Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 15 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Begriffsrealismus Brandom
 
Bücher bei Amazon
Martin Seel Kritik Die ZEIT April 01
HabermasVsBrandom: "Begriffsrealismus" (Begriffsrealismus: (HusserlVs) billigt den Begriffen reales Sein zu. Die Welt sei so beschaffen, wie es unsere Begriffe verlangen. - Das stellt die Architektonik des nachhegelschen Denkens auf den Kopf. - Statt Konfrontation mit kontingenter Welt, die sich in Ausbildung adäquater Begriffe bewähren muss, trete eine bloße Nachbildung an sich seiender Gehalte. - BrandomVsHabermas: dieser verwirft das "positivistische Bild" einer Erprobung unserer Begriffe an einer begriffsfreien äußeren Welt.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Begriffsrealismus Habermas
 
Bücher bei Amazon
Seel III 149
Begriffsrealismus/HabermasVsBrandom: sein "Begriffsrealismus" verfehlt den konstruktiven Charakter der menschlichen Erkenntnis - an die Stelle der Konfrontation trete eine bloße Nachbildung ansichseiender Gehalte -" SeelVsBrandom: pragmatistischer als der Pragmatismus - BrandomVsHabermas: Brandom verwirft das "positivistische Bild" einer Erprobung unserer Begriffe an einer begriffsfreien äußeren Welt

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
Empirismus Brandom
 
Bücher bei Amazon
I 878
Empirisch/Empirie/Brandom: hat mit Begriffen zu tun. - - -
Rorty VI 181
RortyVsBrandom: Brandom formuliert den Pragmatismus so um, dass, was Dewey und James über die Erfahrung sagen, obsolet wirkt.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Inferentialismus Brandom
 
Bücher bei Amazon
I 205
Inferentialismus/BrandomVs: folgende Spielarten: 1. Gehalt nur als Repräsentation aufgefasst - 2. Güte der Inferenz nur formal - 3. Rationalität nur Instrumente (Zweck-Mittel-Begründen) - Brandom: These: pro starker Inferentialismus, VsHyperinferentialismus: nach dem die inferentielle Gliederung stets für den Gehalt hinreichend ist.
II 45
Inferentialismus/Brandom: Def schwacher: inferentielle Gliederung stellt ein notwendiges Element zur Abgrenzung des Begrifflichen dar - Def starker Inferentialismus: eine weit gefasste inferentielle Gliederung ist hinreichend, um den begrifflichen Gehalt zu erklären - Def Hyperinferentialismus : eine eng verstandene inferentielle Gliederung ist hinreichend - Def weit: (Berücksichtigung der Umstände, nicht nur Subjekt). - These: hier wird ein starker Inferentialismus vertreten - näher am Holismus als am Atomismus.
Newen/Schrenk I 165
VsBrandom/Newen/Schrenk: A. Wie kann der Inferentialismus die Kompositionalität erklären? - Er ist auf ganze Sätze festgelegt, weil zwischen diesen Inferenzen bestehen. - Lösung/Brandom: Unterscheidung singulärer Term/Prädikat -
B. Wie erklärt er Referenz und Wahrheit?
I 166
ad B: Referenz/Brandom: Bildung von Äquivalenzklassen von Sätzen, deren Position im Netz von Inferenzen erhalten bleibt, wenn Terme durch koreferentielle Terme ausgetauscht werden. - Wahrheit/Brandom: biegt die Definition so um, dass Wahrheit den Folgerungsbegriff charakterisiert. - Dazu betrachtet er die Stellung von Sätzen, die mit "Es ist wahr" beginnen, in unserem Netz von Inferenzen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Natur McDowell
 
Bücher bei Amazon
I 123 ff
Natur/Kant/McDowell: die Natur ist bei Kant gleich dem Reich der Naturgesetze. Er kennt nicht den Begriff der zweiten Natur, obwohl er sehr wohl den Begriff der Bildung kennt. Aber eben nicht als Hintergrund.
I 118
Zweite Natur/McDowell: These: es gibt Vorschriften der Natur, egal ob man für sie empfänglich ist oder nicht. Das ist die Folge richtiger Erziehung. "Naturalismus der zweiten Natur", "Naturalisierter Platonismus". Natur/Naturgesetze/McDowellVsNaturalismus: Vs "unverblümter Naturalismus": Der Raum der Natur ist nicht gleich dem Raum der Naturgesetze.
Die Kräfte gehören zum Teil in den Bereich der zweiten Natur.
Natur/McDowell: umfasst alles, was zum fundamentalsten Verstehen der Dinge gehört, also weder Bedeutung noch Werte. (VsAristoteles). Entzauberung der Natur ist Fortschritt.
Aber: das was entzaubert wurde, muss nicht mit der Natur identifiziert werden!
- - -
Rorty VI 212
McDowell/Rorty: die Natur übt vielleicht nicht bloß kausale, sondern auch rationale Kontrolle über das menschliche Forschen aus. Def Zweite Natur/McDowell: "Eine zweite Natur erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören". (Bsp Initiation, Eintritt in eine moralische Gemeinschaft, "Bildung"). Dass einem die Augen geöffnet werden, verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden. Und damit zu Urteilen fähig zu werden, die der Welt gegenüber verantwortlich sind.
Außerdem wird einem dadurch rationale Freiheit geschenkt.
McDowellVsBrandom/McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson/Rorty: all das wird unverständlich, wenn wir Sellars, Davidsons oder Brandoms Begriffe verwenden.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Natur Rorty
 
Bücher bei Amazon:
Richard Rorty
VI 213
Def Zweite Natur/McDowell/Rorty: erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören - das verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden - damit wird man zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind. McDowellVsBrandoM./McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson: mit deren Begriffen wird das unverständlich - diese würden die Welt nicht als Gesprächspartner bezeichnen.
VI 215
McDowell: These: die Welt fordert uns auf zum Urteil.
VI 214
Welt/SellarsVsMcDowell/BrandomVsMcDowell/Rorty: die Welt ist kein "Gesprächspartner".
I 215
Sie fordert uns nicht bloß zum Urteil auf.
VI 434
Natur/Technokratie/technokratisch//Rorty: das Schöne an rein mechanischen Erklärungen ist aus atheistischer Sicht, dass sie außer unseren eigenen Zwecken nichts fordern.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Normen Esfeld
 
Bücher bei Amazon
I 164
Normen/Esfeld (EsfeldVsBrandom): aus der Welt entnommen, nicht aus sozialen Praktiken.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Repräsentation McDowell
 
Bücher bei Amazon
Rorty VI 179 ff
Repräsentation/McDowellVsBrandom/Rorty: Repräsentation kann nicht anhand des Folgerungsbegriffs rekonstruiert werden. "Inferentialistische" Erklärungen der Begriffe funktionieren nicht.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Sinneseindrücke Brandom
 
Bücher bei Amazon
Rorty VI 179 ff
Sinneseindrücke/Brandom: alle weglassen, sofern sie nicht mit Urteilen übereinstimmen! Ebenso alle sonstigen "Bewusstseinsinhalte". - Statt Repräsentation: Inferenzen - McDowellVsBrandom: Repräsentationen können nicht aus Inferenzen rekonstruiert werden.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Tatsachen Austin
 
Bücher bei Amazon
I 231
Tatsache/Austin: "Tatsache" ist nur ein anderer Ausdruck für "wahre Aussage". (pro Brandom, VsAyer) - zu jeder wahren Aussage gibt es eine und nur eine und genau entsprechende Tatsache. (Ayer: aber zu jeder Tatsache gibt es viele (Davidson: unendlich viele) wahre Aussagen - aber Brandom: T = wahre Behauptung (im Sinne von "Behauptetes") (Brandom I S. 841) -. AyerVsAustin - AyerVsBrandom.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Tatsachen Brandom
 
Bücher bei Amazon
I 466 ff
Def Deflationismus/Brandom: bestreitet, dass Gehalt in Begriffen von Wahrheitsbedingungen und Übereinstimmung mit den Tatsachen, Eigenschaften und Gegenständen erklärt werden kann.(VsKorrespondenztheorie) Tatsache : "wahrmachen": irreführend: es ist nicht die Tatsache, dass p, die wahr macht, dass p.
I 469 Bsp Es ist nicht die Tatsache, dass die Perser bei Platää von den Griechen besiegt wurden, die macht, daß die Griechen die Perser bei Platää besiegten.
Tatsachen: wenn Tatsachen erklärt werden sollen, braucht die Erklärung nicht auf irgendetwas Normatives zu rekurrieren: Dass die Planetenbahnen elliptisch sind, wäre auch ohne Wesen der Fall, die Normen aufstellen.
- - -
Rorty VI 179 ff
Welche Behauptungen wahr sind, hängt nicht davon ab, ob sie jemand aufstellt. Doch unsere sprachlichen Praktiken könnten nicht so sein, wie sie sind, wenn die Tatsachen anders wären. Allerdings könnten die nichtsprachlichen Tatsachen im wesentlichen so sein, wie sie sind, auch wenn unsere sprachlichen Praktiken ganz andere wären!
Def Tatsache/Brandom: "etwas Behauptbares" (Neologismus von Brandom:" claimable"). - Es gibt den Akt des Behauptens, und es gibt "das Behauptete"- Tatsachen sind nun nicht das "wahre Behauptete" sondern das Behauptbare. - Tatsachen machen Behauptungen wahr. Allerdings inferentiell.
RortyVsBrandom: Das ist so als wenn ich wie Moliere Bsp "die einschläfernde Kraft" als inferentiell bezeichne, um sie über jeden Verdacht erhaben scheinen zu lassen.
- - -
Brandom I 476
Tatsache/Brandom: kein Kontrast zwischen dem, wie die Dinge sind und dem, was wir sagen und denken können - Tatsachen sind (die Gehalte von) wahre(n) Behauptungen und Gedanken. - Wittgenstein: wir halten mit dem Meinen nicht vor der Tatsache an.
I 477
Wittgenstein: Tatsachen sind verbunden und strukturiert durch die Gegenstände und ihre Eigenschaften.
I 866
Negative Tatsache/Brandom: nichts Geheimnisvolles - > Unterscheidung zwischen normativen und nicht normativen Ausdrücken - auch > bedingte Tatsachen, > modale Tatsachen - Das Reich der Tatsachen und der Normen sind nicht entgegengesetzt. - Das Normative ist ein Teilgebiet des Faktischen.
Seel2 III 149
Def Tatsache/Brandom: Inhalt wahrer Behauptungen - Behauptung/Brandom: erhalten ihren Inhalt durch die Verwendung von Begriffen im Kontext der jeweils geäußerten Sätze. Der Begriff der Tatsache kann also nur zusammen mit dem der Behauptung analysiert werden. Jedoch ist diese begriffliche Abhängigkeit keine genetische - die Welt ist der Inbegriff aller Tatsachen, ganz unabhängig davon, wann und mit welchem Erfolg Gedanken über die Welt entstanden sind. "Es gab eine Zeit, in der noch niemand Begriffe gebrauchte, weil es noch keine diskursive Praxis gab - aber es gab niemals eine Zeit, in der es noch keine Tatsachen gab. - Seel: danach sind weder Begriffe noch Tatsachen von der Existenz denkender Wesen abhängig. - Die Theorie der diskursiven Praxis erscheint so in einem Atemzug als eine Theorie der Grundstruktur der Welt. - Seel: KantVsBrandom: warnt genau davor - (im Fall Hegels vergeblich). - KantVsBrandom/KantVsHegel: falsch: "Schluss vom Denken auf das Sein".

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Tatsachen Esfeld
 
Bücher bei Amazon
I 187ff
Tatsachen/DoddVsMcDowell: McDowell verwechselt Freges Tatsachen als wahre Propositionen mit Wittgensteins Tatsachen als das, woraus die Welt besteht. - (Auch VsBrandom) - (>Strawson: "satzförmige Sachen").

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Tatsachen Rorty
 
Bücher bei Amazon:
Richard Rorty
Horwich I 453
Tatsache/Strawson/Davidson: beide: Tatsachen sind ad-hoc-Erfindungen, die den Skeptizismus aber nicht können. Lösung/Davidson: Tarskische Erfüllung - (Wort-Welt) - Statt "Korrespondenz". - Statt Satz - Welt. - ((s) Weil nur ganze Sätze wahr sein können.).
Radikale Interpretation/RI: einzelne Wärter mit Stücken der Welt - nicht Sätze mit "Tatsachen". - Erfüllung/Davidson: Problem: sie ist keine Basis für Übersetzungen, eher ein Nebenprodukt von ihr.
Rorty VI 198
Def Tatsache/Brandom: etwas Behauptbares . - inferentielles Wahrmachen. RortyVsBrandom: das ist so, als ob ich Molieres "einschläfernde Kraft" als inferentiell bezeichnen würde. - Dann nützt uns auch "Behauptbares" nichts. RortyVsInferentialismus.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Welt/Denken Brandom
 
Bücher bei Amazon
Rorty VI 188
Rorty:Brandom: Denken und Reden liefern uns einen perspektivischen Zugriff auf eine nichtperpektivische Welt . (Geht über Nietzsche, Goodman, Dewey hinaus). - - -
Brandom I 474
Welt/Denken/Sprache/Tatsache/Brandom: Wörter bilden ein eigenes und weitgehend unabhängiges Reich innerhalb unserer Welt - 1. Nichtsprachliche Tatsachen könnten dieselben sein, auch wenn die sprachlichen Tatsachen über die Welt andere wären - 2. Zeichen könnten die gleichen sein, auch wenn die nicht-sprachlichen Tatsachen ganz anders wären. - Lösung: unsere diskursiven Praktiken sind nicht so von der Welt isoliert. - Pointe: die nichtsprachlichen Tatsachen können dieselben wein, auch wenn unsere diskursiven Praktiken anders wären, aber nicht umgekehrt! - Denn die Praktiken sind keine Dinge wie Geräusche oder Wörter, die unabhängig von den Gegenständen spezifizierbar wären. - - -
II 63
Realität/Denken/Welt/Brandom: die Differenz drückt sich in unserem Gebrauch von Wörtern wie von oder über aus. - - -
Martin Seel in Die ZEIT April 2001
Welt/Brandom: Inbegriff der Tatsachen, unabhängig davon, ob sie erfasst sind. Es gab eine Welt ohne Begriffe, aber es gab nie eine Welt ohne Tatsachen - KantVsBrandom/Seel: Vs Schluss vom Denken auf das Sein - obwohl wir sie nicht anders als begrifflich denken können, muss sie nicht selbst begrifflich verfasst sein.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wirklichkeit Brandom
 
Bücher bei Amazon
Rorty VI 190
Wahrheit/Realität/Brandom/Rorty: glaubt jedoch, das lasse sich mit der Behauptung vereinbaren, "die Gegenstände und die sie umfassende Welt der Tatsachen sei so, wie sie sind, gleichgültig, wofür sie irgend jemand hält". RortyVsBrandom: unverträglich mit dem Pragmatismus.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 22 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsBrandom Austin Vs Ayer, Alfred Jules
 
Bücher bei Amazon
I 231
Tatsache/Austin: »Tatsache« ist nur ein anderer Ausdruck für »wahre Aussage«.(VsBrandom,VsAyer) Zu jeder wahren Aussage gibt es eine und nur eine und genau entsprechende Tatsache. (Ayer: aber zu jeder Tatsache gibt es viele (Davidson:unendlich viele) wahre Aussagen.
Brandom pro, AyerVs).
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsBrandom Russell Vs Ayer, Alfred Jules
 
Bücher bei Amazon:
Bertrand Russell
VI 85
Kennzeichnung/Satz/Russell: kommt eine (bestimmte) Kennzeichnung in einem Satz vor, so hat dieser Satz keinen konstitutiven Bestandteil, der der Kennzeichnung als ganzer entspricht.
VI 86
Bsp Drei Teile: "Scott", "ist" "der Autor". Hier ist "Der Autor" kein konstitutiver Bestandteil des Satzes. Grund: Sinnvoll ist ein Satz, der negiert werden kann.
Bsp sinnvoll: "Das Einhorn existiert nicht", "die größte endliche Zahl existiert nicht".
Man könnte das aber nicht sagen, wenn das Einhorn ein konstitutiver Bestandteil des Satzes wäre.
Russell: dann kann das Einhorn auch nicht Bestandteil irgendeiner Tatsache sein!
Also sind Aussagen keine Tatsachen. (VsAustin, VsAyer, VsBrandom).

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
VsBrandom Quine Vs Block, Ned
 
Bücher bei Amazon:
Willard V. O. Quine
Quine I 425
QuineVsBrandom: Gelegentlich Bereitschaft, Tatsachen mit wahren Propositionen zu identifizieren.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsBrandom Austin Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
I 231
Tatsache/Austin: »Tatsache« ist nur ein anderer Ausdruck für »wahre Aussage«.(VsBrandom,VsAyer) Zu jeder wahren Aussage gibt es eine und nur eine und genau entsprechende Tatsache. (Ayer: aber zu jeder Tatsache gibt es viele (Davidson:unendlich viele) wahre Aussagen.
Brandom pro, AyerVs).
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsBrandom Davidson Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
Rorty VI 194/195
Intentionalität/DavidsonVsBrandom/Rorty: nicht Übereinstimmung! Es genügt, von Bezugnahme zu sprechen!

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsBrandom Esfeld Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
I 181
pragmatischer Realismus/Esfeld: jenseits des traditionellen Gegensatzes von metaphysischem Realismus und Relativismus. EsfeldVsBrandom: nicht begriffliche Züge machen einige unserer Überzeugungen wahr. (Das entspricht der Tradition)
Welt/Hegel: hat selbst begriffliche Züge! (>McDowell pro).
Esfeld I 187
Tatsache/DoddVsMcDowell: (1995): McDowell verwechselt eine Fregesche Sicht von Tatsachen als wahrer Propositionen mit einer Sicht von Tatsachen, aus denen die Welt besteht!
I 188
Tatsache/EsfeldVsBrandom: dieser Vorwurf kann auch Brandom gemacht werden, wenn er Tatsachen mit dem Inhalt wahrer Behauptungen identifiziert und fortfährt: "Die Welt ist alles, was der Fall ist, eine Konstellation von Tatsachen". (I 476 477). Esfeld: ich vermeide den Begriff, um Konfusion zu vermeiden.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsBrandom Field Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
II 149
Referenz/Index/Field: Georgej ist identisch mit dem Referenten vom Marys Term „George“ bei Gelegenheit Z.
Das erlaubt mir zu sagen ...“worauf Mary bei Gelegenheit Z referierte...“.
Demonstrativa/Field: der Ansatz geht entsprechend für Demonstrativa.
Problem: ich kann nicht meinen eigenen Gebrauch von „dies“ an die Stelle von Marys Gebrauch setzen.
Lösung/Field: ein Index wie Bsp „Dies Mary,Z“
Brandom: das ist ein Mittel zur Inkorporation von Marys Gebrauch des Ausdrucks in die eigene Sprache. ((s) Was inkorporiert wird, ist der fremde Gebrauch).
FieldVsBrandom: das sieht so aus, als ob es einen nicht-deflationistischen Begriff von Referenz gäbe, ((s) also inhaltlich bestimmt?) der auf Marys Pronomen angewendet werden könnte, und daß unsere anaphorisch abhängige Phrase ihren Referenten von daher bezieht. Ich glaube aber, daß sein Modell sehr nahe an unserem der Inkorporation ist.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsBrandom Habermas Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
Seel III 149
HabermasVsBrandom: "stellt die Architektonik des nachhegelschen Denkens auf den Kopf". Sein "Begriffsrealismus" verfehlt den konstruktiven Charakter der menschlichen Erkenntnis. An die Stelle der Konfrontation trete eine bloße Nachbildung ansichseiender Gehalte.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
VsBrandom Kant Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
M. Seel, Die ZEIT April 01
Denken/Welt/Kant: warnt vor dem Schluß vom Denken auf das Sein! (KantVsBrandom). Daß wir die Welt nicht anders als begrifflich denken können, heißt nicht, daß sie in sich selber begrifflich geordnet wäre. Die Erde war schon immer rund, aber was Bestand hatte, war nicht die Tatsache, sondern die Erde mit ihrer runden Gestalt.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsBrandom McDowell Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
Esfeld I 185
McDowell: (1996,S 31 32): wir werden von einer Oszillation zwischen zwei Positionen gefangengehalten: 1. einem Kohärentismus, der rationale Beziehungen nur zwischen Überzeugungen zuläßt.
2. dem Mythos des Gegebenen, der eine kausale Beziehung mit einer rationalen verwechselt. D.h. er gibt uns eine Entschuldigung statt einer Rechtfertigung.
I 186
McDowellVsKohärenztheorie: läßt unsere Überzeugungen im Leeren kreisen, weil keine rationale Einschränkung von seiten der Welt zugelassen ist. Lösung:
Begriff/Welt/McDowell: These der begriffliche Bereich ist so anzusehen, daß er keine Grenzen hat: er endet nicht dort, wo Personen und ihre Interaktionen aufhören, er umfaßt vielmehr den gesamten physikalischen Bereich.
Inhalt/McDowell: die Tatsachen selbst, aus denen die Welt besteht.
Eine Grenze zwischen Begrifflichem und Nichtbegrifflichem zu ziehen, würde verhindern, daß wir eine rationale Einschränkung von seiten der Welt auf unsere Überzeugungen ansetzen könnten.
Esfeld: das könnte man so verstehen, daß diese Grenze nur verschoben wird, so daß das Begriffliche die Erfahrung mit einschließt, aber dann wäre die Beziehung zwischen der Welt und der Erfahrung immer noch eine bloß kausale.
Welt/McDowell: ist selbst begrifflich!
McDowellVsBrandom: Vs inferentielle Semantik.
McDowellVsQuine: Vs Bestätigungs Holismus.
I 187
McDowell/Esfeld: eröffnet die Perspektive auf einen umfassenden Holismus auf der Basis eines Holismus der Philosophie des Geistes. Der Überzeugungs Holismus bezieht sich auf den gesamten begrifflichen Bereich. Mit McDowells unbegrenztem begrifflichen Bereich, wird damit auch der Überzeugungs Holismus ausgedehnt.
Die physikalische Welt selbst liegt nicht außerhalb des Bereichs der Verständlichkeit.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsBrandom Rorty Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon:
Richard Rorty
VI 195
De re/objektiv/subjektiv/Brandom: (laut Rorty): mit de re Zuschreibungen will er die alte Unterscheidung subjektiv/objektiv wieder einführen. Bsp Mary glaubt von einer Kuh, dass sie ein Reh ist.
VI 196
RortyVsBrandom : statt dessen: Unterscheidung von besseren und schlechteren Werkzeugen. Nicht "wirkliche Beschaffenheit". Fortschritt/Brandom: immer mehr wahre Behauptungen über die Außenwelt.
Fortschritt/RortyVsBrandom: immer bessere Werkzeuge für immer bessere Zwecke. Brandom liebäugelt insgeheim doch mit der von ihm als unmöglich bezeichneten "Vogelperspektive".
Norm/RortyVsBrandom/RortyVsKant: ebenso wie Kant bemüht sich Brandom allzu sehr, einen Kompromiss zu schließen, wo keiner geduldet ist! Damit landet er zwischen zwei Stühlen. Wenn er sagt:
VI 197
"In unseren Normen ist von vornherein das Interesse angelegt, die Dinge richtig darzustellen" dann wird er von aggressiven Realisten wie Searle anders interpretiert als von wohlmeinenden Pragmatisten. Wahrheit/Brandom: das, was Nichtpersonen entspricht.
SearleVsBrandom: würde fragen, woher er denn wisse, was diese Nichtpersonen erwarten und verdienen.
VI 198
Def Tatsache/Brandom: "etwas Behauptbares" (Neologismus von Brandom:" claimable"). Es gibt den Akt des Behauptens, und es gibt "das Behauptete" Tatsachen sind nun nicht das "wahre Behauptete" sondern das Behauptbare. Tatsachen machen Behauptungen wahr. Allerdings inferentiell!
VI 198/199
RortyVsBrandom/RortyVsInferentialismus: das ist so, wie wenn ich Molières Bsp "einschläfernde Kraft" (vis dormitiva) als inferentiell bezeichne, um sie über jeden Verdacht erhaben scheinen zu lassen. Das teilt uns aber nichts weiter mit als die Verbindung von zwei Teilsätzen: Wenn etwas einschläfernde Kraft hat, wird es die Leute einschläfern. "Behauptbares" nützt uns nichts, auch nicht inferentiell!
Realität/Erkenntnis/Welt/BrandomVsRorty: es hat paradoxe Konsequenzen, wenn man bestreitet, dass es vor dem Auftauchen des Wortes "Photon" Wahrheiten in Bezug auf Photonen gab. Bsp Schlusskette:
1. Vor fünf Mio Jahren gab es Photonen
2. Es war damals der Fall, dass es Photonen gab
3. Es ist wahr, dass es damals der Fall war, dass es Photonen gab
4. Es war damals wahr, dass es Photonen gab.
Rorty: daran gibt es natürlich nichts auszusetzen, aber dennoch gab es Philosophen, die das gemacht haben! Heidegger:
Wahrheit/Mensch/Realität/Welt/Erkenntnis/Existenz/Naturgesetze/NG/Heidegger/Rorty: "vor Newton sind Newtons Gesetze weder wahr noch falsch gewesen". (sic).
Rorty: Heidegger könnte gesagt haben: "Da Wahrheit eine Eigenschaft von Sätzen ist, und da Vokabulare von Menschen geschaffen werden, gilt das gleiche auch für Wahrheiten."
Wahrheit/Rorty: Eigenschaft von Sätzen!
RortyVsBrandom: Heidegger und ich leisten uns hier, wie Brandom meint, eine Paradoxie, aber vielleicht ist es genauso paradox, wenn Brandom Hunden und Kleinkindern Überzeugungen abspricht (es sei denn im "abgeleiteten Sinn").

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsBrandom Searle Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon:
John R. Searle
Searle III 153
Hintergrund: es gibt einen Parallelismus zwischen der funktionalen Struktur des Hintergrunds und der intentionalen Struktur der gesellschaftlichen Phänomene. Regel/Searle: 1. Die Regeln interpretieren sich niemals selbst
2. Sie sind niemals erschöpfend
3. Tatsächlich wissen wir in vielen Situationen einfach, was zu tun ist, wie wir mit der Situation umzugehen haben. Wir wenden die Regeln weder bewusst noch unbewusst an!
(SearleVsBrandom: Regeln hier auch nicht unbewusst!)

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsBrandom Seel Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon:
Martin Seel
M. Seel, Die ZEIT April 01
SeelVsBrandom: Wer Objektivität allein durch Intersubjektivität sicher will, verliert den Sinn dafür, wie abhängig der Austausch unter den Subjekten vom Dasein unabhängiger Objekte ist. ((s) tut er nicht. s. Brandom I passim BrandomVsIntersubjektivität).

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
VsBrandom Strawson Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
Horwich I 193
Tatsache/Aussage/StrawsonVsAustin/StrawsonVsBrandom: es ist niemals irrelevant, zwischen einer Tatsache und einer entsprechenden wahren Aussage zu unterscheiden. Bsp der Tatsache, dass meine Frau mir um Mitternacht Zwillinge geboren hat, und der Aussage, die ich 10 Minuten später über diese Geburt mache. Aussage/Strawson: es gibt natürliche, praktische Grenzen für die Fähigkeit, Aussagen zu produzieren.
Korrespondenz: was ist natürlicher um der Tatsache, dass es regnet zu entsprechen, als die Aussage, dass es regnet? ((s) Interessanterweise sagt Strawson es nicht umgekehrt! Er will vermeiden, dass Tatsachen als notwendige Postulate erscheinen).
Tatsache/Strawson: Z natürlich entsprechen sie einander: sie sind füreinander geschaffen. Wenn man Aussagen aus der Welt entfernt, entfernt man auch die Tatsachen. Damit wird die Welt aber nicht ärmer.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsBrandom Meixner Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
I 115
Proposition/MeixnerVsBrandom: ihre besondere Nähe zur Sprache führt dazu, dass gewisse Unterscheidungen getroffen werden, die bei der Gleichsetzung mit Sachverhalten (SV) zu falschen Identifizierungen führen. Tatsachen sind nicht "wahre Aussagen".

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsBrandom Newen Vs Brandom, R.
 
Bücher bei Amazon
NS 163
Begründung/Brandom/Newen/Schrenk: kann eine Folgerungsbeziehung in umgekehrter Richtung sein. Bsp einen Donner zu erwarten, wenn es vorher geblitzt hat.
NS I 164
4. als Kontakt zur Welt: Spracheintrittsregeln (Eintrittsregeln) und Austrittsregeln. Als inferentielle Rollen. a) Sprachaustrittsregel: Handlungen werden als adäquate praktische Folgerungen bezeichnet Bsp „Der Topf kocht über“ > drängt zur Handlung, ihn von der Platte zu nehmen.
b) Eintrittsregel: involviert Wahrnehmungen sowohl der Umwelt als auch der eigenen Körperzustände. Das führt zu Wahrnehmungsberichten.
VsInferentialismus/VsBrandom/Newen/Schrenk: Problem: 1. Menschen machen Fehler, oder sie sind unterschiedlich gut informiert oder unterschiedlich clever. Hat das dann nicht zur Folge, dass Menschen Äußerungen unterschiedliche Bedeutungen zuweisen müssen?
Lösung. ein gewisser Externalismus: Satzbedeutungen hängen nicht vom jeweiligen Sprecher ab, sondern ist Produkt sozialer Interaktion.
Vs: 2. es gibt aber sehr wohl bekannte Irrtümer im Zusammenhang mit Wahrscheinlichkeiten auf die sehr viele Menschen hereinfallen. Problem: wie wird verhindert, dass kollektive Fehler bedeutungskonstitutiv werden?
VsBrandom. Probleme:
A: wie kann der semantische Inferentialismus die Kompositionalität erklären? B: wie kann er die Begriffe der Referenz und der Wahrheit erklären, die immerhin noch eine zentrale Rolle spielen?
NS I 165
Ad A: der Inferentialismus ist auf ganze Sätze verpflichtet, weil nur zwischen diesen Folgerungsbeziehungen bestehen. Um die inferentielle Rolle des Gesamtsatzes zu erklären, muss Brandom aber erklären, wie diese aus den inferentiellen Rollten der Bestandteile erwächst und wie diese Teile identifiziert werden. Bsp sing Term und Prädikate unterscheiden.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsBrandom McDowell Vs Davidson, D.
 
Bücher bei Amazon
I 42
McDowellVsDavidson: der Mythos hat tiefere Ursachen: wir können nicht verstehen, wie die Ausübung der Spontaneität überhaupt eine Welt repräsentieren soll, wenn die Spontaneität keiner äußeren Kontrolle unterworfen wäre. (Und diese Kontrolle leugnet Davidson ja). I 41 McDowellVsDavidson: dieser weist zurück, daß Gedanken und Anschauungen auf rationale Weise verbunden sind. McDowell: aber dann kommen wir nicht zu einem empirischen Inhalt. (Die Anschauungen sind ohne Begriffe blind, (Kant)).
I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson : er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, daß es einem Subjekt so scheint (!). Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, daß es so ist.
I 172
Davidson: Spontaneität keiner äußeren rationalen Bedingung unterworfen. McDowellVsDavidson: so ist seine Kohärenztheorie ohne Kontrolle.
I 86
Mythos/Davidson: um ihm zu entgehen , muß man leugnen, daß Erfahrung epistemologisch bedeutsam ist. (EvansVs, McDowellVs).
I 124
Die Überlegung, daß alle Dinge zur Natur gehören, hilft nicht weiter. (siehe oben I 102ff) Spontaneität/Davidson: charakterisiert das, was faktisch die Operationen der empfindungsfähigen Natur sind, aber sie charakterisiert sie nicht als solche. McDowellVsDavidson: Dilemma: entweder: diese Operationen stehen trotzdem in rationalen Beziehungen, oder wir müssen annehmen, daß sie gar keine epistemologische Signifikanz haben. Kant hält diese Wahl für inakzeptabel.
I 216
McDowellVsDavidson: wenn wir den Hintergrund von Tradition ausschalten (und immer nur von radikaler Interpretation ausgehen), verfallen wir dem Mythos des Gegebenen. Hegel: "fehlende Vermittlung". Objektivität/McDowellVsDavidson: Davidson spricht von "Triangulation" (wechselseitige Korrigierbarkeit). McDowell: Es ist zu spät, sich um die Konstitution des Begriffs der Objektivität zu kümmern, wenn die Subjekte bereits die Bühne betreten haben. Objektivität und Subjektivität gehen gemeinsam aus einer Einweihung in den Raum der Gründe hervor.
- - -
Rorty VI 205
McDowell/Rorty: Unterschied "logischer Raum der Natur" ("Reich der Gesetze") "logischer Raum der Gründe". McDowellVsDavidson/McDowellVsSellars/Rorty: zu sehr vom Reich der Gesetze beeindruckt, so dass sie die Erfahrung so erklären, dass das Tribunal der Sinne nicht mehr möglich ist.
Überzeugung/Rechtfertigung/Ursache/Davidson/SellarsRorty: Vermeidung der Verwechslung von Rechtfertigung und Ursache führt zur These: Überzeugungen können nur durch Überzeugungen begründet werden. (McDowellVsDavidson).
VI 206
McDowellVsDavidson/Rorty: wenn man so vorgeht (Erfahrung eliminiert), werden die alten philosophischen Fragen nach wie vor so aussehen, als ob sie etwas taugen sollten.
VI 207
Es wird ein Unbehagen übrigbleiben. Der Empirismus wird sich durch die Hintertür wieder hereinschleichen. Wir brauchen immer noch etwas, was uns aus der Weltgerichtetheit des empirischen Denkens klug werden lässt. SellarsVsMcDowell/Rorty: der Mensch hat keinerlei Verantwortung gegenüber der Welt.
- - -
Rorty VI 213
Def Zweite Natur/McDowell: "eine zweite Natur erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören". (Bsp Initiation, Eintritt in moralische Gemeinschaft, "Bildung").
Dass einem die Augen geöffnet werden, verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden.
Und damit zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind.
Außerdem wird einem dadurch rationale Freiheit geschenkt.
McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson/McDowellVsBrandom: all das wird unverständlich, wenn wir Sellars, Davidsons oder Brandoms Begriffe verwenden.
Rorty VI 217
McDowellVsDavidson: bloß kausale Erklärung bringt die Gefahr der Leere. (Mit Kant: "Spontaneität des Denkens") (>Spontaneität: entspricht Vernunftwahrheiten, Rezeptivität: Tatsachenwahrheiten).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsBrandom Brandom Vs Habermas, J.
 
Bücher bei Amazon
Seel III 149
HabermasVsBrandom: "stellt die Architektonik des nachhegelschen Denkens auf den Kopf". Sein "Begriffsrealismus" verfehlt den konstruktiven Charakter der menschlichen Erkenntnis. An die Stelle der Konfrontation trete eine bloße Nachbildung ansichseiender Gehalte

BrandomVsHabermas: Brandom verwirft das "positivistische Bild" einer Erprobung unserer Begriffe an einer begriffsfreien äußeren Welt.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
VsBrandom McDowell Vs Kohärenztheorie
 
Bücher bei Amazon
I 49
McDowellVsKohärenztheorie: droht Gedanke und Realität zu trennen.
Esfeld I 185
McDowell: (1996,S 31 32): wir werden von einer Oszillation zwischen zwei Positionen gefangengehalten: 1. einem Kohärentismus, der rationale Beziehungen nur zwischen Überzeugungen zuläßt.
2. dem Mythos des Gegebenen, der eine kausale Beziehung mit einer rationalen verwechselt. D.h. er gibt uns eine Entschuldigung statt einer Rechtfertigung.
I 186
McDowellVsKohärenztheorie: läßt unsere Überzeugungen im Leeren kreisen, weil keine rationale Einschränkung von seiten der Welt zugelassen ist. Lösung:
Begriff/Welt/McDowell: These der begriffliche Bereich ist so anzusehen, daß er keine Grenzen hat: er endet nicht dort, wo Personen und ihre Interaktionen aufhören, er umfaßt vielmehr den gesamten physikalischen Bereich.
Inhalt/McDowell: die Tatsachen selbst, aus denen die Welt besteht.
Eine Grenze zwischen Begrifflichem und Nichtbegrifflichem zu ziehen, würde verhindern, daß wir eine rationale Einschränkung von seiten der Welt auf unsere Überzeugungen ansetzen könnten.
Esfeld: das könnte man so verstehen, daß diese Grenze nur verschoben wird, so daß das Begriffliche die Erfahrung mit einschließt, aber dann wäre die Beziehung zwischen der Welt und der Erfahrung immer noch eine bloß kausale.
Welt/McDowell: ist selbst begrifflich!
McDowellVsBrandom: Vs inferentielle Semantik.
McDowellVsQuine: Vs Bestätigungs Holismus.
I 187
McDowell/Esfeld: eröffnet die Perspektive auf einen umfassenden Holismus auf der Basis eines Holismus der Philosophie des Geistes. Der Überzeugungs Holismus bezieht sich auf den gesamten begrifflichen Bereich. Mit McDowells unbegrenztem begrifflichen Bereich, wird damit auch der Überzeugungs Holismus ausgedehnt.
Die physikalische Welt selbst liegt nicht außerhalb des Bereichs der Verständlichkeit.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsBrandom Dodd Vs McDowell, John
 
Bücher bei Amazon
Esfeld I 187
Natur/McDowell: ist nicht mit dem identifiziert, was in der modernen Wissenschaft anerkannt wird. These McDowell tritt für eine partielle "Wiederverzauberung" (reenchantment) der Natur ein, um den Aspekt der physikalischen Welt zu erfassen, aufgrund dessen die physikalische Welt nicht außerhalb des begrifflichen Bereichs liegt. DF.
Die Wissenschaft selbst kann diesen Aspekt nicht erfassen. Sie ist vielmehr ein Hindernis dafür, daß wir sehen, daß die Welt aus Tatsachen besteht, die der Inhalt unserer wahren Überzeugungen sind.
Tatsache/DoddVsMcDowell: (1995): McDowell verwechselt eine Fregesche Sicht von Tatsachen als wahrer Propositionen mit einer Sicht von Tatsachen, aus denen die Welt besteht!
I 188
Tatsache/EsfeldVsBrandom: dieser Vorwurf kann auch Brandom gemacht werden, wenn er Tatsachen mit dem Inhalt wahrer Behauptungen identifiziert und fortfährt: "Die Welt ist alles, was der Fall ist, eine Konstellation von Tatsachen". (I 476 477). Esfeld: ich vermeide den Begriff, um Konfusion zu vermeiden.

Dodd I
J. Dodd
An Identity Theory of Truth Basingstoke 2008

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsBrandom Brandom Vs Repräsentation
 
Bücher bei Amazon
I 40
VsRepräsentationen: hier wird der Geist als unerklärter Erklärer behandelt. (Descartes).
I 125
BrandomVsRepräsentation: sehr problematisch: versteht man sie als Bezeichnung, dann soll sie den grammatischen Unterschied zwischen singulären Termini und Sätzen anhand des ontologischen Unterschied zwischen Gegenständen und Sachverhalten verständlich machen. Aber daraus folgt nicht, daß es möglich ist, die Kategorie der Sachverhalte als das einzuführen, was im gleichen Sinn durch Aussagesätze und daß-Sätze repräsentiert wird.
I 126
Eine ontologische Kategorie der Sachverhalte kann auch nicht vorgängig und unabhängig vom Erläutern der Aussagesätze verständlich gemacht werden.Repräsentation ist nicht Ausdruck!
I 132
Rebecca West : Z VsRepräsentation, »Geist als Spiegel der Natur«: wir brauchen kein Abbild der Welt, »ein Exemplar diese verdammten Dinger ist genug«.
I 292
Überzeugung: kann zweideutig sein: man kann ja von etwas Falschem überzeugt sein. Die Unterscheidung beruft sich oft auf die Objektivität von Repräsentationen (BrandomVsRepräsentationalismus, stattdessen soziale Praxis als Garant für Objektivität.)
I 404
BrandomVsRepräsentationalismus:Vier Aspekte: 1. Repräsentationen brauchen zusätzlich zu "wahr" noch "bezieht sich auf" und "bezeichnet". (Später Frege)
I 405
2. Unterscheidung von intensionalen und extensionalen Kontexten. 3. das "von" in de re-Zuschreibungen. Der Begriff der intentionalen Bezogenheit: etwas gilt von Kant, aber nicht von Hegel.
4. Begriff der objektiven repräsentationalen Richtigkeit des Urteilens und Folgerns. Kann durch unmittelbare Beobachtung, inferentielle Festlegungen oder Berufung auf Zeugnisse gerechtfertigt werden.
I 412
BrandomVsRepräsentation: statt dessen expressive Rolle.
I 690
Brandom pro Repräsentationalismus: enthält die unbestreitbare Einsicht: was immer propositional gehaltvoll ist, hat notwendigerweise eine repräsentationale Seite. Der Einwand richtet sich nur dagen, die Repräsentation als fundamental zu behandeln.
II 69
Gehalt/Repräsentation/BrandomVsDescartes: Besitz von repräsentationalem Gehalt als unerklärter Erklärer. - - -
Rorty VI 181
BrandomVsRepräsentation/Rorty: statt dessen: "richtige inferentielle Verbindungen zwischen Behauptungen herstellen". Wenn es uns gelungen ist, ein logisches und semantisches Vokabular zu verwenden, brauchen wir nicht zusätzlich zu erklären, wie sie an ihre "psychischen Kräfte" gekommen sind.
Repräsentation/McDowellVsBrandom: Repräsentation kann nicht anhand des Folgerungsbegriffs rekonstruiert werden. "Inferentialistische" Erklärungen der Begriffe funktionieren nicht.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsBrandom Brandom Vs Verschiedene
 
Bücher bei Amazon
I 205
Der hier vertretene Ansatz verhält sich kritisch zu drei Auffassungen:Vs 1. Daß der Gehalt ausschließlich nach dem Modell der Repräsentation von Sachverhalten aufgefaßt wird.
2. daß die Güte der Inferenz ausschließlich nach dem Modell formaler Gültigkeit aufgefaßt wird,
3. Rationalität ausschließlich nach dem Modell instrumentellen oder mittel-zweckgebundenen Begründens.
I 338
Brandom: VsReduktionismus, Brandom pro Relativismus
I 340
Überzeugungen: machen einen Unterschied für das, was wir sagen und tun. Sie sind nur in einem Kontext der sozialen sprachlichen Praxis verständlich. Erste-Person-Reflexion ist die Verinnerlichung von Dritte-Person-Reflexionen.(Vs "privilegierter Zugang").
I 542
BrandomVsFormalitismus: es ist natürlich nicht der Fall, daß etwas propositional gehaltvoll nur kraft seiner Beziehung zu Richtigkeiten in der inferentiellen Praxis wäre. Formalistischer Irrtum: setzt alle Korrektheiten der Inferenz mit logischer Korrektheit gleich.
I 822
VsTradition: bisher konnte man eine klare Trennungslinie zwischen Semantik und Pragmatik nur dadurch ziehen, daß man anaphorische Phänomene weitgehend übersah.
I 826
BrandomVsTradition: statt auf nichtperspektivische Tatsachen muß man nur auf die strukurellen Merkmale der Kotoführungspraktiken achten.
II 13
VsBrandom: von anderen charakterisiert als Superrationalist. Die Bedeutung von allem erwächst aus der Rolle im Sprachgebrauch.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Inferentialismus VsBrandom Versus Seel III 149
HabermasVsBrandom: "Begriffsrealismus".

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001