Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
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Arbeitsteilung Durkheim Habermas IV 173
Arbeitsteilung/Durkheim/Habermas: Durkheim gebraucht den Begriff der Arbeitsteilung im Sinne einer strukturellen Differenzierung gesellschaftlicher Systeme. Die funktionale Differenzierung von Berufsgruppen hat auch für Durkheim exemplarische Bedeutung. Er neigt aber dazu, die Komplexität einer Gesellschaft
Habermas IV 174
an demographischen Indikatoren zu messen. Gesellschaftliche Arbeitsteilung/Durkheim: a) segmentär, b) funktional differenzierte Gesellschaften. Analogie: Bsp Biologische Organismen. Daraus leitet Durkheim ein biologisches Modell für funktional differenzierte Gesellschaften, die er „organisch“ nennt. Verschiedene Organe spielen spezielle Rollen. Der Staat wird von Durkheim dabei als das zentrale Organ identifiziert. (1)
Habermas IV 175
Indem Durkheim das biologische Modell zugrundlegt, muss er nicht mehr Normen als Bedingungen für die Ausbildung dieser Strukturen annehmen. Das nennt Luhmann „normfreie Sozialität“. (2) Gesellschaft/Durkheim: These: für archaische Gesellschaften ist das Kollektivbewusstsein konstitutiv, für moderne Gesellschaften hingegen die Arbeitsteilung. (3)
Durkheim/Habermas: während primitive Gesellschaften über ein normatives Grundeinverständnis integriert sind, vollzieht sich die Integration in entwickelten Gesellschaften über den systemischen Zusammenhang funktional spezifizierter Handlungsbereiche. Siehe Arbeitsteilung/Spencer.
Habermas IV 178
Arbeitsteilung/Durkheim: Durkheim These: die industriekapitalistischen Gesellschaften treiben auf eine Anomie zu. Diese Anomie führt Durkheim auf dieselben Differenzierungsprozesse zurück, aus denen doch eine neue Moral „naturgesetztlich“ entstehen sollte. Durkheims Beispiel für anomische Arbeitsteilung ist die „Feindschaft zwischen Arbeit und Kapital“ (4) HabermasVsDurkheim: seine Analysen sind zirkulär: einerseits behauptet er, dass die moralischen Regeln, die organische Solidarität ermöglichen, „im normalen Zustand von selbst aus der Arbeitsteilung fließen“. (5) Andererseits erklärt der den dysfunktionalen Charakter bestimmter Formen der Arbeitsteilung mit dem Fehlen solcher normativer Regelungen. (6)
Habermas IV 179
Lösung/Habermas: wir müssen zwischen System (aus der Beobachterperspektive) und Lebenswelt (aus Sicht der sozialen Gruppe) unterscheiden. Gesellschaften sollten wir anschließen gleichzeitig als System und Lebenswelt konzipieren.

1.E. Durkheim, De la division du travail social, Paris 1930, German Frankfurt 1977, S. 222f.
2.N. Luhmann, Einleitung zu Durkheim (1977).
3. Durkheim (1977) S. 266
4. Ebenda S. 396
5. Ebenda S. 408
6. Ebenda S. 410

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Autonomie Durkheim Habermas IV 129
Autonomie/Person/Durkheim/Habermas: Die Gabe der freien Entscheidung ist hinreichend, die Persönlichkeit des Individuums zu begründen. (1) Allerdings erschöpft sich diese Autonomie nicht in der Fähigkeit, willkürlich zu entscheiden. Sie besteht nicht in der Freiheit, „zwischen zwei Alternativen zu wählen“, eher in einem „reflektierten Selbstverhältnis“.
Habermas IV 130
Die fortschreitende Autonomie schafft eine neue Form von Solidarität, die nicht mehr durch einen vorgängigen Wertekonsens gesichert ist, sondern kraft individueller Anstrengungen kooperativ erzielt werden muss. An die Stelle einer sozialen Integration durch Glauben tritt eine durch Kooperation. Durkheim revidiert in der zweiten Auflage seine ursprüngliche Auffassung, diese Solidarität sei eine Wirkung gesellschaftlicher Arbeitsteilung. Er sieht sich stattdessen gezwungen, eine Berufsgruppenmoral zu postulieren.
Habermas IV 131
HabermasVsDurkheim: indem er etwas Übergeordnetes als Bindungskraft postuliert, entgeht er nicht den Fallstricken des geschichtsphilosophischen Denkens. Einerseits nimmt er die deskriptive Einstellung eines Sozialwissenschaftlers ein, andererseits macht er sich das Konzept einer universalistischen Moral (…) in normativer Einstellung zu eigen und erklär lapidar zur Pflicht, „uns eine neue Moral zu bilden.“ (2)
HabermasVsDurkheim: er ist sich nicht im Klaren darüber, welchen methodischen Bedingungen die deskriptive Erfassung eines als Rationalisierungsvorgang begriffenen Entwicklungsprozesses genügen muss.


1. E. Durkheim, De la division du travail social, German: Über die Teilung der sozialen Arbeit, Frankfurt, 1977, S. 444
2. Ebenda S. 450.

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Gemeinschaft Habermas Habermas IV 211
Gemeinschaft/social community/Talcott Parsons/Habermas: in der auf Durkheim zurückgehenden Tradition liegt der Gesellschaftstheorie ein auf den Aspekt der gesellschaftlichen Integration verkürztes Lebensweltkonzept zugrunde. Parsons wählt dafür den Ausdruck „social community“; darunter versteht er die Lebenswelt einer sozial integrierten Gruppe. Sie bildet das Kernstück jeder Gesellschaft, wobei „Gesellschaft“ als die strukturelle Komponente verstanden wird, die über legitim geordnete interpersonale
Habermas IV 212
Beziehungen den Status, d.h. die Rechte und Pflichten von Gruppenangehörigen festlegt, Kultur und Persönlichkeit werden lediglich als funktionale Ergänzungen zur „social community“ vorgestellt: die Kultur versorgt die Gesellschaft mit Werten, die institutionalisiert werden können; und die vergesellschafteten Individuen steuern Motivationen bei, die den normierten Verhaltenserwartungen angemessen sind. (MeadVsDurkheim, HabermasVsDurkheim).

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Heiliges Durkheim Habermas IV 78
Heiliges/Holiness/Durkheim/Habermas: Def Heilig/Durkheim: das Sakrale (…) ist das Abgesonderte, vereinzelte. Jede Berührung mit anderem hat seine Profanierung zur Folge.
Habermas IV 79
Das Sakrale und das Profane sind nicht auf derselben Ebene. Sie sind heterogen und inkommensurabel. (1) Das Heilige erweckt die gleiche ambivalente Haltung wie die moralische Autorität, denn das Heilige ist mit einer Aura umgeben, die gleichzeitig abschreckt und anzieht, terrorisiert und bezaubert. (2)
Habermas IV 80
HabermasVsDurkheim: wo Durkheim versucht, die Herkunft des Sakralen deutlich zu machen, zeigt sich seine Bindung an die Tradition der Bewusstseinsphilosophie: Durkheim These: Religionen sollen aus Glaubensvorstellungen und rituellen Praktiken bestehen. Damit ist für Durkheim Religion Ausdruck eines kollektiven, überindividuellen Bewusstseins. Da Bewusstsein ein intentionales Objekt braucht, sucht Durkheim
Habermas IV 81
nach dem Gegenstand der religiösen Vorstellungswelt. Für die Religion selbst ist dies natürlich das göttliche Wesen – für Durkheim verbirgt sich dahinter jedoch „die transfigurierte und symbolisch gedachte Gesellschaft“. Denn die Gesellschaft ist das Kollektiv, zu der sich die Gruppenangehörigen assoziieren, kurz „die kollektive Person“ ist so beschaffen, dass sie über das Bewusstsein der individuellen Personen hinausreicht und ich doch zugleich immanent ist. Zudem besitzt sie alle Merkmale einer Ehrfurcht gebietenden moralischen Autorität. (3) HabermasVsDurkheim: das ist zirkulär: das Moralische wird auf das Heilige zurückgeführt, dieses auf kollektive Vorstellungen von einer Entität, die ihrerseits aus einem System verpflichtender Normen bestehen soll.


1.E. Durkheim, Sociologie et philosophie, Paris 1951, German Frankfurt 1967, S.126f.
2.Ebenda S. 86.
3.Ebenda S. 104

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Individuation Mead Habermas IV 93
Individuation/MeadVsDurkheim/Mead/Habermas: Mead These: der Prozess der Vergesellschaftung ist zugleich ein Prozess der Individuierung. Das begründet Mead mit der Verschiedenheit der positionsgebundenen Perspektiven, die Sprecher und Hörer einnehmen. Als Prinzip der Individuierung führt Mead nicht den Leib, sondern eine Perspektivenstruktur an, die mit den kommunikativen Rollen der ersten, zweiten und dritten Person gesetzt wird. „Me“ steht für die Ansicht, die Ego einem Alter in einer Interaktion bietet, wenn dieser Ego ein Sprechaktangebot macht. Diese Ansicht gewinnt Ego von sich selbst, indem er selbst Alte rs Perspektive in Sprechakten einnimmt.
Habermas IV 94
Pointe: der Handelnde ist durch die bloße Struktur sprachlicher Intersubjektivität gezwungen, auch im normenkonformen Verhalten er selbst zu sein. Im kommunikativen Handeln, wie immer es durch Normen geleitet ist, kann in einem sehr grundsätzlichen Sinn niemandem die Initiative abgenommen werden, niemand kann die Initiative abgeben: „Das „Ich“ liefert das Gefühl der Freiheit, der Initiative.“ (1)

1. G. H. Mead, Mind, Self and Society, ed. Ch. W. Morris, Chicago 1934, German Geist, Identität und Gesellschaft, Frankfurt, 1969, S. 221.

Mead I
George Herbert Mead
Geist, Identität und Gesellschaft aus der Sicht des Sozialbehaviorismus Frankfurt 1973

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Individuen Durkheim Habermas IV 91
Individuum/Durkheim/Habermas: Durkheim These: Das Individuum zerfällt in zwei Teile: a) einen nicht-sozialisierten, Eigeninteressen und Selbsterhaltungsimperativen unterworfenen und b) einen von der Gruppenidentität geprägten moralischen Teil andererseits. (1) Die Spaltung des gesellschaftlichen Universums in Bereiche des Profanen und des Sakralen wiederholt sich psychologisch im Gegensatz von Leib und Seele bzw. Körper und Geist, im Antagonismus von Neigung und Pflicht, Sinnlichkeit und Verstand.
HabermasVsDurkheim: hier zeigt sich deutlicher als an anderen Stellen, wie stark Durkheim der traditionellen Bewusstseinsphilosophie verhaftet bleibt. Er unterscheidet Zustände des individuellen und des kollektiven Bewusstseins, aber beide gelten als Bewusstseinszustände des Individuums. (2)
Individuum/Durkheim: verdankt seine Identität als Person ausschließlich
Habermas VI 92
der Identifizierung mit bzw. der Verinnerlichung von Merkmalen der kollektiven Identität; die persönliche Identität ist eine Spiegelung der kollektiven. Durkheim: „Es stimmt also nicht, wenn wir glauben, um so persönlicher zu sein, je individualistischer wir sind.“ (3)
Habermas IV 93
MeadVsDurkheim: anders als Durkheim geht Mead davon aus, dass sich die Identitätsbildung über das Medium sprachlicher Kommunikation vollzieht. Und da sich die Subjektivität der eigenen Absichten, Wünsche und Gefühle keineswegs entzieht, müssen die Instanzen von Ich und Über-Ich (bei Mead „I“ und „Me“) aus demselben Prozess der Vergesellschaftung hervorgehen. (Siehe Identität/Mead, Ich/Selbst/Mead, Individuation/Mead).

1.E. Durkheim, Les formes élementaires de la vie religieuse, Paris, 1968, German: Frankfurt 1981, S. S. 37.
2.E. Durkheim, Le dualisme de la nature humaine et ses conditions sociales, in: ders.La science sociale et l’action, (Ed) J. C. Filloux, Paris 1970, S. 330.
3. Durkheim (1981). S. 369.

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Institutionen Durkheim Habermas IV 89
Institutionen/Durkheim/Habermas: Durkheim These: alle großen Institutionen sind aus dem Geist der Religion entstanden. HabermasVsDurkheim: das können wir nur in einer indirekten annehmen: je weiter Institutionen sich ausdifferenzieren, umso lockerer wird die Verbindung zur rituellen Praxis. Der religiöse Ursprung der Institutionen wird gewinnt erst dann einen nichttrivialen Charakter, wenn wir die religiöse Weltdeutung als Verbindungsglied zwischen kollektiver Identität auf der einen und Institutionen auf der anderen Seite in Betracht ziehen. Siehe Institutionen/Habermas.

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Institutionen Habermas IV 90
Institutionen/Entstehung/HabermasVsDurkheim: um die Entstehung von Institutionen aus religiösen Riten zu erklären, wie Durkheim das will, müssen wir sprachlich geprägte Weltbilder als Zwischenglied zwischen den nichtsprachlichen Riten und dem kommunikativen Handeln von Institutionen annehmen. Wir müssen berücksichtigen, dass die profane Alltagspraxis über sprachlich differenzierte Verständigungsprozesse läuft und zu einer Spezifizierung von Geltungsansprüchen für situationsangemessene Handlungen im normativen Kontext von Rollen und Institutionen nötigt. (1)


1.Talcott ParsonsVsDurkheim setzt an dieser Stelle ein; T. Parsons, (1967b).

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Kultur Parsons Habermas IV 211
Kultur/Talcott/Parsons/Habermas: in der auf Durkheim zurückgehenden Tradition liegt der Gesellschaftstheorie ein auf den Aspekt der gesellschaftlichen Integration verkürztes Lebensweltkonzept zugrunde.
Habermas IV 212
Kultur und Persönlichkeit werden lediglich als funktionale Ergänzungen zur „social community“ vorgestellt: die Kultur versorgt die Gesellschaft mit Werten, die institutionalisiert werden können; und die vergesellschafteten Individuen steuern Motivationen bei, die den normierten Verhaltenserwartungen angemessen sind. (MeadVsDurkheim, HabermasVsDurkheim). Dagegen:
Mead/Habermas: in der auf Mead zurückgehenden Tradition liegt der Gesellschaftstheorie ein Lebensweltkonzept zugrunde, das auf den Aspekt der Vergesellschaftung von Individuen verkürzt ist. Vertreter des symbolischen Interaktionismus sind: H. Blumer, A.M. Rose, A. Strauss oder R. H. Turner.

Habermas IV 354
Kultur/Parsons/Habermas: (Siehe auch Kulturelle Werte/Parsons). Beim späteren Parsons wird Kultur als ein Subsystem verstanden, das eigenen
Habermas IV 355
Imperativen der Bestandserhaltung folgt, das selbst mit knappen Ressourcen wirtschaftet und das andere Subsysteme nur in dem Sinne „durchdringt“ wie sich Systeme, die füreinander Umwelten bilden, in Randzonen überlappen und miteinander verschränken können. Diese methodische Revision bedeutet auch einen Bruch mit der Auffassung, die Parsons als „analytischen Realismus“ bezeichnet hatte.
Habermas IV 426
Kultur/Evolution/Parsons/Habermas: die kulturelle Entwicklung betrachtet Parsons als Äquivalent für Veränderungen des genetischen Kodes (>Analogien). Selektion/Parsons: die gesellschaftliche Implementierung des in Weltbildern eingeschlossenen Potentials entspricht für Parsons der Selektion aus dem Bereich kultureller Varianten.

ParCh I
Ch. Parsons
Philosophy of Mathematics in the Twentieth Century: Selected Essays Cambridge 2014

ParTa I
T. Parsons
The Structure of Social Action, Vol. 1 1967

ParTe I
Ter. Parsons
Indeterminate Identity: Metaphysics and Semantics 2000

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Religion Durkheim Habermas IV 80
Religion/Durkheim/HabermasVsDurkheim/Habermas: wo Durkheim versucht, die Herkunft des Sakralen deutlich zu machen, zeigt sich seine Bindung an die Tradition der Bewusstseinsphilosophie: Durkheim These: Religionen sollen aus Glaubensvorstellungen und rituellen Praktiken bestehen. Damit ist für Durkheim Religion Ausdruck eines kollektiven, überindividuellen Bewusstseins. Da Bewusstsein ein intentionales Objekt braucht, sucht Durkheim
Habermas IV 81
nach dem Gegenstand der religiösen Vorstellungswelt. Für die Religion selbst ist dies natürlich das göttliche Wesen – für Durkheim verbirgt sich dahinter jedoch „die transfigurierte und symbolisch gedachte Gesellschaft“. Denn die Gesellschaft ist das Kollektiv, zu der sich die Gruppenangehörigen assoziieren, kurz „die kollektive Person“ ist so beschaffen, dass sie über das Bewusstsein der individuellen Personen hinausreicht und ich doch zugleich immanent ist. Zudem besitzt sie alle Merkmale einer Ehrfurcht gebietenden moralischen Autorität. (1) HabermasVsDurkheim: das ist zirkulär: das Moralische wird auf das Heilige zurückgeführt, dieses auf kollektive Vorstellungen von einer Entität, die ihrerseits aus einem System verpflichtender Normen bestehen soll.


1.E. Durkheim, Sociologie et philosophie, Paris 1951, German Frankfurt 1967, S.104

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Religiöser Glaube Durkheim Habermas IV 73
Religiöser Glaube/Durkheim/Habermas: Durkheim analysiert den religiösen Glauben und den Patriotismus nicht wie G. GH. Mead, als außeralltägliche Haltungen moderner Zeitgenossen, sondern als Ausdruck eines stammesgeschichtlich tief verwurzelten Kollektivbewusstsein, das für die Identität von Gruppen konstitutiv ist.
Habermas IV 74
HabermasVsDurkheim: Durkheim unterscheidet nicht hinreichend zwischen der über den religiösen Symbolismus hergestellten Gemeinsamkeit der rituellen Praxis und einer sprachlich erzeugten Intersubjektivität.
Habermas IV 83
Religiöser Glaube/Durkheim/Habermas: Religiöser Glaube ist immer Glaube eines Kollektivs. Er geht aus einer Praxis hervor, die er zugleich auslegt. Religiöse Überzeugungen sind bereits sprachliche formuliert, sie sind der gemeinsame Besitzt einer Religionsgemeinschaft, deren Angehörige sich ihrer Gemeinsamkeit in kultischen Handlungen vergewissern. (1)
Habermas IV 84
Durkheim/Habermas: die Religion wird nun nicht mehr in positivistischer Manier nach Art einer Theorie vorgestellt, die (…) die Gesellschaft im Ganzen darstellt. Stattdessen herrscht nun eine dynamische Auffassung. Sobald die rituelle Praxis als das ursprünglichere Phänomen erkannt ist, kann der religiöse Symbolismus als Mittel für eine spezielle Form der symbolisch vermittelten Interaktion verstanden werden. Diese, die rituelle Praxis, dient einer kommunikativ vollzogenen Kommunion.

1.E. Durkheim, Les formes élementaires de la vie religieuse, Paris, 1968, German: Frankfurt 1981 S. 28.

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Soziologie Durkheim Habermas IV 9
Soziologie/Durkheim/Habermas: Émile Durkheim (1858-1917) gehört mit Max Weber und George Herbert Mead zu den Gründervätern der modernen Soziologie. Er geht wie Mead von Webers Begriff der Rationalisierung aus. Durkheim schafft eine am Ende auch Sozial- und Systemintegration auf einander beziehende Theorie der gesellschaftlichen Solidarität.
Habermas IV 304
Soziologie/Durkheim/Habermas: Durkheim geht von „kollektiven Repräsentationen“ aus – HabermasVsDurkheim: ich schlage dagegen kommunikatives Handeln als Grundbegriff vor Dann lässt sich die Gesellschaft zunächst als die Lebenswelt von Angehörigen einer sozialen Gruppe konzipieren. (SystemtheorieVs).

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Soziologie Pareto Brocker I 97
Soziologie/Pareto: Die seit Auguste Comte im romanischen Sprachraum zu Beginn des 20. Jahrhunderts tonangebende französische Soziologie
Brocker I 98
(Gabriel Tarde, Émile Durkheim, Ernest Renan) war für Pareto zu literarisch und essayistisch, vor allem aber zu moralisierend, um seinen an den Naturwissenschaften geschulten Erwartungen gerecht werden zu können. (ParetoVsDurkheim, ParetoVsRenan, ParetoVsTarde). Sein Forschungsprogramm beinhaltete das Studium der menschlichen Handlungen und der mit ihnen korrespondierenden Gefühlslagen, um die gesellschaftlichen Formen zu erkennen. (1)
Brocker I 99
Aus seinen wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten, die von den Kategorien der theoretischen Mechanik und des Physikalismus beeinflusst waren, übernahm Pareto die Begriffe “System” und “Gleichgewicht” und übertrug sie auf die Soziologie als “soziales System” und Soziales Gleichgewicht“. Paretos zentrales soziologisches Erkenntnisobjekt ist die Gesellschaft. Der Systembegriff betont dabei die Interdependenzen zwischen den Elementen, während das Gleichgewichtskonzept auf die Bewegungen und Kräfte des jeweiligen Gesellschaftssystems verweist (vgl. Bach 2004, 63 ff.) (2)
Brocker I 100
Pareto verglich die Handlungen der gesellschaftlichen Akteure mit den Molekülen in der Mechanik der festen und flüssigen Körper. Gleichzeitig ging er aber davon aus, dass die gesellschaftlich relevanten Handlungen überwiegend nicht rational seien. Siehe Handlungen/Pareto. Die Grenzen seines Forschungsfelds zog Pareto dort, wo die Beurteilung der Handlungszwecke von Wertprämissen abhängig ist, über die nach der logisch-experimentellen Methode keine wissenschaftlich soliden Aussagen möglich sind.


1. Vilfredo Pareto, Trattato di sociologia generale, Florenz 1916. Vilfredo Pareto, Trattato di sociologia generale. Edizione critica a cura di Giovanni Busino, 4 Bände, Turin 1988. Dt.: Vilfredo Paretos System der allgemeinen Soziologie, herausgegeben und übersetzt von Gottfried Eisermann, Stuttgart 1962, § 145.
2. Maurizio Bach, Jenseits des rationalen Handelns. Zur Soziologie Vilfredo Paretos, Wiesbaden 2004.


Maurizio Bach, Vilfredo Pareto, Allgemeine Soziologie (1916) in: Manfred Brocker (Hg). Geschichte des Politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsDurkheimVsDurkheim Dewey Vs Verschiedene Suhr I 57
DeweyVsVermögen: Es gibt keine "Fähigkeit an sich", sondern nur in Zusammenhang mit einer Aufgabe! Denken ist Probehandeln
Suhr I 95
DeweyVsDualismus: Erfahrung nicht von der Natur, sondern in der Natur.
Hacking I 109
Dewey/Hacking: es hat den (fälschlichen) Anschein, als sei für Dewey alles soziales Konstrukt. DeweyVsDualismus, alle Dualismen. Theorie/Praxis, Geist/Materie, Denken/Handeln, Tatsache/Wert. Vs"Zuschauertheorie der Erkenntnis".

Putnam III 237
Durkheim: war zu dem Schluss gekommen, politische Meinungen sollten auf der "Meinung von Experten" beruhen.
III 238
DeweyVsDurkheim: hat diese Abhandlung vielleicht gar nicht gekannt dennoch Vs: "es kann gar nicht ausbleiben, dass sich eine Expertenklasse so weit von den Interessen der Gemeinschaft entfernt, dass sie zu einer Klasse mit Privatinteressen und Privatwissen wird. Und Privatwissen ist mit Bezug auf soziale Angelegenheiten überhaupt kein Wissen."
Rorty VI 88
Wahrheit/Ziel/DeweyVsSpencer: es gibt kein Ziel einer zu erreichenden Wahrheit ( Dieses Ziel wird auch von Peirce und heute von Bernard Williams vertreten).

Dew II
J. Dewey
Essays in Experimental Logic Minneola 2004

Suhr I
Martin Suhr
John Dewey zur Einführung Hamburg 1994

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
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Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
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Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
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Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000