Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 63 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Absolutheit Putnam
 
Bücher bei Amazon
III 122
Absolute Realität/PutnamVsDescartes: ihre Vertreter haben die falsche Tendenz, sekundäre Qualitäten mit Empfindung sekundärer Qualitäten gleichzusetzen - auch Williams scheint sich ein Bild der Welt ohne Farben zu machen. - Williams: Idealfall: "Theorie der Erkenntnis und des Irrtums".
III 132
Absolute Realität/Williams: erklärt uns, aber nicht fremden Wissenschaftlern, wie wir sie verstehen - PutnamVs: also doch bloß lokal. - Absolute Realität/Putnam würde auch Konvergenz erfordern - QuineVsKonvergenz: Unerforschlichkeit der Referenz.
III 134
Absolute Realität/Williams: ohne normative Begriffe - PutnamVs: gerade deshalb gibt es das Problem der Unbestimmtheit der Übersetzung. - Putnam These: viele wahre Beschreibungen der Welt sind in verschiedenen Vokabularen möglich.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Bedeutung Davidson
 
Bücher bei Amazon
Dav I 64
Quine hat unsere Auffassung von Kommunikation revolutioniert, indem er gezeigt hat, dass es mit der Bedeutung nicht mehr auf sich hat, als was eine Person mit den gehörigen Anlagen zu lernen oder beobachten vermag. Kausale Theorie der Bedeutung. VsDescartes: Sinne spielen keine Rolle - nur beim Lernen, aber dann kontingent (VsSkeptizismus).
I 47
Def Satzbedeutung/Davidson: die Bedeutung (Interpretation) eines Satzes wird dadurch angegeben, dass dem Satz ein semantischer Platz zugeordnet wird in der Struktur von Sätzen, aus denen die Sprache besteht. Die Bedeutung eines Satzes besteht darin, diesen und keinen anderen Platz in der Makrostruktur der Sprache innezuhaben. Dies ist für Davidson der einzige Inhalt des Bedeutungsbegriffs. - - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt ist prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen). Putnam/Kripke: Kausaltheorie: richtige Verknüpfung Wort/Gegenstand - DavidsonVsPutnam: Interpretation ganzer Sätze.
- - -
Rorty VI 419
DavidsonVsQuine/Rorty: Davidson lehnt Begriff der "Reizbedeutung" ab: das sei wie Newtons Versuch, sich zum "Newton des Geistes" emporzuschwingen". Stattdessen: distale Bedeutungstheorie. Es gibt kein "mittleres Gebiet" zwischen sprachlich formulierten Überzeugungen und der Physiologie.
- - -
Dav I 95
Kausaltheorie der Bedeutung: Sinne spielen keine Rolle - nur beim Lernen, aber dann kontingent (VsSkeptizismus).
I 99
DavidsonVsPutnam: dass Bedeutungen nicht im Kopf sind, liegt nicht an speziellen Namen für natürliche Arten, sondern am umfassenden sozialen Charakter der Sprache. - - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
II 50
Bedeutung/Davidson/Glüer: die Interpretation wird dadurch angegeben, dass dem Satz ein semantischer Platz zugeordnet wird in der Struktur von Sätzen, aus denen die Sprache besteht - (mehrere Sprachen = W-Theorien) möglich. - Def Bedeutung/Davidson: besteht dann darin, diesen und keinen anderen Platz in der Makrostruktur der Sprache innezuhaben.
II 51
Bedeutung/Tarski/Davidson: Tarski-artige Theorien beziehen sich nicht auf Bedeutung als festgelegte Entitäten. (Davidson pro: Bedeutung letztlich nicht fixierbar) - Konsequenzen: 1. DavidsonVsTarski: die tatsächlich gesprochene Sprache ist letztlich irrelevant
2. Die triviale These, dass Bedeutung konventionell ist, muss aufgegeben werden.
- - -
Frank I 672
Sonnenbrand-Beispiel/Davidson: So wie Sonnenbrand immer noch eine Rötung meiner Haut ist, obwohl er von der Sonne verursacht wurde - genauso führt externe Verursachung nicht dazu, dass Bedeutungen nicht im Kopf sind - sonst pro Putnam: Bedeutungen nicht im Kopf, wohl aber einfache propositionale Einstellungen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Bewusstsein Carnap
 
Bücher bei Amazon
VI 226
Bewusstsein/Carnap: vor dem Ich. Sogar Fremdpsychisches kommt vor dem Ich - CarnapVsDescartes: die Existenz des Ich ist kein Ur-Sachverhalt des Gegebenen. - Aus dem "cogito" folgt kein "sum".

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Bewusstsein Chisholm
 
Bücher bei Amazon
I 112
Bewusstsein/Chisholm: alle meine Meinungen sind direkte Zuschreibungen - ich bin der Gegenstand dieser Zuschreibungen, aber nicht ihr Inhalt - ich/ChisholmVsDescartes: keine gewissen Propositionen über sich selbst - Existenz auch nicht Eigenschaft, der ich mir gewiss bin - Bewusstsein durch selbstpräsentierende Eigenschaft definiert - kein direkter Zugang.
I 130
Bewusstsein/Einheit/Chisholm: eine Person, die gewahr wird, dass sie etwas sieht und die gewahr wird, dass sie etwas hört, wird auch gewahr, dass sie etwas sieht und hört - Auslagerung/Erwähnung/Gebrauch - Chisholm: es ist aber nicht sicher, dass das Bewusstsein dasselbe ist.
I 133
Selbstbewusstsein: geht über direkte Zuschreibung hinaus: Subjekt muss wissen, dass die Eigenschaft ihm selbst zugeschrieben werden.
I 131f
Bewusstsein/Einheit/Kant: das Subjekt braucht die Vorstellungen nicht zu vereinigen, es muss es aber können - Selbstbewusstsein: a) direkte Zuschreibung einer Eigenschaft , b) weitergehend: hier muss das Subjekt auch wissen, dass es selbst das Objekt der direkten Zuschreibung ist - Richtigkeit ergibt sich aus Betrachtung, viele Menschen betrachten niemals. - - -
Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 193 ff
Zwei-Aspekte-Lehre/Fechner: Personen haben innere (geistige) und äußere Aspekte (nicht zwei Seiten einer Medaille)- verschieden nur nach Standpunkt! (keine Identitätstheorie) - beiden muss kein Wesen unterlegt werden - VsFechner: nur interessant, wenn mit dem "Innerem" noch ein weiterer Sinn verbunden werden kann - Fechner: Wesen monistisch - aber auch: FechnerVsMonismus: hat nur Sinn, wenn Welt auch einheitlich empfunden wird - als Selbst-Erscheinung ist alles letztlich Geist.
II 198f
FeiglVsFechner: alle seine Bsp sind im Grunde solche für Äußeres! (hat Fechner selbst auch gesehen) - auch das Innere des Körpers ist körperlich - damit besteht der entscheidende Unterschied gar nicht - Fechner: letztlich nur metaphorisch.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Bewusstsein Sellars
 
Bücher bei Amazon
Rorty I 203
»Psychologischer Nominalismus«: Sellars: jegliches Bewusstsein von Sorten, Ähnlichkeiten, Tatsachen, also abstrakter Entitäten, ist eine sprachliche Angelegenheit. Der Spracherwerb setzt noch nicht einmal das Bewusstsein der Sorten, Ähnlichkeiten und Tatsachen voraus, die mit der sogenannten unmittelbaren Erfahrung zusammenhängen. Bewusstsein/Sellars(laut Rorty): unterscheidet zwischen zwei Arten von Bewusstsein:
a) diskiminatives Verhalten,
b) Bewusstsein als Bewegung im logischen Raum der Gründe.
a) ist auch bei Ratten, Amöben und Computern zu finden.

Frank I 264
Bewußtsein/SellarsVsSartre/SellarsVsDescartes: die These von der Selbstdurchsichtigkeit und Selbst-Erschlossenheit des Bewusstseins ist der "Mythos des Gegebenen".

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Cogito Hintikka
 
Bücher bei Amazon
I 113
Cogito/Descartes/Hintikka: das cogito ist keine Prämisse, dessen Konklusion das sum wäre. Lösung/Hintikka: es ist ein Denkakt, der dem Subjekt selbst seine Existenz beweist.
analog: ein Sprechakt beweist dem Subjekt selbst auch seine Existenz Bsp Mark Twain sagt: „Ich existiere“.
HintikkaVsDescartes: Problem: 1. was ist das für eine Entität, die „res“ die damit bewiesen sein soll?
2. um die Frage zu beantworten, was überhaupt bewiesen wurde, müssen wir klären, welchen Status die Entität hat.
Bsp Italo Calvino: Karl der Große fragt einen Ritter, warum er das Visier geschlossen hat. Dieser antwortet; „Sir, ich existiere nicht“.
I 114
Existenz/Nichtexistenz/Subsistenz/Hintikka: in diesem Beispiel existiert der Ritter in einer bestimmten Weise nicht, wohl aber in einer anderen, in dem nämlich, in dem er der Held der Geschichte sein kann. Pointe: d.h. hier ist der Sprechakt kein schlüssiger Beweis seiner Existenz. ((s) Innerhalb der Fiktion).
Cogito/Descartes/Hintikka:; es wäre auch falsch gewesen, hätte Descartes folgenden Schluss gezogen:
„Cogito, ergo Descartes existiert“. ((s) Also für das “Ich”, das in “sum” explizit ist, den Namen eingesetzt).
analog: Bsp wenn mir jemand auf der Straße erzählt: „Mark Twain existiert“ wäre das genauso wenig ein Beweis für die Existenz von Mark Twain. Es müsste schon dieser selbst sein, der den Sprechakt ausführt.
cogito/Wissen/Hintikka. Problem: Descartes muss zusätzlich noch wissen, dass der fragliche Denkende diese Entität ist, oder diese Art von Entität.

Existenz/Identität/Entität/Identifikation/Quine/Hintikka: Quine: „Keine Entität ohne Identität“: das heißt, Descartes muss noch etwas über sich selbst wissen, um über sich sagen zu können, dass er selbst existiert.
Lösung/Hintikka: wir müssen zwei Arten von Querwelteinidentifikation (cross-identifikation) unterscheiden.
a) perspektivische (Subjekt-zentrierte) Identifikation: diese ist aber nicht subjektiv, auch wenn sie relativ auf eine Person ist.
I 115
Sie gebraucht nur ein Koordinatensystem, das durch Referenz auf den Benutzer definiert ist. Es selbst hängt aber von objektiven allgemeinen Prinzipien ab. b) öffentliche (Objekt-zentrierte) Identifikation.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Cogito Kant
 
Bücher bei Amazon
Danto I 179
KantVsDescartes: das cogito durchdringt nicht, sondern begleitet das Denken. - - -
Bubner I 107
"Ich denke"/Kant: bildet die letzte Leistung der Synthesis, die nicht weiter herzuleiten ist. Hier tritt der Handlungscharakter am reinsten zutage. Das Selbstbewusstsein bringt die Einheit ipso actu im Verbinden hervor.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Cogito Lacan
 
Bücher bei Amazon
Pagel I 51
Cogito/LacanVsDescartes: »ich denke, wo ich nicht bin, also bin ich, wo ich nicht denke«.

Lacan I
Gerda Pagel
Jacques Lacan zur Einführung Hamburg 1989
Cogito Nozick
 
Bücher bei Amazon
II 87
cogito/Descartes/LichtenbergVsDescartes: hat nicht festgestellt, dass "er denkt", sondern nur dass "es denkt". - Problem/Nozick: worin besteht mein Wissen, dass ich das bin?

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Denken Danto
 
Bücher bei Amazon
I 179
KantVsDescartes: cogito durchdringt nicht, sondern begleitet das Denken.
Es würde den Aufbau des Denkens gänzlich verfehlen zu sagen, dass die verschiedenen Annahmen rein zufällig in seinem Geist assoziiert seien.
I 307
Pawlow: Assoziationen nur äußerlich, Ideen nicht notwendig miteinander zu tun.
Folglich gibt es zusätzlich zu dem, was immer kausal mit Ihnen verknüpft sein kann, noch die logischen Verknüpfungen.

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Denken Kant
 
Bücher bei Amazon
Danto I 179
KantVsDescartes: das cogito durchdringt nicht, sondern begleitet das Denken. - - -
Strawson V 61
Gegenstand/Denken/Kant: es gibt eine "Form des Denkens eines Gegenstandes überhaupt" - Strawson: > Objektivität.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Erkennen Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 39/40
Erkenntnis/Definition/Leibniz: die Rückführung des Erkenntnisgegenstands auf Definitionen ist ein wesentliches und unverzichtbares letztes Moment der Erkenntnis.
I 40
Erkenntnis/Leibniz: es genügt aber nicht, bloß die Unbeweisbarkeit des Identitätsprinzips aus der Beschaffenheit der Beweisführung abzuleiten. Das würde zwar genügen, um nominal den Grund für jegliches Deduktionsverfahren anzugeben, wobei die Deduktion aus einem Grunde methodisch als Reduktion auf identische Sätze durchzuführen wäre.
Aber materiale Wahrheitserkenntnis würde dadurch nur garantiert, wenn das Prinzip selbst als nicht nur nominal logisches, sondern zugleich als material ontologisches gelten dürfte.
I 41
Sonst ist es nur ein heuristisches Prinzip. Allerdings ist es unmittelbar einsichtig, wenn akzeptiert wird, dass das notwendig ist, dessen Gegenteil unmöglich ist. Erkenntnis/Leibniz: das Prinzip der Prinzipien ist guter Gebrauch der Ideen und Erfahrungen.
Der gute Gebrauch ist nun nichts anderes als die Verbindung der Definitionen durch identische Axiome.
Das Prinzip ist nun aber willkürlich und konventionell. Es wäre vielleicht eine anders strukturierte Logik denkbar!
I 43
Erkenntnis/Denken/LeibnizVsDescartes: dieser braucht einen wahrhaftigen Gott (der kein Betrüger ist), damit die Selbstgewissheit nicht im inhaltsleeren "reinen Denken an sich" gefangen bleibt. Leibniz: statt dessen: Begründung durch Tatsachenwahrheiten, d.h. es geht um den ontologischen Status der Welt.
Holz I 82
Empirie/Leibniz/Holz: hier verbietet sich die Reduktion angesichts unendlich vieler empirischer identischer Sätze, von der Notwendigkeit des Faktischen zu sprechen. Auch die Einheit der Welt ist nur eine heuristische Annahme oder eine Idee der Vernunft.
(>Durchgängige Bestimmung, Kant).
Durchgängige Bestimmung/Kant/Holz: "Alles Existierende ist durchgängig bestimmt": d.h. um ein Ding vollständig zu erkennen, muss man alles Mögliche erkennen, und es dadurch, sei es bejahend oder verneinend, bestimmen.
Die durchgängige Bestimmung ist demnach ein Begriff, den wir niemals in concreto seiner Totalität darstellen können. Er ist lediglich eine Idee der Vernunft, die dem Verstand die Regel seines vollständigen Gebrauchs vorschreibt.
Kants subjektzentrierte Lösung reduziert die Welt auf Phänomenalität.
I 83
Ihr An sich Sein ist unzugänglich.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Erkenntnistheorie Locke
 
Bücher bei Amazon
Rorty I 159
Erkenntnistheorie: Problem, wie wir wissen können, ob unsere inneren Darstellungen Genauigkeit aufweisen. Locke: Verwechslung einer mechanischen Theorie der Operationen unseres Geistes mit einer »Grundlegung unserer Wissensansprüche.«
Rorty I 160
SellarsVsLocke: gleicher Fehler wie der naturalistische Fehlschluss: der Versuch, epistemische Tatsachen restlos in nichtepistemische Tatsachen aufzulösen. Wie könnte er der Meinung sein, eine kausale Theorie darüber, wie eine Meinung erworben wird, sei ein Gradmesser der Berechtigung, mit der man diese Meinung hat? Rorty: weil er sich Erkenntnis einfach nicht als gerechtfertigte wahre Meinung dachte, weil er sich unser Wissen nicht als eine Relation zwischen einer Person und einer Proposition dachte.
- - -
Euchner I 17
Erkenntnis/Locke: Grundlage: Sinneseindrücke - sie müssen durch Vernunft und Argumentationsfähigkeit zu Schlüssen verarbeitet werden - sie verhelfen zur Erkenntnis der Existenz Gottes.
I 30
Erkenntnis/Locke: nicht logische Deduktion sondern Beobachtung mentaler Vorgänge - "innerer Sinn".
I 31
Sowohl Wahrnehmung als auch Reflexion sind passiv! - - -
Arndt II 193
Def Erkenntnis/Locke: Wahrnehmung des Zusammenhangs oder Widerspruchs von Ideen - reale Erkenntnis: Determiniertheit der Ideen (notwendige aber nicht hinreichende Bedingung) - Def reale Wahrheit/Locke: nicht bloß verbal.
II 195
Demonstrative Erkenntnis: durch Vermittlung anderer Ideen - sensitive Erkenntnis: Existenz von Dingen, die den Sinnen gegenwärtig sind - intuitive Erkenntnis: die Gewissheit, dass die wahrgenommene Idee eine solche ist, wie der Geist sie wahrnimmt - intuitive und demonstrative Erkenntnis bilden eine vollständige Disjunktion der möglichen sicheren Erkenntnis. VsDescartes: nicht Erkennen vorgegebener begrifflicher Inhalte - statt dessen empirisch gegebene einfache Ideen im Verstand.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996

Loc II
H.W. Arndt
Locke
In
Grundprobleme der großen Philosophen - Neuzeit I, J. Speck (Hg), Göttingen 1997
Erklärungen Duhem
 
Bücher bei Amazon
I XVII
Erklärung/Duhem: Erklärungen sind reserviert für den Erkenntnisanspruch der Metaphysiker.
I 6
Soll eine physikalische Theorie eine Erklärung sein, so hat sie ihr Ziel erst erreicht, wenn sie die Sinneswahrnehmung ausgeschaltet hat und die physische Realität erfasst hat.
I 40
Erklärung/Descartes/DuhemVsDescartes: Niemals hat Descartes einen Versuch unternommen, um das Brechungsgesetz mit seiner erklärenden Theorie des Lichts in Verbindung zu bringen.

Duh I
P. Duhem
Ziel und Struktur der physikalischen Theorien Hamburg 1998
Existenz Kant
 
Bücher bei Amazon
W. Breidert Berkeley aus Grundprobleme der großen Philosophen, J. Speck (Hg) Göttingen 1997
I 236
Realität/KantVsSchopenhauer: Gott garantiert nicht die Existenz. - - -
Danto I 195
Existenz/Prädikat/Kant/Danto: Bsp 100 mögliche Taler: der Begriff "100 Taler" bleibt der gleiche, ob er in der realen Welt belegt ist oder nicht. - Wer sagt "Ich habe 100 Taler, aber sie existieren nicht" der missbraucht keineswegs den Begriff 100 Taler, sondern den des Habens. - ((s) Also folgt Existenz nicht aus dem Begriff).
I 196
Def Existenz/Russell: es gibt ein Beispiel für das, wovon die Rede ist. - - -
Kant I 73
Existenz/Kant: Gefühl des Daseins hat noch keinen Begriff - beweisen läßt sich hier nichts. VsDescartes: "Ich denke, also bin ich": Fehler: vom Begriff auf das Dasein einer Sache zu schliessen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Externalismus Davidson
 
Bücher bei Amazon
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie.
Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
I 8
Def Externalismus/Davidson: Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird, bestimmen zugleich ihren Inhalt. - DavidsonVs: nichts außerhalb des Geistes bestimmt eine Überzeugung - Externalismus: zeigt die Richtigkeit (nicht Unfehlbarkeit) der Mehrheit der Urteile. - (Davidson pro)
I 72
Externalismus/Davidson: pro Variante: Bsp Zwillingserde: nicht aus sprachlicher Arbeitsteilung - Daher keine Bedrohung eder Autorität der 1. Person - Radikale Interpretation: der Interpret muß anhand indirekter Belege herausfinden, welches die Faktoren sind, die den Inhalt des Gedankens der anderen erst bestimmen. - Für den eigenen Inhalt besteht dann kein Raum für Irrtum, weil dieselben Faktoren beide Gedanken bestimmen.
I 74
Externalismus/Burge: zwei Formen: a): sozial, Bedeutung aus sprachlicher Praxis (Gemeinschaft) - b) Bedeutung von Kausalgeschichte (Lerngeschichte) des Individuums abhängig. - Burge: kausale Beziehung zum Gegenstand, um den Inhalt zu begreifen. - DavidsonVsBurge: schützt nicht vor Irrtum. - - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie - Externalismus/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation - Referenz einzelner Worte/Davidson: theoretisches Konstrukt - ((s) aus ganzen Sätzen abgeleitet). - - -
Frank I 626ff
Externalismus/Davidson: es macht nichts, wenn mentale Zustände durch etwas außerhalb individuiert werden, genausowenig wie Sonnenbrand aufhört, auf der Haut zu sein, weil er eine äußere Ursache hat.
Frank I 663
Externalismus/Autorität: wenn Gedanken extern bestimmt sind, dann muss das Subjekt nicht notwendig wissen, woran es denkt. - Wenn der Externalismus richtig ist, dann VsFrege: Gedanken sind nicht vollständig fassbar. - VsDescartes: innere Zustände sind nicht gewiss. - Burge: falscher Gebrauch von Begriffen: Möglichkeit, seine eigenen Gedanken nicht zu kennen - DavidsonVsBurge: Überzeugungen hängen von anderen Überzeugungen ab, daher weniger starke Möglichkeit des Irrtums. - DavidsonVsBurge: Absicht der erfolgreichen Kommunikation hat keine notwendige Verbindung zur richtigen Identifikation der Bedeutung.
I 663 - 667
Externalismus: Putnam: Unterscheidung innerer und "gewöhnlicher", externer Überzeugungen. - Fodor: "methodologischer Solipsismus": nur innere Zustande beobachten. - Burge: externe Faktoren finden über "Gedankenexperimente" Eingang in die Bestimmung der Inhalte. - Bsp falsch verwendete Begriffe: falsches Glauben über sich selbst ist möglich. >Bsp Arthritis/Shmartritis) - DavidsonVsBurge: zunächst pro: Inhalt wird nicht durch das bestimmt, was in der Person vorgeht, aber: der Inhalt ist so stark holistisch bestimmt, dass einzelne Begriffsverwirrungen nicht so entscheidend sein können. - Daher gibt es keine rigiden Regeln für Zuschreibung von Gedanken. - Wir sind nicht gezwungen, den Worten eines anderen dieselbe Bedeutung zuzuschreiben wie er selbst.
I 676
Geist/Tradition/DavidsonVsDescartes: wenn der Geist eine Bühne mit angeblichen Vertretern der Objekte sein soll, wie kann sich dann der Geist den Weg nach außen bahnen? - Aber die "Objekte" interessieren nicht, sondern ihre Vettern, die Propositionen. - Der Geist hat sie aber nicht "vor Augen". - Lösung: Externalismus: all das, was das Objekt bestimmen hilft, muss gleicherweise vom Geist erfasst werden, wenn er wissen soll, in welchem Zustand er ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Funktionalismus Chalmers
 
Bücher bei Amazon
I 15
Functionalism/Lewis/Armstrong/Chalmers: Lewis and Armstrong tried to explain all mental concepts, not only some. ChalmersVsLewis/ChalmersVsArmstrong: both authors made the same mistake as Descartes in assimilating the psychological to the phenomenal (see ChalmersVsDescartes).
E.g. When we wonder whether somebody is having a colour experience, we are not wondering whether they are receiving environmental stimulation and processing it in a certain way. It is a conceptually coherent possibility that something could be playing the causal role without there being an associated experience.
I 15
Funktionalismus/Bewusstsein/ChalmersVsFunktionalismus/ChalmersVsArmstrong/ChalmersVsLewis/Chalmers: es gibt gar kein Mysterium darüber, ob irgendein Zustand eine kausale Role spielt, höchstens ein paar technische Erklärungsprobleme. Warum dabei eine phänomenologische QWualität des Bewusstseins im Spiel ist, ist eine vollkommen andere Frage. Funktionalismus/Chalmers: dieser leugnet, dass es hier zwei verschiedene Fragen gibt. ((s) Auch: ChalmersVsDennett).
I 231
Funktionalismus/Bewusstsein/Chalmers: zwei Varianten: Funktionalismus 2. Stufe: darunter fallen Rosenthals Ansatz von Gedanken 2. Stufe über Bewusste Erlebnisse und Lycans (1995) Ansatz über Wahrnehmungen 2. Stufe. Diese Theorien geben gute Erklärungen für Introspektion.
Funktionalismus 1. Stufe: These: es werden nur kognitive Zustände 1. Stufe gebraucht. Solche Theorien sind besser in der Erklärung von bewussten Erlebnissen. Da aber nicht alle kognitiven Zustände bewussten Erlebnissen entsprechend, braucht man für diese noch ein Unterscheidungsmerkmal.
Lösung/Chalmers: mein Kriterium dafür ist die Zugänglichkeit zu globaler Kontrolle.
I 232
Kirk: (1994): These: „direkt aktive“ Information ist es, was benötigt wird. Dretske: (1995): These: Erfahrung ist Informationen, die für ein System repräsentiert wird.
Tye: (1995): These: Information muss für Zwecke der kognitiven Verarbeitung „ausbalanciert“ werden.
I 250
Funktionalismus/VsFunktionalismus/Chalmers: die Autoren, die mit vertauschen Qualia oder fehlende Qualia argumentieren, bringen die logische Möglichkeit von Gegenargumenten vor. Das ist hinreichend im Fall eines starken Funktionalismus. Beim Invarianzprinzip (aus dem folgt, dass bei identischer biochemischer Organisation in einem System bewusste Erlebnisse möglich sind) handelt es sich um einen schwächeren Funktionalismus. Hier ist die bloß logische Möglichkeit von Gegenbeispielen nicht hinreichend zur Widerlegung. Wir brauchen stattdessen eine natürliche Möglichkeit von fehlenden oder vertauschten Qualia. Lösung: um natürliche Möglichkeit zu erwägen, werden wir verblassende oder „tanzende“ Qualia annehmen.
I 275
Funktionalismus/Chalmers: die Argumente in Bezug auf fehlende, vertauschte und tanzende Qualia unterstützen zwar keine starken, aber den von mir vertretenen nichtreduktiven Funktionalismus. These: funktionale Organisation ist mit natürlicher Notwendigkeit hinreichend für bewusste Erlebnisse. Das ist eine starke Schlussfolgerung, die die Chancen für >Künstliche Intelligenz stärkt.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Gedankenobjekte Burge
 
Bücher bei Amazon
Frank I 704
Selbst Wissen/Inhalt/Gedanken/Burge: der Inhalt des Gedankens erster Stufe wird durch nichtindividualistische (externe) Hintergrundbedingungen fixiert. Durch seinen reflexiven, selbst referentiellen Charakter erbt der Gedanke zweiter Stufe diesen Inhalt.
Fra I 705
Da gefälschte Inhalte solches Selbst Wissen logisch nicht unterminieren, ist klar, dass man die Ermöglichungsbedingungen nicht zu kennen braucht.
DescartesVs.
BurgeVsDescartes: es ist falsch, die eigenen Gedanken als Objekte zu konzipieren und sich selbst dann ein besonderes Vermögen der Unfehlbarkeit zuzuschreiben. Entweder führt man die neue Entität einer Fähigkeit oder besondere Objekte als neue Entitäten ein. OckhamVs. Bsp Propositionen, die nur gedacht werden können, wenn sie vollständig verstanden worden sind, oder
Vorstellungen, deren esse ihr percipi ist.
Das wären Objekte, über die man keine Fehler machen könnte, wie Gegenstände, die man zugleich von allen Seiten sehen könnte.


Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gegebenes Sellars
 
Bücher bei Amazon
Frank I 264
Bewußtsein/SellarsVsSartre/SellarsVsDescartes: die These von der Selbstdurchsichtigkeit und Selbst-Erschlossenheit des Bewusstseins ist der "Mythos des Gegebenen".
Sellars I 4
Gegebenes/Sellars: dabei geht es um Tatsachenwissen, nicht um Gegenstände - >Sinnesdatentheorie.
I 59
Mythos des Gegebenen Sellars: These, dass es eine Ebene einzelner Tatsachen gibt a) die kein weiteres Wissen voraussetzt
b) dass dieses nicht-inferentielle Wissen die letzte Berufungsinstanz bilde.
SellarsVs: Fehler: anzunehmen, dass Wissen überhaupt inferentiell sein müsste.
I 67
Mythos des Gegebenen/Sellars: These dass Beobachtung durch sich selbst beglaubigende, nicht-sprachliche Episoden konstruiert wird - deren Autorität sich auf sprachliche und quasi-sprachliche Vollzüge überträgt. - SellarsVs.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gegenstände Davidson
 
Bücher bei Amazon
I 16 ff
Denken/Wissen/DavidsonVsHume: es gibt unendlich viele Eigenschaften, daher ist Unkenntnis der gedachten Gegenstände möglich. Es müssen Gegenstände gefunden werden, bezüglich derer Irrtümer unmöglich sind. Als Gegenstände, die notwendig das sind, was sie zu sein scheinen
DavidsonVsDescartes: solche Gegenstände gibt es einfach nicht. Nicht einmal Erscheinungen sind alles das, wofür sie gehalten werden! Auch die Aspekte der Sinnesdaten lassen sich nicht, sofern sie wirklich Gegenstände sind, gegen Fehlidentifikation schützen.
Wir müssen die Vorstellung fallenlassen, es gäbe innere Gegenstände oder geistige Vorstellungen im erforderlichen Sinne.
Es gibt keine "inneren Gegenstände", kein "uninterpretiertes Gegebenes", "keinen "Strom" innerhalb eines Schemas (VsSchema/Inhalt).
Frank I 678
Gegenstände/Putnam/Fodor: a) "wahrhaft innen", "vor dem Geist", von ihm "gefasst" - b) diejenigen, die Gedanken auf die übliche Art und Weise identifizieren (extern). - Davidson: ich stimme zu, daß es keine Objekte gibt, die beiden Zwecken dienen - ((s) keine ausgezeichnete Klasse). - Putnam: die beiden können nicht koinzidieren, weil sich der Geist sonst nicht täuschen könnte. Ideen/Eindrücke/Hume: "sind, wie es scheint und scheinen, wie es ist". - DavidsonVsHume: solche Objekte gibt es nicht - weder abstrakte noch konkrete, weder öffentliche noch private. - Auch Propositionen nicht. - Es gibt kein Objekt, daß die Doppelfunktion erfüllen würde, vor dem Geist zu sein und auch den Inhalt des Gedankens zu bestimmen. - Sonst könnte man sich nicht täuschen. - Bedeutung hängt von den Arten von Objekten und Ereignissen ab, die die Person akausal dazu veranlaßt haben, die Worte für anwendbar zu halten. - Aber der Handelnde kann nicht selbst fragen, ob er sie regelmäßig richtig anwendet, weil seine Regelmäßigkeit die Bedeutung erst verleiht. - So gehen Autorität der ersten Person und sozialer Charakter Hand in Hand.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Geist Chalmers
 
Bücher bei Amazon
I 11
Mind/Chalmers: conscious experience is not all there is to the mind. Cognitive sciences has had almost nothing to say about consciousness, but about mind in general as the internal basis of behaviour. Mind/Chalmers: a) phenomenal concept of mind: the conscious experience of mental states. That is what I will concentrate on.
b) The psychological concept as a causal or explanatory basis of behaviour.
ChalmersVsDescartes: Descartes may have been partly responsible for a conflation of the two concepts.
I 14
Mind/Psychology/Ryle/Chalmers: in philosophy, the shift in emphasis form the phenomenal to the psychological was codified by Gilbert Ryle (1949) who argued that all our mental concepts can be analysed in terms of certain kinds of associated behaviour, or in terms of dispositions to behave in certain ways (E.g. Lycan 1987). ChalmersVsRyle: Ryle intended all mental concepts to fall within the grasp of his analysis. It seems to me that this view is a nonstarter as an analysis of our phenomenal concepts such as sensation and consciousness itself.
But Ryle’s analysis provided a suggestive approach to many other mental notions, such as believing, enjoying, wanting, pretending and remembering.
ChalmersVsRyle: technical problems: 1. It is natural to suppose that mental states cause behaviour, but if mental states are themselves behavioural then it is hard to see how they could do the job.
2. it was argued (Chisholm, 1957, Geach, 1957) that no mental state could be defined by a single range of behavioural dispositions, independent of any other mental states. E.g. if one believes that it is raining, one’s behavioural dispositions will vary depending on whether one has the desire to get wet. It is therefore necessary to invoke other mental states in characterizing the behavioural dispositions. (GeachVsRyle, ChisholmVsRyle).

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Geist/ Geistzustand Dennett
 
Bücher bei Amazon
Rorty VI 144
Rorty: (Nach Wittgenstein: wie sähe es denn aus, wenn die Sonne sich um die Erde drehte? ((s) Nämlich genauso!): Qualia/Dennett:(wie Smart und Place): "Wie sähe es denn aus, wenn es tatsächlich nichts weiter wäre, als eine Verbindung elektrochemischer Prozesse in deinem Gehirn?"
- - -
Dennett I 274
Geist/Dennett: "PDP": Modell der parallelen, verteilten Verarbeitung. Davidson, wie Dennett: deshalb ist der Geist nicht sein eigener Aufenthaltsort. VsDescartes. Geist/Bedeutung/Dennett: es gab einmal eine Zeit, in der es beides nicht gab, auch keinen Irrtum, keine Funktion und keine Gründe. Sie sind auf dem Wege der winzigen Verbesserungen entstanden, die die Evolution mit sich brachte. (Endlicher Regress).
I 274 ff
Endliche Folge von Schritten, ohne jemals eine Grenze zu ziehen. Geist/Dennett: genau das ist Geist: kein Wunderapparat, sondern ein gewaltiges, halb gestaltetes, und sich selbst umgestaltendes Aggregat kleiner Apparate, von denen jeder seine eigene Gestaltungsgeschichte hat und eine eigene Rolle spielt. > Homunculi.
I 283
Roboter/Dennett: aus der Tatsache, dass wir von Robotern abstammen (z.B. Hämoglobine usw.) folgt nicht, dass wir Roboter sind! Wir stammen von Bakterien ab, doch sind wir keine Bakterien, Wir sind auch keine Affen. Aber wir bestehen aus Robotern.
I 525
8:Geist/Evolution/Dennett: jeder einzelne von uns ist heute in der Lage, Ideen zu verstehen, die für Genies aus der Generation unserer Großeltern undenkbar gewesen wären.
II 183
Geist/Dennett: ein menschlicher Geist, ohne Papier und Bleistift, ohne Sprache zum Vergleich von Notizen und zum Anfertigen von Skizzen ist etwas, was uns noch nie begegnet ist.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Geist/ Geistzustand Rorty
 
Bücher bei Amazon:
Richard Rorty
I 28
Wittgenstein, Strawson: es gibt hier nichts als den menschlichen Körper, VsDescartes
I 77f
Nichträumlichkeit ist kein klares Kriterium für einen mentalen Zustand, weil der Begriff des Zustands so unklar ist, weder räumlich noch nichträumlich. Ryle: Meinungen, Wünsche und Stimmungen ("Verstandes- und Charakterzüge") kann man sich als etwas denken, das den Menschen selbst zum Substrat erfordert, und kein nichtmaterielles Medium. Schwerer fällt das bei Empfindungen, mentalen Bildern und Gedanken. (> Tier).
I 77ff
Zustand: dieses obige Argument macht es so leicht, Empfindungen usw. nicht als Zustände von Dingen sondern als Dinge selber zu betrachten. (RortyVs). Das erlaubt es einigen zeitgenössischen Philosophen, sich mentale Dinge ohne eine Seele zu leisten.
I 80
Def Neutraler Monismus: betrachtet das mentale und das materielle als zwei »Aspekte« eine zugrunde liegende Wirklichkeit. - Wirklichkeit mit Intuition zugänglich (Bergson) - Wirklichkeit mit dem Material der Wahrnehmung zu identifizieren (Russell, Ayer). - Einzige Möglichkeit, dem Skeptizismus zu entgehen. (Dewey, James).
I 106f
RortyVs: man findet keinen »neutralen Stoff«, der weder mental noch physisch ist, und eigene Kräfte und Dispositionen hatte. Daher postuliert man ihn einfach. Aber das hilft nicht. - - -
Frank I 581
Mentales/Rorty: a) Ereignisse: Empfindungen, Gedanken, usw. - b) Zustände, die keine Ereignisse sind: Meinungen, Stimmungen, Absichten usw. - - -
Rorty I 60
Idee/Geist/Antike/Rorty: die Antike hatte keinen Begriff des Mentalen, auch keinen Begriff eines vom Körper getrennten Geistes - keinen Begriff der Idee - keinen Begriff des Bewusstseins - Idee: neu bei Locke - dadurch erst Erkenntnistheorie.
I 117
Geist/Mentales/ RortyVsRyle: Ryle glaubte das Bild des Spiegels vermieden zu haben, aber er scheiterte bei dem Versuch nachzuweisen, dass es überhaupt keine unkorrigierbaren Berichte gibt.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gottesbeweise Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 72
Ontologischer Gottesbeweis/Holz: nur der äußeren Form nach gleicht die Herleitung des Axioms "Nur ein einziges Seiendes ist notwendig" dem ontologischen Gottesbeweis. Sachlich unterscheidet er sich, sonst würde er sich pantheistisch in die Welt auflösen.
Leibniz: Gott kann nur als ein Bestimmtes universal gedacht werden.
Holz I 78
Varietätsprinzip/Prinzipien/Denken/Leibniz: auf dem Varietätsprinzip beruht die formelle Möglichkeit des Denkens. ((s) Weil man nicht ein einziges Ding ohne Beziehung zu etwas anderem denken kann.)

Doppelte Bewegung/Aufsteigen/Absteigen/Leibniz/Holz: von der Gewissheit der wahrgenommenen Vielheit kann man nun aufsteigen zu dem infinitesimalen Grenzbegriff "alle Seienden zugleich".

Gottesbeweis/LeibnizVsDescartes/Holz: das ist ähnlich wie Descartes' Gottesbeweis, aber in modifizierter Form: es macht einen Unterschied, ob ich Gott als Urheber außerhalb, oder die Totalität des Ganzen (und damit innerhalb) annehme. (>außen/innen).


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Ich Anscombe
 
Bücher bei Amazon
Frank I 76
Ich/Anscombe/Schaede: komplizierte Argumentation: 1. Wenn es für den Ausdruck "ich" eine Referenz gibt, d.h. eine singuläre Entität existiert, auf die sich "ich" unmittelbar bezieht, dann hat, wenn überhaupt, Descartes recht.
VsDescartes: seine Theorie vermag jedoch spezifische Eigenarten des Ausdrucks "ich" nicht zu erklären: z.B. die Immunität gegen Fehlidentifikation.
Also hat Descartes Unrecht, also hat Elisabeth Anscombe recht.
Anscombe These "ich" hat überhaupt keinen Referenten!
Gang der Argumentation: zunächst wird Descartes' Position so stark wie möglich gemacht, um am Schluss einige knappe, fast essayistische Bemerkungen zu Anscombes eigener Position zu machen.
I 77
Ich/Anscombe: warum muss es eigentlich gewiss sein? Bsp John Smith könnte selbst nicht wissen, dass er John Horatio Auberon Smith ist, der irgendwo erwähnt wird. Er könnte diesen Text nun zitieren und von sich selbst sprechen, ohne es zu wissen!
Beim Gebrauch von "ich" ist nur die Referenz spezifiziert (jeweils der Sprecher) nicht aber die (wechselnde) Bedeutung!
Frage: funktioniert "ich" wie eine Eigenname? Aus logischer Sicht, (wo die Bedeutung nicht interessiert) syntaktisch ja! Bsp Aber nur ein Idiot würde mit "Ich" unterzeichnen.
Unkorrigierbarkeit (Immunität gegen Fehlidentifizierung): ist noch nicht durch die Selbstbezüglichkeit gesichert.
I 82
"ich"/Anscombe: die Eigenart dieses Ausdrucks liegt in seiner strikten Situationsbezogenheit. Daraus folgt, dass "ich" nicht emphatisch zu einem "Ich" substantiviert werden sollte!
Es bleibt die Frage: implizieren "ich" Gedanken Gedanken mit "hier" und "dieses", oder ist die Implikation gerade umgekehrt?
Frank I 99
Ich/Körper/Anscombe: "ich" wird nicht durch den Körper identifiziert: Bsp Der Bischof könnte das Knie der Dame für sein eigenes halten, aber wird er die Dame selbst für sich halten?
Fra I 100
Dann müsste das, wofür "ich" steht, das Cartesische Ego sein. Angenommen, es wäre mein Körper: Bsp ich befinde mich in einer Situation (Wassertank mit lauwarmem Wasser, bewegungsunfähig), so dass ich meines Körpers quasi beraubt bin. Dennoch kann ich immer noch denken: "Ich will nicht zulassen, dass so etwas noch einmal geschieht".
Das Ich ist also nicht mit dem Körper identisch.
Das Denken ist gerade das, was vom cogito garantiert wird.
I 101
Ich/Anscombe: bei "Ich" gibt es nur den Gebrauch! Ich/Ambrose Bierce: ("Devil's Dictionary"): ...die Vorstellung von zwei, die ich sind, ist schwierig, aber feinsinnig.
I 102
Ich/Anscombe: These Lösung: "Ich" ist weder ein Name noch überhaupt ein anderer Ausdruckstyp, dessen logische Rolle es ist, zu referieren. (Ich hat keine Referenz).
I 103
Ich/Logik/Anscombe: dabei akzeptieren wir immer noch die Regel des Logikers, dass der Satz wahr ist, wenn die Prädikate wahr sind. Aber das ist eben keine hinreichende Beschreibung von "ich". Denn sie differenziert nicht zwischen "ich" und "A". Die Wahrheitsdefinition des ganzen Satzes determiniert nicht die Bedeutung der einzelnen Satzglieder.
Demnach rechtfertigt die logische Regel nicht die Vorstellung, dass "ich" aus dem Munde von x ein anderer Name für x sei.
Aber die Regel meint, dass die Frage: "wessen Behauptung?" alles entscheidend sei. So könnte z.B. ein Übersetzer das "ich" des Autors wiederholen. (>Zitat).
Daraus folgt:
"Ich bin E.A" ist überhaupt keine Identitätsbehauptung.
Eine Identitätsbehauptung wäre: "Dieses Ding ist E.A."
Aber es gibt außerdem noch die Proposition: "Ich bin dieses Ding hier".




Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ich Evans
 
Bücher bei Amazon:
Gareth Evans
Frank I 24
Ich/EvansVsDescartes: ist der Körper! - Der ich-zentrierte Raum wird zu einem objektiven Welt-Ort erst, wenn das Subjekt ihn auf eine öffentliche Landkarte übertragen kann und wiedererkennen kann. - Die Konvertibilität der demonstrativ bezeichneten Sprecherperspektive verlangt einen unabhängigen Raum.
Frank I 485f
Ich/Evans: 1. kriterienlos, 2. begrenzt zugänglich (nicht jedermann, jederzeit) - 3. Die Gegebenheitsweise ist existenzabhängig: ich muss am Ort sein, um "hier" zu sagen, aber Wechseln ist möglich ("neuer Sinn, alte Bedeutung").
I 488
Ich-Gedanken sind de re. (Sie brauchen Information).
I 503
Ich/GeachVsDescartes: anstatt "ich gerate in eine schreckliche Verwirrung!" kann ich auch sagen: "Das ist wirklich eine schreckliche Verwirrung" - Strawson: auch "Es gibt einen Schmerz" statt "Ich habe Schmerzen" - EvansVsGeach/EvansVsStrawson: zur Referenz gehört es, sein Publikum zu etwas zu bringen.
I 504
Ich/Evans: unsere Auffassung von uns selbst ist nicht idealistisch: wir können folgendes verstehen, ohne es begründen oder entscheiden zu können: Bsp "Ich wurde gestillt" - "Ich werde sterben".
I 545
"Hier"/"Ich"/Evans: sind gleichrangig, beides nicht ohne das andere möglich.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ich Geach
 
Bücher bei Amazon
Frank I 503
Ich/GeachVsDescartes: anstatt "Ich gerate in eine schreckliche Verwirrung!" kann ich auch sagen: "Das ist wirklich eine schreckliche Verwirrung". - Strawson: auch "Es gibt einen Schmerz" statt "Ich habe Schmerzen". EvansVsGeach/EvansVsStrawson: zur Referenz gehört es, sein Publikum zu etwas zu bringen.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ich Strawson
 
Bücher bei Amazon
I 123
Lehre vom Nichtbesitzen/Ich/Selbst/Bewusstsein/Strawson: (wahrscheinlich nicht Wittgensteins Position/StrawsonVs): Vertreter: "UP" ("Unser Philosoph"): Descartes: die Einzigartigkeit eines Körpers soll hinreichend sein, die Idee hervorzurufen, daß diesem die Erfahrungen zugeschrieben werden - das sei nur unglücklich in Begriffen des Besitzens ausgedrückt - UPVsDescartes: dann wäre es unzulässig, zusätzlich ein "Ego" anzunehmen, dessen einzige Funktion dieses "Besitzen" ist - Unterschied: Körper hat Erfahrungen kausal, kontingent.
I 124
"Ego" hat sie notwendig, begrifflich (falsch) - Lösung/UP: nur Dinge, deren Besitz logisch übertragbar ist, können überhaupt besessen werden - Erfahrungen sind dann kein Besitz des Subjekts - StrawsonVsUP: bedient sich selbst des falschen Besitzbegriffs.
I 125
Tatsächlich sind unsere Erfahrungen in diesem besonderen Sinn unsere eigenen, und nur dadurch identifizierbar - StrawsonVsDescartes/VsUP: es gibt nicht zwei Verwendungen von "ich".
I 126
Aus besonderer Erfahrung des Subjekts entspringt noch nicht Notwendigkeit eines Selbst-Begriffs

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Ich Wittgenstein
 
Bücher bei Amazon
Frank I 38ff
Ich/Wittgenstein: Objekt-Gebrauch vermittels äußerer Merkmale: Fälschlich glauben, eine Beule auf der Stirn - Subjekt-Gebrauch: unmittelbar, keine Kriterien, keine Selbstidentifikation kein Irrtum möglich. - Genitivus subjektivus: Aussage der Person, nicht über Person - keine Charakterisierung, kein Irrtum.
Frank I 43
Ich/Wittgenstein: "Ich habe Zahnschmerzen" und "Er hat Zahnschmerzen" sind nicht Werte einer gemeinsamen Aussagenfunktion. - "Ich habe Zahnschmerzen" kennzeichnet keinen Besitzer. - - -
Hintikka I 99
Wesen/Eigenschaft/Besitz/Wittgenstein: faktische, aber nicht wesentliche Beziehung. Die Beziehung des Besitzes gehört nicht zum Wesen der Gegenstände. Einer dieser Gegenstände ist auch das empirische Ich.
In diesem Sinn, sagt Wittgenstein: "Fällt der Solipsismus mit dem reinen Realismus zusammen".
- - -
II 226
Ich/WittgensteinVsDescartes: "Ich" hat keine hervorragende Stellung unter den Wörtern - es wird einfach in der Sprachpraxis gebraucht. - - -
IV 91
Ich/Tractatus/Wittgenstein: 5.631 es gibt keinen Sinn, in dem in der Philosophie nicht-psychologisch vom Ich geredet werden kann - das philosophische Ich ist nicht der Mensch - nicht der Körper - 5.64 es schrumpft auf einen Punkt zusammen - diesem Punkt ist die Realität koordiniert - das Subjekt ist die Grenze der Welt - daran zeigt sich, dass der Solipsismus richtig ist. - Es lässt sich aber nicht sagen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Idealismus Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 59f
Idealismus/LeibnizVsDescartes: um nicht in einen irrationalen transzendentalen Idealismus zu verfallen, muss die Rationalität des Faktischen erwiesen werden. Insofern ist Leibniz definitiv kein Vorläufer von Kant!


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Ideen Rorty
 
Bücher bei Amazon:
Richard Rorty
I 74
"Idee der Idee"/Berkeley/Rorty: ermöglicht es, den Begriff der ausgedehnten Substanz überflüssig zu machen. - BerkeleyVsDescartes.
II 129
Berkeley/Rorty: These: "Nichts außer einer Idee kann einer anderen Idee gleichen". - RortyVsBerkeley: er hätte sagen sollen: nur ein Satz kann für die Wahrheit eines anderen Satzes relevant sein. - ((s) > Kohärenztheorie - > Ayer.)

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Identifikation Evans
 
Bücher bei Amazon:
Gareth Evans
Davidson I 20
Identifikation/Demonstrativa/Evans: Identifikation ist immer demonstrativ (hinweisende Definition, Zeigen). - Daher ist der Gedanke an ein Einhorn gar kein Gedanke. - DavidsonVsEvans: es gibt keine Gegenstände, die gegen Fehlidentifikation gefeit sind. (auch DavidsonVsDescartes).

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Individuation Brentano
 
Bücher bei Amazon
Chisholm I 34
Individuation/Ich/Selbst/Vorstellung/Ich/Intention/Brentano: in den selbstevidenten mentalen Zuständen, die von uns vorgestellt werden, erfassen wir niemals irgendwelche individuierenden Eigenschaften!
I 35
Alle meine Eigenschaften, die ich ohne weiteres erfassen kann, sind so, dass sie zumindest theoretisch sofort an verschiedenen Dingen exemplifiziert werden können. (BrentanoVsDescartes).

Brent I
F. Brentano
Psychology from An Empirical Standpoint (Routledge Classics) London 2014

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Irrtümer Millikan
 
Bücher bei Amazon
I 94
Fehler/Falschheit/falsch/Irrtum/Täuschung/Naturalistischer Fehlschluss/Millikan: nichts kann als fehlerhaft (kaputt) beschrieben werden, indem man nur dieses einzelne, isolierte Ding betrachtet. Normalität/Lösung: es geht immer darum, wie ein Ding „sein sollte („supposed to“).
Problem: auch falsche Überzeugungen und falsche Sätze zeigen nicht für sich allein, dass sie falsch sind. Auch sinnlose Sätze zeigen nicht an sich selbst ihre Sinnlosigkeit.
Rationalismus/MillikanVsRationalismus: muss daher falsch sein in Bezug auf Intentionalität.
MillikanVsDescartes: cartesische Reflexion allein zeigt nicht einmal den intentionalen Charakter unserer Überzeugungen und Ideen.
I 171
Irrtum/Täuschung/Zeigen/Indexwort/Millikan: Bsp es gibt zwei Gegenstände auf dem Tisch, einen Aschenbecher, den ich nicht für einen Aschenbecher halte und ein Ding, das kein Aschenbecher ist, das ich aber dafür halte und sage „Das ist ein schöner Aschenbecher“. Frage: habe ich damit gesagt, dass der Aschenbecher schön ist, obwohl ich den anderen Gegenstand gemeint habe?
Bsp ich halte ein Buch hoch und sage „Dies gehörte meinem Großvater“. Dabei täusche ich mich allerdings und halte das falsche buch hoch.
I 172
Was ich gesagt habe, ist natürlich falsch. Nicht so klar ist, ob ich das, was ich gemeint habe etwas anderes ist als das, was ich gesagt habe. Millikan: These: hier ist es nicht der Fall, dass Ich und mein Token von „dies“ verschiedene Dinge gemeint haben.
Lösung: „dies“ ist mehrdeutig in Bezug auf Fregeschen Sinn.
MillikanVsTradition: Philosophen haben dies oft außer Acht gelassen.
Lösung/Millikan: Wahrnehmung kann bei uns zu vorübergehenden Begriffen führen.
vorübergehende Begriffe/Intensionen/Millikan: Intensionen sind dann an unsere Fähigkeiten geknüpft, Dinge zu verfolgen und zu reidentifizieren.
vorläufiger Begriff: Bsp diese Kaffeetasse ist für mich vollkommen ununterscheidbar von einem Dutzend anderen, aber im Moment ist es meine Tasse.
I 173
Frage: ob das überhaupt als Begriff zählt. Fähigkeit den Gegenstand zu verfolgen führt zu einem inneren Begriff. Das führt zur Unterscheidung von Wahrnehmung und Gedanken. Denken/Millikan: wenn Denken nicht durch Wahrnehmung vermittelt wird, sind die Gegenstände, an die man denkt, nicht mit einem Index versehen.
Wahrnehmung: hier sind die Gegenstände mit einem Index versehen.
I 174
Irrtum/Täuschung/Indexwort/Wahrnehmung/Fehlidentifikation/Millikan: Bsp Angenommen, ich irre mich, als ich einen wiederkehrenden Gegenstand identifiziere. Dann hat mein innerer Begriff zwei Sinne, er hat einen mehrdeutigen Fregeschen Sinn. 1. abgeleiteter Sinn aus der Fähigkeit, den Gegenstand zu verfolgen
2. innerer Begriff, den ich schon vorher hatte.
„dies“: ist also mehrdeutig.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Kontingenz Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist.
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
Zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (KantVsDescartes).


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
Kräfte Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 97f
Einzelnes/Substanz/Kraft/Leibniz: jede einzelne Substanz ist als ein Kraftzentrum aufzufassen. Der gegenwärtige Zustand trägt das Gesetz seiner Erzeugung und das Gesetz seiner Fortsetzung in sich.
Kraft/Leibniz: Zeit, Bewegung, Veränderung sind Erscheinungsformen der ursprünglichen aktiven Kraft (vis primitiva activa) oder des Strebens nach Zustandsänderung (appetitus).
I 99
Kraft/Passivität/Leibniz: zur Kraft gehört auch das Vermögen, den eigenen Zustand passiv den Veränderungen der anderen Substanzen anzupassen. (Erleiden). So ist die ursprüngliche Kraft zweigeteilt: in vis activa und vis passiva.
Die "Kraftpunkte" nennt Leibniz auch "metaphysische Punkte".
I 100
Die ursprüngliche Kraft ist allseitig durch die einzelnen Substanzen, die sich nicht beliebig entfalten können, gehemmt. So sind die abgeleiteten Kräfte nur Modifikationen der ursprünglichen Kraft.
Kraft/LeibnizVsDescartes: bloße Ausdehnung reicht nicht aus! Daher muss man die Kraft hinzunehmen.
I 101
Die bloß ausgedehnte Masse trägt in sich kein Prinzip der qualitativen Unterscheidung, da Ausdehnung rein quantitativ ist. Nur so kann es zu Bewegung und Veränderung kommen. Die Natur muss aus ihrem eigenen Begriff erklärt werden.
I 106
Möglichkeit/Leibniz: Mögliches ist immer mit der aktiven Kraft ausgestattet, zur Wirklichkeit zu streben. Sonst würde gar nichts existieren. Man kann nicht mit Grund sagen "gewisse Möglichkeiten" hätte die Tendenz, "andere" hätten sie nicht. Kraft/Leibniz: ist der Akt des mit Streben ausgestatteten Vermögens.
Wirklichkeit/Leibniz: es gibt (unendlich viele) Abstufungen zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit.

I 107
Einzelnes/Substanzen/Leibniz: Kraftpunkte.
I 108
Doppeldeutig: "Wirken in sich" und "Wirken auf sich". Letzteres bezeichnet genau den Übergang des Nach außen Wirkens. Die Einheit beider Kraftarten wiederholt sich in jedem Kraftpunkt. Die einzelnen Substanzen besitzen Spontaneität. Ihnen ist kein anderes Handeln und Leiden eigen als das, welches sie selbst hervorbringt. Absolute Autonomie der Substanzen.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Leib-Seele- Problem Descartes
 
Bücher bei Amazon
Putnam V 108
Def Interaktionismus/Putnam: Theorie, nach der geistige Ereignisse mit physikalischen interagieren. Wobei die Verursachungsrichtung sowohl in der einen wie auch in der anderen Richtung verlaufen könnte! Descartes: der Geist könnte die Materie beeinflussen, wenn er sehr, sehr ätherisch ist (Zirbeldrüse). Berüchtigt.
V 109
Naivste Version des Interaktionismus: der Geist als eine Art Gespenst, der in den Körpern haust. Vs: Dabei ist aber nicht klar, weshalb wir überhaupt so komplizierte Gehirne haben sollten, es könnte ein sehr einfacher Steuerungsmechanismus sein. Descartes: (raffinierter) Geist und Gehirn bilden eine wesentliche Einheit. Irgendwie sei es die Geist Gehirn Einheit, welche denkt, fühlt und eine Persönlichkeit darstellt. Das heißt, dass nicht das, was wir gewöhnlich den Geist nennen, der Geist ist, sondern die Einheit aus Gehirn (Körper) und Geist.
PutnamVsDescartes: obskur: Einheit zweier Substanzen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Leib-Seele- Problem Kripke
 
Bücher bei Amazon
I 164
Identitäten: Angenommen, Schmerz ist die Erregung von C-Fasern. (Typen mentaler Zustände, Typen physische Zustände). - Nagel/Davidson: angebliche Unmöglichkeit der Korrelation psychischer und physischer Eigenschaften.
I 165
Descartes: der Geist ist vom Körper verschieden, weil der Geist ohne den Körper existieren könnte.
I 166
KripkeVsDescartes: Er hätte diese Folgerungen ebenso gut aus der Prämisse ableiten können, dass der Körper ohne den Geist hätte existieren können. Eine Theorie, die besagt, dass eine Person nichts neben oder über ihrem Körper ist, so wie eine Statue nichts neben oder über der Materie ist, müsste die These vertreten, dass (notwendigerweise) eine Person dann und nur dann existiert, wenn ihr Körper existiert und außerdem eine bestimmte physische Organisation aufweist.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
Methode Descartes
 
Bücher bei Amazon
Holz I 37
Rationalismus/Holz: für ihn ist es selbstverständlich, Begriffe oder Sachverhalte in einfachere Bestandteile zu zerlegen. (>Descartes). Methode/Descartes: besteht in der Ordnung und Disposition dessen, worauf sich der Blick des Geistes richten muss, damit wir eine bestimmte Wahrheit entdecken.
Holz I 37
Intuition/Descartes: nicht das wechselnde Zeugnis der Sinne, sondern ein so einfaches und distinktes Begreifen des reinen und aufmerksamen Geistes. So kann jeder mit dem Geiste erfassen, dass er existiert, dass er Bewusstsein hat, dass das Dreieck drei Seiten hat.
I 38
Methode/Intuition/HolzVsDescartes: das Verfahren führt, wenn nicht zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem unterschieden wird, zu einer unabsehbaren Fülle von Einzelheiten. Das ist ein Problem bei psychisch geistigen und gesellschaftlich geschichtlichen Untersuchungen. Im mathematisch naturwissenschaftlichen Zeitalter bleibt das unartikuliert!
Descartes' Begriff der Intuition ist ungenau, weil er von subjektiver Überzeugtheit ausgeht.
Def Intuition/Holz: intuitive Erkenntnis ist Erkenntnis des Einfachen, das nicht mehr in Teile zerlegt werden kann.



Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Person Kant
 
Bücher bei Amazon
Strawson V 142
Person/persönliche Identität/Descartes: nicht körperlich! - Unser gewöhnlicher Begriff bringt sehr wohl empirisch anwendbare Kriterien für die numerische Identität eines Erfahrungssubjekts mit sich. - Aber nicht durch Selbstzuschreibung. - "Ich" wird einfach kriterienlos gebraucht. KantVsDescartes: die einzigen Kriterien wären: "derselbe Mensch", "dieselbe Seele" - Das wäre zirkulär.
V 146
Kant: es gibt keine innere Anschauung des Subjekts.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Person Locke
 
Bücher bei Amazon
Graeser I 224
Person/Locke: durch Identität des Bewußtsein, nicht die numerische Identität der Substanz. - - -
Euchner I 55f
Person/Locke: Wachender/Schlafender nicht dieselbe Person (wohl aber derselbe Mensch). - Person: die sich vergangene Handlungen selbst zuschreibt - Mensch: ist an Gestalt gebunden. VsDescartes: bei Trennung vom Geistigen möglich, dass ein zeitgenössischer Mensch die Person Nestor sei, aber nicht der Mensch Sokrates >personale Identität - >Ethik: Ein Betrunkener nicht ist schuldfähig, wenn er ohne Bewusstsein ist.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996
Physikalismus Schiffer
 
Bücher bei Amazon:
Stephen Schiffer
I 138
SchifferVsPhysikalismus: er muss falsch sein, denn These wenn es wahre Zuschreibungen von Glauben gibt, können sie nicht ohne mentalistisches oder intentionales Vokabular dargestellt werden.
I 142f
Def Ontologischer Physikalismus/oP/Schiffer: These keine irreduziblen psychologischen Entitäten. Def sententialistischer Physikalismus: es gibt keine psychologischen Sätze (das ist falsch) wenn es welche gibt, fallen die beiden Physikalismen zusammen.
Def sententialistischer Dualismus/sD: es gibt wahre psychologische Sätze. - Glaubenseigenschaften (GE) wenn es welche gibt, können oP und sD nicht wahr sein.
Ontologischer Dualismus/ SchifferVsDescartes: ist nicht vertretbar.
Sententialistischer Dualismus/Ontologischer Physikalismus: weil beide wahr sind, gibt es keine Glaubenseigenschaften.
NominalismusVsDualismus/Quine: wenn der sententialistischer Physikalismus falsch ist, gibt es gar keine wahren Glaubenssätze.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Realität Davidson
 
Bücher bei Amazon
I 90
Realität/Welt/Quine: proximale Theorie (die Bedeutungen sind an den Nervenenden lokalisiert): abgeschottet gegen die Welt, die vielleicht ganz anders beschaffen ist. - Letzte Quelle der Belege: Reizungen - DavidsonVsQuine: cartesianische Trennung, Lücke. - Außerdem Trennung Schema/Inhalt - DavidsonvsDescartes/DavidsonVsQuine: hat man sich für diese Lücke entschieden, kann man nicht mehr angeben, wofür die Belege eigentlich Belege sind.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Repräsentation Brandom
 
Bücher bei Amazon
I 155f
Kant-Hegel-Repräsentation: Erfahrung: folgernde Tätigkeit - Repräsentation > de re-Zuschreibung
I 900
Repräsentationale Gehalte/Brandom: sind durch und durch sprachlich, aber nicht rein sprachlich! Die repräsentationale Dimension propositionaler Gehalte wird anhand des sozialperspektivischen Charakters der Kontoführung explizit.
- - -
Rorty VI 179 ff
Repräsentation/Brandom/Rorty: Brandom möchte sie gegen Davidson retten, der sie mit dem Bade ausgeschüttet hat. Die repräsentationalistische semantische Theorie enthält eine unbestreitbare Einsicht: was auch immer propositional gehaltvoll ist, hat notwendigerweise eine solche repräsentationale Seite; nicht, was diesen Aspekt nicht hätte, wäre als Ausdruck einer Proposition erkennbar. BrandomVsDavidson. Rorty: Damit meint er nicht, Wahrheit sei eine Eigenschaft, es geht in Wirklichkeit schon um Billigung, nicht um Beschreibung (Metaphysik).
- - -
Brandom I 127
Repräsentation/Brandom: problematisch: kein Raum für Begriff des Irrtums: R. verlangen Richtigkeit - Aussagen Wahrheit - Repräsentation nicht ohne Praxis: rote Punkte, blaue Linien der Landkarte - VsDescartes: erklärt nicht, was es heißt, R zu verstehen, nämlich zu verstehen, wie wir für sie verantwortlich sind.
I 126
Repräsentation ist nicht Ausdruck.
I 130
VsDescartes: ihm geht es um die Richtigkeit der Repräsentation vor dem Verstehen.
I 145
BrandomVsRepräsentation: es ist unklar, wie man daraus zum Begriff des Verfügens über propositionalen Gehalt gelangen soll.
I 923
Repräsentation/SearleVsDavidson: Gehalt muss intrinsisch und vor Analyse verständlich sein - aber Repräsentation von Zeichen, Lauten usw. ist nicht intrinsisch, diese sind bloße Gegenstände der Natur. - Abgeleitete Intentionalität stammt von ursprünglicher Intentionalität des Geistes.
I 404f
Repräsentation/Brandom: aus Descartes dualistischem Weltbild von Repräsentation und Repräsentiertem - Vier Aspekte: 1. Repräsentationen brauchen außer "wahr" noch "bezieht sich auf" und "bezeichnet". - 2. Unterscheidung von intensionalen und extensionalen Kontexten - 3. Das "von" in de re-Kontexten: etwas gilt von Kant aber nicht von Hegel - 4.Sie brauchen Richtigkeit des Urteilens und Folgerns.
I 412~
BrandomVsRepräsentation: statt essen expressive Rolle.
I 482
Repräsentation/Brandom: eine Minderheit der Autoren (Davidson): zwischen propositional gehaltvollen intentionalen Zuständen und Tatsachen. - Mehrheit: aus dem pragmatischen Vorrang des Propositionalen folgt kein semantischer Vorrang - Repräsentation ist zunächst Repräsentation von Dingen, Relationen und Eigenschaften - Brandom: wenn das richtig ist, kann Zuweisung von Absicht und Erfolg nicht auf der Ebene des propositionalen Gehalts erläutert werden.
I 719
Repräsentation/Brandom: McCarthy-Bsp: propositionaler Gehalt als Wahrheitsbedingungen ist abhängig von den Tatsachen bezüglich der Gegenstände, die sie repräsentieren - Repräsentation in diesem Sinn ist grundlegend für Intentionalität. ((s) McCarthy-Bsp: McCarthy glaubt, dass der erste Satz des Kommunistischen Manifests wahr ist...("Ein Gespenst geht um in Europa...").)
I 719f
Repräsentation/Brandom: a) vorbegrifflich: setzt kein Erfassen der spezifischen Gehalte voraus - Bsp sich an einer Karte orientieren. Das ist auch nichtsprachlich möglich. Bsp Eine Wolke als Zeichen für Regen deuten - b) Im Rahmen einer diskursiven Praxis: Bsp aus Symbolen folgern, dass sich zwischen zwei Städten ein Fluss befindet.
I 722
Behauptungen und Überzeugungen, die propositional gehaltvoll sind, sind notwendigerweise repräsentational gehaltvoll, weil ihre inferentielle Gliederung wesentlich eine soziale ist.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Esfeld
 
Bücher bei Amazon
I 136ff
Repräsentation: harmlos: Überzeugungen repräsentieren Dinge und Tatsachen d. Welt - aber sie sind nicht das ursprüngliche semantische Merkmal von Überzeugungen! - EsfeldVsDescartes: Repräsentation ist intentional, nicht vorbegrifflich! - Repräsentation/Descartes: 1. Überzeugungen repräsentieren Dinge,
2. Zugang nur durch Repräsentation,
3. Die Dinge,denen wir uns bewusst sind, sind Repräsentationen (starker Repräsenatationaler Realismus).
Fodor: pro Descartes, der Inhalt von Glaubenszuständen ist von ursprünglich repräsentierenden Inhalten abgeleitet. - Problem: welche Kausalität ist gerade wirksam? Welches Merkmal relevant? Erlaubt keine Rückschlüsse.
I 144ff
Repräsentationale Semantik/Esfeld: Vs: Ähnlichkeit ist keine Erklärung - welches ist die richtige Kausalbeziehung?
I 144ff
VsRepräsentation: Kausalbeziehung nicht fixierbar - Repräsentation kann nicht zwischen Referenz (Extension) und Bedeutung (Intension) unterscheiden - daher sind Bedeutung nicht im Kopf.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Richtigkeit Brandom
 
Bücher bei Amazon
I 48
Richtigkeit/Urteil/Kant/Brandom: normativ, nicht durch natürliche Gesetze geregelt. - Widersprüche sind nicht durch Naturgesetze verboten.
I 43ff
KantVsDescartes: nicht Richtigkeit von Repräsentationen, sondern von Schlüssen ist entscheidend.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Skeptizismus Anscombe
 
Bücher bei Amazon
Frank I 79
Ich/Descartes/Anscombe: pro: die conception von "Ich" kann kein "Selbst" sein und sie muss garantieren, dass der Referent notwendigerweise präsent ist. Hier zeigt sich, wie leistungsfähig der Ansatz von Descartes ist.
Die Konzeption ist das "Denken von Gedanken".

Ich/Anscombe: Irrtumsimmunität: 1. Der Sprecher muss existieren,
2. Der Referent muss existieren,
3. Der Referent existiert als genau der, der gemeint ist.

Ich/Körper/AnscomeVsDescartes: Bsp ich bin gefesselt in einem großen Wassertank und kann mich nicht bewegen. Dabei denke ich: "Ich will nicht zulassen, da mir das noch einmal passiert".
So wird deutlich, dass ein Körper nicht Referent von "ich" sein kann, sondern eine cartesische res cogitans.
Problem: das cartesische Ego erfüllt zwar die Kriterien der garantierten Referenz,
Fra I 80
aber löst nicht das Problem von Locke: wer garantiert, dass der referentielle Gegenstand in verschiedenen "ich" Gedanken derselbe ist? AnscombeVsDescartes: er kann nicht einmal sicher, dass "Ich" nicht gleichzeitig auf etliche Denker referiert!

Ich/Skeptizismus/Anscombe: Lösung: "ich" bezieht sich auf gar nichts! Damit ist es irrtumsimmun.
Das folgt aus dem Scheitern der Logik bei der Bestimmung der Bedeutung und dem
scheitern Descartes' bei der Bestimmung des Referenten.
Frage: warum ist niemand früher auf diese Lösung gekommen? Wegen der "grammatischen Illusion eines Subjekts". Die Fragen nach Bedeutung und Referenten des "ich" sind aber sinnlos!


Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Skeptizismus Austin
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 41
AustinVsSkeptizismus: Descartes habe bloß eine Umdefinition von "Wissen" vorgenommen. - Bsp jemand behauptet, es gäbe keine Ärzte in New York - wobei er eine Umdefinition von "Arzt" vornimmt: es sei jemand, der einen in 2 Minuten kurieren könnte. - StroudVsAustin: Descartes geht tiefer. MancheVsDescartes: Wissen erfordert nicht das, was Descartes behauptet: nicht zu träumen und das zu wissen. - Wissen/Stroud: wenn VsDescartes recht hat, dann müsste Wissen a) nicht geschlossen unter logischer Konsequenz sein oder b) nicht alle logischen Konsequenzen unseres Wissens durchdringen. (StroudVsVs)
Stroud I 45
AustinVsSkeptizismus: "genug ist genug": es muss nicht immer alles bewiesen werden, um Wissen beanspruchen zu können. - Der Skeptiker behauptet nur einen Mangel an Information. - StroudVsAustin - Austin: ein "wirklicher" Goldfink ist nicht mehr als ein Goldfink. - Stroud: es wäre absurd, philosophisch gegen unser gewöhnliches Wissen zu argumentieren, aber das trifft auf Descartes nicht zu. - Traum/Austin: es gibt anerkannte Prozeduren, um ihn von Wachsein zu unterschieden - sonst könnten wir die Wörter nicht gebrauchen. Stroud I 47 Austin: es ist qualitativ unterscheidbar, ob man dem Pabst vorgestellt wird, oder das nur träumt.
Stroud I 48
Starke These/Skeptizismus/Terminologie/Descartes: wir können nicht wissen, ob wir nicht träumen. - Austin Kernthese: das Infragestellen des Wissens ist im Alltag praktisch nie zugelassen (ob wir nicht träumen) - es muss bestimmte Gründe geben. - Austin These: man kann nicht alle immer täuschen. - Dann schwächere These/Austin: es muss einen Grund geben, zu zweifeln, dass wir wach sind. - stärker: wir müssen es immer bezweifeln.
I 57
Austin: was gilt als unangemessen? - > Unterscheidung Wahrheit/Behauptbarkeit (wegen der unterschiedlichen Bedingungen).
Stroud I 64/65
Skeptizismus/Descartes/Stroud: (tiefer als der von Austin bestrittene) - kann weder im Alltag noch in der Wissenschaft angenommen werden. - Betonung von Theorie und Praxis. - Stroud: Standards der Rechtfertigung variieren von Fall zu Fall. - Beim Sprechakt gibt es keine allgemeine Anweisung, was wir berücksichtigen müssen.
Stroud I 74
Def "paradigm-case argument"/Wissen/Wahrheit/Oxford/Terminologie/Austin/Stroud: Mitte der 50er dachte man, der Skeptiker müsste zu dem Schluss kommen, dass in bestimmten Situationen sowohl S als auch nicht-S zutrifft. - StroudVsAustin: um den Begriff von "Wissen" in Frage zu stellen müssen wir fragen, wie und warum er angewendet wurde. - Flugzeug-Bsp "Er weiß es nicht" ist auf jeden Fall korrekt bevor das Flugzeug am Boden ist). - Aber das ist nicht die Unterscheidung zwischen Wissen und Nichtwissen. - Daher können wir aus unserem Sprachgebrauch keine skeptische Konklusion ziehen.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Skeptizismus Davidson
 
Bücher bei Amazon
I 67
Skeptizismus/Davidson: Als Mindestannahme kann man unterstellen, daß wir zumindest in Bezug auf unsere eigene Person recht haben. Eine solche Erkenntnis ist aber logisch unabhängig von dem, was wir über die Welt draußen glauben. Also kann sie keine Grundlage liefern für die Wissenschaft und die Überzeugungen des gesunden Menschenverstandes. - - -
Rorty VI 166
Skeptizismus : der Skeptiker sagt: daraus, daß wir uns die Welt in einer bestimmten Weise denken müssen, folgt nicht, daß sie tatsächlich so ist. Er begegnet allen Behauptungen mit der Frage "Woher weißt du das?" DavidsonVsSkeptizismus: Das kann man pathologisieren und links liegen lassen, (wie FregeVsSkeptizismus: der Skeptiker ist nicht heilbar, weil er selbst bei seiner nächsten Äußerung nicht davon ausgehen kann, daß seine Worte noch dasselbe bedeuten wie vorher).
Skeptiker: Warum sollte nicht auch notwendige Unterstellungen objektiv falsch sein? Allen skeptischen Argumenten ist gemeinsam, daß der Skeptiker unter der Wahrheit eine Relation der Korrespondenz zwischen Welt und Überzeugung versteht, wohl wissend, daß das nie zu überprüfen ist.
DavidsonVsSkeptizismus/Rorty: das "Problem der Außenwelt" und des "Fremdseelischen" beruht auf einer falschen Unterscheidung zwischen dem "phänomenologischen Inhalt der Erfahrung" (Tradition) und den intentionalen Zuständen, die man einer Person auf der Basis ihrer kausalen Interaktionen mit der Umwelt zuschreibt.
- - -
Davidson I 53/4
"...alles anders"/Skeptizismus/Stroud: es könnte sein, daß alles anders wäre, als wir es uns vorstellen - Quine: das wäre eine Unterscheidung ohne Unterschied: da die Beobachtungssätze holophrastisch auf Reizungen konditioniert sind, bleiben die Beziehungen zu den Belegen unverändert - bewahre die Struktur und wirst alles bewahren. - ((s) Dann war gestern auch schon alles anders.)
I 94
kausale Theorie der Bedeutung/VsDescartes - in grundlegenden Fällen handeln Worte notwendig von den sie verursachenden Arten von Gegenständen - dann kein Raum für cartesianische Zweifel.
I 95
DavidsonVsSkeptizismus: gar nicht formulierbar, denn Sinne spielen gar keine Rolle bei der Erklärung von glauben, Meinen und Wissen - sofern der Inhalt von den kausalen Beziehungen von den kausalen Beziehungen zwischen den propositionalen Einstellungen und der Welt abhängig ist. - Natürlich spielen Sinne bei Erkenntnis und Sprachlernen dennoch eine kausale Rolle.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Skeptizismus Descartes
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 4
Descartes/Skeptizismus/Wissen/Stroud: Descartes will Prinzipien, eine allgemeine Methode für die Untersuchung unseres Wissens aufstellen. 1. Meditation: am Ende findet Descartes: dass es keinen Grund gibt, irgendetwas über die Welt um ihn herum zu glauben.
Stroud I 16
Sinne/Wissen/Descartes: Bsp wenn er weiß, dass er am Kamin sitzt, dass denkt er, dass er es weiß aufgrund der Sinne. Aber er weiß eben auch, dass es damit kompatibel ist, dass er bloß träumt.
VsDescartes: wenn wir erlauben, dass ein Träumender etwas weiß (Bsp Mathematik, mathematische Wahrheiten), zeigt das nicht, dass Descartes unrecht hat mit seinem Skeptizismus?
VsVs: das wird damit nicht gezeigt.
I 37
Descartes/Stroud: sein Skeptizismus richtete sich von Anfang an gegen das Alltagswissen.
Skeptizismus Kant
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 128
Skeptizismus/Kant: es bleibt ein Skandal der Philosophie, dass die Existenz der Dinge außerhalb von uns allein aufgrund von Glauben akzeptiert werden muss. KantVsDescartes: die Relation zwischen philosophischer Frage und Alltagswissen ist indirekter und komplexer als er dachte - ((s) Aber für Kant ist die Wahrnehmung äußerer Dinge sehr direkt.)
Stroud I 136
KantVsSkeptizismus: zwei Stufen: 1. Äußere Dinge beweisen (hat Moore geschafft) - 2. Die allgemeine Möglichkeit solcher Beweise zeigen -
Stroud I 138
Stroud: Problem: wir haben noch keinen bestimmten Wortlaut (Satz) mit dem Kant seinen Realismus formulieren würde und den Moore beweisen könnte.
Stroud I 142
Alltagswissen ist unproblematisch, vollständig und muss nicht bewiesen werden.
Stroud I 140
Skeptizismus/KantVsSkeptizismus: kann nie zu einer Konklusion gelangen aufgrund der von ihm selbst akzeptierten Prämissen.
Stroud I 147
KantVsDescartes: dieser geht nicht tief genug und verlässt sich zu stark auf "Zeugnisse" - (Belege, Beweise) - wichtiger: die Bedingungen der Möglichkeit - > Davidson: Kant: keine Untersuchung unseres Wissens könnte zeigen, dass wir immer etwas anderes wahrnehmen als die unabhängigen Objekte, die wir um uns herum annehmen. Lösung/Kant: "Kopernikanische Wende": Idealität aller Erscheinungen. - Wir haben nur davon direktes Bewusstsein, was zu uns gehört. Unsere Wahrnehmung hängt von unserem Vermögen ab. - Falsch: dass unsere Erfahrung den Dingen gemäß sein müsste, sondern umgekehrt.
Stroud I 149
Äußere Dinge/Gegenstände/Welt/Realität/Kant/Stroud: alle unsere Wahrnehmung, ob innere oder äußere, und alle "äußeren Objekte der Wahrnehmungen... müssen wir als Repräsentationen betrachten, von dem, wovon wir unmittelbar bewusst werden können. - ((s) Das Ding ist also die Repräsentation unseres Bewusstseins. - > Transzendentaler Idealismus - begründet den a priori-Charakter unseres Wissens von Raum und Zeit (Geometrie) - Daher können die Dinge nicht unabhängig von unseren Gedanken und Erfahrungen existieren.
I 163
StroudVsKant: dass wir uns unserer Erfahrungen bewusst sein müssen, ist die Wiederkehr der "epistemischen Priorität" (von Descartes).
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Skeptizismus Nagel
 
Bücher bei Amazon
I 19
Subjektivismus/Skeptizismus: sagt, dass es in unserem Innern kein Vermögen von so universeller Anwendbarkeit und Gültigkeit gibt, dass unsere Urteile dadurch überprüft und untermauert werden können.
I 22 ff
Skeptizismus/Relativismus : An der Vernunft kann keine Kritik geübt werden, ohne dass man an irgendeiner anderen Stelle die Vernunft einsetzt, um diese Kritik zu formulieren.
I 31
Skeptizismus : eine durch Argumentation erzeugte Skepsis kann nicht total sein.
I 31 ff
Skeptizismus: um ihn zu kritisieren muss man ihn nicht als überall anwendbare triviale Leerformel begreifen, sondern als konkret, um dann den Spieß umzudrehen. So kann man die Kollision zwischen dem inneren Gehalt der Gedanken und der relativierenden Außensicht offen erkennbar machen. Der Subjektivismus strebt eine phänomenologische Reduktion von Gedanken an, um aus ihnen herauszukommen. Das kann gar nicht gelingen. Aus dem gleichen Grund scheitern Versuche, die Objektivität auf ein Begriffsschema zu relativieren.
Bsp Ich kann nicht sagen "Ich glaube, dass p, aber das ist bloß ein psychologisches Faktum, das mich betrifft. Was die Wahrheit angeht, so lege ich mich nicht fest."
I 88
NagelVsDescartes: Dämon: die Vorstellung von verwirrten Gedanken enthält auch den unverwirrten Gedanken.
I 89
NagelVsDescartes: Dämon: die Vorstellung von verwirrten Gedanken enthält auch den unverwirrten Gedanken - I 92 NagelVsSkeptizismus: darf gar keine Argumente gebrauchen. - Einer falschen Rechnung kann man nicht dadurch Sinn geben dass man sagt, ein Dämon habe sie verwirrt.
I 94
Logischer Skeptizismus/NagelVsSkeptizismus/Nagel: hier können wir niemals einen Punkt erreichen an dem es zwei Möglichkeiten gibt, die mit allen "Belegen" vereinbar sind. Ich kann mir nicht denken, dass ich mich in einer gleichartigen Erkenntnissituation befinde, in der 2 + 2 = 5, aber mein Gehirn durcheinander gebracht wäre, denn ich kann mir überhaupt nicht vorstellen das 2 + 2 = 5 wäre. Der Logikskeptiker hat keine Ebene der Vernunft zu bieten. - Es gibt keinen Standpunkt um die Logik zu überprüfen, ohne sie dabei vorauszusetzen - nicht alles kann revidiert werden. - Etwas muss beibehalten werden um zu prüfen, um die Revision gerechtfertigt ist.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Skeptizismus Rorty
 
Bücher bei Amazon:
Richard Rorty
Rorty VI 225
PragmatismusVsSkeptizismus: (derbe Version): "Wir brauchen gar nicht auf den Skeptizismus zu reagieren, es macht eh keinen Unterschied, ob wir darauf reagieren, oder nicht". (WilliamsVs).
Horwich I 447
Skeptizismus/Peirce/Rorty/Leeds: PeirceVsIdealismus/PeirceVsPhysikalismus: beide haben den Fehler gemeinsam, "Korrespondenz" eine Relation zwischen Stücken von Gedanken und Stücken von Welt ist, die ontologisch homogen sein muss - (Ontologische Homogenität: z.B. nur Relation zwischen Repräsentationen, nicht zwischen Repräsentationen und Objekten ((s) > Berkeley). - Peirce: diese Homogenität muss gar nicht bestehen. - PlantingaVsPeirce: doch, wenn die Objekte z.B. nur existieren können, indem sie ihre Struktur zeigen. - RortyVsPlantinga: das verwechselt ein Kriterium mit einer Kausalerklärung. RortyVsPeirce: "ideal" unklar.
I 448
Lösung/James: "wahr von" ist keine analysierbare Relation - damit fällt die Korrespondenz weg - Lösung/Dewey: es ist nur der Versuch, Sprache als Zwischeninstanz zwischenzuschalten, was das Problem interessant erscheinen lässt.
Rorty I 129
Skeptizismus/Tradition/RortyVsDescartes: nicht ob andere Schmerzen haben ist interessant - der Skeptizismus wäre nie interessant geworden, wenn der Begriff des "natürlich Gegebenen" nicht aufgekommen wäre.
VI 223ff
Skeptizismus: Hauptvertreter: Stroud: ernsthaftes ständiges Problem - Michael WilliamsVsStroud: entsteht nur aus absurder Totalitätsforderung: dass alles zusammen erklärt werden müsse - Aussagen haben aber nur in einer Situation Sinn.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Skeptizismus Stroud
 
Bücher bei Amazon
I 13
Skeptizismus/Skepsis/Descartes: ich kann Wachheit nicht von Traum unterscheiden - Stroud: 1. Die Möglichkeit dass er träumt ist wirklich eine Bedrohung seines Wissens über die Welt
2. Aber er muss nicht wissen ob er träumt, um etwas über die Welt zu wissen! -" kein Wissen: wenn man Bsp träumt dass der Fensterladen klappert und der Traum davon verursacht wird, weiß man nicht, dass er klappert - (falsche Verursachung, trotzt Identität des Ereignisses) - I 17 allein die Möglichkeit der Täuschung ist hinreichend.
I 18
StroudVsDescartes: wir können manchmal wissen, dass wir nicht träumen - zu wissen, dass wir nicht träumen ist aber die Bedingung für Wissen - I 37 Intersubjektivität: auch sie ist von Descartes Skeptizismus betroffen.
I 77
Platitüden/Skeptizismus/Stroud: natürliche Strategie VsSkeptizismus: die Objektive Welt war schon vor uns da - Bsp ich glaube dass ein Berg in Afrika über 5000 m hoch ist - das ist völlig unabhängig von meinem Wissen. - Es geht dann nicht um Behauptbarkeitsbedingungen oder Wahrheitsbedingungen (WB). - Anders: wenn man glaubt, dass wir heute mehr über Physik wissen als vor 200 Jahren, ist Referenz auf Gemeinschaft und Wissen impliziert - jetzt Wahrheitsbedingungen und Behauptbarkeitsbedingungen aber immer noch Objektivität - Flugzeug-Bsp: ob das Handbuch korrekt ist oder nicht, ist eine objektive Tatsache, die aus der distanzierten Position erkennbar ist. - Distanzierte Position: entspricht dem Skeptizismus - und gleichzeitig der Feststellung, dass innen und außen divergieren - innen: entspricht unserer sozialen Praxis.
I 87
Philosophischer Skeptizismus/Stroud: sein Problem ist nicht empirisch.
I 110
Skeptizismus/Stroud: es ist nicht hinreichend, einen bestimmten Einzelfall vorzubringen - Descartes trifft eine Einschätzung all unseres Wissens.
I 270
Vorstellbarkeit/Stroud: es ist schwer zu sagen, ob etwas vorstellbar ist oder nicht - eine Möglichkeit wäre, es sich vorzustellen und zu sehen was passiert - Vs: das ist aber nicht schlüssig, denn es kann sein, dass das, was mir meine Gedanken ermöglicht, selbst vor mir verborgen ist.
I 272f
Traum/Skeptizismus/Stroud: wir haben bisher noch gar nicht gefragt, ob die Traum-Möglichkeit für andere wissbar ist. - StroudVs: wir können sehr wohl "alle im selben Boot sein" - ich kann mich statt Descartes einsetzen. Stroud: ich sage immer nur: es scheint möglich. - Vorstellbarkeit: setzt Verständlichkeit (Kapitel 2) voraus - und die Möglichkeit ist verständlich, dass wir alle träumen - und dann ist die Frage ob ich träume, völlig unabhängig davon, ob jemand anderes das weiß. - Fazit: die Traum-Möglichkeit: besteht letztendlich doch, weil die Möglichkeit, dass jemand etwas weiß nicht vorausgesetzt werden muss - Stroud pro Descartes.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Sprache Locke
 
Bücher bei Amazon
Black II 130
Sprache/Locke/Black: zur Übermittlung von Gedanken - (Vorstellungen). - - -
Euchner I 33
Sprache/Locke: 1. Aufzeichnung - 2. Gedankenmitteilung - 3. Leichtigkeit und Schnelligkeit der Kommunikation - Sprache auch Voraussetzung für Gesellschaft.
Euchner I 170
Sprache/Locke/Euchner: heute: Locke verkennt die irreduziblen sprachlichen Grundlagen empirischen Wahrnehmens - aber die Korrektur ist schon angelegt: um auch abstrakte und allgemeine Ideen unter das empirisch Gegebene aufzunehmen, von dem jede Rekonstruktion des Wissens ausgehen muss. > Position - - -
Arndt II 181
Sprache/Erkenntnis/LockeVsPascal/VsPort Royal/Arndt: 1. keine notwendigen Beziehungen zwischen Begriffen - 2. es ist nicht klar, wie deren inhaltliche Bestimmtheit zu geistunabhängigen Gegenständen führt - Sprache/Descartes/Pascal: nachträgliches Kodifizieren von Gegenständen - Locke: eigentliche Konstitution von Gegenständen - II 183 sprachlicher Ausdruck/Locke: "Knoten", in dem die vom Geist zusammengefassten Ideen ihren stabilen Ausdruck finden - wir müssen von Wörtern absehen und auf Bedeutungen schauen - dabei sind die Ideen etwas quasi fertiges - Arndt: Problem: dann Zeichen stärker repräsentativ als synthetisch - Wörter: bezeichnen unmittelbar die Ideen, die Gegenstände nur mittelbar.
II 188
Ideen/Bedeutung/Locke: Analyse der Ideen identisch mit der Analyse der Bedeutungen - Sprache: nicht nur Mittel der Mitteilung sondern auch der Erkenntnis. Deutlichkeit/LockeVsDescartes: bei ihm an Benennbarkeit gebunden. - Das setzt die Möglichkeit eindeutiger Bezeichnung voraus.
II 199
Sprache: ist gleichzeitig Zeichen und setzt Gegenständlichkeit.
II 206
Sprache/Locke: ist schon fertig: niemand bildet die abstrakte Idee "Ruhm", bevor er den Namen gehört hat - also Unabhängigkeit der gemischten Modi von der Existenz des Bezeichneten - also kann man Namen verstehen, bevor diese auf existierenden Dinge angewendet wurden (!) - Bsp so können Strafen für noch nicht begangene Taten aufgestellt werden - Pointe: Abhängigkeit von Gemeinschaft ist Resultat der Unabhängigkeit von der Existenz des Bezeichneten- Übersetzung: Problem: nominale Wesenheit: Wechsel von Gemeinschaft zu Gemeinschaft - Sprache letztlich auf ED bezogen- daher lernen wir Namen als erstes. - - -
Saussure I 34
Sprache/Locke: These Wörter sind Zeichen für Vorstellungen im Bewusstsein - Vorstellungen wiederum Zeichen für Gegenstände außerhalb des Bewusstseins.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996

Loc II
H.W. Arndt
Locke
In
Grundprobleme der großen Philosophen - Neuzeit I, J. Speck (Hg), Göttingen 1997
Substanz Berkeley
 
Bücher bei Amazon
Danto I 220
Substanz/BerkeleyVsDescartes/HumeVsDescartes/Danto: zugrunde liegende Substanz ist ein bloßer Aberglaube, genauso wie der an ein zugrunde liegendes Selbst. - Materie/Danto: zu Berkeleys Zeit wurde Materie postuliert, um Veränderungen begründen zu können.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Tiere Lorenz
 
Bücher bei Amazon
Dawkins I 121
Tier/Lorenz: (Das sogenannte Böse) These: betont den maßvollen und fairen Charakter der Kämpfe der Tiere. Die kämpfen quasi nach Regeln und ziehen den Bluff dem tödlichen Ernst vor. Unterwerfungsgesten werden vom Sieger anerkannt. Tiere kämpfen mit "behandschuhter Faust." DawkinsVsLorenz: diese Interpretation lässt sich bestreiten, auch ist der Mensch nicht das einzige Wesen, das seine eigenen Artgenossen tötet.
Tatsächlich bringt vorbehaltlose Kampfeswut auch Kosten mit sich.
I 125/126
Aggression/ESS/Maynard Smith: Strategie: "Greif an wenn der Gegner flieht, verfolge ihn, wenn er zurückschlägt, lauf weg". Dawkins: das darf aber nicht als bewusst ausgearbeitete Strategie des Individuums aufgefasst werden!
I 126
Def ESS/Dawkins: eine evoutionär stabile Strategie ist eine, die - wenn die Mehrzahl der ‚Angehörigen einer Population sie sich zu eigen macht - von keiner alternativen Strategie übertroffen werden kann. - - -
Seitenzahlen hier aus der deutschen Ausgabe K. Lorenz, Das sogenannte Böse Wien, 1963
II 71
Tier/Descartes: handelt nicht, sondern ist passiv. McDougalVsDescartes/Lorenz: ein gesundes Tier ist aktiv.

Lo II
K. Lorenz
On Aggression

Da I
R. Dawkins
Das egoistische Gen, Hamburg 1996

Da II
M. St. Dawkins
Die Entdeckung des tierischen Bewusstseins Hamburg 1993
Unbewusstes Freud
 
Bücher bei Amazon
Searle I 197
Searle: Im Gegensatz zu Freuds Begriff des Unbewussten ist der kognitionswissenschaftliche Begriff des Unbewussten nicht potentiell bewusst. - - -
Rorty V 47
Unbewusstes/unbewusst/Rorty: zwei Bedeutungen: 1. Mehrere gut artikulierte Glaubens und Wunschsysteme (durchaus rational).
2. Brodelnde Masse in artikulierter instinkthafter Kräfte, bei denen Widerspruchsfreiheit keine Rolle spielt. Hätte Freud sich auf diese Bedeutung beschränkt, hätte er unser Selbstbild im Wesentlichen unverändert gelassen.
V 47/48
Freud/Rorty: das Neue bei ihm ist, dass das unbewusste Ich kein stummes, störrisches torkelndes Tier ist, sondern ein Intellektuellen ebenbürtiges Gegenüber. Hätte sich die Psychoanalyse auf die Neurosen beschränkt, hätte sie niemals die Aufmerksamkeit der Intellektuellen auf sich gezogen. Unbewusstes/Ich/Rorty: das Unbewusste als rationaler Gegenspieler. Ich kann auch entdecken, dass mein Unbewusstes besser Bescheid wusste als ich selbst. Das diskreditiert die Vorstellung von einem »wahren« Ich.
V 60
FreudVsPlaton/FreudVsKant/FreudVsDescartes/Rorty: das Unbewusste, unser Gewissen, ist nichts Unveränderliches, nicht einmal ein zentraler Teil. Alle Teile sind gleichberechtigt. Mechanisierung, Verfahren, uns selbst zu verändern.
V 61
Def Gewissen/Freud/Rorty: Erinnerungen an idiosynkratische Ereignisse. Kein Ersatz für moralische Überlegung.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Unerforschlichkeit Putnam
 
Bücher bei Amazon
III 122
Absolute Realität/PutnamVsDescartes: ihre Vertreter haben die falsche Tendenz, sekundäre Qualitäten mit Empfindung sekundärer Qualitäten gleichzusetzen. - Auch Williams scheint sich ein Bild der Welt ohne Farben zu machen. - Williams: Idealfall: Theorie der Erkenntnis und des Irrtums.
III 132
Absolute Realität/Williams: erklärt uns, aber nicht fremden Wissenschaftlern, wie wir sie verstehen. - PutnamVs: also doch bloß lokal. - Absolute Realität/Putnam: würde auch Konvergenz erfordern. QuineVsKonvergenz: Unerforschlichkeit der Referenz.
III 134
Absolute Realität/Williams: ohne normative Begriffe. - PutnamVs: gerade deshalb haben wir das Problem der Unbestimmtheit der Übersetzung. - Putnam These: es sind viele wahre Beschreibungen der Welt in verschiedenen Vokabularen möglich.
III 133
Referenz/Fodor: nach Quines Kritik an der Unerforschlichkeit (Unbestimmtheit) der Referenz: wir müssen uns an Einzelwissenschaften oder alltagssprachliche Kausalität halten.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Verstand Brandom
 
Bücher bei Amazon
I 399
Verstand/Brandom: These: erwächst aus unserer Fähigkeit, wir zu sagen - wechselseitiges Anerkennen.
II 213
Def Verstand/ Brandom: das begriffliche Vermögen, Regeln zu begreifen - KantVsDescartes: normativ statt deskriptiv.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Vorstellbarkeit Chalmers
 
Bücher bei Amazon
I 73
Vorstellbarkeit/Vorstellung/Chalmers: wenn zwei Welten sich in Bezug auf alle mikrophysikalischen Bedingungen gleichen, ist kein Raum für die Vorstellung, dass sie sich in Bezug auf höherstufige Eigenschaften wie biologische Phänomene unterscheiden. Diese Unvorstellbarkeit ist aber nicht durch irgendwelche kognitiven Beschränkungen verursacht. Es ist vielmehr logisch unmöglich, dass diese Welten sich unterscheiden.
I 98
Vorstellung/Vorstellbarkeit/Argument/Beweis/VsChalmers: manche mögen einwenden, Vorstellbarkeit sei kein Argument – es mag immer Details geben, die unberücksichtigt blieben. ChalmersVsVs: aber dann müsste man irgendwie angeben, welche Details das sein sollten.
Chalmers: die einzige Weise, wie Vorstellbarkeit und Möglichkeit auseinandertreten ist an Notwendigkeit a posteriori geknüpft: Bsp die Hypothese, dass Wasser nicht H2O ist, scheint begrifflich kohärent, aber Wasser ist wahrscheinlich H2O in allen möglichen Welten.
Notwendigkeit a posteriori/Chalmers: ist jedoch zunächst für das Problem, ob unser bewusstes Erleben erklärbar ist, irrelevant.
I 99
Vorstellbarkeit/Chalmers: man könnte meinen, man könnte sich eine Situation vorstellen, in der Fermat’s letzter Satz falsch ist. Aber es würde sich herausstellen, dass die Situation falsch beschrieben wurde. Wie sich herausstellen würde, wurden die Begriffe falsch angewendet.
I 130
Vorstellung/Vorstellbarkeit/VsDescartes/Chalmers: Descartes Argument aus der bloßen Vorstellbarkeit gilt als widerlegt. Daraus, dass es vorstellbar ist, dass A und B nicht identisch sind folgt nicht, dass sie es nicht sind. VsChalmers: Gilt das nicht im selben Maße für das Beilspiel der Zombies?
I 131
ChalmersVsVs: der Unterschied ist, dass es hier nicht um Identität, sondern um Supervenienz geht! Wenn man sich das Bestehen sämtlicher physikalischer Eigenschaften ohne das Bestehen bewusster Eigenschaften vorstellen kann, dann ist es einfach so, dass die physikalischen Fakten nicht alles ausschöpfen. Das ist etwas ganz anderes. Supervenienz ist auch viel fundamentaler hier.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Vorstellung Nagel
 
Bücher bei Amazon
I 82 ff
Natürlich können wir uns in einigen unserer Urteile über das, was unvorstellbar ist, und was nicht, irren. Es ist möglich, dass eine Aussage, deren Falschheit wir uns nicht vorstellen konnten, dennoch unwahr sein kann. Bloße externe Informationen, darüber, wie wir dahin gelangt sind, die Aussage für richtig zu halten, reichen nicht aus. Wir können uns auch etwas richtig vorgestellt haben, aber anschließend herausbekommen, dass wir unser Tun falsch beschrieben haben.
I 87~
Vorstellung : nicht einmal zeitweilig können wir den Basisgedanken, die Kontraposition sei gültig, »einklammern« und an seine Stelle die reine psychologische Feststellung setzen, dass wir die Falschheit dieser Aussage unvorstellbar finden.(DescartesVs, s. Nagel).
I 88
NagelVsDescartes: Dämon: die Vorstellung von verwirrten Gedanken enthält auch den unverwirrten Gedanken.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Wissen Kant
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 130
Wissen/Skeptizismus/KantVsDescartes: wer einen Beweis liest, muss am Ende wissen. - Problem: das geht nur in den Wissenschaften, nicht in der Philosophie. KantVsTradition: behandelt Wissen von Außenwelt immer indirekt oder inferentiell.
Lösung/Kant: unmittelbare Perzeption/= Bewusstsein von äußeren Dingen ist ein hinreichender Beweis ihrer Realität. - Mit inferentiellem Zugang wäre Skeptizismus unvermeidlich.
Pro Skeptizismus: der Skeptizismus zwingt uns zu zeigen, dass wir unser Wissen wohlerworben haben.
KantVsMoore: zeigt dies nicht.
I 134
Skeptizismus/Kant: ist nur durch einen Beweis des Realismus zu widerlegen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 63 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsDescartes Descartes Vs Burge, Tyler
 
Bücher bei Amazon
Frank I 691f
Denken/Externalismus/Burge: welche Gedanken man haben kann, hängt davon ab, in welchen Beziehungen man zu seiner Umgebung steht eine Person braucht ihre Umgebung nicht zu erforschen, um zu wissen, welches ihre Gedanken sind (eben deshalb nicht) – Internalismus/DescartesVsBurge: die Möglichkeit der Täuschung soll beweisen, dass wir die Welt bezweifeln können, während wir unsere Gedanken autoritativ kennen also angeblich Unabhängigkeit von der Welt Lösung: ArnauldVsDescartes: Selbst Wissen nicht hinreichend um zu wissen, dass mentale Ereignisse von Objekten unabhängig sind das cogito liefert kein Wissen über die (indexikalischen, externen) Individuationsbedingungen.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Evans Vs Castaneda, H.-N.
 
Bücher bei Amazon:
Gareth Evans
Frank I 24
"ich"/Evans: direkt referentiell (wie Castaneda), aber EvansVsCastanda: kein prinzipieller Vorrang vor anderen Indexwörtern. das vom "ich" identifizierte ist immer ein Körper in Raum und Zeit! EvansVsDescartes: Ich nichts übersinnliches, zeitloses. Keine "res cogitans". Damit wird das Bedürfnis intersubjektiver Zugänglichkeit des Gegenstands von "ich" Gedanken befriedigt.
Der ich zentrierte Raum wird zu einem objektiven Welt Ort erst, wenn das Subjekt ihn auf eine öffentliche Landkarte übertragen kann und wiedererkennen kann. Die Konvertibilität der demonstrativ bezeichneten Sprecherperspektive verlangt unabhängigen Raum.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Stroud Vs Clarke, Th.
 
Bücher bei Amazon
I 269
Skeptizismus/Lösung/Clarke: der Skeptizismus würde falsifiziert, 1. Wenn irgend jemand aufwacht. Oder
2. Wenn jemand von außerhalb auf die Erde käme und uns schlafend vorfände.
Fazit: kein Skeptizismus folgt aus der Traum-Möglichkeit, selbst wenn sie in der alltäglichen Wissbarkeit von Tatsachen über die äußere Welt involviert ist.
Traum: Frage: setzt die Traum-Möglichkeit Wissen über Tatsachen über die äußere Welt voraus? Wenn ja, könnten wir vielleicht VsSkeptizismus zeigen, dass weil dieser diese Voraussetzung ignoriert, bloß denkt, dass er die Verallgemeinerung erreicht hat?
Wir könnten vielleicht sehen, dass seine Einschätzung des Einzelfalls nur verallgemeinert werden kann, wenn sie nicht die skeptische Konklusion ((s) dass wir gar nichts wissen) zur Folge haben.
Stroud: ich hoffe gezeigt zu haben, wie kompliziert das ist. Für Clarke wird damit die Frage der Objektivität berührt:
Objektivität/Vorstellbarkeit/ClarkeVsSkeptizismus//Stroud: (Clarke, LS, S 766): es ist unvorstellbar, dass ich jetzt träumen könnte, wenn nicht jemand anderes etwas über meine tatsächliche Umwelt wissen könnte. Denn er selbst könnte dann auch nicht wissen, ob er träumt. Beide können nicht „im selben Boot“ sein.
Traum/Wissen/Dämon/Clarke: Bsp Descartes Traum-Möglichkeit macht gar keinen Sinn, wenn wir uns selbst fragen, wie der böse Dämon oder Gott denn wissen könnte, dass er nicht selbst träumt.
Vorstellbarkeit/Stroud: es ist schwer zu sagen, ob etwas vorstellbar ist oder nicht. Eine Möglichkeit ist, es sich vorzustellen und zu sehen was passiert.
Vs: das ist aber nicht schlüssig, denn es kann sein, dass das, was mir meine Gedanken ermöglicht, selbst vor mir verborgen ist.
I 271
Traum/Stroud: nicht nur ist es möglich, dass ich jetzt träume, sondern auch, dass niemand auf der Erde jemals wissen könnte, dass ich träume, weil alle anderen auch nicht wüssten ob sie träumen. Wenn ich die Tatsache hinzunehme, dass die Wahrheit über meinen Zustand dann gar nicht wißbar ist, scheint das aber nicht die ursprüngliche Möglichkeit zu beeinflussen. Ich kann mich irren, aber wer würde das merken?
ClarkeVsDescartes/ClarkeVsTradition: wir vergaßen bisher immer zu fragen, ob die Traum-Möglichkeit für andere wißbar ist oder nicht.
StroudVsClarke: das ist wahr, aber vielleicht ist es doch nicht wesentlich dafür, dass wir die Traum-Möglichkeit erkennen, dass wir darauf verzichten zu fragen, ob andere darüber wissen. These: Die Möglichkeit ist genauso vorstellbar, selbst wenn niemand anderes jemals etwas darüber wissen könnte. ((s) Weil alle träumen).
I 272
Stroud: wir könnten sehr wohl alle im selben Boot sein.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsDescartes Anscombe Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Frank I 69
Ich/Körper/AnscombeVsDescartes: Bsp ich bin gefesselt in einem großen Wassertank und kann mich nicht bewegen. Dabei denke ich: "Ich will nicht zulassen, da mir das noch einmal passiert". So wird deutlich, dass ein Körper nicht Referent von "ich" sein kann, sondern eine cartesische res cogitans.
Problem: das cartesische Ego erfüllt zwar die Kriterien der garantierten Referenz,
Fra I 80
aber löst nicht das Problem von Locke: wer garantiert, dass der referentielle Gegenstand in verschiedenen "ich" Gedanken derselbe ist? AnscombeVsDescartes: er kann nicht einmal sicher, dass "ich" nicht gleichzeitig auf etliche Denker referiert!

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Austin Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 42
AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes/Stroud: (Austin, Sense and Sensibilia, 1962, 4-5) These: an die Quelle von Descartes skeptischer Konklusion gelangt man durch die Aufdeckung einer Reihe von Misserständnissen und (vor allem verbaler) Irrtümer und Fehlschlüsse.
I 43
StroudVsAustin: Descartes geht viel tiefer als das Bsp Ärzte in New York mit seiner simplen Umdefinition. Es handelt sich auch nicht um sprachliche Irrtümer in Bezug auf die Bedeutung der Begriffe Traum und Wissen. Aber: Angenommen, Descartes hätte Unrecht und es gäbe nicht die Bedingung wissen zu müssen, dass man nicht träumt um wissen zu können, dass man etwas über die Welt weiß:
Problem: woher könnten wir wissen, dass dies wahr ist? Was würde zeigen, dass Descartes einem Missverständnis unterliegt?
Wissen/VsDescartes/Stroud: wenn seine Kritiker recht haben, dass der Begriff "Wissen" nicht das erfordert, was Descartes behauptet (nicht zu träumen und das zu wissen),
dann ist
a) Wissen ist nicht "geschlossen unter logischer Konsequenz" (logischer Folge), bzw.
b) Das Wort "Wissen" durchdringt nicht alle logischen Konsequenzen von dem, was wir wissen, bzw.
c) Es dringt nicht zu dem durch, was wir als logische Konsequenzen (unseres Wissens) wissen oder sogar
d) Zu dem, was wir wissen, was die logischen Konsequenzen wiederum daraus sind.
I 44
Stroud: aber wie sollen diese Behauptungen ihrerseits gestützt werden?
I 47
Methode/Verifikation/Skeptizismus/StroudVsAustin: Austin sagt nicht viel über diese "Prozeduren", er scheint mit der Idee zufrieden, dass es sie geben muss, weil unser Sprachgebrauch sonst nicht zwischen den Begriffen ((s) hier immer "Wörter") unterscheiden könnte.
I 64
StroudVsAustin: der Vorwurf AustinVsSkeptizismus (AustinVsDescartes), dass die Bedeutung von "Wissen" im Alltagsgebrauch verzerrt worden wäre, kann nur erhoben werden, wenn gezeigt werden kann, dass ein bestimmter Sprachgebrauch, ein bestimmter Begriff und die Relation zwischen ihnen falsch aufgefasst wurde. Das wäre viel mehr als der Vorwurf einer simplen "Umdefinition" eines einzelnen Begriffs nämlich des Wissens.
Stroud: These: das ist es was ich damit meinte, dass die Quelle von Descartes Forderung etwas Tiefes und Wichtiges zum Vorschein bringt.
I 74
….Stroud: etwas ähnliches könnte auf Austins Frage angewendet werden: "Wie sollten wir die Wörter "Wachsein" und "Schlaf" anwenden, wenn wir nicht anerkannte Methoden haben, um in bestimmten Situationen sagen zu können, dass wir nicht träumen?" StroudVsAustin: das schlägt fehlt, weil es nicht der Frage Rechnung trägt, wie und warum diese Begriffe in diesen Situationen zur Anwendung kommen. (Warum-Frage).
Traum/StroudVsAustin: es könnte leicht unterscheidbare Merkmale für verschiedene Situationen geben und wir könnten einen Begriff oder seine Negation anwenden aufgrund dieser Merkmale.
Stroud pro Skeptizismus/StroudVsAustin: Pointe: (analog zum Flugzeug-Bsp ): wenn es verbreitete aber ununtersuchte Methoden gibt (wie das Handbuch der Soldaten) dann könnte es sein, dass die Unterscheidung die wir treffen nicht die Unterscheidung zwischen Situationen ist, in denen S wahr ist solchen, in denen es nicht wahr ist. Dann haben wir wiederum kein Wissen.
Korrektheit/Flugzeug-Bsp: "Er weiß es nicht" ist auf jeden Fall korrekt!
I 75
Aber diese Unterscheidung war nicht die zwischen Wissen und Nicht-Wissen! Denn auch der sorgfältige Spotter kann falsch liegen, "er weiß dass es ein F ist" ist so lange falsch, wie er das Flugzeug nicht am Boden gesehen hat. Fazit/Skeptizismus/Gebrauchstheorie/StroudVsAustin: wir können keine anti-skeptische Konklusion ziehen aus der bloßen Tatsache, dass wir die Begriffe "ich weiß..." und "ich weiß nicht..." so gebrauchen wie wir sie gebrauchen. ((s) Aus dem Sprachgebrauch folgt nicht, dass wir wissen, wann wir etwas wissen, denn (> Flugzeug-Bsp) wir könnten noch Informationen entbehren, ohne dass wir wissen, dass sie uns fehlen.).
I 76
Platitüden/StroudVsAustin/Pointe: wenn man den Skeptizismus jetzt mit dem Argument widerlegen möchte, er ändere die Bedeutung des Begriffs "Wissen" muss zeigen, dass die alltäglichsten Platitüden falsch sind, und diese scheinen offensichtliche Wahrheiten zu sein. (…+…) Moores Hände/Stroud: so erhält Moores Beweis philosophische Wichtigkeit und Kraft!
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsDescartes Berkeley Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Danto2 I 220
Eigenschaften/Descartes: Ein Ding kann nicht, als ihm selber zu eigen, die Eigenschaften haben, welche es gewinnt oder verliert. (Bsp Bienenwachs). Stattdessen sollten wir von Veränderung von Eigenschaften sprechen. BerkeleyVsDescartes, HumeVsDescartes: zu Grunde liegende Substanz ist ein bloßer Aberglaube, genauso wie der an ein zu Grunde liegendes Selbst.

Berkeley I 228
BerkeleyVsDescartes: es gibt keine materielle Substanz (wenn auch eine äußere Realität).
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
VsDescartes Brandom Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Brandom I 40
BrandomVsDescartes: scheiterte daran, zu zeigen, was es eigentlich heißt, solche Gehalte wie Repräsentationen zu erfassen oder zu verstehen. Er erklärt uns nicht, was einen Kaninchengedanken zu einem Gedanken macht, der von Kaninchen oder überhaupt irgendetwas handelt. Er erklärt auch nicht was es bedeutet, dass jemand einem Gedanken als einen Gedanken versteht.
I 130
BrandomVsDescartes: hat die Tradition der Repräsentation belastet: die Privilegierung des Wissens und damit der erfolgreichen Repräsentation gegenüber dem Verstehen und der beabsichtigten Repräsentation. Für Descartes ist repräsentationale Absicht »als ob von« etwas handeln, eine intrinsische und charakteristische Eigenschaft von Gedanken. Er erläutert nicht die Bedeutung des Begreifens. I 131
II 13
Kant und Descartes: Geist primär, Sprache sekundär - BrandomVsKant und Descartes.
II 17
BrandomVsDescartes: Expression statt Repräsentation (auch Sellars).
II 69
Gehalt/Repräsentation/BrandomVsDescartes: Besitz von repräsentationalem Gehalt als unerklärter Erklärer.
II 213
Verstand/ Brandom: das begriffliche Vermögen, Regeln zu begreifen. KantVsDescartes: normativ statt deskriptiv.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsDescartes Brentano Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Chisholm I 34
Individuation/Ich /Selbst/Vorstellung/Ich/Intention/Brentano: in den selbstevidenten mentalen Zuständen, die von uns vorgestellt werden, erfassen wir niemals irgendwelche individuierenden Eigenschaften.
I 35
Alle meine Eigenschaften, die ich ohne weiteres erfassen kann, sind so, daß sie zumindest theoretisch sofort an verschiedenen Dingen exemplifiziert werden können. (BrentanoVsDescartes).

Brent I
F. Brentano
Psychology from An Empirical Standpoint (Routledge Classics) London 2014

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsDescartes Burge Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Frank I 699
VerläßlichkeitstheorieVsSkeptizismus/Burge: einige wollen den Skeptizismus dadurch blockieren, dass sie Abgeschlossenheitsprinzipien verneinen. BurgeVsDescartes: ich glaube, wir können sicher sein, dass uns kein deus malignus täuscht. Wir leiten dies Wissen aus unserem Wahrnehmungswissen ab. Das ist nicht transzendental, wie einige Autoren glauben.
BurgeVsDescartes: das Urteil zweiter Stufe (reflektiv) erbt einfach den Gehalt des Gedankens erster Stufe.
Bsp "Wasser ist eine Flüssigkeit": 1. braucht man die Fähigkeit, den empirischen Gedanken erster Stufe zu denken, und
2. ihn sich selbst gleichzeitig zuzuschreiben.
Das Wissen der Inhalte der Gedanken verlangt genausowenig eine vorgeschaltete und separate Untersuchung der Bedingungen wie das Wissen der Inhalte der Wahrnehmung.
Fra I 700
Man weiß den Gedanken einfach dadurch, dass man ihn denkt. Wir haben kein Kriterium, kein Phänomen und keine Empirie.
I 705
BurgeVsDescartes: es ist falsch, die eigenen Gedanken als Objekte zu konzipieren und sich selbst dann ein besonderes Vermögen der Unfehlbarkeit zuzuschreiben. Entweder führt man die neue Entität einer Fähigkeit oder besondere Objekte als neue Entitäten ein. OckhamVs. Bsp Propositionen, die nur gedacht werden können, wenn sie vollständig verstanden worden sind, oder
Vorstellungen, deren esse ihr percipi ist.
Das wären Objekte, über die man keine Fehler machen könnte, wie Gegenstände, die man zugleich von allen Seiten sehen könnte.
I 708
BurgeVsDescartes: Hauptfehler: den Unterschied zwischen apriorischem Wissen und autoritativem Selbst Wissen der ersten Person zu verwischen. Man hat ganz klar keine Autorität darüber zu wissen, ob einer der eigenen Gedanken auf die und die Weise zu individuieren oder zu explizieren ist. Aber das braucht man auch nicht, um zu wissen, dass man sie denkt.
Bsp ich kann wissen, dass ich Arthritis habe und wissen, dass ich das denke, ohne klare Kriterien für Arthritis zu haben.
Es ist eine Binsenweisheit, dass man das, was man denkt gut genug verstehen muss, um es zu denken. Aber daraus folgt weder dass ein solches Verstehen eine Fähigkeit zur Explikation oder Substitution mit sich bringt, noch, dass solches Verstehen immun gegen Irrtümer ist.
Man kann also wissen, welches die eigenen Gedanken sind, selbst wenn man sie nur teilweise versteht.
DavidsonVs: das untergräbt die Autorität der ersten Person.
BurgeVsDavidson: das muss nicht sein, wenn man zwischen Verstehen und Explizierenkönnen unterscheidet.
I 709
Explikation: verlangt ein höheres Maß an Objektivierung: eine begriffliche Beherrschung der Bedingungen, die den eigenen Gedanken zugrunde liegen und eine begriffliche Beherrschung der Regeln, denen man folgt.

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Carnap Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
VI 226
Ich/Carnap: Klasse der Elementarerlebnisse. Kein Bündel, da Klassen nicht aus ihren Elementen bestehen! CarnapVsDescartes: die Existenz des Ich ist kein Ur Sachverhalt des Gegebenen.
Aus dem, "cogito" folgt kein "sum".
Carnap: das Ich gehört nicht zum Ausdruck des Grunderlebnisses. Sondern das "dies Erlebnis".
Denken/RussellVsDescartes: "es denkt". (>Lichtenberg). ("Mind", S. 18).
- - -
Stroud I 196
KantVsDescartes/CarnapVsDescartes. Rahmen/Bezugssystem/Carnap/Stroud: für Carnap gibt es keinen Standpunkt, von dem aus man einen Rahmen als adäquat oder inadäquat beurteilen kann. Das wäre eine "externe" Frage.
Kant/Stroud: die Parallele dazu ist bei Kant der transzendentale Idealismus: wenn die Dinge unabhängig von uns wären, wäre Skeptizismus unvermeidlich.
Problem: der transzendentale Idealismus ist schlecht mit dem Verifikationsprinzip zu kreuzen. Ist Carnaps eigene positive Theorie hier besser dran? Das ist eine Frage nach ihrem Status. Sie verfolgt dasselbe Ziel wie Kant: die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis zu erklären, aber ohne die Grenzen der Verständlichkeit zu überschreiten.
Allgemeines/Besonderes/innen/außen/Verallgemeinerung/Stroud: dazu wäre es notwendig, dass erklärt wird, wie die allgemeine skeptische Konklusion sinnlos sein kann, selbst wenn die besonderen alltäglichen empirischen Behauptungen sinnvoll sind. Das kann nicht einfach daran liegen, dass das eine allgemein und das andere partikular ist.
Descartes/Stroud: das Partikulare ist in seinem Argument repräsentativ, und kann daher verallgemeinert werden. Die Unsicherheit im Einzelfall ist repräsentativ für all unser Wissen. Das ist die Stärke des Arguments.
VerifikationismusVsVerallgemeinerung: gerade diese Verallgemeinerung hält er für verdächtig.
CarnapVsSkeptizismus/CarnapVsDescartes: Aussagen, die innerhalb eines Bezugsystems sinnvoll sind, können nicht sinnvoll auf das Bezugssystem selbst angewendet werden.
Stroud: aber das ist das Problem innen/außen und gar keine Frage von Allgemeinheit oder Besonderem.
StroudVsCarnap: er muss also zeigen, dass die Bewegung von innen nach außen unmöglich ist, und nicht die Verallgemeinerung. Dazu brauchte er aber eine Erklärung, warum die traditionelle Sicht der Relation zwischen „internen“ und „externen“ Fragen falsch ist, wenn er den Skeptizismus vermeiden will. ((s) Warum-Frage).
Besonderes/VerifikationismusVsDescartes: These: der einzelne Satz von Descartes ist schon von Anfang an sinnlos. (Weil unverifizierbar). (StroudVsVs).
I 207
StroudVsVerifikationismus: er muss nun zeigen, wieso dieses Verdikt nicht auf alle einzelnen (besonderen) Sätze des Alltagslebens zutrifft. Der Verifikationismus müsste sonst annehmen, dass unsere ganze Sprache (Alltagssprache) sinnlos ist! (Weil sie nach skeptischen Kriterien nicht verifizierbar ist). Bsp „Ich weiß nicht, ob Erklärung vom Sitzen im Durchzug verursacht wird“ oder Bsp „Der Flugzeug-Spotter weiß nicht, ob das Flugzeug ein F ist“ wären als sinnlos verdammt! Wenn der Verifikationismus bestimmte Sätze nur dann als sinnlos verdammt, wenn sie z.B. von Descartes oder einem anderen Skeptiker geäußert werden, müsste er zeigen, dass es eine abweichenden Gebrauch bei solchen Gelegenheiten gibt. Sonst könnte er gar nicht angeben, was VsDescartes an seiner Äußerung falsch gelaufen sein soll. ((s) Äußerung hier = Handlung, nicht Satz, der ja sinnlos, weder wahr noch falsch sein soll).

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsDescartes Danto Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 170
DantoVsDescartes: der einzige Weg, zu erkennen, dass die Sinne uns täuschen, führt über den Weg der Sinne. Also löst sich diese Art von Beweisen in nichts auf. Im Grunde sagte Descartes folgendes: sorge dafür, dass deine Erfahrung so intensiv und deutlich ist, wie sie nur sein kann.
Descartes: Pointe: gerade in diesem Moment könnte sich aber herausstellen: dass diese klare und bestimmte Erfahrung auch falsch ist, nämlich ein Traum!Klarheit: klärt etwas, aber nicht, daß ich wahrnehme.
I 191
VsDescartes: daß seine Argumentation zirkulär ist, war stets die Standardkritik. Erst beweise er die Existenz Gottes, dann gebrauche er die Güte Gottes, um seinen Beweis abzusichern. Descartes/Danto: aber selbst in der dunkelsten Periode des Zweifels wissen wir, was unsere Ideen bedeuten. Es ist nicht so, als ob wir unserer Sprache irgendwie mißtrauen müßten! Wir wissen, was es hieße, wären unsere Ideen wahr. Nur ob sie es sind, dass eben wissen wir nicht.
Dann aber verschafft uns die Idee Gottes einen Fall, indem bloßes Verstehen schon Wissen nach sich zieht! Wir könnten nicht den Anspruch erheben, zu wissen, was Gott ist, und zugleich den Zweifel hegen, ob es Gott überhaupt gebe.

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsDescartes Davidson Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Frank I 629
Mentales/Physisches/DavidsonVsDescartes: aus der nomologischen Irreduzibilität folgt keine ontologische Trennung zweier Bereiche.
I 632
Token Physikalismus/Davidson: (pro) erhält die Autorität der ersten Person, aber: er kann nicht garantieren, dass der Inhalt des Gedankens, so wie er externalistisch identifiziert wird, bewusst ist. Lösung/DavidsonVsDescartes: dieser Restzweifel ist bloßer Rest der unhaltbaren Cartesianischen Theorie des Bewusstseins als Ort, in dem der Geist besondere Gegenstände sieht.
I 633
Wenn die Identität dieser Bewusstseinsgegenstände nur durch Beziehungen zu Gegenständen außerhalb des Bewusstseins bestimmt wäre, dann bestünde die Möglichkeit, dass man sich über die Inhalte des Bewusstseins nicht im Klaren ist. Aber das ist gerade der "Mythos des Subjektiven".
I 634
DavidsonVsDescartes: Fehler: die Bedingungen die gehaltvolle Gedanken erst ermöglichen, nicht mitzubedenken.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Duhem Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
DuhemVsDescartes: Wenn nur Länge Breite Tiefe, aber keine anderen Gestalten und keine Bewegungen erlaubt sind, sind überhaupt keine Erklärungen möglich. Aber Descartes: Die Vollkommenheit Gottes erfordert, daß sein Wille unwandelbar sei. Konsequenz: die Menge der Bewegungen ist unveränderlich.
An Stelle der Geschwindigkeit hätte man genausogut das Quadrat der Geschwindigkeit setzen können. (Leibniz: "lebendige Kraft").I 17
DuhemVsDescartes: fürchtet die Lücke!...I 81?

Duh I
P. Duhem
Ziel und Struktur der physikalischen Theorien Hamburg 1998
VsDescartes Esfeld Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 212
Materie/Descartes: "körperlich", "materiell" und "ausgedehnt" sind bei ihm synonym. EsfeldVsDescartes: seine Position ist doppeldeutig:
a) keine Substanz kann auf hören zu existieren, daher können wir nur eine Substanz zulassen.
b) auf der anderen Seite nimmt er an, daß die Teile der körperlichen Substanz selbst Substanzen sind! Es soll einen realen Unterschied zwischen den Teilen geben.
Def realer Unterschied/Descartes: Unterschied zwischen Substanzen.
Materie/Raum/Descartes/Esfeld: Materie = Raum! Die Materie mit dem Raum zu identifizieren impliziert, daß die Physik rekonstruiert werden kann, ohne auf materielle Dinge zusätzlich zum Raum festgelegt zu sein.
Weitere Konsequenz: Gebiete des Raums mögen physikalische Eigenschaften haben, aber sie können sich nicht bewegen.
I 213
Raum = Materie: diese Möglichkeit der Identifikation ist das einzige, was ich von Descartes übernehme.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsDescartes Evans Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon:
Gareth Evans
Frank I 497
EvansVsDescartes/EvansVsHume/EvansVsLocke/EvansVsKant: das "ich" mentaler Selbstzuschreibung bezieht sich weder auf ein Cartesisches "Ego", noch auf eine Lockesche Person, noch auf ein Humesches Bündel von Perzeptionen, noch auf ein Kantisches Ich, sondern auf einen Gegenstand aus Fleisch und Blut! Konsequenz: das Hintergrund Element der Selbstidentifikation muss die Lokalisierung in Raum und Zeit sein.
I 517
EvansVsDescartes: stärkstes Gegengift: die Tatsache, dass diese Weisen, Wissen über uns selbst zu erlangen, in die Informationskomponente einer funktionalen Charakterisierung unserer "ich" Vorstellungen eingehen müssen.
I 522
Körperwahrnehmung/Descartes: keine Weise, Wissen über sich selbst zu erklangen, sondern nur über etwas , das man hat. EvansVsDescartes: Es ist schwer, sich darauf einen Reim zu machen.
(s) Das ist aber kein Argument.
Descartes: ich muss mich geschlagen geben, wenn Descartes sagt, dies sei zwar eine Weise, Wissen über sich selbst zu erlangen, aber eben eine, die deine Identifizierung benutzt!
Evans: das muss ich zugeben.
I 523
EvansVsDescartes: unsere "ich" Vorstellungen sind Vorstellungen von Trägern körperlicher nicht weniger als mentaler Eigenschaften.
I 562
EvansVsDescartes: die Verwendung von "ich" überbrückt schlicht die Kluft zwischen Mentalem und Physischem und ist mit dem einen Aspekt nicht inniger verbunden, als mit dem anderen.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Heidegger Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
II 87
VsDescartes schreibt der Welt ihr Sein vor VsDescartes bestimmt Sein durch Substanz: Doppeldeutigkeit Substanz/Substanzialität
VsDescartes: ihm ist Sein Gewiß-Sein.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006
VsDescartes Hume Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Danto I 220
Eigenschaften/Descartes: Ein Ding kann nicht, als ihm selber zu eigen, die Eigenschaften haben, welche es gewinnt oder verliert. (Bsp Bienenwachs). Stattdessen sollten wir von Veränderung von Eigenschaften sprechen. BerkeleyVsDescartes, HumeVsDescartes: zu Grunde liegende Substanz ist ein bloßer Aberglaube, genauso wie der an ein zu Grunde liegendes Selbst.
- - -
Stegmüller IV 130
Descartes: das eigene Ich kann nicht bezweifelt werden. HumeVsDescartes: alle Versicherungen Descartes’ widersprechen der tatsächlichen Erfahrung:
Wenn ich versuche mich selbst zu erfassen, stoße ich immer wieder nur auf ganz bestimmte Erlebnisse, aber nicht auf ein "Selbst", das diese Erlebnisse ’hat’.
>Lichtenberg: wir sollten, statt "ich denke" zu sagen, besser sagen "es denkt", wobei "es" so verwendet wird wir bei "es blitzt". (Wittgenstein pro).
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsDescartes Husserl Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 18
Descartes: Philosophie als strenge Wissenschaft soll nur durch Evidenz eingeleitet sein. Husserl: stellt die Frage nach der Erkenntnis von unbedingten Notwendigkeiten anders: Theorie der Erfahrung, die am unmittelbaren Bewußtseinserleben einsetzt. Vs philosophische Vorannahmen. Das soll geklärt werden über eine exemplarische Wesensbetrachtung.
I 55
HusserlVsDescartes: res cogitans nicht vom Leib zu trennen.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
VsDescartes Kant Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Danto I 179
KantVsDescartes: das cogito, dass »ich denke« ist kein unbezweifelbarer Satz, sondern etwas, das jeden Satz begleitet, den man behauptet. KantVsDescartes: cogito durchdringt nicht, sondern begleitet das Denken.
- - -
Kant I 73
Existenz/Kant: Gefühl des Daseins hat noch keinen Begriff. Beweisen läßt sich hier nichts. VsDescartes: »ich denke, also bin ich« Fehler: vom Begriff auf das Dasein einer Sache zu schließen.
- - -
Field I 80
KantVsontologischer Gottesbeweis/KantVsDescartes: (KdrV, B622,3 4): man kann nie die kategorische (nicht-konditionale) Existenz von etwas behaupten. Begründung: Widersprüche stammen normalerweise daraus, dass man ein oder mehrere Objekte postuliert und dann Vermutungen, die wechselseitig inkonsistent sind: Bsp ein Dreieck und Vierseitigkeit. Aber es ist kein Widerspruch, die Existenz eines Dreiecks zu leugnen!
Denn wir haben keine widersprüchlichen Annahmen gemacht. (s) indem wir nur vom Dreieck ausgingen.
Kant: dasselbe gilt für den Begriff eines "absolut notwendigen Wesens": wenn wir seine Existenz negieren, negieren wir es mit all seinen Prädikaten, dann kann aber auch kein Widerspruch entstehen.
Nichts kann mit allen Prädikaten negiert werden und dennoch einen Widerspruch hinterlassen. (s) Also gibt es keine notwendige Existenz.
Field: dann kann es auch nicht widersprüchlich sein, die Existenz von Zahlen zu leugnen, denn sie haben keine mysteriöse Kraft, einen Widerspruch zu hinterlassen, wenn sie nicht da sind. (s) Hat den Dreieckigkeit eine mysteriöse Kraft wenn kein Dreieck da ist? Nein, aber das ist ein Prädikat ohne Träger und hier nicht vergleichbar).
- - -
Stegmüller IV 362
Gottesbeweis/KantVsDescartes: vier Punkte (KdrV A 594f): 1. "Wenn ich das Prädikat in einem identischen Urteil aufhebe und behalte das Subjekt, so entsteht ein Widerspruch." Hebe ich beide zusammen auf, gibt es keinen Widerspruch.
Bsp die Allmacht kann ich nicht aufheben, wenn Gott mit der Allmacht identisch ist. Wenn ich aber sage, Gott ist nicht, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädikate gegeben.
IV 363
StegmüllerVsKant: man kann aber dennoch fragen, wieso Kant so sicher ist, dass keine negative Existenzaussage in sich widersprüchlich ist und damit keine Existenzaussage der Form „es gibt ein x" analytisch sein kann. 2. Kant (A 597): "Ihr habt schon einen Widerspruch begangen, wenn ihr in dem Begriff eines Dinges, welches ihr lediglich seiner Möglichkeit nach denken wolltet, schon den Begriff seiner Existenz hineinbrachtet".
MackieVsKant: das ist unfair! Kants Argument beruht darauf, Descartes sei "geistig offen" ob es einen Gott gibt oder nicht, wonach man etwas in den Begriff der Existenz hineinlegt.
Aber Descartes gibt nicht vor, er sei hinsichtlich der Antwort geistig offen, vielmehr ist er völlig sicher hinsichtlich der Existenz.
Dann aber setzt er gar nicht das zu Beweisende als bewiesen voraus.
3. Kant (A 598): Unterscheidung analytisch/synthetisch: es kann keine analytischen Existenzaussagen geben. (Dabei gibt er keine Begründung an).
IV 364
VsKant: analytische Existenzurteile gibt es in der Arithmetik Bsp es gibt eine Primzahl zwischen 10 und 20. Frege: alle arithmetischen Wahrheiten sind analytisch.
4. Kant: die Logik von Existenzaussagen spiegelt eine falsche Grammatik vor: das Hilfsverb "sein" ist hier doppeldeutig, wenn es als Mittel der Prädikation und der Existenz gebraucht wird. (>Kopula).
MackieVsKant: Kant bleibt auf halbem Wege stehen: wenn "existieren" kein Prädikat ist, was ist es dann?
Existenzquantor: gibt es erst seit Frege.
IV 365
MackieVsDescartes: das ist dann ein tödlicheres Argument: Existenzquantor kann kein Attribut sein und keine Vollkommenheit ausdrücken, die ein Ding besitzen kann oder nicht. Bsp damit kann der Bsp Revenusbewohner nicht widerlegt werden, der keine notwendige Vollkommenheit, sondern nur eine künstliche Vollkommenheit besitzt.
Beim Existenzquantor gibt es nun keine Unterscheidung von natürlicher und künstlicher Vollkommenheit. Dann gilt Descartes’ Argument der Unterscheidung natürlich/künstlich, wobei Gott die einzige Ausnahme eines Wesens mit natürlicher Vollkommenheit nicht mehr.
DescartesVsFrege: seine einzige Widerlegung wäre, wenn er beweisen könnte, dass man ein "dieser Baum" oder "Ich" oder "Gott existiert" ((s) also (ix) Fx (Iota Operator, Indikator Aussage) existiert.
MackieVsDescartes/Stegmüller: das hat er jedenfalls nicht getan.
- - -
Strawson V 22
"Widerlegung des Idealismus"/KantVsDescartes: damit Selbstbewusstsein möglich ist, muss es zumindest möglich sein, zwischen Folgen unserer Erfahrungen auf der einen Seite, und Folgen der Gegenstände unserer Erfahrung die sie unabhängig aufweisen, zu unterscheiden. Dafür müssen die Gegenstände so gedacht werden, dass sie in einem beständigen Rahmen existieren.
Die notwendigen Unterscheidungen zeitlicher Relationen müssen innerhalb der Erfahrung getroffen werden. Daher müssen wir ein unmittelbares und nicht schlussfolgerndes Bewusstsein von Gegenständen im Raum haben.
"Das Bewusstsein meines eigenen Daseins ist zugleich das Bewusstsein des Daseins anderer Dinge außer mir."
Begriffe/Kant: nicht jede beliebige Menge von Begriffen ist für uns ausreichend, es müssen Begriffe von beharrlichen und reidentifizierbaren Gegenständen im Raum darunter sein.
V 23
StrawsonVsKant: dieser versucht in den Analogien ständig mehr aus den Argumenten herauszupressen, als drin ist. Selbstbewusstsein/Bewusstsein/Kant/Strawson: die Unterscheidungen müssen in den Begriffen selber angelegt sein, weil es so etwas wie Wahrnehmung des reinen Bezugssystems nicht gibt!
V 103
KantVsDescartes: Selbstbewusstsein ist nur möglich durch die Wahrnehmung äußerer Gegenstände. Substanz, Ursache und Gemeinschaft (oder reziproke Wechselwirkung ist eine notwendige Bedingung objektiver Erfahrung. Und diese Begriffe bekommen überhaupt nur einen Sinn in Bezug auf äußere Gegenstände.
Strawson: Kant stützt sich hier sehr wenig auf seine Thesen aus der transzendentalen Ästhetik als Prämissen für seine Argumente in der Analytik.
- - -
Strawson V 140
Def Seele/Descartes/Strawson: jeder von uns weiß durch die bloße Tatsache bewusster Wahrnehmung, dass er als eine (Cartesianische), denkende Substanz existiert, d.h. als ein immaterielles, dauerndes, nicht zusammengesetztes individuelles Subjekt von Gedanken und Erfahrungen sowie einer Existenz in völliger Unabhängigkeit von einem Körper oder von der Materie fähig. KantVsDescartes: das verstößt gegen das Sinnprinzip: es gibt überhaupt keine empirischen Anwendungskriterien für diese Behauptung.
KantVsDescartes, KantVs rationale Psychologie: Analyse der Ursprünge des Scheins: Verwechslung der Einheit der Erfahrungen mit der Erfahrung von Einheit.
V 143
KantVsDescartes: schließlich ist es die Einheit des Bewusstseins, die wir, wenn uns der Schein im Griff hat, fälschlich für das Bewusstsein von einem einheitlichen Subjekt nehmen.
V 145
Def rationale Psychologie/(Descartes): behauptet, dass jeder Mensch unmittelbare Sicherheit über die Existenz seiner Seele als einer immateriellen Substanz hat. KantVsDescartes: die einzigen Kriterien wären dafür aber: "derselbe Mensch, dieselbe Seele". Todesstoss für die rationale Psychologie.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsDescartes Kripke Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 165
Descartes: Geist vom Körper verschieden, weil der Geist ohne den Körper existieren könnte. KripkeVsDescartes: Er hätte diese Folgerungen ebensogut aus der Prämisse ableiten können, dass der Körper ohne den Geist hätte existieren können.
Viele Philosophen akzeptieren fröhlich die cartesianischen Prämisse, und leugnen die Folgerungen.
Eine Theorie, die besagt, dass eine Person nichts neben oder über ihrem Körper ist, so wie eine Statue nichts neben oder über der Materie ist, müsste die These vertreten, dass (notwendigerweise) eine Person dann und nur dann existiert, wenn ihr Körper existiert und außerdem eine bestimmte physische Organisation aufweist.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsDescartes Kuhn Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 207
Wahrnehmung/KuhnVsDescartes: es ist falsch, die Wahrnehmung als einen Interpretationsvorgang zu analysieren. (Erst nach Descartes zur Tradition geworden.) Die Behauptung, die Mitglieder verschiedener Gruppen könnten verschiedene Wahrnehmungen haben, wenn sie mit denselben Reizen konfrontiert werden, bedeutet nicht, daß sie überhaupt irgendwelche Wahrnehmungen haben! Bsp in vielen Umwelten könnte eine Gruppe, die Wölfe nicht von Hunden unterscheiden kann, nicht existieren.
Reiz/Empfindung: Erfahrung und Wissen über die Natur ist in den Übergang von Reiz zur Empfindung eingebaut.

Ku I
Th. Kuhn
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen Frankfurt 1973
VsDescartes Leibniz Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Leibniz I 35
"klar und deutlich"/clare et distincte"/LeibnizVsDescartes: unbefriedigend, weil ungenau bestimmt. Erkenntnis: entweder dunkel oder klar.
Def klar: entweder verworren oder deutlich
Def deutlich: entweder adäquat oder inadäquat
Def adäquat: entweder symbolisch oder intuitiv.
Def Vollkommene Erkenntnis: wenn sie zugleich adäquat und intuitiv ist.
Def dunkel: ist ein Begriff, der zum Wiedererkennen nicht ausreicht.
Def klar: ist ein Begriff, wenn er zum Wiedererkennen ausreicht.
Def verworren: wenn nicht genügend Kennzeichen gesondert aufgezählt werden können. (s) kann dennoch klar sein, s.o.).
Def deutlich: Bsp die Vorstellung, die Münzwardeine (Beamte) von Gold haben.
I 36
Def symbolisch: wenn wir nicht das ganze Wesen einer Sache zugleich sehen und uns an der Stelle der Dinge der Zeichen bedienen, dann ist die Erkenntnis symbolisch. Def intuitiv: ist Erkenntnis, wenn es dennoch möglich ist, die mehreren in den Gegenstand eingehenden Begriffe zugleich zu denken. ("eingesehen", indem es "sich von selbst her zeigt").
Pointe: das sind alles operationalistische Definitionen! Das ist sinnvoll, wenn Begriffe nicht weiter zerlegt werden können.
I 43
Erkenntnis/Denken/LeibnizVsDescartes: dieser braucht einen wahrhaftigen Gott (der kein Betrüger ist), damit die Selbstgewissheit nicht im inhaltsleeren "reinen Denken an sich" gefangen bleibt. Leibniz: statt dessen: Begründung durch Tatsachenwahrheiten, d.h. es geht um den ontologischen Status der Welt.
I 59
LeibnizVsDescartes: um nicht in einen irrationalen transzendentalen Idealismus zu verfallen, muss die Rationalität des Faktischen erwiesen werden. Insofern ist Leibniz definitiv kein Vorläufer von Kant!
Konstruktion/Welt/Erfahrung/Rationalität/Identität/Leibniz: die Konstruktion der Ontologie von Leibniz ist zweiphasig:
1. Deduzierbarkeit aller sinnvollen, d.h. wahren und erkenntnishaltigen Sätze wird dargetan, indem diese auf identische Sätze reduziert werden. (Deduktion/Reduktion). (Prädikative Evidenz).
2. Die Evidenz der Identität soll als eine solche der Welt selbst erwiesen werden. Die Identität als Grund der Welt soll selbst ihren Grund noch einmal finden in der Verfassung des Seins der Welt.
- - -
I 78
Gottesbeweis/LeibnizVsDescartes/Holz: das ist ähnlich wie Descartes’ Gottesbeweis, aber in modifizierter Form: es macht einen Unterschied, ob ich Gott als Urheber außerhalb, oder die Totalität des Ganzen (und damit innerhalb) annehme.
I 80
Einzelnes/Leibniz: bildet die Wirkungen des Zusammenhangs in sich ab und enthält so das Ganze Doppelter EinSchluss: des Einzelnen im Ganzen und des Ganzen im Einzelnen Problem: Zirkel Lösung/Descartes: Begründung durch Gott. LeibnizVsDescartes: das geht nicht, weil Metaphysik gerade auf einer lückenlosen Verknüpfung beruht.
Lösung/Leibniz: unhintergehbare Funktion der Sinneswahrnehmung.
- - -
I 99
Kraft/Passivität/Leibniz: zur Kraft gehört auch das Vermögen, den eigenen Zustand passiv den Veränderungen der anderen Substanzen anzupassen. (Erleiden). So ist die ursprüngliche Kraft zweigeteilt: in vis activa und vis passiva.
Die "Kraftpunkte" nennt Leibniz auch "metaphysische Punkte".
I 100
Die ursprüngliche Kraft ist allseitig durch die einzelnen Substanzen, die sich nicht beliebig entfalten können, gehemmt. So sind die abgeleiteten Kräfte nur Modifikationen der ursprünglichen Kraft. Kraft/LeibnizVsDescartes: bloße Ausdehnung reicht nicht aus! Daher muss man die Kraft hinzunehmen.
I 101
Die bloß ausgedehnte Masse trägt in sich kein Prinzip der qualitativen Unterscheidung, da Ausdehnung rein quantitativ ist. Nur so kann es zu Bewegung und Veränderung kommen. Die Natur muss aus ihrem eigenen Begriff erklärt werden!
I 102
Materie/LeibnizVsDescartes: Undurchdringlichkeit genügt nicht! Descartes hat die Körper als unbeweglich begriffen. Substantielles Sein bedarf eines Trägers.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsDescartes Locke Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 27
angeborene Ideen/LockeVsSchoalstik/LockeVsDescartes: es gibt keine angeborenen Ideen! Weder im spekulativen noch im praktischen (moralischen, theologischen) Denken, auch nicht in Form von "Maximen", also unmittelbar einleuchtenden Prinzipien. 1. spekulative Prinzipien: wären sie angeboren, müssten sie bei noch nicht durch Vorurteile verbildeten Menschen nachweisbar sein, als z.B. bei Kindern oder Geistesschwachen, und das sind sie nicht!
2. wären Wahrheiten in Form von Sätzen angeboren , so müssten dies auch die dazugehörenden Begriffe sein, sogar die Folgerungen aus diesen Sätzen! Derartige Annahmen dehnten den Bereich angeborener Begriffe und Sätze aber ins Unübersehbare aus.
3. Maximen: die spontane Zustimmung zu ihnen bedeutet, dass sie zuvor nicht gewusst wurden! Angeborenes müsse aber immer präsent sein.
ChomskyVsLocke/(s): würde einwenden, dass Grammatikregeln auch erst ins Bewusstsein treten. Da geht es um die Leichtigkeit des Lernens).
angeborene Ideen/Locke: die Annahme, Denken beginne mit der Anwendung angeborener Denkgesetze oder erster Prinzipien, die mehr seien als bloß instrumentales Denkvermögen, ist eine Täuschung.
I 45
Körper/Ausdehnung/res extensa/LockeVsDescartes: Ausdehnung und Körper sind daher nicht identisch! Es ist auch gar nicht ausgemacht, dass sie der Geist vom Körper unterscheiden lassen muss. (Riskierte den gefährlichen Vorwurf des Materialismus). Die Idee der Ausdehnung und die Idee des Körpers sind verschieden.
Ausdehnung: schließt weder Festigkeit noch Widerstand gegen Bewegung (Trägheit) ein.
Raum: kann nicht geteilt werden, weil sonst Oberflächen entstünden!
VsCartesianer: diese müssen zugeben, dass sie in Anbetracht der Unendlichkeit des Raums entweder Körper als unendlich denken, oder aber zugeben müssten, dass Raum nicht mit Körper identifiziert werden kann.
I 52
res cogitans/LockeVsDescartes: Descartes: Welt der Körper und des Denkens strikt zu trennen.
Locke: gibt zu bedenken, ob es nicht ausgedehnte Dinge, also Körper geben könnte, die denken, etwas fließende Materiepartikel. Jedenfalls ist nicht auszuschließen, dass Gott in seiner Allmacht "Materiesystemen" die
I 53
Kraft der Wahrnehmung und des Denkens gegeben oder "übergestülpt" habe. Dadurch fühlten sich zeitgenössische Theologien, besonders sein Kontrahend Stillingfleet provoziert.
LockeVsDescartes: führt auch zu Problemen mit der menschlichen Identität (s.u.).
I 54
Identität/LockeVsDescartes: Problem: das Verhältnis von Substanz und Person, wenn die Denkfähigkeit allein einer immateriellen Substanz zugeschrieben wird. Bsp so wäre es denkbar, dass jemand die Überzeugung vertreten könnte, ersei dieselbe Person wie Nestor. Wenn man nun die Richtigkeit der Cartesianischen These voraussetzt,
I 55
so sei es denkbar, dass ein zeitgenössischer Mensch tatsächlich die Person Nestor sei. So sei er deshalb aber doch nicht der Mensch Nestor, eben weil die Idee des Menschen nicht von seiner körperlichen Gestalt ablösbar sei.
Das ist für uns heute abstrus. (>Geach).
Locke relativiert die These damit, dass es für das Bewusstsein auf die Beschaffenheit der Substanz gar nicht ankomme, weshalb er diese Frage offen lassen wolle - er vermittelt dabei den Eindruck, dass er der materialistischen Sichtweise zugeneigt ist.
- - -
II 189
Klarheit/LockeVsDesacrtes: kein Wahrheitskriterium, sondern weiterer Sinn: auch im Bereich bloß wahrscheinlichen Wissens.
II 190
Deutlichkeit/LockeVsLeibniz/LockeVsDescartes: bei ihm an Benennbarkeit gebunden. Setzt die Möglichkeit eindeutiger Bezeichnung voraus. (>Sprache).
II 195
Erkenntnis/Locke: intuitive und demonstrative Erkenntnis bilden nach Locke eine vollständige Disjunktion der möglichen sicheren Erkenntnis. VsDescartes: diese besteht nicht in einem Erkennen vorgegebener begrifflicher Gehalte, das sich in deren Anschauung vollzieht, sondern konstituiert sich erst auf der empirischen Grundlage einfacher Ideen in der Verstandestätigkeit.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
VsDescartes Moore Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 120
Traum/MooreVsDescartes: wenn ich nicht weiß dass ich nicht träume, dann weiß ich auch nicht, dass ich gerade aufstehe. StroudVsMoore: eben diese Konsequenz von Descartes führt gerade zum Skeptizismus. Ich verstehe nicht, wieso Moore sie akzeptiert.
I 121
MooreVsDescartes: das ist aber kein Problem, weil es "beide Richtungen abschneidet". Denn wenn ich weiß, dass ich aufstehe, weiß ich, dass ich nicht träume. Also: weil ich weiß, dass ich nicht träume, weiß ich, dass ich aufstehe! StroudVsMoore: daher glaubt er, dass sein Argument empirisch ist. Ich sehe aber nicht, wie das daraus folgt.
Der Skeptizismus kann natürlich das Gegenteil (Konverse) sagen. ((s) Wenn ich nicht weiß, dass ich nicht träume, weiß ich nicht, dass ob aufstehe oder träume, aufzustehen).
Stroud: das eine Argument ist so gut wie das andere.
Stroud: ist das gerechtfertigt?
Bsp Skeptiker: man weiß nicht, ob man aufsteht – das ist analog zum Argument Bsp DetektivVsAssistent, dass die Liste nicht vollständig ist.
StroudVsMoore: daraus kann man aber kein „Unentschieden“ folgern. Das Argument ist nicht "in beiden Richtungen abgeschnitten". Er kann nicht sagen. Bsp "Weil ich weiß, dass der Butler der Täter war, weiß ich, dass die Liste vollständig ist". Der Assistent hat die Liste nicht geprüft.
StroudVsMoore/(s): Moore beruft sich immer nur auf Dinge auf der Liste.
StroudVsMoore: er müsste aber zeigen, dass er weiß, dass die Liste nicht unvollständig sein kann.
I 122
Er kann nicht einfach das Argument des Skeptikers so umdrehen, wie er das tut. ((s) Weil er eine distanzierte Position (externes Wissen) braucht, die der Skeptizismus einnimmt, nicht indem er etwas bestimmtes behauptet, sondern etwas allgemeines).
Pointe: natürlich kann sich der Detektiv geirrt haben und der Assistent hätte die Liste vollständig gecheckt haben. D.h. in der Behauptung des Detektivs gibt es nichts, das etwas impliziert, das unerfüllbar wäre. ((s) Die Position des Skeptizismus ist also nicht, die Unvollständigkeit der Liste oder eine fehlende Berechtigung der Liste zu zeigen.)
Erklärung: die "Liste" impliziert nicht, dass ein externer Standpunkt unmöglich wäre.).
Skeptizismus/Moore/Stroud: es gibt andere Stellen in seinem Werk, wo er sich auf den Skeptizismus zubewegt (+) er scheint niemals damit zufrieden gewesen zu sein. Er gesteht sogar die „logische Möglichkeit“ zu, dass wenn seine gesamten Sinneseindrücke Traumbilder sein könnten, er nicht wissen würde, dass er nicht schläft.
I 123
Lösung/Moore: Erinnerung an unmittelbar Vorhergehendes. Skeptizismus/StroudVsMoore: er zeigt nicht, dass diese logische Möglichkeit nicht besteht.
VsDescartes Nagel Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 39
VsDescartes: ein Standardargument wirft Descartes Zirkularität vor bei seiner Argumentation für die Existenz eines nichttäuschenden Gottes. - - -
I 88
Descartes/NagelVsDescartes/Nagel: Descartes weigert sich, diese Priorität gelten zu lassen. Er hatte unrecht, wenn auch nur zeitweilig, die Hypothese in Betracht zu ziehen, ein böser Dämon könne seinen Geist durcheinander bringen. Dazu wäre es nötig, dass er folgendes denkt: »zwischen diesen beiden Möglichkeiten kann ich mich nicht entscheiden:
a) ich glaube dass 2 + 3 = 5 wahr ist,
b) ich glaube es nur deshalb weil ein böser Dämon meinen Geist manipuliert. Daher könnte das Ergebnis möglicherweise gleich 4 sein.«
Dieser Gedanke ist aus zwei Gründen unverständlich:
1. weil er das falsche Ergebnis 4 enthält, und diesem »Gedanken« ist weder ein Sinn gegeben worden, noch kann er einen erwerben dadurch, dass man annimmt, ein Dämon habe die Gedanken verwirrt.
I 89
2. ist das Urteil, dass es diese beiden ausschließenden Alternativen gibt, selbst bereits eine Anwendung der Vernunft. Descartes hat logisches Denken an den Tag gelegt, ohne sich von der Möglichkeit stören zu lassen, dass sein Geist vielleicht durch einen Dämon manipuliert ist. Unsinn: der Satz 2 + 3 = 4 ist kein Unfug, er hat genug Sinn, um mit Notwendigkeit falsch zu sein! Es ist nicht möglich, zu denken, dass 2 + 3 = 4, aber man kann um der Argumentation willen annehmen, dass es aus bestimmten Annahmen folgt.
Descartes: Gott hätte die Arithmetik anders gestalten können aber das hätte von uns nicht erfasst werden können.
I 90
NagelVsDesacrtes: diese Ansicht ist aus dem gleichen Grund unverständlich. Das impliziert eine Hierarchie im Bereich der Urteile auf priori, die nicht überzeugt.
I 90/91
Es ist unmöglich, zu glauben, dass Gott für die Wahrheiten der Arithmetik verantwortlich ist, wenn das impliziert, dass 2 + 3 = 5 hätte falsch sein können! Das ist genau das gleiche wie wenn man die Logik auf Psychologie oder Lebensformen gründen wollte. DescartesVsSkeptizismus/Nagel: eine interessante Frage bleibt, ob Descartes damit recht hatte, es sei unverständlich, sich mit Bezug auf alle empirischen Aussagen über die Außenwelt des Glaubens zu enthalten. (Davidson).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
VsDescartes Nozick Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
II 87
Ich/Selbst/Synthese/Nozick: beginnen wir mit dem Akt der reflexiven Selbstreferenz. Akt: was ist der Punkt, wo sind seine Grenzen? Wir könnten nach einer präexistierenden Entität suchen, dem Träger des Aktes, dem Agent.
Das beinhaltet schon eine Theorie, nämlich die, dass jeder Akt einen Handelnden (Träger, Agent) braucht.
LichtenbergVsDescartes: hat nicht festgestellt, dass "er denkt", sondern nur dass "es denkt".
Nach der "Agent Sicht" sollte man annehmen: "Ich bin müde" = "der Träger dieses Akts ist müde".
Problem: worin besteht mein Wissen, dass ich der Träger bin? (manchmal mein späteres Wissen über einen vorausgehenden Akt).
Wenn es ein präexistierendes Wesen dafür geben muss, woher sollte ich davon Wissen haben? Und woher sollte ich wissen, dass dieses präexistierende Wesen der Träger meines momentanen Akts ist?
Nehmen wir also an, es gibt kein präexistierendes Wesen: eher dass das Ich um den Akt herum dargestellt (skizziert, delineated) ist. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:
1. ein Agent wird postuliert, dann werden die Grenzen skizziert
2. wir stellen uns vor, dass eine Entität skizziert ist und um den Akt herum synthetisiert wird.
- - -
Referenz/Selbstreferenz/Nozick: wenn wir mit dem Akt der Referenz beginnen: A referiert auf x, dann können wir auch den Begriff bilden, dass A auf A referiert.
II 93
Danach können wir einen Begriff einer Gödelschen Selbstreferenz aufbauen, kraft eines dauernden definierenden Merkmals von A und dann ist es notwendig selbstreferierend in allen möglichen Welten. Nächster Schritt: Selbstreferenz nicht durch ein dauerndes definierendes Merkmal, sondern durch ein Merkmal, das in dem Akt entsteht.
Erklärung: wenden wir in diesem letzten Fall die SR nicht an, um sich selbst zu erklären? Nämlich wenn es der Sinn ist? Das weist bloß zurück auf eine frühere Konstante oder gebundene Variable.
Indexikalität: etwas kann auf etwas anderes verweisen kraft eines Merkmals das in dem Akt verliehen wird, aber das ist noch nicht reflexiv! Bsp "genau dies" ist von außen beschrieben.
Daher gibt es kein spezielles Problem: wie ist reflexive Selbstreferenz (rflxSR) möglich?
Reflexivität/Nozick: es gibt keine besonderen Fragen in bezug auf Reflexivität, wohl aber über die Verständlichkeit der Redeweise von Akten, sogar nichtreflexiver, mit unabhängigen Trägern.
Nozick: ich leugne diese Probleme nicht, aber wir waren gewillt sie auf die Seite zu legen, weil wir mit LichtenbergVsDescartes annahmen, dass "Denken vor sich geht" und nicht "ich denke".
reflexive Selbstreferenz/rflxSR/Nozick: haben wir aber als aus einfacheren Komponenten zusammengesetzt aufgefasst und nicht als irreduzibles mysteriöses Phänomen. Aber wenn wir die Erklärbarkeit der rflxSR garantieren wollen, müssen wir erklären, warum diese Akte vorkommen.
II 94
Lösung: wir erklären sie durch eine präexistierende Person, aber diese existiert nicht unabhängig vom Akt der Synthese. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass es eine intuitive und unwiderstehliche Qualität der Sichtweise gibt, dass das Selbst unabhängig von allen Akten besteht. Das wäre eine Sicht, die vehement zwischen Buddhisten und Vedantisten diskutiert wird.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
VsDescartes Peirce Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Black II 197
Klarheit/PeirceVsDescartes/Black: das cartesische Kriterium für Klarheit beläuft sich auf wenig mehr als die Forderung, daß die Ideen bekannt sein sollen und explizit definierbar (distinkt). Das letztere mag zwar nützlich sein, ist aber nicht hinreichend. Die ganze Funktion des Denkens besteht darin, Handlungsgewohnheiten hervorzubringen.

Peir I
Ch. S. Peirce
Philosophical Writings 2011

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
VsDescartes Positivismus Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Danto2 I 181
VsDescartes: die Probleme, die er zu lösen glaubte, waren nur Scheinprobleme, wie die Positivisten seit langem behaupten.
VsDescartes Putnam Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
V 108
Def Interaktionismus/Putnam: Theorie, nach der geistige Ereignisse mit physikalischen interagieren. Wobei die Verursachungsrichtung sowohl in der einen wie auch in der anderen Richtung verlaufen könnte! Descartes: der Geist könnte die Materie beeinflussen, wenn er sehr, sehr ätherisch ist (Zirbeldrüse). Berüchtigt.
V 109
Naivste Version des Interaktionismus: der Geist als eine Art Gespenst, der in den Körpern haust. Vs: Dabei ist aber nicht klar, weshalb wir überhaupt so komplizierte Gehirne haben sollten, es könnte ein sehr einfacher Steuerungsmechanismus sein. Descartes: (raffinierter) Geist und Gehirn bilden eine wesentliche Einheit. Irgendwie sei es die Geist Gehirn Einheit, welche denkt, fühlt und eine Persönlichkeit darstellt. Das heißt, dass nicht das, was wir gewöhnlich den Geist nennen, der Geist ist, sondern die Einheit aus Gehirn (Körper) und Geist.
PutnamVsDescartes: obskur: Einheit zweier Substanzen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsDescartes Quine Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon:
Willard V. O. Quine
I 56
Die Wahrheitszuschreibungen sitzen im selben Boot wie die wahren Sätze selbst. QuineVsDescartes: Selbst wenn wir mitten im Philosophieren sind, behalten und verwenden wir - anders als Descartes - unsere augenblicklichen Überzeugungen bis wir sie hier und da aufgrund der wissenschaftlichen Methode verbessern.
- - -
Stroud I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymy) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein „einziger Punkt“ ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkepticismVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsDescartes Rorty Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon:
Richard Rorty
I 60
Def Mens/Rorty: 1. Vernunft (Erfassen von Universalien) 2. (später): Geist Descartes/Rorty: klares Kriterium für die Unterscheidung zwischen dem ausgedehnten und dem nicht ausgedehnten (Rorty pro: sowie wir zwischen dem endlichen und dem unendlichen unterscheiden können, trivial).
RortyVsDescartes: hilft aber nicht in Grenzfällen.
I 69
Descartes: könnte mit Leibniz Prinzip der Identität argumentieren: dass etwas, dessen Existenz man bezweifeln kann, nicht mit etwas identisch sein kann, dessen Existenz man nicht bezweifeln kann. (RortyVsDescartes: das ist "zu scharf "gedacht!). Descartes/Rorty: lässt nur drei »Substanzen« zu: Denken Ausdehnung Gott.
I 76
Def Existenz/unabhängig von Körper/Rorty: jede Definition müsste eine Grenze zwischen Krämpfen im Magen und dem damit zusammenhängenden Gefühl im Bewusstsein ziehen.
I 77
Descartes/Rorty: nicht räumlich: Bsp Schmerzen »in« amputierten Gliedmaßen. Descartes/Rorty: »ich kann nichts leichter und evidenter erkennen als meinen Geist«.
Cogito/RortyVsDescartes: Verwechslung des cogito als Beweis meiner Existenz und als Ausgrenzung meiner Natur.
I 129
Skeptizismus/Tradition/RortyVsDescartes: der traditionelle Skeptizismus der fragt, ob andere Wesen beispielsweise Schmerzen haben, ist so wenig interessant wie der darüber, ob der Tisch existiert, wenn wir ihn nicht wahrnehmen. Dieser Skeptizismus hätte nie die Aufmerksamkeit der Philosophen erregt, wäre die Idee des Natürlich Gegebenen nicht gewesen und ihre Konsequenz, alles sei lediglich eine »Setzung«, ein »Schluss«, »eine Konstruktion«.
VI 27
Skeptizismus/RortyVsDescartes/Rorty: seine Zweifel sind so unspezifisch, dass man sie einfach abtun sollte.
VI 167
Geist/Dennett/Rorty: "PDP": Modell der parallelen, verteilten Verarbeitung. Davidson, wie Dennett: deshalb ist der Geist nicht sein eigener Aufenthaltsort. VsDescartes.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDescartes Ryle Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Danto I 176
Gedanke/Descartes: Vollzug einer Art Handlung auf Grund einer Idee. Selbst wenn ich nun ein Stein wäre, dann wäre ich eben ein denkender Stein. ens cogitans. (RyleVs). - Descartes: Gedanke = Handlung - denkender Stein möglich: ens cogitans. - - -
Ryle I 67ff
RyleVsDescartes: der halbmetaphorischen Vorstellung liegt die scheinbar tiefere philosophische Annahme zugrunde, dass es zwei verschiedene Arten von Existenz gibt (falsch!).
I 10
Descartes: These: ~es gibt einen polaren Gegensatz von Geist und Materie in einem gemeinsamen Feld, das "Raum" heißt.
I 11
Privilegierter Zugang: die Berichte einer Psyche über ihre eigenen Angelegenheiten haben eine Gewissheit an sich, die Berichte über die physikalische Welt nicht haben können. Sinneswahrnehmung kann irrig oder verworren sein, Bewusstsein und Introspektion sind es nicht. - - -
II 258
RyleVsDescartes: Mythos vom Geist in der Maschine: Descartes: Dualismus:
1. Der Körper ist im Raum und Zeit, der Geist nur in der Zeit
2. Der Körper lässt sich mechanisch beschreiben, der Geist nicht.
3. Der Körper ist öffentlich beobachtbar, der Geist ist privat.
4. Eine Person hat durch Introspektion und Evidenz ihres Bewusstseins eine unmittelbare Kenntnis, (privilegierter Zugang), Fremdseelisches kann niemals zugänglich sein.
5. Der Geist wird als Summe von inneren Prozessen und Zuständen aufgefasst, die ihrerseits körperliche Prozesse bzw. Tätigkeiten und Zuständen verursachen können.
II 259
RyleVsDescartes: Problem: der vermutete Zusammenhang zwischen der »Seelenmaschine« und der körperlichen Maschine: die Relationen ist entweder als mechanisch oder als quasi mechanisch zu verstehen. Eine dritte Möglichkeit gilt als ausgeschlossen. Aber welcher Auffassung auch man folgt: man benennt das Problem damit nur, löst es aber nicht; denn die Frage bleibt offen, wie das überhaupt möglich sein soll, dass sich die beiden Modelle der Erklärung gegenseitig ausschließen: auf mechanische Prozesse können keine quasi mechanischen einwirken und umgekehrt!

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsDescartes Strawson Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 128
Strawson: wir sprechen hauptsächlich zu anderen Menschen, zur Information. Wie kann man anderen zuschreiben, was man sich selbst zuschreibt? StrawsonVsDescartes: für den Fall Cartesianischer Egos kann das nicht beantwortet werden und das Problem überhaupt unlösbar. (Denn wenn man sich allein auf private Erfahrung stützen kann, kann man auch gar nicht kompetent über seine eigenen Zustände sprechen, geschweige denn, sie anderen zuschreiben).
- - -
I 134
Person/Strawson: logisch einfach, primitiv: Alles was ich über Primitivität gesagt habe ist, dass er nicht auf eine bestimmte Art und Weise zu analysieren ist. Wir dürfen diese Art von Entität (Person) nicht als sekundär gegenüber zwei primären Arten auffassen: einem individuellen Bewusstsein und einem individuellen Körper.
StrawsonVsDescartes: sein Irrtum ist nur der Spezialfall eines allgemeinen Irrtums, nämlich: dass die Bezeichnungen oder scheinbaren Bezeichnungen von Personen nicht dasselbe Ding oder dieselbe Entität bezeichnen, gleichgültig, welche Art von Prädikaten dem Bezeichneten zugeschrieben wird.
I 135
D.h.: um diesen Irrtum zu vermeiden, dürfen wir nicht annehmen, dass "ich" oder "Schmidt" typenmehrdeutig sind. Wir sollten nur bei den Prädikaten von Typenmehrdeutigkeit sprechen.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsDescartes Wittgenstein Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Frank I 514
Ich/Körper/Descartes: unsere Ich Gedanken lassen die Möglichkeit offen, dass wir vielleicht nichts als Geist sind. ich/WittgensteinVsDescartes: a) Objektgebrauch: Bsp "Mein Arm ist gebrochen", "Ich habe eine Beule auf meiner Stirn", "
b) Subjektgebrauch: Bsp Ich höre so und so"
sinnlos: zu fragen. "Bist zu sicher, dass du Schmerzen hast? (>Gewissheit)
Aber: die Aussage, "Ich habe Schmerzen" ist ebensowenig eine Aussage über eine bestimmte Person, wie es ein Stöhnen ist.
Aber der Bezug ist klar, sie bezieht sich auf den Sprecher.
Frank I 523
WittgensteinVsDescartes/mündlich/Evans: wenn jemand sagt "Ich denke, es wird bald regnen, also bin ich" dann verstehe ich ihn nicht. - - -
Wittgenstein II 226
Ich/WittgensteinVsDescartes: das Wort "Ich" ist eines von mehreren Symbolen mit praktischer Verwendung, und wenn es für die Sprachpraxis nicht nötig wäre, könnte man es fallen lassen. Es nimmt keine hervorragende Stellung ein unter den anderen Wörtern. Es sei denn, wir beginnen es so zu verwenden wie Descartes. Ich habe gerade das Gegenteil von Descartes’ Betonung des "ich" überzeugend darzulegen versucht.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Verschiedene Vs Descartes, R. Danto I 191
VsDescartes: daß seine Argumentation zirkulär ist, war stets die Standardkritik. Erst beweise er die Existenz Gottes, dann gebrauche er die Güte Gottes, um seinen Beweis abzusichern. - - -
Duhem I 55
PascalVsDescartes: "hochmütiges Vertrauen in die unbegrenzte Macht der metaphysischen Methode. HuygensVsDescartes: I 56...
- - -
Duhem I 160
PascalVsCartesianer: Es gibt Leute, die ein Wort durch sich selbst erklären: Das Licht werde durch eine Leuchtbewegung der leuchtenden Körper erzeugt. >Moliere: virtus dormitiva. - - -
Kanitscheider I 434
NewtonVsDescartes: nicht "unbestimmter" sondern aktual unendlicher Raum!
Kanitscheider II 38
Materie/NewtonVsDescartes: nicht Ausdehnung, sondern träge Masse Schlüsseleigenschaft der Materie. - - -
Lacan I 51
LacanVsDescartes: "Ich denke, wo ich nicht bin, also bin ich, wo ich nicht denke". - - -
Descartes I 10
PascalVsDescartes: "Herzenslogik" statt Verstandeslogik. - - -
Vaihinger I 196
Lamettrie/Vaihinger: ähnlich wie Arnobius, gegen cartesianische Doktrin von den angeborenen Ideen. LamettrieVsDescartes.





Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Duh I
P. Duhem
Ziel und Struktur der physikalischen Theorien Hamburg 1998

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

V I
H. Vaihinger
Die Philosophie des Als Ob Leipzig 1924
VsDescartes Mackie Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 361
Gottesbeweis/Descartes/Stegmüller: in meinem Geist finde ich die Vorstellung von einem vollkommensten Seienden. Damit weiß ich wenigstens mit derselben Klarheit und Deutlichkeit, wie ich jeden mathematischen Satz begreife, dass ein solches Wesen tatsächlich und ewig existiert. Denn Existenz ist eine Vollkommenheit, weshalb ein Wesen, das nicht existierte, weniger vollkommen wäre.
Descartes: zwar können wir in allen anderen Dingen Existenz und Wesen (Essenz) unterscheiden, doch zeigt sich genau so klar, dass die Existenz Gottes ebenso wenig von seinem Wesen trennbar ist wie die Vorstellung des Tales von der des Berges.
Gottesbeweis/MackieVsDescartes: selbst jemand, der gern Theist sein möchte muss sagen, dass das zu schön ist, um wahr zu sein. Übrigens gibt es durchaus Berge, die sich ohne Tal aus einer Ebene erheben.
Kurz: Descartes schließt "existierend" als Teil der Bedeutung des Begriffs "Gott" ein.
IV 362
VsDescartes: Bsp Angenommen, Es gebe einen Begriff "Venusbewohner", von dem gilt "intelligentes Wesen, das den Planeten Venus bewohnt. Weiter gibt es "Revenusbewohner" (Terminologie: reale Venusbewohner) deren Begriff ihre Existenz einschließt.
Der Satz "Der Revenusbewohner existiert nicht" wäre widersprüchlich, so dass wir folgern müssten, es gebe wenigstens ein intelligentes Wesen auf der Venus. Fehlschluss.
DescartesVs: würde wahrscheinlich sagen "Revenusbewohner" sei eben ein künstlicher Begriff. Anders bei "Gott": alle unendlichen Vollkommenheiten bilden eine Einheit, keine von ihnen sei ohne die anderen verständlich.
VsVs: damit muss Descartes eine wichtige Annahme hinzufügen: nämlich dass der, der diesen Begriff habe, sich einer objektiven Notwendigkeit bewusst sei, nämlich der der Einheit der Vollkommenheiten, die die Existenz einschließt.
Stegmüller: davon haben wir aber keine klare und bestimmte, sondern nur eine verschwommene Vorstellung. ((s) begrifflich wäre sie klar).

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsDescartes Schiffer Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon:
Stephen Schiffer
I 145
Leib-Seele-Problem/L-S-P/Schiffer: (s.o. 2.2) es gibt drei: a. In Bezug auf Dinge, (>Geist)
b. In Bezug auf Zustands-Tokens und Ereignis-Tokens (mentale Zustände)
c. In Bezug auf Eigenschaften. (mentale).
Zu den Entitäten jeder dieser Kategorien kann man drei Positionen haben
1. Man kann die Existenz von mentalen Entitäten bejahen als irreduzibel mental.
2. Man kann sie bejahen und gleichzeitig für reduzierbar halten (VsDescartes).
I 146
In Bezug auf mentale Eigenschaften hieße das, sie z.B. als funktionale Eigenschaften anzusehen 3. Man kann mentale Entitäten überhaupt leugnen.
oP: ist die These, dass 1 auf keine ontologische Kategorie zutrifft.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsDescartes Hintikka Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 113
Cogito/Descartes/Hintikka: das cogito ist keine Prämisse, dessen Konklusion das sum wäre. Lösung/Hintikka: es ist ein Denkakt, der dem Subjekt selbst seine Existenz beweist.
analog: ein Sprechakt beweist dem Subjekt selbst auch seine Existenz Bsp Mark Twain sagt: "Ich existiere".
HintikkaVsDescartes: Problem: 1. was ist das für eine Entität, die "res" die damit bewiesen sein soll?
2. um die Frage zu beantworten, was überhaupt bewiesen wurde, müssen wir klären, welchen Status die Entität hat.
Bsp Italo Calvino: Karl der Große fragt einen Ritter, warum er das Visier geschlossen hat. Dieser antwortet; "Sir, ich existiere nicht".
I 114
Existenz/Nichtexistenz/Subsistenz/Hintikka: in diesem Beispiel existiert der Ritter in einer bestimmten Weise nicht, wohl aber in einer anderen, in dem nämlich, in dem er der Held der Geschichte sein kann. Pointe: d.h. hier ist der Sprechakt kein schlüssiger Beweis seiner Existenz. ((s) Innerhalb der Fiktion).
Cogito/Descartes/Hintikka:; es wäre auch falsch gewesen, hätte Descartes folgenden Schluss gezogen:
"Cogito, ergo Descartes existiert". ((s) Also für das "Ich", das in “sum” implizit ist, den Namen eingesetzt).
analog: Bsp wenn mir jemand auf der Straße erzählt: "Mark Twain existiert" wäre das genauso wenig ein Beweis für die Existenz von Mark Twain. Es müsste schon dieser selbst sein, der den Sprechakt ausführt.
cogito/Wissen/Hintikka. Problem: Descartes muss zusätzlich noch wissen, dass der fragliche Denkende diese Entität ist, oder diese Art von Entität.
Existenz/Identität/Entität/Identifikation/Quine/Hintikka: Quine: „Keine Entität ohne Identität“: das heißt, Descartes muss noch etwas über sich selbst wissen, um über sich sagen zu können, dass er selbst existiert.
Lösung/Hintikka: wir müssen zwei Arten von Querwelteinidentifikation unterscheiden.
a) perspektivische (Subjekt-zentrierte) Identifikation: diese ist aber nicht subjektiv, auch wenn sie relativ auf eine Person ist.
I 115
Sie gebraucht nur ein Koordinatensystem, das durch Referenz auf den Benutzer definiert ist. Es selbst hängt aber von objektiven allgemeine Prinzipien ab. b) öffentliche (Objekt-zentrierte) Identifikation.
Wissen-wer/sehen/visuelle Wahrnehmung/perspektivische Identifikation/Hintikka:
Def Sehen/Hintikka: ein Objekt sehen: Personen und Körper, die dieselbe Lücke im Wahrnehmungsfeld von John einnehmen, kann dieser identifizieren. Dabei weiß er auch, dass zu verschiedenen Zeiten verschiedene Objekte an der stelle sein können.
Pointe: dabei muss John nicht wissen, wer diese Person ist!
Wissen-wer/Sehen-wer/Hintikka: hierzu brauchen wir zusätzlich eine Identifikation, die auf öffentlichen (objekt-zentrierten) Kriterien basiert.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsDescartes Chisholm Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 112
Bewußtsein/BW/Chisholm: alle meine Meinungen sind direkte Zuschreibungen ich bin der Gegenstand dieser Zuschreibungen, aber nicht ihr Inhalt. ich/ChisholmVsDescartes: keine gewissen Propositionen über sich selbst Existenz auch nicht Eigenschaft, der ich mir gewiß bin BW durch selbstpräsentierende Eigenschaft definiert kein direkter Zugang!

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsDescartes Cavell Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 258
Bedeutung/Meinen/Wissen/Cavell: Bsp "gar nichts sagen" ist eine Möglichkeit, dass ein Philosoph nicht weiß was er meint. Hier gibt es nämlich nichts zu meinen. (Cavell, The Claim of Reason, Oxf. 1979, 210). CavellVsErkenntnistheorie: sagt erstaunlich wenig.
Behauptung/Cavell/Stroud: ist eine Handlung. Aber nicht jede (Sprech-) Handlung ist eine Behauptung. Selbst wenn ein wohlgeformter Satz hervorgebracht wird! Das gilt auch für Fragen usw.
Äußerungsbedingungen/Cavell: jeder Äußerungstyp (Typ von Sprachhandlung) hat seine Bedingungen. Wenn diese nicht erfüllt sind, gibt es gar keine Behauptung (Äußerung). Und das trifft auf die traditionelle Erkenntnistheorie zu: sie erfüllt nicht die Äußerungsbedingungen.
Def "Basis"/Terminologie/Cavell/Stroud: ist ein Satz, der einen speziellen Anspruch vorbringt (unterstützt, supports).
CavellVsDescartes: man sollte annehmen, dass seine Basis der Anspruch ist, wissen zu wollen, ob er am Kamin sitzt, mit einem Stück Papier in der Hand.
Pointe: dieses Beispiel ist aber nicht als ein Fall zu verstehen, in dem jemand einen speziellen Wissensanspruch (Behauptung von Wissen) untersucht.
I 259
CavellVsErkenntnistheorie, traditionelle: hier gibt es überhaupt keine konkreten Behauptungen von Wissen. Bsp aufgefordert werden sich vorzustellen, man säße am Kamin ist nicht dasselbe wie Bsp vorzustellen, wir hätten zu Wissen behauptet, dass wir am Kamin sitzen. Der Fall des Skeptizismus ist kein Behauptungs-Kontext. Wir können die Frage nicht beantworten, obwohl wir das Gefühl haben, wie sollten sie beantworten.
Aber hier geht es nicht darum, dass etwas übersehen wurde.
Man muss sich wirklich vorstellen können, dass eine Behauptung gemacht wurde, und das ist hier nicht der Fall.
((s) Sonst wären Bsp zwei Leute in einer geteilten Situation und der eine fragt, ob der andere den Kamin auch wahrnimmt).
Cavell/Stroud: ohne aufgestellten Wissensanspruch (Wissensbehauptung) würde die Untersuchung nicht einmal unseren alltäglichen Methoden ähnlich sehen.
Wissensanspruch/CavellVsDescartes: um sich vorzustellen, eine Wissensbehauptung wäre in Descartes’ Beispiel aufgestellt worden, müsste man sich einen Kontext vorstellen, in dem die Behauptung gemacht wurde. Dann braucht man zusätzliche Bedingungen für den Kontext.
Pointe: diese Bedingungen würden erst das Urteil in dem besonderen Fall möglich machen, und dieses wäre dann wiederum nicht auf andere Fälle übertragbar. Das (skeptische) Urteil wäre nicht repräsentativ.
CavellVsSkeptizismus/CavellVsErkenntnistheorie: Dilemma: es muss sich a) um eine konkrete Behauptung handeln, wenn die Prozedur der Untersuchung überhaupt kohärent sein soll, aber wenn sie konkret ist, kann sie nicht allgemein sein.
b) Ohne die Allgemeinheit kann sie nicht skeptisch sein.
Skeptizismus/Cavell/Stroud: pro Cavell: er zeigt einen Lösungsweg in der richtigen Allgemeinheit.
I 261
CavellVsSkeptizismus/Stroud: keine Aussage; die der traditionelle Erkenntnistheoretiker hervorbringen kann, ist repräsentativ für unsere epistemische Situation gegenüber der Welt in der Allgemeinheit, die er anstrebt. Das Urteil des Erkenntnistheoretikers oder des Skeptikers ist stets partikulär. Es kann nicht verallgemeinert werden. Stroud: Cavell muss zeigen, dass der Philosoph (Skeptiker, Erkenntnistheoretiker) die Bedeutung jeder partikularen Behauptung falsch konstruieren muss, um seine Verallgemeinerung vorzutäuschen. (> StroudVsCavell…+…).

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
VsDescartes Spinoza Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Esfeld I 212
Ausdehnung/SpinozaVsDescartes: gehört zur Natur Gottes. SpinozaVsAtomismus. (Wie Descartes).

Spin I
B. Spinoza
Spinoza: Complete Works Indianapolis 2002

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsDescartes Pauen Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Pauen V 22
Bewusstsein/Pauen: stattdessen könnte man aber fragen, was Bewusstseinszustände gemeinsam haben. Tradition: Descartes: !"Nichträumlich". VsDescartes: auch Zahlen und Regeln sind nichträumlich, aber keine Bewusstseinszustände.
V 44
VsDescartes: nicht alle physischen Entitäten sind ausgedehnt.
V 45
VsDescartes/Pauen: Hauptproblem: psychophysische Interaktion. Die Zirbeldrüse steht ihrerseits unter dem Einfluß des Gehirns. Problem: Verletzung des Energieerhaltungssatzes.
Es ist keine Lösung, dem Geist eine bloße Steuerungsfunktion zuzuschreiben.
Es ist auch keine Lösung, psychophysische Wechselwirkungen von den Erhaltungssätzen ausnimmt, denn dann wird unklar, wie der nichtphysische Geist Einfluss nehmen kann.
Descartes gibt selbst zu, dass eine Erklärung gar nicht möglich ist.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsDescartes Holz Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Leibniz I 38
Methode/Intuition/HolzVsDescartes: das Verfahren führt, wenn nicht zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem unterschieden wird, zu einer unabsehbaren Fülle von Einzelheiten. Das ist ein Problem bei psychisch geistigen und gesellschaftlich geschichtlichen Untersuchungen. Im mathematisch naturwissenschaftlichen Zeitalter bleibt das unartikuliert!
Descartes’ Begriff der Intuition ist ungenau, weil er von subjektiver Überzeugtheit ausgeht.

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsDescartes Freud Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Rorty V 60
FreudVsPlaton/FreudVsKant/FreudVsDescartes/Rorty: das Unbewusste, unser Gewissen, ist nichts Unveränderliches, nicht einmal ein zentraler Teil. Alle Teile sind gleichberechtigt. Mechanisierung, Verfahren, uns selbst zu verändern.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDescartes Millikan Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 94
Fehler/Falschheit/falsch/Irrtum/Täuschung/naturalistischer FehlSchluss/Millikan: nichts kann als fehlerhaft (kaputt) beschrieben werden, indem man nur dieses einzelne, isolierte Ding betrachtet. Normalität/Lösung: es geht immer darum, wie ein Ding „sein sollte („supposed to“).
Problem: auch falsche Überzeugungen und falsche Sätze zeigen nicht für sich allein, dass sie falsch sind. Auch sinnlose Sätze zeigen nicht an sich selbst ihre Sinnlosigkeit.
Rationalismus/MillikanVsRationalismus: muss daher falsch sein in Bezug auf Intentionalität.
MillikanVsDescartes: cartesische Reflexion allein zeigt nicht einmal den intentionalen Charakter unserer Überzeugungen und Ideen.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsDescartes Stegmüller Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 370
Wissen/Erkenntnistheorie/Descartes/Stegmüller: Descartes war unzufrieden mit dem Status, der dem Wissen in seiner Zeit zukam. Den wollte er mit seinem methodischen Zweifel stärken.
IV 371
(i) ich kann ohne Widerspruch die Existenz meines Körpers bezweifeln, nicht aber die meines Bewusstseins als Träger meiner Zweifel. (ii) Cogito-Prinzip: unbezweifelbar wegen der Tatsache, dass ich seine Wahrheit klar und deutlich erkenne.
(iii) Gott als vollkommenes Wesen kann nicht betrügen. Sinnestäuschungen rühren nicht von Gott, sie entstehen im komplizierten physiologischen Wahrnehmungsapparat.
Wissen/Erkenntnistheorie/VsDescartes/Stegmüller:
1. der Status der allgemeinen Regel bleibt unklar. Sie wird zumindest durch die Möglichkeit eines täuschenden Gottes bedroht.
Problem: entweder die Regel ist absolut sicher, dann ist sie auch nicht durch einen deus malignus bedroht, oder sie ist nicht völlig sicher, dann bedroht sie jedes Denken.
2. Cogito-Argument: beruht auf der Einsicht in den Selbstwiderspruch "Ich denke jetzt nicht".
IV 372
Das ist aber eine andere Klarheit als die der Mathematik und auch der des Gottesbeweises. Aus dem Cogito-Argument lässt sich die Autorität des klaren und deutlichen Denkens nicht ableiten! 3. Daraus, dass ich zunächst mit Gewissheit nur auf mich als denkendes Wesen schließen kann, folgt nicht, dass mein Bewusstsein eine denkende Substanz und ein von meinem Körper verschiedenes Ding ist.
IV 373
MackieVsDescartes/Stegmüller: zwei Punkte: 1. Descartes behauptet, Vollkommenheit sei ein positiver, Unvollkommenheit ein negativer Begriff, der den ersteren voraussetzt.
IV 374
Andererseits gibt er selbst zu, dass ich die Unendlichkeit Gottes nicht verstehen kann und sich in meinem Geist keine eigenständige Idee von Vollkommenheit findet. Dann kann ich aber ein positives Verständnis meiner eigenen Unvollkommenheit gewinnen, aus dem ich umgekehrt den negativen Begriff der Vollkommenheit bilde. Ich bin im ständigen Wandel und bin mir dessen bewusst.
Ich könnte auch sagen, dass der rein negative Begriff der Freiheit von allen Mängeln mir als einziger zur Verfügung steht für die Vorstellung der Allwissenheit.
2. MackieVsPlaton/MackieVs ideale Formen:
Bsp absolute Gerade: Derartige Vorstellungen könnten nicht aus der Sinneswahrnehmung stammen, da keine reale Strecke vollkommen gerade ist. Sie müssten dann aus der direkten nicht sinnlichen Vertrautheit mit idealen Wesenheiten stammen.
Wir können aber sehr wohl die Vorstellung von einer gekrümmten Strecke haben, die aus der Wahrnehmung gewonnen ist!
Dann können wir uns auch denken, dass diese Strecke weniger gekrümmt ist. Ich kann mir dann den Begriff eines Grenzfalls machen, der nicht weiter von Krümmung befreit sein könnte.
Die Vorstellung der Vollkommenheit lässt sich also hinsichtlich ihres Inhaltes völlig vom Material der Sinneswahrnehmung und dem Verständnis der Negation her erklären.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsDescartes Vollmer Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Vollmer I 14
LockeVsDescartes: keine angeborenen Ideen! Seele bei Geburt weißes Papier, tabula rasa, Wachstafel. Sinneserfahrungen bringen Ideen hervor, die vorher nicht vorhanden waren. These: "Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen gewesen ist". (DescartesVs).
Dennoch reicht das nicht als Beweis, dass nicht einige Ideen doch schon bei Geburt vorhanden sind. Locke braucht dafür Beweise, die jedoch
LeibnizVsLocke: zu schwach sind.
Locke: muss sicherstellen, dass die Ideen die Welt auch richtig abbilden:
primäre Qualitäten: vom Körper untrennbar, konstant bei allen Veränderungen: Bsp Festigkeit, Ausdehnung, Gestalt, Bewegung oder Ruhe, Zahl. (objektiv)
sekundäre Qualitäten: nichts in den Gegenständen selbst, sondern nur das Vermögen, mittels ihrer primären Qualitäten in uns verschiedenartige Empfindungen hervorzurufen.: Bsp Farben, Töne, Geschmacksarten, auch Wärme (!) usw. (subjektiv).

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsDescartes Ryle Vs Dualismus
 
Bücher bei Amazon
Pauen V 82
Ryle/Pauen: es scheint, als wolle Ryle die Existenz mentaler Zustände bestreiten, das ist jedoch ein Missverständnis. Er bestreitet lediglich eine autonome geistige Substanz.
V 84
RyleVsDualismus: Kategorienfehler: setzt fälschlich voraus, dass man von geistigen Vorgängen im gleichen Kontext sprechen könne wie von physischen Prozessen. Als ob Geist und Gehirn sich wie Bibliothek und Hörsaalgebäude unterschieden. Daher ist es sinnlos, von "gleichzeitig stattfindenden" mentalen und physischen Ereignissen zu sprechen.
- - -
Ryle I 226 ff
Dualismus/RyleVsDualismus/Ryle: das Leben ist nicht eine Doppelreihe von Ereignissen, die sich in zwei verschiedenartigen Materien abspielen. Es ist nur eine Verkettung von Ereignissen verschiedener Gattungen, deren Unterschiede hauptsächlich darin bestehen, dass logisch verschiedene Typen von Gesetzesaussagen und gesetzesähnlichen Aussagen auf sie anwendbar sind.
I 228
Wir blicken nicht in eine geheime Kammer. In Wirklichkeit ist das Problem nicht von der Art. Es handelt sich vielmehr um die methodologische Frage, wie wir gesetzesartige Aussagen über das stille Benehmen von Leuten beweisen und anwenden. Bsp Ich finde heraus, dass jemand ein wahrer Meister des Schachs ist, indem ich ihm zuschaue. Das ein Schüler faul ist, indem ich ihn längere Zeit beobachte.
Die Frage ist nicht die Rahmenfrage: Wie entdecke ich , dass wir eine Seele haben?" sondern: eine ganze Reihe besonderer Fragen, der Form: wie entdecke ich dass ich selbstloser bin als du, dass ich schwach im Dividieren bin, aber besser im Lösen von Differentialgleichungen? Dass du an Angstzuständen leidest, oder gewisse Arten von Tatsachen leicht übersiehst?.
Neben solchen rein dispositionalen Fragen gibt es noch den ganzen Bereich von Ausführungs und Ereignisfragen der Form: wie finde ich heraus, dass ich den Witz verstanden habe, du aber nicht? Dass zu deiner Tat mehr Mut gehörte als zu meiner?
I 229
Fragen dieser Art sind keine Rätsel!
I 230
Kurz gesagt, es gehört zur Bedeutung von "er hat es verstanden" dass er dies und das hätte tun können und dass er es getan hätte... und die Probe ist eine Reihe von Verrichtungen. Mit einem einzigen Erfolg wären wir nicht ganz zufrieden aber wir wären es nach zwanzig. (Ob ein Junge dividieren kann). - - -
Wittgenstein VII 147
Philosophie/Unsinn/logische Grammatik/Tetens: die These, dass sich die Philosophie einem Missverständnis der „logischen Grammatik“ der Sprache verdankt, findet sich weder bei Carnap noch im Tractatus, sondern bei Ryle in seiner Kritik RyleVsDualismus, VsDescartes (Ryle 1969).

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsDescartes Cavell Vs Erkenntnistheorie
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 259
Skeptizismus/CavellVsErkenntnistheorie/traditionelle: hier gibt es überhaupt keine konkreten Behauptungen von Wissen. Bsp aufgefordert werden sich vorzustellen, man säße am Kamin ist nicht dasselbe wie Bsp vorzustellen, wir hätten zu wissen behauptet, dass wir am Kamin sitzen.. Der Fall des Skeptizismus ist kein Behauptungs-Kontext Wissensanspruch/CavellVsDescartes: um sich vorzustellen, eine Wissensbehauptung wäre in Descartes’ Beispiel aufgestellt worden, müsste man sich einen Kontext vorstellen, in dem die Behauptung gemacht wurde. Dann braucht man zusätzliche Bedingungen für den Kontext.
Pointe: diese Bedingungen würden erst das Urteil in dem besonderen Fall möglich machen, und dieses wäre dann wiederum nicht auf andere Fälle übertragbar. Das (skeptische) Urteil wäre nicht repräsentativ.
CavellVsSkeptizismusCavellVsErkenntnistheorie: Dilemma: es muss sich
a) um eine konkrete Behauptung handeln, wenn die Prozedur der Untersuchung überhaupt kohärent sein soll, aber wenn sie konkret ist, kann sie nicht allgemein sein.
b) Ohne die Allgemeinheit kann sie nicht skeptisch sein.

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
VsDescartes Davidson Vs Evans, G.
 
Bücher bei Amazon
I 20 ff
Gareth Evans: Demonstrative Identifikation ist einzig mögliche psychologische Beziehung, die die "Fundamentalidentifikation" liefert.(> hinweisende Definition) Wenn jemand glaubt, es schwebe ihm ein Gedanke mit singulärem Bezug vor, während er in Wirklichkeit einen Namen ohne Bezug (Einhorn?) verwendet, ist gar keine Proposition gegeben über die er nachdenken könnte, und folglich gibt es auch gar keinen Gedanken, der ihm zukäme. Verwendet er einen Satz, der einen Name ohne Bezug enthält, bringt er keinen Gedanken zum Ausdruck. (>Einhorn?)
DavidsonVsEvans:Cartesianisches Sicherheitsstreben nach Erkenntnis, die mit Sicherheit gegen Fehlschläge gefeit ist. Wenn vorausgesetzt wird, daß jegliche Erkenntnis durch eine psychische Verbindung mit dem Gegenstand gegeben ist, müssen Gegenstände gefunden werden, bezüglich derer Irrtümer unmöglich sind. Als Gegenstände, die notwendig das sind, was sie zu sein scheinen.
DavidsonVsDescartes: 1 solche Gegenstände gibt es einfach nicht. Nicht einmal Erscheinungen sind alles das, wofür sie gehalten werden! Auch die Aspekte der Sinnesdaten lassen sich nicht, sofern sie wirklich Gegenstände sind, gegen Fehlidentifikation schützen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsDescartes Moore Vs Hume, D.
 
Bücher bei Amazon
I 104
Wissen/Existenzbeweis/Existenz/Hume/Stroud: zwei Prinzipien: 1. Niemand weiß von der Existenz von etwas, wenn er es nicht direkt wahrgenommen (apprehended, >Apprehension: ungeordnet) hat oder dass er weiß, dass etwas, was er direkt wahrgenommen hat, ein Zeichen der Existenz dieses Dings ist.
2. niemand kann wissen, dass ein Ding ein Zeichen von etwas anderem ist, wenn er diese beiden Dinge (Ding und Zeichen) nicht
I 106
direkt wahrgenommen hat. (>Bekanntschaft). Moore: daraus folgt, dass man nicht von materiellen Dingen wissen kann, wenn sie nicht direkt wahrgenommen werden. Dazu brauchen wir Bewusstseinsakte, Sinnesdaten und direkt wahrgenommene Bilder.
StroudVsMoore: ich verstehe nicht, warum er das (MooreVsDescartes) akzeptiert. Ich verstehe auch nicht, wieso er die Konsequenzen der Sinnesdaten-Theorie übersieht.
MooreVsHume: die beiden Prinzipien sind falsch: Bsp ich weiß, dass dieser Stift existiert, aber wenn Humes Prinzipien wahr wären, könnte ich das nicht. Daher sind sie, eins oder beide, falsch.
Moore/Stroud: akzeptiert, dass wenn man von Humes Position ausgeht, dann folgt, dass er nicht weiß, dass da ein Stift ist.
StroudVsMoore: beide Argumente sind gültig. Und sie haben eine gemeinsame Prämisse. Für Moore läuft die Frage, welche Konklusion man akzeptieren sollte darauf hinaus, ob es sicherer ist, dass er weiß, dass dies ein Stift ist oder sicherer, dass Humes Prinzipien wahr sind.
I 107
MooreVsHume: Bsp Stift: ist sogar das stärkste Argument um zu beweisen, dass seine Prinzipien falsch sind.
VsDescartes Descartes Vs Kant, I.
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 131
Unmittelbare Perzeption/= Bewusstsein/Kant/Stroud: von Dingen (dieser Art) ist dann ein hinreichender Beweis ihrer Realität! Stroud: damit sind wir in der Alltagssituation, wo die (Kant): "äußere Perzeption ... den unmittelbaren Beweis von etwas Realem im Raum" liefert. (A 375).
DescartesVsKant: könnte sagen, dass Kant dazu gar nicht in der Lage ist.
Stroud: es geht hier aber nicht darum, welcher von beiden die richtige Beschreibung der Situation gibt.
KantVsDescartes: seine Beschreibung kann nicht korrekt sein. Aber er gibt nicht einfach eine konkurrierende Alternative. Er stellt vielmehr Bedingungen für den Zugang zu Wissen auf.
VsDescartes Stroud Vs Kant, I.
 
Bücher bei Amazon
I 145
Def Realität/real/(Kant: "was immer mit einer Wahrnehmung nach empirischen Gesetzen verbunden ist, ist real". (A 376).
I 146
StroudVsKant: aber er geht nicht ins Detail, wie wir Realität von Erscheinung in Einzelfällen unterscheiden können, wo die Frage auftauchen könnte.
I 159
Skeptizismus/transzendental/StroudVsKant: wiederlegt er den Skeptizismus wirklich mit seiner Transzendentalphilosophie? Ist sie eine bessere Antwort als andere? 1. Wir können seine Antwort nur verstehen, wenn wir seinen transzendentalen Ansatz verstehen und akzeptieren. Wir müssen dann auch seinen Idealismus akzeptieren.
I 160
Verstehen/Stroud: sollten wir am besten, wenn wir Menschen und ihr Verhalten beobachten (>Behaviorismus). Das wäre aber eine empirische Untersuchung. Es ginge um Sprache, Sprachverhalten und Spracherwerb.
StroudVsKant: wir verstehen sein Argument nur, wenn wir seinen Begriff des a priori-Wissens verstehen. Und diese Untersuchung setzt voraus, dass wir den transzendentalen Idealismus akzeptieren. Das scheint zirkulär! (Zirkel):
um den Idealismus wiederum zu verstehen, müssen wir die besondere Natur der Untersuchung verstehen, die den Idealismus transzendental macht.
I 161
2. StroudVsKant: (das wären sogar Kantische Gründe VsKant): nach Kant sind Gedanken nur möglich, wenn sie auf das angewendet werden, worauf Kategorien angewendet werden können. Aber das ist nur im Rahmen möglicher Erfahrungen möglich. Die Begriffe müssen eine empirische Anwendung haben können. ((s) sie müssen also in der Empirie gelernt werden). StroudVsKant: wie ist’s dann möglich, dass wir überhaupt (transzendentale) Gedanken haben können, die nicht durch empirische Bedingungen bestimmt sind?
a) empirisch:
Bsp wenn Ausdrücke wie "direkt wahrnehmen" und "unabhängig von uns" im alltäglichen empirischen Gebrauch gegeben sind, dann sehen wir ((s) nach Kant!), dass
der Satz "Wir nehmen unabhängige Dinge direkt wahr" wahr ist. Empirisch verstanden heißt das einfach: Bsp ohne Spiegel oder Bildschirme.
b) transzendental: anderer Sprachgebrauch:
hier drückt der Satz „wir nehmen unabhängige Dinge direkt wahr“ keine Wahrheit aus.
((s) Vorsicht, Stroud sagt nicht, dass er nach Kant falsch sei).
StroudVsKant: mit der transzendentalen Bedeutung entfernen wir uns also von der Alltagssprache.
KantVsStroud: würde erwidern, dass dieser Gebrauch für uns verständlich sein muss, sonst wäre Wissen über die Welt nicht möglich.
I 162
StroudVsKant: das führt zu zwei Problemen: 1. Angenommen, wir akzeptierten Kants Transzendentalismus:
Frage: warum wäre die Ablehnung des Idealismus auf transzendentaler Ebene attraktiver als ihn auf dem empirischen Ebene zu akzeptieren?
Warum lehnt Kant den empirischen Idealismus ab?
((s) "Bedingung"/empirisch/(s): eine Bedingung kann man nicht empirisch auffassen. Wohl aber ihr Erfülltsein > Tatsache . Einer Tatsache kann man aber nicht ansehen, dass sie etwas erfüllen soll.)
Lösung: einen entsprechenden Satz wahr machen. Dieser Satz muss aber zuerst geäußert werden).
StroudVsKant: wenn das Argument lautet, dass unser Wissen sonst auf die Dinge beschränkt wäre, von denen wir wissen, dass sie von uns abhängig sind, warum sollten wir dann "Zuflucht" suchen in der Sicht, dass unser Wissen auf Dinge beschränkt ist, die wir als (transzendental gesprochen) abhängig von uns erkannt haben.
Skeptizismus/StroudVsKant: ist gerade deswegen so schmerzlich, weil er kein Wissen von unabhängigen Dingen erlaubt. Warum sollte Kants Lösung weniger schmerzlich sein, bloß weil sie transzendental daherkommt?
Empirischer Idealismus/KantVsStroud: kann nicht wahr sein.
2. Frage nach der Stärke der Garantie, de Kants Transzendentalismus gibt:
Das entspricht der Frage, warum Kant den transzendentalen Realismus ablehnt.
KantVstranszendentalen Realismus: wäre keine korrekte Erklärung unseres Wissens, weil - wenn er wahr wäre - wir niemals von uns unabhängige Dinge direkt wahrnehmen könnten und daher niemals in Bezug auf ihre Existenz sicher sein könnten.
Damit gibt der transzendentale Realismus den Weg frei für den empirischen Idealismus, indem er die äußeren Dinge als etwas von den Sinnen getrenntes auffasst.
Problem: wir können uns dann unserer Repräsentationen bewusst sein, aber wir wissen nicht, ob ihnen auch etwas Existierendes entspricht!
StroudVsKant: er weist diese Einstellungen aus dem einzigen Grund zurück, aus dem transzendentale Erklärungen überhaupt zurückgewiesen werden können: dass sie keine Erklärung liefern, wie ist’s möglich, dass wir etwas wissen?
StroudVsKant: warum denkt er, dass der empirische Idealismus dem transzendentalen Realismus den Weg bereitet?
Wahrscheinlich weil er glaubt, dass die einzigen Dinge die wir direkt wahrnehmen können die Dinge sind, die von uns abhängig sind. Und das nimmt er nicht als empirische These an, sondern nur als transzendental verstanden.
Der Satz „alles was wir wahrnehmen ist abhängig von uns“ ist wahr, wenn transzendental verstanden.
Kant/Stroud: wahrscheinlich nimmt er das an, weil er nicht versteht, wie Wahrnehmung möglich ist, ohne die Wahrnehmung einer „Repräsentation“ oder etwas „in uns“.
StroudVsKant: so erscheint hier die These von der "epistemischen Priorität"
wieder:
I 164
Uns zwar von der empirischen auf die transzendentale Ebene verschoben. Wahrnehmung/Kant/Stroud: er kann direkte Wahrnehmung unabhängiger Dinge empirisch gesprochen nur akzeptieren, weil er sie nicht transzendental gesprochen akzeptiert.
StroudVsKant: wichtig: dass dies der einzige Punkt ist, den er ablehnt.
Kant: wenn wir äußere Dinge als Dinge an sich behandeln, ist es unmöglich zu verstehen, wie wir zu einem Wissen gelangen können.
StroudVsKant: Angenommen, Kant hätte recht, dass transzendentaler Realismus unser Wissen von äußeren Dingen unerklärt lässt.
Frage: warum soll das alleine hinreichend sein, unsere Theorie falsch zu machen, transzendental gesprochen? Könnte es nicht einfach transzendental wahr sein, dass die Dinge unwißbar sind?
Kant/Stroud: würde sagen, nein, so wie er "transzendental" versteht: transzendentales Wissen ist Teil der Erklärung unseres Wissens.
direkte Wahrnehmung/Kant: ist nur von abhängigen Dingen (Repräsentationen usw.) möglich.
Transzendentaler Realismus/Kant/Stroud: würde dann sagen müssen, dass es außerdem noch unabhängige Dinge gibt. Nämlich solche, die diesen Repräsentationen entsprechen. Aber dann wären wir gezwungen zu schließen, dass alle unsere Repräsentationen (Sinneserfahrungen) inadäquat wären, um die Realität dieser Dinge zu etablieren. (A 369). Die äußeren Dinge wären dann getrennt von den Dingen, die uns bewusst sind.
StroudVsKant: das einzige Problem des transzendentalen Realismus ist dann, dass er unsere Erklärung "wie ist Wissen möglich", verhindert.
I 165
Problem: dann gibt es keine unabhängige Weise, seine Wahrheit oder Falschheit festzustellen. Der einzige Test seiner Akzeptabilität ist, ob er eine Erklärung möglich macht. Transzendentale Ästhetik/transzendentaler Idealismus/Kant/Stroud: der transzendentale Idealismus ist in die transzendentale Ästhetik eingebunden: (A 378), und zwar unabhängig von diesen Konsequenzen.
StroudVsKant: aber er ist nicht anders als transzendental oder a priori eingebunden als a priori Bedingung einer Untersuchung der Bedingungen der Möglichkeit von Wissen. Und das ist die einzige Möglichkeit, wie eine transzendentale Theorie überhaupt begründet werden kann: dass sie die einzige mögliche Erklärung unseres synthetisch a priori möglichen Wissens in Geometrie und Arithmetik ist.
Skeptizismus/StroudVsKant: es gibt also keine unabhängige Möglichkeit, eine transzendentale Theorie zu begründen. ((s) als dass sie die einzige Erklärung für etwas anderes ist). Dann muss man fragen, ob der Skeptizismus damit überhaupt widerlegt ist.
I 166
Skeptizismus/StroudVsKant: es gibt mindestens zwei Weisen, in der eine Erklärung unseres Wissens von der äußeren Welt fehlschlagen kann: Wenn Skeptizismus wahr wäre; Kant beansprucht, das wenigstens empirisch gesprochen widerlegt zu haben, aber nur, indem er eine transzendentale Version derselben Beschreibung an die Stelle gesetzt hat.
Verstehen/StroudVsKant: wenn wir den Transzendentalismus (transzendentalen Gebrauch unserer Wörter) überhaupt verstehen, ist dieser Gebrauch nicht befriedigend. Er repräsentiert Wissen immer noch als beschränkt auf Dinge die ich als abhängig von mir verstehe.
Damit bin ich erneut ein Gefangener in meiner Subjektivität.
Transzendentaler Idealismus/StroudVsKant: ist dann letztlich schwer vom Skeptizismus zu unterscheiden.
D.h. nicht, dass er dasselbe wie empirischer Idealismus wäre, sondern er ist als Erklärung unbefriedigend, und zwar auf der empirischen Ebene!
I 167
Transzendentaler Idealismus/KantVsStroud/KantVsDescartes: Kant würde sagen: "ich verliere nichts, wenn ich ihn akzeptiere". Mein Wissen ist nicht beschränkt auf die Dinge, die empirisch von mit abhängig sind oder nur empirisch subjektiv sind. Ich bin theoretisch in der Lage, die beste Physik, Chemie und andere Wissenschaften zu liefern. Ich bin in einer besseren Position als Descartes.
StroudVsKant: aber dann ist all unser wissenschaftliches Wissen nach Kant immer noch subjektiv oder von unserer menschlichen Sensibilität abhängig.
I 168
Wissen/Erklärung/StroudVsKant: wir könnten aber auch auf eine andere Weise einer Erklärung entbehren: nicht weil der Skeptizismus wahr wäre (und damit nichts zu erklären wäre) , sondern weil die allgemeine philosophische Frage nicht schlüssig gestellt werden kann! (>Carnap, s.u.). Kant/Stroud: Pointe: plädiert in einer Weise für eine eingeschränkte ("deflationary") Sicht, die dieser Kritik entspricht. ((s) deflationär hier: nicht auf den umfassendsten Rahmen gerichtet, s.u.).
KantVsDescartes: wenn seine Frage kohärent gestellt werden könnte, wäre Skeptizismus die einzige Antwort. Daher ist die Frage illegitim.
StroudVsKant: dieser erklärt damit aber nicht, worüber Descartes besorgt war.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsDescartes Locke Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
II 190
Deutlichkeit/LockeVsLeibniz/LockeVsDescartes: bei ihm an Benennbarkeit gebunden. Setzt die Möglichkeit eindeutiger Bezeichnung voraus.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
VsDescartes Stegmüller Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist!
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (s.o. KantVsDescartes).
IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten! Existenz/Kontingenz/StegmüllerVsLeibniz: wir könnten notwendige Existenz als Negation von Kontingenz auffassen.
Problem: 1. Die Prämisse, die Welt als ganzes sei kontingent (es würde nicht existieren, wenn etwas anderes anders gewesen wäre), müsste fallengelassen werden: Selbst wenn jeder Teil der Welt kontingent ist, spricht nichts für die Annahme, dass die Welt als ganze nicht existieren würde, wenn nicht (sic?) etwas anderes anders wäre oder gewesen wäre.
Der Schluss von der Kontingenz jeden Teils auf die Kontingenz des Ganzen ist unzulässig.
2. Alternative: Kontingenz: etwas sei kontingent, wenn es auch nicht existieren könnte.
IV 392
Das muss man mit der obigen Bemerkung kombinieren, dass es nicht logisch unmöglich wäre, dass das behauptete notwendige Wesen auch nicht existieren könnte. Das aber ist unverständlich. zureichender Grund/VsLeibniz: (ad (i)): Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund haben muss? Bisher hat niemand eine Notwendigkeit a priori dafür zu zeigen vermocht. Das hätte auch keine Plausibilität:
1. Es ist richtig, dass wir immer nach Symmetrien suchen, aber es gibt keine Garantie, dass wir sie immer finden.
2. Wir halten uns immer innerhalb unserer Welt auf, Extrapolationen sind unzulässig!
Selbst wenn nun alles innerhalb der Welt einen zureichenden Grund hätte, hätten wir kein Recht, auf einen zureichend Grund außerhalb der Welt zu schließen.
Verbreitetes Argument: die Dinge müssen durch und durch verstehbar sein.
MackieVs: das stimmt überhaupt nicht!
IV 393
Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass sich das Universum nach unseren intellektuellen Bedürfnissen richtet.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsDescartes Leibniz Vs Materialismus
 
Bücher bei Amazon
Holz I 101
Materialismus/Leibniz/Holz: wird oft als idealistisch missverstanden. ((s) Weil er Hegel stark beeinflusst hat). Dagegen ist der materialistische Ansatz stark zu betonen.
I 102
Materie/LeibnizVsDescartes: Undurchdringlichkeit genügt nicht! Descartes hat die Körper als unbeweglich begriffen. Substantielles Sein bedarf eines Trägers.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
VsDescartes Stroud Vs Quine, W.V.O.
 
Bücher bei Amazon
I 183
Intern/extern/Carnap/StroudVsQuine: in Carnaps Unterscheidung muss noch etwas anderes geben. Dass sie als interne Frage beantwortbar ist, als (gleichlautende) externe jedoch nicht, zeigt, dass die beiden nicht verwechselt werden dürfen. Sprache/Carnap/Stroud: daher unterscheidet Carnap verschiedene "Sprachen" oder "Systeme". Diese beantworten jeweils nur interne Fragen.
Ausdruckskraft: dass eine "philosophische" (externe) Frage dann sinnlos ist, liegt nicht bloß an der Terminologie.
I 184
Die Terminologie ist jeweils bedeutungsvoll. Bsp innerhalb der Mathematik ist "Es gibt Zahlen" sinnvoll. - - -
I 223
Wissen/Skeptizismus/Quine: wenn alles Wissen zugleich auf dem Prüfstand steht, kann man sich auf keinen Teil des Wissens berufen. ((s) > Bsp "Alles was er sagte ist wahr"). Empirie/Wissen/Lösung/Quine: das ist der Grund, warum Wissen auf Basis der Sinneserfahrung gerechtfertigt werden muss.
Psychologie/Wissen/Erklärung/Rechtfertigung/Quine: eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie führt zur Zirkularität. ((s) Weil die Psychologie selbst über das bloße Feststellen von Reizen hinausgeht).
StroudVsQuine/StroudVsnaturalisierte Erkenntnistheorie: ist genauso eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie. Und damit genauso zirkulkär!
Erkenntnistheorie/Stroud: kann es sein, dass damit wohl die traditionelle Erkenntnistheorie widerlegt ist, nicht aber Quines naturalisierte Erkenntnistheorie selbst? Liegt die Lösung in der Relation zwischen beiden?
Quine: legt manchmal nahe, dass die beiden Standpunkte (naturalisierteVstraditionelle Erkenntnistheorie) sich unterscheiden: die „doktrinäre“ Frage sollte als falsche Hoffnung ad acta gelegt werden.
Bewusstsein/Kenntnis/Tradition/Erkenntnistheorie/Rechtfertigung/Stroud: die traditionelle Erkenntnistheorie insistiert auf einer Isolation gewisser Objekte des Bewusstseins, um unzweifelhafte Information zu identifizieren.
Bewusstsein/QuineVsTradition: wir können die Frage des Bewusstseins umgehen und einfach versuchen zu erklären,
I 224
wie unser reichhaltiger Output aus den Ereignissen entsteht, die an unserer sensorischen Oberfläche (Nervenenden) geschehen. Pointe: das kann man wissenschaftlich angehen.
Dann kann man zwei Arten von Ereignissen in der beobachtbaren physikalischen Welt unterscheiden, und das ist dann das wissenschaftliche Ziel.
StroudVsQuine: das sieht nun so aus, als hätte Quine nur das Thema gewechselt. Skeptizismus droht dann noch immer. Und das will Quine nicht.
„befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: (Wurzeln der Referenz, 3): ist nicht dasselbe wie empirische Psychologie, es ist eher ein "erleuchtetes Fortbestehen" (enlightened, "Erleuchtung") des traditionellen epistemischen Problems.
Empirie/Wissen/Rechtfertigung/Begründung/Zirkel/Quine: (s.o.) Tradition: unser Wissen kann nicht empirisch gerechtfertigt werden, weil sonst zirkulär.
QuineVsTradition: diese Angst vor Zirkularität ist unnötige logische Schüchternheit.
„Erleuchtung“/“befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: die Einsicht in die Tatsache, dass der Skeptizismus aus der Wissenschaft selbst entspringt. Und um ihn zu bekämpfen sind wir berechtigt, wissenschaftliches Wissen einzubringen.
QuineVsTradition: hat die Stärke ihrer Position gar nicht erkannt.
I 225
Wissen/Skeptizismus/QuineVsTradition: die traditionelle Erkenntnistheorie hat nicht erkannt, dass die Herausforderung des Wissens aus dem Wissen selbst heraus entstand. These: die Zweifel an seiner Verlässlichkeit waren immer wissenschaftliche Zweifel. Bewusstsein/Quine: die Verwirrung beruhte auf der Konzentration auf das Bewusstsein.
Introspektion/Tradition: dachte, Fakten über unseren "mageren" Input würden durch Introspektion ans Licht gebracht.
QuineVsIntrospektion: die Gründe dafür, den Input mager zu finden, kommen aus der Wissenschaft.
I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, RR 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymie) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein "einziger Punkt" ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkeptizismusVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.
I 230
Moore/Stroud: auch Moore soll damit nicht verleumdet werden. Nach Kant und Carnap ist es völlig legitim was er sagt. Skeptizismus/StroudVsQuine: Pointe: die Ergebnisse einer unabhängig durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung wären im selben Boot wie Bsp Moores Hände. Sie wären "wissenschaftliche" Versionen von Moores Argument mit dem Common Sense.

Philosophie/Wissenschaft/Quine: beide gehen kontinuierlich in einander über.
Stroud: damit könnten sich Descartes und andere traditionellen Philosophen einverstanden erklären.
StroudVsQuine: Problem: dann haben wir eben vielleicht auch gar kein wissenschaftliches Wissen. Wir haben nicht mehr Grund daran zu glauben, wie nicht daran zu glauben. Keine wissenschaftliche Untersuchung könnte hier Klarheit verschaffen.
I 231
Es wäre auch keine Herausforderung „von innen“ denkbar. Also würde der Skeptizismus folgen.
I 233
Skeptizismus/StroudVsQuine: aber ob er korrekt ist oder nicht, ist nichts, was durch zukünftige Erfahrung oder durch Experimente entschieden wird! Wenn die erkenntnistheoretische Frage richtig gestellt sie - so wie Quine sie stellt – dann wissen wir schon jetzt, wie zukünftige Erfahrung geartet sein wird! Wir werden immer mit der Frage nach dem Überschuss unseres reichhaltigen Outputs über den mageren Input konfrontiert sein. Sicher, wenn wir heute mit einer Erfahrung konfrontiert werden, die unseren Glauben unterminiert, wird der Skeptizismus heute gerechtfertigt. Aber: Pointe: genauso war er schon 1630 gerechtfertigt!
I 234
Naturalismus/StroudVsQuine: wird nicht genug sein, wenn der Skeptizismus mit der reductio ad absurdum argumentiert. Wir müssen eben das Schiff auf hoher See umbauen. Der traditionelle Erkenntnistheoretiker kann das Stück aus dem Schiff heraussägen (identifizieren!), das den mageren Input repräsentiert.
I 240
Wissen/StroudVsQuine: selbst wenn ich den „mageren „Input dafür verantwortlich machte, dass er eine "Projektion" angenommen hat, wäre das keine Erklärung seines Wissens oder wahren Glaubens.
I 245
Wissen/Wissenstheorie/Erklärung/Projektion/StroudVsQuine: Angenommen, ich nehme mit Quine an, dass alle meine Glaubenseinstellungen nur "überfließender Output aus magerem Input" (also Projektion) sei, dann heißt das nicht, dass ich nicht denken könnte, dass ich wahre Glaubenseinstellungen habe, in dem Sinn, dass es nichts gibt, was meinen Glauben davon abhalten könnte, wahr zu sein. Problem: selbst wenn sie alle wahr wären, wäre ich nicht in der Position erklären zu können, oder auch zu verstehen, wie eine Wissenstheorie sie erklären und verstehen sollte. Ich kann nicht erklären, wie mein ((s) zufällig) wahrer Glauben zum Wissen beiträgt.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsDescartes Brandom Vs Repräsentation
 
Bücher bei Amazon
I 40
VsRepräsentationen: hier wird der Geist als unerklärter Erklärer behandelt. (Descartes).
I 125
BrandomVsRepräsentation: sehr problematisch: versteht man sie als Bezeichnung, dann soll sie den grammatischen Unterschied zwischen singulären Termini und Sätzen anhand des ontologischen Unterschied zwischen Gegenständen und Sachverhalten verständlich machen. Aber daraus folgt nicht, daß es möglich ist, die Kategorie der Sachverhalte als das einzuführen, was im gleichen Sinn durch Aussagesätze und daß-Sätze repräsentiert wird.
I 126
Eine ontologische Kategorie der Sachverhalte kann auch nicht vorgängig und unabhängig vom Erläutern der Aussagesätze verständlich gemacht werden.Repräsentation ist nicht Ausdruck!
I 132
Rebecca West : Z VsRepräsentation, »Geist als Spiegel der Natur«: wir brauchen kein Abbild der Welt, »ein Exemplar diese verdammten Dinger ist genug«.
I 292
Überzeugung: kann zweideutig sein: man kann ja von etwas Falschem überzeugt sein. Die Unterscheidung beruft sich oft auf die Objektivität von Repräsentationen (BrandomVsRepräsentationalismus, stattdessen soziale Praxis als Garant für Objektivität.)
I 404
BrandomVsRepräsentationalismus:Vier Aspekte: 1. Repräsentationen brauchen zusätzlich zu "wahr" noch "bezieht sich auf" und "bezeichnet". (Später Frege)
I 405
2. Unterscheidung von intensionalen und extensionalen Kontexten. 3. das "von" in de re-Zuschreibungen. Der Begriff der intentionalen Bezogenheit: etwas gilt von Kant, aber nicht von Hegel.
4. Begriff der objektiven repräsentationalen Richtigkeit des Urteilens und Folgerns. Kann durch unmittelbare Beobachtung, inferentielle Festlegungen oder Berufung auf Zeugnisse gerechtfertigt werden.
I 412
BrandomVsRepräsentation: statt dessen expressive Rolle.
I 690
Brandom pro Repräsentationalismus: enthält die unbestreitbare Einsicht: was immer propositional gehaltvoll ist, hat notwendigerweise eine repräsentationale Seite. Der Einwand richtet sich nur dagen, die Repräsentation als fundamental zu behandeln.
II 69
Gehalt/Repräsentation/BrandomVsDescartes: Besitz von repräsentationalem Gehalt als unerklärter Erklärer. - - -
Rorty VI 181
BrandomVsRepräsentation/Rorty: statt dessen: "richtige inferentielle Verbindungen zwischen Behauptungen herstellen". Wenn es uns gelungen ist, ein logisches und semantisches Vokabular zu verwenden, brauchen wir nicht zusätzlich zu erklären, wie sie an ihre "psychischen Kräfte" gekommen sind.
Repräsentation/McDowellVsBrandom: Repräsentation kann nicht anhand des Folgerungsbegriffs rekonstruiert werden. "Inferentialistische" Erklärungen der Begriffe funktionieren nicht.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDescartes Austin Vs Skeptizismus
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 48
Traum/AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes: es geht um die starke These von Descartes, dass wir nicht wissen können, ob wir nicht träumen. Ohne sie wäre der Skeptizismus entwaffnet. Austin Kernthese
Methode/Alltagssprache/AustinVsDescartes: kann es gezeigt werden ((s) >Manifestation), dass Descartes mit seiner starken These die normalen Standards oder Bedingungen für Wissen verletzt?
Stroud: wir hatten schon gesehen, dass es so scheint. (In bezug auf unseren Alltag und die Wissenschaft).
I 49
Bsp niemand fragt ob der andere nicht träume, wenn er auf einen Goldfink zeigt, oder Bsp vor Gericht, ob der Zeuge nicht träumt. Aber auch in ganz wichtigen Fällen ist die Traum-Möglichkeit in der Diskussion nicht als relevante Alternative zugelassen.
I 50
Wissen/Austin: wird nur in besonderen Fällen in Frage gestellt.
I 51
Nur dann sind bestimmte Alternativen relevant. Austin: typisches Bsp Fremdpsychisches. Und wieder gibt es hier (mehr oder weniger) etablierte Prozeduren.
Irrtum/Täuschung/Austin: These: "du kannst nicht alle Leute immer täuschen".
Austin/Stroud: seine Forderung nach besonderen Gründen für Zweifel im Zusammenhang mit Bsp vermuteter Täuschung sind nicht dasselbe wie die obige Forderung, dass es immer eine "besondere Basis" für die Frage geben muss Bsp "ist es wirklich ein Goldfink?".
Bsp Goldfink: hier geht es nur um die Frage, ob es bestimmte Gründe gibt, etwas anderes anzunehmen.
Das kann auch der Fall sein Bsp wenn wir Autoritäten zitieren.
Verlässlichkeit/Alltagssprache/Austin: es ist grundlegend für unser Sprechen, dass wir berechtigt sind, anderen zu trauen, außer es gibt einen konkreten Grund dagegen.
Wissen/Stroud: schließt Irrtum oder Fehler aus.
Austin: dito: "wenn du etwas weißt, kannst du dich nicht irren": das ist völlig in Ordnung.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsDescartes Kant Vs Skeptizismus
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 129
Skeptizismus/Wissen/KantVsDescartes: die Relation zwischen der philosophischen Frage und unserem alltäglichen oder wissenschaftlichen Wissen ist indirekter und komplexer als er dachte. ((s) (s.u.): aber für Kant ist die Wahrnehmung äußerer Dinge sehr direkt).
Descartes/Stroud: für ihn ist der Skeptizismus unvermeidlich!
Kant: würde dem zustimmen. Deswegen entwickelt er einen anderen Begriff.
"Skandal"/Kant: dass in der Geschichte der Philosophie niemals eine Theorie entwickelt wurde, die den Skeptizismus vermeidet.
Wissen/Theorie/Kant/Stroud: es gibt Bedingungen, die jede Wissenstheorie erfüllen muss: sie darf nicht leugnen, dass es äußere Dinge gibt.
Angenommen, es gäbe keine äußere Welt, dann verlöre Descartes Skeptizismus seinen Stachel! Dann gäbe es keine Begrenzung für mein Wissen, dass ich nichts von den Dingen außer mir wüsste, weil es ja dort nichts gäbe.
I 130
Def problematischer Idealismus/Kant/Stroud: These: dass die von uns unabhängige Welt unwißbar sei. Oder dass sie zweifelhaft sei oder nicht zu verlässlich wie andere Dinge, die wir wissen. Das lässt alles problematisch. (B 274) KantVsIdealismus: mißdeutet unsere aktuale Situation in der Welt.
Wissen/Kant/Stroud: wer den Beweis liest, muss am Ende wirklich wissen, dass das Bsp ein Goldfink oder drei Druckfehler sind.
Stroud: das sind nicht wirklich hohe Standards. Das scheint jeder Zugang zum Wissen erfüllen zu müssen.
Problem: praktisch keine philosophische Theorie erfüllt diese Bedingung!
KantVsDescartes: (Ende der 1. Meditation) erfüllt sie nicht.
KantVsSkeptizismus: um ihn zu vermeiden, muss daher jeder inferentielle Ansatz vermieden werden.
Welt/Realität/Kant: die äußeren Dinge von denen wir wissen, müssen eine "Realität" ((s) eine besondere Eigenschaft?) haben, die es nicht erlaubt, inferentiell erschlossen zu werden. (A 371). ((s) Kant hier ähnlich wie Hume: direkte Wahrnehmung von Dingen)).
unmittelbare Perzeption/= Bewusstsein/Kant/Stroud: von Dingen (dieser Art) ist dann ein hinreichender Beweis ihrer Realität! ((s) >Existenzbeweis). (A 371).
Stroud: damit sind wir in der Alltagssituation, wo die (Kant): "äußere Perzeption ... den unmittelbaren Beweis von etwas Realem im Raum" liefert. (A 375).
DescartesVsKant: könnte sagen, dass Kant dazu gar nicht in der Lage ist.
Stroud: es geht hier aber nicht darum, welcher von beiden die richtige Beschreibung der Situation gibt.
KantVsDescartes: seine Beschreibung kann nicht korrekt sein. Aber er gibt nicht einfach eine konkurrierende Alternative. Er stellt vielmehr Bedingungen für den Zugang zu Wissen auf.
I 132
Zumindest müssen solche Theorien dem traditionellen Skeptizismus Rechnung tragen. Bsp wenn Descartes recht hätte, könnten wir nichts über die Außenwelt wissen. Das ist der Grund, warum Kant kein inferentielles Wissen von äußeren Dingen erlaubt. Sonst ist der Skeptizismus nicht zu vermeiden.
Stroud: also verlangt er genau die Art Wissen, die Moore liefert!
I 140
Def "Epistemische Priorität"/Terminologie/Stroud: so kann man Descartes’ These nennen, dass Sinneserfahrung, Wahrnehmungen, Repräsentationen (was Descartes "Ideen" nennt, epistemisch vorrangig sind vor den wahrgenommenen Gegenständen.
I 141
Stroud: d.h. dass die epistemisch nachrangigen Dinge nicht gewusst werden können, ohne dass epistemisch vorrangige Dinge gewusst werden. Und nicht umgekehrt. D.h. letztere sind weniger wißbar. D.h. die äußere Welt ist weniger wissbar als unsere Sinneserfahrungen. KantVsDescartes/KantVsEpistemische Priorität: das muss zurückgewiesen werden, diese Sicht kann nicht erklären, wie Wissen überhaupt möglich ist!
Wahrnehmung/KantVsDescartes: wir nehmen die Dinge direkt wahr, ohne Schlussfolgerung.
Stroud: wir verstehen Kant nur, wenn wir Descartes verstehen.
Realismus/KantVsSkeptizismus/KantVsDescartes: die Überlegungen, die ihn ins Spiel bringen sind gerade die, die zur epistemischen Priorität (Vorrang der Sinneseindrücke (bzw. "Ideen") vor den Gegenständen) führen.
I 142
Das müssen wir verstehen, um Kants Version des Realismus zu verstehen. (VsMoores einfachen Realismus). D.h. den Realismus der erklärt: wie-ists-möglich, dass wir etwas von der Welt wissen?. (Bedingungen der Möglichkeit von Wissen).
I 146
Wissen/KantVsSkeptizismus/Stroud: wenn äußere Wahrnehmung ((experience, Erfahrung) die Bedingung für innere Erfahrung ist, und wenn äußere Erfahrung unmittelbar ist, dann können wir wissen, (im Allgemeinen) dass es eine äußere Realität gibt, die unseren Sinneserfahrungen (Sinneseindrücken) entspricht.
I 147
Dann kann es Täuschung im Einzelfall geben, aber keine allgemeine skeptische Infragestellung. KantVsSkeptizismus/KantVsDescartes: kann nicht auf alles ausgedehnt werden, nur in Einzelfällen kann er sich melden.
Wahrnehmung/KantVsDescartes: Pointe: könnte man in jedem Fall den Skeptizismus annehmen, müsste man annehmen, dass unsere Wahrnehmung nicht direkt, sondern indirekt, inferentiell (via Schlussfolgerung) zustande käme.
KantVsDescartes: dieser geht nicht tief genug und verlässt sich zu stark auf die „Zeugnisse“ unserer alltäglichen Äußerungen.
I 148
Descartes hätte die Bedingungen untersuchen müssen, die Erfahrungen überhaupt möglich machen. KantVsSkeptizismus: selbst die „inneren Erfahrungen“ von Descartes sind nur möglich, wenn er zunächst äußere hat. Daher verletzt die skeptische Konklusion die Bedingungen von Erfahrung überhaupt. Descartes Position selbst ist unmöglich:
keine Untersuchung unseres Wissens könnte zeigen, dass wir immer etwas anderes wahrnehmen als die unabhängigen Objekte, von denen wir glauben, dass sie um uns herum existieren.
Skeptizismus/Kant/Stroud: Kant akzeptiert zumindest die konditionale Kraft ((s) d.h. die Prämissen) des traditionellen Skeptizismus.
KantVsDescates: er weist aber die skeptische Konklusion zurück: sie widerspreche jeder adäquaten philosophischen Theorie von Wissen.
Lösung/Kant: was wir wissen, betrifft die Erscheinungen.
KantVsSkeptizismus/Stroud: das Antezedens der skeptischen Konklusion kann nur wahr sein, wenn das Konsequens falsch ist.
Wissen/Welt/KantVsMoore/Stroud: damit hat er ein anderes Verständnis der Relation zwischen philosophischer Untersuchung von Wissen und dem Wissen im alltäglichen Leben.
I 159
Wissenschaft/Realität/Alltag/Wissen/KantVsDescartes/Stroud: unser alltägliches und wissenschaftliches Wissen ist unverwundbar durch den Skeptizismus. KantVsMoore: aber es gibt keine Schlussfolgerung von unseren Wahrnehmungen auf Wissen über unabhängige Dinge.
- - -
I 168
Wissen/Erklärung/StroudVsKant: wir könnten aber auch auf eine andere Weise einer Erklärung entbehren: nicht weil der Skeptizismus wahr wäre (und damit nichts zu erklären wäre) , sondern weil die allgemeine philosophische Frage nicht schlüssig gestellt werden kann! (>Carnap, s.u.). Kant/Stroud: Pointe : plädiert in einer Weise für eine eingeschränkte ("deflationary") Sicht, die dieser Kritik entspricht. ((s) "deflationär": hier: nicht auf den umfassendsten Rahmen gerichtet).
KantVsDescartes: wenn seine Frage kohärent gestellt werden könnte, wäre Skeptizismus die einzige Antwort. Daher ist die Frage illegitim.
StroudVsKant: dieser erklärt damit aber nicht, worüber Descartes besorgt war.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsDescartes Strawson Vs Spinoza, B.
 
Bücher bei Amazon
Rorty I 28
Wittgenstein/Strawson/Rorty: These: es gibt hier nichts als den menschlichen Körper, VsDescartes: Vs Aufspaltung in res cogitans und res extensa. Aspekt/VsSpinoza "Zwei Aspekte". Das ist solange in Ordnung, wie man nicht fragt: "Sind Organismen etwas physisches?"

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDescartes Externalismus Vs Tradition
 
Bücher bei Amazon
Frank I 676
Geist/Tradition/Descartes: eine Bühne auf der "Erscheinungen, Sinnesdaten und Qualia vorbeiziehen". Was da erscheint, sind nicht die gewöhnlichen Objekte, sondern ihre angeblichen Vertreter. Und das Herz soll diese Vertreter lieben.
DavidsonVs: Problem: 1. wie ist es dann möglich, sich einen Weg nach außen zu bahnen?
2. wie kann sich das Selbst in diesem Bild unterbringen? Denn es scheint auf der einen Seite alles zu umfassen, Theater, Bühne, Schauspieler und Publikum, auf der anderen Seite wird das, was gewusst und registriert wird, allein vom Publikum gewusst und registriert.
Problem der Lokalisierung: sind die Objekte im Geist, oder werden sie von ihm betrachtet?
Davidson: diese Objekte interessieren mich hier nicht, sondern ihre urteilsartigen Vettern: Propositionen, partikulare Vorkommnisse von Propositionen, Repräsentationen oder Fragmente des "Mentalesischen": der Geist "faßt" sie nicht, er ist auch nicht "mit ihnen bekannt" oder "hat sie vor Augen".
I 676/677
ExternalismusVsTradition/ExternalismusVsDescartes: korrigiert dieses Bild: wenn externe Faktoren beteiligt sind, dann muss all das, was bestimmen hilft, um was für ein Objekt es sich handelt, gleicherweise vom Geist erfaßt werden, wenn der Geist wissen soll, in welchem Zustand er ist.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsDescartes Kanitscheider Vs Verschiedene
 
Bücher bei Amazon
Kanitscheider I 433
Unendlichkeit/materielle Existenz/Physik: einige Modelle verlangen physikalische Unendlichkeit: die hyperbolische Welt der Allgemeine Relativitätstheorie (AR), die Steady Astate theory (SST). Unendlichkeit/Mathematik/Physik:
Gauß: skeptisch gegenüber aktual unendlichen Größen.
LukrezVsArchimedes: Unendlichkeit bloße Möglichkeit eines Objektes, neue Raumzeitpunkte zu durchlaufen? (Bis heute Diskussion).
Bolzano: die objektive Existenz unendlicher Mengen kann nicht an der Unmöglichkeit scheitern, sich jedes einzelne Objekt vorzustellen.
I 434
NewtonVsDescartes: nicht "unbestimmter" sondern aktual unendlicher Raum! KantVsNewton: Unendliches unvorstellbar!
NewtonVsKant: nicht vorstellbar, aber begrifflich erfassbar!
Riemann: Unterscheidung unendlich/unbegrenzt (neu!). Lösung für das Problem des "Jenseits des Raums". Dreierkugel (S³) begrifflich analytisch problemlos handhabbar.
I 435
Mengen/unendlich: hier ist der Satz: "Das Ganze ist größer als die Teile" nicht mehr anwendbar. (Aber extensionale Bestimmung auch nicht nötig, intensionale reicht). Raum: Frage: kann ein offener unendlicher Raum mehr als Aleph0 Objekte endlicher Größe enthalten?
Lösung: "dichteste Packung" räumlich konvexer Zellen: diese Menge kann nicht größer als abzählbar sein. Damit kein a priori-Hindernis dafür, dass die Zahl der Galaxien in einem unbegrenzten Riemann Raum von nichtendlichem Volumen die kleinste transfinite Kardinalzahl ist.
- - -
II 102
Messung/Bewusstsein/Beobachter/Quantenmechanik/QM: psychologistische Interpretation: Fritz London und Edmund Bauer, 1939. >New Age-Bewegung.
II 103
These: der Beobachter konstituiert durch sein Bewusstsein die neue physikalische Objektivität, nämlich die Drehung des Vektors im Hilbertraum. 1. KanitscheiderVsBauer: Problem: dann ist überhaupt kein definitiver Einzelzustand der Materie ohne den Eingriff einer Psyche vorhanden.
2. KanitscheiderVsBauer: einerseits wird das Bewusstsein in die quantenmechanischen Gesetze einbezogen andererseits soll es im Innern des Beobachters wieder Sondereigenschaften besitzen, nämlich jene, die das kombinierte System von Objekt, Apparat und Beobachter ohne äußeren Anstoß aus dem hybriden Überlagerungszustand in den Einzelzustand überführt, in dem die Teilelemente entkoppelt sind.
3. KanitscheiderVsBauer: merkwürdig, dass die Schrödinger-Gleichung, das grundlegendste Gesetz der QM damit nicht auf das Bewusstsein anwendbar sein soll.
4. KanitscheiderVsBauer: außerdem Zweifel, ob das Bewusstsein wirklich im Überlagerungszustand von verschiedenen völlig gleichwertigen Seelenlagen sein kann.
(Bauer hatte seine These von Erich Bechers interaktionalistischen Leib Seele Dualismus übernommen II 104).
- - -
I 423
Raumkrümmung/Empirische Messung/Schwarzschild/Kanitscheider: Schwarzschild. Verzerrung des Dreiecks, das durch die Erdbahnparallaxe gebildet wird. Obwohl die Krümmungsfaktoren nicht bekannt sind, kann man schließen, dass wenn der Raum hyperbolisch ist, (K < 0), die Parallaxe der sehr fernen Sterne positiv sein muss.
I 424
Beobachtet man nun Sterne mit verschwindender Parallaxe, dann liefert die Messgenauigkeit eine obere Grenze für den Wert negativer Krümmung. Wenn der Raum sphärisch ist, - die Parallaxe negativ sein
Schwarzschild: beim hyperbolischen Fall müsste der Krümmungsradius mindestens 64 Lichtjahre,
im elliptischen mindestens 1600 Lichtjahre betragen.
KanitscheiderVsSchwarzschild: solche theorieunabhängigen Versuche gelten heute mit Recht als aussichtslos.
- - -
I 296
Zeitreisen/Kanitscheider: VsZeitmaschine/VsWells: H.G.Wells macht den Fehler, dass er den Reisenden auf dem gleichen irdischen Raumpunkt die Weltlinie der Erde auf- und absteigen lässt. Genau dies führt zur begrifflichen Unmöglichkeit von Vorwärts und Rückwärtsbewegung in der Zeit. Zeitreisen/AR/Kanitscheider: das ändert sich, wenn Materie ins Spiel kommt.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
eliminat. Materialism VsDescartes Pro Frank I 578
Rorty pro eliminativer Materialismus: knüpft an Feyerabend an - RortyVsKant, RortyVsDescartes
Fra I 584
Foucault: Mensch verschwindet, Rorty: Mentales verschwindet).

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Inferentialismus VsDescartes Pro Vollmer I 17
Descartes: Erkenntnis rein inferentiell möglich - LockeVsDescartes: These: "nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen war" - Locke: Geist tabula rasa LockeVsangeborene Ideen - LeibnizVsLocke: Vstabula rasa - der Verstand bringt schon gewissen Eigenschaften mit (Aristoteles dito) - I 24 Kant: jeder bringt bereits fertige Strukturen mit.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Positivismus VsDescartes Pro Bezzel Wittgenstein
: HabermasVsWittgenstein: W. Positivist.
WittgensteinVsDescartes: "Spiel des Zweifels setzt schon Gewißheit voraus.
WittgensteinVs: Behaviorismus, Metaphysik, hinweisende Erklärung, "Sprache zweiter Ordnung", Fortschrittsdenken der Naturwissenschaft,(westlich)
Skeptizismus VsDescartes Versus Bezzel Wittgenstein
WittgensteinVsDescartes: "Spiel des Zweifels setzt schon Gewißheit voraus.
WittgensteinVs: Behaviorismus, Metaphysik, hinweisende Erklärung, "Sprache zweiter Ordnung", Fortschrittsdenken der Naturwissenschaft,(westlich)

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
VsSkeptizismus Austin, J.L.
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 42
AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes/Stroud: (Austin, Sense and Sensibilia, 1962, 4-5) These an die Quelle von Descartes skeptischer Konklusion gelangt man durch die Aufdeckung einer Reihe von Mißverständnissen und (vor allem verbaler) Irrtümer und Fehlschlüsse.
I 44
Wissen/Philosophie/Alltag/Austin/Stroud: (Austin Other Minds, (Phil.Papers) 1961,45) These die typische philosophische Untersuchung weicht von unserer normalen (Alltags-) Praxis ab.
I 45
Austin These: "genug ist genug": d.h. es muß nicht alles gesagt werden. Es muß nicht immer bewiesen werden, Bsp daß dieser Goldfink kein ausgestopfter Vogel ist. (OM 52).
I 48
Traum/AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes: es geht um die starke These von Descartes, daß wir nicht wissen können, ob wir nicht träumen. Ohne sie wäre der Skeptizismus entwaffnet. Austin Kernthese
Methode/Alltagssprache/AustinVsDescartes: kann es gezeigt werden ((s) >Manifestation), daß Descartes mit seiner starken These die normalen Standards oder Bedingungen für Wissen verletzt?
I 51
Irrtum/Täuschung/Austin: These: "Du kannst nicht alle Leute immer täuschen".
I 64
StroudVsAustin: der Vorwurf AustinVsSkeptizismus (AustinVsDescartes), daß die Bedeutung von "Wissen" im Alltagsgebrauch verzerrt worden wäre, kann nur erhoben werden, wenn gezeigt werden kann, daß ein bestimmter Sprachgebrauch, ein bestimmter Begriff und die Relation zwischen ihnen falsch aufgefaßt wurde. Stroud: das ist es was ich damit meinte, daß die Quelle von Descartes Forderung etwas Tiefes und Wichtiges zum Vorschein bringt.
I 76
Stroud: These das führt uns auf die Tiefe und Wichtigkeit des Skeptizismus. Es geht um viel mehr als darum zu entscheiden, ob man etwas über die Welt um einen herum weiß, es geht um unsere Praxis (Handlungen) und Reflexion unseres Wissens (Selbst-Wissen). Können wir hier eine distanzierte Position einnehmen?
I 82
Skeptizismus/Quelle/Stroud: die Quelle des philosophischen Problems der Außenwelt liegt irgendwo in unserem Begriff einer objektiven Welt oder unserem Wunsch, nach einem Verstehen unserer Relation zur Welt.
Sketpizismus Cavell, St.
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 257
Def "Basis"/Terminologie/Cavell/Stroud: ist ein Satz, der einen speziellen Anspruch vorbringt Basis/Terminologie/CavellVs: im Fall von Descartes ist die Basis nicht völlig natürlich eingeführt. Das ist der Schlüssel zur Diagnose.
CavellVsSkeptizismus: These "Der Skeptiker tut nicht, was er zu tun glaubt". D.h. aber nicht, daß er die Bedeutungen der verwendeten Begriffe verzerrt. ((s.o. AustinVsMoore).
I 258 Pointe: hier geht es gerade darum, daß die Weise, etwas zu sagen, wesentlich dafür ist, was gemeint ist (CR, 208)
I 258
Gebrauchstheorie/Cavell: geht von Einzelsituationen aus.
I 258f
Skeptizismus/CavellVsSkeptizismus: der Skeptiker tut nicht, was er zu tun glaubt - er sagt nichts! - dann kann er auch nichts meinen - traditionelle Erkenntnistheorie: sagt erstaunlich wenig - behauptet kein Wissen! - Def Basis/Cavell: ein Satz, der einen speziellen Anspruch hervorbringt - CavellVsDescartes: hat auch keine Behauptung gemacht - Unterschied: sich vorzustellen, am Kamin zu sitzen, und sich vorzustellen zu behaupten, dieses zu wissen - so kann die Lösungsmethode nicht einmal unseren alltäglichen Methoden ähnlich sehen - Behauptung: erfordert Kontext, der nicht allgemein zu übertragen wäre - das skeptische Urteil wäre nicht repräsentativ - I 261 das Urteil des Erkenntnistheoretikers oder Skeptikers ist stets partikular - I 261 StroudVsCavell: ich kann feststellen, daß ich eine Voraussetzung gemacht habe, die nicht erfüllt ist - dann stellt das mein Wissen in Frage, ohne daß ich das vorher in einem Wissensanspruch ("Basis") vorgebracht habe - dennoch: wie Cavell: StroudVsErkenntnistheorie: braucht jedesmal einen konkreten Wissensanspruch, der eine allgemeine Beantwortung unmöglich macht -
I 263
Stroud pro Cavell: ich glaube er hat recht, daß der traditionelle Erkenntnistheoretiker für jeden konkreten Fall Äußerungsbedingungen braucht, die eine Verallgemeinerung unmöglich machen. StroudVsCavell: ich möchte nur zeigen, daß man dazu gar nicht zeigen muß, daß gar keine Behauptung aufgestellt wurde.
Angeborenes Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Vollmer I 14
LockeVsDescartes: keine angeborenen Ideen! Seele bei Geburt weißes Papier, tabula rasa, Wachstafel. Sinneserfahrungen bringen Ideen hervor, die vorher nicht vorhanden waren. These "Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen gewesen ist". (DescartesVs).

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Raum Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Kanitscheider II 38
Materie/Raum/Descartes: neu: absolutistische Raumauffassung besonderer Art: Die Geometrie wird dem Raum nicht von außen durch Objekte aufgeprägt, sondern besitzt die geometrische Struktur innerlich - NewtonVsDescartes: nicht Ausdehnung, sondern träge Masse ist die Schlüsseleigenschaft der Materie - Newton: These Raum absolut, von Materie unabhängig - II 39 Einstein: es gibt keinen "feld-leeren" Raum.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
Skeptizismus Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
Stroud I 11
Descartes: die Sinne zeigen uns nicht mit Sicherheit, ob die Situation in der wir uns zu befinden glauben, tatsächlich vorliegt. Das zeigt, daß wir überhaupt nichts über die Außenwelt wissen können. Descartes: These: ich kann Wachheit nicht von Traum unterscheiden.
I 18
Descartes/Traum/Skeptizismus/Stroud: beide Schritte von Descartes’ Überlegungen sind korrekt. Dennoch: StroudVsDescartes: wir können manchmal wissen, daß wir nicht träumen.
I 19
StroudVsDescartes: man kann auch etwas über die Welt wissen, wenn man träumt (s.u.).
I 24
schwächere These/ StroudVsDescartes: die unleugbare Wahrheit ist bloß, daß wenn man träumt, daß einem dann Wissen fehlt. Skeptizismus/Stroud: wird nur mit der stärkeren These erreicht!
I 111
Skeptizismus/Descartes/Stroud/VsMoore: Descartes gelangt zu seiner These durch eine Einschätzung all unseres Wissens. - Quelle: waren bei ihm die Sinne.
I 140
"Alles anders"/Skeptizismus/Descartes/Stroud: erreicht seine skeptische Konklusion aus der These, daß unsere Wahrnehmung genau so sein könnte, wie sie ist, auch wenn es gar keine äußeren Dinge gäbe. Lücke/Stroud: für Descartes gibt es einen Lücke zwischen Erscheinung und Realität.
personale Identit. Locke, J.
 
Bücher bei Amazon
I 53
Identität/Mensch/Person/personale Identität/Locke: (27.Kapitel II. Buch des Essays: "Über Identität und Verschiedenheit"). These Es gibt einen Unterschied zwischen einer beliebigen Materiemasse und einer strukturierten Materie, die Leben ermöglicht.
Was diese Basis betrifft, besteht zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen kein Unterschied.
Eine andere Auffassung von der geistigen Identität verankere diese allein in der immateriellen Seele (Descartes) und abstrahiere völlig von Körper und Gestalt.
Diese Position läßt sich mit dem Gedanken der Seelenwanderung vereinbaren, für die Locke aber offensichtlich nicht viel Sympathie hatte.
I 54
Identität/LockeVsDescartes: Problem: das Verhältnis von Substanz und Person, wenn die Denkfähigkeit allein einer immateriellen Substanz zugeschrieben wird. Bsp so wäre es denkbar, daß jemand die Überzeugung vertreten könnte, er sei dieselbe Person wie Nestor. Wenn man nun die Richtigkeit der Cartesianischen These voraussetzt,
I 55
so sei es denkbar, daß ein zeitgenössischer Mensch tatsächlich die Person Nestor sei. So sei er deshalb aber doch nicht der Mensch Nestor, eben weil die Idee des Menschen nicht von seiner körperlichen Gestalt ablösbar sei.
Das ist für uns heute abstrus. (>Geach).
Locke relativiert die These damit, daß es für das Bewußtsein auf die Beschaffenheit der Substanz gar nicht ankomme, weshalb er diese Frage offenlassen wolle - er vermittelt dabei den Eindruck, daß er der materialistischen Sichtweise zugeneigt ist.
Geist Rorty, R.
 
Bücher bei Amazon
I 28
Wittgenstein/Strawson/Rorty: These es gibt hier nichts als den menschlichen Körper, VsDescartes: Vs Aufspaltung in res cogitans und res extensa. Aspekt/VsSpinoza "Zwei Aspekte". Das ist solange in Ordnung, wie man nicht fragt: "Sind Organismen etwas physisches?"
Philosophie Ryle, G.
 
Bücher bei Amazon
Tetens Wittgenstein VII 147
Philosophie/Unsinn/logische Grammatik/Tetens: die These, daß sich die Philosophie einem Mißverständnis der "logischen Grammatik" der Sprache verdankt, findet sich weder bei Carnap noch im Tractatus, sondern bei Ryle in seiner Kritik VsDualismus, VsDescartes (Ryle 1969).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Selbstbewußtsein Sellars, W.
 
Bücher bei Amazon
Fra I 264
Bewußtsein/SellarsVsSartre/SellarsVsDescartes: die These von der Selbstdurchsichtigkeit und Selbstï·"Erschlossenheit des Bewußtseins ist der "Mythos des Gegebenen".

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
absol. Raum Newton, I.
 
Bücher bei Amazon
Kanitscheider II 38
Materie/Raum/Descartes: Neu: bei Descartes gibt es eine absolutistische Raumauffassung besonderer Art: Die Geometrie wird dem Raum nicht von außen durch Objekte aufgeprägt, sondern besitzt die geometrische Struktur innerlich. - NewtonVsDescartes: nicht Ausdehnung, sondern träge Masse ist die Schlüsseleigenschaft der Materie. Newton: These: Raum ist absolut, von Materie unabhängig.
II 39
Raum/Einstein: es gibt keinen "Feld-leeren" Raum.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
Selbstbew Sartre, J.P.
 
Bücher bei Amazon
Fra I 264
Bewußtsein/SellarsVsSartre/SellarsVsDescartes: die These von der Selbstdurchsichtigkeit und Selbstï·"Erschlossenheit des Bewußtseins ist der "Mythos des Gegebenen".

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994