Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Literatur
Analyse Gould I 95
Analyse/Wissenschaft/Gould: Die Faszination, die Richard Dawkins' Theorie ausübt, geht auf einige schlechte Angewohnheiten der westlichen Wissenschaft zurück: Atomismus, Reduktionismus, Determinismus; also auf die Vorstellung, dass Ganzheiten verstanden werden sollen, indem sie in ihre "grundlegenden" Einheiten zerlegt werden. GouldVsDawkins: Darüber hinaus setzt Dawkins Auffassung voraus, dass Gene einen Einfluss auf den Körper besitzen. Die Selektion kann Gene nicht sehen, wenn sie nicht in Teile der Morphologie, Physiologie oder des Verhaltens übersetzen, die für das Überleben eines Organismus von Belang sind.
Ironischerweise trat Dawkins Theorie gerade in dem Moment auf den Plan, als die panselektionistischen Theorien mehr und mehr zurückgewiesen wurden, nach denen alle Teile des Körpers im Schmelztiegel der natürlichen Selektion gebildet werden.
Wenn die meisten Gene nicht zu einer Überprüfung gelangen, können sie auch nicht die Einheiten der Selektion sein.
>Erklärung, >Selektion.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Darwinismus McGinn II 98
Design-Argument/William Paley: Organismen weisen ein brillantes Design auf: Wir haben sie nicht entworfen, also müssen wir annehmen, dass eine fremde Intelligenz das getan hat. Nennen wir diese Intelligenz "Gott". Also existiert Gott.
II 98
DarwinVsPaley: intelligentes Design setzt keinen Schöpfer voraus. Es genügt Selektion.
II 99
Geist/Bewusstsein/Evolution/McGinn: die Evolution erklärt das Bewusstsein nicht! auch nicht Empfindung. >Evolution, >Bewusstsein.
II 100
Grund: Empfindung und Bewusstsein lassen sich mit den Mittel der Darwinschen Prinzipien und der Physik nicht erklären, denn wenn die Selektion erklären will, wie Empfindungen durch sie entstehen sollen, muss es möglich sein, Geist aus Materie zu formen. ((s) Das Bewusstsein oder die Empfindung müsste für die Selektion sichtbar sein.) (Ähnlich GouldVsDawkins).
>Selektion, >Selektion/Gould, >Selektion/Dawkins.

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Evolution Mayr I 43
Evolution/Mayr: Einheit der Evolution ist die Population (oder Art) und nicht das Gen oder das Individuum. (MayrVsDawkins). >Arten, >Gene, >R. Dawkins, >Gene/Dawkins, >Evolution/Dawkins.
Def Integron/Mayr: Ein Integron ist ein durch Integration untergeordneter Einheiten auf höherer Stufe entstehendes System. Integrons entwickeln sich durch natürliche Selektion. Sie sind auf jeder Stufe angepasste Systeme, weil sie zur Fitness (Eignung) eines Individuums beitragen.
>Selektion.
I 183
Evolution/Mayr: Art ist die entscheidende Entität der Evolution.
I 230
Evolution/Fortschritt/Mayr: Kohäsion: Ausdruck dafür, dass das System der Entwicklung sehr eng geworden ist.
Evolution geht in großen, mitgliederreichen Arten sehr langsam voran, in kleinen peripher isolierten Gruppen schnell.
>Speziation, > Unterbrochenes Gleichgewicht/Gould, >Punktuelles Gleichgewicht/Gould/Eldredge.
Eine Gründerpopulation mit wenigen Individuen und daher nur wenig verborgener genetischer Variation kann leichter einen anderen Genotyp annehmen.
Makroevolution: Makroevolution wird am stärksten durch den geographischen Faktor (Isolation) bestimmt.
I 234
Evolution/Mayr: drei Konzepte: 1.Sprunghafte Evolution: (Transmutationismus): Typensprung. Selbst nach Darwin konnten einige Forscher (u.a. sein Freund Huxley) der Begriff der natürlichen Selektion nicht akzeptieren und entwickelten saltationistische Theorien.
2.Transformationelle Evolution (Transformationismus) allmähliche Veränderung des Eis zum Organismus. Von Darwin verdrängt.
I 235
3. Variationsevolution (Darwin)
I 235
Darwin (früh): Anpassungsveränderung. Vs: Anpassung kann niemals die enorme Vielfalt organischen Lebens erklären, denn das lässt keine Zunahme der Artenzahl zu.
I 236
Darwin/Mayr: Die Entstehung der Arten: 5 Haupttheorien 1. Organismen entwickeln sich im Lauf der Zeit ständig weiter (Evolution als solche).
2. Verschiedene Organismenarten stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab.
3. Arten vervielfachen sich im Lauf der Zeit (Speziation)
4. Evolution erfolgt in Form allmählichen Wandels.(GradualismusVsSaltationismus).
>Gradualismus, >Saltationismus.
5. Der Evolutionsmechanismus besteht in der Konkurrenz unter zahlreichen einzigartigen Individuen um begrenzte Ressourcen, die zu Unterschieden in Überleben und Fortpflanzung führt (natürliche Selektion).
>Selektion.
I 377
Entstehung des Lebens: chemischer Vorgang, an dem auch Autokatalyse und ein richtungsgebender Faktor beteiligt sind. Präbiotische Selektion. Vgl. >St. Kauffman.
I 237
Pasteur: wies Unmöglichkeit der Entstehung von Leben in sauerstoffreicher Atmosphäre nach! 1953 ließ Stanley Miller mit elektrischen Entladungen in einem Glaskolben mit einem Gemisch aus Methan, Ammonium, Wasserstoff und Wasserdampf Aminosäuren, Harnstoff und andere organische Moleküle entstehen.
I 238
Proteine, Nukleinsäuren: Diese größeren Moleküle müssen die Organismen selbst bilden. Aminosäuren, Pyrimidine, Puridine müssen nicht von den Organsimen selbst gebildet werden.
I 239
Molekularbiologie: Die Molekularbiologie entdeckte, dass selbst bei Bakterien, die ja keinen Zellkern besitzen, der genetische Code derselbe ist wie bei Protisten, Pilzen, Tieren und Pflanzen.
I 240
Missing link: Archaeopteryx: halb Vogel halb Reptil. Nicht unbedingt direkter Vorfahr. Speziation:
a) dichopatrisch: ein vorher zusammenhängendes Gebiet wird durch eine neue Barriere: Gebirgszug, Meeresarm, Unterbrechung der Vegetation geteilt.
b) peripatrisch: neue Gründungspopulaiton entsteht jenseits des ursprünglichen Verbreitungsgebiets.
c) sympatrische Speziation: Eine neue Art entsteht aufgrund ökologischer Spezialisierung innerhalb des Verbreitungsgebiets.
Darwins Theorie vom Gradualismus.
>Gradualismus,
I 243
VsGradualismus: Der Gradualismus könne nicht die Entstehung völlig neuer Organe erklären. Problem: Wie kann ein rudimentärer Flügel durch natürliche Selektion vergrößert werden bevor er zum Fliegen tauglich ist?
I 244
Darwin: zwei mögliche Lösungen: a) Intensivierung der Funktion: Bsp Augen, Bsp Entwicklung der Vordergliedmaßen von Maulwürfen, Walen, Fledermäusen.
b) Funktionsveränderung: Bsp Antennen von Daphia (Wasserfloh): zusätzliche Funktion eines Schwimmpaddels, das unter Selektionsdruck größer und modifiziert wird.
Bsp Gould: Federn dienten zunächst wahrscheinlich der Temperaturregelung, bevor irgendein Tier fliegen konnte.
Funktion/Biologie: Funktionsverschiedenheiten hängen auch mit Verhaltensmustern zusammen Bsp Putzen des Federkleids.
Konkurrierende Theorien zum evolutionären Wandel:
I 247
Salationismus: Huxley später Bateson, de Vries, (Mendelisten). Zur saltationistischen Entstehung neuer Arten kommt es bei sexueller Fortpflanzung nur über Poyploidie und einige andere Formen chromosomaler Neustrukturierung (sehr selten). Teleologie: Teleologische Theorien gehen davon aus, dass der Natur ein Prinzip innewohnt: Osborns Aristogenese, Chardins Omega-Prinzip. Dies soll zur Perfektion führen.
>Teilhard de Chardin.
Lamarcksche Theorien: Änderungen gehen auf Gebrauch und Nichtgebrauch zurück, Umweltbedingungen. Diese Theorie war bis in die 30er Jahre akueptiert!
I 248
Def "Weiche Vererbung" (erworbener Merkmale). Wurde durch die Genetik widerlegt. Def "Harte Vererbung" (sogenanntes "Zentrales Dogma"): Die in den Proteinen (dem Phänotyp) enthaltene Information kann nicht an die Nukleinsäuren (den Genotyp) weitergegeben werden! (Erkenntnis der Molekularbiologie).
I 256
Makroevolution: Nachdem Saltationismus, weiche Vererbung und Autogenese mit der Evolution widerlegt waren, musste man die die Makroevolution immer mehr als Phänomen auf Populationsebene erklären, als Phänomen, das sich unmittelbar auf Ereignisse und Vorgänge während der Mikroevolution zurückführen ließ. (Speziation: schneller in der Isolation). (>Gould, Eldredge, 1971(1): "unterbrochenes Gleichgewicht", "punctuated equilibrium", Punktualismus).
I 281
Neu: Wir wissen heute, dass die Zyklen der Pflanzenfresser diejenigen der Raubfeinde hervorrufen und nicht umgekehrt! Koevolution: Bsp Die Yuccamotte zerstört die Samenanlagen der Pflanze durch ihre Larven, bestäubt aber die Blüten.


1. N. Eldredge, S. J. Gould: Punctuated equilibria: an alternative to phyletic gradualism. In: T. Schopf (Ed), Models in Paleobiology, 82-115, San Francisco, (1972).

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
Evolution McGinn II 57
Mensch/Evolution/Geist/McGinn: es ist eine merkwürdige Fügung, dass wir die einzige Art auf der Erde sind, die fähig ist, Wissenschaft und Philosophie zu treiben. Es hätte ohne weiteres eine andere Art mit einem gewissen Maß an wissenschaftlichem Talent geben können, etwa auf dem Niveau eines zehnjährigen vielleicht. Oder eine Art, die in Biologie uns überlegen ist, in Physik aber unterlegen usw. Die Art von Intelligenz, die wir haben, ist absolut nicht notwendig für Lebewesen, zu überleben.
>Psychologische Theorien über Intelligenz.
II 79
Bewusstsein/Evolution/McGinn: Bewusstsein ist nicht die Krönung der Evolution. und auch nicht der beeindruckendste Teil von Organismen-Bauplänen! Es ist biologisch gesehen, vergleichsweise einfach. Es ist Teil unserer ältesten Ausstattung. (Nicht Selbstbewusstsein!). Bewusstsein ist so verbreitet wie Blut und Knochen: Auch Kraken brauchen Bewusstsein zur Interpretation dessen, was sie mit den Augen wahrnehmen.
Bewusstsein ist kein Produkt von Kultur oder Zivilisation. (Selbstbewusstsein mag es sein).
Das Problem mit dem Bewusstsein ergibt sich aus unserer Art zu denken, nicht aus dem Bewusstsein selbst.
>Bewusstsein, >Kultur, >Zivilisation.
II 99f
Geist/Bewusstsein/Evolution/McGinn: die Evolution erklärt das Bewusstsein nicht! auch nicht Empfindung. Grund: Empfindung und Bewusstsein lassen sich mit den Mittel der Darwinschen Prinzipien und der Physik nicht erklären, denn wenn die Selektion erklären will, wie Empfindungen durch sie entstehen sollen, muss es möglich sein, Geist aus Materie zu formen. ((s) Das Bewusstsein oder Empfindung müsste für die Selektion sichtbar sein! (Ähnlich GouldVsDawkins))
>Selektion, >Darwinismus.

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Fundierung Rorty VI 246f
Fundament/Dawkins/RortyVsDawkins: (Es geht um Dawkins These, die Menschen seien nur Vehikel für Gene) - Dies ist ein unangemessener Fundierungsgedanke. RortyVsKant: Man sollte auch nicht an einer ahistorischen "Natur des Menschen" festhalten. >Letztbegründung, >Fundierung, >Absolutes, >Natur.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Gene Rorty VI 241 ff
Gen/Gene/Evolution/RortyVsDawkins: These: Die Menschen seien nur Vehikel für Gene: das ist ein unangemessener Fundierungsgedanke. Der Anspruch, man wisse etwas, was seinerseits keine intuitive Moralvorstellung ist, wohl aber unsere intuitiven Moralvorstellungen korrigieren könne. >Fundierung/Rorty, >Letztbegründung.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Kriterien Dawkins I 372
Gen/Selektion/Dawkins: Bei vernünftiger Betrachtung wirkt sich Selektion nicht direkt auf die Gene ein. Die DNA ist in Proteine eingesponnen, in Membranen eingewickelt, von der Welt abgeschirmt und für die natürliche Auslese unsichtbar. (Wie >GouldVsDawkins.) Die Selektion hätte auch kaum ein Kriterium für DNA Moleküle. Alle Gene sehen gleich aus, wie alle Tonbänder gleich aussehen! Gene zeigen sich in ihren Auswirkungen!
((s) Wirkung schafft Identität und Unterschied.)

Da I
R. Dawkins
Das egoistische Gen, Hamburg 1996

Da II
M. St. Dawkins
Die Entdeckung des tierischen Bewusstseins Hamburg 1993
Ordnung Dennett I 94
Gestaltung/Dennett: Es gibt kein quantitatives Maß für Gestaltung. Es ist keineswegs unumstritten, dass ein Auto mehr Gestaltung enthält als ein Fahrrad, ein Hai mehr als eine Amöbe usw.
I 95
Bsp Ein Plagiat ist nicht weniger gestaltet als das Original. >Fälschung.
I 172
Gestaltung/Dennett: Da jedes neu auftauchende gestaltete Ding irgend wo in seiner Entstehung eine große Gestaltungsinvestition beinhaltet, wird die sparsamste Hypothese immer unterstellen, dass die Gestaltung im wesentlichen eine Kopie früherer Gestaltung ist. Gestaltung/Dennett: Kann man Gestaltung messen? Man kann berechnen, mit welcher Geschwindigkeit die Gendrift Abweichungen anhäuft. Es gibt eine Obergrenze der Geschwindigkeit, die tatsächliche Evolution verläuft viel langsamer.
I 316f
Die "Produkte" sind nicht die Genketten, sondern die Lebewesen selbst. DennettVsDawkins. Komplexität/Gestaltung/Dennett: Welche Beziehung besteht zwischen beiden? Es geht um richtige Kombination von Einfachheit und Komplexität. Es geht um "Gelegenheiten für Einfachheit".
Bsp ein einfacher Seagull-Außenbordmotor ist berühmt dafür, dass er nie kaputtgeht. Vom Paddel haben wir zu recht keine so hohe Meinung.
Gestaltung/Dennett: Wenn man etwas über die Gestaltung eines Geräts weiß, kann man sein Verhalten voraussagen, ohne dass man sich um die grundlegenden physikalischen Eigenschaften seiner Teile kümmern müsste.
Bsp Bedienung eines Videorekorders.
Bsp Konstruktion eines Videorekorders: nur hier muss man die grundlegenden Gesetz der Physik beachten.
I 85f
Gestaltung/Dennett: braucht Schöpfer - Ordnung: braucht keinen Schöpfer - Darwin: reduzierte Gestaltung auf Ordnung. - Es gibt kein quantitatives Maß für Gestaltung. - Es ist nicht unumstritten, ob ein Fahrrad mehr Gestaltung hat als ein Hai.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Selektion Dawkins I 38
Selektion/Dawkins: These: Die Selektion tritt auf der allerniedrigsten Stufe auf. (Nicht die Art, nicht das Individuum, sondern Gene sind die Erbeinheit). >Gene, >Gene/Dawkins.
I 42
Selektion/Dawkins: Früheste Form der Selektion: Einfach ein Aussuchen stabilerer Moleküle und ein Verwerfen instabiler. Es hätte wenig Sinn, die richtige Zahl von Atomen und die richtige Zugabe von Energie durchzuschütteln, um zu erwarten, dass ein Mensch herauskommt. Das Alter des Universums würde dafür nicht genügen.
I 73
"Die Karten selbst überdauern das Mischen." Selektion/Dawkins: Würden sich Gene ständig mischen, wäre die Selektion überhaupt unmöglich.
I 158
Def Verwandschaftsgrad/Dawkins: Generationenabstand: Schritte auf dem Stammbaum. Zum Onkel: 3 Schritte: der gemeinsame Vorfahr ist z.B. A's Vater und B's Großvater. Verwandtschaftsgrad: pro Generationsabstand ½ multipliziert mit sich selbst.
Bei g Schritten (1/2) g.
Aber das ist nur ein Teil des Verwandtschaftsgrades. Bei mehreren gemeinsamen Verwandten müssen diese auch ermittelt werden.
I 158
Selektion/Verwandtschaft/Altruismus/Dawkins: Nun können wir die Chancen für die Vermehrung von Genen für Altruismus regelrecht ausrechnen: Bsp Ein Gen für das selbstmörderische Retten von fünf Vettern würde nicht zahlreicher werden, aber wohl eins für das selbstmörderische Retten von fünf Brüdern oder zehn Vettern.
>Altruismus.
I 162
Familienaltruismus/Dawkins: Elterliche Fürsorge ist lediglich ein Sonderfall von Familienaltruismus. Die Tatsache, dass Geschwister keine Gene austauschen, ist nicht relevant, weil sie identische Kopien derselben Gene von denselben Eltern erhalten haben.
Familienselektion/Verwandtschaftsselektion/DawkinsVsWilson,E.O.: überträgt den Begriff der Gruppenselektion auf Familie. Nun besteht aber der Kern von Hamiltons Argumentation gerade darin, dass die Trennung zwischen Familie und Nichtfamilie nicht eindeutig ist, sondern eine Frage der mathematischen Wahrscheinlichkeit.
Hamiltons These(1) besagt nicht, dass Tiere sich allen Familienangehörigen gegenüber uneigennützig verhalten, und allen Außenstehenden gegenüber eigennützig.
I 164
DawkinsVsWilson: bei ihm zählen Nachkommen nicht als Verwandte! (VIII 461: hat Wilson inzwischen zurückgenommen).
I 163
Def Gruppenselektion/Dawkins: unterschiedliche Überlebensrate in Gruppen von Individuen.
I 164
Verwandtschaftsselektion/Dawkins: Natürlich kann man von den Tieren nicht erwarten, dass sie zählen, wie viele Verwandte sie gerade retten!
I 462
Verwandtschaftsselektion/Dawkins: häufiger Fehler bei Studenten anzunehmen, dass Tiere dafür rechnen müssten, wie viele Verwandte sie gerade retten.
I 165
Verwandtschaftsselektion/Dawkins: zur Ermittlung des Verwandtschaftsgrades kann man versicherungsmathematische Gewichtungen zugrunde legen. Wieviel Anteil meines Vermögens würde ich in das Leben eines anderen Individuums investieren.
I 166
Ein Tier kann sich so benehmen, als hätte es diese Berechnung angestellt. Bsp wie ein Mensch einen Ball fängt, als hätte er eine Reihe von Differentialgleichungen gelöst.
I 372
Gen/Selektion/Dawkins: bei vernünftiger Betrachtung wirkt sich Selektion nicht direkt auf die Gene ein! Die DNA ist in Proteine eingesponnen, in Membranen eingewickelt, von der Welt abgeschirmt und für die natürliche Auslese unsichtbar. (Wie GouldVsDawkins.) Die Selektion hätte auch kaum ein Kriterium für DNA Moleküle. Alle Gene sehen gleich aus, wie alle Tonbänder gleich aussehen! Gene zeigen sich in ihren Auswirkungen! ((s) Wirkung schafft Identität.)

1. Hamilton, W.D. 1964. The Genetical Evolution of Social Behavior. In: Journal of Theoretical Biology 7. pp- 1-16; 17-52.

Da I
R. Dawkins
Das egoistische Gen, Hamburg 1996

Da II
M. St. Dawkins
Die Entdeckung des tierischen Bewusstseins Hamburg 1993
Selektion Gould Gould I 52
Selektion/Darwin/Gould: Ich bin überzeugt, dass die natürliche Selektion das hauptsächliche aber nicht das einzige Mittel von Veränderung gewesen ist.
I 94
Selektion/GouldVsDawkins: Wenn die Selektion bei der Bevorzugung eines stärkeren Körpers direkt auf ein für Körperstärke zuständiges Gen einwirkte, dann ließe sich die Theorie von Dawkins rechtfertigen. Wenn Körper unzweideutige Lagepläne ihrer Gene wären, dann könnten die miteinander kämpfenden Teile der DNA nach außen hin Flagge zeigen und die Selektion könnten direkt auf sie einwirken. Aber Körper sind so nicht aufgebaut. Es gibt kein Gen für so unzweideutige Teile der Morphologie wie die linke Kniescheibe oder einen Fingernagel. Hunderte von Genen tragen zum Aufbau der meisten Körperteile bei und ihr Vorgehen wird durch eine kaleidoskopartige Serie von Umwelteinflüssen kanalisiert, durch embryonale, postnatale, innere und äußere Einflüsse. Körperteile sind nicht einfach übertragene Gene, und die Selektion richtet sich nicht einmal direkt auf bestimmte Körperteile! Sie akzeptiert oder verwirft ganze Organismen.

II 19 ff
Selektion/Gould: Wenn die natürliche Auslese die Evolution vorantreibt, indem sie bevorzugte Varianten aus einem Spektrum am Leben hält, das zufällig um einen Durchschnittswert herum verteilt ist, dann bringt ein Mangel an Variationen diesen Prozess aus der Bahn. Denn natürliche Auslese erzeugt selber direkt nichts. Dagegen:
II 21
Sexuelle Fortpflanzung: Sex schafft ein riesiges Angebot an Variationen, indem das genetische Material zweier Individuen vermischt wird. Frage: Warum müssen aber die Männchen fast genauso groß und komplex sein wie Weibchen?
Darwin hat gezeigt, dass die
Def Natürliche Auslese ein Kampf zwischen Individuen ist, möglichst viele Gene weiterzugeben.
Da Männchen wegen der sexuellen Fortpflanzung, die die Variation garantieren muss, unverzichtbar sind, werden sie zu eigenständigen Werkzeugen der Evolution, Sie sind nicht zum Nutzen ihrer Art geschaffen, als unabhängige Werkzeuge greifen sie auf ihre ureigenste Weise in den Kampf ein.
II 22
Beim Kampf um Weibchen haben Schwergewichtler einfach eine bessere Chance. Bei komplexen Lebewesen können Kampfvermeidungsstrategien hinzukommen.
II 51
Selektion/Gould: Gould richtet sich gegen die Annahme einer konsequenten Auslese, bzw. gegen die Annahme, es gebe ein Wirken der Selektion auf jeder Ebene gleichzeitig, bzw. die Theorie, dass jedes Detail das an einem Organismus aufzufinden ist, aus der Selektion resultiert. Jedes Einzelverhalten mag eine wunderbare Adaption sein, aber es muss innerhalb einer vorherrschenden Beschränkung geformt sein.
II 173
Selektion/Gould: Gould schlägt vor, die Selektion (nicht Evolution) auf mehreren Ebenen anzuerkennen.
III 172
Natürliche Selektion/Gould: Natürliche Selektion führt nur zu lokaler Anpassung. >Evolution, >Erklärung, >Darwinismus.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
VsDawkins Rorty, R. VI 247
RortyVsDawkins: (These, die Menschen seien nur Vehikel für Gene): ebenso ein unangemessener Fundierungsgedanke.
VI 248
Der Anspruch, man wisse etwas, was seinerseits keine intuitive Moralvorstellung ist, wohl aber unsere intuitiven Moralvorstellungen korrigieren könne.

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Sozio-Evolut. Wilson, E.O. Pinker I 62
Def SSM/ "Sozialwissenschaftliches Standardmodell": Trennung zwischen Kultur und Biologie. These: Die biologische Evolution sei von der kulturellen Evolution abgelöst worden. (E.O.Wilson, wurde später Opfer wütender Proteste). LewontinVsWilson.
I 63
Falsche Zitate der Gegner: Bsp Dawkins: Gene schufen uns, Körper und Geist." (Richtig).
VsDawkins: falsches Zitat: "Gene kontrollieren uns, Körper und Geist".
I 72
E. O. Wilson: These: Männer neigen stärker zur Polygamie. Steven RoseVsWilson. Buch: "Die Gene sind es nicht": Wilson wolle sagen: Mädels, werft euren Partnern nichts vor...

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998