Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsDenotation Zink Vs Denotationstheorie
 
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Wolf II 153
Denotation/Zink: Bsp "Eisenhower ist der ehemalige Präsident der USA" der Vertreter der Denotationstheorie wird sagen, dass der Hörer die Bedeutung des Namens verstehen kann, aber nicht die Bedeutung angeben kann: die Bedeutung sei das benannte Ding. Die Stärke dieses Einwands ist, dass das noch nicht zwingend für die Konnotationstheorie spricht, weil noch andere Interpretationen möglich sind.
Die erklärenden Wörter enthalten angeblich eine Art Zeiger, der auf das Ding zeigt.
II 154
Das würde erklären, warum das auch in Abwesenheit des Dings funktioniert. ("Verbales Zeigen").
Denotationstheorie/Zink: zwei Varianten:
1. der Name bedeutet das Ding. Die Bedeutung ist einfach das Ding.
2. der Name bedeutet das Ding, insofern auf es gezeigt wird. Die Bedeutung des Namens ist das Zeigen auf das Ding.
Die beiden schließen sich wechselseitig aus. Denn das Ding kann nicht dasselbe sein wie das Zeigen.
Kein Gegenstand kann auf sich selbst zeigen. Bsp Obwohl ein Teil des Gegenstands auf sich selbst zeigen kann, wie ein zurück gebogener Finger.
Zeigen schließt mehr ein, als nur das Ding: die Geste des Zeigens. Dann ist Verstehen des Namens immer mehr, als das Ding beinhaltet.
II 155
ZinkVsDenotation:
1. um die "denotative" Bedeutung zu verstehen, müssen wir also eine "konnotative Bedeutung" (Beschreibung) verstehen. a) wir müssen einen allg Term verstehen, um einen Namen zu verstehen. (Klassenausdruck, Bedeutung schließt die Bedeutung von "zeitliche Dauer haben", (allg Term) ein).
b) um ein konkretes Ding als Einzelding zu verstehen, müssen wir es ebenfalls als eine allgemeine Art von Ding verstehen. (Allgemeine Eigenschaft der zeitlichen Lokalisierung, die man verstehen muss).
2. radikaler: das Ding, das angeblich die Bedeutung des Eigennamens ist, kann nicht irgendein Teil seiner Bedeutung sein!
II 157
Einzelding/Zink: es gibt gar keine Dinge, die bloße Einzeldinge wären!
Symbol/Zink: Vorteil: erfasst Aspekte, die sich in der Wirklichkeit nie isolieren lassen.
Ein Wort für die Farbe, ein anderes für die Ausdehnung, obwohl beide in der Wirklichkeit nie zu trennen sind.
Pointe: die Bedeutung eines Symbols (für einen Aspekt) muss die Bedeutung eines anderen Symbols (für einen anderen Aspekt) einschließen.
Verstehen/Zink: so erfasst man die Bedeutung eines Symbols nur, wenn man auch die Bedeutung erfasst, die durch einen anderes Symbol benannt wird. (Farbe/Ausdehnung).
Aber "Farbe" bedeutet nicht dasselbe wie "ausgedehnt".
So bedeutet auch ein Eigennamen als Symbol für ein ED alles das, was diese allgemeine Art von Ding symbolisiert und bedeutet.
II 158
Bedeutung/Namen/Zink: wir könnten uns doch entscheiden, dass die Bedeutung eines Allgemeinnamens diejenigen Dinge sind, die er benennt. Aber das wäre falsch! (s.u.) Namen/Bedeutung/Symbol/Zink: wir können nun zeigen, dass die Dinge weder für den Allgemeinnamen noch für den Eigennamen Bestandteil der Bedeutung sein können!
Argument: die Bedingung, dass es eine Bedeutung B gibt, besteht darin, dass es ein
Symbol S gibt
Wenn ein Ding die Bedeutung eines Symbols ist, dann hat zumindest das Ding, als unterschieden von dem Symbol, keine Bedeutung! haben/sein.
Nur das Symbol hat eine Bedeutung.
(Denotationstheorie: Ding ist Bedeutung, Klasse ist Bedeutung des Allgemeinnamens).
II 162
Denotationstheorie/Zink: ad 2. (s.o.: die Bedeutung sei das Zeigen): a) Zeigen in der Bedeutung enthalten
b) Zeigen selbst ist die Bedeutung.
Vs b): kann nicht hinreichend sein, denn wir verstehen den Namen, auch wenn nicht gezeigt wird, oder in Abwesenheit des Dings. Außerdem zeigen nur Personen auf Dinge, nicht Namen.
Zeigen setzt außerdem voraus, dass man die Bedeutung schon verstanden hat!
a) Zink: das ist richtig: einen Eigennamen verstehen heißt verstehen, was es bedeuten würde, auf das Ding zu zeigen, d.h. unter welchen Umständen man das täte.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993