456
VsBeschreibungslogik/Norvig: Entweder können schwere Probleme gar nicht festgestellt werden, oder sie erfordern exponentiell große Beschreibungen! ((s) Für eine Lösung siehe >Conceptional Space/Gärdenfors; >Semantic Web/Gärdenfors. (GärdenforsVsRussell, Stuart/GärdenforsVsNorvig)).
Norvig I 459
Begrenzung (Circumscription): Die Idee besteht darin, bestimmte Prädikate zu spezifizieren, die als "so falsch wie möglich" angenommen werden - das heißt, für jedes Objekt falsch, außer für diejenigen, für die sie als wahr bekannt sind. Angenommen, wir wollen die Standardregel, dass Vögel fliegen, durchsetzen. Wir würden ein Prädikat einführen, sagen wir Abnormal 1(x), und schreiben Vogel(x) ∧¬Abnormal 1(x) ⇒ Fliegt(x) . Wenn wir sagen, dass Abnormal 1 zu begrenzen ist, ist ein Circumscription Reasoner dazu berechtigt, von Abnormal 1(x) auszugehen, es sei denn, Abnormal 1(x) ist als wahr bekannt. Dies ermöglicht es, die Schlussfolgerung Fliegt(Tweety) aus der Prämisse Vogel(Tweety) zu ziehen, aber der Schluss gilt nicht mehr, wenn Abnormal 1 (Tweety) geltend gemacht wird. Beschränkung kann als Beispiel für eine modellhaften Präferenzlogik betrachtet werden. In solchen Logiken wird ein Satz (mit Standardstatus) impliziert, wenn er in allen bevorzugten Modellen der Wissensbasis wahr ist, im Gegensatz zur Forderung der Wahrheit in allen Modellen der klassischen Logik.
Norvig I 471
Die Entwicklung von Beschreibungslogiken ist der neueste Schritt in einer langen Reihe von Forschungsarbeiten, die darauf abzielen, nützliche Teilmengen der Logik erster Ordnung zu finden, für die die Inferenz rechnerisch nachvollziehbar ist. Hector Levesque und Ron Brachman (1987)(1) zeigten, dass bestimmte logische Konstrukte - insbesondere bestimmte Anwendungen von Disjunktion und Negation - in erster Linie für die Hartnäckigkeit logischer Inferenz verantwortlich sind. Aufbauend auf dem KL-ONE-System (Schmolze und Lipkis, 1983)(2) entwickelten mehrere Forscher Systeme, die die theoretische Komplexitätsanalyse integrieren, allen voran KRYPTON (Brachman et al., 1983)(3) und Classic (Borgida et al., 1989)(4). Das Ergebnis war eine deutliche Erhöhung der Geschwindigkeit der Inferenz und ein viel besseres Verständnis der Interaktion zwischen Komplexität und Expressivität in reasoning systems. Calvanese et al. (1999)(5) fassen den aktuellen Stand zusammen, und Baader et al. (2007)(6) präsentieren ein umfassendes Handbuch der Beschreibungslogik. Gegen diesen Trend haben Doyle und Patil (1991)(7) argumentiert, dass die Einschränkung der Expressivität einer Sprache entweder die Lösung bestimmter Probleme unmöglich macht oder den Benutzer ermutigt, die Sprachbeschränkungen mit unlogischen Mitteln zu umgehen. >Inferenz/KI-Forschung.


1. Levesque, H. J. and Brachman, R. J. (1987). Expressiveness and tractability in knowledge representation and reasoning. Computational Intelligence, 3(2), 78–93.
2. Schmolze, J. G. and Lipkis, T. A. (1983). Classification in the KL-ONE representation system. In
IJCAI-83, pp. 330–332.
3. Brachman, R. J., Fikes, R. E., and Levesque, H. J. (1983). Krypton: A functional approach to knowledge representation. Computer, 16(10), 67–73.
4. Borgida, A., Brachman, R. J., McGuinness, D., and Alperin Resnick, L. (1989). CLASSIC: A structural data model for objects. SIGMOD Record, 18(2), 58-67.
5. Calvanese, D., Lenzerini, M., and Nardi, D. (1999). Unifying class-based representation formalisms. JAIR, 11, 199–240
6. Baader, F., Calvanese, D., McGuinness, D., Nardi, D., and Patel-Schneider, P. (2007). The Description
Logic Handbook (2nd edition). Cambridge University Press.
7. Doyle, J. and Patil, R. (1991). Two theses of knowledge representation: Language restrictions, taxonomic classification, and the utility of representation services. AIJ, 48(3), 261–297.

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Beschreibungstheorie Cresswell II 47
Def Beschreibungstheorie/Cresswell: (hier): behauptet, dass ein Name synonym ist mit einer äquivalenten bestimmten Kennzeichnung. Das erlaubt immer noch einen großen Spielraum für Interpretation - Bsp "Der Planet, der Phosphorus genannt wird" ist eine solche Kennzeichnung. - Vs: "Phosphorus" ist der Planet, der Ph. genannt wird" ist keine notwendige Wahrheit. ((s) de re).
II 150
Beschreibungstheorie/Loar/Bach/Cresswell: Loar (1976(1), 370-373) und Bach (1981)(2) verteidigen die Art Beschreibungstheorie, die "Phosphorus" zu etwas macht, was etwas ähnliches bedeutet wie "wird "Phosphorus" genannt".
II 150
VsBeschreibungstheorie/Cresswell: sei zirkulär, weil der Gebrauch eines Namens um auf jemand zu referieren involviert ist - auch Kripke 1972(3), 283, 286. - LoarVsVs: (1976(1) 371): es ist aber gar nicht so, dass wir auf etwas referieren, indem wir sagen, "der Referent dieses Ausdrucks..." Die Referenz ist eher intrinsisch - Cresswell dito.
II 153
Beschreibungstheorie/de re/Cresswell: Bsp (B. Partee) Loar glaubt, dass die Semantik ein Zweig der Psychologie ist, während Thomason glaubt, dass sie ein Zweig der Mathematik ist - das kann nicht de re sein, weil dann nicht beide recht haben können - Lösung: Beschreibungstheorie: Loar glaubt, dass das Ding das "Semantik" genannt wird, ein Zweig der Psychologie ist, während Thomason glaubt, es sei ein Zweig der Mathematik. - "Es" steht dann nicht für ein Ding, sondern für die Eigenschaft, "Semantik" genannt zu werden.

1.Loar, B. The semantics of singular terms. Philos Stud 30, 353–377 (1976). https://doi.org/10.1007/BF00372537
2.Bach, Emmon. 1981. On Time, Tense, and Aspects: An Essay in English Metaphysics. inPeter Cole (ed.), Radical Pragmatics , New York: Academic Press, 63-8
3.Saul A. Kripke (1972): Naming and Necessity, in: Davidson/Harmann
(eds.) (1972), 253-355

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Beschreibungstheorie Evans I 313f
Beschreibungstheorie/Namen/Evans: "x ist der einzige φ-er, und alles, was sonst noch φ-et ist identisch mit x". ((s) Vgl. >"Genau einer").
Vgl.
Berka I 121
Def 1/Eins/Zahl/logische Form/Hilbert:
1(F) : (Ex)[F(x) & (y)(F(y) > ≡ (x,y)].

Hilbert: "Es gibt ein x, für das F(x) besteht, und jedes y, für das F(y) besteht, ist mit diesem x identisch".

Vgl.
Cresswell I 179
Bestimmter Artikel/Theorie der Kennzeichnung/Russell: "der" erfordert, dass ein Satz Bsp "der φ ist ψ" vorausgesetzt, dass "der φ" weite Reichweite hat, beinhaltet (entails) dass es genau ein φ gibt.
Vgl.
Prior I 61
Def "genau ein"/logische Form/Prior: zu sagen, dass genau ein Individuum φt heißt zu sagen, dass für ein x, x ft und für jedes x und y, wenn x φt und y φt, dann ist x dasselbe Individuum wie y. - Nur mit "φ-en" statt "F" (Prädikat). Eigenschaft/Prädikat/Prior: dieser benutzt "φ-en" (einstellige Verben) statt "F" (Eigenschaft) - aber auch: "Eigenschaft, zu φ-en" - "Die Eigenschaft des ()-ens" bildet aber kein Substantiv aus einem Verb! - sondern ist Teil des ganzen Funktors: "..ist dasselbe wie.." oder Funktors: "was immer ()t,()t".
Es ist keine Eigenschaft, weil sonst falsche Gleichsetzung folgt: "Eigenschaft, die auf nichts angewendet wird": dies könnte dann fälschlich Meerjungfrauen und Pegasi gleichsetzen.

Evans I 313f
EvansVs: Die Situation für propositionale Einstellungen wird fälschlich so dargestellt, als gleiche sie der Situation, in der der Gegenstand nicht existiert. (Vgl. >Nichtexistenz)
I 313
Referenz/Bedeutung/allg Term/EvansVsBeschreibungstheorie: wir verwenden ständig allg Term, von deren Erfüllungsbedingungen wir nur die dunkelsten Vorstellungen haben. Bsp Chlor, Mikrobiologie usw. Es ist aber falsch zu sagen, dass wir nichts sagten, wenn wir Sätze äußern, die diese allg Term.
I 315
Namen/Kausaltheorie/Kripke/Evans: Kripkes Kausaltheorie sieht ungefähr so aus: die Kausalkette ist nur dann referenzbewahrend, wenn der Sprecher intendiert, den Namen für dasselbe Ding zu verwenden, für das es derjenige verwendet hat, von dem er den Namen gelernt hat. Evans: Frage: ist es hinreichend, daß diese Verwendung eine so beschriebene kausale Folge ist?
Bsp (Evans) eine Gruppe von Leuten unterhält sich in der Kneipe über einen bestimmten Louis, von dem S noch nie gehört hat. Er fragt "Was hat Louis denn getan?" Klar, daß er damit einen bestimmten Mann bezeichnet!
I 316
Er könnte sogar bei einer späteren Gelegenheit fortfahren, sich auf ihn zu beziehen. VsBeschreibungstheorie: mit ihr ist das schwer zu vereinbaren, weil der Informationsbrocken, den S aufschnappte, irgendeine Einstellung einschließen könnte und auf jemand anders viel besser passen könnte. Sie hat keine Erklärung dafür, warum es unmöglich ist, daß andere Beschreibungen gegenüber dieser überwiegen.
VsKausaltheorie: sie kann in diesem Fall wohl die richtige Antwort sicherstellen. Aber: sie kann nicht ausschließen, daß S zu jedem zukünftigen Zeitpunkt, wie fremd die Thematik und wie verwirrt der Sprecher sein mag, einen bestimmten Franzosen vielleicht Louis XIII: bezeichnen wird, solange es eine kausale Verknüpfung zu jener Unterhaltung in der Kneipe gibt.
I 321
EvansVsBeschreibungstheorie: Wenn wir nun gleichzeitig dächten, daß der Name denjenigen bezeichnet, der von Elhannan erschlagen wurde, dann zeigt das, daß die Bedingungen der Beschreibungstheorie nicht notwendig und nicht hinreichend sind.
I 321/322
EvansVsKripke: das ist die Auffassung, für die Kripke hätte argumentieren sollen, aber nicht argumentiert hat. EvansVsBeschreibungstheorie: unterscheidet nicht zwischen den Gedanken:
a) dass das Bezeichnete von der Absicht des Sprechers bestimmt ist, und
b) dass der Gegenstand die Beschreibungen erfüllt.
EvansVsBeschreibungstheorie: Punkt b) ist die Schwäche: das "Passen auf" ist absurd, wenn es im Fall eines von seiner Gemeinschaft isolierten Sprechers nur durch ein Bündel von Beschreibungen, das der Sprecher assoziiert, auf dieses Ding besser als auf alles andere passen soll.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Berka I
Karel Berka
Lothar Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Beschreibungstheorie Stalnaker I 15
KripkeVsBeschreibungstheorie/Stalnaker: Die Beschreibungstheorie erwächst aus einer Verwechslung von Semantik und Metasemantik. Anti-Essentialismus/Kripke/Stalnaker: Anti-Essentialismus erwächst aus einer Verwechslung von Semantik und Metaphysik.
I 212
Rein deskriptive Sprache/Stalnaker: Wenn wir eine rein deskriptive Sprache hätten, hätten wir keine Referenzfestlegung für allgemeine Termini. Dagegen: Referenz/Kausaltheorie der Referenz: (als Gegenposition zum Deskriptivismus): sagt uns die Kausaltheorie der Referenz wie Referenz im allgemeinen, für Namen wie für Prädikate, erworben wird. Das Wissen über die Referenzfestlegung gehört dann zur Sprachkompetenz.
I 212
Def Lokaler Deskriptivismus/Lewis/Stalnaker: Lokaler Deskriptivismus ist einfach eine Weise, einen Teil der Sprache durch einen anderen zu erklären. ((s) Laut Lewis und Stalnaker ist dies die einzige Möglichkeit). Globaler Deskriptivismus/LewisVs: Globaler Deskriptivismus macht es unmöglich zu erklären, wie Aussagen überhaupt falsch sein können. Das ist Putnams Paradox. ((s) Dann referieren die Ausdrücke auf "welche Dinge auch immer"). Dann sind die Eigenschaften und Relationen immer das, was die Theorie am besten wahr macht.
Zusatzbedingung/Lewis: Die einfachen Termini müssen die Welt "an den Gelenken aufteilen".
VsGlobaler Deskriptivismus:
1. Dieser wäre holistisch, d.h. was ich denke, ist von allem anderen abhängig, was ich denke.
2. Er wäre solipsistisch, weil von meinen Kausalrelationen abhängig: dann bedeutet "Tullius" ist bei mir etwas anderes als bei dir.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Kategorien KI-Forschung Norvig I 440
Kategorien/KI-Forschung/Norvig/Russell: Die Organisation von Objekten in Kategorien ist ein wesentlicher Bestandteil der Wissensrepräsentation. Obwohl die Interaktion mit der Welt auf der Ebene der einzelnen Objekte stattfindet, finden viele Schlussfolgerungen auf der Ebene der Kategorien statt. Kategorien dienen auch dazu, Vorhersagen über Objekte zu treffen, sobald sie klassifiziert sind. Man leitet das Vorhandensein bestimmter Objekte aus dem Wahrnehmungsinput ab, leitet die Kategoriezugehörigkeit aus den wahrgenommenen Eigenschaften der Objekte ab und verwendet dann Information über Kategorien, um Vorhersagen über die Objekte zu treffen. >Wissensrepräsentation/Norvig, >Ontologie/KI-Forschung. Es gibt zwei Möglichkeiten, Kategorien in der Logik erster Ordnung darzustellen: Prädikate und Objekte.
Vererbung: Kategorien dienen der Organisation und Vereinfachung der Wissensbasis durch Vererbung. Wenn wir sagen, dass alle Instanzen der Kategorie Lebensmittel essbar sind, und wenn wir behaupten, dass Obst eine Unterklasse von Lebensmitteln ist und Äpfel eine Unterklasse von Obst ist, dann können wir daraus schließen, dass jeder Apfel essbar ist. Wir sagen, dass die einzelnen Äpfel die Eigenschaft der Essbarkeit erben, in diesem Fall von ihrer Zugehörigkeit zur Kategorie Lebensmittel.
Norvig I 454
Schlussfolgerungssysteme für Kategorien: a) Semantische Netzwerke: Verwenden Labels wie männlich/weiblich, "Mutter/Vater" etc. Die Notation des semantischen Netzwerks macht es einfach, eine Schlussfolgerung über Vererbung durchzuführen (...).
Norvig I 455
Vererbung: wird kompliziert, wenn ein Objekt zu mehr als einer Kategorie gehören kann oder wenn eine Kategorie eine Teilmenge von mehr als einer anderen Kategorie sein kann; dies wird als Mehrfachvererbung bezeichnet. In solchen Fällen kann der Vererbungsalgorithmus zwei oder mehr widersprüchliche Werte finden, die die Anfrage beantworten. Aus diesem Grund ist die Mehrfachvererbung in einigen objektorientierten Programmiersprachen (OOP), wie z.B. Java, die die Vererbung in einer Klassenhierarchie verwenden, verboten. Es ist in der Regel in semantischen Netzwerken erlaubt (...).
Norvig I 456
Beschreibungslogik: Beschreibungslogiken sind Notationen, die es einfacher machen sollen, Definitionen und Eigenschaften von Kategorien zu beschreiben. Die wesentlichen Inferenzaufgaben für die Beschreibungslogik sind Subsumtion (überprüfen, ob eine Kategorie eine Teilmenge einer anderen ist durch Vergleich ihrer Definitionen) und Klassifizierung (überprüfen, ob ein Objekt zu einer Kategorie gehört).
Norvig I 456
VsBeschreibungslogik/Norvig: Entweder können schwere Probleme gar nicht festgestellt werden, oder sie erfordern exponentiell große Beschreibungen! ((s) Für eine Lösung siehe >Conceptual Space/Gärdenfors; >Semantic Web/Gärdenfors. (GärdenforsVsRussell, Stuart/GärdenforsVsNorvig). >Beschreibungslogik/KI-Forschung.

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010
Namen Cresswell I 174
Name/Eigennamen/Cresswell: könnten auch Prädikate sein! (1985a, 153). Vielleicht bedeutet Pedro "wird "Pedro" genannt".
II 44
Namen/Bedeutung/Träger/Cresswell: Problem: wenn die Bedeutungen von Namen die Träger sind, dann sollte "Quentin sagt dass Hesperus Phosphorus ist" dasselbe bedeuten wie "Quentin sagt, dass Phosphorus Phosphorus ist". - (Zuschreibung von propositionalen Einstellungen).
II 152
Namen/VsBeschreibungstheorie/Cresswell: Bsp eine Kennzeichnung wie "das Ding, das "Phosphorus" genannt wird" greift eine ganze Klasse von Dingen heraus - daher ist es mehrdeutig.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Vorstellung Evans Frank I 515
Vorstellung/Evans: Vorstellung ist unabhängig von der Art und Weise, Wissen über den Gegenstand zu erlangen.
Gareth Evans(1982): Self-Identification, in: G.Evans The Varieties of Reference, ed. by John McDowell,Oxford/NewYork 1982, 204-266


Evans I 313
Referenz/Bedeutung/allgemeiner Term/EvansVsBeschreibungstheorie: wir verwenden ständig allgemeine Termini, von deren Erfüllungsbedingungen wir nur die dunkelsten Vorstellungen haben. Bsp Chlor, Mikrobiologie usw. Es ist aber falsch zu sagen, dass wir nichts sagten, wenn wir Sätze äußern, die diese allgemeinen Termini enthalten.
I 314
Evans: Bsp um den Gedanken auszudrücken, dass es Menschen mit elf Fingern gibt, reichen allgemeine Termini der Sprache aus. Wenn der psychologische Zustand (Geisteszustand) einen Gegenstand einschließt, wird in seiner Spezifizierung ein allgemeiner Term auftreten. Das könnte mit dem Zugeständnis verknüpft werden, dass es gewisse Gegenstände gibt, auf die man sich direkter beziehen könnte: das muss die Theorie sogar annehmen, weil sie sonst nicht zulassen könnte, was offensichtlich möglich erscheint: Referenz in einem symmetrischen oder zyklischen Universum.
EvansVs: Diese Vorstellung von psychologischen Einstellungen, die auf Gegenstände gerichtet sind, verdankt offensichtlich viel dem Gefühl daß es etwas geben muss, was wir von dem Gemeinten sagen können, selbst wenn gar kein geeigneter Gegenstand zu finden ist.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Wahrheitsbedingungen Evans Evans I 318
Meinen/Intention/Namen/Wahrheitsbedingungen/Evans: [Mein] Ziel (...) ist es, die Verknüpfungen zwischen den Aspekten [von Namensgebrauch und Intention] wieder herzustellen. Die Kausaltheorie scheint Probleme des Meinens und der Intention im Falle zweideutiger Aussagen zu klären.
Auch ein Kind, das keine umfassenden Intentionen haben kann, kann doch etwas Bestimmtes sagen.
Evans I 312
Namen/EvansVsBeschreibungstheorie: die starke These, dass die Bedingungen des Beschreibungstheoretikers hinreichend seien, ist unerhört! Die strikten Wahrheitsbedingungen sind ganz unakzeptabel.
Schwächere These: eine gewisse deskriptive Identifizierung sei notwendig: das zu verstehen ist wichtig:
EvansVsKripke: seine Beispiele zeigen nicht, dass die Beschreibungstheorie falsch ist. (Obwohl ich das ebenfalls glaube).
1. Um etwas zu sagen, muss man auf jemand oder etwas zielen.
2. Um eine Intention zu haben, muss man im Besitz einer Beschreibung sein.



Davidson I 53
Wahrheitsbedingungen/WB/DavidsonVsEvans: Man sollte Bedeutung nicht an Wahrheitsbedingungen ausrichten.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Kausaltheorie/Namen VsBeschreibung Versus Evans I 320
Namen/EvansVsKausaltheorie: ignoriert den Kontext - EvansVsBeschreibungstheorie nicht hinreichend und nicht notwendig.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Namen Evans, G. I 311
Namen/EvansVsBeschreibungstheorie: die starke These, daß die Bedingungen des Beschreibungstheoretikers hinreichend seien, ist unerhört!
I 312
Die strikten Wahrheitsbedingungen sind ganz unakzeptabel. Schwächere These: eine gewisse deskriptive Identifizierung sei notwendig: das zu verstehen ist wichtig:
EvansVsKripke: seine Bsp zeigen nicht, daß sie falsch ist. (Obwohl ich das ebenfalls glaube).
1. um etwas zu sagen, muß man auf jemand oder etwas zielen.
2. um eine Intention zu haben, muß man im Besitz einer Beschreibung sein.
I 323
Evans: These: es geht um die kausale Relation zwischen den Zuständen und Verhaltensweisen des Dings und der Informationsmenge des Sprechers - nicht zwischen dem Getauftsein und der gegenwärtigen Verwendung. (Schlechte Philosophie des Geistes).
Staln I 189
Namen/Bsp Evans/Stalnaker: sicher ist "Julius" kein richtiger Name, aber richtige Namen funktionieren genauso, weil ihre Referenz und was mit ihnen gesagt wird, von den Tatsachen abhängt.
I 190
Genauso wurden Bsp Hesperus/Phosphorus durch verschiedene Kausalketten (oder historische Ketten) festgelegt.