Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Externalismus Davidson
 
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Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie.
Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
I 8
Def Externalismus/Davidson: Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird, bestimmen zugleich ihren Inhalt. - DavidsonVs: nichts außerhalb des Geistes bestimmt eine Überzeugung - Externalismus: zeigt die Richtigkeit (nicht Unfehlbarkeit) der Mehrheit der Urteile. - (Davidson pro)
I 72
Externalismus/Davidson: pro Variante: Bsp Zwillingserde: nicht aus sprachlicher Arbeitsteilung - Daher keine Bedrohung eder Autorität der 1. Person - Radikale Interpretation: der Interpret muß anhand indirekter Belege herausfinden, welches die Faktoren sind, die den Inhalt des Gedankens der anderen erst bestimmen. - Für den eigenen Inhalt besteht dann kein Raum für Irrtum, weil dieselben Faktoren beide Gedanken bestimmen.
I 74
Externalismus/Burge: zwei Formen: a): sozial, Bedeutung aus sprachlicher Praxis (Gemeinschaft) - b) Bedeutung von Kausalgeschichte (Lerngeschichte) des Individuums abhängig. - Burge: kausale Beziehung zum Gegenstand, um den Inhalt zu begreifen. - DavidsonVsBurge: schützt nicht vor Irrtum. - - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie - Externalismus/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation - Referenz einzelner Worte/Davidson: theoretisches Konstrukt - ((s) aus ganzen Sätzen abgeleitet). - - -
Frank I 626ff
Externalismus/Davidson: es macht nichts, wenn mentale Zustände durch etwas außerhalb individuiert werden, genausowenig wie Sonnenbrand aufhört, auf der Haut zu sein, weil er eine äußere Ursache hat.
Frank I 663
Externalismus/Autorität: wenn Gedanken extern bestimmt sind, dann muss das Subjekt nicht notwendig wissen, woran es denkt. - Wenn der Externalismus richtig ist, dann VsFrege: Gedanken sind nicht vollständig fassbar. - VsDescartes: innere Zustände sind nicht gewiss. - Burge: falscher Gebrauch von Begriffen: Möglichkeit, seine eigenen Gedanken nicht zu kennen - DavidsonVsBurge: Überzeugungen hängen von anderen Überzeugungen ab, daher weniger starke Möglichkeit des Irrtums. - DavidsonVsBurge: Absicht der erfolgreichen Kommunikation hat keine notwendige Verbindung zur richtigen Identifikation der Bedeutung.
I 663 - 667
Externalismus: Putnam: Unterscheidung innerer und "gewöhnlicher", externer Überzeugungen. - Fodor: "methodologischer Solipsismus": nur innere Zustande beobachten. - Burge: externe Faktoren finden über "Gedankenexperimente" Eingang in die Bestimmung der Inhalte. - Bsp falsch verwendete Begriffe: falsches Glauben über sich selbst ist möglich. >Bsp Arthritis/Shmartritis) - DavidsonVsBurge: zunächst pro: Inhalt wird nicht durch das bestimmt, was in der Person vorgeht, aber: der Inhalt ist so stark holistisch bestimmt, dass einzelne Begriffsverwirrungen nicht so entscheidend sein können. - Daher gibt es keine rigiden Regeln für Zuschreibung von Gedanken. - Wir sind nicht gezwungen, den Worten eines anderen dieselbe Bedeutung zuzuschreiben wie er selbst.
I 676
Geist/Tradition/DavidsonVsDescartes: wenn der Geist eine Bühne mit angeblichen Vertretern der Objekte sein soll, wie kann sich dann der Geist den Weg nach außen bahnen? - Aber die "Objekte" interessieren nicht, sondern ihre Vettern, die Propositionen. - Der Geist hat sie aber nicht "vor Augen". - Lösung: Externalismus: all das, was das Objekt bestimmen hilft, muss gleicherweise vom Geist erfasst werden, wenn er wissen soll, in welchem Zustand er ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Geist/ Geistzustand Davidson
 
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I 30
Zwillingserde/ZE/Davidson: Subjektive Zustände ergeben sich nicht als Folgeerscheinungen aus dem Zustand des Gehirns oder des Nervensystems. - - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
II 154
Falsche Theorie: die Gegenstände seien die Bedeutungen von Sätzen (Vs), das heißt: die Propositionen. DavidsonVs: Damit würde man es so einrichten, Bsp daß dann, wenn ein Franzose Paul denselben Bewusstseinszustand zuschreibt, wie ich, von uns beiden derselbe Gegenstand benannt würde, während dies bei der eben betrachteten Theorie nicht der Fall wäre, denn der betreffende Satz des Franzosen wäre nicht der gleiche wie meiner.
Es sollte uns nicht beunruhigen, dass der Franzose und ich verschiedene Wörter benutzen, es ist ähnlich wie bei Unzen und Karat. (>Messen)
Mein Monismus ist ontologisch: Er behauptet, dass mentale Ereignisse und Gegenstände auch als physische beschreibbar sind.
- - -
I 99
Geist/Davidson: wenn man das Subjektive oder Geistige ausschließlich als Folgeerscheinung der physischen Merkmale einer Person auffasst, können Bedeutungen also nicht etwas rein Subjektives oder Geistiges sein. - (Putnam: Bedeutungen sind nicht im Kopf)
Frank I 626
Geist/Davidson: nicht ohne Sprache, beides ist gleichrangig.
Frank I 657ff
mentale Zustände/Fremdzuschreibung/Davidson: "enger" Zustand/Zwillingserde: "innerer" Zustand, solipsistisch, wie bei Descartes: die engen Zustände sind bei beiden Zwillingserden gleich. - BurgeVsPutnam: die engen Zustände gibt es gar nicht. - SearleVsPutnam: das ist unnötig, gewöhnliche propositionale Einstellungen genügen -DavidsonVsSearle/VsBurge: gewöhnliche mentale Zustände sind enge (innere) und gleichzeitig "nicht-individualistisch", d.h. extern identifizierbar.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Meinen Davidson
 
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I 101f
Meinen/Davidson: Bsp Wenn mir der Unterschied zwischen einem Kurzschnabeligel und einem Stachelschwein unbekannt ist, könnte es sein, dass ich alle Kurzschnabeligel die mir über den Weg laufen als Stachelschweine bezeichne. Doch da ich das Wort "Stachelschwein" in einer bestimmten Umgebung gelernt habe, bezieht sich mein Wort "Stachelschwein" nicht auf Kurzschnabeligel, sondern auf Stachelschweine. Stachelschweine sind es, worauf sich mein Wort bezieht und Stachelschweine sind es, die ich vor mir zu haben glaube, wenn ich aufrichtig behaupte: "Dies ist ein Stachelschwein." Meine Unkenntnis der Umstände die bestimmen, was ich meine, ist nicht im geringsten dazu angetan zu zeigen, dass ich nicht weiß was ich meine und denke.
Es gibt zwar keinen physikalischen Unterschied zwischen meinem tatsächlichen Zustand und dem, in dem ich mich befände, wenn ich "Kurzschnabeligel oder Stachelschwein" gemeint hätte, doch daraus folgt nicht, dass es in psychologischer Hinsicht keinen Unterschied gibt.
Bsp Es gibt vielleicht keinen physikalischen Unterschied zwischen Höhensonnenbräune und Sonnenbräune, aber einen Unterschied dennoch, denn die Verursachung ist anders.
II 164f
Jemand meint nicht, dass p, wenn er nicht beabsichtigt interpretiert zu werden, als meine er p. Nun, das ist keine Humpty-Dumpty-Theorie. Es wäre nur eine, Def wenn man es für hinreichend hielte, zu beabsichtigen, so interpretiert zu werden, als meine man p, um p zu meinen. Das ist aber eine notwendige Bedingung und keine hinreichende und darum ist das keine H-D-Theorie. Humpty-Dumpty sagt: "Du kannst nicht wissen, was ich meine!"
II 164 f
Davidson: Wenn er weiß, dass der andere es nicht wissen kann, dann kann er es nicht beabsichtigen, denn man kann nicht beabsichtigen, was man nicht für möglich hält. - - -
McGinn I 111
Burge und Dummett meinen, was Sprecher mit ihren Worten meinen es hänge sehr stark davon ab, wie die Gemeinschaft diese Worte verwendet. DavidsonVsDummett/DavidsonVsBurge: Das ist ziemlicher Unsinn, denn es hat mit erfolgreicher Kommunikation nichts zu tun. Wenn Sie anders reden als die Gemeinschaft und jemand findet das heraus, dann können Sie den ganzen Tag lang kommunizieren. Und das passiert ständig.
McGinn: Domestizierungstheorie: Daneben gibt es einen anderen Ansatz, der sich weigert, die Konstitutionsfrage bezüglich des Meinens zu beantworten, und den gemeinten Sinn statt dessen als ein im wesentlichen kombinationsbedingtes Phänomen auffassen. Um die gemeinte Bedeutung zu zähmen, müssten wir zeigen, in welcher Weise sich semantische Grundeinheiten nach angebbaren Regeln verbinden.
- - -
Dav II 169f
Bedeutung/Meinen/Intention/Absicht/Grice/DavidsonVsGrice: pro: Feedback sehr wichtig - Vs: aber Intention wohl notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für Bedeutung. - Intention mindestens so schwer zu erklären wie Bedeutung.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Paradoxien Burge
 
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Grover II 201
Paradoxien/Antinomien/verstärkter Lügner/Burge/Grover: (Burge 1979, S. 178):
II 202
In allen Varianten begannen wir mit a) einem Vorkommnis mit eine Lügner-ähnlichen Satz.
b) dann argumentierten wir, dass der Satz pathologisch ist und schlossen daraus, dass er nicht wahr ist, in dem Wortlaut des pathologischen Satzes. ((s) Hier ist von "nicht wahr" und nicht von "falsch" die Rede).
Dann stellten wir fest, dass uns das auf folgendes festzulegen scheint:
c) dass der Satz am Ende wahr ist!
Burge: These es scheint kein Wechsel in der Grammatik oder der sprachlichen Bedeutung der Ausdrücke involviert zu sein.
Grover: das suggeriert, dass die Änderungen in der Bewertung in pragmatischen Begriffen vor sich geht.
Burge: weil der Wahrheitswert sich ändert ohne dass sich die Bedeutung ändert, muss ein indexikalisches Element am Werk sein.
Paradoxien/Parsons/Grover: ähnlich: These: der Gebrauch von "wahr" und anderer semantischer Ausdrücke im Zusammenhang mit Paradoxien bringt einen Wechsel des Bereichs (des Diskursbereichs).
KripkeVsBurge/Grover: (Kripke 1975): der Wechsel zu b) findet zu einem späteren Zeitpunkt in der Entwicklung der natürlichen Sprache statt.
GroverVsBurge: es ist tatsächlich ein Übergang zu machen, aber wenn der prosententiale Ansatz (Prosatz-Theorie) richtig ist, dann ist die Inferenz von Burge nicht gültig:
Burge/Grover: der Übergang zu b) hat die Form:

"S" ist pathologisch, daher "S" ist nicht wahr.

das müsste durch folgendes gerechtfertigt werden:

Wenn "S" pathologisch ist, ist der Satz keine Behauptung.

und

Wenn "S" keine Behauptung ist, dann ist "S" weder wahr noch falsch.

denn dann:

(14) Wenn "S" pathologisch ist, ist "S" nicht wahr und "S" ist nicht falsch.

Problem/Grover: wenn "wahr" nun eigenschafts-zuschreibend wäre (Wahrheit als Eigenschaft aufgefasst würde) und zwar ein und dieselbe Eigenschaft für "wahr" und "nicht wahr" ((s) Die Eigenschaft wird dann zu- oder abgesprochen) und einer Eigenschaft für "falsch" und "nicht falsch" dann müssen wir in der Lage sein, den Übergang zu „S“ ist nicht wahr“ zu vollziehen.
((s) bei "wahr" oder "falsch" ginge es nur um Zu- oder Absprechen einer einzigen Eigenschaft! Grover: will natürlich gar keine Eigenschaft.).
Grover: egal ob nun "wahr" eigenschafts-zuschreibend ist, wenn (14) eine notwendige Bedingung für einen Ausdruck darstellt, pathologisch zu sein, dann sieht es so aus als ob Burge recht hätte. Denn dann könnten wir schließen, dass dass „S“ nicht wahr ist. Aber:
GroverVsBurge: vielleicht sind "wahr" und "falsch" nicht eigenschafts-zuschreibend und vielleicht stellt (14) keine notwendige Bedingung für Pathologisch-sein dar:
II 203
Dann können wir argumentieren, statt
Wenn "S" pathologisch ist, dann ist "S" nicht wahr

Haben wir nur etwas wie

Vorausgesetzt "S" ist nicht pathologisch, entweder S oder nicht S.

Ausdrückbarkeit/Pointe/Grover: dann brauchen wir nicht die Ausdrückbarkeit ((s) Lückenlosigkeit) die wir zu brauchen schienen.
Paradoxien/Lügner/GroverVsBurge: These wir können schließen, dass Lügnersätze pathologisch sind, aber das zwingt uns nicht dazu anzunehmen, dass sie nicht wahr sind.
GroverVsBurge: Ich sagte zwar, sein Schluss sei nicht gültig, aber ich denke, eigentlich gibt es hier gar keinen Schluss, weder gültig noch ungültig: denn wenn "wahr" prosentential ist, dann drückt ""S" ist nicht wahr" gar keine Proposition aus! ((s) Hat kein Antezedens aus "S" und das steht für einen beliebigen Satz und daher für keinen Inhalt „alles was er sagte“.).

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Gro I
D. L. Grover
A Prosentential Theory of Thruth Princeton New Jersey 1992

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 10 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsBurge Cresswell Vs Beschreibungstheorie
 
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II 156
Synonymie/Burge: er akzeptiert, daß „vixen“ und „weiblicher Fuchs“ synonym sind und argumentiert, daß daher ein ersetzen durch synonyme Wahrheit in Glaubenskontexten nicht erhalten muß. Kripke: (1979. 274, n12) gibt ein ähnliches Beispiel mit Nervenärzten und Psychiatern.
Pointe: VsBeschreibungstheorie: hier scheint es nicht gut zu sein, „vixen“ als „wird vixen genannt“ zu analysieren.
Kompositionalität/Glauben/Burge: Kompositionalität schlägt in Glaubenskontexten fehl.
CresswellVsBurge: wenn wir die Kompositionalität erhalten wollen, müssen wir annehmen, daß „vixen“ lexikalisch mehrdeutig ist.
Oder es muß (evtl. Nicht-Standard-) Kontexte geben, in denen es tatsächlich bedeutet „wird „vixen“ genannt“.
Pointe: wenn das hier erlaubt ist, dann vielleicht doch auch für Fälle mit „Phosphorus“!
II 166
PutnamVsBeschreibungstheorie/natürliche Art-Begriffe/Cresswell: (Putnam 1975, 148) (ebenso wie KripkeVsBeschreibungstheorie der Namen). Problem/Cresswell: Bsp Der Satz „Es gibt Wasser auf der Zwillingserde“. Angenommen, auf der ZE gibt es kein H2O, dann sollte der Satz, geäußert auf der Erde, falsch sein. Aber da etwas - nämlich XYZ - auf der ZE die Rolle von Wasser spielt, dann scheint die Beschreibungstheorie den Satz wahr zu machen.
Lösung/Fodor: (Fodor 1982, 111-113): Ein Wort wie „Wasser“ ist in gewisser Weise kontextuell beschränkt. D.h. indem wir es auf der Erde äußern, meinen wir mit dem Wort „Wasser“ so etwas wie „das, was auf der Erde die Rolle von Wasser spielt“.
Fodor/Cresswell: seine Idee ist, daß diese Beschränkungen, nicht Teil des Glaubens sind! Dann kann Oscars Zwilling auf der ZE dasselbe Glauben, wenn er das Wort „Wasser“ in einem Satz gebraucht.
Pointe: damit bleibt der methodologische Solipsismus gewahrt, daß eine prop Einst ohne externe Faktoren klassifiziert werden sollte.
II 174
Situation/sprachunabhängig/Barwise/Perry/Cresswell: (Barwise/Perry, 1981b, 679): Bsp man kann nicht jemand küssen, ohne ihn zu berühren. sprachunabhängig: nun kann man für „küssen“ jedes andere Wort einsetzen und ebenso für „berühren“. D.h. das hat nichts mit Bedeutungspostulaten oder anderen semantischen Tatsachen zu tun.
CresswellVsSituations-Semantik/CresswellvsBarwise: Barwise/Perry setzen das aber einfach nur fest, sie können es nicht erklären.
MöWe-Semantik/Cresswell: diese kann es erklären: die Eigenschaft des Küssens wird eine Funktion von Paaren von Individuen auf Mengen von MöWe sein. Dasselbe wird wahr sein von der Eigenschaft des Berührens. Aber für jedes Paar von Individuen (a, b) wird die Menge der MöWe in denen a b küßt eine Teilmenge der Menge der MöWe sein, in denen a b berührt. Dazu brauchen wir also keine Bedeutungspostulate.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsBurge Davidson Vs Burge, Tyler
 
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I 74
Burge: zwei Arten Externalismus: a) Sozial: Bedeutungen sind abhängig von sozialer Praxis (Gemeinschaft) - b) Von der kausalen Geschichte der Person DavidsonVsBurge: a) Unsere Intuitionen sprechen nicht dafür, dass die Bedeutungen eines Sprechers durch andere Sprecher bestimmt sind. b) Welche Gruppe soll ausgezeichnet sein? c) Eine unbewusste Elite im Hintergrund ist problematisch.
Burge: um einen Gedanken über Wasser zu haben, muss man einfach in Kontakt zu Wasser stehen, man muss da nichts beweisen!
DavidsonVsBurge: auch ein falscher Gedanke über Wasser ist einer über Wasser! - VsBurge: Die Gemeinschaft ist nicht kausal beteiligt.
Burge: Bestrahlungsmuster oder physikalisch beschriebene Reize machen alles unendlich kompliziert. DavidsonVs: Für wen kompliziert? Wir Menschen sind es doch, die all diese Klassifizierungen und Gruppierungen vornehmen!Wir gruppieren nach Ähnlichkeiten, die für uns selber nahe liegen. siehe auch Versus!: Externalismus!
I 116
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Dass er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges.
II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen)
II 167
Burge und Dummett meinen, was Sprecher mit ihren Worten meinen es hänge sehr stark davon ab, wie die Gemeinschaft diese Worte verwendet. DavidsonVsDummett,DavidsonVsBurge: Ziemlicher Unsinn, denn es hat mit erfolgreicher Kommunikation nichts zu tun! Wenn Sie anders reden als die Gemeinschaft, und jemand findet das heraus, dann können Sie den ganzen Tag lang kommunizieren. Und das passiert ständig.
- - -
Frank I 665
Inhalt/Gedanken/Externalismus/Burge/Davidson: der Inhalt wird nicht durch das fixiert, was in der Person vorgeht, oder durch das, was ihr einfach durch sorgfältige Reflexion zugänglich ist. (Bsp falsch gebrauchte Begriffe, Informationslücken). DavidsonVsBurge: ich bin mir nicht sicher, wie diese Behauptungen zu verstehen sind, denn ich bin mir nicht sicher, wie ernst die Rede von einer "direkten Bekanntschaft" mit einem Inhalt zu nehmen ist.
Aber die Autorität der ersten Person wird dadurch ernsthaft kompromittiert.
Daher muss ich eine der Prämissen von Burge zurückweisen.
1. Ich stimme zu, dass unsere Inhalte nicht allein durch das bestimmt oder "fixiert" wird, was in mir vorgeht.
2. VsBurge: Vs Darstellung der Art und Weise, in der soziale und andere externe Faktoren die Inhalte kontrollieren.
Fra I 665/666
DavidsonVsBurge: seine Merkmale sind nicht so relevant, wie er sie darstellt: Bsp Angenommen, ich glaube, dass "Arthritis" nur auf kalziumbedingte Gelenkentzündung angewendet wird. Mein Freund Arthur weiß es besser. Wir beide äußern Smith gegenüber aufrichtig: "Carl hat Arthritis".
Burge: dann bedeuten unsere Worte dasselbe, wir meinen dasselbe und bringen dieselbe Überzeugung zum Ausdruck. Mein Irrtum ist für das, was ich bei dieser Gelegenheit dachte, ohne Belang!
Grund: das ist das, was jeder (der nicht durch die Philosophie verdorben ist) über Arthur und mich sagen würde.
DavidsonVsBurge: ich bezweifle, dass er recht hat, aber selbst wenn er recht hätte, würde es seine These nicht beweisen:
Gewöhnliche Zuschreibungen von Bedeutungen und Einstellungen beruhen auf weitreichenden und vagen Annahmen darüber, was Sprecher und Hörer gemeinsam haben.
Wenn einige Annahmen sich nicht bestätigen, können wir die von uns benutzten Worte ändern oft drastisch.
Meist wählen wir den bequemen Weg: wir nehmen einen Sprecher beim Wort, selbst wenn dies einem Aspekt seines Gedankens nicht ganz Rechnung trägt.
Bsp wenn Smith einem Dritten mitteilt, was Arthur und ich beide über Arthritis glauben, dann mag er seinen Hörer irreführen!
Fra I 667
Wenn er aufmerksam ist, muss er hinzufügen, "aber Davidson glaubt, dass Arthritis nur kalziumbedingt ist". Die Tatsache, dass dieser Zusatz gemacht werden muss zeigt, dass die einfache Zuschreibung nicht richtig war.
BurgeVs: könnte entgegnen, dass der Bericht wörtlich genommen korrekt ist ((s) weil auch der falsch Glaubende aufrichtig glaubt, dass es sich um Arthritis handelt).
DavidsonVsBurge: das übersieht das Ausmaß, in dem die Inhalte einer Überzeugung von den Inhalten anderer Überzeugungen abhängen. Deshalb kann es auch keine einfache rigide Regel für die Zuschreibung eines einzelnen Gedankens geben.
Burge: soziale Bestimmung der Inhalte, führt aber auch dazu, dass wir meistens das meinen, was andere in der Gemeinschaft meinen. "bestimmte Verantwortung gegenüber der Gemeinschaftspraxis".
DavidsonVsBurge: das bestreite ich nicht, aber das zeigt nicht das, was es zeigen soll:
a) Es ist oft vernünftig, Leute dafür verantwortlich zu machen, dass sie die Bedeutungen ihrer Worte kennen. Das hat aber nichts damit zu tun, was sie sagen wollen!
b) Als gute Bürger wollen wir die Kommunikationschancen vergrößern, aber dass erklärt nur unser "legalistische" Zuschreibung von Bedeutungen und Überzeugen.
((s) nicht, dass die Bedeutungen so sind).
c) Ein Sprecher, der verstanden zu werden wünscht, muss die Intention haben, dass seine Worte in bestimmter Weise interpretiert werden und folglich so, wie andere das tun. Und umgekehrt möchte der Hörer die Worte so interpretieren, wie der Sprecher das tut. Das hat moralisches Gewicht, aber mit der Bestimmung dessen, was jemand meint hat es keine notwendige Verbindung!
I 667/668
Externalismus/soziale Gemeinschaft/Meinen/Bedeutung/DavidsonVsBurge: wir sind nicht gezwungen, den Worten einer Person die Bedeutungen zu geben, die sie in ihrer Sprachgemeinschaft haben. Es ist auch nicht wahr, dass wir nicht umhin können, ihre propositionalen Einstellungen auf derselben Grundlage zu interpretieren.
I 710
Selbst Wissen/Burge: Irrtum ausgeschlossen "(immun) weil Reflexion im selben Akt. DavidsonVsBurge: das zeigt nur, dass man bei der Identifizierung des Inhalts keinen Fehler machen kann.
Es zeigt nicht, warum man sich hinsichtlich der Existenz der Einstellung nicht irren kann.
Schlimmer: Burge kann nicht zeigen, dass die beiden Arten von Wissen (1. und 2.Stufe) denselben Gegenstand haben!
Solange die Asymmetrie nicht durch Rückgriff auf die soziale Situation (Beziehungen zwischen den Sprechern) erklärt wird, bezweifle ich, dass eine nichtskeptische Lösung möglich ist.
I 711
Repräsentation/Wahrnehmungswissen/Burge: kann nicht generell falsch sein, dass die Repräsentationen das repräsentieren, von dem sie normalerweise herrühren und auf das sie angewendet werden. DavidsonVsBurge: ich bin seit langem dieser Ansicht, verstehe aber nicht, warum Burge dieser Ansicht ist.
Wie entscheiden wir, wovon Repräsentationen normalerweise herrühren? Zirkulär: "von dem, was sie repräsentieren".
Doch welche von den vielen möglichen Ursachen ist die richtige? Ereignisse im Nervensystem, Stimulationsmuster der Nervenenden oder etwas weiter draußen? (proximal/distal).
Burge: wir sollten auf das Verhältnis verschiedener Beobachter acht geben: sie haben ähnliche Wahrnehmungen. Wahrnehmung ist "unpersönlich".
DavidsonVsBurge: aber das soll doch gerade bewiesen werden!
Wir brauchen nicht nur kausale Interaktion zwischen verschiedenen Beobachtern und denselben Objekten, sondern die richtige Art von kausaler Interaktion.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsBurge Descartes Vs Burge, Tyler
 
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Frank I 691f
Denken/Externalismus/Burge: welche Gedanken man haben kann, hängt davon ab, in welchen Beziehungen man zu seiner Umgebung steht eine Person braucht ihre Umgebung nicht zu erforschen, um zu wissen, welches ihre Gedanken sind (eben deshalb nicht) – Internalismus/DescartesVsBurge: die Möglichkeit der Täuschung soll beweisen, dass wir die Welt bezweifeln können, während wir unsere Gedanken autoritativ kennen also angeblich Unabhängigkeit von der Welt Lösung: ArnauldVsDescartes: Selbst Wissen nicht hinreichend um zu wissen, dass mentale Ereignisse von Objekten unabhängig sind das cogito liefert kein Wissen über die (indexikalischen, externen) Individuationsbedingungen.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsBurge Verschiedene Vs Burge, Tyler Sainsbury V 189/190
Indexikalität/SainsburyVsBurge: es ist schwierig, die Behauptung zu rechtfertigen, das "wahr" indexikalisch ist, unabhängig von der scheinbaren Notwendigkeit, mit der Indexikalität den Paradoxien gerecht zu werden, während wir unabhängige Gründe dafür haben, an die Indexikalität in Verbindung mit Selbstbezüglichkeit zu glauben.





Sai I
R.M. Sainsbury
Paradoxien Stuttgart 1993
VsBurge Loar Vs Burge, Tyler
 
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Stalnaker II 202
Dass-Satz/psychologischer Inhalt/Loar: These: psychologischer Inhalt ist nicht immer identisch mit dem, was von Dass-Sätzen eingefangen wird. Es gibt nur eine lose Übereinstimmung.
Zuschreibung/Inhalt/Prinzip/Zuschreibunsprinzipien/Loar/Stalnaker: zwei Prinzipien, die Loar als falsch erweisen möchte:
1. Gleichheit (Selbigkeit) de dicto bzw. indirekte Zuschreibung impliziert Gleichheit des psychologischen Inhalts.
2. Unterschiede de dicto bzw. bei der indirekten Zuschreibung implizieren Unterschiede im psychologischen Inhalt.
LoarVsBurge: er nimmt diese beiden Prinzipien an, wenn er sagt, dass wir in normalen Verhaltenserklärungen eigentlich weiten Inhalt zuschreiben.
LoarVsBurge: wenn wir die beiden Prinzipien negieren, können wir vermeiden anzunehmen, dass es weiter Inhalt ist, den wir zuschreiben.
StalnakerVsLoar: ich verstehe seine beiden Prinzipien nicht, weil ich nicht sehe, wie man den Inhalt von normalen Glaubenszuschreibungen von den Referenten von Dass-Sätzen unterscheiden könnte.
Man könnte höchstens sagen
a) die Ausdrücke (Dass-Sätze) sind entweder dieselben oder verschieden,
b) die Referenten (der Dass-Sätze) sind dieselben oder verschieden.
Ad a): dann haben die Prinzipien überhaupt keinen Sinn. Das 1. Prinzip (dass die Gleichehit von Zuschreibungen Gleichheit von Inhalt erfordert) wäre falsch, wenn die Dass-Sätze kontextabhängig sind. Loar verbietet hier zwar Indexwörter, aber auch allg term können kontextabhängig sein, dann ist das Prinzip sogar für weiten Inhalt falsch!
2. Prinzip: würde hier implizieren, dass keine zwei verschiedenen Ausdrücke auf denselben Inhalt referieren könnten. Das kann nicht gewollt sein.
ad b) hier sagen die Prinzipien einfach, dass die Referenten der Dass-Sätze in normalen Glaubenszuschreibungen die psychologischen Inhalte sind. Dann hieße die Leugnung der Prinzipien, dass die Inhalte psychologischer Erklärungen keine psychologischen Inhalte wären.
Def psychologischer Inhalt/Loar: was immer eine Überzeugung individuiert in alltagspsychologischen Erklärungen.
II 205
privilegierter Zugang/Loar/Stalnaker: Loars phänomenologisches Argument für seinen Internalismus ist der privilegierte Zugang, den wir zu uns selbst haben. Wir wissen, worüber unsere Gedanken sind. LoarVsBurge/LoarVsExternalismus: privilegierter Zugang ist inkompatibel mit dem Anti-Individualismus. (Lager: Loar pro Internalismus, Loar pro Individualismus).
II 206
Loar: These: es ist schwer zu sehen, wie ich mich über meine rein semantisches Urteil irren könnte, dass mein Gedanke über Freud über Freud ist – vorausgesetzt, Freud existiert zeitlos.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsBurge Stalnaker Vs Burge, Tyler
 
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II 171
Positive Behauptung/VsExternalismus/VsBurge/VsAnti-Individualismus/Stalnaker: wie kann man ein individualistisches Analogon zu einem relationalen Begriff definieren?
II 187
negativer Ansatz/Revisionismus/VsExternalismus/VsAnti-Individualismus/VsBurge/Individualismus/Stalnaker: der negative Ansatz hat verschiedene Bezeichnungen: (>Terminologie): methodologischer Solipsismus: Putnam 1975m Fodor 1981a
Individualismus: Burge , auch Fodor 1987
Prinzip der Autonomie: Stich 1983.
These: alle Zustände und Eigenschaften, die in der Psychologie zugeschrieben und beschrieben werden, sollten intrinsische Zustände sein.
Verhaltenserklärung: sollte nur auf Eigenschaften eingehen, die relevant sind für die Kausalkräfte der Subjekte.
Ununterscheidbarkeit/Theorie: Dinge, die ununterscheidbar sind in Bezug auf die Kausalkräfte, sollten nicht in die Erklärung eingehen.
II 188
Def Individualismus/Fodor: ist die These, dass psychologische Zustände im Hinblick auf ihre Kausalkräfte individuiert werden. Wissenschaft/Fodor: es ist ein wissenschaftliches Prinzip, dass in einer Taxonomie die Individuen aufgrund ihrer Kausalkräfte individuiert werden. Das kann metaphysisch a priori gerechtfertigt werden.
Pointe: damit ist dann nicht ausgeschlossen, dass mentale Zustände aufgrund relationaler Eigenschaften individuiert werden.
relationale Eigenschaften/Fodor: sind taxonomisch, wenn sie Kausalkräfte berücksichtigen. Bsp "ein Planet sein" ist relational par excellence
StalnakerVsFodor:
a) stärker: ein Ding durch Kausalkräfte individuieren b) schwächer: das Ding durch etwas individuieren, dass Kausalkräfte berücksichtigt.
Die Tatsachen der Umwelt konstituieren aber nicht die Kausalkräfte. Daher vertritt Fodor nur die schwächere These.
Burge/Stalnaker: vertritt die stärkere.
StalnakerVsFodor: seine Verteidigung des negativen Ansatzes des Revisionismus (FodorVsExternalismus) baut auf eine Vermischung der starken mit der schwachen These.
Stalnaker: um auszuschließen, dass psychologische Zustände durch normalen weiten Inhalt individuiert werden, braucht man die stärkere These. Aber die Verteidigung des Individualismus geht oft nur gegen die schwächere These. Bsp Fodor:
Individualismus/Fodor/Stalnaker: Fodor verteidigt seine Version des Individualismus mit dem Beispiel einer kausal irrelevanten relationalen Eigenschaft: Bsp
h-Partikel: nennen wir ein Partikel, wenn eine Münze mit Kopf oben landet,
II 189
t-Partikel: so werde dasselbe Teilchen genannt, wenn die Münze Zahl zeigt. Fodor: keine vernünftige Theorie wird diese Unterscheidung gebrauchen, um das Verhalten des Teilchens zu erklären.
StalnakerVsFodor: aber daraus folgt nicht, dass psychologische Zustände rein intern (intrinsisch) sein müssen.
II 193
Mentaler Zustand/psychologischer/interner/Kopf/StalnakerVsBurge: Bsp O’Leary glaubt, dass Wasser im Keller ist. Ist dieser Zustand in seinem Kopf? Natürlich! ((s) Dagegen: Putnam: bezieht sich auf die Bedeutung von Wörtern wie Keller und Wasser). Stalnaker: und zwar in dem Sinn, wie ein Mückenstich auf seiner Nase auf seiner Nase ist.
II 194
Enger Inhalt/Stalnaker: wird als das angenommen, was vollständig intern ist. Psychologie: viele Autoren: sagen, dass enger Inhalt für jede psychologische Erklärung gebraucht wird. Dabei stimmen sie Burge zu, dass normaler Inhalt oft nicht eng ist.
Anti-Individualismus/Burge/StalnakerVsBurge: scheint mit der alltäglichen Einsicht zu konfligieren, dass ich, wenn ich statt über die Welt zu reden darüber rede, wie mir die Dinge erscheinen, dass ich dann über mich selbst rede.
enger Inhalt/StalnakerVsBurge: es ist weniger klar als es scheint, was enger Inhalt überhaupt ist, und
II 195
Ich glaubte, dass es zwischen dem Individualisten und dem Anti-Individualisten einen so großen Konflikt gibt. enger Inhalt/Stalnaker: 1. in welchem Sinn ist enger Inhalt überhaupt eng und in welchem Sinn ist er dem Geist rein intern?
2. Welche Rolle soll enger Inhalt bei der Erklärung mentaler Phänomene spielen? Wie ist die Zuschreibung von engem Inhalt auf die von weitem Inhalt bezogen?
3. Brauchen wir für Verhaltenserklärung überhaupt engen Inhalt? Bzw. den Zugang, den wir zum Inhalt unserer eigenen Gedanken haben?

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsBurge Newen Vs Burge, Tyler
 
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NS I 129
VsBurge/VsExternalismus/Newen/Schrenk: wenn die Supervenienz d.h. eine enge Relation zwischen Gedanken und Hirnzuständen besteht, kann es nicht eine ebenso enge Relation zwischen Gedanken und der Gemeinschaft geben. Und zwar, weil Hirnzustände (im Unterschied zu Gedankeninhalten) unabhängig von der Umgebung und der Sprachgemeinschaft bestimmt werden. Nämlich mit Blick auf die Aktivierung von Hirnarealen.
Supervenienz/Newen/Schrenk: kein Unterschied zwischen Inhalten ohne Unterschied in den Hirnzuständen, aber nicht umgekehrt: derselbe Gedanke kann durch verschiedene Hirnzustände realisiert sein. D.h. einseitige Abhängigkeit der Gedankeninhalte von den Hirnzuständen.
Terminologie: dann sagt man: Gedankeninhalte supervenieren auf Gehirnzuständen.
Burges These ist unvereinbar mit der Supervenienz. Bzw. folgende drei Aussagen können nicht gleichzeitig wahr sein:
1. Gedankeninhalte werden abhängig von Gemeinschaft und Umgebung festgelegt.
2. Gehirnzustände unabhängig von...
3. Gedankeninhalte supervenieren auf Gehirnzuständen.
NS I 130
Wenn Gedankeninhalte aber nicht auf Hirnzuständen supervenieren, wird es schwer zu verstehen, wie Gedankeninhalte kausal wirksam sein können. VsBurge: Bsp Zwillingserde/ZE: wenn Karl, ohne selbst etwas zu merken, zur ZE transportiert würde, hätte er andere Gedankeninhalte. Denn die objektiven Gehalte von Äußerungen der Gedanken wären andere. Aber das würde für die Verhaltensdispositionen von Karl keinen Unterschied bewirken. Der Inhaltswechsel wäre kausal irrelevant.
Externalismus/Newen/Schrenk. zwei Spielarten:
1. für die Abhängigkeit des Inhalts von Äußerungen von der Umgebung (Putnam)
2. für die Abhängigkeit des Inhalts von Gedanken von der Umgebung (Burge).
VsBurge: wenn er recht haben soll, brauchen wir einen zweiten Begriff von Gedankeninhalten, nämlich einen subjektiven Gehalt. (eng/weit)
enger Inhalt: nur so berücksichtigt, wie er vom Subjekt aufgefasst wird. Nur er ist für Verhaltenserklärungen relevant.
weiter Inhalt: so wie der Inhalt normalerweise in der Sprachgemeinschaft aufzufassen ist. Er ist entscheidend dafür, worauf ich mich durch Äußerungen festgelegt habe.
Externalismus: Frege: kann es einen weiten (objektiven) Gehalt eines Gedankens geben, so dass man die kausale Relevanz dieses gesamten Gehaltsverstehen kann, oder ist die kausale Relevanz nur für enge (subjektive) Inhalte zu verstehen?

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsBurge Davidson Vs Dummett, Michael
 
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Brandom II 15
Begriff/DavidsonVsDummett: relationale Sicht. Begriffsgebrauch nicht in einem Kontext verständlich, der nicht auch die Sprache einschließt, jedoch Sprache kann nur im Rückgriff auf Überzeugungen verständlich gemacht werden.
Brandom II 16
Brandom pro Davidson: Behaupten und Glauben sind zwei Seiten einer Medaille, das ein kann nicht ohne das andere verständlich gemacht werden.
Davidson I 58
Putnam und Dummett zeigen, daß man dem Wahrheitsbegriff selbst einen erkenntnisbezogenen Drall geben kann. Dennoch haben alle Drei den Belegen den Vorrang gegeben vor der Wahrheit (als primärem Status für die Bedeutungsbestimmung)
Davidson I 59
DavidsonVsDummett, DavidsonVsPutnam: Das halte ich für einen Fehler: Das führt zu den Schwierigkeiten der proximalen Theorien: zu einem auf Einzelpersonen relativierten Wahrheitsbegriff und zum Skeptizismus. Die proximalen Theorien sind immer irgendwie cartesianisch. DavidsonVsPutnam, DavidsonVs Dummett: Vsproximale Theorie: Skeptizismus, Relativierung auf Einzelnen
Belege: Der einzig einsichtige Belegbegriff ist der einer Beziehung zwischen Sätzen. Oder zwischen Überzeugungen!
Davidson II 167
Burge und Dummett meinen, was Sprecher mit ihren Worten meinen es hänge sehr stark davon ab, wie die Gemeinschaft diese Worte verwendet. DavidsonVsDummett, DavidsonVsBurge: Ziemlicher Unsinn, denn es hat mit erfolgreicher Kommunikation nichts zu tun!. Wenn Sie anders reden als die Gemeinschaft, und jemand findet das heraus, dann können Sie den ganzen Tag lang kommunizieren. Und das passiert ständig.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsBurge Stalnaker Vs Loar, B.
 
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II 195
Enger Inhalt/Loar/Stalnaker: (Loar 1987, 1988): Loar hat eine geniale These und gute Beispiele, die uns den Internalismus besser verstehen lassen. StalnakerVsLoar: seine Verteidigung des Internalismus ist dennoch nicht völlig überzeugend.
Stalnaker: ich glaube, dass etwas wie Loars enger Inhalt eine Rolle bei intentionalen Erklärung spielen wird, aber dass es sich dabei gar nicht um engen Inhalt handelt!
- - -
II 203
Inhalt/Dass-Satz/Loar/Stalnaker: "lose Verbindung": hier soll es eine bestimmte Weise geben, wie die Welt dem Denkenden erscheint und dies sei eine rein interne Eigenschaften des Denkenden. Sprache/Inhalt/Problem/Loar: unsere Sprache ist durchzogen von sozialen und kausalen Präsuppositionen, daher kann sie unseren internen Inhalt nur ungenau erfassen.
Stalnaker: pro, aber ich glaube nicht, dass die Glaubenszustände selbst einen Deut weniger kausal und sozial infiziert sind!
II 204
„lose Verbindung“/Loar: (Bsp Paul, arthrite/Arthritis) Problem: welche Dinge über die Welt, von der Paul glaubt, dass er in ihr ist, machen Pauls Überzeugungen wahr? Die Zuschreibung von "Ich hab Arthritis im Knöchel" drückt etwas anderes aus als die Zuschreibung von "J’ai l’arthrite dans ma cheville".
StalnakerVsLoar: ich denke auch, dass dies ein Rätsel ist, aber über Zuschreibung. Ich glaube nicht, dass das einen Internalismus unterstützt.
Wahrmacher/Überzeugung/Mögliche Welt/MöWe/Stalnaker: sind die Tatsachen über die Welt, so wie sie Paul vorkommt intern, oder Tatsachen über den Sprachgebrauch in Pauls Umgebung?
Zuschreibung/wahrmachen/Stalnaker: um die Frage zu beantworten, brauchen wir eine Theorie darüber, was Glaubenszuschreibungen (Zuschreibungen von Inhalt) wahr oder falsch macht.
Lösung/Stalnaker: wir brauchen einen kausalen informations-theoretischen Ansatz, der kontrafaktische Konditionale gebraucht. Und ich sehe nicht, wie das internalistisch gehen könnte.
Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Stalnaker: (externalistisch) man könnte annehmen, dass Paul in einem anderen Zustand wäre, wenn die Welt anders wäre. Bzw. Paul ist in seine internen Zustand gdw. Die Welt aktual in dieser Weise ist. ((s) Das schließt aber Täuschungen aus).
externalistisch: das wäre nicht-internalistisch, weil es auf allgemeinen kausalen Regularitäten beruht.
Problem/Stalnaker: dieselben Probleme entstehen, die auch schon bei Loars Glaubenszuschreibung entstanden waren.

Inhalt/Loar/Stalnaker: nach Loar gibt es zwei Dimensionen, die mit einem mentalen Zustand verbunden sind:
a) einen rein internen Inhalt – die Weise, wie die Welt dem Denkenden erscheint – mit ihm wird Verhalten eigentlich erklärt.
II 205
b) einen sozialen Inhalt (worauf die Zuschreibungen referieren). Stalnaker: mir ist nicht klar, welche Rolle b) spielen soll.

Inhalt/StalnakerVsLoar: These: wenn wir ihn richtig beschreiben, fallen psychologischer und sozialer Inhalt zusammen.
Loars Bespiele zeigen nicht, dass psychologischer Inhalt eng ist.
Loar: These: es gibt phänomenologische Gründe, warum die Weise, wie die Welt dem Denkenden erscheint, eine interne Eigenschaft des Denkenden sein muss.
- - -
II 205
privilegierter Zugang/Loar/Stalnaker: Loars phänomenologisches Argument für seinen Internalismus ist der privilegierte Zugang, den wir zu uns selbst haben. Wir wissen, worüber unsere Gedanken sind. LoarVsBurge/LoarVsExternalismus: privilegierter Zugang ist inkompatibel mit dem Anti-Individualismus. (Lager: Loar pro Internalismus, Loar pro Individualismus).
II 206
Loar: These: es ist schwer zu sehen, wie ich mich über meine rein semantisches Urteil irren könnte, dass mein Gedanke über Freud über Freud ist – vorausgesetzt, Freud existiert zeitlos. StalnakerVsLoar: das ist schon richtig, aber warum konfligiert das mit dem Externalismus?
LoarVsExternalismus/Stalnaker: Loars Argumente stützen sich auf Beobachtungen der externalistischen Analyse der Referenzrelation.
logische Form: (des Arguments);: ich urteile nicht, dass ich in Relation R zu x stehe ("R") sei eine externalistische Auffassung dieser Relation der aboutness oder Referenz).
aboutness/"über"/Loar/Stalnaker: daher kann "R" keine korrekte Analyse der aboutness-Relation sein, zu der ich privilegierte Zugang habe.
aboutness/"über"/Loar: es ist unplausibel, dass ich, um zu wissen, dass meine Gedanken über Freud sind, ein Urteil über eine kausal-historische Relation zu ihm brauche. Eine solche Relation hat auch noch niemand richtig charakterisiert.
StalnakerVsLoar: daran sind zwei Dinge falsch:
1. eine philosophische Analyse eines Begriffs kann korrekt sein, auch wenn ein kompetenter Benutzer des Ausdrucks die Analyse nicht kennt.
2. der Externalismus ist nicht darauf festgelegt, dass die aboutness-Relation analysierbar ist.
Burge: schlägt keine Analyse vor
Kripke: (in seiner Verteidigung der Kausaltheorie) behauptet nicht, dass diese reduktionistisch sei.
Loar/StalnakerVsLoar: er hat recht, dass meine „vorkritische“ Perspektive, „dass mein Gedanke, dass mein Gedanke über Freud ist, ein Gedanke über Freud ist“ keinen anscheinend externalistischen Begriff braucht. ((s) "Durchgreifender Inhalt". s.u.).
- - -
II 209
Kontext-Abhängigkeit/Zuschreibung/Loar/Stalnaker: Loar zeigt uns aber zu recht dass Glaubens-zuschreibungen kontext-abhängig sind. Und er hat auch recht, dafür Realisierungsbedingungen anzunehmen. Realisierungsbedingungen/StalnakerVsLoar: diese geben uns aber keine Möglichkeit, zu reinen internen Eigenschaften des Glaubenden zu kommen
Def Inhalt/Stalnaker: (egal ob psychologisch oder sozial) ist eine Weise, uns mit anderen in Verbindung zu setzen und zu unserer Umwelt.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsBurge Davidson Vs Putnam, H.
 
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I 29
Zwillingserde/ZE: Es fragt sich ob daraus nicht folgt, daß die betreffende Person nicht weiß, was sie denkt? DavidsonVsPutnam: Anwort: das folgt nicht daraus: es würde nur folgen, wenn der Gegenstand der benutzt wird, um meine Gedanken zu identifizieren etwas wäre, zu dessen Unterscheidung ich selbst imstande sein müßte um zu wissen, was ich denke. Diese Annahme hatte wir jedoch preisgegeben. Was ich vor mir sehe, halte ich für Wasser, ich laufe nicht Gefahr, zu denken, es sei Zwasser, denn ich weiß gar nicht, was Zwasser ist.
I 30
Weiter: ich glaube auch zu denken daß ich Wasser sehe, und damit habe ich recht, obwohl es sich womöglich nicht um Wasser sondern um Zwasser handelt.
I 59
Putnam und Dummett zeigen, daß man dem Wahrheitsbegriff selbst einen erkenntnisbezogenen Drall geben kann. Dennoch haben alle Drei den Belegen den Vorrang gegeben vor der Wahrheit (als primärem Status für die Bedeutungsbestimmung). DavidsonVsDummett, DavidsonVsPutnam: Das halte ich für einen Fehler: Das führt zu den Schwierigkeiten der proximalen Theorien: zu einem auf Einzelpersonen relativierten Wahrheitsbegriff und zum Skeptizismus. Die proximalen Theorien sind immer irgendwie cartesianisch.
I 73
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsDummett: Vsproximale Theorie: Skeptizismus, Relativierung auf Einzelnen Belege: Der einzig einsichtige Belegbegriff ist der einer Beziehung zwischen Sätzen. Oder zwischen Überzeugungen! Davidson: mein Externalismus ist nicht durch "sprachliche Arbeitsteilung" sondern von der"Zwillingserde" angeregt. Daher glaube ich nicht, daß Putnams Externalismus die Autorität der ersten Person bedroht. Doch ich bin aus anderen Gründen nicht ganz einverstanden.
DavidsonVsPutnam: sein Externalismus gilt in erster Linie für Wörter für natürliche Arten wie "Wasser" und "Leopard". Dahinter steht der Gedanke, daß ich diese Gegenstände hinfort über die Mikrostruktur identifiziere. ((s) wieso eigentlich?)
DavidsonVsPutnam: doch ich sehe nicht ein, warum die Gleichheit der Mikrostruktur unbedingt die ausschlaggebende Ähnlichkeit sein soll, durch die der Bezug eines Wortes wie Wasser bestimmt sein soll.
I 116
Es gibt keinen Grund, den Externalismus auf eine einzige, oder auf wenige Kategorien zu beschränken. Für Sprache und Denken ist generell charakteristisch, daß ihre Verknüpfung mit der Welt als der von mir besprochenen Art kausaler Verbindungen hervorgehen. Putnam: Mikrostruktur liefert Änlichkeit für Bestimmung des Bezugs (DavidsonVs)
Davidson: kausale Verbindungen generell für Sprache und Bezug relevant
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Daß er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Externalismus VsBurge Versus I 116
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Daß er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges. Davidson Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
Davidson I 72f
Externalismus: pro: Putnam, Burge, Davidson (modifiziert: Triangulation setzt Alltagssituation stärker in den Mittelpunkt) - Vs: Searle - Quine: nicht eindeutig Vertreter des Externalismus -
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie Externalismus/DavidsonVsKripke, DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation -
Frank I 661~
aber Davidson pro Volkspychologie, VsStich

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Paradox Burge, T.
 
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Grover II 201
Paradoxien/Antinomien/verstärkter Lügner/Burge/Grover: (Burge 1979, S. 178):
II 202
In allen Varianten begannen wir mit a) einem Vorkommnis mit eine Lügner-ähnlichen Satz.
b) dann argumentierten wir, daß der Satz pathologisch ist und schlossen daraus, daß er nicht wahr ist, in dem Wortlaut des pathologischen Satzes. ((s) Hier ist von "nicht wahr" und nicht von "falsch" die Rede).
Dann stellten wir fest, daß uns das auf folgendes festzulegen scheint:
c) daß der Satz am Ende wahr ist!
Burge: es scheint kein Wechsel in der Grammatik oder der sprachlichen Bedeutung der Ausdrücke involviert zu sein.
Paradoxien/Parsons/Grover: ähnlich: These der Gebrauch von "wahr" und anderer semantischer Ausdrücke im Zusammenhang mit Paradoxien bringt einen Wechsel des Bereichs (Diskursbereichs).
KripkeVsBurge/Grover: (Kripke 1975): der Wechsel zu b) findet zu einem späteren Zeitpunkt in der Entwicklung der natürlichen Sprache statt.
II 203
Paradoxien/Lügner/GroverVsBurge: These wir können schließen, daß Lügnersätze pathologisch sind, aber das zwingt uns nicht dazu anzunehmen, daß sie nicht wahr sind.

Gro I
D. L. Grover
A Prosentential Theory of Thruth Princeton New Jersey 1992
mentaler Zustand Davidson, D.
 
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Fra I 657
DavidsonVsBurge/DavidsonVsSearle: These gibt keinen Grund anzunehmen, daß gewöhnliche mentale Zustände nicht beide Bedingungen, (I) und (II) erfüllen. 1. Sie sind "innere" in dem Sinne, daß sie mit Zuständen des Körpers identisch sind und deshalb ohne Bezugnahme auf Objekte und Ereignisse außerhalb des Körpers identifizierbar sind.
2. Gleichzeitig sind sie "nichtï·"individualistisch", weil sie zum Teil durch ihre Kausalbeziehungen zu Objekten und Ereignissen außerhalb identifiziert werden können und gewöhnlich auch werden.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994