Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 20 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Arten Mayr Gould I 216
Art/Darwin/Lamarck: Arten keine natürliche Einheiten sondern "rein artifizielle Zusammenstellungen"... begriffliche Definitionen
I 217
Art/Ernst MayrVsDarwin/MayrVsLamarck: "Arten sind Produkt der Evolution und nicht des menschlichen Geistes."
I 179
Def Art/Mayr: Vorrichtung zum Schutz ausgewogener, harmonischer Genotypen. "Biologisches Artkonzept" sucht biologischen Grund für die Existenz von Arten. Vielleicht gibt es zufällig noch andere Eigenschaften. Biologisches Artkonzept: 1. Problem: Asexuelle Organismen bilden keine Populationen.
2. Problem: Räumliche Ausdehnung mit Unterarten. Sie können in der Isolation mit der Zeit zu selbständigen Arten werden (durch Erwerb von neuen Isolationsmechanismen). (Polytypische Arten).
I 181
Nominalistisches Artkonzept: in der Natur ausschließlich Individuen, Arten künstlich vom Menschen geschaffen (MayrVs: das wäre Willkür, und die Natur zeigt, dass nicht Willkür herrscht.).
I 182
Evolutionäres Artkonzept: zeitliche Dimension, Generationenreihe von Populationen. MayrVs: das Konzept berücksichtigt nicht, dass es zwei mögliche Wege der Artentstehung gibt: a) Allmähliche (graduelle) Wandlung einer Stammlinie in eine andere Art, ohne , dass die Zahl der Arten verändert würde,
b) Die Vervielfältigung von Arten durch geographische Isolation.
I 183
Art/Mayr: wird auf drei ganz verschiedene Objekte oder Phänomene angewendet:
1. Das Artkonzept
2. Die Kategorie Art 3. Die Arttaxa.
Manche Autoren konnten diese nicht unterscheiden, was zu heilloser Verwirrung in der Literatur geführt hat.
Artkonzept: biologische Bedeutung oder Definition des Wortes "Art".
Kategorie Art: bestimmte Rangstufe im Linnéschen System. (Andere Kategorien: Ordnung, Reich., Gattung...)
Def Arttaxa: besondere Populationen oder Populationsgruppen, die der Artdefinition entsprechen. sie sind Entitäten ("Individuen") und lassen sich als solche nicht definieren. Individuen können nicht definiert werden, sondern lediglich beschrieben und abgegrenzt.
I 183
Evolution/Mayr: Art ist die entscheidende Entität der Evolution. Art: eine Art tritt, ganz unabhängig von den ihr zugehörigen Individuen, als eine Einheit mit anderen Arten in der gemeinsamen Umwelt in Wechselwirkung.
I 185
Makrotaxonomie: Die Klassifikation von Arten (in übergeordnete Gruppen) Gruppen: Meist leicht erkennbar: Vögel, Schmetterlinge, Käfer.
Abwärtsklassifikation (Eigentlich Identifizierung). Zweiteilung (aristotelisch), Blütezeit der medizinischen Botanik.
Bsp Warmblüter oder Nicht-Warmblüter - Federn habend oder nicht habend.
I 192
Organismentypen: die meisten neuen Organismentypen entstehen nicht durch allmähliche Umformung einer Stammlinie, also eines schon vorhandenen Typus. Vielmehr dringt eine Gründerart in eine neue adaptive Zone vor und ist dort dank schneller adaptiver Veränderungen erfolgreich. Bsp Die mehr als 5000 Singvogelarten sind nicht mehr als die Variation eines einzigen Themas.
I 192
Art: die beiden evolutionären Wege, eine neue Art hervorzubringen: allmählicher Wandel des Phänotyps und b) zunehmende Vielfalt (Speziation) stehen nur in loser Verbindung.
I 192
Selektionsdruck: kann ausbleiben, wenn eine Gründerart in seine sehr günstige adaptive Zone gelangt.
I 283
Arten/Mayr: sehr konservative Schätzung 10 Mio Tierarten, davon etwa 1,5 Mio beschrieben. Also etwa 15% bekannt. Legitime Schätzung: 30 Mio Arten. Nur 5% bekannt. Andererseits sind 99 % aller Vogelarten entdeckt und beschrieben. Bei vielen Insekten, Spinnentieren, niederen Wirbeltieren vermutlich weniger als 10%. Dasselbe gilt für Pilze, Protisten, Prokaryonten.

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Darwinismus Huxley Danto III 197
Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche/DantoVsNietzsche/Danto: Allzu oft verfällt Nietzsche in den dümmsten Fehlglauben des Darwinismus, indem er das Überleben mit Vortrefflichkeit gleichsetzt. Dabei übersieht er, was Th. H. Huxley schon feststellte: Evolution/Darwinismus/Huxley, T. H.: die kleinste Veränderung in der chemischen Zusammensetzung unserer Atmosphäre genügt, damit womöglich nur ein paar Flechten überleben und so zu den Herren der Welt werden.

HuxleyA I
Aldous Huxley
Science, Liberty and Peace London 1946

HuxleyTh I
Thomas Henry Huxley
Lectures On Evolution Whitefish, MT 2010

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Darwinismus Kauffman I 27
Evolution/KauffmanVsDarwin: nach seiner Theorie vollzieht sich die Evolution allein durch die schrittweise Ansammlung vorteilhafter Varianten. KauffmanVs: danach hätten die ersten Vielzeller sich auseinanderentwickelt! Das war offenbar nicht der Fall: eins der rätselhaftesten Merkmale der kambrischen Explosion ist, dass das taxonomische System gleichsam von oben nach unten aufgefüllt wurde.


Kau II
Stuart Kauffman
At Home in the Universe: The Search for the Laws of Self-Organization and Complexity New York 1995

Kauffman I
St. Kauffman
Der Öltropfen im Wasser. Chaos, Komplexität, Selbstorganisation in Natur und Gesellschaft München 1998
Darwinismus Koestler Gould I 40
Darwinismus/Arthur KoestlerVsDarwinsmus: hat in seinen letzten Jahren einen Kampf gegen den von ihm missverstandenen Darwinismus gefochten. Er bringt das Beispiel einer sich zweimal, einmal auf dem Festland, einmal auf einer Insel vollzogen habenden Entwicklung. (1) GouldVsKoestler: Die Antwort darauf muss heißen: dass man energisch bestreiten muss, dass hochgradig konvergente Lebewesen tatsächlich miteinander identisch sind.


1. A. Koestler,The Case of the Midwife Toad, London, NY 1971.

Koestler I
Arthur Koestler
The Case of the Midwife Toad Plano, TX 2016

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Darwinismus Nietzsche Pfotenhauer I 5
Darwinismus/Evolution/Nietzsche/NietzscheVsDarwinismus/Pfotenhauer: Darwins Evolutionstheorie die die Selektion nach Maßgabe (…) von Selektionsleistungen an externe Bedingungen zum Prinzip macht, ist Nietzsche zuwider, ja verhasst: „[…]so lautet Diese Moral…die Mittleren sind mehr wert als die Ausnahmen“ ..“Gegen die Formulierung [dieser] Moral empöre ich mich […].“ Nachgel. Fragm, Frühjahr 1888., KGW VIII, S. S 95ff).
Danto III 197
Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche/DantoVsNietzsche/Danto: Allzu oft verfällt Nietzsche in den dümmsten Fehlglauben des Darwinismus, indem er das Überleben mit Vortrefflichkeit gleichsetzt. Dabei übersieht er, was Th. H. Huxley schon feststellte: Evolution/Darwinismus/Huxley, T. H. .: die kleinste Veränderung in der chemischen Zusammensetzung unserer Atmosphäre genügt, damit womöglich nur ein paar Flechten überleben und so zu den Herren der Welt werden.
Danto III 268
Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche//Danto: Nietzsche war VsDarwin überzeugt, dass die Untauglichen überleben und die Tauglichen zugrunde gehen. Danto: abgesehen von dieser hartnäckigen Überzeugung, die von Huxleys berühmter Widerlegung ebenso leicht anzugreifen ist, wie ihre Kehrseite (Siehe Darwinismus/Huxley, Th. H.) ist schwer ersichtlich, wieso Nietzsche sich selbst als Anti-Darwinisten verstanden wissen wollte.
Danto III 269
Überleben/Nietzsche: Ob man sich selbst erhält oder nicht, hat nach Nietzsche nichts mit der blinden Ausübung des Willens zur Macht zu tun, der ja jedes Ding in jedem Augenblick kennzeichnet. Etwas überlebt, insofern es siegreich aus dem Kampf der Willen hervorgeht; es kämpft jedoch nicht, um zu überleben – wenn schon, wäre es genau umgekehrt: „Vor allem will etwas Lebendiges seine Kraft auslassen – Leben selbst ist Wille zur Macht - : die Selbsterhaltung ist nur eine der indirekten und häufigsten Folgen davon. (F. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, KGW VI. 2, S. 21).

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Pfot I
Helmut Pfotenhauer
Die Kunst als Physiologie. Nietzsches ästhetische Theorie und literarische Produktion. Stuttgart 1985

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Darwinismus Popper Mayr I 87
Darwinismus/PopperVsDarwinismus: (Popper 1974): "keine überprüfbare Theorie, sondern eine metaphysisches Forschungsprogramm...." Diese Einschätzung wurde später von Popper widerrufen. >Darwinismus, >Evolution.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
Darwinismus Wawilow Gould II 132ff
Darwinismus/Variation/Evolution/Vavilov/Gould: Vavilov hatte Samen verschiedenster Rassen von Weizen Gerste, Hafer und Hirse von verschiedensten Standorten gesammelt, und bemerkte, dass innerhalb der verschiedenen Arten einer Gattung, aber auch häufig innerhalb der Arten verwandter Gruppen auffallend ähnliche Reihen von Varietäten festgestellt werden konnten. Gesetz der Homologen Reihen in Variation/Vavilov: These: Die neuen Arten entstünden, indem sie genetische Unterschiede entwickelten, die eine Kreuzung mit verwandten Arten ausschlössen.
Aber die neue Art ist nicht in allem genetisch von ihren Vorfahren verschieden. Die meisten bleiben unberührt. Die parallelen Abwandlungen stellen also das "zu Ende spielen" der gleichen genetischen Fähigkeiten dar, die als Blöcke von einer Art an eine andere vererbt werden.
Gould: Eine solche These widerspricht Darwin nicht, da sie der Auslese eine wichtige Rolle einräumt.
Die Variation ist nur das Rohmaterial. Sie entsteht in alle Richtungen und ist zumindest nicht in adaptiver Weise bevorzugt geordnet. Die Richtung wird langsam durch die natürliche Selektion festgelegt, indem die besser angepassten Generationen sich stärker vermehren.
Sind die Möglichkeiten aber stark beschränkt und weist eine Art sie alle unter ihren verschiedenen Varietäten auf, dann kann diese Auswahl nicht allein durch Selektion erklärt werden. So setzt sich Vavilov von Darwin ab.
VavilovVsDarwin: Variation findet nicht in alle Richtungen statt, sondern in Klassen geordnet, die denen der Chemie und Kristallographie analog sind.
GoudlVsVavilov: Vavilov hat die kreative Rolle der Umwelt unterbetont.


Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Erklärungen Kauffman Dennett I 309
KauffmanVsDarwin: eine Festlegung der frühen Entwicklung und damit die Baerschen Gesetze (alle Embryos von Lebewesen sehen sich anfangs sehr ähnlich) stellen keinen besonderen Mechanismus dar. Vielmehr spiegelt sich in der Festlegung der frühen Entwicklung die Tatsache wider, dass die Zahl der Wege, auf denen Lebewesen verbessert werden können, schneller geschrumpft ist als die Zahl der Wege in der späteren Entwicklung.
I 310
Bsp die Fundamente der Kirchen ähneln sich stärker als die oberen Stockwerke. Grund: Experimentieren mit Verzierungen wirkt sich nicht so verhängnisvoll aus, wenn sie oben durchgeführt werden, wo nicht alles zusammenbrechen kann. Eigentlich sind wirklich nicht so viele Lösungen zu Beginn möglich, wie später. Erklärung/Kauffman: um das zu erklären, müssen wir nicht nach Lenkungsmechanismen suchen. Es erklärt sich von selbst. Solche Wege findet die Evolution immer wieder.


Kau II
Stuart Kauffman
At Home in the Universe: The Search for the Laws of Self-Organization and Complexity New York 1995

Kauffman I
St. Kauffman
Der Öltropfen im Wasser. Chaos, Komplexität, Selbstorganisation in Natur und Gesellschaft München 1998

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Evolution Agassiz Gould I 170 ff
Evolution/Biologie/AgassizVsDarwinismus/AgassizVsEvolution//Gould: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellte die Theorie von einer Wiederholung der Phylogenese durch die Ontogenese den besten Leitfaden der Biologen zur Einteilung der Lebewesen in höhere und niedere Formen dar. Nach dieser Theorie wiederholten die Kinder im Wachstum früherer entwicklungsgeschichtlicher Stadien: Embryos haben Kiemenschlitze, wie ein Fisch, später ein dreikammriges Herz wie ein Reptil, noch später den Schwanz eines Säugetiers. > Rekapitulationstheorie. Eine Variante dieses Denkens ist Louis Agassiz‘ „dreifache Parallelität", Einheit von Paläontologie, vergleichender Anatomie, und Embryologie. Man berief sich auf tatsächliche Vorläufer primitiver Lebewesen.(1)


1. L. Agassiz,

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Evolution Gould Dennett I 412
Evolution/Gould These: der entscheidende Unterschied in der Evolution ist nicht die schlichte Anpassung sondern die Artbildung. (DennettVs) - Gould: These: Arten sind zerbrechliche, aber unveränderliche Gebilde. nicht Verbesserungen sondern geschlossenes Verwerfen - Richtige Ebene: nicht Gene sondern ganze Arten oder Klades - Arten/Gould/(s): werden nicht verbessert, sondern verworfen - Ebene/Erklärung/Dennett: wie bei Software/Hardware: einiges wird besser auf der einen, anderen auf der anderen Ebene erklärt.
Gould I 88ff
Evolution/Darwinismus/Individuum/Gould: Individuen entwickeln sich nicht evolutionär, sie können nur wachsen, sich fortpflanzen und sterben. Evolutionäre Veränderungen treten auf bei Gruppen von miteinander interagierenden Organismen. Arten sind die Einheiten der Evolution. Orthodoxer Darwinismus/Gould: These: Gene mutieren, Individuen unterliegen der Selektion, Arten entwickeln sich evolutionär.
I 131
Evolution/Gould: These: ich stelle mir die Evolution nicht als Leiter sondern eher in Form eines Strauchs mit vielen Verzweigungen vor. Daher: je mehr Arten desto besser.
I 133
Die Wichtigkeit dieses Punkts kann man an Entwicklung der Moleküle sehen. Die Zahl der Unterschiede zwischen den Aminosäuren korreliert deutlich mit der Zeit seit der Abzweigung von Entwicklungslinien. Je länger die Trennung, desto größer die Unterschiede. So hat man eine molekulare Uhr entwickelt. Die Darwinisten waren generell überrascht von der Regelmäßigkeit dieser Uhr. Denn die Selektion sollte eigentlich mit erkennbar unterschiedlicher Geschwindigkeit bei der verschiedenen Entwicklungslinien zu versch. Zeiten vorgehen.
I 134
VsDarwinismus: Die Darwinisten sind tatsächlich gezwungen, zu erwägen, dass die regelmäßige molekulare Uhr eine Evolution wiedergibt, die nicht der Selektion unterliegt, sondern der zufälligen Fixierung neutraler Mutationen. Wir haben uns nie von der Auffassung der Evolution des Menschen trennen können, die das Gehirn in den Mittelpunkt stellt. Der Australopithecus afarensis widerlegte das, wie es übrigens von scharfsinnigen Evolutionstheoretikern wie Ernst Haeckel und Friedrich Engels vorausgesagt worden war.
Tradition: Allgemeine Auffassung: dass der aufrechte Gang eine leicht erreichbare allmähliche Entwicklung, und der Zuwachs des Gehirnvolumens einen überraschend schnellen Sprung darstellte.
I 136
GouldVs: ich möchte die gegenteilige Auffassung vertreten: Nach meiner Auffassung ist der Aufrechtgang eine Überraschung, ein schwer zu erreichendes Ereignis, eine rasche und fundamentale Umgestaltung unserer Anatomie. Die darauf folgende Vergrößerung unseres Gehirns ist in anatomischen Begriffen ein sekundäres Epiphänomen, ein einfacher Übergang, eingebettet in das allgemeine Muster der menschlichen Evolution. Zweifüßigkeit ist keine einfache Errungenschaft, sie setzt eine fundamentale Umgestaltung unserer Anatomie, insbesondere der Füße und des Beckens.
I 191
Evolution/Gould: geht im Wesentlichen auf zweierlei Weise vor sich: a)
Def phyletische Transformation: Eine Gesamtpopulation verändert sich von einem Zustand zu einem anderen hin. Würden sich alle evolutionären Veränderungen auf diese Weise ereignen, könnte sich das Leben nicht lange halten.
Denn bei einer phyletischen Transformation kommt es nicht zu einer Zunahme an Mannigfaltigkeit und Vielgestaltigkeit, nur zur Transformation von einem Zustand zu einem anderen. Da nun Aussterben (durch Ausrottung) so verbreitet ist, würde bald alles vernichtet, das nicht die Fähigkeit zur Anpassung hat.
b)
Def Speziation: neue Arten zweigen sich von bisherigen ab. Alle Theorien der Speziation gehen davon aus, dass Aufspaltungen bei sehr kleinen Populationen rasch eintreten.
Bei der "sympatrischen" Speziation treten neue Formen innerhalb des Verbreitungsgebiets der bisherigen Form auf.
Große stabile Zentralpopulationen üben einen starken homogenisierenden Einfluss aus. Neue Mutationen werden durch die starken bisherigen Formen beeinträchtigt: Sie mögen langsam an Häufigkeit zunehmen, aber eine veränderte Umwelt setzt gewöhnlich ihrer selektiven Wert herab, lange bevor sie sich durchsetzen können. Mithin sollte eine phyletische Transformation die großen Populationen sehr selten sein, wie dies auch die Fossilfunde beweisen.
Anders sieht es an der Peripherie aus: hier isolierte kleine Populationen sind sehr viel stärker dem Selektionsdruck ausgesetzt, weil die Peripherie die Grenze der ökologischen Toleranz der bisherigen Lebewesen markiert.
I 266
Evolution/Biologie/Gould: Die Evolution geht durch Ersetzung der Nukleotide vor sich.
II 243
Evolution/Gould: These: Die Evolution hat keine Tendenz.
II 331
Evolution/Gould: Die offizielle Definition der Evolution/Gould: Def Evolution: "Veränderung der Genfrequenzen in Populationen". (Der Prozess der zufälligen Zu oder Abnahme der Genfrequenz wird
Def "Gendrift" genannt.)
Die neue Theorie des Neutralismus deutet an, dass viele wenn nicht gar die meisten Gene in individuellen Populationen ihre Häufigkeit primär dem Zufall verdanken.
IV 199
Evolution/Artenreichtum: Der Wandel von wenigen Arten und vielen Gruppen zu wenigen Gruppen und vielen Arten würde selbst bei rein zufälligem Aussterben auftreten, wenn jeder Speziationsvorgang zu Beginn der Geschichte des Lebens von durchschnittlich größeren Veränderungen begleitet gewesen wäre.
IV 221
Evolution/Gould. Vorevolutionäre Theorie: Kette des Seins: die alte Idee, dass jeder Organismus ein Bindeglied darstellt. Sie verwechselt Evolution mit Höherentwicklung. Ist als primitive Form der Evolution missinterpretiert worden, hat aber damit nichts zu tun! Die These ist nachdrücklich antievolutionär.
Problem: es gibt keine Bindeglieder zwischen Wirbeltieren und Wirbellosen
IV 223
Zwischenform: Die Theorie nahm Asbest als Zwischenform zwischen Mineralien und Pflanzen an, wegen der Faserartigen Struktur. Hydra und Korallen wurden als Zwischenform zwischen Pflanzen und Tieren angesehen. (Heute: beides sind natürlich Tiere). Absurd: Ähnlichkeit zwischen Pflanzen und Pavianen, weil Pflanzen ihre Blätter verlieren und Paviansäuglinge ihre Haare.
IV 346
Evolution/Gould: entwickelt sich keineswegs in Richtung auf Komplexität, warum auch?

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Evolution Vollmer I 51
Evolutionäre Erkenntnistheorie/EE/Vollmer: in der Evolution der Wissenschaft gibt es keine "Mutationen", weil es bei wissenschaftlichen Theorien keine "Nachkommen" gibt. - Evolutionäre Erkenntnistheorie ist nur sinnvoll, soweit subjektive Erkenntnisstrukturen vererbt werden. - Die Evolutionäre Erkenntnistheorie hat nicht den Wahrheitsbegriff des Pragmatismus - sie wird durch Erfolg nicht bewiesen.
I 75
Erfolg/Vollmer: beweist nur, dass die Hypothese nicht ganz falsch war.
I 217
VsEvolutionstheorie/VsDarwinismus: Zirkulär. - VollmerVsVs: das ist falsch "Fitness" kann ohne Rückgriff auf "Überleben" definiert werden.
I 260
Fitness wird nicht nach dem Überleben des Individuums bestimmt, sondern durch Fortpflanzungserfolg, mehr Nahrung, mehr Wohnraum, mehr Partner, mehr Nachkommen usw..
I 264
Entropie/Evolution/Leben/Vollmer: entgegen einer verbreiteten Meinung nicht immer ein Maß für Unordnung - unter speziellen Bedingungen (niedrige Gesamtenergie und Existenz anhaltender Wechselwirkungen oder Einschluss durch äußere Kräfte) schließt die Zunahme der Entropie sogar eine Zunahme von Ordnung und Struktur ein - somit widerspricht der Zweite Hauptsatz nicht der Entstehung von Lebewesen.
I 279
Anpassung/Selektion/VsEvolutionäre Erkenntnistheorie: ist keine Falsifikation - das Urauge wird durch das Adlerauge nicht falsifiziert - richtiges Abbilden spielt keine Rolle - Übertragen der Selektionstheorie auf kognitive Fähigkeiten kann nur gelingen, wenn es objektive Wahrheit gibt und wenn Erkenntnis nützlicher ist als Irrtum (Simmel, 1895) - VollmerVsVs: das ist kein Argument VsEvolution, egal wer sich wem anpasst - Koadaption.
I 298
Evolution/Erfolg/Vollmer: die Richtigkeit von Erfahrung kann nicht aus evolutionärem Erfolg geschlossen werden - sonst naturalistischer Fehlschluss - Verwechslung von Fakten mit Normen.
II 190
Evolution/Zeitrichtung/Vollmer: wegen der kosmischen Expansion sind keine zwei Momente der Evolution identisch - (>Zeitpfeil).

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
Fortschritt Darwin Gould III 177
Fortschritt/Darwin/Gould: Frage: warum schmuggelte Darwin den Fortschritt durch die Hintertür wieder hinein, indem er über die Vorherrschaft des biotischen Wettbewerbs in einer ständig überfüllten Welt schrieb? (KropotkinVsDarwin). Nach dem Aussterben der Permzeit waren 95% der wirbellosen Meeresbewohner verschwunden. Nichts war überfüllt.
Darwin: konnte sich hier nur aus der Affäre ziehen, indem er die Fossilien für Artefakte (Lücken in den Funden) hielt.


Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Fortschritt Gould IV 112
Denken/Fortschritt/Gould: der Fortschritt der Wissenschaft erfordert jeweils neue Denkstrukturen. Beispiele: Siehe Naturgesetze/Lyell, Gradualismus.
IV 186
Fortschritt/Evolution/Gould: es gibt in der Evolution keinen Fortschritt zu besseren Einzelteilen: Bsp die Augen der Trilobiten ist weder in ihrer Komplexität noch in ihrer Schärfe je von den späteren Anthropoden erreicht, geschweige denn übertroffen worden.
III 16
Fortschritt/Leben/Trends: neue Trends lassen sich unter Umständen durch eine Änderung der Variationsbreite ganzer Systeme erklären.(Anstelle einzelner Gebilde innerhalb der Systeme). Einfach eine Umkehrung von Begriffen, keine mathematische Prozedur. Gould These: Evolution: Die Geschichte des Lebens ist insgesamt nicht von Fortschritt gekennzeichnet! Ja nicht einmal von einer gerichteten Evolutionskraft.
III 34
Fortschritt/Gould: manche nehmen eine Entwicklung zur Komplexität oder Differenzierung an. Gould: selbst für diese zweckgebundenen Ersatzbegriffe kann man den Fortschritt nicht als Hauptimpuls des Lebens definieren. Wir haben das Bedürfnis, Evolution als vorhersagbar und fortschrittsorientiert zu betrachten.
These: Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung Trend: es gibt immer mehr Tiere in der Evolution – die Zeit des Menschen ist nur kurz GouldVsAnthropisches Prinzip. (>Anthropisches Prinzip).
III 39
Es ist ein Irrtum, Evolution als eine aufsteigende Leiter zu verstehen. Bakterien: sind eigentlich nicht weniger komplex als wir.
III 86
Trend: nicht das Beschreiten eines Weges, sondern eine komplexe Reihe von Übergängen oder seitlichen Schritten.
III 92
Der Trend ist keine Leiter, sondern eine Verkettung von Verstärkungen.
III 89
Erfolg/Evolution: was sind in der Evolution wirkliche "Erfolgsgeschichten"? Bsp Ratten, Fledermäuse, Antilopen. Diese drei Gruppen beherrschen die Welt der Säugetiere, sowohl in der Zahl, als auch in der ökologischen Verbreitung. Erfolgreichste: Knochenfische: fast 50% aller Wirbeltierarten. hundertmal so viele Arten wie die Primaten und fünfmal so viel, wie alle Säugetiere zusammen.
III 121
Fortschritt/Sport/Gould: Verbesserung der Leistung: letztlich Asymptote: Beachtlich: die Frauen haben eine viel steilere Verbesserungskurve als die Männer. Fortschritt/Viehzucht: häufig 1 3% pro Jahr. Die Zucht von Vollblutpferden ist wirtschaftlich interessanter als alle anderen Zuchtvorhaben! Man kann daher annehmen, dass Vollblutpferde längst ihr Optimum erreicht haben.
III 123
Sport/Fortschritt: die Rekorde in den Laufdisziplinen (200 10.000) haben sich unabhängig von der Distanz um den gleichen relativen Betrag verbessert: nämlich um 5,69 7,57 Meter je Minute in einem Jahrzehnt. (Marathon: 9,18). Würde man das extrapolieren, würden die Frauen bald schneller laufen als die Männer.
Extrapolation: ist ein meist untaugliches Mittel.
Sport/Frauen: Vorteile: Fettverteilung, Auftrieb: Durchquerung des Ärmelkanals und Schwimmstrecke nach Catalina Island: hier halten die Frauen schon heute den Weltrekord.
Viele Frauen würden sowieso die meisten (untrainierten) Männer in allen Disziplinen schlagen.
III 167
Fortschritt/Evolution/Darwin/Gould: Darwin lehnte den Begriff Evolution zunächst ab, weil er mit Fortschritt verknüpft ist. Der Begriff kommt in der ersten Auflage der "Entstehung der Arten" nicht vor.
III 175
Fortschritt/Natur/Gould: Kampf: a) "biotisch": zwischen Lebewesen und um Nahrung: kann Fortschritt hervorbringen. Schnelleres Laufen, besseres Denken stärkere Kondition usw. b) "abiotisch": Bsp Kampf einer Pflanze am Rand der Wüste. Kann keinen Fortschritt hervorbringen: Umwelt ändert sich über lange Zeit nicht.
Fortschritt: Argument des Vorherrschens der biotischen Konkurrenz reicht nicht aus, es muss noch etwas hinzukommen. Wenn die Umwelt relativ leer ist, können die unterlegenen Varianten daneben weiterbestehen.
III 177
Fortschritt/Darwin/Gould: Frage: warum schmuggelte Darwin den Fortschritt durch die Hintertür wieder hinein, indem er über die Vorherrschaft des biotischen Wettbewerbs in einer ständig überfüllten Welt schrieb? (KropotkinVsDarwin). Nach dem Aussterben der Permzeit waren 95% der wirbellosen Meeresbewohner verschwunden. Nichts war überfüllt.
Darwin: konnte sich hier nur aus der Affäre ziehen, indem er die Fossilien für Artefakte (Lücken in den Funden) hielt.
III 179
Fortschritt/Gould: wie kann man "höher" definieren, wenn die Evolution mit jedem angeblichen Fortschritt auch einen Parasiten hervorbringt?

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Funktionale Erlärung Bigelow I 323
Def Funktionale Erklärung/Funktion/Bigelow/Pargetter: mit einer fE beschreiben wir schon existierende Muster durch Referenz auf zukünftige Ereignisse oder Zustände. Es kann dabei sein, dass diese niemals eintreten. Warum: wir erklären, Bsp warum wir Zähne haben, indem wir auf ihre Funktion hinweisen.
Problem: die Funktion von kausal nicht aktiven Mustern oder Elementen zu erklären.
I 324
Problem: weil die Zukünftigen Zustände sich vielleicht gar nicht einstellen, beschreiben wir keine tatsächlichen Eigenschaften. Eigenschaften/Bigelow/Pargetter: eines Systems rühren aus seiner Kausalgeschichte her, nicht aus seiner Funktion! Daher hängen sie auch nicht von der Funktion des Systems ab!
Rückwärtsverursachung/Bigelow/Pargetter: ist damit einfach ausgeschlossen.
Funktion/Erklärung/Bigelow/Pargetter: daher ist die Funktion eines Systems erklärungsmäßig redundant. Die Funktion kann natürlich erwähnt werden, aber Beschreibung ist mehr als Erwähnung von möglichen Wirkungen.
Funktionale Erklärung/Wissenschaft/Bigelow/Pargetter: es gibt drei Ansätze, die wir im großen und ganzen für richtig halten. Sie alle haben gemeinsam, dass Funktionen keine signifikante Erklärungskraft haben.
I 325
Bsp Evolution/Bigelow/Pargetter: die Theorien der funktionalen Erklärung erlauben es nicht, Evolution zu erklären, indem man sagt, ein Muster habe sich herausgebildet, weil es eine bestimmte Funktion erfüllt. Funktionale Erklärung/Bigelow/Pargetter: These: unsere Theorie wird eine realistische sein.
I 332
funktionale Erklärung/Funktion/Bigelow/Pargetter: These wir wollen eine Theorie, die vorwärtsgerichtet ist. Funktionen können und sollten erklärt werden durch Referenz auf zukünftige Ereignisse und Zustände. analog: zur Erklärung von Dispositionen.
Analog:; unsere Erklärung hat ein Analogon: die Erklärung des evolutionstheoretischen Begriff des Überlebens (Fitness). (Lit. Pargetter 1987).
VsDarwinismus/VsDarwin/Bigelow/Pargetter: häufiger Einwand: das „Überleben des Tüchtigen“ sei eine leere Tautologie.
BigelowVsVs: der Einwand geht davon aus, dass Fitness nur retrospektiv festgestellt werden könnte. Außerdem nimmt er an, daß die Tatsache, daß einige Individuen überleben genau das ist, was die Tüchtigkeit konstituiert. (zirkulär).
BigelowVsätiologische Theorie: beruht auf dem gleichen Missverständnis. Sie behauptet dann, daß auch die Eigenschaft , eine Funktion zu haben, eine retrospektive Eigenschaft ist, die durch die Geschichte des Überlebens konstituiert wird. So ist der Begriff der Funktion seines Erklärungspotentials beraubt.
I 333
Zirkularität/Bigelow/Pargetter: dieser Einwand wird oft fälschlich VsDarwinismus erhoben. Fitneß/Lösung/Bigelow/Pargetter: ist aber nicht retrospektiv definiert, sondern sie ist analog zu einer Disposition.
Subjunktion/subjunktiv/konditional/Fitness/Bigelow/Pargetter: Fitness ist eine subjunktive Eigenschaft: sie bestimmt was passieren würde, wenn die und die Umstände eintreten. Diese subjunktive Eigenschaft superveniert auf dem morphologischen Charakter des Individuums oder der Spezies. Dabei gibt es keine Zirkularität.
biologische Funktion/Bigelow/Pargetter. für sie gilt das gleiche wie für Fitness. Sie sind zwei Seiten einer Medaille.
Fitness/Bigelow/Pargetter: heißt vorwärtsschauen.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Gesetze Darwin Gould II 118 ff
Gesetze/Darwin/Gould: Darwin: "de minimis lex non curat". (Das Gesetz befasst sich nicht mit Kleinigkeiten).(1) GouldVsDarwin: Das trifft auf die Wissenschaft nicht zu.

1. Ch. Darwin,

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Gradualismus Gould IV 109f
Def Gradualismus/Gould: Die Annahme, die Natur mache »keine Sprünge«. GouldVsDarwin: Darwin war so sehr von der Notwendigkeit unbegrenzter Zeit als einer Voraussetzung der Evolution überzeugt, dass er die Selektion mit dem Gradualismus verwechselte.
Das führte zur Kritik:
Th. H. HuxleyVsDarwin: übertriebene Annahme: »Die Natur mache keine Sprünge«.(1)
IV 107
Uniformitarismus/DarwinVsKelvin/KelvinVsDarwin/Gould: diese Kampagne war persönlicher Natur. Bedingt durch Darwins starken Gradualismus. (Siehe Naturgesetze/Lyell)
1. Th. H. Huxley.(1863): Evidence as to man's place in nature. London: Williams and Norgate.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Objektivität Gould I 215 ff
Objektivität/Biologie/Wissenschaft/Gould: Objektivität der Arten: Eingeborene haben fast überall gleiche Einteilungen wie wir.
I 216
Art/Darwin, Lamarck: Arten sind keine natürliche Einheiten sondern "rein artifizielle Zusammenstellungen“, begriffliche Definitionen.
I 217
Art/Ernst MayrVsDarwin/MayrVsLamarck: "Arten sind Produkt der Evolution und nicht des menschlichen Geistes." Darwin und Lamarck konnten nicht einfach erklären, warum sprunghafte Veränderungen aus allmählicher Entwicklung entstehen sollten.
Traditionelle Lösung: man kann annehmen, dass unsere Welt sich so langsam verändert, dass die Konfigurationen des Augenblicks als gleichbleibend behandelt werden können.
Höhere Einheiten(Gattungen): können in der Hierarchie Linnés nicht objektiv definiert werden, weil sie Zusammenstellungen von Arten sind und in der Natur nicht gesondert vorkommen. Sie pflanzen sich weder gemeinsam fort, noch beeinflussen sie sich sonst irgendwie.
Man kann nicht Menschen und Delphine in einer Ordnung versammeln und Schimpansen in einer anderen. Diese Ordnungen sind also keineswegs willkürlich. Schimpansen sind zwar genealogisch unsere Nächsten verwandten, doch gehören wir mit ihnen in dieselbe Gattung oder in verschiedene Gattungen innerhalb derselben Familie? Arten sind die einzigen objektiven, taxonomischen Einheiten der Natur. (Nicht Gattung, Reich, Ordnung.)
I 221
Andere Klassifikationen: Bsp die Fore in Neuguinea haben ein einziges Wort für alle Schmetterlinge, aber die Vögel teilen sie ein wie Linné.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Selektion Mayr I 65
Natürliche Selektion/Mayr: kein zufälliger Vorgang! (Obwohl der Zufall in der Evolution eine Rolle spielt.
I 248
Selektion/Mayr: Heute durchgängig akzeptiert. Zwei Schritte: Variation und eigentliche Selektion. 1. Variation: in jeder Generation entsteht durch Rekombination, Genfluss, Zufallsfaktoren und Mutationen eine große genetische Vielfalt. Das genetische Material ist "hart" und nicht "weich",, wie Darwin annahm.
Sexuelle Fortpflanzung: die elterlichen Chromosomen werden gebrochen und neu zusammengesetzt. Dadurch Einzigartigkeit der Nachkommen durch Rekombination. Zusammensetzung der Gene nach keinerlei Gesetzmäßigkeit!
I 249
2.Auslese: Unterschiede in Überleben und Fortpflanzung der neugebildeten Individuen. Selbst bei Arten, die Millionen von Nachkommen in jeder Generation erzeugen, werden im Durchschnitt nur zwei davon benötigt, um das Populationsgleichgewicht zu erhalten.
I 250
Zufall/Mayr: dominiert bei der Variation Notwendigkeit/Mayr: dominiert bei der Selektion.
Selektion: es gibt keine "selektive Kraft"!
I 252
Selektion: Bates' Entdeckung der Mimikry (1862) bei essbaren und giftigen Schmetterlingen: erster Beweis für die natürliche Selektion. Nutzen/Biologie: welchen Nutzen hat die Emergenz eines Merkmals für das Überleben: adaptionistisches Programm.
I 252
Merkmale/Überleben: günstige Merkmale: Toleranz gegen widriges Klima, bessere Nahrungsverwertung, Resistenz gegen Krankheitserreger, Fluchtfähigkeit. (Durch sexuelle Fortpflanzung). Auswahl durch Weibchen (Pfauenschwanz) vielleicht wichtiger als Fähigkeit der Männchen, Nebenbuhler zu besiegen.
I 253
Geschwisterrivalität und elterliche Fürsorge: wirken sich eher auf den Fortpflanzungserfolg als auf das Überleben aus. Diese Selektion ist anscheinend wichtiger als der begriff der sexuellen Selektion vermuten lässt.
I 260
Aussterben: 99,9 % aller evolutionären Linien, die einmal auf der Erde existierten, sind ausgestorben. Selektion: Darwin:" Die natürliche Selektion ist überall in der Welt stündlich dabei, die geringsten Veränderungen aufzuspüren".
I 261
Selektion/MayrVsDarwin: die zur Perfektion eines Merkmals benötigt genetische Variation tritt vielleicht gar nicht auf. Bsp Innenskelett/Außenskelett: Wirbeltiere bis zum Dinosaurier, Außenskelett: Riesenkrabbe ist das größte Wesen geblieben. Der Unterschied ist durch die verschiedenen Wege bestimmt, die die Vorfahren eingeschlagen hatten, nicht durch das Vorhandensein der Merkmale.
I 262
Selektion/Mayr: weitere Einschränkung: Wechselwirkung in der Entwicklung. Die Teile des Organismus sind nicht voneinander unabhängig. Keiner reagiert auf die Selektion, ohne mit den anderen Merkmalen zu interagieren. Geoffroys, 1818: "Gesetz des Gleichgewichts": Organismen sind Kompromisse zwischen konkurrierenden Ansprüchen.
Selektion/Mayr. 3. Einschränkung: Fähigkeit zur nichtgenetischen Modifikation: je plastischer der Phänotyp (durch Flexibilität in der Entwicklung) ist, desto geringer wirkt die Kraft des Selektionsdrucks. Pflanzen (und vor allem Mikroorganismen) haben eine viel größere Fähigkeit zu phänotypischer Modifikation (vielfältigere Reaktionsnorm) als Tiere.
Fähigkeit zur nichtgenetischen Anpassung wird ausschließlich genetisch gesteuert.
Zufall: wirkt auf jeder Stufe.
I 264
Neu: ganze Populationen oder sogar Arten könnten Zielobjekt der Selektion sein.
I 265
Weiche/harte Gruppenselektion. Weiche Gruppenselektion: Erfolg durch mittleren Selektionswert der Individuen.so ist jede individuelle Selektion auch eine weiche Gruppenselektion.
Harte Gruppenselektion: Gruppe als Ganzes verfügt über bestimmte adaptive Gruppenmerkmale, die nicht einfach die Summe der Beiträge sind .Der Vorteil der Gruppe ist größer als der der Summe der einzelnen Mitglieder. Arbeitsteilung, Zusammenarbeit (Wächter, Nahrungssuche). Hier ist der Begriff der "Gruppenselektion" gerechtfertigt.
I 266
Entstehung der Arten: diese Kontroverse veränderte den Status der sogenannten Artselektion völlig: das Auftauchen einer neuen Art scheint sehr oft am Aussterben einer anderen mitzuwirken. "Artenaustausch", verläuft nach strengen Darwinistischen Prinzipien.
I 279
Def r-Selektion: stark schwankende oft Katastrophen ausgesetzte Populationsgröße, schwache intraspezifische Konkurrenz, sehr fruchtbar. K-Selektion: konstante Populationsgröße, starke Konkurrenz, stabile Lebenserwartung.
I 280
Mit wachsender Populationsdichte wächst auch der Einfluss widriger Faktoren: Konkurrenz, Nahrungsknappheit, Mangel an Fluchtmöglichkeit, Raubfeinde, das Wachstum verlangsamt sich.
I 317
Könnte der Mensch zum Übermenschen werden? Hier stehen die Chancen schlecht! Zu wenig Selektionsdruck. Vor allem gab es früher Gruppenselektion. Selektion/Mensch: Heute dagegen in der Massengesellschaft gibt es keinerlei Anzeichen für Selektion auf überlegene Genotypen, die es dem Menschen gestatten würden, sich über seine gegenwärtigen Fähigkeiten zu erheben.
Viele Autoren behaupten sogar einen gegenwärtigen Verfall des menschlichen Genpools.
Francis Galton legte als erster nahe, dass man mit angemessener Selektion die Menschheit verbessern könnte und sollte. Er prägte den Begriff "Eugenik".

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
Variation Wawilow Gould II 132ff
Variation/Evolution/Vavilov/Gould: Nikolai I. Vavilov war der führende mendelsche Genetiker Russlands. Er diente 1936 als Hauptangriffsziel für den sowjetischen Agrarwissenschaftler T. D. Lyssenko, der unter Stalin großen Einfluss hatte. Angegriffen wurde Vavilov wegen seiner Theorie, dem sogenannten Gesetz der Homologen Reihen in Variation. Vavilov hatte Samen verschiedenster Rassen von Weizen Gerste, Hafer und Hirse von verschiedensten Standorten gesammelt, und bemerkte, dass innerhalb der verschiedenen Arten einer Gattung, aber auch häufig innerhalb der Arten verwandter Gruppen auffallend ähnliche Reihen von Varietäten festgestellt werden konnten.
II 135
Def homolog: Ähnlich aufgrund von Vererbung der gleichen Gene, Def analog: ähnlich aufgrund von erzwungenen Anpassungen an die Umwelt.
Vavilov These: Die neuen Arten entstünden, indem sie genetische Unterschiede entwickelten, die eine Kreuzung mit verwandten Arten ausschlössen.
Aber die neue Art ist nicht in allem genetisch von ihren Vorfahren verschieden. Die meisten bleiben unberührt. Die parallelen Abwandlungen stellen also das "zu Ende spielen" der gleichen genetischen Fähigkeiten dar, die als Blöcke von einer Art an eine andere vererbt werden.
Gould: Eine solche These widerspricht Darwin nicht, da sie der Auslese eine wichtige Rolle einräumt. Während jede Varietät eine vorhersagbare latente Fähigkeit darstellen kann, bedarf deren Entfaltung in jedem Klima oder in jeder geographischen Region der Selektion, um die adaptive Variante zu erhalten und andere auszuschalten.
DarwinismusVsVavilov: Vavilovs These kommt aber mit dem strengen Darwinismus in Konflikt, da sie die Hauptlehre schwächt, dass die Selektion die schaffende Kraft der Evolution ist.
II 136
Die zufällige und ungelenkte Abwandlung spielt bei Darwin eine Hauptrolle, weil sie die zentrale Stellung der Selektion festlegt, indem sie garantiert, dass die evolutionäre Veränderung der Variation selbst nicht zugeschrieben werden kann. Die Variation ist nur das Rohmaterial. Sie entsteht in alle Richtungen und ist zumindest nicht in adaptiver Weise bevorzugt geordnet. Die Richtung wird langsam durch die natürliche Selektion festgelegt, indem die besser angepassten Generationen sich stärker vermehren.
Sind die Möglichkeiten aber stark beschränkt und weist eine Art sie alle unter ihren verschiedenen Varietäten auf, dann kann diese Auswahl nicht allein durch Selektion erklärt werden. So setzt sich Vavilov von Darwin ab.
VavilovVsDarwin: Variation findet nicht in alle Richtungen statt, sondern in Klassen geordnet, die denen der Chemie und Kristallographie analog sind.
GoudlVsVavilov: Vavilov hat die kreative Rolle der Umwelt unterbetont.
II 139
Lysenko/Gould: Lysenko war ein Scharlatan und undialektisch (entgegen eigener Beteuerung) indem er Pflanzen als Knetmasse in den Händen der formenden Umwelt betrachtete. Vavilov starb im Namen eines Schein Lamarckismus. In der Sowjetunion herrschte ein übermäßig strenger Darwinismus, der Darwin missdeutete.
II 140
Gould: Aus heutiger Sicht hat Vavilov einen flüchtigen Blick auf etwas Wichtiges geworfen. Neue Arten erben ihre erwachsene Gestalt nicht von ihren Vorfahren. Sie erhalten ein kompliziertes genetisches System und eine Reihe von Entwicklungsmöglichkeiten. Dieser Satz von Möglichkeiten eng die Variationsbreite auf eine Linie ein, entlang derer die Selektion Punkte aussuchen kann, die sie aber nicht bewegen kann.
II 141
In neueren Versuchen mit wiederkehrenden Merkmalen bei gezüchteten Mäusen hat man nicht darwinistische homologe Reihen im Sinne Vavilovs gefunden. Die einfachste und üblichste Schlussfolgerung würde Bsp Schnecken mit glattem Gehäuse auf allen Inseln als verwandt und solche mit geripptem Gehäuse als Mitglieder einer anderen zusammenhängenden Gruppe betrachten.
Wir wissen aber inzwischen, dass der komplexe Satz von Eigenschaften immer wieder selbständig entsteht.
VsVavilov: er hat die internen Beschränkungen zu sehr hervorgehoben und die Kraft der Auslese zu sehr herabgesetzt.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Zufall Darwin Gould II 329
Nach Darwin konnte der Zufall nicht die Ordnung geben, die in unserer Welt so offensichtlich ist. Die Individuengruppen müssen zuerst eine große Anzahl vererbbarer Variationen entwickeln, um das Rohmaterial für spätere Einflüsse bereitzustellen. Die Gegner Darwins bringen immer die gleiche Litanei: Darwin muss Unrecht haben: die Ordnung kann nicht aus Zufall entstehen. (z.B. KoestlerVsDarwin)
Aber gerade das hat Darwin nie behauptet. Der Zufall erzeugt nur das Rohmaterial.

Gould: die neuere Evolutionstheorie bewegt sich von dem strengen Darwinismus weg, der während der letzten 30 Jahre geherrscht hat.
Der Zufall agiert vielleicht nicht nur bei der Erzeugung der Variationen: er könnte auch ein ebenso wichtiger Bestandteil der evolutionären Veränderung sein.

II 330
Der Zufall hat einen schlechten Ruf, der auf die ihm von Darwin zugedachte Rolle bei der Herstellung des Rohmaterials herrührt. Der Zufall bewirbt sich als Träger der evolutionären Veränderung, bedroht aber die natürliche Auslese im Bereich der Adaption nicht.


Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 11 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsDarwinVsDarwin Gould Vs Darwin, Ch. IV 110
GouldVsDarwin: war so sehr von der Notwendigkeit unbegrenzte Zeit als einer Voraussetzung der Evolution überzeugt, daß er die Selektion mit dem Gradualismus verwechselte. Das führte zur Kritik HuxleyVsDarwin: übertriebene Annahme: »die Natur macht keine Sprünge«.
Dennett I 363-367
GouldVsDarwin, orthodoxen Darwinismus: durch sein "unterbrochenes Gleichgewicht" angeblich widerlegt.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsDarwinVsDarwin Kauffman Vs Darwin, Ch. Dennett I 309
KauffmanVsDarwin: eine Festlegung der frühen Entwicklung und damit die Baerschen Gesetze stellen keinen besonderen Mechanismus dar. Vielmehr spiegelt sich in der Festlegung der frühen Entwicklung die Tatsache wider, daß die Zahl der Wege, auf denen Lebewesen verbessert werden können, schneller geschrumpft ist als die Zahl der Wege in der späteren Entwicklung.
Kauffman I 27
KauffmanVsDarwin: nach seiner Theorie vollzieht sich die Evolution allein durch die schrittweise Ansammlung vorteilhafter "Varianten. KauffmanVs: danach hätten die ersten Vielzeller sich auseinanderentwickelt! Das war offenbar nicht der Fall: eins der rätselhaftesten Merkmale der kambrischen Explosion ist, daß das taxonomische System gleichsam von oben nach unten aufgefüllt wurde.
I 278
Selektion/Kauffman: es gibt noch eine zweite Grenze der Selektion: sie versagt nicht nur in Zufallslandschaften. KauffmanVsDarwin: die Selektion kann auch in gleichförmigen Fitnesslandschaften, dem "Kernland" des Darwinismus scheitern: sie kann eine Fehlerkatastrophe auslösen.
Bsp eine Bakterienart mit anfangs identischen Individuen kann sich von einem lokalen Gipfel aus nach unten zerstreuen, einfach, weil die Mutationsrate zu hoch ist!

Kau II
Stuart Kauffman
At Home in the Universe: The Search for the Laws of Self-Organization and Complexity New York 1995

Kauffman I
St. Kauffman
Der Öltropfen im Wasser. Chaos, Komplexität, Selbstorganisation in Natur und Gesellschaft München 1998
VsDarwinVsDarwin Mayr Vs Darwin, Ch. V 261
Selektion/MayrVsDarwin: die zur Perfektion eines Merkmals benötigt genetische Variation tritt vielleicht gar nicht auf! Bsp Innenskelett/Außenskelett: Wirbeltiere bis zum Dinosaurier, Außenskelett: Riesenkrabbe ist das größte Wesen geblieben. Der Unterschied ist durch die verschiedenen Wege bestimmt, die die Vorfahren eingeschlagen hatten, nicht durch das Vorhandensein der Merkmale!

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
VsDarwinVsDarwin Mill Vs Darwin, Ch. Dennett I 697
Ethik/Dennett: Frage: welche Konsequenzen ergeben sich aus der Tatsache, das wir unter Zeitdruck handeln? (>Darwin: Handeln unter Zeitdruck). >MillVsDarwin Dennett I 695 Darwin: es ist das beste für den Menschen, seinen dauernden Impulsen zu folgen. Physik/Dennett: gilt, wie Mathematik, im ganzen Universum (>Minsky). >BarrowVs.
Darwins Anhänger VsMill: die Vertreter der Nützlichkeitstheorie (Mill) sollten bedenken, dass wir vor eine Entscheidung meistens keine Zeit haben, die Auswirkungen auf die Allgemeinheit zu berücksichtigen.
I 698
MillVsDarwin: Niemand behauptet, die Kunst der Navigation gründe sich nicht auf Astronomie, weil die Seeleute keine Zeit haben, den Almanach zu berechnen. Als vernunftbegabte Wesen fahren sie mit dem fertig berechneten Werk zur See. So führen vernunftbegabte Menschen ihr Leben mit fertigen Meinungen über Richtig und Falsch und die schwierigeren Fragen von Klug und Dumm. (Internalisierung). DennettVsMill: das übertünchte, dass sein System höchst unpraktikabel war. In der Praxis übersehen wir viele Gründe, und zwar auch solche, die wir nicht übersehen sollten.

Mill I
John St. Mill
Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsDarwinVsDarwin Nietzsche Vs Darwin, Ch. I 249
NietzscheVsDarwin: Dennett: er hat aber nur dessen Epigonen gelesen.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014
VsDarwinVsDarwin Popper Vs Darwin, Ch. Mayr I 87
PopperVsDarwinismus: (Popper 1974): "keine überprüfbare Theorie, sondern eine metaphysisches Forschungsprogramm...." Diese Einschätzung wurde später von Popper widerrufen. >Darwinismus, >Evolution.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
VsDarwinVsDarwin Wittgenstein Vs Darwin, Ch. Putnam V 148/149
Wittgenstein: (Vorlesungen und Gespräche) WittgensteinVsPsychoanalyse: "Mythos", bewunderte Freuds Geist. WittgensteinVsDarwin: "Bei einer Erklärung ist mir das wichtigste, dass sie funktioniert, dass wir etwas aus ihr vorhersagen können." Die Physik hängt mit dem Ingenieurswesen zusammen. ~ "Die Leute werden durch äußerst magere Gründe überzeugt".

Vollmer I 290
WittgensteinVsDarwin: (Tractatus 4.1122) "hat mit der Philosophie nicht mehr zu schaffen als irgend eine andere Hypothese der Naturwissenschaft".

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsDarwinVsDarwin Verschiedene Vs Darwin, Ch. Gould II 101
CuvierVsEvolution: er schloß aus seinem Prinzip der Wechselwirkung, dass Evolution ausgeschlossen werden mußte.
II 136
VavilovVsDarwin: Variation findet nicht in alle Richtungen statt, sondern in Klassen geordnet, die denen der Chemie und Kristallographie analog sind. Vavilov hat die kreative Rolle der Umwelt unterbetont.
II 328
Die Gegner Darwins bringen immer die gleiche Litanei: Darwin muß Unrecht haben: die Ordnung kann nicht aus Zufall entstehen.(z.B. KoestlerVsDarwin)
Pinker I 403
Mortimer AdlerVsDarwinismus: (Philosoph) 1940: Evolution könne nicht stattgefunden haben, weil es auch kein dreieinhalbseitiges Dreieck gäbe. Darwin: es ist sehr wohl möglich, dass in der Vergangenheit Zwischenformen aufgetreten sind.
natürliche Art/Darwin: ist kein Idealtyp, sondern eine Population.

Vollmer I 260
Selektion/Vollmer: es gibt kein ernsthaftes Argument, wonach das Selektionsprinzip zirkulär sei. VsDarwinismus/Tautologie: Das Argument gegen den Darwinismus, er sei tautologisch, ist verfehlt: "Survival of the survivor": VollmerVsVs: Fitness wird nicht nach dem Überleben des Individuums bestimmt, sondern durch Fortpflanzungserfolg, mehr Nahrung, mehr Wohnraum, mehr Partner, mehr Nachkommen usw.





Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsDarwinVsDarwin Bigelow Vs Darwin, Ch. I 332
VsDarwinismus/VsDarwin/Bigelow/Pargetter: häufiger Einwand: das „Überleben des Tüchtigen“ sei eine leere Tautologie. BigelowVsVs: der Einwand geht davon aus, daß Fitneß nur retrospektiv festgestellt werden könnte. Außerdem nimmt er an, daß die Tatsache, daß einige Individuen überleben genau das ist, was die Tüchtigkeit konstituiert. (zirkulär).
BigelowVsätiologische Theorie: beruht auf dem gleichen Mißverständnis. Sie behauptet dann, daß auch die Eigenschaft , eine Funktion zu haben, eine retrospektive Eigenschaft ist, die durch die Geschichte des Überlebens konstituiert wird. So ist der Begriff der Funktion seines Erklärungspotentials beraubt.
I 333
Zirkularität/Bigelow/Pargetter: dieser Einwand wird oft fälschlich VsDarwinismus erhoben. Fitneß/Lösung/Bigelow/Pargetter: ist aber nicht retrospektiv definiert, sondern sie ist analog zu einer Disposition.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsDarwinVsDarwin Mayr Vs Lamarck, J.-B. Art/Ernst MayrVsDarwin,VsLamarck: "Arten sind Produkt der Evolution und nicht des menschlichen Geistes." Gould I 217

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
VsDarwinVsDarwin Dennett Vs Mill, J. St. Dennett I 695
Ethik/Dennett: Frage: welche Konsequenzen ergeben sich aus der Tatsache, dass wir unter Zeitdruck handeln? >MillVsDarwin.
Dennett I 697
Darwin: es ist das beste für den Menschen, seinen dauernden Impulsen zu folgen. Physik/Dennett: gilt, wie Mathematik, im ganzen Universum (>Minsky). BarrowVs.
Darwins Anhänger VsMill: die Vertreter der Nützlichkeitstheorie (Mill) sollten bedenken, dass wir vor einer Entscheidung meistens keine Zeit haben, die Auswirkungen auf die Allgemeinheit zu berücksichtigen.
Dennett I 698
MillVsDarwin: Niemand behauptet, die Kunst der Navigation gründe sich nicht auf Astronomie, weil die Seeleute keine Zeit haben, den Almanach zu berechnen. Als vernunftbegabte Wesen fahren sie mit dem fertig berechneten Werk zur See. So führen vernunftbegabte Menschen ihr Leben mit fertigen Meinungen über Richtig und Falsch und die schwierigeren Fragen von Klug und Dumm. (Internalisierung). DennettVsMill: das übertünchte, dass sein System höchst unpraktikabel war. In der Praxis übersehen wir viele Gründe, und zwar auch solche, die wir nicht übersehen sollten.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Darwinismus VsDarwin Versus Dennett I 543
ChomskyVsSkinner, ChomskyVsKünstliche Intelligenz, ChomskyVsDarwin

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005