Lexikon der Argumente


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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
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Eintrag
Literatur
Er / Er selbst Perry
 
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I 432f
"Er*"/Perry: nicht ohne Antezedens: Unsinn: Bsp "Gott weiß, dass er*(Jones) im Krankenhaus ist.
I 439f
Extra-Sinn/Perry: mögliche Lösung: "s": Variable, die über Sinn rangiert - Bsp Sheila glaubt, dass es ein s gibt, so dass s = Ego(Ivan) und Ivan glaubt, dass s am Telefon verlangt wird. - Hier ist Ivans Extra-Sinn i kein Bestandteil der Proposition, die Sheila glaubt, sondern er ist Bestandteil der Proposition von der sie glaubt, dass Ivan sie glaubt. - Extra-Sinn/PerryVsCastaneda: brauchen wir nicht!
I 441
"Er*"/PerryVsCastaneda: scheint gar nicht so verschieden zu sein von "Er" - "F-Verwendung": "er" als Platzhalter eines zuvor erwähnten Objekts - (*) In Anfügung an eine F-Verwendung von er beschränkt * den Sinnbereich auf spezielle Extra-Sinne. - Problem: das schließt noch nicht aus, vom Abendstern zu glauben, daß er der Morgenstern ist (solange X glaubt, dass AS = AS, a priori-Argument) - Lösung: Bsp "Albert wollte von Mary... deshalb ging er zu ihr hinüber": muss "die Frau an der Ecke" sein und nicht "die er letzte Woche gesehen hatte". - Lösung: es ist nicht das "sie" sondern das "deshalb", das uns dazu zwingt. - "Er*" ist nicht zusammengesetzt! - " * " bedeutet nicht "sich selbst".
I 446ff
"Er*"/Perry: ist nicht zusammengesetzt aus "er" und "selbst": Bsp Der Hund Elwood beißt sich selbst/beißt Elwood. - Unterschied: a) er ist von Wunden bedeckt, b) er hat abgebrochene Zähne. - Analog: a) glaubt von sich selbst, reich zu sein - b) glaubt von Privatus, dass er reich ist. Problem: der Dekan war überrascht festzustellen, dass er sich selbst für überbezahlt hielt ((s) unter anderer Beschreibung).

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002
Ich Castaneda
 
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Frank I 159ff
Ich/Castaneda: "flüchtige Iche": wie "hier","jetzt", irreduzibel - gänzlich epistemologisch, nur zur Vergegenwärtigung, nicht empirisch - eingeschränkte Identität: nur Konsubstantiation (Selbigkeit zwischen gemeinsam existierenden Mengen von Eigenschaften): nicht diachron (Transsubstatiation) daher nicht alle Eigenschaften identisch, keine Substituierbarkeit, keine strikte Identität mit Person - Ich kriterienlos, inhaltlich neutral - Ich kann nur durch den überpersönlichen und situationsunabhängigen Quasi-Indikator "er" abgebildet werden. Ich-Gestaltung/Castaneda: Vs Ich als "Etwas".
I 167ff
Ich*/Castaneda: "ich selbst" in einer Episode von Selbstbewusstsein bezieht man sich auf sich selbst - (entsprechend für er*).
I 186
Ich* ist kein Demonstrativum.
I 170
Transzendent/ich/Castaneda: wir erfahren uns als nicht vollständig mit dem Inhalt unserer Erfahrungen identisch und deshalb auch als der Welt jenseits der Erfahrung zugehörig.
I 171
Ich/Selbst/Bewusstsein/Selbstbewusstsein/SB/logische Form/Hintikka/Castaneda: Bsp "Der Mann, der tatsächlich a ist, weiß, dass er a ist". Falsch: "Ka (a = a). - richtig:(Ex)(Ka (x = a)) -die in "Ka (...)" vorkommenden Individuenvariablen sind so aufgefasst, dass sie sich auf einen Bereich von Objekten beziehen, die a kennt - "es gibt eine Person, von der a weiß, so dass a weiß, dass diese Person a ist". CastanedaVs: geht nicht bei kontingenten Behauptungen: "Es gib ein Objekt , so dass a nicht weiß, dass es existiert" - Bsp "der Herausgeber weiß nicht, dass er der Herausgeber ist"- Ex)(Ka(x = a) & ~Ka(x = a))) wäre ein formaler Widerspruch -besser: (Exa)(Ka (x = a) & Ka (x = er selbst) (bei Hintikka nicht ausdrückbar).
I 226f
Ich/Castaneda: kein spezifisches Merkmal - verschiedene Kontraste: gegenüber: dies/das, ich/sie - ich/er - ich(Meinender/Handelnder) - ich/du - ich/wir - > Buber: ich/Es - Ich/Du - > Saussure: Netzwerk von Kontrasten (Plural).
Frank I 378
Ich/Spiegelkabinett/Castaneda: scheint zwei Selbste zu brauchen: eins mit dem er spricht, eins, von dem er spricht - aber einfaches Selbst als verschieden von Ich und Körper reicht nicht
I 430f
Ich/Extra-Sinn/Castaneda: psychologische Rolle, die man mit "ich" assoziiert - die psychischen Zustände erklärt, den Eigennamen oder Kennzeichnungen nicht erklären: "Ich werde am Telefon verlangt": bestimmter psychischer Zustand. PerryVsCastaneda: das reicht nicht, man muss zusätzlich wissen, dass es der eigene Extra-Sinn ist! - Eine Proposition mit "er*" sagt selbst nichts über die Bedeutung dieses Ausdrucks, daher keine Identifikation - Bsp "schwerster Mann Europa" könnte das ohne Waage wissen, wenn "er*" selbständig, ohne Antezedens fungieren könnte. Lösung: zwischengeschalteter Extra-Sinn s für Sheilas Glauben über Ivans Extra-Sinn i.
I 470
Ich/Castaneda: Variable, nicht singuläre Termini, nicht singulärer Bezug: statt dessen: i ist derselbe wie j und Stan glaubt von j...

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ich Perry
 
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Frank I 398ff
Extra-Sinn/Ich/PerryVsCastaneda: kann von anderen genauso erfasst werden, erklärt nicht Unterschied.
I 399f
Ich/er/Referenz/Bezug/Sinn/Bedeutung: Unterschied: Quasi-Indikator schreibt Bezugnahme zu, stellt sie aber nicht her.
I 402ff
Ich/Castaneda/Perry: nicht durch bestimmte Kennzeichnung ersetzbar, wenn Verhalten erklärt wird - "wesentliches Indexwort" - Problem: gleicher Satz, anderer Sprecher: falscher Glaube "ich mache eine Schweinerei...". - Falsche Lösung: "und ich bin derjenige": wieder ein neues Indexwort. - "Fehlender begrifflicher Bestandteil": hilft nicht: ich kann glauben, dass ich es bin, ohne bestimmten Begriff von mir. - Falsch: Kennzeichnung: "derjenige, der die Schweinerei macht": hilft nicht, weil keine Verbindung zu mir.
I 403
Glauben/Ich/Perry: Lösung: Unterscheidung Glaubens-Zustand/Glaubens-Gegenstand. - Bsp Veranstaltung beginnt um 12:00 - d.h. "jetzt!" oder "schon vorbei" oder "noch Zeit". - Gegenstand: die um 12:00 beginnende Veranstaltung - Zustand: "jetzt" - bestimmte Kennzeichnung ohne Index genügt nicht.
I 414
Ich/Individuation/Perry: folgende Bedingungen reichen nicht: Propositionen de re, de dicto, zusätzliches begriffliches Merkmal, Lokalisierung in Raum und Zeit, Relativierung auf Personen und Orte, zwei verschiedene Beschreibungen ohne "Ich" - wie Castaneda: "ich" ist nicht ersetzbar! Zeit/Person-Proposition: unterscheidet mich nicht von den anderen: "J.P. gestern im Supermarkt" ist für andere genauso wahr. - Bewertungskontext = Meinungskontext: "die Veranstaltung beginnt jetzt" ist um 12:00 wahr - hilft nicht! - Wahr/falsch: hilft nicht: dass Berg A höher ist als B, mag wahr sein, führt aber nicht auf den richtigen Weg. - Es gibt nichts, was alle gemeinsam glauben. - Lösung: verirrte Wanderer im selben Meinungszustand (individuiert durch Indexwörter), aber nicht derselben Meinung.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Quasi-Indikator Castaneda
 
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Frank I 163ff
Quasi-Indikator/Castaneda: bildet die fundamentale Rolle des Ich nur im Moment des Sprechakts - muss sich auf ein Antezedens beziehen: Peter glaubt, dass "er"...
I 165
These: "er*" usw. können nicht durch Indikatoren, auch nicht als Variablen oder Stellvertreter sing Term oder (Kennzeichnungen) ersetzt werden - These: (Fazit von "ER"): die Bezugnahme von "ich" ist eine logisch irreduzible Kategorie, die nur durch den überpersönlichen und transsituativen Quasi-Indikator "er" äquivalent abgebildet werden kann.
I 321
Quasi-Indikator/Castaneda: steht im Widerspruch zur klassischen Theorie der Propositionen: dass propositionale Einstellungen sich auf Propositionen beziehen. - ChisholmVs/LewisVs: mentale Zustände sind nicht primär auf Propositionen bezogen, sondern Relation zwischen Subjekt und einer Eigenschaft, die es sich direkt zuschreibt. - CastanedaVsChisholm: Attributionstheorie erklärt nicht hinreichend das explizite Selbstbewusstsein.
I 430ff
Quasi-Indikator Er/Castaneda/Perry* kann nicht durch Kennzeichnung oder Namen ersetzt werden, der nicht wieder einen Quasi-Indikator enthält - PerryVsCastaneda: der andere kann auch denken "er*, nämlich der andere..."
I 459ff
Quasi-Indikator/Castaneda: bildet die indexikalische Bezugnahme ab, er nimmt sie nicht vor. Er ist nicht gänzlich Stellvertreter, sondern in die Bezugnahme eingeschlossen.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Sinn Castaneda
 
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Frank I 325
Sinn/Bedeutung/CastanedaVsFrege: das Denotat innerhalb von Intention in propositionalen Kontexten ist nicht Fregesche Bedeutung sondern Fregescher Sinn - Umkehrung von Frege: der Weltbezug kann nur so erklärt werden, ds die Objekte als Systeme von Fregeschen Sinnen erklärt werden. - Dann erhalten "Sinn" und "Referent" aber völlig neue Bedeutungen.
frank I 400~
Sinn/Bedeutung/CastanedaVsFrege: Guise-Theorie: (der Gestaltungen): Vs Unterscheidung Sinn/Bedeutung - daraus folgt auch: VsFrege: indirekte Rede verliert nicht ihren Referenten - Ausdrücke bezeichnen immer dasselbe, nämlich Guises (Gestaltungen). - VsPerry: damit entfällt aber auch dessen Unterscheidung von Bezeichnen und Ausdrücken.
I 432~
Extra-Sinn/Castaneda: Bsp Ivan glaubt, dass er* am Telefon verlangt wird. - Hier ist des(Ivan) Ivan )(Referent) und Ego(Ivan) sein spezieller Sinn i. - In einer Behauptung des Sprechers a drückt "ich" Ego(a) aus. - PerryVsCastaneda: diese Erklärung führt zu einer Lücke in der Theorie der Berichte von Überzeugungen. - Jeder, der irgendwas von Ivan glauben kann, kann die entsprechende Proposition von Ivan glauben, dass "i" am Telefon verlangt wird. - KretzmannVs: dennoch privat, nicht einmal Gott könnte den Extra-Sinn erfassen. - PerryVs: Missverständnis: "er*" ist zwar nicht durch Kennzeichnung ohne Index zu ersetzen - das heißt aber gerade nicht, dass die Proposition "er selbst ist im Krankenhaus" von niemand anderem gewusst werden kann. "i"/PerryVsCastaneda: die unterschiedliche psychologische Rolle für Ivan und Sheila muss immer noch erklärt werden. - Dass Ivan, aber nicht Scheila der Referent ist, reicht nicht. - Ivan muss zusätzlich glauben, dass er* i ist , aber das ist zunächst nichts anderes als dass i i ist! - Und das glaubt Sheila auch. - Zusätzlich: Information, dass es sich um den eigenen Extra-Sinn handelt. - Problem: der Extra-Sinn hilft nicht, wenn Ivan nicht weiß, daaa er zum Herausgeber ernannt wurde. - Tatsachen über die Sprache sind keine Lösung.
I ~459ff
Sinn/Frege: psychologische Vermittlerrolle - CastanedaVs, PerryVs.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Sinn Evans
 
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Gareth Evans
Frank I 485f
Evans: pro Frege, Oxford, VsPerry, VsCastaneda - Fregescher Sinn: Denkweise statt Gegebenheitsweise.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Zwei allwissende Götter Lewis
 
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IV 139
Zwei allwissende Götter/2 Götter/Lewis: das Beispiel soll zeigen, dass Objekte von Einstellungen nicht mit Propositionen als Mengen von Möwe (möglicher Welten) identifiziert werden sollte. - Bsp Die beiden wissen genau, welche Welt sie bewohnen - d.h. sie kennen jede wahre Proposition. - Sie wissen aber nicht wer sie selber sind. - Lösung: Selbstzuschreibung einer Eigenschaft, nicht einer Proposition - (s.o. räumliche (nicht logische) Lokalisation ist kein propositionales Wissen). LewisVsCastaneda: Lösung: de se: wir müssen nur einen Fall finden, wo der Herausgeber von Soul weiß, welche Welt die seine ist, ohne zu wissen, ob er unter den Millionären ist. - de se: Selbstidentifikation, Selbstlokalisation - de dicto: Selbstlokalisation im logischen Raum (welche Proposition man glaubt).
IV 141
Zwei allwissende Götter/Lewis: Bsp angenommen: Variante mit zwei Götterpaaren in zwei möglichen Welten W und V, die ihre Plätze getauscht haben. - Angenommen, Gott 1 weiß dass die Proposition "Ich bin auf dem höchsten Berg" wahr ist in W - und er weiß, dass er in W lebt. - Daraus folgt nicht, dass er weiß, dass er auf dem höchsten Berg ist. - Denn wäre er auf dem kältesten Berg gewesen, hätte der gleiche Satz eine andere Proposition ausgedrückt, eine, die wahr ist in V und falsch ihn W. - Eine Proposition, von der er wüsste, dass sie falsch ist. - ((s) Ja eben...?)

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsCastaneda Kaplan Vs Castaneda, H.-N.
 
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Frank I 430
KaplanVsCastaneda: entwickelte die Theorie der Eigenart, was ihm gestattet, auf den "Extra Sinn" ("spezieller Sinn", den jedes "Ich" für seinen Träger hat) zu verzichten.
Kaplans "rigides Gehalte" brauchen nicht speziell zu sein! Sie können dieselben Gehalte sein, wie sie z.B. mit Eigennamen verwendet werden.
Perry: diesen Schritt müssen wir tun, bevor wir uns Klarheit über die psychologische Rolle verschaffen können. (Siehe auch Burks: zeigt die Unersetzbarkeit indexikalischer Elemente durch Verdopplungsargumente).
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsCastaneda Boer Vs Castaneda, H.-N.
 
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Frank I 387
Castaneda: These: sowohl die singuläre indexikalische Bezugnahme der ersten Person als auch die ihr entsprechende quasi indexikalische Referenz ist begrifflich irreduzibel. Boer/LycanVsCastaneda:

Boer I
Steven E. Boer
Thought-Contents: On the Ontology of Belief and the Semantics of Belief Attribution (Philosophical Studies Series) New York 2010

Boer II
Steven E. Boer
Knowing Who Cambridge 1986

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsCastaneda Perry Vs Castaneda, H.-N.
 
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Frank I 398
Castaneda/PerryVsFrege: beide: Frege hat Probleme mit Indexwörtern. PerryVsCastaneda: sei konservativer als er selbst, weil er wie Frege der Versuchung erlag, die Rolle in der geglaubten Proposition anzusiedeln.
CastanedaVs: dafür verzichte er auf die Fregesche Unterscheidung von Bedeutung /Bezug. (Hier: Sinn/Referenz).
Rolle/Sinn/Bedeutung/"ich"/"Extra Sinn"/Castaneda:
1. Rolle: entspricht keinem Fregeschen Sinn: Bsp die Bedeutung von "ich", die bei jeder Verwendung identisch bleibt, ist nicht mit dem von Person zu Person sich verändernden Sinn gleichzusetzen. ((s) hier also "Sinn" = Bezug!).
2. dass sich dieser je individuelle Sinn (von "ich") durch keine bestimmte Kennzeichnung ersetzen läßt.
3. dass der individuelle Sinn deshalb noch nicht privat ist! Auch nicht unkommunizierbar.
Perry pro.
PerryVsCastaneda: deshalb muss es neben der Rolle gar keinen individuellen Sinn ("spezieller Sinn", "Extra Sinn") geben.
I 399
Extra Sinn/PerryVsCastaneda: Frage: ist der ES Bestandteil der von Sheila geglaubten Proposition? Castanedas Regel für QI scheint das zu implizieren: (C.Er*.1): Sheila drückt mit "er*" Ivans ES aus.
Zusätzlich glaubt Sheila, dass das, was die Proposition ausdrückt, wahr ist. Also glaubt sie schlicht dieselbe Proposition wie Ivan., die aus Ivans ES und dem Sinn des Prädikats "wird am Telephon verlangt" besteht.
Problem: dann gibt die Proposition Ivans besonderen Glauben nicht angemessen wieder.
Eine Proposition zu glauben, die Ivans speziellen Extra Sinn als Konstituenten hat, genügt offenbar nicht, um den Glauben zu haben, der Ivans Handlung motiviert!
Schließlich fühlt sich Sheila nicht genötigt, ans Telephon zu gehen.
Extra Sinn/"ich"/PerryVsCastaneda: These der ES ist kein Bestandteil der Proposition
Lösung: es genügt, in der Regel für Quasi Indikatoren statt von ausdrücken von bezeichnen zu sprechen!
Der Quasi Indikator drückt nicht den Extra Sinn aus, sondern er bezeichnet ihn!
Es genügt für Sheila, dass sie glaubt, dass es einen Sinn gibt, der mit Ivans Extra Sinn identisch ist, und dass dieser Bestandteil einer Proposition ist, die Ivan glaubt.
Sie muss ihn nicht selbst ausdrücken können!
Das stimmt mit Castanedas eigener Analyse der "F Verwendung" überein:
F Verwendung/Castaneda/Perry: danach würde Sheila mit "er" einen Sinn ausdrücken, der Ivan zum Referenten hat. Das reicht natürlich nicht, um Ivan den richtigen Glauben zuzusprechen! Nicht jeder Sinn mit Ivan als Referenten genügt, um seine Handlng zu erklären.
Man muss also die koreferentiellen Sinne einschränken (>Beschränkung).

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsCastaneda Castaneda Vs Chisholm, R.M.
 
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Chisholm I 43
CastanedaVsChisholm: Propositionen der 1. Person sind bei ihm nicht abstrakte (ewige) Gegenstände, sondern kontingente Dinge. Sie hören auf zu existieren, wenn die Person x aufhört zu existieren.
Frank I 330
Selbstzuschreibung/Chisholm: knüpft an Lewis an. In jeder Fremdzuschreibung ist eine Selbstreferenz enthalten (implizit).
I 331
Bewusstsein/CastanedaVsChisholm: jeder bezieht sich zunächst auf seine eigene Welt, (pro Chisholm), daraus ergibt sich aber nicht die Notwendigkeit, dass jedes Bewusstsein und jeder Gedanke explizit selbstbewusst ist. (CastanedaVsFichte). Die Ich Perspektive ist eben nur implizit in einem nicht reflexiven Bewusstsein enthalten.
Von diesem Bewusstsein unterscheidet sich aber eine explizites Selbstbewusstsein, wenn man darunter bewussten expliziten Selbstbezug versteht.
Selbstzuschreibung/CastanedaVsChisholm: wenn alles Bewusstsein direkte Zuschreibung beinhaltet, also auch ein ich loses, rein weltzugewandtes Bewusstsein, dann kann die Direktattribution nur ein rein objektives Selbstverhältnis ausdrücken und deshalb Selbstbewusstsein nicht erklären.
Wenn Chisholm darauf hinweist, dass die Reflexion noch hinzukommen muss argumentiert er zirkulär, denn dieses Selbstbewusstsein sollte ja gerade durch die Selbstzuschreibung erklärt werden.
I 332
Reflexion/Selbstbewusstsein/ChisholmVsCastaneda/Grundmann: das trifft nicht den Kern von Chisholms Argumentation: dieser würde nämlich die Unterstellung, dass in der Selbstzuschreibung nur ein rein externer oder objektiver Selbstbezug artikuliert wird, zurückweisen. Externer Selbstbezug: äußerst selten. Bsp Mach, Omnibus (s.o.).
Selbstzuschreibung/Chisholm: bezeichnet implizites Selbstbewusstsein.
VsChisholm: allerdings gelingt es ihm nicht, die Überführung vom impliziten in explizites Selbstbewusstsein (SB) zu erklären.
Reduktion/CastanedaVsChisholm: nach Chisholm läßt sich die Verwendung aller Indikatoren auf solche der ersten Person zurückführen.
Bsp das Subjekt schreibt sich die Eigenschaft zu, seine Aufmerksamkeit auf ein Buch zu richten und schreibt diesem Buch indirekt die Eigenschaft zu, geistreich und spannend zu sein.
I 333
Konsubstantiation/CastanedaVsChisholm: die Tätigkeit des Richtens der Aufmerksamkeit ist in einem feststellenden Satz nur konsubstantiiert (implizit). Demnach ist der intentionale Akt nicht Teil des demonstrativen Gedankens.
I 338
Attributionstheorie/CastanedaVsLewis/CastanedaVsChisholm: sollte nicht monolithisch sein: man muss zwischen prop Einst und Praktitionen unterscheiden: "gemischte Konditionale: Bsp die Intention, das Fenster zuschließen, wenn ich die Tür öffne, ist verschieden von der Intention, die Tür zu öffnen, wenn ich das Fenster schließe.
I 375
Bewusstsein/Zuschreibungstheorie/CastanedaVsChisholm: Problem: Unterscheidung zwischen reflektivem und nicht reflektivem Bewusstsein. Das ist eine semantisch pragmatische Unterscheidung zwischen Gedankeninhalten und sie kollidiert mit Chisholms Einheitssyntax.
Fra I 380
Eigenschaften/CastanedaVsChisholm: 1.faßt Eigenschaften als Subjekte der Prädikation auf 2. quantifiziert über sie verheerend in deontologischen Kontexten zu kompliziert bei kumulativen Zitaten.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Frege Sinn/Bedeut VsCastaneda Pro Frank I 484
Evans: "Oxforder Neo-Fregeaner" (zusammen mt McDowell und Peacocke) - VsCastaneda - These: Freges Unterscheidung Sinn/Bedeutung ist unabdingbar für jede Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Quasi-Indikator Boer, St.
 
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Fra I 387
Castaneda: These sowohl die singuläre indexikalische Bezugnahme der ersten Person als auch die ihr entsprechende quasiï·"indexikalische Referenz ist begrifflich irreduzibel. Boer/LycanVsCastaneda: +

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Quasi-Indikator Castaneda, H.N.
 
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Fra I 167
Quasi-Indikator/Castaneda: bildet die fundamentale Rolle des Ich nur im Moment des Sprechakts. Muß sich auf ein Antezens beziehen: Peter glaubt, daß "er"... Fra I 165 These "er*" usw. können nicht durch Indikatoren, auch nicht als Variablen oder Stellvertreter sing Term oder (Kennzeichnungen) ersetzt werden. - These (Fazit von "ER"): die Bezugnahme von "ich" ist eine logisch irreduzible Kategorie, die nur durch den überpersönlichen und transsituativen Quasiï·"Indikator "er" äquivalent abgebildet werden kann.
Fra I 387
Castaneda: These sowohl die singuläre indexikalische Bezugnahme der ersten Person als auch die ihr entsprechende quasi-indexikalische Referenz ist begrifflich irreduzibel. Boer/LycanVsCastaneda:

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
pro Frege Evans, G.
 
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Fra I 484
Lager/Evans: "Oxforder Neoï·"Fregeaner" (zusammen mt McDowell und Peacocke) ï·" VsCastaneda ï·" These Freges Unterscheidung Sinn/Bedeutung ist unabdingbar für jede Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes ï·"

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Quasi-Indikator Lycan, W.
 
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Fra I 387
Castaneda: These sowohl die singuläre indexikalische Bezugnahme der ersten Person als auch die ihr entsprechende quasiï·"indexikalische Referenz ist begrifflich irreduzibel. Boer/LycanVsCastaneda:

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
er* Perry, J.
 
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Fra I 451
Nach dem common sense nehmen wir schon das richtige an. PerryVsCastaneda: ein Argument mehr dafür, These zwischen er* und er nicht zu unterscheiden!

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Extra-Sinn Perry, J.
 
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Fra I 398
Perry These "Extraï·"Sinne sind 1. irrelevant, 2. nicht notwendig, 3. unzulänglich (nicht hinreichend). Extraï·"Sinn/"ich"/PerryVsCastaneda: These der ES ist kein Bestandteil der Proposition

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994