Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 1 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Relevanz Einstein
 
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Genz II 314
Verstehen/Einstein/Genz: (Interview mit "The Listener"): ich möchte wissen, wie sich Gott die Welt beschaffen hat. ~ Die Einzelheiten sind nicht so sehr interessant. PauliVsEinstein: "Dann kann ich malen wie Rembrandt, es fehlen nur noch die Einzelheiten".

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsEinstein Einstein Vs Bohr, N.
 
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J. Gribbin Auf der Suche nach Schrödingers Kätzchen, München, Zürich 1991
VII 195
EinsteinVsBohr/VsKopenhagener Deutung: Bsp Uhr im Kasten, der außerdem Strahlung enthält. der Kasten öffnet sich nun zu einem genau von der Uhr bestimmten Zeitpunkt und lässt ein Photon heraus. Danach wird der Kasten gemessen. Da das Photon zwar keine Ruhemasse hat, aber Energie, kann man so Zeitpunkt und Energie genau messen!
VII 196
BohrVsEinstein: die Uhr ist an einer Feder aufgehängt (zur Dämpfung) nun hängt aber der Gang der Uhr von der Höhe über dem Mittelpunkt des Schwerefelds ab. Durch das Entweichen des Photons bewegt sich die Feder
VII 197
1. wegen der Gewichtsänderung des Kastens, 2. wegen des Rückstoßes! So ist der Ort nicht mehr fixierbar und auch nicht die Ganggenauigkeit der Uhr. (Einsteins eigene Argumente aus der RT).
Man könnte den Kasten fixieren, aber dann wäre es unmöglich, die Veränderung der Masse zu messen.
VII 198
Einstein-Podolski-Rosen/EPRVsBohr: Kopenhagener Deutung unvollständig. Es gibt tatsächlich so etwas wie ein Uhrwerk im Universum. Die Welt der Teilchen ist die objektive Realität, auch wenn man sie nicht beobachtet.
VII 199
Bsp Wenn zwei korrelierte Teilchen auseinanderfliegen, sollte bei der Messung des einen das andere nicht gestört sein. So könnten wir dann gegen die Unschärferelation sowohl Ort als auch Impuls des fernen Teilchens messen. Andernfalls müssten wir eine "Fernwirkung" annehmen. Einstein: alles andere wäre keine "vernünftige Deutung der Realität". Darüber war man sich eigentlich einig, nur nicht darüber, was eine "vernünftige Deutung der Realität" eigentlich sei!
EPR scheiterte. Später durch das Experiment von Alain Aspect, 1982 bewiesen.
VsEinstein Verschiedene Vs Einstein, A. Esfeld I 283
Verborgene Parameter/VP/David Bohm/Esfeld: am besten ausgearbeitete Theorie der VP. Aber mit Holismus vereinbar. Obwohl Bohm keine deterministische Sicht der Welt vertritt, ist seine Alternative zur herkömmlichen Quantenmechanik (QM) deterministisch.
These: ein Quantensystem (QS) hat zu jeder Zeit einen definiten Wert des Ortes. Dieser Wert ist der VP. Jedes QS hat folglich eine definite Bahn, die kausal determiniert ist. Das Verhalten das QS in der Messung ist ebenfalls kausal determiniert. "Kausale Interpretation der QM".
Abgesehen vom Ort sind alle anderen Observablen kontextabhängig.
Unabhängig vonm Kontext der Messung hat das Teilchen (QS) nur potentiell einen Wert der Observablen.
Messung/Bohm: aktualisiert die Eigenschaften. Z.B der Spin wird erworben.
Eigenschaften/QM/Bohm: sollten daher als dispositionell angesehen werden. (>Disposition). Unabhängig von VP.
I 284
QM/Bohm: These: es gibt ein Potential oder Quantenfeld. Es determiniert die Bahn des QS kausal. Das Quanten-Potential (QP) ist nicht lokal. BohmVsEinstein: im Unterschied zum klassischen Potential braucht das QP nicht mit dem räumlichen Abstand geringer zu werden!
Bohm/Esfeld: verletzt die Parameter Unabhängigkeit (PU), während die herkömmliche QM die Ergebnis- Unabhängigkeit (EU) verletzt.
Quanten-Potential: ist eine neue Art Interaktion (Kraft), nichtlokale Interaktion.
Also eine Verletzung der lokalen Wirkung.
I 285
Bohm/Esfeld: ist das ein gehaltvoller Holismus? Das Quanten Potential kann nicht in Begriffen vorher bestehender Beziehungen zwischen den Teilchen beschreiben werden. Es ist nicht durch die Orte der Teilchen alleine bestimmt. Es genügt daher nicht einer philosophischen Lokalitäts Bedingung wie der humeschen Supervenienz (Lewis, s.u.).
auf der anderen Seite identifiziert Bohm Nicht Lokalität mit unteilbarer Ganzheit und Nicht Separabilität.
Bohm ignoriert die Unterscheidung zwischen Nicht Separabilität und dem Verletzen der lokalen Wirkung.
Er führt mit dem QP eine neue, nicht lokale Wirkung ein.
Nichtlokale Wechselwirkung ist jedoch kein Holismus!
Holismus/Bohm/Esfeld: in Bezug auf Holismus ist Bohm zumindest doppeldeutig.
- - -
Hennig Genz Gedankenexperimente, Weinheim 1999
VIII 176
Uhrenexperiment/BohrVsEinstein: 1. keine vollkommen starre Anordnung kann als Waage dienen. Allgemein muss jeder Meßapparat auf Änderungen der Meßgröße reagieren können. Das macht sie zu einem Objekt, das selber der Unschärferelation QM unterliegt.(> Messen).
2. Jede Wägung (Messung) braucht Zeit. Um so mehr, je genauer sie sein soll.
Pointe: es ist gerade die AR, die Einstein widerlegt: je längere Zeit die Messung dauert und je größer die Höhenschwankung des Systems, desto weniger genau legt sie den Zeitpunkt fest, zu dem das Photon entwichen ist.





Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsEinstein Feynman Vs Einstein, A.
 
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I 189
Gravitationstheorie/Einstein: These: Beschleunigungen sind eine Imitation von Gravitation. Beschleunigungskräfte sind Scheinkräfte, sie können von der Gravitation nicht unterschieden werden. Es ist unmöglich anzugeben, welcher Anteil von der Gravitation stammt, und welcher von Scheinkräften.
VsEinstein: die Antipoden werden nicht beschleunigt!
EinsteinVsVs: Gravitation als eine Scheinkraft darf nur jeweils an einem Punkt betrachtet werden. Das führt zur nichteuklidischen Geometrie.

Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001
VsEinstein Milne Vs Einstein, A.
 
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Kanitscheider I 214
MilneVsEinstein: Nachteil, dass die Gravitationstheorie nicht ein einziges Modell, sondern viele zulässt. Das zeigt einen falschen Ansatz der relativistischen Physik, der auf der Extrapolation der Laborphysik beruht.
I 215
Milne: These: wir sollten nicht von lokalen Gesetzen ausgehen und dann nach den Randbedingungen fragen, sondern von der Welt im Großen ausgehen und die lokalen Gesetze deduktiv gewinnen. (s.u.). Bei Milne tragen viele Züge der Welt Notwendigkeitscharakter. (Erschaffung der Welt!).
EinsteinVsMilne/Kanitscheider: würde sagen, dass nicht einzusehen ist, warum die von der lokalen Physik bewährte Methodologie scheitern soll, wonach der Theoretiker immer eine Vielzahl von möglichen Systemen entwirft, und dann eine Auswahl trifft.
Kanitscheider: letztlich ist Milne leichter falsifizierbar, weil man bei Einstein immer noch andere Modelle in petto hat, nach anderen Lösungen der Feldgleichungen.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsEinstein Bell Vs Einstein, A.
 
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Hennig Genz Gedankenexperimente, Weinheim 1999
VIII 88
BellVsEinstein/Information/Theorem/Genz: 1964 von ihm bewiesen: vielleicht muss etwas schneller als Licht geschehen, mit Sicherheit aber muss Einsteins Konzept der Trennung von Raum und Zeit durch die Lichtgeschwindigkeit aufgegeben werden. Bsp Angenommen, Sie werfen eine Münze und ich wäre fähig, sie zu einer zusätzlichen Drehung zu veranlassen. Das werden Sie aber niemals erfahren, weil sie nicht wüssten, ob das "ursprüngliche" Ergebnis Kopf oder Zahl gewesen wäre. Und ich würde es aus dem gleichen Grund nicht wissen, ich würde nicht wissen, dass ich die Kraft hatte. ((s) In einem Einzelfall).
VsEinstein Maturana Vs Verschiedene
 
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I 218
Theorie/Einstein: freie Schöpfungen des Geistes. Für ihn war paradox: "Wieso können wir dann trotzdem mit Hilfe solcher Theorien das Universum verstehen?" - MaturanaVsEinstein: Es gibt kein solches Paradox: statt dessen Objektivität in Klammern.

Mat I
U. Maturana
Biologie der Realität Frankfurt 2000