Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Literatur
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Historismus Heidegger Gadamer I 264
Historismus/Heidegger/Gadamer: Verstehen (...) ist die ursprüngliche Vollzugsform des Daseins, das In.der-Weltsein (...). Indem Heidegger die Seinsfrage neu erweckte und damit die bisherige Metaphysik im ganzen - und nicht nur ihre Zuspitzung im Cartesianismus der neuzeitlichen Wissenschaft und der Transzendentalphilosophie - überstieg, gewann er gegenüber den Aporien des Historismus eine grundsätzlich neue Stellung. HeideggerVsDroysen/HeideggerVsDilthey: Der Begriff des Verstehens ist nicht mehr ein Methodenbegriff, wie bei Droysen. Verstehen ist auch nicht, wie in Diltheys Versuch einer hermeneutischen Grundlegung der Geisteswissenschaften, eine dem Zug des Lebens zur Idealität erst nachfolgende inverse Operation. Verstehen ist der ursprüngliche Seinscharakter des menschlichen Lebens selber. >Verstehen/Heidegger, >Erkennen/Heidegger.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Tübingen 1993

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977
Verstehen Heidegger Gadamer I 264
Verstehen/Heidegger/Gadamer: Verstehen (...) ist die ursprüngliche Vollzugsform des Daseins, das In.der-Weltsein (...). Vor aller Differenzierung des Verstehens in die verschiedenen Richtungen des pragmatischen oder theoretischen Interesses ist Verstehen die Seinsart des Da-seins, sofern es Seinkönnen und “Möglichkeit“ ist. HeideggerVsDroysen/HeideggerVsDilthey: Der Begriff des Verstehens ist nicht mehr ein Methodenbegriff, wie bei Droysen. Verstehen ist auch nicht, wie in Diltheys Versuch einer hermeneutischen Grundlegung der Geisteswissenschaften, eine dem Zug des Lebens zur Idealität erst nachfolgende inverse Operation. Verstehen ist der ursprüngliche Seinscharakter des menschlichen Lebens selber. (...) [Aufgabe des Verstehens]: durch eine „transzendentale Analytik des Daseins“ diese Struktur des Daseins aufzuklären. >Erkennen/Heidegger.


Figal I 69
Verstehen/Heidegger/Figal: wir verstehen uns selbst in den verschiedenen Zusammenhängen des Alltags. Selbstverständlichkeit. (>Zeug).
Figal I 85
Verstehen: unmittelbares Vernehmen der Möglichkeiten (zukünftiger Charakter).

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Tübingen 1993

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

Figal I
Günter Figal
Martin Heidegger zur Einführung Hamburg 2016
Zusammenhang Ranke Gadamer I 211
Zusammenhang/Geschichte/Freiheit/Notwendigkeit/Ranke/Gadamer: Die geschichtlichen Kräfte, die die eigentlichen Träger der geschichtlichen Entwicklung bilden, sind nicht wie die monadische Subjekivität des Individuums. Alle Individuation ist vielmehr selbst schon durch die entgegenstehende Realität mitgeprägt, und eben deshalb ist Individualität nicht Subjektivität, sondern lebendige Kraft. >Kraft/Ranke. Zusammenhang: Der Gebrauch der Kategorie der Kraft ermöglicht nun, den Zusammenhang in der Geschichte als eine primäre Gegebenheit zu denken. Kraft ist immer nur wirklich als ein Spiel der Kräfte, und Geschichte ist ein solches Spiel von Kräften, das Kontinuität erwirkt.
Ranke wie Droysen sprechen in diesem Zusammenhang davon, daß Geschichte eine „werdende Summe« ist, um damit allen Anspruch auf apriorische Konstruktion der Weltgeschichte abzuweisen, und sie meinen damit ganz auf dem Boden der Erfahrung zu stehen.(1)
GadamerVsRanke/GadamerVsdroysen: Es fragt sich aber, ob damit nicht doch mehr vorausgesetzt ist, als sie selber wissen. Dass die Universalgeschichte eine werdende Summe ist, heißt doch, dass sie ein - wenn auch unfertiges - Ganzes sei. Das aber ist keineswegs selbstverständlich. Qualitativ ungleiche Posten summieren sich nicht. Summierung setzt vielmehr voraus, dass die Einheit, unter der sie zusammengefasst werden, ihre Zusammenfassung schon vorgängig leitet. Diese Voraussetzung ist aber eine Behauptung. Die Idee der Einheit der Geschichte ist in Wahrheit nicht so formal und so unabhängig von einem inhaltlichen Verständnis „der« Geschichte, wie es scheint.(2)
Die Welt der Geschichte hat man durchaus nicht immer unter dem Aspekt der weltgeschichtlichen Einheit gedacht. Sie kann z. B. auch - wie bei Herodot - als ein moralisches Phänomen betrachtet werden. Als solches bietet sie eine Fülle von Exempla, aber keine Einheit. Was legitimiert die Rede von einer Einheit der Weltgeschichte? Diese Frage war ehedem leicht beantwortet, als man die Einheit eines Zieles und damit eines Planes in der Geschichte voraussetzte. Aber was ist der Generalnenner, der ein Zusamenzählen
Gadamer I 212
erlaubt, wenn ein solches Ziel und ein solcher Plan in der Geschichte nicht angenommen wird? >Einheit/Geschichte/Historismus, >Einheit/Geschichte/Ranke, >Kontinuität/Ranke.

1. Ranke, Weltgeschichte IX, S. 163;
2. Dass Ranke - und nicht als einziger - subsumieren als summieren denkt und schreibt (z. B. a. a. O. , S. 63), ist für die geheime Gesinnung der historischen Schule höchst bezeichnend.

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977