Lexikon der Argumente


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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 56 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Allgemeinheit Stroud
 
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I 206
Allgemeines/Besonderes/Skeptizismus/Verifikationismus/Verallgemeinerung/innen/außen/Stroud: Descartes: bei ihm ist das Besondere repräsentativ und kann daher verallgemeinert werden. - VerifikationismusVsVerallgemeinerung: hält sie für verdächtig: nicht Aussagen des Systems auf das Systems selbst anwenden. StroudVsCarnap: das Problem innen/außen ist nicht dasselbe wie das des Allgemeinen und Besonderen.
StroudVsCarnap: der Satz, dass Descartes nicht weiß, ob er am Kamin sitzt ist gar nicht sinnlos, nur in Verbindung mit der skeptischen Vermutung, dass er nicht verifizierbar ist.
Problem: der Verifikationismus käme leicht in die Situation annehmen zu müssen, dass dann unsere ganze Alltagssprache sinnlos ist.
I 264
Allgemeinheit/Wissen/Stroud: es gibt sehr wohl allgemeine Aussagen über Wissen: Bsp dass jemand etwas über Sizilien des 4. Jahrhundert weiß. - Bsp dass niemand die Ursachen von Krebs kennt. - VsMoore: dass er keine allgemeine Aussage über Wissen zustande bringt, liegt aber nicht an fehlender Allgemeinheit.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Analytizität/Synthetizität Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 64
Analytisch/Chisholm: früh: ...eine Proposition ist analytisch, zu der es eine konjunktive Eigenschaft gibt der Art, dass sie und die S-Eigenschaft einander inkludieren (Inklusion) und die P-Eigenschaft eine ihrer Teileigenschaften ist. - spät: andere Eigenschaftsbeziehungen: Implikation und Involvieren - (Involvieren: wer das eine erfasst, erfasst auch das andere).
II 66f
Analytisch/Sprache/Bedeutungspostulate/ChisholmVsCarnap: Problem: unterschiedliche intensionale Struktur: Bsp Quadrate haben die konjunktive Eigenschaft, rechteckig und gleichseitig zu sein, oder die konjunktive Eigenschaft, rechteckig zu sein und senkrecht aufeinander stehende Diagonalen zu haben - gleiche Extension, verschiedene Bedeutung, damit auch verschiedene Eigenschaften.
II 67
Carnap: die Eigenschafts-Ausdrücke sind L-äquivalent durch die Sprachregeln (Bedeutungspostulate) - ChisholmVsCarnap: ihm geht es nicht um die intensionale Struktur, sondern um die Struktur von Eigenschaften selbst.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Analytizität/Synthetizität Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 120
Bleibende Sätze: Reizbedeutung spärlicher -entsprechend: Reizsynonymie ist weniger erforschlich > VsAnalytizität
I 339
Materiale Implikation "p impl q" nicht gleich "p > q" (Erwähnung/Gebrauch) - "impliziert" und "analytisch" am besten allgemeiner Term.
V 114
QuineVsAnalytizität: universelle kategorische Sätze Bsp Ein Hund ist ein Tier" kann man später selbst bilden. - Von diesen werden wir nicht sagen, dass sie analytisch oder auch nur wahr wären. - Analytizität sozial wie Sprache. - zufällige erste Beispiele sollten keine Sonderstellung haben. Def analytisch/Quine: ist ein Satz, wenn jedermann dadurch, dass er die Wörter lernt, die Wahrheit des Satzes lernt. - Das ist wegen des Beobachtungscharakters an soziale Gleichförmigkeit gebunden. - Bei jedem Menschen gibt es eine verschiedene Menge von zuerst gelernten analytischen Sätzen. - daher QuineVsAnalytizität.
VI 79
Quine: HolismusVsAnalytizität
VII 21
Analytisch/QuineVsKant: begrenzt sie auf Subjekt-Prädikat-Form - reformuliert: "wahr kraft Bedeutung, unabhängig von Tatsachen". - VsEssentialismus: Wesen willkürlich: ein Zweifüßer muss zweibeinig sein (wegen seiner Füße), aber er muss nicht rational sein! - Relativ!
VII 23
Analytizität/Quine: a) logisch wahr: "kein unverheirateter Mann ist verheiratet" - b) übersetzbar in logische Wahrheit: Junggeselle/unverheirateter Mann: Problem: das stützt sich auf unklare Synonymie analytisch/Carnap: "wahr unter jeder Zustandsbeschreibung". - QuineVsCarnap: das funktioniert nur, wenn die Atomsätze unabhängig voneinander sind - nicht bei Junggeselle/unverheirateter Mann.
VII 28ff
Analytizität/Quine: wir brauchen ein Adverb "notw", das so konstruiert ist, dass es Wahrheit liefert, wenn es auf eine analytische Wahrheit angewendet wird aber dann müsste wir schon wissen, was "analytisch" heißt. - Problem: Die extensionale Übereinstimmung von Junggeselle/unverheirateter Mann beruht eher auf zufälligen Tatsachen als auf Bedeutung! - Analytizität kann nicht bedeuten, dass die Tatsachenkomponente Null wäre: das wäre ein unempiristisches Dogma!
VII 37
Verifikationstheorie/Peirce: die Methode ist die Bedeutung - dann "analytisch" Grenzfall: Methode egal - synonym: Methode der Widerlegung und der Bestätigung gleich.
VII 37
Analytisch/Quine: früh: eine Aussage ist analytisch, wenn sie synonym ist mit einer logisch wahren Aussage.
VII 161~
Analytizität/Quine: ungefähr Wahrheit aufgrund von Bedeutung - das sagt gar nichts über Existenz.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Ausdrücke Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 230
QuineVs grammatische Wortklassen, Homonymie (ein Wort funktioniert als ein anderes): Probleme mit dem Begriff Wort und lexikalischer Identität
I 230
Mehrdeutigkeit: der Name Paul istnicht mehrdeutig, kein allgemeiner Term sondern singulärer Term mit Verbreitung. - Mehrdeutigkeit Handlung/Gewohnheit: Schlittschuhläufer, Lieferung (Handlung, Objekt).
I 407f
Terminus: nicht ohne Artikel, Pronomen, Plural, Prädikation, Identität ("Anbetracht" ist kein Term) - Term sollte wegen Nützlichkeit akzeptiert werden (VsNominalismus).
XII 90
Darstellung/Beweis/Ausdruck/QuineVsCarnap: dass ein Satz sich mit logischen, mengentheoretischen und Beobachtungsbegriffen ausdrücken lässt, bedeutet nicht, dass er sich allein mit mengentheoretischen und logischen Mitteln beweisen ließe. - ((s) Ausdrucksmittel sind keine Beweismittel.) - (innen/außen, Zirkel).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Außen/innen Quine
 
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Willard V. O. Quine
XII 90
Darstellung/Beweis/Ausdruck/QuineVsCarnap: dass ein Satz sich mit logischen, mengentheoretischen und Beobachtungsbegriffen ausdrücken lässt, bedeutet nicht, dass er sich allein mit mengentheoretischen und logischen Mitteln beweisen ließe. - ((s) Ausdrucksmittel sind keine Beweismittel.) (innen/außen, Zirkel).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Außen/innen Stroud
 
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I 206
Allgemeines/Besonderes/Skeptizismus/Verifikationismus/Verallgemeinerung/innen/außen/Stroud: Descartes: bei ihm ist das Besondere repräsentativ und kann daher verallgemeinert werden. - VerifikationismusVsVerallgemeinerung: hält sie für verdächtig: nicht Aussagen des Systems auf das Systems selbst anwenden. StroudVsCarnap: das Problem innen/außen ist nicht dasselbe wie das des Allgemeinen und Besonderen.
StroudVsCarnap: der Satz, dass Descartes nicht weiß, ob er am Kamin sitzt ist gar nicht sinnlos, nur in Verbindung mit der skeptischen Vermutung, dass er nicht verifizierbar ist.
Problem: der Verifikationismus käme leicht in die Situation annehmen zu müssen, dass dann unsere ganze Alltagssprache sinnlos ist.
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts - damit wird das innen/außen-Problem vermieden.
I 214
QuineVsKant: kein a priori-"Wissen".

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Aussagen Hare
 
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II R. M. Hare Philosophische Entdeckungen in Grewendorf/Meggle(Hg) Linguistik und Philosophie, Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Grewendorf II 133
Aussagen/Tradition/Hare: teilt Aussagen in empirische und analytische ein. Darüber hinaus scheint es nichts zu geben. Problem: man kann leicht auf Grund einer Verwechslung zu der Annahme kommen, dass die Proposition, die besagt, dass die und die andere Proposition analytisch wahr oder falsch ist, selbst analytisch sei. Aber es ist zumindest nicht offensichtlich wahr, dass
Bsp Die Aussage: "Propositionen der Form 'p und nicht p' sind analytisch falsch" sollte analytisch wahr sein. Denn ist sie nicht eine Aussage darüber, wie die Wörter "und nicht" gebraucht werden?
Und ist es nicht analytisch wahr, dass sie so und nicht anders gebraucht werden?
Problem: es kommt hier zu einem Konflikt zwischen den Versuchungen, die Aussage analytisch, wie auch empirisch wie auch keins von beidem zu nennen.
Wittgenstein: nennt die Diskussion "unsinnig". >Schweigen.
CarnapVsWittgenstein: sein Verhalten ist widersprüchlich: statt zu schweigen schreibt er ein ganzes Buch.
II 134
HareVsCarnap: nimmt Wittgensteins Zweifel nicht ernst genug.

Meg II
G. Grewendorf/G. Meggle
Linguistik und Philosophie Frankfurt 1995
Aussagen Hempel
 
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II 139
Isolierte Aussagen/Hempel: wir könnten ein Kriterium zur Elimination isolierter Aussagen aufstellen: Def (4.1) ein theoretisches System ist kognitiv signifikant genau dann, wenn es bis zu wenigstens dem Grade partiell interpretiert ist, dass keine seiner primitiven Aussagen eine isolierte Aussage ist.
Vs: das kann aber fälschlicherweise auch gut abgesicherte Aussagen ausschließen.
Bsp ein System enthalte die primitive Aussage (S1)

(S1) (x)(P1x > (Qx <> P2x))

wobei P1 und P2 Beoachtungsprädikate sind, während "Q" eine theoretische Konstruktion sein soll.
Nun ist S1 nicht eine Wahrheit oder Falschheit der formalen Logik. Und wenn ferner S1 aus der Menge der primitiven Aussagen von T ausgeschlossen ist, dann besitzt das System T', das sich dadurch ergibt, genau dasselbe systematische, d.h. dasselbe Erklärungsvermögen wie T.
Das Verfahren kann zu streng sein.
S1 ist ein Bsp dafür, was Carnap analytische Aussagen nennt. (Natürlich ist es keine Wahrheit der formalen Logik).
Grund: alle ihre Konsequenzen sind Wahrheiten der formalen Logik!
II 140
HempelVsCarnap: Bsp Angenommen, unser System T enthalte die weitere Aussage
(S2) (x)(P3x > (Qx <> P4x))

wobei P3 und P4 zusätzliche Beobachtungsprädikate sind. Vom Standpunkt, dass "jede bilaterale Reduktionsaussage analytisch ist"(Carnap) wäre dann S2 ebenso analytisch wie S1.
Dennoch enthalten die beiden Aussagen zusammengenommen nichtanalytische Konsequenzen, die allein in Termen von Beobachtungsprädikaten ausdrückbar sind:

(O) (x)(~(P1x ∧ P2x ∧ P3x u ~P4x) ∧ ~(P1x ∧ ~P2x ∧ P3x ∧ P4x)).

Man würde aber kaum die Konsequenz zulassen wollen, dass die Konjunktion von zwei analytischen Aussagen synthetisch sein kann.
C.G. Hempel
I Hempel Zur Wahrheitstheorie des logischen Positivismus aus Wahrheitsheorien Hrsg. Skirbekk Frankfurt/M 1996

II Hempel Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982

II (b) Hempel Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung (1951) aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982
Bedeutung Putnam
 
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I 16
Bedeutung/Putnam: Bedeutungen sind nicht im Kopf: Beweis: sprachliche Arbeitsteilung zeigt, dass ich nicht der einzige bin, der die Kriterien besitzt. - PutnamVsTarski: Verständnis der Referenz muss hinzukommen. - Dies muss unabhängig von Erkennbarkeit sein - (realistische Position)
I 49
Bedeutung/Theorie/PutnamVsCarnap/VsPositivismus: die Theorie bestimmt nicht die Bedeutung - sonst würde der Begriff Gravitation sich ändern, wenn ein 10. Planet entdeckt würde. - Außerdem verlangen die Positivisten, dass die Theorie auch von allen Zusatzannahmen abhängig ist, sonst würde das Schema von Theorie und Voraussage zusammenbrechen.
I 141~
Bedeutung/Putnam: folgt aus der Löschung der Anführungszeichen.
I 258
Begriffswandel/Bedeutungswandel/Bedeutung/Putnam: Bsp wenn Außerirdische alle Sterne des Großen Wagens durch riesige Glühbirnen ausgetauscht hätten, dann würden wir sagen: "das sind in Wirklichkeit gar keine Sterne" aber nicht: "das ist in Wirklichkeit nicht der Große Wagen".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Bedeutungs-Postulate Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 69ff
analytisch/Bedeutungspostulate/ChisholmVsCarnap: Bedeutungspostulate sichern nicht, dass die Festsetzung ""Quadrat" bezeichnet Quadrat" nicht bloß ad hoc und willkürlich ist.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Bedeutungs-Postulate Cresswell
 
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I 30
KatzVsCarnap/KatzVsBedeutungspostulate/NagelVsCarnap/NagelVBedeutungspostulate.
II 163
Bedeutungspostulate/Definition/Entailment/Widersprüchlichkeit/Cresswell: Bedeutungspostulate werden für die Definition von Begriffen wie Entailment und Widersprüchlichkeit gebraucht.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bedeutungs-Postulate Katz
 
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Cresswell I 30
Lager: KatzVsCarnap/KatzVsBedeutungspostulate/NagelVsCarnap/NagelVsBedeutungspostulate.

Katz
J. J. Katz
The Metaphysics of Meaning

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bestätigung Carnap
 
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Nozick II 49
Bestätigung/Carnap: ist ein intrinsisches Merkmal des Paars E,H. - Einige Autoren VsCarnap: auch hier hängt die Bestätigung außerdem noch davon ab, welche anderen Prädikate es in der Sprache gibt.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Bestätigung Nozick
 
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II 49
Bestätigung/Carnap: ist ein intrinsisches Merkmal des Paars E,H. Einige Autoren VsCarnap: auch hier hängt die Bestätigung außerdem noch davon ab, welche anderen Prädikate es in der Sprache gibt.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Beweise Quine
 
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Willard V. O. Quine
XII 90
Darstellung/Beweis/Ausdruck/QuineVsCarnap: dass ein Satz sich mit logischen, mengentheoretischen und Beobachtungsbegriffen ausdrücken lässt, bedeutet nicht, dass er sich allein mit mengentheoretischen und logischen Mitteln beweisen ließe. - ((s) Ausdrucksmittel sind keine Beweismittel.). - (innen/außen, Zirkel).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Eigenschaften Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty VI 151
Wesentliche Eigenschaft/Holismus/Quine/Rorty: allenfalls: "Eigenschaft, die für die Anwendung einer bestimmten Beschreibung notwendig ist" - aber nicht: "Eigenschaft, die für die Identität eines Gegenstands mit sich selbst notwendig ist". ---
I 43
Quine: Eigenschaften: unabhängige Existenz von Eigenschaften anzunehmen ist sinnlos.
I 218
Massenterminus/Quine: archaisch (> Cassirer) - >Eigenschaften a) Gemeinsamkeit b) Verstreute Klumpen? I 217 Eigenschaften: meist bloß praktische Abkürzungen für längere Querverweise - Quine,Cassirer: Eigenschaften archaische Überbleibsel
I 219 nicht alle abstrakten Gegenstände sind Eigenschaften: Zahlen,Klassen,Funktionen, geometrische Figuren,Ideen, Möglichkeiten. - Abstrakte Gegenstände aufgeben oder zurückführen - getreulich durch Gebrauch von "-heit" von konkreten unterscheiden!
I 322
Eigenschaftsabstraktion (Elimination) statt "a = x(..x..)". - Neu: irreduzibler zweistelliger Operator "0": "a0x (..x..)" - Variablen bleiben als einziges! - Vorangstellung des Pronomens.
I 344/45
Eigenschaften/Quine: keine notwendigen oder kontingenten Eigenschaften.(VsModallogik) - nur wichtige und weniger wichtige Eigenschaften.
I 344
Eigenschaften, Relationen: Bedeutung zeitloser offener Sätze - nicht identifizierbar! (Wie Propositionen).
I 361
Elimination von Relationen und Eigenschaften zugunsten Klassen geordneter Paare, offener Sätze, allgemeiner Termini - sogar verstreuter Gegenstände (im Fall der Farben).
I 412
QuineVsEigenschaften: Fehlschluss der Subtraktion: aus "über" und "handelt von" Existenz abzuleiten. "Rund" und "Hund" sind Termini für physische Gegenstände - aber nicht zusätzlich Eigenschaften! "Rund" und "Hund" allgemeiner Term für Gegenstände, nicht singulärer Term für Eigenschaften oder Klassen! dasselbe Argument wäre für Klassen statt Eigenschaften: allgemeiner Term symbolisiert ebenso gut seine Extension, wie seine Intension.
I 412
Eigenschaften: nicht jeder allgemeine Term redet zwangsläufig von Eigenschaften oder Klassen - Eigenschaften und Klassen sind akzeptabel als Werte von Variablen.
I 464
QuineVsRussell/Whitehead: Theorie unvollständiger Symbole:eliminiert Klassen bloß zugunsten von Eigenschaften.
II 129f
Eigenschaften: schwer zu individuieren - nicht wie Klassen durch gleiche Elemente zu definieren - verschiedene Eigenschaften können denselben Dingen zukommen. Eigenschaften:"Zettsky"(wie Russell): Eigenschaften sind identisch, wenn sie Elemente derselben Klassen seien. - QuineVs - Lösung: Eigenschaften sind identisch, wenn zwei Sätze auseinander folgen. - Das ist unbefriedigend wegen Analytizität und Notwendigkeits-Operator.
Eigenschaften/Quine: identisch, wenn umfangsgleich - Klassen: nicht durch Elemente spezifiziert, sondern durch Bedingung des Enthaltenseins (offener Satz).
Eigenschaft nicht gleich Prädikat - Eigenschaften: offene Sätze - Propositionen: abgeschlossene Sätze
Eigenschaften nicht gleich Klassen: da es kein Individuationsprinzip für Eigenschaften gibt - Lösung: "letzte Klassen" (gehören keiner anderen Klasse an, haben nur selbst Elemente) - wie Russell: Aussagenfunktion kommt nur durch ihre Werte vor. - Eigenschaft = letzte Klasse oder Eigenschaft = Aussagenfunktion.
Eigenschaften als letzte Klassen alle Element der Nullklasse, daher alle identisch? - Vs: diese Identitätsdefinition gilt nur für Theorien, die keine Gegenstände zulassen, die keiner Klasse angehören! (Einhorn)
Eigenschaften/Identität: (hier)Austauschbarkeit in allen Kontexten - Voraussetzung: Erschöpfung eines endlichen Lexikons durch Austauschbarkeit atomarer Kontexte - RyleVs: Kategorienverwechslung!

Eigenschaften: QuineVsCarnap/Russell: grammatische Kategorien minimieren, Umfang erweitern - wenn alle auf "hat" zurückzuführen sind, dann alle Eigenschaften extensional - Rest könnte durch Liste aufgeführt werden
Eigenschaften: Kontexte mit "hat" sind unproblematisch. - Dagegen: "Enthalten in" ist verboten (wegen Klassen). - "Ist" führt zu zirkularer Definition von Eigenschaft. - Eigenschaften dürfen wir nicht zählen! "Napoleon hatte alle Eigenschaften bis auf eine": verboten! - Allerdings: der Ausdruck "alle Eigenschaften" ist erlaubt!
II 144 f
de re: Bsp Ein Spion zu sein soll eine wesentliche Eigenschaft sein (falsch). - Daraus folgt kein Glauben de re! (Dieser verlangt eine wesentliche Eigenschaft). Modallogik/Quine: die gesamte Modallogik ist kontextabhängig - welche Rolle spielt jemand oder etwas? - Gleiche Stufe wie wesentliche Eigenschaften.
Notwendigkeit/(Quine: der ganze Begriff ist nur im Kontext sinnvoll!
Propositionale Einstellungen/Quine: bleiben erhalten! - aber nicht de re.
X 95
Eigenschaften/Quine: gibt es nicht wegen mangelnder Unterscheidbarkeit (nur Mengen) - Synonymie unklar - offene Sätze die auf dieselben Gegenstände zutreffen bestimmen nie verschiedene Mengen, aber es könnten verschiedene Eigenschaften zugrunde liegen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Empirismus Quine
 
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Willard V. O. Quine
Graeser I 146
QuineVsCarnap: (Holismus): weil Theorie nur als ganzes zur Debatte steht, entziehen sich theoretische Termini der Reduktion auf sinnliche Termini. - Aber: Empirismus: Quine ist kein strikter Gegner - Woher stammt sonst die Kenntnis der Welt?
Quine VII 40ff
Empirismus/Quine: überreiche Ontologie - Wissenschaft hat doppelte Abhängigkeit von Sprache und Erfahrung, aber These diese Dualität kann nicht bis in einzelne Aussagen zurückverfolgt werden.
XII 90/1
Empirismus/Quine pro: 1. Alles was für wissenschaftliche Theorien spricht, stammt aus der Erfahrung. 2. Jede Wortbedeutung gründet letztlich auf Erfahrung.
XII 94
Der Empirismus hat aufgegeben: 1. Alles aus Sinnesdaten erklären zu wollen - 2. Die rationale Rekonstruktion.
Stalnaker I 3
QuineVsEmpirismus/Two Dogmas/Stalnaker: keine Basis für die Unterscheidung zwischen Sprachregeln (Regeln) und unseren Urteilen über die Welt. - Keine Theorie-neutrale Basis.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Erklärungen Goodman
 
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IV 165
Erklärung: ein Grundbegriff wird nicht definiert, sondern mit Hilfe seiner verschiedenen Spielarten expliziert.
II 67
Reduktionssätze/Carnap Wenn man eine Wissenschaftssprache konstruieren möchte, muss man einige deskriptive (d.h. nichtlogische) Ausdrücke als Grundausdrücke nehmen. Weitere Ausdrücke lassen sich dann u.a. mittels Reduktionssätzen einführen.
II 68
GoodmanVsCarnap/Reduktionssätze: ziemlich abwegig, das Ganze, nach meiner Auffassung hat die Philosophie die Aufgabe, die Wissenschaft- (und die Alltagssprache) zu explizieren, nicht zu beschreiben. Die Explikation (>Explikation, Quine) muss auf die vorsystematische Verwendung der Ausdrücke Rücksicht nehmen, braucht sich aber nicht an die Reihenfolge zu halten. Es geht vor allem um Sparsamkeit und Vereinheitlichung.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
Farben Carnap
 
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VI 126
Farben/Carnap: ergeben sich als Abstraktionsklassen von Gleichfarbigkeit. -
VI 102
Abstraktionsklasse/Carnap: Klasse der mit einem beliebigen Element verwandten Elemente.
VI 152
Ähnlichkeitskreise/Carnap: man nimmt zunächst alle Klassen von sich selbst teilähnlichen Elementarerlebnissen - (wegen Reflexivität). - Dann die Zweier-, Dreier- usw. Klassen von teilähnlichen lementarerlebnissen - Dann streicht man aus dieser Liste alle die Klassen, die in einer anderen als Teilklasse enthalten sind.
VI 181
GoetheVsPositivismus/GoetheVsEmpirismus/GoetheVsNewton/GoetheVsCarnap: (Farbenlehre): man soll im Gebiet der Sinneswahrnehmungen selbst bleiben und die zwischen ihnen bestehenden Gesetzmäßigkeiten im Gebiet der Wahrnehmungen selbst feststellen. - CarnapVsGoethe: die physikalischen Gesetze gelten dort nicht, wohl aber andere, verwickeltere.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Fido-Fido-Prinzip Logik-Texte
 
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Re III 32f
RyleVsCarnap: (Rezension von Carnaps Bedeutung und Notwendigkeit): Fehler:"Fido"-Fido-Prinzip: weil der Name »Fido« seine Bedeutung daher erhält, dass er sich auf ein einzelnes Individuum bezieht sind wir versucht anzunehmen, dass andere Wörter auf dieselbe Weise funktionieren. Russell tappte in seiner Darstellung von Universalien in diese Falle: nach seiner Auffassung bestehen atomare Aussagen aus einer Anzahl von Individuen und einem Universale.
Bsp »Fido ist ein Hund«. Worauf bezieht sich »Hund«? Nach der »Fido«-Fido-Theorie muss es seine Bedeutung daher erhalten, dass es einem einzelnen Ding zugeordnet ist, der Hundheit oder dem Universale Hund.
Re III 32f
Aussage/Russells Aussagen waren von ihm so konzipiert worden, dass sie die Bedeutung von Sätzen ausmachen. Folglich, sagte er, müssen Sie diese generischen Entitäten, Universalien enthalten. Das ist ein nicht gerechtfertigter Schritt.
"Fido"-Fido-Prinzip: RyleVs: Referenz gleich Bedeutung.
Re III 32ff
"Fido"-Fido-Prinzip: falsche Gleichsetzung von Referenz und Bedeutung: Russell: glaubte fälschlich, Fido sei der Hundheit zugeordnet, Prädikate, Verben und Adjektive bezögen sich auf Universalien.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Glau Carnap
 
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IV 31
Glau/CarnapVsGoodman: "rot" usw. sind rein qualitative Prädikate, - "glau" usw. sind positionale Prädikate. - GoodmanvsCarnap: die Unterscheidung qualitativ/positional ist auf eine jeweilige Basissprache zu relativieren. - diese könnte auch grot/rün als Basisprädikate enthalten, dann müssten "rot" und "grün" in Bezug auf einen Zeitpunkt interpretiert werden.
IV 32
Dann sind die Zuschreibungen "qualitativ"/"positional" vertauscht. - Es gibt auch keinen wahrnehmbaren Farbwechsel: wer "grün" im Sinne von "grot" versteht, versteht auch "Farbe" im Sinne von "Schwarbe": Dinge von gleicher Schwarbe sind solche, die grot sind usw.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Intern/extern Stalnaker
 
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I 44
Externe Fragen/Carnap: Fragen darüber, ob ein Rahmen akzeptiert werden soll. QuineVsCarnap: alle Fragen werden innerhalb eines linguistischen Kontexts gestellt, daher sind interne und externe Fragen nicht einfach zu trennen.
I 45
Dennoch gibt es auch in Quines Word and Object noch externe Fragen. - Bsp These: Rede von physikalischen Phänomenen selbst als physikalisches Phänomen auffassen. Stalnaker: das geht, ohne uns außerhalb der Welt aufzustellen. - Da hat auch die Kausaltheorie der Referenz ihren Platz.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Kohärenztheorie Ayer
 
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I 21
AyerVsKohärenztheorie: es könnte verschiedene Systeme kohärenter Aussagen geben.
I 293
Kohärenz/Carnap/Ayer: Carnap versucht, Kohärenztheorie zu retten: Pragmatismus: was dient unseren Zielen? - AyerVsCarnap: dass letztlich nur eins der konkurrierenden kulturell unterschiedenen Systeme akzeptabel, überschreitet schon die Kohärenztheorie selbst.
A.J.Ayer
I A.J. Ayer Wahrheit, aus G. Skirbekk (Hrsg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt/M 1996
II Hügli/Lübke (Hrsg.) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
Logik Wittgenstein
 
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Hintikka I 138
Frege/Logik/Hintikka: seine Logik gilt als Theorie der komplexen Sätze - dagegen Wittgenstein: einfachste Bestandteile der Welt - logische Konstanten eliminieren! - Sie vertreten nicht.
I 205
Logik/Wittgenstein/Hintikka: kein anderer Autor als Wittgenstein ist je auf den Gedanken gekommen, mit der Logik habe es letztlich keine weitere Bewandtnis, als was uns in der Erfahrung durch die einfachen Gegenstände gegeben ist. - Alle Phänomenologie ist bloß Logik. - HusserlVs - Husserl: Möglichkeiten sind durch Hintergrundüberzeugungen motiviert.
II 160
Logik/WittgensteinVsFrege: 1. Es ist ziemlich willkürlich, was wir als Satz bezeichnen - daher bedeutet Logik bei mir etwas anderes als bei Frege. 2. VsFrege: Alle Wörter sind gleich wichtig - Frege: These: "Wort", "Satz", "Welt" seien wichtiger.
II 238
Logik/willkürlich/Wittgenstein: die Regeln der Logik sind insofern willkürlich, dass sie für größere Ausdruckskraft eliminiert werden können. - Bsp Satz vom ausgeschlossenen Dritten (SaD) außer Kraft - jedenfalls wird "Widerspruch" in verschiedenen Bedeutungen gebraucht - ebenso doppelte Negation. - Manche Autoren: "die Anwendung ist anders". WittgensteinVs: man kann von einem Zeichen gar nicht unabhängig von seinem Gebrauch reden. - ((s) Dann ist es ein anderes Zeichen - dagegen s.u. II 328 der Satz vom ausgeschlossenen Dritten gilt universell.
II 327
Logik/Wittgenstein: sie ist keine Naturwissenschaft, sondern ein Kalkül - in ihr kann man zwar Erfindungen machen, aber keine Entdeckungen.
II 333
Logik/WittgensteinVsCarnap: man kann keine Logik für alle Fälle konstruieren - weil man beider Konstruktion nicht von der Anwendung abstrahieren kann.
VI 85
Logik/Tractatus/Wittgenstein/Schulte: nicht wir drücken mit den Zeichen aus, was wir wollen - sondern in der Logik sagt die Natur der naturnotwendigen Zeichen selbst aus - (6.124).
VI 89
Logik/Grenze/Wittgenstein/Schulte: der Logik ziehe ich durch den Gebrauch der Sprache freilich keine Grenze - sie ist sozusagen das gemeinsame Gerüst "meiner" und "deiner" Sprache.
VI 118
Logik/Wittgenstein: sagen/zeigen: Logik sagt nichts aus, sie zeigt etwas über Notwendigkeit, - grammatische Sätze (über die Sprache) fallen daher aus dem Sprachspiel heraus - > Abrichtung: keine sagbaren Regeln sondern blindes Folgen. AbrichtungVsErklärung, stattdessen: Beschreibung - (> sagen/zeigen).
IV 101
Logik/Tractatus: (6.1264) jeder Satz der Logik ist ein in Zeichen dargestellter modus ponens - (Und den kann man nicht durch einen Satz ausdrücken). - (>Zeigen/sagen).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Logische Möglichkeit Field
 
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I 86
Logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit. - FieldVsKripke: doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. - Es sollte nicht "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch - (>Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. - Dann ist der Satz logisch konsistent. - Konsistenz-Operator/Field: MEx(x ist rot & x ist rund) - sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. - ((s) Auch ohne Bedeutungspostulate. Bedeutungspostulat/(s): hier geht es um den Umfang der Logik.)
I 118
Logisch möglich/FieldVsKripke: "Es ist möglich, daß es ein Elektron gibt": ist wahr in allen Modellen, daher logisch wahr. (>Logische Möglichkeit ist selber logisch wahr).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Logische Wahrheit Quine
 
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Willard V. O. Quine
X 87
Logische Wahrheit/Quine: immer in Bezug auf eine bestimmte Sprache, wegen grammatischer Struktur (nicht transzendent) - weil dieselbe Sprache (unendliche Menge von Sätzen) durch verschiedene Bildungsregeln oder Lexika erzeugt werden kann. - Abhängigkeit von Sprache und ihrer Grammatisierung.
X 88
Identität/logische Wahrheit/Struktur/Quine: Identität stellt strukturelle Auffassung der logischen Wahrheit (als Strukur-Eigenschaft von Schemata) in Frage, weil sie falsch werden, wenn man statt "=" ein anderes Prädikat einsetzt - (in logischer Wahrheit muss jedes Prädikat durch ein anderes ersetzbar sein).
X 90
Identität/logische Wahrheit/Struktur/Definition/Quine: wenn "=" nicht einfach als Prädikat im Lexikon der Objektsprache, sondern nur als Abkürzung für zusammengesetzte Sätze wie (3) aufgefasst wird, dann sind Gesetze der Identität nichts anderes als Abkürzungen für logische Wahrheiten der Quantorenlogik. - Dann ist die strukturelle Auffassung der logischen Wahrheit gerettet.
X 109
Logische Wahrheit/Einstellung/propositionale Einstellungen/Quine: wenn wir Schemata mit ihnen hätten, könnten wir nicht entscheiden, welche von ihnen gültig sind - Gesetze für Einstellungen sollte keine logischen Gesetze sein, weil propositionale Einstellungen zu inhaltsreich sind.
X 109
Logische Wahrheit/Modalität/Modallogik/Quine: die Modalitäten geben hier mehr her als die Einstellungen: wir können hier Schemata erhalten, die gültig sind: Bsp "~(~p . notw p)". - Außerdem erhalten wir aus jedem gültigen Schema ein weiteres durch Voranstellen von "notwendig" Bsp "notw(p oder ~p)" aus "p oder ~p".
X 127
logische Wahrheit/Carnap: rein sprachlich, weil bei jeder Einsetzung aus dem Lexikon wahr.
X 127ff
Logik/Sprache/Wirklichkeit/QuineVsCarnap: logische Wahrheit nicht rein sprachlich, weil Evidenz genauso wichtig wie die Übersetzung ist. - Bsp Äußerung von "es regnet" wenn es regnet - aber keine logischen Folgen aus Umständen, weil wahre Sätze aus jedem Satz folgen. - Alles Evidente ist von der Übersetzung untrennbar. Semantischer Aufstieg scheint für Sprachlichkeit der Logik zu sprechen. - Vs: das W-Prädikat zeigt die Trennung von der Sprache. - Quine: die Logik ist auf die Welt orientiert und nicht auf die Sprache.
I 133
Dennoch: pro Carnap: wir lernen die Logik, indem wir die Sprache lernen - aber das ist kein Unterschied zum Alltagswissen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Metaphysische Möglichkeit Field
 
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I 86
logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit - FieldVsKripke: doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. - Es sollte nicht "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch - (> Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. - Dann ist der Satz logisch konsistent. Konsistenz-Operator/Field: MEx(x ist rot & x ist rund) - sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. - ((s) Auch ohne Bedeutungspostulate - (Bedeutungspostulat/(s): hier geht es um den Umfang der Logik.)

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Möglichkeit Field
 
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I 86
Logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit. - FieldVsKripke: doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. - Es sollte nicht "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch. (>Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. - Dann ist der Satz logisch konsistent. - Konsistenz-Operator/Field: MEx(x ist rot & x ist rund) - sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. - ((s) auch ohne Bedeutungspostulate.) ((s) Bedeutungspostulat/(s): hier geht es um den Umfang der Logik.)
I 203
Geometrische Möglichkeit/Field: statt logischer: es gibt verschiedene Geometrien - Voraussetzung: es gibt empirische Axiome, die Möglichkeit von Unmöglichkeit unterscheiden - dabei muß aber der Existenzquantor innerhalb der Reichweite des Modaloperators stehen.
I 218
Problem der Quantitäten/mathematische Entitäten/mE/Field: Bsp es ist möglich, daß der Abstand zwischen x und y doppelt so groß wie der zwischen x und w ist, selbst wenn der aktuale Abstand mehr als doppelt so groß ist - Problem: extensionale Adäquatheit garantiert nicht, daß der definierte Ausdruck in jeder nicht-aktualen Situation wahr ist - d.h. daß wir entweder den Substantivalismus oder den Hochleistungs-Platonismus voraussetzen müssen - das tun wir ja auch in der Praxis.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Naturalisierte Erkenntnistheorie Stroud
 
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I 209
Skeptizismus/naturalisierte Erkenntnistheorie/ET/Stroud: S wird unvermeidlicher, je mehr wir die externe (distanzierte) Position einnehmen und Belege betrachten - es gibt keine unabhängige Information über die Welt - Bsp Raum mit Monitoren. - Gehirne im Tank/GIT - Kant: eine solche Unterscheidung zwischen Sinneserfahrung und anderem Wissen würde uns von der Welt abschneiden.
I 211
QuineVs: gilt nur für die traditionelle Erkenntnistheorie - Lösung: wir müssen nur eine "distanzierte" Position vermeiden. - QuineVsKant: so geht auch die Untersuchung des allgemeinen menschlichen Wissens!
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts - damit innen/außen-Problem vermieden.
I 214
QuineVsKant: kein a priori-Wissen.
I 250
Naturalisierte Erkenntnistheorie/NE/Wissen/Unterbestimmtheit/Skeptizismus/StroudVsQuine: Naturalisierte Erkenntnistheorie muss erklären: wie verursachen entferntere Ereignisse nähere? - wie wird unser überschießender Glaube verursacht? - aber das würde sie nicht erklären - (wie die "Lücke" zwischen Daten und Wissen überbrückt wird.) - Stroud: deshalb nicht, weil es gar keinen Sinn macht zu sagen, dass hier in einer Kausalkette eine Lücke klafft - dann kann man auch nicht von Unterbestimmtheit reden - dass ein Ereignis ein anderes "unterbestimmt". - ((s) Es gibt keine "Ursache, die nicht hinreichend" wäre.) Unterbestimmtheit/Quine: Bsp Wahrheiten über Moleküle sind unterbestimmt durch Wahrheiten über alltägliche Dinge.
Lücke/Stroud: Quine hat mit einer Lücke zu tun, weil er von Information ((s) Inhalt) spricht, nicht von bloßen Ereignissen.
I 251
Input/Stroud: der einzelne Input ist nicht "mager" - ((s) nur als Massenterm) - nicht mager, wenn er als Ereignis aufgefasst wird - also können wir bei Ereignissen nicht von Unbestimmtheit reden! StroudVsQuine: Problem: wenn der Input zu mager ist, erfordert der Übergang zum Überfließenden Output Bewusstsein - der "Beleg" muss auch einer sein!
I 253
Naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/StroudVsQuine: wir können nicht alle unsere Glauben als "Projektionen" betrachten. Und wir dürfen keine epistemische Priorität ((s) dass Sinneseindrücke näher an uns sind als die äußeren Gegenstände) annehmen.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Positivismus Popper
 
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I 116f
Positivismus/Popper: fasst das Abgrenzungsproblem naturalistisch auf, als feststehende Grenze - positivistischer Radikalismus: die Naturgesetze sind nicht auf elementare Erfahrungssätze zurückführbar.
I 117
Wittgenstein: nach seinem Sinnkriterium sind die Naturgesetze sinnlos, d.h. keine legitimen Sätze. PopperVsCarnap: es war ein Fehler, die Metaphysik durch Bewertungen abzutun. Stattdessen Popper: sie hat einen heuristischen Wert. (Bsp Spekulativer Atomismus).
I 127
Protokollsätze/Popper: keine bevorzugte Stellung. Sie erscheinen in der Wissenschaft nur als psychologische Aussagen! PopperVsPositivismus: der Positivismus wünscht nicht, dass es außer den Problemen der "positiven" Erfahrungswissenschaft noch sinnvolle Probleme geben soll. Er möchte die sogenannten philosophischen Probleme als Scheinprobleme sehen. Das wird immer durchführbar sein. Es ist nichts leichter, als ein Problem als Scheinproblem zu enthüllen. Man braucht ja nur den Begriff des "Sinnes" eng genug zu fassen.
II 473
PopperVsLogischer Positivismus: Wissenschaft als Prozess stärker betont als die Charakterisierung formaler Züge bei Theorien, die als wissenschaftliche Produkte aufgefasst werden.

Po I
K. Popper
Objektive Erkenntnis Hamburg 1993
Positivismus Putnam
 
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I 41
PutnamVsPopper/PutnamVsMach: VsPositivismus: idealistisch, entspricht nicht der Wirklichkeit.
I 44
PutnamVsPositivismus: bei ihm ist Wahrheit nicht transtheoretisch - einziger transtheoretischer Begriff: "führt zu erfolgreicher Vorhersage". Putnam: stattdessen: Realismus: muss sich an Logik des Wahrheitstransfers halten.
II 45
Daraus, dass zwei Theorien zu erfolgreichen Voraussagen führen, folgt nicht, dass ihre Konjunktion dazu führt - Grund: das Prädikat, das die Rolle der Wahrheit spielt ("führt zu Voraussage") hat nicht die Eigenschaften der Wahrheit.
I 49
Bedeutung/Theorie/PutnamVsCarnap/VsPositivismus: die Theorie bestimmt nicht die Bedeutung - sonst würde der Begriff Gravitation sich ändern, wenn ein 10. Planet entdeckt würde. - Außerdem verlangen die Positivisten, dass die Theorie auch von allen Zusatzannahmen abhängig ist, sonst würde das Schema von Theorie und Voraussage zusammenbrechen.
I 215
Wahrheit/Positivismus: welchen Grad von Bestätigung man akzeptiere, sei letztlich konventional, eine Frage des Zwecks - Putnam: das ist Relativismus - er hat keine Antwort auf den Gegner der sagt: "in meinem System ist der P nicht rational".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Prädikate Goodman
 
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I 127
Prädikat/Denotation/Goodman: Namen und bestimmte Bilder denotieren singulär, Prädikate und bestimmte andere Bilder denotieren allgemein (z.B. Bilder in einem Vogelbuch.)

II I Vorwort (Putnam)
Goodman/Putnam: nicht alle Prädikate sind gleichermaßen projizierbar.
II IV Vorwort
Kein Prädikat ist an sich disjunktiv oder nichtdisjunktiv. VsCarnap
II IV
Dennoch sind nach Carnap sowohl "Länge" als auch "Länge im Quadrat" qualitativ. Diese Auswahl von Prädikaten die fundamental oder nichtfundamental sein sollen, ist zu willkürlich
II V
Radikalere Lösung: vorgeschlagen von Wesley Salmon: für die induktive Logik nur ostensiv definierte Grundprädikate zuzulassen. Zur Unterscheidung normaler von pathologischen Prädikaten. PutnamVs: unmotiviert und zu strikt: Bsp nenne wir einen Bazillus S-förmig, wenn er unter dem Mikroskop so aussieht. Dann beruht der Begriff nicht auf Beobachtung, ist aber vollkommen projizierbar.
II IV
Glau/Goodman: Nimmt man die vertrauten Farbprädikate, dann ist "glau" ein disjunktives Prädikat. Nimmt man dagegen die ungewöhnlichen Prädikate glau und brün als Grundausdrücke, dann läßt sich grün definieren als glau und vor dem Zeitpunkt t beobachtet oder als brün und nicht vor t beobachtet.
II 61
Irreführend ist, das Problem der Dispositionen als das der Erklärung verborgener Eigenschaften aufzufassen ich möchte nicht sagen, es gebe irgend einen Gegenstand wie die Eigenschaft brennbar oder die Eigenschaft "brennend". Es sind eben Prädikate, die Beziehungen herstellen.
II 64
Ein Prädikat wie "biegsam" lässt sich also als Erweiterung oder Fortsetzung eines Prädikates wir "biggt" auffassen. Das Problem besteht darin, diese Fortsetzungen lediglich mit manifesten Prädikaten zu definieren. Denn wann sind zwei Gegenstände wesentlich von der gleichen Art? Dass sie beide irgendeiner Klasse angehören, genügt nicht. denn: jedes beliebige Paar von Gegenständen gehört zu irgendeiner Klasse!Und daß beide zu genau derselben Klasse gehören sollten, wäre zu viel gefordert, denn zwei Gegenstände gehören niemals genau denselben Klassen an!
II 74
Fortsetzung/Prädikate: Aussage: "Zeit-Ort ist rot":zwei Fortsetzungen: sie setzt die beiden Prädikate "rot" und "Zeit-Ort" auf p+t fort - Variante: Wirklicher Zeit-Ort p1 + t1, Kopfdrehung, andere Farbe: Das Prädikat "U-blaumöglich" setzt lediglich das Prädikat "blau" auf einen größeren Bereich wirklicher Gegenstände fort.
II 77
Man kann in wahren Aussagen fiktive Berge nach London versetzen, indem man einfach auf London eine bestimmte Fortsetzung des Prädikats "bergig" anwendet.
II 78
Aussagen über Mögliches brauchen die Grenzen der wirklichen Welt nicht zu überschreiten. Oft verwechseln wir eine Beschreibung der wirklichen Welt mit dieser selbst.
II 79
Die möglichen Gegenstände und Prädikate verschwinden. Prädikate beziehen sich auf die Wirklichkeit, haben aber Extensionen, die sich auf ganz bestimmte Weise mit den Extensionen bestimmter manifester Prädikate zusammenhängen und gewöhnlich weiter sind. Das Problem der Fortsetzung von "brennt" zu "Brennbar" ist verwandt mit dem Induktionsproblem.
II 121
"Grün" und "grot" scheinen völlig symmetrisch zueinander zu sein(in Bezug auf Fortsetzung), aber "grün" ist wesentlich besser verankert.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
Propositionen Tugendhat
 
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III 215
Proposition/Carnap: Urteil, seine Bedeutung soll den "wirklichen Zustand" mit enthalten - dann auf Sätze ausgedehnt. Tugendhat: damit ist der Bereich der Semantik überschritten, weil die Wahrheit der Proposition im Unterschied zur Wahrheit des Satzes keine semantische Bestimmung (nicht mehr relativ auf ein Zeichensystem) sondern eine "absolute" Bestimmung ist.
TugendhatVsCarnap: einen "wirklichen" Zustand anzunehmen, ist sinnlos, wenn Pragmatik ausgeklammert wird.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Protokollsätze Hempel
 
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I 99ff
Protokollsatz/Hempel: im Vergleich zu ihnen haben selbst singuläre Aussagen den Charakter von Hypothesen. Daraus folgt:
I 100
CarnapVsTractatus: Wahrheit/Falschheit aller Aussagen kann nicht mehr unter Bezug auf die Wahrheit bestimmter Basisaussagen definiert werden (denn die sind ja Hypothesen) - das (Bedeutungskriterium ist zu eng) - > auch Protokollsätze nicht mehr unanfechtbar.
I 102
Schlick: wir können nicht ganz auf Basissätze verzichten, sonst ensteht Relativismus.
I 104
SchlickVsCarnap/VsNeurath: deren These, dass eine Aussage dann wahr ist, wenn sie durch Protokollsätze hinreichend bewährt ist, führt zu unsinnigen Ergebnissen, sofern die Idee absolut wahrer Protokollsätze abgelehnt wird - es gibt offensichtlich viele verschiedene Systeme von Protokollsätzen - nach Carnap und Neurath wäre jedes dieser verschiedenen, unvereinbaren Systeme wahr.
I 105
Carnap: wahre PS hervorzubringen lernen wir durch Konditionierung: Messinstrumente richtig ablesen usw.
I 106
In der neuen Form von Carnaps Theorie sind Protokollsätze noch radikaler ihres Basis-Charakters entkleidet: sie verlieren ihre Unwiderlegbarkeit - Popper: Aussagen jeder Form dürfen als Protokollsätze auftreten.
I 107
Am Ende sind Protokollsätze überflüssig.
C.G. Hempel
I Hempel Zur Wahrheitstheorie des logischen Positivismus aus Wahrheitsheorien Hrsg. Skirbekk Frankfurt/M 1996

II Hempel Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982

II (b) Hempel Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung (1951) aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982
Quantoren Geach
 
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I 199, 200
Quantor/GeachVsCarnap: alle Quantoren enthalten Variablen.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Quine Fodor
 
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IV 37
Holismus/Quine/Fodor/Lepore: Quine vertritt einen Bedeutungsholismus (BH) - angeblich aber auch einen Bestätigungs-Holismus (BesH) - dieser entspricht der Quine-Duhem-These. - (>Two Dogmas: Sätze stehen nicht einzeln vor dem Tribunal).
IV 39f
PragmatismusVsRealismus - QuineVsReduktionismus: Verifikationsbedingungen sind nicht analytisch in Aussagen enthalten. - Bestätigungs-Holismus/Fodor/Lepore: der Vertreter des Bestätigungsholismus muss nicht Pragmatist sein, er kann auch Realist sein. - Bestätigungs-Holismus ist vereinbar mit der Quine-Duhem-These (Sätze sind nicht einzeln verifizierbar). - Bestätigung ist keine sprachliche Angelegenheit, sondern erfolgt dadurch, wie die Welt ist (Quine pro Realismus). - Quine: "a priori" ist äquivalent mit dem Semantischen. - Quine pro Verifikationismus: Satzbedeutung: Methode der Verifikation. - Quine-Duhem-These: ist gut mit dem Realismus vereinbar. - Quine-Duhem-These: a) Jede Aussage kann beibehalten werden, wenn man entsprechende Hilfshypothesen beibringt.
b) Die Forderung, dass Belege a posteriori sein müssen.
Quine-Duhem-These/Fodor/Lepore: kann auch gelesen werden: als
a) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bestätigung
b) QuineVsCarnap: Vs Lokalismus der Bedeutung.
IV 2189
Netzwerk/Quine/Fodor/Lepore: die einzigen festen Knoten sind die Beobachtungsbegriffe.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Radikale Interpretation Carnap
 
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VII 146
Radikale Interpretation/RI//Übersetzung/Feldlinguist/Carnap: Schlüsselstelle: zuerst wird entdeckt, dass bestimmte Gegenstände durch ein gegebenes Wort bezeichnet werden (Extension), danach die Intension (was der Eingeborene darunter versteht) - Extension vor Intension. - Reihenfolge. 1. positive E.: zusprechen 2. negative (absprechen) 3. unbestimmte Fälle - immer noch möglich, den so extensional fixierten Prädikaten verschiedene Intensionen zuzuschreiben! - Denn es kann verschiedene Eigenschaften geben, für die die Extension des Prädikats bestimmt worden ist. - ((s) Bsp (s) Wenn alle betrachteten Hunde braun sind, ist es nicht klar, ob die Farbe oder die Tiere herausgegriffen wurden - Außerdem könnte mit "glöb" Vierfüßigkeit gemeint sein, womit auch die gesamte Extension abgedeckt wäre.) - ChisholmVsCarnap: dabei sind noch keine Irrtümer des Sprechers und keine Unbestimmtheit berücksichtigt.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Rationale Rekonstruktion Quine
 
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Willard V. O. Quine
XII 91
Def Rationale Rekonstruktion/Carnap/Quine: Konstruktion physikalistischer Aussagen aus Beobachtungs-, logischen und mengentheoretischen Begriffen. - QuineVsCarnap: Problem: wenn das erfolgreich gewesen wäre, hätte es viele solche Konstruktionen gegeben und jede wäre gleich befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalistischen Aussagen richtig dargestellt hätte - Rationale Rekonstruktion sollte zeigen, dass alle übrigen wissenschaftlichen Begriffe überflüssig sind. - Vs: Problem: Zuordnung von Sinnesqualitäten zu Raumzeit-Punkten klappt nicht. - Carnap später: nur Reduktionssätze statt Kontextdefinition.
XII 94
Vs: die rationale Rekonstruktion müsste ganze Theorien liefern statt übersetzter Sätze oder übersetzter Terme.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Reduktionismus Davidson
 
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Rorty IV 51
Synonymie/Davidson: Wenn es uns nicht gelingt, eine Synonymie zwischen Mikrostruktur und Makrostruktur (zwischen Sätzen der neurophysiologischen und der psychologischen Sprache) herzustellen, so sagt das nichts über "Irreduzibililität" (>Zurückführbakeit). Das Misslingen der Synonymie ist belanglos für die Wahrheit des Physikalismus.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 130
Zweites Dogma/Quine/Davidson: Reduktionismus, die Überzeugung, jede sinnvolle Aussage sei äquivalent einer logischen Konstruktion aus Termen, die sich auf unmittelbare Erfahrung beziehen. - ((s) VsCarnap) - ((s) stattdessen Netzwerk mit rein logischen Wahrheiten im Zentrum.)

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Reduktionismus Quine
 
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Willard V. O. Quine
(laut Rorty):
QuineVsReduktionismus

VII 40
Reduktionismus/QuineVsCarnap: seine Raumzeit-Quadrupel setzen eine bewegungsarme Welt voraus - die Quadrupel vergrößern noch die Menge der allgemeinen Eigenschaften. - Raffiniertere Form des Reduktionismus: jedes Vorkommnis vergrößert entweder die Wahrscheinlichkeit (likelihood) einer Aussage oder schmälert sie.
Schiffer I 2
QuineVsReduktionismus: das Semantische kann wegen der Unbestimmtheit der Übersetzung nicht auf fundamentalere Tatsachen reduziert werden - daher sah er die ganze Semantik skeptisch.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Reize Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 66/67
Reiz: Gavagai: Reiz, nicht Kaninchen! -(siehe auch Probleme im Zusammenhang > Fälschung) - Überprüfung durch Gesellschaft.
I 67
Reizbedeutung: vorläufige Isolierung einzelner Sätze zur Überprüfung. VsCarnap: Vorteil: Einhorn/Kobold-Unterscheidung ohne Vorentscheidung über Zulässigkeit.
I 81
Reizbedeutung: objektive Realität, die der Sprachforscher braucht - Übersetzung, nicht Identität sondern Annäherung an RB.
I 120f
Bleibende Sätze: Reizbedeutung spärlicher - entsprechend: Reizsynonymie: weniger erforschlich > VsAnalytizität.
I 126
Reizsynonymie verbessert durch Vergesellschaftung (Zustimmung) - ebenso Reizanalytizität: aber jetzt: 2+2=4 auf gleicher Stufe wie Es gibt schwarze Hunde .(Zustimmungsfähigkeit)
I 402
Existenz: erwächst nicht aus Dichotomie Einzelding - Universale - es kommt nicht darauf an, ob es sie gibt! Äquator , Nordpol - Verknüpfung mit Reizen schwaches Argument für Vorrangstellung physikalischer Gegenstände, macht Termini aber allen Positionen zugänglich!
II 57
QuineVsSinnesqualitäten - Menschen sprechen und denken nicht über ihre Reize. - Es geht um Reiz und Reaktion.
V 48f
Reiz/Reaktion/Quine: dieser (polare) Gegensatz wird abgemildert durch den Begriff der Wahrnehmungsähnlichkeit (>Lust/Unlust).
V 49
Wahrnehmungsähnlichkeit: bezieht Hör-Ähnlichkeit von Wörtern mit ein - Wahrnehmungsähnlichkeit - Analyse sieht vom verschiedenen Ursprung ab. - Reiz-Reaktions--Analyse nicht.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Rylesche Vorfahren Sellars
 
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I 81ff
Def Rylesche Vorfahren/Sellars: Bsp Primitive Sprache, Wortschatz für öffentliche Eigenschaften öffentlicher Gegenstände, Konjunktion, Disjunktion, Negation und Quantifikation, so wie vor allem auch der subjunktive Konditional. Außerdem Vagheit und Offenheit. Intersubjektivität/SellarsVs: These, das eine intersubjektive Sprache eine Rylesche Sprache sein müsste. - Carnap: die Ressourcen für eine intersubjektive Sprache lassen sich aus der formalen Logik gewissen. - SellarsVsCarnap - Sellars pro Ryle: Gedanken sind eine Kurzform für hypothetische und gemischt kategorisch- hypothetische Aussagen über Verhalten.
I 93
Def Rylesche Sprache/Sellars: behavioristische Sprache, die auf das nicht-theoretische Vokabular einer behavioristischen Psychologie eingeschränkt ist. - ((s) Also nichts Unbeobachtbares).
I 105f
Rylesche Sprache/Rylesche Vorfahren/Sellars: tatsächlich Erklärung, neue Sprache - mehr als nur Code: Begriffsgefüge öffentliche Gegenstände in Raum und Zeit. - Sprache der Eindrücke: verkörpert die Entdeckung, dass es solche Dinge gibt, sie ist aber nicht eigens auf sie zugeschnitten. (Einzeldinge keine vorgängigen Gegenstände des Denkens).

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
Semantischer Aufstieg Stroud
 
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I 213
Semantischer Aufstieg/Quine: Erwähnung statt Gebrauch - Übergang von der inhaltlichen zur formalen Redeweise. - Dabei geht es immer noch um Realität und nicht allein um Sprache. - Bsp "Wombat" trifft zu (ist wahr von) einigen Lebewesen. - VsCarnap: das sind nicht "externe" Fragen!

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Skeptizismus Carnap
 
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Stroud I 170
CarnapVsSkeptizismus/Sinn/sinnvoll/Sprache/Empirie/Verifikation/Verifikationismus/Stroud: Carnap: These: wir können überhaupt nur etwas verstehen oder mit unseren Äußerungen etwas meinen, wenn entsprechende Sinneserfahrungen für uns möglich sind - wenn wir die Wahrheit entsprechender Sätze bestimmen können. - Dann müssen wir eine Sphäre bestimmen, innerhalb derer das möglich ist.
Stroud I 173
Skeptizismus/Carnap/Stroud: d.h. aber noch nicht, daß der Skeptizismus falsch ist. Aber: Bsp der Satz: "Niemand wird je wissen, ob __." Hier müßte das "__" von einem Ausdruck gefüllt werden, der nur sinnlos sein kann, weil unverifizierbar - Sinnlos: weder wahr noch falsch - dann wäre die Frage "Gibt es äußere Dinge?" sinnlos, weil weder wahr noch falsch. - Dagegen wohl aber sinnvoll: interne Fragen: Existenzfragen innerhalb eines Wissensgebiets. - Innerhalb eines Wissensgebiets: kann derselbe Satz gestellt werden - d.h. die Syntax ist nicht ausschlaggebend. - Sinn: etwas das wahr ist, kann nicht zu etwas im Widerspruch stehen, das sinnlos ist. - CarnapVsSkeptizismus: als ganzes sinnlos, weil nicht zu überprüfen.
I 179
Descartes: hat dieselbe Begründung für die Wahrheit des Skeptizismus wie Carnap für seine Sinnlosigkeit: die fehlende Überprüfbarkeit empirischer Existenzbehauptungen.
Stroud I 187
CarnapVsSekptizismus: der traditionelle philosophische Skeptizismus (extern) ist eigentlich eine "praktische" Frage über die Wahl des linguistischen Rahmens (Bezugssystems) - Wissen/Carnap: Zwei Bestandteile. 1. Erfahrung - 2. Linguistischer Rahmen (Bezugssystem), innerhalb dessen wir die Erfahrung verstehen.
I 188
Die einzige theoretische Frage ist die nach den Regeln des Systems. - Muttersprache/Carnap: haben wir nicht gewählt - daher schlägt sich in ihr auch keine These über die Existenz der Außenwelt nieder. - Entscheidung: ob wir fortfahren, sie zu gebrauchen. - Problem: weil es eine Entscheidung ist, gibt es keine objektiven Tatsachen, die sie entscheiden.
Stroud I 191
Skeptizismus/Bezugssystem/StroudVsCarnap: führt ein "wir" ein und Erfahrung als etwas, das uns zustößt - Daß wir existieren und Erfahrung haben, kann man nicht einfach als eine "interne" Wahrheit der Dingsprache angesehen werden.
Stroud I 193ff
StroudVsCarnap: führt entweder zum Idealismus, oder metaphysischen Realismus oder Skeptizismus, was er alles drei ablehnt - wegen der Sinnlosigkeit externer Fragen.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Sprachregeln Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 68/69
Sprachregeln/Carnap: a) worauf "Quadrat" zutrifft, ist ein Quadrat, b) worauf "Rechteck" zutrifft, ist ein Rechteck, c) Worauf "Quadrat" zutrifft, ist ein Rechteck. - Bedeutungspostulate ermöglichen den Schritt nach c) - Erwähnung/Gebrauch/Carnap: im Bedeutungspostulat werden die Ausdrücke nicht erwähnt sondern nur gebraucht. - "(x)(Fx >Gx)" ist ein Bedeutungspostulat von S" ist eine Aussage über "F" und "G" in S. - ChisholmVsCarnap: Tarski: links ist eine notwendige Bedingung für die Wahrheit des rechts stehenden Ausdrucks: das bezieht sich nicht auf Sprachregeln, sondern auf Nichtsprachliches. - Kein Satz ist allein aufgrund des Gebrauchs wahr.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Stellvertreter Geach
 
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I 199f
Variable/Kennzeichnung/Stellvertreter/GeachVsCarnap: in seinen Regeln für Kennzeichnungen Bsp "" __ __ (ix)(. . x . . ) __ __" usw. fungieren die Striche nicht, wie Carnap glaubt, als Leerstellen (Stellvertreter) sondern als Variablen! - Carnap denkt aber, wenn er sie umbenennt, vermiede er seine Probleme mit Variablen.
I 224
"Stehen für"/Geach: gar kein Unterschied, ob ich sage, ein Prädikat "steht für" eine Eigenschaft oder sei ihr Name.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Syntax Carnap
 
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Tugendhat III 207~
Syntax/Carnap: alle philosophischen Probleme gehören zur Syntax.
III 209
TugendhatVsCarnap: dann können die Sätze von nichts handeln. - Sie müssen selbst physikalische Sachverhalte sein.
III 211
Wissenschaft/Tugendhat: Grundbegriff: Beobachtbarkeit. - Das ist der logischen Syntax nicht zugänglich. - > So entstand der Behaviorismus, um die Sätze, die der Syntax nicht zugänglich sind, einer empirischen Wissenschaft zugänglich zu machen.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Systeme Feyerabend
 
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Feyerabend I 242
Carnap/Feyerabend: der Physiker nimmt an, dass die Welt nur widerspruchsfreie theoretische Systeme enthält.
FeyerabendVsCarnap: nun ist die einzige Möglichkeit, zu entscheiden, ob eine bestimmte Eigenschaft für die Wissenschaft notwendig ist, eine funktionale Untersuchung post festum. Das führt geradewegs zur Geschichte zurück, die die Daten für eine solche Untersuchung liefert. Man hat keine Möglichkeit, ein bestimmtes vorgeschlagenes System zu beurteilen.


Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979
Theoretische Termini Putnam
 
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I 48
Theoretische Termini/TT/PutnamVsPositivismus: die theoretischen Termini haben nicht verschiedene Bedeutungen in verschiedenen Theorien. - Die semantischen Begriffe sind transtheoretisch. - VsCarnap: der rein syntaktische Positivismus kann nicht ausdrücken, dass eine formale Sprache erfolgreich ist, wenn sie einem vernünftigen Maß an Wahrscheinlichkeit über Sachverhalte entspricht.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Theorien Putnam
 
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Horwich I 389
Theorie/Putnam: frühere Theorien sind Grenzfälle (limiting cases, Spezialfälle) späterer Theorien. - Das ist Konvergenz. - Das erklärt auch, warum theoretische Termini (TT) ihre Referenz behalten.
Horwich I 392
Ideale Theorie/Putnam: wenn wir die Erfüllungsrelation als unintendiert erkennen können, ist es sinnlos zu sagen, daß sogar die ideale Theorie "in Wirklichkeit" falsch sein könnte.
Putnam I 49
Bedeutung/Theorie/PutnamVsCarnap/VsPositivismus: die Theorie bestimmt nicht die Bedeutung. - Sonst würde der Begriff Gravitation sich ändern, wenn ein 10. Planet entdeckt würde. - Außerdem verlangen die Positivisten, dass die Theorie auch von allen Zusatzannahmen abhängig ist, sonst würde das Schema von Theorie und Voraussage zusammenbrechen.
I 63
Theorie/Putnam: zwei Theorien müssen nicht gleichbedeutende Begriffe haben, sondern nur gleiche Referenz.
I 97
Wahrheit/Logik/Putnam: die Bedeutung von "wahr" und der Junktoren ist nicht durch deren formale Logik festgelegt - > Holismus - >Quine: die Unterscheidung zwischen der ganzen Theorie und Bedeutungen von einzelnen Aussagen ist nutzlos.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Two Dogmas Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 121 ff
Inkommensurabilität setzt Trennung Schema/Inhalt (3.Dogma) voraus. Schema/Inhalt/Davidson: (Drittes Dogma): Schema: Sprache bei Quine - Inhalt: "empirische Bedeutung" bei Quine.
Glüer II 129
2. Dogma/Quine/Davidson: Reduktionismus, die Überzeugung, jede sinnvolle Aussage sei Äquivalent einer logischen Konstruktion aus Termen, die sich auf unmittelbare Erfahrung beziehen. - ((s) VsCarnap) - ((s) Carnap: stattdessen Netzwerk mit rein logischen Wahrheiten im Zentrum.)

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Two Dogmas Esfeld
 
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I 50ff
Two Dogmas/QuineVsCarnap: Erfahrung kann nicht einzelne Aussagen bestätigen. - Wissenschaft ist sowohl von Sprache als auch von Erfahrung abhängig, aber das ist nicht in einzelne Sätze zurückzuverfolgen. (>System)- Auch logische Wahrheiten können entkräftet werden! - Ohne Trennung analytisch/synthetisch: Bestätigung breitet sich über das ganze System aus.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Variablen Geach
 
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I 198f
Variable/Kennzeichnung/Stellvertreter/GeachVsCarnap: in seinen Regeln für Kennzeichnungen Bsp "" __ __ (ix)(. . x . . ) __ __" usw. fungieren die Striche nicht, wie Carnap glaubt als Leerstellen (Stellvertreter) sondern als Variablen! - Carnap denkt aber, wenn er sie umbenennt, vermiede er seine Probleme mit Variablen.
I 199, 200
Variablen/Konstanten/GeachVsCarnap: Carnap unterschiedet gar nicht so zwischen ihnen, wie er selber meint: Bsp Carnap: "Wenn "Q" eine Konstante pr (bestimmt oder unbestimmt) ist, dann sind von "Q(x)" die Sätze "Q(Prag)" (Stadt), "Q(a)" usw. gleichermaßen ableitbar." Geach: "bestimmt oder unbestimmt", zeigt, dass die angebliche "Konstante pr" als Variable gebraucht wird.
Lösung: "Für alle "Q", wenn..." - aber dann haben wir eine Variable " "Q" ", die Anführungszeichen als Teil ihrer selbst enthält.
I 201
Freie Variablen/Strawson: Bsp (A) In "x ist ein Mensch" ist "x" eine freie Variable. - Hier kommt "x" nicht als freie Variable vor - denn, weil "x" ist "x ist ein Mensch" als freie Variable vorkommt, ist der Satz (A) wahr. - Wenn (A) eine freie Variable enthielte, wäre es keine Aussage, sondern eine Aussagenfunktion.
I 203
Gebundene Variable/Gebrauch/Erwähnung/Geach: in Bsp "x ist ein Mensch" wird "x" gebraucht, daher ist es eine gebundene Variable! (Gebunden durch die Anführungszeichen). - Gleichzeitig ist der Ausdruck deswegen Name einer Kennzeichnung, auch wenn sie nichts bezeichnet. (> Benennen/Bezeichnen). - Namen bezeichnen nichts.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Verifikation Carnap
 
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Stroud I 196
Bewährung Carnap: Korrespondenz zwischen Satz und Wirklichkeit. - Verifizierbarkeit muss zur Bewährungsfähigkeit abgeschwächt werden.
Stroud I 198
Skeptizismus/Verifikationsprinzip/StroudVsCarnap: führt keine Unterscheidung ein, die wir nicht schon vorher gehabt hätten. - Ob das Verifikationsprinzip selbst notwendig ist hängt davon ab, wie es eingeführt wird. - Aber selbst dann wird es so zwischen sinnvoll und sinnlos unterscheiden, wie wir das bisher tun. - ((s) Falsche Einführung/(s): mit dem Hintergedanken etwas zu liefern, was wir vorher schon wissen.)

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Verifikation Danto
 
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I 80
Heidegger/VsHeidegger/DantoVsCarnap/Danto: Heideggers "Das Nichts nichtet" ist keineswegs unverifizierbar. Wir alle kennen es als Existenzangst.

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Verstehen Putnam
 
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Horwich I 394
Verstehen/Wahrheitsbedingungen/Dummett/Putnam: Dummett und ich sind uns einig, dass man Verstehen nicht als Kenntnis der Wahrheitsbedingungen behandeln kann. - Putnam: eine Theorie des Verstehens könnte nicht die gesamte Bedeutungstheorie sein.
I 400
Das geht alles aber nur mit einem verifikationistischen Ansatz von Verstehen. - Nicht mit einem wahrheits-konditionalen. - Daher ist der Gebrauch schon erklärt!
Putnam V 38ff
Verstehen/Putnam: die Phänomene machen nicht das Verständnis aus, sondern die Fähigkeit, Sätze anzuwenden - Verstehen ist kein Ereignis. - ((s) Sonst wäre es im nächsten Moment verloren). - Putnam: Verstehen ist eine Fähigkeit. - Vorstellung hilft nicht, Sätze richtig zu gebrauchen. - Keine Menge von Vorstellungsbildern ist für das Verstehen konstitutiv oder notwendig.
V 175
Wahrheit/Verstehen/Tarski/Putnam: Problem: wir verstehen nicht was es heißt "Schnee ist weiß" zu verstehen. - Wir wissen nicht, was der andere für Maßstäbe an Wahrheit legt.
I 31
Verstehen/PutnamVsCarnap: ist nicht bloß Wissen. - Auch die richtige Beziehung zu ausgezeichneten Situationen ist notwendig. - (>Kausaltheorie).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 51 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsCarnap Dummett Vs Alltagssprache
 
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Dummett III 185
Oxford Philosophie/Dummett: stärkster Einfluß: von Ryle. RyleVsCarnap: verfehlte Methodologie VsHeidegger: Witzfigur Ryle: Einfluß von Husserl
III 196
Partikularismus/Gebrauchstheorie/Oxford/Dummett: angeblich könne die GT nur jeden einzelnen Satz erklären. Der Philosoph dürfe kein Muster entdecken wollen, wo es keins gebe. DummettVs: wir lernen die Sprache auch nicht Satz für Satz!
Allerdings richtig: es sind Sätze und nicht Wörter, die im allgemeinen Sinne einen "Gebrauch" haben.
III 196/197
Alltagssprache: hier konnte die Oxford Philosophie (wegen ihres antisystematischen Ansatzes) nichts dazu beitragen, jene Prinzipien besser zu verstehen, aufgrund derer wir offensichtlich die Sprache so schnell lernen.(>Chomsky). DummettVsOxford: verwendete ständig psychologische und semantische Begriffe, die eine Bedeutungstheorie nicht voraussetzen darf, sondern erklären soll! Bsp "eine Einstellung zum Ausdruck bringen", "eine Frage zurückweisen" usw. (DummettVsAustin).
Ebenso wurden ständig "Wahrheit" und "Falschheit" unerklärt verwendet.
III 198
DummettVsPartikularismus: mißachtete auch die Unterscheidung semantisch/pragmatisch. Jeder, der nicht in den Klauen der Theorie steckt, würde zunächst dazu neigen, das, was ein Satz buchstäblich sagt, von dem zu unterscheiden, was man unter speziellen Umständen damit mitzuteilen versuchen könnte.
Nach der "Philosophie der Alltagssprache" galt nur der letztere Begriff als legitim. "buchstäbliche Bedeutung" galt als ein illegitimes Nebenprodukt.
III 199
DummettVsOxford, DummettVsStrawson: künstlich eingeführte neue Begriffe wie "Präsupposition" oder "Konversationsimplikatur" oder DummettvsAustin: die Unterscheidung zwischen "illokutionären" und "perlokutionären" Akten (DummettVsSprechakttheorie) traten an die Stelle der allgemeinen semantischen Begriffe, und ohne daß jemand merkte, hörte die "Normalsprache" (Alltagssprache) dabei auf, zu existieren.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsCarnap Quine Vs Analytizität
 
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Willard V. O. Quine
Danto2 I 239
QuineVsAnalytizität: man sieht nicht voraus, zu welchem Zeitpunkt wir die Bedingungen ändern müssen, unter denen wir ein Wort gebrauchen. Es gibt einfach keinen Haltepunkt. Lanz in Metzinger I 272
das Los von Begriffen ist nicht unabhängig von ihrem Gebrauch in empirischen Theorien! Es gibt keine begrifflichen Wahrheiten, die immun wären gegenüber dem Wandel solcher Theorien. Philosophie und Wissenschaften liegen auf ein und denselben Kontinuum
McDowell I 158
QuineVsErstes Dogma: (Unterscheidung analytisch/synthetisch) gegen die Vorstellung, die Wahrheit eines synthetischen Satzes hänge von zweierlei ab: der Bedeutung und der Welt. ((s) die Bedeutung kann man nicht vor der Welt haben). Quine bewahrt allerdings die Dualität: "Offensichtlich hängt die Wahrheit sowohl von der Sprache als auch von außersprachlichen Tatsachen ab."
McDowell: Quine behauptet nicht, daß es diese zwei Faktoren nicht gibt, wir können sie nur nicht Satz für Satz auseinanderhalten.

Quine IV 407
QuineVsAnalytizität: gibt ein verfehltes Bild wissenschaftlicher Theorien und ihres Erfahrungsbezugs wieder. Es gibt keine strikte Trennung analytisch/synthetisch. »Wurzeln der Referenz«: wenn man konsequent empiristisch vorgeht, gewinnt man einen erkenntnistheoretisch harmlosen Begriff von Analytizität.
Analytisch/Kant: erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht! .
II 407/408
Analytisch/Quine: Kant hätte besser gesagt, eine Aussage ist analytisch, wenn sie aufgrund von Bedeutungen und unabhängig von Tatsachen wahr ist. Damit wird die Verbindung zwischen Analytizität und Bedeutung ausdrücklich gezogen. QuineVsAnalytizität: beträchtliche Schwierigkeiten gibt es mit Sätzen wie: Bsp »kein Junggeselle ist verheiratet«, »Katzen sind Tiere«. Offenkundig handelt es sich hier nicht um logische Wahrheiten, ihre Negation wäre kein formaler Widerspruch.
(IV 410)
Bsp Quine: "Ich weiß nicht, ob die Aussage "Alles Grüne ist ausgedehnt" analytisch ist oder nicht. Das liegt nicht an der Unklarheit von "Grün" und "ausgedehnt", sondern an der Unklarheit von "analytisch". Künstliche Sprachen: semantische Regeln zur Bestimmung der Analytizität sind hier nur interessant, wenn wir Analytizität bereits verstehen.
Falsches Bild: die Vorstellung, bei der Wahrheit einer Aussage könne man generell zwischen einer sprachlichen und einer Tatsachenkomponente unterscheiden.
Die ganze Schwierigkeit ist ja vielleicht nur ein Symptom für ein falsches Bild der Beziehung zwischen Sprache und Welt.

V 113
Logik/Frege/Carnap: die Gesetze der Logik gelten aufgrund der Sprache. D.h. ihre Sätze sind analytisch. QuineVsAnalytizität/QuineVsFrege/QuineVsCarnap: dem Begriff der Bedeutung ist keine empirische Bedeutung gegeben worden. Damit auch nicht dieser linguistischen Theorie der Logik.
Lösung/Quine: durch unsere Beobachtung des Sprachlernens: wir lernen Wahrheitsfunktionen, indem wir Verbindungen zwischen Dispositionen finden.
Alternation/Sprachlernen: das Gesetz, dass eine Alternation von jedem ihrer Bestandteile impliziert wird, wird mit dem Wort „oder“ selbst gelernt. So ähnlich gilt das für die anderen Gesetze. (>Minimum/Maximum/Chisholm). (> logische Partikel, > logische Konstanten).
Analytizität/analytisch/Sprachlernen/Quine: Bsp wir lernen „Junggeselle“ indem wir lernten, dass unsere Eltern unter genau den Umständen zustimmen, unter denen sie „unverheirateter Mann“ zustimmen.
QuineVsAnalytizität: Pointe: sogar um logische Wahrheiten gibt es Meinungsverschiedenheiten: Bsp zwischen klassischen Logikern und Intuitionisten. Vielleicht finden wir, dass einige Wahrheiten analytisch sind und andere nicht?
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/SaD/Sprachlernen/Quine: der SaD, den der Intuitionismus ablehnt, ist nicht auf solche Weise mit dem Lernen von „oder“ verknüpft! Es liegt vielmehr an dem blinden Fleck der Alternation.
Pointe: vielleicht sollte man den SaD, (Quine: „Gesetz“) der nur aus unserer Sicht wahr ist, nur als synthetisch ansehen.
Quine V 116
Analytisch/Analytizität/Quine: die analytischen Sätze sind eine Teilklasse der reiz analytischen Sätze, denen zuzustimmen jeder Sprecher einer Sprachgemeinsacht disponiert ist. QuineVsCarnap: doch auch jetzt haben wir keinen so strengen Unterschied zu den synthetischen Sätzen.
Lösung/Quine: These: Sätze, die von vielen zuerst gelernt wurden, sind der Analytizität näher als Sätze, die nur von wenigen gelernt wurden. Die analytischen Sätze sind die, die von allen so gelernt werden. Diese Extremfälle unterscheiden sich aber nicht wesentlich von den benachbarten. Man kann auch gar nicht immer angeben, welche es sind.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsCarnap Ayer Vs Carnap, R.
 
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AyerVsKohärenztheorie:es gibt viele konkurrierende Systeme, deren Akzeptanz von Kulturkreis der Wissenschaftler abhängt. VsCarnap: ihm schwebte vor, daß nur eines dieser Systeme akzeptiert werden würde. Das heißt aber schon, die Grenzen der Kohärenztheorie zu überschreiten! I 292
A.J.Ayer
I A.J. Ayer Wahrheit, aus G. Skirbekk (Hrsg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt/M 1996
II Hügli/Lübke (Hrsg.) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
VsCarnap Carnap Vs Carnap, R.
 
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VI XXI
Extensionalitätsthese/Carnap: (1928):These: alle Aussagen sind extensional. Selbstkritik CarnapVsCarnap: (1961) ist in dieser Form nicht richtig.
Neu: schwächere Form: jede nicht extensionale Aussage ist in eine logisch äquivalente Aussage in einer extensionalen Sprache übersetzbar.

extensionale Methode/Carnap: besteht im Grunde nur darin, für das ganze Konstitutionssystem eine extensionale Sprache zu verwenden.
Selbstkritik: (1961) das ist nicht klar: man konnte den Eindruck haben, als sei für die Gültigkeit einer Nachkonstruktion des Begriffs A durch einen Begriff B schon hinreichend, daß B den gleichen Umfang wie A hätte.
Vs: in Wirklichkeit muß jedoch die stärkere Bedingung erfüllt sein, daß die Umfangsgleichheit nicht nur zufällig besteht, sondern mit Notwendigkeit! (Aufgrund von logischen Regeln oder von Naturgesetzen).

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsCarnap Danto Vs Carnap, R.
 
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CarnapVsHeidegger: leugnete, ein Satz wie »das Nichts nichtet« sei nachprüfbar. DantoVsCarnap: ein Gefühl der Angst kennen wir alle. Warum sollte es weniger empirisch seien als das Sehen eines Tisches. Carnap I 89

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsCarnap Davidson Vs Carnap, R.
 
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I 96
DavidsonVsCarnap: In der Philosophie hat man den Fehler gemacht anzunehmen, jegliche Rechtfertigung der empirischen Erkenntnis müsse auf die Sinneserfahrung zurückgehen. Wenn das zutrifft, hat die Erkenntnistheorie keinen Bedarf an rein privaten subjektiven Gegenständen des Bewusstseins.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsCarnap Feyerabend Vs Carnap, R.
 
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I 242
Carnap: der Physiker nimmt an, daß die Welt nur widerspruchsfreie theoretische Systeme enthält. FeyerabendVsCarnap: nun ist die einzige Möglichkeit, zu entscheiden, ob eine bestimmte Eigenschaft für die Wissenschaft notwendig ist, eine funktionale Untersuchen post festum. Das führt geradewegs zur Geschichte zurück, die die Daten für eine solche Untersuchung liefert., man hat keine Möglichkeit, ein bestimmtes vorgeschlagenes System zu beurteilen.
I 362
Carnap: Leitgedanke: neue und abstrakte Sprachen können nicht direkt eingeführt werden, sondern müssen zunächst mit einer schon vorhandenen Beobachtungsprache verknüpft werden. (FeyerabendVs).

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979
VsCarnap Field Vs Carnap, R.
 
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I 118
FieldVsCarnap: obwohl mein Ansatz ähnlich ist wie der von Carnap in Meaning and Necessity, 1. bezieht er sich überhaupt nicht auf Bedeutung. Also nicht "Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten" ((s) >Bedeutungspostulate).
2. meine Behandlung freier Variablen erfordert nicht die Einführung von "Individualbegriffen" und ist durchweg anti essentialistisch. (FieldVsEssentialismus): keine Formel der Form "MB" ist wahr in einem Modell im Hinblick auf eine Zuschreibungsfunktion, wenn es nicht auch wahr ist in dem Modell in Bezug auf jede andere Zuschreibungsfunktion. Nino Cocchiarella/Carnap/Field: Cocchiarella: ("On the primary and secondary semantics of logical necessity"): ähnlicher Ansatz wie Carnap: FieldVsCocchiarella/FieldVsRamseyFieldVsCarnap: führt zu Ramseys bizarrer Konklusion, daß Bsp "es ist möglich, daß es wenigstens 10 10 hoch10 Gegenstände gibt" logisch falsch ist, wenn die Welt zufällig (empirisch) weniger Objekte enthält.
FieldVsCarnap: 3. seine Idee, daß modale Begriffe als von semantischen Begriffen abgeleitet sind, sollte modifiziert werden, Field: gerade anders herum! (QuineVsField).
II 186
referentielle Unbestimmtheit/Referenz/Theoriewechsel/Referenzwechsel/Bedeutungswandel/Field: wir haben jetzt alle Komponenten für die Unbestimmtheit der Referenz: Nur (HR) und (HP) bleiben übrig, schließen sich aber gegenseitig aus. Dabei gibt es keine Tatsache, auf deren Basis man sich für eine von beiden entscheiden könnte.
Vs: man könnte einwenden, daß uns lediglich zusätzliche Information fehlt.
FieldVsVs: dann müßte man aber jetzt schon sagen können, welche Art von Information das sein sollte. Und wir haben schon festgestellt, daß es hier keine Tatsache geben kann.
„Masse“/Newton/Denotation/Referenz/Field: es ist nicht so, daß wir nicht wüßten, was Newtons „Masse“ denotierte, sondern daß Newtons Wort referentiell unbestimmt wahr. (Weil wir nicht wissen welches von beiden, (HR) oder (HP) ausgeschlossen werden sollte.
II 187
Die Wahrheit und Falschheit von (4R) und (5P) kann nicht auf der Basis dessen erklärt werden, worauf Newton referierte. FieldVsReferentielle Semantik/FieldVsCarnap: diese wird durch diese Unbestimmtheit der Referenz ausgeschlossen.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsCarnap Fodor Vs Carnap, R.
 
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II 111
formale Sprache/ideale Sprache/Carnap: Angenommen, wir hätten drei künstliche Sprachen L1, L2, und L3, von denen jede als mögliche Idealisierung der natürlichen Sprache L gilt. Der Satz S aus der Sprache L soll
in L1 analytisch,
in L2 synthetisch und in L3 keins von beidem sein.
Woher wissen wir, ob S in Wirklichkeit analytisch, synthetisch oder keins von beidem ist? Von einer Theorie verlangen wir, dass sie diese Frage beantwortet.
FodorVsCarnap: die Theorie hätte die Begriffe analytisch in L , synthetisch in L usw. zu explizieren. Das tut aber keine der Sprachen, die Carnap und seine Nachfolger entwickelt haben. Daher sind sie keine Idealisierungen der natürlichen Sprachen.
II 112
Solange diese Idealisierungen darüber hinaus Begriffe verwenden, die für natürliche Sprachen nicht interpretiert sind, beanspruchen sie zu Unrecht, etwas zu erklären. Dann haben wir keine Möglichkeit, Abweichungen festzustellen.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsCarnap Goodman Vs Carnap, R.
 
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II 67
GoodmanVsCarnap/Reduktionssätze: ziemlich abwegig, das Ganze, nach meiner Auffassung hat die Philosophie die Aufgabe, die Wissenschaft- (und die Alltagssprache) zu explizieren, nicht zu beschreiben. Die Explikation (>Explikation, Quine) muß auf die vorsystematische Verwendung der Ausdrücke Rücksicht nehemn, braucht sich aber nicht an dei Reihenfolge zu halten. Es geht vor allem um Saprsamkeit und vereinheitlichung.
Schurz I 219
glau/grot/rün/Goodman/Schurz: logische Form: (B: beobachtet. G*: grot) G*: ‹› ((Bxt0 > Gx) u (~Bxt0 > Rx)).
Sa: Smaragd.
Stichprobe: {a:1 ‹ i ‹ n}
Dann sind die Behauptungen
Sai u Bat0 u Gai und
Sai u Bat0 u G*ai
Definitorisch äquivalent.
Wenden wir den induktiven Verallgemeinerungsschluss sowohl für "grün" als auch für "grot" an, so ergibt unser Sample die beiden Allhypothesen
H:= "Alle Smaragde sind grün" und
H*: = "Alle Smaragde sind grot".
Problem: H und H* implizieren aber für alle nicht vor t0 beobachteten Smaragde widersprüchliche Prognosen (grün kontra rot).
Schurz: zu subjektiv induktiven Vertauschbarkeitsannahmen besteht folgender Zusammenhang: für reguläre Wahrscheinlichkeits Funktionen kann die Vertauschbarkeitsannahme nicht zugleich für ein Prädikat (Gx) und sein pathologisches Gegenstück (G*) Geltung besitzen.
Frage: nach welchen Kriterien sollen wir entscheiden, welche Prädikate wir als vertauschbar bzw. induktiv projizierbar ansehen? Viele Kriterien wurden vorgeschlagen und erwiesen sich als untauglich.
Carnap: (1947,146, 1976, 211): These: nur qualitative Prädikate sind induzierbar (projizierbar) „glau“ ist ein
Def „positionales“ Prädikat/Carnap, d.h. ein Prädikat, das in seiner Definition auf den Zeitpunkt t0 Bezug nimmt. Bsp glau.
Def qualitatives Prädikat/Carnap: hat keinen definitorischen Bezug auf Individuenkonstanten.
GoodmanVsCarnap: (Goodman 1955/75, 105): Problem der Sprachabhängigkeit (sic: Abhängigkeit): durch wechselseitige Umdefinition kann man von unserer Sprache (mit "grün" und "rot") zu einer in ihrer Ausdrucksstärke äquivalenten Sprache übergehen, in der "grot" und "rün" (G*x, R*x) als Grundbegriffe (Grundprädikate) fungieren:
Umdefinition/Sprachabhängigkeit/logische Form:
Sprache L (Gx,Rx primitiv) Sprache L* (G*x, R*x primitiv)
Definitionen in L Definitionen in L*
G*x: ‹› ((Bxt0 > Gx) u (~Bxt0 › Rx)) Gx: ‹› ((Bxt0 › G*x) u (~Bxt0 › R*x))
R*x: ‹› ((Bxt0 › Rx) u (~Bxt0 › Gx)) Rx: ‹› ((Bxt0 > R*x) u (~Bxt0 › G*x)).
Lösung/Schurz: man kann zwischen qualitativen und positionalen Prädikaten sprachunabhängig in Bezug auf ostensive Erlernbarkeit unterscheiden!
I 220
GoodmanVsInduktion/Schurz: damit ist aber noch nicht beantwortet, warum sich Induktion auf qualitative und nicht auf positionale Prädikate stützen soll. Induktion besteht darin, bisher als konstant beobachtete Muster in die Zukunft zu verlängern. Um Induktionsregeln sinnvoll formulieren zu können, müssen wir wissen, was konstant blieb! Und das hängt von den qualitativen Merkmalen ab. Positionale Merkmale sind Pseudomerkmale.
Pointe: dass Individuen "konstant" "grot" sind heißt, dass sie zu t0 ihre Farbe von grün nach Rot verändern.
In diesem Fall haben wir "Antiinduktion" und nicht Induktion betrieben. Das ist der Grund, warum wir (mit Carnap) für Induktionsregeln Grundprädikate für qualitative und nicht positionale Merkmale haben.

Stegmüller IV 30
Wittgenstein/Stegmüller: (BMG § 3/Bemerk. Grundl. der Mathematik): "Wie weiß ich, dass ich im Verfolgen der Reihe +2 schreiben muss "20.004, 20.006" und nicht "20.004, 20.008"?
IV 31
"Wie weiß ich, dass diese Farbe "rot" ist?" Kripke: das Grundproblem der Mathematik ist mit dem Grundproblem der Empfindungssprache identisch.
glau/CarnapVsGoodman: "rot" usw sind rein qualitative Prädikate,
Goodmans "glau" usw. sind positionale Prädikate.
glau/GoodmanVsCarnap: die Unterscheidung qualitativ/positional ist auf eine jeweilige Basissprache zu relativieren.
Diese könnte auch grot/rün als Basisprädikate enthalten, dann müssten "rot" und "grün" in Bezug auf einen Zeitpunkt interpretiert werden!
IV 32
Dann sind die Zuschreibungen "qualitativ"/"positional" vertauscht!

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsCarnap Husserl Vs Carnap, R.
 
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Chisholm II 148
Erwähnung/Gebrauch/Husserl/Mulligan/Smith: (HusserlVsCarnap): die Erwähnung (abnormaler Gebrauch) von b in Anführungszeichen ist parasitär zum ursprünglichen Gebrauch. Man muß wissen, was ’ b’ ist, um ’ "b" ’ gebrauchen zu können. Der unmodifizierte und der modifizierte Gebrauch müssen also etwas Gemeinsames haben.
Erwähnung/Husserl: ist eine nominale Funktion.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsCarnap Kant Vs Carnap, R.
 
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Stroud I 173
Transzendentaler Idealismus/KantVsCarnap/Stroud: würde sagen, dass er nicht falsch sein könnte, weil er notwendig ist, um alle anderen sinnvollen Fragen empirisch zu klären. CarnapVsKant: nach dem Verifikations-Prinzip ist das aber eine „Pseudo-Theorie“, die gar nichts erklären oder garantieren kann.
Sinn/sinnvoll/CarnapVsKant: damit etwas sinnvoll ist, müssen wir den Wahrheitswert (WW) der Sätze kennen können, die die entsprechenden Ausdrücke enthalten.
schwächer: wir müssen einen Grund angeben können, warum es besser ist, die Wahrheit von etwas zu glauben, als seine Falschheit.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsCarnap Lewis Vs Carnap, R.
 
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Field II 196
Theoretische Termini/TT/Ramsey-Satz/Carnap/Lewis/Field: (Carnap 1956, Kap.26, Lewis 1979b,1972). Theoretischer Term/Einführung/Inhalt/Ramsey-Satz/Carnap: wenn ein neuer TT eingeführt wurde durch eine Theorie Θ(T), dann ist der Inhalt der Theorie gleich dem Inhalt des Ramsey-Satzes (Ex)Θ(x).
einzige Realisierung: in diesem Spezialfall, wo (E!x)Θ(x) ist, können wir sagen, daß T das einzige Ding denotiert das Θ(x) erfüllt.
multiple Realisierung: Problem: was denotiert der theoretische Term T hier? (>Funktionalismus, Turingmaschine).
Er scheint etwas denotieren zu müssen, denn sonst können wir nicht erklären warum Θ(T) wahr ist (und das muß er nach Carnaps These, daß er den Inhalt von (Ex)Θ(x) hat ("has the content")).
Lösung/Carnap: wenn Θ (x) multipel realisiert ist, dann denotiert T ein beliebiges der Dinge, die Θ(x) erfüllen.
LewisVsCarnap: das ist unplausibel, weil nicht zu erklären ist, wie der Verwender von T es schafft, ein besonderes Ding statt einem anderen herauszugreifen.
Field II 197
Inhalt/TT/Ramsey-Satz/Lewis/Field: Lewis sah sich (wahrscheinlich widerstrebend) gezwungen, als Inhalt nicht den Ramsey-Satz Ex Θ (x) anzunehmen, sondern den modifizierten Ramsey-Satz: (E! x) Θ (x) ((s) der ein einziges Ding annimmt). D.h. daß die Theorie falsch ist, wenn Θ(x) multipel realisiert ist, so daß T als denotationslos aufgefaßt werden kann. Dann gibt es keine Mehrdeutigkeit.
LewisVs: (1970b) dafür zahlt man einen hohen Preis: denn wenn jemand behauptet Θ (T) dann ist es völlig unplausibel, daß er sich damit festlegt zu behaupten, daß nichts anderes als T Θ (x) erfüllen kann.
LewisVs: (1972): noch schlimmer: hier wurde das auf den Funktionalismus angewendet, der schließlich von multipler Realisierung lebt.
multiple Realisierung/Funktionalismus/Field: viele Autoren wollen sogar mR in ein und dem selben Organismus zur selben Zeit zulassen.
partielle Denotation/Lösung/Field: Lewis könnte einfach sagen, daß (wie Carnap sagt) der Inhalt von Θ (T) einfach der Ramsey-Satz (Ex) Θ (x) ist und wenn Θ (x) multipel realisiert ist, dann denotiert T partiell jeden der Realisierer.
Lewis IV 88
Theoretische Termini/TT/Definition/Kennzeichnung/Lewis: nachdem wir die TT mit Kennzeichnungen definiert haben, können wir sie auch mit ihrer Hilfe eliminieren. Damit erhalten wir O Sätze. Def erweitertes Postulat/Lewis: das Postulat von T, das wir durch Ersetzung der TT durch Kennzeichnungen erhalten (O Satz).
Es besagt, dass die Theorie T realisiert ist durch das n Tupel der ersten, zweiten...Komponente der einzigen Realisierung von T.
Das erweiterte Postulat ist definitorisch äquivalent mit dem Postulat.
Es besagt, dass die Theorie einmalig realisiert ist.
Es ist logisch äquivalent mit einem kürzeren O Satz, der das gleiche in kürzerer Form besagt.
Das nennen wir den "Satz der einzigen Realisierung von T":
IV 89
Ey1...yn (x) x1...xn (T[x1,,,xn] ↔ . y1 = x1 & ..& yn = xn LewisVsCarnap: dann ist das Postulat wahr dann und nur dann, wenn die Theorie einmalig realisiert ist.
Problem:
das erweiterte Postulat ist ein O Satz der stärker ist als der Ramsey Satz, der bloß sagt, dass es wenigstens eine Realisierung gibt.
Dennoch, wenn die Definitions Sätze Teil von T sind, dann ist das erweitere Postulat ein Theorem von T.
Dann ergeben uns die Definitionen Theoreme, die nicht ohne sie hätten abgeleitet werden können.
D.h. da die Definitionen selbst, anders als der Carnap Satz, nicht logisch vom Postulat impliziert sind.
Deshalb, wenn wir behaupten wollen, dass die Definitionssätze von T korrekte Definitionen sind, müssen wir die Idee aufgeben, dass die Theoreme alle und nur die logischen Konsequenzen des Postulats von T sind. Und das geben wir gerne auf.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsCarnap Putnam Vs Carnap, R.
 
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Goodman II Putnam Vorwort V
Carnap/Putnam: laut Putnam ständige Tendenz, Begriffe mit ihren syntaktischen Darstellungen zu identifizieren (Put I 48)(Philolex)
Carnap machte den Vorschlag: ein Prädikat könne auch an sich disjunktiv oder nichtdisjunktiv sein, PutnamVsCarnap: "logischer Himmel" "soll uns sagen" "metaphysischer Zeigestock".

Lewis IV 85
partielle Interpretation/PutnamVsCarnap: Theorien mit falschen Beobachtungskonsequenzen haben überhaupt keine Interpretation! Denn sie haben kein "Modell" das "Standard" ist in bezug auf die Beobachtungsbegriffe..
IV 85/86
Putnam: solche Interpretationen sind dann falsch, nicht sinnlos! Sinn/Theorie/LewisVsPutnam: die theoretischen Termini (TT) sind hier auch nicht sinnlos, sondern denotationslos (bezeichnungslos): ihr Sinn wird durch ihre Denotation in jenen möglichen Welten gegeben, in denen die Theorie einmalig realisiert ist und daher dort keine falschen Konsequenzen hat.
Einen Sinn haben sie genauso wie der referenzlose Term "Nikolaus".

Putnam V 244
Schmerz/physikalischer Gegenstand/Putnam: es fällt schwer einzusehen, dass die Aussage, vor jemandem stehe ein Tisch, leichter zu akzeptieren sei, als die Aussage, jemand habe Schmerzen. Popper/Carnap: würden erwidern: der methodologische Unterschied besteht darin, dass das eine öffentlich, dass andere privat ist.
PutnamVsPopper/VsCarnap: beide übertreiben das Ausmaß, in dem Beobachtungen physikalischer Gegenstände stets öffentlich überprüfbar sind.

V 250
Methode/Wissenschaft/PutnamVsCarnap: viele Philosophen haben (fälschlich) geglaubt, die Wissenschaft gehe nach einer Methode vor.(z. B. Carnap).
Putnam I 42
Carnap/Putnam: (Logischer Aufbau der Welt) Schlusskapitel: bringt eine Skizze des Verhältnisses von Dingsprache zu Empfindungs Sprache, die keine Übersetzung darstellt! PutnamVsCarnap/PutnamVsPhänomenologie: das läuft auf die alte Behauptung hinaus, wir würden uns die Dingtheorie heraussuchen, die am "einfachsten" und nützlichsten ist.
Es gibt keinen Nachweis, warum ein Positivist berechtigt ist, über materielle Dinge zu quantifizieren (oder auf sie zu referieren).
Phänomenologie/Putnam: nach ihrem Scheitern gab es zwei Reaktionen:
1. Theorien sollten nicht mehr als Aussagensysteme aufgefasst werden, die eine vollkommen verständliche Interpretation haben müssen, sie werden nun als Kalküle mit dem Ziel aufgefasst, Voraussagen zu machen.
I 43
2. Übergang von der phänomenalistischen Sprache zu einer "Sprache beobachtbarer Dinge" als Basis der Reduktion. D.h. man sucht eine Interpretation physikalischer Theorien in der "Sprache der Dinge", nicht in der "Empfindungssprache".
Putnam I 46
Einfachheit/Putnam: bringt hier nichts: die Konjunktion von einfachen Theorien muss nicht einfach sein. Def Wahrheit/Theorie/Carnap: die Wahrheit einer Theorie ist die Wahrheit ihres Ramsey Satzes.
PutnamVsCarnap: das ist wieder nicht dieselbe Eigenschaft wie "Wahrheit"!
(I 46 +: Hilbertsches Epsilon, Formalisierung von Carnap: zwei Theorien mit gleichem Terminus).

Putnam I 48
Sprache/Syntax/Semantik/PutnamVsCarnap: dieser hat die ständige Tendenz, Begriffe mit ihren syntaktischen Darstellungen zu identifizieren Bsp mathematische Wahrheit mit der Eigenschaft, ein Theorem zu sein.
I 49
Wenn er erfolgreich gewesen wäre mit seiner formalen Sprache, dann wäre sie aber deshalb erfolgreich gewesen, weil sie einem vernünftigen Maß der Wahrscheinlichkeit über eine Menge von Sachverhalten entsprochen hätte gerade das ist es aber, was der Positivismus ihn nicht zu sagen erlaubte!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsCarnap Quine Vs Carnap, R.
 
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Willard V. O. Quine
Carnap VII 151
intensionalistische These der Pragmatik/CarnapVsQuine: die Bestimmung der Intension ist eine empirische Hypothese, die durch Beobachtung der Sprachgewohnheiten überprüft werden kann.extensionalistische These/QuineVsCarnap: die Bestimmung der Intension ist letztlich eine Geschmacksfrage, der Linguist ist frei, weil es nicht überprüft werden kann. Dann stellt sich aber auch nicht die Frage nach der Wahrheit und Falschheit. Quine: das fertiggestellt Lexikon ist ex pede Herculem d.h. wir riskieren einen Irrtum, wenn wir am Fußende beginnen. Aber wir können daraus einen Vorteil ziehen! (?)
Wenn wir im Fall des Lexikons hingegen (?) eine Definition der Synonymität hinauszögern, taucht kein Problem auf, als nichts für Lexikographen, das wahr oder falsch wäre.
VII 154
Intension/Carnap: wesentliche Aufgabe: herauszufinden, welche Variationen eines gegebenen Exemplar in verschiedener Hinsicht (z.B. Größe, Gestalt, Farbe) im Bereich des Prädikats zugelassen sind. Intension: kann als Bereich des Prädikats definiert werden.
QuineVsCarnap: könnte antworten, daß der Mann auf der Straße nicht willens sei, etwas über nichtexistierende Gegenstände zu sagen.
VII 155
CarnapVsQuine: die Prüfungen, die die Intensionen betreffen, sind von Existenzfragen unabhängig. Der Mann auf der Straße ist sehr wohl imstande, Fragen in Bezug auf angenommene kontrafaktische Situationen zu verstehen.
Lanz I 271
QuineVsCarnap: Kritik an der Unterscheidung analytisch/synthetisch. Diese Unterscheidung war für den logischen Empirismus wichtig, weil sie ein Verständnis der Philosophie ermöglicht, das der Philosophie eine selbständige Aufgabe zuweist, die klar von derjenigen der empirischen Wissenschaften verschieden ist! Quine untergräbt diese Voraussetzung: das Los von Begriffen ist nicht unabhängig von ihrem Gebrauch in empirischen Theorien!
I 272
Es gibt keine begrifflichen Wahrheiten, die immun wären gegenüber dem Wandel solcher Theorien. Philosophie und Wissenschaften liegen auf ein und denselben Kontinuum.
Newen I 123
Quine/Newen: steht wie Carnap im Geist des Empirismus, hat diesen aber radikal modifiziert.
I 124
Gedanke/Frege: nichtreduzierbar. Gedanke/QuineVsFrege: strebt eine reduktive Erläuterung von Satzinhalten an(wie Carnap).
Basis/QuineVsCarnap: nicht individuelle Sinnesdaten, sondern objektiv beschreibbare Reize.
Satzbedeutung/Quine/Newen: ist durch zwei mengen bestimmt:
1. die Menge der Reize, die zu Zustimmung führt
2. die Menge der reize, die zu Ablehnung führt.
Das gilt aber nur für Gelegenheitssätze.
I 125
Def kognitiv äquivalent/Quine/Newen: = bedeutungsgleich: sind zwei Sätze, wenn sie das gleiche Zustimmungs- bzw. Abbildungsverhalten nach sich ziehen. Für die gesamte Sprache: wenn das für alle Sprecher gilt.
QuineVsCarnap: Sätze haben Vorrang vor Worten.

Quine I 73
QuineVsCarnap: Unterschiede zu Carnaps empirischer Semantik: Carnap schlägt vor, Bedeutung zu erkunden, indem man die Versuchsperson fragt, ob sie ihn unter verschiedenen vorgestellten Umständen die ihr beschrieben werden, anwenden würde. Vorteil: Gegensätze von Termini wie "Kobold" und "Einhorn" werden bewahrt, auch wenn es in der Welt an Beispielen fehlt, die dergestalt voneinander abstechen können.
I 74
Quine: denselben Vorteil weist die Reizbedeutung auf, da es Reizmuster gibt, die zur Zustimmung zur Frage "Einhorn?" veranlassen würden, nicht aber zu "Kobold?" QuineVsCarnap Carnaps Ansatz setzt Entscheidungen darüber voraus, welche Beschreibungen imaginärer Zustände zulässig sind. So wäre z.B. "Einhorn" in Beschreibungen zur Sondierung der Bedeutung von "Einhorn" unerwünscht. Unterschied:
Quine schränkt den Gebrauch unerfüllter Konditionalsätze auf den Forscher ein, Carnap lässt seinen Forscher solche Urteile dem Gewährsmann selbst zur Beurteilung vorlegen. Reizbedeutung kann schon in den ersten Stadien der radikalen Übersetzung ermittelt werden, wo Carnaps Fragebogen noch gar nicht zur Verfügung steht.
Quine: Theorie hat in erster Linie mit Sätzen,
Carnap: mit Termini zu tun.

I 466
Carnap vertritt schon lange die Ansicht, dass die echten Probleme der Philosophie sprachlich sind. Pragmatische Fragen, die unser Sprachverhalten betreffen, nicht Gegenstände. Warum sollte dies nicht auf theoretische Fragen allgemein zutreffen?
I 467
Das geht Hand in Hand mit dem Analytizitätsbegriff.(§ 14) Schließlich lassen sich die theoretischen Sätze im allgemeinen nur pragmatisch rechtfertigen. QuineVsCarnap: Wie kann Carnap da eine Linie ziehen und behaupten, für gewisse Bereiche gälte das nicht?
Dennoch merken wir, dass es einen Übergang von Aussagen über Gegenstände zu Aussagen über Wörter gibt, wenn wir etwa von Fragen über die Existenz von Einhörnern zu Fragen über die Existenz von Punkten und Kilometern Klassen übergehen.

Durch das vielgebrauchte Verfahren des "semantischen Aufstiegs": der Übergang von Aussagen über Kilometer zu Aussagen über "Kilometer". Von der inhaltlichen zur formalen Redeweise. Es ist der Übergang von der Rede in bestimmten Begriffen zur Rede über diese Begriffe.
Es ist genau der Übergang, von dem Carnap meint, er entkleide philosophische Fragen ihres trügerischen Scheins und lasse sie in ihrer wahren Gestalt hervortreten.
QuineVsCarnap: diesen Teil akzeptiere ich jedoch nicht. Der semantische Aufstieg, von dem ich spreche, lässt sich überall anwenden. (Carnap: "inhaltlich" kann man auch "material" nennen.)
Bsp Wenn es darauf ankäme, ließe sich der Satz "In Tasmanien gibt es Wombats" so paraphrasieren: ""Wombat" trifft auf einige Lebewesen in Tasmanien zu".

IV 404
Carnap/(logische Partikel): (»Der logische Aufbau der Welt«): These: es ist grundsätzlich möglich, alle Begriffe auf das unmittelbar Gegebene zurückzuführen. QuineVsCarnap: das ist zu reduktionistisch: Dispositionsbegriffe wie »löslich« können nicht so definiert werden. (Von Carnap selbst später erkannt).
IV 416
QuineVsCarnap: Wozu all die erfinderischen Rekonstruktionen? Letztlich sind Sinnesreizungen das einzige, was wir haben. Wir müssen ermitteln, wie daraus das Bild der Welt konstruiert wird. Warum sich nicht mit Psychologie begnügen?
V 28
Disposition/Quine: Problem: die Angewiesenheit auf gewisse ceteris paribus Klauseln. Mögliche Störungen müssen ausgeschaltet sein. Lösung: einige Autoren: (z.B. Chomsky) Rückzug auf Wahrscheinlichkeiten.
V 29
Carnap: statt Wahrscheinlichkeit: Reduktionssätze als Idealisierungen aufgefasst, an denen Korrekturen stattfinden. Diese Korrekturen fasst Carnap als Umdefinitionen auf, d.h. sie führen zu analytischen Sätzen, die aus der Bedeutung wahr sind.
QuineVsCarnap: ich mache keine Unterscheidung zwischen analytischen und anderen Sätzen.
V 30
Reflexe/Holt/Quine: später konditionierte sind nicht grundsätzlich verschieden von angeborenen. Sie bestehen aus Nervenbahnen mit verringertem Widerstand. Quine: so kann man Dispo auch als diese Bahn selbst auffassen! ((s) Also quasi körperlich. Eben als physikalischen Zustand.)
Disposition/GoodmanVsQuine: ein Dispositionsausdruck ist ein Wechsel auf eine schließlich mechanische Beschreibung und daher zirkulär. Die mechanistischen Termini werden letztlich implizit Dispositionstermini sein.
QuineVsGoodman/QuineVsCarnap: ich bin, anders als die beiden, mit einem theoretischen Wortschatz zufrieden, von dem einige physikalische Grundprädikate zunächst mit Hilfe der Dispo Redeweise gelernt wurden. (Heuristische Rolle).

VII 40
Seine Arbeit ist aber immer noch nur ein Fragment des ganzen Programms. Seine Raum Zeit Punkt Quadrupel setzen eine bewegungsarme Welt voraus ("laziest world"). Prinzip der geringsten Bewegung, soll der Leitfaden für eine Konstruktion einer Welt aus der Erfahrung sein.
QuineVsCarnap: er schien nicht zu bemerken, dass es seiner Behandlung physikalischer Objekte an Reduktion mangelte! Die Quadrupel maximieren und minimieren gewisse allgemeine Eigenschaften (over all features) und mit zunehmender Erfahrung werden die Wahrheitswerte im selben Sinn revidiert.

X 127
Logische Wahrheit/Carnap: These: nur die Sprache und nicht die Beschaffenheit der Welt macht sie wahr. Wahrheit/logische Wahrheit/QuineVsCarnap: ist keine rein linguistische Sache.
Logik/QuineVsCarnap: die beiden Zusammenbrüche, die wir gerade gesehen haben, ähneln sich in Form und Wirkung:
1. Die Logik ist wahr aufgrund der Sprache nur insofern, als sie trivialerweise wahr aufgrund von allem und jedem ist.
2. Die Logik ist untrennbar von der Übersetzung nur insofern, als alles Evidente von der Übersetzung untrennbar ist.
Logik/Sprache/Quine: für die linguistische These scheint der semantische Aufstieg zu sprechen.
QuineVs: das Prädikat „wahr“ (W Prädikat) ist schon vorhanden und hilft gerade, die Logik von der Sprache zu trennen, indem es auf die Welt zeigt.
Logik: spricht zwar viel von Sprache, ist aber auf die Welt und nicht auf die Sprache orientiert. Das wird vom W Prädikat bewirkt.
X 133
Wir lernen die Logik, indem wir die Sprache lernen. VsCarnap: das unterschiedet aber die Logik nicht von anderen Gebieten des Alltagswissens!

XI 99
QuineVsProtokollsatz/QuineVsCarnap/Lauener: beschreibt private, nicht öffentlich zugängliche eigenpsychische Erlebnisse.
XI 129
Intension/Carnap/Lauener: (Meaning and Necessity): versucht Intensionen einzuführen, ohne sich dadurch in eine Metaphysik zu verwickeln. QuineVsCarnap: man kann nicht die Vorteile einer Theorie genießen, ohne die ontologische Rechnung zu begleichen. Daher müssen die angenommenen Gegenstände Werte der Variablen sein.
Eine andere Art wäre zu sagen, dass bestimmte Prädikate zutreffen müssen, damit die Theorie wahr wird. Aber das heißt so viel wie dass es die Gegenstände sind, die Werte der Variablen sein müssen.
Auf jeden Wert trifft ein Prädikat oder dessen Negation zu. ((s) >durchgängige Bestimmung).
XI 130
Umgekehrt ist alles, worauf ein Prädikat zutrifft, ein Wert einer Variablen. Denn ein Prädikat ist ein offener Satz.
XI 138
Ontologie/Carnap/Lauener: Bsp „x ist ein Ding“: auf höherer Allgemeinheitsstufe beziehen sich Existenzannahmen nicht mehr auf die Welt, sondern nur noch auf die Wahl eines geeigneten sprachlichen Rahmenwerks. QuineVsCarnap: das ist bloß ein gradueller Unterschied.
XI 142
Ontologie/Carnap/Lauener: (vorübergehend vertreten): These: philosophische Fragen sind immer Fragen nach dem Sprachgebrauch. semantischer Aufstieg/QuineVsCarnap: dieser darf nicht für ontologische Ausweichmanöver missbraucht werden.
XI 150
Ding/Gegenstand/Carnap/Lauener: Dinge anzunehmen bedeutet nur die Wahl einer gewissen Sprache. Es heißt nicht, an diese Dinge zu glauben.
XI 151
CarnapVsQuine: sein Existenz Kriterium (Wert einer gebunden Variablen zu sein) hat insofern keine tiefere Bedeutung, als darin nur eine Sprachwahl zum Ausdruck kommt. QuineVsCarnap: Sprache und Theorie können nicht so getrennt werden. Wissenschaft ist die Fortsetzung unserer täglichen Praxis.

XII 69
QuineVsCarnap/QuineVsAllwörter: es wird nicht gesagt, worin das Merkmal für den Geltungsbereich genau besteht. ontologische Relativität/QuineVsCarnap: lässt sich nicht durch interne/externe Frage-, Allwörter oder universelle Prädikate erhellen. Sie hat nichts mit universellen Prädikaten zu tun. Die Fragen nach einer absoluten Ontologie sind sinnlos. Dass sie in Bezug auf einen Rahmen sinnvoll sind, liegt im allgemeinen nicht daran, dass die Rahmentheorie einen umfassenderen Bereich hat.
absolute Ontologie/Quine: was sie sinnlos macht, ist nicht ihre Universalität sondern ihre Zirkularität.
Bsp „Was ist ein F?“ kann nur im Rückgriff auf einen weiteren Term beantwortet werden: „Ein F ist ein G“.

XII 89
Erkenntnistheorie/Geltung/Gültigkeit/QuineVsCarnap: Humes Problem (allg. Aussagen + Aussagen über Zukunft sind ungewiss, wenn als über Sinnesdaten oder Sinneseindrücke verstanden) ist bis heute ungelöst. Carnap/Quine: seine Konstruktionen hätten ermöglicht, alle Sätze über die Welt in Sinnesdaten bzw. Beobachtungsbegriffe plus Logik und Mengenlehre zu übersetzen.
XII 90
QuineVsCarnap: die bloße Tatsache, dass ein Satz mit logischen, mengentheoretischen und Beobachtungstermen ausgedrückt ist, bedeutet nicht, dass er sich mit logischen und mengentheoretischen Mitteln aus Beobachtungssätzen beweisen ließe. ((s) Ausdrucksmittel sind keine Beweismittel. (innen/außen, Ebene, Zirkel).)
Erkenntnistheorie/Quine: Pointe: die Wahrheiten über die Natur mit der vollen Autorität der unmittelbaren Erfahrung ausstatten zu wollen, ist ebenso zum Scheitern verurteil wie die Rückführung der Wahrheiten der Mathematik auf die potentielle Einsichtigkeit der elementaren Logik.
XII 91
Carnap/QuineVsCarnap: wenn Carnap seine Konstruktion erfolgreich durchgeführt hätte, wie hätte er wissen können, ob es die richtige ist? Die Frage wäre leer gewesen! Jede wäre befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Das ist die rationale Rekonstruktion.
Def rationale Rekonstruktion/Carnap/Quine: Konstruktion physikalistischer Aussagen aus Beobachtungsbegriffen, logischen und mengentheoretischen Begriffen.
QuineVsCarnap: Problem: wenn das erfolgreich gewesen wäre, hätte es viele solche Konstruktionen gegeben und jede wäre gleich befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalistischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Aber jede wäre auch eine große Errungenschaft gewesen.
XII 92
QuineVsCarnap: leider liefert der „Aufbau“ keine Reduktion qua Übersetzung die die physikalistischen Begriffe überflüssig machen würde. Das würde er nicht einmal, wenn seine Skizze ausgearbeitet würde. Problem: die Stelle wo Carnap erklärt, wie den Orten im physikalischen Raum und physikalischen Zeit Sinnesqualitäten zuzuordnen seien.
Das bietet aber keinen Schlüssel für die Übersetzung wissenschaftlicher Sätze in solche, die aus logischen, mengentheoretischen und beobachtungsbegriffen gebildet sind.
CarnapVsCarnap: später: („Testability and Meaning“, 1936): Reduktionssätze statt Definitionen.
XII 94
Empirismus/QuineVsCarnap: der Empirismus hat 1. aufgegeben, die Wahrheit über die Natur aus der Sinneserfahrung zu deduzieren. Damit hat er ein wesentlichen Zugeständnis gemacht.
2. hat er die rationale Rekonstruktion aufgegeben, d.h. den Versuch, diese Wahrheiten in Beobachtungsbegriffe und logisch mathematische Hilfsmittel zu übersetzen.
QuineVsPeirce: Angenommen, wir meinten, dass die Bedeutung einer Aussage in dem Unterschied besteht, den ihre Wahrheit für die Erfahrung macht. Könnten wir dann nicht in einem seitenlangen Satz der Beobachtungssprache alle Unterschiede formulieren, die die Wahrheit ausmachen könnte, und könnten wir dies dann nicht als Übersetzung betrachten?
Problem: diese Beschreibung könnte unendlich lang sein, sie könnte dann aber auch in einer unendlichen Axiomatisierung eingefangen werden.
Pointe: damit gibt der Empirist die Hoffnung auf, dass sich die empirische Bedeutung typischer Aussagen über die Realität sich ausdrücken lässt.
Quine: das Problem ist nicht eine zu hohe Komplexität für eine endliche Axiomatisierung, sondern der Holismus:
XII 95
Bedeutung/QuineVsPeirce: was normalerweise Erfahrungsimplikationen hat („Unterschied für die Erfahrung“) betrifft nur Theorien als ganze, nicht einzelne Erfahrungssätze. QuineVsCarnap: auch der „Aufbau“ müsste einer sein, in dem die Texte, in die logisch mathematische Beobachtungsbegriffe übersetzt werden sollen, ganze Theorien und nicht bloß Terme oder kurze Sätze sind.
rationale Rekonstruktion/QuineVsCarnap: wäre eine merkwürdige „Übersetzung“: sie würde das ganze (ganze Theorien) aber nicht die Teile übersetzen!
Statt von „Übersetzung“ sollten wir einfach von Beobachtungsgrundlagen von Theorien sprechen.
pro Peirce: das können wir dann sehr wohl die empirische Bedeutung der Theorien nennen. ((s) Das Zuordnen ganzer Theorien zu Beobachtungen).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsCarnap Searle Vs Carnap, R.
 
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John R. Searle
V 124/125
Axiom der Identität/SearleVsCarnap: Paradoxien beruhen auf einem Missverständnis der Funktion der Referenz: (Carnap: Austauschbarkeit salva veritate). Searle: in dieser Form ist es nicht tautologisch sondern falsch. Die Probleme sind aber trivial. (Hier nicht weiter behandelt).
Def Prinzip der Identifikation/Searle: (»drittes Axiom«) Verweisung identifiziert einen Gegenstand abgesondert von allen anderen, jederzeit.
Bedingung: dem Zuhörer muss durch die Äußerung des betreffenden Ausdrucks eine Beschreibung (Kennzeichnung) mitgeteilt werden.
V 126
Entweder durch Prädikate, die nur diesem Gegenstand zukommen, oder ostensiv. Das entspricht dem Fregeschen Diktum, dass jeder hinweisende Ausdruck einen Sinn haben muss.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsCarnap Sellars Vs Carnap, R.
 
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Carnap VI 79
Eigenpsychisches/Carnap: bedarf nicht der Vermittlung durch physische Gegenstände, sondern geschieht unvermittelt. (SellarsVsCarnap: nur durch den Erwerb der Sprache).

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
VsCarnap Tarski Vs Carnap, R.
 
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I 176
TarskiVsCarnap: die Neigung, semantische Begriffe (wie Wahrheit und Bezeichnung) aus der Diskussion auszuklammern, macht die Diskussion bruchstückhaft und unangemessen. Semantik/Tarski: sie sollte nicht den Sinn aller wissenschaftlichen Terme klären müssen. Diese Aufgabe bleibt den Wissenschaften vorbehalten, in denen die Terme gebraucht werden, und sie wird von ihnen bewältigt. Aufgabe der Semantik ist es, den Sinn des Terms "wahr" zu klären. Und diese Aufgabe wird von ihr erfüllt.

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983
VsCarnap Tugendhat Vs Carnap, R.
 
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III 213
Metasprache/Tugendhat: bei der Übersetzung in die Metasprache wird vorausgesetzt, dass wir die metasprachlichen Zeichen "verstehen". Sonst wären wir über die Syntax ja nicht hinausgekommen. Was wir dann verstehen, der Sinn der metasprachlichen Zeichen, kann nicht wiederum durch eine "Übersetzung" angegeben werden, sonst bliebe man ad infinitum in der Syntax. (Regress). Wir brauchen die Regeln des Gebrauchs, also Pragmatik. (TugendhatVsCarnap).
"Absolute" Wahrheit/Tugendhat: hier bleibt die Verifikation weiterhin ausgeklammert und daher der Wahrheitsbegriff selbst leer.
TugendhatVsCarnap: was heißt "wirklicher Zustand" wenn die Pragmatik ausgeklammert sein soll?

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsCarnap Wittgenstein Vs Carnap, R.
 
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I 134
WittgensteinVsTarski/WittgensteinVsCarnap/Hintikka: würde die logische Semantik in Bausch und Bogen ablehnen, weil sie sich nach der Auffassung der Sprache als universellem Medium nicht artikulieren lässt.
I 194 ff
WittgensteinVsCarnap/Wittgenstein/Bio/Hintikka: beschuldigt Carnap, er habe seine Idee der physikalistischen Basissprache ohne Erlaubnis und ohne angemessenen Hinweis benutzt. Neurath hatte als erster im Wiener Kreis gefordert, man solle nicht mehr von "Erlebnisinhalten" und vom "Vergleich zwischen Satz und Wirklichkeit" sprechen, sondern nur noch von Sätzen. (> Kohärenztheorie).

II 333
Logik/WittgensteinVsCarnap: der Versuch, eine Logik zu konstruieren, die für alle Fälle gerüstet sein soll, ist eine Absurdität von großer Bedeutung, wie z. B. Carnaps Konstruktion eines Relationensystems, dass es jedoch offen lässt, ob irgend etwas dazu passt, was ihm Inhalt verleiht.
VI 94
WittgensteinVsCarnap/Schulte: man kann nicht von vornherein annehmen, die Elementarsätze sollten aus zweistelligen Relationen bestehen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsCarnap Verschiedene Vs Carnap, R. Skirbekk I 16
Bewährung: Korrespondenz zwischen Satz und der Wirklichkeit, NeurathVsCarnap: Kohärenz statt Korrespondenz.
Carnap VI 177
Zuschreibung/Qualität/Sinnesqualität/Carnap: es gibt keine scharfe Grenze zwischen zuschreibbaren und nichtzuschreibbaren Sinnesqualitäten. Organempfindungen lassen sich kaum oder gar nicht bestimmten Weltlinien (also Sehdingen) zuschreiben. Bsp "melancholischer Wald": Diese Zuschreibung ist berechtigt!
VI 178
Weil er eine Empfindung mit entsprechender Qualität erregt. Wie der Zucker die der Süße. (extern) VsCarnap: "pathetischer Fehlschluß".
VI 181
GoetheVsPositivismus/GoetheVsEmpirismus/GoetheVsNewton/GoetheVsCarnap: (Farbenlehre): man soll im Gebiet der Sinneswahrnehmungen selbst bleiben und die zwischen ihnen bestehenden Gesetzmäßigkeiten im Gebiet der Wahrnehmungen selbst feststellen. CarnapVsGoethe: wir müßten also die Gesetze dort (n der Wahrnehmung) auffinden. Aber physikalische Gesetze gelten dort freilich nicht, wohl aber gewisse andere, wenn die Konstitution der physikalischen Welt überhaupt möglich sein soll.
Aber diese Gesetze sind von viel verwickelterer Gestalt.
VI 71
Kennzeichen/Merkmal/Definition/Konstitution/Carnap: Problem: Bsp Fremdpsychisches: das Verhalten ist ja nicht dasselbe wie das Fremdpsychische selbst! Realismus: das zornige Verhalten ist nicht selbst der Zorn.
Lösung/Carnap: man kann aber alle wissenschaftlichen (nicht metaphysischen) Aussagen über F unter Beibehaltung des logischen Wertes (Wahrheitswertes) umformen in Aussagen über K. Dann sind F und K logisch identisch.
(s) Aber eben nicht umgekehrt: der Begriff des Verhaltens ist nicht der Begriff des Zorns.
VI 72
Eine Bedeutung für K, die nicht mit F übereinstimmte, könnte wissenschaftlich gar nicht angegeben werden! (viele Autoren VsCarnap). Carnap: das hängt zusammen mit der Leibnizschen Identität.
VI 78/79
Fremdpsychisches/Carnap: jeder psychische Vorgang, wenn er als fremdpsychischer auftritt, ist prinzipiell erkennbar (am Verhalten) oder erfragbar). Also kann jede Aussage umgeformt werden in eine Aussage über die entsprechenden Merkmale. Daraus folgt, daß alle psychischen Gegenstände auf physische Gegenstände (Ausdrucksbewegungen, Verhalten) zurückführbar sind.
(BergsonVsCarnap).




VsCarnap Church Vs Carnap, R.
 
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EMD II 146
Carnap: (Meaning and Necessity): Bsp "Jones glaubt, daß S":
II 147
behauptet eine Relation zwischen Jones und dem Satz S. ChurchVsCarnap: es muß zusätzlich eine implizite Referenz auf die Satzbedeutung von S geben.
Loar: und wie könnte man das, ohne prop Einst zu einer Relation zwischen Jones, S und eine intensionalen Entität zu machen: (R(Jones ,S, p)) ? (Das muss sich gar nicht auf S als zu einer bestimmten Sprache gehörig beziehen, sondern kann in seinem Kontext unzweideutig sein).
Vs: aber dann wird die Referenz zweifelhaft, denn die Form der Wörter ist irrelevant in Bezug auf das, was als behauptet geglaubt wird, wenn man erst mal die Proposition weiß.
Frege/Loar: seine Theorie ist viel besser: "dass S" bezeichnet die Entität, die tatsächlich die Bedeutung von S ist, aber ohne auf S selbst als eine bestimmte Bedeutung habend zu referieren.

Chur I
A. Church
The Calculi of Lambda Conversion. (Am-6)(Annals of Mathematics Studies) Princeton 1985

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsCarnap Stalnaker Vs Carnap, R.
 
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I 43
Def Liberaler Platonismus/LP/Terminologie/Stalnaker: den LP habe ich früher entwickelt, um den Unterschied zwischen Referenz auf Zahlen und normale Gegenstände zu erklären. Er ist aber keine Verteidigung des MR: These: man beginnt mit Tatsachen des mathematischen Diskurses Bsp Existenz einer Praxis die unter anderem Behauptungen, Inferenz, Argumente enthält. Wenn wir dann eine Tarskische Semantik haben (und eine Bereich von Gegenständen voraussetzen, über den wir reden), dann erklärt das Tatsachen über den Diskurs. These: wenn wir sagen, dass unsere Praxis legitim ist, ist es nicht ein hinreichender Grund zu sagen, dass wir wirklich Behauptungen machen und die Semantik uns wirklich sagt, was die Aussagen sagen? ((s) Inhalt, >Behauptung). ((s) Kurz: LP: These: Praxis ist hinreichend, ohne immaterielles Reich).
I 44
Problem: dann sagt der LP unvorsichtigerweise, dass die Existenz von Zahlen durch die Tatsache, dass es eine legitime Praxis gibt, konstituiert ist. FieldVsStalnaker: das ist eine Art linguistischer Idealismus.
Field pro Carnap: (Carnap: "Empiricism, Semantics and Ontology", 1950): als externe Frage, was Zahlen sind, verstößt das gegen Carnaps Prinzip.
Platonismus/Field: zwei Thesen:
1. Zahlen, Funktionen und Mengen existieren
2. sie sind geist-unabhängig.
Stalnaker: wenn ich vorsichtiger formuliert hätte, hätte ich einen wirklichen Platonismus aufgestellt.
Empiristisches Sinnkriterium/Carnap/Stalnaker: würde sagen wie wir alle: wenn die Sprache gar nicht existierte, wäre die Aussagen nicht bedeutungsvoll. Stalnaker: aber das ist immer noch damit vereinbar, dass es immer noch hätte wahr sein können.
Interne Fragen: innerhalb eines Rahmens
Externe Fragen: rein praktische Fragen ob man den Rahmen akzeptieren soll.
QuineVsCarnap/Stalnaker: These: alle Fragen werden innerhalb irgendeines linguistischen Kontexts gestellt, und Fragen wie "ist es vernünftig, einen Rahmen von Zahlen anzunehmen" und "Gibt es Zahlen" sind nicht einfach zu trennen.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsCarnap Brendel Vs Carnap, R.
 
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Elke Brendel
I 275
logischer EmpirismusVsSkeptizismus/Empirismus/Skeptizismus/Schlick/Carnap/Brendel: VerifikationismusVsSkeptizismus: (Wiener Kreis): verifikationistische BT: nicht verifizierbare Aussagen sind sinnlos.
Skeptizismus: die Frage nach seiner Wahrheit oder Falschheit zählt auch zu den sinnlosen fragen bzw. „Scheinproblemen“.
I 276
Verifizierbarkeit/BrendelVsWiener Kreis/BrendelVsSchlick/BrendelVsCarnap/Brendel: dieser Begriff war damals schon ständig schwankend.
I 277
Problem: welches sollte die empiristische Basis für Aussagen der verschiedenen Gebiete bilden? VsEmpirismus: Problem: Theoretische Termini.
BrendelVsEmpirismus: dennoch ist die therapeutische Diagnose richtig, weil nicht alles sinnlos ist, das dem empiristischen Sinnkriterium nicht genügt.

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsCarnap Neurath Vs Carnap, R.
 
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Carnap I 16
Bewährung/Carnap: Korrespondenz zwischen Satz und der Wirklichkeit, NeurathVsCarnap: Kohärenz statt Korrespondenz. Carnap: die These der Verifizierbarkeit muß zur These der Bewährungsfähigkeit abgeschwächt werden.

Rescher I 364
NeurathVsCarnap: es gibt kein Mittel, um endgültig gesicherte saubere Protokollsätze zum Ausgangspunkt der Wissenschaften zu machen. 1. Alle tatsächlichen Aussagen können prinzipiell widerlegt werden.
2. Der Maßstab zur Beurteilung von Aussagen besteht im Vergleich mit dem System, über das wir verfügen.
NeurathVsKorrespondenztheorie: gegen jegliche Rede von Wahrheit als Korrespondenz mit der Wirklichkeit.

Neur I
O. Neurath
Philosophical Papers 1913-1946: With a Bibliography of Neurath in English (Vienna Circle Collection, Volume 16) 1983

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Resch I
N. Rescher
Kant and the Reach of Reason: Studies in Kant’s Theory of Rational Systematization Cambridge 2010
VsCarnap Stroud Vs Carnap, R.
 
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I 182
Extern/intern/Carnap/Quine/Stroud: Quine scheint Carnap so zu interpretieren. Dass der Unterscheidung die zwischen "Kategorien-Fragen" und "Teilmengen-Fragen" entspricht. Extern/QuineVsCarnap: das ist nichts anderes als zwei Weisen der Formalisierung der Sprache. Wenn wir nur eine Art gebundene Variable für alle Dinge haben, wird es eine externe Frage sein: "gibt es so und so?" wenn die Variable über den ganzen Bereich geht. (Kategorien-Frage).
Intern: wenn es für jede Art Ding eine Variable gibt, wird es eine Teilmengen-Frage sein. Dann bezieht sich die Frage nicht auf alle Dinge, die es geben kann.
I 183
Philosophie/QuineVsCarnap: unterscheidet sich von den Wissenschaften nur in der Breite ihrer Kategorien. (W+O, S 275). Extern/intern/QuineVsCarnap: Kategorien-Fragen unterscheiden sich von internen Fragen nur in ihrer Allgemeinheit von Teilmengen-Fragen. Wir können zur Allgemeinheit kommen, indem wir eine Art Variable über alle Dinge gehen lassen.
I 191
StroudVsCarnap: das führt ein "wir" ein, und etwas, das uns zustößt, das "Erfahrung" genannt wird. Dass wir existieren und Erfahrungen haben, kann nicht einfach als eine "interne" Wahrheit der Dingsprache angesehen werden.
Man kann die Sinngebung der Erfahrung dann auch nicht als gemeinsames Ziel aller "echten Alternativen" ansehen, weil dann vorausgesetzt wird, dass es äußere Dinge gibt.
Problem: die Frage des gemeinsamen Ziels aller echten Alternativen kann auch nicht als externe Frage aller Bezugssysteme angesehen werden, weil sie dann sinnlos wird.
Wenn sie aber "intern" wäre, was wäre dann der Unterschied, wenn man von einem Bezugssystem in ein anderes wechselt, das dieses Ziel gar nicht enthält?
Das beantwortet Carnap nicht.
I 192
Das macht es schwer, seinen positiven Ansatz zu erfassen. CarnapVsSkeptizismus: missversteht die Relation zwischen linguistischem Rahmen der Ausdrucksweise über äußere Gegenstände und den Wahrheiten, die innerhalb dieses Bezugssystems ausgedrückt werden.
StroudVsCarnap: aber was ist genau sein eigener nicht-skeptischer Zugang zu dieser Relation?
1. zu welchem System gehört Carnaps These, dass Existenzbehauptungen in der Dingsprache weder wahr noch falsch sind?
2. was drückt die These dann überhaupt aus?
Wissen/intern/Carnap: Bsp der Geometer in Afrika kommt wirklich zu Wissen über den Berg.
StroudVsCarnap: aber was bedeutet es zusätzlich dazu, dass dies keine Wahrheit ist, die unabhängig von einem Bezugssystem gilt?
Angenommen, wir hätten aus irgendeinem Grund nicht die Dingsprache und könnten eine andere Sprache frei wählen. Folgt daraus, dass Bsp der Satz über den Berg in Afrika nicht mehr wahr wäre?
Sicher würden wir in einer völlig anderen Sprache ohne Ding-Ausdrücke etwas ganz anderes ausdrücken. Aber wäre der Satz, den wir jetzt bilden können, in dieser anderen Sprache nicht mehr wahr?
I 193
Und könnte er niemals wahr sein, wenn wir zufällig die Dingsprache niemals angenommen hätten. Existenz/Sprache/Skeptizismus/StroudVsCarnap: das kann nicht richtig sein und es führt zu einem extremen Idealismus, den Carnap gerade ablehnt. Es ist deswegen absurd, weil wir schon genug über Berge wissen, um zu sehen, dass sie nicht durch eine gewählte Sprache beeinflusst werden.
Sprache/Gegenstand/Stroud: die Dinge waren schon lange da, bevor Sprache in der Welt entstand. Und das ist wiederum etwas, was wir "intern" in der Dingsprache wissen.
StroudVsCarnap: dann ist seine These, verstanden als der Sprache "intern", falsch. Sie widerspricht dem, was wir schon als Wissen über uns und die äußeren Dinge annehmen.
Empirisch genommen, führt sie zum Idealismus, der den gewussten Tatsachen widerspricht.
CarnapVsVs: würde sagen, dass man seine These natürlich nicht "empirisch" und nicht der Dingsprache "intern" auffassen darf.
StroudVsCarnap: aber innerhalb irgendeines Bezugssystems muss sie intern sein, sonst ist sie sinnlos.
Problem: das ist aber eine Aussage über die Relation zwischen einem gewählten Rahmen und den internen Aussagen innerhalb dieses Rahmens. Und wenn das impliziert, dass diese internen Aussagen weder wahr noch falsch gewesen wären, wenn ein anderes Bezugssystem gewählt worden wäre, ist das immer noch Idealismus, ob empirischer oder nichtempirischer Idealismus.
Wahrheitswert/WW/Konvention/StroudVsCarnap: die WW der internen Sätzen wären abhängig von der Wahl der Sprache (des Bezugssystems).
I 194
StroudVsCarnap: es ist wichtig zu sehen, dass wenn das nicht folgen würde, Carnaps These nicht vom traditionellen Skeptizismus unterschieden wäre! Es wäre dann Raum für die Möglichkeit, dass Aussagen über Dinge wahr blieben, selbst wenn wir die Dingsprache aufgeben und Wahrheit wiederum sprachunabhängig wäre. Problem: das würde wieder dazu führen, dass unsere Wahl eines linguistischen Rahmens nur deshalb notwendig wäre, um etwas zu formulieren oder zu erkennen, das unabhängig von diesem Rahmen sowieso wahr wäre ((s) > metaphysischer Realismus).
theoretisch: das wäre nach Carnap dann eine "theoretische" Frage über die Akzeptabilität der Dingsprache als Ganzes. Aber in Bezug auf eine Objektivität, die wir dann voraussetzen.
CarnapVsTradition: es ist gerade die Unverständlichkeit solcher theoretischer Fragen, die wichtig bei Carnap ist. Denn
Problem: dann könnte es sein, dass selbst wenn wir unsere besten Prozeduren (> Beste Erklärung) sorgfältig anwenden, die Dinge immer noch anders sein könnten als wir denken, sie wären". Das entspricht dem Skeptizismus.
"Konditionale Korrektheit"/Skeptizismus/Carnap/Stroud: Carnap akzeptiert, was ich die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus genannt haben: wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, würde er sich durchsetzen.
StroudVsCarnap: wenn er nun nicht leugnen würde, dass die „internen“ Sätze wahr oder falsch bleiben, beim Wechsel des Bezugssystems, würde sein Ansatz genauso tolerant gegenüber dem Skeptizismus wie die Tradition. ((s) Sowohl das Leugnen als auch das Nichtleugnen würde also zum Problem.)
Kant/Stroud: auch er akzeptiert die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn Descartes Beschreibung der Erfahrung und ihrer Relation zu den äußeren Dingen richtig wäre, könnten wir nie etwas über diese Dinge wissen.
Carnap/Stroud: seine These ist eine Version der „Kopernikanischen Wende“ von Kant. Und er erlangt sie aus denselben Gründen wie Kant: ohne sie hätten wir keine Erklärung, wie ist’s möglich, dass wir überhaupt etwas wissen.
Bezugssystem/Rahmen/StroudVsCarnap: es öffnet sich eine Lücke zwischen dem Rahmen und dem, was unabhängig von ihm wahr ist. ((s) Wenn eine Wahl zwischen verschiedenen Rahmen möglich sein soll).
StroudVsCarnap: in dieser Hinsicht ist Carnaps Ansatz ganz Kantianisch.
I 196
Und er erbt auch die ganze Obskurität und den Idealismus von Kant. Es gibt überall Parallelen: für beide kann es eine Art Distanzierung von unserem Glauben geben. Wir können eine philosophische Untersuchung des Alltagslebens durchführen, (was die Bedingungen des Wissens betrifft).
I 197
Bezugssystem/Rahmen/StroudVsCarnap: zu welchem Rahmen gehört Carnaps These, dass keine Sätze über äußere Gegenstände wahr oder falsch unabhängig von der Wahl eines Bezugssystems (Sprache) sind? Und ist diese These - analytisch oder nicht – selbst „intern“ in irgendeinem Rahmen? Und ob sie es ist oder nicht, ist sie nicht bloß ein Ausdruck des Kantianischen Transzendentalen Idealismus? Skeptizismus/StroudVsCarnap: der Grundfehler ist, überhaupt eine konkurrierende Theorie zur Tradition zu entwickeln.
I 198
Ein rein negativer Ansatz oder deflationärer Gebrauch des Verifikationsprinzips würde den Skeptizismus einfach als sinnlos eliminieren. Wenn das ginge, brauchte man den Skeptizismus gar nicht mehr zu unterminieren. Aber: Verifikationsprinzip/StroudVsCarnap: Problem: der Status des Verifikationsprinzips selbst, bzw. seine Akzeptabilität. Wir können es nur dann gebrauchen um Descartes zu widerlegen, wenn wir einen guten Grund haben, es als notwendig anzunehmen. Aber das hängt davon ab, wie es eingeführt wird.
Es sollte dazu dienen, die Auswüchse sinnloser philosophischer Spekulation zu verhindern.
StroudVsCarnap: 1. Dann können wir nur noch zuschauen und sehen, wie weit das Prinzip zu einer Unterscheidung taugt, die wir vorher schon getroffen haben! Der einzige Test wären Sätze, die wir schon vorher als sinnlos erkannt hätten!
2. Aber selbst angenommen, das Prinzip wäre als extensional und deskriptiv adäquat erwiesen, d.h. es würde so zwischen sinnvoll und sinnlos unterscheiden, wie wir das tun,
I 199
es würde uns nicht ermöglichen, etwas als sinnlos auszuscheiden, das wir nicht auf anderem Wege schon als sinnlos erkannt hätten. Verifikationsprinzip/StroudVsCarnap: wurde falsch eingeführt ((s) mit dem Hintergedanken, ein Resultat zu liefern, das vorher schon in Gänze bekannt war). Frühe Skizzen Carnaps zeigen, dass zunächst auch fälschlicherweise allgemeine Naturgesetze ausgeschlossen worden wären.
Verifikationsprinzip/StroudVsCarnap: eine richtige Einführung würde ein starkes destruktives Instrument liefern, das schon Kant suchte: sie müsste erklären, warum das VP korrekt ist. Das wäre wahrscheinlich identisch mit einer Erklärung, wie Wissen von äußeren Dingen möglich ist.
Verifikationsprinzip/Hempel/Carnap/Stroud: die frühen Vertreter hatten im Sinn, dass
1. Ein Satz nur dann bedeutungsvoll ist, wenn er einen „tatsächlichen Inhalt“ ausdrückt,
2. Dass Verstehen eines Satzes bedeutet zu wissen, was der Fall wäre, wenn der Satz wahr wäre.
Verifikationismus/Stroud: an diesem Ansatz ist zunächst nichts besonders originelles. Was ihm den verifikationistischen Dreh gibt ist die Idee, dass wir nichts auch nur verstehen können, das nicht als wahr oder falsch gewusst werden kann oder
schwächer: zumindest als rationaler zu glauben als sein Gegenteil.
StroudVsCarnap: das schlug fehl, sogar als Versuch, die empirisch überprüfbaren Sätze herauszugreifen.
I 205
SkeptizismusVsVerifikationismus/StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap: selbst wenn der Verifikationismus wahr ist, brauchen wir immer noch eine Erklärung, wie und warum die traditionelle philosophische ((s) nicht-empirische) Untersuchung scheitert. ((s) soll hier dem Skeptizismus entsprechen). (>Warum-Frage).
I 207
StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap/StroudVsHempel: es ist plausibler, das Verifikationsprinzip ((s) > empiristisches Sinnkriterium) zurückzuweisen, als zu behaupten, dass Descartes niemals etwas sinnvolles gesagt hätte. StroudVsVerifikationsprinzip: es wird solange unplausibel bleiben, wie nicht verstanden ist, warum die traditionelle Unterscheidung innen/außen nicht korrekt sein soll.

I 214
formalen Redeweise: ""Wombat" trifft zu (ist wahr-von) einigen Lebewesen in Tasmanien". QuineVsCarnap: missversteht den semantischen Aufstieg, wenn er von externen Fragen spricht. Damit wird aber nicht Carnaps pragmatischer Ansatz zurückgewiesen, der sich auf Einfachheit und Fruchtbarkeit von Theorien bezieht.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsCarnap Hempel Vs Carnap, R.
 
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II 139
isolierte Aussagen/Hempel: wir könnten ein Kriterium zur Elimination isolierter Aussagen aufstellen: Def (4.1) ein theoretisches System ist kognitiv signifikant genau dann, wenn es bis zu wenigstens dem Grade partiell interpretiert ist, dass keine seiner primitiven Aussagen eine isolierte Aussage ist.
Vs: das kann aber fälschlicherweise auch gut abgesicherte Aussagen ausschließen.
Bsp ein System enthalte die primitive Aussage (S1)
(S1) (x)(P1x > (Qx P2x))
wobei P1 und P2 Beoachtungsprädikate sind, während "Q" eine theoretische Konstruktion (s.o.) sein soll.
Nun ist S1 nicht eine Wahrheit oder Falschheit der formalen Logik. Und wenn ferner S1 aus der Menge der primitiven Aussagen von T ausgeschlossen ist, dann besitzt das System T ’, das sich dadurch ergibt, genau dasselbe systematische, d.h. dasselbe Erklärungsvermögen wie T.
Das Verfahren kann zu streng sein.
S1 ist ein Bsp dafür, was Carnap analytische Aussagen nennt! (Natürlich ist es keine Wahrheit der formalen Logik).
Grund: alle ihre Konsequenzen sind Wahrheiten der formalen Logik.
II 140
HempelVsCarnap: Bsp Angenommen, unser System T enthalte die weitere Aussage (S2) (x)(P3x > (Qx P4x))
wobei P3 und P4 zusätzliche Beobachtungsprädikate sind. Vom Standpunkt, dass "jede bilaterale Reduktionsaussage analytisch ist"(Carnap) wäre dann S2 ebenso analytisch wie S1.
Dennoch enthalten die beiden Aussagen zusammengenommen nichtanalytische Konsequenzen, die allein in Termen von Beobachtungsprädikaten ausdrückbar sind:
(O) (x)(~(P1x u P2x u P3x u ~P4x) u ~(P1x u ~P2x u P3x u P4x)).
Man würde aber kaum die Konsequenz zulassen wollen, dass die Konjunktion von zwei analytischen Aussagen synthetisch sein kann.
Analytizität/HempelVsCarnap: wenn der Begriff überhaupt auf Aussagen interpretierter deduktiver Systeme angewendet werden kann, dann muss er in bezug auf den vorliegenden theoretischen Kontext relativiert werden. Er muss auch auf die Regeln der vorliegenden Sprache relativiert werden.
II 141
isolierte Aussage/Hempel: wenn wir die andere Strategie anwenden und S1 als isolierte Aussagen verwerfen, kommen wir zu einer analogen Konsequenz. ob eine Aussage isoliert ist oder nicht, ist vom sprachlichen Rahmen und theoretischen Kontext abhängig.
C.G. Hempel
I Hempel Zur Wahrheitstheorie des logischen Positivismus aus Wahrheitsheorien Hrsg. Skirbekk Frankfurt/M 1996

II Hempel Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982

II (b) Hempel Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung (1951) aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982
VsCarnap Chisholm Vs Carnap, R.
 
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Carnap VIII 164
Pragmatik/ChisholmVsCarnap: seine Darstellung sei übervereinfacht. Carnap: dito. Ich habe mögliche Wirkungen der Unbestimmtheit außer acht gelassen, und auch tatsächliche Irrtümer des Sprechers. (>Radikale Interpretation, RI).
Chisholm: die Analyse kann durch den Begriff des Glaubens vereinfacht werden. Carnap pro.
Glauben/Pragmatik/Carnap: verlangt einen begrifflichen Rahmen der theoretischen Pragmatik.
Die Grundbegriffe der Pragmatik werden am besten nicht behavioristisch definiert, sondern als theoretische Konstruktionen in der theoretischen Sprache, eingeführt auf der Grundlage von Postulaten und durch Korrespondenzregeln mit der Beobachtungssprache verbunden.
Def Glauben/Church: Beziehung zwischen einer Person und einem Sachverhalt.
Def Glauben/Carnap: Beziehung zwischen einer Person und einer Aussage.
Dabei ist der Begriff von Church nichtpragmatisch: (Zustand, der nicht notwendig Sprache beinhaltet).
VIII 165
Es ist weder impliziert, daß die Person sich des Glaubens bewußt ist, noch ihn verbalisieren könnte. Carnap: bei der Aussage ist natürlich die Verbalisierbarkeit Bedingung. Dem entspricht das Für wahr Halten.
Der pragmatische Begriff der Intension dient der Verknüpfung von Churchschem Glauben, und Glauben einer Aussage.
II 68/69
Bedeutungspostulate/ChisholmVsCarnap: es gibt "keinen klaren Sinn", in dem ein solcher Satz sich auf Wörter und deren Gebrauch bezieht! SauerVsChisholm: der Einwand ist nicht schwerwiegend: Lösung: wenn
’(x) (Fx > Gx)’
ein Bedeutungspostulat in S ist, dann ist nicht von diesem Satz selbst auszugehen, sondern von
" ’(x)(Fx > GX)’ ist ein Bedeutungspostulat in S". Das ist eine Aussage über "F" und "G" in S.

Chisholm II 71
analytisch/Bedeutungspostulate/ChisholmVsCarnap: sichern nicht, daß die Festsetzung "Quadrat" bezeichnet Quadrat nicht bloß ad hoc und willkürlich ist.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsCarnap Hare Vs Carnap, R.
 
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II 133
Aussagen/Tradition/Hare: teilt Aussagen in empirische und analytische ein. Darüber hinaus scheint es nichts zu geben. Problem: man kann leicht auf Grund einer Verwechslung zu der Annahme kommen, dass die Proposition, die besagt, dass die und die andere Proposition analytisch wahr oder falsch ist, selbst analytisch sei. Aber es ist zumindest nicht offensichtlich wahr, dass
Bsp Die Aussage: "Propositionen der Form ’p und nicht p’ sind analytisch falsch" sollte analytisch wahr sein. Denn ist sie nicht eine Aussage darüber, wie die Wörter "und nicht" gebraucht werden?
Und ist es nicht analytisch wahr, dass sie so und nicht anders gebraucht werden?
Problem: es kommt hier zu einem Konflikt zwischen den Versuchungen, die Aussage analytisch, wie auch empirisch wie auch keins von beidem zu nennen.
Wittgenstein: nennt die Diskussion "unsinnig". > Schweigen.
CarnapVsWittgenstein: sein Verhalten ist widersprüchlich: statt zu schweigen schreibt er ein ganzes Buch.
II 134
HareVsCarnap: nimmt Wittgensteins Zweifel nicht ernst genug.
VsCarnap Soames Vs Carnap, R.
 
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Horwich I 478
Mengenlehre/W Def/Tarski/Soames: [„Schnee ist weiß“ ist T] und „Schnee ist weiß“ sind notwendig äquivalent in elementarer ML. ((s) >Redundanztheorie). W Prädikat/Tarski/Soames: Tarski würde kein Prädikat als W Prädikat anerkennen, wenn [ a ist T] nicht material äquivalent wäre
I 480
zu jeder metasprachlichen Paraphrase des objektsprachlichen Satzes der von a benannt wird. Auf dieser Basis kann man Tarski so interpretieren, dass er implizit annimmt, dass Instanzen von (19) notwendig sind oder a priori. (Soames pro).
(19) Wenn „T“ ein W Prädikat für L ist und „S“ in L bedeutet dass p, dann ist „S“ T gdw. p.
Soames: aber das ist etwas ganz anderes als zu behaupten, dass „T“ in (20) durch ein W Prädikat für L ersetzt wird, dass dann die resultierenden Instanzen des Schemas notwendig und a priori wären:
(20) Wenn „S“ in L bedeutet dass p, dann ist „S“ T gdw. p.
Soames: dies ist es aber, was erforderlich ist um (17) und (18) zu behaupten!
PutnamVsTarski/Soames: hat den Kontrast (17/17Tarski) gebraucht.
DummettVsTarski/Soames: hat den Kontrast (18/18Tarski) gebraucht.
Putnam/Dummett/Soames: beide zeigen, dass Tarskis W Def nichts mit Verstehen oder semantischer Interpretation zu tun hat.
Davidson/Soames: versteht man am besten so, dass er nicht versucht, Bedeutung in Begriffen von Wahrheit zu analysieren, sondern den Begriff der Bedeutung zugunsten des der Wahrheit zu eliminieren. Dann würde der Verteidiger des Davidson von „Truth and Meaning“ folgendes statt (i) haben:
(i) Wenn x weiß, dass das, was durch die relevante Instanz von „S“ ausgedrückt wird, wahr in L ist gdw. p, für jeden Satz von L, dann ist x ein kompetenter Sprecher von L.
Soames/Problem: wenn nun „wahr in L“ verstanden wird als Abkürzung für das Definiens das von Tarski geliefert wird, dann ist (i) so absurd wie (18Tarski).
SoamesVsCarnap: genau diese Art von Absurdität liegt im folgenden, (was Tarskis Definiens erlauben würde, der zentrale Begriff in einer Bedeutungstheorie (BT) zu sein):
(T) S ist T gdw. p.
Carnap/Soames: das kommt bei Carnap in Meaning and Necessity S. 5/6 und Abschnitt 7 seiner Introduction to Semantics vor),.
BT/Soames: darf nicht an weitere semantische Begriffe appellieren.
W Prädikat/Soames: der Begriff der Wahrheit spielt keine vorgebliche (ostensible) Rolle in unserem ursprünglichen Problem. Die Verfeinerung des Problems führt zu der Sichtweise, dass eine adäquate BT ein Prädikat charakterisieren müsste, das gewisse Bedingungen erfüllt.
Soames: es war eine Entdeckung, dass es genau auf die wahren Sätze zutrifft. ((s) Das alle wahren Sätze gemeinsam haben).

Soam I
S. Soames
Understanding Truth Oxford 1999

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsCarnap Meixner Vs Carnap, R.
 
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I 159
Def "individuelle Begriffe"/Carnap/Meixner: hat damit die Eigenschaften im Sinn, die die Einzigungen von Eigenschaften sind. MeixnerVsCarnap: die von ihm gemeinten Entitäten sind weder individuell noch Begriffe. Sie sind ungesättigte Entitäten,
I 160
also keine Individuen.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsCarnap Newen Vs Carnap, R.
 
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New I 115
Wissenschaft/Carnap/Newen: These: hat es nur mit Relationen zu tun ((s) extrinsische Eigenschaften, keine intrinsischen). Wissenschaftliche Aussagen sind reine Strukturaussagen. Bsp Eisenbahnnetz (U-Bahnplan, U-Bahn-Netz):
Strukturbeschreibung/Carnap/Newen: verwendet keine Namen für Orte.
Lösung: Identifikation der Orte durch Anzahl der Verbindungen, bei gleicher Anzahl die Verbindungen der nächsten Nachbarorte usw. Wahrscheinlich lässt sich so schon ein sehr komplexes Netz durch Betrachtung der unmittelbaren Nachbarstationen eindeutig beschreiben.
I 116
Sollten wider Erwarten zwei Knoten sich nicht durch die Anzahl der Verbindungen unterscheiden lassen, so sind sie auch wissenschaftlich ununterscheidbar! VsCarnap/Newen: es werden immer nur Relationen in Bezug auf ein Gegenstandsgebiet ((s) Parameter) berücksichtigt.
Problem: dann sind alle strukturgleichen Netze wissenschaftlich eins zu eins aufeinander abbildbar. Bsp ein Eisenbahnnetz könnte zufällig die Blutbahnen in einem Organismus abbilden.
Relevanz/CarnapVsVs: wissenschaftliche Unterschiede würden sich in Unterschieden der relevanten Relationen manifestieren.
VsCarnap: es gibt keinen absoluten Begriff relevanter Relationen.
I 117
VCarnap: es ist umstritten, ob man die Welt ohne nichtreduzierbare intrinsische Eigenschaften beschreiben kann. Konstitutionssystem/Carnap/Newen: Bsp
1. Aussagen über das eigene Bewusstsein
2. Aussagen über de Welt physikalischer Objekte
3. über das Bewusstsein anderer Personen
4.über geistig-kulturelle Gegenstände.
Elementarerlebnis/Carnap/Newen: ist der Gesamtinhalt dessen, was einem Bewusstsein in einem Augenblick gegeben ist.
I 118
Die Eindrücke sämtlicher Sinne nebst Erinnerungen, Gefühlen usw. Grundbeziehung der Erlebnisse: die Ähnlichkeitserinnerung.
Empirische Aussagen/Carnap: sind letztlich sehr komplexe Aussagen über Ähnlichkeitserinnerungen.
Def Quasianalyse/Carnap/Newen: ist der Weg zu geeigneten Definitionen. Aus Elementarerlebnissen werden Quasigegenstände konstituiert. Alle Alltagsgegenstände werden als Quasigegenstände aufgefasst.
Elementarerlebnisse (= Knoten im Netz). Relation: Ähnlichkeitserinnerung. Bsp Farben: hier werden z.B. 5 Gegenstände aufgrund von Farbähnlichkeit in Beziehung gesetzt.
I 119
Def Farbe/Carnap/Newen: die größte Menge von Elementarerlebnissen, die miteinander farbgleich sind. Quasieigenschaft/Carnap/Newen: das, was aus einer Quasianalyse hervorgeht, z.B. die Quasieigenschaft, eine bestimmte Farbe zu haben, z.B. rot zu sein.
Rationale Rekonstruktion/Carnap/Newen: diese systematische Ableitung aller Erkenntnisse aus Basiselementen ist nicht unbedingt psychologisch adäquat. Es geht nicht um Synthesen und Formungen, wie sie im wirklichen Erkenntnisprozess vorliegen, sondern eben um rationale Rekonstruktion.
VsCarnap/Newen: Problem: es kann mehrere gleichberechtigte Quasianalysen bei einer Verteilung geben:
I 120
(aus Mormann Rudolf Carnap S. 100): T: 1. A 2. ABC 3. C 4.ABD 5.BCE 6.D 7.DE 8.E
T* 1. A 2. BC 3. C 4.AB*D 5.B*CE 6.D 7.DB*E 8.E

Beide Reihen liefern dieselben strukturellen Farbverwandtschaften, weil B und B* symmetrische Rollen spielen. Außerdem sind A und D sowie C und E strukturell austauschbar. D.h. tauscht man sie aus, ist das Elementarerlebnis 2 in T* Strukturgleich mit dem Nr. 7 in T usw.
Pointe: trotz Strukturgleichheit sind T und T* wesentlich verschieden, weil die Elementarerlebnisse unterschiedliche Eigenschaften haben: nach Theorie T hat 2 die Farben A, B und C, nach T* nur A und C.
Problem: Carnap vernachlässigt das
GoodmanVsCarnap: damit scheitert die Quasianalyse grundsätzlich.
NewenVsGoodman: das ist umstritten.
I 121
Carnap/Newen: seine Theorie ist solipsistisch; sie geht von einem Subjekt und seinen Erlebnissen (mentalen Zuständen) aus. Bewusstsein/NewenVsCarnap: Bewusstsein können wir so nur ohne Interaktion und radikale Verschiedenheit darstellen. Die Welt des anderen kann nur als Teil meiner Welt berücksichtigt werden.
NewenVsCarnap: seine Theorie kann nur gelingen, wenn ein nichtsolipsistischer Ansatz gewählt wird.

NS I 30
CarnapVsFrege/CarnapVsPlatonismus: kein platonisches Reich von Gedanken. VsCarnap/VsMöWe-Semantik/Vs Semantik möglicher Welten: zwei Probleme:
1. Problem der leeren Namen.
a) wie können sie sinnvoll in einem Satz gebraucht werden
b) wie können verschiedene leere Namen unterschieden werden?
2. Problem:
Def Hyperintensionalität/Newen/Schrenk: notwendig wahre Sätze sind in genau denselben Mengen von möglichen Welten (MöWe) wahr (nämlich in allen). Daher können sie durch die MöWe-Semantik nicht unterschieden werden. Ihr unterschiedlicher Gehalt kann nicht durch die Intension erfasst werden, wenn die Intension mit Mengen von MöWe gleichgesetzt wird, in denen der Satz wahr ist.

NS I 101
Sinn/Namen/Frege: These: der Sinn eines Namens wird durch die Kennzeichnung ausgedrückt. Das ist die sogenannte Kennzeichnungstheorie, eine einfache Variante der Beschreibungstheorie.
NS I 102
Referenz/Namen/Frege: ebenfalls durch Hinweise auf Kennzeichnung: die Kennzeichnung, deren Sinn der Beitrag eines Namens zum ausgedrückten Gedanken ist, legt auch das Objekt fest. Namen/Carnap/Newen/Schrenk: wie Frege.
VsFrege/VsCarnap: beide haben das Problem, dass nicht klar ist, welcher Individualbegriff mit einem Namen assoziiert wird. Verschiedene Sprecher könnten verschiedene Kennzeichnungen mit einem Namen verbinden, so dass Kommunikation rätselhaft bleibt.
Lösung: Searle: Bündeltheorie.

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
VsCarnap Schurz Vs Carnap, R.
 
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Gerhard Schurz
Schurz I 171
analytisch/synthetisch/QuineVsCarnap/Schurz: Quines Einsicht in die lokale Ununterscheidbarkeit brachte eine tiefgreifende Umwälzung. Carnap akzeptierte sie erst spät. Allerdings hatte er erkannt, dass mehrere Reduktionssätze zusammen empirischen Gehalt erzeugen.
Reduktion/Schurz: doch mit dem Begriff „Reduktionssatz“ blieb er eben seinem reduktionistischen Programm treu.
Zuordnungsgesetz/Terminologie/Schurz: nennt Carnap (1956) "Korrespondenzregeln" (K)
I 172
Gesamttheorie/Carnap:. "T u K". ("Theorie und Zuordnungsgesetze"). Zuordnungsgesetz/SchurzVsCarnap: das kann nicht sein, weil Zuordnungsgesetze Konsequenzen aus einer Theorie T sind, die aus dem Zusammenwirken aller Theoreme folgen. ((s) zirkulär).
Analytizität/Carnap: resümiert in (1963, 964) dass es ihm nicht gelang, einen entsprechenden Begriff zu formulieren.
Lösung/Carnap: Zerlegung der Theorie in Ramsey-Satz und Carnap-Satz:
Ramsey Satz/Carnap: synthetisch
Carnap Satz/Carnap: analytisch.
Analytisch/synthetisch/Ernest Nagel: (1961) der analytische Gehalt der Mechanik ist nicht lokalisierbar!

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsCarnap Stegmüller Vs Carnap, R.
 
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Stegmüller IV 342
StegmüllerVsPositivismus: wegen der in den Aussagen enthaltenen Naturgesetze sind Aussagen von Naturwissenschaftlern nicht verifizierbar!
IV 343
Auch Planungen müssen sich auf Annahmen stützen, die im Moment der Planung nicht verifizierbar sind. Kriterien/Sinnkriterium/Theologie/VsCarnap/Stegmüller: statt eines fragwürdigen Sinnkriteriums müssen wir die Begriffsbestimmungen Gottes betrachten und fragen, ob unser intuitives Vorverständnis dafür genügt.
Theologen erheben Geltungsansprüche unabhängig von Sinnkriterien.
Bsp Eine unkörperliche Person lässt sich zumindest denken!
Bsp Ebenso, dass etwas aus nichts geschaffen wurde stellt keine gedanklichen Schwierigkeiten dar!
IV 344
Bsp ein Problem bildet nur der Begriff des notwendig Seienden.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsCarnap Wessel Vs Carnap, R.
 
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I 20
Begründung/Logik/Wessel: alle Begründungsversuche sind hier letztlich zirkulär! Pro Carnap: natürlich hat jeder Logiker und jeder Mathematiker das Recht, beliebige Kalküle erst aufzubauen, wobei er die Regeln korrekt anzugeben hat.
VsCarnap: das bedeutet jedoch nicht, dass die möglichen oder vorhandenen Kalküle gleichberechtigt sind! Das wäre ein "Gleichgütligkeitsprinzip".

I 345
faktische Modalität/Carnap/Wessel: Carnap schlägt vor: Def faktisch notwendig/Carnap: ist eine Aussage (d.h. "kausal wahr") genau dann, wenn sie logisch aus der Klasse alller Grundgesetze folgt.
Def Grundgesetz/Carnap: Behauptungen, die die logische Form von Gesetzesaussagen haben und wahr sind.
Grundgesetze/ReichenbachVsCarnap: dito, aber die Wahrheit muss auch feststellbar sein.
notwendig/Wessel: ist ein zukünftiges Ereignis sA, wenn aus dem gegenwärtigen Wissen A logisch folgt.
notwendig/Carnap: kein Einzelereignis ist logisch notwendig, wenn es also von allem isoliert betrachtet wird.
I 346
Modalität/WesselVsCarnap: zu enge Auffassung.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsCarnap Carnap Vs Descartes, R.
 
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VI 226
Ich/Carnap: Klasse der Elementarerlebnisse. Kein Bündel, da Klassen nicht aus ihren Elementen bestehen! CarnapVsDescartes: die Existenz des Ich ist kein Ur Sachverhalt des Gegebenen.
Aus dem, "cogito" folgt kein "sum".
Carnap: das Ich gehört nicht zum Ausdruck des Grunderlebnisses. Sondern das "dies Erlebnis".
Denken/RussellVsDescartes: "es denkt". (>Lichtenberg). ("Mind", S. 18).

Stroud I 196
KantVsDescartes/CarnapVsDescartes. Rahmen/Bezugssystem/Carnap/Stroud: für Carnap gibt es keinen Standpunkt, von dem aus man einen Rahmen als adäquat oder inadäquat beurteilen kann. Das wäre eine "externe" Frage.
Kant/Stroud: die Parallele dazu ist bei Kant der transzendentale Idealismus: wenn die Dinge unabhängig von uns wären, wäre Skeptizismus unvermeidlich.
Problem: der transzendentale Idealismus ist schlecht mit dem Verifikationsprinzip zu kreuzen. Ist Carnaps eigene positive Theorie hier besser dran? Das ist eine Frage nach ihrem Status. Sie verfolgt dasselbe Ziel wie Kant: die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis zu erklären, aber ohne die Grenzen der Verständlichkeit zu überschreiten.
Allgemeines/Besonderes/innen/außen/Verallgemeinerung/Stroud: dazu wäre es notwendig, dass erklärt wird, wie die allgemeine skeptische Konklusion sinnlos sein kann, selbst wenn die besonderen alltäglichen empirischen Behauptungen sinnvoll sind. Das kann nicht einfach daran liegen, dass das eine allgemein und das andere partikular ist.
Descartes/Stroud: das Partikulare ist in seinem Argument repräsentativ, und kann daher verallgemeinert werden. Die Unsicherheit im Einzelfall ist repräsentativ für all unser Wissen. Das ist die Stärke des Arguments.
VerifikationismusVsVerallgemeinerung: gerade diese Verallgemeinerung hält er für verdächtig.
CarnapVsSkeptizismus/CarnapVsDescartes: Aussagen, die innerhalb eines Bezugsystems sinnvoll sind, können nicht sinnvoll auf das Bezugssystem selbst angewendet werden.
Stroud: aber das ist das Problem innen/außen und gar keine Frage von Allgemeinheit oder Besonderem.
StroudVsCarnap: er muss also zeigen, dass die Bewegung von innen nach außen unmöglich ist, und nicht die Verallgemeinerung. Dazu brauchte er aber eine Erklärung, warum die traditionelle Sicht der Relation zwischen „internen“ und „externen“ Fragen falsch ist, wenn er den Skeptizismus vermeiden will. ((s) Warum-Frage).
Besonderes/VerifikationismusVsDescartes: These: der einzelne Satz von Descartes ist schon von Anfang an sinnlos. (Weil unverifizierbar). (StroudVsVs).
I 207
StroudVsVerifikationismus: er muss nun zeigen, wieso dieses Verdikt nicht auf alle einzelnen (besonderen) Sätze des Alltagslebens zutrifft. Der Verifikationismus müsste sonst annehmen, dass unsere ganze Sprache (Alltagssprache) sinnlos ist! (Weil sie nach skeptischen Kriterien nicht verifizierbar ist). Bsp „Ich weiß nicht, ob Erklärung vom Sitzen im Durchzug verursacht wird“ oder Bsp „Der Flugzeug-Spotter weiß nicht, ob das Flugzeug ein F ist“ wären als sinnlos verdammt! Wenn der Verifikationismus bestimmte Sätze nur dann als sinnlos verdammt, wenn sie z.B. von Descartes oder einem anderen Skeptiker geäußert werden, müsste er zeigen, dass es eine abweichenden Gebrauch bei solchen Gelegenheiten gibt. Sonst könnte er gar nicht angeben, was VsDescartes an seiner Äußerung falsch gelaufen sein soll. ((s) Äußerung hier = Handlung, nicht Satz, der ja sinnlos, weder wahr noch falsch sein soll).

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsCarnap Carnap Vs Heidegger
 
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I 89
CarnapVsHeidegger: leugnete, ein Satz wie »das Nichts nichtet« sei nachprüfbar. DantoVsCarnap: ein Gefühl der Angst kennen wir alle. Warum sollte es weniger empirisch seien als das Sehen eines Tisches.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsCarnap Nagel, E. Vs Hempel, C.
 
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Schurz I 93
Naturgesetz/NG/Schurz: strikte raumzeitlich unbeschränkte Allsätze sind Kandidaten für NG. Wären sie wahr, würden sie echte NG ausdrücken. Man nennt sie gesetzesartig.
I 94
Gesetzesartig/Schurz: raumzeitlich unbeschränkt Bsp Alle Körper ziehen sich gegenseitig an ((s) gilt nur, wenn Protonen, Elektronen usw. keine Körper sind.)
Bsp Alle Lebewesen müssen einmal sterben
rz beschränkt:
Bsp Säugetieren in Polargebieten haben verglichen mit Artgenossen in wärmeren Gebieten eine rundlichere Form (Germanns Gesetz).
Wissenschaftlichkeit/Schurz: hängt hier von der Größe des Gebiets ab.
Allsatz/Schurz: um graduelle Unterschiede zu vermeiden, hat man von fundamentalen und abgeleiteten Allsätzen gesprochen
Def fundamentaler Allsatz/Carnap/Hempel: enthält keine Individuenkonstanten und keine raumzeitlichen Beschränkungen.
Def abgeleiteter Allsatz/Carnap/Hempel: kann aus Hintergrundwissen aus anderen Allsätzen zusammen mit singulären Anfangsbedingungen abgeleitet werden.
I 95
Ernest NagelVsCarnap/NagelVsHempel: danach kann auch ein akzidenteller Allsatz ein abgeleitetes Gesetz sein: Bsp „Alle Schrauben an Smith’ Wagen sind rostig“. Lösung/Nagel: nur fundamentale Allsätze können Gesetze sein.
Hempel: gestand das zu, damit bleibt Gesetzesartigkeit graduell!
Gesetzesartig/Statistik/Schurz: auch hier gibt es Gesetzesartigkeit:
Bsp 50 % aller Cäsium 137 Atome sind nach 30 Jahren zerfallen.
Bsp 80 % aller Lungenkrebskranken waren schwere Raucher

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsCarnap Carnap Vs Kant, I.
 
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Newen I 112
CarnapVsKant: keine synthetischen Urteile a priori möglich.
Stroud I 171
Def Pseudo-Frage/CarnapVsMetaphysik/CarnapVsKant//Stroud: sind Fragen, die deshalb nicht beantwortet werden können, weil es keine mögliche Sinneserfahrung gibt, die über die Wahrheit oder Falschheit der Sätze entscheidet, in der bestimmte Ausdrücke vorkommen. ((s) z.B. metaphysische oder transzendentale Ausdrücke). Carnap: Bsp zwei Geographen wollen ergründen, ob ein bestimmter Berg in Afrika real oder bloß eine Legende ist.
I 172
a) Wenn sie einen Berg dort finden, der mehr oder weniger dem entspricht, was man angenommen hat, können sie sagen, dass er real ist, dass er existiert. Realität/Carnap: damit wenden sie einen empirischen, nicht-metaphysischen Begriff von Realität an. (Carnap , Chicago 1958, 207).
b) Angenommen, die beiden wären nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Philosophen: einer der beiden nennt sich 2Realist", der andere "Idealist":
"Realist"/Carnap: wird sagen, der Berg habe nicht nur die Eigenschaften (Charakteristika) die man an ihm entdeckt habe, sondern er sei auch real, d.h. unabhängig von unserer Wahrnehmung.
"Idealist"/Carnap: leugnet, dass der Berg von unserer Wahrnehmung unabhängig ist. D.h. er sei nicht real im Sinne des Realisten.
Wissenschaften/Empirie/Carnap: hier kann diese Divergenz zwischen den beiden gar nicht aufkommen. (333f)
D.h. aber nicht, dass beide Thesen falsch wären.
I 173
transzendentaler Idealismus/KantVsCarnap/Stroud: würde sagen, dass er nicht falsch sein könnte, weil er notwendig ist, um alle anderen sinnvollen Fragen empirisch zu klären. CarnapVsKant: nach dem Verifikations-Prinzip ist das aber eine "Pseudo-Theorie", die gar nichts erklären oder garantieren kann.
Sinn/sinnvoll/CarnapVsKant: damit etwas sinnvoll ist, müssen wir den Wahrheitswert (WW) der Sätze kennen können, die die entsprechenden Ausdrücke enthalten.
schwächer: wir müssen einen Grund angeben können, warum es besser ist, die Wahrheit von etwas zu glauben, als seine Falschheit.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsCarnap Wessel Vs Lorenzen, P.
 
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I 345/346
Gesetze/Wessel: haben immer die logische Form einer formalen Implikation (obwohl nicht alle wahren formalen Implikationen Gesetze darstellen) ((x)(P(x) > Q(x). Als Folgerungen allein daraus erhalten wir niemals Formeln der Form Q(a), wo a eine Individuenkonstante ist.
Modalität/Lorenzen/Wessel: angenommen wird, eine bestimmte Menschengruppe hat ein bestimmtes System von Aussagen W als wahr akzeptiert. Von diesen Menschen werden dann auch alle Aussagen als wahr anerkannt, die logisch aus diesen Aussagen folgen.
Lorenzen betrachtet das nur für Zukunftsaussagen als sinnvoll.
Wissen/Lorenzen/Wessel: für Lorenzen ergibt sich daraus, dass alles, was wir wissen, bezüglich dieses Wissens notwendig ist.
Tradition: Bsp wenn wir wissen, dass in einer Erbsenschote fünf Erbsen sind und dass sie Eiweiß enthält. So ist nur das zweite notwendiges Wissen. Nach Lorenzen sind beide Aussagen notwendiges Wissen. (WesselVs).
Modalität/WesselVsCarnap: zu enge Auffassung.
Modalität/WesselVsLorenzen: zu weite Auffassung. Dass alles Wissen notwendig sein soll, ist eine "fatalistische Konsequenz".
I 347
Modalität/Wessel: ist keine Art von Wahrheitswert, wie oft fälschlich angenommen wird! Carnap: identifiziert Wahrheit und logische Notwendigkeit,
Lukasiewicz: hat einen dritten Wahrheitwert "möglich"
Lorenzen: benutzt "möglich" und "möglicherweise wahr" synonym. WesselVsLorenzen.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsCarnap Schlick Vs Neurath, O.
 
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Hempel I 104
Protokollsätze/SchlickVsCarnap/VsNeurath: deren These, dass eine Aussage dann wahr ist, wenn sie durch Protokollsätze hinreichend bewährt ist, führt zu unsinnigen Ergebnissen, sofern die Idee absolut wahrer Protokollsätze abgelehnt wird. Es gibt offensichtlich viele verschiedene Systeme von Protokollsätzen. Nach Carnap und Neurath wäre jedes dieser verschiedenen, unvereinbaren Systeme wahr. Für jedes Märchen könnte ein System von Protokollsätzen aufgestellt werden. Carnap, Neurath: es gibt tatsächlich keinen formalen oder logischen Unterschied zwischen den Systemen, jedoch einen empirischen! Die historische Tatsache, dass es ein ausgezeichnetes System gibt, welches die Menschheit und die Wissenschaftler unseres Kulturkreises tatsächlich akzeptieren.
I 105
Tatsächlich kommt der größere Teil der Wissenschaftler früher oder später zu einer Übereinstimmung. Protokollsätze/Carnap: wie lernen wir, »wahre« Protokollsätze hervorzubringen? Offensichtlich durch Konditionierung. Zum Beispiel, indem der lernen, Meßinstrumente richtig abzulesen, oder zuverlässig zu behaupten: »dieses Dokument stammt aus dem 17. Jahrhundert«.
I 106
In der neuen Form von Carnaps Theorie sind Protokollsätze noch radikaler ihres Basis Charakters entkleidet: sie verlieren ihren ihnen ursprünglich zugesprochene Unwiderlegbarkeit. Popper: Aussagen jeder Form dürfen als Protokollsätze auftreten.
I 107
Am Ende wird der Begriff dann überflüssig. Tatsache/Aussage/Hempel: Übergang von der materialen zur formalen Sprechweise.
Kohärenztheorie/Carnap/Neurath: setzen sich nicht für eine reine Kohärenztheorie ein, sondern für eine eingeschränkte.

Rescher I 348
SchlickVsNeurath: es kann keine bloße Kohärenz bei der wissenschaftlichen Erkenntnis geben: es kann kein Wissen von irgendeiner Wahrheit geben, wenn es nichts gibt, dessen wir absolut sicher sind.

Schli I
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

Resch I
N. Rescher
Kant and the Reach of Reason: Studies in Kant’s Theory of Rational Systematization Cambridge 2010
VsCarnap Quine Vs Peirce, Ch.S.
 
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Willard V. O. Quine
I 54
Methode/Quine: Die Frage nach dem, was es gibt ist die Frage nach den Belegen.Die letzte Schiedsstelle in dieser Sache ist die wissenschaftliche Methode, so amorph sie auch sein mag. Wie auch immer im einzelnen definiert, die wiss. Methode bringt Theorien hervor, deren Verbindung mit allen möglichen Oberflächenreizungen einzig und allein in der wiss. Methode besteht, ohne unabhängige Prüfinstanzen, durch die sie gestützt würden. In diesem Sinne ist sie der letzte Schiedsrichter der Wahrheit! Peirce war versucht, die Wahrheit geradewegs als wissenschaftliche Methode zu definieren. Nämlich als ideale Theorie, der man sich als einem Grenzwert nähert, wenn man nicht davon ablässt, die (vermeintlich kanonischen) Vorschriften der Methode auf die sich ständig erneuernde Erfahrung anzuwenden.
Def Wahrheit/Pierce: Ideale Theorie
QuineVsPeirce: an dieser Analogie stimmt eine ganze Menge nicht: Berufung eines Organons für unendlichen Prozess, Grenzwert fehlerhafter Gebrauch der Analogie mit Zahlen, denn der Begriff des Grenzwerts ist vom Begriff des "näher als" abhängig. Und dieser ist zwar für Zahlen, aber nicht für Theorien definiert.
I 55
Vs: wir haben aber trotz allem keinen Grund zur Annahme, dass die Oberflächenreizungen der Menschen, selbst wenn man sie in die Ewigkeit hinein berücksichtig, eine bestimmte Systematisierung zulassen, die wissenschaftlich gesehen besser oder einfacher ist, als mögliche Alternativen. Die wiss. Methode ist zwar der Weg zur Wahrheit, aber sie ermögliche noch nicht einmal eine Definition der Wahrheit.
Ebenso ist jede sogenannte pragmatische Wahrheitsdefinition zum Scheitern verurteilt (QuineVsPragmatismus).

I 444
Def geordnetes Paar: stellt die Möglichkeit bereit, zwei Gegenstände als einen zu behandeln. Man kann damit Relationen Klassen angleichen, indem man sie als Klassen geordneter Paare auffasst. Fußnote: uns interessieren hier "Relationen-in-Extension". Sie verhalten sich zu den Relationen-in-Intension wie Klassen zu Eigenschaften (Unterschied Klasse/Eigenschaft.). Bsp Die Vater-Relation wird zur Klasse genau derjenigen geordneten Paare, deren - jeweiligen Elemente - etwa (Abraham, Isaak), ein Mann und eines seiner Kinder sind. Peirce: Def Geordnetes Paar: (furchtbar umständlich mit geistigen Diagrammen usw.)
QuineVsPeirce: einfach ein defektives Substantiv, das nicht in allen Fragen und Antworten zu Hause ist, in die wir völlig ausgewachsene allgemeine Termini einzubetten gewohnt sind. Mathematische
I 445
Def: (1) Wenn (x,y) = (z,w), so x = z und y = w.
Wenn Relationen Klassen geordneter Paare sind, dann müssen Paare auf der gleichen Ebene wie andere Gegenstände als Elemente von Klassen verfügbar sein. Das geordnete Paar spielt die Rolle eines Gegenstands, der die Aufgabe von zweien erfüllt.

X 23
Verifikationstheorie/Peirce/Quine: in etwa: „sag mir, welchen Unterschied die Wahrheit/Falschheit eines Satzes für die mögliche Erfahrung machen würde, und du hast alles über seine Bedeutung gesagt.“. QuineVsPeirce: auch das setzt den Begriff der Proposition mit dem Begriff der objektiven Information gleich.
Grundordnung: ist hier die Gesamtheit der möglichen Unterscheidungen und Kombinationen von Sinneswahrnehmungen.
Introspektion: einige Erkenntnistheoretiker würden diese Alternativen durch Introspektion der Sinnesdaten katalogisieren, andere (Naturalisten) würde die Nervenreizung (an den Nervenenden) beobachten.
Problem: man kann die Sinnesbelege nicht eindeutig einzelnen Sätzen zuordnen. (Unterbestimmtheit der Empirie).

XII 94
Empirismus/QuineVsCarnap: der Empirismus hat 1. aufgegeben, die Wahrheit über die Natur aus der Sinneserfahrung zu deduzieren. Damit hat er ein wesentlichen Zugeständnis gemacht.
2. hat er die rationale Rekonstruktion aufgegeben, d.h. den Versuch, diese Wahrheiten in Beobachtungsbegriffe und logisch mathematische Hilfsmittel zu übersetzen.
QuineVsPeirce: Angenommen, wir meinten, dass die Bedeutung einer Aussage in dem Unterschied besteht, den ihre Wahrheit für die Erfahrung macht. Könnten wir dann nicht in einem seitenlangen Satz der Beobachtungssprache alle Unterschiede formulieren, die die Wahrheit ausmachen könnte, und könnten wir dies dann nicht als Übersetzung betrachten?
Problem: diese Beschreibung könnte unendlich lang sein, sie könnte dann aber auch in einer unendlichen Axiomatisierung eingefangen werden.
Pointe: damit gibt der Empirist die Hoffnung auf, dass sich die empirische Bedeutung typischer Aussagen über die Realität sich ausdrücken lässt.
Quine: das Problem ist nicht eine zu hohe Komplexität für eine endliche Axiomatisierung, sondern der Holismus:
XII 95
Bedeutung/QuineVsPeirce: was normalerweise Erfahrungsimplikationen hat („Unterschied für die Erfahrung“) betrifft nur Theorien als ganze, nicht einzelne Erfahrungssätze. QuineVsCarnap: auch der „Aufbau“ müsste einer sein, in dem die Texte, in die logisch mathematische Beobachtungsbegriffe übersetzt werden sollen, ganze Theorien und nicht bloß Terme oder kurze Sätze sind.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsCarnap Carnap Vs Quine, W.V.O.
 
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II 173
Analytisch/synthetisch: CarnapVsQuine: versuchte, die Schwierigkeiten zu bewältigen, um die Unterscheidung aufrechtzuerhalten. Einschränkung: die Unterscheidung sollte nur für die sogenannten konstruierten Sprachen gelten. Klare Regeln, wann eine Zusammensetzung erlaubt ist.
VII 147
Pragmatik/Carnap: zusätzliches Problem: ob die Gegenstände existieren. Quine: bezweifelt, daß beim Fehlen eine Explikation der Wörter möglich ist., da er klare behavioristische Kriterien verlangt. So werden diese Wörter sinnlos.
CarnapVsQuine: es ist theoretisch möglich, ohne pragmatische Grundlage (Sprachhandeln, behavioristisch), die Fruchtbarkeit semantischer Begriffe durch die weitere Entwicklung von Sprachsystemen aufzuzeigen. (operationale Verfahren).
VII 151
intensionalistische These der Pragmatik/CarnapVsQuine: die Bestimmung der Intension ist eine empirische Hypothese, die durch Beobachtung der Sprachgewohnheiten überprüft werden kann.extensionalistische These/QuineVsCarnap: die Bestimmung der Intension ist letztlich eine Geschmacksfrage, der Linguist ist frei, weil es nicht überprüft werden kann. Dann stellt sich aber auch nicht die Frage nach der Wahrheit und Falschheit. Quine: das fertiggestellt Lexikon ist ex pede Herculem d.h. wir riskieren einen Irrtum, wenn wir am Fußende beginnen. Aber wir können daraus einen Vorteil ziehen. Wenn wir im Fall des Lexikons hingegen (?) eine Definition der Synonymität hinauszögern, taucht kein Problem auf, als nichts für Lexikographen, das wahr oder falsch wäre.
VII 152
Lösung/CarnapVsQuine: der Linguist muß nicht nur die wirklichen Fälle in Rechnung stellen, sondern auch die möglichen.
VII 153
CarnapVsQuine: die extensionalistische These ist unangemessen: Bsp Eintragung im Lexikon: (3) Einhorn, unicorn Kobold, goblin
andererseits die falsche Eintragung:
(4) Einhorn, goblin Kobold, unicorn
Carnap: die beiden deutschen Wörter haben hier dieselbe Extension, nämlich die Nullklasse (Carnap pro). Wenn die extensionalistische These richtig ist, gibt es dann keinen wesentlichen, empirisch überprüfbaren Unterschied zwischen (3) und (4).
VII 154
QuineVsCarnap: könnte antworten, daß der Mann auf der Straße nicht willens sei, etwas über nichtexistierende Gegenstände zu sagen.
VII 155
CarnapVsQuine: die Prüfungen, die die Intensionen betreffen, sind von Existenzfragen unabhängig. Der Mann auf der Straße ist sehr wohl imstande, Fragen in Bezug auf angenommene kontrafaktische Situationen zu verstehen.
Quine XI 150
Ding/Gegenstand/Carnap/Lauener: Dinge anzunehmen bedeutet nur die Wahl einer gewissen Sprache. Es heißt nicht, an diese Dinge zu glauben.
XI 151
CarnapVsQuine: sein Existenz Kriterium (Wert einer gebunden Variablen zu sein) hat insofern keine tiefere Bedeutung, als darin nur eine Sprachwahl zum Ausdruck kommt. QuineVsCarnap: Sprache und Theorie können nicht so getrennt werden. Wissenschaft ist die Fortsetzung unserer täglichen Praxis.

Stroud I 221
Traum/Quine/Stroud: Quine schließt an keiner Stelle die Möglichkeit aus, dass wir die ganze Zeit träumen. (>Descartes). Skeptizismus/Empirie/Carnap: kann nicht empirisch beantwortet werden.
Wissen/Carnap: allerdings kann es empirische Untersuchungen geben, die zeigen, wie wir zu Wissen gelangen.
naturalisierte Erkenntnistheorie/Quine: soll das leisten.
CarnapVsQuine: Pointe: eben weil sie eine empirische Untersuchung ist, kann sie die traditionelle Frage des Philosophen nicht beantworten.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsCarnap Goodman Vs Quine, W.V.O.
 
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IV 21
Quine: >Individuation wird festgelegt durch ein Bündel wechselseitig aufeinander bezogener grammatischer Partikel und Kostruktionen. Pluralbildungen, Pronomen, Zahlwörter, das "ist" (der Identität) und die davon abgeleiteten "derselbe" und "ein anderer". GoodmanVsQuine: er versäumt es zu erklären, daß die Interpretation dieser Partikel nicht geleistet werden kann, ohne Berücksichtung der Dingorte, die sie individuieren. Die Interpretation ändert sich, wenn sie in unterschiedliche Systeme eingesetzt werden.
IV 22
Bsp Sonnenuntergang. Ob wir dasselbe Ding sehen wie gestern, hängt davon ab, ob wir und mit der Identifizierung von Sonnen oder Untergängen beschaftigen. (>Kennzeichnung).
Quine V 30
Disposition/GoodmanVsQuine: ein Dispositionsausdruck ist ein Wechsel auf eine schließlich mechanische Beschreibung und daher zirkulär. Die mechanistischen Termini werden letztlich implizit Dispositionstermini sein. QuineVsGoodman/QuineVsCarnap: ich bin, anders als die beiden, mit einem theoretischen Wortschatz zufrieden, von dem einige physikalische Grundprädikate zunächst mit Hilfe der Dispo Redeweise gelernt wurden. (Heuristische Rolle).

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsCarnap Fraassen Vs Ramsey, F. P.
 
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I 54
FraassenVssyntaktischer Ansatz: all das war ein Fehler: die empirische Bedeutung (Menge der Beobachtungskonsequenzen) einer Theorie kann nicht in dieser syntaktischen Weise isoliert werden. Wenn das möglich wäre, würde T/E dasselbe sagen, wie T darüber, was beobachtbar ist und die das Beobachtete sich verhält, und nichts sonst. Unbeobachtbares/Fraassen: wird sich aber vom Beobachtbaren darin unterscheiden, dass es systematisch die Charakteristika des Beobachteten entbehrt.
Unbeobachtbarkeit/Fraassen: solange wir Negation nicht verbieten, können wir in einer Beobachtungssprache ausdrücken, dass etwas unbeobachtbar ist. Und bis zu einem gewissen Grad sogar, wie diese unbeobachteten Entitäten sind. Bsp
Unbeobachtbares/Kopenhagener Deutung/Beobachtungssprache: sagt, dass es Dinge gibt, die manchmal eine bestimmte Position haben und manchmal nicht.
Pointe/Fraassen: diese Konsequenz habe ich gerade ausgedrückt, ohne einen einzigen TT zu gebrauchen.
I 55
PhilosophieVssyntaktischer Ansatz: Philosophen hielten ihn eher für zu breit: viele Theorien T sind so, dass T/E tautologisch ist. Solche Theorien leiten ihre empirische Bedeutung wahrscheinlich von den Beobachtungskonsequenzen zusammen mit anderen Theorien oder empirischen Hypothesen ab.
I 56
syntaktisch/FraassenVssyntaktischer Ansatz: die syntaktisch definierten Relationen sind einfach die falschen! Der größte Fehler des syntaktischen Ansatzes war die Konzentration auf irrelevante technische Fragen: FraassenVsRamsey/FraassenVsCarnap/FraassenVsCraig: solche Dinge wie Ramsey-Satz, Carnap-Konditional, Craigs Theorem, „Reduktionssatz“, „empirische Sprache“ , theoretische Termini (TT) „Axiomatisierbarkeit im beschränkten Vokabular“ waren alles selbstverursachte Probleme! Sie sind philosophisch nicht wichtig!
FraassenVsRamsey-Satz.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsCarnap Ryle Vs Russell, B.
 
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Read III 33
Russell tappte in seiner Darstellung von Universalien in diese Falle: nach seiner Auffassung bestehen atomare Aussagen aus einer Anzahl von Individuen und einem Universale. Bsp »Fido ist ein Hund«. Worauf bezieht sich »Hund«? Nach der »Fido«-Fido-Theorie muss es seine Bedeutung daher erhalten, dass es einem einzelnen Ding zugeordnet ist, der Hundheit oder dem Universale, Hund.
Aussage/Russells Aussagen waren von ihm so konzipiert worden, dass sie die Bedeutung von Sätzen ausmachen. Folglich, sagte er, müssen Sie diese generischen Entitäten, Universalien enthalten.
Das ist ein nicht gerechtfertigter Schritt. (>RyleVsCarnap)
"Fido"-Fido-Prinzip: RyleVs: Referenz gleich Bedeutung. Read III 296 > Verschiedene VsRussell: > Aussagen,Tatsachen
Read III 34
Russell: glaubte, Prädikatausdrücke, Verben und Adjektive bezögen sich auf Universalien, »ist Präsident« bezieht sich auf Präsidentschaft, »läuft« auf das, was allen Dingen gemeinsam ist, die laufen. Aber viele Philosophen bestreiten, dass der Begriff des Gegenstandsbezug auf derartige Redeteile angewendet werden kann. Bedeutung: Russell und andere identifizieren einfach Bedeutung und Gegenstandsbezug (Referenz).

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsCarnap Carnap Vs Skeptizismus
 
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Stroud I 170
CarnapVsSkeptizismus/Sinn/sinnvoll/Sprache/Empirie/Verifikation/Verifikationismus/Stroud: These: die Signifikanz unserer Ausdrücke ist auf ihre empirische Anwendung (Gebrauch) beschränkt. Das bedeutet, dass der Gebrauch der Ausdrücke selbst dadurch eingeschränkt ist, ob es eine mögliche Sinneserfahrung gibt, die relevant dafür ist, die Wahrheit oder Falschheit des Satzes zu bestimmen, in dem diese Ausdrücke vorkommen. Def Verifikationsprinzip/Verstehen/Meinen/Carnap/Stroud: These: dann können wir überhaupt nur etwas verstehen oder mit unseren Äußerungen etwas meinen, wenn entsprechende Sinneserfahrungen für uns möglich sind.
Skeptizismus/Carnap/Stroud: d.h. aber noch nicht, dass der Skeptizismus falsch ist. Aber:
Satz: "Niemand wird je wissen, ob __."
Hier müsste das "__" von einem Ausdruck gefüllt werden, der nur sinnlos sein kann, weil unverifizierbar.
Def sinnlos: weder wahr noch falsch.
I 174
CarnapVsSkeptizismus: die Frage "Gibt es äußere Dinge?" wäre damit sinnlos. Es wäre auch keine Frage, die man nicht beantworten könnte, (sic) weil es hier keine sinnvolle Frage und keine sinnvolle Antwort gibt. Pointe: das heißt aber nicht, dass es nicht dennoch völlig sinnvolle Fragen über die Existenz äußerer Dinge gäbe: das sind die internen Fragen ((s) innerhalb eines Wissensgebiets).
I 176
Wahrheit/Sinn/sinnlos/Carnap/Stroud: was wahr ist, kann gar nicht im Widerspruch zu etwas stehen, das sinnlos ist. Moore/Carnap/Stroud: der Verifikationismus zeigt, dass alles was Moore sagt, wahr sein kann, ohne dabei allerdings den Skeptizismus zu widerlegen. Aber es gibt nichts Bedeutungsvolles, das er außer acht lässt.
VerifikationismusVsSkeptizismus/CarnapVsStroud: der Skeptizismus ist nicht, wie Kant meint, transzendental zu verstehen, sondern er ist als Ganzes sinnlos, weil nicht zu überprüfen.
Def extern/externe Fragen/Existenz/Carnap/Stroud: sind "philosophische" Fragen, die das ganze betreffen (den Rahmen von außen, d.h. zunächst gar nicht möglich).
Def intern/interne Fragen/Wissenschaft/Existenz/Carnap/Stroud: das sind Fragen nach der Existenz von Dingen, die innerhalb einer Wissenschaft gestellt werden. Bsp die Frage nach der Existenz von Zahlen ist sinnvoll innerhalb der Mathematik, aber nicht außerhalb von ihr.
I 177
extern/Existenz/Verifikationismus/CarnapVsSkeptizismus/Stroud: wenn der Skeptizismus erlaubt, dass die Dinge außerhalb von uns überhaupt sinnvoll sind ((s) Die Sätze über die Dinge, nicht die Dinge können sinnvoll oder sinnlos sein) dann kann er sie nicht als unwissbar bezeichnen.
I 178
Objektivität/Verifikationsprinzip/Carnap/Stroud: das Prinzip verhindert jeden Begriff von Objektivität, der nicht die Möglichkeit der empirischen Überprüfung enthalt. VsSkeptizismus: jeder Begriff von Objektivität, der die Möglichkeit von Wissen enthält, macht dann aber den Skeptizismus unmöglich.
praktisch/theoretisch/Verifikationsprinzip/Carnap/Stroud: die Unterscheidung theoretisch/praktisch geht weit über das Verifikationsprinzip hinaus.

Stroud I 187
CarnapVsSekptizismus: der traditionelle philosophische Skeptizismus (extern) ist eigentlich eine "praktische" Frage über die Wahl des linguistischen Rahmens (Bezugssystems). Das folgt nicht aus dem Verifikationsprinzip allein. Sie ist Teil einer Theorie des Wissens (Wissenstheorie) nach der die Bedeutungslosigkeit der skeptischen Frage durch eine nichtskeptische Antwort aufgezeigt wird auf die Frage wie ist’s möglich, dass wir etwas wissen. Wissen/Carnap/Stroud: zwei wesentliche Bestandteile:
1. Erfahrung,
2. linguistischer Rahmen (Bezugssystem) innerhalb dessen wir die Erfahrung verstehen. Sprache/Carnap/Stroud: ist ein Regelsystem für die Bildung von Sätzen und für ihre Überprüfung bzw. Zurückweisung (ESO 208).
Damit sind wir ausgerüstet, um festzustellen, dass einige Aussagen mit unserer Erfahrung übereinstimmen und andere nicht. Ohne diese Aussagen, die uns durch die Akzeptanz der Sprache ermöglicht wird, hätten wir nichts, was die Erfahrung entweder bestätigt oder widerlegt.
Skeptizismus: würde soweit zustimmen. Auch er braucht Ausdrücke der Sprache für die Dinge der Außenwelt.
CarnapVsSkeptizismus: dieser missversteht die Relation zwischen dem sprachlichen Rahmen und den Wahrheiten, die innerhalb von ihm ausgedrückt werden können. Er denkt, der Rahmen würde nur gebraucht,
I 188
um etwas auszudrücken, das „objektiv“ wahr oder falsch wäre. ((s) > Quine: >Immanenztheorie der Wahrheit, immanente Wahrheit, >Ontologische Relativität: Wahrheit immer nur innerhalb einer Theorie/System).
Objektivität/CarnapVsSkeptizismus/Stroud: jede Rede über objektive Tatsachen oder äußere Dinge ist innerhalb eines Bezugssystems (Rahmen) und kann nicht unseren Besitz dieses Rahmens rechtfertigen. ((s) Der eine praktische Wahl (Konvention) ist.
theoretische Frage/Philosophie/Carnap: die einzige theoretische Frage, die wir hier stellen können ist die nach den Regeln der Sprache.
I 192
CarnapVsSkeptizismus: missversteht die Relation zwischen linguistischem Rahmen der Ausdrucksweise über äußere Gegenstände und den Wahrheiten, die innerhalb dieses Bezugssystems ausgedrückt werden. StroudVsCarnap: aber was ist genau sein eigener nicht-skeptischer Zugang zu dieser Relation?
1. zu welchem System gehört Carnaps These, dass Existenzbehauptungen in der Dingsprache weder wahr noch falsch sind?
2. was drückt die These dann überhaupt aus?

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsCarnap Wittgenstein Vs Tarski, A.
 
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I 134
WittgensteinVsTarski/WittgensteinVsCarnap/Hintikka: würde die logische Semantik in Bausch und Bogen ablehnen, weil sie sich nach der Auffassung der Sprache als universellem Medium nicht artikulieren lässt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsCarnap Stroud Vs Verifikationismus
 
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I 201
Verifikationismus/Wissen/Stroud: das lenkt den Blick auf ein wenig beachtetes Problem der Relation zwischen dem Verifikationsprinzip und dem traditionellen Skeptizismus: man sieht üblicherweise nur einen einseitigen Wettbewerb zwischen ihnen: das Prinzip impliziert, dass die skeptische Konklusion sinnlos ist. Asymmetrie: also ist das ganze Problem sinnlos.
Verifikationsprinzip/VP/Skeptizismus/Stroud: haben aber in Wirklichkeit dieselbe Aufgabe zu lösen: zu erklären, wie unser Glauben empirisch bestätigt wird.
SkeptizismusVsVerifikationismus: seine Standards der Bestätigung werden gar nicht erfüllt.
Stroud: das ist ein Disput darüber, was unsere Standards überhaupt sind, und ob irgendetwas sie erfüllt. Keine Seite ist in einer besseren Position, sie teilen das Problem.
I 202
Skeptizismus/Stroud: ist durch das Verifikationsprinzip nicht widerlegt: wenn wir nicht wissen, ob wir träumen, wissen wir auch nicht, ob die Bestätigung durch Belege nicht nur im Traum erfolgt. ((s) Das Argument der empirischen Überprüfung ist etwas ganz anderes als das Argument über den Sprachgebrauch.) Bestätigung/StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap: es gibt schon einen Konflikt darüber, wie das Verifikationsprinzip (VP) überhaupt zu formulieren ist, bzw. darüber, was als Bestätigung gelten kann. Wenn das VP adäquat sein soll, muss es implizieren, dass es keine bedeutungsvolle Schwierigkeit geben kann der Art, wie sie der traditionellen Skeptiker vorbringt.
Problem: bei der Formulierung des Prinzips kann man das Prinzip selbst noch nicht auf den entscheidenden Begriff der Bestätigung anwenden. ((s) Sonst zirkulär).
empirische Bestätigung/Bestätigbarkeit/Stroud: ihre Definition würde eine Erklärung brauchen, wie und warum der traditionelle Begriff unserer alltäglichen Praxis falsch sein soll.
I 203
Skeptizismus/Stroud: kann nicht einfach zurückgewiesen werden, ohne dass die Relation zwischen "internem" und "externem" (distanziertem) Zugang als inkohärent gezeigt wurde. StroudVsVerifikationismus: im Alltag werden die Bedingungen des Verifikationsprinzips niemals vollkommen erfüllt. Eine erfolgreiche Theorie der empirischen Bestätigung muss daher zeigen, was mit dem Begriff der Bestätigung nicht stimmt.
Es könnte dennoch sein, dass der Verifikationismus auf der richtigen Fährte ist.
I 204
Bestätigung/Tradition/Stroud: es gilt allgemein, dass das Problem der Außenwelt (Skeptizismus) empirisch unentscheidbar ist, egal, welchen Begriff von empirischer Bestätigbarkeit man wählt. Das ist das gemeinsame Problem, das Skeptizismus und Verifikationismus teilen müssen. . Also scheint es vernünftig, dass das Verifikationsprinzip erst genau formuliert werden muss, bevor es gebraucht werden kann.
SkeptizismusVsVerifikationismus/StroudVsVerfikationismus: solange mangelnde Verifizierbarkeit mit Sinnlosigkeit verbunden ist, wird eben unsere Rede über die Welt um uns herum zur Sinnlosigkeit verdammt sein, wenn der Skeptizismus recht hat.
StroudVsrationale Rekonstruktion/StroudVsCarnap: können wir beiseitelassen, und einfach fragen, wie plausibel es ist, Sinn an Verifizierbarkeit zu knüpfen. Und das können wir anscheinend nicht, ohne die Plausibilität des Skeptizismus einzuschätzen zu versuchen ((s) und ihn nicht selber als sinnlos abzutun).
I 205
SkeptizismusVsVerifikationismus/StroudVsVerifikationismus/StroudVsCarnap: selbst wenn der Verifikationismus wahr ist, brauchen wir immer noch eine Erklärung, wie und warum die traditionelle philosophische ((s) nicht-empirische) Untersuchung scheitert. ((s) soll hier dem Skeptizismus entsprechen). (>Warum-Frage). Verifikationsprinzip/Stroud: um es zu akzeptieren, brauchen wir eine verständliche Diagnose, warum und wie der Skeptizismus falsch ist. ((s) quasi zirkulär, das eine setzt das andere voraus).
StroudVsVerifikationismus/DescartesVsVerifikationismus/StroudVsCarnap: Descartes’ Bsp "Ich weiß nicht, ob ich wirklich am Kamin sitze, mit einem Stück Papier in der Hand" ist doch ein vollkommen sinnvoller Satz! Wir verstehen ihn gut genug um zu wissen, was der Fall sein müsste, wenn er wahr wäre. Und er kann wahr oder falsch sein.
Es wäre Quatsch, wollte man behaupten dass Sätze wie Bsp "Hier ist eine menschliche Hand" oder Bsp "Es gibt Berge in Afrika" sinnlos wären.
Verifikationismus/Stroud: behauptet allerdings nur, dass sie sinnlos sind in Verbindung mit der traditionellen Schlussfolgerung, dass ihre Wahrheit niemals gewusst werden kann (skeptische Konklusion).
I 206
Verifikationsprinzip/Stroud: wir müssten zeigen, dass es nichts vom Skeptizismus zu befürchten

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsCarnap Wessel Vs Verschiedene
 
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I 17
Toleranzprinzip/Carnap: ("Die logische Syntax der Sprache", 1934): "Wir wollen nicht Verbote aufstellen, sondern Festsetzungen treffen. Verbote können durch eine definitorische Unterscheidung ersetzt werden. In der Logik gibt es keine Moral. Jeder mag seine Logik, d.h. seine Sprachform aufbauen wie er will, nur muss er wenn er mit uns diskutieren will, syntaktische Bestimmungen angeben, anstatt philosophischer Erörterungen." (Das Toleranzprinzip wurde zuerst von Karl Menger formuliert).
I 20
WesselVsToleranzprinzip: im ganzen lehnen wir es ab, aber wir stimmen Menger darin zu, dass der Konstruktivitätsbegriff unklar ist. VsMenger: der weiteste Konstruktivitätsbegriff ist nicht die Forderung nach bloßer Widerspruchsfreiheit! (Wessel wie Chr. Thiel).
Begründung/Logik/Wessel: alle Begründungsversuche sind hier letztlich zirkulär!
Pro Carnap: natürlich hat jeder Logiker und jeder Mathematiker das Recht, beliebige Kalküle erst aufzubauen, wobei er die Regeln korrekt anzugeben hat.
VsCarnap: das bedeutet jedoch nicht, dass die möglichen oder vorhandenen Kalküle gleichberechtigt sind! Das wäre ein "Gleichgütligkeitsprinzip" .

I 136
Def analytische Implikation/Parry/Wessel: (1933): Wenn eine Formel A eine Formel B analytisch impliziert, so kommen in B nur solche Aussagenvariablen vor, die auch in A vorkommen.
I 137
Axiome: (Auswahl) + A 12. (A ‹-› B) u F(A) -> F[A/B]
A 13. F(A) -> (A -> A)
analytische Implikation/WesselVsParry: keine Lösung des Problems, da > wieder ein Operator ist und in Axiomen und Theoremen mehr als einmal vorkommen kann.
Pro: hier wird zum erstenmal der Gedanke ausgesprochen, dass in der Folgerung nur solche Variablen vorkommen dürfen, die auch in der Voraussetzung enthalten sind.
Paradoxien/Implikation/nichtklassische Richtung/Wessel: Fragen:
1. gibt es irgendwelche Garantien, dass paradoxe Formeln nicht beweisbar sind?
2. gibt es Garantien dafür, dass nicht nichtparadoxe Formeln irrtümlich ausgeschlossen werden?
3. gibt es Kriterien um zu entscheiden, ob eine beliebige Formel paradox ist oder nicht?
4. Kann man ein System aufbauen, in dem alle paradoxen Formeln nicht beweisbar, alle nichtparadoxen Formeln aber beweisbar sind?

I 219
Identität/M.Stirner: "ineinander den Menschen sehen und gegeneinander als Menschen handeln...sehe ich in dir den Menschen wie ich in mir den Menschen und nichts als den Menschen sehe, so sorge ich für dich wie ich für mich sorgen würde...wir stellen ja beide nichts als den mathematischen Satz vor: A = C und B = C folglich A = B, d.h. ich nichts als Mensch und du nichts als Mensch : ich und du dasselbe". WesselVsStirner, Max: das ist die gleiche Logik wie bei "J.Kaspar (Pseudonym von Stirner) ist ein Lebewesen, ein Esel ist ein Lebewesen, also ist J. Kaspar ein Esel".
Das ist die Verwechslung verschiedener logischer Formen.
((s) Prädikation ist keine Identitätsaussage: "ich bin ein Mensch" heißt nicht "Ich = Mensch".)

I 314
Eulersche Diagramme/Borkowski/Lejewski/"ontologische Tafel"/Wessel: Erweiterung der Eulerschen Diagramme: Bedeutungseinschluss und ausschluss, Existenz usw. WesselVsLejewski: seine Theorie ist mit gravierenden Mängeln belastet.
I 315
Terminitheorie/Wessel: es sind unbegrenzt viele sing Term möglich, aber jede Theorie kommt mit einer begrenzten Anzahl aus. WesselVsLejewski: Bsp bei ihm macht der Term "Kosmonaut" eine mysteriöse Wandlung durch. zunächst leerer Term, dann sing Term, dann allg Term!
WesselVs: er ist von Anfang an ein allg Term: die Referenz hat überhaupt nichts damit zu tun.
Bei der Unterscheidung von leer/nichtleer handelt es sich um eine ganz andere Klassifikation von Termini. Das ist keine rein logische Aufgabe.

I 352
Intension/WesselVsStegmüller: die Bezeichnung als "inhaltliches" Problem zeigt nur, dass es auf der logischen Ebene noch nicht gelöst ist. StegmüllerVsModallogik: da modale Kontexte intensionalen Charakter hätten.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsCarnap Carnap Vs Wittgenstein, L.
 
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II 203
CarnapVsWittgenstein: es ist durchaus möglich, die Syntax einer Sprache in eben dieser Sprache auszudrücken, ohne daß dabei Widersprüchlichkeiten (paradoxe) oder Unsinnigkeit hervorgebracht werden! LL. (> Wittgenstein: Abbildtheorie).
Hempel I 99/100
Sprache/Carnap: konstruiert zwei symbolische Sprachen. Darin kann er eine exakte Definition von »analytisch« und »die logische Konsequenz aus« usw. geben. Danach konstruiert er die logische Syntax für eine Gruppe von Sprachsystemen, die lediglich gewisse Bedingungen erfüllen müssen. Die wichtigste: die logische Wesensart der Elemente dieses Sprachsystems darf nicht von einem nicht-sprachlichen Faktor abhängig sein!
Das bedeutet, daß Zusammenhänge in natürlichen Sprachen, in denen Pronomina wie »ich« oder »dieser« vorkommen, nicht ohne weiteres bestimmbar sind!
(> BrandomVsCarnap: Anapher).
CarnapVsWittgenstein: dessen Bedeutungskriterium sei zu eng. Carnap charakterisierte empirische Gesetze als allgemeine folgerungsreiche Aussagen, die sich durch ihre Form von den sogenannten singulären Aussagen wie »hier herrscht im Moment eine Temperatur von zwanzig Grad« unterscheiden.
Eine allgemeine Aussage wird überprüft, indem man ihre singulären Konsequenzen untersucht. Weil aber jede allgemeine Aussage eine unendliche Klasse singulären Konsequenzen festlegt, kann sie durch sie nicht endgültig und vollständig verifiziert, sondern nur mehr oder weniger geschützt werden. Eine allgemeine Aussage ist keine Wahrheitsfunktion singulärer Aussagen, sondern hat im Verhältnis zu ihnen den Charakter einer Hypothese.
Naturgesetze: Anders gesagt: ein allgemeines Gesetz kann nicht formal aus einer endlichen Menge singulärer Aussagen abgeleitet werden. Jede endliche Menge von Aussagen ist unendlich viele Hypothesen zu. Außerdem haben die singulären Aussagen selbst im Vergleich zu den Protokollsätzen den Charakter von Hypothesen. Welche singulären Aussagen wir akzeptieren, hängt davon ab, welches der formal möglichen Systeme wir wählen.
CarnapVsWittgenstein: Wahrheit: auch ein zweites fundamentales Prinzip des Tractatus ist abzulehnen: Wahrheit oder Falschheit aller Aussagen kann nicht mehr unter Bezug auf die Wahrheit bestimmter Basisaussagen definiert werden, seien dies nun atomare Aussagen, Protokollsätze oder andere singulärer Aussagen. (Denn die singulären Aussagen sind ja im Vergleich zu Basisaussagen Hypothesen). Es folgt eine Lockerung des Wahrheitsbegriffs: in der Wissenschaft wird eine Aussage als wahr akzeptiert, wenn sie durch Protokollsätze ausreichend untermauert wird.
Carnap II 203
CarnapVsWittgenstein: es ist durchaus möglich, die Syntax einer Sprache in eben dieser Sprache auszudrücken, ohne daß dabei Widersprüchlichkeiten (paradoxe) oder Unsinnigkeit hervorgebracht werden. (> Wittgenstein: Abbildtheorie). Sprache/Carnap: konstruiert zwei symbolische Sprachen. Darin kann er eine exakte Definition von »analytisch« und »die logische Konsequenz aus« usw. geben.
Danach konstruiert er die logische Syntax für eine Gruppe von Sprachsystemen, die lediglich gewisse Bedingungen erfüllen müssen. Die wichtigste: die logische Wesensart der Elemente dieses Sprachsystems darf nicht von einem nicht sprachlichen Faktor abhängig sein!
Das bedeutet, daß Zusammenhänge in natürlichen Sprachen, in denen Pronomina wie »ich« oder »dieser« vorkommen, nicht ohne weiteres bestimmbar sind. - (BrandomVsCarnap: Anapher …)

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Ramsey-Satz VsCarnap Versus I 56
FraassenVsRamsey-Satz/FraassenVsCarnap/FraassenVsCraig - VsTrennung Beobachtungssprache/Theoriesprache - irrelevante technische Fragen - Vssyntaktische Darstellung von Theorien - FraassenVsSprachabhängigkeit.
Theoriespr/Beobspr VsCarnap Versus Fraassen I 56
FraassenVsRamsey-Satz/FraassenVsCarnap/FraassenVsCraig - VsTrennung Beobachtuntungssprache/Theoriesprache - irrelevante technische Fragen - Vssyntaktische Darstellung von Theorien - FraassenVsSprachabhängigkeit.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Dingsprache Carnap, R.
 
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Stroud I 185
Dingsprache/Carnap: in ihr kann die Frage nach der Existenz der Dinge (Dingwelt) formuliert werden. Aber das heißt nicht, daß der Satz "Es gibt äußere Dinge" sinnlos wäre. Alternative zur Dingsprache: phänomenale Sprache.
I 191
Daß wir existieren und Erfahrungen haben, kann nicht einfach als eine "interne" Wahrheit der Dingsprache angesehen werden.
I 192
1. zu welchem System gehört Carnaps These, daß Existenzbehauptungen in der Dingsprache weder wahr noch falsch sind? 2. was drückt die These dann überhaupt aus?
I 193
Sprache/Gegenstand/Stroud: die Dinge waren schon lange da, bevor Sprache in der Welt entstand. Und das ist wiederum etwas, was wir "intern" in der Dingsprache wissen. StroudVsCarnap: dann ist seine These, verstanden als der Sprache "intern", falsch. Sie widerspricht dem, was wir schon als Wissen über uns und die äußeren Dinge annehmen.
CarnapVsVs: würde sagen, daß man seine These natürlich nicht "empirisch" und nicht der Dingsprache "intern" auffassen darf.
Carnap/Stroud: seine These ist eine Version der "Kopernikanischen Wende" von Kant. Und er erlangt sie aus denselben Gründen wie Kant: ohne sie hätten wir keine Erklärung, wie ist’s möglich, daß wir überhaupt etwas wissen.
I 197
Bezugssystem/Rahmen/StroudVsCarnap: zu welchem Rahmen gehört Carnaps These, daß keine Sätze über äußere Gegenstände wahr oder falsch unabhängig von der Wahl eines Bezugssystems (Sprache) sind?
Extensionalität Carnap, R.
 
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VI XXI
Extensionalitätsthese/Carnap: (1928):These alle Aussagen sind extensional. Selbstkritik VsCarnap: (1961) ist in dieser Form nicht richtig.
Neu: schwächere Form: jede nichtï·"extensionale Aussage ist in eine logisch äquivalente Aussage in einer extensionalen Sprache übersetzbar.
glau Carnap, R.
 
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Schurz I 219
glau/CarnapVsGoodman: Bsp Carnap: These: nur qualitative Prädikate sind induzierbar (projizierbar) "glau" ist ein Def "positionales" Prädikat: es nimmt in seiner Definition auf den Zeitpunkt t0 Bezug - GoodmanVsCarnap: man kann eine gleichermaßen ausdrucksstarke Sprache mit grot/rün als Grundprädikaten einführen - SchurzVsCarnap: positional/qualitativ kann man durch Unterschied in ostensiver Erlernbarkeit unterscheiden - Induktion/Goodman: Lösung: ei Induktion müssen wir wissen, was konstant blieb- das sind die qualitativen Merkmale - "grot" bleibt beim Wechsel konstant! - aber damit haben wir Anti-Induktion betrieben.

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
Verifierbarkeit Carnap, R.
 
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I 16
Bewährung: Korrespondenz zwischen Satz und der Wirklichkeit, NeurathVsCarnap: Kohärenz statt Korrespondenz. Carnap: die These der Verifizierbarkeit muß zur These der Bewährungsfähigkeit abgeschwächt werden.
Analytizität Quine, W.V.O.
 
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V 116
Analytisch/Analytizität/Quine: die analytischen Sätze sind eine Teilklasse der reizï·"analytischen Sätze, denen zuzustimmen jeder Sprecher einer Sprachgemeinsacht disponiert ist. QuineVsCarnap: doch auch jetzt haben wir keinen so strengen Unterschied zu den synthetischen Sätzen.
Lösung/Quine: These Sätze, die von vielen zuerst gelernt wurden, sind der Analytizität näher als Sätze, die nur von wenigen gelernt wurden. Die analytischen Sätze sind die, die von allen so gelernt werden. Diese Extremfälle unterscheiden sich aber nicht wesentlich von den benachbarten. (DF). Man kann auch gar nicht immer angeben, welche es sind.
Semantischer Aufstieg Quine, W.V.O.
 
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XI 142
Ontologie/Carnap/Lauener: (vorübergehend vertreten): These philosophische Fragen sind immer Fragen nach dem Sprachgebrauch. semantischer Aufstieg/QuineVsCarnap: dieser darf nicht für ontologische Ausweichmanöver mißbraucht werden.
Bezugsrahmen Quine, W.V.O.
 
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Staln I 44
QuineVsCarnap/Stalnaker: These: alle Fragen werden innerhalb irgendeines linguistischen Kontexts gestellt, und Fragen wie "ist es vernünftig, einen Rahmen von Zahlen anzunehmen" und "Gibt es Zahlen" sind nicht einfach zu trennen.
Basissatz Schlick, M.
 
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Hempel I 102
Schlick: nicht ganz auf Basissätze verzichten, sonst Relativismus" I 104 SchlickVsCarnap/VsNeurath: deren These, daß eine Aussage dann wahr ist, wenn sie durch Protokollsätze hinreichend bewährt ist, führt zu unsinnigen Ergebnissen, sofern die Idee absolut wahrer Protokollsätze abgelehnt wird." Es gibt offensichtlich viele verschiedene Systeme von Protokollsätzen" nach Carnap und Neurath wäre jedes dieser verschiedenen, unvereinbaren Systeme wahr.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Beobbkt Maxwell, G.
 
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Fraassen I 14
Grover MaxwellVsCarnap/MaxwellVsPositivismus: (Maxwell 1962 -The Ontological Status of Theoretical Entities): (locus classicus): die Unterscheidung Theorie/Beobachtung kann nicht gezogen werden.
I 17
Beobachtbarkeit/Maxwell: es gibt nichts prinzipiell Unbeobachtbares, weil ich Elektronenaugen hätte haben können (> Mögliche Welten).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980