| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Ähnlichkeit | Churchland | Fodor IV 188 Zustandsraum/Gleichheit/Ähnlichkeit/Qualität/Paul Churchland: Grundbegriffe: Zustandsraum, Ähnlichkeitsraum, Ähnlichkeitsmetrik. Bsp "Anglophoner Hyperraum mit logischen Relationen auf Hyperflächen“. Soll Chomskys Bild ersetzen. ((s) Hyperfläche/Churchland/(s): etwas, worauf man nach oben/unten, rechts/links und vorne/hinten gehen kann. Und das innerhalb einer Sprache. Wird benötigt, um Gegenstände und ihre Relationen zu beschreiben.) IV 189 Fodor/Lepore: das setzt voraus, dass Zustandsräume auch Grammatik widerspiegeln. Churchland: Es hat auch im Sinn, dass eine Art Repräsentationen "Inhalte" neurologischer Zustände widerspiegeln. Fodor: Dabei steckt er bis zum Hals in Intentionalität. Fodor IV 193 Ähnlichkeit/Gleichheit/Semantik/Paul Churchland/Fodor/Lepore: fängt überraschenderweise mit Empfindungen an, nicht mit Intentionalität (wie z.B. mit propositionalen Einstellungen oder Begriffen). These: wenn wir einen angemessenen Zugang zu Empfindungen hätten, könnte dieser zu einer allgemeinen mentalen Repräsentation verallgemeinert werden. Churchland: der qualitative Charakter unserer Empfindungen wird allgemein für als der neurobiologischen Reduktion unzugänglich gehalten. Aber auch so finden wir, dass ein entschlossener Versuch, hier eine Ordnung zu finden, einen beträchtlichen Batzen an ausdrückbarer Information zutage fördert. Bsp Farbwürfel mit Frequenzen. IV 194 Fodor/Lepore: Churchland nimmt hier tatsächlich an, dass dies ein Zugang zu den Empfindungen sei (über Frequenzen!), nicht nur zur Diskriminierungsfähigkeit des Nervensystems. Churchland: so kann das Unausdrückbare ausgedrückt werden! Das "unaussprechliche Rosa" kann durch Frequenzangabe gefasst werden. So kann vielleicht auch die Alltagssprache ersetzt werden. IV 195 Fodor/Lepore VsChurchland: wie plausibel ist diese Geschichte in Bezug auf Empfindungen? Liefert sie einen robusten Begriff der Gleichheit im Allgemeinen? |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Elimination | Churchland | Schiffer I 159 Eliminativismus/Churchland/Schiffer: (Paul Churchland 1981)(1): sein Eliminativismus ist ganz anders als der von Quine: Hier wird die Irreduzibilität intentionalen Vokabulars geleugnet. Volkspsychologie/Churchland: ist eine funktionale Theorie. Glauben ist ein funktionaler Zustand, mit einer funktionalen Rolle aber zukünftige Neurowissenschaft wird zeigen, dass keine inneren Zustände diese Rollen haben und daher die Volkspsychologie falsch ist. Schiffer: das ist eine ganz andere Route zum Eliminativismus als die, dass Glauben nicht physikalisch realisiert werden könnte, weil unser intentionales Vokabular irreduzibel sei. I 164 ... SchifferVsChurchland: sein Eliminativismus müsste dann zur Folge haben, dass niemand etwas glaubt. 1. Churchland, Paul (1981). "Eliminative Materialism and the Propositional Attitudes". Journal of Philosophy. 78 (2, February): 67–90. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Fledermaus-Beispiel | Searle | I 137 Fledermaus-Beispiel/Nagel/Searle: Problem: Die Frage ist, wie es für die Fledermaus ist, nicht wie es für uns ist! Eigenschaften: Die Frage ist, welche es gibt - nicht, was wir darüber wissen. Erkenntnistheorie/Ontologie: Erste-Person-Merkmale sind anders als Dritte-Person-Merkmale. Eine vollständige neurophysiologische Theorie reicht nicht aus, sie erklärt keine Empfindung. SearleVsChurchland. >Erste Person, >Privilegierter Zugang. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Glauben | Schiffer | I 273 Def subdoxastisch/Stich: (1978)(1): Ein subdoxastischer Zustand ist kein Glaubenszustand, aber ein informationstragender Zustand. Er ist unbewusst und inferentiell isoliert von Glaubenseinstellungen. Bsp Wenn es eine Transformationsgrammatik gibt, dann wären die Zustände die sie repräsentieren subdoxastisch. Schiffer: These: Sprachverarbeitung wird durch eine Serie subdoxastischer interner Zustände geleistet. 1. Stephen P. Stich (1978). Beliefs and subdoxastic states. In: Philosophy of Science 45 (December):499-518 I 26 Glauben/SchifferVsStich/Schiffer: Problem: so schafft eine psychologische Theorie nicht die Bedeutung von "glaubt". >Psychofunktionalismus - funktionalistische Reduktion. Letztlich: "Bel = def Erstes Element eines geordneten Paars von Funktionen das erfüllt T(f,g)". ((s) Von dem die Theorie sagt, dass es Glauben ist)...) - ((s) "Loar-Stil" ). >Bedeutungstheorie/Loar. I 28 Dabei wird schon vorausgesetzt, dass sie Glauben und Wünschen als Funktionen von Propositionen auf (Mengen von) internen Z-Typen bilden. >Funktionale Rolle/Schiffer. Das Kriterium dafür, dass ein Z-Token n ein Glauben, dass p ist, dass n ein Token eines Z-Typs ist, der die funktionale Rolle hat, die die Definition von Bel T mit p korreliert. I 150 Glaubens-Eigenschaft/SchifferVs: Wenn es Glaubenseigenschaften gäbe, wären sie nicht irreduzibel (das wäre absurd). - ((s) Für Schiffer ist schon bewiesen, dass es eine neuronale Eigenschaft für Bsp das Zurücktreten vor einem Auto gibt) - diese ist die Ursache. Dann sind mentale Eigenschaften zusätzlich erforderlich. - Diese werden dann von keinem kontrafaktischem Konditional gestützt - ((s) Kontrafaktisches Konditional/(s): zeigt, ob etwas überflüssig ist - bzw. ob es als Erklärung hinreichend ist.) >Kontrafaktisches Konditional. I 155 Glaubenseigenschaften/GE/Schiffer: Angenommen, es gäbe sie (sprach-unabhängig), dann müssten sie einfach (nicht-zusammengesetzt) sein. - D.h. keine Funktion von anderen Dingen. Vs: Bsp Die Eigenschaft, Thatcher zu lieben ist zusammengesetzt aus Lieben und Thatcher - Glauben ist aber keine solche Relation (s.o.) Problem: Wenn Glaubenseigenschaften semantisch einfach sind, dann gibt es unendlich viele. Dann ist Sprachlernen unmöglich. >Spracherwerb, >Lernen. I 163 Glaubens-Prädikate: unproblematischer als Glaubens-Eigenschaften: Irreduzibilität aus begrifflicher Rolle. Begriffliche Rolle. Bsp Ava wäre nicht zurückgetreten, wenn sie nicht die Glaubenseigenschaft gehabt hätte, dass ein Auto kommt. Das ist begrifflich und ontologisch unabhängig vom singulärem Term "die Existenzgeneralisierung des Glaubens, dass ein Auto kommt" - (gutartiger Prädikat-Dualismus in Bezug auf begriffliche Rollen). - Keine Kausalkraft - pleonastisch: Ava trat zurück, weil sie die Glaubenseigenschaft hatte... I 164 Glauben: (S) Gegeben, Ava glaubt, dass ein Auto kommt, glaubt sie dies auch in jeder möglichen Welt die physikalisch von der wirklichen Welt ununterscheidbar ist. Problem: das kann nicht bewiesen werden - ist aber wahrscheinlich wahr. - Dann letztlich: sie trat zurück, weil sie in den neuronalen Zustand war. SchifferVsEliminativismus/SchifferVsChurchland: müsste dann zur Folge haben, dass niemand etwas glaubt. >Eliminativismus, >Reduktionismus. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Identitätstheorie | Churchland | Pauen I 188 Erklärungslücke/Identitätstheorie/Bewusstsein/Ontologie/Pauen: Die Erklärungslücke wurde grundsätzlich schon von Leibniz erkannt. Dann Dubois-Reymond, Th. Nagel, Joseph Levine. Erklärungslücke/Levine/Pauen: Zwischen wissenschaftlichen und alltagspsychologischen Theorien. Chalmers: "Hard Problem of Consiousness" (Schwieriges Problem des Bewusstseins): I 189 zwingt uns zu enormen Eingriffen in bisher akzeptierte Auffassungen und Methoden. >Bewusstsein/Chalmers. Identitätstheorie: Die Identitätstheorie bezieht sich auf die Ontologie. Erklärungslückenargument: bezieht sich epistemisch auf unser Wissen. Zusammenhang: Akzeptieren wir die Identitätstheorie, müssen wir erwarten, dass auch unser jeweiliges Wissen sich aufeinander beziehen lässt. I 191 Churchland: Es wäre nun ein Fehlschluss, dass wir aus unserem heutigen Unwissen auf die Unlösbarkeit des Problems schließen wollten. ("Argument der Ignoranz") VsChurchland: Im Fall der Erklärungslücke muss das aber gar nicht plausibel sein! Die Vertreter berufen sich gar nicht auf die eigene Unwissenheit und führen auch nicht das Versagen der bisherigen Forschung an. Sie nehmen einen prinzipiellen Unterschied zwischen Entitäten wie Bsp Wasser und Wärme auf der einen Seite und mentalen Prozessen auf der anderen Seite an. Daher müssen unsere Methoden scheitern. >Reduzierbarkeit, >Reduktion, >Reduktionismus, >Materialismus. I 192 Bei diesem Unterschied spielen Kausaleigenschaften eine wesentliche Rolle. Dann müssen - so die Vertreter des Erklärungslückenarguments - unsere durch alltägliche Begriffe bezeichneten natürlichen Phänomene durch solche Kausaleigenschaften charakterisiert werden können. >Kausalität, >Kausale Rolle. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Pauen I M. Pauen Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001 |
| Konnektionismus | Churchland | Fodor IV 199 Fodor/LeporeVsKonnektionsmus: die Konnektionisten zeichnen Diagramme in denen die Beschriftung (Bezeichnung der Knoten) sagen, was die intentionale Interpretation angeblich sein soll. IV 200 Aber keine Theorie erklärt, wie der Knoten zu seiner Bezeichnung kommt. Fodor/LeporeVsChurchland: den gleichen Fehler macht Churchland. Das ist nur Semantik durch Stipulation. Dabei ist egal ob Semantik für Punkte oder ganze Dimensionen postuliert wird. Problem: was soll darüber entscheiden, ob braun und dunkelblau eher Regionen (Stellen) oder Dimensionen entspricht? Er liefert überhaupt keine Semantik, weil das Gehirn Farben nicht als Frequenzen repräsentiert! |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Konnektionismus | Fodor | IV 199/200 Konnektionismus/Fodor/LeporeVsKonnektionsmus: Die Konnektionisten zeichnen Diagramme, in denen die Beschriftung (Bezeichnung der Knoten) sagen, was die intentionale Interpretation angeblich sein soll, aber keine Theorie erklärt, wie der Knoten zu seiner Bezeichnung kommt. Fodor/LeporeVsChurchland: Den gleichen Fehler macht Churchland. Das ist nur Semantik durch Stipulation. Dabei ist egal, ob Semantik für Punkte oder ganze Dimensionen postuliert wird. IV 201 Repräsentation/neurophysiologisch/Geist/Gehirn/Fodor/LeporeVsChurchland: Farben werden nicht als Frequenzen repräsentiert. Das Gehirn repräsentiert rote Dinge als rot und Tanten als Tanten und nicht als Gegenstände mit gewissen psychophysischen Eigenschaften - sonst könnten wir alles mit Introspektion herausbekommen. Es sind ganz verschiedene Interpretationen seiner Diagramme möglich. >Konnektionismus als Autor, >Introspektion, >Darstellung; vgl. >Neurowissenschaften. |
F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Materialismus | Churchland | Pauen I 100 Materialismus, eliminativer/VsChurchland/Pauen: erheben den Anspruch, den Verzicht auf die Terminologie der Alltagspsychologie begründen zu können. Dies setzt aber voraus, dass die entsprechenden Entitäten in der Tat nicht existieren. Das ist also eine ontologische und nicht nur eine sprachphilosophische These. Dabei unterstellt Churchland, dass es keine ernst zu nehmenden Einwände gegen den eliminativen Materialismus gibt. Das ist aber nicht der Fall. I 101 VsMaterialismus, eliminativer/Pauen: 1. Falscher Anspruch zu wissen, dass es neuronale, aber keine mentalen Zustände gebe. Performativer Widerspruch: wenn es sich hier um Wissen handelt, dann muss es seinerseits wahr sein. Es darf also keine Meinungen (d.h. mentale Zustände) geben. Auf der anderen Seite impliziert der Wissensstatus jedoch, dass der Vertreter einer Behauptung selbst der Meinung ist, der Sachverhalt treffe zu. Patricia Churchland/Pauen: gesteht diesen performativen Widerspruch zu, sieht darin aber lediglich einen weiteren Beleg für unsere Verstrickung in die Alltagspsychologie. VsChurchland: das ist eine bloße Ankündigung, der Widerspruch werde schon irgendwann gelöst. I 102 Performativer Widerspruch/Churchland/Pauen: Bsp der Vitalismus diagnostiziert auch diesen Widerspruch: der Gegner behauptet, es gebe keine Lebensgeister. Dieser Gegner ist aber selbst lebendig, muss also über Lebensgeister verfügen... PauenVsChurchland: das ist nicht dasselbe: der Widerspruch läuft nicht auf der gleichen Ebene: Der Gegner des Vitalismus macht sich nicht vom Vitalismus abhängig, sondern verfügt über eine Alternativkonzeption. Im Gegensatz dazu muss der Verteidiger der Alltagspsychologie keine solche Voraussetzung machen: die Behauptung, dass Wissen Meinung (den umstrittenen mentalen Zustand) impliziert, ist schließlich keine Erfindung der Alltagspsychologie, es ist überhaupt keine empirische These! I 103 VsMaterialismus, eliminativer/Pauen: 2. Problem der intertheoretischen Reduktion: eliminiert werden soll die Alltagspsychologie ja vor allem, weil sie sich nicht auf die Neurobiologie reduzieren lässt. Robert McCauley/Pauen: dazu müssen die beiden Theorien aber auf der gleichen Ebene konkurrieren. Bsp Phlogiston/Chemie. Im Gegensatz dazu sind Alltagspsychologie und wissenschaftliche Psychologie auf völlig verschiedenen Ebenen angesiedelt. (Erste/dritte Person, Mikro/Makro). I 104 3. Bsp Split Brain Patienten/Pauen: empirische Belege zeigen, dass insbesondere Gefühle sprachunabhängig sind und damit auch vortheoretisch identifiziert werden können. Die Patienten reagieren, haben aber keine bewussten Zugang mehr. Die Reize kommen in der rechten, unbewussten, sprachunfähigen Hirnhälfte an. Dennoch können die Patienten korrekte Auskünfte geben. Sie können sich dabei weder auf die Verallgemeinerungen der Alltagspsychologie noch auf ein Wissen über das wahrgenommene Objekt stützen. I 105 Das ist nur zu erklären, wenn man voraussetzt, dass emotionale Zustände eine intrinsische Qualität besitzen, die auch theorieunabhängige Interpretation erlaubt. Churchland/Pauen: Dieser nimmt daraufhin die phänomenalen Zustände von der Elimination aus. Die Alltagserfahrung soll sich nunmehr nicht mehr durch die Elimination ändern. VsChurchland: das weicht nun aber von der geläufigen Alltagspsychologie ab, die auch Schmerzen einschließt. Er selbst hatte früher noch Schmerzen zu den Zuständen gezählt, die durch die Elimination der Begriffe geändert würden. Außerdem ist er inkonsequent, wenn er an der Eliminierbarkeit des kognitiven Bewusstseins festhält. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Pauen I M. Pauen Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001 |
| Qualia | Churchland | Fodor IV 197 Empfindung/Darstellung/Qualia/Semantik/Bedeutung/Fodor/Lepore: die Frage stellt sich selbst: wann sind S1 und S2 der gleiche Zustand (im semantischen Zustandsraum)? Aber mit den Frequenzen kommt einfach das alte Problem zurück. IV 198 Wenn wir nicht wissen, was es für zwei Wörter ist, "heiratsfähig" zu bedeuten, dann wissen wir auch nicht und aus demselben Grund wie es für zwei semantische Räume ist, beide die Dimension Heiratsfähigkeit zu haben! Empirismus/Tradition: hat das semantische Netzwerk durch Referenz auf das erklärt, was dort fixiert wird. Die Dimensionen sollten Beobachtungseigenschaften ausdrücken und eine externalistische (z.B. kausale) Theorie sollte die Relation erklären. Und zwar unabhängig von der Interpretation des Rests des Vokabulars! Churchland: sein Vorschlag läuft darauf hinaus, dass die Dimensionen des semantischen Raums nicht allgemein den Beobachtungseigenschaften korrespondieren! Sie können dem entsprechen, was auch immer das Gehirn repräsentieren mag! Fodor/Lepore VsChurchland: aber dann stellt sich wieder die Frage, wie die Identität der Zustandsräume fixiert wird. Wir haben kein anderes Identitätskriterium als Beobachtungseigenschaften! Angenommen, wir hätten eins, würde sich die Frage nach der semantischen Identität von neuem stellen. Zustandsräume: wir haben ein Kriterium für ihre Identität nur, wenn wir eins für die Identität ihrer Dimensionen haben! Und ein nichtempirisches Kriterium für die Dimensionen haben wir nur, wenn wir eins haben für "die Eigenschaft, die durch eine Dimension des Zustandsraums ausgedrückt wird" haben, das für beliebige Eigenschaften gilt, nicht nur für Beobachtungseigenschaften. IV 199 Aber das wäre eben ein Kriterium für Bedeutungsgleichheit. Fodor/LeporeVsChurchland: setzt schon einen interpersonalen Begriff für die Identität von Zustandsräumen voraus, bevor er sein Ziel erreichen kann, den Begriff von "Inhaltsgleichheit" (Ähnlichkeit) zu erklären. Er hat die Bezeichnungen der Dimensionen unerlaubterweise vorausgesetzt. Die Bezeichnung (label) einer Dimension sagt, wie diese zu interpretieren ist, z.B. Grad von F-heit. Wieso soll dann eine Dimension F-heit ausdrücken und nicht eher G-heit? Was macht es, dass die Dimension in meinem Zustandsraum die gleichen Eigenschaft ausdrückt wie in deinem? >Konnektionismus. Fodor IV 205 Anmerkung 11. IV 205 Empirismus/Tradition: unsere Begriffe sind Funktionen unserer sensorischen Begriffe. Wir haben gesehen, dass Churchlands Behandlung der Qualia davon abhängt, dass er sensorische und psychophysische Begriffe vermengt. ((s) Sensorisch: (ein Aspekt - aber als "sensorischer Begriff" wiederum zwei Aspekte. Allerdings mit dem Anspruch, die psychische Erklärung zu liefern). IV 248 Anmerkung 13 IV 205 Daraus folgt aber nicht, dass Organismen, die dieselbe sensorische Ausstattung haben, auch dieselben Begriffe haben müssten! Sie müssten es nur, wenn ihre Begriffe dieselben oder gleiche Positionen im semantischen Raum besetzen. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Reduktion | Schiffer | I 158 Reduktion/Schiffer: ...höchstens sollte verlangt werden, dass theoretische Termini physikalisch realisiert sind - aber Realisation impliziert nicht Reduzierbarkeit. >Theoretische Termini, >Theoretische Entitäten. Schiffer pro Brentano: pro Irreduzibilität des intentionalen Vokabulars. >Intentionalität, >Intentionen. I 159 Eliminativismus/Churchland: seiner ist ganz anders: intentionales Vokabular nicht reduzierbar. - Aber Volkspsychologie (funktionale Theorie) wird sich als falsch herausstellen. >Volkspychologie. SchifferVsChurchland: warum soll Irreduzibilität Unrealisierbarkeit implizieren? >Patricia Churchland, >Paul Churchland. |
Schi I St. Schiffer Remnants of Meaning Cambridge 1987 |
| Repräsentation | Churchland | Fodor IV 189 Repräsentation/Realität/Churchland: These: Das Gehirn repräsentiert verschiedene Aspekte der Realität durch eine Position in einem geeigneten Zustandsraum. >Realität, >Gehirn. Fodor/Lepore: Uns braucht hier nur der neurophysiologische Aspekt zu interessieren. Er beruft sich auf Quines vertrautes Bild der Theorie als Netzwerk von Überzeugungen: am Rand Beobachtungssätze, leicht revidierbar, im Zentrum theoretische Begriffe und logische Relationen, nicht leicht revidierbar. >Theoretische Termini, >Überzeugungen/Quine. Dennoch sind die einzigen festen Knoten gerade die Beobachtungsbegriffe! Sie sind eben an die Beobachtungsbedingungen geknüpft, während die inferentiellen Bedingungen an Relationen untereinander geknüpft sind (kausal/assoziativ). >Assoziation, >Kausalität, >Beobachtungssprache. Fodor IV 200 Repräsentation/neurophysiologisch/Geist/Gehirn/Fodor/LeporeVsChurchland: Farben werden nicht als Frequenzen repräsentiert! Das Gehirn repräsentiert rote Dinge als rot und Tanten als Tanten! (Nicht als Gegenstände mit gewissen psychophysischen Eigenschaften). Sonst könnten wir alles mit Introspektion herausbekommen. Introspektion/Fodor/Lepore: Introspektion würde funktionieren, wenn das Gehirn Farben als Frequenzen repräsentierte, aber es repräsentiert rote Dinge einfach als rot und Tanten als Tanten. >Introspektion. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Repräsentation | Fodor | Rorty I 269 ff Repräsentation/Fodor/Rorty: Fodors Bild der inneren Darstellungen hat mit unserem Spiegel der Natur, die wir verabschiedet haben, nichts zu tun. Entscheidend ist, dass sich bezüglich Fodors "Sprache des Denkens" die skeptische Frage "Wie genau stellen die inneren Darstellungen (Repräsentationen) die Wirklichkeit dar?" nicht stellen lässt! Es gibt keine Kluft. --- Fodor IV ~122 Repräsentation/Fodor/Lepore: Einen Gedanken zu haben ist keine Handlung und daher nicht an Glauben geknüpft wie Sprechakte. >Sprechakte, >Überzeugungen, >Denken, >Handeln. IV 124 Repräsentation/Fodor/Lepore: heute: Repräsentationen haben eine funktionale Rollen qua Konstituenten von propositionalen Einstellungen, aber der Inhalt muss weder metaphysisch noch begrifflich von ihrer funktionalen Rolle abhängen. >Funktionale Rolle, >Inhalt, >Gehalt. IV 126 Repräsentation/Tradition/Fodor/Lepore: Die Erklärung der Repräsentation gebraucht nicht Glauben, Wünsche usw., d.h. dass die kausale Rolle nur durch nicht-semantische Eigenschaften bestimmt wird. Repräsentationen werden überhaupt nicht "zu etwas gebraucht". Computation/Fodor/Lepore: These: Die kausale Rolle von Repräsentationen ist von denselben syntaktischen Eigenschaften bestimmt, von denen ihre Kompositionalität abhängt. >Kompositionalität. IV 128 Nicht Repräsentationen werden interpretiert, sondern propositionale Einstellungen, Sprechakte usw. Die Repräsentationen selbst sind auch der Radikalen Interpretation unzugänglich. IV 127f Interpretation: Der Gegenstand der Interpretation ist nicht Repräsentationen sondern propositionale Einstellungen, Sprechakte usw. IV 201 Repräsentation/neurophysiologisch/Geist/Gehirn/FodorVsChurchland/LeporeVsChurchland: Farben werden nicht als Frequenzen repräsentiert. Das Gehirn repräsentiert rote Dinge als rot und Tanten als Tanten und nicht als Gegenstände mit gewissen psychophysischen Eigenschaften, sonst könnten wir alles mit Introspektion herausbekommen. Es sind ganz verschiedene Interpretationen seiner Diagramme möglich (VsKonnektionismus). >Konnektionismus, siehe auch: >Konnektionismus als Autor. --- Newen I 133 Repräsentation/Fodor/Newen/Schrenk: Fodor geht noch von lokalisierbaren, spezifizierbaren Repräsentationen aus. VsFodor: Heute nimmt man eher neuronale Netze an. Repräsentation: Repräsentation ist vorbegrifflich, Bsp Raumorientierung. |
F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Rorty I Richard Rorty Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997 Rorty II Richard Rorty Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000 Rorty II (b) Richard Rorty "Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (c) Richard Rorty Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (d) Richard Rorty Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (e) Richard Rorty Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (f) Richard Rorty "Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty II (g) Richard Rorty "Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993 In Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000 Rorty III Richard Rorty Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992 Rorty IV (a) Richard Rorty "is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (b) Richard Rorty "Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (c) Richard Rorty "Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty IV (d) Richard Rorty "Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106 In Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993 Rorty V (a) R. Rorty "Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998 Rorty V (b) Richard Rorty "Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984 In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty V (c) Richard Rorty The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992) In Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988 Rorty VI Richard Rorty Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000 New II Albert Newen Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005 Newen I Albert Newen Markus Schrenk Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008 |
| Semantik | Churchland | Fodor IV 191 Churchland: Semantische Identität rührt vom speziellen Platz im Netzwerk der semantisch relevanten Sätze her (und zwar der gesamten Sprache). Übersetzung: daher können wir auch von der Gleichheit von Sätzen über Sprachen hinweg reden! IV 192 Gleichbedeutende Ausdrücke besetzen die gleichen (entsprechenden) Stellen im entsprechenden Netzwerk der anderen Sprache. Dennoch sollte die Übersetzung immer die Beobachtbarkeit berücksichtigen. Fodor IV 201 Fodor/Lepore VsChurchland: zwei verschiedene Interpretationen seiner Diagramme würden Nachbarschaften auch ganz anders interpretieren. Churchland selbst hat gar nicht entschieden, welche Art von Nachbarschaft er im Sinn hat. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Terminologien | Fodor | IV 1 Def anatomisch/Fodor/Lepore: Eine Eigenschaft ist genau dann anatomisch, wenn sie etwas hat, und dann wenigstens ein zweites Ding dort diese Eigenschaft haben muss. ((s) Aber nicht alle Dinge müssen diese Eigenschaft haben, im Gegensatz zum Holismus). Bsp Zwilling ((s) Aber nicht männlicher Zwilling). Def atomistisch: Eine Eigenschaft, die nicht anatomisch ist, ist anatomistisch, Bsp "...aß das letzte...". IV 13 Holismus/Fodor/Lepore: Bsp Angenommen, anatomische Eigenschaften wären auch holistisch, dann könnte sich herausstellen, dass Bsp keine Sprache einen Ausdruck für "the pen of my aunt" haben könnte, wenn sie nicht auch Ausdrücke hat, die folgenden Ausdrücken entsprechen, z.B. "zwei ist eine Primzahl". IV 134 Bsp belief/shmelief/Glauben/Shlauben/Fodor/Lepore: shmeliefs: sind wie Glauben, aber ohne dass Nachsicht für sie analytisch ist, dann können die meisten falsch sein, Glauben aber müssen meist wahr sein. IV 140 Projektivismus/Fodor/LeporeVs: 1. Der Projektivismus muss behaupten, dass es auf der Zwillingserde keine Glaubenseinstellungen gibt. 2. Er kann das Element der Interpretation der intentionalen Zuschreibung gar nicht erklären. IV 148 Interpretationstheorie/Fodor/Lepore: Die Interpretationstheorie besagt, dass es keine intentionalen Zustände gibt ((s) Dennett pro?). Fodor/LeporeVsDennett: Wenn Intentionalität nicht existiert, kann Interpretation ihr auch keine Eigenschaften zuschreiben. Wenn es keine Glaubenseinstellungen und Wünsche gibt, kann es auch nichts geben, wofür sie selektiert werden. IV 197 Zustandsraum-Semantik/Churchland/Fodor/LeporeVsChurchland: Der technische Apparat hilft nicht, wenn man die alltäglichen Begriffe nicht versteht. Bsp "heiratsfähig" wird nicht durch eine "Dimension der Heiratsfähigkeit" erklärt. |
F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Vertauschte Spektren | Churchland | Fodor IV 195 Qualia/Qualität/Empfindung/vertauschte Spektren/Fodor/Lepore: es ist begrifflich möglich, dass während Sie etwas Rotes sehen, ich etwas Grünes sehe. Wenn die Vertauschung systematisch ist, gibt es im Verhalten nichts, was sie aufdecken könnte. VsBehaviorismus/VsFunktionalismus: die vertauschten Spektren scheinen so zu zeigen, dass der Behaviorismus falsch ist. Und auch der Funktionalismus! (Block/Fodor, Shoemaker). Man könnte meinen, dass eine Theorie des qualitativen Inhalts das Problem lösen könnte. Aber es ist gerade der qualitative Inhalt, der vertauscht wurde! Und gerade der Begriff der empfindungsmäßigen Identität wird dadurch zweideutig. VsChurchland: sein Ansatz hilft da überhaupt nicht. Die Aufschriften der Punkte des Würfels könnten genauso vertauscht werden. ((s) Man könnte sie immer umschreiben, aber wüsste nicht, welche Empfindungen beim anderen vorliegen.) IV 195/196 Auch wenn diese Frequenzkombination dieses besondere Rosa darstellt, ist es begrifflich möglich, dass etwas die erste Eigenschaft hat, aber nicht die zweite. vertauschte Spektren/Qualia: Problem: es scheint keine Eigenschaft einer Empfindung zu geben außer eben ihrem qualitativen Inhalt, auf dem der qualitative Inhalt superveniert. Insbesondere scheint es keine verhaltensmäßige oder neurophysiologische Eigenschaft zu geben, auf der eine Supervenienz garantiert ist. vertauschte Spektren/Tradition: würde sagen, dass Churchlands Dimensionen im Farbwürfel Qualia durch Referenz auf Eigenschaften repräsentieren, die diese nicht notwendig besitzen. Oder, wenn Sie denken, dass es "metaphysisch notwendig" ist, dass Farbempfindungen die psychophysischen Eigenschaften haben, die sie haben, dann müsste man sagen, dass diese Notwendigkeit nicht durch irgendeine Notwendigkeit zwischen Empfindungsbegriffen und psychophysischen Begriffen hervorgebracht wird. Man könnte ganz genau wissen, dass eine Empfindung einem Punkt im Farbwürfel entspricht und dennoch nicht wissen wie es ist. Die Dimensionen legen den Inhalt nicht fest. Warum sollte man nicht einen semantischen Raum daneben stellen die Bedingung hinzufügen, dass die Dimensionen des semantischen Raum semantisch sein müssen? Sie müssten Inhaltszustände durch ihre Inhalte benennen. Bsp Vielleicht könnte man dann Onkel, Tante, Präsident, Cleopatra usw. entlang dieser Dimensionen identifizieren? IV 197 Bsp Cleopatra liegt als Politikerin näher am Präsidenten als in Bezug auf Heiratsfähigkeit. Fodor/LeporeVsChurchland: das ist es, woran wir wirklich interessiert sind: eine robuste Theorie der Gleichheit von Inhalt statt Identität von Inhalt, die mit der Analytisch/synthetisch-Unterscheidung verlorengegangen ist. Problem: Gleichheit setzt Identität voraus und eine entsprechende Theorie. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Vertauschte Spektren | Fodor | IV 195 Vertauschte Spektren: Nichts im Verhalten kann die Vertauschung aufdecken (VsBehaviorismus). >Behaviorismus. Die Darstellung der Frequenzen stellt nicht eine Empfindung dar. Beschriftung kann beliebig vertauscht werden. Tradition: Empfindung ist nicht eine notwendige Eigenschaft der Farbe. Wenn es eine "metaphysisch notwendige" Verbindung zwischen Empfindung und Neurophysiologie gibt, dann gibt es dennoch keine zwischen dem Farbbegriff und dem psychophysischem Begriff. >Empfindung, >Farben. IV 195 Zustandsraum/FodorVsChurchland/LeporeVsChurchland: Das Problem der Identität kehrt immer zurück. Letztlich haben wir kein anderes Kriterium als Beobachtungsbegriffe. >Beobachtungssprache, >Beobachtungssätze, >Identität, >Kriterien. |
F/L Jerry Fodor Ernest Lepore Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992 Fodor I Jerry Fodor "Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115 In Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992 Fodor II Jerry Fodor Jerrold J. Katz Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Fodor III Jerry Fodor Jerrold J. Katz The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71 In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 |
| Volkspsychologie | Searle | I 64f ChurchlandVsAlltagspsychologie: These: Die Entitäten wie Überzeugungen, Hoffnungen usw. gibt es in Wirklichkeit nicht, sondern nur die Gehirnzustände, die noch einer perfekten Neurowissenschaft harren. Vgl. >Neurophilosophie. SearleVsChurchland: Dann gibt es auch keine Bauernhäuser. I 79 Alltagspsychologie/Searle: (pro): Welche empirischen Belege sollten die Einsicht widerlegen, dass Schmerzen oft unangenehm sind? >Schmerzen, >Belege, >Erfahrung, >Wahrnehmung, >Empfindung, >Vokabular, >Überzeugung, >Wunsch. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Wünsche | Churchland | II 467 "Wunsch"/"Überzeugung"/Churchland: Paul und Patricia Churchland: diese "Kategorien" werden wir wahrscheinlich fallenlassen müssen. FodorVsChurchland, SearleVsChurchland. |
Churla I Paul M. Churchland Matter and Consciousness Cambridge 2013 Churli I Patricia S. Churchland Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014 Churli II Patricia S. Churchland "Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140 In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 |