Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Als ob Searle III 156
Als-ob-Intentionalität/Searle: Die Als-ob-Intentionalität erklärt nichts, wenn es keine echte Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft. SearleVsDennett: Die Als-ob-Intentionalität ist so leer wie seine "intentionale Einstellung". >Als-ob - Intentionalität.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Artificial General Intelligence Deutsch Brockman I 119
Artificial General Intelligence/AGI/Deutsch: [Es] ist ein guter Ansatz zur Entwicklung einer KI mit einem festen Ziel unter festen Rahmenbedingungen. Aber wenn ein AGI so funktionieren würde, müsste die Evaluation jedes Zweiges eine künftige Belohnung oder drohende Strafe bestimmen. Und das ist diametral der falsche Ansatz, wenn wir ein besseres Ziel unter unbekannten Bedingungen anstreben - was die Fähigkeit einer AGI ist. Eine AGI ist sicherlich in der Lage zu lernen, beim Schach zu gewinnen - aber auch, sich dagegen zu entscheiden. Oder sich während des Spiels für die interessanteste Fortsetzung statt für eine erfolgreiche zu entscheiden. Oder ein neues Spiel zu erfinden. Schachprogramm: Jede Schachposition hat einen endlichen Strukturbaum möglicher Fortsetzungen; die Aufgabe besteht darin, eine zu finden, die zu einem vordefinierten Ziel führt (ein Schachmatt oder, wenn dies nicht möglich ist, ein Unentschieden).
Aber wenn ein AGI so funktionieren würde, müsste die Bewertung jedes Zweigs eine künftige Belohnung oder drohende Strafe darstellen. Und das ist diametral der falsche Ansatz, wenn wir ein besseres Ziel unter unbekannten Bedingungen anstreben - was die Fähigkeit eines AGI ist.
Eine AGI ist in der Lage, Schach zu genießen und sich zu verbessern, weil sie gerne spielt. Oder auch dazu, zu versuchen zu gewinnen, indem sie eine unterhaltsame Anordnung von Figuren verursacht, wie es Großmeister gelegentlich tun. (...) Sie lernt und spielt Schach, indem sie einige derjenigen Gedanken denkt, die schachspielenden KI's verboten sind.
Eine AGI ist auch in der Lage, sich zu weigern, sich eine solche Fähigkeit anzuzeigen.
Unverwundbarkeit/Roboter/Dennett: Die Leichtigkeit von digitaler Aufzeichnung und Übertragung - der Durchbruch, der es Software und Daten erlaubt, praktisch unsterblich zu sein - entfernt
Brockman I 120
Roboter aus der Welt der Verwundbaren. DeutschVsDennett: Das stimmt nicht. Digitale Unverwundbarkeit (...) verleiht diese Art von Unverwundbarkeit nicht. Die Erstellung (...) einer Kopie ist für die AGI mit einem hohen Preis verbunden. Gesetzliche Mechanismen der Gesellschaft könnten auch Sicherungskopien verbieten. Zweifellos wird es AGI-Kriminelle und -Feinde der Zivilisation geben, so wie es menschliche gibt. Aber es gibt keinen Grund anzunehmen, dass ein AGI in einer Gesellschaft geschaffen wurde, die hauptsächlich aus anständigen Bürgern besteht (...).
Die moralische Komponente, die kulturelle Komponente, das Element des freien Willens - all das unterscheidet die Aufgabe, eine AGI zu schaffen, grundlegend von jeder anderen Programmieraufgabe. Es ist viel mehr wie die Erziehung eines Kindes.
Brockman I 121
Seine Entscheidungen von einem Strom von extern verhängten Belohnungen und Strafen dominieren zu lassen, wäre Gift für ein solches Programm, ebenso wie für das kreative Denken beim Menschen. Eine solche Person, wie jeder Sklave oder jedes Opfer einer Gehirnwäsche, hätte moralisch das Recht auf Rebellion. Und früher oder später würden es einige von ihnen auch tun, genau wie menschliche Sklaven. AGIs können sehr gefährlich sein - genau wie Menschen. Aber Personen - Menschen oder AGI -, die Mitglieder einer offenen Gesellschaft sind, haben keine inhärente Tendenz zur Gewalt. >Superintelligenz.
Brockman I 122
Alles Denken ist eine Form der Berechnung, und jeder Computer, dessen Repertoire einen universellen Satz elementarer Operationen beinhaltet, kann die Berechnungen jedes anderen nachahmen. Daher können menschliche Gehirne alles denken, was AGIs können, nur mit Einschränkungen bei Geschwindigkeit oder Speicherkapazität, die beide durch Technologie ausgeglichen werden können. Für allgemeine Probleme mit der Programmierung der KI: >Denken/Deutsch, >Gehorsam/Deutsch.
Brockman I 123
AGI-Testung: (...) Ich erwarte, dass jede Prüfung im Prozess der Erstellung einer AGI kontraproduktiv, ja sogar unmoralisch ist, genau wie bei der Erziehung von Menschen. Ich teile Turings Annahme, dass wir eine AGI erkennen werden, wenn wir sie sehen, aber diese anteilige Fähigkeit, Erfolg zu erkennen, wird nicht helfen, das erfolgreiche Programm zu erstellen. >Verstehen/Deutsch. Lernen: Für eine AGI muss der gesamte Ideenraum offen sein. Es sollte nicht im Voraus bekannt sein, welche Ideen das Programm nie in Betracht ziehen kann. Und die Ideen, die das Programm in Betracht zieht, müssen vom Programm selbst ausgewählt werden, mit Methoden, Kriterien und Zielen, die auch die eigenen des Programms sind.


Deutsch, D. “Beyond Reward and Punishment” in: Brockman, John (ed.) 2019. Twenty-Five Ways of Looking at AI. New York: Penguin Press.

Deutsch I
D. Deutsch
Die Physik der Welterkenntnis München 2000

Brockman I
John Brockman
Possible Minds: Twenty-Five Ways of Looking at AI New York 2019
Bedeutung Dennett I 565
Bsp Getränkeautomat: Ein Getränkeautomat, der Vierteldollarmünzen erkennt, wird später nach Brasilien geschaft, wo er bestimmte einheimische Münzen akzeptiert. - These: Die Umwelt schafft Bedeutung. Bedeutung/Funktion/Evolution/Dennett: Die Bedeutung ist wie die Funktion im Moment ihres Entstehens noch nichts Bestimmtes! Bsp Angenommen, wir haben einen Froschzoo mit ausschließlich Fliegenattrappen, aber ausreichender Ersatzernährung für Frösche - was sagen die Augen dem Gehirn dann?
I 281
Bedeutung/Dennett: Entstehung, Geburt der Bedeutung: These: Die Nucleotidsequenzen, zunächst rein syntaktisch, nehmen "Semantik" an - "Quasi-Bedeutung": Bsp Wirkungsweise von Makromolekülen - SearleVsDennett: das ist nur Als-Ob-Intentionalität. >Als-ob/Searle. DennettVsSearle: Irgendwo muss man anfangen - die ersten Schritte sind aber nicht als Schritte in Richtung Bedeutung zu erkennen.
I 282
Auch zu uns gehören Teile, die nur Halb-Intentionalität haben.
Brandom I 110f
Bedeutung/Dennett: Dass etwas ein Stück Kupfer ist, bedeutet nichts anderes, als dass es angemessen ist, es als solches zu behandeln.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Beschreibung Nagel I 93
Denken/Nagel: das Denken hat Vorrang vor seiner Beschreibung, denn seine Beschreibung setzt notwendig Denken voraus.
Rorty VI 144 ff
NagelVsDennett/Rorty: etwas "anderes, Beschreibbares" interessiert mich gar nicht! Man soll das Unbeschreibbare nicht durch etwas Beschreibbares ersetzen. Das wäre so, als wollte man von Kant verlangen, nach der Rezeption von Hegel doch noch das Ding an sich zu erkennen.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bewusstsein Block II 458
Bewusstsein/Block: ist ein Mischbegriff aus "Phänomenalem Bewusstsein" (P-Bewusstsein/Terminologie) und "Zugriffsbewusstsein" (Z-Bewusstsein). Def Z Bewusstsein/Terminologie/Block : sich einer Tatsache z-bewusst zu sein, heißt, dass die Information für rationales Schließen zur Verfügung steht. (Funktionaler Begriff).
Bewusstsein/Burge: (VsBlock): P-Bewusstsein Voraussetzung für Z-Bewusstsein.
Phänomenalität ist nicht gleich Bewusstsein! Phänomenale Zustände können durchaus auch unbewusst sein.
II 524
Blindsight/Block: Patienten, die in einem Teil ihres Gesichtsfeldes nicht sehen können, können auf Nachfrage verbale, zutreffende Beschreibungen geben. Das lässt vermuten, dass Bewusstsein eine Funktion haben muss, die beim Überleben, Berichten und der Verhaltenssteuerung wirksam wird.
II 530
Zugriffs-Bewusstsein/Block: seine Grundlage nenne ich die informationsverarbeitende Funktion des phänomenalen Bewusstseins in >Schacters Modell. ((s) Teil oder Grundlage als Gegenüber).
II 531
Def P Bewusstsein/phänomenales Bewusstsein/Block: Erleben. Es kann nicht nicht-zirkulär beschrieben werden! Aber das ist kein Manko! P-bewusste Eigenschaften sind unterschieden von jedweder kognitiven, intentionalen oder funktionalen Eigenschaft.
Obwohl der Funktionalismus in Bezug auf das P Bewusstsein falsch ist, kann der Funktionalismus viele meiner Punkte akzeptieren.
II 535
Def Z-Bewusstsein/Zugriffs-Bewusstsein/Block: ein Zustand ist z-bewusst, wenn kraft des Sich-in-dem-Zustand-Befindens eine Repräsentation seines Gehalts 1. inferentiell ungebunden ist, d.h. als Prämisse beim Überlegen bereit steht
2. für die rationale Handlungskontrolle bereitsteht
3. für die rationale Sprachkontrolle bereitsteht (nicht notwendig, auch Schimpansen können p bewusst sein).
P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein interagieren: Hintergrund kann Vordergrund werden. Bsp zu fühlen, wie sich das Hemd am Hals anfühlt.
Fehlschluss/Block: es ist aber ein Fehler, unbemerkt von einem zum anderen Bewusstsein überzugehen.
Fehler: Aus dem Bsp Blindsight zu schließen, dass es die Funktion des P-Bewusstsein sei, rationale Handlungskontrolle zu ermöglichen.
P-Bewusstsein/Block: nicht funktional! Empfindungen.
Z-Bewusstsein/Block: funktional. Typisch: "propositionale Einstellungen".
Schmerz/Block: sein repräsentationaler Gehalt ist zu primitiv, um beim Schließen eine Rolle zu spielen. Schmerz ist nicht begrifflich vermittelt, schließlich können Hunde auch Schmerzen haben.
Zusammenfassung: P-Bewusstsein kann Bewusstsein von sein und Bewusstsein von muss nicht Z-Bewusstsein sein.
II 555
Bewusstsein/Dennett: 1. kulturelles Konstrukt!
2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben.
3. Bewusstsein ist eine "zerebrale Zelebrität": nur die Gehalte sind bewusst, die beharrlich sind, die die Ressourcen lange genug monopolisieren, um gewisse typische und "symptomatische" Wirkungen zu erzielen.
BlockVsDennett:
ad 1. das ist eine Verschmelzung von mehreren Bewusstseinsbegriffen. ad 2. P Bewusstsein kann kein kulturelles Produkt sein.
Auch wahrscheinlich nicht das Z-Bewusstsein: sehr viel niedere Lebewesen haben es, und zwar auch ohne einen solchen Begriff.
ad 3. Aber das ist doch eine biologische Tatsache und keine kulturelle.
II 568
Fehlschluss/BlockVsSearle: Frage: warum der Bsp durstige Blindsight-Patient nicht nach dem Wasser greift: ihm fehlen sowohl P Bewusstsein als auch Z-Bewusstsein. das ist richtig. Aber es ist ein Fehler, von einer Funktion der Maschinerie des Z-Bewusstseins zu irgendeiner Funktion des P-Bewusstseins überzugehen .
Fehlschluss: aus der Prämisse, dass "Bewusstsein" fehlt, (ohne sich klar zu sein, welche Art von Bewusstsein) voreilig die Schlussfolgerung zu ziehen, dass P-Bewusstsein eine gewisse Funktion habe.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Block II
Ned Block
"On a confusion about a function of consciousness"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996
Bewusstsein Churchland Güzeldere I 397f
Bewusstsein mentaler Zustände: "wahrnehmungsartig": Locke,Armstrong, Paul und Patricia Churchland, Lycan "gedankenähnlich": Rosenthal, Carruthers, Dennett, auch Descartes.
Güzeldere I 404
Bewusstsein/Locke/Churchland/Armstrong/Lycan: sprechen von "Scanning" oder "Monitoring". Frage: was wird denn wahrgenommen, der Inhalt oder der Zustand selbst?
Güzeldere I 411
Bewusstsein/Churchland: introspektives Bewusstsein ist eine Unterart von Wahrnehmung. These: In der Sprache einer reifen Neurowissenschaft könnte es eine differenziertere Darstellung des "menschlichen subjektiven Bewusstseins" geben.
Bsp Dopamin-Level könnte so gedeutet werden, wie in der Musik Gm7-Akkorde.
Wir müssten dieses Begriffssystem lernen und seine Anwendung üben. (DavidsonVsBegriffsschema).
Güzeldere: Churchland ist also nicht nur überzeugt, dass mentale Zustände mit Gehirnzuständen identisch sind, sondern auch, dass ihre Eigenschaften identisch sind.

I Güven Güzeldere "Ist Bewusstsein die Wahrnehmung dessen, was im Geist vorgeht?" In: Th. Metzinger (ed.) Bewusstsein, Paderborn/München/Wien 1996

II Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In: Th. Metzinger (ed.) Bewusstsein, Paderborn/München/Wien 1996
II 475
Bewusstsein/Dennett: ist eine virtuelle Maschine. These: Menschen werden in dem Maße bewusst, in dem sie Sprache erwerben und lernen, über sich selbst zu reden. Bei diesem Übergang simuliert eine parallele Maschine (die neuronalen Netzwerke im Gehirn) eine serielle Maschine (die Operationen Schritt für Schritt anhand von Regeln, die rekursiv sein können, ausführt.) Dennett: Bewusstsein verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen innerhalb des Computers.
II 476
ChurchlandVsDennett:
1. die Annahme der Sprachabhängigkeit von Bewusstsein spricht Kindern und Tieren Bewusstsein ab.
II 477
2. Es ist seit einiger Zeit bekannt, dass rekurrente neuronale Netze zeitliche Sequenzierungen erzeugen können! 3. Es ist keine virtuelle Maschine nötig, eine bestimmte Klasse von Operationen kann der Output eines einzigen, wenn auch stark verteilten Netzwerkes sein.
Dennett könnte durchaus Recht haben, aber nicht auf diesem Weg.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

Churli II
Patricia S. Churchland
"Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996
Bewusstsein Dennett Rorty VI 161
Bewusstsein/Dennett: Es ist eine Illusion zu glauben, das Bewusstsein sei die Ausnahme von der Regel, dass sich alles durch seine Beziehungen zu anderen Dingen erklären lässt. Es ist keine Ausnahme.
Dennett I 534
Bewusstsein/DennettVsMcGinn: Abgesehen von Problemen, die in der der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewusstsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
II 23ff
Sprache/Tier/Bewusstsein/Dennett: Da es keine Grenze für Bewusstsein (mit oder ohne Sprache) gibt, da es allmählich entstanden ist, ist die Frage, welche Tiere Bewusstsein haben, unentscheidbar. - "Eine Frage des Stils" - Bewusstsein ist nicht gleich Denken! Dennett: kein >Denken ohne Sprache, aber Bewusstsein ohne Denken.
Rosenthal I 430
Bewußtsein/Dennett: Selbst für die Erste Person nicht immer klar, was bewusst ist und was nicht - Bsp sich des Inventars eines Zimmers bewusst werden - Bsp Tapetenmuster: Vervollständigung durch Urteil, nicht sensorisch!
Metzinger I 475
Bewusstsein/Dennett: Bewusstsein ist wie eine Simulation der Welt. - Sie verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen im Computer.
Metzinger I 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt - 2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben - BlockVsDennett: falsche Verschmelzung von >P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein.
Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
Chalmers I 229
Bewusstsein/Dennett/Chalmers: (Dennett 1993b) Bewusstsein ist, was in Gehirnprozessen hervorsticht. („Cerebral celebrity“). Solche Inhalte sind bewusst, die Ressourcen auf sich fixieren und monopolisieren. (p. 929). Chalmers: das ist nah bei meinem Ansatz, nur dass ich von potentiellen Hervorstechen spreche, Es muss nur möglichsein, dass ein Inhalt diese Rolle spielen kann.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Rosenthal I
David M. Rosenthal
"Multiple drafts and the facts of matter"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Bewusstsein Nagel Rorty VI 144 ff
Dennett: sein Modell der mannigfachen Konzepte enthebt uns der Verpflichtung, die (Metaphern der) Qualia zu erklären. Wir können sie dem historisch entstandenen Sprachgebrauch zuschreiben. NagelVsDennett: lächerlich! Eine Theorie des Bewußtseins, in der geistige Gegebenheiten keine Rolle spielen, ist wie ein Buch über Picasso, in dem keine Bilder vorkommen.
Bewußtsein/Nagel: Daß ein Mensch Bewußtsein hat, ist nicht bloß ein Glaube, sondern eine Schlußfolgerung aus den Belegen.
Also gibt es eine Lücke (laut Rorty) zwischen den Belegen und dem Schluß aus den Belegen.

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bewusstsein Rorty Rorty I 60
Bewusstsein: die Antike hatte dafür keinen Namen.
III 37/38
RortyVsRyle/RortyVsDennett: deren Zweifel, ob es etwas wie »Geist« oder "Bewusstsein" gibt, hat mit der Vorstellung von einem Medium zwischen dem selbst unter Realität zu tun, einem Medium, dass Realisten für transparent und Skeptiker für opak gehalten. Rorty: da gibt es gar kein Medium.
VI 176
Bewusstsein/Rorty: Welches Ergebnis wünschen wir uns denn als Resultat unserer Forschung? Warum sollten wir unsere intuitiven Anschauungen verändern wollen? Weder Intuition noch ambitioniertes Streben bieten einen archimedischen Punkt.
Frank I 584
Bewusstsein/Rorty: gibt es im Sinne eines eigenständigen Bereichs von Mentalem in Wirklichkeit gar nicht - mentale Ereignisse sind Konventionen, ein kontingentes Sprachspiel - These: das kann ohne Verlust abgeschafft werden.
Richard Rorty (I970b) : Incorrigibility as th e Mark of the Mental, in: The
Journal of Philosophy 67 (1970), 399-424
Dt.: Unkorrigierbarkeit als das Merkmal des Mentalen, in : Peter Bieri (Ed.) (1981): Analytische Philosophie des Geistes,Königstein 1981 (Philosophie, Analyse und Grundlegung; Bd. 6)


Rorty I 132
Mentales/Ryle/Rorty: These: mentale Zustände wie Meinungen, Wünsche usw. sind Eigenschaften nicht des Bewusstseins, sondern der Person. >Geist/Geistzustand.
III 37
Bewusstsein/Geist/RortyVsRyle/RortyVsDennett: Geist bzw. Bewusstsein sind kein Medium zwischen einem selbst und der Realität.
III 67
Bewusstsein/Kant/Rorty: zwei Teile: a) vernünftig: bei allen gleich b) empirisch, kontingent. - Dagegen: Freud: behandelt Rationalität als einen Mechanismus, der Kontingenzen anderen Kontingenzen anpasst. - Schon Platon: (Staat) Gewissen = verinnerlichte Eltern und Gesellschaft. - Vernunft/Kant: allgemeine Prinzipien - FreudVsKant: zum Besonderen zurückkehren. - Kant: ehrliche Menschen seien paradigmatisch. - Freud: nichts Menschliches ist paradigmatisch.
VI 147
Bewusstsein/Verhalten/Wittgenstein/Rorty: falsche Frage: "Ist das Verhalten eine andere Tatsache als das Bewusstsein?" - Wittgenstein: wir sollten nicht versuchen, zwischen Sprache und Gegenstand zu treten.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Denken Gärdenfors I 72
Denken ohne Sprache/DennettVsGärdenfors: im Gegensatz dazu vertreten einige Autoren die These, dass Denken nicht ohne Sprache möglich ist: (Dennett, 1991)(1). Begriffe/Dennett: These: viele Begriffe können erst gebildet werden, wenn Sprache schon ansatzweise vorhanden ist, wie B Inflation, Monat, Erbe.
Begriffe/Gärdenfors: das ist sicher richtig, aber es spricht nicht dagegen, dass die meisten unserer Begriffe sich durch Beobachtung und Handlung herausgebildet haben, bevor sie ihren sprachlichen Ausdruck fanden. GärdenforsVsDennett.
I 259
Deduktion/Shirky/Gärdenfors: (Shirky, 2003)(2): deduktive Vernunft wird überschätzt von Leuten, die an Künstlicher Intelligenz arbeiten und insbesondere am Semantischen Web. GärdenforsVsDerscartes: diese Überschätzung kommt von Arthur Conan Doyle her, dessen Sherlock Holmes-Geschichten mehr Schaden angerichtet haben in Bezug auf die Vorstellung davon, wie der menschliche Geist arbeitet, als alles seit Descartes.


1. Dennett (1991): Dennett, D. Consciousness explained. Boston, MA.
2. Shirky, C. (2003). The Semantic Web, syllogism, and worldview. http://www.shirky.com/writings/semantic_syllogism.html

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Evolution Fodor IV 145
Evolutionstheorie/Dennett/Fodor/Lepore: sieht Dennett als "Element der Interpretation" - Fodor/LeporeVsDennett: aber was man nicht hat, sollte nicht als Mittel im Überlebenskampf gewertet werden - DretskeVsDennett/MillikanVsDennett: genau deswegen sind die meisten Evolutionstheoretiker Realisten in Bezug auf Inhalt.
IV 146
Irrationalität/Glauben/Evolution/Rationalität/Dennett: These: irrationale Mutationen dürfen wir nicht als Glaubenssystem beschreiben. - Ein Glaubenssystem, das etwas falsches glaubt, ist eine begriffliche Unmöglichkeit. - FodorVsDennett//LeporeVsDennett: die Evolutionstheorie kann kaum als Garant für das Wahrheitsprinzip fungieren.
IV 149
Evolutionstheorie/Wahrheit/Fodor/Lepore: wenn man sie einsetzt, um intentionale Zuschreibung zu erklären, dann ist es eher eine empirische als eine begriffliche Frage, ob das Wahrheitsprinzip zutrifft - aber wir stimmen dem Antezedens sowieso nicht zu.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Funktionalismus Chalmers I 15
Funktionalismus/Lewis/Armstrong/Chalmers: Lewis und Armstrong versuchten, alle mentalen Konzepte zu erklären, nicht nur einige. ChalmersVsLewis/ChalmersVsArmstrong: Beide Autoren haben den gleichen Fehler wie Descartes gemacht, indem sie das Psychologische dem Phänomenalen angeglichen haben (siehe ChalmersVsDescartes).
Wenn wir uns z.B. fragen, ob jemand ein Farberlebnis hat, fragen wir uns nicht, ob er Umweltstimulationen erhält und diese in einer bestimmten Weise verarbeitet. Es ist eine konzeptionell zusammenhängende Möglichkeit, dass etwas die kausale Rolle spielen könnte, ohne dass es eine damit verbundene Erfahrung gibt.
I 15
Funktionalismus/Bewusstsein/ChalmersVsFunktionalismus/ChalmersVsArmstrong/ChalmersVsLewis/Chalmers: es gibt gar kein Mysterium darüber, ob irgendein Zustand eine kausale Role spielt, höchstens ein paar technische Erklärungsprobleme. Warum dabei eine phänomenologische QWualität des Bewusstseins im Spiel ist, ist eine vollkommen andere Frage. Funktionalismus/Chalmers: dieser leugnet, dass es hier zwei verschiedene Fragen gibt. ((s) Auch: ChalmersVsDennett).
I 231
Funktionalismus/Bewusstsein/Chalmers: zwei Varianten: Funktionalismus 2. Stufe: darunter fallen Rosenthals Ansatz von Gedanken 2. Stufe über Bewusste Erlebnisse und Lycans (1995) (1) Ansatz über Wahrnehmungen 2. Stufe. Diese Theorien geben gute Erklärungen für Introspektion.
Funktionalismus 1. Stufe: These: es werden nur kognitive Zustände 1. Stufe gebraucht. Solche Theorien sind besser in der Erklärung von bewussten Erlebnissen. Da aber nicht alle kognitiven Zustände bewussten Erlebnissen entsprechend, braucht man für diese noch ein Unterscheidungsmerkmal.
Lösung/Chalmers: mein Kriterium dafür ist die Zugänglichkeit zu globaler Kontrolle.
I 232
Kirk: (1994) (2): These: „direkt aktive“ Information ist es, was benötigt wird. Dretske: (1995) (3): These: Erfahrung ist Informationen, die für ein System repräsentiert wird.
Tye: (1995) (4): These: Information muss für Zwecke der kognitiven Verarbeitung „ausbalanciert“ werden.
I 250
Funktionalismus/VsFunktionalismus/Chalmers: die Autoren, die mit vertauschen Qualia oder fehlende Qualia argumentieren, bringen die logische Möglichkeit von Gegenargumenten vor. Das ist hinreichend im Fall eines starken Funktionalismus. Beim Invarianzprinzip (aus dem folgt, dass bei identischer biochemischer Organisation in einem System bewusste Erlebnisse möglich sind) handelt es sich um einen schwächeren Funktionalismus. Hier ist die bloß logische Möglichkeit von Gegenbeispielen nicht hinreichend zur Widerlegung. Wir brauchen stattdessen eine natürliche Möglichkeit von fehlenden oder vertauschten Qualia. Lösung: um natürliche Möglichkeit zu erwägen, werden wir verblassende oder „tanzende“ Qualia annehmen.
I 275
Funktionalismus/Chalmers: die Argumente in Bezug auf fehlende, vertauschte und tanzende Qualia unterstützen zwar keine starken, aber den von mir vertretenen nichtreduktiven Funktionalismus. These: funktionale Organisation ist mit natürlicher Notwendigkeit hinreichend für bewusste Erlebnisse. Das ist eine starke Schlussfolgerung, die die Chancen für >Künstliche Intelligenz stärkt.

1. W. G. Lycan, A limited defense of phenomenal information. In: T. Metzingwr (ed), Conscious Experience, Paderborn 1995.
2. R. Kirk, Raw Feeling: A Philosophical Account of the Essence of Consciousness. Oxford 1994.
3. F. Dretske, Naturalizing the Mind, Cambridge 1995
4. M. Tye, Ten Problems of Consciousness, Cambridge 1995.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Funktionen Dennett I 276
Funktion/Kausalität/Dennett: kausale Kräfte zu haben, ist noch keine Funktion. - Frage: ob die ersten Nucleotide schon eine Funktion hatten. - Funktion: ist mehr als Kausalität. - Frage: haben die "Glider" im "Spiel des Lebens" eine Funktion oder bewegen sie sich einfach? (> Game of Life, Conway).
I 575
Bedeutung/Funktion/Dennett: Bsp Getränkeautomat und Bsp Mitteilung des Froschauges beziehen ihre Bedeutung aus der Funktion - wo die Funktion keine Antwort liefert, gibt es nichts mehr zu untersuchen. - Die Bedeutungen der Menschen sind genauso abgeleitet wie die des Getränkeautomaten - das beweist das Beispiel der Zwillingserde. - Sonst muss man Essentialismus postulieren. - PutnamVsDennett: Bedeutung hat mehr mit Referenz als mit Funktion zu tun. - Funktion weist der Bedeutung keine richtige kausale Rolle zu.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Geist/ Geistzustand Pinker I 34
Def Geist/Pinker These: Der Geist ist ein System von Rechenorganen, das von der Selektion so gestaltet wurde, dass es Probleme von Jägern und Sammlern lösen kann, insbesondere indem es Gegenstände, Pflanzen, Tiere und andere Menschen versteht und überlistet.
I 37
Geist/Pinker: Ansammlung von nicht gegeneinander abgeschlossenen Modulen. - Geist ist nicht gleich Gehirn, sondern Tätigkeit des Gehirns, aber nicht die einzige: das Gehirn setzt auch Fett um. Sehen/Denken/Fühlen: Informationsverarbeitung
I 46
Geist/Fodor: Modul. - PinkerVsFodor: das ist zu abgegrenzt - besser: Chomsky: Geist als "mentales Organ".
I 182
Geist/Minsky: Gesellschaft mit Agenten. Geist/Dennett: große Ansammlung teilweise fertiger Entwürfe - In dieser Ansammlung gibt es keinen "Präsidenten".
PinkerVsDennett: die Agenten sind hierarchisch.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Heterophänomenologie Radner Daisie Radner
Heterophänomenologie: wie wir etwas über die Vögel und die Bienen lernen in
Tie I D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt 2005

I 408
Heterophänomenologie/HP/DennettVsBrentano/VsHusserl: aus der Perspektive der 3. Person statt der ersten. RadnerVsDennett: These: Heterophänomenologie kann man auch aus der 1. Person Perspektive betreiben.
I 409
Heterophänomenologie/Radner: beschäftigt sich mit folgenden Fragen: 1. Wie erscheinen die Dinge einem Subjekt
2. Wie ist das Erleben des Subjekts ("wie ist es für das Subjekt...")
Frank Jackson: behandelt beide als gleichwertig:
Bsp Fred: für ihn gibt es zwei Rottöne, wo alle anderen nur einen wahrnehmen. Wie ist es für Fred, wenn er Rot1 und Rot2 sieht?
Radner: die Frage schwankt zwischen (1.) und (2.).
Im ersten Sinn: Jackson: "Wie ist die neue Farbe?"
im zweiten Sinn: Jackson: "wenn wir unsere Physiologie der von Fred anpassen könnten, würden wir es endlich wissen".
Bsp M. Tye: anstatt zu sagen,
a) Der Farbenblinde Jones wisse nicht, wie die verschiedenen Farben aussehen, können wir genauso gut sagen,
b) Er wisse nicht, wie es ist, die Erlebnisse zu haben, die für das Sehen der Farben charakteristisch ist.
Beide hängen zusammen, Probleme werden aber nicht immer gleich gut im Sinne von 1. wie von 2. gestellt und umgekehrt.
I 410
Bsp Farbenforscherin Mary/Jackson/Radner: das Problem ist nicht, wie Rot für Mary aussehen mag (vermutlich wie für uns), sondern wie ihr Erlebnis sein wird. Wird es eine Überraschung sein?
I 411
Umwelt/Innenwelt/Radner: beide können sowohl aus der Sicht der 1. als auch der 3. Person angegangen werden.
I 412
Diese Unterscheidung entspricht nicht der zwischen Auto- und Heterophänomenologie. Heterophänomenologie: Erste/Dritte Person/Umwelt/Innenwelt. alle Kombination von Fragen möglich.
Umwelt/heterophänomenologisch: 3. Person: Bsp "Wie erscheinen Dinge für das Subjekt?"
1. Person: Bsp "Wie würden mir die Dinge erscheinen, wenn ich einen Sinnesapparat wie den des Subjekts hätte?"
Innenwelt/heterophänomenologisch: 3. Person: Bsp "Wie sind die Erlebnisse des Subjekts?"
1. Person: Bsp "Wie wären meine Erlebnisse, wenn ich mit in den Umständen des Subjekts befände und gewisse Merkmale mit ihm gemeinsam hätte?".
I 413
Heterophänomenologie/Radner: Bsp möchte wissen, wie ein Warnruf für ein anderes Subjekt klingt, Bsp für Raubvögel wie Habichte oder Eulen, die einen kleinere Kopf haben als wir.
I 414
Wie wäre es, wenn ich keine Ohrmuscheln hätte und die Ohren nur zwei Zentimeter voneinander entfernt stünden? Problem: ich kann mir andere Ohren an meinem Gehirn vielleicht vorstellen, aber nicht, wie es für mich mit einem Katzengehirn wäre.

Radner I
Daisie Radner
"Heterophenomenology. Learning About the Birds and the Bees", in: Journal of Philosophy 91 (1994) pp. 389-403
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Ich Blackmore Pauen I 244
Ich/Blackmore/Pauen: Blackmore These: Überzeugungen sind nur Akkumulationen von Memen, die sich ständig verändern. VsMinsky, VsDennett: Das Selbst hat auch keinen pragmatischen Wert. >Meme. Unbelastet davon, können wir einen unbefangeneren Zugang zur Gegenwart haben. (Th. NagelVs.)
I 245
IchBlackmore: nicht Ursprung unserer Wünsche, sondern Funktion der Bündelung. PauenVsBlackmore: wie sollte dann überhaupt Kontinuität gewahrt bleiben? >Personale Identität.
Vs: Individuen können sich ganz unterschiedlich zu Wünschen verhalten, auch wenn sie (memgesteuert) zur gleichen sozialen Gruppe gehören.

Blckmo I
S. Blackmore
Consciousness London 2010

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Inhalt Dennett McDowell I 77
Inhalt/Dennett/McDowell: Dennett schlägt vor, die Rolle des Inhalts auf der personalen Ebene zu einem Teil als Rolle des Inhalts auf der sub-personalen Ebene zu verstehen. ((s) "Vorgefühl", kommt allerdings nicht isoliert vor). >Intentionalität/Dennett.
McDowellVsDennett.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
Intensionen Proust Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

I 233
Tier/Geist/Intentionalität/Premack/Woodruff/Proust: berühmte Untersuchungen von Premack/Woodruff über "Theorie des Geistes" bei Tieren, "Überzeugungen und Wünsche" usw. Proust: wenn man von einer Theorie des Geistes spricht, sollte man sie von einer sozialen nicht von einer psychologischen Kompetenz im strengen Sinn unterscheiden, kraft derer soziale Tiere versuchen, sich gegenseitig zu beeinflussen.
Premack: ein Tier kann absichtlich darauf hinwirken, was ein anderes tut (sozial) oder denkt (dann auch psychologisch).
"Spielverderber Version": der Erklärung von Verhalten: nicht Intention sondern nur festgestellte Korrelation soll Verhalten eines Tiers erklären.
I 234
Dann kann auf die psychologische Seite verzichtet werden. Sprachlose Tiere stellen einfach eine Korrelation fest. DennettVs: intentionale Einstellung zur Erklärung.
I 234
Intentionalität/Dennett: Stufen: 1. Wünsche und Überzeugungen können zugeschrieben werden.
2. Überzeugung und Wünsche über Überzeugungen und Wünsche
3. Überzeugungen und Wünsche über Überzeugungen und Wünsche der 2. Stufe usw.
I 235
ProustVsDennett: öffnet dem Hang des Menschen Tür und Tor, seine psychologischen Begriffe auf offensichtlich begriffslose Prozesse anzuwenden: Autos, Hunde, Katzen. Etwas anderes ist es bei Primaten.

Proust I
Joelle Proust
"L’animal intentionnel", in: Terrain 34, Les animaux, pensent-ils?, Paris: Ministère de la Culture/Editions de la maison des Sciences de l’Homme 2000, pp. 23-36
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Intentionalität Dennett Rorty VI 27
"Intentionale Haltung"/intentionaler Standpunkt/Dennett: Der intentionale Standpunkt wird durch das Erfassen eines Davidsonschen Musters ermöglicht.Das Muster dieser Rationalität ist das gleiche wie das der Wahrheit. Weder Sprache ohne Rationalität, noch eines von beiden ohne Wahrheit.
Dennett I 282
SearleVsDennett: Dennetts Intentionalität sei nur eine "Als-ob-Intentionalität". Intentionalität/DennettVsSearle: Aber irgendwo muss man anfangen (wenn man Metaphysik vermeiden will). Der erste Schritt in die richtige Richtung ist kaum als Schritt in Richtung Bedeutung zu erkennen.
Def Intentionaler Standpunkt/Dennett: Der Versuch, zu ermitteln, was die Gestalter (oder Mutter Natur) im Sinn hatten.
I 317
Er erlaubt oft große Sprünge in den Schlussfolgerungen, ohne dass die Unkenntnis der zugrunde liegenden Physik dabei stört. Bsp der Mechanismus von Antikythera. Dass er ein Planetarium war erschließt sich daraus, dass er ein gutes Planetarium war!
Bsp Marsmenschen fragen sich: warum gibt es im Computer soviel überflüssige Kapazität: Grund: Chips wurden so billig. Das ist zwar eine historische Erklärung, die aber auch vom intentionalen Standpunkt ausgeht.
I 318
Bsp Flog der Archäopteryx? Man ist nicht sicher, fand aber, dass seine Kralle sich hervorragend zum Sitzen auf Ästen eigneten! Also: wie kam er da rauf...?
II 43
Def Gestaltungsstandpunkt/Dennett: Bsp Ein Wecker ist (im Gegensatz zum Stein) ein gestaltetes Objekt und ist auch für eine raffinierte Art von Vorhersagen zugänglich. (Nach dem Gestaltungsstandpunkt). Wenn ich die und die Knöpfe drücke, wird ein paar Stunden später etwas passieren. Dafür brauche ich die physikalischen Gesetze nicht zu kennen.
Intentionaler Standpunkt/Dennett: Bsp Schachcomputer: Nichts in den Gesetzen der Physik zwingt den Schachcomputer den nächsten Zug zu machen, aber auch nichts in seiner Gestaltung.

Brandom I 109
Intention/Intentionalität/Dennett: Einstellungs-Einstellung: (stance-stance): Diese behauptet, man könne nicht unterscheiden, ob etwas tatsächlich ein intentionales System ist und ob es angemessener Weise als ein solches behandelt wird.
Dennett I 592ff
Intentionalität/echte/abgeleitete/Dennett: Bsp Einfrieren: Ein Roboter muss selbständig handeln können - muss an Belohnung glauben, entwickelt aber Eigeninteressen. - Frage: Ist diese Intentionalität immer noch abgeleitet? - wenn ja, dann auch unsere eigene auch bloß abgeleitet - aber das ist Haarspalterei - Pointe: wir selbst sind nur solche Überlebensmaschinen für unsere Gene
I 596
Intentionalität/SearleVsDennett: Keine Maschine, auch kein Getränkeautomat hat Intentionalität. Einfrieren/DennettVsSearle: irgendwann ist die Intentionalität nicht mehr abgeleitet, sondern echt!

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Intentionalität Searle Dav II 112
SearleVsDavidson: Davidson schlägt vor, zwischen zwei Arten von Intentionen zu unterscheiden: a) "prior intentions" und
b) "intentions in action". Intentionale Handlung gibt es nur, wenn das erste das zweite verursacht.

Dennett I 281
SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität". (siehe unten)
Dennett II 67
Def abgeleitete Intentionalität/Searle: Abgeleitete Intentionalität ist eine beschränkte Form, die manche unserer Kunstprodukte besitzen: Bsp Wörter, Sätze, Bücher, Landkarten, Bilder, Computerprogramme usw. Ihre Intentionalität ist nur eine Leihgabe unseres Geistes. Bsp Einkaufsliste, ob geschrieben oder auswendig, ebenso geistige Bilder, etwas Inneres - diese Dinge sind dennoch ein Kunstprodukt.
Searle I 67
Intentionalität ist biologisch, teleologisch: SearleVs: Bei Verwechslungen wären Wörter wie "Pferd oder Kuh" nötig. Intentionalität ist normativ: Wahrheit, Widerspruchsfreiheit und Rationalität sind intrinsisch - der darwinistischen Evolution dagegen nicht normativ.
I 178
Erfüllungsbedingungen: Intentionale Zustände repräsentieren ihre Erfüllungsbedingungen nur unter gewissen Aspekten, die für den Betreffenden wichtig sind.
I 266f
Intentionale Phänomene: Regelfolgen sind echt kausale Phänomene. Funktionale Erklärungen sind nur nackte physische Fakten. Kausalität existiert hier nur durch interessengeleitete Beschreibung. Regeln sind keine Ursachen für Handlungen. Gegenstände der Intentionalität brauchen nicht zu existieren: (Hoffnung).
Glauben, Befürchten, Wünschen, Überzeugung sind keine Akte, man hat sie einfach.
II 208
Intentionalität/Erfüllungsbedingungen/Searle: Der Geist verleiht der Hervorbringung von Klängen dadurch Intentionalität, dass er der Hervorbringung die Erfüllungsbedingungen des Geisteszustands verleiht - >Sprechakt. Doppelte Ebene der Intentionalität: a) psychischer Zustand - b) Ebene der Absicht.
III 156
Als ob-Intentionalität/Searle: Die als ob-Intentionalität erklärt nichts, wenn es keine echte Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft. SearleVsDennett: Sie ist so leer wie seine "intentionale Einstellung".
Graeser I 124
Intentionalität/Sprechakte/Searle: Handlungsabsichten haben Erfüllungsbedingungen, die von ihnen repräsentiert werden und indem Handlungsabsichten ihre Erfüllungsbedingungen repräsentieren, sind sie ipso facto intentional. Abgeleitete Intentionalität: Physische Realisierungen von Sprechakten sind nicht intrinsisch intentionale wie die propositionalen Einstellungen selbst.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Introspektion Chalmers I 13
Introspektion/Psychologie/Phänomenologie/Verhalten/Bewusstsein/Wundt/Chalmers: wenn man wie z.B. Wilhelm Wundt Introspektion gebraucht, um Verhalten zu erklären, verhält man sich 1. Cartesianisch und 2. macht man die Phänomenologie zum Schiedsrichter über die Psychologie. >Phänomenologie/Chalmers.
I 26
Introspektion/Chalmers: die Weise, wie wir über den Inhalt unserer inneren Zustände klar werden. Das ist eine wichtige Komponente unseres alltagssprachlichen Begriffs von Bewusstsein. Analysiert werden kann Introspektion in Begriffen eines rationalen Prozesses der Aufgeschlossenheit für Information über innere Zustände und die Fähigkeit, diese Information sinnvoll anzuwenden. Zustandsberichte: erfordern zusätzlich Sprachbeherrschung.
I 189
Introspektion/Bewusstsein/Erklärung/Dennett/Chalmers: (Dennett, 1979 (1)) …es gibt öffentliche Berichte über unser Bewusstsein und Episoden unserer propositionalen Aufmerksamkeit (awareness), unsere Urteile und dann – soweit es Introspektion betrifft – Dunkelheit (1979, p. 95). ChalmersVsDennett: dann ist Dennetts Introspektion sehr verschieden von meiner. Ich finde Empfindungen, Gefühle, Schmer, usw. die, obwohl sie von Urteilen begleitet sind, sie selbst nicht nur Urteile sind.
I 190
Introspektion/Chalmers: Dennetts Vorgehen ist besser als Extrospektion beschrieben. Er geht von außen vor, um sein Inneres zu erkunden. Dennett/Chalmers: (in Dennett, 1991 (2), p. 363-364): worum es ginge, sei zu erklären, warum die Dinge uns so erscheinen wie sie es tun. Und damit wäre alles erklärt, was erklärt werden muss.
Erscheinen/ChalmersVsDennett: es gibt zwei Bedeutungen von Erscheinung:
a) phänomenal („wie es ist…“)
b) psychologisch (als Disposition für Urteile).
Dennetts Theorie erklärt nur b).


1. D. Dennett, On the absence of phenomenology,. In: D. Gustafson and B Tapscott, (Eds) Body, Mind, and Method, Dordrecht 1979.
2. D. Dennett, Consciousness Explained, Boston, 1991

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Kognition Chalmers I 111
Kognition/Erklärung/Bewusstsein/Kognitive Modelle/Chalmers: Kognitive Modelle sind sehr gut, wenn es um die Erklärung von Dingen wie Lernen und Verhalten geht, nicht aber bei der Erklärung von bewusstem Erleben. Bei allem, was kognitiv erklärt wird bleibt die Frage, warum es von so etwas wie Bewusstsein begleitet wird.
I 112
Kognitive Modelle können sicher die psychologische Seite des Bewusstseins (Verhaltenserklärung, Lernen, Informationsverarbeitung) abdecken, nicht aber die phänomenale Seite des bewussten Erlebens.
I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) (1) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsbverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a (2), p. 210) und Chalmers I 370.
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995) (3), Johnson-Laird (1988) (4), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
I 172
Kognition/Chalmers: es ist falsch anzunehmen, dass sie vom Bewusstsein getrennt ist, auch wenn sie zu einer anderen Sphäre (dem Physischen) gehört. Bsp man hat eine (physische) Wahrnehmung von etwas Grünem, die aber psychologisch individuiert wird. Andererseits haben wir auch Wahrnehmungen über unser Bewusstsein.
I 218
Kognition/Bewusstsein/Kognition/Psychologie/Chalmers: die Kohärenz zwischen bewusster Erfahrung und kognitiven Strukturen ist bemerkenswert. Wir können Prinzipien erkennen: Prinzipien: 1. Verlässlichkeitsprinzip: Unsere Urteile 2. Stufe über Bewusstsein sind im Großen und Ganzen korrekt.
I 219
Wenn ich urteile, dass ich etwas höre, dann höre ich normalerweise etwas. 2. Deduzierbarkeitsprinzip (umgekehrtes Verlässlichkeitsprinzip): auch wenn uns viele Erlebnisse entgehen, haben wir normalerweise die Fähigkeit, sie zu bemerken.
I 222/223
3. Prinzip der strukturellen Kohärenz: bewusste phänomenale Erlebnisse sind immer begleitet von (geeignet charakterisierter) psychologischer Bewusstheit.
I 223
Bsp Strukturelle Gegebenheiten des Gesichtsfelds finden sich in unseren Erlebnissen von größeren und kleineren, helleren und dunkleren usw. Gegenständen wieder und ebenso in unseren Reaktionen darauf. Das trifft auch auf implizite Strukturen wie Relationen zwischen Farben zu.


1. D. Dennett, Toward a cognitive theory of consciousness. In: D. Dennett, Brainsorms, Cabridge 1978.
2. D. Dennett, Back from the drawing board. In: B. Dahlbom (Ed) Dennett and His Critics, Oxford 1993.
3. P. M. Churchland, The Engine of Reason, the Seat of the Soul: A Philosophical Journey into the Brain. Cambridge 1995.
4. P. Johnson-Laird, A computational analysis of consciousness. Cognition and Brain Theory 6, 1983: pp. 499-508
5. T. Shallice, Dual funtions of consciousness. Psychological Review 79, 1972: pp. 383-93; Information-precessing models of consciousness: Possibilities and problems. In: A. Marcel and E. Bisach (Eds) Consciousness in Contemporary Science, Oxford 1988.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Kognition Dennett Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsbverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.


Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Materialismus Chalmers Sta I 242
Def Typ-A-Materialismus/Chalmers/Stalnaker: (Chalmers 1996, 165-6) These: Bewusstsein, so weit es existiert, superveniert logisch auf dem Physischen, aus funktionalistischen oder eliminativistischen Gründen. - Def Typ-B-Materialismus: These: Bewusstsein superveniert nicht logisch auf dem Physischen, also gibt es keine a priori-Implikation vom Physischen auf das Phänomenale, dennoch wird der Materialismus behauptet.
Chalmers I XIII
Materialismus/Chalmers: Um das Bewusstsein zu erfassen, müssen wir über die Ressourcen hinausgehen, die es bereitstellt.
Chalmers I 41
Def Materialismus/Physikalismus/Chalmers: die These, dass alle positiven Tatsachen über die Welt global logisch supervenieren auf physikalischen Tatsachen. (>Supervenienz/Chalmers).
I 42
Der Materialismus ist wahr wenn alle positiven Tatsachen über die Welt von den physikalischen Tatsachen beinhaltet (entailed) sind. (Siehe auch Chalmers I 364).D.h. wenn für jede logisch mögliche Welt W, die physikalisch von unserer Welt ununterscheidbar ist, alle positiven Tatsachen, die wahr von unserer Welt sind, auch wahr von Welt W sind. Das entspricht Jacksons Physikalismus:
Def Physikalismus/Jackson: (Jackson 1994): Kriterium: jedes minimal physikalische Duplikat unserer aktualen Welt ist simpliciter ein Duplikat unserer Welt (Siehe auch Chalmers I 364).
I 123
Materialismus/ChalmersVsMateialismus: wenn meine Annahmen über bewusstes Erleben (phänomenales Bewusstsein) richtig sind, muss der Materialismus falsch sein: 1. Es gibt bewusste Erlebnisse in unserer Welt
2. Es gibt eine logisch mögliche Welt, die physikalisch identisch mit unserer aktualen Welt ist, in der die positiven Tatsachen über Bewusstsein in unserer Welt nicht gelten.
3. Daher sind Tatsachen über Bewusstsein zusätzliche Tatsachen, jenseits der physikalischen Tatsachen.
4. Daher ist der Materialismus falsch.
I 124
Die gleiche Schlussfolgerung kann aus der logischen Möglichkeit von Welten mit vertauschten bewussten Erlebnissen gezogen werden. Wenn Gott also die Welt erschuf hatte er, nachdem er die physikalischen Fakten sicherstellte, noch mehr zu tun, wie Kripke sagt: er musste bewirken, dass die Tatsachen über das Bewusstsein bestehen.
Das fehlschlagen dieser Art von Materialismus führt zu einer Art Dualismus.
I 139
MaterialismusVsChalmers: könnte argumentieren, dass die Unvorstellbarkeit gewisser Welten (s.o.) nur auf unsere kognitiven Beschränkungen zurückzuführen sei. Dann wäre die entsprechende Welt nicht einmal logisch möglich! (Das wäre eine mögliche Interpretation von McGinn 1989 (1).) Analogie: man könnte vermuten, dass die Entscheidung Bsp über die Kontinuumshypothese oder ihre Negation jenseits unserer kognitiven Fähigkeiten liegt.
ChalmersVsVs: diese Analogie greift nicht im Fall unseres Verständnisses von Modalitäten (Spielarten von Notwendigkeit und Möglichkeit).
Bsp es ist auch nicht so, dass eine smartere Version der Farbenforscherin Mary besser wüsste, wie es ist, eine Farbe zu sehen.
I 144
Materialismus/Chalmers: müsste schlichtweg leugnen, dass Mary überhaupt irgendwelche Entdeckungen macht. Das ist die Strategie von Lewis (1990)(2) und Nemirow (1990)(3): Mary erwirbt nur eine zusätzliche Fähigkeit (zum Wiedererkennen), kein Wissen. ChalmersVsNemirow/ChalmersVsLewis: bei dieser Strategie gibt es zwar keine internen Probleme, sie ist aber unglaubwürdig.
I 145
Mary lernt sehr wohl neue Tatsachen über die Natur der Erfahrung. Sie hat den Raum epistemischer Möglichkeiten verringert. Allwissenheit/Chalmers: für ein allwissendes Wesen gibt es keine solche Verengung der Möglichkeiten.
Loar: (1990) (4) leitet aus diesem neuen Wissen von Mary Konditionale ab: „Wenn das Sehen roter Dinge so ist, und das Sehen blauer Dinge so, dann ist das Sehen violetter Dinge wahrscheinlich so.“
DennettVsJackson: (Dennett 1991)(5) Mary lernt überhaupt nichts. Man könnte sie nicht hinters Licht führen, z.B. indem Experimentatoren einen blauen Apfel statt eines roten hochhalten. Sie hat schon das Nötige aus den Reaktionen Anderer in ihrer Umwelt gelernt.
ChalmersVsDennett: das zeigt aber nicht, dass sie das entscheidende (phänomenale) Wissen hatte.


1. C. McGinn, Can we solve the mind-body problem? Mind 98, 1989: pp.349-66
2. D. Lewis, What experience teaches. In: W. Lycan (Ed) Mind and Cognition. Oxford 1990
3. L. Nemirow, Physicalism and the cognitive role of acquaintance. In: W. Lycan (Ed) Mind and Cognition. Oxford 1990
4. B. Loar, Phenomenal states. Philosophical Perspectives 4, 1990: pp. 81-108
5. D. Dennett, Consciousness Explained, Boston, 1991


Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Ontologie Fine Rorty VI 172
Arthur Fine: "natürliche ontologische Einstellung": man sollte gewisse Fragen gar nicht beantworten. Man sollte keine großartigen ontologischen Bindungen haben, FineVsDennett: nicht vom "Mobiliar der physikalischen Welt" reden. Niemand würde fragen "wie real ist das?" (Rorty dito).

Fin I
K. Fine
The Limits of Abstraction Oxford 2008

FinA I
A. Fine
The Shaky Game (Science and Its Conceptual Foundations series) Chicago 1996

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Perspektive Sterelny Kim Sterelny Primatenwelten in D. Perler/M. Wild (Hg.) Der Geist der Tiere, Frankfurt 2005

I 381
Def Two Action Test/Methode/Experiment/Perspektive/Sterelny: Gruppe 1 Ratten sehen A: linker Hebel wird gedrückt Gruppe 2 Ratten sehen B: rechter Hebel
1. Das erlaubt Lösungen mit mehr als nur einem Verhaltensprogramm. Eine Aufgabe kann in Unteraufgaben zerlegt werden.
2. Es muss verschiedene aber gleich angemessene Arten geben, die Unteraufgaben zu erledigen.
Bsp ein Schimpanse kann etwas mit den Füßen ebenso gut wie mit den Händen ausführen.
Wenn er nun wechselt, dann kann man sagen, dass er das Verhaltensprogramm richtig ausführt, aber nicht die Unteraufgaben exakt nachahmt.
I 384
Perspektive/Tier/Geist/Sterelny: statt anzunehmen, dass z.B. Schimpansen eine fremde Perspektive übernehmen können, kann man die Experimente auch so interpretieren: "Bettle um Futter bei denen, die es gesehen haben": das braucht keine Theorie über die inneren Ursachen des Verhaltens oder über die Rolle des Sehens.
I 385
Weitreichende Verhaltenskompetenzen können nicht durch ein einzelnes Experiment enthüllt werden. Dennett/Whiten: je mehr Situationen es gibt, in denen Primaten die Relevanz der Blickrichtung einsetzen, desto mehr kann gelten, dass sie sie als etwas verstehen, das durch den Geist vermittelt ist.
SterelnyVsDennett: ich sehe es weniger metaphysisch und mehr methodisch.

Sterelny I
Kim Sterelny
"Primate Worlds", in: The Evolution of Cognition, C. Heyes/L. Huber (Eds.) Cambridge/MA 2000
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Sterelny II
Kim Sterelny
Dawkins vs. Gould: Survival of the Fittest Cambridge/UK 2007
Psychologie Churchland Lanz I 302
Alltagspsychologie/Churchland: (pro Alltagspsychologie/Sellars - ChurchlandVsDennett): knüpfen an Sellars an: Alltagspsychologie hat den Status einer nützlichen empirischen Theorie. Man muss prüfen ob a) die alltagspsychologischen Prädikate tatsächlich natürliche Arten bezeichnen
b) ob die lingua mentis-Theorie des sich eng an die Alltags Psychologie anschließenden Funktionalismus plausibel ist. Die Churchlands verneinen a) und b).
Stattdessen Patricia S. Churchland: "Neurophilosophie":
ad a): es ist bemerkenswert, dass wir aufgrund von Alltagspsychologie nicht die leiseste Ahnung davon haben, was den uns vertrauten psychologischen Phänomenen zugrunde liegt.
I 303
ad b): VsMentalesisch, VsLingua Mentis-Theorie: aus der Sicht der Evolution ist Sprache ein Spätankömmling. Es gab intelligente Lebewesen, bevor Sprache in die Welt kam und es gibt intelligente Lebewesen, die nicht sprachbegabt sind. So muss man aufgrund der evolutionären Kontinuität zwischen Menschen und ihren Vorfahren auch bei Menschen eine große Anzahl nicht sprachanaloger kognitiver Prozesse annehmen.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

Churli II
Patricia S. Churchland
"Can Neurobiology Teach Us Anything about Consciousness?" in: The Nature of Consciousness: Philosophical Debates ed. Block, Flanagan, Güzeldere pp. 127-140
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Qualia Dennett Rorty VI 144
Qualia/Dennett: Wir glauben an Qualia und das Phänomenologische, weil wir uns eine bestimmte Menge von Metaphern zu eigen gemacht haben. NagelVsDennett: Dennett sei sinnenfeindlich! - DennettVsNagel: Dieser sei ein Geheimniskrämer!
Dennett: Es gibt keine Qualitäten, es gibt nur Urteile.
Rorty VI 145
Qualität/Qualia/Eigenschaften/DennettVsNagel/Rorty: es gibt keine Qualitäten, es gibt nur Urteile.
Rorty VI 146
Qualia/Dennett: (wie Smart und Place): Wie sähe es denn aus, wenn es tatsächlich nichts weiter wäre, als eine Verbindung elektrochemischer Prozesse in deinem Gehirn? - ((s) Nämlich genau so).

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Realität Rorty VI 169
Realität/Aussagen/Wittgenstein/Rorty: wir sind nicht imstande, zwischen unseren Aussagen über Elektronen und den Elektronen selbst hin und her zu bewegen - auch nicht zwischen unseren Zuschreibungen von Überzeugungen und den Überzeugungen selbst. - Bsp (Wittgenstein) das wäre so, als wollte man das, was in der Zeitung steht dadurch nachprüfen, dass man nachschaut, was in einem anderen Exemplar derselben Zeitung steht.
VI 170
Erfolg/Erklärung/Realität/RortyVsDennett: Erfolg als Erklärung hilft uns, auf "Realität" zu verzichten - der Erfolg besteht in der Nützlichkeit. Vgl. >Erklärung/Dennett. >Wirklichkeit/Rorty.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Dennett Rorty VI 167
Repräsentation/Dennett/Rorty: Repräsentation ist, wie Übereinstimmung, durch Erfolg zu erklären: Bsp Eine Karte, die Untiefen repräsentiert, ist einfach besser, als eine, die das nicht tut. RortyVsDennett: Bsp Elektron: Wir sind nicht imstande, zwischen unseren Aussagen über Elektronen und den Elektronen selbst hin und her zu bewegen. Auch nicht zwischen unseren Zuschreibungen von Überzeugungen und den Überzeugungen selbst. Bsp (Wittgenstein) Das wäre so, als wollte man das, was in der Zeitung steht dadurch nachprüfen, dass man nachschaut, was in einem anderen Exemplar derselben Zeitung steht.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Selbstbewusstsein Block II 547
Selbstbewusstsein/Tier/Block: Besitz des Begriffs des Selbst: einige Tiere erkennen sich im Spiegel. Bsp Tierversuch: Schimpansen werden narkotisiert und ihnen werden dann Farbflecken auf die Nase und an die Ohren geschmiert. 7 bis 15 Jahre alte Schimpansen bemühen sich, nach einem Blick in den Spiegel, die Farbflecken abzuwischen.

Erklärung/Block: Bsp es gibt eine Erklärung dieses Tierversuchs, die darin besteht, den Schimpansen das Selbstbewusstsein abzusprechen. Statt dessen sollen sie einen Artgenossen im Spiegel erkennen und den Schluss bilden, sie selbst könnten ähnliche Flecken haben.
Block: das ist keine Widerlegung der eigentlichen Erklärung, sondern setzt bei den Schimpansen ungewollt ein viel stärkeres Bewusstsein sowie außerdem die Fähigkeit zum Schlussfolgern voraus!
Außerdem Selbstbewusstsein: um darüber nachzudenken, ob ich einen Farbfleck auf der Stirn habe, muss ich über mich selbst nachdenken können.
II 557
Tierversuch: Bsp Ein Schimpanse kontrolliert auf einem Bildschirm die Bewegungen seines Armes in einem Loch, das er nicht einsehen kann. (Wird von manchen als "Kulturleistung" gewertet.) BlockVsDennett: Selbstbewusstsein ja, aber warum kulturell?
Bsp Dass ich ein "Direktorenselbstbewusstsein" brauche, um mich als Direktor zu sehen, ist einfach banal und erfordert eigentlich keine Kultur. Sonst brauchte ich noch ein gesondertes Selbstbewusstsein für mich als jemand, der die Schlüssel in der Tasche hat. ad infinitum. Unendlich viele Charakterisierungen erfordern nicht jeweils ein eigenes spezielles Selbstbewusstsein.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Block II
Ned Block
"On a confusion about a function of consciousness"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996
Sprache Nagel I 57
NagelVs Primat der Sprache : führt zur Abwertung der Vernunft, Verfallsprodukt der analytischen Philosophie. Abwendung von Frege. Denken ist oft nichtsprachlich. die allgemeinsten Formen des Denkens hängen von keiner Einzelsprache ab.
I 57
Wenn Sprache Denkprinzipien erkennen lässt, liegt das nicht daran, dass Logik Grammatik ist, sondern daran, daß Grammatik der Logik gehorcht.
I 61
Daß »und« durch kontingente Umstände zum Wort für die Konjunktion geworden ist, hat überhaupt keine Konsequenzen für den Status der wahren Aussage, dass p von p und q impliziert wird. Was eine Menge von Sätzen bedeutet, ist von Konventionen abhängig. Was aus einer Menge von Prämissen folgt, ist nicht davon abhängig (formal.)
Rorty VI 144 ff
NagelVsDennett: seine "Heterophänomenologie" ist nicht ausreichend. - Nagel These: die Quellen der Philosophie sind vorsprachlich, ihre Probleme nicht kulturabhängig.
Rorty VI 144 ff
NagelVsWittgenstein: (laut Rorty): die Grenzen der Sprache sind nicht die Grenzen des Denkens! "Der Gehalt einiger Gedanken geht über jede Form hinaus, die sie im menschlichen Bewusstsein annehmen können." (Pro Unterscheidung Schema/Inhalt!).

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979

Nagel I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

Nagel II
Thomas Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

Nagel III
Thomas Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagelEr I
Ernest Nagel
Teleology Revisited and Other Essays in the Philosophy and History of Science New York 1982

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Terminologien Fodor IV 1
Def anatomisch/Fodor/Lepore: ist eine Eigenschaft genau in dem Fall, wo, wenn etwas sie hat, dann wenigstens ein zweites Ding diese Eigenschaft haben muss. - ((s) Aber nicht alle Dinge müssen diese Eigenschaft haben, im Gegensatz zum Holismus). - Bsp Zwilling ((s) Aber nicht männlicher Zwilling). - Def atomistisch: Eigenschaft, die nicht anatomisch sind - Bsp "...aß das letzte...".
IV 13
Holismus/Fodor/Lepore: Bsp angenommen, anatomische Eigenschaften wären auch holistisch - dann könnte sich herausstellen, dass Bsp keine Sprache einen Ausdruck für "the pen of my aunt" haben könnte, wenn sie nicht auch Ausdrücke hat, die folgenden Ausdrücken entsprechen, z.B. "zwei ist eine Primzahl".
IV 134
Bsp belief/shmelief/Glauben/Shlauben/Fodor/Lepore: shmeliefs: wie Glauben, aber ohne dass Nachsicht für sie analytisch ist, dann können die meisten falsch sein, Glauben aber müssen meist wahr sein.
IV 140
Projektivismus/Fodor/LeporeVs: 1. Der Projektivismus muss behaupten, dass es auf der Zwillingserde keine Glaubenseinstellungen gibt. 2. Er kann das Element der Interpretation der intentionalen Zuschreibung gar nicht erklären.
IV 148
Interpretationstheorie/Fodor/Lepore: die These, dass es keine intentionalen Zustände gibt - ((s) Dennett pro?) - Fodor/LeporeVsDennett: wenn Intentionalität nicht existiert, kann Interpretation ihr auch keine Eigenschaften zuschreiben - wenn es keine Glaubenseinstellungen und Wünsche gibt, kann es auch nichts geben, wofür sie selektiert werden.
IV 197
Zustandsraum-Semantik/Churchland/Fodor/LeporeVsChurchland: der technische Apparat hilft nicht, wenn man die alltäglichen Begriffe nicht versteht. - Bsp "heiratsfähig" wird nicht durch eine "Dimension der Heiratsfähigkeit" erklärt.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Vorhersage Fodor IV 150
Vorhersage/Fodor/LeporeVsDennett: Voraussagefähigkeit muss nicht auf Rationalität basieren. - Sie kann auch auf Regularität gestützt werden.
IV 150f
Vorhersagbarkeit des Verhaltens ist kein Argument für intentionale Zuschreibung - Bsp Regelmäßigkeit statt Nachsicht. - Gesetzesartige Verbindungen mit geteilten Reizen sind hinreichend. - Keine Rationalität ist notwendig.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Zwillingserde Dennett I 572
Zwillingserde/Putnam/DennettVsPutnam: er verlangt einen Sprung in der Bezugnahme, einen Sprung in der Intentionalität.
I 573f
Dennett: man könnte jetzt zu der Auffassung neigen, dass die innere Intentionalität eine gewisse "Trägheit" habe. Das Gehirn kann sich nicht auf etwas richten und etwas anderes meinen. (Wittgenstein). Zwillingserde/Dennett/VsPutnam: man kann nicht eine Geschichte erzählen unter der Annahme, dass Tische keine Tische sind, obwohl sie wie Tische aussehen und so benutzt werden.
Etwas anderes wäre ein "Lebewesen, dass wie Fury aussieht" (Aber eben nicht Fury ist).
Aber Wenn es auf der Zwillingserde "Schmerde" gibt, die ganz wie unsere Pferde sind, dann sind Schmerde Pferde - eine nichtirdische Sorte Pferde zwar, aber immerhin Pferde.
((s) deshalb hat bei Putnam das Zwasser doch gerade eine andere chemische Formel: YXZ.)
Dennett: man kann natürlich auch eine strengere Meinung vertreten, nach der die nichtiridschen Pferde eine eigene Spezies sind. Beides ist möglich. ((s)VsDennett: es hängt davon ab, wie man Bestimmtheit definiert). ((s) Das funktioniert nur bei "verdeckten" Eigenschaften).
Zwillingserde/DennettVsPutnam: er versucht, die Lücke zu schließen, indem er sagt, dass wir uns auf natürliche Typen beziehen, ob wir es wissen, oder nicht.
Dennett: Aber welche Typen sind natürlich? Rassen sind ebenso natürlich wie Arten oder Gattungen.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Hetero-Phänomen. Dennett, D. Perler/Wild I 408
Heterophänomenologie/HP/DennettVsBrentano/VsHusserl: aus der Perspektive der 3. Person statt der ersten. RadnerVsDennett: These HP kann man auch aus der 1. Person-Perspektive betreiben.
Intentionalit Dennett, D. I 281
Bedeutung/Dennett: Entstehung, Geburt der Bedeutung: These: Die Nucleotidsequenzen, zunächst rein syntaktisch, nehmen "Semantik an" "Quasi-Bedeutung": Bsp Wirkungsweise von Makromolekülen ï·" SearleVsDennett: nur Als-Ob-Intentionalität . -DennettVsSearle: irgendwo muss man anfangen - die ersten Schritte sind aber nicht als Schritte in Richtung Bedeutung zu erkennen.
I 282 a
Auch zu uns gehören Teile, die nur "Halb-Intentionalität" haben.
II 147
Person/Intentionalität/Dennett: These: Personwerdung ist der Übergang von einem intentionalen System 1. Ordnung (Überzeugungen und Wünsche, aber nicht über Überzeugungen und Wünsche) zu einem
intentionalen System 2. Ordnung (Überzeugungen über eigene und fremde Überzeugungen).
Intentionales System 3. Ordnung: ist in der Lage zu wollen, daß jemand glaubt, daß es etwas will.