| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Darwinismus | Huxley | Danto III 197 Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche/DantoVsNietzsche/Danto: Allzu oft verfällt Nietzsche in den dümmsten Fehlglauben des Darwinismus, indem er das Überleben mit Vortrefflichkeit gleichsetzt. >F. Nietzsche, >Evolution. Dabei übersieht Nietzsche, was Th. H. Huxley schon feststellte: Evolution/Darwinismus/Huxley, T. H.: Die kleinste Veränderung in der chemischen Zusammensetzung unserer Atmosphäre genügt, damit womöglich nur ein paar Flechten überleben und so zu den Herren der Welt werden. >Fitness, >Überleben, >Selektion, >Anfangsbedingungen, >Leben. |
HuxleyA I Aldous Huxley Science, Liberty and Peace London 1946 HuxleyTh I Thomas Henry Huxley Lectures On Evolution Whitefish, MT 2010 Danto I A. C. Danto Wege zur Welt München 1999 Danto III Arthur C. Danto Nietzsche als Philosoph München 1998 Danto VII A. C. Danto The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005 |
| Darwinismus | Nietzsche | Pfotenhauer I 5 Darwinismus/Evolution/Nietzsche/NietzscheVsDarwinismus/Pfotenhauer: Darwins Evolutionstheorie die die Selektion nach Maßgabe (…) von Selektionsleistungen an externe Bedingungen zum Prinzip macht, ist Nietzsche zuwider, ja verhasst: „[…]so lautet Diese Moral…die Mittleren sind mehr wert als die Ausnahmen“ ..“Gegen die Formulierung [dieser] Moral empöre ich mich […].“(1) 1. Nachgel. Fragm, Frühjahr 1888., KGW VIII, S. S 95ff). Danto III 197 Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche/DantoVsNietzsche/Danto: Allzu oft verfällt Nietzsche in den dümmsten Fehlglauben des Darwinismus, indem er das Überleben mit Vortrefflichkeit gleichsetzt. Dabei übersieht er, was Th. H. Huxley schon feststellte: Evolution/Darwinismus/Huxley, T. H.: Die kleinste Veränderung in der chemischen Zusammensetzung unserer Atmosphäre genügt, damit womöglich nur ein paar Flechten überleben und so zu den Herren der Welt werden. Danto III 268 Darwinismus/NietzscheVsDarwinismus/Nietzsche//Danto: Nietzsche war VsDarwin überzeugt, dass die Untauglichen überleben und die Tauglichen zugrunde gehen. Danto: Abgesehen von dieser hartnäckigen Überzeugung, die von Huxleys berühmter Widerlegung ebenso leicht anzugreifen ist, wie ihre Kehrseite (Siehe Darwinismus/Huxley, Th. H.) ist schwer ersichtlich, wieso Nietzsche sich selbst als Anti-Darwinisten verstanden wissen wollte. Danto III 269 Überleben/Nietzsche: Ob man sich selbst erhält oder nicht, hat nach Nietzsche nichts mit der blinden Ausübung des Willens zur Macht zu tun, der ja jedes Ding in jedem Augenblick kennzeichnet. Etwas überlebt, insofern es siegreich aus dem Kampf der Willen hervorgeht; es kämpft jedoch nicht, um zu überleben – wenn schon, wäre es genau umgekehrt: „Vor allem will etwas Lebendiges seine Kraft auslassen – Leben selbst ist Wille zur Macht: die Selbsterhaltung ist nur eine der indirekten und häufigsten Folgen davon.(1) >Wille/Nietzsche. 1. F. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, KGW VI. 2, S. 21. |
Nie I Friedrich Nietzsche Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009 Nie V F. Nietzsche Beyond Good and Evil 2014 Pfot I Helmut Pfotenhauer Die Kunst als Physiologie. Nietzsches ästhetische Theorie und literarische Produktion. Stuttgart 1985 Danto I A. C. Danto Wege zur Welt München 1999 Danto III Arthur C. Danto Nietzsche als Philosoph München 1998 Danto VII A. C. Danto The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005 |
| Darwinismus | Popper | Mayr I 87 Darwinismus/PopperVsDarwinismus: (Popper 1974): "keine überprüfbare Theorie, sondern eine metaphysisches Forschungsprogramm...." Diese Einschätzung wurde später von Popper widerrufen. >Darwinismus, >Evolution. |
Po I Karl Popper Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre In Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977 Mayr I Ernst Mayr Das ist Biologie Heidelberg 1998 |
| Evolution | Agassiz | Gould I 170 ff Evolution/Biologie/AgassizVsDarwinismus/AgassizVsEvolution//Gould: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellte die Theorie von einer Wiederholung der Phylogenese durch die Ontogenese den besten Leitfaden der Biologen zur Einteilung der Lebewesen in höhere und niedere Formen dar. Nach dieser Theorie wiederholten die Kinder im Wachstum früherer entwicklungsgeschichtlicher Stadien: Embryos haben Kiemenschlitze, wie ein Fisch, später ein dreikammriges Herz wie ein Reptil, noch später den Schwanz eines Säugetiers. > Rekapitulationstheorie. Eine Variante dieses Denkens ist Louis Agassiz‘ „dreifache Parallelität", Einheit von Paläontologie, vergleichender Anatomie, und Embryologie. Man berief sich auf tatsächliche Vorläufer primitiver Lebewesen.(1) 1. L. Agassiz, |
Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 |
| Evolution | Gould | Dennett I 412 Evolution/Gould: These: Der entscheidende Unterschied in der Evolution ist nicht die schlichte Anpassung sondern die Artbildung (DennettVs). Gould: These: Arten sind zerbrechliche, aber unveränderliche Gebilde. Es gibt keine Verbesserungen bei Arten sondern geschlossenes Verwerfen. Richtige Ebene: Die richtige Ebene sind nicht die Gene sondern ganze Arten oder Klades. Arten/Gould/(s): Arten werden nicht verbessert, sondern verworfen. Ebene/Erklärung/Dennett: Die Erklärung erfolgt wie bei Software/Hardware. Einiges wird besser auf der einen, anderes auf der anderen Ebene erklärt. >Erklärung, >Darwinismus. Gould I 88ff Evolution/Darwinismus/Individuum/Gould: Individuen entwickeln sich nicht evolutionär, sie können nur wachsen, sich fortpflanzen und sterben. Evolutionäre Veränderungen treten auf bei Gruppen von miteinander interagierenden Organismen. Arten sind die Einheiten der Evolution. Orthodoxer Darwinismus/Gould: These: Gene mutieren, Individuen unterliegen der Selektion, Arten entwickeln sich evolutionär. I 131 Evolution/Gould: These: Ich stelle mir die Evolution nicht als Leiter sondern eher in Form eines Strauchs mit vielen Verzweigungen vor. Daher: Je mehr Arten desto besser. I 133 Die Wichtigkeit dieses Punkts kann man an der Entwicklung der Moleküle sehen. Die Zahl der Unterschiede zwischen den Aminosäuren korreliert deutlich mit der Zeit seit der Abzweigung von Entwicklungslinien. Je länger die Trennung, desto größer die Unterschiede. So hat man eine molekulare Uhr entwickelt. Die Darwinisten waren generell überrascht von der Regelmäßigkeit dieser Uhr. Denn die Selektion sollte eigentlich mit erkennbar unterschiedlicher Geschwindigkeit bei den verschiedenen Entwicklungslinien zu verschiedenen Zeiten vorgehen. I 134 VsDarwinismus: Die Darwinisten sind tatsächlich gezwungen, zu erwägen, dass die regelmäßige molekulare Uhr eine Evolution wiedergibt, die nicht der Selektion unterliegt, sondern der zufälligen Fixierung neutraler Mutationen. Wir haben uns nie von der Auffassung der Evolution des Menschen trennen können, die das Gehirn in den Mittelpunkt stellt. Der Australopithecus afarensis widerlegte das, wie es übrigens von scharfsinnigen Evolutionstheoretikern wie Ernst Haeckel und Friedrich Engels vorausgesagt worden war. Tradition: Allgemeine Auffassung: Dass der aufrechte Gang eine leicht erreichbare allmähliche Entwicklung, und der Zuwachs des Gehirnvolumens einen überraschend schnellen Sprung darstellte. I 136 GouldVs: Ich möchte die gegenteilige Auffassung vertreten. Nach meiner Auffassung ist der Aufrechtgang eine Überraschung, ein schwer zu erreichendes Ereignis, eine rasche und fundamentale Umgestaltung unserer Anatomie. Die darauf folgende Vergrößerung unseres Gehirns ist in anatomischen Begriffen ein sekundäres Epiphänomen, ein einfacher Übergang, eingebettet in das allgemeine Muster der menschlichen Evolution. Zweifüßigkeit ist keine einfache Errungenschaft, sie setzt eine fundamentale Umgestaltung unserer Anatomie, insbesondere der Füße und des Beckens, voraus. I 191 Evolution/Gould: Evolution geht im Wesentlichen auf zweierlei Weise vor sich: a) Def phyletische Transformation: Eine Gesamtpopulation verändert sich von einem Zustand zu einem anderen hin. Würden sich alle evolutionären Veränderungen auf diese Weise ereignen, könnte sich das Leben nicht lange halten. Denn bei einer phyletischen Transformation kommt es nicht zu einer Zunahme an Mannigfaltigkeit und Vielgestaltigkeit, nur zur Transformation von einem Zustand zu einem anderen. Da nun Aussterben (durch Ausrottung) so verbreitet ist, würde bald alles vernichtet, das nicht die Fähigkeit zur Anpassung hat. b) Def Speziation: neue Arten zweigen sich von bisherigen ab. Alle Theorien der Speziation gehen davon aus, dass Aufspaltungen bei sehr kleinen Populationen rasch eintreten. Bei der "sympatrischen" Speziation treten neue Formen innerhalb des Verbreitungsgebiets der bisherigen Form auf. Große stabile Zentralpopulationen üben einen starken homogenisierenden Einfluss aus. Neue Mutationen werden durch die starken bisherigen Formen beeinträchtigt: Sie mögen langsam an Häufigkeit zunehmen, aber eine veränderte Umwelt setzt gewöhnlich ihrer selektiven Wert herab, lange bevor sie sich durchsetzen können. Mithin sollte eine phyletische Transformation der großen Populationen sehr selten sein, wie dies auch die Fossilfunde beweisen. Anders sieht es an der Peripherie aus: Hier sind isolierte kleine Populationen sehr viel stärker dem Selektionsdruck ausgesetzt, weil die Peripherie die Grenze der ökologischen Toleranz der bisherigen Lebewesen markiert. I 266 Evolution/Biologie/Gould: Die Evolution geht durch Ersetzung der Nukleotide vor sich. II 243 Evolution/Gould: These: Die Evolution hat keine Tendenz. II 331 Evolution/Gould: Die offizielle Definition der Evolution/Gould: Def Evolution: Evolution ist die "Veränderung der Genfrequenzen in Populationen". (Der Prozess der zufälligen Zu- oder Abnahme der Genfrequenz wird Def "Gendrift" genannt.) Die neue Theorie des Neutralismus deutet an, dass viele wenn nicht gar die meisten Gene in individuellen Populationen ihre Häufigkeit primär dem Zufall verdanken. IV 199 Evolution/Artenreichtum: Der Wandel von wenigen Arten und vielen Gruppen zu wenigen Gruppen und vielen Arten würde selbst bei rein zufälligem Aussterben auftreten, wenn jeder Speziationsvorgang zu Beginn der Geschichte des Lebens von durchschnittlich größeren Veränderungen begleitet gewesen wäre. IV 221 Evolution/Gould. Vorevolutionäre Theorie: Die Kette des Seins ist die alte Idee, dass jeder Organismus ein Bindeglied darstellt. Sie verwechselt Evolution mit Höherentwicklung. Sie ist auch als primitive Form der Evolution missinterpretiert worden, hat aber damit nichts zu tun! Die These ist nachdrücklich antievolutionär. Problem: Es gibt keine Bindeglieder zwischen Wirbeltieren und Wirbellosen. IV 223 Zwischenform: Die Theorie nahm Asbest als Zwischenform zwischen Mineralien und Pflanzen an, aufgrund der faserartigen Struktur. Hydra und Korallen wurden als Zwischenform zwischen Pflanzen und Tieren angesehen. (Heute: Beides sind natürlich Tiere.) Absurd: Es ist absurd eine Ähnlichkeit zwischen Pflanzen und Pavianen herzustellen, durch die Analogie, dass Pflanzen ihre Blätter verlieren und Paviansäuglinge ihre Haare. IV 346 Evolution/Gould: Evolution entwickelt sich keineswegs in Richtung Komplexität, warum auch? |
Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 Dennett I D. Dennett Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997 Dennett II D. Dennett Spielarten des Geistes Gütersloh 1999 Dennett III Daniel Dennett "COG: Steps towards consciousness in robots" In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Dennett IV Daniel Dennett "Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Evolution | Vollmer | I 51 Evolutionäre Erkenntnistheorie/EE/Vollmer: In der Evolution der Wissenschaft gibt es keine "Mutationen", weil es bei wissenschaftlichen Theorien keine "Nachkommen" gibt. - Evolutionäre Erkenntnistheorie ist nur sinnvoll, soweit subjektive Erkenntnisstrukturen vererbt werden. - Die Evolutionäre Erkenntnistheorie hat nicht den Wahrheitsbegriff des Pragmatismus - sie wird durch Erfolg nicht bewiesen. >Erfolg, >Pragmatismus, >Beweise, >Beweisbarkeit. I 75 Erfolg/Vollmer: beweist nur, dass die Hypothese nicht ganz falsch war. >Hypothesen. I 217 VsEvolutionstheorie/VsDarwinismus: Beide seien zirkulär. >Zirkularität. VollmerVsVs: Das ist falsch: "Fitness" kann ohne Rückgriff auf "Überleben" definiert werden. >Überleben, >Fitness. I 260 Fitness wird nicht nach dem Überleben des Individuums bestimmt, sondern durch Fortpflanzungserfolg, mehr Nahrung, mehr Wohnraum, mehr Partner, mehr Nachkommen usw.. I 264 Entropie/Evolution/Leben/Vollmer: entgegen einer verbreiteten Meinung ist Entropie nicht immer ein Maß für Unordnung. >Entropie. Unter speziellen Bedingungen (niedrige Gesamtenergie und Existenz anhaltender Wechselwirkungen oder Einschluss durch äußere Kräfte) schließt die Zunahme der Entropie sogar eine Zunahme von Ordnung und Struktur ein - somit widerspricht der Zweite Hauptsatz nicht der Entstehung von Lebewesen. >Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik, >Leben, >Energie, >Ordnung. I 279 Anpassung/Selektion/VsEvolutionäre Erkenntnistheorie: Selektion ist keine Falsifikation. - Das Urauge wird durch das Adlerauge nicht falsifiziert. - Richtiges Abbilden spielt keine Rolle. Eine Übertragen der Selektionstheorie auf kognitive Fähigkeiten kann nur gelingen, wenn es objektive Wahrheit gibt und wenn Erkenntnis nützlicher ist als Irrtum (Simmel, 1895). VollmerVsVs: Das ist kein Argument VsEvolution, egal wer sich wem anpasst - Koadaption. I 298 Evolution/Erfolg/Vollmer: Die Richtigkeit von Erfahrung kann nicht aus evolutionärem Erfolg geschlossen werden. - Sonst ergibt sich der naturalistische Fehlschluss. - Verwechslung von Fakten mit Normen. >Naturalistischer Fehlschluss, >Normen, >Tatsachen. II 190 Evolution/Zeitrichtung/Vollmer: Wegen der kosmischen Expansion sind keine zwei Momente der Evolution identisch. >Zeitpfeil. |
Vollmer I G. Vollmer Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988 Vollmer II G. Vollmer Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988 |
| Funktionale Erklärung | Bigelow | I 323 Def Funktionale Erklärung/Funktion/Bigelow/Pargetter: mit einer funktionalen Erklärung beschreiben wir schon existierende Muster durch Referenz auf zukünftige Ereignisse oder Zustände. Es kann dabei sein, dass diese niemals eintreten. >Induktion. Warum: Wir erklären, Bsp warum wir Zähne haben, indem wir auf ihre Funktion hinweisen. Problem: Die Funktion von kausal nicht aktiven Mustern oder Elementen zu erklären. I 324 Problem: Weil die zukünftigen Zustände sich vielleicht gar nicht einstellen, beschreiben wir keine tatsächlichen Eigenschaften. Eigenschaften/Bigelow/Pargetter: Eigenschaften eines Systems rühren aus seiner Kausalgeschichte her, nicht aus seiner Funktion! Daher hängen sie auch nicht von der Funktion des Systems ab! >Eigenschaften, >Funktion. Rückwärtsverursachung/Bigelow/Pargetter: ist damit einfach ausgeschlossen. >Rückwärtskausalität. Funktion/Erklärung/Bigelow/Pargetter: daher ist die Funktion eines Systems erklärungsmäßig redundant. Die Funktion kann natürlich erwähnt werden, aber Beschreibung ist mehr als Erwähnung von möglichen Wirkungen. Funktionale Erklärung/Wissenschaft/Bigelow/Pargetter: Es gibt drei Ansätze, die wir im großen und ganzen für richtig halten. Sie alle haben gemeinsam, dass Funktionen keine signifikante Erklärungskraft haben. I 325 Bsp Evolution/Bigelow/Pargetter: Die Theorien der funktionalen Erklärung erlauben es nicht, Evolution zu erklären, indem man sagt, ein Muster habe sich herausgebildet, weil es eine bestimmte Funktion erfüllt. >Evolution, >Darwinismus. Funktionale Erklärung/Bigelow/Pargetter: These: unsere Theorie wird eine realistische sein. I 332 Funktionale Erklärung/Funktion/Bigelow/Pargetter: These: Wir wollen eine Theorie, die vorwärtsgerichtet ist. Funktionen können und sollten erklärt werden durch Referenz auf zukünftige Ereignisse und Zustände. Analog: zur Erklärung von Dispositionen. >Dispositionen. Analogie: Unsere Erklärung hat ein Analogon: die Erklärung des evolutionstheoretischen Begriff des Überlebens (Fitness). (Lit. Pargetter 1987)(1). VsDarwinismus/VsDarwin/Bigelow/Pargetter: Häufiger Einwand: das „Überleben des Tüchtigen“ sei eine leere Tautologie. >Überleben. BigelowVsVs: der Einwand geht davon aus, dass Fitness nur retrospektiv festgestellt werden könnte. Außerdem nimmt er an, dass die Tatsache, dass einige Individuen überleben genau das ist, was die Tüchtigkeit konstituiert (zirkulär). BigelowVsÄtiologische Theorie: Die Ätiologische Theorie beruht auf dem gleichen Missverständnis. Sie behauptet dann, dass auch die Eigenschaft, eine Funktion zu haben, eine retrospektive Eigenschaft ist, die durch die Geschichte des Überlebens konstituiert wird. So ist der Begriff der Funktion seines Erklärungspotentials beraubt. I 333 Zirkularität/Bigelow/Pargetter: Dieser Einwand wird oft fälschlich VsDarwinismus erhoben. >Darwinismus. Fitness/Lösung/Bigelow/Pargetter: ist aber nicht retrospektiv definiert, sondern sie ist analog zu einer Disposition. Subjunktion/subjunktiv/konditional/Fitness/Bigelow/Pargetter: Fitness ist eine subjunktive Eigenschaft: sie bestimmt was passieren würde, wenn die und die Umstände eintreten. >Subjunktion. Diese subjunktive Eigenschaft superveniert auf dem morphologischen Charakter des Individuums oder der Spezies. Dabei gibt es keine Zirkularität. >Supervenienz, >Zirkularität. Biologische Funktion/Bigelow/Pargetter. für sie gilt das gleiche wie für Fitness. Sie sind zwei Seiten einer Medaille. Fitness/Bigelow/Pargetter: heißt vorwärtsschauen. >Fitness. 1. Pargetter, R. (1987). Fitness. Pacific Philosophical Quarterly 68. pp.44-56. |
Big I J. Bigelow, R. Pargetter Science and Necessity Cambridge 1990 |