Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 91 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Anti-Realismus Rorty
 
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Richard Rorty
Horwich I 462
Anti-Realismus/Dummett/Rorty: bezieht sich eher auf Werte -" Realismus: eher auf Bsp Stühle -
Rorty I 305
Theorieabhängigkeit/Wahrheit/Antirealismus/PutnamVsAnti-Realismus: wenn Wahrheit theorieabhängig als theorieabhängig sinnvoll ist: - Problem: Extension ist an Wahrheit geknüpft. - x ist in der Extension von F gdw. "x ist F" wahr ist. - Wechselnde Extension ist aber sinnlos. - Begründete Behauptbarkeit kann wechseln. - PutnamVs Gleichsetzung von Wahrheit mit Begründeter Behauptbarkeit. - ((s) Anti-Realismus hier anders als bei Dummett).
VI 406
Pro Unterscheidung Realismus/Antirealismus: Dummett,Nagel (vsGadamer,VsDavidson) VsUnterscheidung Realismus/Antirealismus: Rorty, Davidson.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Bedeutung Dummett
 
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I 18
Sinn: Nach Frege hat der Ausdruck den Sinn einfach. Dem Verwender braucht sein Sinn nicht immer vorzuschweben. Für sich genommen ist der Sinn objektiv.
I 29
Wittgenstein/Dummett: Gebrauchstheorie macht Wahrheitsbegriff überflüssig > Bedeutung vor Wahrheit.
I 45 f
.... bei Husserl eine Äußerung jeweils die Bedeutung annimmt, mit der sie durch einen inneren Akt erfüllt wird. (>Humpty-Dumpty-Theorie)
I 152
Def Bedeutung/Dummett: (eines Ausdrucks) dasjenige, was man kennen muß, um den Ausdruck zu verstehen.
I 154/55
Def Bedeutung: das, was einen Satz wahr macht. Dummett: Bedeutung muss nicht durch Verstehen erklärt werden! (Sprecher haben keine explizite Theorie) - aber auch: DummettVsWittgenstein: Beherrschung ist mehr als praktische Fähigkeit.
I 188
Dummett/Frege: Kenntnis der Bedeutung = Kenntnis der Wahrheitsbedingungen - WittgensteinVs Ein Sinnkriterium hat keine Grundlage, wenn ihm keine Bedeutungstheorie als Stütze dient.

EMD II 109
Bedeutung/DummettVsDavidson: triviale Axiome ("Schnee../Schnee) zeigen nicht selbst das Verständnis, sondern schieben die Aufgabe des Erklärens in die Theorie des Sinns - sie erklärt, was es bedeutet, die entsprechende Proposition zu erfassen
EMD II 133
Bedeutung/Dummett: bleibt ein ungelöstes Problem.
I 29
Korrespondenz-Theorie/Kohärenz-Theorie: Bedeutung vor Wahrheit - Davidson: Wahrheit vor Bedeutung (die Wahrheitsbedingungen werden später durch die Theorie festgelegt). -
Dummett: beide zusammen!
Gebrauch/Wahrheit/Wittgenstein/Dummett: die Gebrauchstheorie macht den Wahrheitsbegriff überflüssig > Bedeutung vor Wahrheit.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Bedeutungs-Theorie Avramides
 
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I 7ff
Bedeutungstheorie/BT/Davidson/Dummett/Avramides: Davidson und Dummett vertreten einen "pessimistischen" Ansatz: statt direkt fragen zu können, was Bedeutung ist, können wir nur fragen, wie eine Theorie der Bedeutung aussehen muss. - Dummett: äußert sich ungefähr so: "Bedeutung ist, was die BT erklärt" - Das steht in starkem Kontrast zu Grice. - Avramides: zu pessimistisch. - Davidson: welche Form muss eine BT haben? - 1. Die Theoreme müssen für Sprecher und Hörer verständlich sein - 2. Potentiell unendlich viele Sätze müssen erklärt werden können. - 3. Kompositionalität muss erklärt werden können. - Lösung/Davidson: einen semantischen Wahrheitsbegriff (Tarski) zu haben heißt, die Sprache zu verstehen. - DummettVsDavidson: Verifikations-Bedingungen. statt Wahrheitsbedingungen.
I 94
BT/Grice/John Biro/Avramides: Es geht der Theorie nicht darum, wie man Bedeutung herausbekommt, sondern was sie konstituiert; - nicht darum, was einem die Bedeutung verrät, sondern, was es ausmacht, dass eine Äußerung Bedeutung hat. - "Konstitution von Bedeutung ist eine Sache, sie zu verraten eine andere".

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Bedeutungs-Theorie Foster
 
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EMD II 4
Bedeutungstheorie/BT/Foster: sagt nicht was "Bedeutung" ist, sondern deckt auf, welche Bedingungen BT erfüllen müssen - analog: Wissenschaftstheorie: erklärt nicht, was der Begriff eines Naturgesetzes ist . sondern deckt den Kanon wissenschaftlicher Methoden auf
II 6
BT/Foster: die Extension (= intensionale Form?) von "bedeutet, daß p" wird nicht durch den Wahrheitswert (WW) oder die extensionale Struktur des Satzes bestimmt, der für "p" eingesetzt wird - falsch: intensionales Idiom für "bedeutet daß" schon vorauszusetzen (setzt gesuchte Bedeutung voraus) - Lösung: Extension statt Intension!
II 7
BT/Foster: untersuchte Sprache L: erwähnt, (kontingente) Tatsachen - Metasprache: gebraucht wesentliches methodisches Vokabular (nichtkontingent) um die Theoreme aufzustellen
II 11
BT/Wahrheitstheorie/WT/FosterVsDavidson: die Wahrheitsbedingungen (WB) festzustellen heißt, die WW in allem möglichen Umständen darzulegen - Problem: dafür müßte das Tarski-Schema einem kpontrafaktischen Konditional entsprechen: "wäre wahr, wenn..."- das Schema ist aber indikativ
II 17
BT/Foster: Problem: alle W-Sätze des Tarski-Schemas bleiben wahr, wenn man nur etwas einsetzt, das die WW bewahrt und die rechte Seite eine Übersetzung der linken ist - das liefert keine Bedeutung, nur W-def - BT: kann entstehen, wenn man weiß, daß die Bedingungen erfüllt sind - d.h. daß die WT eine BT ist - II 19 aber nur, wenn die Theorie in derselben Sprache wie die Objektsprache - Grund: die Theorie ist nicht echt interpretierend - Lösung/Foster: wir brauchen die Tatsachen und die Kenntnis, daß die Tatsachen w-theoretisch sind - II 20 dann BT ein einziger Satz: q*: "Eine WT für L stellt fst, daß ..." - II 21 ...wenn wir dessen bewußt sind, können wir herausfinden, was jeder ausgewählte Satz feststellt - und das impliziert, die Fähigkeit, jeden Satz aufgrund seiner Struktur zu interpretieren, weil es impliziert wahrzunehmen, was jedes der Elemente dazu beiträgt! (>Kompositionalität!) - pro: das ist interpretierend - Vs: Problem: "stellt fest, daß" ist immer noch intensional! - II 22 Bsp jemand der nicht weiß, was U feststellt, könnte dennoch die Tatsachen wissen, die U aussagt - Problem: wenn BT rein extensional, dann nicht mehr interpretierend Zus: BT/Foster: für eine Objektsprache L0 besteht in der Konstruktion eines geeigneten Bereichs von MöWe, die alle möglichen Sachverhalte ausschöpft, die unser philosophische Standpunkt erlaubt, zusammen mit einer endlichen Menge von wahren Axiomen, die für jeden L0-Satz S die relevante kanonische Reformulierung des W-Konditionals, der aus dem Schema "(w)(x ist wahr-von-w wenn , wenn w bestünde, es der Fall wäre, daß p)" durch Einsetzen der strukturellen Beschreibung (Laut, Zeichen) von S für "p" - statt "teil-von" -Relation: "mat-Teil-von": gilt zwischen y und x, wenn y eine Welt ist und x ein geordnetes Paar, dessen erstes Element die Klasse aller materiellen Dinge ist, und dessen zweites Element die Klasse aller geordneten Paare aller materiellen Dinge ist, die in der Teil-Ganzes-Relation stehen.
J. Foster
II Evans/McDowell (Hg) Truth and Meaning , Oxford 1977:
J.Foster Thruth and meaning theory

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Bedingungen Bigelow
 
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I 270
Bedingungen/Verursachung/Ursache/Kausalität/Bigelow/Pargetter: daher werden wir notwendige und hinreichende Bedingungen nicht getrennt behandeln, sondern eine allgemeine modale Relation zwischen Ursache und Wirkung annehmen. Es ist diese Theorie, die wir ablehnen. Bedingungen/hinreichend/notwendig/Verursachung/Bigelow/Pargetter: allgemeines Problem: entsprechende Theorien sind zu stark mit einem Determinismus der Natur verbunden.
Determinismus/Bigelow/Pargetter: ist hier nur im weiteren Sinn gemeint.
VsDeterminismus/Bigelow/Pargetter: aus ihm würde folgen, dass es ohne hinreichende Bedingungen keine Wirkung gibt. Und das würde heißen, das in dem Maße, wie es Indeterminismus gibt, wir den Begriff der Verursachung aufgeben müssten.
Kausalität/Bigelow/Pargetter: müssen wir in der makroskopischen Welt aber überhaupt nicht aufgeben.
Ursachen/Bigelow/Pargetter: sind keine Bedingungen.
Ursache/Wahrscheinlichkeit/Bigelow/Pargetter: Vertreter von Ursachen als Bedingungen könnten ihre These abschwächen und von Wahrscheinlichkeit sprechen statt von hinreichenden Bedingungen.
I 271
Wahrscheinlichkeit /Ursache/Bigelow/Pargetter: damit werden hinreichende und notwendige Bedingungen zusammengebracht. Das ist für viel Fälle sehr plausibel. Dennoch ist es falsch. Verursachung/Bigelow/Pargetter: ist ein lokales Merkmal eines Ursache-Wirkung-Paars. Sie ist eine zwei-stellige Relation. Keine Relation mit unbestimmt vielen Stellen. Dennoch können wir die Kausalrelation unverändert lassen, wenn wir eine andere Ursache einsetzen Bsp ein Backup-System (s.o. Bsp andere Scheibe Brot, die denselben Effekt hat).
Bedingungen/hinreichend/notwendig/Bigelow/Pargetter: sind – anders als die Verursachungsrelation – ein globales Merkmal. Bsp wenn das Backup-System eintritt, hört das, was eine notwendige Bedingung war, auf, eine notwendige Bedingung zu sein. Der intrinsische Charakter des Prozesses ist aber unverändert.
Kausalgesetze/kausale Gesetze/Kausalität/Bigelow/Pargetter: These es gibt sehr wohl kausale Gesetze!
Und sie sind global. Die Wahrheit der Kausalgesetze beruht auf dem Charakter der Welt als ganzer, nicht ihrer Konstituenten. Aber die Wahrheit superveniert auf der Existenz eines Mustern kausaler Transaktion in der Welt.
I 272
Kausalgesetz/Bigelow/Pargetter: These ist (oder beinhaltet) eine Verallgemeinerung über kausalen Transaktionen. Es ist sogar stärker als eine Verallgemeinerung, weil wir glauben, dass Modalität im Spiel ist. kausal/Bigelow/Pargetter: sind die Transaktionen nicht, weil die Gesetze bestehen, sondern umgekehrt.
Bedingungen/hinreichend/notwendig/Bigelow/Pargetter: sind gestützt von Kausalgesetzen. Daher sind auch sie global.
Kausalrelation/Bigelow/Pargetter: ist dagegen lokal.
Verursachung/Bigelow/Pargetter: damit ist auch sie lokal.
Kausalprozess/Bigelow/Pargetter: ist lokal.
I 273
Wirkung/Bigelow/Pargetter. ein und dieselbe Wirkung hätte verschiedene Ursachen haben können. Bsp Schwangerschaft durch verschiedene Männer.
DavidsonVs.
Identität/Ereignis/DavidsonVsBigelow: (Davidson 1980) Identität von Ereignissen: These: ein Kriterium für Identität macht notwendig, dass verschiedene Ursachen numerisch verschiedene Ereignisse bewirken. BigelowVsDavidson: das ist falsch, aber wir gehen hier nicht darauf ein. Aber selbst wenn er recht hätte, würde das die modale Theorie der Verursachung ((s) die notwendige und hinreichende Bedingungen einbaut) nicht retten.
Wahrscheinlichkeit /probabilistische Verursachung/Theorie/Bigelow/Pargetter. Bsp Verursachung einer Schwangerschaft durch einen fast unfruchtbaren Mann – könnte auch als Verhinderung der Parthenogenese verstanden werden
I 274
(…). – LewisVs: solche Gegenbeispiele sind unplausibel.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Begriffsschemata Davidson
 
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I 41/42
Drittes Dogma/Begriffsschema/DavidsonVsQuine: Schema: Sprache mitsamt Ontologie und Welttheorie - Inhalt: gestalthaftes Feuern der Neuronen - (bei Quine statt Sinnesdaten). - QuineVsDavidson: Trennung nicht beabsichtigt, sie erscheint nur in Davidsons Darstellung so. - Der Begriff des uninterpretierten Inhalts sei aber nötig, um den Begriffsrelativismus deutlich zu machen. - Begriffsrelativismus: das Begriffsschema ist menschliche Schöpfung, willkürlich. - "begriffliche Souveränität".
I 44
DavidsonVsQuine: es gibt keine letzen Daten, daher auch keine Subtraktion.
I 87~
Begriffsschema/Trennung Schema/Inhalt > Relativismus - "Strom der Erfahrung"-"uninterpretiertes Gegebenes" - Begriffsrelativismus.
I 96
Schema/Inhalt: sind als Paar ins Spiel gekommen, (Cl.I. Lewis) nun können wir sie auch als Paar ausscheiden lassen. - Dann bleiben keine Gegenstände übrig, in Bezug auf die die Frage der Repräsentation aufgeworfen werden könnte. - Überzeugungen sind wahr oder falsch, aber sie repräsentieren nichts!
I 98
Drittes Dogma/Schema/Inhalt/Irrtum/Täuschung/Davidson: Täuschung nach Abschaffung der Trennung Schema/Inhalt kein Problem mehr, keine Frage, ob wir zur Erkenntnis der Welt und des Fremdpsychischen fähig sind. - Umso mehr, wie! - Aber das sind jetzt keine erkenntnistheoretischen Fragen mehr, sondern solche nach dem Wesen der Rationalität.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 133
Inkommensurabilität setzt Trennung Schema/Inhalt (3.Dogma) voraus.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Begriffsschemata McGinn
 
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a propos I 134
McGinn/(s): benutzt ein (unüberschreitbares) "Begriffsschema": um seine Auffassung der natürlichen Erkenntnisgrenzen deutlich zu machen. McGinnVsDavidson.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Beschreibung Rorty
 
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Richard Rorty
II 130ff
Beschreibung/Rorty: die beschriebene Natur wird immer irgendeine Ordnung aufweisen! Kriterium: nach welchem Kriterium sind Neubeschreibungen hilfreich? - Rorty: wer eine solche Frage stellt, stellt sich vor, die Sprache der Zukunft sollte ein Werkzeug in den Händen der Gegenwartssprache sein. Das sind letztendlich Machtkämpfe. Im Sinne Gadamers würde man einfach einsehen, dass jedermanns Ordnungssystem Ablagefächer benötigt, in denen Platz ist für die Ordnungssysteme alle anderen.
VI 128f
Welt/Erkenntnis/Realität/Existenz/Rorty: Bsp sobald man ein Etwas als Dinosaurier beschrieben hat, ist es in kausaler Hinsicht unabhängig von dieser Beschreibung. Aber bevor man es als Dinosaurier oder irgend etwas anderes beschrieben hat, ist es sinnlos, zu behaupten, es sei »dort draußen« und habe Eigenschaften! Was ist denn dort draußen? Das Ding an sich? Die Welt? Sag uns mehr! Beschreibe es! Sobald du das getan hat, sind wir im Stande anzugeben, welche Merkmale des Gegenstands in kausaler Hinsicht von der Beschreibung unabhängig sind und welche nicht.
Beschreibungsunabhängig/Rorty: Bsp Eierlegend.
Beschreibungsabhängig/Rorty: Bsp »ein Tier, dessen Existenz erst in den letzten Jahrhunderten vermutet wurde«. Hier handelt es sich nicht um die Unterscheidung. Intrinsisch/extrinsisch.
VI 128
Beschreibungsunabhängig: kausale Beziehungen sind nicht unter einer Beschreibung gegeben. Beschreibungsunabhängig/Davidson: Kausalität ist im Gegensatz zur Erklärung an keine Beschreibung gebunden!
Beschreibungsunabhängig/RortyVsDavidson: nicht ganz richtig: er hätte sagen sollen, dass die selbe Kausalbeziehung-unter-einer-Beschreibung auf viele verschiedene Weisen erklärt werden kann.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Definitionen Putnam
 
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I 248/9
Tatsache/Definition/QuineVsReichenbach: Problem: die Unterscheidung zwischen "Tatsache" und "Definition" ist zusammengebrochen, auf die sich Reichenbach gestützt hatte. - PutnamVsDavidson: Wahrnehmung eines Baums ist von unserem Begriffsschema abhängig. - Es ist eine graduelle Angelegenheit, was tatsächlich, und was Konvention ist.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Denken Avramides
 
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I 104
Denken/Sprache/Avramides: These: Wesen ohne Sprache können Gedanken haben.
I 113
Denken ohne Sprache/Avramides: dann Sprache bloßes Vehikel zur Kommunikation - Schiffer: die Griceschen Begriffe lassen das zu, aber kontingenterweise gibt es keine solchen Wesen.
I 115
Denken ohne Sprache/DoS/Reduktionismus/Avramides: ein Problem für den Reduktionismus gibt es nur, wenn die Behauptung begrifflich mit den semantischen und psychologischen Begriffen zu tun hat - (und nicht einfach empirisch ist) - Davidson: psychologische Begriffe können gar nicht ohne semantische instantiiert werden - SchifferVsDavidson: dito, aber sie können ohne sie erfasst werden! - Avramides: dann ist die bloße Intuition, dass es kein Denken ohne Sprache geben kann, nicht hinreichend für einen Antireduktionismus sein - Antireduktionismus: muss behaupten, dass die Behauptung des Reduktionisten einer tiefen epistemischen Asymmetrie unbegründet ist.
I 142f
DummettVsIdealismus/DummettVsLocke: falscher Kode-Begriff von Sprache für Ideen - Signifikanz wird nicht durch Gedanken erklärt, - wobei die Gedanken wiederum ohne Referenz auf Sprache seien - erklärt nicht, wie Gedanken selbst zur Signifikanz kommen - dann Muttersprache wie fremde Sprache. Lösung/Dummett: Erfassen = Gebrauch: Bsp "quadratisch": quadratische Dinge aussortieren - dann keine Repräsentationen zur Verbindung von Sätzen mit Gedanken - Verstehen statt Assoziation - AvramidesVsDummett: Dummett erlaubt aber kein Denken ohne Sprache.
I 15
Denken/Dummett: nur über Sprache zu untersuchen, (nicht über Verhalten) - AvramidesVsDummett: auch über Verhalten.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Denken Davidson
 
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Brandom I 232
Davidson Sprache/Denken: Weder die Sprache noch das Denken lässt sich vollständig im Sinne des jeweils anderen erklären und keinem kommt eine begriffliche Vorrangstellung zu.
McDowell I 38
Denken/Davidson: keiner äußeren Kontrolle ausgesetzt, nur einem äußeren kausalen Einfluss.
McDowell I 42
McDowellVsDavidson: dieser weist zurück, dass Gedanken und Anschauungen auf rationale Weise verbunden sind. McDowell: aber dann kommen wir nicht zu einem empirischen Inhalt.
Davidson I 101ff
Denken/Davidson: es gibt keine "Gegenstände des Denkens" als geisterhafte Wesenheiten nach dem Vorbild von Sinnesdaten oder ähnlichem.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Denken Dummett
 
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I 93 ff
DummettVsFrege: Umgekehrt steht seine Theorie der Wahrnehmung im Widerspruch zu seiner These, der Mensch könne nur diejenigen Gedanken fassen, die er als den Sinn von Sätzen begreift. davon kann man zwei Lesarten nehmen.
I 105
Gedanken/DummettVsFrege: sind nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema.
I 137 f
Stärkste Lesart: wir können nur in der Sprache denken. schwächste: keiner von uns kann einen Gedanken haben, den er nicht zum Ausdruck bringen kann.
I 141
DummettVsQuine,DummettVsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache ist vorrangig.
III 209
Sprache/Denken/Wittgenstein/Dummett: die Rolle der Sprache als Vehikel des Denkens ist ihrer Rolle als Werkzeug der Mitteilung untergeordnet.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Denken Dupré
 
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John Dupré Gespräche mit Affen Reflexionen über die wissenschaftliche Erforschung der Sprache in D. Perler/M. Wild (Hg.) Der Geist der Tiere, Frankfurt 2005

Perler I 318
Tier/Denken/Sprache/Descartes/Dupré: sogar jene, die die kognitiven Fähigkeiten der Tiere am meisten verteidigen, akzeptieren häufig die cartesianische Annahme, dass es prinzipiell unmöglich sei, Denken oder sogar Bewusstsein von Tieren zu beweisen, weil dies vom Verhalten begrifflich abhängig sei.
I 319
DupréVsDavidson: wenn er Recht hätte, stünde nicht nur die Frage auf dem Spiel, ob man Affen Sprechen beibringen kann, sondern ob man ihnen das Denken beibringen könnte.
I 321
Sprache/Denken/Dupré: es gibt viele Formen nicht sprachlichen Verhaltens, die Kommunikation ermöglichen, und viele nicht sprachliche Manifestationen von Denken.


Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Determinismus Davidson
 
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McGinn I 135
McGinn: Domestizierungstheorie: Der Entscheidungszusammenhang gelte bei Domestizierungsversuchen nur als Sonderfall eines natürlichen Zusammenhangs anderer Art, während die betreffende Modalität nicht grundverschieden sei von sonstigen Modalitäten. Angleichung an ein unabhängiges Modell des Geschehensablaufs. Solche reduktionistischen Versuche können
a) deterministisch (Davidson) oder
b) indeterministisch sein.
McGinn I 135
Davidson/D-Theorie/(laut McGinn): vorgängige Weltzustände sind eine kausal hinreichende Bedingung für eine spezifische Entscheidung. Die Freiheit ist dann eine bestimmte Art von Kausalreihe, nämlich jene, in der eine entsprechende Menge geistiger Vorstufen vorkommt.
McGinn I 135
Die Freiheit besteht darin, daß Wünsche und Überzeugungen kausale Wirkungen zeitigen. McGinnVsDavidson: Davidson verleiht der Vorstellung von der Handlungsfreiheit gar keinen Sinn, denn es sieht dann so aus, als wäre sie von der gleichen Art wie jede sonstige Kausalität.
Die entsprechende Kausalität ist dann keine "Ereigniskausalität" sondern eine "Handlungskausalität" (Davidson).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Einzelfall-Verursachung Davidson
 
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Armstrong III 94
Kausalität/DavidsonVsHume/Armstrong: Einzelfallverursachung: wir erkennen oft, dass ein Einzelfall kausal ist, ohne eine Ahnung zu haben welcher regulären Sequenz er entspricht. - Lösung: Unterscheidung Wissen-dass: dass es ein Gesetz gibt - dagegen: Wissen-was: was das Gesetz ist. - Lösung: es gibt eine Beschreibung, unter der das Ereignis gesetzmäßig ist. - AnscombeVsDavidson: viele Charakteristika sind kausal irrelevant, daher ist Kausalität als solche beschreibungsabhängig.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Empirismus McDowell
 
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Rorty VII 201
McDowellVsDavidson: wenn man so vorgeht (Erfahrung eliminiert), werden die alten philosophischen Fragen nach wie vor so aussehen, als ob sie etwas taugen sollten. Es wird ein Unbehagen übrig bleiben. Der Empirismus wird sich durch die Hintertür wieder hereinschleichen. Wir brauchen immer noch etwas, was uns aus der Weltgerichtetheit des empirischen Denkens klug werden lässt.
McDowell I 12
minimaler Empirismus/McDowell: These Denken, das auf Urteile gerichtet ist, ist insofern der Art und Weise, wie die Dinge sind (der Welt ) verantwortlich, als es richtig oder falsch ausgeführt sein kann - es geht um Rechtfertigung vor dem "Tribunal der Erfahrung".

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Ereignisse Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 108
Handlungen sind beschreibungsabhängig. - Ereignisse sind beschreibungsunabhängig.
Glüer II 86 ff
VsEreignisontologie: verschiedene Autoren: Ereignisse sind eigentlich überflüssig, weil adverbiale Modifikationen auch mit sparsamerer Ontologie realisiert werden können. Montague, Clark, Parsons: "Modifier-Theorie": keine Ereignisse, nicht beschränkt auf "restriktive" Adverbien, jedoch komplexerer logischer Apparat. Jaegwon Kim: Ereignisse nicht als individuierte Individuen, sondern mit Hilfe von Eigenschaften identifizieren.
Davidson fundiert seine gesamte Philosophie durch die Ontologie partikularer Ereignisse. Unterscheidung zwischen Ereignistoken und Beschreibung.
Nur dann ist klar, welchen Sinn es hat, von verschieden beschriebenen Ereignistokens zu sprechen, soweit diese Beschreibungen keine Intentionsadverbien enthalten.
Damit gibt es keine Subklasse der intentionalen Handlungen.
Doch hat Mary längst aufgehört zu schießen, wenn der Einbrecher stirbt. Aber das ändert nichts daran, dass es sich um Beschreibungen ein und desselben Ereignistokens handelt. Der Rest bleibt der Natur überlassen.
Bergsteiger-Bsp: (Der Bergsteiger zittert nervös) bloßes Ereignis, keine intentionale Handlung.
Ereignis/Davidson: alle Ereignisse lassen sich prinzipiell im Hinblick auf die Operationen der Naturgesetze verständlich machen.
II 97
Def Identität von Ereignissen/Davidson/Glüer: eine Identitätsaussage "a = b" für Ereignisse ist wahr gdw. a und b identische Ursachen und Folgen haben - Glüer: dann bildet der Kausalzusammenhang ein Koordinatensystem, in dem jedes Ereignis eindeutig bestimmt ist. QuineVsDavidson: Regreß: Ursachen und Folgen sind wieder Ereignisse, die wieder Platz im Netz haben.
Davidson: übernimmt Quines Kriterium für Gegenstände:
II 89
Def Identität für Objekte/Quine: gleiche Raumzeit-Koordinaten - Ereignis/Davidson/neu: zwei Ereignisse können zur selben Zeit am selben Ort stattfinden.
II 189
Problem: Bsp Muskelkater beim singenden Laufen - Lösung/Davidson: Sprache statt Koordinaten: wir müssen metaphysische ontologische Annahmen der Alltagssprache untersuchen - Lösung/Davidson: Beschreibung.
II 101
Beschreibung/Ereignis/Davidson: Bsp Mary schoss auf den Einbrecher, aber er stirb erst viel später - Identitätstheorie der Ereignisse: Problem: dieselbe Handlung - Lösung: das sind Beschreibungen desselben Ereignistokens - Mary muss, um zu töten, bloß abdrücken, den Rest macht die Natur.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Ereignisse Meixner
 
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I 167 f
Ereignis/Davidson/Meixner: aus dem wahren Satz "Hans lacht laut" folgt logisch "Hans lacht" aber nicht prädikatenlogisch. Wie kann man eine prädikatenlogische Folgerung erhalten? - Lösung: wir müssen annehmen, dass es Ereignisse als Entitäten gibt. ((s) für die Quantifikation): "Für mindestens ein aktuales Ereignis gilt. es ist laut und ein Lachen von Hans". (dito für die beiden Teil-Sachverhalt Lautheit und Lachen). > "adverbiale Analyse"? Ereignis/Ontologie/Meixner: hingegen ist nicht einmal entschieden, ob sie Objekte oder Funktionen sind.
Ereignis/LewisVsDavidson: als Eigenschaften sind sie Funktionen - DavidsonVsLewis: als Individuen sind sie Objekte.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
Erfahrung Evans
 
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Gareth Evans
McDowell I 73
Erfahrung/Evans: ist nichtbegrifflich, aber mit repräsentationalem Inhalt. McDowellVsEvans: Erfahrung ist begrifflich.
Def Erfahrung/Evans: als Erfahrung gilt ein Zustand eines Informationssystems nur, wenn er Input eines denkenden, Begriffe anwendenden und logisch folgernden Systems ist.
Bsp Tiere haben wohl Schmerzempfindung, aber keinen Begriff von Schmerz.
Schmerz/McDowell: ist unbegrifflich, innere Erfahrung.
Erfahrung/McDowell/Evans: bei uns beiden ist die Erfahrung im Kantischen Sinn begrenzt, durch die Verbindung zur Spontaneität (Begrifflichkeit).
Erfahrung/Evans: obwohl sie bei Evans nichtbegrifflich ist, (und daher nach Kant blind sein müsste) will er sie davor schützen, indem er einen "Inhalt" behauptet. D.h. dem Subjekt soll eine objektive Eigenschaft der Realität präsent sein. Nämlich als eine scheinbare Ansicht der Welt.
McDowellVsEvans: ohne Begriffe hat das gar keinen Sinn.
Evans: dagegen stellt er die Forderung: Wahrnehmungsobjekte müssen von einer "begleitenden Theorie" gestützt sein.
McDowell: das ist ja gerade die Spontaneität.
McDowell I 80/81 ff
Erfahrung/Evans: ihr Detailreichtum kann nicht mit Begriffen erfasst werden! Bsp viel mehr Farbschattierungen erfahrbar, als Begriffe zur Verfügung stehen. ((s) Es genügt der Begriff des Unterschieds, wenn Proben vorhanden sind.)
McDowell I 91
EvansVsDavidson: (anderes Horn des Dilemmas): Erfahrung ist wohl außerbegrifflich, aber dennoch rationaler Kontrolle durch die Außenwelt unterworfen.
Frank I 524f
Erfahrung/Evans: anders als Selbstzuschreibung: nicht eindeutig wahr/falsch.
I 526
Urteil: obwohl Urteile auf der Erfahrung (nicht-begrifflich) basieren, sind sie nicht über den Informationszustand - der "innere Zustand" wird nicht zum Gegenstand.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gesetzesartigkeit Fodor
 
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IV 86
Holismus/RI/Davidson/Fodor/Lepore: sein Argument für den Holismus beruht auf seiner Annahme, dass einzelne Sätze - Bsp "Kurt gehört zur deutschen Sprachgemeinschaft und Kurt hält für wahr: "Es regnet" am Samstag nachmittag und es regnet in der Umgebung von Kurt am Samstag nachmittag" gesetzesartig sind. Fodor/LeporeVsDavidson: die Verallgemeinerungen davon Bsp (x)(t)(wenn x zur deutschen Sprachgemeinschaft gehört, dann "(x hält "es regnet" für wahr zu t dann und nur dann, wenn es in der Umgebung von x zu t regnet)" - unterstützen keine kontrafaktischen Konditionale und sind daher nach Davidsons Definition von Gesetz nicht gesetzesartig. - Keine Unterstützung von kontrafaktischen Konditionalen: Bsp die Bedeutung von "es regnet" könnte sein: "Die Katze ist auf der Matte". - Dann folgt nicht, dass die Katze nicht auf der Matte ist, wenn es nicht regnet.
IV 87
Lösung: "...für eine Relation R und jeden Sprecher S..." - Dann ist die Aussage nomologisch - Aber das gilt noch nicht für die Radikale Interpretation. - Gesetzesartigkeit: mussten wir nur wegen der Konventionalität der Sprache annehmen - Problem: die Radikale Interpretation kann die Konventionalität per definitionem nicht herausfinden.
IV 89
Radikale Interpretation/RI/Fodor/Lepore: unser Bild der Radikalen Interpretation ist viel reicher als das von Davidson.
IV 90
Problem: der nomologische Ansatz ist nicht holistisch.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Glauben Fodor
 
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IV 114
Bedeutungsholismus/BH/Glauben/Lewis/Fodor/Lepore: wenn nach Lewis’ These Glauben den Primat vor der Zuschreibung des Intentionalen hat, dann muss Glauben selbst holistisch sein. - Wenn der BH folgen soll, müsste man z.B. folgendes annehmen: Def These vom Primat des Glaubens /Lewis: Die Bedingungen der intentionalen Zuschreibung beinhalten die Bedingungen für Glaubenszuschreibung. Daher, wenn das erstere holistisch ist, muss es auch das letztere sein. - Semantischer Holismus/Fodor/Lepore: wir gestehen zu, dass der semantische Holismus womöglich aus dieser These folgt. ((s) Der Glaubensholismus scheint für Fodoer/Lepore plausibel zu sein).
IV 117
Glaubensholismus führt nicht zum Inhaltsholismus, weil Inhalte widersprüchlich sein können.
IV 117
Glauben/Davidson: These: Zentralität des Glaubens: es gibt keine propositionalen Einstellungen ohne einige Glaubenseinstellungen. - FodorVsDavidson/LeporeVsDavidson: man kann soundso wünschen ohne soundso zu glauben. - Semantischer Holismus/SH: dieser ist stärker: nur semantisch bewertbare (wahre/falsche) Zustände können propositionale Einstellungen sein. Glauben/Hume/Fodor/Lepore: keine Verbindung zwischen Vorstellungsbildern (nicht w/f) und Semantik (w/f) - orthogonal: Glaubenseigenschaften: haben Kraft - Lebendigkeit/Repräsentation: ihre Eigenschaften sind letztlich geometrisch. - Also sind die Wahrheitsbedingungen von der kausalen Rolle völlig unabhängig. ((s) Geometrische Eigenschaften von Repräsentationen: > Peter Gärdenfors, The Geometry of Meaning, MIT Press 2014).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Handlungen Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 108
Handlung ist beschreibungsabhängig - Ereignisse sind beschreibungsunabhängig! Abendstern/Morgenstern - Einbrecher/Vater
Handlung: ist nicht definierbar in der Sprache der propositionalen Einstellungen (Einbrecher-Bsp). - Stattdessen: Primärgrund und richtige Verursachung.
Glüer II 109 f
Davidson kann gerade auf der Basis der Anomalismusthese für einen Monismus argumentieren: Monismus ergibt sich aus der Kombination zweier weiterer Prämissen aus der Handlungstheorie: (KI) Prinzip kausaler Interaktion. Zumindest einige mentale Ereignisse interagieren kausal mit physischen Ereignissen. (unbestreitbar)
(NK) Prinzip des nomologischen Charakters der Kausalität: Ereignisse, die in Ursache-Folge-Relation stehen, fallen unter strikte Gesetze.

Brandom I 724
Handlung/Davidson: ist ein Akt, wenn es eine Beschreibung gibt, unter der er intentional ist - Brandom: zweierlei intentionale Erklärung: a) was versucht wurde - b) was gelungen ist - I 726 Erfolg/Problem: Nicole tötete das Tier (Kuh statt Hirsch) vor sich erfolgreich - beschreibungsabhängig - I 727 sie glaubte von einer Kuh (de re), ein Hirsch zu sein - falsch de dicto: sie glaubte "die Kuh ist ein Hirsch" ("dass die Kuh..") - I 728 Referenz: sie hatte (ohne es zu realisieren) in Bezug auf die Kuh die Absicht, sie zu schießen. - Es geht um den Gehalt der Festlegung nicht um die Art der Festlegung. - Wie bei Überzeugungen.
I 957
Akkordeoneffekt/Erfolg/Davidson: Bsp auch wenn das Pulver nass war, gelang es, den Finger zu krümmen - so gibt es in jeder Handlung Erfolg - Bsp Bergsteiger: I 958 Lösung/Brandom: Berufung auf VURD (Verlässlich unterscheidende Reaktionsdispositionen): es braucht nichts zu geben, was ich beabsichtigte und was mir auch gelang - I 729 Bsp ich greife nach dem Brot und verschütte den Wein - I 957 Absicht: heißt nicht zu wollen, dass ein Satz wahr werde (de dicto) - Absichten entsprechen nicht den eingegangenen sondern den anerkannten Festlegungen - Davidson: Muskelkontraktion braucht nicht Teil der Absicht zu sein - Brandom: aber intentional kann ich meine Muskeln nur in dieser Weise kontrahieren, indem ich nach dem Brot greife - man kann den Gehalt der Absicht damit de re angeben - damit kann man den Erfolg oder Misserfolg festlegen.
Glüer II 92
Quine: seine Ontologie beinhaltet nur physikalische Objekte und Klassen. - Handlung ist kein Gegenstand. - DavidsonVsQuine: Handlung ist Ereignis und Referenzobjekt.
Glüer II 96
Handlung/Ereignis/adverbiale Analyse/Davidson/Glüer: Problem zwei Arten von Adverbien widersetzen sich: 1. Bsp "beinahe" getroffen: synkategorematisch, nicht eliminierbar - 2. Bsp "gut", "groß", "klein" kann evtl. weggelassen werden - MontagueVsDavidson: Ereignisse sind überflüssig, "Modifier-Theorie" - KimVsDavidson: wir müssen Ereignisse nicht als individuierte Individuen auffassen, sondern mit Eigenschaften identifizieren - ((s) also umgekehrt).
Glüer II 110
Handlung/Davidson: nicht definierbar in der Sprache der propositionalen Einstellungen (Einbrecher-Bsp) - statt dessen: Primärgrund und richtige Verursachung - ((s) Weil z.B. eine abweichende Kausalkette eine Absicht überlagert und unwirksam macht. - Bsp Bergsteiger) - ((s) Etwas wird noch nicht Handlung, weil es gewollt ist, richtige Verursachung muß hinzukommen.)

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Handlungen Dummett
 
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I 187
DummettVsDavidson: Handeln ist nicht spezifisch sprachlich. Daher ist durch die Handlungstheorie nicht viel gewonnen für die Bedeutung.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Holismus Dummett
 
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Rorty I 289
DummettVsDavidson: VsHolismus: man kann keine angemessene Sprachphilosophie ohne die beiden Kantischen Unterscheidungen (Gegebenheit/Interpretation und Notwendigkeit/Kontingenz) schreiben.
Dum III 84/85
HolismusVs Unterscheidung Sinn/Bezug, extremer Holismus: Grunddoktrin: die Bedeutung wechselt ständig - Theorie: für-wahr-Halten - neue Sätze ändern Sprachverhalten (Billigung und Ablehnung anderer Sätze) - später keine Identifikation der neuen Sätze mehr - extremer Holismus: Grunddoktrin: es gibt gar keinen Bedeutungsbegriff, der Begriff des Bedeutungswandels ist nutzlos. DummettVsHolismus: unsere Darstellung würde davon abhängen, wo wir zufällig anfangen - nach wie vor: Dispositionen erst nach für-wahr-Halten zu bestimmen - (erst Wahrheit, dann Bedeutung) - in jeder Theorie ändern neue Urteile die Dispositionen, aber deshalb sind Dispositionen nicht bedeutungsbestimmend! - Fehler zu denken, ein Satz habe keine eigene Bedeutung - Theorie: es geht um neue Urteile, nicht neue Bedeutungen.
III 85
extremer Holismus: meint, aus Menge für wahr gehaltener Sätze (ohne Wissen über die kausalen Umstände) könnten zukünftige Dispositionen abgeleitet werden. - Vs: nicht möglich.
III 125ff
Holismus/Täuschung/Dummett: hat kein Kriterium für spezifische Sprecherbedeutung im Einzelfall - nur Tendenz des für-wahr-Haltens - daher kein Begriff eines Irrtums -
III 130
Holismus hält Bedeutngstheorie überhaupt nicht für möglich - Dummett: vielleicht hat er recht.
III 150
Holismus/DummettVsHolismus: Problem: die Menge aller wahren Sätze darf dann keine indikatorabhängigen Merkmale enthalten - HolismusVs: Lösung: könnte stattdessen eine Menge der indikatorabhängigen Urteile vorschlagen. - DummettVsVs dann kennt kein Sprecher die Bedeutungstheorie.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Idiolekt Quine
 
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Willard V. O. Quine
Dummett I 139
Idiolekt/Quine: hat Vorrang vor dem Begriff der Gemeinschaftssprache. - Es ist nie sicher, dass die Bedeutungen die gleichen sind.
Dum I 139
Quine: Bedeutung und akzeptierte Theorie nicht auseinanderzuhalten. > Idiolekt (Two Dogmas) > Davidson: radikale Interpretation, Idiolekt aus bestimmter Zeit und Situation.
Dum I 141
DummettVsQuine, DummettVsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache vorrangig.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Indirekte Rede Foster
 
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EMD II 22
indirekte Rede/parataktische Analyse/Davidson: "Die Erde bewegt sich. Galilei sagte das" (macht "das" aus "daß" - FosterVsDavidson: taugt nicht für BT: ein Übersetzer müßte die Referenz auf seine eigene Äußerung schwenken - das liefert eine Übersetzungstheorie, aber keine BT
J. Foster
II Evans/McDowell (Hg) Truth and Meaning , Oxford 1977:
J.Foster Thruth and meaning theory

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Inhalt Lewis
 
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Schwarz I 161
Inhalt/DavidsonVsLewis: hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. - LewisVsDavidson: Inhalt ist eine Klasse möglicher Individuen, Bsp die den Wunsch erfüllt bekommen. Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.
Schwarz I 169
Mentaler Gehalt/Inhalt/Lewis: Klasse möglicher Situationen, in denen es regnet, nicht "Klasse der möglichen Welten in denen es regnet" - was für Welten sollten das sein? - Es müssten welche sein, in denen es hier und jetzt regnet. Mögliche Situationen sind zentrierte Welten, mit einem ausgezeichneten hier und jetzt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Intentionalität Searle
 
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John R. Searle
Dav II 112
SearleVsDavidson: schlägt vor zwischen zwei Arten von Intentionen zu unterscheiden: a) "prior intentions" und
b) "intentions in action" Intentionale Handlung nur, wenn das erste das zweite verursacht.

Dennett I 281 SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität".
Dennett II 67
Def abgeleitete Intentionalität/Searle: beschränkte Form, die manche unserer Kunstprodukte besitzen: Bsp Wörter, Sätze, Bücher, Landkarten, Bilder, Computerprogramme usw. Ihre Intentionalität ist nur eine Leihgabe unseres Geistes. Einkaufsliste, ob geschrieben oder auswendig. Ebenso geistige Bilder. Etwas Inneres, aber dennoch ein Kunstprodukt.
Searle I 67
Intentionalität biologisch, teleologisch: SearleVs: bei Verwechslungen wären Wörter wie "Pferd-oder Kuh" nötig. Intentionalität normativ: Wahrheit, Widerspruchsfreiheit, Rationalität intrinsisch - der darwinistischen Evolution dagegen nicht normativ.
I 178
Erfüllungsbedingungen: intentionale Zustände repräsentieren ihre Erfüllungsbedingungen nur unter gewissen Aspekten, die für den Betreffenden wichtig sind
I 266f
Intentionale Phänomene :Regelfolgen: echt kausale Phänomene - Funktionale Erklärungen: nur nackte physische Fakten, Kausalität hier nur durch interessengeleitete Beschreibung - Regeln keine Ursachen für Handlungen. Gegenstände der Intentionalität brauchen nicht zu existieren: (Hoffnung)
Glauben, Befürchten , Wünschen, Überzeugung keine Akte, man hat sie einfach.
II 208
Intentionalität/Erfüllungsbedingungen/Searle: der Geist verleiht der Hervorbringung von Klängen dadurch Intentionalität, dass er der Hervorbringung die Erfüllungsbedingungen des Geisteszustands verleiht - >Sprechakt. - Doppelte Ebene der Intentionalität: a) psychischer Zustand - b) Ebene der Absicht.
III 156
als ob-Intentionalität/Searle: erklärt nichts, wenn es keine echte Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft - SearleVsDennett: sie ist so leer wie seine "intentionale Einstellung".
Graeser I 124
Intentionalität/Sprechakte/Searle: Handlungsabsichten haben Erfüllungsbedingungen, die von ihnen repräsentiert werden und indem Handlungsabsichten ihre Erfüllungsbedingungen repräsentieren, sind sie ipso facto intentional - abgeleitete Intentionalität: physische Realisierungen von Sprechakten sind nicht intrinsisch intentionale wie die propositionalen Einstellungen selbst.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Interpretation Brandom
 
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I 954
Interpretation/Davidson: dieser unterscheidet nicht zwischen Interpretation innerhalb einer Sprache und zwischen Sprachen - BrandomVsDavidson: in seiner eigenen Sprache hört man keine Geräusche, sondern Bedeutungen.
I 893
Interpretation/Brandom: geht über Erklärung hinaus > Erklärung: wann ist sie angebracht? Wann immer es möglich ist.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Irrtümer Brandom
 
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I 424 ff
Objektivität begrifflicher Normen/Brandom: über sie können wir uns nicht nur alle einzeln (jeder) sondern auch alle gemeinsam irren. (Elektron, Masse im Universum).Irrtum über den richtigen Gebrauch.
I 102f
Irrtum: jeder Einzelne und alle zusammen können sich darin irren, ob ein begrifflicher Gehalt in einer bestimmten Situation passend ist.
I 269
Objektivität/Irrtum: es wird behauptet, dass soziale Praktiken hinreichen, Behauptungen objektiv repräsentationalen Gehalt zu verleihen! Das sind dann objektive Wahrheitsbedingungen. Sogar die gesamte Gemeinschaft kann mit einer diesbezüglichen Beurteilung falsch liegen. Universeller Irrtum nur bei Normen, nicht bei Begriffen möglich, s.o I 105.). (VsDavidson).
I 921
Irrtum/Brandom: dass Gemeinschaft als Ganzes nicht irren könnte, wurde Wittgenstein von Kripke und Wright in den Mund gelegt - wenn das stimmte, müsste Praxis sich nicht an Richtigkeit von Repräsentationen orientieren - BrandomVsKripke).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Kohärenztheorie McDowell
 
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I 172
Def "Ungezwungene Kohärenztheorie/McDowell: die These, dass die Ausübungen der Spontaneität keine äußeren Einschränkungen besitzen. Sie können auf rationale Weise von den Tatsachen kontrolliert werden, wenn sich die Tatsachen selbst in den Erfahrungen manifestieren. Das ist eine Kontrolle von außerhalb des Denkens, nicht von außerhalb des Denkbaren. DavidsonVs: Spontaneität keiner äußeren rationalen Bedingungen unterworfen.
McDowellVsDavidson: so ist seine Kohärenztheorie ohne Kontrolle.
I 49
McDowellVsKohärenztheorie: droht Gedanke und Realität zu trennen.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Meinen Austin
 
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III 39
Meinen/Austin: wir sollten wissen, was wir meinen - (Verantwortung). - (AustinVsDavidson).
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Meinen Schiffer
 
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Stephen Schiffer
Graeser I 129
Meinen/SchifferVsDavidson: wenn es weder eine satzorientierte noch eine nicht-satzorientierte Analyse des Meinens geben kann, dann fällt auch die Möglichkeit der Auffassung von urteilshaften Einstellungen als Beziehungen in sich zusammen. - Graeser: damit verlieren wir den Boden unter den Füßen.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Metaphysik Fodor
 
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IV 107
Metaphysisch: ist die Annahme: dass, wenn es eine Tatsache über den intentionalen Zustand gibt, dann ist es diese Tatsache die es macht, ob die Zuschreibung am besten auf die physikalischen Fakten passt.
IV 110
Metaphysisch/Fodor/Lepore: Bsp nicht metaphysisch: ist die Feststellung, dass eine passende Eigenschaft als definierend angenommen wird. - Bsp metaphysisch: die Annahme, dass Rationalität konstituierend für Intentionalität ist. - Bsp dass Erklärungskraft und Einfachheit konstitutiv für Nomologisches ist, ist transzendental. Bsp Davidsons Annahme: das Prinzip der Nachsicht soll in der epistemischen Situation des Interpreten begründet sein. - LewisVsDavidson: intentionale Zuschreibung muss nicht mit Bezug auf die epistemische Situation des Radikalen Interpreten verstanden werden. - Lewis stattdessen: das Prinzip der Nachsicht ist Teil unseres Begriffs der Person.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Nachsicht, Prinzip der Fodor
 
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IV 79
transzendental/Argument/Davidson/Fodor/Lepore: Davidsons transzendentales Argument für das Prinzip der Nachsicht hat diese Form: Wenn wir nicht annehmen, dass der Sprecher das meiste zu recht glaubt, dann ist Spracherwerb durch Radikale Interpretation (RI) unmöglich.
IV 80
Spracherwerb ist aber möglich - also muss angenommen werden, dass die meisten Überzeugungen des Sprechers wahr sind. Fodor/Lepore VsDavidson: es gibt keinen klaren Grund, die zweite Prämisse (dass Radikale Interpretation möglich ist) zu glauben - daher schlägt das transzendentale Argument fehl.
IV 95f
Prinzip der Nachsicht/Davidson/Fodor/Lepore: ist gar nicht notwendig - dass eine Interpretation, die mehr Sätze wahr macht, einer anderen Interpretation vorzuziehen ist, ist selbst nicht das Prinzip der Nachsicht - vielmehr ein methodisches Prinzip zur Bewertung von Theorien.
IV 99f
Holismus/Bedeutungsholismus/Fodor/Lepore: das Prinzip der Nachsicht "kauft mehr" als die Kompositionalität bei iterierten Glaubenskontexten - diese sind nämlich feinkörniger - "glaubt dass" ist opaker als "ist nomologisch koextensiv mit". - Dann erlaubt die Radikale Interpretation (RI) nicht, die meisten Glaubenseinstellungen des Sprechers als wahr anzunehmen. - Prinzip der Nachsicht: kann nicht die Hypothese ausscheiden, dass Sam glaubt, dass Schnee F ist - Radikale Interpretation/Fodor/Lepore: funktioniert nur in nicht-intentionalen Kontexten.
IV 109
Prinzip der Nachsicht/Lewis: gehört zu unserem Begriff der Person.
IV 160
Nachsicht/Fodor/Lepore VsDavidson: kann nicht von Allwissendem angewendet werden: er wird den Irrenden dann immer missinterpretieren, wenn er dessen Sätze als meist wahr (im Licht des Interpreten) annimmt - er darf also nicht dieselbe Methode anwenden. - (IV 159/160) - Lösung: der Allwissende muss meine falschen Überzeugungen als falsch in seinem Licht und die wahren als wahr in seinem Licht konstruieren - das kann er nur, wenn er auf das Prinzip der Nachsicht verzichtet.
IV 160
Nachsicht/Fodor/Lepore: kann nur zwischen zwei allwissenden Wesen angewendet werden. Es ist ein inkohärenter Begriff, einen Allwissenden Nachsicht üben zu lassen mit einem Irrenden.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Namen Dummett
 
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III 64
Namen/Davidson: wir können nur wissen, dass "Valencia" sich auf Valencia bezieht. - DummettVsDavidson: verwechselt Kenntnis des Bezugs mit Wissen-dass das Wort (überhaupt) einen Bezugsgegenstand hat. Namen/DummettVsDavidson: Subjekt muss den Sinn des Namens begreifen: nicht dass der Name bezeichnet, sondern was.
III 87f
Namen/Kripke: der Sinn des Namens ist nicht "derjenige, von dem allgemein angenommen wird, dass er Autor von Waverley ist". Dummett: Wissen-dass (Satz wahr ist): Kind hört "Poststreik in Mailand" - versteht aber nicht die Proposition - was ist nötig für Proposition? - sicher nicht Wissen über Ambrosius - Satz: Wissen-dass "jemand namens Gustav Freytag war Privatdozent in Breslau - Proposition, propositionales Wissen: genau derjenige, der Soll und Haben geschrieben hat, war Privatdozent in Breslau - (Kennzeichnung)
III 87 f
Namen/Dummett: Standarderklärung: Sprachgebrauch in Gemeinschaft - tatsächliche Taufe irrelevant, ebenso Sprecher, Gesprächsfetzen - anders: wenn nur Gesprächsfetzen, muss ich Sprechern nachspüren - Gödel: der Begriff des Von-Gödel-Wissens, dass er.. hat mehr Substanz als der Begriff des Wissens, dass "Gödel" der Name desjenigen ist, der... - Bsp Goliath: Verwechslung der Namen, nicht der Personen - Bsp Obadja (Verfasser, einzige Handlung ((s) Quasi "anonym"): hier ist Verwechslung der Personen, nicht der Namen möglich.
III 92
DummettVsKausaltheorie: nur eine Theorie über den Sinn von Namen, nicht eine, die den Sinn durch etwas anderes ersetzt - sie leistet keine Erklärung der Funktion von Namen im allgemeinen.
III 93
Bsp Orkane, Sternbilder usw.- es kann sich kaum herausstellen, dass wir sie falsch bezeichnen. - Die Kausaltheorie erklärt nicht die Mechanismen des Bezeichnens.
III 151
Dummett pro Kennzeichnungstheorie: verbale Erklärungen für unbekannte Namen helfen.
Wolf II 354
Bedeutung/Namen/DummettVsFrege: (Bsp Dr. Lauben) die Bedeutung kann nicht prinzipiell subjektiv sein, weil sie eine Sache dessen ist, was von der Sprache mitgeteilt wird - trotzdem zählt Dummett den "Sinn" (subjektive Kenntnis) mit zur Bedeutung.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Natur McDowell
 
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I 123 ff
Natur/Kant/McDowell: die Natur ist bei Kant gleich dem Reich der Naturgesetze. Er kennt nicht den Begriff der zweiten Natur, obwohl er sehr wohl den Begriff der Bildung kennt. Aber eben nicht als Hintergrund.
I 118
Zweite Natur/McDowell: These: es gibt Vorschriften der Natur, egal ob man für sie empfänglich ist oder nicht. Das ist die Folge richtiger Erziehung. "Naturalismus der zweiten Natur", "Naturalisierter Platonismus". Natur/Naturgesetze/McDowellVsNaturalismus: Vs "unverblümter Naturalismus": Der Raum der Natur ist nicht gleich dem Raum der Naturgesetze.
Die Kräfte gehören zum Teil in den Bereich der zweiten Natur.
Natur/McDowell: umfasst alles, was zum fundamentalsten Verstehen der Dinge gehört, also weder Bedeutung noch Werte. (VsAristoteles). Entzauberung der Natur ist Fortschritt.
Aber: das was entzaubert wurde, muss nicht mit der Natur identifiziert werden!

Rorty VI 212
McDowell/Rorty: die Natur übt vielleicht nicht bloß kausale, sondern auch rationale Kontrolle über das menschliche Forschen aus. Def Zweite Natur/McDowell: "Eine zweite Natur erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören". (Bsp Initiation, Eintritt in eine moralische Gemeinschaft, "Bildung"). Dass einem die Augen geöffnet werden, verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden. Und damit zu Urteilen fähig zu werden, die der Welt gegenüber verantwortlich sind.
Außerdem wird einem dadurch rationale Freiheit geschenkt.
McDowellVsBrandom/McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson/Rorty: all das wird unverständlich, wenn wir Sellars, Davidsons oder Brandoms Begriffe verwenden.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Natur Rorty
 
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Richard Rorty
VI 213
Def Zweite Natur/McDowell/Rorty: erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören - das verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden - damit wird man zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind. McDowellVsBrandoM./McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson: mit deren Begriffen wird das unverständlich - diese würden die Welt nicht als Gesprächspartner bezeichnen.
VI 215
McDowell: These: die Welt fordert uns auf zum Urteil.
VI 214
Welt/SellarsVsMcDowell/BrandomVsMcDowell/Rorty: die Welt ist kein "Gesprächspartner".
I 215
Sie fordert uns nicht bloß zum Urteil auf.
VI 434
Natur/Technokratie/technokratisch//Rorty: das Schöne an rein mechanischen Erklärungen ist aus atheistischer Sicht, dass sie außer unseren eigenen Zwecken nichts fordern.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Objektivität McDowell
 
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I 216
Objektivität/McDowellVsDavidson: Davidson spricht von "Triangulation" (wechselseitige Korrigierbarkeit). McDowell: Es ist zu spät, sich um die Konstitution des Begriffs der Objektivität zu kümmern, wenn die Subjekte bereits die Bühne betreten haben. Objektivität und Subjektivität gehen gemeinsam aus einer Einweihung in den Raum der Gründe hervor.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Parataktische Analyse Brandom
 
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I 743
Parataktische Analyse/Davidson: 1. konzentriert sich auf Tokenings, nicht auf Typen.
I 744
2. Ein Dargebotenes Satztokening soll in zu dem zugeschriebenen in Relation stehen.
I 745
3. Wesentliche Relation des "Gleichsagens" - Problem: die Substitution im Bereich des "dass" erhält nicht den Wahrheitswert der ganzen Zuschreibung. - Lösung: das Satztokening innerhalb gehört nicht zur eigentlichen Zuschreibung. - BrandomVsDavidson: die Relation zwischen den beiden Tokenings sollte eine Anapher sein und nicht demonstrativ. - Bsp Galilei sagte (etwas, das ihn damals in seinem Munde auf das festlegte, worauf mich eine behauptende Äußerung von folgendem jetzt in meinem Munde festlegen würde).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Parataktische Analyse Cresswell
 
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II 137
Parataktische Analyse/propositionale Einstellung/Davidson/Cresswell: hier gibt es gar keinen Einstellungssatz - wir brauchen statt dessen eine Semantik für Demonstrativa.
II 161
Parataktische Analyse/ArnaudVsDavidson/Cresswell: (Arnaud 1976): ein Satz wie Bsp "Was Galileo sagte, nämlich dass die Erde sich bewegt, ist wahr" involviert Referenz auf eine Sprache genauso wie Referenz auf Synonymie.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Parataktische Analyse Foster
 
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EMD II 22
indirekte Rede/parataktische Analyse/Davidson: "Die Erde bewegt sich. Galilei sagte das" (macht "das" aus "daß" - FosterVsDavidson: taugt nicht für Bedeutungstheorie (BT): ein Übersetzer müßte die Referenz auf seine eigene Äußerung schwenken - das liefert eine Übersetzungstheorie, aber keine BT.
II 22~
parataktische Analyse/Zitat/Davidson: "Die Erde dreht sich. Galilei sagte das" - FosterVsDavidson: Problem: Bsp Übersetzung eines Vortrags ins Französische "....a cit cela": "cela" bezieht sich nicht auf das, was der Vortragende sagte.
II 24
FosterVsDavidson: die Erfordernisse der Stärke und der Extensionalität sind inkompatibel ein Theorem (einer WT) hat nur Stärke, wenn seine Korrektheit davon abhängt, daß der englische Satz dieselben Wahrheitsbedingungen hat wie der strukturell bestimmte Satz - aber das Theorem wird nur dann extensional sein, wenn seine Wahrheit durch keine Ersetzung einer Übersetzung mit demselben Wahrheitswert verändert wird.
J. Foster
II Evans/McDowell (Hg) Truth and Meaning , Oxford 1977:
J.Foster Thruth and meaning theory

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Parataktische Analyse Loar
 
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EMD II 147ff
Parataktische Analyse/Davidson: 1. Vermeidet Probleme der logischen Form von Sätzen mit propositionalen Einstellungen - (rein bezeichnende Position, nicht rein). 2. Propositionale Einstellungen referieren nicht mehr auf intensionale Entitäten - "Erde bewegt sich" ist einfach beide Male ein bedeutungsvoller Ausdruck - keine Referenz auf Bedeutung.
LoarVsDavidson: das kann aber nur wahr sein, wenn es etwas Substanzielles dahinter gibt.
KripkeVsVs: Bsp Messen: bezieht ein Objekt auf ein anderes, den Standard, aber wenn es den nicht gäbe, hätte das Objekt dennoch eine Länge gehabt.
LoarVs: das geht aber nicht für die Bedeutungstheorie. - These: daher muss man für eine Bedeutungstheorie intensionale Entitäten einführen.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Parataktische Analyse Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 122ff
Parataktische Analyse/Davidson/Schiffer: wird sich nicht auf Glaubenssätze ausdehnen lassen - Relation besteht kraft der Bedeutung des Inhaltssatzes "Die Erde bewegt sich". - Pointe: damit auch auf Italienisch ausdehnbar.
I 127
Parataktische Analyse/Glaubensrelation/SchifferVsDavidson: die parataktische Analyse eignet sich nicht für Glauben: es kann keine Relation zu aktualen Äußerungen sein - dann auch kein richtige zwei-stellige Relation. - Inhaltsgleichheit/ Selbigkeit/Inhalt/SchifferVsDavidson: dieser hat gar keinen Begriff von Inhaltsgleichheit von Äußerungen - diese innerhalb der parataktischen Analyse nur zirkulär ausdrückbar. - ((s) Für Davidson kein Problem).
I 130
Parataktische Analyse/Davidson/Schiffer: Für Glauben: falsche Lösung: Äußerungs-Art - Problem: man muss sagen von welcher Sorte die Art ist! - falsche Lösung: "...vom selben Inhalt" - das wäre eine künstlicher Term - wir wissen noch nicht, welche Begriff von Inhalt hier intendiert ist. - DavidsonVs: die Rolle von "Inhalt" können wir hier nicht so trivialisieren (für eine Glaubenstheorie).
I 133
Parataktische Analyse/Davidson/propositionale Einstellung/Schiffer: Problem: a) Sam PE (= propositionale Einstellung) dass Flundern schnarchen
(hier muss man den Inhalt kennen, um die Behauptung und den Wahrheitswert zu bestimmen)
b) Sam PE das. Flundern schnarchen.
Hier kennt man die Äußerung, ohne den Inhalt der propositionalen Einstellungen kennen zu müssen. - Bsp Pierre: -La neige est blanche- Donald: Tarski sagte das - nach Davidson kann man wissen, was Donald behauptete, ohne den Inhalt von Pierres Äußerung zu kennen (ohne den Inhalt zu kennen!). - Lösung: man kann wissen, dass irgendeine Äußerung von Tarski denselben Inhalt hat wie ... - einzige Behauptung: ist nur die darüber, dass Sam etwas sagte! (oder eine PE hat). - SchifferVsDavidson: wenn seine Theorie richtig wäre, würde
(ii) Sam glaubt etwas, das wahr ist gdw. Flundern schnarchen. - nicht von
(i) Sam glaubt, dass Flundern schnarchen beinhaltet - Problem: "Äußerungs-Art, die denselben Inhalt hat wie das": sagt wieder nichts über den Inhalt - falsche Lösung: ein Merkmal F (inhaltsbestimmende Eigenschaften für propositionale Einstellungen), dieses müsste allen Leuten bekannt sein. - (Das sind alles Einwände Vsextensionale Theorie.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Parataktische Analyse Searle
 
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John R. Searle
II 238f
Parataktische Analyse/SearleVsDavidson;: Galilei und ich sind überhaupt nicht Gleichsager, ich sage nur, dass Galilei das gesagt hat. - Außerdem ist der Nebensatz des Originals (Galilei sagte, dass die Erde sich bewegt) intensional.
II 241
Searle: propositionaler Gehalt: wird im Zitat wiederholt - illokutionäre Rolle: über sie wird berichtet - (>Sprechakttheorie).

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Propositionales Wissen Dummett
 
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EMD II 69ff
Propositionales Wissen/Bedeutungstheorie/ BT/Dummett: auch Repräsentation einer praktischen Fähigkeit ist propositionales Wissen
Dum III 62f
Wissen/Dummett: dass der Mörder auf dem Dach ist, ist kein Wissen-wer - alles prädikative Wissen beruht auf propositionalem Wissen, weil alles theoretische Wissen propositional ist - Zuschreibung von Wissen erfasst nie die ganze Kenntnis des Subjekts - Unterschied: Kenntnis der Wahrheit eines Satzes/Kenntnis der entsprechenden Proposition ((s)Tatsache) - Bsp ""Die Erde bewegt sich" ist wahr", ist nicht das Wissen, dass die Erde sich dreht! - Grund: es gibt auch reines Übersetzungswissen: Erde bewegt sich = "la terra si muove".
III 68
Sprache/Beherrschung/propositionales Wissen/Dummett: normalerweise kaum Unterschied zwischen Kenntnis der P und Kenntnis der Wahrheit des Satzes - aber propositionales Wissen ist nicht hinreichend für Sprachbeherrschung - Propositionales Wissen nicht hinreichend für das Wortverständnis - Kenntnis einer einzigen Proposition nicht hinreichend für das Wortverständnis. - ((s) Das Wort muss in mehreren Kontexten vorkommen können - (s) Konverse zum Substitutionsprinzip.
III 106
Propositionales Wissen/Dummett: ist nötig zur Erklärung, worin die Kenntnis der Bedeutung besteht - Wissen dass ..."die Erde sich bewegt".
III 109
Aber die Proposition selbst kann in der Erklärung des Verständnisses keine Rolle spielen (zirkulär)
III 108
Verstehen/Bedeutung/propositionales Wissen: Bsp Kripke: "Pferde heißen Pferde": wer den Gebrauch von "heißen" kennt, muss wissen, dass der Satz wahr ist, auch wenn er nicht weiß, was Pferde sind - allerdings weiß er dann nicht welche Wahrheit dadurch ausgedrückt wird. - Er weiß nicht die Proposition, er hat kein propositionales Wissen - Verstehen: nicht nur Wissen, dass ein Satz wahr ist, sondern Kenntnis der Proposition - (aber nicht zum Wissen der Wahrheit nötig).
III 111
Bedeutungstheorie/Dummett: ihr ganzer Witz ist, die richtige Ableitung des Bewusstseins von einer Wahrheit zu zeigen - III 112 Davidson: aus dem Erfassen der Axiome.
III 112
Sonderfall: ""Homer" bezeichnet Homer": hier muss man wissen, dass "Homer" etwas bezeichnet.
III 113
DummettVs: nicht, um die Bedeutung von "Homer" in unserer Sprache zu kennen.
III 117
Propositionales Wissen/DummettVsDavidson: 1. wer nicht weiß, das "die Erde" bedeutet, lernt aus dem Postulat "d.E. bezeichnet d.E:" etwas: dass "die Erde" ein sing Term ist - aber für die Bedeutung reicht der Hinweis, dass das ein Axiom des Deutschen ist, nicht aus - man braucht Kenntnis der Proposition.
III 133
Propositionales Wissen/Dummett: logische Form:"X weiß, dass b F ist" bzw. "X weiß, dass die Gs F sind" - hier steht das Subjekt des Dass-Satzes innerhalb des opaken Kontexts des Dass-Satzes selbst.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Propositionen Loar
 
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EMD II 140
Proposition/Davidson: (Bedeutungen als Entitäten) sind nicht unabhängig von Kennzeichnungen: "Die Bedeutung von "Theaetetus fliegt"". - Problem: Relationen zwischen solchen Kennzeichnungen kann man nicht so spezifizieren, dass man die Kompositionalität zeigen kann. - LoarVsDavidson: stattdessen: Semantik möglicher Welten.
II 147
Proposition/Loar: Problem: wenn die Form der Wörter irrelevant ist, wird die Referenz zweifelhaft - das passiert, wenn propositionale Einstellungen eine Relation zwischen Sprecher, Satz und einer intensionalen Entität gemacht werden - Lösung/Frege: "dass S" bezeichnet die Bedeutung von "S" als Entität, aber nicht S als "eine bestimmte Bedeutung habend". - Noch bessere Lösung: parataktische Analyse/Davidson.
Schiffer I 25f
Loar/Schiffer: stellt eine Theorie auf, in der es ein Paar von Funktionen von Propositionen auf interne Zustände gibt, bei denen die eine vom Inhalt der Theorie bestimmt wird. - Propositionen sind dann externe Indizes der funktionalen Rollen, die man physikalischen Zuständen zuschreiben möchte. - So blieben die Propositionen dem System äußerlich. - Analogie: Physikalische Eigenschaften/Stalnaker: Bsp eine bestimmte Höhe oder Gewicht haben. - Das kann als Relation zwischen einem Ding und einer Zahl angesehen werden, weil sie zu einer Familie von Eigenschaften gehören, die eine gemeinsame Struktur mit den reellen Zahlen haben. - So kann man auch Propositionen herausgreifen: als Relation zwischen Person und Proposition. - Die Theorie hat dann eine Form, wo die quantifizierten Variablen (die "φ-s") über Funktionen gehen, die Propositionen auf physikalische Z-Typen abbilden. - Wenn die Theorie dann wahr ist, haben diese Z-Typen dann die funktionalen Rollen, die die Theorie bestimmt. - (Das alles gilt nur bei angenommener Relationstheorie, d.h. einer Relation zu angenommenen Glaubensobjekten).
Schiffer I 45
Glauben/Loar/Schiffer: begann mit Propositionen - diese wurden später überflüssig. - SchifferVsLoar: die Theorie ist nicht völlig allgemein - nur für normale Erwachsene - nicht immun gegen Zwillingserden-Fälle und Arthritis-Beispiele ((s) >Externalismus, >Arthritis/Shmartritis).

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Propositionen Schiffer
 
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Stephen Schiffer
Graeser I 129
Proposition/Schiffer//SchifferVsProposition: sind keine sprachunabhängigen Inhalte von entsprechenden Einstellungen: sie könnten diese Funktion gar nicht wahrnehmen. SchifferVsRepräsentation: die fraglichen Inhalte von Sätzen können auch keine Repräsentationen sein, z.B. in einer Sprache des Denkens. Überzeugung/Schiffer: Vs Überzeugung als Relation.
Meinen/SchifferVsDavidson: wenn es weder eine satzorientierte noch eine nicht-satzorientierte Analyse des Meinens geben kann, dann fällt auch die Möglichkeit der Auffassung von urteilshaften Einstellungen als Beziehungen in sich zusammen. - Graeser: damit verlieren wir den Boden unter den Füßen.
Schiffer I ~ XVII
SchifferVsProposition/spät: mussten Bsp Hundheit enthalten - IBS: (intentions-gestützte Semantik/Grice) verlangt aber, dass Propositionen neuronale Sätze sind - Problem: keine Wahrheitsbedingungen in Mentalesisch.
I 14
Proposition: haben ihre Wahrheitswerte (WW) wesentlich! - ((s) Weil sie nicht öffentlich sind, werden die Wahrheitswerte nicht in der Kommunikation zugeschrieben). - ((s) Aber sie sind auch nicht in Mentalesisch) - Sätze/Äußerungen: haben ihre Wahrheitswert kontingent. - (In öffentlicher Sprache oder in Mentalesisch) - Proposition: Inhalt selbst, nicht Repräsentation sondern wird repräsentiert.
I 49f
Proposition/Glaubensobjekt/Relationstheorie/SchifferVsProposition: verlangt immer Natürliche-Art-Begriffe - auch Substitution ist mit keiner propositionalen Theorie vereinbar - propositionale Theorie Sagt, das "p" eine echte Objektvariable ist - 2. Dass Propositionen ihre Werte sind - Proposition: abstrakt, nicht in Raum und Zeit - dennoch reale konkrete Komponenten - Bsp Kapitol in "Das Kapitol ist in NY" - aber nur, wenn feinkörnig (als Komplex aus Individuen und Eigenschaften) - sie sind objektiv und geist-unabhängig im Gegensatz zu Schmerzen und mentale Repräsentationen. "Gedanke"/Frege: = Proposition - auch die Komponenten und Eigenschaften von Propositionen sind abstrakt und sprachunabhängig: Bsp die Weiße des Schnees. - Problem: VsProposition: ontologische Verpflichtung auf Platonismus.
I 51
SchifferVsProposition: sind überflüssig wie z.B. Tatsachen und Eigenschaften - Bsp Michele hat die Eigenschaft, lustig zu sein (bzw. Tatsache, dass lustig...) - Verdoppelung - feinkörnig: Komplexe, die Individuen als Komponenten und Eigenschaften als Struktur enthalten. - Bsp Situations-Semantik/Barwise/Perry, Lewis 1970a - (grobkörnig: Mengen von möglichen Welten). - Problem: aus Kompositionalität für Referenz folgt, dass die Proposition "Schnee ist weiß" notwendig wahr ist, wenn Schnee weiß ist - anders: als Mengen von möglichen Welten enthalten Propositionen ihre Referenten nicht als Komponenten.
I 52
Proposition: anders: wenn = Funktionen von möglichen Welten auf Wahrheitswerte, dann Referenten nicht als Komponenten - dann vielleicht partielle Funktionen, die eine möglichen Welten auf das Wahre abbildet, gdw. Schnee weiß ist. - Problem. unstrukturierte Propositionen (Funktionen) führen dazu, dass notwendig äquivalente Propositionen identisch sind - dann folgt das Problem der logischen Allwissenheit - Lösung: strukturierte (feinkörnige) Entitäten: enthalten Objekte, Eigenschaften, Operatoren, die sie bestimmen.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Proximale Theorie Quine
 
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Willard V. O. Quine
VI 59
Proximal/distal/QuineVsDavidson: "Gemeinsame Situationen" sind mir zu vage.
VI 62
Auch Reizbedeutungen sind privat. - Reizsynonymie: zwei Beobachtungssätze sind reizsynonym, wenn ihre Reizbedeutungen für einen Sprecher übereinstimmen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Radikale Interpretation Dummett
 
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EMD II 130
Radikale Interpretation/RI/DummettVsDavidson: umgekehrt: abwärts von der Theorie der Referenz, des Sinns. - Konkrete Äußerungen sind in gegebenen Umständen nie vorhersagbar, nur allgemeine Prinzipien, die Urteile beherrschen.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Radikale Interpretation Fodor
 
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IV 70
Radikale Interpretation/RI/Davidson/Fodor/Lepore: 1. Empirische Belege spezifizieren - 2. Da verschiedene Weisen der Auswahl von Belege zu verschiedenen Wahrheitstheorien (WT) führen, muss die Auswahl durch die RI-Theorie gerechtfertigt werden. - Problem: der Wahrheitstheorie kann nicht unabhängig von der Bedeutungstheorie (BT) Korrektheit zugeschrieben werden.
VI 72
Belege/Quine: alles, was der Radikalen Interpretation zugänglich ist - (Sprachlernen/Spracherwerb des Kindes, Reize).
IV 77
Ähnlichkeitsraum/Quine/Fodor/Lepore: steht dem radikalen Interpreten nicht zur Verfügung - (da eine abweichende Kultur angenommen werden muss, anders als beim Sprachlernen).
IV 86
Holismus/Radikale Interpretation/Davidson/Fodor/Lepore: sein Argument für den Holismus beruht auf seiner Annahme, dass einzelne Sätze gesetzesaartig (Gesetze) sind: Bsp "Kurt gehört zur deutschen Sprachgemeinschaft und Kurt hält für wahr: Es regnet am Samstag nachmittag und es regnet in der Umgebung von Kurt am Samstag nachmittag". FodorVsDavidson/LeporeVsDavidson: die Verallgemeinerungen davon Bsp (x)(t)(wenn x zur deutschen Sprachgemeinschaft gehört, dann "(x hält "es regnet" für wahr zu t dann und nur dann, wenn es in der Umgebung von x zu t regnet)" unterstützen keine kontrafaktischen Konditionale (KoKo) und sind daher nach Davidsons Definition von Gesetz nicht gesetzesartig. - Sie liefern keine Unterstützung von kontrafaktischen Konditionalen. Bsp die Bedeutung von "Es regnet" könnte sein: "Die Katze ist auf der Matte". - Dann folgt nicht, dass die Katze nicht auf der Matte ist, wenn es nicht regnet.
IV 87
Lösung: "...für eine Relation R und jeden Sprecher S..." ist nomologisch - aber noch nicht geeignet für die Radikale Interpretation. - Gesetzesartigkeit: mussten wir nur wegen der Konventionalität der Sprache annehmen. - Problem: die Radikale Interpretation kann die Konventionalität per definitionem nicht herausfinden.
IV 89
Radikale Interpretation/Fodor/Lepore: unser Bild der Radikale Interpretation ist viel reicher als das von Davidson. IV 90 Problem: der nomologische Ansatz ist nicht holistisch.
IV 88
Konventionalität/Sprache/Radikale Interpretation/Fodor/Lepore: per definitionem ist die Konventionalität nichts, was der radikale Interpret herausfinden kann! - Bsp Nichtdeutsche sagen nicht "Hund" wenn sie Hund meinen.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Radikale Interpretation Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 204
Radikale Interpretation/Schiffer: in ihr suchen wir explizit propositionales Wissen: Davidsonianer: aber keine Übersetzung: diese ohne Verstehen einer Sprache möglich. ((s) Mechanisches Paaren von Sätzen.) Davidson. wir müssen erst eine Bedeutungstheorie der eigenen Sprache haben - darum geht es!
SchifferVsDavidson.: für die Radikale Interpretation ist eine Übersetzungstheorie möglich. - Wir brauchen keine Bedeutungstheorie für die Eingeborenensprache, weil wir keine kompositionale Semantik brauchen - Lösung: psychologisches Modell.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Regeln Wright
 
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I 260f
Regeln existieren eben nur innerhalb einer Praxis, die dadurch aufrechterhalten wird, daß die Beteiligten sich einig sind. Regeln/Wittgenstein/Wright: was immer Wittgensteins Dialektik genau erreicht, sie erzwing in jedem Fall irgendeine Art von Einschränkung für eine realistische Vorstellung von Regeln und Bedeutung.
Und daher auch für Wahrheit, da Wahrheit eine Funktion der Bedeutung ist.
Regelfolgen/Wright: zeigt, daß Urteile über Bedeutungen und das, was diesen bedingt entspricht, Kognitiver Nötigung entzogen sind. Und dann muß das gleiche auch für Behauptungen über die Wahrheit von Sätzen gelten.
Diese intuitive Argumentation ist folglich kein trivialer Solipsismus und das Gespenst eines globalen Minimalismus (Boghossian) ist immer noch unter uns.
I 288
Regelfolgen/Wright: in den drei anderen Diskursbereichen (ohne Evidenztranszendenz wie bei der Mathematik) scheint es jedoch so, daß sie durch Überlegungen zum Regelfolgen vorbelastet sind. Diese Überlegungen können
1. die Formulierung selbst verhindern, und verhindern, daß das Problem überhaupt lösbar dargestellt wird
2. irrige Annahmen aufdecken, die von den Gegenspielern gemeinsam vertreten werden,
3. Das Ergebnis von vornherein zugunsten des Minimalismus beeinflussen.
4, Schwierigkeit: wie können wir die vom Realismus gewünschte Objektivität erreichen, wenn unsere Reaktion auf ein Problem sich nie wird freimachen können von einer Abhängigkeit von Fähigkeiten und Neigungen zu spontaner Reaktion deren eigener Status mit Bezug auf Objektivität in Zweifel gezogen wird.

Rort VI 55 ff
WrightVsDavidson: Kognitives Gebot, Sprache, Bedeutung, Wahrheit und Erkenntnis würden zusammenbrechen, wenn es in Bezug auf das, was wir "Addition" nennen, keinen Tatbestand gibt.
EMD II 225
Regeln/Wright: nicht in derselben Sprache - Ausnahme: als Ausdruck dafür, was jemand versteht, wenn er "rot" versteht: in derselben Sprache formulierbar - Schach: nicht von innen heraus/(s) sonst durch Beobachtung lernbar - dann nie sicher, ob das alle Regeln sind, bzw. ob nicht in Wirklichkeit ganz andere Regeln - herrschende Sicht/hS/Wright: daß Regeln von innen heraus erkannt werden können: WrightVs: würde verlangen, daß Sprachgebrauch als Anwendung von regeln erklärt werden könnte - schließt dann aus, ihn gleichzeitig als Spiel zu sehen (wie eigentlich gewünscht)
EMD II 226
Regeln/Vagheit/Wright: Problem, wenn Anwendung von Prädikaten von Regeln geleitet sein soll: dann im Fall von Vagheit gleichzeitige Anwendung und Nichtanwendung bei Überlappen vorgeschrieben

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Repräsentation Brandom
 
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I 155f
Kant-Hegel-Repräsentation: Erfahrung: folgernde Tätigkeit - Repräsentation > de re-Zuschreibung
I 900
Repräsentationale Gehalte/Brandom: sind durch und durch sprachlich, aber nicht rein sprachlich! Die repräsentationale Dimension propositionaler Gehalte wird anhand des sozialperspektivischen Charakters der Kontoführung explizit.

Rorty VI 179 ff
Repräsentation/Brandom/Rorty: Brandom möchte sie gegen Davidson retten, der sie mit dem Bade ausgeschüttet hat. Die repräsentationalistische semantische Theorie enthält eine unbestreitbare Einsicht: was auch immer propositional gehaltvoll ist, hat notwendigerweise eine solche repräsentationale Seite; nicht, was diesen Aspekt nicht hätte, wäre als Ausdruck einer Proposition erkennbar. BrandomVsDavidson. Rorty: Damit meint er nicht, Wahrheit sei eine Eigenschaft, es geht in Wirklichkeit schon um Billigung, nicht um Beschreibung (Metaphysik).

Brandom I 127
Repräsentation/Brandom: problematisch: kein Raum für Begriff des Irrtums: R. verlangen Richtigkeit - Aussagen Wahrheit - Repräsentation nicht ohne Praxis: rote Punkte, blaue Linien der Landkarte - VsDescartes: erklärt nicht, was es heißt, R zu verstehen, nämlich zu verstehen, wie wir für sie verantwortlich sind.
I 126
Repräsentation ist nicht Ausdruck.
I 130
VsDescartes: ihm geht es um die Richtigkeit der Repräsentation vor dem Verstehen.
I 145
BrandomVsRepräsentation: es ist unklar, wie man daraus zum Begriff des Verfügens über propositionalen Gehalt gelangen soll.
I 923
Repräsentation/SearleVsDavidson: Gehalt muss intrinsisch und vor Analyse verständlich sein - aber Repräsentation von Zeichen, Lauten usw. ist nicht intrinsisch, diese sind bloße Gegenstände der Natur. - Abgeleitete Intentionalität stammt von ursprünglicher Intentionalität des Geistes.
I 404f
Repräsentation/Brandom: aus Descartes dualistischem Weltbild von Repräsentation und Repräsentiertem - Vier Aspekte: 1. Repräsentationen brauchen außer "wahr" noch "bezieht sich auf" und "bezeichnet". - 2. Unterscheidung von intensionalen und extensionalen Kontexten - 3. Das "von" in de re-Kontexten: etwas gilt von Kant aber nicht von Hegel - 4.Sie brauchen Richtigkeit des Urteilens und Folgerns.
I 412~
BrandomVsRepräsentation: statt essen expressive Rolle.
I 482
Repräsentation/Brandom: eine Minderheit der Autoren (Davidson): zwischen propositional gehaltvollen intentionalen Zuständen und Tatsachen. - Mehrheit: aus dem pragmatischen Vorrang des Propositionalen folgt kein semantischer Vorrang - Repräsentation ist zunächst Repräsentation von Dingen, Relationen und Eigenschaften - Brandom: wenn das richtig ist, kann Zuweisung von Absicht und Erfolg nicht auf der Ebene des propositionalen Gehalts erläutert werden.
I 719
Repräsentation/Brandom: McCarthy-Bsp: propositionaler Gehalt als Wahrheitsbedingungen ist abhängig von den Tatsachen bezüglich der Gegenstände, die sie repräsentieren - Repräsentation in diesem Sinn ist grundlegend für Intentionalität. ((s) McCarthy-Bsp: McCarthy glaubt, dass der erste Satz des Kommunistischen Manifests wahr ist...("Ein Gespenst geht um in Europa...").)
I 719f
Repräsentation/Brandom: a) vorbegrifflich: setzt kein Erfassen der spezifischen Gehalte voraus - Bsp sich an einer Karte orientieren. Das ist auch nichtsprachlich möglich. Bsp Eine Wolke als Zeichen für Regen deuten - b) Im Rahmen einer diskursiven Praxis: Bsp aus Symbolen folgern, dass sich zwischen zwei Städten ein Fluss befindet.
I 722
Behauptungen und Überzeugungen, die propositional gehaltvoll sind, sind notwendigerweise repräsentational gehaltvoll, weil ihre inferentielle Gliederung wesentlich eine soziale ist.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Putnam
 
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Rorty VI 63
PutnamVsRepräsentation/Rorty: Teile dessen, was wir "Sprache" oder "Geist" nennen, dringen so tief in die sogenannte "Wirklichkeit" ein, dass "Abbildungen" von etwas "Sprachunabhängigem" scheitern müssen.
Putnam III 38
Repräsentation/PutnamVsDavidson: daß das Wort Katze sich auf Katzen bezieht liegt nicht einfach am kausalen Zusammenhang - das Wort steht in vielen Kausalzusammenhängen - bloß: ich würde das Wort nicht gebrauchen, wenn es keine Katzen gäbe - statt R. könnte man grundlegender annehmen: evolutionäre Rolle.
V 17/18
Repräsentation/Referenz/Putnam: geistige Bilder entstehen so wenig wie normale Bilder in einem notwendigen Zusammenhang mit dem Repräsentierten - (sonst wäre kein Irrtum möglich). - Bsp Marsbewohner (die keine Bäume kennen) bekommen ein Baumbild zugespielt - die inneren Vorstellungsbilder sind dann keine Repräsentationen. - Wer unbekannte Wörter hersagt, bei dem beziehen sie sich auf nichts. - Gedachtes hat keine intrinsische Verbindung zu etwas außerhalb - wohl aber mögliche.
I 209ff
Repräsentation/Putnam: ist keine magische Verbindung zwischen phänomenologischem Charakter und denotierten Gegenständen - keine intrinsische Verbindung. - Problem: Gehirne im Tank: ohne intrinsische Verbindung könnte man sagen, dass das Wort "Tank" bei Tankbewohnern, die auf die Idee kommen "Wir sind im Tank!" auf phänomenologische Erscheinungen von Tanks referiert und nicht auf wirkliche Tanks - (und ebenso im Fall von "Gehirn" und "in"). - Problem: wenn ein wirklicher Tank zerbräche, könnte die Leute ihr Wort "Tank" nicht verwenden - aber das wäre eine Verbindung zwischen einem Tank und jedem Wort das sie gebrauchen und keine unterscheidende Verbindung zwischen wirklichen Tanks und dem Gebrauch des Worts Tank. - Putnam: die Wahrheitsbedingungen der Tankbewohner wären so etwas wie dass sie im Tank im Bild sind - und gerade das ist falsch, wenn sie es denken - (obwohl sie im Tank sind). - ((s) Weil sie den Gebrauch nicht in ihrer Umwelt gelernt haben.)

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Rorty
 
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Richard Rorty
I 162
Repräsentation/Rorty: benötigt Urteilsvermögen - anders als Eindrücke (Sinneseindrücke) - SellarsVsLocke: wirft beides zusammen.
I 278ff
Repräsentation: Der Begriff der Darstellung, wie ihn die Psychologen verwenden, ist mehrdeutig: Repräsentation umfasst Bilder und Propositionen sowie Meinungen. Nur die letzteren dienen als Prämissen. Bilder dagegen sind unvermittelt. Der britische Empirismus warf beide zusammen. RortyVsRepräsentation: die These von dem System innerer Darstellungen ist nicht bloß eine Verwechslung von Bildern und Propositionen, sondern eine allgemeine Verwechslung von Kausalvorgängen und Schlüssen! Sie findet aber in den Köpfen der Philosophen statt, nicht bei den Psychologen.
II 76
Anti- Repräsentationalismus: mit Nietzsche und Dewey - später Wittgenstein, Sellars, Davidson: neue Perspektive auf Sprache und Wirklichkeit.
II 112
PragmatismusVsRepräsentationalismus/Rorty: es gibt keine feststehende, fertige Wahrheit, die zu repräsentieren wäre. PragmatismusVsKorrespondenztheorie: es gibt keine privilegierte Sprache der Darstellung.
VI 45
Repräsentation/Realismus/Rorty: Repräsentation involviert Realismus.
VI 51
Repräsentation/Wittgenstein/Rorty: der "relevante Gegenstandsbereich" ist nie im relevanten Sinne "da".
V I 49
Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein. Man muss sich nur vorher darauf einigen.
VI 54
Repräsentation/McDowells Wittgenstein/Rorty: die unabsehbare Vielfalt der Regeln macht es unmöglich, unter dem Gesichtspunkt der Repräsentationalität oder Nichtrepräsentationalität eine interessante Grenze zwischen den Diskursen zu ziehen. ((s) Erkenntnis, Moral, das Komische usw.) - RortyVsKripke: Kripkes Wittgenstein beantwortet das mit einer petitio principii.
VI 63
Repräsentation/PutnamVsRepräsentation/Rorty: Sprache dringt zu tief in die Welt ein -
VI 71 ~
Putnam: verwendet nach wie vor den Begriff Repräsentation. RortyVs. Repräsentation/Rorty: wir sollten unser Verhältnis zum übrigen Universum nicht in repräsentationalistischer sondern in rein kausaler Terminologie begreifen. (PutnamVs).
DavidsonVsRepräsentation: Sprache und Forschung lassen sich durch aussschließliche Bezugnahme auf kausale Interaktionen mit der Welt erklären. Repräsentation überflüssig. (McDowellVsDavidson: Verantwortlichkeit gegenüber der Welt).
VI 107f
Repräsentation/Bild/Rorty: ebenso mehrdeutig: ein tüchtiger Historiker gibt die Fakten natürlich so wieder, wie sie nun einmal sind! Es gibt also einen Begriff von Repräsentation, mit dem man tüchtige von weniger tüchtigen Historikern unterscheiden kann. Doch wenn Philosophen sich über Genauigkeit einer Darstellung streiten, geht es ihnen nicht um Aufrichtigkeit oder Sorgfalt. Es geht vielmehr um die Frage: können wir Stücke der Welt und Stücke von Überzeugungen oder Sätzen derart paarweise anordnen, dass wir imstande sind, anzugeben, daß die Beziehungen zwischen den letzteren den Beziehungen zwischen den ersteren entsprechen?
VI 125 f
RortyVsRepräsentation: auch wenn man gegen Repräsentationalismus ist, bedeutet das nicht, zu bestreiten, daß die meisten Dinge im Universum in kausaler Hinsicht von uns unabhängig sind. Sie sind bloß nicht in repräsentationaler Weise von uns unabhängig!
VI 130
Repräsentation/Sprache/RortyVsSellars: Sprache repräsentiert nichts.
VI 139
Repräsentation/Wissen/Rorty: erkenntnistheoretische Deutung: Wissen als Bild vom Gegenstand: Trennung. - Dagegen Umgang mit dem Gegenstand: keine Trennung zwischen Gegenstand und Umgang.
VI 140
Sprache/Repräsentation/Rorty: These Sprache und Wissen haben nichts mit Abbilden zu tun, sondern eher mit zurechtkommen. - (Taylor: Umgang) - Umgang primärer als Repräsentation. - Rorty: kein Bruch zwischen sprachlichem und nichtsprachlichem Umgang.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Schiffer
 
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Stephen Schiffer
Graeser I 129
SchifferVsRepräsentation: die fraglichen Inhalte von Sätzen können auch keine Repräsentationen sein, z.B. in einer "Sprache des Denkens" - Überzeugung/Schiffer: Vs Überzeugung als Relation - Meinen/SchifferVsDavidson: wenn es weder eine satzorientierte noch eine nicht-satzorientierte Analyse des Meinens geben kann, dann fällt auch die Möglichkeit der Auffassung von urteilshaften Einstellungen als Beziehungen in sich zusammen - Graeser: damit verlieren wir den Boden unter den Füßen.
Schiffer I 15
Repräsentationen/Schiffer: realisieren mentale Zustände -"mentale Repräsentationen sind in Mentalesisch
I 275
Wahrheitswert/Repräsentation: Grenzfall: propositionale Einstellungen als Relation zu neuronalen Formeln: dann ist Glauben eine Relation zu anderen Überzeugungen. - Als repräsentationale Zustände haben sie dann Wahrheitswerte, egal ob sie eine Satzstruktur haben!

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Repräsentation Searle
 
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John R. Searle
Brandom I 923
SearleVsDavidson /Repräsentation: Gehalt muss intrinsisch sein. Inhalt von Überzeugungen und Absichten muss verständlich sein, bevor die Analyse des Gebrauchs erfolgt. Nach diesem Modell kann der Gehalt nicht durch den Gebrauch übertragen werden. Searle/Zeichen:Geräusche, die aus dem Mund kommen, Schriftzeichen auf dem Papier, sind bloße Gegenstände in der Welt. ihr Repräsentationsvermögen ist nicht intrinsisch, sondern von der Intentionalität des Geistes hergeleitet.
Die Intentionalität des Geistes wiederum ist von keiner vorgängigen Intentionalität hergeleitet, sie ist eine intrinsische Eigenschaft dieser Zustände selbst.
Jemand benutzt einen Satz, um eine Vorstellung zu vermitteln. In diesem Sinne benutzt er seine Vorstellungen und Überzeugungen und Wünsche allerdings nicht: er hat sie einfach!
Überzeugung: ist eine Repräsentation: sie besteht aus einem intentionalen Gehalt und einem psychischen Modus. Es ist falsch, dass es eine Person geben muss, die irgendeine Entität als Repräsentation benutzen muss, damit es überhaupt eine Repräsentation gibt. Das gilt für Sätze, Zeichen und Bilder, (d.h. für abgeleitete Intentionalität) aber nicht für intentionale Zustände.
Repräsentation braucht Hintergrund von nichtrepräsentationalen Fähigkeiten - Kompositionalitätsprinzip ohne Hintergrund nicht hinreichend.

Searle I 271
Muster: spielt in funktionaler Hinsicht eine kausale Rolle, verbürgt aber keine unbewusste Repräsentation (Intentionalität)
II 28 f
Repräsentation: Sprechakten und intentionalen Zuständen gemeinsam - keine Bilder, sondern propositionale Gehalte! - Schlüssel zum Verständnis: Erfüllungsbedingungen - aus Repräsentation folgt keine Ontologie -Wiedererkennen braucht keine Rep zu enthalten!
III 185
Repräsentation: jede Repräsentation ist an gewisse Aspekte gebunden, an andere nicht.
III 197f
Repräsentationen sind privat, Sprache öffentlich!
I 195
Existenz: Wahrheitsbedingung, mögliche Existenz: Verstehbakrkeitsbedingung.
Graesser I 125
Repräsentation/Searle: ein Gegenstand X repräsentiert einen Sachverhalt A dann, wenn eine Subjekt S vorhanden ist, das beabsichtigt, daß X A repräsentiert.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Schema/Inhalt Putnam
 
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Rorty VI 63 ff
Standpunkt/PutnamVsDavidson/Rorty: wir müssen immer ein bestimmtes Begriffsystem verwenden (wir können gar nicht anders), aber wir durfen nicht gleichzeitig behaupten, dies sei eigentlich nicht die Weise, in der die Dinge sich an sich verhalten.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Selbstbewusstsein Davidson
 
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Frank I 27ff
Selbstbewusstsein/Davidson: unmittelbar, nicht durch Wahrnehmung. - Die meisten unserer Überzeugungen sind wahr, weil ihre Gehalte identisch sind mit dem, was im Bewußtsein durch die ursprüngliche Lernsituation kausal bewirkt wurde. - Zwillingserde: nur erklärbar, weil Gegenstände eben nicht direkt kausal identifiziert werden, sondern durch Lernsituation. - FrankVsDavidson: wie kann Gelerntes und Nichtwahrgenommenes dann überhaupt verglichen werden?

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Semantik Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 13
Semantische Eigenschaft/Schiffer: z. B. Inhalt haben. - Wahrheits-theoretische Eigenschaft: wahr sein - I 14 Relationstheorien/Intentions-basierte Semantik/IBS/Grice: Lösung: semantische Eigenschaften (sE) sind zugelassen, wenn sie nicht aus der öffentlichen Sprache stammen - dann nicht zirkulär. - Nicht-öffentlich: Propositionen - öffentlich: Sätze.
I 221
Verifikationistische Semantik/Dummett/Schiffer: (nicht wahrheits-theoretisch): Verifikations-Bedingungen statt Wahrheitsbedingungen - DummettVsDavidson: die Bedeutungstheorie muss keine Wahrheitstheorie enthalten.
I 241
Intentionalität/Semantik/Schiffer: semantische Begriffe können in Begriffen von propositionalen Einstellungen definiert werden - aber nicht umgekehrt. - Es gibt keine propositionale Einstellungen als Glaubensobjekte oder als Glaubens-Eigenschaften.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Sprache Dummett
 
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I 11 ff
Sprache/Evans: These: Sprache ist durch Denkmodi erklärbar - DummettVsEvans: umgekehrt! (auch Frege)
II 448
DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache ist vorrangig. (>Dogmas). 1.: Frege, früher Wittgenstein: Sprache als Mittel zur Darstellung oder Wiedergabe der Wirklichkeit: "Die Bedeutung eines Satzes ist seine Wahrheitsbedingung."
2. Später Wittgenstein, Austin, Strawson, Searle: Alltagssprache und Sprechakttheorie: die konstituierenden Regeln der Sprache sind nicht primär eine Repräsentation der Wirklichkeit, sondern ermöglichen Handlungen verschiedenster Art. »der Sinn eines Ausdrucks ist sein Gebrauch.«

McDowell I 152f
Sprache/Dummett: 1. Instrument der Kommunikation 2. Träger von Bedeutung. Keines soll primär sein.
Sprache/McDowellVsDummett: beide sind sekundär. Primär ist Sprache Quelle der Tradition. (McDowell pro Gadamer). Sprache zu erwerben heißt, Geist zu erwerben.

Dum III 81
Sprache/unendlich/Dummett: jede Wissensmenge ist endlich, muss aber ein Verstehen unendlich vieler Sätze ermöglichen.
III 145
Idiolekt/DummettVs: Sprache ist keine Familie ähnlicher Idiolekte, sondern der Sprecher erklärt sich den eingebürgerten Gebrauchsweisen verantwortlich - ohne dass er sie ganz beherrscht.
III 150
Der Begriff des Idiolekts wichtig, um Abweichungen zu erklären, aber Idiolekt ist durch Sprache zu erklären, nicht umgekehrt.
Horwich I 461
Sprache/DavidsonVsDummett: ist kein "Schleier" - sie ist ein Netz inferentieller Relationen. - Nichts, was "menschliche Fähigkeiten übersteigt". - Wie ein Stein, gegen den wir stoßen - und zwar Stein für Stein, Stück für Stück. - ((s) > Erfüllung, nicht wahr machen.) - Das gilt für "das ist gut" wie für "das ist rot". - DavidsonVsMoore/DavidsonVsDummett.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Sprache Kripke
 
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Rorty II 130f
Positivisten/Rorty: "Erfahrung", "Ideen", "Bewusstsein" durch den Begriff "Sprache" ersetzen - dann stehen primäre Qualitäten nicht mehr in engerer Beziehung zur Wirklichkeit als sekundäre (VsLocke) - aber genau diese These wurde von Kripkes Revolution gegen Wittgenstein wiedererweckt (KripkeVsLinguistic turn).
EMD II 335
Sprache/Davidson: "Davidsons Kriterium": eine Sprache darf nicht unendlich viele Grundbegriffe haben - Kripke: sonst kann sie nicht "erste Sprache" sein.
II 338
KripkeVsDavidson: wir müssen nur verlangen, dass nur endlich viele Axiome "neues" Vokabular enthalten (schwächer).
EMD II 397
Sprache/unendlich/Kripke: wenn der Bereich D abzählbar ist, sind die unendliche Sequenzen die aus seinen Objekten gebildet werden können, nicht-abzählbar und können daher nicht ein-zu-eins auf D abgebildet werden. So können sie ((s) in der Metasprache/MS) also nicht einmal kodiert werden und daher auch nicht reduziert. - ...Selbst dann mag es im Vokabular der MS nichts geben, dass hinreichend ist, die endlichen Sequenzen von Elementen von D auf die Elemente von D abzubilden. - Was wir können ist, jede endliche Sequenz von Ausdrücken, durch einen Ausdruck repräsentieren.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Sprache Proust
 
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Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

Perler I 230
Tiere/Davidson: da sie keine Sprache haben, haben sie auch keine Begriffe. ProustVsDavidson: er bedient sich einer cartesianischen Strategie.
I 231
Triangulation: scheint beim Tier unmöglich, weil das Fehlen einer geteilten symbolischen Sprache keinen Zugang zur Intersubjektivität ermöglicht. Begriffe/Davidson: sind normativ, weil jeder seine bestimmten Anwendungsbedingungen hat. Damit greift Davidson Descartes Grundidee auf.
1. Wenn ein Organismus den Begriff X besitzt, ist er zur Entscheidung disponiert, ob etwas X ist oder nicht.(Zutreffen).
2. Der Begriff kann dann auf neue Fälle angewendet werden
3. Begriffe bilden eine inferentielle Struktur (eine Theorie).
I 232
Begriff/Tier/ProustVsDavidson: es ist keine überspannte Annahme, dass gewisse Tiere Begriffe bilden können, die ihnen wichtige Aspekte ihrer Umgebung verständlich machen. Möglicherweise verfügen soziale Tiere (Hunde, Primaten usw.) über Theorien für die Organisation sozialer Beziehungen. Diese Theorien enthalten Begriffe für dominante Tiere, Junge, Feinde, Verbündete und auch die inferentielle und assoziativen Verknüpfungen zwischen diesen Kategorien für das Teilen von Nahrung, Schutz, Partnersuche usw.


Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Syllogismen Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 84
Handlungstheorie/praktischer Syllogismus/Davidson/Glüer: wie Aristoteles: die Konklusion ist selbst die direkte Handlung. - Bsp Wenn ich die Schokolade esse, weil ich Gründe habe, dann ist der Grund die Ursache - Ursache = Grund (im praktischen Syllogismus) - WittgensteinVsDavidson: (Blaues Buch, S. 35): Aussagen über Ursachen sind empirisch (Glüer: nomologisch). - Das gilt aber nicht für die Angabe eigener Handlungsgründe - Ursache/Wittgenstein: kann man nur vermuten. - Gründe/Motiv/Wittgenstein: kann man wissen. - (aus Sprachkompetenz) - dagegen "Können"/Wittgenstein: bezieht sich auf die logische Möglichkeit.
Glüer II 85
Fazit: Grund und Handlung sind gar nicht zu trennen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Tatsachen Putnam
 
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V 266
Def Tatsache/Putnam: etwas, das zu glauben rational ist Tatsache: Idealisierung des Begriffs einer rational glaubhaften Aussage.- Jede Tatsache ist wertgeladen.
I 248/9
Tatsache/Definition/QuineVsReichenbach: Problem: die Unterscheidung zwischen "Tatsache" und "Definition" ist zusammengebrochen, auf die sich Reichenbach gestützt hatte. PutnamVsDavidson: Wahrnehmung eines Baums ist von unserem Begriffsschema abhängig. - Es ist eine graduelle Angelegenheit, was tatsächlich, und was Konvention ist.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Tatsachen Taylor
 
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EMD II 263
Tatsachen/Tradition/Taylor: Deskripta von Sätzen = bestehende Sachverhalte - logische Komplexe. - Konstituenten: die Entitäten, die für die Wahrheit eines beliebigen Satzes relevant sind - Problem: Relevanz, wenn eine Totalität von Tatsachen gegeben ist. Def Bestehen/Taylor: ein Element besteht, wenn seine Beschreibung wahr ist.
II 264
Theorie der Tatsachen/Tradition: log.Wahrheiten: haben alle dasselbe Deskriptum. - VsTradition: Koextension: nicht dieselbe Tatsache: Bsp Herz habend, Nieren habend - aber Synonymie: "aardvark/groundhog": dieselbe Tatsache - Tradition: braucht das Prinzip der materialen Adäquatheit: d.h. die Entitäten (Konstituenten) müssen relevant für die Wahrheit der Sätze sein, die sie beschreiben - II 269: Vs: vage und formulierungsabhängig > Strawson.
II 277
Negative Tatsachen/Taylor: Konflikt zwischen Prinzip der materialen Äquivalenz und Bedingung 3: intuitiv sind dieselben Elemente relevant für die Wahrheit des Satzes S wie für seine Negation. Aber S und ~S haben gegensätzliche Wahrheitsbedingungen (WB). - D.h. die Sätze müssen verschiedene Deskripta haben - Lösung: das Negationszeichen selbst als Element nehmen - über den Elementen, die für die Wahrheit von S selbst relevant sind - dann negative Tatsachen als Kategorie sui generis. - Negation: muss gemeinsame Konstituenten mit der entsprechenden positiven Tatsachen haben.
II 277/8
Def Tatsache/Taylor: neu: jede Tatsache x in S mit einer Menge "T-states (x)" von Gesamtzuständen assoziieren, sodass x besteht gdw. der aktuale Gesamtzustand ein Element der Menge T-states (x) ist.
II 279
Dann sind Tatsachen Äquivalenzklassen auf S (= Satz oder S? Menge der T) unter der Relation ~, wobei das Deskriptum eines Satzes nun als eine Äquivalenzklasse gerechnet wird, zu der sein Deskriptum im früheren Sinne gehört, und die neuen T als bestehend, wenn ihre Elemente im früheren Sinn bestehen - Tatsachen sind dann Elemente von S.
EMD II 280f
Tatsachen/Anwendung/Taylor: brauchen wir jetzt nicht mehr für Wahrheitsbedingungen und nicht mehr für Tarskische Wahrheitstheorie - (semantischer Apparat ist stark genug - Tatsachen: wurden gebraucht, um Verbindung von analytischen/synthetischen Sätzen zu erklären. - Analytische Sätze beschreiben keine Tatsachen. - Neu: Methode Sätze der natürlichen Sprache zu paraphrasieren - Bsp Fischers Sieg über Spasskij verursachte Breshnievs Ärger: Sieg(f,s) Ärger(b) - dann Syntax erweitern: durch zweistelligen Satzoperator "verurs Sieg(f,s) Ärger(b)" - (+) - Problem: Erfüllung und Wahrheit für die erweiterte Sprache - "verurs" ist nicht wahrheitsfunktional: Lösung: vielleicht zweistelliges Prädikat der Metasprache "kaus": soll nur zwischen bestehenden Tats gelten - (und solchen, die zu diesen äquivalent sind (Typ/Typ?)) - eine Sequenz von Elementen erfüllt kaus(A,B) unter der Interpretation I gdw. kaus(Zuschreib(A,s), Zuschreib(B,s)).
Graeser I 57
Tatsache/TaylorVsDavidson/VsDummett: manche Phänomene, über die gesprochen wird, gewinnen erst durch die Verwendung der Sprache Gestalt - Pointe: insofern können sie nicht gut als Daten einer Theorie dienen, die Bedeutungsverstehen vom Kennen von Wahrheiten abhängig macht.

Tayl I
Ch. Taylor
The Language Animal: The Full Shape of the Human Linguistic Capacity Cambridge 2016

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Theorien Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 34
Theorie muss nicht auf Absicht beruhen, wurde in der Vergangenheit verinnerlicht.
I 56
QuineVsVerifikation: sinnlos, einen Satz innerhalb mit einem außerhalb der Theorie gleichzusetzen - Intertheoretisch keine Bedeutung - keine Zusätze mit "oder" (> Goodman, Davidson,"gefälschte Theorien").
I 57
Wir behalten unsere Überzeugungen bei der Theoriebildung zunächst noch bei.
I 74
Theorie: Carnap: Termini - Quine: Sätze.
I 393
Theorie: nur Prädikation, Allquantifikation, Wahrheitsfunktion (für abgeleitete Merkmale) - allgemeine Termini (für primäre Merkmale) - (kein "weil").
I 429
Theorie: isolierte Systeme, Massenpunkt, infinitesimale Größe: Verhalten jeweils typischer, je näher man an Null kommt, daher akzeptabel - aber nicht in Ontologie zugelassen - im Gegensatz zu geometrische Gegenstände: Position von Massenpunkten hatte keinen Sinn - daher nicht individuierbar! Keine Identität! > Äquivalenz §52
I 431
Paraphrase (keine Synonymie): man könnte Newton relativistisch umformulieren - wie Kirche: "in höherem Sinne wahr" - manchmal akzeptabel.
I 432
Theorie: Struktur von Bedeutung, nicht die Wahl der Gegenstände! (Ramsey,Russell) Quine: neu: auch bei physikalischen Gegenständen: die sind nämlich auch theoretisch! - Begründung: Sätze sind semantisch primär!
II 45
Äquivalenz von Theorien: wird entdeckt, wenn man die Möglichkeit einer Uminterpretation entdeckt - beide wahr - aber unter Umständen logisch unvereinbar!
VI 134
Theorie/empirisch äquivalent/logisch äquivalent/Quine: zwei Theorien können logisch unverträglich und dennoch empirisch äquivalent sein. Bsp Riemannsche/Euklidische Geometrie - Fall 1: auch untransformierbare Theorien (in gleicher Terminologie, wobei jede gewisse Sätze impliziert, die die andere nicht impliziert) sind empirisch äquivalent - kein Problem - Fall 2: zusätzliche theoretische Termini - Fall 3: logisch unverträglich - Davidson: lässt sich auf Fall 2 zurückführen - weil strittige Sätze von theoretischen Termini abhängig, die eben nicht empirisch sind - daher immer noch empirisch äquivalent - Lösung: fraglicher theoretischer Term in zwei Schreibweisen (je Theorie) - damit werden sie logisch verträglich.
VI 136
empirisch äquivalent/logisch unverträglich/Theorie/Quine: Fall 2: (Theorie für globale Welten, ohne Kontexteinbettung). - Lösung. exotischer Termini (ohne Vorhersagekraft) eliminieren - Pointe: dann geht es um Kohärenz (sonst QuineVsKohärenztheorie) - Elimination: gerechtfertigt dadurch, dass wir außer unseren eigenen Theorie keinen Zugang zur Wahrheit haben
VI 139
empirisch äquivalent/logisch unverträglich/Theorie/Quine: Variante/Davidson: beide Theorien gelten, W-Prädikat: in umfassender, neutraler Sprache. - QuineVsDavidson: wie viel weiter sollen sich dann die Variablen erstrecken? - wir brauchen Einhalt, weil wir keine dritte Theorie wollen. - Bsp"Alles könnte anders sein"/Pointe: die beiden System beschreiben auf jeden Fall dieselbe Welt - rein verbale Frage.
XII 70
Theorieform/Quine: nach Abstraktion der Bedeutungen des nicht-logischen Vokabulars und vom Wertebereich der Variablen - Reinterpretation der Theorieform liefert Modelle.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Tiere Davidson
 
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Perler/Wild I 130
Tier/Denken/Überzeugungen/Davidson: nicht ohne Sprache, weil an dasselbe Ding gedacht werden können muß und Irrtum aufdeckbar sein muß; Überzeugung über Überzeugung. - Verschiedene Lebewesen müssen den gleichen Wahrheitsbegriff teilen. - (Grundlinie der Triangulation).
Perler/Wild I 136
Denken/Sprache/Tier/Davidson: das Fehlen von Sprache macht beim Tier macht Denken unmöglich. SearleVsDavidson: wir wissen, daß Menschenkinder Bewußtsein lange vor der Sprache haben.
Perler/Wild I 139
Tier/prop Einst/Denken/Davidson: Bsp der Hund glaubt, sein Herrchen sei zu Hause, aber nicht, der Bankdirektor sei zu Hause, obwohl beide identisch sind - Searle: nach diesem Argument gibt es keinen intentionalen Zustand ohne eine bestimmte Tatsache, die seinem propositionalen Gehalt entspräche. SearleVsDavidson: um eine unkorrekte Überzeugung zu erkennen, brauchen wir keine Sprache.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Tiere Dupré
 
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John Dupré Gespräche mit Affen Reflexionen über die wissenschaftliche Erforschung der Sprache in D. Perler/M. Wild (Hg.) Der Geist der Tiere, Frankfurt 2005

Perler I 315
Tier/Sprache/Denken/Dupré: es ist nicht ganz korrekt, von "Haustieren" zu sprechen, es ist eher eine Koevolution von Menschen und anderen Spezies die lange in einer symbiotischen Beziehung leben. "Domestizierung" und "Sozialisation" ist etwas ganz anderes!
I 316
Tier/Kommunikation/Absicht/Dupré: ein wichtiges Kriterium für beabsichtigte Kommunikation ist die Möglichkeit zur Täuschung.
I 318
Tier/Denken/Sprache/Descartes/Dupré: sogar jene, die die kognitiven Fähigkeiten der Tiere am meisten verteidigen, akzeptieren häufig die cartesianische Annahme, dass es prinzipiell unmöglich sei, Denken oder sogar Bewusstsein von Tieren zu beweisen, weil dies vom Verhalten begrifflich abhängig sei.
I 319
DupréVsDavidson: wenn er Recht hätte, stünde nicht nur die Frage auf dem Spiel, ob man Affen Sprechen beibringen kann, sondern ob man ihnen das Denken beibringen könnte.
I 320
Tierethik/Dupré: hängt in keiner Weise vom Erfolg des Projekts ab, Tieren Sprechen beizubringen!
I 321
Sprache/Denken/Dupré: es gibt viele Formen nicht sprachlichen Verhaltens, die Kommunikation ermöglichen, und viele nicht sprachliche Manifestationen von Denken. Tier/Dupré: die Sprachforschung mit Affen kann uns über Affen und uns selbst viel sagen, was wir auf anderem Wege nicht erfahren können.

Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Transzendentales Fodor
 
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IV 79
Transzendental/Argument/Davidson/Fodor/Lepore: Davidsons transzendentales Argument für das Prinzip der Nachsicht hat diese Form: "Wenn wir nicht annehmen, dass der Sprecher das meiste zu recht glaubt, dann ist Spracherwerb durch den Radikalen Interpreten unmöglich.
IV 80
Spracherwerb ist aber möglich. - Also muss angenommen werden, dass die meisten Überzeugungen des Sprechers wahr sind - Fodor/Lepore VsDavidson: es gibt keinen klaren Grund, die zweite Prämisse (dass RI möglich ist) zu glauben - daher schlägt das transzendentale Argument fehl.
IV 105
Transzendental: was die Argumente transzendental machte, war die Annahme, das Radikale Interpretation metaphysisch unmöglich ist, wenn der Holismus nicht zutrifft. >
Kripke I 46
Metaphysisch/Kripke: was hätte anders sein können, ist eben eine Frage, die überhaupt nicht empirisch zu beantworten ist, daher ist sie metaphysisch. > Gegensatz: epistemisch.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Überzeugungen Avramides
 
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I 122
Begriff/Instantiation/Davidson: man kann einen Begriff instantiieren (verwirklichen, Bsp schwimmen) ohne den Begriff zu haben. - Davidson: das geht aber nicht bei Überzeugungen.
I 122f
Überzeugung/Glauben/Davidson: Bedingung: ein Bewusstsein der Unterscheidung subjektiv/objektiv (wegen der notwendigen Bedingung, überrascht sein zu können).
I 123
Bennett/AvramidesVsDavidson: bei Tieren auch Lernfähigkeit (= Unterscheidung subjektiv/objektiv) statt Sprachfähigkeit. - DavidsonVsVs: es geht hier um Eigenschaften von Begriffen, nicht von Lebewesen. - Davidson: pro begriffliche Symmetrie zwischen dem Semantischen und dem Psychologischen. - Daher kein Doenken ohne Sprache.
I 125
Reduktionismus/Antireduktionismus/Avramides: beide trennt nicht der Streit um ontologische Asymmetrie, beide könnten ontologische Symmetrie wie Asymmetrie akzeptieren - es geht tatsächlich um tiefe epistemische Asymmetrie.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Überzeugungen Brandom
 
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I 764
Überzeugung/Ü//de dicto/Davidson(/Brandom: lässt nur de dicto-Überzeugungen zu.
I 962
Überzeugung/Def schwacher Bezug/Dennett/Brandom: was de re-Zuschreibungen ausdrücken - I 765 aber starke de re-Überzeugungen hätten wenig Bedeutung, wenn überhaupt sie sinnvoll wären. - Überzeugung/Dretske: (verbreitete These): de re-Überzeugungen unabhängig von de dicto-Ü verständlich - I 765 Überzeugung/Brandom: auch demonstrative, indexikalische de re-Überzeugungen sind begrifflich, aber nicht selbständig. - Sie können nicht einzeln stehen. - Entscheidend sind schwache Überzeugungen - und nicht eine besondere Art von Kontakt zu Gegenständen.
I 965
Überzeugung/Brandom: jede Überzeugung, sei sie stark oder schwach, kann de re oder de dicto zugeschrieben werden.
II 48
Überzeugung/BrandomVsDavidson: Festlegung erfolgt vor Wunsch.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Überzeugungen Fodor
 
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IV 156
Holismus/Davidson: dass die meisten Überzeugungen wahr sind impliziert, dass sie auch kohärent sind. - neu: auch umgekehrt! - > Holismus - Neu: der Interpret kann gar nicht entdecken, dass der Sprecher in den meisten Äußerungen falsch ist. - Er kann nur die Sätze interpretieren, die von Ereignissen und Gegenständen der äußeren Welt verursacht sind.
IV 157
Überzeugungen/Radikale Interpretation/Davidson: These: die meisten Überzeugungen sind wahr: wenn richtig verursacht, ipso facto - (im Lichte des Interpreten!). FodorVsDavidson/LeporeVsDavidson: Wahrheitsbedingungen für einen Satz müssen nicht mit den aktuell herrschenden Wahrheitsbedingungen identifiziert werden!

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Überzeugungen Friedman
 
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Horwich I 499
Überzeugung/FriedmanVsDavidson: die meisten können falsch sein. - Weil die Kausaltheorie der Referenz akzeptierte Sätze unabhängig von Wahrheit spezifiziert.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Überzeugungen McDowell
 
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I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson: er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, dass es einem Subjekt so scheint. Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, dass es so ist.
I 192
McDowellVsPeacocke: ...das ist kein Beweis dafür, dass der nichtbegriffliche Inhalt als Grund für ein Subjekt, von etwas überzeugt zu sein, in Frage kommt. Das Subjekt hat vielleicht nicht einmal Gründe!
Bsp der erfahrene Radfahrer macht die richtigen Bewegungen, ohne Gründe zu benötigen. Auch die Beschreibung benötigt keine Gründe.
I 193
McDowellVsEvans, McDowellVsPeacocke: das berechtigt weder dazu, anzunehmen, dass Urteile und Überzeugungen in der Erfahrung fundiert sind, noch dazu, dass Überzeugungen durch Erfahrungen "als Gründe" fundiert werden. Erfahrung/Welt/McDowell: die Bedingung der Korrektheit ist, dass der Gegenstand tatsächlich quadratisch ist.
Rorty VI 179
McDowellVsSellars/Rorty: Überzeugungen können auch durch von Urteilen verschiedene geistige Vorgänge gerechtfertigt werden.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Überzeugungen Rorty
 
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Richard Rorty
III 84
Überzeugungen/Rorty: eine Überzeugung, die sich gegenüber jedermann rechtfertigen lässt, interessierte niemanden! Die traditionelle Unterscheidung zwischen »rationaler Überzeugung« und »Überzeugung, die durch Ursachen statt durch Gründe bewirkt ist« sollte abgeschafft werden! Am Ende zählt das Auswechseln von Vokabularen und nicht von Überzeugungen! Das Auswechseln von Wahrheitswert-Kandidaten, nicht die Festlegung eines Wahrheitswertes.
III 89
Überzeugung/Rorty: eine Überzeugung, die sich gegenüber jedermann rechtfertigen ließe, interessierte niemanden. - III 90 Am Ende zählt das Auswechseln von Vokabularen und nicht von Überzeugungen. - Das Auswechseln von Wahrheitswert-Kandidaten, nicht die Festlegung eines Wahrheitswertes.
VI 63 ff
Wahrheit/Rorty: es gibt keine Ursachen der Wahrheit von Überzeugungen.
VI 187
Überzeugung/Davidson: These: die meisten unserer Überzeugungen müssen wahr sein - Überzeugungen sind nicht mehr oder weniger genaue Repräsentationen, sondern sie sind Zustände, die Menschen zum Zweck der Erklärung ihres Verhaltens zugeschrieben werden. - Man kann nicht zuerst die Überzeugung und dann ihre Ursache ermitteln, sondern umgekehrt. - Rorty: (wie Davidson) uns interessieren die Überzeugungen der anderen, weil wir mit ihrem Verhalten zurechtkommen wollen.
VI 214
Überzeugungen/Davidson/Sellars/Brandom/Rorty: werden uns von der Welt aufgedrängt, und das geschieht im Verlauf kausaler Wechselwirkungen zwischen dem uns im Bildungsprozess aufgedrängten Programm und den Sinnesorganen. - (DavidsonVsMcDowell).
VI 231
Überzeugung/Davidson/Rorty: Selbstzuschreibung von Erfahrungen setzten die Selbstzuschreibung von intentionalen Zuständen voraus. - Das ist nur jemand möglich, der über die Welt schon eine Menge Wahres glaubt. - Und zwar über die Kausalität zwischen Überzeugungen und Welt.
VI 233
Überzeugung/Davidson. den Inhalt unserer intentionalen Zustände können wir nur kennen, wenn wir über ihre Ursachen Bescheid wissen. - (Kausalität). - M. WilliamsVsDavidson: das ist gerade der Fundierungsgedanke, den er ablehnt.
VI 426f
Überzeugung/Erfahrung/Rorty: der Geist des Erwachsenen ist komplexer als der des Kindes. - So verschwindet auch die Unterscheidung zwischen Verursachung und Rechtfertigung von Überzeugungen. - (> Davidson).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Verursachung Bigelow
 
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I 276
Verursachung/Bigelow/Pargetter: sollten wir als Relation zwischen Ereignissen (im weiten Sinn) verstehen. Rede von Verursachung/Kausalität/Davidson/Bigelow/Pargetter. wir übernehmen von Davidson(1980):
Problem: singuläre Kausalaussagen. Bsp
Der Kurzschluss verursachte das Feuer
Wahrheitsbedingungen: die Aussagen kann wahr sein, weil die Relation besteht, auch wenn klar ist, dass Kurzschlüsse weder hinreichende noch notwendige Bedingungen für Feuer sind.
Verallgemeinerung: kann wahr sein, aber nur, wenn wir den Satz umformulieren.
Kausalrelation/Davidson/Bigelow/Pargetter: besteht, gdw. es eine Weise der Beschreibung der Ereignisse gibt, so dass sie unter ein allgemeines Kausalgesetz gebracht werden können.
BigelowVsDavidson: (s.o.) die Kausalrelation ist vielmehr lokal statt global.
BigelowVsDavidson: die Natur der Kausalrelation leitet sich nicht von der Existenz eines zugrunde liegenden Gesetzes ab.
I 277
Bigelow/Pargetter pro Davidson: allerdings erfordern die Wahrheitsbedingungen einer singulären Kausalaussage die Existenz einer Relation (aber nicht unter einer Beschreibung). Kausalaussagen/Bigelow/Pargetter: einige müssen umgeschrieben werden: Bsp
Der Stein verursachte das Zerbrechen der Fensterscheibe
muss umgeschrieben werden zu
Dass der Stein die Fensterscheibe berührte, verursachte das Zerbrechen der Fensterscheibe
Bsp
Beckers leichter Sieg über Lendl überraschte die Kommentatoren
Muss umgeschrieben werden:
Beckers Sieg überraschte…und wenn er nicht leicht gewesen wäre, hätte er nicht überrascht.
Bigelow pro Davidson: Soweit ist seine Theorie überzeugend.
Kausalität/Kausalaussagen/Bigelow/Pargetter: manchmal müssen wir aber auch allgemeine Kausalaussagen treffen:
Hierzu brauchen wir Arten von Ereignissen oder Eigenschaften von Ereignissen.
Kausalaussagen: müssen dann KoKo sein: Bsp
Wenn Lendls Niederlage nicht so klar gewesen wäre, wäre sie nicht überraschend gewesen
Bsp
Das Gegengift verlangsamte den Tod von Protheros.
Das scheint Kausalrelationen zwischen Eigenschaften von Ereignissen (Bsp Leichtheit, Verlangsamung) zu verlangen.
I 278
Universalien: werden hier manchmal gebraucht. Manchmal geht es eben um einmalige Ereignisse, manchmal um Eigenschaften von Ereignissen. Problem: warum sollten die Relationen zwischen derart verschiedenen Entitäten zusammengefasst werden? Warum sollten sie alle kausal sein?
Lösung/Bigelow/Pargetter: wir müssen annehmen, dass sie alle auf einer grundlegenden Kausalrelation supervenieren. Diese kann aber nicht in modalen Begriffen angegeben werden.
Kausalrelation/Bigelow/Pargetter: ist uns weitgehend unbekannt. Man erkennt sie am besten, wenn man ihr begegnet.
I 279
Unsere Aufgabe ist nun herauszufinden, was sie eigentlich ist. Das ist eine metaphysische, keine semantische Aufgabe.
I 288
Verursachung/Erklärung/Bigelow/Pargetter: nehmen wir also an, dass wir die Lücke zwischen alltäglich auftretenden Kräften und den fundamentalen Kräften schließen können.
I 289
Kräfte/Bigelow/Pargetter: wie sollen wir rechtfertigen, dass wir Kräfte zur Erklärung gewählt haben? Erklärung/David Fair/FairVsBigelow/Bigelow/Pargetter: (Fair 1979): dieser wählt statt Kräften Energiefluß ((s) Energieübertragung > Gerhard Vollmer).
Kräfte/Bigelow/Pargetter: nehmen wir, weil sie in Newtons 3. Gesetz vorkommen. Für uns gibt es dann zwei Instanzen von Verursachung, weil es zwei Kräfte gibt.
Fair: für ihn ist es eine Instanz von Energiefluss und damit eine Verursachung.
BigelowVsFair: seine Theorie liefert nicht die richtigen Relationen höherer Stufe zwischen Universalien, die wir brauchen.

Energiefluss/Energieübertragung/Fair/Bigelow/Pargetter: dieser Begriff erfordert die Identifikation von Einheiten (packages) von Energie in der Zeit.
Energie/Ursache/Wirkung/Fair/Bigelow/Pargetter: die Energie, die in der Wirkung präsent ist, ist numerisch identisch mit der Energie, die in der Ursache verlorengegangen ist.
Problem/BigelowVsFair: es gibt aber auch Verursachung, wo keine Energie übertragen wird, sondern nur Impuls! Daher braucht er einen geteilten Zugang. Dann ist die Verursachung auch kaum noch ein vereinheitlichendes Element in einer Erklärung.
Problem: außerdem: gibt es Fälle, wo sowohl Energie als auch Impuls übertragen wird, und wie sollte man sich dann entscheiden? Die Verursachung kann nicht mit beidem identifiziert werden. ((s) auch BigelowVsVollmer).
I 290
BigelowVsFair: außerdem supervenieren Energieübertragung und Impulsübertragung auf Eigenschaften und Relationen. Daher kann es nach Fair keine Humesche Welt geben, die mit einer kausalen Möwe in allen Eigenschaften 1. Stufe übereinstimmt. Das sollte aber möglich sein (s.o. Kapitel 5) : Eine Theorie die das zulässt, muss auch Verursachung als eine Relation höherer Stufe anerkennen. Das kann Fair nicht.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Vokabular Kripke
 
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EMD II 335
Sprache/Davidson: Davidsons Kriterium: eine Sprache darf nicht unendlich viele Grundbegriffe haben. - Kripke: sonst kann sie nicht "erste Sprache" sein.
II 338
KripkeVsDavidson: wir müssen nur verlangen, dass nur endlich viele Axiome "neues" Vokabular enthalten. (schwächer).
EMD II 338
Wahrheitstheorie/WT/Kripke: (hier): Bedingung i) die Axiome definieren Wahrheit implizit (d.h. wir nehmen an, dass die referentiellen Variablen intendierte Bereiche haben und die substitutionalen Variablen intendierte Substitutionsklassen (das definiert implizit eine Mengen von Wahrheiten von L).
ii) a) die neuen Axiome müssen eine wahre Interpretation im alten Vokabular (mit der intendierten Interpretation) haben...
b) Äquivalenz-Schema für jeden geschlossenen Satz aus der Objektsprache, der nur altes Vokabular enthält. Vorteil: die Ontologie enthält keine Mengen von Ausdrücken der Metasprache.
iia): ist die Forderung, dass es eine Interpretation der neuen Prädikate gibt, die die alten enthält.
iib): garantiert, dass T(x) eine einzige Extension enthält (Einzigkeit).
Tarski: braucht nur i) für seine explizite W-Def (nur altes Vokabular)
II 249
i) ist erfüllt (ohne vorausgesetzten W-Begriff) durch (4)-(6) im alten Vokabular.
EMD II 347
Wahrheitstheorie/Davidson//Kripke: auch die Metasprache darf semantisches Vokabular enthalten! - Übersetzung wird ja auch dann garantiert, wenn beide Seiten semantisches Vokabular enthalten. Kripke: bei Tarski ganz anders: Wahrheit und alle semantischen Termini explizit in nicht-semantischem Vokabular definiert.

Frank I 32
psychisch/physisch/Kripke/Frank: lehrt die Verschiedenheit der logischen Subjekte des Physischen und des Psychischen. - Körperliches schreibe ich mit in einem naturalistischen Vokabular zu (syntaktische Strukturen), Psychisches in einem mentalistischen (semantische Strukturen).

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Wahrheit Esfeld
 
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I 180ff
Wahrheit/EsfeldVsDavidson: wenn der Alltagsrealismus keine privilegierte Stellung hat, müssen die meisten Überzeugungen nicht wahr sein. - Davidson muss auf einen allwissenden Interpreten zurückgreifen - für uns besteht der Inhalt in Inferenzen, die sich drastisch ändern können - zwar nicht alle auf einmal, aber im Verlauf große Veränderung. - Wenn Wahrheit auf etwas in der Welt superveniert, sind Tatsachen als Ontologisches nicht zu vermeiden, sie sind dann aber immer noch vom begrifflichen Inhalt verschieden. - Wahrheit: wird nicht durch unsere Praxis bestimmt!

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Wahrheits- konditionale Semantik Strawson
 
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Graeser I 123
StrawsonVsWittgenstein/StrawsonVsDavidson/StrawsonVsFrege: Problem: zur Sprache gehören Sätze oder Ausdrücke, die keine Wahrheitsbedingungen haben. - > Wahrheitskonditionale Semantik.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Wahrheitsprädikat Davidson
 
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Rorty VI 20
"Wahr"/ Davidson: "wahr" ist kein Name einer Beziehung zwischen sprachlichen Aussagen und der Welt. Mit anderen Worten: der Ausdruck "wahr" sollte weder analysiert noch definiert werden. Es gibt kein Ding, das Sätze und Theorien wahr macht. "Wahr" ist mit überhaupt nichts synonym! Weder mit "nach unseren Erkenntnissen gerechtfertigt" doch mit "aufgrund der Verhältnisse in der Welt gerechtfertigt".

K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 27
W-Prädikat/Tarski: Problem: DavidsonVsTarski: Objektsprache (OS) und Metasprache (MS) sollten das Prädikat "wahr" enthalten. - Das in der Metasprache definierte W-Prädikat kann nämlich in die Objektsprache zurückübersetzt werden. Lösung/Davidson: erst gar keine W-Definition aufstellen - statt dessen: W-Theorie /Davidson: Reinterpretation der Konvention W als Angemessenheitskriterium für W-Theorien natürlicher Sprachen.
Glüer II 28
W-Prädikat/Tarski: jedes Prädikat, das korrekte Übersetzungen liefert, ist ein W-Prädikat. - Damit setzt er Bedeutung voraus, um Wahrheit zu explizieren.
Glüer II 122
W-Prädikat/TarskiVsDavidson: liefert eine strukturelle Beschreibung einer Sprache, deren Übersetzung bekannt ist. - Das W-Prädikat leistet keinen Beitrag zur Wahrheitstheorie! - Es ist bei Tarski nicht interpretiert - ((s) Wir wissen noch nicht, was Wahrheit ist.) - W-Prädikat/DavidsonVsTarski: ist vortheoretisch interpretiert. - ((s) Wir wissen schon, was Wahrheit ist.) - ((s) Def interpretiert/(s) : wissen, was ein Wort bedeutet.)
Rorty IV 22
wahr/Davidson/Rorty: entspricht keiner Beziehung zwischen sprachlichen Ausdrücken und der Welt. - Keine Korrespondenz.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wahrheitstheorie Davidson
 
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EMD II 34
Wahrheitstheorie/WT/Tarski/Davidson: zeigt, wie die Wahrheitswerte (WW) der Sätze von L von ihren Strukturen abhängen und warum einige Sätze andere beinhalten und wie Wörter ihre Funktion erfüllen kraft ihrer Beziehung zu Dingen in der Welt. - Tarski. Bedeutung als Grundbegriff.
EMD II 35
FosterVsDavidson: Fehler: zu übersehen, daß jemand eine eindeutige Theorie besitzen könnte, ohne es zu wissen- dann keine Bedeutungstheorie (BT) - (Davidson dito).
EMD II 37
WT/Davidson: ""Schnee ist weiß" ist wahr" ist keine akzidentelle Tatsache über einen Satz, sondern eine Tatsache, die ihn interpretiert. - Das zeigt, daß Fähigkeit zur Interpretation nicht gleich Übersetzung ist.
Dav I 111
Tarski: definiert Wahrheit. - Davidson: Wahrheit ist für ihn undefinierter Grundbegriff. - "Meinen", "sagen wollen": setzt Bedeutungsbegriff voraus.
I 111
Tarski geht formal vor - Davidson empirisch (Gesetze statt Axiome, empirisch überprüfbar).
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 28f
W-Theorie/DavidsonVsTarski/Glüer: umgekehrt: es wird von W-Äquivalenzen nicht gefordert, dass die rechte die linke Seite übersetzt - Def W-Äquivalenz/Tarski: wahr gdw. die verknüpften Sätze (im Schema) unter allen Umständen den gleichen WW haben - II 29 dann muß man für Davidsons reinterpretierte Konvention W "(liefert nur wahre Äquivalenzen) wissen, wann W-Äquivalenzen wahr sind. - Man muß also nicht die Bedeutung sowohl von Sätzen der Objektsprache als auch von Sätzen der Metasprache kennen. - ((s) Die Bedeutung wird nicht vorausgesetzt.) - TarskiVsDavidson: die Bedeutung des Satzes sowohl der Objektsprache als auch der Metasprache muß bekannt sein. - W-Prädikat/DavidsonVsTarski: sein Wahrheitsprädikat muß interpretiert sein - Davidson: dann ist die W-Theorie eine Interpretationstheorie, die für jeden Aussagesatz S eine aus seiner Struktur abgeleitete W-Äquivalenz, deren rechte Seite die Wahrheitsbedingungen angibt, unter denen die linke Seite (S) wahr ist.
Glüer II 45
W-Theorie/Davidson/Glüer: für unbekannte) Sprache: 3 Schritte: 1. Die Gesamtheit der Daten muß zur Verfügung stehen, Interpret überträgt seine Logik auf die fremde Sprache - Basis: Beobachtungen über Sätze, die zu allen Zeiten für wahr gehalten werden möglicherweise logische Wahrheiten) - 2. Als solche identifizierte Prädikate werden Gegenstand der Interpretation (über Gelegenheitssätze werden Erfüllungsbedingungen angenähert) - 3. Ausdehnung auf allgemeine Sätze (indirekt erschlossene Wahrheitsbedingungen).
Glüer II 54/55
W-Theorie/Davidson: wegen Malapropismen: nicht Struktur, sondern Intension hat Priorität -
Glüer II 56
Eine W-Theorie ist prinzipiell nur für bestimmte Gelegenheit richtig. - Problem: für eine Theorie der Kompetenz: kein Unterschied mehr zwischen der Fähigkeit, eine Sprache zu kennen und sich in der Welt auszukennen - Sprachkompetenz verschmilzt mit Weltwissen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Wahrheitstheorie Dummett
 
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III 118
Wahrheitstheorie/WT/Dummett: setzt Verständnis der Metasprache voraus.
Horwich I 459
Wahrheit/Wahrheitstheorie/WT/Wahrheitsbedingungen/WB/Dummett/Rorty: es könnte sein, dass jemand alle Wahrheitsbedingungen kennt ohne den Inhalt der rechten Seite des W-Satzes zu erkennen. T-Satz: erklärt nichts, wenn die Metasprache (MS) die Objektsprache (OS) enthält. - Dann gilt das auch, wenn Metasprache und Objektsprache getrennt sind. - Davidson: kein einzelner W-Satz sagt, was Verstehen heißt, aber das ganze Korpus wohl.
DummettVsDavidson/DummettVsHolismus: damit gesteht er ein, dass der Holismus nicht erklären kann, wie der Sprecher zum Verständnis von Einzelsätzen kommt. - Davidson: Sprachgebrauch ist nicht in Teilfähigkeiten aufteilbar. - W-Satz verkörpert keine Fähigkeiten. - Sonst wieder mentale Entitäten.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrheitstheorie Peacocke
 
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EMD II 162ff
Wahrheitstheorie/WT/PeacockeVsDavidson/VsTarski: ist eigentlich empirisch.- Es geht darum, einen W-Satz auf Personen und Zeitpunkte relativieren. Das Kriterium der Akzeptanz von Wahrheitstheorien für beliebige Sprachen setzt schon einen allgemeinen Wahrheitsbegriff voraus. - Umgekehrt wissen wir nicht, welche interpretierte Sprache die Gemeinschaft (> II 149ff) benutzt, wenn wir die Wahrheitsbedingungen der Sätze kennen.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Wahrmacher Brandom
 
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Rorty VI 179 ff
Rorty: "wahr machen"/Tatsache/Brandom: "wahr machen" ist unschädlich. (BrandomVsDavidson ): Welche Behauptungen wahr sind, hängt nicht davon ab, ob sie jemand aufstellt.
Brandom I 469
Wahrmachen/Tatsache/Brandom: irreführend: es ist nicht die Tatsache, dass p, die wahr macht, dass p - Lösung: in gewissem Sinn sind Tatsachen das, was Behauptungsakte wahr macht. - Es gibt keine spezifisch semantischen Tatsachen - wohl aber physikalische Tatsachen durch physikalische Prädikate. Aber nicht semantische Tatsachen durch semantische Prädikate. - "Wahr, dass Schnee weiß ist": semantisches Prädikat für nicht-semantische Tatsache.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Welt/Denken Putnam
 
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McDowell I 177
PutnamVsDavidson: wenn die Ursache-Wirkungs-Beschreibung komplett ist, dann können die Geräusche, die wir äußern, keineswegs mehr sein, als bloßer "Ausdruck unserer Subjektivität". RortyVsPutnam: Putnam versteht unter einer "Erklärung von X" immer noch eine Zusammenschau, die Synthese von äußerem und innerem Standpunkt.
Die Vertreter der Zitattilgung glauben, die Menschen ließen sich nur in behavioristischer Manier schildern. Aber warum sollte es ausgeschlossen sein, Ergänzungen durch normative Darstellungen in Betracht zu ziehen? (Putnams Philosophie sei letztlich traditionell).
McDowell I 177
Kausalität/Putnam: der Wunsch, eine Geschichte über die kausalen Beziehungen von menschlichen Verlautbarungen und Umwelt zu erzählen, schließt nicht aus, dass man eine Geschichte erfindet, nach der die Sprecher Gedanken ausdrücken, und Behauptungen aufstellen, und dabei versuchen, keine Fehler zu machen. Diese Geschichten sind dann aber vielleicht gar nicht auseinanderzuhalten!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Willensfreiheit Davidson
 
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McG I 135
McGinn:Freiheit/Determinismus/Davidson/D-Theorie: vorgängige Weltzustände sind eine kausal hinreichende Bedingung für eine spezifische Entscheidung. Die Freiheit ist dann eine bestimmte Art von Kausalreihe, nämlich jene, in der eine entsprechende Menge geistiger Vorstufen vorkommt. Die Freiheit besteht darin, daß Wünsche und Überzeugungen kausale Wirkungen zeitigen.
McGinnVsDavidson: verleiht der Vorstellung von der Handlungsfreiheit gar keinen Sinn, denn es sieht dann so aus, als wäre sie von der gleichen Art wie jede sonstige Kausalität.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Wirkung Bigelow
 
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I 273
Wirkung/Bigelow/Pargetter. ein und dieselbe Wirkung hätte verschiedene Ursachen haben können. Bsp Schwangerschaft durch verschiedene Männer.
DavidsonVs.
Identität/Ereignis/DavidsonVsBigelow: (Davidson 1980) Identität von Ereignissen: These: ein Kriterium für Identität macht notwendig, dass verschiedene Ursachen numerisch verschiedene Ereignisse bewirken. BigelowVsDavidson: das ist falsch, aber wir gehen hier nicht darauf ein. Aber selbst wenn er recht hätte, würde das die modale Theorie der Verursachung ((s) die notwendige und hinreichende Bedingungen einbaut) nicht retten.

Wahrscheinlichkeit /probabilistische Verursachung/Theorie/Bigelow/Pargetter. Bsp Verursachung einer Schwangerschaft durch einen fast unfruchtbaren Mann – könnte auch als Verhinderung der Parthenogenese verstanden werden
I 274
(…). – LewisVs: solche Gegenbeispiele sind unplausibel.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Wissen Davidson
 
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McGinn I 179
McGinn: Domestizierungstheorien des Wissens: Neuere Variante: bezieht sich auf den Externalismus bezüglich des Bewußtseinsinhalts: Geist und Welt können so auseinanderklaffen, wie der Skeptiker annehmen möchte. (Putnam, Davidson).
Dav I 18
DavidsonVsHume: es gibt unendlich viele Eigenschaften, daher ist Unkenntnis der gedachten Gegenstände möglich.
I 18
Sinn/Merkmal/FregeVsDavidson/Frege pro Hume: zum Begreifen des Sinns gehört nur, was relevant ist - Daher können "verborgene" Merkmale kein Teil des Sinns sein. - Dummett: das sind die "internen Merkmale".

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Zitat/ Zitattilgung Millikan
 
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I 209
Anführungszeichen/Zitat/Davidson/Millikan: (D. Davidson Quotation,1979) These: erwähnende Anführungszeichen sind indexikalisch oder „demonstrativ“. Ihre Füllung liegt semantisch außerhalb des Satzes. So wie Bsp wenn ich auf einen Fisch zeige und sage „Diesen Fisch hab ich gefangen“ der Fisch außerhalb des Satzes liegt.
I 210
Erwähnende Anführungszeichen/Davidson: so etwas wie Bsp „der Ausdruck mit der hier abgebildeten Form“. MillikanVsDavidson: Angenommen, die Anführungszeichen allein besorgen die Indizierung. Dann ist die indexikalische Anpassungsrelation eine Relation zu einem Typ von Füllung ((s) der Inhalt spielt keine Rolle).
Aber wenn die Füllung als Teil des Satzes betrachtet wird, dann fragt sich, was das Kriterium dafür ist, wo der Satz endet und wo die Umwelt des Satzes beginnt. Bsp „Ich fing diesen Fisch heute“ ist ein vollständiger Satz mit und ohne Fisch. Dagegen „___“ hat fünf Buchstaben“ ist kein vollständiger Satz. ((s) Das Demonstrativum braucht also nicht im Satz erfüllt zu werden, sondern kann durch Ostension ergänzt werden, Die Füllung von Anführungszeichen ist aber im Satz unverzichtbar.
Anführungszeichen /Davidson/Millikan: These: Anführungszeichen referieren auf die Form des zwischen ihnen stehenden Ausdrucks (Füllung).
MillikanVsDavidson: das ist inadäquat, weil man keinen klaren Begriff von einem Ausdruckstyp hat. Ausdrücke werden niemals durch die Form kategorisiert.
Millikan: These: eine Stärke meines Ansatzes ist, dass sprachliche Einheiten zu Typen gruppiert werden können. Aber dabei geht es nie um Form, sondern um niedrigste Typen oder genetische Familien.
Millikan: wenn wir sagen „er hat zuerst dies… und dann das… gezeichnet“, brauchen wir Demonstrativa und Ostension, nicht Anführungszeichen.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 65 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsDavidson Anscombe Vs Anscombe, E.
 
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Armstrong III 95
Kausalität/VsAnscombe: hier sieht es so aus, als ob Anscombes Position schwach wird: wenn a’s F Werden b’s G Werden verursacht, haben wir dann nicht ein Gesetz F > G? Armstrong: (pro Anscombe) das folgt eigentlich nicht. Ein solches Gesetz haben wir nur, wenn das erste Ereignis das zweite Kraft der Universalien F und G verursacht.
Wenn es nun auch natürlich ist zu erwarten, dass Universalien derart operativ sind, sehe ich nicht, wie man es beweisen sollte. Ich für mein Teil würde schlechter vom Universum denken, wenn sie nicht operativ wären. Dennoch kann Anscombe zu recht sagen, dass es logisch möglich ist, dass die Verursachung eine reine Einzelfallverursachung ist. Sie hat auch recht AnscombeVsDavidson. (ArmstrongVsDavidson).

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsDavidson Avramides Vs Bennett, J.
 
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Avra I 17
AvramidesVsBennett:
Bennett/Avramides: (Griceaner, modifiziert): schlägt eine Gemeinschaft von Sprechern vor, die ein Kommunikationssystem nutzen, das sich nicht auf Gricesche Intentionen und Glaubenseinstellungen stützt: den "Plain Talk" ("direkte Rede", "einfache Rede", "unumwundene Rede"). Def Plain Talk/Bennett: die Sprecher verlassen sich auf den Hörer Glauben in Form einer Verallgemeinerung: wann immer eine Äusserung U geäußert wird, ist eine bestimmte Proposition p wahr. So kommt man ohne Sprecher Intention aus.
BennettVsGrice: wenn diese einfachere Analyse zutrifft, brauchen wir die kompliziertere nicht. (65).
BennettVsVs: aber Bennett glaubt selbst, daß der Griceaner dem standhalten kann:
GriceVsVs: Lösung: "Hintergrund Tatsache": wenn der Sprecher p nicht übermitteln wollte, wäre die Äußerung von U unangemessen unter der Generalisierung gewesen, daß wann immer U geäußert wird, p wahr ist. (Bennett 1976,S.172). .
I 18
Das erspart die Einführung komplexer prop Einst in die Analyse. Modifikation: der Hörerschaft werden "intentions abhängige Belege für die Proposition" präsentiert.
AvramidesVsBennett: die Modifikation ist nicht nötig, das wird schon von Grice’ ursprünglicher Analyse abgedeckt.
Avra I 18
Kommunikation/LoarVsBennett: nicht nur ist diese Art Ökonomie unnötig, die Elimination der Intentionen beseitigt etwas wesentliches. Daß Intentionen, Erwartungen und Glauben in gewöhnlicher Kommunikation und persönliche Beziehungen einfach sein sollen, scheint mir so unwahrscheinlich, daß es mich verwundert, warum das eine realistischere Sicht sein soll. (70).
I 121
Def Registrieren/Bennett: ein theoretischer Ausdruck, der für was auch immer steht in Bezug auf ein Tier, und das Vorhersagen über sein Verhalten validiert (bewertet, mit ja/nein versieht) aufgrund von Tatsachen über seine Umwelt. (Bennett 1976,S.52). Avramides: Registrieren ist notwendig aber nicht hinreichend für Glauben.
Bsp Marschflugkörper mit hitzesuchender Infrarotausstattung: kann man als reagierend aber nicht als lernend beschreiben.
Glauben/Bennett. hinreichende Bedingungen erreichen wir, wenn wir zur Registrierung noch Lernfähigkeit hinzunehmen. (vgl. Bennett 1976,S 84)
DavidsonVsBennett: statt dessen Unterscheidung subjektiver Zustand/objektive Welt.
AvramidesVsDavidson; man könnte bestreiten, daß das Bewußtsein dieser Unterscheidung der Besitz des Begriffs von Glauben ist.
Davidson: dieses Bewußtsein ist Glauben über einen Glauben.
Erschrecken/Davidson: ist nur Reiz Reaktion.
AvramidesVsDavidson: dann gibt es sicher noch Platz zwischen dem Überraschtsein und dem Besitz des Begriffs von Glauben. Das erlaubt z.B.: die Lernfähigkeit die Bennett propagiert.
DavidsonVsBennett: lehnt seinen Ansatz ab, weil sein (Davidsons) Begriff von Bewußtsein (der Unterscheidung subjektiv/objektiv) sehr stark ist.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsDavidson Davidson Vs Bigelow, J.
 
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Bigelow I 273
Wirkung/Bigelow/Pargetter: ein und dieselbe Wirkung hätte verschiedene Ursachen haben können. Bsp Schwangerschaft durch verschiedene Männer.
DavidsonVs.
Identität/Ereignis/DavidsonVsBigelow: (Davidson 1980) Identität von Ereignissen: These: ein Kriterium für Identität macht notwendig, dass verschiedene Ursachen numerisch verschiedene Ereignisse bewirken. BigelowVsDavidson: das ist falsch, aber wir gehen hier nicht darauf ein. Aber selbst wenn er recht hätte, würde das die modale Theorie der Verursachung ((s) die notwendige und hinreichende Bedingungen einbaut) nicht retten.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsDavidson Brandom Vs Davidson, D.
 
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I 268
Objektivität/Irrtum: es wird behauptet, daß soziale Praktiken hinreichen, Behauptungen objektiv repräsentationalen Gehalt zu verleihen! Das sind dann objektive Wahrheitsbedingungen. Sogar die gesamte Gemeinschaft kann mit einer diesbezüglichen Beurteilung falsch liegen! Universeller Irrtum nur bei Normen, nicht bei Begriffen möglich,s.o.).LL (BrandomVsDavidson).
Davidson: will alles Handeln aus Gründen herleiten. Daher stellen irrationale Handlungen ein Problem für ihn dar.931
BrandomVsDavidson: er hält fälschlich eine globale Bedingung für Absichten für eine lokale, weil er nicht zwischen Festlegung und Berechtigung unterscheidet. I 932
I 383
VsDavidson: es kann sein, daß nur der Kontoführer, (nicht der Handelnde) die praktische Begründung darlegen kann. Auch in solchen Fällen würden die Gründe nicht als Ursachen fungieren. I 383 Außerdem kann man aus den Gründen, die man hat, handeln oder nicht. Davidson: Absichten sind umfassende Urteile im Lichte aller Überzeugungen und Wünsche.
I 954
BrandomVsDavidson: unbefriedigend, weil Wünsche und Überzeugungen als unanalysierte Grundbegriffe behandelt werden. Er hat nicht die Praktiken dargelegt, wie solche Gehalte übertragen werden können. BrandomVsDavidson: bei Davidson wird nicht unterschieden zwischen Interpretationen zwischen Sprachen und innerhalb einer Sprache. Die Interpretation bei Davidson verlangt explanatorische Hypothesenbildung und Inferenzen, die von Geräuschen, die ein anderer von sich gibt, ausgehen. Dem wurde zu recht entgegengehalten, daß man, wenn man eine gemeinsame Sprache spricht, nicht Geräusche sondern Bedeutungen hört! Hier geht es um die nötigen Subkompetenzen.
I 692
Objektivität begrifflicher Normen: über sie können wir uns nicht nur alle einzeln (jeder) sondern auch alle gemeinsam irren! (Elektron, Masse im Universum). Irrtum über den richtigen Gebrauch. > BrandomVsDavidson: kollektiv falsche Überzeugungen möglich.
I 957
Davidson: selbst wenn das Pulver naß gewesen wäre, wäre es ihr doch gelungen, den Finger zu krümmen. So liegt in jeder Handlung etwas, das der Handelnde beabsichtigte und das ihm gelungen ist.
I 958
BrandomVsDavidson: unser Ansatz kommt ohne eine solche theoretische Festlgung aus. Berufung auf VURD reicht aus, um das Problem mit dem nervösen Bergsteiger zu lösen (Davidson). Das ist eine konkrete Alternative zu Davidsons Vorschlag der "Verursachung in der richtigen Weise".
I 729
Brandom: es spielt keine Rolle, ob die gewöhnlich zuverlässige Fähigkeit im Einzelfall versagt. Wenn ich nach dem Brot greife und den Wein verschütte, braucht es nach unserem Ansatz nichts zu geben, was ich zu tun beabsichtigte, und was mir auch gelang.
I 747
Problem: die Substitution im Bereich des "daß" erhält nicht den Wahrheitswert der ganzen Zuschreibung. Lösung: das Satztokening innerhalb des daß-Bereichs gehört nicht zur eigentlichen Zuschreibung! Davidson: Referenz und Wahrheitwert bei Zuschreibung geändert.
I 961
BrandomVsDavidson: dieser betrachtet nicht die Möglichkeit, die Beziehung zwischen dem "daß" und dem folgenden Satztokening als eine anaphorische statt als eine demonstrative aufzufassen.
II 48
BrandomVsDavidson: Festlegung vor Wunsch! Handlung/BrandomVsDavidson: wir haben woanders angefangen. Drei Unterscheidungen:II 126 a. Intentional handeln: Anerkennen einer praktischen Festlegung b. Mit Gründen handeln: zu einer Festlegung berechtigt sein. c. Aus Gründen handeln: hier sind Gründe Ursachen, wenn die Anerkennung einer Festlegung durch geeignetes Überlegen ausgelöst wird.

NS I 166
Referenz/Brandom: ist bei ihm kein fundamentaler Begriff. Er muss sie aber erklären, weil sie dennoch ein zentraler Begriff ist. Lösung/Brandom: Bildung von Äquivalenzklassen von Sätzen, deren Position im Netz von Inferenzen erhalten bleibt, wenn Terme durch koreferentielle Terme ausgetauscht werden.
Wahrheit/BrandomVsTarski/BrandomVsDavidson: er muss ihre Definition so umbiegen, dass statt dass die Wahrheit den Folgerungsbegriff („von wahren Prämissen zu wahren Konklusionen“) charakterisiert, umgekehrt der Begriff der Folgerung den der Wahrheit charakterisiert. Dazu betrachtet Brandom die Stellung von Sätzen, die mit „es ist wahr dass,..“ beginnen, in unserem folgerungsvernetzten Sprachspiel betrachtet.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsDavidson Danto Vs Davidson, D.
 
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Davidson II 74
Davidson: "native speakers" sagen das Richtige, wo plausiblerweise möglich. (>DantoVsDavidson: "Es mag auch für Muttersprachler schwierig sein, zu erkennen, ob etwas ein Kunstwerk ist".)

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsDavidson Dummett Vs Davidson, D.
 
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Dummett I ~28
DavidsonVsTarski: ... braucht man ein vorheriges Verständnis des Wahrheitsbegriffs. - Nicht aber der Bedingungen! denn diese Kenntnis wird ja durch die Wahrheitstheorie festgelegt werden! Dummett: Was jedoch eingebracht werden muß, ist die Erkenntnis des begrifflichen Zusammenhangs zwischen Bedeutung und Wahrheit.
DummettVsDavidson: Bei Davidson bleibt vieles implizit, z.B. eben dieser Zusammenhang, der von jedem Sprecher benötigt wird. Ohne die genaue Beschaffenheit dieses Zusammenhangs ist mit der Beschreibung der W-Theorie noch keine zulängliche Erläuterung des Bedeutungsbegriffs gegeben. Korr-Th/Koh-Th: Bedeutung vor Wahrheit - Davidson: Wahrheit vor Bedeutung (WahrheitsBedingungen später durch Theorie festgelegt) - Dummett beide zusammen!
I 142
Da sich der Wortschatz ändert und verschieden eingesetzt werden kann, faßt Davidson nicht mehr die Sprache einer bestimmten Einzelperson als Ausgangseinheit auf, sondern die Disposition zum Sprachgebrauch. DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache vorrangig
I 146
Davidson def Idiolekt (verfeinert): Sprache, Zeitpunkt, Sprecher, bestimmter Hörer. Gäbe es eine Sprache, die nur von einem einzigen gesprochen würde, könnten wir sie alle dennoch lernen. DummettVsDavidson: Dabei bleibt aber ungeklärt: der Zusammenhang zwischen Wahrheit und Bedeutung, genauer: zwischen Wahrheitsbedingungen und Verwendung.
Dummett: jeder Gesprächsteilnehmer hat seine eigene Theorie, was die Wörter bedeuten. Und diese Theorien decken sich oder doch beinahe.
I 187
DummettVsDavidson,DummettVsQuine: Es ist unzulässig, davon auszugehen, daß Bedeutung und Verstehen von der privaten und nicht mitteilbaren Kenntnis einer Theorie abhängen. Es ist nicht natürlich, ausgerechnet den Idiolekt in erster Linie als Werkzeug der Verständigung aufzufassen. Man ist dann eher versucht, einen inneren Zustand der betreffenden Person als dasjenige anzusehen, das den Ausdrücken des Idiolekt ihre jeweiligen Bedeutungen verleiht.
I 149
Bsp Das, was ein Schachzug bedeutet, leitet sich nicht von der Kenntnis der Regeln durch die Spieler her, sondern von den Regeln selbst. DummettVsDavidson: Wenn man Sprachphilosophie als eigentlich Philosophie des Handelns beschreibt, ist nicht viel gewonnen, es ist im Handeln ja nichts für die Sprache spezifisches.

Avramides I 8
DummettVsDavidson: nicht WB, sondern Verifikationsbedingungen. Die Bedeutungstheorie muss erklären, was jemand weiß, der eine Sprache versteht. (Das ist eine praktische Fähigkeit).
I 9
Diese Fähigkeit muss sich manifestieren können, und zwar durch den Gebrauch von Ausdrücken der Sprache. DummettVsDavidson/Avramides: eine realistisch interpretierte Wahrheitstheorie kann keinen Bedeutungsbegriff
I 87
Dummett: spricht davon, eine Klasse von Sätzen zu übersetzen, die ein fragliches Wort enthalten. DavidsonVsDummett: diese Klasse weitet sich automatisch zur ganzen Sprache aus! (Holismus). (s) Es gibt also sozusagen diese "Klasse relevanter Sätze" nicht.
DavidsonVsDummett/Avramides: dennoch glaubt auch Davidson, dass man ein Korpus verbundener Sätze braucht, nur differiert er mit Dummett darüber, wie man es identifiziert. Es mag Sätze geben, die das untersuchte Wort nicht enthalten, aber dennoch Licht auf es werfen. Es mag auch wichtig sein zu wissen, in welchen Situationen das Wort geäußert wird.
Lösung: "Übersetzung ohne Ende".
EMD II 108
Wahrheitstheorie/WT/Dummett: Es gibt sicher einen großen Bereich der nicht klassischen Logik für den es möglich ist eine WT zu konstruieren, die triviale W Sätze liefert. DummettVsDavidson: wann immer das getan werden kann, ist die Situation exakt umgekehrt wie sie für eine Davidsonsche WT gefordert wird. Ein triviales Axiom für jeden Ausdruck zeigt nicht selbst das Verständnis, sondern schiebt die ganze Aufgabe des Erklärens in die Theorie des Sinns, die erklärt, was es bedeutet, die Proposition zu erfassen, die von dem Axiom ausgedrückt wird.

Putnam I 148
Wahrheit/Dummett: weder Tarskis Wahrheitstheorie noch Davidsons Bedeutungstheorie hat (bei Annahme einer geist unabhängigen Welt) irgendeine Relevanz für die Wahrheit oder Falschheit dieser metaphysischen Ansichten. DummettVsDavidson: man muss fragen, worin diese "Kennen der Wahrheitstheorie" denn selbst bestehe.
Einige (naturalistische) PhilosophenVsDummett: der Geist denkt eben bewusst oder unbewusst die Aussagen.
VsVs: aber wie denkt er sie denn, in Worten? Oder in Gedankenzeichen? Oder soll der Geist ohne Repräsentationen direkt erfassen, was es bedeutet, dass Schnee weiß ist?

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsDavidson Evans Vs Davidson, D.
 
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Gareth Evans
McDowell I 93
Denken/Welt/Davidson: verzichtet auf rationale Kontrolle des Denkens durch eine unabhängige Realität. Rein kausale Verbindung mit der Realität. (Erfahrung nichtbegrifflich). Einfach Menge von Überzeugungen.
McDowell I 93
McDowellVsDavidson: damit ist genau der Besitz von Inhalt überhaupt in Frage gestellt. "Menge von Überzeugungen" philosophisch noch nicht geklärt. EvansVsDavidson: (anderes Horn des Dilemmas): Erfahrung wohl außerbegrifflich, aber dennoch rationaler Kotrolle durch die Außenwelt unterworfen.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsDavidson Fodor Vs Davidson, D.
 
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IV 68
Problem: der logische Apparat, den die Metasprache braucht, um korrekte W Sätze zu produzieren, produziert automatisch auch unbestimmt viele unkorrekte W Sätze. Fodor/Lepore VsDavidson: es gibt zur Zeit keine Vorschläge, wie ein theorie neutraler Begriff von kanonischer Ableitung aussehen sollte!
IV 69
Daher weiß man dann nicht, was als kanonische Ableitung zählen soll, wenn die Syntax von Wahrheitstheorie (WT) zu WT variiert. "Kanonisches Axiom"/Fodor/Lepore: so etwas würde sicher keinen Sinn machen: außerdem würde das Problem der angehängten logischen Wahrheit sofort auch dieses Axiom identifizieren.
Q: hängt gar nicht davon ab, dass die logische Wahrheit LW hinten, also auf der rechten Seite angehängt ist.,
QuineVsDavidson: zeigt, dass es auch früher eingeschmuggelt werden kann: Bsp
(x)(x erfüllt "ist weiß" dann und nur dann, wenn (x ist weiß und LT).
könnte als Axiom genommen werden, und dann wäre die Ableitung von Q ein "kanonischer Beweis".
Das zeigt erneut, dass die Kompositionalität keine hinreichende Bedingung ist, um das Extensionalitätsproblem auszuschließen.
Bsp Angenommen, die Schwierigkeiten wären soweit gelöst, dann hätten wir ein Argument, dass eine WT, die W beinhaltet und eine WT, die T beinhaltet unterschieden werden können dann (und vielleicht auch nur dann), wenn die Sprache L Sätze beinhaltet, in denen "Schnee", "weiß", "Gras", und "grün" in Konstruktionen mit Demonstrativa vorkommen.
Das scheint eine holistische Konsequenz zu sein.
Vs: aber das ist verfrüht.
Sprache/Radikale Interpretation/RI/Davidson/Quine: These: nichts kann überhaupt eine Sprache sein, was nicht der RI zugänglich ist!
D.h. eine korrekte WT muss durch diejenigen Belege herausgefunden werden können, die die Beobachtung erlaubt.
Fodor/Lepore VsQuine/Fodor/Lepore VsDavidson: es ist nicht vernünftig, dieses Prinzip aufzustellen: im Gegenteil, wenn man die RI so versteht, ist es vorstellbar, dass eine perfekt koshere Sprache wie das Englische gar keine Sprache ist!
Dann gibt es also zwei mögliche Weisen, die Gleichsetzung der Belege für die Auswahl einer WT mt Belegen über Sprecherverhalten zu rechtfertigen:
1. dass das Kind und der Feldlinguist damit Erfolg haben. A fortiori muss es dann möglich sein.
IV 74
Vs: das ist aber trügerisch. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Wahl der WT nur durch die verfügbare Verhaltensbeobachtung determiniert wird, zusammen mit so etwas wie einem Kanon. Linguistik/Fodor/Lepore: die reale Linguistik versucht immer, so etwas wie die Intuitionen ihrer Informanten auszubeuten, ist also nicht in der epistemischen Situation der RI.
Sie hat einen Hintergrund sehr machtvoller theoretischer Vermutungen.
Aus Sicht der RI ist dieser Hintergrund zirkulär: die Belege für die Akzeptanz dieser Vermutungen (Hintergrund) ist der bisherige Erfolg des Linguisten. (>hermeneutischer Zirkel).
Dazu gehören auch Vermutungen über kognitive Psychologie, Universalien, usw.
IV 84
Fodor/Lepore VsDavidson: seine Idee, dass W Sätze selbst Gesetze sein könnten, ist nicht plausibel. Selbst wenn sie es wären, gäbe es keine garantierte Inferenz von der Gesetzesartigkeit der W Sätze auf den Inhaltsholismus. W Sätze sind keine Gesetze. Wie könnten sie es, angesichts der Konventionalität der Sprache!
IV 98
"Sam glaubt, dass Schnee weiß ist" ist wahr, dann und nur dann, wenn Sam glaubt, dass Schnee F ist. Prinzip der Nachsicht/Fodor/LeporeVsPdN/Fodor/Lepore VsDavidson: das PdN hilft hier gar nicht! Wenn wir Sam interpretieren als glaubend, dass Schnee weiß ist und glaubend, dass Schnee F ist, macht beides Sams Glauben wahr!
IV 100
PdN/RI/Fodor/Lepore VsDavidson: wir haben nur einen Fall gesehen, wo das PdN auf die RI angewendet werden könnte: wenn es Ausdrücke gibt, die 1. nicht in token reflexiven Äußerungen vorkommen
2. diese syntaktisch atomistisch sind.
Die Interpretation solcher Ausdrücke kann nicht durch ihr Verhalten in token reflexiven Äußerungen fixiert werden. , sie kann auch nicht durch die Kompositionalität der Interpretationen ihrer Teile gewonnen werden.
IV 101
wir wissen gar nicht ob es solche Formen gibt. Bsp Vielleicht "Proton" . In solchen Fällen wäre dann das PdN nichteliminierbar.
> Verhalten/Wunsch IV 120ff

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsDavidson Hacking Vs Davidson, D.
 
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Fodor/Lepore IV 102
Anmerkung HackingVsDavidson: er versucht Bedeutung wiederzubeleben durch eine Übersetzungstheorie, die in einer Wahrheitstheorie angesiedelt ist. Bedeutung wird dann niemals erwähnt.
IV 233
Dann kommen wir einfach mit Sätzen und ihren Wahrheitsbedingungen aus. Das ist der Todeskuss für die Bedeutung.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsDavidson Harman Vs Davidson, D.
 
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Field II 59
Bedeutung/HarmanVsKompositionalität/HarmanVsDavidson: (1075,S.286): Davidsons Theorie wäre zirkulär, wenn der Sprecher, der sich irgendwie repräsentieren muß, daß Schnee weiß ist, dazu die Wörter „Schnee ist weiß“ gebraucht. Wenn das mit Mentalesisch gelöst werden soll, tritt das Problem bei der Frage nach der Bedeutung des Mentalesischen wieder auf. Lösung: nicht die Kenntnis der WB ist wichtig für die Semantik der Repräsentationen, sondern wir müssen die WB zuschreiben, nicht ihre Kenntnis.
Field. wir wollen auch unterscheiden können zwischen Glauben über Cäsar und solchen über Quarks.
Field: es ist aber eine ernste Frage, warum wir überhaupt diese Inhalte von Repräsentationen unterscheiden sollten!
Bei den oben erwähnten Zwecken brauchen wir nur Syntax, keine Semantik der Repräsentationen.
Bsp AG eine super-einfache psychologische Theorie, die nur die Verbindung „>“ bei Repräsentationen gesetzmäßig erklären will:
II 60
Bsp für alle Sätze S1 und S2 in einem System: wenn eine Person glaubt [S1 > S2] und wünscht S2, dann wünscht sie auch S1.
Pointe: obwohl das mit einer WW-Tabelle erklärt wird, brauchen wir diese gar nicht für unsere psychologischen Gesetze (der super-einfachen Theorie). D.h. wir brauchen die Bedeutung der Sätze S1 und S2 nicht zu kennen.
((s) Geht es hier um Zuschreibung? Dann ist es ok. Sonst entspräche es ungefähr: „Ich wünsche, daß die Voraussetzungen für positive Ereignisse verwirklicht sind“. Und das ist zu komplex und indirekt).
Field: wir müssen hier allerdings auch Glaubensgrade einführen können.
Die super-einfache Theorie könnte auch Gesetze wie dies enthalten: Bsp
Es gibt eine besondere Klasse von Beobachtungssätzen im Repräsentationssystem, mit der Eigenschaft, daß jeder von diesen mit einem bestimmten Typ von Reiz verbunden ist. Wann immer der Reiz vorkommt, glaubt der Organismus den Beobachtungssatz.
Pointe: hier müssen wir gar nicht die Bedeutung des Beobachtungssatz kennen. Die psychologische Theorie braucht nämlich gar nicht anzunehmen daß der Satz Bsp „es sind Kaninchen in der Nähe“ wahr ist.
Wissenschaftlich geht gar nichts verloren, wenn man die Relation R als eine zwischen Personen und bedeutungslosen Sätzen annimmt. Z.B. in der RI:
RI: Bsp der Eingeborene hebt angesichts des Kaninchens sein Gewehr. Das ist ein überwältigender Grund anzunehmen, daß er glaubt, daß Kaninchen in der Nähe sind.
Lösung: er glaubt einen Satz in seiner Sprache, der in seiner Psychologie ungefähr
II 61
die Rolle spielt, wie der Satz „da sind Kaninchen in der Nähe“ in meiner spielt. Semantik/Field: Pointe: ist das wirklich ein semantischer Begriff?
Übersetzung: ist zwar ein semantischer Begriff, aber ein schwacher.

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsDavidson Kant Vs Davidson, D.
 
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McDowell I 124
Spontaneität/Davidson: charakterisiert das, was faktisch die Operationen der empfindungsfähigen Natur sind, aber sie charakterisiert sie nicht als solche. McDowellVsDavidson: Dilemma: entweder: diese Operationen stehen trotzdem in rationalen Beziehungen, oder wir müssen annehmen, daß sie gar keine epistemologische Signifikanz haben.
Kant hält diese Wahl für inakzeptabel.
Spontaneität/KantVsDavidson: sie muß auch die Operationen unserer Sinnlichkeit als solcher strukturieren.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsDavidson Kripke Vs Davidson, D.
 
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EMD II 335
Sprache/Davidson: "Davidsons Kriterium": eine Sprache darf nicht unendlich viele Grundbegriffe haben Kripke: sonst kann sie nicht "erste Sprache" sein
II 338
KripkeVsDavidson: wir müssen nur verlangen, daß nur endlich viele Axiome "neues" Vokabular enthalten (schwächer).
Horwich I 450
Referenz/Radikale interpretation/RI/Feldlinguist//Davidson/Rorty. versöhnt diese zwei Ansätze, indem er sagt, dass Strawson recht hat, wenn sein Ansatz holistisch aufgefaßt wird. D.h. wenn man Aristoteles Formulierung vom „Ganzen und für den größten Teil“ voranstellt. RortyVsStrawson: dennoch kann man sein Kriterium nicht auf individuelle Fälle (Einzelfälle) anwenden und dabei sicher sein, dass man recht hat.
Quine/Rorty: vertritt die mittlere Position zwischen Kripke und Strawson: Wissen von beidem, von der Verursachung und von der Referenz ist (gleichermaßen) eine Frage der Kohärenz der Überzeugungen des Eingeborenen und des Feld Linguisten.
Referenz/Kripke/Rorty: sein Ansatz ist ein „Baustein“ Ansatz: hier verfolgen wir kausale Pfade von Objekten zu individuellen Sprechakten.
Überzeugung/wahr/Wahrheit/KripkeVsDavidson/Rorty: dieser Ansatz läßt die Möglichkeit offen, dass alle unsere Überzeugungen falsch sein könnten. Bzw. dass man grundsätzlich nicht weiß, worauf man referiert (weil man die kausalen Pfade alle falsch versteht).
KripkeVsDavidson/Rorty: das eröffnet die Möglichkeit einer völligen Trennung von Referenten und intentionalen Objekten.
DavidsonVsKripke/Rorty: das ist genau, wovor Davidson uns warnt: die Lücke zwischen Schema und Inhalt.
Lösung/Davidson: umgekehrte Reihenfolge: wir müssen zuerst Kohärenz und Wahrheit maximieren und dann kann die Referenz als Nebenprodukt so sein, wie sie will!.
Pointe: das stellt sicher, dass die intentionalen Objekte vieler Überzeugungen (der „direktesten Fälle“ (lainest cases) ihre Ursachen sind.
((s)Vs: dann wäre es nach Löwenheim immer noch möglich, dass das, was uns als direkt vorkommt, nicht das direkteste ist.)
DavidsonVsKripke: der Kripkesche Ausrutscher Bsp der Gödel Schmidt Fall muss die Ausnahme bleiben.
I 451
Denn wenn die Kluft zwischen Referenten und intentionalen Objekten (worauf man sich bezieht, und dem wovon man glaubt sich zu beziehen) die Regel wäre, dann hätte der Begriff der „Referenz“ gar keinen Inhalt! Er wäre für den Feld Linguisten so nutzlos wie der Begriff „analytisch“. Gavagai/RI/Kommunikation/DavidsonVsKripke/Rorty: der Feld Linguist kann mit den Eingeborenen kommunizieren, wenn er die meisten seiner intentionalen Objekte kennt.
Daraus folgt:
DavidsonVsSkeptizismus/Rorty: die radikale Interpretation (RI) beginnt zu hause. Dann können wir für uns selbst wie für die Eingeborenen annehmen, dass die meisten unserer Überzeugungen wahr sind.
Rorty: ist das eine Antwort auf den Skeptiker oder nur dasselbe was JamesVsSkeptizismus sagt: dass die Frage eine schlechte Frage sei?
Sprache/Repräsentation/Zwischeninstanz/Medium/Davidson/Rorty: Davidson lehnt „Zwischeninstanzen“ (Zwischenglieder) zwischen dem Organismus und seiner Umgebung ab (um die RI durchführen zu können).
Zwischenglieder zwischen Organismus und Objekt: Bsp „bestimmte Bedeutung“, Bsp „intendierte Interpretation“, Bsp „was vor dem Geist des Sprechers steht“ Ohne sie können wir sagen RI beginnt zu Hause“.

Horwich I 453
Lösung/Davidson: Erfüllung/DavidsonVsSkeptizismus/DavidsonVsKorrespondenz Theorie/Rorty: für seine Widerlegung brauchen wir Tarskis Erfüllungs Relation (Wort Welt) statt der „Korrespondenz“ (der die Wahrheit von Sätzen entsprechen würde) der Relation Satz Welt). ((s) Weil nur ganz Sätze wahr sein können).
RI/Gavagai/Feld Linguist/Davidson/Rorty: der Feld Linguist wird am Ende einzelne Wörter der Eingeborenen mit Gegenständen (Stücken der Welt) in Beziehung setzen.
Übersetzung/Erfüllung/Davidson/Rorty: Problem: die Erfüllungs Relation ist keine Basis für Übersetzungen. Eher ist die Erfüllung ein Nebenprodukt von Übersetzungen.
Hermeneutischer Zirkel/Gavagai/RI//Davidson/RortyVsKripke: im HZ hin und her zu gehen, ist keine Baustein Theorie. Es entspricht eher dem „Reflexiven Gleichgewicht“ von Rawls.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Lewis Vs Davidson, D.
 
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Schwarz I 176
weiter Gehalt/Externalismus/Davidson/Schwarz: externalistische Theorien implizieren oft, dass Leute ohne passende Beziehungen zu externen Dingen Bsp Davidsons „Swampman“ (1987) keinerlei Wünsche und Meinungen haben, auch wenn sie genauso aufgebaut sind wie wir, wir uns problemlos mit ihnen unterhalten und ihre Handlungen rational erklären können. LewisVsDavidson: das ist unglaubwürdig. (1994b, 315).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsDavidson McDowell Vs Davidson, D.
 
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I 42
McDowellVsDavidson: der Mythos hat tiefere Ursachen: wir können nicht verstehen, wie die Ausübung der Spontaneität überhaupt eine Welt repräsentieren soll, wenn die Spontaneität keiner äußeren Kontrolle unterworfen wäre. (Und diese Kontrolle leugnet Davidson ja). I 41 McDowellVsDavidson: dieser weist zurück, daß Gedanken und Anschauungen auf rationale Weise verbunden sind. McDowell: aber dann kommen wir nicht zu einem empirischen Inhalt. (Die Anschauungen sind ohne Begriffe blind, (Kant)).
I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson : er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, daß es einem Subjekt so scheint (!). Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, daß es so ist.
I 172
Davidson: Spontaneität keiner äußeren rationalen Bedingung unterworfen. McDowellVsDavidson: so ist seine Kohärenztheorie ohne Kontrolle.
I 86
Mythos/Davidson: um ihm zu entgehen , muß man leugnen, daß Erfahrung epistemologisch bedeutsam ist. (EvansVs, McDowellVs).
I 124
Die Überlegung, daß alle Dinge zur Natur gehören, hilft nicht weiter. (siehe oben I 102ff) Spontaneität/Davidson: charakterisiert das, was faktisch die Operationen der empfindungsfähigen Natur sind, aber sie charakterisiert sie nicht als solche. McDowellVsDavidson: Dilemma: entweder: diese Operationen stehen trotzdem in rationalen Beziehungen, oder wir müssen annehmen, daß sie gar keine epistemologische Signifikanz haben. Kant hält diese Wahl für inakzeptabel.
I 216
McDowellVsDavidson: wenn wir den Hintergrund von Tradition ausschalten (und immer nur von radikaler Interpretation ausgehen), verfallen wir dem Mythos des Gegebenen. Hegel: "fehlende Vermittlung". Objektivität/McDowellVsDavidson: Davidson spricht von "Triangulation" (wechselseitige Korrigierbarkeit). McDowell: Es ist zu spät, sich um die Konstitution des Begriffs der Objektivität zu kümmern, wenn die Subjekte bereits die Bühne betreten haben. Objektivität und Subjektivität gehen gemeinsam aus einer Einweihung in den Raum der Gründe hervor.

Rorty VI 205
McDowell/Rorty: Unterschied "logischer Raum der Natur" ("Reich der Gesetze") "logischer Raum der Gründe". McDowellVsDavidson/McDowellVsSellars/Rorty: zu sehr vom Reich der Gesetze beeindruckt, so dass sie die Erfahrung so erklären, dass das Tribunal der Sinne nicht mehr möglich ist.
Überzeugung/Rechtfertigung/Ursache/Davidson/SellarsRorty: Vermeidung der Verwechslung von Rechtfertigung und Ursache führt zur These: Überzeugungen können nur durch Überzeugungen begründet werden. (McDowellVsDavidson).
VI 206
McDowellVsDavidson/Rorty: wenn man so vorgeht (Erfahrung eliminiert), werden die alten philosophischen Fragen nach wie vor so aussehen, als ob sie etwas taugen sollten.
VI 207
Es wird ein Unbehagen übrigbleiben. Der Empirismus wird sich durch die Hintertür wieder hereinschleichen. Wir brauchen immer noch etwas, was uns aus der Weltgerichtetheit des empirischen Denkens klug werden lässt. SellarsVsMcDowell/Rorty: der Mensch hat keinerlei Verantwortung gegenüber der Welt.

Rorty VI 213
Def Zweite Natur/McDowell: "eine zweite Natur erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören". (Bsp Initiation, Eintritt in moralische Gemeinschaft, "Bildung").
Dass einem die Augen geöffnet werden, verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden.
Und damit zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind.
Außerdem wird einem dadurch rationale Freiheit geschenkt.
McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson/McDowellVsBrandom: all das wird unverständlich, wenn wir Sellars, Davidsons oder Brandoms Begriffe verwenden.
Rorty VI 217
McDowellVsDavidson: bloß kausale Erklärung bringt die Gefahr der Leere. (Mit Kant: "Spontaneität des Denkens") (>Spontaneität: entspricht Vernunftwahrheiten, Rezeptivität: Tatsachenwahrheiten).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDavidson McGinn Vs Davidson, D.
 
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I 134
McGinn benutzt (unüberschreitbares) "Begriffsschema": um seine Auffassung der natürlichen Erkenntnisgrenzen deutlich zu machen. McGinnVsDavidson
I 136
McGinnVsDavidson: sein Determinismus verleiht der Vorstellung von der Handlungsfreiheit gar keinen Sinn, denn es sieht dann so aus, als wäre sie von der gleichen Art wie jede sonstige Kausalität.
I 192
Bewußtsein/Erkenntnis/McGinnVsDavidson: an dieser Stelle beruft man sich oft auf kausale Theorien, aber das ist nicht zufriedenstellend: daraus ergibt sich keine Erklärung des Auffassungsvermögens des aufmerksamen Bewußtseins. Und das ist gerade der Grund, warum man häufig annimmt, die kausale Betrachtungsweise führe zum Skeptizismus.
Rorty VI 166
McGinnVsDavidson/Rorty: wir müssen die Unterscheidung "Erfahrung"/"Glauben" wieder zum Leben erwecken (DennettVs). McGinn: der (phänomenologische) Inhalt der Erfahrung ist durch den intrinsischen Zustand des Gehirns bestimmt.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDavidson Physikalismus Vs Davidson, D.
 
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Horwich I 452
Korrespondenz/PhysikalismusVsDavidson/Rorty: der Physikalismus versucht immer noch, eine „Korrespondenz“ zu finden. (>Reduktionismus).

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Positivismus Vs Davidson, D.
 
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Horwich I 457
PositivismusVsDavidson: würde zu wenig auf die „harten Tatsachen“ geben. Damit trivialisiere er den Begriff der Wahrheit.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Putnam Vs Davidson, D.
 
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McDowell I 177
PutnamVsDavidson: wenn die Ursache-Wirkungs-Beschreibung komplett ist, dann können die Geräusche, die wir äußern, keineswegs mehr sein, als bloßer "Ausdruck unserer Subjektivität".
Putnam III 154
Unverträglichkeit/Sprache/Theorien: (finden Goodman und Davidson so spannend): Punkt,Linie, Grenze usw. werden in den Versionen verschieden verwendet. Bsp " Punkte sind konvergierende Mengen konzentrischer Kugeln ". Unvereinbar mit dem Satz: "Punkte sind keine Mengen, sondern Individuen". Putnam: Das wäre aber allzu einfach! Goodman folgert, entweder es gebe gar keine Welt, oder wir lebten in mehr als einer.
Davidson: das eigentlich anerkannte Phänomen der äquivalente Beschreibungen beinhalte irgendwie einen logischen Widerspruch.
PutnamVsGoodman, PutnamVsDavidson: wir sollten schlicht den Gedanken fallen lassen, die oben erörterten Sätze bewahrten ihre so genannte "Bedeutung" wenn wir von einer Versionen zur anderen übergehen.

Putnam I 263
PutnamVsGoodman/PutnamVsDavidson: Bsp Punkt: wir sollten einfach die Vorstellung aufgeben, dass die verschiedenen Sätze über einen Punkt als konzentrische geschrumpfte Sphäre oder als Raumteil etwas bewahren, was ihre "Bedeutung" genannt wird, wenn wir von einer Version zur anderen übergehen. Gebrauchstheorie/Putnam: hier muss gar nicht entschieden werden, ob eines solche Änderung des Gebrauchs eine Änderung der Bedeutung ist!
((s) Bsp Sinus in der Analysis bzw. in der elementaren Trigonometrie. Kursbuch 8 S 80, Waismann).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsDavidson Quine Vs Davidson, D.
 
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Willard V. O. Quine
Davidson I 42
QuineVsDavidson: antwortete in "Der Kerngedanke des dritten Dogmas" (Th. und Dinge): Davidsons Darstellung seines Dualismus von Schema und Inhalt involviere eine Trennung von Begriffsschema und Sprache, aber er habe nicht an Trennung gedacht sondern der Begriff des uninterpretierten Inhalts sei nötig, um den Begriffsrelativismus begreiflich zu machen.
Davidson II 92
Quine: privilegierter Zugang - Davidson Handlung/QuineVsDavidson: "well-swept ontology": nicht mehr als physikalische Objekte und Klassen. ((s) Also Handlung kein Gegenstand, aber Ereignis?) (> Ontologie).
II 97
Eine Identitätsaussage "a = b" für Ereignisse ist genau dann wahr, wenn a und b identische Ursachen und Folgen haben.
II 98
Idee: daß er kausale Nexus aller Ereignisse eine Art Koordinatensystem analog dem von materiellen Dingen in Raum und Zeit aufspannt, in dem jedes Ereignis eindeutig bestimmt ist. QuineVsDavidson: das Kriterium setze bereits voraus, daß wir wissen, was es uns erst sagen soll. Ursachen und Folgen sind wieder Ereignisse, und jedes Ereigniss hat genau eine Platz im Netz. Unendl. Regreß. Davidson verwirft daraufhin seine Idee. Er übernimmt Quines Identitätskriterium, für materielle Objekte: Eine Identitätsaussage "a = b" für materielle Objekte ist genau dann wahr, wenn a und b dieselben Raum-Zeit-Koordinaten haben.

Quine II 56
Empirismus/Quine: Reize machen nicht wahr, sondern führen zu verbrieften Überzeugungen. Quine: Davidson hat recht, dass Tarski nichts hinzuzufügen ist, wenn es um den Wahrheitsbegriff geht.
QuineVsDavidson: Worin ich jedoch eine Verquickung von Wahrheit und Glauben verspüre, ist dass Davidson wenn er von "Erfahrungsgesamtheit" und "Oberflächenreizung" spricht, keinen Unterschied macht zwischen diesen und den "Tatsachen" und der "Welt".
Quine: Erfahrung und Oberflächenreizungen sollen nicht Grundlage der Wahrheit abgeben, sondern Grundlage der verbrieften Überzeugung.
Empirismus: Wenn der Empirismus als Wahrheitstheorie gedeutet wird, dann ist es zu recht, dass Davidson ihm das dritte Dogma unterstellt und verwirft, zum Glück geht damit der Empirismus als Wahrheitsteheorie über Bord.
Empirismus: Als Theorie der Belege bleibt uns der Empirismus jedoch erhalten. Allerdings minus die beiden alten Dogmen.
Quine: das Dritte Dogma bleibt unangetastet: jetzt allerdings mit Bezug auf verbriefte Überzeugungen! Es hat sowohl einen deskriptiven, als auch einen normativen Aspekt. Und in keinem dieser Aspekte kommt es mir vor wie ein Dogma. Es ist das, wodurch wiss. Theorie zum Teil empirisch wird, nicht bloß ein Streben nach innerer Kohärenz.

Quine VI 57
proximal/distal/DavidsonVsQuine: der Reiz sollte lieber in der gemeinsamen Welt lokalisiert werden als an den privaten Außenflächen des Körpers. Die Welt sollte die gemeinsame Ursache sein. Lieber eine gemeinsame Situation als ein Kaninchen oder irgendein Körper. Wir sollten uns eine Ontologie von Situationen zu eigen machen.
VI 58
proximal/distal/QuineVsDavidson: ich bleibe lieber dabei, unsere Reizungen am neuralen Input festzumachen. Mich interessiert ja gerade die Frage des Transports der Wahrnehmungsindizien von den Nervenenden bis zur Proklamation der Wissenschaften. Mein Naturalismus würde es mir (wenngleich nicht dem interpretierten Individuum) erlauben, mich freizügig auf Nervenenden, Kaninchen oder beliebige sonstige physikalische Objekte zu beziehen.
VI 59
"Gemeinsame Situationen" sind mir zu vage.
VI 62
private Reizbedeutung/QuineVsDavidson: ich lokalisiere sie nach wir vor an den Außenflächen des Individuums (proximal): damit bleiben auch seine Reizbedeutungen privat. Es wäre mir im Grunde völlig gleichgültig, wenn sie so idiosynkratisch ausfielen wie die internen Nervenstrukturen der Individuen selbst!
VI 63
Draußen an der Luft haben wir es jedenfalls mit unserer allgemein zugänglichen Sprache zu tun, die ein jeder von uns ungehindert auf seine je eigene Weise neuronal internalisieren mag.
VI 136
Theorie/empirische Äquivalenz/empirisch äquivalent/Quine: : wir schränken unsere Betrachtung nun auf globale Weltsysteme ein, um die Frage nach der der Einbettung beider Theorien in einen umfassenden Kontext zu vermeiden. Bsp wir stellen uns also ein alternatives Globalsystem vor, dass mit unserem empirisch äquivalent ist, aber auf exotischen Termen beruht.
VI 137
Wenn diese Theorie genauso einfach wie unsere ist, eliminieren wir alle exotischen Terme wie "Phlogiston" oder "Entelechie", da sie keine Vorhersagekraft haben. Hier greifen also tatsächlich Kohärenzerwägungen! (>Kohärenztheorie).
Tatsächlich gibt es aber Fälle, wo wir auf theoriefremde Elemente zurückgreifen: Bsp Computer zur Lösung des Vierfarbenproblems, Bsp zusätzliche Wahrheiten der Zahlen Theorie durch Exkurse in die Analysis.
Angenommen,, die alternative Theorie sei genauso einfach. Die exotischen Terme decken aber keine neu hinzukommenden beobachtbaren Sachverhalte ab.
VI 138
Quine: empfiehlt den "sezessionistischen" Standpunkt: man verwerfe alle Kontexte, in denen die exotischen Terme vorkommen. Durch diese Ungleichbehandlung rechtfertigen wir zwar nicht damit, dass unsere eigene Theorie die elegantere ist, doch wir können geltend machen, dass wir über unsere eigene Theorie hinaus keinen Zugang zur Wahrheit haben. Der umgekehrte Standpunkt wäre der ökumenische: beide Theorie wären demnach zugleich wahr.
VI 139
Davidson: Variante: man lasse beide Theorien gelten und fasse das Wahrheitsprädikat so auf, dass es in einer umgreifenden und theorieneutralen Sprache, in der beide Theorien formuliert sind, zitattilgend operiert. QuineVsDavidson. das wirft Fragen im Hinblick auf die umfassende Sprache auf. die Variablen müssten sich weiter erstrecken, aber wieviel weiter? Wie stünde es mit der Wahrheit? Wir müssen hier irgendwo Einhalt gebieten. Wir wollten ja keine dritte Theorie.
Der sezessionistische Standpunkt kann ebenso gut den gleichen Anspruch der konkurrierenden Globaltheorien würdigen. Das Gütezeichen des Berechtigtseins, wenn auch nicht der Wahrheit, vermag er nach wie vor unparteiisch zu vergeben.
VI 140
Er kann auch zwischen beiden Theorien wechseln, und jeweils solange die Terme der anderen Theorie für sinnlos, die der eigenen für wahr erklären.
XI 156
Ereignis/Identität/QuineVsDavidson/Lauener: die Identität von Ereignissen ist ein Pseudoproblem.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsDavidson Rorty Vs Davidson, D.
 
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Richard Rorty
VI 88
Wahrheit/Zitattilgung/DavidsonVsRorty: habe ihn falsch interpretiert, als er ihn als Vertreter der Zitattilgung hinstellte. Rorty sei der Teil des Inhalts des Wahrheitsbegriffs entgangen, der von W Theorien erfasst wird.
VI 89
RortyVsDavidson: keine Ahnung, warum Davidson glaubt, "Wahrheit" sei von zentralerer Bedeutung für die Erklärung des Sprachverhaltens als die übrigen Begriffe (Bedeutung, Überzeugung, Bejahung, usw.).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDavidson Ryle Vs Davidson, D.
 
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II 84
Konklusion/Davidson: Wie Aristoteles faßt Davidson die Konklusion direkt als Handlung auf. RyleVsDavidson: Schlüsse ziehen ist keine Handlung!

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969
VsDavidson Searle Vs Davidson, D.
 
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John R. Searle
Brandom I 923
SearleVsDavidson/Repräsentation: Gehalt muß intrinsisch sein. Inhalt von Überzeugungen und Absichten muß verständlich sein, bevor die Analyse des Gebrauchs erfolgt. Nach diesem Modell kann der Gehalt nicht durch den Gebrauch übertragen werden.
Davidson II 112
Nur folgendes Kriterium ist möglich: (K2) Handlung x ist intentional unter der Beschreibung d nur dann, wenn
-der Akteur einen Primärgrund g für x unter der Beschreibung d hat und
-g x auf die richtige Weise verursacht.
SearleVsDavidson: schlägt vor zwischen zwei Arten von Intentionen zu unterscheiden:
a) "prior intentions" und
b) "intentions in action" Intentionale Handlung nur, wenn das erste das zweite verursacht. Weitere Bedingung:"planbare Regulatrität" Planbarkeit hängt aber vom Rest der Überzeugungen ab, und ist daher nie vollständig explizierbar.
Um zu erklären, wie es offenbar trotz der allgegenwärtigen Möglichkeit abweichender Kausalketten gelingt, Handlungen durch Angabe des stärksten Grundes zu rationalisieren, ist Davidson zu einer Revision der soimplen syllogistischen Lesart der Erkläfungsrelation gezwungen.

Searle I 28/29
SearleVsDavidson: Aus dem Eifer, an den traditionellen Kategorien festzuhalten, erwächst manch seltsame Terminologie: "anomaler Monismus" "Token-Identität" usw.
Searle I 147
Sobald man erkennt, dass es Formen der Verursachung gibt, die von unten nach oben verlaufen, gibt es für den Begriff der Supervenienz in der Philosophie des Geistes nichts mehr zu tun. Und die Analogie zur Ethik ist einfach nur eine Quelle der Verwirrung. (SearleVsDavidson).
I 148
Wie Wittgenstein sagt: Wenn du um verschiedenartige Möbelstücke nur genug Papier herumwickelst, kannst du sie alle so aussehen lassen, als hätten sie dieselbe Form.
Searle II 238
parataktische Analyse/Davidson: Bsp Galilei sagte, dass die Erde sich bewegt. Sei äquivalent mit: Die Erde bewegt sich.
Galilei sagte das.
Searle: der Nebensatz des ersten sowie der zweite Satz sind völlig extensional. Nach Davidson werden Galilei und ich durch meine Zustimmung „Gleichsager“.
SearleVsDavidson: wir sind gar nicht Gleichsager, denn ich sage bloß, dass Galilei es gesagt hat. Außerdem ist der Nebensatz intensional.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsDavidson Strawson Vs Davidson, D.
 
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EMD II 189
Wahrheitstheorie/WT/Bedeutungstheorie/BT/Strawson: Sätze, die Handlungen zuschreiben, sind empfindlich für adverbiale Modifikation, z.B. wenn die ausgedrückte Proposition jede andere Proposition enthält, wenn man die Modifikatoren wegläßt. BT/WT/Davidson/Strawson: eine Theorie wie die seine referiert auf wohlverstandene logische Strukturen, die unterhalb der Oberfläche der handlungszuschreibenden Sätze liegen.
"Adverbiale Theorie"/StrawsonVsDavidson: ich bevorzuge eine Theorie, die die Erklärung näher an der Oberfläche der Alltagssprache sucht, und damit allerdings komplexere basale Syntax anerkennt als Davidsons Theorie. ("Adverbialer Zugang").
Der Kontrast zwischen beiden Theorie ist eine Frage der Tiefe und Allgemeinheit: StrawsonVsDavidson: ob wir unser Verständnis in logischen (Oberflächen-) Strukturen suchen, die von der Grammatik abweichen.
EMD II 193
VsVs/StrawsonVsDavidson: es bleibt aber mysteriös, daß die tatsächliche Beherrschung der aktualen Sprache durch die Beherrschung einer potentiellen Sprache (Davidsons Theoreme) erklärt werden müßte.
adverbialer Zugang/StrawsonVsDavidson: statt dessen: der adverbiale Zugang ist viel direkter. Hier kann sich der Erfolg des Anspruchs auch direkter zeigen.
EMD II 194
Damit wird nicht geleugnet, daß wir Paraphrasen zuhilfe nehmen könnten oder äquivalente Sätze mit anderer grammatischer Struktur. Aber Davidsons Programm wird dadurch unattraktiver, ein Programm, das von Anfang an darauf festgelegt ist, unser Erfassen durch jene stark beschränkten Strukturen zu erklären, nämlich den Prädikatenkalkül.
EMD II 197
Sprachformen müssen natürlich berücksichtigt werden,
EMD II 198
wenn wir unsere Theorie nach Einfachheit, Plausibilität und Realismus einschätzen. StrawsonVsDavidson: und genau hier hat sein Ansatz Probleme. 2. der zweite Grund, warum es möglich ist, extra syntaktische Überlegungen von außerhalb der Sprachphilosophie hereinzubringen:
Handlungen und Ereignisse leiden generell an der Identitätsabhängigkeit von Substanzen.

Strawson IV 139
StrawsonVsDavidson: man kann nicht erwarten, dass ein normaler Sprecher der Alltagssprache den Prädikatenkalkül beherrscht. Das ist aber auch unnötig. Unser Begriffsschema ist raumzeitlich.
IV 141
Weiteres Problem: Ontologie: Nominalisierung von Redeteilen Bsp "Das Küssen".

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsDavidson Tarski Vs Davidson, D.
 
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EMD II 340
TarskiVsDavidson/Kripke: an einer Stelle (§5) bringt er ganz explizit das, was für Davidson das rote Tuch ist: für jeden Satz T() ↔ .

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsDavidson Williams, M. Vs Davidson, D.
 
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Rorty VI 230
Skeptizismus/Davidson: da er bereits gezeigt habe, dass die meisten unserer Überzeugungen wahr sein müssen, sei der Skeptiker schon geschlagen. Überzeugung/M. WilliamsVsDavidson: hat nicht wirklich gezeigt, dass die meisten Überzeugungen wahr sein müssen.
M. WilliamsVsDavidson: leitet sowohl die Kohärenz als auch die Korrespondenztheorie aus dem Prinzip der Nachsicht ab.
Prinzip der Nachsicht: Vorstellung von einem unproblematischen Zugang zu bestimmten kausalen Beziehungen.
Williams: damit ist das Spiel vorbei, ehe es angefangen hat!
VI 231
M. WilliamsVsDavidson : sofern wir nicht schon eine Möglichkeit haben, Kohärenz mit Wahrheit in Verbindung zu bringen, könne wir unmöglich wissen, dass unsere Überzeugungen in Davidsons Sinne interpretierbar sind! Williams zitiert hier Peter KleinVsDavidson: "er kann nur zeigen, sofern es Überzeugungen gibt sind sie im großen und ganzen wahr."
Rorty: aber Klein fährt fort: "dazu müssten wir wissen, dass es außerhalb unserer Körper Ereignisse gibt, die in kausaler Wechselwirkung mit Zuständen unserer selbst stehen."
Davidson/Rorty: er würde sicherlich dem ersten Teil zustimmen, und um den zweiten dass (ob es überhaupt Überzeugungen gibt) braucht er sich nicht den Kopf zu zerbrechen!
VI 232
Skeptizismus: M. Williams hegt Zweifel, ob wir überhaupt Überzeugungen haben. Aber diese Art des Skeptizismus ist gar nicht die von Descartes oder Stroud! Überzeugungen/M. WilliamsVsDavidson: (Davidson: die meisten Überzeugungen sind wahr): löst nicht das Problem des Skeptizismus, sondern verlagert es auf das Problem der Unerforschlichkeit der Referenz.
Gehirne im Tank/GIT: Bsp der externe Interpret der Gehirne im Tank hat keinen Grund zur Annahme, dass seine Vorstellung von dem, worüber das Gehirn im Tank da redet, "dem Selbstverständnis" des Gehirns im Tank entspricht!
VI 233
DavidsonVsWilliams: würde zurückfragen: "Warum glaubst du denn, dass wir (als Gehirne im Tank) nicht dächten, dass sich unsere Äußerungen auf Ereignisse im Computer beziehen? Das "Selbstverständnis" ist nur eine Spielart der "epistemischen Situation". (Beide sind nach Davidson Formen des "Schemas" im Sinne des Dualismus Schema/Inhalt).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDavidson Wittgenstein Vs Davidson, D.
 
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Davidson II 84
Davidson/Aristoteles: praktischer Syllogismus, Ursachen sind Gründe - WittgensteinVs: Ursachen nicht empirisch sondern durch Sprachkompetenz erkennbar.
II 85
Alle Argumente dieser Art gehen davon aus, daß zwischen Grund und Handlung eine derart enge logisch-konzeptuelle Relation besteht, daß Gründe und Handlungen nicht als zwei distinkte Ereignisse verstanden werden können. Nur als numerisch verschieden könnten sie in einer Ursache-Folge-Beziehung stehen. Das würde jedoch durch die deduktive Relation verhindert. DavidsonVsWittgenstein ("Actions, Reason and Causes") Das ist eine Scheinlösung: Wesentlich für die Relation ist, daß der Handelnde die Handlung ausführt, weil er Gründe hatte. Man kann auch einen Grund haben, ohne aus diesem Grund zu handeln. Was uns interessiert ist der Grund, aus dem der Handelnde x tat, nicht irgendein Grund. solange dieses "weil" nicht erklärt wird, wird die tatsächliche Erklärungsleistung von Erklärungen aus Gründen nicht ausgeschöpft.
Dieses Defizit ist nur vermeidbar wenn wir annehmen, daß "Rationalisierung eine Spezies kausaler Erklärung" ist.

Dummett I 111
Wende zur Sprache: Wittgensteins Tractatus Grundsatz der analytischen Philosophie: der einzige Weg zur Analyse des Gedankens führt über die Analyse der Sprache. Davidson geht immer von einer Bedeutungstheorie aus,
WittgensteinVsDavidson: dagegen vermeidet in seinen Spätschriften die Aufstellung einer allgemeinen Theorie der Bedeutung, da er meint, jeder Versuch einer systematischen Erklärung der Sprache könne gar nicht anders, als verschiedene Phänomene in eine einzige Beschreibungsform zu zwängen: Verzerrung.
Aber auch Wittgenstein ist der Meinung, daß das Ziel der Philosophie ist, uns instand zu setzen, durch Übersicht über das Funktionieren der Sprache und damit über die Struktur unserer Gedanken die Welt richtig zu erkennen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsDavidson Verschiedene Vs Davidson, D. Davidson I 114
SchulteVsDavidson: die Kehrseite des von ihm als einzig der Theorie zugänglich erachteten "buchstäblichen" Bedeutungsbegriffs ist, daß viele interessante Phänomene zu Gerümpel geworfen werden, zumindest als theoretisch nicht erfassbar bezeichnet werden.
II 70
VsDavidson: (Rüdiger Bittner): Daraus, daß Überzeugungen nur in Mustern festgestellt werden können, folgt nicht eine Vernünftigkeit von Meinenden. Es folgt nur, daß Meinungsforscher auf diese Art verfahren müssen GlüerVsBittner: Davidson "undurchschauten Verifikationismus" vorzuwerfen erscheint unbedacht: Die grundlegendste Annahme ist eben die Öffentlichkeit der Bedeutung und des Überzeugungsinhalts.
VsEreignisontologie: versch. Autoren: Ereignisse sind eigentlich überflüssig, weil adverbiale Modifikationen auch mit sparsamerer Ontologie realisiert werden können. Montague, Clark, Parsons: "Modifier-Theorie": keine Ereignisse, nicht beschränkt auf "restriktive" Adverbien, jedoch komplexerer logischer Apparat.
Davidson II 97
Jaegwon Kim: Ereignisse nicht als individuierte Individuen, sondern mit Hilfe von Eigenschaften identifizieren. Davidson fundiert seine gesamte Philosophie durch die Ontologie partikularer Ereignisse. Unterscheidung zwischen Ereignistoken und Beschreibung.
II 141/142
HaugelandVsDavidson:Es ist nicht ohne weiteres klar, daß der Term "Ereignis" in (NK) und (KI) bedeutungslgleich verwendet wird. (Makro/mikro). Die Identitätsbeziehungen zwischen Makro- und Mikro-Ebene sind nicht trivial. Davidsons Argument ist nicht ohne Zusätze schlüssig, die eine eineindeutige Zuordnung ermöglichen. Weitere Frage: Reichweite des Arguments: Davidson läßt offen, ob es mentale Ereignisse geben kann, die außerhalb jeder kausalen Interaktion mit physischen Ereignissen stehen.
Ein nicht mit physischen Ereignissen interagierendes Ereignis wäre dementsprechend kausal impotent und schwerlich als solches identifizierbar. (Andere AutorenVs: Annahme sinnlos!).
1.Vs: Jaegwon Kim: Das Supervenienzprinzip widerspreche der Anomalismusthese. Wenn jedes mentale token physikalisch eindeutig zu beschreiben sei, wäre es dann nicht möglich, ein extensionsgleiches physikalisches Prädikat P zu bilden? ..+.. II 145 f II 147
II 150
2.Vs Wird nicht das Mentale kausal irrelevant? (Fodor: "epiphobia": Furcht vor dem Epiphänomenalismus). 3.HaugelandVsDavidson: Kritik gegen die ontologischen Voraussetzungen der Tokenidentitätsthese. Der Begriff des Ereignisses enthält, wie wir gesehen haben, Mehrdeutigkeiten.(Mikro/Makro).
Lanz I 281
Sind Mikroereignisse identisch mit alltäglichen Ereignissen? Haugeland: Bsp Wllenbewegungen sind physikalisch kaum zu beschreiben. + Heißt das nicht aber: was als ein einzelnes Token gilt, hängt von der Beschreibung ab? Wäre es nicht plausibler anzunehmen, verschiedene Diskurse sortierten nicht nur unterschiedlich, sondern konstituierten auch unterschiedliche Individuen? Haugeland: Die Welt ist uns genausowenig in Form vorgefertigter Individuen gegeben, wie diese schon unabhängig von unseren Mitteln der Beschreibung kategorisiert sind. Auf mentale Entitäten übertragen hätte das fatale Folgen für die Tokenidentitätsthese, denn Davidson verfügt über kein unabhängiges Argument für ihre Identifikation mit Ereignissen. LanzVsDavidson: wenn Repräsentation nur durch Kausalität bestimmt, kein Irrtum möglich.
EMD II 220
James CargileVsDavidson: 1. man könnte denken "Shem schlug Shaun" bestünde aus zwei Namen und einer zweistelligen Relation. aber das ist falsch. 2. der Satz ist in Wirklichkeit eine dreistellige relationale Form mit zwei Namen und einem Existenzquantor.





D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsDavidson Bigelow Vs Davidson, D.
 
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I 276
Kausalrelation/Davidson/Bigelow/Pargetter: besteht, gdw. es eine Weise der Beschreibung der Ereignisse gibt, so daß sie unter ein allgemeines Kausalgesetz gebracht werden können. BigelowVsDavidson: (s.o.) die Kausalrelation ist vielmehr lokal statt global.
BigelowVsDavidson: die Natur der Kausalrelation leitet sich nicht von der Existenz eines zugrundliegenden Gesetzes ab.
I 277
Bigelow/Pargetter pro Davidson: allerdings erfordern die Wahrheitsbedingungen einer singulären Kausalaussage die Existenz einer Relation (aber nicht unter einer Beschreibung).

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsDavidson Avramides Vs Davidson, D.
 
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Avra I 119
Antireduktionismus/Avramides: der Antireduktionist braucht nicht Denken ohne Sprache (DoS) zu leugnen. Aber wenigstens ein Antireduktionist macht diese Position nicht kompatibel mit ontologischer Asymmetrie:
Davidson: eine begriffliche Symmetrie zwischen dem Semantischen und dem Psychologischen beinhaltet eine ontologische Symmetrie. (vgl..Dav 1984e und 1982).
AvramidesVsDavidson: das funktioniert nicht:
Glauben/Überzeugungen/Davidson: ist zentral für alle Arten von Denken. Das System (endlos verknüpfter) Glaubenseinstellungen identifiziert einen Gedanken indem es ihn in einem logischen und epistemischen Raum ortet.(94). ((s) > Holismus).
Avramides: damit sagt er, daß es kein DoS geben kann.
1. ein Wesen kann einen Glauben nur haben, wenn es einen Begriff von Glauben hat,
2. ein Wesen kann einen Begriff von Glauben nur haben, wenn es Teil einer Sprachgemeinschaft ist.
Davidson: genauer: es muß keinen Begriff von einer bestimmten Überzeugung haben, nur einen allgemeinen. Für den allgemeinen Begriff von Glauben muß das Wesen sich vorstellen können, was es heißt, sich zu irren. (Dav 1984e,S.157)
I 120
Dazu braucht es die Vorstellung einer objektiven öffentlichen Wahrheit (um einen Kontext der Interpretation aufzustellen). (Dav 1984e,S.157). AvramidesVsDavidson: das kann man bestreiten entweder, indem man
1. argumentiert, daß man den Begriff des Glaubens nicht braucht um zu glauben oder
2. daß Mitglied einer Sprachgemeinschaft zu sein nicht der einzige Weg ist, den Begriff des Glaubens zu erlangen.
Erfassen/Instantiation/Begriff/Davidson: wegen der Notwendigkeit des Erfassens der intersubjektiven Wahrheit können wir den Begriff des Glaubens nicht instantiieren, ohne ihn selbst zu erfassen und damit zu haben.
I 122
AvramidesVsDavidson: es gibt einen anderen Weg, sich der Unterscheidung subjektiv/objektiv bewußt zu sein,
I 123
ein Weg, der auch sprachlosen Wesen (Tieren) offensteht (106): Lernfähigkeit bei Tieren. Das trifft Bennetts These. Bennett/Avramides: die Bewußtheit der Unterscheidung subjektiv/objektiv ist hinreichend für Lernen. (Dinge zu korrigieren). Dafür müssen sprachlose Wesen nur mit der Umwelt interagieren können.
VsDavidson; sein strenges Erfordernis könnte man als Anthropomorphismus auslegen.
DavidsonVsVs: es geht um Eigenschaften bestimmter Begriffe, nicht um Eigenschaften von Menschen. (Dav 1982,S.319).
Semantik/Psychologie/Davidson: sind wechselseitig voneinander abhängig. ((s) Also keine Asymmetrie sondern Symmetrie?).
DavidsonVsontologische Asymmetrie.
Avramides: für uns ist das eine Ablehnung der begrifflichen Asymmetrie. (Für Davidson auch).
I 124
Davidson: Ablehnung der ontologischen folgt aus der Ablehnung der begrifflichen Asymmetrie. AvramidesVsDavidson: sie folgt nicht daraus. (Für den Antireduktionisten).

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsDavidson Schiffer Vs Davidson, D.
 
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Stephen Schiffer
Avramides I 115
Davidson: unsere psychologischen Begriffe können nicht ohne die semantischen instantiiert werden, weil wir die psychologischen einfach nicht ohne die semantischen erfassen können. SchifferVsDavidson: dito: sie können nicht instantiiert werden, aber sie können doch unabhängig voneinander erfaßt werden!
Denken ohne Sprache/DoS/Reduktion/Avramides: wenn all das richtig ist, dann wird die bloße Intuition, daß es kein Denken ohne Sprache geben kann, nicht hinreichend für einen Antireduktionismus sein.

Schiffer I 125
parataktische Analyse/Davidson/Schiffer: Problem: Quantifikation in dass-Sätze hinein. Dafür muss die Theorie verfeinert werden, denn sonst kann sie folgendes nicht darstellen: Bsp Galileo sagte von einer bestimmten Person, dass sie tolle Lasagne macht
Mehrdeutigkeit:
Bsp Galileo sagte, dass seine Mutter tolle Lasagne macht.
Problem: Sagen de re. (Das verfolgen wir hier nicht weiter).
Fremdsprache/parataktische Analyse/SchifferVsDavidson: folgendes geht nicht: (1’) Galilei a dit que la terre bouge. Galileo a dit que!.
falsche Lösung: „dass“ als orthographischen Teil des semantisch primitiven Verbs "sagen dass" auffassen: Vs: dann gibt es in (1) keinen Term, der die Referenz auf die Äußerung trägt.
I 126
A. Erstes Problem parataktische Analyse/Sagen/Glauben/propositionale Einstellung/SchifferVsDavidson: seine Analyse kann nur auf "Sagen" angewendet werden und nicht auf Glauben ausgeweitet werden.
(3) Galileo glaubte, dass die Erde sich bewegt
Zunächst gibt es Ähnlichkeiten:
1. Die logische Form der Darstellung kann zunächst dieselbe sein.
Galileo glaubte das. Die Erde bewegt sich.
2. "das" ist auch hier Demonstrativum
3. "Glauben" ist auch eine zwei-stellige Relation.
Problem: es kann keine Relation zu aktualen Äußerungen sein. Und dann kann es auch keine richtige zwei-stellige Relation sein.
B(x,u)
Mit einer aktualen Äußerung. Bsp
Galileo sagte etwas
Wenn das wahr ist, dann
(Eu) S(Galileo,u)
I 127
Aber das geht nicht mit Galileo glaubte etwas
(Eu) B(Galileo, u)
LoarVsDavidson/LoarVsparataktische Analyse/Glauben: es könnte eine andere als diese bestimmte Äußerung gewesen sein, die dem Glauben ihren Inhalt gibt. Daher kann sie kein Relatum in dieser Relation sein.

Schiffer I 131
3. Glauben/Schiffer: leider kann man nicht einfach sagen, dass Glauben eine Relation zu einer Äußerungs-Art ist: man muss sagen, zu welcher Sorte von Art!
Vs(4): die Äußerung „die Erde bewegt sich“ hat viele Arten.
eventuelle Lösung:
Die Erde bewegt sich
Galileo glaubte eine Äußerungs-Art zu der die Äußerung gehört, wenn sie denselben Inhalt hat, wie meine letzte Äußerung.
SchifferVs: das geht auch noch nicht, denn „Inhalt“ ist hier ein künstlicher Term, denn wir wissen noch gar nicht, worauf in (3)(Galileo glaubte, dass die Erde sich bewegt) als Relatum referiert wird, wenn wir noch keine Darstellung der inhaltsbestimmenden Eigenschaften haben.
Pointe: hier geht es nicht um den alten (schlechten!) Einwand VsDavidson, dass er sich auf einen unerklärten Begriff von Inhaltsgleichheit stützt. Denn er stützt sich auf gar keinen solchen Begriff!
Inhalt/SchifferVsDavidson: Problem: die Rolle von „Inhalt“ in Davidsons Theorie kann nicht wie von uns gewünscht trivialisiert werden, wenn wir seine Theorie so revidieren, wie wir es wollen. Denn hier kann "das" immer noch auf eine aktuale Äußerung referieren, aber nicht mehr auf ein primäres Vorkommnis, sondern als sekundäres innerhalb des sing Term "die Art Äußerung, die denselben Inhalt hat wie das".
Problem: wir werden die Referenz gar nicht kennen, wenn wir nicht wissen, welcher Begriff von Inhalt hier intendiert ist.
B. zweites Problem
parataktische Analyse/SagenLoarVsDavidson/SchifferVsDavidson: (Loar mündlich): seine Analyse von "Sagen" ist im Konflikt mit einem bestimmten korrekten Prinzip:
I 132
Def primäres Vorkommnis/sing Term/Loar/Schiffer: ein sing Term kommt primär vor, gdw. es nicht echt enthalten ist in einem Vorkommnis eines anderen sing Term. Bsp primär: "Georges Auto" in "Georges Auto ist blau" – Bsp sekundär: hier : „George“.
singulärer Term/Inhaltssatz/ Prinzip /Loar:
(P) Wenn das Vorkommnis eines sing Term t in [Sprecher S sagte dass ..t... ] primär ist, und auf x referiert, dann ist dieser Satz nur dann wahr, wenn S auf x referiert hat.
Bsp Angenommen, ich sage:
Ralph sagte, dass sie das Auto fuhr.
Wobei ich auf ein bestimmtes Auto und eine bestimmte Frau referiere. Dann ist meine Äußerung nur wahr, wenn Ralph auf dieselben Dinge referierte.
Variante:
Ralph sagte, dass sie Georges Auto fuhr Hier muss Ralph irgendwie auf Georges Auto referiert haben, aber nicht auf George!
SchifferVsDavidson: jetzt gibt es für Davidson ein Problem:
(5) Laplace sagte, dass Galileo sagte, dass die Erde sich bewegt
Aus Davidsons Theorie folgt, dass das zweite Vorkommnis von „dass“ das primäre ist. Daraus folgt
SchifferVsDavidson:
1. Prinzip (P)
2. wenn Davidsons Theorie korrekt ist, dann ist das zweite Vorkommnis von „dass“ in (5) ein primäres, mit dem Referenten „die Erde bewegt sich“.
I 133
3. Problem: aber (5) kann korrekt sein, selbst wenn Laplace gar nicht auf diese Äußerung referierte! 4. Ergo ist Davidsons Theorie nicht korrekt.
C. Drittes Problem
parataktische Analyse/Glauben/propositionale Einstellung/SchifferVsDavidson: (dies ist das wirklich dringende Problem): Davidsons Darstellung von
(a) Sam PE, dass Flundern schnarchen ("PE": irgendeine prop Einst)
als
(b) Sam PE das. Flundern schnarchen
kann nicht richtig sein, denn
(1) wir können die gemachte Behauptung und ihre Wahrheit nicht durch (a) kennen, ohne den Inhalt der prop Einst von Sam kennen!
(2) aber man kann die gemachte Äußerung durch (b) kennen, ohne den Inhalt der prop Einst. zu kennen.
Schiffer: (1) scheint korrekt.
Problem: wenn Davidson (2) anerkennt, ist er gezwungen zu behaupten, dass entweder möglich ist, die Wahrheit zu kennen, ohne überhaupt zu wissen, was Sam gesagt hat. Oder dass das Wissen ((s) des Wahrheitswerts) kein Wissen über den Inhalt mit sich bringt.
I 134
Schiffer: Ad (2): ist sicher auch korrekt! Bsp Pierre: La neige est blanche
Donald: Tarski sagte das.
Schiffer: nach Davidson kann man wissen, was Donald behauptete ohne den Inhalt von Pierres Äußerung zu kennen! Und damit ohne den Inhalt von Tarskis Äußerung zu kennen! (…+…)

Schiffer I 135
SchifferVsDavidson: Problem: nach Davidson müsste man eine inhaltsbestimmende Eigenschaft φ kennen, die aber niemand kennt!
I 136
(9) Sam sagte die Art Äußerungen, die φ sind, wie das. Flundern schnarchen.
Fazit/SchifferVsDavidson: um den Einwänden zu entgehen, müsste er das Merkmal φ finden und einbauen, um die Äußerungen zu individuieren.
Aber ein solches Merkmal müsste alle normalen Leuten bekannt sein!
Selbst wenn es das Merkmal gäbe, geht es nicht in das Propositionale Wissen ein.
I 137
Wenn es überhaupt eine extensionale Bedeutungstheorie für eine Sprache gibt, die explizit etwas feststellt, dessen Kenntnis für die Interpretation von ‚Äußerungen hinreichend ist, dann weiß kein Mensch, was es ist, das diese Theorie feststellt.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsDavidson Loar Vs Davidson, D.
 
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I 20
Anomaler Monismus/Davidson/Loar: These: es gibt keine psychophysischen Gesetze. Loar: das betrifft mich nicht, aber das Argument dafür schon: denn dann kann es auch keine funktionalistische Reduktion geben. (Was eine stärkere These ist).
Davidson/Loar: seine wichtigste Prämisse ist: die „konstitutive Kraft der Rationalität“ in der Zuschreibung von Glauben und Wünschen. Ohne gewisse logische Konsistenz können wir gar keine Einstellungen zuschreiben.
Davidson: These es wäre immer möglich, eine Person zu finden, deren Glauben einen anderen Inhalt hat, bei gleichem physischem Zustand. Daher kann eine psychophysische Verallgemeinerung G kein Gesetz sein.
Begründung: mentale und physische Schemata haben verschiedene Festlegungen (commitments).
I 21
mentale Zustände: sind auf Rationalität festgelegt physische Zustände: auf nichts vergleichbares. D.h. ein physischer Zustand ist nie so mit anderen physischen Zustände korreliert, wie ein mentaler Zustand mit anderen mentalen Zuständen.
Kohärenz/Davidson: betrifft mentale Zustände und hat kein Echo im Physischen.
Funktionalismus/LoarVsDavidson: zeigt, dass Davidsons Argument falsch ist.
funktionale Zustände; sind physische Zustände 2. Stufe
strukturelle physische Zustände: 1. Stufe.
LoarVsDavidson: es gibt einen viel einfacheren Grund gegen die Annahme psychophysischer Gesetze:
1. dass es keine 1:1-Korrelation zwischen prop Einst und strukturellen physischen Zuständen gibt.
funktionale Rolle/Loar: kann bei jeder Person anders aussehen, je nachdem, wie sie etwas gelernt hat. Dennoch kann es sein, dass Leute mit derselben Einstellung auch etwas Physisches gemeinsam haben. Aber nach dem Funktionalismus ist das eine Eigenschaft 2 Stufe!
I 22
2. Rationalität/Loar: es wäre überraschend, wenn unsere Theorie der Rationalität strukturelle Parallelen hätte zur Struktur eines physikalischen Systems. Aber das ist nicht Davidsons Argument und es überzeugt auch nicht. Es wäre überhaupt kein Wunder, wenn es bei einer Person eine Korrespondenz zwischen Physischem und Mentalem gibt.
Funktionalismus/Loar: Hauptfrage: kann er die konstitutive Kraft der Rationalität anerkennen? Natürlich! Und er muss es! (s.u. Kap. 4)
These: jedes Prädikat der Form „z glaubt, dass p“ schreibt einen bestimmten funktionalen Zustand zu, der die Rolle des Prädikats in der Theorie festlegt, einschließlich Beschränkungen über die Rationalität.
Problem: das muss in physikalischem Vokabular gesagt werden und wie können wir das mit Propositionen?
I 23
Funktionalismus/LoarVsDavidson: dem Funktionalismus geht es nicht um eine Reduktion von Gesetzen auf Gesetze. Es kann auf beiden Seiten Kontingenzen geben.
I 24
Rationalität: ihre Ingredienzien sind nicht kontingent, aber dass bestimmte physische Zustände sie erfüllen, ist es. Psychologie/Unrevidierbarkeit/Rationalität/Davidson/Loar: andere Autoren lesen Davidsons Argument so: Rationalität ist konstitutiv für rationale Psychologie, die daher unrevidierbar ist.
Und Revidierbarkeit ist ein zentrales Merkmal wissenschaftlicher Gesetze!
Loar: das ist nicht mein Argument.
I 25
Rationalität/physische Zustände/LoarVsDavidson/Loar: These: die Idee ist nicht inkohärent, dass gewisse physische Zustände die Bedingungen der Rationalität ((s) Kohärenz, Konsistenz usw.) erfüllen!

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981
VsDavidson Peacocke Vs Davidson, D.
 
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EMD II 164
Davidson: spricht selbst von der Assimilation eines Übersetzungshandbuchs. PeacockeVsDavidson: das führt uns aber bloß zurück zu dem allgemeinen Begriff der Wahrheit, nach dem wir suchen. (zirkulär).
Davidson: hat selbst vorgeschlagen, daß wenn die Wahrheitstheorie (WT) empirisch wird, wir die Konvention w so verändern müssen, daß jeder Satz der Form
pt (wahr (s,p,t) ↔ A(p.t)) (Sonderzeichen).
als W Satz zählt und die modifizierte Konvention W fordert, daß alle davon ableitbaren W Sätze wahr sind.
PeacockeVsDavidson: aber genau das versperrt den Weg zum Begriff der Wahrheit (schon vorausgesetzt). Unsere Frage ist gerade, was die WB für solche Sätze sind.
Sprache/Gemeinschaft/Davidson/Peacocke: Davidson hat auch vorgeschlagen, daß eine WT für die Sprache einer Gemeinschaft die Zahl der für wahr gehaltenen Sätze maximieren muß und zwar im Licht unserer eigenen Glaubenseinstellungen über die Welt.
PeacockeVsDavidson: das füllt wiederum nicht die Lücke.
EMD II 165
Weil "wahr" in "für wahr gehalten" nicht semantisch träge (sich nicht überträgt?) ist und es hier der allgemeine Wahrheitsbegriff ist, der in "wahr" vorkommen muß, wenn das ein Kriterium für die Akzeptanz von WT für beliebige Sprachen sein soll.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsDavidson Skeptizismus Vs Davidson, D.
 
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Horwich I 451
SkeptizismusVsDavidson/Rorty: wird einwenden, dass es viel mehr braucht als eine Darstellung dessen, was der Feld Linguist braucht. Dieser muss zwar annehmen, dass die meisten unserer eigenen Überzeugungen wahr sind, aber er hat keine Sicherheit, dass es so ist. DavidsonVsVs: dennoch ist es unsere einzige Möglichkeit einen Standpunkt außerhalb des Sprachspiels einzunehmen.
SkeptizismusVsDavidson: damit hat Davidson den philosophischen Punkt verfehlt. Sein Standpunkt ist „nicht weit genug draußen“.
DavidsonVsVs/Rorty: kann nur auf (2) verweisen: 2. Wir verstehen alles über die Relation Überzeugung Welt, wenn wir die Kausalrelation mit der Welt verstehen: (das teilt er mit Kripke): mehr als die Kausalrelation gibt es da nicht zu verstehen.
Das Ergebnis ist ein Übersetzungs Handbuch cum Ethographiereport. („Report“/Quine Davidson: weil man Bedeutungen und Überzeugungen nicht unabhängig von einander herausfinden kann).
Wörterbuch/Rorty: damit haben wir ein Übersetzungshandbuch für uns selbst.
Enzyklopädie/Rorty: Auto Ethnographie.
Welt/Wissen/DavidsonVsKripke/Rorty: über diese beiden hinaus gibt es nichts, was wir über unsere Relation zur Realität wissen können, was nicht schon wissen. Für die Philosophie gibt es hier nichts mehr zu tun.
PragmatismusVsSkeptizismus/Rorty: das ist es, was der Pragmatist dem Skeptiker schon immer gesagt hat. >Korrespondenz:
Korrespondenz/Erklärung/Davidson/Pragmatismus/DavidsonvsKorrespondenztheorie/Rorty: wenn Korrespondenz eine Relation zwischen Überzeugungen und der Welt ist, die sich verändern kann, während alles andere (auch die Kausalrelationen) gleicht bleibt, kann sie keine Erklärung sein.
Erklärung/Wahrheit/Korrespondenz/Davidson/Rorty: wenn als Wahrheit als „Korrespondenz“ verstanden wird, kann sie nicht als erklärender Ausdruck verstanden werden.

Horwich I 497
DavidsonVsKorrespondenztheorie/VsKausaltheorie der Referenz: wenn umgekehrt Referenz durch eine physikalische Relation fixiert wäre, brauchte die Übereinstimmung zwischen den beiden Korrespondenzen eine Erklärung. Denn nach der Kausaltheorie wäre es möglich, dass wir oft oder meist auf Dinge referieren, die wir nicht verläßlich berichten können. Danach wäre es eine interessante empirische ((s) kontingente) Tatsache, dass unsere Überzeugungen im allgemeinen wahr sind und keine Konsequenz unserer Interpretationsmethode.
I 498
Ist das ein Grund, eine solche Theorie anzunehmen? Putnam hat das vielleicht geglaubt. Sicher aber Michael Friedman:

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Castaneda Vs Davidson, D.
 
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Frank I 466
Überzeugung/CastanedaVsDavidson: geht über die Sprache hinaus.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDavidson Suppes Vs Davidson, D.
 
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Esfeld I 363
Theorie/DavidsonVsEsfeld: ("Der Begriff d. Glaubens und die Grundlage der Bedeutung" ,1974): Überzeugungen vom Physikalischen abgesetzt: holistische Theorien haben Interesse an Widerspruchsfreiheit und Kohärenz, das unterscheidet diese Theorien von immer von den Theorien über unbeseelte Objekte.
I 364
Esfeld: pro Davidson: das Mentale ist qua Normativität vom Physikalischen abgesetzt. SuppesVsDavidson: Physik wie Psychologie behandelt offene, nicht deterministische Systeme und diese sind holistisch.

Supp I
P. Suppes
Introduction to Logic Mineola 1999

Supp II
P. Suppes
Models and Methods in the Philosophy of Science: Selected Essays New York 2010

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsDavidson Kim Vs Davidson, D.
 
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Pauen V 125/126
KimVsDavidson/Pauen: 1. letztlich eine epiphänomenalistische Auffassung: damit kann er selbst dem Prinzip 1. (kausale Interaktion zwischen mentalen und physischen Ereignissen) nicht gerecht werden. Und zwar wegen seiner Unterscheidung zwischen mentalen und neuronale Eigenschaften, wobei nur die physischen kausal wirksam seien. DavidsonVsKim/Pauen: "Eigenschaften" sind für ihn hier nichts weiter als Prädikate einer bestimmten Beschreibungssprache. Bei der Supervenienz kommen nicht etwa "zusätzliche" Eigenschaften ins Spiel, sondern lediglich eine zusätzliche Beschreibungsmöglichkeit.
VsDavidson/Pauen: 2. schwerwiegenderer Einwand: fraglich ist die Reichweite von Davidsons Argumenten für den Holismus des Mentalen: der seiner seit die Basis für seine Anomalie These ist.
V 127
Es gibt nämlich eine große Gruppe von mentalen Zuständen, die über propositionale Einstellungen hinausgehen: die Prozesse des phänomenalen Bewusstseins. Bsp Schmerzerfahrungen können doch weitgehend unabhängig von den übrigen Erfahrungen und Überzeugungen einer Person auftreten. Auch über Rationalität.
VsVs: das Argument verliert an Gewicht, wenn Davidson selbst einräumt, dass strikte Gesetze nur in der Physik vorkommen.
Patrick Suppes/Pauen: These: bezweifelt sogar, dass strikte Gesetze auch nur in der Physik diese strikte Rolle spielen.
V 128
VsDavidson/Pauen: 3. Erklärungslücke: Problem: wäre die Psychologie tatsächlich im strengen Sinn irreduzibel, dann könnten Erkenntnisse der Wissenschaften auch grundsätzlich nicht für die Beantwortung psychologischer Fragen benutzt werden. Damit könnte die Beziehung von mentalen und neuronalen Prozessen nicht mehr verständlich gemacht werden. Die Identität wäre in Frage gestellt.
Allerdings wäre der Monismus damit nicht widerlegt. Die Identität könnte gegeben sein, auch wenn eine Kluft zwischen den Beschreibungen bleibt.
Aber es fragt sich, ob von den gleichen Entitäten die Rede ist.

Kim I
J. Kim
Philosophy of Mind 2010

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsDavidson Friedman Vs Davidson, D.
 
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Horwich I 498
Korrespondenztheorie/Kausaltheorie der Referenz/Michael Friedman/M.Williams: (wie Boyd mit der Verläßlichkeit unserer Methoden befaßt): wenn Wissenschaft als rationales Handeln gerechtfertigt werden muss, muss es möglich sein zu zeigen, dass es eine enge Verbindung von Bestätigung und Wahrheit gibt. ((s) Lager: Friedman: „substantieller W Begriff, VsDeflationismus),. Lösung/Friedman: ein statistisches Gesetz für die Verbindung von Bestätigung und Wahrheit. Dies leiten wir von unseren psychologischen und physikalischen Theorien und den Theorien darüber, wie der Geist durch Interaktion mit der Umgebung zu Überzeugungen kommt, ab.
Friedman/M. Williams: weil er Wahrheit innerhalb von Gesetzen verlangt, scheint das einen substantiellen W Begriff zu verlangen.
DeflationismusVsFriedman/M. Williams: aber das stimmt nicht. Und das könnte auch gar nicht sein: Das Zitattilgungsschema liefert die Mittel für semantischen Aufstieg und auch semantischen Abstieg: d.h. Wahrheit kann immer wegparaphrasiert werden. So kann man Friedman paraphrasieren. Bsp
Für jedes p, wenn p durch unsere Methoden bestätigt wird, dann wahrscheinlich p.
((s) ohne Wahrheit).
M. Williams: das involviert Quantifikation über Propositionen oder Sätze (statements). Verwandt mit „Alles was er sagte“, und dafür gibt es ähnliche konventionelle Lösungen.
Wahrheit/FriedmanVs: kann damit aber nicht ad acta gelegt werden: das Zitattilgungsschema allein zeigt nicht den Sprachgebrauch (s.o.).
Kompositionalität/W Theorie/Friedman: These WT verlangt eine kompositionale WT.
Wahrheit/Deflationismus/M. Williams: das heißt aber nicht, dass ein reicherer (substantieller) W Begriff benötigt wird! Das zeigt der Fall von Davidson (s.o.).
Selbst Validierung/Selbst Bestätigung/Überzeugung//Wissenschaft/FriedmanVsDavidson/M. Williams: Friedman These: Selbst Validierung ist möglich. Aber dazu darf nicht angenommen werden, dass unsere Erklärung, wie Referenz bestimmt ist, von vornherein garantiert, dass unsere Überzeugungen wahr sind.
Pointe: d.h. dass Friedman keinen substantiellen W Begriff aus der Tatsache herleitet, dass Wahrheit in Gesetzen vorkommt. (?).
Statt dessen argumentiert er für einen „realistischen“ Ansatz .für Referenz.
I 499
substantieller W Begriff/Friedman: ist dann ein Abfallprodukt davon! Selbst Validierung/Friedman/Zirkel/M. Williams: erscheint zirkulär, weil wir die Methoden gebrauchen, die bestätigt werden sollen.
Ähnlich;:
VsPutnam: Kausaltheorie der Referenz: setzt die Verläßlichkeit voraus, die sie erklären will.
Lösung/PutnamVsVs: es ist nur eine Art „Check der Konsistenz“.
Lösung/Friedman/M. Williams: es ist kein Zirkel, weil nicht von vornherein garantiert ist, dass es unsere besten Theorien sind, die die Verläßlichkeit garantieren.
Wissenschaft/Friedman: eine wichtige Aufgabe ist es zu zeigen, wie Wissenschaft nicht ihre eigene Belegbasis unterminieren kann. Wie Quine sagt:
Wissenschaft/Quine: verteidigt sich von innen, gegen ihre Selbstzweifel.
Friedman/M. Williams: das sieht so aus, als ob Friedman Raum für einen allgemeinen Skeptizismus schafft. Das wird klar wenn er unterscheidet:
a) Kausaltheorien der Referenz
b) Theorien die auf dem Prinzip der Nachsicht basieren, (Davidson).
Referenz/Davidson/M. Williams: nach Davidson ist die Zuschreibung von Referenten eine Sache der Methode unserer Interpretation.
Verläßlichkeit: d.h. dass wir auf Dinge referieren, über die wir verläßlich berichten können ist keine empirische Tatsache, die wir aus „unseren besten Theorien“ ableiten.
Kausaltheorie/Referenz/Friedman: dagegen: spezifiziert Referenz durch Überlegungen, die unabhängig von Wahrheit oder Falschheit der Sätze die wir zufällig akzeptieren, sind.
Überzeugung/FriedmanVsDavidson: das läßt die Möglichkeit offen, dass die meisten (oder alle) unserer Überzeugungen falsch sein könnten.
I 500
Wahrheit/Friedman: dann haben wir etwas signifikantes (substantielles?) gezeigt, wenn wir zeigen, dass unsere Methoden meist wahre Überzeugungen liefern. Aber das geht nur mit der Kausaltheorie, denn sie erlaubt diese selbst kritische Kraft, die am Ende die Selbst Rechtfertigung liefert. Skeptizismus/Friedman/M. Williams: diese Selbstkorrektur ermöglicht Friedman dadurch, dass er allgemeinen Skeptizismus zuläßt.
M. WilliamsVsFriedman: das ist pervers, so wie man eine Krankheit erwirbt aus Freude daran, sie zu kurieren. Außerdem setzt er eine Menge voraus, z.B. die Existenz „unserer induktiven Methoden“, oder die kausale Definition von Referenz.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Millikan Vs Davidson, D.
 
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I 209
Anführungszeichen/AZ/Zitat/Davidson/Millikan: (Davidson,19XX) These: erwähnende AZ sind indexikalisch oder „demonstrativ“. Ihre Füllung liegt semantisch außerhalb des Satzes. So wie Bsp wenn ich auf einen Fisch zeige und sage „Diesen Fisch hab ich gefangen“ der Fisch außerhalb des Satzes liegt.
I 210
Erwähnende AZ/Davidson: so etwas wie Bsp „der Ausdruck mit der hier abgebildeten Form“. MillikanVsDavidson: Angenommen, die AZ allein besorgen die Indizierung. Dann ist die indexikalische Anpassungsrelation eine Relation zu einem Typ von Füllung ((s) der Inhalt spielt keine Rolle).
Aber wenn die Füllung als Teil des Satzes betrachtet wird, dann fragt sich, was das Kriterium dafür ist, wo der Satz endet und wo die Umwelt des Satzes beginnt. Bsp „Ich fing diesen Fisch heute“ ist ein vollständiger Satz mit und ohne Fisch. Dagegen „___“ hat fünf Buchstaben“ ist kein vollständiger Satz. ((s) Das Demonstrativum braucht also nicht im Satz erfüllt zu werden, sondern kann durch Ostension ergänzt werden, Die Füllung von Anführungszeichen ist aber im Satz unverzichtbar.)
AZ/Davidson/Millikan: These: AZ referieren auf die Form des zwischen ihnen stehenden Ausdrucks (Füllung).
MillikanVsDavidson: das ist inadäquat, weil man keinen klaren Begriff von einem Ausruckstyp hat. Ausdrücke werden niemals durch die Form kategorisiert.
Millikan: These: eine Stärke meines Ansatzes ist, dass sprachliche Einheiten zu Typen gruppiert werden können. Aber dabei geht es nie um Form, sondern um niedrigste Typen oder genetische Familien.
Millikan: wenn wir sagen „er hat zuerst dies… und dann das… gezeichnet“, brauchen wir Demonstrativa und Ostension, nicht AZ.
I 211
Einführung/Neuheit/neu/Millikan: wenn wir mit erwähnenden AZ einen ganz neuen Ausdruck einführen, referieren wir auf eine reproduktiv festgelegte Familie . Außerdem sollte das neue Symbol wenigstens zum Teil aus schon bekannten Elementen oder Aspekten bestehen. Sonst fällt das Token nicht innerhalb irgendein Schema Gleiches/Verschiedenes, was notwendig ist, damit man die Nachkommenschaft dieses Ausdrucks (Tokens desselben Typs) erkennen könnte. Artikuliertheit/Artikulation/AZ/Zitat/Einführung/Millikan: einige Zeichen zwischen AZ sind artikuliert, andere nicht: Bsp „Der Buchstabe „c““: hier ist das „c“ völlig unartikuliert, wie ein Name oder Bsp „rot“ in „Das deutsche Wort „rot““.
artikuliert: wenn etwas als Token eines Typs vorgestellt wird, muss es artikuliert sein ((s) Eine Struktur haben).
artikuliert: (zwischen den AZ) Bsp „Die Silbe „rot““ Bsp „Der Ausdruck „König von Frankreich““: artikuliert in dem Sinn, wie ein Satz artikuliert ist, oder eine komplexe Kennzeichnung.
MillikanVsDavison :wenn die Füllung zwischen den AZ ohne signifikante semantische Struktur ist, kann sie kein sing Term sein. Dann ist er eine Kennzeichnung, wenn Sie so wollen.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsDavidson Newen Vs Davidson, D.
 
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Newen I 201
Verhalten/DennettVsKausalerklärung/Erklärung/Verhaltenserklärung/Dennett/DennettVsDavidson/Ryle/Newen: Dennett (wie Ryle): Verhalten nicht kausal erklärbar, sondern durch Wünsche und Überzeugungen als intentionale Einstellungen, nicht Ursachen. (DennettVsDavidson).
I 205
Überzeugung/Intentionalität/intentionale Erklärung/Dennett/Newen: Dennetts Erklärung schließt nicht die These ein, dass es Wünsche und Überzeugungen überhaupt gibt. DennettVsDavidson/VsKausalerklärung/Dennett/Newen: These: die Ebenen (intentional,. physikalisch, funktional) sind getrennt und dürfen nicht verknüpft werden.
mentale Phänomene/Dennett/Newen: sind nur durch die Zuschreibung intentionaler Einstellungen erfassbar.
I 206
VsDennett: Bsp Zahnschmerzen sind ein mentaler Zustand. Dann muss Dennett behaupten, dass der Zustand davon abhängt, ob es für jemand nützlich ist, der Person Zahnschmerzen zuzuschreiben.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsDavidson Cresswell Vs Davidson, D.
 
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I 94
Davidson/CresswellVsDavidson: seine Analyse hilft nicht in Fällen, wo es darum geht, zwei Prädikate zu unterscheiden, die von nichts wahr sind (auf nichts zutreffen).Denn dann gibt es trivialerweise ein y das x’ G-sein ist gdw. es ein y gibt, das x’s F-sein ist. Intensionale Interpretation: hier wird das gleiche gelten, wenn die beiden Prädikate auf nichts zutreffen.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsDavidson Brandom Vs Deflationismus
 
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I 467
Gefahr: daß der Deflationismus sich selbst das Wasser abgräbt. Tatsache: "Schnee ist weiß" - keine Tatsache wird behauptet, wenn man sagt: "Es ist wahr, daß Schnee weiß ist".

NS I 163
Wahrheit/Bedeutung/BrandomVsDavidson: die Zurückführung von Bedeutung auf Wahrheit könnte nur mit einem stärkeren Wahrheits-Begriff gelingen, der nicht zur Verfügung steht. (BrandomVsDeflationismus, BrandomVsTarski). Folgerungsbeziehungen/Brandom: drei Arten von Folgerungen, die die Bedeutung erhellen:
1. solche, die zu weiteren Überzeugungen verpflichten (Bsp deduktive Schlüsse).
2. ...erlauben (induktive und deduktive)
3. ...ausschließen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsDavidson Searle Vs Dekonstruktivismus
 
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John R. Searle
Rorty VI 118
Dekonstruktion/SearleVsDekonstruktivismus/Rorty: nehmen wir an, ich erwische einen dekonstruktivistischen Automechaniker, der mir sagt, der Vergaser sei sowieso nur Text und es gäbe nichts zu reden außer über die Textualität dieses Texts, dann ist die Kommunikation zusammengebrochen. RortyVsSearle: den dekonstruktivistischen Intellektuellen, die mit Glück als Automechaniker untergekommen sind, fällt es nicht schwer, anzugeben, wo ihre Arbeit aufhört, und die Philosophie anfängt.
Der Dekonstruktivismus hat sein Leben nicht mehr verändert, als der Atheismus das Leben seiner Vorfahren. Der Unterschied betrifft die Atmosphäre und das spirituelle Element.
VI 120
Beschreibung/Handlung/Verstehen/Searle: unsere Praktiken werden unverständlich, wenn wir unser Handeln in verschiedenen Arten und Weisen beschreiben, SearleVsDavidson/SearleVsDerrida: vor allem, mit nichtrealistischer oder nichtrepräsentationaler Terminologie. (RortyVsSearle). Searle: einige Sätze können nicht in Frage gestellt werden, ohne dass man die Praktiken selbst in Zweifel zieht. Sie sind Bedingung der Verständlichkeit.
RortyVsSearle: rhetorische Schnörkel, die der Praxis den Anschein geben sollen, an einer gewaltigen Sache festzuhalten, nämlich der metaphysischen Realität.
VI 120
RortyVsSearle: harter Realismus führt zur Metaphysik.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDavidson Burge Vs Descartes, R.
 
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Frank I 699
VerläßlichkeitstheorieVsSkeptizismus/Burge: einige wollen den Skeptizismus dadurch blockieren, dass sie Abgeschlossenheitsprinzipien verneinen. BurgeVsDescartes: ich glaube, wir können sicher sein, dass uns kein deus malignus täuscht. Wir leiten dies Wissen aus unserem Wahrnehmungswissen ab. Das ist nicht transzendental, wie einige Autoren glauben.
BurgeVsDescartes: das Urteil zweiter Stufe (reflektiv) erbt einfach den Gehalt des Gedankens erster Stufe.
Bsp "Wasser ist eine Flüssigkeit": 1. braucht man die Fähigkeit, den empirischen Gedanken erster Stufe zu denken, und
2. ihn sich selbst gleichzeitig zuzuschreiben.
Das Wissen der Inhalte der Gedanken verlangt genausowenig eine vorgeschaltete und separate Untersuchung der Bedingungen wie das Wissen der Inhalte der Wahrnehmung.
Fra I 700
Man weiß den Gedanken einfach dadurch, dass man ihn denkt. Wir haben kein Kriterium, kein Phänomen und keine Empirie.
I 705
BurgeVsDescartes: es ist falsch, die eigenen Gedanken als Objekte zu konzipieren und sich selbst dann ein besonderes Vermögen der Unfehlbarkeit zuzuschreiben. Entweder führt man die neue Entität einer Fähigkeit oder besondere Objekte als neue Entitäten ein. OckhamVs. Bsp Propositionen, die nur gedacht werden können, wenn sie vollständig verstanden worden sind, oder
Vorstellungen, deren esse ihr percipi ist.
Das wären Objekte, über die man keine Fehler machen könnte, wie Gegenstände, die man zugleich von allen Seiten sehen könnte.
I 708
BurgeVsDescartes: Hauptfehler: den Unterschied zwischen apriorischem Wissen und autoritativem Selbst Wissen der ersten Person zu verwischen. Man hat ganz klar keine Autorität darüber zu wissen, ob einer der eigenen Gedanken auf die und die Weise zu individuieren oder zu explizieren ist. Aber das braucht man auch nicht, um zu wissen, dass man sie denkt.
Bsp ich kann wissen, dass ich Arthritis habe und wissen, dass ich das denke, ohne klare Kriterien für Arthritis zu haben.
Es ist eine Binsenweisheit, dass man das, was man denkt gut genug verstehen muss, um es zu denken. Aber daraus folgt weder dass ein solches Verstehen eine Fähigkeit zur Explikation oder Substitution mit sich bringt, noch, dass solches Verstehen immun gegen Irrtümer ist.
Man kann also wissen, welches die eigenen Gedanken sind, selbst wenn man sie nur teilweise versteht.
DavidsonVs: das untergräbt die Autorität der ersten Person.
BurgeVsDavidson: das muss nicht sein, wenn man zwischen Verstehen und Explizierenkönnen unterscheidet.
I 709
Explikation: verlangt ein höheres Maß an Objektivierung: eine begriffliche Beherrschung der Bedingungen, die den eigenen Gedanken zugrunde liegen und eine begriffliche Beherrschung der Regeln, denen man folgt.

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDavidson Putnam Vs Disquotation
 
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Horwich I 431
Wahrheit/Putnam: der einzige Grund den man haben kann um zu leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist, wäre, dass man Physikalist oder Phänomenalist ist. Oder vielleicht ein Kulturrelativist. Wahrheit/Eigenschaft/Putnam.: nur reduktionistische Theorien leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. (PutnamVsDisquotationalismus).
Wahrheit/Putnam: ist eine Eigenschaft – PutnamVsDeflationismus – Rorty: (Spiegel der Natur): Wahrheit keine Eigenschaft.
I 455
göttliche Perspektive//außen/PutnamVsGottesstandpunkt/Rorty: Putnam amüsiert sich wie James und Dewey über solche Versuche. Rorty: er hat aber ein Problem, wenn es um PutnamVsDisquotationalismus geht: dieser riecht ihm zu reduktionistisch, zu positivistisch, zu „behavioristisch“ (transzendentaler Skinnerismus“).
Wahrheit/Putnam: wenn ein Philosoph sagt, Wahrheit sei etwas anderes als Elektrizität weil es wohl Raum für eine Theorie der Elektrizität aber keinen für eine WT gebe,
I 456
und dass die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen (WB) alles sei, was man über Wahrheit wissen könnte, dann leugnet er, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. Damit gibt es dann auch keine Eigenschaft der Korrektheit oder Richtigkeit ((s) >Deflationismus, PutnamVsDeflationismus, PutnamVsGrover. PutnamVs: das heißt zu leugnen, dass unsere Gedanken Gedanken sind und unsere Behauptungen Behauptungen.
Theorie/Existenz/Reduktion/Putnam/Rorty: Putnam nimmt hier an, dass der einzige Grund dafür zu leugnen, dass man eine Theorie für ein X braucht, ist, zu sagen, dass das X „nichts als Y“ sei ((s) eliminativer Reduktionismus).
PutnamVsDavidson: Davidson muss zeigen, dass Behauptungen auf Geräusche reduziert werden können. Dann müsste der Feldlinguist Handlungen auf Bewegungen reduzieren.
Davidson/Rorty: aber dieser sagt nicht, dass Behauptungen nichts als Geräusche seien.
Statt dessen:
Wahrheit/Erklärung/Davidson: anders als Elektrizität ist Wahrheit keine Erklärung für etwas. ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet, wahr ist).
I XIV
VsDeflationismus/Horwich: liefert keine explizite W Definition, sondern beruht nur auf einem Schema (DS).
I XVI
Wahrheit/einfach/unanalysierbar/Russell/Moore/Cartwright/Horwich: wenn Wahrheit unanalysierbarer Grundbegriff ist (VsDeflationismus), dann ist sie völlig bewusstseinsunabhängig. D.h. Wahrheit bekommt etwas Metaphysisches. Problem: dann können wir nicht annehmen, dass die Propositionen die wir glauben, diese Eigenschaft haben. Dann folgt der Skeptizismus.
I 457
Korrektheit/PutnamVsDavidson: obwohl er dessen Abneigung für intentionalistische Begriffe teilt, (und daher Wahrheit nicht als Erklärung ansieht) wünscht er dennoch eine Darstellung dessen, was es für eine Behauptung ist, korrekt zu sein. Putnam/Rorty: das will er, weil er Angst hat, dass die „Innensicht“ des Sprachspiels wo „wahr“ ein wertschätzender Begriff ist – geschwächt wird, wenn sie nicht philosophisch unterstützt wird. Denn:
Wenn Sprache nur Hervorbringung von Geräuschen ist – ohne normatives Element – dann sind die Geräusche die wir hervorbringen nichts als „Ausdruck unserer Subjektivität“.
Normativität/Norm/Sprache/Putnam: warum sollte es keine normativen Elemente im Sprachspiel geben? Das wäre die Innensicht des Sprachspiels.
RortyVsPutnam: hängt damit immer noch einer synoptischen Gottesperspektive an, in der Innensicht und Außensicht des Sprachspiels zusammengebracht werden.
Norm/JamesVsPutnam/DeweyVsPutnam: einen solchen Gottesstandpunkt können wir nicht einnehmen. D.h. wir können unsere Normen nicht dadurch festigen, dass wir sie metaphysisch oder wissenschaftlich abstützen.
Wahrheit/Wertschätzung/PragmatismusVsPlaton/DeweyVsPlatonRortyVsPutnam: wir sollten nicht Platons Fehler wiederholen, und Ausdrücke der Wertschätzung als Namen esoterischer Entitäten auffassen.
I 497
Überzeugung/PutnamVsDavidson: dass die meisten wahr sind, wird nicht durch die Methodologie der Interpretation garantiert, weil der Vorrat an Überzeugungen ständig wechselt. Daher können wir (ii) nur dann einen Sinn geben, wenn wir die Verläßlichkeit des Lernens erklären und das kann nur der Realismus. Kausaltheorie/Korrespondenz/Putnam: der Verläßlichkeit des Lernens: würde uns als verläßliche Signalgeber darstellen. Was würde die WT beitragen? Sie teilt mit, dass der Satz wahr ist gdw. der Zustand besteht. Das ist die Korrespondenz, die in der Kausaltheorie involviert ist, sie ist genau die Korrespondenz die durch die W Def aufgestellt wird.
Deflationismus/Korrespondenz/M. Williams: ihm ist diese minimale Korrespondenz auch verfügbar. D.h. Putnams Argument garantiert keine physikalische Korrespondenz oder eine andere substantielle Theorie.
I 502
Wahrheit/Putnam: muss substantiell sein ((s) erklärende Rolle, Wahrheit als Eigenschaft, PutnamVsDeflationismus). Sonst führt sie zum Kulturrelativismus. PutnamVsKulturrelativismus: ein extremer Kulturrelativist kann sich selbst noch nicht einmal als Denker oder Sprecher betrachten, im Gegensatz zu einem bloßen Geräuschemacher. ((s) Sprechen nicht von Geräusch unterscheidbar). Das ist geistiger Selbstmord.
PutnamVsDisquotationalismus: hat keine erklärende Kraft, wenn nicht etwas über den Begriff der Behauptung gesagt wird.
M. WilliamsVsPutnam: brauchen wir das?
Putnam: um uns selbst als Denker ansehen zu können, muss Sprechen mehr als Geräuschmachen sein und dann müssen wir uns selbst erklären können was es heißt, einen Satz zu verstehen.
PutnamVsmetaphysischer Realismus/M. Williams: obwohl Putnam dieses Bild sympathisch findet, bevorzugt er, Bedeutung in Begriffen von situationsangemessenem Gebrauch zu erklären.
Problem: dass wir nicht dabei stehen bleiben, dass es verschiedene linguistische Praktiken ((s) verschiedene Gemeinschaften) gibt, und daher verschiedene Weisen der Rechtfertigung.
Lösung: ideale Rechtfertigung. Und das ist, wie Putnam Wahrheit versteht.
Wahrheit/PutnamVsDisquotationalismus: wenn wir nichts über Wahrheit in Begriffen der Behauptbarkeits Bedingungen (BB) sagen, erhalten wir keinen Begriff der objektiven Richtigkeit, der dem Kulturrelativismus zu entgehen erlaubt. Dann haben wir Wahrheit implizit mit Behauptbarkeit relativ zu den Normen einer bestimmten Gemeinschaft identifiziert.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Avramides Vs Dummett, Michael
 
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Avra I 8
AvramidesVsDummett/AvramidesVsDavidson: der Ansatz der "Theorie Bauer" ist zu pessimistisch, ihr Pessimismus ist verfrüht bzw. ungerechtfertigt.
I 10
AvramidesVsDummett: seine Gründe sind nicht überzeugend, es bleibt dabei, daß er eine bloße Präferenz ausdrückt. Das "Kennen einer Sprache" ist also komplexer als nur das Kennen von Bedeutungen. Bedeutung/Dummett: mit welchen sprachlichen oder auch außer sprachlichen Mitteln können wir die Bedeutung eines Ausdrucks ermitteln, ohne ihn explizit festzustellen? Oder vielleicht sollte man überhaupt nicht fragen, wie wir etwas Ausdrücken in einer Situation, sondern wie wir Sätze analysieren sollten, die den Begriff der Bedeutung beinhalten.
AvramidesVsDummett: das könnte genauso gut für andere Begriffe gelten.
Analyse/Avramides: ist ein harmloses Mittel, wenn wir Wisdoms Forderung erfüllen. (Und den Gegenstand klar erfassen).
I 12
AvramidesVsDummett: dieser sagt auch gar nicht, warum wir im Fall des Begriffs des Wissens so vorgehen sollten (eine Theorie zu liefern, die alles Wissen der Akteure (der Verwender des Begriffs) erklärt).
Avra I 143
Dummett/Avramides: zeigt dreierlei: 1. Lockes idealistische Theorie ist nicht irreparabel. Man kann sie vervollständigen.
I 144
2. Dummett bewegt sich von der Frage "Was assoziiert einen Begriff oder Gedanken mit eine Wort oder Satz?" zu der Frage: "Was heißt es, einen Begriff oder Gedanken zu verstehen?" AvramidesVsDummett: er hätte genauso gut mit beiden Fragen gleichzeitig anfangen können, wenn beide nicht beantwortet sind, läßt die ideationale Bedeutungs Theorie nur die Zeit verstreichen.
3. AvramidesVsDummett: er hat seine Auffassung dessen, wie wir einen Begriff oder einen Gedanken erfassen, nicht so entwickelt, daß er auch die Zuschreibung von Gedanken an sprachlose Wesen erlaubt. (DoS).
Ich möchte daher eine Erweiterung vorschlagen.
Denken ohne Sprache/DoS/AvramidesVsDummett: wenn wir DoS erlauben (>vgl. Dummett: W.James Lectures. Nr . 8, S. 48f), wie verstehen wir dann diese Art von (sprachlosen) Gedanken? Wir könnten sagen, wir schreiben sie über das Verhalten zu.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsDavidson Schiffer Vs Dummett, Michael
 
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Stephen Schiffer
I 221
Verifikationistische Semantik/Dummett/Schiffer: (nicht wahrheits-theoretisch): Verifikations-Bedingungen (VB) statt Wahrheitsbedingungen (WB). Dummett: (wie Davidson): wir müssen fragen, welche Form eine Bedeutungstheorie (BT) annehmen müsste, um zu erfahren, was Bedeutung ist. Dies BT sollte die Bedeutung aller Wörter und Sätze spezifizieren können. (Dummett 1975, S. 97)
Dummett: pro Kompositionalität (mit Wittgenstein): keine systematische BT ist möglich ohne das Verstehen unendlich viele Sätze zu erklären. Dazu muss man wie Chomsky und Wittgenstein selbst annehmen, dass wir ein implizites Erfassen einiger allgemeiner Prinzipien haben. (Dummett 1978, S. 451).
DummettVsDavidson: die BT muss keine Wahrheitstheorie (WT) enthalten.
Verifikations-Bedingung/VB/Dummett: (für Sätze) die VB werden auch rekursiv spezifiziert. Schiffer: daraus folgt aber noch nicht, dass nicht auch eine kompositionale wahrheitstheoretische Semantik vorliegen könnte.
I 222
Dummett: mit der Spezifikation der VB könnte die BT auch gleichzeitig die WB spezifizieren (Dummett 1978, Vorwort). VB/SchifferVsDummett: es ist gar nicht klar, wie die VB aussehen sollten.
Relationstheorie/BT/Schiffer: als ich VsRelationstheorie argumentierte, hatte ich eine Standard-BT im Sinn. Die Relationstheorie für Glauben ist falsch, wenn Sprachen keine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik (kompwtSem) haben. Sonst wäre sie wahr!
Verifikationistische BT//verifBT/Relationstheorie/Dummett/Schiffer: bei einer verifikationistischen BT (verifBT) könnte die Relationstheorie vielleicht auch wahr sein?

I 225
Gebrauchstheorie/Dummett/Schiffer: für Dummett ist der Sinn der GT: „der Sinn eines Worts ist eindeutig bestimmt durch die beobachtbaren Merkmale seiner sprachlichen Verwendung. (Dummett 1976, 135). SchifferVsDummett: aber was zählt als "beobachtbares Merkmal" und was als "offen gezeigt"?. Denkt Dummett, dass eine Beschreibung des Gebrauchs in rein behavioristischen, nicht-semantischen und nicht-psychologischen Begriffen hinreichend dafür wäre, dass ein Wort eine bestimmte Bedeutung hat? Das wäre zu unplausibel, als dass Dummett das annehmen würde. Dennoch stellt er fest, dass die Beschreibung keine psychologischen oder semantischen Begriffe gebrauchen soll.
Bedeutung/Dummett/Schiffer: soll damit auch für Wesen verständlich werden, die selbst keine semantischen oder psychologischen Begriffe haben! Also sogar für Marsianer. (So versteht ihn auch McDowell, 1981, 237).
McDowellVsDummett: es muss nach Dummett möglich sein, eine Beschreibung unseres Sprachverhaltens zu geben, dass für Außerirdische verständlich ist. Das geht aber nicht, weil das Intentionale“ (inhalts-bestimmende) nicht auf das Nicht-Intentionale reduzierbar ist.
Inhalt/McDowellVsDummett/SchifferVsDummett: ist nicht für außerirdische Wesen erfassbar. ((s) Nicht „sprachlose“, sondern nur solche, die nicht unser intentionales Vokabular teilen).
I 226
Ad. 4: ("wissen, welche erkennbaren Umstände eine Satz als wahr oder falsch bestimmen"). Schiffer: d.h. wie kommen wir vom Behaviorismus zum Anti-Realismus?
Manifestation/SchifferVsDummett: dieser behilft sich hier selbst mit ausgesprochen psychologischen Begriffen!
1. Erkennen (dass die Bedingungen erfüllt sind) ist selbst eine Form von Wissen, die ihrerseits Glauben enthält. Das kann man nicht nicht-psychologisch beschreiben.
2. wie soll man dann die weitere Konklusion erreichen, dass eine gereinigte Zuschreibung eine Fähigkeit zuschreiben sollte, die nur „offen gezeigt“ werden kann? (Das Zeigen behavioristisch verstanden).
Behaviorismus/Dummett/Schiffer: ich schreibe Dummett allerdings keinen Behaviorismus zu, Ich schreibe ihm gar nichts zu, ich wundere mich nur, was seine Position ist.
BT/Dummett: denkt, dass natürliche Sprachen eine BT haben! Ihr Kern werden rekursiv bestimmbare Verifikations-Bedingungen sein.
Anti-Realismus/Schiffer: hier ist Dummett unsicher, ob die BT Falsifikations-Bedingungen haben sollte, aber das wird meine spätere Kritik nicht berühren.
1. Ob das Wissen, dass ein Zustand besteht, als Verifikation eines Satzes zählt,
I 227
könnte von außersprachlichem Wissen abhängen und nicht vom Verstehen des Satzes! Wir brauchen meist Hintergrundinformationen. Verstehen/SchifferVsDummett: dann sollte es nicht um Verifikations-Bedingungen gehen!
direkte Verifikations-Bedingungen/Dummett: muss es für jeden einzelnen Satz geben.
QuineVsDummett/Schiffer: (Quine 1953b): direkte Verifikations-Bedingungen kann es nicht für jeden Satz geben. ((s) ~Theorien sind nicht Satz für Satz verifizierbar).
2. Sicher gibt es bedeutungsvolle Sätze, die keine erkennbaren Bedingungen haben, die den Satz als wahr oder falsch herausstellen würden.
Dummett/Schiffer: besteht dennoch darauf, dass ein Satz als wahr oder falsch gezeigt werden muss und zwar „schlüssig“ (conclusive verifiability). (1978, 379). Das führt zum Anti-Realismus.
((s) Def Anti-Realismus/Dummett/(s): besteht gerade darin zu fordern, dass die Verifikation durchgeführt werden muss, um einen Satz zu verstehen. Der Realismus würde auf die Verifikation verzichten.)
Anti-Realismus/Dummett: man sollte sich dennoch nicht zu stark auf den Anti-Realismus stützen! Denn oft ist eine „schlüssige Verifikation“ nicht zu haben!
Schiffer: also hält Dummett die VB selbst für anfechtbar!
I 228
Schmerz/Verifikation/Wittgenstein/Dummett/Schiffer: Dummett zitiert Wittgenstein mit Zustimmung: dass Schmerzverhalten widerlegt werden kann. (Dummett 1978, S. XXXV) SchifferVsDummett: dann braucht die BT sowohl anfechtbare Kriterien, als auch anfechtbare Bedingungen!
Problem: das trifft auf die meisten empirischen Urteile zu Bsp "Das ist ein Hund".
3. Wir wissen, welche Art von semantischen Werten wir den nicht-logischen Konstanten (Prädikaten und sing Term) in den Bedingungssätzen einer wahrheits-theoretischen Semantik zuschreiben müssen. Aber wie soll das in der Variante mit VB statt WB aussehen?
Lösung/Dummett: die verifikationistische Semantik wird jedem Prädikat ein effektives Mittel zur Verfügung stellen, so dass für jeden Gegenstand festgestellt werden kann, ob das Prädikat auf das Objekt zutrifft, bzw. der sing Term auf den Gegenstand referiert. (…+…)
I 230
Relationstheorie/SchifferVsDummett: die von mir abgelehnte Relationstheorie für propositionale Einstellungen (Glauben als Relation zu Glaubensobjekten) scheint bei Dummett unvermeidlich. ((s) Wegen der Relation von Prädikaten zu Gegenständen, auf die sie verifizierbar zutreffen müssen.). Problem: das kann nur in einer endlichen Theorie geschehen, und für prop Einst müsste sie unendlich sein, weil für jede prop Einst einzeln die VB festgestellt werden müssten.
Relationstheorie/Schiffer: muss prop Einst wie Bsp "glaubt dass Australier zu viel trinken" als semantisch primitiv annehmen – nämlich 2-stelliges Prädikat zwischen Glaubendem und Inhalt).

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsDavidson Davidson Vs Foster, J.A.
 
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EMD II 35
DavidsonVsFoster: mein Fehler war nicht, anzunehmen, dass jede Theorie die korrekte Wahrheitsbedingungen gibt, als Interpretation dienen könnte, Mein Fehler war es aber, (wie Foster sagt) zu übersehen, dass jemand eine hinreichend eindeutige Theorie besitzen könnte, ohne zu wissen, dass sie es ist!
Es war leicht für mich das zu übersehen, denn ich ging von demjenigen aus, der die Theorie selbst konstruiert.
FosterVsDavidson: Frage: ob Davidson deutlich genug gemacht hat, was ein kompetenter Übersetzer wissen muss.
FosterVsDavidson: Davidsons Theorie sei in Ruinen, weil wenn man, um die Übersetzung zu sichern, II 38
einen intensionalen Ausdruck wie "stellt fest" (oder "behauptet") gebrauchen muss.
DavidsonVsFoster: das habe ich aber auch nie versucht!
Mein Versuch, Zugang zu Sprache und Bedeutung zu finden, macht wesentlichen Gebrauch von solchen Begriffen wie Glauben und Intention, aber ich glaube nicht, dass diese Begriffe auf etwas behavioristisches oder wissenschaftliches reduziert werden können.
Ich vermeide wesentlichen Gebrauch von unerklärten linguistischen Begriffen.
Zu sagen, dass ein Interpret notwendig einen sogenannten intensionalen Begriff kennen muss, ruiniert meine Theorie nicht. (Glauben und Intention sind ja auch intensional).
DavidsonVsFoster: hat zwei Probleme nicht genau unterschieden:
1. Ob die parataktische Analyse hier überhaupt angewendet werden kann. (marginal).
2. Ob die Radikale Interpretation bedroht ist, wenn der relevante Begriff "stellt fest" einen unanalysierten linguistischen Begriff verdeckt.
Davidson: ich schlage eine parataktische Semantik für "stellt fest" vor, wenn nicht gezeigt werden kann, dass sie nicht funktioniert.
Referenz/DavidsonVsFoster: es kann nicht hinreichend sein, die gleiche Referenz zu bewahren, denn dann würden alle wahren Sätze dieselbe Tatsache behaupten.
II 40
DavidsonVsFoster: ...das ist keine "notationale Variante", Notation hat damit nichts zu tun. Beide akzeptieren dieselbe Notation, der MöWe-Semantiker und ich. Wir unterscheiden uns in der semantischen Analyse. Referenz/Übersetzung/token reflexiv/Davidson: dass bei der Übersetzung die Referenz gewechselt wird, tritt häufig auf bei (von Reichenbach so genannten) token reflexiven Sätzen.
(Bsp Schnee ist weiß gdw. Schnee..., dies...dies).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsDavidson Hintikka Vs Foster, J.A.
 
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EMD II 15
FosterVsDavidson: eine Wahrheitstheorie (WT) ist nicht mehr echt interpretierend für alle Sprachen, wenn das, was die Elemente bezeichnen das übersteigt, was relevant für die Wahrheit ist. Zu diesen Sprachen gehören mindestens alle extensionalen Sprachen, für die L typisch ist.
VsFoster: es gibt mindestens 4 Möglichkeiten, diese Sichtweise zu attackieren:
1. HintikkaVsFoster: (sinngemäß): Foster liest mehr Bedeutung in eine extensionale Sprache hinein als ihre einfache Syntax erlaubt. In einer solchen Sprache übersteigt die Bedeutung der Elemente eben nicht ihre wahrheitsrelevante Bezeichnungsfunktion.
Die von Foster zusätzlich herangezogenen Bedingungen ("die Erde bewegt sich und..") sind eher ein extensionales Fragment einer reicheren, nichtextensionalen Sprache.
2. VsFoster: keine natürliche Sprache könnte überhaupt rein extensional sein, eine Sprache braucht prop Einst, und die werden nichtextensional zugeschrieben.
3. VsFoster: (schwächer): auch wenn es rein extensionale Sprachen geben kann, sind alle bekannten natürlichen Sprachen nichtextensional. D.h. Fosters Schlußfolgerungen haben wenig Belang.
4.VsFoster: wenn die Methode der WT für eine bestimmte Art nichtextensionaler Sprache hinreichend wäre, können wir es leicht einer extensionalen Sprache anpassen, indem wir die Theorie bloß für eine hypothetische nichtextensionale Sprache konstruieren, von der diese Sprache ein Fragment wäre.
Gemeinsamer Nenner dieser Kritik VsVsDavidson: daß man nicht die Besonderheit der Sprache erfaßt habe, mit der man Davidsons Theorie testet.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsDavidson Putnam Vs Goodman, N.
 
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III 145
Putnam: woher kommen diese Welten überhaupt? PutnamVsGoodman: das ist eine Form von Realismus, die nicht weniger extrem ist als der von Hegel oder Fichte!
III 146
Goodman/Putnam: die Grenzen von natürlichen Arten sind im gewisser Weise willkürlich, wenn auch weniger als künstliche Arten. (III 268, Wasser enthält immer auch H4O2,H6O3, usw.). nicht jede leuchtende Gaswolke gilt als Stern. Manche Sterne leuchten überhaupt nicht. Sind wir es nicht selbst, die durch Einschluss und Ausschluss alle diese verschiedenen Gegenstände einer Kategorie zurechnen? Insofern sind wir es selbst gewesen, die sie zu Sternen gemacht haben. PutnamVsGoodman: nun nimmt Goodman eine gewagte Extrapolation vor: es soll dann gar nichtsgeben, was wir nicht erst zu dem gemacht haben, was es ist.
III 147
Falls wir Goodman in seiner selbstgewählten Sportart schlagen wollen, indem wir einen "bewusstseinsunabhängigen Stoff " namhaft zu machen versuchen, gerade wir offensichtlich in größte Schwierigkeiten. Aber wir können Goodman entschärfen: es gibt tatsächlich einen grundlegenden Unterschied zwischen Ausdrücken wie " Konstellation " und " Großer Bär" einerseits und einem Ausdruck wie " Stern " anderseits.
Die Extension des Ausdrucks "Großer Bär" ist durch eine Sprachkonvention bestimmt. Ein typischer Eigenname, wenn man lernt. Welche Sterne dazugehören, erfahren wir dadurch, dass wir herausbekommen, was man den "großen Bären" nennt.
III 148
Dass er alle diese Sterne umfasst, würde ich nicht als "analytisch" bezeichnen, denn würde eine Erlöschen, sprächen wir zweifellos dennoch weiter vom großen Bären und würden sagen, er umfasse nicht mehr so viele Sterne wie früher. Welche Sterne zum Großen Bären gehören, ist eine Frage, die nicht den Astrophysiker angeht, sondern den Ethnologen oder den Sprachforscher.
Das Wort "Stern" hat (im Gegensatz zum Ausdruck "Großer Bär") eine Extension, die sich nicht durch Angabe einer Liste bestimmen lässt!
Kein Einzelgegenstand gehört schon allein dadurch, dass er Stern genannt wird, zur Extension.
In dieser Hinsicht liegt der Ausdruck "Konstellation" irgendwo in der Mitte zwischen "Großer Bär" und "Stern". Würden wir herausfinden, dass alle Sterne riesige Attrappen sind, würden wir zwar sagen: "eigentlich sind es keine Sterne" aber nicht: "eigentlich ist es nicht der Großer Bär." Würden wir ihn dann nicht mehr als Konstellation ansehen? Das ist doch wohl nicht sicher!
III 149
Goodman: fragt: könnt ihr mir irgend etwas nennen, was wir nicht selbst gemacht haben? PutnamVsGoodman: leichte Antwort: wir haben den Stern Sirius nicht selbst hervorgebracht. Wir haben ihn auch nicht zum Sternen gemacht! Wir haben den Begriff Stern hervorgebracht, und auf Sirius trifft dieser Begriff zu.
Unser Begriff des Junggesellen trifft auf "Joseph Ullian" zu, ohne dass es jedoch unsere Sprachepraxis wäre, die ihn zum Junggesellen gemacht hat!
Objektivität/Putnam: Wir schaffen die Begriffe, aber wir bewirken nicht, dass sie zutreffen.

III 154
Unverträglichkeit/Bedetungswandel/Begriffswandel/Theoriewechsel/Sprache/Theorien: (finden Goodman und Davidson so spannend): Punkt, Linie, Grenze usw. werden in den Versionen verschieden verwendet. Bsp "Punkte sind konvergierende Mengen konzentrischer Kugeln". Unvereinbar mit dem Satz: "Punkte sind keine Mengen, sondern Individuen". Putnam: Das wäre aber allzu einfach! Goodman folgert, entweder es gebe gar keine Welt, oder wir lebten in mehr als einer.
Davidson: das eigentlich anerkannte Phänomen der äquivalente Beschreibungen beinhalte irgendwie einen logischen Widerspruch.
PutnamVsGoodman, PutnamVsDavidson: wir sollten schlicht den Gedanken fallen lassen, die oben erörterten Sätze bewahrten ihre so genannte "Bedeutung" wenn wir von einer Versionen zur anderen übergehen.
III 157
Goodman: Herausforderung: "na schön, dann beschreibt diese Wirklichkeit einmal so wie sie unabhängig von diesen Ausdrucksweisen ist." PutnamVsGoodman: aber warum sollte man eigentlich unterstellen, es sei möglich, die Realität unabhängig von unseren Beschreibungen zu beschreiben? Warum sollte das zu der Annahme führen, es gebe nichts außer den Beschreibungen? Schließlich gilt auch nach unseren eigenen Beschreibungen, dass das Wort "Quark" etwas völlig anderes ist als ein Quark.

I 257
Ontologie/Goodman/Putnam: in gewissem Sinn gibt es nichts, was wir nicht gemacht haben! Man kann sogar Elementarteilchen als geistabhängig auffassen.
Putnam: es ist wirklich schwierig irgendein "geistunabhängiges" Zeug zu finden!
PutnamVsGoodman: tatsächlich gibt es einen Unterschied zwischen Sternbildern (Konstellationen) und Sternen: die Extension von "Großer Wagen" wird durch sprachliche Konvention bestimmt. Man lernt, welche Sterne in der Gruppe sind, wenn man die Bedeutung des Ausdrucks erlernt. Ein typischer Eigenname.
Es ist nicht analytisch, dass der Große Wagen die und die Sterne enthält.
Bsp Wenn einer der Sterne erlöschen sollte, würden wir dennoch von dem Sternbild sprechen.
Wir würden sagen: der Große Wagen enthält nicht mehr so viele Sterne wie früher, so wie jemand Haare verliert und dennoch derselbe Mensch bleibt.
Bsp wenn ein neuer Stern auftauchte, würden wir ihn aber nicht automatisch zum Sternbild zählen!
Welche Sterne zum Sternbild gehören, ist eine Frage für den Anthropologen oder Linguisten, nicht für den Astrophysiker.
I 257/258
Der Ausdruck "Stern" hat im Gegensatz zum Ausdruck "Großer Wagen" eine Extension, die nicht durch eine Liste festgelegt werden kann. Kein Gegenstand liegt in der Extension von "Stern" weil er als Stern bezeichnet wird. Bsp Jemand der glaubt, dass der Sirius eine riesige Glühbirne ist, würde dadurch nicht zeigen, dass er den Ausdruck "Stern" nicht zu gebrauchen weiß!
Umgekehrt würde jemand der bezweifelt, dass diese Konstellation der Große Wagen ist, dadurch zeigen, dass er den Ausdruck "Großer Wagen" nicht zu gebrauchen weiß!
Bsp Wenn Außerirdische alle Sterne des Großen Wagens durch riesige Glühbirnen ausgetauscht hätten, dann würden wir sagen: "Das sind in Wirklichkeit gar keine Sterne" aber nicht: "Das ist in Wirklichkeit nicht der Große Wagen".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsDavidson Davidson Vs Holismus
 
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I 98
Irrtümer sind schwer auszumachen und zu erklären, wenn der Holismus nicht irgendwie begrenzt wird.
II 70
RI/Überzeugungsholismus/BittnerVsDavidson: (Rüdiger Bittner): daraus, daß Überzeugungen nur in Mustern festgestellt werden können, folgt nicht eine Vernünftigkeit von Meinenden. Es folgt nur, daß Meinungsforscher (Interpret) auf diese Art verfahren müssen. (s) D.h. daß die Vernünftigkeit unterstellt wird, oder nur, daß der Interpret für sein eigenes Vorgehen Muster hat?
II 71
DavidsonVsBittner/GlüerVsBittner: Davidson "undurchschauten Verifikationismus" vorzuwerfen erscheint unbedacht: Die grundlegendste Annahme ist eben die Öffentlichkeit der Bedeutung und des Überzeugungsinhalts.
II 72
Verstehen/RI/Problem: wieviel Überzeugungen sind unerläßlich bzw. wieviel Übereinstimmung ist nötig, um Verstehen zu sichern?

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsDavidson Dummett Vs Holismus
 
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Fodor/Lepore IV 8
analytisch/synthetisch(a/s)/Holismus/Fodor/Lepore: es gibt ein Argument dafür, dass anatomische Eigenschaften auch holistisch sind, das voraussetzt, dass die Unterscheidung anal/synth. (a/s) aufgehoben ist. Bsp DummettVsHolismus: zeigt weder, wie Kommunikation funktionieren soll, noch Spracherwerb oder Sprachbeherrschung. (Wenn man zugleich allle Propositionen kennen muss, was unmöglich ist).
((s) Das setzt also voraus, dass auch anatomische Eigenschaften holistisch sind. (bzw. dass es keine anatomischen Eig gibt). Durch diese Extremposition wird Lernen erst unmöglich).
Dummett/(s)VsDummett: geht also von der extremen Annahme aus, dass anatomische Eigenschaften (die nur ein zweites gleichartiges Ding annehmen) zugleich holistisch sind, d.h. viele gleichgeartete Dinge annehmen. Also quasi ein Popanz.
Dummett: genausowenig zeigt der Holismus, wie eine gesamte Theorie überhaupt signifikant sein kann: wenn ihre interne Struktur nicht ihrerseits in signifikante Teile zerlegt werden kann, dann hat sie keine interne Struktur.
Fodor/Lepore: Dummett argumentiert aus folgender Analogie: Sätze sind interpersonell verstehbar, weil ihre Bedeutungen aus den Bedeutungen ihrer Komponenten gebildet werden und Sprecher und Hörer sind in diese Bedeutungen eingeweiht.
Dummett/Fodor/Lepore: diese Erklärung setzt voraus, dass Sprecher und Hörer dasselbe meinen.
IV 9
Und es setzt voraus, dass die Konstituenten überhaupt Bedeutung haben. Wenn der Holismus wahr wäre, wäre das falsch.
IV 10
Holismus/Fodor/Lepore: ist auch ein Revisionismus: er könnte HolismusVsDummett: antworten: "um so schlimmer für unser konventionelles Verstehen davon, wie Sprachen und Theorien gelernt und vermittelt werden". Quine, Dennett, Stich, die Churchlands und viele andere sind stark versucht von dieser revisionistischen Richtung.

Horwich I 459
Bedeutungstheorie/m.th./DummettVsDavidson: wir brauchen mehr, als er uns gibt: es könnte sein, dass jemand alle WB kennt ohne den Inhalt der (metasprachlichen) rechten Seite des T Satzes zu kennen. T-sentence/Dummett: erklärt gar nichts, wenn die Metasprache ((MS) die Objektsprache (OS) enthält. Und weil das so ist, gilt das gleiche auch, wenn MS und OS getrennt sind. (Terminologie/Dummett: „M Satz“ (M- sentence“.
T-sentence/Davidson: Z „neutrale, schneegebundene Trivialität“. Kein einzelner T Satz sagt, was es heißt, die Wörter auf der linken Seite zu verstehen, aber das ganze Korpus von Sätzen sagt dass dies alles ist, was man darüber wissen kann. ((s) keine Theorie „jenseits“, „darüber“).
DummettVsDavidson: damit gesteht Davidson eine Niederlage ein: dann kann man nicht beantworten, wie der Sprecher zu seinem eigenen Verständnis der von ihm gebrauchten Wörter kommt. ((s) > DummettVsHolism).
DummettVsDavidson: man kann dann seine Fähigkeit zum Sprachgebrauch nicht in einzelne Teilfähigkeiten aufteilen.
Sprache/Gebrauch/Wittgenstein/Davidson/SellarsVsDummett/Rorty: solche Teilfähigkeiten gibt es gar nicht. Wenn „tertia“ wie „bestimmte Bedeutung“, „Reaktion auf Reize“ usw. abgeschafft sind, gibt es keine Komponenten mehr, in die man die Fähigkeit zum Sprachgebrauch (>Kompetenz?) aufteilen könnte. Bsp „Woher weißt du, dass das rot ist?“ Wittgenstein: „ich spreche deutsch“.
T-sentence/Davidson: verdoppelt nicht irgendwelche inneren Strukturen. Die gibt es auch gar nicht, sonst würde man die „tertia“ wieder einführen.
BT/DummettVsDavidson/Rorty: dieser macht aus der Not eine Tugend. Wir können aber von einer BT mehr erwarten. Und zwar wird sie die traditionellen Begriffe der empiristischen Erkenntnistheorie bewahren. Eine solche Theorie muss die Fähigkeit zum Sprachgebrauch durch Kenntnis der WB erklären .
Dummett: Kontrast: Bsp „das ist rot“ und Bsp „es gibt transfinite Kardinalzahlen“.
Holismus/Wittgenstein/VsDummett/DavidsonVsDummett: hier gibt es gar keinen Kontrast!
Verstehen/Erfassen/Wittgenstein/Davidson/Rorty: für Davidson und Wittgenstein ist das Erfassen in all diesen Fällen ein Erfassen der inferentiellen Relationen zwischen den Sätzen und anderen Sätzen der Sprache.
Bedeutung/Wittgenstein: das Akzeptieren irgendeines Schlussprinzips (inferential principle) trägt dazu bei, die Bedeutung der Wörter zu bestimmen. (Davidson dito).
DummettVsWittgenstein/DummettVsHolism: das führt uns zu der Einstellung, dass keine systematische BT überhaupt möglich ist.
RortyVsDummett: erzeigt aber nicht, wie sie möglich ist.

Rorty I 289
Philosophie/Dummett/Rorty: (VsDavidson) (wie Putnam): einzige Aufgabe der Philosophie ist die Analyse von Bedeutung. (Sie ist das Fundament, und nicht Descartes Erkenntnistheorie). DummettVsDavidson/DummettVsHolismus/Rorty: man kann keine angemessene Sprachphilosophie ohne die beiden Kantischen Unterscheidungen (Gegebenheit/Interpretation und Notwendigkeit/Kontingenz) schreiben.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDavidson Field Vs Horwich, P.
 
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I 175
Relationismus/Field: Vorteil: günstige technische Voraussetzung zur Formulierung von Feldtheorien und zur Vermeidung von Fernwirkung. außerdem: "Problem der Quantitäten": >Beschleunigung. (s.u.).
Def Monadizismus/Horwich/Field: (Horwich, 1978): These: leugnet, wie der Relationismus, daß es Raumzeit (RZ) gibt. ((s) leere, für sich bestehende RZ). RZ nur logische Konstruktion!
VsRelationalismus: keine Aggregate von Materie oder Relationen zwischen ihnen. Statt dessen: primitive monadische Eigenschaften von RZ Orten. ((s) Als Grundbegriff).
SubstantivalismusVsMonadizismus/Field: nach dem Substantivalismus sind solche monadischen Orts Eigenschaften nicht primitiv: sie werden aus der zwei stelligen Relation "besetzt" ("okkupiert") gewonnen, wobei ein Argument mit einem RZ Punkt instantiiert wird.
MonadizismusVs: leugnet RZ überhaupt. Stattdessen kann ein Stück Materie diese primitiven Eigenschaften entweder haben oder nicht haben.
FieldVsMonadizismus/FieldVsHorwich: das beruht vor allem auf einer Verwechslung zwischen der "Prädikatinterpretation" und der "Interpretation höherer Stufe":
Reduktion/Field: wenn wir sagen, daß man die Ontologie durch einen Vorrat von primitiven Eigenschaften reduzieren will,
I 176
meint man meist in Wirklichkeit, daß man seinen Vorrat an primitiven Prädikaten ausdehnt. Das kann oft sehr wichtig sein, um Einfachheit zu gewinnen.
Monadizismus/M/Horwich: Substantivalismus und M erkennen eine Menge von Eigenschaften an, die durch Prädikate der Form "erscheint zur Zeit t" ausgedrückt werden. Einziger Unterschied:
Substantivalismus/S: zweistellige Prädikate wie "Bruder von John" oder Ort, durch einen Namen ausgefüllt oder Beschreibung eines Moments.
Monadizismus: rein monadische Prädikate.
FieldVsMonadizismus/FieldVsHorwich: der "Prädikat Monadizismus" sieht gar nicht attraktiv aus: es ist unklar, was für Analoga er zu den RZ Punkten des S hat.
Man kann Rede über Regionen oder Punkte nicht einfach durch Rede über Eigenschaften ersetzen, denn:
Der M quantifiziert gar nicht über Orts Eigenschaften, sondern er gebraucht Prädikate. ((s) keine Existenzannahmen). Dann müssen wir einen Vorrat von überabzählbar vielen semantisch primitiven Prädikaten annehmen.

II 71
Def Fehlschluß der Konstitution/Horwich/Field: die (falsche) Annahme, daß das, was relationale Tatsachen konstituiert, selbst relational sein müßte Repräsentation/Horwich: stattdessen. müßten wir eine monadische physikalische Eigenschaft finden, die „Glauben, daß Schnee weiß ist“ konstituiert, usw. für jeden einzelnen Glauben. Bsp daß Pius X der Bruder von Malcolm X war!
Diese einzelnen Eigenschaften müßten gar nichts gemeinsam haben.
Pointe: vor allem brauchen sie keine physikalische Relation zu involvieren.
Deflationismus: Horwich pro, dafür braucht er seine These. Field pro Deflationismus.
FieldVsHorwich: seine Mittel taugen nicht für den Deflationismus: weil der „Fehlschluß der Konstitution“ gar kein Fehlschluß ist. Seine Forderungen an einen physikalistischen Zugang sind zu schwach.
Bsp eine physikalische Relation wie „hat dieselbe Temperatur wie“ . Sicher wird man nicht sagen, daß „dieselbe Temperatur wie b haben“ durch eine monadische Eigenschaft im Fall von b1, eine andere monadische Eigenschaft im Fall von Objekt b2 usw. konstituiert, wobei diese Eigenschaften nichts gemein haben.
II 72
Wenn für die physikalische Relation zwischen Personen und Propositionen andere Anforderungen gelten sollen als für andere physikalische Relationen, dann muß man sagen, warum. FieldVsHorwich: es würde ihm nicht helfen zu sagen, daß andere Reduktionsstandards gelten, wenn eine der Seiten abstrakt ist. Denn das haben wir im Fall der Zuordnung von Zahlen zu Objekten auch, und das bewahrt den relationalen Charakter. Aber das läßt sich eben nicht auf intentionale Relationen übertragen, wie wir gesehen haben. ((s) FieldVsDavidson?).
Aber solange wir keinen Grund für schwächere Standards angeben können, ist nicht gezeigt, daß wir keinen echt relationalen Zugang brauchen, nur, daß es hier schwieriger ist.
2. andererseits: einige von den mentalen Relationen, für die Horwich einen relationalen Zugang zu vermeiden versucht, bestehen zwischen physikalischen Entitäten: Bsp „x hat einen Glauben über die Person p“.

II 243
Nonfaktualismus/Wert/Wertung/Ethik/evaluativ/Horwich/Field: (Horwich 1990): der Deflationismus, der dem ZTS anhängt (Horwich pro) kann immer noch dem Emotivismus Sinn abgewinnen (!). Emotivismus/Horwich: ...kann sagen, daß die Bedeutung von „x ist gut“ manchmal durch die Regel gegeben ist, daß eine Person in der Position ist, ihn zu äußern, wenn er sich dessen bewußt ist, daß er X als gut bewertet... (S. 88).
FieldVsHorwich: das ist dasselbe Problem wie bei Horwichs Umgang mit Vagheit: es läuft darauf hinaus, daß er Vagheit leugnet!
Vagheit/Horwich/Field: er sagt, daß wir nicht wissen können, ob Jones kahl ist, weil wir nur seine physikalische Beschreibung kennen können und Kahlheit ist daraus nicht bestimmbar.
Bewertung/Horwich/Field: hier sind seine Bemerkungen damit verträglich, daß „gut“ eine völlig faktuale (tatsachengestützte) Eigenschaft bezeichnet, aber eine mit dem besonderen Merkmal daß unsere eigene Bewertung uns den Beleg dafür gibt, daß ein Ding diese Eigenschaft instantiiert - ((s) zirkulär) - und/oder, daß unser Glauben daß etwas diese Eigenschaft hat, uns irgendwie dazu bringt, es zu bewerten ((s) genauso zirkulär Anders als > Euthyphron).
FieldVsHorwich: es ist völlig unklar, worin dann nun der Nonfaktualismus liegen soll.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsDavidson McDowell Vs Kant, I.
 
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I 69
Erfahrung/Kant/McDowell: liegt für Kant, genau wie ich es sehe, nicht hinter einer Grenze, die die Sphäre des Begrifflichen umgibt. McDowellVsKant: (I 67-69 +) die Rede von den transzendentalen Bedingungen macht die Verantwortlichkeit unseres Handelns problematisch. Obwohl es empirisch gesprochen vielleicht Rechtfertigungen gibt, können wir transzendental gesprochen nur Entschuldigungen geltend machen! Kant/McDowell: wir sollten bei Kant keinen psychologischen Phänomenalismus suchen. Strawson dito. McDowellVsKant: seine Philosophie führt zu einer Geringschätzung der Unabhängigkeit der Realität.
I 69
Idealismus: Kants Nachfolger machten geltend, daaa man das Übersinnliche aufgeben müsse, um zu einem konsistenten Idealismus zu kommen. McDowellVsGrenze des Begrifflichen: These Hegel drückt genau das aus, was ich will: "Im Denken bin ich frei, weil ich nicht in einem Anderen bin.
I 109/110
Zweite Natur/(s): verinnerlichter Hintergrund von Normen, die aus der Natur entlehnt wurden. Zweite Natur/McDowell: sie kann nicht frei über den Möglichkeiten schweben, die zum normalen menschlichen Organismus gehören. >Bildung.
I 111
Rationalität/Kant: agiert frei in ihrer eigenen Sphäre. ((s) Das ist der Ursprung der meisten hier behandelten Probleme). McDowell: These: wir müssen Kant mit Aristoteles versöhnen, für den ein Erwachsener ein rationales Wesen ist. RortyVsMcDowell: diese Versöhnung ist ein veraltetes Ideal. (Versöhnung von Subjekt und Objekt).
McDowellVsRorty: statt dessen: Versöhnung von Vernunft und Natur.
I 122
Realität/Kant: schreibt der empirischen Welt Geistunabhängigkeit zu.
I 123
McDowellVsKant: dieser denkt, daß durch die Anerkennung des Übersinnlichen die Interessen der Religion und Moralität wahren lassen. Natur/Kant: bei ihm gleich dem Reich der Naturgesetze. Er kennt nicht den Begriff der zweiten Natur, obwohl der sehr wohl den Begriff der Bildung kennt. Aber eben nicht als Hintergrund.
I 126
Spontaneität/KantVsDavidson: sie muaa auch die Operationen unserer Sinnlichkeit als solcher strukturieren. McDowellVsKant: ihm bleibt allerdings nur die Zuflucht zu einem transzendentalen Reich.
I 127
"Ich denke"/Kant/McDowell: ist auch eine dritte Person, deren Weg durch die objektive Welt eine substantielle Kontinuität ergibt. (Evans, Strawson, Paralogismen). McDowellVsKant: es ist unbefriedigend, wenn das Selbstbewusstsein nur die Kontinuität eines Gesichts.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsDavidson Williams, M. Vs Kohärenztheorie
 
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Horwich I 488
Kohärenztheorie/M Williams: hat mit dem Skeptizismus zu tun. These sagt, dass die Analyse von Wahrheit in nicht epistemischen Begriffen diese unzugänglich macht. M. Williams: wenn das stimmte, würde Disquotationalismus, aber auch reichere Korrespondenztheorie ausgeschlossen.
I 489
Wahrheit/Rechtfertigung/Akzeptierbarkeit/Arthur Fine: wenn man sieht, dass der realistische W Begriff eine Lücke schafft, die den epistemischen Zugang ((s) Rechtfertigung) immer außerhalb der Reichweite hält, könnte man versucht sein, Wahrheit in epistemischen Begriffen neu zu definieren, um ihn buchstäblich zugänglich zu machen. M. WilliamsVs: als epistemische These kann der Skeptizismus überhaupt nur unter skeptischen Prämissen abgeleitet werden!
Wahrheit/Skeptizismus/M. Williams: kein Begriff der Wahrheit macht diese von sich aus unzugänglich: man braucht immer epistemische Prämissen!
Lücke/M. Williams: die Lücke die Fine meint, ist wahrscheinlich: selbst die am besten gerechtfertigte Überzeugungen kann falsch sein.
M. WilliamsVs: dennoch, warum sollte das zum radikalen Skeptizismus führen? ((s) Jede kann, aber nicht alle können falsch sein).
Korrespondenztheorie/Skeptizismus/M. Williams: kombiniert mit einem cartesianische Dualismus führt sie zum Skeptizismus.
Wenn Repräsentationen aber nur mit anderen Repräsentationen verglichen werden können, führt das zur Kohärenztheorie ((s) Berkeley> Kohärenztheorie).
Korrespondenztheorie/M. Williams: moderne Form: tendiert zum Naturalismus und Physikalismus, indem sie Referenz mit einer Kausalrelation identifiziert. (Kausaltheorie der Referenz).
I 490
Korrespondenztheorie: argumentiert mit der Unmöglichkeit einer Alternative. Das tut die Kohärenztheorie ebenfalls! M. Williams: beide beantworten die Frage nicht: warum sollte man sich nicht lieber mit dem Deflationismus zufrieden geben?
Deflationismus/M. Williams: kann viele der Kritikpunkte der KorrespondenztheorieVsKohärenztheorie teilen und umgekehrt. Weil er weder die Idee von Wahrheit als Korrespondenz ausgestaltet noch zeigt, dass Wahrheit eine epistemische Eigenschaft wäre.
I 495
Korrespondenztheorie/Putnam/M. Williams: Putnam: weil die Wahrheit unserer Überzeugungen den Erfolg erklärt, kann eine KT erklären,
I 496
was der Beitrag des Sprachverhaltens zum Erfolg des Gesamtverhaltens ist. Wahrheit/Erklärung: erklärt der Erfolg so:
(i) wenn wir wahre Überzeugungen über unsere Ziele haben, werden wir sie im allgemeinen erreichen.
(ii) Wir haben wahre Überzeugungen darüber, wie wir unsere Ziele erreichen
(iii) Wir erreichen im allgemeinen unserer Ziele.
Horwich: gibt zu, dass Wahrheit hier tatsächlich eine erklärende Rolle hat. Putnam hätte recht, wenn es keine alternative Erklärung gäbe.
VsPutnam/VsKorrespondenztheorie: dennoch gibt es keine offensichtliche Verbindung zwischen seinem Argument und einer physikalistischen KT:
Wahrheit/Gesetz/M. Williams: man kann Putnams Argument retten, wenn man annimmt, dass (i) eine Verallgemeinerung involviert, die vielleicht sogar gesetzesartig ist.
BoydVsPutnam: wünscht dagegen nicht, dass Wahrheit in irgendwelchen Gesetzen vorkommt. ((s) Die Theorie erklärt den Erfolg genauso wie die Wahrheit der Theorie. Stattdessen könnten die Theorien einfach aufgelistet werden. - Vs: das ginge nur ohne Verallgemeinerung.)
M. Williams: ich glaube nicht, dass (i) ein Gesetz ist. Schon deshalb, weil es keine wirklich empirische Position ist.
Überzeugung/Inhalt/Wahrheit/Davidson: ihren Inhalt zu bestimmen, ist nicht unabhängig davon, unserem allgemeinen Verhalten einen Sinn zu geben und daher müssen die meisten wahr sein.
Ad (i): ist dann kein empirisches Gesetz sondern eine Reflexion einer Interpretationsbedingung.
I 497
Korrespondenztheorie/Putnam: es ist nicht die Erklärung unseres Erfolgs die selbst für sich die KT motiviert, sondern Überlegung zu Prämisse (ii): dass die meisten Überzeugungen wahr sind.
Überzeugung/PutnamVsDavidson: dass die meisten wahr sind, wird nicht durch die Methodologie der Interpretation garantiert, weil der Vorrat an Überzeugungen ständig wechselt. Daher können wir (ii) nur dann einen Sinn geben, wenn wir die Verläßlichkeit des Lernens erklären und das kann nur der Realismus.
Kausaltheorie/Korrespondenz/Putnam: der Verläßlichkeit des Lernens: würde uns als verläßliche Signalgeber darstellen. Was würde die WT beitragen? Sie teilt mit, dass der Satz wahr ist gdw. der Zustand besteht. Das ist die Korrespondenz, die in der Kausaltheorie involviert ist, sie ist genau die Korrespondenz die durch die W Def aufgestellt wird.
Deflationismus/Korrespondenz/M. Williams: ihm ist diese minimale Korrespondenz auch verfügbar. D.h. Putnams Argument garantiert keine physikalische Korrespondenz oder eine andere substantielle Theorie.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Davidson Vs Korrespondenztheorie
 
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I 96
VsKorrespondenztheorie: Damit werden wir zugleich die Korrespondenztheorie der Wahrheit los! LL Es ist der Glaube an sie, der relativistische Gedanken entstehen läßt. Repräsentationen sind relativ zu einem Schema. Bsp Etwas kann eine Landkarte von Mexiko sein, aber nur in Bezug auf die Mercatorprojektion, oder eben eine andere Projektion.
Horwich I 443
Wahrheit/Wahrheitstheorie/WT/DavidsonVsKorrespondenztheorie: eine WT präsentiert keine Entitäten, die mit Sätzen zu vergleichen wären. (A coherence Th of Thruth and Knowledge”): These “Korrespondenz ohne Konfrontation”.
Davidson/Rorty: das steht im Einklang mit seiner Zurückweisung des „Dualismus von Schema und Inhalt“. (= These, dass etwas wie „Geist“ oder „Sprache“ eine Relation wie „Passen“ oder „Organisieren“ zur Welt hätte).
Rorty: solche Theorien sind ein Überbleibsel des Pragmatismus.
Pragmatismus/Davidson/Rorty: wegen der starken Verbindung von Dewey-Quine-Davidson. kann man annehmen, dass Davidson zur Tradition des amerikanischen Pragmatismus gehört.
Dennoch hat Davidson explizit geleugnet, dass sein Bruch mit dem Empirismus ihn zu einem Pragmatisten mache.
Def Pragmatismus/Davidson/Rorty: Davidson denkt, dass der Pragmatismus Wahrheit mit Behauptbarkeit identifiziert. Dann DavidsonVsPragmatismus.
Wahrheit/Davidson: sollte mit gar nichts identifiziert werden.
Wahrmacher/wahrmachen/DavidsonVsWahrmacher: gibt es nicht.

Korrespondenz/Erfüllung/Tarski/WT/Davidson/Rorty: die Korrespondenz, die durch „wahr von“ beschreiben werden sollte und die angeblich durch „philosophische Analyse“ in einer WT aufgedeckt wird, ist nicht das, was durch Tarskis Erfüllungs Relation erfaßt wird.
Die Relation zwischen Wörtern und Objekten, die durch Erfüllung erfaßt wird, ist irrelevant für diese philosophische Wahrheit. ((s) Von „Korrespondenz“).
„wahr“/Erklärung/Rorty: „wahr“ liefert kein Material für eine Analyse.
Wahrheit/Davidson: ist schön transparent im Gegensatz zu Glauben und Kohärenz. Daher nehme ich sie als Grundbegriff.
I 454
Wahrheit/DavidsonVsTarski/Rorty: kann man daher nicht in Begriffen von Erfüllung oder etwas anderem definieren. Wir können nur sagen, dass die Wahrheit einer Äußerung von der Bedeutung der Wörter und dem Arrangement der Welt abhängt. DavidsonVsKorrespondenztheorie/Rorty: damit werden wir sie los.
Zwischenglied/Zwischeninstanz/Davidson/Rorty: („tertium“, „tertia“) Bsp „Perspektive“, Bsp Begriffsschema, Bsp „Sichtweise“, Bsp Sprache, Bsp kulturelle Tradition.
Über diese Dinge brauchen wir uns nicht mehr den Kopf zu zerbrechen, wenn wir die Korrespondenz (VsKorrespondenztheorie) verabschieden.
DavidsonVsSkeptizismus: wird gerade durch die Annahme solcher „tertia“ ausgelöst.
„Weniger ist mehr“: wir brauchen uns um Details der Korrespondenzrelation nicht mehr den Kopf zu zerbrechen.
Korrespondenz/Davidson/Rorty: können wir dann als trivial auffassen, ohne Notwendigkeit einer Analyse. Es ist auf eine „stilistische Variante“ von „wahr“ reduziert worden.
DavidsonVsSkeptizismus/Rorty: entsteht wegen dieser intentionalistische Begriffe, die imaginäre Barrieren zwischen Dir und die Welt errichten.
RortyVsDavidson: hat damit aber nicht gezeigt, wie Kohärenz Korrespondenz liefert. Er hat den Skeptiker auch nicht wirklich widerlegt, sondern hält ihn eher von der Frage ab.

Quine II 56
DavidsonVsKorrespondenztheorie: die Konzeption der der Erfahrungsgesamtheit entsprechenden Tatsachenübereinstimmung fügt dem schlichten Begriff des Wahrseins nichts Verständliches hinzu. Kein Ding macht Sätze und Theorien wahr, nicht die Erfahrung, nicht die Oberflächenreizung,nicht die Welt.( >Wahrmachen).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsDavidson Schiffer Vs McDowell, John
 
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Stephen Schiffer
I 204
SchifferVsDavidson/SchifferVsMcDowell/SchifferVsEvans: These: für die Radikale Interpretation (RI) ist eine Übersetzungstheorie möglich. Kompositionalität/Schiffer: Problem: wenn Davidson recht hat, und wir für die RI zuerst eine Bedeutungstheorie für die eigene Sprache brauchen, dann muss unsere Sprache eine kompositionale Semantik haben. (…+…)

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsDavidson Fodor Vs Nachsicht, Prinzip
 
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IV 93
Prinzip der Nachsicht/Fodor/LeporeVsDavidson: das PdN spielt gar keine wesentliche Rolle! Es könnte für die Zuschreibung intentionaler Inhalte nützlich sein, aber jedenfalls nicht für physikalistische Zuschreibungen. Deswegen leugnet Davidson auch, dass es Gesetze des Handelns gibt, bzw. der psychophysischen Zuschreibung. Fodor/Lepore: wir glauben, folgendes ist wahr: wenn man bereit ist zu schließen von
"L Sprecher halten S für wahr in Umständen C" auf
""S ist wahr in L, wenn C"
dann kann man nicht kohärent verneinen, dass wenn ein L Sprecher äußert S, in C, dass das was er sagt, dann wahr ist.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsDavidson Verschiedene Vs Prosatztheorie Horwich I 344
Zitat/VsProsatz Theorie/Camp, Grover, Belnap/VsCGB: man wirft der Prosatz Theorie vor, Fälle zu ignorieren, wo Wahrheit von Zitaten, d.h. Namen von Sätzen ausgesagt wird. Bsp (27) „Schnee ist weiß“ ist wahr.
CGB: wir könnten hier mit Ramsey sagen, dass (27) einfach bedeutet, dass Schnee weiß ist.
CGBVsRamsey: das verschleiert wichtige pragmatische Merkmale des Beispiels. Sie werden deutlicher, wenn wir eine fremdsprachige Übersetzung heranziehen. Bsp
(28) If „Schnee ist weiß“ is true, then…
Warum (28) anstatt von
If it’s true that snow is white, then
Oder
If snow is white, then…
CGB: hier gibt es mehrer mögliche Gründe. Es kann sein, dass wir deutlich machen wollen, dass der Originalsatz auf Deutsch geäußert wurde. Oder es könnte sein, dass es keine elegante Übersetzung gibt, oder wir kennen die Grammatik des Deutschen nicht gut genug. Oder Bsp „Schnee ist weiß „muss wahr sein, weil Fritz es gesagt hat und alles was Fritz sagt, ist wahr.
I 345
Angenommen, Englisch* hat eine Möglichkeit, einen Satz formal zu präsentieren: Bsp „Betrachte __“ („consider).
(29) Betrachte: Schnee ist weiß. Das ist wahr.
CGB: warum soll das nicht genauso funktionieren wie „Schnee ist weiß ist wahr“ in normalem Englisch?
VsCGB: man könnte einwenden, dass damit eine Referenz auf Sätze oder Ausdrücke verlangt wird, weil Anführungszeichen namenbildende Funktoren sind.
Anführungszeichen/CGB: wir weichen von dieser Darstellung ab! Anführungszeichen sind keine namen bildenden Funktoren. ((s) bei CGB nicht).
Zitat/CGB: sollte im normalen Englisch vielleicht nicht als Referenz auf Ausdrücke betrachtet werden. Aber das wollen wir hier nicht weiterverfolgen.
I 346
VsCGB: man hat der Prosatz Theorie Tunnelblick vorgeworfen: Vielleicht haben wir bestimmte, grammatisch ähnliche Konstruktionen übersehen? Bsp (30) John: es gibt sieben beinige Hunde
Mary: das ist überraschend, aber wahr.
(31) John: das Sein von Wissen ist das Wissen von Sein
Mary: das ist tiefgründig und es ist wahr.
Ad (30): natürlich ist die erste Hälfte, „das ist überraschend“ in keiner Weise prosentential. Es ist eine Charakterisierung!
VsCGB: Ad (31) „ist tiefgründig“ drückt eine Eigenschaft aus, die Mary dem Satz zuschreibt. Warum sollte man „wahr“ nicht in der gleichen Weise auffassen?
CGB: es liegt nahe, „das“ hier als auf einen Satz referierend aufzufassen. Aber das würde die Sache komplizierter machen, weil wir dann „das“ und „es“ unterschiedlich behandeln müssten in „das ist wahr“ und „es ist wahr“.
CGBVsVs: 1. es ist einfach nicht wahr, dass das „das“ in „das ist überraschend“ auf eine Äußerung referiert (in dem Sinn dessen, was gesagt wurde, bzw. eine Proposition).
Was ist hier überraschend? Tatsachen, Ereignisse oder Zustände (states of affairs).
Aussage/Überraschung/CGB: eine Aussage kann nur als Akt überraschend sein.
I 347
Das Überraschende an der Aussage ist die berichtete Tatsache. ((s) Aber dann doch der Inhalt eher als der Akt des Aussagens.)
CGBVs(s): es ist nicht die Tatsache, dass es sieben beinige Hunde gibt, die in (30) als wahr behauptet wird, denn diese Tatsache kann nicht wahr sein!
Proposition/CGB: (ad (31) Propositionen sind nicht tiefgründig. Tiefgründig können Akte sein. Bsp Einsichten oder Gedanken.
Wahrheit/Akt/Handlung/Aussage/CGB: aber Aussagen im Handlungssinn sind nicht das, was man wahr nennt. ((s) siehe auch StrawsonVsAustin, dito).
Referenz/Prosatz/CGB: selbst wenn wir Bsp „das ist überraschend, aber es ist wahr“ als referierend ansehen, referieren die beiden Teile nicht auf dieselbe Sache! Und dann ist die Theorie nicht mehr ökonomisch.
Referenz/Prosatz Theorie/CGB: gibt es vielleicht andere Fälle, wo es plausibel ist, dass ein Pronomen auf eine Proposition referiert? Bsp
(32) John: Einige Hunde fressen Gras.
Mary: Das glaubst Du, aber es ist nicht wahr.
Proposition: wird oft als Träger von Wahrheit aufgefaßt, und als Glaubensobjekt. (CGBVs).
I 348
Allerdings, wenn „das“ hier als referierendes Pronomen aufgefaßt wird, dann muss der Referent eine Proposition sein. CGBVs: wir können „das glaubst du“ auch anders auffassen: als prosententiale Anapher (wie oben bei Bsp „das ist falsch“, mit vorgeschaltetem Negations Präfix). Dann haben wir keine pronominale Referenz.
Pointe: es geht darum, dass keine Eigenschaft zugeschrieben wird. Wahrheit ist keine Eigenschaft.
VsCGB: anderer Einwand: es sei ebenso ein „Tunnelblick“, dass wir nur „das ist wahr“ aber nicht Bsp „das ist richtig“ im Blick haben. Oder das Bsp „übertrieben“ von Austin.
Bsp ein Kind sagt
Ich habe 15 Klötze
Das ist richtig.
I 349
Frage: sollte das (und Bsp „Das ist eine Übertreibung!“) prosentential aufgefaßt werden? CGBVsVs: „das ist richtig“ ist hier die Feststellung, dass das Kind richtig gezählt hat, dass es etwas richtig ausgeführt hat. Manchmal kann sich das überlappen mit der Feststellung, dass eine Äußerung wahr ist. Das Überlappen muss es geben, weil es keine klare Grenze zwischen Sprachlernen und Sprachgebrauch gibt.
I 349
Anapher/Prosatz Theorie/VsCGB: könnte man nicht den Prosatz doch aufsplitten und das einzelne „das“ als Anapher nehmen? CGBVsVs: dann müsste man auch „ist wahr“ abspalten und nicht mehr als referierend, sondern als charakterisierend auffassen ((s) Und damit als eigenschafts zuschreibend).
CGBVs: dann müssten wir unsere These aufgeben, dass Rede über Wahrheit vollkommen verständlich ist ohne „Träger von Wahrheit“ oder „Wahrheits Charakteristik“.
Außerdem:
Referenz/CGB: es ist bekannt, dass nicht jede Nominalisierung referierend sein muss ((s) Bsp Einhorn).
Prädikation/CGB: auch muss nicht jede Prädikation charakterisierend sein.

göttliche Perspektive//außen/PutnamVsGottesstandpunkt/Rorty: Putnam amüsiert sich wie James und Dewey, über solche Versuche.
Rorty: er hat aber ein Problem, wenn es um PutnamVsDisquotationalismus geht: dieser riecht ihm zu reduktionistisch, zu positivistisch, zu „behavioristisch“ (transzendentaler Skinnerismus“).
Wahrheit/Putnam: wenn ein Philosoph sagt, Wahrheit sei etwas anderes als Elektrizität weil es wohl Raum für eine Theorie der Elektrizität aber keinen für eine WT gebe,
I 456
und dass die Kenntnis der WB alles sei, was man über Wahrheit wissen könnte, dann leugnet er, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. Damit gibt es dann auch keine Eigenschaft der Korrektheit oder Richtigkeit ((s) >Deflationismus, PutnamVsDeflationismus, PutnamVsGrover.) PutnamVs: das heißt zu leugnen, dass unsere Gedanken Gedanken sind und unsere Behauptungen Behauptungen.
Theorie/Existenz/Reduktion/Putnam/Rorty: Putnam nimmt hier an, dass der einzige Grund dafür zu leugnen, dass man eine Theorie für ein X braucht, ist, zu sagen, dass das X „nichts als Y“ sei ((s) eliminativer Reduktionismus).
PutnamVsDavidson: Davidson muss zeigen, dass Behauptungen auf Geräusche reduziert werden können. Dann müsste der Feldlinguist Handlungen auf Bewegungen reduzieren.
Davidson/Rorty: aber dieser sagt nicht, dass Behauptungen nichts als Geräusche seien.
Statt dessen:
Wahrheit/Erklärung/Davidson: anders als Elektrizität ist Wahrheit keine Erklärung für etwas. ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet, wahr ist).





Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsDavidson Dummett Vs Quine, W.V.O.
 
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I 142
Da sich der Wortschatz ändert und verschieden eingesetzt werden kann, faßt Davidson nicht mehr die Sprache einer bestimmten Einzelperson als Ausgangseinheit auf, sondern die Disposition zum Sprachgebrauch. DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache vorrangig.
I 149
DummettVsDavidson,DummettVsQuine: Es ist unzulässig, davon auszugehen, daß Bedeutung und Verstehen von der privaten und nicht mitteilbaren Kenntnis einer Theorie abhängen. Es ist nicht natürlich, ausgerechnet den Idiolekt in erster Linie als Werkzeug der Verständigung aufzufassen. Man ist dann eher versucht, einen inneren Zustand der betreffenden Person als dasjenige anzusehen, das den Ausdrücken des Idiolekt ihre jeweiligen Bedeutungen verleiht. Bsp Das, was ein Schachzug bedeutet, leitet sich nicht von der Kenntnis der Regeln durch die Spieler her, sondern von den Regeln selbst.
Fodor/Lepore IV 34
Sprachphilosophie/Fodor/Lepore: gegenwärtiger Stand (1992): 1. es könnte sich herausstellen, dass der semantische Anatomismus richtig (und der Atomismus falsch) ist, und dennoch der Holismus nicht folgt, weil die (a/s) U dennoch aufrechtzuerhalten ist. (VsQuine).
Vertreter: DummettVsQuine: die kleinste Sprache, in der man die Proposition, dass P ausdrücken könnte ist die, die jene Propositionen ausdrücken kann, mit denen P analytisch verbunden ist.
2. es könnte sich herausstellen, dass der semantische Anatomismus richtig (und der Atomismus falsch) ist, und dennoch der Holismus nicht folgt, weil obwohl die (a/s) U nicht aufrechtzuerhalten ist, weil es eine andere Weise der Unterscheidung für jene Propositionen gibt, die konstitutiv für Inhalt sind, und solchen die es nicht sind.
3. es könnte sich herausstellen, dass der Holismus aus der Annahme folgt, dass semantische Eigenschaften anatomisch sind, aber dass semantische Eigenschaften überhaupt nicht anatomisch sind! Das hieße, dass der semantische Atomismus wahr wäre.

Wenn 3 wahr sein sollte, muss jemand eine neue Geschichte erfinden über die Relation Symbol/Welt, die nicht auf Ähnlichkeit oder behavioristischem Reiz Reaktions Schema beruht.
Fodor/Lepore: These was wir bezweifeln ist, dass die bisherigen Argumente zeigen, dass der Atomismus nicht wahr sein könnte.
Aber wir wollen mäßig sein. ("Modesty is our middle name").

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsDavidson Hintikka Vs Quine, W.V.O.
 
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I 184
Intentionalität/Hintikka: wenn sie durch die Notwendigkeit definiert werden soll, sie durch Möwe zu erklären, müssen wir mögliche Gegenbeispiele untersuchen. Gegenbeispiel/(s): soll hier etwas sein, dass ebenfalls mögliche Welten (MöWe) braucht, ohne intentional zu sein. Die These war aber auch gar nicht, dass Intentionalität das einzige sei, das mögliche Welten braucht.
Mögliche Gegenbeispiele zur These, dass Intentionalität wesentlich MöWe-basiert ist:
1. Bsp physikalische Modalitäten: z.B. kausale Notwendigkeit scheint nun wirklich nicht intentional zu sein,.
I 185
Vs: das täuscht aber: Lösung: Hume hat gezeigt, dass Kausalität das ist, was der Geist zur Regularität hinzufügt. Insofern ist Kausalität durchaus intentional. Sie zeigt auf etwas hinter der Wahrnehmung.
2. Bsp logische (analytische) Modalitäten. Sie sind doch sicher objektiv und nicht-psychologisch. Dennoch werden sie am besten durch Möwe erklärt.
I 186
Lösung: Bedeutung/Intentionalität/Quine/Hintikka: Quine hat gezeigt, dass Bedeutungen sehr wohl intentional sind, indem sie von Glauben (Überzeugungen) des Subjekts abhängig sind. These: Nach Quine müssen wir immer fragen, was die Überzeugungen einer Person sind, um zu verstehen, was ihre Bedeutungen sind.
DavidsonVsQuine.
QuineVsDavidson: Glauben und Bedeutungen können nicht getrennt werden. Quine/Hintikka: ist für Bedeutungen das, was Hume für Kausalität war.
3. Bsp Wahrscheinlichkeit/Wahrscheinlichkeitstheorie/de Finetti/L.J.Savage/Hintikka: nach den beiden Autoren ist alle Wahrscheinlichkeit subjektiv.
Def Wahrscheinlichkeit/Wschk/Mathematik/Hintikka: Maß in einem Stichproben-Raum (sample space).
Stichproben: sind „kleine Möwe“.
I 187
MöWe/Dana Scott: "Gibt es Leben in MöWe?". Intentionalität/Hintikka: wenn Wschk nur subjektiv sein kann (These: es gibt keine objektive Wschk) dann entspricht das wiederum dem, was Hume in Bezug auf Kausalität und Quine in Bezug auf Bedeutungen sagt.
Wahrscheinlichkeit/Wschk/Hintikka: ist dann kein richtiges Gegenbeispiel zur These, dass Intentionalität MöWe-basiert ist, weil auch Wschk gewissermaßen intentional sind. (Wenn Wschk auf jeden Fall MöWe-basiert ist).
graduell/Grad/Ja-Nein/Erklärung/Methode//Definition/Hintikka: scheinbar dichotomische Begriffe können oft besser erklärt werden, wenn man sie als graduell auffaßt.
Definierbarkeit/Rantala/Hintikka: Rantala These wir beginnen nicht damit zu fragen, wann eine Theorie einen Begriff eindeutig spezifiziert, sondern wieviel Freiheit die Theorie dem Begriff läßt,
I 188
Bestimmtheit/Hintikka: ist eine graduelle Angelegenheit und Definierbarkeit stellt sich ein, wenn die Unsicherheit verschwindet. Das ist eine elegante Entsprechung der Modelltheorie. qualitativ/komparativ/Hintikka: durch Annahme, eine Eigenschaft sei graduell, kann man einen qualitativen Begriff in einen komparativen verwandeln. Dann haben wir es nicht mehr nur mit Ja-Nein-Fragen zu tun.
Intentionalität/Hintikka: ist eine graduelle Angelegenheit. Das liegt nahe, wenn es stimmt, dass wir bei Intentionalität immer unrealisierte Möglichkeiten betrachten müssen.
„ontologische Kraft“/Hintikka: je größer die o.K. eines Geistes ist, desto weiter kann man über die wirkliche Welt hinausgehen.
Grad von Intentionalität/Hintikka: bemisst sich an der Distanz zur wirklichen Welt (WiWe).

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsDavidson Newen Vs Radikale Interpretation
 
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NS I 63
Radikale Interpretation/RI/Newen/Schrenk: Grundvoraussetzung: dass die Gemeinschaft ein kohärentes, rationales und unsere Logik respektierendes Gesamtgeflecht an Überzeugungen hat. Davidson: wenn das verletzt ist, kann die fremde Sprache gar keine Sprache und die Fremden keine denkenden Wesen sein.
VsDavidson: viele wenden ein, dass das zu stark ist.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsDavidson Rorty Vs Searle, J.R.
 
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Richard Rorty
VI 109
Korrespondenztheorie/Searle: ist von moralischer oder sozialer Bedeutung. RortyVsSearle: das verquickt die philosophische mit der nichtphilosophischen Bedeutung des Ausdrucks "genaue Repräsentation".
VI 110
SearleVsRorty/RortyVsSearle: Searle möchte die zuständigen Stellen davon überzeugen, dass die Wahrung der "Westlichen Rationalistischen Tradition" verlangt, denen die Gelder zu kürzen oder zu streichen, die dieser Tradition widersprechen. (Seiner Meinung nach Derrida, Kuhn, Rorty).
VI 118
Dekonstruktion/SearleVsDekonstuktivismus/Rorty: nehmen wir an, ich erwische einen dekonstruktivistischen Automechaniker, der mir sagt, der Vergaser sei sowieso nur Text und es gäbe nichts zu reden außer über die Textualität dieses Texts, dann ist die Kommunikation zusammengebrochen. RortyVsSearle: den dekonstruktivistischen Intellektuellen, die mit Glück als Automechaniker untergekommen sind, fällt es nicht schwer, anzugeben, wo ihre Arbeit aufhört, und die Philosophie anfängt.
Der Dekonstruktivismus hat sein Leben nicht mehr verändert, als der Atheismus das Leben seiner Vorfahren. Der Unterschied betrifft die Atmosphäre und das spirituelle Element.
Beschreibung/Handlung/Verstehen/Searle: unsere Praktiken werden unverständlich, wenn wir unser Handeln in verschiedenen Arten und Weisen beschreiben, SearleVsDavidson/SearleVsDerrida: vor allem, mit nichtrealistischer oder nicht-repräsentationaler Terminologie. (RortyVsSearle).
Searle: einige Sätze können nicht in Frage gestellt werden, ohne dass man die Praktiken selbst in Zweifel zieht. Sie sind Bedingung der Verständlichkeit.
RortyVsSearle: rhetorische Schnörkel, die der Praxis den Anschein geben sollen, an einer gewaltigen Sache festzuhalten, nämlich der metaphysischen Realität.
VI 121
intrinsisch/extrinsisch/RortyVsSearle: wenn man diese Unterscheidung fallen lässt, kann man auch auf die Vorstellung verzichten, es gäbe einen Unterschied zwischen dem Streben nach Glück und dem Streben nach natur oder geisteswissenschaftlicher Wahrheit.
VI 140
RortyVsSearle: unser Umgang mit der Welt ist nicht der Rahmen (Searle: Hintergrund) der das Abbilden ermöglicht (VsRepräsentation). Sprache/Repräsentation/Rorty: These: Sprache und Wissen haben nichts mit Abbilden zu tun, sondern eher mit "zurechtkommen". (Taylor: "Umgang").
Repräsentation/Taylor/Rorty: These: Umgang mit der Welt ursprünglicher als Repräsentation.
VI 141
Rorty: kein Bruch zwischen den nichtsprachlichen und den sprachlichen Interaktionen zwischen Organismen (und Maschinen) und der Welt.
VI 157
RortyVsSearle: wir müssen zwei Unterscheidungen trennen: physikalische/nichtphysikalische Gegenstände wir/"die Welt" Bsp Sherlock Holmes, die Zahl 17, die Regeln des Schachspiels: es geht nicht darum, dass sie keinen "Ort in der Welt " hätten, sondern darum, dass wir nicht damit rechnen, dass sich unsere diesbezüglichen Überzeugungen durch die Physik (als "kulturelle Gesamtaktivität") ändern werden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDavidson Peacocke Vs Tarski, A.
 
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EMD II 162
W Satz/PeacockeVsTarski: für eine Sprache mit Indexwörtern logische Form: ApAt (wahr (s,p,t) ↔ A(p.t)) (Sonderzeichen!).
s: "strukturell deskriptiver Name" eines Satzes.
A(p,t) eine Formel, die nicht "wahr" und nicht "erfüllt" enthält.
p,t: Personen, Zeitpunkte.
(s) das berücksichtigt, anders als Tarski, Umstände und ist damit empirisch.
Wahrheit/PeacockeVsTarski/PeacockeVsDavidson: Pointe: d.h. daß wir einen gewissen Zugang zum Begriff der Wahrheit schon voraussetzen müssen!.
Wenn man diese empirische Tendenz wegläßt, ist die Frage, was eine Sprache zur Sprache einer Gemeinschaft macht anstelle einer anderen Sprache (> Loar).
EMD II 163
Wir wissen dann nicht, was "wahr in L" für eine bestimmte Population P bedeutet. Hier eine Antwort zu verlangen, heißt nicht, Davidsons Programm zu kritisieren. Wir wollen nur eine Lücke schließen.
Vs: man könnte einwenden, daß diese Lücke schon geschlossen ist durch die Forderung, daß jede Wahrheitsdefinition der Konvention W genügen muß.
(Konvention W: rechte Seite muß Übersetzung der linken sein, materiale Äquivalenz, Extension genügt nicht).
Davidson: spricht selbst von der Assimilation eines Übersetzungshandbuchs.
PeacockeVsDavidson: das führt uns aber bloß zurück zu dem allgemeinen Begriff der Wahrheit, nach dem wir suchen. (zirkulär).

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsDavidson Davidson Vs Tugendhat, E.
 
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Frank I 668
Zwillingserde/ZE/Davidson: hängt nicht von der Idee ab, dass sozialer Sprachgebrauch diktiert, was Sprecher meinen und natürlich auch nicht, was ihre engen psychologischen Zustände sind. Bedeutung/DavidsonVsTugendhat: wird zum Teil durch die Umstände festgelegt.
Tugendhat VsDavidson.
ZE/Stereotyp: "Wasser" wird nicht nur auf Stoffe mit derselben Molekülstruktur angewendet, sondern auch auf Stoffe, die hinreichend ähnlich sind. (Stereotyp), z.B. geruchlos, farblos usw. starrer Designator/Davidson: diese Bemerkung zeigt, dass es möglich ist, dass ich einen starren Designator nicht erkenne, wenn ich ihn sehe!
Sachverhalt/ZE/Davidson: der besondere Sachverhalt hängt nicht von solchen Fällen ab und auch nicht davon, wie wir sie analysieren oder analysieren sollten.
Er hängt stattdessen einfach davon ab, wie die grundlegende Verbindung zwischen Worten und Dingen zustande kommt.
Fra I 669
Sonst hätten wir keine Möglichkeit herauszufinden, was andere meinen. Bedeutung/Davidson: wir können die Bedeutung von "Mond" sehr gut lernen, ohne jemals den Mond zu sehen!
Davidson These: alles Denken und alle Sprache hat ein Fundament in solchen unmittelbaren historischen Verbindungen haben (>Putnam, Kripke, Taufe/ nicht nur für Namen, sondern alle Worte).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDavidson Rorty Vs Wright, Cr.
 
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Richard Rorty
VI 40
WrightVsTarski/Rorty: es ist ihm nicht gelungen, eine Norm anzugeben. Wright: zwei Normen: berechtigte Behauptbarkeit und Wahrheit. Unterschied: das Streben nach dem einen ist notwendig auch ein Streben nach dem anderen, aber ein Erfolg beim einen ist noch nicht notwendig ein Erfolg beim anderen.
Metaphysik/Wright/Rorty: "metaphysischer Aktivismus". Will Korrespondenz und Repräsentation am Leben erhalten.
RortyVsWright: daraus, dass Überzeugungen gerechtfertigt werden können, ohne wahr zu sein (zugegeben), folgt aber nicht, dass hier zwei Normen verfolgt werden. Und auch nicht, dass wir zwei Pflichten haben.
1. Handlungen zu rechtfertigen, und
2. eine weitere Pflicht, das richtige zu tun.
Es zeigt lediglich, dass das, was vor einer Hörerschaft gerechtfertigt ist, vor einer anderen es nicht zu sein braucht.
Zitattilgung/Deflationismus/Wright: der Deflationist meint, durch das ZT Prinzip sei der Inhalt des Wahrheitsprädikats vollständig festgelegt.
Wright: es gibt eine "durch das ZT-P hergestellte und der Erklärung dienende bikonditionale Verbindung zwischen dem Anspruch, ein Satz sei wahr, und dem angemessenen Gebrauch dieses Satzes".
VI 41
"Jede wirkliche Behauptungspraxis ist genauso beschaffen, wie sie es wäre, wenn Wahrheit das bewusst gesetzte Ziel wäre". Rorty: Wright glaubt, man könne zwei Wahlentscheidungen auseinanderhalten, indem man fragt, ob sie "de facto" nicht von der einen, sondern von der anderen Erwägung "geleitet" werden.
RortyVsWright: ist es jedoch ausreichend für das faktische Vorhandensein einer solchen Leistung, wenn der Akteur glaubt, das entsprechende Faktum sei gegeben?
Bsp Ich glaube den Willen der Götter durch ein bestimmtes Verhalten zu erfüllen. Mein Kritiker - Atheist - sagt, es gebe gar keinen Willen der Götter, daher könne es auch nicht meine Norm sein.
VI 42
Ich erwidere, dass sei reduktionistisch und mein eigener Glaube, welche Norm ich erfülle, sei entscheidend. RortyVsWright: dieser sollte nicht beglückt sein über diese Verteidigungsstrategie des Atheisten. Ein phantasiebegabter Akteur wird immer mehr Leitsysteme in Funktion haben, als man auseinanderhalten kann.
VI 42/43
Wright: muss entweder einräumen, ein Ziel sei dann in deskriptiver Hinsicht normativ, wenn der Akteur dies glaubt, oder ein weiteres Kriterium angeben (Regress). Wright: die These, der Besitz der Wahrheit bestehe in der "Erfüllung einer von der Behauptungsberechtigung unterschiedenen normativen Bedingung" ist gleich der These, "Wahrheit sei eine echte Eigenschaft".
Wahrheit/Wright: These: Wahrheit eigenständige Norm. (sic, VI 42/43) WrightVsDeflationismus, Wright pro Spielart des Minimalismus mit Wahrheit als eigenständiger Norm neben einer bloßen Eigenschaft von Sätzen.
VI 45
Repräsentation/Konvergenz/RortyVsWright: aber sein Beispiel ist höchst aufschlussreich: er meint, Bsp was der "intuitiven" Verknüpfung der Repräsentationalität mit Konvergenz zugrunde liegt, sei die folgende "Binsenweisheit" über "Konvergenz/Repräsentation": "Wenn zwei Vorrichtungen für Repräsentation die gleiche Funktion erfüllen, wird bei günstigen Bedingungen ein unterschiedlicher Output erzeugt, wenn es einen unterschiedlichen Input gibt".
VI 46
Wright: muss hier zwischen verschiedenen Diskursen (z.B. über Physik oder das Komische) unterscheiden, bei denen das Kognitive angebracht oder eben nicht angebracht ist. Der Humor (die "Basis") könnte verschieden sein, ohne dass man das den Personen vorwerfen könnte. Metaphysik/Wright/Rorty: solche Fragen lassen sich nur a priori entscheiden. Nämlich: z.B. die Frage nach dem kognitiven Rang eines Diskurses!
VI 46/47
Crispin Wright/RortyVsWright: dieser definiert ein kognitives Gebot, nach dem ein Sprecher wie eine gut geölte Repräsentationsmaschine funktionieren soll. Das folgt dem Schema aller Erkenntnistheoretiker, nach denen Vorurteile und Aberglauben so etwas wie Sand im Getriebe sind. Letztlich sind für sie Menschen Maschinen!
Rorty: richtige Input/Output Funktion wird von zahllosen Funktionen auf uninteressante Weise erfüllt.
Was Wright braucht: wir sollten a priori erkennen: welches die richtigen Funktionen sind.(durch Kenntnis des Inhalts).
VI 48
PragmatismusVsWright/Rorty: der Pragmatismus bezweifelt, dass Kognitivität mehr ist als ein historisch kontingenter Konsens bezüglich der angemessenen Begründung.
VI 48/49
Inhalt/RortyVsWright: dieser glaubt, Philosophen könnten den "Inhalt" eines Diskurses betrachten und dann sagen, ob er dem kognitiven Gebot entspricht. Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein., man muss sich nur vorher darauf einigen.
Kognitivität/Rorty: der Inhalt ist dann von geringfügiger Bedeutung, wenn es um die Bestimmung von Kognitivität geht. Es geht fast nur um Zustimmung zu Konventionen. Darum ist es ein historisch soziologischer Begriff.
VI 50
WrightVsWittgenstein/Rorty: (Befolgen einer Regel) "in metaphysischer Hinsicht ein Spielverderber" (Auch Evans). Einziges Zugeständnis an die "Qietisten": dass Wahrheit und Falschheit auch dort möglich sind, wo der Realismus gar nicht zur Debatte steht. (Komödie, Moral). Zwei Spielarten des Wittgensteinischen Spielverderbers: Kripke und McDowell.
McDowellVsNonkognitivismus/Rorty: der moralische Nonkognitivist wird "von einer verfehlten Deutung ethischer Fakten und ethischer Objektivität getrieben". Für ihn gilt das gleiche wie für seinen platonischen Gegner, den moralischen Realisten:
VI 51
plagt sich mit der Suche nach einem unabhängigen Standpunkt ab. Das sei unmöglich. (McDowellVsRealismus der Moral).
Wright/Rorty: Wright ist gegen diesen Versuch, "die Auseinandersetzung zwischen Realismus und Antirealismus generell zu untergraben.
Vorteil seines Begriffs des Kognitiven Gebots: beinhaltet keinen übermäßig vergegenständlichten Tatsachenbegriff" (wie er von Wittgenstein und McDowell beanstandet würde).
Wir nehmen auf das Bezug, was wir als den Bereich möglicher Ursachen dieser Meinungsverschiedenheiten begreifen!".
Repräsentation/Relevanz/Kognition/Funktion/RortyVsWright: das reicht nicht, um McDowell zu widerlegen: um zu einem Begriff vom Bereich möglicher Ursachen zu kommen, müssen wir zunächst eine Input Output Funktion angeben, sonst können wir ein reibungsloses Funktionieren einer Repräsentationsmaschine nicht von einer Fehlfunktion unterscheiden.
Wittgenstein hat gezeigt, dass der "relevante Gegenstandsbereich" nie im relevanten Sinne "da" ist. Daher Frage: ob es eine Möglichkeit gibt, den Input ohne Bezugnahme auf den "wertenden Standpunkt" zu isolieren.
Welt/Denken/Davidson/DeweyVs: wir haben nicht die Fähigkeit, den von "der Welt" geleisteten Beitrag zum Prozess der Urteilsbildung von unserem eigenen Beitrag zu trennen.
VI 52
Wahrmachen/Wright/Rorty: zweifelt nicht an der Existenz isolierbarer "Wahrmacher". (WrightVsDavidson).
VI 56
PragmatismusVsWright/Rorty: hier gibt es nur historisch soziologisch veränderliche Unterschiede zwischen Mustern von Begründungen. Diese Muster sollten nicht in den Wahrheitsbegriff eingebracht werden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Intensionalität VsDavidson Pro EMD II 151
Lager: LoarVsDavidson, LoarVsFoster: semantische Analyse nicht formal, nicht extensional, sondern intensional

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutungstheorie Davidson, D.
 
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Avramides I 8
Bedeutung/Bedeutungstheorie/BT/Davidson/Avramides: um zu erfahren, was Bedeutung ist, müssen wir sehen, welche Form eine BT haben muß. Davidson: These einen semantischen Wahrheitsbegriff für eine Sprache zu haben heißt wissen, was es für einen Satz bedeutet, wahr zu sein, und das heißt in einem vernünftigen Sinn, die Sprache zu verstehen. (Davidson 1984b,S.24).
Dummett III 83
VsDummett: man könnte einwenden, ich hätte schlicht Davidsons These geleugnet, daß wir bei der Konstruktion einer BT nur von für wahr gehaltenen Sätzen ausgehen können sowie von den Bedingungen unter denen Urteile gefällt werden.
Horwich I 455
Sprachphilosophie/Davidson: These wir brauchen nichts außer der Sicht des Feld-Linguisten. DummettVsDavidson: wir brauchen mehr.
Schiffer I 3
BT/Davidson: These sollte die Form einer extensionalen, endlich axiomatisierten WT für L im Tarski-Stil haben. Und zwar irgendwie auf Äußerungen relativiert.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Überzeugung Davidson, D.
 
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Rorty VI 187
Überzeugung/Davidson: These die meisten unserer Überzeugungen müssen wahr sein - Überzeugungen sind nicht mehr oder weniger genaue Repräsentationen - sondern sie sind Zustände, die Menschen zum Zweck der Erklärung ihres Verhaltens zugeschrieben werden
Rorty VI 205
Überzeugung/Rechtfertigung/Ursache/Davidson/SellarsRorty: Vermeidung der Verwechslung von Rechtfertigung und Ursache führt zur These: Überzeugungen können nur durch Überzeugungen begründet werden. (McDowellVsDavidson).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Inhalt Lewis, D.
 
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Schw I 161
mentaler Inhalt/Lewis: These ist durch die kausale Rolle bestimmt, durch die typischen Ursachen und Wirkungen. Inhalt/DavidsonVsLewis: der Inhalt hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. (Davidson 1975)
Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.
Schw I 171
Naturalisierung des Gehalts-œ/Repräsentation/Schwarz: These daß mentale Repräsentationen soweit satzartig sind, daß man ihren Inhalt kompositional erklären kann. (vgl. Fodor 1990).
Radikale Interpretat. Lewis, D.
 
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Fod/Lep IV 113
RI/Prinzip der Nachsicht/PdN/Lewis: These die Prinzipien der Nachsicht sind Bedingung der Möglichkeit der Zuschreibung intentionaler Zustände, weil sie (implizit, partiell) den Begriff eines Glaubenssystems definieren. (Primat des Glaubens). LewisVsDavidson: These intentionale Zuschreibung muß nicht mit Bezug auf die epistemische Situation des RI verstanden werden!
Satz-Bedeutung Lewis, D.
 
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Grover II 158
Bedeutung/Lewis/Grover: (Lewis 1972):Wahrheitsbedingungen, die durch Abbildungen von Umständen (mögliche Welt, MöWe) und Kontexten auf Wahrheitswerte repräsentiert werden, erfassen die Satz-Bedeutung.
Schw I 161
mentaler Inhalt/Lewis: ist durch die kausale Rolle bestimmt, durch die typischen Ursachen und Wirkungen. Inhalt/DavidsonVsLewis: der Inhalt hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. (Davidson 1975)
Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.

Gro I
D. L. Grover
A Prosentential Theory of Thruth Princeton New Jersey 1992
Radikale Interpretat. Schiffer, St.
 
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I 204
SchifferVsDavidson/SchifferVsMcDowell/SchifferVsEvans/SchifferVsEMD: These für die RI ist eine Übersetzungstheorie möglich.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Selbstbestät Friedman, M.
 
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Horwich I 498
Selbst-Validierung/Selbst-Bestätigung/Überzeugung//Wissenschaft/FriedmanVsDavidson/M. Williams: Friedman These Selbst-Validierung ist möglich. Aber dazu darf nicht angenommen werden, daß unsere Erklärung, wie Referenz bestimmt ist, von vornherein garantiert, daß unsere Überzeugungen wahr sind. Pointe: d.h. daß Friedman keinen substantiellen W-Begriff aus der Tatsache herleitet, daß Wahrheit in Gesetzen vorkommt.
Statt dessen argumentiert er für einen "realistischen" Ansatz .für Referenz.
I 499
substantieller W-Begriff/Friedman: ist dann ein Abfallprodukt davon!

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994