Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes Helfen Sie uns, Lexika für weitere Fachgebiete aufzubauen:
Psychologie, Geschichtswissenschaft,
Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften,
Kunsttheorie, Politikwissenschaft, andere

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Barcan-Formel Bigelow
 
Bücher bei Amazon
Die Barcan-Formel (x)Na > N(x)a

Barcan-Formel/BF/Bigelow/Pargetter: VsBarcan: man könnte einwenden, dass die intendierten Interpretationen von “notwendig” die Barcanformel falsifizieren.
Bsp „N“ sei es ist logisch notwendig, dass“ und angenommen, einige Spielarten des Atheismus ist wahr, nach denen alles raumzeitlich lokalisiert sein muss. Dann haben wir
(x)(x ist räumlich)
Aber man könnte hinzufügen, dass ein gegebenes räumliches Ding – Bsp ein Schraubenzieher – logisch unmöglich nicht-räumlich sein könnte.
Um es paradoxal auszudrücken: wenn dieser Schraubenzieher nichträumlich gewesen wäre, wäre er nicht dieser Schraubenzieher gewesen.
N(wenn der Schraubenzieher überhaupt existiert, ist er räumlich)
Allgemein
(x)N(wenn x existiert, ist x räumlich)
Dies hat die Form
(x)Na.
I 110
Barcan-Formel/Bigelow/Pargetter: stellt fest, dass ((x)NA > N(x)a).
D.h. wenn der Atheist die BF akzeptiert, (zusammen mit dem modus ponens) wird er verpflichtet auf
N(x)a
d.h.
N(Alles ist so, dass, wenn es existiert, es räumlich ist)
Problem/VsBarcan/Bigelow/Pargetter. viele Atheisten würden dies bestreiten. Denn die Barcan-Formel würde sie auf die logische Unmöglichkeit festlegen, obwohl sie von einer kontingenten Falschheit ausgehen.
Barcan-Formel/(s): legt den Atheisten darauf fest, dass Gott logisch unmöglich ist, selbst wenn dieser bloß von einer kontingenten Tatsache ausgeht.

Barcan-Formel/BF/Bigelow/Pargetter: wir plädieren dennoch für ein Akzeptieren der BF für den modalen Realismus, wenn er die strikteste Interpretation Notwendigkeit annimmt.
Aber der Grund erwächst nur aus der Semantik, nicht aus der Logik.
Pointe: wenn wir die Semantik für eine Ablehnung der BF aufstellen merken wir, dass wir dafür die BF voraussetzen müssen.
((s) Frage: gilt das nicht für jede Behauptung einer Unmöglichkeit einer Sache?)
Modaler Realismus/Barcan-Formel/BF/Bigelow/Pargetter: der Modale Realismus muss also leugnen, dass es kontingent sei, was für Dinge es gibt. Es ist bloß kontingent, was für Dinge es in der aktualen Welt gibt, weil es kontingent ist, welche Welt die aktuale Welt ist.
Possibilia: da der MR Possibilia annimmt, muss er sagen „es gibt Gott oder könnte ihn geben“ was dann aber für ihn gleichbedeutend ist mit „es gibt Gott“. Und zwar schon aus der logischen Möglichkeit! Wegen seiner eigenen Interpretation von „es gibt“.
„Es gibt“/Interpretation/Bigelow/Pargetter/(s): kann verschieden interpretiert werden: für den modalen Realismus heißt es, was möglich ist, das gibt es auch.
Barcan-Formel/BF/Bigelow/Pargetter: ist ein Axiom, das modale Operatoren und Quantoren in Verbindung setzt.
Ähnlich: Hughes/Cresswells Prinzip der Prädikation:
Prinzip der Prädikation/Hughes/Cresswell/Bigelow/Pargetter: HC 1968, S 184-8):
(x)(Na v N~a) v (x)(Ma u M~a).
alltagssprachliche Übersetzung/(s): alle Dinge haben ihre Eigenschaften entweder notwendigerweise oder möglicherweise.
Bigelow/Pargetter: das teilt alle Eigenschaften (oder Bedingungen), die ein Gegenstand zu erfüllen hat) in zwei Arten:
a) Essenzen
b) Akzidentia.
Prinzip der Prädikation/Hughes/Cresswell/Bigelow/Pargetter: ist dazu da, Eigenschaften auszuschließen, die ein Ding wesentlich haben könnte, andere Dinge aber akzidentell.
BigelowVsHughes/Cresswell/BigelowVsCresswell: solche Eigenschaften sollte man aber nicht ausschließen! Bsp die Eigenschaft in der ersten Stunde des Jahres 1600 wach zu sein ist akzidentell für Descartes, aber essentiell unmöglich für andere Gegenstände.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Einstellungs-Semantik Cresswell
 
Bücher bei Amazon
I 64
Einstellungs-SemantikVsMöWe-Semantik/Semantik möglicher Welten/BarwiseVsCresswell: es gibt oft zwei Propositionen, von denen eine von der Person geglaubt wird, die andere aber nicht, aber dennoch beide in denselben möglichen Welt wahr sind - Bsp alle logischen und mathematischen Wahrheiten - aber sie werden nicht alle gewusst, sonst könnte es keinen Fortschritt geben.
I 65
CresswellVs: die Situationen sollen Rollen spielen, die gar nicht gleichzeitig gespielt werden können - Lösung: MöWe-Semantik: die Rollen werden durch Entitäten verschiedener Art gespielt - Lösung: Kontext mit Raum-Zeit-Angabe - falsche Sätze: beschreiben nicht-aktuale Situationen.
I 66
Sätze beschreiben Situationen in einem Kontext. - Der Kontext ist selbst eine Situation, die dem Hörer Zeit, Ort usw. liefert - Interpretation/Barwise: Bedeutung von Sätzen in einem Kontext.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Situationssemantik Barwise
 
Bücher bei Amazon
Cresswell II 169
Situations-Semantik/Barwise/Perry/Cresswell: (Barwise/Perry, 1983): hier wird explizit verneint, daß logisch äquivalente Sätze in Kontexten mit prop Einst. austauschbar sind. (1983, 175, 1981b, 676f) - Bsp doppelte Negation bei der Zuschreibung von prop Einst. - Lösung: partieller Charakter von Situationen. - Nicht alles muß angegeben sein - bzw. der Sprecher kann sich des Urteils enthalten haben. ("nicht nicht...") - Def Satzbedeutung/Barwise/Perry: eine Relation zwischen Situationen.
Cresswell I 63
Situations-SemantikVsMöWe-Semantik/Wissen/Bedeutung/Barwise/Perry/BarweiseVsCresswell/ PerryVsCresswell/Cresswell: die möglichen Weltenseien zu groß um das zu erklären, was der Sprecher weiß, wenn er einen bedeutungsvollen Satz äußert. Mögliche Welten: sind vollständige mögliche Situationen.
Situations-Semantik: wir brauchen eine mehr partielle Art von Entität. ((s) partial, nichts vollständiges).
CresswellVsSituations-Semantik: (Cresswell 1985a, 168 ff, 1985b, Kapitel 7)
Lösung/Cresswell: These: die Situationen müssen nur in dem Sinn partiell sein, dass sie kleine Welten sind.
Def Abstrakte Situation/Barwise/Perry: (1983, 57 ff). sind theoretische Konstrukte, die für eine adäquate semantische Modellierung der Realität gebraucht werden, die aus realen Situationen besteht.
Cresswell: diese Unterscheidung ignoriere ich hier. Die Semantik möglicher Welten ist da besser, auch wenn man zwischen Realität und theoretischer Repräsentation unterscheidet.
Was wir vergleichen müssen, sind abstrakte Situationen und Welten.
I 64
Einstellungs-SemantikVsMöWe-Semantik/BarwiseVsCresswell: es gibt oft zwei Propositionen, von denen eine von der Person geglaubt wird, die andere aber nicht, aber dennoch beide in denselben Welten wahr sind – Bsp alle logischen und mathematischen Wahrheiten – aber sie werden nicht alle gewusst, sonst könnte es keinen Fortschritt geben.
I 65
CresswellVs: die Situationen sollen Rollen spielen, die gar nicht gleichzeitig gespielt werden können – Lösung: -Semantik möglicher Welten: die Rollen werden durch Entitäten verschiedener Art gespielt. Lösung: Kontext mit Raum-Zeit-Angabe – falsche Sätze: beschreiben nicht-aktuale Situationen.
I 66
Sätze beschreiben Situationen in einem Kontext – Kontext ist selbst eine Situation, die dem Hörer Zeit, Ort usw. liefert – Interpretation/Barwise: Bedeutung von Sätzen in einem Kontext. Bedeutung/CresswellVsSituations-Semantik/CresswellVsBarwise/CresswellVsPerry: Bedeutung: = Menge der Welten, in denen sie wahr sind.
Problem: Bedeutungen werden oft mit Propositionen gleichgesetzt und dann gibt es Probleme, dass sie Rollen spielen sollen, die sie nicht gleichzeitig spielen können.
I 67
Andererseits verhalten sich einige der anderen Dinge, die Barwise und Perry von Situationen verlangen, wie Welten! Bsp Mollie bellt
e*:= in l: bellt, Mollie, ja.
Das beschreibt eine Situation e gdw. e* < e. ((s) Teilmenge der Situationen, wo Mollie sonst noch bellt? Oder wo Mollie existiert und jemand bellt?).
Def Generierungseigenschaft/Terminologie/Cresswell: (generation property): haben solche Sätze, die eine Situation beschreiben ((s) die Teil einer Menge von Situationen ist). Ein Satz  hat die Generierungseigenschaft im Hinblick auf einen Kontext u, gdw. es eine Situation e* gibt, so dass
u [[φ]] e gdw. e* < e.
((s) Wenn es einen Satz gibt, der allgemeiner ist als der Satz „Mollie bellt in der Raum-Zeit-Situation l“ Oder: Generierungseigenschaft ist die Eigenschaft, die den Satz in den Kontext einbettet, weil Propositionen als Mengen von Welten nicht auf eine einzige Situation beschränkt sein dürfen).
Der Satz φ hat die Generierungseigenschaft schlechthin (simpliciter) gdw. er sie in jedem Kontext hat.
Atomsatz/BP: These alle atomaren Sätze haben die Generierungseigenschaft.
Cresswell: wenn Situationen als Propositionen aufgefasst werden, sollten alle Sätze die Generierungseigenschaft haben. Und zwar weil die generierende Situation e* als die Proposition aufgefaßt werden kann, die von dem Satz  im Kontext u ausgedrückt wird.
Tatsächlich brauchen wir die anderen Situationen gar nicht! Wir können sagen, dass e* die einzige Situation ist, die von  in u beschrieben wird. Aber das ist ohne Bedeutung, weil jedes e* die einzige Klasse von e’s bestimmt, so dass e* < e, und jede Klasse, die von einem e* generiert wird, bestimmt dieses e* eindeutig.

Barw I
J. Barwise
Situations and Attitudes Chicago 1999

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Unmögliche Welt Hintikka
 
Bücher bei Amazon
I 12
Unmögliche Welt/Hintikka: ich glaube, dass wir sie zulassen müssen, um das Problem einer anderen Art von Allwissenheit, der logischen Allwissenheit zu bekämpfen.
I 63
Unmögliche Welten/Logische Allwissenheit/Semantik möglicher Welten/Hintikka: These: das Problem der Allwissenheit tritt hier gar nicht auf! Bsp (1) Ein Satz der Form „a weiß dass p“ ist wahr in einer Welt W gdw. p wahr ist in allen a-Alternativen. D.h. in allen Welten, die mit dem Wissen von a kompatibel sind.
Logische Allwissenheit: ihr Fehlschlagen kann so formuliert werden:
(2) Es gibt a, p und q so dass a weiß dass p, p impliziert logisch q, ,aber a weiß nicht, dass q.
Logische Wahrheit: wird dann modell-theoretisch analysiert:
(3) Ein Satz ist logisch wahr, gdw. er wahr in jeder logisch möglichen Welt.
Problem: (1) – (3) sind inkompatibel! Allerdings sind sie in der oben gegebenen Form noch nicht inkompatibel, sondern nur mit der zusätzlichen Annahme:
(4) Jede epistemisch mögliche Welt ist logisch möglich.
I 64
Problem: jetzt kann es sein, dass in einer epistemischen a-Alternative W’ q falsch ist! Problem: nach (4) sind diese epistemischen Welten auch logisch möglich.
Nach der logischen Wahrheit von (p > q) ((s) in diesem Beispiel) muss aber q in jeder logisch möglichen Welt wahr sein. Daraus entsteht der Widerspruch.
Lösung: verschiedene Autoren haben verschieden darauf reagiert:
Positivismus: nimmt Zuflucht zum nichtinformativen (tautologischen) logischer Wahrheit.
HintikkaVs: statt dessen. Semantik möglicher Welten.
(4): setzt die Allwissenheit schon voraus! Es setzt voraus, dass a nur scheinbare Möglichkeiten schon eliminieren kann. Das ist zirkulär.
Lösung: es kann Möglichkeiten geben, die nur möglich erscheinen, aber versteckte Widersprüche enthalten.
I 65
Problem: das Problem ist hier also (4) und nicht (2)! Lösung/Hintikka: wir müssen Welten zulassen, die logisch unmöglich sind, aber dennoch epistemisch möglich. ((s) anders als die unmöglichen Welten, die bei Stalnaker und Cresswell diskutiert werden.)
Dann können (1) – (3) zusammen wahr sein. D.h. in einer epistemischen Welt kann (p > q) fehlschlagen.
Unmögliche Welt/Hintikka: Problem, wie wir sie zulassen können.
Unmögliche Welt//Cresswell/Hintikka: Cresswell schlägt eine Uminterpretation der logischen Konstanten vor. (modelltheoretisch).
HintikkaVsCresswell: das eigentliche Problem bei der Allwissenheit ist doch, dass Leute nicht alle logischen Konsequenzen ihres Wissens erkennen. Und das spielt sich in klassischer Logik ab. Nicht-Standard-Logik: geht an dem Problem vorbei. Man könnte sagen, sie zerstört das Problem statt es zu lösen.
I 65
Unmögliche Welt/Logische Allwissenheit/Lösung/Veikko RantalaVsHintikka: hat einige Probleme dieses Ansatzes gelöst.
I 66
Nichtklassische Modelle: für Sätze 1. Stufe. Unmögliche Welt /Rantala: sind bei ihm nicht „unmöglich“ sondern sie unterscheiden sich von den normalen Möwe, dass sie „sich verändernde Welten“ sind (changing worlds) indem sie neue Individuen zulassen. Allerdings auf eine so subtile Weise, dass sie normalerweise nicht von invarianten Welten (/mit immer denselben Individuen) nicht zu unterscheiden sind. Dabei geht es um:
Urnenmodell/Statistik/Allwissenheit/Hintikka: wobei die varianten Welten solche sind, bei denen bei Zügen aus der Urne möglicherweise neue Individuen im Spiel sind. Aber so wenige, dass man es möglicherweise nicht merkt.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsCresswell Bigelow Vs Cresswell, M.J.
 
Bücher bei Amazon
I 110
Prinzip der Prädikation/Hughes/Cresswell/Bigelow/Pargetter: ist dazu da, Eigenschaften auszuschließen, die ein Ding wesentlich haben könnte, andere Dinge aber akzidentell. BigelowVsHughes/Cresswell/BigelowVsCresswell: solche Eigenschaften sollte man aber nicht ausschließen! Bsp die Eigenschaft in der ersten Stunde des Jahres 1600 wach zu sein ist akzidentell für Descartes, aber essentiell unmöglich für andere Gegenstände.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsCresswell Hintikka Vs Cresswell, M.J.
 
Bücher bei Amazon
Cresswell I 158
Spieltheoretische Semantik/GTS/Spieltheorie/Hintikka/Terminologie/Cresswell: ist für meine Zwecke eigentlich nicht wichtig.
I 159
HintikkaVsCresswell: Vs Gebrauch von Entitäten höherer Stufe. ((s) Statt Logik 2. Stufe und statt verzweigter Quantoren, um Kompositionalität wieder herzustellen). (Hintikka 1983, 281-285). CresswellVsHintikka/CresswellVsspieltheoretische Semantik: 1. sie quantifiziert selbst über Entitäten höherer Stufe, nämlich Strategien! Insbesondere in den WB für Sätze wie (28), trotz Hintikkas Behauptung, verzweigte Quantoren würden Individuen nur erwähnen. (s. 282).
CresswellVsHintikka: 2.
Def Wahrheit/spieltheoretische Semantik/Hintikka: besteht in der Existenz einer Gewinnstrategie.
Wenn wir nun (x)(Ey)Fxy als Ef(x)Fxf(x) formalisieren, sind wir gar nicht in einen Spielzug involviert!
Spielzug/Spieltheorie/Hintikka/Cresswell: besteht in einer einzelnen bestimmten Wahl der Natur für x und dann einer bestimmten Wahl durch mich.
Satzbedeutung/CresswellVsHintikka: Pointe: dann kann ein einzelnes Spiel die Satzbedeutung definieren, und nicht repräsentieren, wie der Sprecher damit umgeht bzw. seine Bedeutung repräsentiert.

Hintikka I 63
logische Allwissenheit/Semantik möglicher Welten/MöWe-Semantik/Hintikka: das Problem tritt hier gar nicht auf! Bsp (1) Ein Satz der Form „a weiß dass p“ ist wahr in einer möglichen Welt (MöWe) W gdw. p wahr ist in allen a-Alternativen. D.h. in allen Möwe, die mit dem Wissen von a kompatibel sind.
logische Allwissenheit: ihr Fehlschlagen kann so formuliert werden:
(2) Es gibt a, p und q so dass a weiß dass p, p impliziert logisch q ,aber a weiß nicht, dass q.
logische Wahrheit: wird dann modell-theoretisch analysiert:
(3) Ein Satz ist logisch wahr, gdw. er wahr in jeder logisch möglichen Welt.
Problem: (1) – (3) sind inkompatibel! Allerdings sind sie in der oben gegebenen Form noch nicht inkompatibel, sondern nur mit der zusätzlichen Annahme:
(4) Jede epistemisch mögliche Welt ist logisch möglich.
I 64
Problem: jetzt kann es sein, dass in einer epistemischen a-Alternative W’ q falsch ist! Problem: nach (4) sind diese epistemischen Welten auch logisch möglich.
Nach der logischen Wahrheit von (p > q) ((s) in diesem Beispiel) muss aber q in jeder logisch möglichen Welt wahr sein. Daraus entsteht der Widerspruch.
Lösung: verschiedene Autoren haben verschieden darauf reagiert:
Positivismus: nimmt Zuflucht zum nichtinformativen (tautologischen) logischer Wahrheit.
HintikkaVs: statt dessen. Möwe-Semantik.
(4): setzt die Allwissenheit schon voraus! Es setzt voraus, dass a nur scheinbare Möglichkeiten schon eliminieren kann. Das ist zirkulär.
Lösung: es kann Möglichkeiten geben, die nur möglich erscheinen, aber versteckte Widersprüche enthalten.
I 65
Problem: das Problem ist hier also (4) und nicht (2)! Lösung/Hintikka: wir müssen Möwe zulassen, die logisch unmöglich sind, aber dennoch epistemisch möglich ((s) anders als die UnMöWe, die bei Stalnaker und Cresswell diskutiert werden.
Dann können (1) – (3) zusammen wahr sein. D.h. un einer epistemischen MöWe kann (p > q) fehlschlagen.
Unmögliche Welt/UnMöWe/Hintikka: Problem: wie wir sie zulassen können.
UnMöWe/Cresswell/Hintikka: schlägt eine Uminterpretation der logischen Konstanten vor. (modelltheoretisch).
HintikkaVsCresswell: das eigentliche Problem bei der Allwissenheit ist doch, dass Leute nicht alle logischen Konsequenzen ihres Wissens erkennen. Und das spielt sich in klassischer Logik ab. Nicht-Standard-Logik: geht an dem Problem vorbei. Man könnte sagen, sie zerstört das Problem statt es zu lösen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsCresswell Cresswell Vs Cresswell, M.J.
 
Bücher bei Amazon
I 126
Notwendigkeit/notwendige Existenz/Selbstkritik/CresswellVsCresswell: (ad Hughes/Cresswell I 191): (35) repräsentiert eine Interpretation die wir in HC vorgeschlagen haben für Bsp „der Mann nebenan = der Major“ als notwendige Wahrheit. Ich fürchte, das ist unnatürlich. Eigenschaften/Chisholm/(s): unechte Bsp „gegenüber wohnen“: schafft keine Ähnlichkeit zu anderen Dingen, die diese Eigenschaft auch haben. Echte Eigenschaften schaffen Ähnlichkeit unter den Dingen, die sie tragen. Bsp rot, rund usw. Andererseits: Bsp bei allen Nachbarn von Schmidt ist der Keller vollgelaufen“: ist wohl eine Ähnlichkeit, aber Nachbar von Schmidt zu sein ist hier Teil einer Erklärung (mit verschwiegenen Prämissen) nicht aber eine Eigenschaft, die die betroffenen Personen ähnlich werden läßt.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsCresswell Stechow Vs Cresswell, M.J.
 
Bücher bei Amazon
I 154
Lambda Operator/λ-Operator/Stechow: die hier verwendete Sprache entspricht ziemlich genau der λ-kategorialen von Cresswell 1973. Einziger Unterschied: Cresswell: bei ihm kein Unterschied zwischen syntaktischen Kategorien und Typen. Die Typensymbole fungieren gleichzeitig als Kategoriensymbole.
StechowVsCresswell: das ist unpraktisch, weil verschiedene Kategorien denselben Typ haben können.
Bsp intransitive Verben als auch Nomina sind vom Typ ep.
Hier: wählen wir eine Sprache mit Bedeutung*stypen, also e, p usw.
Lambda Operator/Semantik/Linguistik/Stechow: dient der Interpretation des Bewegungsindex. Damit übertragen sich die logischen Eigenschaften des Operators auf die Interpretation der Bewegung.
Bewegung: (auf LF) erzeugt einen Lambda-Operator, der seine Spur bindet und damit alle gleichen Variablen (Pronomina) die er c kommandiert.
1. Interpretation: eines geschlossenen Ausdrucks hängt nicht von der Wahl einer bestimmten Belegung ab. Das ist eine Folge des sogenannten
Def Koinzidenzlemma: das besagt, dass zwei Ausdrücke, die sich nur durch freie Variablen unterschieden, durch geeignete Belegungen gleich interpretiert werden können.
2. Die Syntax der λ-Sprache beinhaltet das Prinzip der
Def λ-Konversion, das unsere Funktionskonversion ist. Das Prinzip besagt, dass man einen λ-Operator abbauen darf, wenn man für die durch den Operator gebundenen Variablen einen Ausdruck vom Typ der Variablen einsetzt. Das folgt aus dem >Überführungslemma. (>Bindung).
3. gebundene Umbenennung/Stechow: wenn zwei Ausdrücke nur in der Wahl ihrer gebundenen Variablen unterscheiden, bedeuten sie dasselbe. ^Das sind die alphabetischen Varianten.
A. von Stechow
I Arnim von Stechow Schritte zur Satzsemantik
www.sfs.uniï·"tuebingen.de/~astechow/Aufsaetze/Schritte.pdf (26.06.2006)
VsCresswell Cresswell Vs Lewis, David
 
Bücher bei Amazon
I 23
Performanz/Kompetenz/semantische/Cresswell: welche Beziehungen gibt es zwischen beiden? Lewis: Konvention der Wahrhaftigkeit und des Vertauens: in L: These: darauf basiert der meiste Sprachgebrauch.
I 24
Wir nehmen an, die Sprecher versuchen, wahre Sätze zu äußern und erwarten dasselbe von den anderen. Pointe/CresswellVsLewis: das kann nun so sein, scheint mir aber eher eine Frage der empirische Untersuchung als eine Definition, daß es so sein sollte, zu sein. Und zwar deshalb:
I 33
Sprache /Bigelow/Cresswell: John Bigelow erzählt mir, These: daß eine der frühesten Funktionen der Sprache Geschichtenerzählen war. Dann geht es mehr um Vorstellungskraft als um alltägliche Kommunikation! ((s)VsCresswell: 1. woher weiß Bigelow das? 2. warum sollte man daraus so weitgehende Schlüsse ziehen?). CresswellVsLewis: selbst wenn sich herausstellen sollte, daß es eine logische Verbindung zwischen der Konvention und dem Sprachgebrauch gäbe, scheint es mir besser, das nicht von vornherein in eine Theorie der Semantik einzubauen. Jedenfalls brauchen wir keine Verbindung von Kompetenz und Performanz.
II 142
Fiktion/Glauben de re/Lewis/Cresswell: (Lewis 1981, 288): Bsp in Frankreich glauben die Kinder, daß Papa Noel allen Kindern Geschenke bringt, in England Father Christmas nur den braven (, diese kommen dafür das doppelte, wie Pierre sich ausrechnet). de re/Fiktion/Lewis: das kann keine Einstellung de re sein, weil es diese res in beiden Fällen nicht gibt.
Fiktion/CresswellVsLewis: auch hier kann man eine Referenz de re haben, auch wenn die Kausalverbindung nicht direkt ist.
Lösung/Devitt: das Geschichtenerzählen.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsCresswell Davidson Vs Quine, W.V.O.
 
Bücher bei Amazon
I 41
Quine verbindet Bedeutung und Inhalt mit dem Feuern von Sinnesnerven (Kompromißvorschlag) Dadurch wird seine Erkenntnistheorie naturalistisch. - DavidsonVsQuine: Quine sollte das fallenlassen (den Naturalismus beibehalten) aber das, was nach Abzug der ersten beiden Dogmen von Empirismus übrigbleibt. - DavidsonVsQuine: nennt: "Drittes Dogma"(>Quine, Theorien und Dinge, Antwort) Dualismus von Schema und Inhalt. Davidson: Schema: Sprache mitsamt der in ihr enthaltenen Ontologie und Welttheorie; I 42 - Inhalt: das gestalthafte Feuern der Neuronen. Argument: so etwas wie der Begriff des uninterpretierten Inhalts sei nötig (DF) um den Begriffsrelativismus begreiflich zu machen. Bei Quine eben neurologischer Ersatz für Sinnesdaten als Grundlage für den Begriffsrelativismus. Davidson: Quines Trennung von Schema und Inhalt wird aber an einer Stelle deutlich: (Wort und Gegenstand) . Quine: "...indem wir diese Anhaltspunkte von der Weltsicht des Menschen subtrahieren, erhalten wir als Differenz das, was er selbst zu dieser Weltsicht beiträgt. Diese Differenz markiert das Ausmaß der begrifflichen Souveränität des Menschen, den Bereich, in dem er seine Theorie revidieren kann, ohne etwas an den Daten zu ändern." I 43 - A propos QuineVsStroud: "Wenn alles anders wäre": wir würden nichts merken ... -DavidsonVsQuine: Ist das überhaupt richtig? Nach der proximalen Theorie könnte man angenommen: der eine sieht ein Kaninchen, der andere ein Warzenschwein und beide sagen: Gavagai! (Ähnliches könnte bei Blinden, Taubstummen, Fledermäusen oder sogar bei geringem Astigmatismus geschehen. Gehirne im Tank können sich sogar in dem Maße irren, wie Stroud es befürchtet. Doch jeder verfügt über eine Theorie, die seinen Empfindungen ihre Struktur bewahrt! I 55 Dann kann man Cresswell schon verstehen, wenn er CreswellVsQuine sagt: er habe ein Reich reifizierter Erfahrungen oder Erscheinungen, welches einer unerforschlichen Realität gegenüberstehe. QuineVsCresswell >Quine III) - DavidsonVsQuine: er sollte unverblümt für die distale Theorie eintreten, und die aktive Rolle des Interpreten anerkennen. Der Sprecher muß dann auf die für beide Seiten auffälligen Ursachen in der Welt von der beide reden, Bezug nehmen. I 64
DavidsonVsQuine: Sein Versuch ist an der ersten Person orientiert, und damit cartesianisch. Ebenso wenig glaube ich, wir könnten ohne einige wenigstens stillschweigend zu eigen gemachte Normen auskommen. ProQuine: sein beherzt in der dritten Person vorgetragenener Zugang zur Erkenntnistheorie. I 66 - Quine: Ontologie nur physikalische Objekte und Klassen -Handlung kein Gegenstand - DavidsonVsQuine: Handlung Ereignis und Referenzobjekt. Diese Ontologie zu explizieren wird zu einer Sache der Semantik. Welche Entitäten müssen wir annehmen, um eine natürliche Sprache zu verstehen? (II 93? Seitenzahl?)
I 165 (Seitenzahl?)
McDowell: Welt/Denken/Davidson: (laut McDowell): Feind überhaupt der Frage, wie wir mit der empirischen Welt in Berührung kommen. Da gibt es gar kein Rätsel. Keine Wechselwirkung von Spontaneität und Rezeptivität! (DavidsonVsQuine.)Schema/Inhalt/Davidson: (Drittes Dogma): Schema: Sprache bei Quine - Inhalt: "empirische Bedeutung" bei Quine. (I 165) Begriffliche Souveränität/Quine: kann so weit gehen, dass inkommensurable Weltsichten resultieren. DavidsonVsQuine: Erfahrung kann keine Basis des Wissens außerhalb unserer Meinungen bilden. Sie müßte sonst gleichzeitig innerhalb und außerhalb des Raums der Vernunft liegen.

Fodor/Lepore IV 225
Anmerkung
13. > IV 72
Radikale Interpretation/RI/Quine: seine Variante ist ein erster Schritt um zu zeigen, dass der Begriff der linguistischen Bedeutung nicht wissenschaftlich nützlich ist und dass es einen "großen Bereich" gibt, in dem die Anwendung ohne empirische Einschränkung variiert werden kann. (W + O,S. 26 > begriffliche Souveränität?). DavidsonVsQuine: im Gegensatz dazu: RI ist eine Basis für die Leugnung, dass es einen Sinn hätte zu behaupten, Individuen oder Kulturen hätten verschiedene Begriffsschemata.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsCresswell Verschiedene Vs Quine, W.V.O. Davidson I 55
CreswellVsQuine : er habe ein Reich reifizierter Erfahrungen oder Erscheinungen, welches einer unerforschlichen Realität gegenüberstehe. Davidson pro - QuineVsCresswell > Quine III)
Kanitscheider II 23
Ontologie/Sprache/Mensch/Kanitscheider: die sprachlichen Produkte des Organismus sind keinesfalls durch eine ontologische Kluft von seinem Produzenten getrennt. Ideen sind bestimmte neuronale Muster im Organismus.
KanitscheiderVsQuine: Schwachpunkt: sein Empirismus. Man muß seine Epistemologie daher mehr als ein Forschungsprogramm ansehen.

Quine VI 36
VsQuine: man hat mir vorgehalten, dass es sich bei der Frage "Was gibt es?" allemal um eine Tatsachenfrage handelt, und nicht um ein rein sprachliches Problem. Ganz recht. QuineVsVs: doch sagen oder voraussetzen, was es gibt, bleibt eine sprachliche Angelegenheit und hier sind die gebundenen Variablen am Platz.

VI 51
Bedeutung/Quine: die Suche nach ihr sollte bei den ganzen Sätzen beginnen. VsQuine: die These der Unbestimmtheit der Übersetzung führe geradewegs zum Behaviorismus. Andere: sie führe zu einer reductio ad absurdum von Quines eigenen Behaviorismus.
VI 52
Übersetzungsunbestimmtheit/Quine: sie führt tatsächlich zum Behaviorismus, an dem kein Weg vorbei führt. Behaviorismus/Quine: in der Psychologie hat man noch die Wahl, ob man Behaviorist sein will, in der Sprachwissenschaft ist man dazu gezwungen. Man erwirbt Sprache über das Verhalten anderer, das im Lichte einer gemeinsamen Situation ausgewertet wird.
Es ist dann buchstäblich gleichgültig, welcher Art außerdem noch das psychische Leben ist!
Semantik/Quine: in die semantische Bedeutung wird mithin nicht mehr eingehen können als das, was wahrnehmbarem Verhalten in beobachtbaren Situationen auch zu entnehmen ist

Quine XI 146
Stellvertreterfunktion/Quine/Lauener: braucht gar nicht eindeutig zu sein. Bsp Charakterisierung von Personen aufgrund ihres Einkommens: hier werden dadurch einem Argument verschiedene Werte zugeordnet. Dazu brauchen wir eine Hintergrundtheorie: wir bilden das Universum U in V so ab, dass sowohl die Objekte von U als auch ihre Stellvertreter in V enthalten sind. Falls V eine Teilmenge von U bildet, kann U selbst als
Hintergrundtheorie funktionieren, innerhalb der ihre eigene ontologische Reduktion beschrieben wird.
XI 147
VsQuine: das ist gar keine Reduktion, denn dann müssen die Objekte doch existieren. QuineVsVs: das ist mit einer reductio ad absurdum vergleichbar: wenn wir zeigen wollen, dass ein Teil von U überflüssig ist, dürfen wir für die Dauer des Arguments U voraussetzen. (>Ontologie/Reduktion).
Lauener: das bringt uns zur ontologischen Relativität.
Löwenheim/Ontologie/Reduktion/Quine/Lauener: wenn eine Theorie von sich aus einen überabzählbaren Bereich erfordert, können wir keine Stellvertreterfunktion mehr vorlegen, die eine Reduktion auf einen abzählbaren Bereich ermöglichen würde.
Denn dazu brauchte man eine wesentlich stärkere Rahmentheorie, die dann nicht mehr nach Quines Vorschlag als reductio ad absurdum wegdiskutiert werden könnte.

Quine X 83
Logisch wahr/Gültigkeit/Quine: unsere Einsetzungs Definitionen (Sätze statt Mengen) gebrauchen einen Begriff der Wahrheit und der Erfüllung, der über den Rahmen der Objektsprache hinausgeht. Diese Abhängigkeit vom Begriff der ((s) einfachen) Wahrheit beträfe übrigens genauso die Modell Definition der Gültigkeit und logischen Wahrheit.
Daher haben wir Anlass, uns noch eine 3. Möglichkeit der Definition der Gültigkeit und der logischen Wahrheit anzusehen: sie kommt ohne die Begriffe der Wahrheit und Erfüllung aus: wir brauchen dazu den Vollständigkeitssatz ((s) >Beweisbarkeit).
Lösung: wir können einfach die Schritte festlegen, die eine vollständige Beweismethode bilden und dann:
Def gültiges Schema/Quine: ist eines, das mit solchen Schritten bewiesen werden kann.
Def logisch wahr/Quine: wie vorher: ein Satz der aus einem gültigen Schema durch Einsetzen anstelle seiner einfachen Sätze hervorgeht.
Beweisverfahren/Beweismethode/Quine: einige vollständige beziehen sich nicht notwendig auf Schemata, sondern lassen sich auch direkt auf die Sätze anwenden,
X 84
Die aus dem Schema durch Einsetzen hervorgehen. Solche Methoden erzeugen wahr e Sätze direkt aus anderen wahren Sätzen. Dann können wir Schemata und Gültigkeit beiseite lassen und logische Wahrheit als Satz definieren, der durch diese Beweisverfahren erzeugt wird.
1. VsQuine: das pflegt Protest auszulösen: die Eigenschaft, „durch eine bestimmte Beweismetoode beweisbar zu sein“ sei an sich uninteressant. Interessant sei sie erst aufgrund des Vollständigkeitssatzes, der die Beweisbarkeit mit der logischen Wahrheit gleichzusetzen erlaubt!
2. VsQuine: wenn man logische Wahrheit indirekt durch Bezug auf eine geeignete Beweismethode definiert, entzieht man damit dem Vollständigkeitssatz den Boden. Er wird inhaltsleer.
QuineVsVs: die Gefahr besteht gar nicht: Der Vollständigkeitssatz in der Formulierung (B) hängt nicht davon ab, wie wir logische Wahrheit definieren, denn sie wird gar nicht erwähnt! Ein Teil seiner Bedeutung liegt aber darin, dass er zeigt, dass wir logische Wahrheit durch die bloße Beschreibung der Beweismethode definieren können, ohne etwas von dem zu verlieren, was die logische Wahrheit erst interessant macht.
Äquivalenz/Quine: wichtig sind Lehrsätze, die eine Äquivalenz zwischen ganz verschieden Formulierungen eines Begriffs – hier der logischen Wahrheit – feststellen. Welche Formulierung dann die offizielle Definition genannt wird, ist weniger wichtig.
Aber auch bloße Bezeichnungen können besser oder schlechter sein.
Gültigkeit/logische Wahrheit/Definition/Quine: die elementare Definition hat den Vorteil, dass sie für mehr Nachbarprobleme relevant ist.
3. VsQuine: bei der großen Willkür der Wahl des Beweisverfahrens ist nicht ausgeschlossen, dass das Wesentliche der logischen Wahrheit nicht erfasst ist.
QuineVsVs: wie willkürlich ist denn die Wahl eigentlich? Sie beschreibt das Verfahren unhd spricht über Zeichenfolgen. In dieser Hinsicht entspricht sie der Satz .Einsetzungs Definition. Sie bewegt sich effektiv auf der Ebene der eZT. Und sie bleibt auf der Ebene, während die andere Definition den Begriff der Wahrheit gebraucht. Das ist ein großer Unterschied.





D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Situations-Sem. Perry, J.
 
Bücher bei Amazon
Cresswell I 63
Situations-SemantikVsMöWe-Semantik/Semantik mögllicher Welten/Wissen/Bedeutung/Barwise/Perry/BarweiseVsCresswell/ PerryVsCresswell/Cresswell: die MöWe seien zu groß um das zu erklären, was der Sprecher weiß, wenn er einen bedeutungsvollen Satz äußert. MöWe: sind vollständige mögliche Situationen.
Situations-Semantik: wir brauchen eine mehr partielle Art von Entität. ((s) partial, nichts vollständiges).
CresswellVsSituations-Semantik: (Cresswell 1985a, 168 ff, 1985b, Kapitel 7)
Lösung/Cresswell: die Situationen müssen nur in dem Sinn partiell sein, daß sie kleine MöWe sind.
I 64
Einstellungs-Semantik/Cresswell: (Cresswell 1985b) ich verteidige den Zugang zu propositionalen Einstellungen über MöWe-Semantik.
I 73
Barwise/Perry: These: damit Joe sieht, daß Sally raucht oder nicht raucht müßte er entweder sehen wie sie raucht oder sehen, wie sie nicht raucht.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984