Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 11 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
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Literatur
Ähnlichkeit Bigelow
 
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I 228
Zugänglichkeit/Lewis: Zugänglichkeit zwischen möglichen Welten: ihre Grade sollten als Grade von Ähnlichkeit verstanden werden.
Ähnlichkeit/Mögliche Welten/Lewis: hier müssen wir die relevante Ähnlichkeit erkennen. Wichtiger ist die in Bezug auf bestimmte Gesetze! Damit werden Gesetze bei der Erklärung schon vorausgesetzt. (Lewis 1979, 1986a - JacksonVsLewis: Jackson 1977a: Kausalität statt Ähnlichkeit)
Zugänglichkeit/Bigelow/Pargetter: Bsp 3 Welten
1. Welt u: Darwin fragt seinen Vater um Erlaubnis loszusegeln, erhält sie und schreibt sein Buch, von dem wir alle gehört haben
2. Welt w: Darwin erhält die Erlaubnis nicht, segelt nicht los und schreib sein Buch nicht
3. Welt e v: Darwin erhält die Erlaubnis nicht, segelt trotzdem los… und sein Vater hat vergessen was er gesagt hat.
Zugänglichkeit/Lewis/Bigelow/Pargetter: nach unserer Semantik (und der von Lewis) ist das entsprechende KoKo nur wahr in w, wenn Möwe wie u die von w am meisten zugänglichsten (nächste Welt ähnlichste Möwe) sind.
Lewis: also muss u w ähnlicher sein als w v ähnlich ist. u und w müssen einander näher sein.
Wenn v und w näher aneinander wären, wäre folgendes KoKo wahr:
Wenn Darwins Vater die Erlaubnis nicht gegeben hätte, dann hätte Darwin nicht gehorcht und sein Vater hätte es vergessen.
Und das ist nicht wahr in w. Also ist u w näher als v u nahe ist.
I 229
Ähnlichkeit/Mögliche Welten/Relevanz/Bigelow/Pargetter: welche Art von Ähnlichkeit ist aber die relevante? Es kann nicht um bestimmte Tatsachen (wie in dieser Geschichte) gehen. Das wäre nicht hinreichend. Lösung/Lewis:
Def Ähnlichkeit/Ähnlichkeitsmetrik/MöWe/Lewis: durch weniger Ausnahmen in einer Möwe bei Gesetzen, die in der anderen Möwe gelten. >Wunder.
Bsp Darwin: „Wunder“ wären die falsche akustische Übermittlung der Aussage des Vaters und das Vergessen durch den Vater.
Wunder/Lewis: aber auch Welt u könnte Wunder enthalten: die Vorgeschichte ist die gleiche wie in v, aber die Entscheidung des Vaters fällt anders aus, wobei aber eben die kausale Situation dieselbe wäre Und das Wunder der anderen Entscheidung wäre vielleicht genauso groß wie das der Gedächtnislöschung und der falschen Hörens.
I 230
Naturgesetze/ Welten/Lewis/Bigelow/Pargetter: also könnte es sein, dass auch dort andere Gesetze gelten. Gehorchen/Gesetze/MöWe/Bigelow/Pargetter: wir können auch sagen, dass eine Welt in einem gewissen Grad den Gesetzen einer anderen Möwe gehorcht.
Bsp könnte es eine Möwe z geben, die den Gesetzen von w besser gehorcht als u?
z: Angenommen, hier gibt es Gesetze, die die Ablehnung der Erlaubnis wahrscheinlich machen. Angenommen, der Vater hat von einem Konflikt mit Frankreich in der Seegegend gehört. Das verlangt keine Änderung von Gesetzen.
Dann wären wir gezwungen anzunehmen, dass folgendes KoKo wahr ist in w: (nach unserer Semantik und der von Lewis):
Wenn Darwins Vater abgelehnt hätte, wäre Krieg zwischen England und Frankreich ausgebrochen oder es hätte einen anderen Faktor gegeben, der die Ablehnung herbeigeführt hätte.
Allerdings ist es falsch in w in wenigstens einer Lesart.
Ähnlichkeitsmetrik/Relevanz/Ähnlichkeit/Lewis: das zeigt, daß Ähnlichkeit der Gesetze nicht der einzige relevante Faktor ist.
Lösung/Lewis: Ähnlichkeit zwischen Welten muss erklärt werden
a) durch Ähnlichkeit in Bezug auf Gesetze,
b) durch Ähnlichkeit in Bezug auf bestimmte Tatsachen.
Gewichtung/Lewis: Bsp gleiche Tatsachen über lange Zeit haben dabei mehr Gewicht als das Gehorchen gleicher bestimmter Gesetze.
Aber die Befolgung von Gesetzen hat mehr Gewicht als bestimmte übereinstimmende Tatsachen.
I 231
LewisVsBigelow: Vsmodale Theorie. Bigelow/Pargetter: wir erklären Gesetze durch Zugänglichkeit
Lewis: erklärt Zugänglichkeit durch Gesetze.
Bigelow/Pargetter: wenn Lewis recht hat, ist unsere Theorie zirkulär.
Lösung/Lewis: s.u.
BigelowVsVs/BigelowVsLewis: wir leugnen, dass Zugänglichkeit durch Ähnlichkeit erklärt werden muss. Die am leichtesten zugängliche Welt muss nicht die ähnlichste Welt sein! Das zeigen die obigen Bsp (Darwins Vater).
Aber selbst wenn es nicht so wäre, würde es die modale Theorie der Naturgesetze nicht widerlegen.
Ähnlichkeit/MöWe/Bigelow/Pargetter: wir sind herausgefordert, eine bessere Theorie als Lewis zu konstruieren.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Bedingungen Bigelow
 
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I 270
Bedingungen/Verursachung/Ursache/Kausalität/Bigelow/Pargetter: daher werden wir notwendige und hinreichende Bedingungen nicht getrennt behandeln, sondern eine allgemeine modale Relation zwischen Ursache und Wirkung annehmen. Es ist diese Theorie, die wir ablehnen. Bedingungen/hinreichend/notwendig/Verursachung/Bigelow/Pargetter: allgemeines Problem: entsprechende Theorien sind zu stark mit einem Determinismus der Natur verbunden.
Determinismus/Bigelow/Pargetter: ist hier nur im weiteren Sinn gemeint.
VsDeterminismus/Bigelow/Pargetter: aus ihm würde folgen, dass es ohne hinreichende Bedingungen keine Wirkung gibt. Und das würde heißen, das in dem Maße, wie es Indeterminismus gibt, wir den Begriff der Verursachung aufgeben müssten.
Kausalität/Bigelow/Pargetter: müssen wir in der makroskopischen Welt aber überhaupt nicht aufgeben.
Ursachen/Bigelow/Pargetter: sind keine Bedingungen.
Ursache/Wahrscheinlichkeit/Bigelow/Pargetter: Vertreter von Ursachen als Bedingungen könnten ihre These abschwächen und von Wahrscheinlichkeit sprechen statt von hinreichenden Bedingungen.
I 271
Wahrscheinlichkeit /Ursache/Bigelow/Pargetter: damit werden hinreichende und notwendige Bedingungen zusammengebracht. Das ist für viel Fälle sehr plausibel. Dennoch ist es falsch. Verursachung/Bigelow/Pargetter: ist ein lokales Merkmal eines Ursache-Wirkung-Paars. Sie ist eine zwei-stellige Relation. Keine Relation mit unbestimmt vielen Stellen. Dennoch können wir die Kausalrelation unverändert lassen, wenn wir eine andere Ursache einsetzen Bsp ein Backup-System (s.o. Bsp andere Scheibe Brot, die denselben Effekt hat).
Bedingungen/hinreichend/notwendig/Bigelow/Pargetter: sind – anders als die Verursachungsrelation – ein globales Merkmal. Bsp wenn das Backup-System eintritt, hört das, was eine notwendige Bedingung war, auf, eine notwendige Bedingung zu sein. Der intrinsische Charakter des Prozesses ist aber unverändert.
Kausalgesetze/kausale Gesetze/Kausalität/Bigelow/Pargetter: These es gibt sehr wohl kausale Gesetze!
Und sie sind global. Die Wahrheit der Kausalgesetze beruht auf dem Charakter der Welt als ganzer, nicht ihrer Konstituenten. Aber die Wahrheit superveniert auf der Existenz eines Mustern kausaler Transaktion in der Welt.
I 272
Kausalgesetz/Bigelow/Pargetter: These ist (oder beinhaltet) eine Verallgemeinerung über kausalen Transaktionen. Es ist sogar stärker als eine Verallgemeinerung, weil wir glauben, dass Modalität im Spiel ist. kausal/Bigelow/Pargetter: sind die Transaktionen nicht, weil die Gesetze bestehen, sondern umgekehrt.
Bedingungen/hinreichend/notwendig/Bigelow/Pargetter: sind gestützt von Kausalgesetzen. Daher sind auch sie global.
Kausalrelation/Bigelow/Pargetter: ist dagegen lokal.
Verursachung/Bigelow/Pargetter: damit ist auch sie lokal.
Kausalprozess/Bigelow/Pargetter: ist lokal.
I 273
Wirkung/Bigelow/Pargetter. ein und dieselbe Wirkung hätte verschiedene Ursachen haben können. Bsp Schwangerschaft durch verschiedene Männer.
DavidsonVs.
Identität/Ereignis/DavidsonVsBigelow: (Davidson 1980) Identität von Ereignissen: These: ein Kriterium für Identität macht notwendig, dass verschiedene Ursachen numerisch verschiedene Ereignisse bewirken. BigelowVsDavidson: das ist falsch, aber wir gehen hier nicht darauf ein. Aber selbst wenn er recht hätte, würde das die modale Theorie der Verursachung ((s) die notwendige und hinreichende Bedingungen einbaut) nicht retten.
Wahrscheinlichkeit /probabilistische Verursachung/Theorie/Bigelow/Pargetter. Bsp Verursachung einer Schwangerschaft durch einen fast unfruchtbaren Mann – könnte auch als Verhinderung der Parthenogenese verstanden werden
I 274
(…). – LewisVs: solche Gegenbeispiele sind unplausibel.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Geometrie Bigelow
 
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I 360
Goldener Schnitt/Bigelow/Pargetter: diese Relation ist nur allzu real. Dennoch ist sie kein Verhältnis in unserem Sinn. Bsp wenn wir Strecken erzeugen, indem wir DF aneinanderreihen werden wie niemals einen Übereinstimmungspunkt erhalten mit Vielfachen von DC.
Logische Form/allgemein/Inkommensurabilität/Bigelow/Pargetter: n mal DF wird niemals = m mal DC sein.
Das gilt auch für die Lösung von Wiener (s.o.).
Proportion: ist hier 2 : (1 + 5), daher kann sie nicht als Verhältnis a : b für ganze Zahlen a und b dargestellt werden.
Inkommensurabilität/Beweis: kann durch raa bewiesen werden: Angenommen, DF und DC wäre kommensurabel, d.h. es gibt einen Abstand d, der sowohl DF als auch DC teilt. Betrachten wir das Rechteck (in obiger Graphik) FDC, d teilt DF auf und DF entsprich EC. Diese teilt sowohl DC als auch EC. Daher muss sie auch DE aufteilen. Dann muss dieselbe Größe sowohl das größere als auch das kleinere Rechteck teilen, was nicht geht. d müsste dann auch die Seiten des dritten Rechtecks in der Zeichnung teilen usw. ad infinitum.
Daher kann keine endliche Länge beide Seiten eines goldenen Rechtecks teilen.
I 360
VsBigelow: die Inkommensurabilität scheint gegen unsere Theorie zu sprechen. BigelowVsVs: Lösung: wir definieren „Verhältnis“ etwas neu: wir brauchen eine dritte Relation:
Def Inkommensurabilität/logische Form//Bigelow/Pargetter: wenn zwei Relationen R und S inkommensurabel sind, dann, wann immer
x Rn y,
folgt, dass
nicht : x Sm y,
für welche Werte von n und m auch immer. Wiederholung von n Anwendungen von R wird niemals mit m Anwendungen von S zu einer Übereinstimmung führen.
Pointe: dennoch können wir feststellen, dass die Resultaten der wiederholten Anwendungen von R und S in einer bestimmten Relation zueinander stehen. Sie stehen in einer Reihenfolge unter der linearen Ordnung „<“ („kleiner“). D.h. es kann sein, für ein n und ein m
Wenn x Rn y und x Sm z, dann y < z.
Goldener Schnitt/Bigelow/Pargetter: ist eindeutig definiert durch die Liste der Zahlen n und m für die das obige Schema gilt.
I 362
allgemein: jede Proportion zwischen zwei Relationen R und S kann eindeutig charakterisiert werden durch eine Liste natürlicher Zahlen n und m, für die das Schema gilt. Proportion/Bigelow/Pargetter: diese Theorie der Proportionen geht auf Eudoxos Beitrag zu Euklids Elementen (Buch 5 Def 5) zurück.
Reelle Zahlen/Bigelow/Pargetter: diese Theorie der Proportionen als Theorie der reellen Zahlen wurde ende des 19. Jahrhundert von Dedekind und anderen entwickelt.
I 364
Geometrie/Bigelow/Pargetter: hat mit räumlich instanziierten Universalien zu tun. Daher ist sie verwundbar durch empirische Entdeckungen über den Raum. Es könnte sein, dass wir entdecken, dass der Raum die geometrischen Formen gar nicht instanziiert, von denen wir bisher angenommen hatten, dass sie es würden. Aristoteles/Bigelow/Pargetter. nach ihm würden die Formen dann verworfen.
Platon/Bigelow/Pargetter: dieser erlaubt erst die Annahme eines Nicht-Euklidischen Raums. ((s) Aber wenn er bloß für uns nicht direkt wahrnehmbar ist und z.B. im Universum instanziiert ist, ist es für Aristoteles auch kein Problem).
I 365
Universalien/Platonismus/Bigelow/Pargetter: eigentlich glaubt auch er nicht an uninstanziierte Universalien, sondern er wird welche finden 8oder erfinden). Vor allem wird er sagen, dass reine Mathematik autonom ist.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Kräfte Bigelow
 
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I 282
Kräfte/Bigelow/Pargetter: (Lit: Bigelow, Ellis Pargetter 1988) These: Kräfte sind Relationen und eine Unterart von Kausalrelationen. hier: stärkere These alle Ursachen supervenieren auf Kräften. Kräfte sind Relationen höherer Stufe zwischen Strukturen, die Einzelereignisse involvieren und ihre Eigenschaften.
Kräfte/Tradition. Vermittler zwischen Ursachen und Wirkungen.
Vermittlung/mittlere Position/Zwischenposition/BigelowVsTradition/HumeVsTradition: Problem: Regress: wenn F als Vermittler zwischen C und E gebraucht wird, warum wird dann nicht ein weiterer Vermittler zwischen F und E? Voraussetzung für dieses Argument ist allerdings: die Annahme, dass C, E und F Entitäten derselben Art sind.
falsche Lösung: anzunehmen, dass Kräfte „unmittelbare Ursachen“ seien. Denn diese würde wieder unmittelbare Ursachen brauchen.
falsche Lösung. Kräfte als dispositionale Eigenschaften zu konstruieren: entweder Dispositionen eines Gegenstands für Veränderungen oder eines Felds für irgendwelche Effekte.
Disposition/Bigelow/Pargetter: ist nicht selbst Teil einer Kausalkette. Also können wir mit ihr auch keine Lücke in der Kette schließen. Daher droht hier auch kein Regress.
Dennoch haben Dispositionen einfach nicht die richtige ontologische Kategorie für Kräfte. Wir können eine vollständige Kausalerklärung geben, ohne Dispositionen zu erwähnen. Denn die Verursachung wird durch die physikalische Basis der Dispositionen gegeben.
I 283
Disposition/Bigelow/Pargetter: superveniert, aber nimmt nicht am Kausalprozess teil. Sie können aber da sein, wenn sie nicht aktiv sind, während Kräfte das nicht können. Kräfte: nehmen dagegen Teil am Kausalprozess. Wenn sie nicht aktiv sind, existieren sie nicht – anders als Dispositionen.

Kräfte/Ellis/Bigelow/Pargetter (1988): These: sie konstituieren Kausalrelationen. Sie sind nicht selbst Ursachen, aber eine Relation zwischen Ursache und Wirkung. Als Gemeinsames zwischen ganz verschiedenen Phänomenen.
Sie sollten auch das Gemeinsame von Gesetzen zeigen, wie unterschiedlich diese auch formuliert sein sollten.
Gesetz/Kräfte/Ellis/Bigelow/Pargetter: umgekehrt können ähnlich aufgebaute Gesetze ganz verschiedene Kräfte involvieren, Bsp Proportion des umgekehrten Quadrats.
neu/Bigelow/Pargetter: neuerdings identifizieren wir eine Instanz einer Kausalrelation nicht mehr mit einer einzelnen Kraft (s.u.). neu: verschiedene fundamentale Kräfte setzen sich zusammen, um grundlegende Ursachen zu bilden.
Die anderen Argumente behalten wir bei:
Kräfte und grundlegende Ursachen müssen Relationen höherer Stufe zwischen Ereignisse sein, denn als Relation 1.Stufe würden sie eine Humesche Welt unmöglich machen.
Eigenschaftskomplex/Bigelow/Pargetter: sie sind es, was von Kräften in Relation gesetzt wird. Jeder hat als Konstituenten eine Anzahl von Eigenschaften und Relationen 1. Stufe. Alle werden auch in einer Humeschen Welt da sein. Nur in der aktualen Welt gibt es die zusammenhaltenden Kräfte, und diese sind externe Relationen.
I 284
Aktuale Welt/Bigelow/Pargetter: selbst in unserer Welt kann es andere Instanzen dieser Eigenschaftskomplexe geben, die nicht in diesen Kausalrelationen zueinander stehen. Und zwar wegen der lokalen Natur der Kausalrelationen.
I 284
Lager: Kräfte: realistische Sicht: Bigelow/Pargetter, Ellis 1988 : entweder die Komponenten, oder die resultierende Kräfte sind real – (nicht beide, sonst doppelte Verursachung) – Vs: Cartwright 1980, 1983) -
Kräfte/Ellis/Bigelow/Pargetter: entweder, die Komponenten von Kräften sind real -. oder die resultierende Kräfte sind real.
Bsp es kann eine resultierende Kraft von 0 geben, weil sich Kräfte neutralisieren, die von
0 abweichen.
Problem: die Komponenten und die resultierende Kräfte können nicht alle real sein, sonst hätten wir Überdetermination oder doppelte Verursachung.
realistische Sicht: muss sich von Fall zu Fall entscheiden, ob sie die Komponenten oder die resultierenden Kräfte als real ansieht.
Bsp wir müssen manchmal verschiedene relative Stärken von Komponenten annehmen, um eine resultierende Kraft zu erklären.
Realität/Bigelow/Pargetter: die Realität der Komponenten wird uns manchmal von unseren Überlegungen aufgezwungen. Bsp drei Protonen, abgeschirmt von Interferenz von außen, ein in der Mitte einer Linie zwischen den beiden anderen. Die vorausgesagte Bewegung der äußeren nach außen wird Kräfte involvieren, die sowohl zwischen den beiden äußeren als auch zwischen diesen und dem in der Mitte bestehen. Dennoch verlangt das Prinzip von Kraft und Gegenkraft (hier: Aktion und Reaktion) dass das mittlere Proton Gegenkräften ausgesetzt ist, die zusammen dazu führen, dass es in Ruhe bleibt.
I 285
Dagegen. Bsp in einer Situation kann ein Teilchen nur senkrecht zu einer realen Kraft wandern. Lösung: dabei nehmen wir zwei fiktive Kräfte an, die senkrecht zueinander stehen, Dies wird uns in der Situation aufgezwungen. Die Wahl ist willkürlich, ebenso die Orthogonalität. Und nicht alle können real sein, denn sonst hätten wir Überdetermination. In dieser Situation ist die resultierende Kraft real, nicht die Komponenten.
Kausalrelation/Lösung/Bigelow/Pargetter: weil manchmal die resultierende Kraft als real angenommen werden muss, manchmal dagegen die Komponenten (abhängig von der physikalischen Situation) sollte die Kausalrelation als Relation höherer Stufe zwischen Aggregaten von Kräften erklärt werden.
Kräfte/Quantenmechanik/Bigelow/Pargetter: in der Qm gebraucht man keine Kräfte. Bsp man sagt nicht, dass ein Photon eine Kraft auf ein Elektron ausübt.
Bigelow/Pargetter: wir behandeln diese Fälle aber als analog, weil sie uns ähnlich genug erscheinen. (siehe Heathcote 1989).
Feld/Bigelow/Pargetter: auch bei der Relation zwischen Feld und Partikel erlauben wir uns, von Kräften und Verursachung zu sprechen.
I 286
Aber wird sprechen lieber als Interaktion zwischen zwei Feldern als zwischen Feld und Partikel. Quantenmechanik/Bigelow/Pargetter: „Interaktionen“ sind hier die legitimen Erben der traditionellen „Kräfte“.
Feld/VsBigelow/Bigelow/Pargetter. es gibt auch Fälle, wo ein Feld nicht mit einem Partikel interagiert, aber dennoch produziert wird . Das scheint gegen unsere Theorie zu sprechen. Wenn ein Feld aus einem Teilchen entsteht, kann man nicht von Kräften sprechen. Ein elektrisches Teilchen übt keine Kraft auf sein eigenes elektrisches Feld aus. Dennoch verursacht es eben dieses Feld.
BigelowVsVs: das ist kein Fall von Verursachung. Das Argument setzt eine Trennung von Partikel und Feld voraus, die von niemand angenommen wird. Es besteht eher eine Einheit. Das Feld ist Teil des „Wesens“ des Teilchens. Das wäre aber noch zu prüfen im Licht der weiteren wissenschaftlichen Entwicklung.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Naturgesetze Bigelow
 
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I 113
Naturgesetze/Kontrafaktisches Konditional/Bigelow/Pargetter: sind oft in Begriffen „idealer Systeme“ formuliert. Dazu brauchen sie Kontrafaktischee Konditionale.
I 114
Ebenso brauchen Gedankenexperimente kontrafaktische Konditionale.
I 214
Gesetz/Antike/Bigelow/Pargetter: Bsp „Was nach oben steigt, muss fallen“. Lukrez: was überwiegend aus Erde oder Wasser besteht, muss nach unten wandern. „Unten“ war eine ausgezeichnete Richtung.
Atomismus: Vertreter. Lukrez. Noch wenig astronomische Kenntnisse.
Aristoteles/Ptolemaios: glaubten, dass alles was überwiegend aus Erde oder Wasser besteht, in das Zentrum des Kosmos wandert, und da es ins Zentrum der Erde wandert, müsse dieses das Zentrum des Kosmos sein.
I 215
Antike/Bigelow/Pargetter: in einer Hinsicht ist Aristoteles näher an der Wahrheit, in anderer Hinsicht ist es Lukrez. Dieser hatte recht damit, dass das Zentrum der Erde nicht ausgezeichnet ist. Naturgesetze/Physik/Biologie/Bigelow/Pargetter: eine einseitige Diät durch Beispiele aus der Physik führt nicht unbedingt zu einer richtigen Sicht der Naturgesetze.
Stattdessen: hier einige Beispiel aus der Biologie:
Verallgemeinerung/Biologie: Bsp ein Lebewesen hat Vater und Mutter von derselben Art wie es selbst. (Heute wissen wir, dass dies einige Ausnahmen hat).
I 216
Es war eine Überraschung, als man feststellte, dass dies auch für einige Pflanzen gilt.
I 217
Verallgemeinerung: die meisten haben eine Ausnahme. Bsp ohne Ausnahme: vielleicht die Verallgemeinerung „Alle Säugetiere haben eine Mutter“. Ausnahmen/Gegenbeispiele/Bigelow/Pargetter: man darf die Bedrohung von Gesetzen durch Ausnahmen nicht überschätzen.
Gesetz/Bigelow/Pargetter: dafür suchen wir zweierlei:
a) etwas, das mehr ist als eine Regularität, andererseits
b) weniger als eine ausnahmslose Regularität.
Es kann sein, daß wir mit einem Gesetz eine wichtige Eigenschaften der Fälle aufgedeckt haben, die ihm genügen, auch wenn nicht alle Fälle ihm genügen.
Modal/Gesetz/Bigelow/Pargetter: These die Gemeinsamkeiten, die dem Gesetz genügen, sind modal.
Gesetz/Erklärung/Bigelow/Pargetter: wir brauchen nicht immer ein Gesetz, Bsp um zu wissen, dass unsere Katze schwanger ist. >Verallgemeinerung.
I 220
Gesetze/Bigelow/Pargetter: werden verbessert: Bsp Aristoteles – Kopernikus – Newton. Kopernikus: dachte noch, daß das Material des Mondes nicht in Richtung Erde fällt, sondern zum Mondmittelpunkt. Daher ist der Mond rund.
Newton/(s): erklärte erst die Kreisbewegung des Mondes.
Aristoteles: These alles (erdige und wasserhaltige) fällt zu einem Mittelpunkt und dieser ist zufällig der Mittelpunkt der Erde.
Pointe: damit erfüllt er auch die quasi-kopernikanische Theorie!
I 221
VsAristoteles: seine Theorie war dennoch falsch. Aber nicht weil irgendeine Bewegung anders gewesen wäre, sondern weil die Begründung falsch war: es geht um Gravitation, Aristoteles hielt das Zentrum der Erde für das Zentrum des Kosmos. Fehler: war nicht, dass Aristoteles meinte, kein Gegenstand fiele in eine andere Richtung, sondern weil er meinte, kein Gegenstand könne in eine andere Richtung fallen. (Notwendigkeit).

I 221
Gesetz/Gesetze/Bigelow/Pargetter: sind also Verallgemeinerungen (Beschreibung von Regularitäten) plus Zuschreibung von Notwendigkeit. (Dretske 1977, Tooley 1977, Armstrong 1978, 1983) Bigelow/Pargetter: wenn sie falsch sind, müssen sie strikt falsch sein oder leer. (Cartwright 1983, Hacking 1983).
I 222
Def Gesetze/Gesetz/Bigelow/Pargetter: sind Wahrheiten über Possibilia. Verstehen/Bigelow/Pargetter: Aktualia können nicht vollständig verstanden werden, ohne das Verstehen von Possibilia. ((s) Hier wird Verstehen in Verbindung mit Gegenständen, nicht Sätzen, gebracht).
Möwe/Verstehen/Bigelow/Pargetter: wir verstehen die aktuale Welt nur, indem wir sie im logischen Raum der möglichen Welten lokalisieren.
Naturgesetz/NG/Bigelow/Pargetter: These: kann nicht angemessen in einer nichtmodalen Sprache beschrieben werden. Und zwar, weil ein NG nicht bloß eine Regularität ist.
logische Form: d.h. ein NG kann nicht bloß als
(x)(Fx > Gx)
dargestellt werden.
logische Form : eines Naturgesetzes wird oft eine universelle Generalisierung (UG) sein. Aber es kann auch eine andere Generalisierung oder andere Form von Satz sein. Wir nehmen hier aber an, daß NG (UG) involvieren und daher folgende Form haben werden:
I 223
natN(x)(Fx > Gx). natürliche Notwendigkeit/Bigelow/Pargetter : beinhaltet (entails) dass Naturgesetze kontrafaktische Konditionale involvieren. Weil sie davon handeln , was passieren würde, nicht nur von dem, was passiert. Und zwar auch, wenn die Dinge in bestimmter Hinsicht anders wären, als sie sind.
D.h. zusätzlich zur Regularität
(x)(Fx > Gx)
wird es wahr sein, dass jedes F ein G sein würde ((s) Logik 2. Stufe!)
logische Form/(s) KoKo statt Quantifikation 2. Stufe:
(x) Fx wäre>wäre Gx)
das zusammen nehmen wir als Wahrmacher für den Satz
natN(x)(Fx > Gx). (s.o.)
Naturgesetz /Bigelow/Pargetter : These: das ist die Sicht von Naturgesetzen, die wir verteidigen.
LewisVsBigelow: (1979) die Theorie ist zirkulär.
- - -
I 226
Nichtmodale Theorie/Naturgesetze/Hume/Bigelow/Pargetter: (Statt relativer Notwendigkeit: ) die meisten nichtmodalen Theorie der Naturgesetze stammen von Hume ab. Dann können wir nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen, ohne in einen Zirkel zu geraten. Pointe: dann können wir einfach nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen und uns darauf verlassen, dass sie ihrerseits auf einem unabhängigen Zugang zu Gesetzen beruht!
Erklärung: also ist es sinnvoll, Gesetze zu gebrauchen, um nomische Notwendigkeit zu erklären, statt umgekehrt. Und das ist viel weniger obskur als modale Argumente.
I 227
BigelowVsVs: modale Erklärungen sind gar nicht so mysteriös. BigelowVsHume: Humesche Theorien sind nicht in der Lage, diese nichtmodalen Eigenschaften der Gesetze zu erklären, sie haben weniger Erklärungskraft.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Prädikate Bigelow
 
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I 93
Prädikate/Bigelow/Pargetter: welchen Entitäten korrespondieren sie eigentlich? (Wenn überhaupt etwas?). Prädikat/Bigelow/Pargetter: können wir den Rest des Satzes nennen, nachdem wir den Namen ausgesondert haben.
Referent/Prädikat/Bigelow/Pargetter: bei einem Prädikat muss es gar nicht unbedingt etwas geben, das sein Referent ist. Jedenfalls nichts, worüber eine Quantifikation 1. Stufe möglich ist.
I 94
Prädikat/Bigelow/Pargetter: repräsentiert das Ding „irgendwie“ als seiend. Das muss aber nicht dem „irgendetwas“ des Individuums korrespondieren. Quantifikation 2 Stufe/Bigelow/Pargetter: wird von dem „irgendwie“ erfordert.
Prädikat/Bigelow/Pargetter: Muss überhaupt kein „etwas“ bedeuten.
Mackie: (1973) dito.
Armstrong: dito. Strawson: dito.
Lösung/Bigelow/Pargetter: Quantifikation höherer Stufe.
Prädikat/Bigelow/Pargetter: dennoch gibt es oft Dinge, die es geben muss, damit das Prädikat angewendet werden kann.
Prädikate entsprechen sehr oft Universalien. Und je besser unsere Wissenschaft ist, desto mehr Universalien, die in der Natur existieren – Quantitäten, Relationen usw.
((s) KonzeptualismusVsBigelow: nur Erfindungen des Geistes – BigelowVsKonzeptualismus).
I 101
Def Prädikat/Bigelow/Pargetter: am Ende werden wir dann sagen, dass Prädikate auf Mengen referieren, die aus Universalien und Possibilia konstruiert sind.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Relationstheorie Bigelow
 
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I 55
Quantität/relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Quantitäten sind allgemeine Relationen zwischen Gegenständen. Sie scheinen Konsequenzen der intrinsischen Eigenschaften der Objekte zu sein. Aber man muss keine intrinsische Relation „größer als“ postulieren, sondern nur z.B. die Größe. größer als/relationale Eigenschaft/Problem/Bigelow/Pargetter: man könnte sich fragen, ob es tatsächlich eine intrinsische Eigenschaft gibt, so und so groß zu sein.
relationale Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: man könnte versucht sein anzunehmen, dass alles auf relationalen Eigenschaften beruht, statt umgekehrt. Aber das verfolgen wir hier nicht weiter.
intrinsische Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: wir denken, dass man sie am Ende gegen relationale Eigenschaften als Basis wird verteidigen können. Dennoch brauchen wir sicher relationale Eigenschaften, z.B. für die Reihenfolge von Ereignisse. Diese stehen nicht einfach in der Zeit. Wir brauchen also auf jeden Fall Relationen.
Relation/Bigelow/Pargetter: wir brauchen auf jeden Fall Relationen. Und zwar, weil Ereignisse niemals für sich stehen.
I 56
Ebenso für Ausdrücke wie „doppelt so groß“ usw. Quantität/Bigelow/Pargetter: Quantitäten können also nicht allein auf Eigenschaften gegründet sein, sondern brauchen Relationen. Bsp die und die Masse zu haben ist dann die Eigenschaft, in Relation zu anderen massiven Objekten zu stehen.
Teilhabe/BigelowVsPlaton: bei Platon stehen alle Dinge in einer mehr oder weniger starken Relation zu einem einzigen Ding, der Form. Wir dagegen wollen Relationen von Dingen untereinander.
BigelowVsPlaton: damit können wir dann auch verschiedene Arten von Unterschieden zwischen Gegenständen erklären, nämlich dass sie verschiedene relationale Eigenschaften haben, die andere Dinge nicht haben. Bsp zwei Paare von Dingen können sich auf unterschiedliche Weise unterscheiden.
I 57
Relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Kann also gut mit Unterschieden von Differenzen umgehen. Frage: kann sie auch gut mit Gemeinsamkeiten fertig werden? Bsp erklären, was Masse überhaupt ist?
Problem. wir brauchen eine Relation zwischen einer gemeinsamen Eigenschaft und vielen Relationen zu ihr. Hier gibt es viele Implikationen (Entailments) die noch nicht erklärt sind.
Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: 1. um überhaupt eine (intrinsische) Eigenschaft zu konstruieren, müssen wir also die vielen möglichen Relationen angeben, die sie zu ED haben kann.
Lösung: eine Möglichkeit: den Satz über Eigenschaften 2. Stufe.
2. Problem: wie können zwei Dinge mehr gemeinsam haben, als zwei andere Dinge?
Ad 1. Bsp Masse
Gemeinsames/Gemeinsamkeit/Bigelow/Pargetter: muss dann eine Eigenschaft von Relationen sein (der vielen verschieden Relationen, die die einzelnen Gegenstände zu „Masse“ haben).
I 58
Lösung: Eigenschaft 2. Stufe, die von allen massiven Dinge geteilt wird. Bsp „in Masse-Relationen stehen“. Entailment/Pointe: dieses Gemeinsame (Eigenschaft 2. Stufe) erklärt die vielen Relationen des Entailments zwischen massiven Gegenständen und der gemeinsamen Eigenschaft der Massivität.
Problem/Bigelow/Pargetter. unsere relationale Theorie ist immer noch unvollständig.
Problem: zu erklären, inwiefern einige Masserelationen enger (ähnlicher) sind als andere.
Relationen/Gemeinsames/Bigelow/Pargetter: auch die Relationen haben ein Gemeinsames: eine Eigenschaft 2. Stufe.
Eigenschaft 2. Stufe/Unterschied/Unterscheidung/Differenz/Problem/Bigelow/Pargetter erklärt noch nicht, wie sich zwei Dinge stärker unterscheiden als zwei andere Dinge.
Außerdem erklärt sie nicht, wie Bsp Masseunterschiede sich zu Volumenunterschieden verhalten.
Bsp vergleiche die Paare
‹a,b›
‹c,d›
‹e,f›
zwischen denen verschieden starke Differenzen bestehen in Bezug auf z.B. Länge.
Dann werden zwei der Paare in wichtiger Hinsicht sich ähnlicher sein, als zwei andere Paare.
I 59
Lösung/Bigelow/Pargetter: die Relation der Proportion. Das ähnelt Freges Ansatz für reelle Zahlen Reelle Zahlen/Frege: als Proportionen zwischen Größen (Bigelow/Pargetter entspricht unseren Quantitäten).
Bigelow/Pargetter: drei fundamentale Bestandteile
(1) Individuen
(2) Relationen zwischen Individuen (3) Relationen von Proportionen zwischen Relationen zwischen Individuen.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: teilen die Relationen zwischen Individuen in Äquivalenzklassen:
Masse/Volumen/Proportionen/Pointe/Bigelow/Pargetter: allee Massen stehen in Proportionen zueinander und alle Volumina stehen in Proportionen zueinander, aber Massen und Volumina stehen nicht in Proportionen zueinander.
Äquivalenzklassen/ÄK/Bigelow/Pargetter: ordnen Gegenstände mit gleichen D-ates in Klassen. So erklären, sie, wie zwei Dinge sich ((s) in einer Hinsicht, D-able) ähnlicher sein können als in einer anderen Hinsicht.
Ebene 1: Gegenstände
Ebene 2: Eigenschaften von Dingen Ebene 3: Proportionen zwischen solchen Eigenschaften.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: sind Universalien, die feinere Unterschiede zwischen ÄK von Eigenschaften auf Ebene 2 einführen können.
Verschiedene Paare von Masserelationen können innerhalb derselbe Proportion auf Ebene 3 stehen. Bsp (s) 2Kg/4kg ist ebenso doppelt so massereich wie 3Kg/6 kg.
Pointe: damit haben wir Gruppierungen, die quer zu den Äquivalenzklassen der Masserelationen, Voluminarelationen, Geschwindigkeitsrelationen usw. stehen.
gleich/verschieden/Bigelow/Pargetter: Pointe: das erklärt, wieso zwei Relationen gleichzeitig gleich und verschieden sein können. Bsp Angenommen, eine der beiden Relationen ist eine Masserelation (und steht in Relation zu anderen Masserelationen) die andere ist keine Masserelation (und steht nicht in Relation zu Masserelationen) und dennoch
I 60
haben beide etwas Gemeinsames: sie sind „doppelt“ einmal in Bezug auf Masse, einmal in Bezug auf Volumen. Dies wird auf Ebene 3 erklärt. Zahlen/Bigelow/Pargetter: das zeigt die Nützlichkeit von Zahlen bei der Behandlung von Quantitäten. (BigelowVsField).
reelle Zahlen/Frege: Lit: Quine (1941, 1966) in „Whitehead and the Rise of Modern Logic“)
Maß/Einheit/Maßeinheit/Messen/Bigelow/Pargetter: „dieselbe Masse wie“ wäre dann eine Eigenschaft 2. Stufe die ein Ding zu einer willkürlichen Einheit hat.
Form/Platon/Bigelow/Pargetter: seine Theorie der Formen, war nicht falsch, sondern nur unvollständig. Objekte haben Relationen zu Paradigmen (hier: Maßeinheiten). Das ist dieselbe Relation wie die der Teilhabe bei Platon.
I 61
Ebene 3: die Relationen zwischen einigen D-ates können komplexer sein als die zwischen anderen. Bsp für Masse brauchen wir reelle Zahlen, andere Begriffe sind weniger klar. Quantitäten/Bigelow/Pargetter: sind also in verschiedene Arten gegliedert, das führt z.B. zu Intervallskalen oder Verhältnisskalen des Messens.
Schmerz/Bigelow/Pargetter: Schmerzen verschiedener Lebewesen können wir nicht miteinander vergleichen.
Ebene 3: erklärt nicht nur ein reiches Netzwerk von Eigenschaften 2. Stufe und Relationen zwischen Objekten,
I 62
sondern erklären auch Muster von Entailments zwischen ihnen. NominalismusVsBigelow: wird versuchen, unseren Apparat von Relationen von Relationen zu vermeiden.
BigelowVsNominalismus: wir brauchen Relationen und Relationen von Relationen in der Wissenschaft.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, ihn hier bewiesen zu haben. Er ist aber die einzige Möglichkeit, um das Problem des Gleichen und des Verschiedenen (Problem der Quantitäten9 zu lösen (und zwar mit den 3 Ebenen).
Einfachheit/BigelowVsNominalismus: wird nie so einheitlich sein können wie unsere realistische Erklärung. Der Nominalismus würde komplexe relationale Prädikate als primitiv annehmen müssen. Schlimmer noch: er wird auch komplexe Relationen zwischen ihnen als primitiv annehmen müssen.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Universalien Forrest
 
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Bigelow I 89
Strukturelle Universalien/Peter Forrest/Bigelow/Pargetter: (ähnlich wie unsere Relationen höherer Stufe): Forrest: These: es gibt eine quasi-mereologische n-stellige Operation die n Quasi-Teile nimmt und sie zu einem Quasi-Ganzen zusammensetzt:
Operation ‹a1,…an› = an+1.

Bigelow/Pargetter: das ist äquivalent dazu, dass es bei uns eine (n+1)–stellige Relation gibt:

R(a1,…an, an+1).
BigelowVsForrest: unsere Differenzen liegen darin, dass wir die Quasi-Mereologie nicht akzeptieren.

Entailments/VsBigelow: man könnte einwenden, dass wir die Entailments zwischen Eigenschaften der 1. Ebene durch Appell an Eigenschaften höherer Stufe erklärt haben.
Dabei haben wir praktisch vorausgesetzt., dass zwischen diesen auch Entailments bestehen. (zirkulär).
I 90
Bsp Notwendig (Methan sein) R (Kohlenstoff sein)

Entailment: dann gilt wegen dieser Relation das Entailment, zwischen dem Methan-sein von etwas und der Tatsache, dass dieses Ding eine Teil hat, der Kohlenstoff ist:

(I) Notwendig, für jedes F und G, wenn (F) R (G), dann hat jede Instanz von F einen Teil, der eine Instanz von G ist.

Das Prinzip (I) involviert Notwendigkeit. Diese muss in dem Wesen der Universalien begründet sein, um modale Grundbegriffe zu vermeiden. Aber ist nicht der Appell an Essenzen selber modal (und modale Magie)?
BigelowVsVs: ja und nein. Wir alle brauchen manchmal ein bisschen Magie. Aber dies ist weiße Magie. Man streitet sich nur manchmal darüber, was weiß und was schwarz ist.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Verursachung Bigelow
 
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I 276
Verursachung/Bigelow/Pargetter: sollten wir als Relation zwischen Ereignissen (im weiten Sinn) verstehen. Rede von Verursachung/Kausalität/Davidson/Bigelow/Pargetter. wir übernehmen von Davidson(1980):
Problem: singuläre Kausalaussagen. Bsp
Der Kurzschluss verursachte das Feuer
Wahrheitsbedingungen: die Aussagen kann wahr sein, weil die Relation besteht, auch wenn klar ist, dass Kurzschlüsse weder hinreichende noch notwendige Bedingungen für Feuer sind.
Verallgemeinerung: kann wahr sein, aber nur, wenn wir den Satz umformulieren.
Kausalrelation/Davidson/Bigelow/Pargetter: besteht, gdw. es eine Weise der Beschreibung der Ereignisse gibt, so dass sie unter ein allgemeines Kausalgesetz gebracht werden können.
BigelowVsDavidson: (s.o.) die Kausalrelation ist vielmehr lokal statt global.
BigelowVsDavidson: die Natur der Kausalrelation leitet sich nicht von der Existenz eines zugrunde liegenden Gesetzes ab.
I 277
Bigelow/Pargetter pro Davidson: allerdings erfordern die Wahrheitsbedingungen einer singulären Kausalaussage die Existenz einer Relation (aber nicht unter einer Beschreibung). Kausalaussagen/Bigelow/Pargetter: einige müssen umgeschrieben werden: Bsp
Der Stein verursachte das Zerbrechen der Fensterscheibe
muss umgeschrieben werden zu
Dass der Stein die Fensterscheibe berührte, verursachte das Zerbrechen der Fensterscheibe
Bsp
Beckers leichter Sieg über Lendl überraschte die Kommentatoren
Muss umgeschrieben werden:
Beckers Sieg überraschte…und wenn er nicht leicht gewesen wäre, hätte er nicht überrascht.
Bigelow pro Davidson: Soweit ist seine Theorie überzeugend.
Kausalität/Kausalaussagen/Bigelow/Pargetter: manchmal müssen wir aber auch allgemeine Kausalaussagen treffen:
Hierzu brauchen wir Arten von Ereignissen oder Eigenschaften von Ereignissen.
Kausalaussagen: müssen dann KoKo sein: Bsp
Wenn Lendls Niederlage nicht so klar gewesen wäre, wäre sie nicht überraschend gewesen
Bsp
Das Gegengift verlangsamte den Tod von Protheros.
Das scheint Kausalrelationen zwischen Eigenschaften von Ereignissen (Bsp Leichtheit, Verlangsamung) zu verlangen.
I 278
Universalien: werden hier manchmal gebraucht. Manchmal geht es eben um einmalige Ereignisse, manchmal um Eigenschaften von Ereignissen. Problem: warum sollten die Relationen zwischen derart verschiedenen Entitäten zusammengefasst werden? Warum sollten sie alle kausal sein?
Lösung/Bigelow/Pargetter: wir müssen annehmen, dass sie alle auf einer grundlegenden Kausalrelation supervenieren. Diese kann aber nicht in modalen Begriffen angegeben werden.
Kausalrelation/Bigelow/Pargetter: ist uns weitgehend unbekannt. Man erkennt sie am besten, wenn man ihr begegnet.
I 279
Unsere Aufgabe ist nun herauszufinden, was sie eigentlich ist. Das ist eine metaphysische, keine semantische Aufgabe.
I 288
Verursachung/Erklärung/Bigelow/Pargetter: nehmen wir also an, dass wir die Lücke zwischen alltäglich auftretenden Kräften und den fundamentalen Kräften schließen können.
I 289
Kräfte/Bigelow/Pargetter: wie sollen wir rechtfertigen, dass wir Kräfte zur Erklärung gewählt haben? Erklärung/David Fair/FairVsBigelow/Bigelow/Pargetter: (Fair 1979): dieser wählt statt Kräften Energiefluß ((s) Energieübertragung > Gerhard Vollmer).
Kräfte/Bigelow/Pargetter: nehmen wir, weil sie in Newtons 3. Gesetz vorkommen. Für uns gibt es dann zwei Instanzen von Verursachung, weil es zwei Kräfte gibt.
Fair: für ihn ist es eine Instanz von Energiefluss und damit eine Verursachung.
BigelowVsFair: seine Theorie liefert nicht die richtigen Relationen höherer Stufe zwischen Universalien, die wir brauchen.

Energiefluss/Energieübertragung/Fair/Bigelow/Pargetter: dieser Begriff erfordert die Identifikation von Einheiten (packages) von Energie in der Zeit.
Energie/Ursache/Wirkung/Fair/Bigelow/Pargetter: die Energie, die in der Wirkung präsent ist, ist numerisch identisch mit der Energie, die in der Ursache verlorengegangen ist.
Problem/BigelowVsFair: es gibt aber auch Verursachung, wo keine Energie übertragen wird, sondern nur Impuls! Daher braucht er einen geteilten Zugang. Dann ist die Verursachung auch kaum noch ein vereinheitlichendes Element in einer Erklärung.
Problem: außerdem: gibt es Fälle, wo sowohl Energie als auch Impuls übertragen wird, und wie sollte man sich dann entscheiden? Die Verursachung kann nicht mit beidem identifiziert werden. ((s) auch BigelowVsVollmer).
I 290
BigelowVsFair: außerdem supervenieren Energieübertragung und Impulsübertragung auf Eigenschaften und Relationen. Daher kann es nach Fair keine Humesche Welt geben, die mit einer kausalen Möwe in allen Eigenschaften 1. Stufe übereinstimmt. Das sollte aber möglich sein (s.o. Kapitel 5) : Eine Theorie die das zulässt, muss auch Verursachung als eine Relation höherer Stufe anerkennen. Das kann Fair nicht.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Wirkung Bigelow
 
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I 273
Wirkung/Bigelow/Pargetter. ein und dieselbe Wirkung hätte verschiedene Ursachen haben können. Bsp Schwangerschaft durch verschiedene Männer.
DavidsonVs.
Identität/Ereignis/DavidsonVsBigelow: (Davidson 1980) Identität von Ereignissen: These: ein Kriterium für Identität macht notwendig, dass verschiedene Ursachen numerisch verschiedene Ereignisse bewirken. BigelowVsDavidson: das ist falsch, aber wir gehen hier nicht darauf ein. Aber selbst wenn er recht hätte, würde das die modale Theorie der Verursachung ((s) die notwendige und hinreichende Bedingungen einbaut) nicht retten.

Wahrscheinlichkeit /probabilistische Verursachung/Theorie/Bigelow/Pargetter. Bsp Verursachung einer Schwangerschaft durch einen fast unfruchtbaren Mann – könnte auch als Verhinderung der Parthenogenese verstanden werden
I 274
(…). – LewisVs: solche Gegenbeispiele sind unplausibel.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Wissen wie Loar
 
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Chalmers I 142
Wissen-wie/Qualia/Intension/primäre/sekundäre Intension/LoarVsJackson/ LoarVsMaterialismus/Loar/Chalmers: Loar (1990) geht in seiner Kritik tiefer als Horgan (1984b), Tye (1986), Churchland (1985), Papineau (1993), Teller (1992), McMullen (1985): die Beispiele mit Wasser/H2O, Superman/Clark Kent usw. erlauben immer noch, dass die physikalischen bzw. phänomenalen Begriffe unterschiedliche primäre Intensionen haben. Bsp Wärme und z.B. mittlere kinetische Energie designieren dieselbe Eigenschaft (sekundäre Intension) aber führen gleichzeitig verschiedene Eigenschaften (primäre Intensionen) ein! Aber das wird nicht a priori gewusst. Pointe: dann war Marys Wissen über die phänomenalen Eigenschaften von Farben
I 143
schon ein Wissen über physikalische bzw. funktionale Eigenschaften, aber sie konnte die beiden zuvor nicht verbinden. VsJackson/Chalmers: Weitere Einwände: (Bigelow/Pargetter (1990): BigelowVsJackson, PargetterVsJackson: selbst für ein allwissendes Wesen gibt es eine Lücke zwischen physikalischem und indexikalischem Wissen (siehe Bsp Rudolf Lingens mit Gedächtnisverlust liest in der Bibliothek seine eigene Biografie).
I 144
ChalmersVsBigelow/ChalmersVsPargetter/ChalmersVsLoar: der Mangel an phänomenalem Wissen ist ein ganz anderer als der an indexikalischem Wissen. Wissen/Indexikalität/Nagel/Chalmers: (Nagel 1983): es gibt hier eine ontologische Lücke.
ChalmersVsNagel: wir können viel direkter argumentieren: es gibt keine vorstellbare Welt, in der die physikalischen Fakten sind wie in unserer Welt, in der jedoch die indexikalischen Fakten sich von unseren unterscheiden.


Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsBigelow Bigelow Vs Armstrong, D.
 
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I 39
Universalien/ArmstrongVsBigelow: alle Universalien sind zumindest potentiell multipel lokalisiert. BigelowVsArmstrong: es gibt welche, die nur an einem Ort zu einer Zeit sein können.
Def Wiederkehr/Rekurrenz/recurrence//Bigelow/Pargetter: sind paradigmatische Universalien, die tatsächlich multipel lokalisiert sind.
Individuum/Existenz/: instantiiert ein Universale. Das Individuum existiert.
Universale/Existenz/Bigelow/Pargetter: das, was von einem Individuum instantiiert wird, es existiert auch.
I 46
Universaliern/Armstrong: „a posterieri-Realismus. Es wird sich herausstellen, welche Universalien es vielleicht gibt - - dagegen: QuineVsArmstrong/GoodmanVsArmstrong/BigelowVsArmstrong.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsBigelow Davidson Vs Bigelow, J.
 
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Bigelow I 273
Wirkung/Bigelow/Pargetter: ein und dieselbe Wirkung hätte verschiedene Ursachen haben können. Bsp Schwangerschaft durch verschiedene Männer.
DavidsonVs.
Identität/Ereignis/DavidsonVsBigelow: (Davidson 1980) Identität von Ereignissen: These: ein Kriterium für Identität macht notwendig, dass verschiedene Ursachen numerisch verschiedene Ereignisse bewirken. BigelowVsDavidson: das ist falsch, aber wir gehen hier nicht darauf ein. Aber selbst wenn er recht hätte, würde das die modale Theorie der Verursachung ((s) die notwendige und hinreichende Bedingungen einbaut) nicht retten.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsBigelow Lewis Vs Bigelow, J.
 
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Big I 222
Naturgesetz/NG/Bigelow/Pargetter: These: kann nicht angemessen in einer nichtmodalen Sprache beschrieben werden. Und zwar, weil ein NG nicht bloß eine Regularität ist. logische Form: d.h. ein NG kann nicht bloß als
(x)(Fx > Gx)
dargestellt werden.
logische Form : eines NG wird oft eine universelle Generalisierung (UG) sein. Aber es kann auch eine andere Generalisierung oder andere Form von Satz sein. Wir nehmen hier aber an, daß NG (UG) involvieren und daher folgende Form haben werden:
I 223
natN(x)(Fx > Gx). (x) Fx wä>wä Gx)
((s) Wenn etwas ein F wäre, wäre es ein G).
NG/Bigelow/Pargetter : These: das ist die Sicht von NG, die wir verteidigen.
LewisVsBigelow: (1979) die Theorie ist zirkulär.
I 231
LewisVsBigelow: Vsmodale Theorie. Bigelow/Pargetter: wir erklären Gesetze durch Zugänglichkeit
Lewis: erklärt Zugänglichkeit durch Gesetze.
Bigelow/Pargetter: wenn Lewis recht hat, ist unsere Theorie zirkulär.
Lösung/Lewis: s.u.
BigelowVsVs/BigelowVsLewis: wir leugnen, daß Zugänglichkeit durch Ähnlichkeit erklärt werden muß. Die am leichtesten zugängliche Welt muß nicht die ähnlichste Welt sein.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsBigelow Verschiedene Vs Bigelow, J. Bigelow I 288
Verursachung/Erklärung/Bigelow/Pargetter: nehmen wir also an, daß wir die Lücke zwischen alltäglich auftretenden Kräften und den fundamentalen Kräften schließen können.
I 289
Kräfte/Bigelow/Pargetter: wie sollen wir rechtfertigen, daß wir Kräfte zur Erklärung gewählt haben? Erklärung/David Fair/FairVsBigelow/Bigelow/Pargetter: (Fair 1979): dieser wählt statt Kräften Energiefluß ((s) Energieübertragung > Gerhard Vollmer).
Kräfte/Bigelow/Pargetter: nehmen wir, weil sie in Newtons 3. Gesetz vorkommen. Für uns gibt es dann zwei Instanzen von Verursachung, weil es zwei Kräfte gibt.
Fair: für ihn ist es eine Instanz von Energiefluß und damit eine Verursachung.
BigelowVsFair: seine Theorie liefert nicht die richtigen Relationen höherer Stufe zwischen Universalien, die wir brauchen.

Bigelow I 360
VsBigelow: die Inkommensurabilität scheint gegen unsere Theorie zu sprechen. BigelowVsVs: Lösung: wir definieren "Verhältnis" etwas neu: wir brauchen eine dritte Relation:
Def Inkommensurabilität/logische Form//Bigelow/Pargetter: wenn zwei Relationen R und S inkommensurabel sind, dann, wann immer
x Rn y,
folgt daß
nicht : x Sm y,
für welche Werte von n und m auch immer. Wiederholung von n Anwendungen von R wird niemals mit m Anwendungen von S zu einer Übereinstimmung führen.





Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsBigelow Martin Vs Bigelow, J.
 
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Armstrong II 181
Wahrheit/Bigelow: (The Reality of Numbers, Oxford, 1988, S.132f,158f) "superveniert auf Sein".
Gesamtheit/Teil/Ganzes/Universalien/Lewis: ich bin nicht auf Universalien festgelegt, ich würde eine neutrale Formulierung vorziehen: Wahrheit superveniert darauf, was für Dinge es gibt und welche vollständig natürlichen Eigenschaften und Relationen sie instantiieren.
Wahrmacher/MartinVsBigelow: Wahrheit ohne Wahrmacher hat einen üblen Geruch.
Lewis: das lenkt Verdacht nicht nur auf verseuchte kontrafaktische Konditionale sondern auch auf unschuldige negative Existenzsätze und negative Prädikationen.
Jedenfalls ist etwas Falsches an phänomenalistischen kontrafaktischen Konditionalen zu finden. ((s) „Meine Wahrnehmung wäre anders gewesen“).

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsBigelow Bigelow Vs Fair, D
 
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I 289
Kräfte/Bigelow/Pargetter: wie sollen wir rechtfertigen, dass wir Kräfte zur Erklärung gewählt haben? Erklärung/David Fair/FairVsBigelow/Bigelow/Pargetter: (Fair 1979): dieser wählt statt Kräften Energiefluß ((s) Energieübertragung > Gerhard Vollmer).
Kräfte/Bigelow/Pargetter: nehmen wir, weil sie in Newtons 3. Gesetz vorkommen. Für uns gibt es dann zwei Instanzen von Verursachung, weil es zwei Kräfte gibt.
Fair: für ihn ist es eine Instanz von Energiefluß und damit eine Verursachung.
BigelowVsFair: seine Theorie liefert nicht die richtigen Relationen höherer Stufe zwischen Universalien, die wir brauchen.
Energiefluß/Energieübertragung/Fair/Bigelow/Pargetter: dieser Begriff erfordert die Identifikation von Einheiten (packages) von Energie in der Zeit.
Energie/Ursache/Wirkung/Fair/Bigelow/Pargetter: die Energie, die in der Wirkung präsent ist, ist numerisch identisch mit der Energie, die in der Ursache verlorengegangen ist.
Problem/BigelowVsFair: es gibt aber auch Verursachung, wo keine Energie übertragen wird, sondern nur Impuls! Daher braucht er einen geteilten Zugang. Dann ist die Verursachung auch kaum noch ein vereinheitlichendes Element in einer Erklärung.
Problem. außerdem: gibt es Fälle, wo sowohl Energie als auch Impuls übertragen wird, und wie sollte man sich dann entscheiden? Die Verursachung kann nicht mit beidem identifiziert werden. ((s) auch BigelowVsVollmer).
I 290
BigelowVsFair: außerdem supervenieren Energieübertragung und Impulsübertragung auf Eigenschaften und Relationen. Daher kann es nach Fair keine Humesche Welt geben, die mit einer kausalen Möwe in allen Eigenschaften 1. Stufe übereinstimmt. Das sollte aber möglich sein (s.o. Kapitel 5) : Eine Theorie die das zulässt, muss auch Verursachung als eine Relation höherer Stufe anerkennen. Das kann Fair nicht.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsBigelow Bigelow Vs Hume, D.
 
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I 226
nichtmodale Theorie/Naturgesetze/NG/Hume/Bigelow/Pargetter: die meisten nichtmodalen Theorie der NG stammen von Hume ab. Dann können wir nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen, ohne in einen Zirkel zu geraten. Pointe: dann können wir einfach nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen und uns darauf verlassen, daß sie ihrerseits auf einem unabhängigen Zugang zu Gesetzen beruht!
Erklärung: also ist es sinnvoll, Gesetze zu gebrauchen, um nomische Notwendigkeit zu erklären, statt umgekehrt. Und das ist viel weniger obskur als modale Argumente.
I 227
BigelowVsVs: modale Erklärungen sind gar nicht so mysteriös. BigelowVsHume: Humesche Theorien sind nicht in der Lage, diese nichtmodalen Eigenschaften der Gesetze zu erklären, sie haben weniger Erklärungskraft.
I 233
„völlige Allgemeinheit“/“reine“ A./Hume/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: darf keine Referenz auf ein Individuum enthalten: Das ist zu schwach und zu stark:
a) zu stark: Bsp Keplers Gesetze beziehen sich auf alle Planeten aber damit auch auf ein Individuum, die Sonne.
b) zu schwach: sie ist immer noch kein Gesetz. Bsp daß alles sich auf den Erdmittelpunkt hin bewegt.
I 235
NG/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: nach unserer Ansicht hat es nichts mit ihnen zu tun, ob sie z.B. nützlich sind, oder unseren Intuitionen widersprechen. Kontrafaktisches Konditional/KoKo/NG/Hume/Bigelow/Pargetter: für den Humeaner sind KoKo zirkulär, wenn sie NG darstellen sollen. Wir selbst wenden ein KoKo auch erst an, wenn wir etwas als Gesetz anerkannt haben! Wenn wir uns fragen, ob etwas ein Gesetz ist, fragen wir uns noch nicht, ob es ein KoKo erfüllt.
I 236
HumeVsBigelow/Bigelow/Pargetter: unser modaler Ansatz für NG sei zirkulär. BigelowVsVs: das ist er nicht!
BigelowVsHume: die meisten Humeschen Theorien der NG sind selbst zirkulär, mit einer Ausnahme: die Theorie, die Lewis aus Ramsey herausliest.
Ramsey/Lewis/Bigelow/Pargetter: diese Theorie beruht auf den logischen Relationen von Gesetzen untereinander (Kohärenz).(Ramsey 1929, 1931, Lewis 1973a, Mellor 1980).
I 237
BigelowVsLewis/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: Problem; wenn Theorien Mengen von Propositionen sind, dürfen Propositionen keine Mengen von möglichen Welten (MöWe) sein! Denn dann müßte die beste Theorie für eine MöWe ein Axiom sein: die Einerklasse dieser MöWe. Alle Tatsachen der Welt sind dann Theoreme des Axioms. Es gäbe nur ein einziges Gesetz für jede Welt. Keine zwei Möwe hätten ein Gesetz gemeinsam.
I 267
BigelowVsHume: ging zu weit in seiner Zurückweisung von Notwendigkeit in Gesetzen. Aber nicht weit genug in seiner Zurückweisung des Notwendigkeits-Ansatzes der Kausalität.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsBigelow Bigelow Vs Konzeptualismus
 
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I 94
Prädikat/Bigelow/Pargetter: dennoch gibt es oft Dinge, die es geben muß, damit das Prädikat angewendet werden kann. Prädikate entsprechen sehr oft Universalien. Und je besser unsere Wissenschaft ist, desto mehr Universalien, die in der Natur existieren – Quantitäten, Relationen usw.
((s) KonzeptualismusVsBigelow: nur Erfindungen des Geistes – BigelowVsKonzeptualismus).

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsBigelow Bigelow Vs Nominalismus
 
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I 62
NominalismusVsBigelow: wird versuchen, unseren Apparat von Relationen von Relationen zu vermeiden. BigelowVsNominalismus: wir brauchen Relationen und Relationen von Relationen in der Wissenschaft.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, ihn hier bewiesen zu haben. Er ist aber die einzige Möglichkeit, um das Problem des Gleichen und des Verschiedenen (Problem der Quantitäten9 zu lösen (und zwar mit den 3 Ebenen).
Einfachheit/BigelowVsNominalismus: wird nie so einheitlich sein können wie unsere realistische Erklärung. Der Nominalismus würde komplexe relationale Prädikate als primitiv annehmen müssen.
I 97
Mengen/BigelowVsNominalismus/Bigelow/Pargetter: wenn er Mengen eliminierte, würde sie durch die Regeln der Zusammensetzung durch die Hintertür wieder hereinkommen.
I 98
Bsp statt referiert auf die Menge der Kaninchen
könnte er sagen
trifft auf alle und nur Kaninchen zu.
BigelowVsNominalismus: man könnnte sagen, das ist nur eine Abkürzung für „die Menge aller und nur der Kaninchen“.
zutreffen/BigelowVsNominalismus/Bigelow/Pargetter. „trifft zu“ muß noch zusätzlich diskutiert werden, bevor diese Paraphrase irgendetwas ontologisches Beweisen könnte. ((s) BigelowVsQuine, >semantischer Aufstieg).
Mengen/Bigelow/Pargetter: ob man an sie glaubt, ist so eine Sache. Die Semantik entscheidet jedenfalls nicht darüber.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990