Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 13 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Begriffe McDowell
 
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I 33f
Begriffe/McDowell: werden in der Rezeptivität in Anspruch genommen. Begriff/McDowell: etwas, was außerhalb der Reichweite der Spontaneität liegt, "einen Begriff" zu nennen, und die Beziehung dann "rational" zu nennen, ist Etikettenschwindel.
I 59
Begriff/McDowell: wir dürfen uns die Welt nicht als "hinter der Aussengrenze des begrifflichen Reichs" vorstellen. Sonst hätte Davidson natürlich recht, dann gäbe es nichts als rein kausale Einwirkungen der Welt auf uns.
Es gibt aber gar keine solche Grenze. Das können wir nun aber sagen, ohne dass wir dadurch zu Idealisten würden oder die Unabhängigkeit der Realität zu missachten.
I 86
Begriff/McDowellVsEvans: die Neigung, einen Begriff anzuwenden, kommt nicht aus heiterem Himmel, Wenn jemand ein Urteil fällt, dann wird es ihm von der Erfahrung abgerungen.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Denken Evans
 
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Gareth Evans
Dum I 11
Evans: Sprache ist durch Denkmodi erklärbar - DummettVsEvans: umgekehrt! (Auch Frege).
Dummett I 112
"Philosophie der Gedanken"/Evans/Peacocke: räumt der Sprache nicht mehr die gleiche grundlegende Stellung ein. - Sie beschäftigt sich mit dem Problem, was es heißt, einen Gedanken zu haben, sowie mit der Struktur der Gedanken und ihrer Bestandteile. Was heißt es, dass ein Gedanke von einem Gegenstand dieser oder jener Art handelt? Was bedeutet es, einen Begriff zu erfassen? Wodurch wird ein Begriff Bestandteil eines Gedankens?
I 115
DummettVsEvans: es ist gefährlich, die Priorität der Sprache gegenüber dem Gedanken umzukehren (Gefahr des Psychologismus, wenn Gedanken subjektiv und nicht mitteilbar sind.)
Dum I 131
Kommunikation/Verstehen/Glauben/DummettVsEvans: dieser ist in Gefahr, Verständigung vom Glauben abhängig zu machen: dass die Intersubjektivität auf dem Glauben beruht, dass die Worte des anderen dasselbe bedeuten. - Aber Bedeutung hängt nicht vom individuellen Bewusstsein ab, sondern objektiv vom Gebrauch.
Dum I 137
analytische Philosophie/DummettVsEvans: Sprache hat Vorrang vor Gedanken.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Denken Peacocke
 
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Dum I 112
"Philosophie der Gedanken"/Evans/Peacocke: räumt der Sprache nicht mehr die gleiche grundlegende Stellung ein - sie beschäftigt sich mit dem Problem, was es heißt, einen Gedanken zu haben, sowie mit der Struktur der Gedanken und ihrer Bestandteile. Was heißt es, dass ein Gedanke von einem Gegenstand dieser oder jener Art handelt? Was bedeutet es, einen Begriff zu erfassen? Wodurch wird ein Begriff Bestandteil eines Gedankens?
I 115
DummettVsEvans: gefährlich, die Priorität der Sprache gegenüber dem Gedanken umzukehren (Gefahr des Psychologismus, wenn Gedanken subjektiv und nicht mitteilbar sind).

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
Erfahrung Evans
 
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Gareth Evans
McDowell I 73
Erfahrung/Evans: ist nichtbegrifflich, aber mit repräsentationalem Inhalt. McDowellVsEvans: Erfahrung ist begrifflich.
Def Erfahrung/Evans: als Erfahrung gilt ein Zustand eines Informationssystems nur, wenn er Input eines denkenden, Begriffe anwendenden und logisch folgernden Systems ist.
Bsp Tiere haben wohl Schmerzempfindung, aber keinen Begriff von Schmerz.
Schmerz/McDowell: ist unbegrifflich, innere Erfahrung.
Erfahrung/McDowell/Evans: bei uns beiden ist die Erfahrung im Kantischen Sinn begrenzt, durch die Verbindung zur Spontaneität (Begrifflichkeit).
Erfahrung/Evans: obwohl sie bei Evans nichtbegrifflich ist, (und daher nach Kant blind sein müsste) will er sie davor schützen, indem er einen "Inhalt" behauptet. D.h. dem Subjekt soll eine objektive Eigenschaft der Realität präsent sein. Nämlich als eine scheinbare Ansicht der Welt.
McDowellVsEvans: ohne Begriffe hat das gar keinen Sinn.
Evans: dagegen stellt er die Forderung: Wahrnehmungsobjekte müssen von einer "begleitenden Theorie" gestützt sein.
McDowell: das ist ja gerade die Spontaneität.
McDowell I 80/81 ff
Erfahrung/Evans: ihr Detailreichtum kann nicht mit Begriffen erfasst werden! Bsp viel mehr Farbschattierungen erfahrbar, als Begriffe zur Verfügung stehen. ((s) Es genügt der Begriff des Unterschieds, wenn Proben vorhanden sind.)
McDowell I 91
EvansVsDavidson: (anderes Horn des Dilemmas): Erfahrung ist wohl außerbegrifflich, aber dennoch rationaler Kontrolle durch die Außenwelt unterworfen.
Frank I 524f
Erfahrung/Evans: anders als Selbstzuschreibung: nicht eindeutig wahr/falsch.
I 526
Urteil: obwohl Urteile auf der Erfahrung (nicht-begrifflich) basieren, sind sie nicht über den Informationszustand - der "innere Zustand" wird nicht zum Gegenstand.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Erfahrung McDowell
 
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I 34f
Erfahrung/McDowell: ist passiv. Trotzdem bringt sie Fähigkeiten ins Spiel, die eigentlich der Spontaneität angehören.
I 35
Spontaneität/McDowell: wir müssen die erweiterte Spontaneität so ansehen, als wäre sie einer Kontrolle unterworfen, die ihren Ursprung außerhalb unseres Denkens hat. Das kann aber nicht das "Gegebene" sein!
I 35
Gegebenes/Erfahrung/McDowell: wie die Erfahrung einer Person die Dinge repräsentiert liegt außerhalb ihres Einflusses, aber es hängt von ihr selbst ab, ob sie den Schein akzeptiert oder ablehnt.
I 161
Erfahrung/Quine: nicht den Naturgesetzen unterworfen. Daher kann sie keine Rolle innerhalb der Rechtfertigung spielen. Nur rohe kausale Verknüpfung zu Sätzen.
Kann nur außerhalb des Raums der Gründe liegen.
I 58
Erfahrung/McDowell: umfasst viel mehr als Qualitäten.
I 81
McDowellVsEvans: Bsp Farben: Feinkörnigkeit: wir sollten nicht davon ausgehen, dass immer ein Vergleichsmuster vorhanden sein muss. Es muß auch Wiedererkennen im Spiel sein.
Denken: sicher gibt es Gedanken, die man nicht unbedingt so in Worte fassen kann, dass ihr Inhalt dadurch vollständig bestimmt würde.
I 147
Def "innere" Erfahrung: Sinnesempfindungen und emotionale Zustände. (Betrifft nur den Menschen).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Identifikation Evans
 
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Gareth Evans
Davidson I 20
Identifikation/Demonstrativa/Evans: Identifikation ist immer demonstrativ (hinweisende Definition, Zeigen). - Daher ist der Gedanke an ein Einhorn gar kein Gedanke. - DavidsonVsEvans: es gibt keine Gegenstände, die gegen Fehlidentifikation gefeit sind. (auch DavidsonVsDescartes).

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Proximale Theorie Davidson
 
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I 53
Proximal/Bedeutungstheorie/BT/Davidson: These: gleiche Bedeutung liegt vor bei gleichen Reizmustern. - distal: bei gleichen Gegenständen - hier muss mehrmals übersetzt werden. - 1. Inbeziehungsetzen der sprachlichen Reaktion zu Veränderungen der Umwelt - 2. Ein eigener Satz, den der radikale Interpret selbst äußern würde.
I 53f
Distal/DavidsonVsQuine: gleiche Gegenstände und Ursachen für Sprecher - hier mehrmals Übersetzung - DavidsonVsQuine: die proximale Theorie führt zum klassischen Skeptizismus - Bsp Gavagai: beide Sprecher könnten dasselbe meinen, wobei dieselben Umstände für denen einen alle Sätze wahr und für den anderen falsch machen. - proximal/Quine: Belege primär - distal/Davidson: Wahrheit primär: die Bedeutung ist mit den Wahrheitsbedingungen verknüpft - Quine/DummettVsEvans: Bedeutung nicht an Wahrheitsbedingungen ausrichten! - DavidsonVs: zu vereinfachend, jede Theorie muss Bedeutung zu Wahrheit und zu Belegen in Beziehung setzen - Belege/Davidson: sind Beziehungen zwischen Sätzen. - (Keine letzten Daten, nur Beboachtungssätze) - Vs distal: Problem: es gibt vermutlich mehrere Anwärter auf den Posten der gemeinsamen Ursache, z.B. jedes umfassendere Segment des Universums bis hin zur Geburt des Sprechers für die Äußerung von "dies ist rot". Und damit wäre es zugleich Ursache für jegliche sonstige Disposition des Sprechers. - Das würde die Bedeutung aller Beobachtungssätze gleichsetzen.
I 58
Proximal: bietet keine Garantie, dass unsere Theorie der Welt im Entferntesten zutrifft. - Unterschied proximal/distal: wie zwischen Bedeutungstheorien, die a) den Belegen (proximal, Reizmuster) oder b) der Wahrheit (distal, Gegenstände) den primären Status zuerkennt. - Quine pro a) (proximal).
I 58
QuineVsEvans, DummettVsEvans: Bedeutung nicht aus Wahrheitsbedingungen - statt dessen: proximale Theorie: Reizmuster (Belege) statt Gegenstände - das ist vereinfachend, denn jede Bedeutungstheorie muss Bedeutung zu Wahrheit und zu Belegen in Beziehung setzen.
I 59
DavidsonVsPutnam/DavidsonVsDummett: Vsproximale Theorie: Skeptizismus, Relativierung auf Einzelnen - cartesianisch.
I 59
Belege/Davidson: müssen Beziehungen zwischen Sätzen sein - das kann die Theorie bloß nicht von außen stützen.
I 61
proximale Bedeutungstheorie: - ähnlich Descartes, Dummett, Frege - Reizmuster statt Gegenstände entscheidend.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Sprache Dummett
 
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I 11 ff
Sprache/Evans: These: Sprache ist durch Denkmodi erklärbar - DummettVsEvans: umgekehrt! (auch Frege)
II 448
DummettVsQuine,VsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache ist vorrangig. (>Dogmas). 1.: Frege, früher Wittgenstein: Sprache als Mittel zur Darstellung oder Wiedergabe der Wirklichkeit: "Die Bedeutung eines Satzes ist seine Wahrheitsbedingung."
2. Später Wittgenstein, Austin, Strawson, Searle: Alltagssprache und Sprechakttheorie: die konstituierenden Regeln der Sprache sind nicht primär eine Repräsentation der Wirklichkeit, sondern ermöglichen Handlungen verschiedenster Art. »der Sinn eines Ausdrucks ist sein Gebrauch.«

McDowell I 152f
Sprache/Dummett: 1. Instrument der Kommunikation 2. Träger von Bedeutung. Keines soll primär sein.
Sprache/McDowellVsDummett: beide sind sekundär. Primär ist Sprache Quelle der Tradition. (McDowell pro Gadamer). Sprache zu erwerben heißt, Geist zu erwerben.

Dum III 81
Sprache/unendlich/Dummett: jede Wissensmenge ist endlich, muss aber ein Verstehen unendlich vieler Sätze ermöglichen.
III 145
Idiolekt/DummettVs: Sprache ist keine Familie ähnlicher Idiolekte, sondern der Sprecher erklärt sich den eingebürgerten Gebrauchsweisen verantwortlich - ohne dass er sie ganz beherrscht.
III 150
Der Begriff des Idiolekts wichtig, um Abweichungen zu erklären, aber Idiolekt ist durch Sprache zu erklären, nicht umgekehrt.
Horwich I 461
Sprache/DavidsonVsDummett: ist kein "Schleier" - sie ist ein Netz inferentieller Relationen. - Nichts, was "menschliche Fähigkeiten übersteigt". - Wie ein Stein, gegen den wir stoßen - und zwar Stein für Stein, Stück für Stück. - ((s) > Erfüllung, nicht wahr machen.) - Das gilt für "das ist gut" wie für "das ist rot". - DavidsonVsMoore/DavidsonVsDummett.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Sprache Evans
 
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Gareth Evans
Dum I 11
Evans: Sprache ist durch Denkmodi erklärbar - DummettVsEvans: umgekehrt! (Frege dito).

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Terminologien Evans
 
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Gareth Evans
Frank I 492ff
Allgemeinheitsklausel/Generality Constraint/Evans: Fähigkeit zu Gedanken setzt voraus: a) a ist F, b ist F usw. aber auch a ist F , a ist G usw. - Nicht-grundlegende Vorstellungen sind nicht mit allen Begriffen verbindbar: Bsp diese halluzinierte Krawatte wurde in Italien hergestellt. - (s) Allgemeinheitsklausel: regelt die prinzipielle Verbindbarkeit von Begriffen, empirisch, nicht logisch?
VsEvans: die Allgemeinheitsklausel zeigt nicht wirklich die Angemessenheit der Begriffe in Bezug auf "Ich"-Vorstellungen.
Dilemma:
a) Ichvorstellung/DescartesVsEvans: nur über Körper,
b) LockeVsEvans: nur über den Menschen, nicht über die Person.
VsEvans: dieser setzt Einheit voraus, anstatt sie zu beweisen.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Überzeugungen McDowell
 
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I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson: er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, dass es einem Subjekt so scheint. Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, dass es so ist.
I 192
McDowellVsPeacocke: ...das ist kein Beweis dafür, dass der nichtbegriffliche Inhalt als Grund für ein Subjekt, von etwas überzeugt zu sein, in Frage kommt. Das Subjekt hat vielleicht nicht einmal Gründe!
Bsp der erfahrene Radfahrer macht die richtigen Bewegungen, ohne Gründe zu benötigen. Auch die Beschreibung benötigt keine Gründe.
I 193
McDowellVsEvans, McDowellVsPeacocke: das berechtigt weder dazu, anzunehmen, dass Urteile und Überzeugungen in der Erfahrung fundiert sind, noch dazu, dass Überzeugungen durch Erfahrungen "als Gründe" fundiert werden. Erfahrung/Welt/McDowell: die Bedingung der Korrektheit ist, dass der Gegenstand tatsächlich quadratisch ist.
Rorty VI 179
McDowellVsSellars/Rorty: Überzeugungen können auch durch von Urteilen verschiedene geistige Vorgänge gerechtfertigt werden.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Urteile Evans
 
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Gareth Evans
McDowell I 73
Urteil/McDowellVsEvans: durch das Urteil wird keine neue Art von Inhalt eingeführt! Es bestätigt einfach den begrifflichen Inhalt, der aus der Erfahrung stammt! Begründung/McDowell: muss nicht in einem Ableitungsschritt von einem Inhalt zu einem anderen bestehen. Ein typisches Wahrnehmungsurteil trifft eine Auswahl, aus einem reichhaltigeren Inhalt, der durch die Erfahrung geliefert wird.
McD I 74
Evans/McDowell: wichtig: Evans sagt, dass Erfahrungen Zustände des Informationssystems sind, aber er sagt nicht, dass die Idee der Erfahrung mit der Idee des Informationssystems identisch sei.
I 74
Zustände des Informationssystems mit ihrem nichbegrifflichen Inhalt (z.B. von Tieren) sind eben nicht ipso facto Zustände eines bewussten Subjekts.
McD I 84
Urteil/Evans: Evans denkt, dass Anschauung und Begriff unter Erfahrung und Urteil aufgeteilt werden müssen. (McDowellVsEvans).

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Wahrheits- konditionale Semantik Davidson
 
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I 58
Wahrheitskonditionale Semantik/QuineVsEvans/DummettVsEvans: Bedeutung erhalten wir nicht aus Wahrheitsbedingungen. - Stattdessen: proximale Theorie: Reizmuster (Belege) statt Gegenständen. - Das ist vereinfachend, denn jede Bedeutungstheorie muß Bedeutung zu Wahrheit und zu Belegen in Beziehung setzen.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 18
Bedeutung/Bedeutungstheorie/BT: A. Wahrheitskonditionale Semantiken (Davidson) und B. Verifikationstheorien der Bedeutung. (Dummett, Putnam, Habermas) - Alle Verifikationstheorien nehmen die Überprüfbarkeit der angenommenen Beziehung in Anspruch.
a) stärkste Version: einen Satz versteht, wer weiß dass er wahr ist.
b) schwächer: Verstehen ist an Kenntnis der Verifikationsverfahren gebunden. (Dummett, Wiener Kreis) - oder an Akzeptabilitätsbedingungen: Putnam und Habermas) - danach versteht einen Satz, wer weiß, wie er verifiziert bzw. wann er als wahr akzeptiert wird.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 14 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsEvans Stalnaker Vs Dummett, Michael
 
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II 1
"Linguistisches Bild"/Terminologie/Stalnaker: Dummetts These, dass Sprache vor Denken geht.
StalnakerVsDummett.
II 2
Das linguistische Bild hat sogar unser Verständnis der Sprache gestört. StalnakerVsDummett: ich kehre Dummetts Axiom um: die Sprachphilosophie kann nur durch eine Philosophie des Denkens erreicht werden.

Def Sprache/Grice/Stalnaker: ist ein Instrument, um gewisse Ziele zu erreichen. (Stalnaker dito)
Stalnaker: dabei sollten wir Mittel und Zwecke unterscheiden.
Def Reden/Stalnaker: ist wesentlich ein Unterscheiden von Möglichkeiten. Das sagt Dummett auch, denn zu wissen, unter welchen Wahrheitsbedingungen (WB) ein Satz wahr ist, heißt zu wissen, welche Möglichkeiten er ausschließt.
II 74
Fatalismus/Dummett: (Dummett "Die Herbeiführung der Vergangenheit"): Entweder werde ich getötet bei diesem Angriff oder ich werden nicht getötet. Angenommen, ich werde. Dann werde ich getötet, selbst wenn ich Vorkehrungen treffe. Daher werden die Vorkehrungen vergebens sein. Aber angenommen, ich werde nicht getötet, selbst wenn ich keine Vorkehrungen treffe, dann werden Vorkehrungen gar nicht notwendig. logische Form/Stalnaker:
K: ich werde getötet
P: ich treffe Vorkehrungen
Q Vorkehrungen sind nutzlos
R: Vorkehrungen sind unnötig.
1. K v ~K - 2. K - 3.P >K - 4. Q - 5. ~K - 6.~P >~K - 7. R 8. Q v R
Stalnaker: es ist nicht hinreichend zu sagen, dass ein bestimmter Schritt ungültig ist und es dabei zu belassen.
Fatalismus/DummettVsFatalismus/Dummett: jeder Sinn von Konditional, der den Schritt von 2 zu 3 und von 5 zu 6) gültig macht, muss zu schwach sein, um den Schluss von 3 zu 4 gültig zu machen.
Daher kann das ganze Argument nicht gültig sein, egal wie das Konditional analysiert wird.
Stalnaker: das ist überzeugend, aber es wäre nur dann eine vollständige Lösung, wenn er außerdem zeigte, dass es in unserer Sprache überhaupt verschiedene Sinne (senses) des Konditionals gibt, die jeden dieser Schritte rechtfertigen.
StalnakerVsDummett: das wird nicht gehen, denn die Stärke seines Arguments beruht auf einer Verwechslung zweier Sinne (senses) des Konditionals. (Semantischer Sinn und pragmatischer Sinn des Konditionals).
a) nach der semantischen und pragmatischen Analyse (s.o.) gibt es einen Sinn des Konditionales, nach dem die Inferenz von
II 75
2 zu 3 vernünftig ist und der auch stark genug ist, den Schluss von 3 zu 4 zu rechtfertigen. Fatalismus/StalnakerVsDummett: der Fehlschluss besteht nicht in dem was Dummett glaubt, sondern beide Unterargumente sind gute Argumente. Und zwar in dem Sinn, dass jeder, der in einer Position ist, die Prämisse zu akzeptieren, während es offenbleibt ob das Antezedens des Konditional wahr ist, in einer Position wäre, die Konklusion zu akzeptieren.
D.h. wenn ich in einer Position wäre zu akzeptieren, dass ich getötet werde, selbst wenn ich noch nicht entschieden hätte, ob ich Vorkehrungen treffe, es vernünftig wäre zu schließen, dass Vorkehrungen nutzlos sind. ((s) Bevor ich entschieden habe: d.h. wenn die Prämisse ohne Wahrheitswerte (WW) wäre).
Entsprechend wenn ich in der Position wäre zu wissen, dass ich nicht getötet werde.
Fatalismus/Stalnaker: das Problem ist der letzte Schritt: ein Schluss, der von gültiger Form zu sein scheint.: das
Konstruktive Dilemma: hat nichts wesentliches mit Konditionalen zu tun. Schritt 8 wird dann so gerechtfertigt:
A v B; C folgt aus A, D folgt aus B
Daher: C v D.
Problem: das ist keine vernünftige Inferenz, selbst wenn man voraussetzt, dass die Subargumente vernünftig sind.
Fatalismus/Stalnaker: die Subargumente sind vernünftig aber nicht gültig. Daher schlägt das Gesamtargument fehl.

I 174
Referenz/Sinn/Searle/Stalnaker: wenn eine Äußerung keinen beschreibenden Inhalt hat, kann es keine Verbindung zu einem Objekt geben. Referenz/Dummett/Stalnaker: .. das Objekt muss irgendwie herausgegriffen werden.
Stalnaker: in beiden Fällen geht es also um Fähigkeiten, Gebrauch, Gewohnheiten, Praktiken oder mentale Zustände.
Searle/Dummett/Stalnaker: beide scheinen also die Ansicht zu vertreten, dass eine grundlegende Semantik (s.o. welche Tatsache macht, dass ein Ausdruck seinen semantischen Wert hat) nicht befriedigend gegeben werden kann.
StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: aber das sagen die beiden nicht, weil sie die beiden Fragen gar nicht trennen.
a) was ist die Semantik z.B. für Namen
b) welche Tatsachen führen dazu, dass dies unsere Semantik ist.
Stalnaker: wenn wir sie trennen, können wir die Möglichkeit gar nicht mehr ausschließen, dass jede Sprache eine von uns gesprochene Sprache sein könnte. Dann kann die Gemeinschaft auch eine Millsche Sprache sprechen.
((s) „direkte Referenz“: ohne zwischengeschalteten Sinn, VsFrege). ((s) "direkte Referenz": ist ein Ausdruck von Kaplan, er wird hier nicht von Stalnaker gebraucht).

I 179
Propositionales Wissen/StalnakerVsEvans/StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: selbst wenn das korrekt ist – was ich nicht glaube – gibt es keinen Grund zu glauben, dass es unmöglich wäre, singuläre Propositionen zu wissen. Bsp Angenommen, wir gestehen zu, dass man nicht von einem bestimmten Individuum x wissen kann, dass es F ist wenn man nicht für ein G ((s) eine zweite Eigenschaft) x identifizieren kann als das G, das F ist.
Ferner angenommen, die Tatsache, dass x weiß von y, das es F ist beruhe auf und wird beinhaltet von der Behauptung, dass y weiß, dass das G F ist. ((s) Identifikation durch bestimmte Kennzeichnung).
D.h. gewisse Bedingungen sind notwendig und andere hinreichend um Wissen einer bestimmten Art zu haben.
I 180
Inhalt/Wissen/Stalnaker: aber über den Inhalt des Wissens folgt aus diesen Bedingungen für Wissen nichts. Bloßes Wissen/bloße Referenz/bloßes Kennen/Dummett/Stalnaker: wenn damit isoliertes Wissen gemeint ist, können wir zugestehen, dass es unmöglich ist aber das impliziert nicht, dass Wissen von x, dass a auf x referiert, nicht Wissen einer bestimmten Proposition ist.
singuläre Proposition/StalnakerVsDummett: Bsp "a referiert auf x". Dummett hat nicht gezeigt, dass es nicht möglich ist, eine solche singuläre Proposition zu kennen (Wissen von ihr zu haben).
StalnakerVsDummett: es ist schwierig zu sagen, welche Bedingungen hier erfüllt werden müssen, aber die Spezifizierung des Inhalts einer Zuschreibung ist nicht dasselbe wie zu sagen, was es ist, dass diese Wissenszuschreibung wahr ist.
Lösung/Stalnaker: sowohl für das Problem auf der Ebene der Philosophie des Geistes als auch des semantischen Problems. Eine Kausaltheorie.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsEvans Davidson Vs Evans, G.
 
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I 20 ff
Gareth Evans: Demonstrative Identifikation ist einzig mögliche psychologische Beziehung, die die "Fundamentalidentifikation" liefert.(> hinweisende Definition) Wenn jemand glaubt, es schwebe ihm ein Gedanke mit singulärem Bezug vor, während er in Wirklichkeit einen Namen ohne Bezug (Einhorn?) verwendet, ist gar keine Proposition gegeben über die er nachdenken könnte, und folglich gibt es auch gar keinen Gedanken, der ihm zukäme. Verwendet er einen Satz, der einen Name ohne Bezug enthält, bringt er keinen Gedanken zum Ausdruck. (>Einhorn?)
DavidsonVsEvans:Cartesianisches Sicherheitsstreben nach Erkenntnis, die mit Sicherheit gegen Fehlschläge gefeit ist. Wenn vorausgesetzt wird, daß jegliche Erkenntnis durch eine psychische Verbindung mit dem Gegenstand gegeben ist, müssen Gegenstände gefunden werden, bezüglich derer Irrtümer unmöglich sind. Als Gegenstände, die notwendig das sind, was sie zu sein scheinen.
DavidsonVsDescartes: 1 solche Gegenstände gibt es einfach nicht. Nicht einmal Erscheinungen sind alles das, wofür sie gehalten werden! Auch die Aspekte der Sinnesdaten lassen sich nicht, sofern sie wirklich Gegenstände sind, gegen Fehlidentifikation schützen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsEvans Dummett Vs Evans, G.
 
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Davidson I 58
Bei einer distalen Theorie dagegen wird die Bedeutung direkt mit den Bedingungen verknüpft, durch die Sätze intersubjektiv wahr oder falsch gemacht werden. Hier ergreift Quine die Partei Dummetts (DummettVsEvans) und spricht sich dagegen aus, die Bedeutungen an den Wahrheitsbedingungen auszurichten. QuineVsEvans ,DummettVsEvans: Bedeutung nicht aus Wahrheitsbedingungen.

Dummett I 11
Sprache/Evans: Neue Strömung: Gareth Evans macht geltend, die Sprache könne nur mit Hilfe von Begriffen für verschiedene Typen von Gedanken erklärt werden, die unabhängig von ihrem sprachlichen Ausdruck betrachtet werden.
I 115
Evans macht in seinem Buch "Varieties of reference" den Versuch, jeweils verschiedene Weisen des Denkens an einen Gegenstand sprachunabhängig zu analysieren, um dann verschiedene sprachliche Mittel der Bezugnahme mit Hilfe dieser Weisen des Denkens an den Gegenstand zu erklären. DummettVsEvans: daher ist Evans für mich kein analytischer Philosoph mehr. Die anal. Ph. entstand, sobald die "Wendung zur Sprache" vollzogen war. Frühestes Bsp: Freges Grundlagen der Arithmetik 1884.
DummettVsEvans:Wenn es Denken an einen Gegenstand nur gäbe, wenn man mit Bezug auf diesen Gegenstand etwas spezifisches denkt, dann hätte Freges Antwort gelautet, die Zahlen seien dadurch gegeben, daß wir vollständige Gedanken über sie erfassen.
Evans: Sprache durch Denkmodi erklärbar - DummettVsEvans: umgekehrt! (auch Frege)
Sprache ist soziales Phänomen, nicht Privatbesitz des Einzelnen. So gibt es weiterhin die Möglichkeit, Gedanken als objektiv und von inneren Bewußtseins-Ereignissen völlig verschieden aufzufassen, ohne auf platonische Mythologie zurückgreifen zu müssen.
DummettVsEvans:Daher ist es gefährlich, wenn man wie Evans und andere, die Priorität der Sprache gegenüber dem Gedanken umkehren will. (Gefahr des Psychologismus, wenn Gedanken subjektiv und nicht mitteilbar sind).
I 131
Die Bedeutungen können nicht davon abhängen, was sich in unserem Bewußtsein abspielt. Sie könnten es auch nicht, wenn diese inneren Vorgänge mitteilbar wären! DummettVsEvans: in Gefahr, eine solche unberechtigte Auffassung abzuleiten. Objektiv ist die Bedeutung, weil sie im Gebrauch enthalten ist, den ein kompetenter Sprecher von diesem Ausdruck machen muß.
Stalnaker II 1
Def Analytische Philosophie/Dummett/DummettVsEvans/Stalnaker: These: die Philosophie des Denkens kann nur über die Philosophie der Sprache erfasst werden.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsEvans Grice Vs Evans, G.
 
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Evans/McDowell: normales linguistisches Verhalten ist genauso unbewußt. (Nur Abweichungen fallen auf).
Dann bleiben nur zwei Faktoren übrig:
1. X’s Glauben darüber, was S von den Lippen von Y zu t bedeutet,
2. X’s Glauben über die in dem Zusammenhang relevanten Tatsachen.
GriceVsEvans/VsMcDowell: ein Griceaner könnte sagen, daß wir dem unreflektierten Verhalten zu viel Wert beimessen und reibungslos agierende Superwesen postulieren, die unser unbewußtes Verhalten verdoppeln. (>Platonismus).
Wir verhalten uns unreflektiert, als ob wir uns sehr reflektiert verhielten,
EMD II XXII
und richtiges Verständnis dieses Verhaltens hängt davon ab, daß wir diese Tatsache würdigen. Evans/McDowellVs: das scheint sehr attraktiv, aber wir lehnen es ab: wir finden die Frage extrem schwierig und unsere folgenden Überlegungen sind unzureichend.
Die Attraktivität liegt in der besonderen phänomenologischen Duplizität der Sprache, die Wittgenstein sagen läßt:
Zeichen/"Verleihen"/Wittgenstein: jedes Zeichen für sich ist tot, Was gibt ihm Leben?

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993
VsEvans McDowell Vs Evans, G.
 
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I 73
Urteil/McDowellVsEvans: durch das Urteil wird aber keine neue Art von Inhalt eingeführt! Es bestätigt einfach den begrifflichen Inhalt, der aus der Erfahrung stammt! DF Begründung/McDowell: muß nicht in einem Ableitungsschritt von einem Inhalt zu einem anderen bestehen. Ein typisches Wahrnehmungsurteil trifft eine Auswahl, aus einem reichhaltigeren Inhalt, der durch die Erfahrung geliefert wird.
I 75
Erfahrung/Evans: obwohl sie bei ihm nichtbegrifflich ist, (und daher nach Kant blind sein müßte) will er sie davor schützen, indem er einen "Inhalt" behauptet. D.h. dem Subjekt soll eine objektive Eigenschaft der Realität präsent sein. Nämlich als eine scheinbare Ansicht der Welt. McDowellVsEvans: ohne Begriffe hat das gar keinen Sinn. Evans: dagegen stellt er die Forderung: Wahrnehmungsobjekte müssen von einer "begleitenden Theorie" gestützt sein.
McDowell: das ist ja gerade die Spontaneität. Spontaneität/Tier/McDowell: unterscheidet uns von den Tieren, die keine Begriffe haben.
I 80/81
Erfahrung/Evans: ihr Detailreichtum kann nicht mit Begriffen erfaßt werden! Bsp viel mehr Farbschattierungen erfahrbar, als Begriffe zur Verfügung stehen. (s) Vielleicht genügt der Begriff des Unterschieds, wenn Proben vorhanden sind. McDowellVsEvans: Bsp Farben: Feinkörnigkeit: wir sollten nicht davon ausgehen, daß immer ein Vergleichsmuster vorhanden sein muß.
I 86
Es muß auch Wiedererkennen im Spiel sein. Denken: sicher gibt es Gedanken, die man nicht unbedingt so in Worte fassen kann, daß ihr Inhalt dadurch vollständig bestimmt würde. Begriff/McDowellVsEvans: die Neigung, einen Begriff anzuwenden, kommt nicht aus heiterem Himmel. Wenn jemand ein Urteil fällt, dann wird es ihm von der Erfahrung abgerungen.
I 87
Erfahrung/Urteil/McDowell: die Verbindung der beiden ist die, daß Erfahrungen Gründe für die Urteile liefern. Das heißt, daß die Neigung, Begriffe anzuwenden eben nicht wie bei Evans auf mysteriöse Weise frei von der Situation schwebt.
I 89
McDowellVsEvans: es gibt gar keinen Grund für eine Zerlegung von Faktoren, die auf der einen Seite Gemeinsamkeiten und auf der anderen Unterschiede zeigen. Statt dessen können wir sagen, daß wir etwas besitzen, was die Tiere auch besitzen, nämlich die Empfindsamkeit der Wahrnehmung für die Merkmale unserer Umgebung. Wir unterscheiden uns von den Tieren nur dadurch, daß unsere Empfindsamkeit in den Bereich der Spontaneität aufgenommen ist.
I 91
Sinnlichkeit/Begriffe/McDowellVsEvans: Sinnlichkeit begrifflich. Ohne diese Annahme verfällt man dem Mythos des Gegebenen, wenn man versucht, die rationale Kontrolle des empirischen Denkens zu betrachten.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsEvans Quine Vs Evans, G.
 
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Willard V. O. Quine
Davidson I 58
Bei einer distalen Theorie dagegen wird die Bedeutung direkt mit den Bedingungen verknüpft, durch die Sätze intersubjektiv wahr oder falsch gemacht werden. Hier ergreift Quine die Partei Dummetts (DummettVsEvans) und spricht sich dagegen aus, die Bedeutungen an den Wahrheitsbedingungen auszurichten. QuineVsEvans, DummettVsEvans: Bedeutung nicht aus Wahrheitsbedingungen

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsEvans Verschiedene Vs Evans, G. Frank I 571
Hintergrund/VsEvans: Frage: ist folgendes nicht unnötig verwickelt? 1. ein Wissen davon, was es heißt, dass ein beliebiger Gegenstand F ist, und
2. ein Wissen davon, was es heißt, dass ein beliebiger Gegenstand a ist.
Das zweite wäre ein Stück Wissen von genau derselben Art wie das erste.
Also muss man möglicherweise nicht annehmen, dass es singuläre Gedanken gibt, die irgendwie enger die Ausübung dieses Wissens enthalten und folglich brauchte man auch keinen Begriff von grundlegender Identifizierung zu haben!
EvansVsVs: ein Wissen davon, was es heißt, dass etwas F ist, ist ein Wissen davon, wie es ist, dass ein beliebiges Element der objektiven Ordnung F ist, und entsprechend für a.
D.h. auch wenn man die Idee der grundlegenden Identifizierung fallen ließe, würde das Gesamtbild des "ich" Denkens, "hier" Denkens und "dies" Denkens fundamental ähnlich sein: die Rolle, die der Begriff der grundlegenden Ebene in diesem Buch spielte, wäre statt dessen von dem Begriff der objektiven oder unpersönlichen Konzeption der Welt übernommen worden, wobei die Beherrschung eines solchen Denkens abhängig von einem Verständnis dessen wäre, wie es sich auf die objektiv betrachtete Welt bezieht.
Aber es ist nicht leicht anzugeben, worauf genau das hinausläuft: was es genau heißt, zu wissen, dass ein beliebiges Element der objektiven Ordnung ist ist oder hier ist oder ich ist!.
Es ist nicht klar, was wir überhaupt mit dieser Forderung wollen, wenn wir nicht annehmen, dass das Subjekt die Wahrheit solcher Aussagen formulieren
Fra I 572
und unter günstigen Umständen entscheiden kann. Es scheint auch, als könnten wir eine solche Annahme gar nicht machen: (Abschnitt 6.3 (nicht in dieser Datei): "Referenzsystem":
Referenzsystem/Evans: ein solcher Denkmodus wird nicht in der Lage sein, einen höheren Grad von Unpersönlichkeit zu erreichen.





Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsEvans Peacocke Vs Evans, G.
 
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I 169/170
Demonstrativa/Evans: wahrnehmungsmäßig demonstrative Gegebenheitsweisen sind möglich weil diese Bedingungen erfüllt sind: in einer normalen Wahrnehmungssituation gibt es eine Informationsverbindung zwischen Subjekt und Objekt, außerdem weiß das Subjekt oder ist der Lage herauszufinden, wo das Objekt ist.
Wenn das Subjekt die allgemeine Fähigkeit hat zu wissen, was Propositionen der Form
"π = p" wahr macht für beliebiges π (wobei π eine Identifikation eines öffentlichen Orts ohne Indexwörter (in einem nichtindexikalischen Referenzrahmen) ist) wenn p die Vorstellung eines Orts in seinem egozentrischen Raum ist. Wenn er außerdem fähig ist, das Objekt in seinem egozentrischen Raum zu lokalisieren, kann man sagen, dass er eine Vorstellung (Idea) von dem Objekt hat.
Vorstellung/Idee/Idea/Evans/Terminologie/Intension/Weise des Gegebenseins/Peacocke: Evans "Idea" (Vorstellung) entspricht meiner Gegebenheitsweise GW "mode of presentation".
Vorstellung/Evans: These: wir können die Vorstellung von einem Objekt, a auffassen als bestehend in seinem Wissen, was es für einen beliebigen Satz der Form "δ = a" ist, wahr zu sein. (Dummett, >Wittgenstein).
Peacocke: dabei ist "δ" der Bereich der grundlegenden Vorstellungen eines Objekts.
fundamentale Vorstellung/Evans: hat man, wenn man von einem Objekt als Inhaber der fundamentalen Unterscheidungen (possessor of the fundamental ground of difference) denkt, die es tatsächlich hat.
Peacocke: also was ein Objekt von allen anderen unterscheidet.
Also für materielle Gegenstände Art und Ort.
PeacockeVsEvans: wir haben schon Fälle gesehen, wo der Denkende das Objekt nicht im egozentrischen Raum lokalisieren kann: Bsp der Krater auf dem Mond.
I 171
Bsp der Apfel im Spiegelkabinett. Aber es scheint doch, dass man dennoch daran denken kann, z.B. sich darüber wundern, wo es wohl ist!
Es ist wahr, dass man wenigstens eine grobe Richtung im egozentrischen Raum angeben kann, aber das ist kaum hinreichend für die Wissensbedingung von Evans.
Im Fall des Erinnerungsbildes ist es klarer, dass man keine Lokalisation im gegenwärtigen egozentrischen Raum braucht.
pro Evans: es muss zusätzliche vorstellbare Evidenz z.B. Erfahrungen oder Instrumente zur Lokalisation (wenn notwendig, sogar Raumfahrt!).
Wenn das nicht vorstellbar wäre, müsste man annehmen, dass das Subjekt gar nicht in der Lage ist, an das betreffende Objekt im öffentlichen Raum zu denken!
pro Evans: eine Informations Verbindung ist nicht hinreichend, um demonstrativ über den Gegenstand zu denken.
VsEvans: aber das ist weniger, als zu verlangen, dass der Denkende das Objekt gegenwärtig lokalisieren kann.
schwächere Forderung: statt dessen genügt eine allgemeine Fähigkeit, dass das Subjekt das Objekt gegebenenfalls lokalisieren kann.
Evans: wenn man ein Objekt nicht lokalisieren kann, kann man dennoch in der gemischt demonstrativ deskriptiven GW an es denken: "dasjenige, das meine Erfahrung verursacht".
Aber: in normalen Fällen ist das eine falsche Beschreibung!
Peacocke: es scheint auch in den Bsp Mondkrater, Apfel im Spiegelkabinett falsch zu sein.
PeacockeVsEvans: komische Asymmetrie:
Vorstellung/Evans: eine Idee a eines Orts im egozentrischen Raum ist eine adäquate Idee eines Orts im öffentlichen Raum.
holistisch/Evans: wenn eine beliebig fundamentale Identifikation eines Orts möglich ist, ist sie holistischen. (Varieties of reference S. 162).
Peacocke: dieses Wissen gründet in einer allgemeinen Fähigkeit, eine kognitive Karte (cognitive map) der objektiven räumlichen Welt über seinen egozentrischen Raum zu legen.
I 172
Bsp ein einigen Fällen wird das nicht möglich sein, z.B. wenn man gekidnappt ist, oder in eine unbekannte Gegend verschlagen wurde usw. Pointe: auch in solchen Fällen kann man immer noch das Demonstrativum "hier" (in Bezug auf Objekte) benutzen. D.h. die Gedanken sind immer noch Gedanken über den öffentlichen Raum! ((s) Und den egozentrischen).
Vorstellung/demonstrative GW/PeacockeVsEvans: also verlangt seine Theorie gar keine Fähigkeit, eine öffentliche, nicht egozentrische Individuation seiner Gedanken zu geben um überhaupt Gedanken über einen Ort im öffentlichen Raum zu haben.
Analogie/Peacocke: exakt analoge ¬¬Einwände kann man im Fall demonstrativer GW machen: Bsp Angenommen, ein Subjekt nimmt einen Gegenstand der Art F in der Weise H wahr.
Dann ist F die Token GW.
Dann können wir einführen: [W,Fs] für das wahrnehmungsmäßige "dieses F".
Dann gibt es genau eine Proposition der Form "p = die Lokalisation von [W,Fs] jetzt", die wahr ist, und das Subjekt weiß, was es für es ist, dass sie für es wahr ist.
PeacockeVsEvans: warum soll man hier, aber nicht im früheren Beispiel verlangen, dass das Subjekt auch weiß, welches p (oder welches  im früheren Fall) in dieser einzigen wahren Proposition erwähnt ist?
Besonders absurd ist das im Fall es verirrten Subjekts.
PeacockeVsEvans: seine Theorie erlaubt, dass [W,Fs] hier eine adäquate Idee ist, obwohl das Subjekt keine fundamentale Vorstellung (fundamental Idea) von dem Objekt hat.
Peacocke: wenn wir aber insistieren, dass es eine f.V. haben könnte, wenn er über mehr Evidenz verfügte, warum ist eine analoge Möglichkeit nicht auch hinreichend für Adäquatheit in Bezug auf egozentrischen Raum?
I 173
Hier scheint es nur zwei einheitliche Positionen zu geben: 1. Identifikation/Lokalisation/Vorstellung/Demonstrativa/liberale Position: hinreichend für echte GW oder adäquate Vorstellungen sind allgemeine Fähigkeit zur Lokalisation plus Einzigartigkeit der aktuellen Lokalisation im relevanten Raum.
2. Strikte Position: das ist weder hinreichend für echte GW noch für adäquate Vorstellungen.
PeacockeVs: das kann man als einheitliche These kaum vertreten: es beinhaltet, dass man , wenn man verirrt ist, überhaupt nicht über die Objekte nachdenken kann, die man um sich herum sieht. Das hieße auch, a priori auszuschließen, dass man sich als Gekidnappter die Frage stellen kann "Welche Stadt ist dies wohl?".
Demonstrativa/Peacocke: These: ich vertrete die einheitlich liberale Position
Demonstrativa/Evans: These: ist liberal in Bezug auf öffentlichen Raum und strikt in Bezug auf egozentrischen Raum!
ad 1.: leugnet nicht die Wichtigkeit grundlegender Vorstellungen. Wenn ein Subjekt weder fähig ist, einen Gegenstand im öffentlichen noch im egozentrischen Raum zu lokalisieren ((s) Bsp er wacht aus Narkose auf und hört monaural einen Ton), dann muss es immer noch glauben, dass dieses Objekt eine fundamentale Identifikation besitzt. Sonst müsste es annehmen, dass da kein Objekt ist.
Anscombe: Bsp ein Subjekt sieht durch zwei Löcher auf zwei Streichholzschachteln, die so angeordnet ( manipuliert sind) dass es nur eine Schachtel sieht, Dann weiß das Subjekt nicht, was es für den Satz "diese Streichholzschachtel ist F" bedeutet, wahr zu sein.
Die einheitlich liberale Sicht erlaubt es dem Subjekt Demonstrativa anzuwenden, die von Erinnerungsbildern abhängig sind, selbst wenn es keine Vorstellung hat, wo im öffentlichen Raum und wann es dem Objekt begegnet ist.
EvansVs: Vertreter dieser Position werden sagen, dass das Wissen des Subjekts wenigstens teilweise ist,
I 174
weil diese Vorstellung kausal von einer Begegnung mit dem Objekt herrührt. Aber das macht ihre Position schlechter statt besser: denn es verdreht völlig die Grammatik und Logik des Begriffs des Wissens, was es für das Subjekt ist, dass p wahr ist. Fähigkeit/PeacockeVsEvans: aber eine Fähigkeit kann auch darin bestehen, dass ein Erlebnis in einer gegebenen Umgebung richtige Kausalketten herauszufinden: das gilt auch für die Lokalisation eines im Spiegel gesehenen Objekts im egozentrischen Raum.
PeacockeVsEvans: seine Unterscheidung scheint unecht: es kann gleichzeitig wahr sein, dass jemand eine Relation R zum Objekt hat aufgrund kausaler Beziehungen, und gleichzeitig wahr sein, dass die Möglichkeit in dieser Relation R zu stehen, eine Frage der Fähigkeiten des Subjekts ist.
Bsp (Evans) den Ball wiederzuerkennen:
Peacocke: das ist keine senso motorische Fähigkeit, sondern eher die Fähigkeit, gewisse Schlussfolgerungen zu ziehen, die allerdings eine frühere Begegnung voraussetzen.
Das gilt auch für Bsp die kognitive Landkarte, die über den egozentrischen Raum gelegt wird:
PeacockeVsEvans: in beiden Fällen folgt nicht, dass das präsentierte Objekt, erinnert oder wahrgenommen, in explizit kausalen Begriffen gedacht wird: die GW ist echt demonstrativ.

erste Person/PeacockeVsEvans: der zweite große Einwand betrifft Gedanken der ersten Person: die verschiedenen Beispiele für Immunität gegen Fehlidentifikation, die die erste Person enthalten, zerfallen grob in zwei Gruppen:
a) hier scheint die Immunität absolut: Bsp "Ich habe Schmerzen".
I 175
b) hier scheint die Immunität von Präsuppositionen über die Welt abzuhängen: wenn diese Vorannahmen falsch sind, öffnen sie die Möglichkeit, etwas falsches herauszugreifen, ohne dass man aufhört, das Wort "ich" weiterhin zu gebrauchen. Dazu zählen: Bsp "ich war auf dem Ozeandampfer": Erinnerungsbild.
Bsp "ich sitze am Schreibtisch": visuelle, kinästhetische, taktile Wahrnehmungen.
Die Unterscheidung zwischen a) und b) kann durch die konstitutive Rolle getroffen werden:
"die Person mit diesen bewussten Zuständen.
Unfehlbarkeit/Tradition/Evans: (absolut immune Urteile): das Urteil, ein Urteil mit einem bestimmten Inhalt zu sein, kann dadurch konstituiert werden, dass dieses Urteil auf diesen Zustand antwortet.
Peacocke pro.
PeacockeVsEvans: Problem: kann diese Unfehlbarkeit mit dem Rest von Evans’ Theorie verbunden werden? Denn:
Ich/Evans: These: die Referenz von "Ich" kann fehlschlagen!
Peacocke: wie ist das mit der absoluten Immunität von "ich habe Schmerzen" verträglich?
Konditionalisierung: hilft nicht: Bsp "wenn ich existiere, habe ich Schmerzen" das kann den Zweck nicht erfüllen: die Existenz des Gedankens braucht immer noch die Referenz von "Ich".
Genauso: Bsp "Wenn mein Gebrauch von "Ich" referiert, habe ich Schmerzen":
denn "mein Gebrauch" muss in Begriffen der ersten Person erklärt werden.
Frage: können wir Erinnerungs Demonstrativa anwenden, die sich auf früheren Gebrauch von GW der ersten Person beziehen?
Bsp "Wenn jene früheren Verwendungen von "Ich" referieren, habe ich Schmerzen". (Pointe: nicht "meine Verwendungen").
PeacockeVs: das hilft auch nicht: Descartes’ böser Dämon könnte Ihnen die Erinnerungen von jemand anderem eingegeben haben. (> Shoemaker: q Erinnerungen.)
I 176
konstitutive Rolle/Gehirne im Tank/GIT/EvansVsPeacocke: die k.R. von [selbst] würde nicht erklären, warum Gehirne im Tank in der Lage wären, in demonstrativer Weise über ihre eigenen Erlebnisse zu sprechen: mentale Zustände/Evans: sind von allen anderen Zuständen und Gegenständen darin unterschieden, dass sie demonstrativ auf ihre Besitzer referieren.
Schmerz wird als Element der objektiven Ordnung identifiziert.
Dann kann jemand auch keine adäquate Vorstellung von diesen mentalen Zuständen haben, wenn er nicht weiß, welcher Person sie zustoßen. (GIT).
Peacocke: selbst dem Gehirn im Tank kann man Gedanken über seine Schmerzen zugestehen, vorausgesetzt, dass er eine fundamentale Identifikation der Person geben kann, die sie hat.
Peacocke: nein, die Nerven müssen richtig verdrahtet sein. Also gilt das nicht für die GIT. So können wir an der liberalen Sicht und an der k.R. und der Vorstellung einer Person festhalten.
Auch daran, dass die mentalen Zustände über die Person individuiert werden, die sie hat.
Individuation/mentale Zustände/PeacockeVsEvans: nicht über die Lokalisation (wie bei materiellen Objekten), sondern über die Person.
I 177
Bsp Split Brain Patienten/Peacocke: hier kann man von verschiedenen aber qualitativ gleichwertigen Erlebnissen sprechen. Daraus könnten zwei Bewusstseinszentren in einem einzigen Gehirn folgen. Aber: man sollte nach einer Operation nicht sagen, dass das eine der beiden als ursprüngliche und das andere ein neuhinzugekommenes wäre.
Bsp Geruchsempfindung von linken und rechtem Nasenloch getrennt. Dann gibt es für beide Erlebnisse tatsächlich getrennte Verursachung. ((s) Aber dieselbe Quelle.)
Peacocke: daraus folgt nicht, dass in normalen Gehirnen etwa zwei Bewusstseine in Harmonie arbeiteten. Hier wird die Geruchsempfindung durch gleichzeitigen Eingang durch beide Nasenlöcher verursacht und ist damit überdeterminiert.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsEvans Evans Vs Frege, G.
 
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Gareth Evans
Frank I 485
Ich/hier/jetzt/dies/Indexwörter/Evans: sind sehr verwandt. Es gilt ein und dasselbe Erklärungsmuster. mit drei Merkmalen: 1. kriterienlose Identifikation: in einem bestimmten Sinn findet sogar überhaupt keine Identifikation statt!. Aber das kann man ein einem "weiteren Sinn von Identifikation" begreifen.
Problem: mögliches Mißverständnis: Identifikationskriterium eines sing Term ist der Fregesche Sinn.
Ein "kriterienloser Sinn" erschiene dann als ein begrifflicher Widerspruch.
Lösung/Evans: Fregescher Sinn: sollte als die bestimmte Weise verstanden werden, an einen durch einen Ausdruck bezeichneten Gegenstand zu denken.
2. begrenzt zugänglich: "ich" ist nicht jedermann zu jeder Zeit zugänglich.
Fra I 486
Man muss sich schon an dem Ort befinden, um wahrheitsgemäß "hier" zu sagen. Dem entspricht das Verhalten von "ich", "dies" usw. ich/Gedanken/verstehen/EvansVsFrege: es ist mir wohl unmöglich, anderer Leute "ich" Gedanken zu "fassen" aber deshalb ist mir nicht unmöglich, sie zu verstehen!
Kommunikation/Evans: es ist nicht unbedingt nötig, die Gedanken anderer in genau derselben Form zu denken, wie diese selbst, um sie zu verstehen.
begrenzte Zugänglichkeit/VsEvans: Frage: kann man nicht doch "hier" Gedanken haben, egal wo man sich aufhält?
EvansVsVs: Mißverständnis:
Fregesche Gedanken sind Träger unrelativierter, absoluter Wahrheitswerte. Damit ist ausgeschlossen, dass ein und derselbe Gedanke bald wahr und bald falsch ist.
Es ist also falsch, von einer durch "hier" ausgedrückten Weise des Gegebenseins zu sprechen
(s) "Hier" nicht Intension, "hier" keine Intension" Kaplan: "Ich": starre Intension" )
Evans: es gibt so viele Weisen des Gegebenseins von "hier" wie es Orte gibt.
Unterschied: Typ/Vorkommnis.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsEvans Heim Vs Geach, P.
 
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Klaus von Heusinger, Eselssätze und ihre Pferdefüsse
Uni Konstanz Fachgruppe Sprachwissenschaft Arbeitspapier 64; 1994
Heusinger I 13
E-Typ-Analyse/Eselssätze/Existenzquantifikation/EQu/Evans/Heusinger: ist eine direkte Reaktion auf Geachs Analyse. These Diskursanaphora nicht als gebundene Variablen sondern als bestimmte Kennzeichnung. HeimVsEvans/HeimvsE-Typ-Analyse: (Heim 1982, Kamp 1981) Problem: Die Einzigkeitsbedingung ist zu stark.
Heusinger: Evans Theorie hat aber in letzter Zeit wieder erneut Zulauf bekommen.

Heim I
I. Heim
Semantics in Generative Grammar Oxford 1997

Heim I
Irene Heim
The Semantics of Definite and Indefinite Noun Phrases London 1988
VsEvans Schiffer Vs McDowell, John
 
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Stephen Schiffer
I 204
SchifferVsDavidson/SchifferVsMcDowell/SchifferVsEvans: These: für die Radikale Interpretation (RI) ist eine Übersetzungstheorie möglich. Kompositionalität/Schiffer: Problem: wenn Davidson recht hat, und wir für die RI zuerst eine Bedeutungstheorie für die eigene Sprache brauchen, dann muss unsere Sprache eine kompositionale Semantik haben. (…+…)

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsEvans McDowell Vs Peacocke, Chr.
 
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I 192
Begriff/Erfahrung/Peacocke: Voraussetzung dafür, dass das Subjekt den Begriff des Quadrats besitzt, ist der nichtbegriffliche Inhalt (der Erfahrung).
I 193
Dieser Besitz (des Begriffs) hat auch eine Bedingung der Korrektheit, die die Welt betrifft. McDowellVsPeacocke: das ist kein Beweis dafür, dass der nichtbegriffliche Inhalt als Grund für ein Subjekt, von etwas überzeugt zu sein, in Frage kommt. Das Subjekt hat vielleicht nicht einmal Gründe! Bsp der erfahrene Radfahrer macht die richtigen Bewegungen, ohne Gründe zu benötigen. Auch die Beschreibung benötigt keine Gründe. McDowellVsEvans, McDowellVsPeacocke: das berechtigt weder dazu, anzunehmen, dass Urteile und Überzeugungen in der Erfahrung fundiert sind, noch dazu, daß Überzeugungen durch Erfahrungen "als Gründe" fundiert werden.
I 194
McDowellVsPeacocke: abstruser, aufgeblähter Begriffsapparat: "protopropositionaler Inhalt", "Erlebensinhalt", usw. McDowellVsPeacocke: er muss die Allianz zwischen Vernunft und Sprache, die es seit Platon gibt, lösen. (Ein Wort für beides: "logos".) Er muss das Band zwischen den Gründen für ein Subjekt, zu denken, wie es denkt, und den Gründen, die es geben kann, (artikulierbare Gründe) lösen. (Absurd).
I 195
Erfahrung/Welt/McDowellVsPeacocke: Bsp Quadratisch: Grund: "weil es so aussieht". Das ist ganz ok und einfach ein Grund für eine Überzeugung, und nicht bloß ein "Teil eines Grundes..." Ostension/Begriff/McDowell: Bsp "Es sieht so aus wie das" - muss nicht im geringsten weniger begrifflich sein, als das, wofür es ein Grund ist. Wir können die rationale Beziehung nur in den Griff bekommen, wenn wir es begrifflich verstehen, selbst wenn nach unserer Theorie (Evans) der Inhalt nichtbegrifflich wäre.
Zirkel/Peacocke/McDowell: warum glaubt Peacocke, dass es in der Erfahrung Brücken zwischen dem Begrifflichen und dem, was sich außen befindet geben muss? Er glaubt, damit eine Zirkel vermeiden zu müssen.
Um den Besitz eines Beobachtungsbegriffs zu erklären, dürfen wir (nach Peacocke) nicht schon den Inhalt als begrifflich auffassen.
Bsp Farben: es wird dann nicht nur der Begriff "Rot" vorausgesetzt, sondern, schlimmer noch, der "Begriff des Besitzes des Begriffs "Rot"". Zirkel/McDowellVsPeacocke: das verschiebt nur das Problem.
Warum sollten wir eigentlich annehmen, dass wir immer in der Lage wären, zu erklären, was es heißt, einen Begriff zu besitzen? Bsp die neurophysiologische Bedingungen würde sich gar nicht auf das beziehen, was jemand denkt, wenn er denkt, dass etwas rot ist.(Genau das will aber Peacocke).
Zirkel/McDowell: die Erklärung für Beobachtungsbegriffe muss sich immer außerhalb des Raums der Begriffe befinden. (Auch Wittgenstein). Aber nicht "seitliche Perspektive".

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsEvans Dummett Vs Psychologismus
 
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I 115
Sprache ist soziales Phänomen, nicht Privatbesitz des Einzelnen. So gibt es weiterhin die Möglichkeit, Gedanken als objektiv und von inneren Bewußtseins-Ereignissen völlig verschieden aufzufassen, ohne auf platonische Mythologie zurückgreifen zu müssen. DummettVsEvans:Daher ist es gefährlich, wenn man wie Evans und andere, die Priorität der Sprache gegenüber dem Gedanken umkehren will. (Gefahr des Psychologismus, wenn Gedanken subjektiv und nicht mitteilbar sind).

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsEvans Evans Vs Shoemaker, S.
 
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Gareth Evans
Frank I 540
Erinnerung/Evans: es gibt aber auch Erinnerungstätigkeit auf nichtbegrifflicher Ebene: der des Informationssystems (Wahrnehmungszustand). Bsp Es scheint, etwas sei so und so der Fall gewesen. Das sind keine freischwebenden Bilder, deren Bezug auf die Vergangenheit vom Subjekt in sie hineingelesen werden.
I 542
ShoemakerVsEvans: der Anschein, dass auf der Erinnerung beruhende Urteile über sich selbst identifizierungsfrei sind, beruhe auf einer linguistischen Trivialität: wir würden von einer Person, deren Information von jemand anders stammt nicht sagen "sie erinnert sich". EvansVsShoemaker: aber es trifft nicht zu, dass die Identifizierungsfreiheit ein bloßer Schein ist:
EvansVsStrawson: vielmehr setzt sich dieser dem Vorwurf aus,
Fra I 543
das linguistische Phänomen auszunutzen, wenn er versucht, die fragliche Identifizierungsfreiheit dadurch zu belegen, dass er die von Gewöhnlichen abweichende Äußerung "ich erinnere ich deutlich, dass diese Erinnerung stattfand, aber fand sie in mir statt?" betrachtet. Erinnerung/Shoemaker: auf Erinnerung beruhende Urteile sind identifizierungsabhängig und daher nicht immun gegen Fehlidentifizierung: Bsp wir können uns vorstellen, dass die scheinbaren Erinnerungen einer Person in Wirklichkeit von anderen Personen kausal abgeleitet wurden (falsche Erinnerung). Bsp vollständiges Duplikat einer Person (Klon). (s) Zu absurd, um als Beispiel zu überzeugen.
Fra I 544
Shoemaker: "Quasi Erinnerung": "q Erinnerung". Bsp wenn es solche falschen Erinnerungen gibt, dann erscheint es sinnvoll zu sagen, "jemand stand vor einem brennenden Baum, aber war ich das?"
EvansVsShoemaker: auch wenn das möglich ist, folgt daraus nicht, dass die normalen Urteile auf einer Identifizierung beruhen müssen!
Es geht nicht um Zerlegung : "jemand stand… ich war derjenige".

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Radikale Interpretat. Schiffer, St.
 
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I 204
SchifferVsDavidson/SchifferVsMcDowell/SchifferVsEvans/SchifferVsEMD: These für die RI ist eine Übersetzungstheorie möglich.