Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Evolution Agassiz Gould I 170 ff
Evolution/Biologie/AgassizVsDarwinismus/AgassizVsEvolution//Gould: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellte die Theorie von einer Wiederholung der Phylogenese durch die Ontogenese den besten Leitfaden der Biologen zur Einteilung der Lebewesen in höhere und niedere Formen dar. Nach dieser Theorie wiederholten die Kinder im Wachstum früherer entwicklungsgeschichtlicher Stadien: Embryos haben Kiemenschlitze, wie ein Fisch, später ein dreikammriges Herz wie ein Reptil, noch später den Schwanz eines Säugetiers. > Rekapitulationstheorie. Eine Variante dieses Denkens ist Louis Agassiz‘ „dreifache Parallelität", Einheit von Paläontologie, vergleichender Anatomie, und Embryologie. Man berief sich auf tatsächliche Vorläufer primitiver Lebewesen.(1)


1. L. Agassiz,

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Evolution Cuvier Gould II 101
Evolution/CuvierVsEvolution/Cuvier/Gould: er schloss aus seinem Prinzip der Wechselwirkung, dass Evolution ausgeschlossen werden musste.(1) Gould: Heute sieht man Organismen aus Teilen zusammengesetzt, die sich in gewissem Maße selbständig entwickelt habe (ein überlebendes Exemplar mag keine optimale Klaue mitgebracht haben, sondern aufgrund anderer Vorzüge überlebt haben und sich dann fortgezeugt haben). So können sich die Teile aus der Wechselbeziehung weitgehend herausgelöst, historisch entwickelt haben.

1. Cuvier, G. 1812. Recherches sur les ossemens fossils quadrupèdes, 4. volumes, Paris: Deterville.

Cuvier I
Georges Cuvier
Essay on the Theory of the Earth London 2003

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Evolution Vollmer I 51
Evolutionäre Erkenntnistheorie/EE/Vollmer: in der Evolution der Wissenschaft gibt es keine "Mutationen", weil es bei wissenschaftlichen Theorien keine "Nachkommen" gibt. - Evolutionäre Erkenntnistheorie ist nur sinnvoll, soweit subjektive Erkenntnisstrukturen vererbt werden. - Die Evolutionäre Erkenntnistheorie hat nicht den Wahrheitsbegriff des Pragmatismus - sie wird durch Erfolg nicht bewiesen.
I 75
Erfolg/Vollmer: beweist nur, dass die Hypothese nicht ganz falsch war.
I 217
VsEvolutionstheorie/VsDarwinismus: Zirkulär. - VollmerVsVs: das ist falsch "Fitness" kann ohne Rückgriff auf "Überleben" definiert werden.
I 260
Fitness wird nicht nach dem Überleben des Individuums bestimmt, sondern durch Fortpflanzungserfolg, mehr Nahrung, mehr Wohnraum, mehr Partner, mehr Nachkommen usw..
I 264
Entropie/Evolution/Leben/Vollmer: entgegen einer verbreiteten Meinung nicht immer ein Maß für Unordnung - unter speziellen Bedingungen (niedrige Gesamtenergie und Existenz anhaltender Wechselwirkungen oder Einschluss durch äußere Kräfte) schließt die Zunahme der Entropie sogar eine Zunahme von Ordnung und Struktur ein - somit widerspricht der Zweite Hauptsatz nicht der Entstehung von Lebewesen.
I 279
Anpassung/Selektion/VsEvolutionäre Erkenntnistheorie: ist keine Falsifikation - das Urauge wird durch das Adlerauge nicht falsifiziert - richtiges Abbilden spielt keine Rolle - Übertragen der Selektionstheorie auf kognitive Fähigkeiten kann nur gelingen, wenn es objektive Wahrheit gibt und wenn Erkenntnis nützlicher ist als Irrtum (Simmel, 1895) - VollmerVsVs: das ist kein Argument VsEvolution, egal wer sich wem anpasst - Koadaption.
I 298
Evolution/Erfolg/Vollmer: die Richtigkeit von Erfahrung kann nicht aus evolutionärem Erfolg geschlossen werden - sonst naturalistischer Fehlschluss - Verwechslung von Fakten mit Normen.
II 190
Evolution/Zeitrichtung/Vollmer: wegen der kosmischen Expansion sind keine zwei Momente der Evolution identisch - (>Zeitpfeil).

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
Leben Agassiz Gould II 106
Leben/Natur/Agassiz/Gould: AgassizVsEvolution: Agassiz (gest. 1873) hielt zeitlebens daran fest, dass die Geschichte des Lebens eine vorherbestimmte göttliche Planung war. (1)
Gould II 108
Man glaubte damals, dass die Tiefen der Ozeane eine immer in sich ruhende Welt ohne Veränderungen gewesen waren. Selektion/GouldVsAgassiz: dieser hat wahrscheinlich nicht verstanden, dass die Theorie der natürlichen Selektion nicht einen globalen und unaufhaltsamen Fortschritt vorhersagt, sondern nur Adaptionen an lokale Gegebenheiten.

1. Agassiz L.,

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Reziprozität Psychologische Theorien Haslam I 174
Reziprozität/Gruppenverhalten/Psychologische Theorien: Was ist das Besondere an der Reziprozität in der eigenen Gruppe ("InGroup")? Es ist vielleicht nicht verwunderlich, dass die Menschen von der InGroup Reziprozität erwarten, aber wenn Reziprozität das Entscheidende ist, warum scheint sie dann weniger effektiv zu sein, wenn sie ausdrücklich von einer minimalen anderen Gruppe (OutGroup) kommt? Problem: Forscher haben eher auf evolutionäre Argumente zurückgegriffen und vorgeschlagen, dass es aus evolutionärer Sicht gute Gründe geben kann, der InGroup zu vertrauen und der OutGroup zu misstrauen oder sogar Angst zu haben (Gaertner und Insko, 2000(1); Yamagishi et al., 1999(2)).
Gruppenverhalten/VsEvolutionspsychologie (Spears/Otten: Ein Problem ist, dass evolutionäre Standardargumente dazu führen könnten, dass man erwartet, dass Männer generell wettbewerbsfähiger sind als Frauen (z.B. Sidanius et al., 1994(3); Yuki und Yokota, 2009(4)). Und obwohl es schwierig ist, diese evolutionären Argumente auszuschließen, ist es genauso schwierig, sie zu beweisen.
Wenn es bei begrenzter Gegenseitigkeit um Eigeninteresse geht, warum opfern Gruppenmitglieder das Eigeninteresse wie in der maximalen Differenzierungsstrategie? (MD; siehe >Methode/Tajfel). In diesem Zusammenhang hat Marilyn Brewer (1999)(5) behauptet, dass die Theorie der sozialen Identität (und die Ergebnisse der Minimalgruppenstudien) besser in der Lage sind, "In-Group-Liebe" zu erklären als "OutGroup-Hass".
Vs: Diese Kritik scheint noch mehr auf das Argument der begrenzten Reziprozität zuzutreffen: Schließlich geht es mehr darum, sich innerhalb der InGroup zu revanchieren als der OutGroup zu schaden. Zusammenfassend kann also das Eigeninteresse helfen zu erklären, warum die Teilnehmer danach streben, den Gewinn in der Gruppe zu maximieren. Jedoch bietet dies keine ausreichende Erklärung, warum sie den Gewinn in der Gruppe opfern, um einer anderen Gruppe den Nutzen zu entziehen.



1. Gaertner, L. and Insko, C.A. (2000) ‘Intergroup discrimination in the minimal group paradigm: Categorization, reciprocation or fear?’, Journal of Personality and Social Psychology, 79: 77–94.
2. Yamagishi, T., Kikuchi, M. and Kosugi, M. (1999) ‘Trust, gullibility, and social intelligence’, Asian Journal of Social Psychology, 2: 145–61.
3. Sidanius, J., Pratto, F. and Mitchell, M. (1994) ‘In-group identification, social dominance orientation, and differential intergroup social allocation’, Journal of Social Psychology, 134: 151–67.
4. Yuki, M. and Yokota, K. (2009) ‘The primal warrior: Outgroup threat priming enhances intergroup discrimination in men but not women’, Journal of Experimental Social Psychology, 45: 271–4.


Russell Spears and Sabine Otten,“Discrimination. Revisiting Tajfel’s minimal group studies“, in: Joanne R. Smith and S. Alexander Haslam (eds.) 2017. Social Psychology. Revisiting the Classic studies. London: Sage Publications

Haslam I
S. Alexander Haslam
Joanne R. Smith
Social Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2017
Sein Jonas Brocker I 614
Sein/Jonas: »Daß es dem Sein um etwas geht, also mindestens sich selbst, ist das erste, was wir aus der Anwesenheit von Zwecken in ihm über es lernen können« (1). Dass »die Natur Werte hegt, da sie Zwecke hegt« (2), zeige, so Jonas, dass es keine Wertneutralität der Natur gebe. »Zweckhaftigkeit« sei ein »Gut-an-sich« (3), Leben an sich wertvoll. (JonasVsEvolutionstheorie). Evolutionsbiologie/Brocker: würde erwidern, dass das Leben nur eine Möglichkeit der Natur sei, die der Zufall verwirklicht hat.
Pointe: Die Pflicht der Menschheit, die totale Zerstörung ihrer selbst
Brocker I 615
und allen Lebens zu vermeiden, lässt sich nach Jonas also direkt aus der Natur ablesen. Siehe Ökologischer Imperativ/Jonas, Ethik/Jonas, Teleologie/Jonas, Werte/Jonas.

1. Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt/M. 1979, S. 156
2. Ebenda S. 150
3. Ebenda S. 1554
Manfred Brocker, „Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Jonas I
Hans Jonas
Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation Frankfurt 1979

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsEvolutionVsEvolution Verschiedene Vs Darwin, Ch. Gould II 101
CuvierVsEvolution: er schloß aus seinem Prinzip der Wechselwirkung, dass Evolution ausgeschlossen werden mußte.
II 136
VavilovVsDarwin: Variation findet nicht in alle Richtungen statt, sondern in Klassen geordnet, die denen der Chemie und Kristallographie analog sind. Vavilov hat die kreative Rolle der Umwelt unterbetont.
II 328
Die Gegner Darwins bringen immer die gleiche Litanei: Darwin muß Unrecht haben: die Ordnung kann nicht aus Zufall entstehen.(z.B. KoestlerVsDarwin)
Pinker I 403
Mortimer AdlerVsDarwinismus: (Philosoph) 1940: Evolution könne nicht stattgefunden haben, weil es auch kein dreieinhalbseitiges Dreieck gäbe. Darwin: es ist sehr wohl möglich, dass in der Vergangenheit Zwischenformen aufgetreten sind.
natürliche Art/Darwin: ist kein Idealtyp, sondern eine Population.

Vollmer I 260
Selektion/Vollmer: es gibt kein ernsthaftes Argument, wonach das Selektionsprinzip zirkulär sei. VsDarwinismus/Tautologie: Das Argument gegen den Darwinismus, er sei tautologisch, ist verfehlt: "Survival of the survivor": VollmerVsVs: Fitness wird nicht nach dem Überleben des Individuums bestimmt, sondern durch Fortpflanzungserfolg, mehr Nahrung, mehr Wohnraum, mehr Partner, mehr Nachkommen usw.





Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsEvolutionVsEvolution Wittgenstein Vs Erkenntnistheorie II 102
Evolutionäre Erkenntnistheorie/EE/WittgensteinVsEE: man kann nicht sagen, mein Wissen über die Evolution sei das Ergebnis der Evolution. - WittgensteinVsEvolutionare Erkenntnistheorie - WittgensteinVsVollmer, Gerhard.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsEvolutionVsEvolution Verschiedene Vs Evolutionsth Vollmer I 258
VsEvolution/Begriff: die Evolutionstheorie sei zirkulär: "entrollen" kann man nur Dinge, die schon da sind. VollmerVsVs: die Bedeutung eines Begriffs wird niemals durch die Etymologie festgelegt, sondern durch Definition, Gebrauch, Kontext.
Der Begriff hat nicht die Bedeutung, die die Römer ihm gaben, als sie ihn prägten. >Begriffswandel.
I 276
VsEvolutionstheorie: "Jedes Anpassen erfordert ein Erkennen dessen, an das sich angepasst werden soll. Dann ist das Erkennen des Anpassens ein Zirkel." VollmerVsVs: es ist überhaupt nicht wahr, dass jedes Anpassen ein Erkennen erfordert.
VsEvolutionstheorie: nicht prognosefähig
VollmerVsVs: es besteht gar kein zwingender Grund, Prognosefähigkeit zum Maßstab für die
Wissenschaftlichkeit einer Theorie zu machen.
Vollmer: Ziel der Wissenschaft sind nicht Prognosen, sondern Erklärungen!
I 277
VsEvolutionstheorie: "Sie ist nicht falsifizierbar". Bsp findet man auf dem Mars Leben, wird es evolutionstheoretisch erklärt, findet sich keines, wird sein Fehlen oder sein Verschwinden ebenfalls evolutionstheoretisch erklärt. (PopperVsEvolutionstheorie !) (s)Vs: Bsp das Heilbleiben einer heruntergefallenen Tasse kann man auch mit Hilfe der Physik erklären.)
I 278
VsEvolutionstheorie: aus dem Vorhandensein von Merkmalen kann man nur schließen, dass sie das Leben zulassen und evtl. ermöglichen, aber nicht, dass sie es fördern! Daher kann man nicht unbedingt Anpassung annehmen! (Roth, 1984). Erst recht kann man nicht behaupten, unser bisheriges Überleben beweise die Richtigkeit unseres Weltbildes!
I 279
VollmerVsVs: dass es selektionsneutrale und sogar überlebensschädliche Merkmale gibt, macht es wohl zu einer empirischen Frage, ob im Einzelfall Funktionalität vorliegt, beeinträchtigt aber nicht die Fruchtbarkeit jener panselektionstischen Maxime. Die Frage "Wozu?" ist in der Biologie immer erlaubt, auch wenn sie nicht immer eine Antwort findet.
I 279
VsEvolutionstheorie: 1. Die Übertragung der Selektionstheorie auf die Entstehung kognitiver Fähigkeiten kann nur gelingen, wenn es objektive Wahrheit gibt und wenn Erkenntnis nützlicher ist als Irrtum. (Simmel, 1895). 2. Außerdem könnten kognitive Passungen auch anders als durch Selbstanpassung zustande kommen, etwa dadurch, dass die Umwelt sich ändert und ihrerseits (zufällig) anpasst.
3. Richtiges Abbilden der Außenwelt spielt offenbar für die Selektion keine Rolle! Denn es gibt ja so viele Arten mit "schlechterer Erkenntnis": Pflanzen sind nicht "falsifiziert" durch das Auge, das Urauge nicht durch das Adlerauge, usw.
I 282
VsEvolutionstheorie: kann Erfolg Wahrheit garantieren? Wahrheit/Simmel: geht tatsächlich den Weg, Erfolg mit Bewährung und Bewährung mit Wahrheit gleichzusetzen. >Pragmatismus.
Evolutionäre ErkenntnistheorieVsSimmel: sie übernimmt diesen pragmatischen Ansatz nicht. Sie unterscheidet streng zwischen Wahrheitsdefinition und Wahrheitskriterium.
Wahrheit/Vollmer: Erfolg ist weder notwendig noch hinreichend, hat aber immer Indiz-Charakter. Passung lässt sich ohne jeden Rückgriff auf Selektion oder Evolution feststellen.
I 284 Man kann aber auch umgekehrt vorgehen: man findet, dass der Beitrag des Subjekts zur Erkenntnis wenigstens teilweise genetisch bedingt ist. (Wechselwirkung).
I 285
Referenz/VsEvolutionstheorie: (z.B. Putnam): es ist nicht klar, welche Referenz physikalische Begriffe überhaupt haben!





Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsEvolutionVsEvolution Verschiedene Vs Naturalismus Dennett I 564
Bedeutung/Evolution: Lager: VsEvolution der Bedeutung: Putnam, Fodor, Searle, Kripke, Burge, Dretske. (Dennett unerwartete Koalition!). Vs"Naturalismus", "Darwinismus" der Bedeutung. Diesen Autoren geht es um "echte" Bedeutung im Gegensatz zu "abgeleiteter" Bedeutung.





Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsEvolutionVsEvolution Vollmer Vs Putnam, H. I 285
Kausalität/Putnam: kann charakterisiert werden 1. Regelmäßige Abfolgen (rein physikalisch, unbefriedigend) oder 2. Über den Begriff der Erklärung, (nicht rein physikalisch) oder
3. Über kontrafaktische Bedingungen (das erfordert "Normalbedingungen" oder "möglichst ähnliche Welten").
Def Referenz/Lewis/Vollmer: funktionale Eigenschaft (nicht einfach eines Lebewesens, sondern) eines Lebewesens mit seiner Umwelt.
I 285
Def Referenz/Lewis/Vollmer: funktionale Eigenschaft (nicht einfach eines Lebewesens, sondern) eines Lebewesens mit seiner Umwelt.
Kausalität/VollmerVsPutnam: übersieht die vierte Möglichkeit der Charakterisierung der Kausalität: Energieübertragung.
PutnamVsVollmer: wenn Energieübertrag eine so große Rolle spielen soll, dann kann das Betätigen eines Lichtschalters keine Ursache sein!
VollmerVsPutnam: das übersieht, dass nicht die gesamte Energie übertragen werden muss, sondern nur ein beliebig kleines Minimum.
I 286
PutnamVsVollmer: wenn man das zugibt, ist dennoch die Frage, wie man das ohne kontrafaktische Formulierung charakterisieren solle. VollmerVsPutnam: das ist überhaupt nicht nötig, weil ja eine physikalische Charakterisierung vorliegt.
Referenz/VsEvolutionstheorie: (z.B. Putnam): es ist nicht klar, welche Referenz physikalische Begriffe überhaupt haben!
VollmerVsVs: hat man erst einmal eine physikalische Charakterisierung kausaler Beziehungen (Energieübertrag) so lässt sich auch "Referenz" physikalisch explizieren.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsEvolutionVsEvolution Mayr Vs Strukturalismus V 371
Strukturalismus: teleologisch, antiselektionistisch.. Erkennt in der Biologie Ordnung, Logik nd Rationalität.(MayrVs)."Organismen werden nach rationalen Prinzipien geschaffen"
V 164
Will "historische" Ursachen vermeiden (StrukturalismusVsEvolutionstheorie).
MayrVsStrukturalismus: jede Disziplin muß auch die andere Art von Ursachen mitberücksichtigen.
Bsp Molekularbiologie: unmittelbar: ein Molekül erfüllt eine bestimmte Funktin in einer Zelle, deshalb ist es da. - Mittelbar: es hat sich im Lauf der Evolution erst so gebildet und unterscheidet sich von homologen Molekülen in anderen Organismen.

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
VsEvolutionVsEvolution Vollmer Vs Verschiedene II 169
Methode/Physik/Vollmer: es gibt überhaupt nicht die Methode der Experimentalphysik. Worin bestünde dann die "Einheit der Wissenschaft"?
II 170
Bondi: Methode ist das Wichtigste an der Wissenschaft. VollmerVsBondi: Ergebnisse sind wichtiger als die Methode, Einheit der Wissenschaft bedeutet mehr als Einheit der Methode.

II 97
DitfuthVsIdentitätstheorie/Vollmer: (VsEvolutionistische Identitätstheorie): Leben sei zwar als Systemeigenschaft durchaus verstehbar. Ein materielles System sei jedoch entweder belebt oder nicht belebt. Es gibt nichts dazwischen. Lebendigkeit ist eine Alles oder Nichts Eigenschaft. Dagegen gebe es unterschiedliche, ja sogar unbegrenzt viele Grade von "Beseeltheit": Das Psychische sei nicht sprunghaft, sondern ganz allmählich entstanden!
Daher sei es unzulässig, der Materie das "Seelische" einfach als weitere, analoge Stufe anzuhängen.
Ditfurth These: die Evolution hat allein deshalb zur Entstehung unseres Gehirns und damit des Bewusstseins führen können, weil das Geistige in dieser Entwicklung von allem Anfang an präsent und wirksam gewesen ist! ((s) >Evolution/McGinn).
II 98
VollmerVsDitfurth: dieser konstruiert hier einen Gegensatz, der in dieser Schärfe gar nicht besteht. 1. Auch Leben ist in vielen kleinen Schritten entstanden. Allerdings sind die Zwischenstufen längst eliminiert.
2. Auch vom Bewusstsein kann man sagen, etwas sei entweder "beseelt oder nicht "beseelt".
Bewusstsein/Geist/Seele/Vollmer: man wird in Zukunft stärker zwischen den einzelnen Funktionen: Gedächtnis, Abstraktion, Sprachfähigkeit, Selbstbewusstsein unterscheiden müssen.

I 40
VollmerVsKopernikus/VollmerVsKant: erst die EE nimmt den Menschen wieder aus seiner zentralen Stellung als "Gesetzgeber der Natur" und macht ihn zum Beobachter kosmischen Geschehens, das ihn einschließt.
I 293
VollmerVsVs: kein Kritiker definiert "Erkenntnis", allein Löw: dazu gehöre Subjektivität (die er aber auch nicht definiert). Information/Löw: Information gibt es immer nur für ein Subjekt". Vollmer pro, aber vielleicht zu dogmatisch.
Ähnlichkeit/Löw: Ähnlichkeit gibt es nur für ein Subjekt.
VollmerVsLöw: das ist sicher falsch.

VollmerVsProjektionstheorie
II 90
VsIdentitätstheorie/Vollmer: psychische und physische Prozesse erscheinen gänzlich unvergleichbar. Neuronale Vorgänge sind lokalisiert, das Bewusstsein nicht. Vollmer:(pro Identitätstheorie): Manche Identitätstheoretiker nehmen das gar nicht ernst, aber das Argument ist auch gar keine Bedrohung: wir können die Verschiedenheit projektiv deuten: als subjektive und objektive Aspekte ein und derselben Sache. Abb. Zylinder erscheint von verschiedenen Seiten als Kreis oder Quader. (s)Vs: Bsp nicht zwingend.
VollmerVsVs: Identität: nicht alle Eigenschaften müssen übereinstimmen: der optische und der haptische Eindruck eines Apfels sind auch nicht identisch. ((s) Das sind extrinsische Eigenschaften).
II 92
Projektion/Vollmer: so erklärt das projektive Modell die scheinbare Unvereinbarkeit unterschiedlicher Eigenschaften wie Geist und Physis als verschiedene Aspekte derselben Sache.
II 93
VsProjektion/Vollmer: könnte als Rückfall in die Postulierung einer unbekannten Substanz gedeutet werden. VollmerVsVs: Lösung: Systembegriff der Systemtheorie:
Systemtheorie/Vollmer: Bsp Diamant/Graphit: bestehen aus den gleichen Kohlenstoffatomen, sind aber in anderer Struktur aufgebaut.
Bsp Diamant/Silizium: gleiche Struktur, andere Bausteine: (hier Silizium).
II 94
Keine der Komponenten ist der anderen logisch oder ontologisch vorgeordnet! Kenntnis der einen ersetzt nicht die Kenntnis der anderen. Beide sind konstitutiv. Das zeigt, wie wenig mit der Kenntnis der Bausteine gewonnen ist.

I 282
VsEvolutionstheorie: kann Erfolg Wahrheit garantieren? Wahrheit/Simmel: geht tatsächlich den Weg, Erfolg mit Bewährung und Bewährung mit Wahrheit gleichzusetzen. >Pragmatismus.
EEVsSimmel: sie übernimmt diesen pragmatischen Ansatz nicht. Sie unterscheidet streng zwischen Wahrheitsdefinition und Wahrheitskriterium.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsEvolutionVsEvolution Kant Vs Vollmer, G. I 206
KantianerVsEvolutionäre Erkenntnistheorie/EE/KantianismusVsEvolutionäre Erkenntnistheorie/Vollmer: wenn Kant Recht hat, fallen die Grenzen faktischen Wissens mit den Grenzen der Sinneserfahrung zusammen. Wenn nun die EE ein Zusammenpassen mit der Realität konstatiert, wie kann sie für sich in Anspruch nehmen zu wissen, wie die objektive Realität überhaupt ist?
I 207
VollmerVsKantianer: dieses transzendentalistische Argument ist verfehlt. Auch wenn die Erde stationär zu sein scheint, bewegt sie sich doch. Der Raum erscheint uns euklidisch, ist es aber nicht. Damit übersteigt unser Wissen die Sinnesanschauung.
Nach Kant dürften Quarks, Elementarteilchen, Atome, Moleküle, elektromagnetische Felder, Neutronensterne, Schwarze Löcher, Quasare usw. niemals Objekte empirischer Wissenschaft werden, da sie unanschaulich sind.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsEvolutionVsEvolution Verschiedene Vs Vollmer, G. Putnam I 196
Kausalität/Charles FriedVsVollmer: kann man leicht für eine physikalische Beziehung halten! Bsp "Handeln, zerschlagen, bewegen" sind kausale Verben. (Impulsübertragung). Fried: sobald man diesen Fehler gemacht hat, fällt es leicht zu glauben, dass funktionale Eigenschaften ganz einfach physikalische Zustände höherer Stufe wären. (Putnam Selbstkritik: habe ich selbst früher geglaubt) und dann zu denken, Referenz (und überhaupt so ziemlich alles) könnte eine funktionale Eigenschaft und also physikalisch sein.

I 275
VsEvolutionäre Erkenntnistheorie/EE: Anpassung ist wechselseitig Es ist gerade der Selektionsvorteil des Menschen, seine Umwelt radikal umgestalten (in Bezug auf seine Bedürfnisse) zu können. So wird in der EE gerade das konstruktive Moment ausgeklammert. VollmerVsVs: die EE ist von Biologen entwickelt worden, die sich der Wechselwirkung der Anpassung durchaus bewusst sind.
Die Dynamik des Prozesses beeinträchtigt die Anwendbarkeit des Begriff der Anpassung aber überhaupt nicht. (DennettvsAnpassung, GouldVsAnpassung).
I 290
DretskeVsEvolutionäre Erkenntnistheorie: hat sehr wenig zu bieten. (1971,585) PutnamVsEvolutionäre Erkenntnistheorie: ist vielleicht nicht wissenschaftlich falsch, beantwortet aber keine einzige philosophische Frage! (1982a,6)
I 292
VsEE: einige ihrer Vertreter sehen schon in der gesamten biologischen Evolution einen "erkenntnisgewinnenden Prozess". so wird schon der Amöbe Erkenntnis zugeschrieben. Oder man spricht davon, dass ein Molekül ein anderes "erkenne".
I 293
VollmerVsVs: kein Kritiker definiert "Erkenntnis", allein Löw: dazu gehöre Subjektivität (die er aber auch nicht definiert). Information/Löw: Information gibt es immer nur für ein Subjekt". Vollmer pro, aber vielleicht zu dogmatisch.
I 298
Wahrheit/Erfolg/VsEE: wenn die Richtigkeit von Erfahrung aus evolutionärem Erfolg geschlossen wird, wird: 1. Fakten mit Normen verwechselt (quid juris, quid facti)
2. Das Erkenntnisproblem auf seinen genetischen Kontext reduziert und damit
3. Die Frage nach der Gültigkeit einer Aussage trivialisiert.
Das ist ein "genetischer Fehlschluss".
VollmerVsVs: es ist zwar richtig, dass faktische und normative Fragen hier für untrennbar erachtet werden, d.h. aber nicht, dass sie verwechselt werden!
Die EE schließt nicht vom Überleben auf die Richtigkeit eines Weltbildes!
Vielmehr umgekehrt: im allgemeinen deutet eine bessere Erfassung der Außenweltstrukturen auf einen Überlebensvorteil.
Unter Konkurrenz setzt sich dann meistens das bessere Weltbild durch
I 300
Geltung/VsEE: Die EE löse das Geltungsproblem nicht. Geltung ist für Erkenntnis zentral, aber nicht ohne Reflexion möglich. Geltung/Vollmer: was Geltung ist, wird sehr unterschiedlich gesehen.
Lotze: Triftigkeit
Puntel: diskursive Einlösbarkeit
Gethmann: Zustimmungsfähigkeit.
Allgemein notwendig: eine geltende Aussage muss syntaktisch korrekt, logisch konsistent, semantisch einwandfrei, intersubjektiv verständlich, diskursfähig, intersubjektiv nachprüfbar, mit anerkannten Aussagen verträglich, usw.
hinreichend: hier muss man zwischen bedingter (hypothetischer) und unbedingter (kategorischer) Geltung unterscheiden.
Bedingte Geltung: hat eine Aussage, wenn für den Nachweis ihrer Geltung eine andere Aussage als gültig vorausgesetzt werden muss, andernfalls unbedingte Geltung.
Vollmer: der Anspruch unbedingter Geltung ist noch niemals eingelöst worden. (> Letztbegründung). Wir müssen uns mit Bedingungen für relative Geltung begnügen.
I 309
VsEE: wenn die Erkenntnistheorie empirisch ist, wird sie zirkulär
I 310
EE/Vollmer: es ist nicht die Aufgabe der Erkenntnistheorie, absolute Rechtfertigungen für Erkenntnis und Wahrheitsansprüche zu liefern. Man kann aber fragen, unter welchen Bedingungen sicheres faktisches Wissen möglich wäre, und auf diese Fragen kann sie auch vernünftige Antworten geben.
Erkenntnistheorie/Vollmer: Aufgaben:
Explikation von Begriffen und Wissen
Untersuchung unserer kognitiven Fähigkeiten, Vergleich verschiedener kognitiver Systeme
Unterscheidung subjektiver und objektiver Strukturen, deskriptiver und normativer Aussagen, faktischer und konventioneller Elemente
Erhellung der Bedingungen für Erkenntnis
Aufweis von Erkenntnisgrenzen.

I 315
Kausalität/VsEE: nach der EE spielt die Kausalität eine dreifache Rolle: 1. Ordnungsform der Natur
2. Denkkategorie
3. diese Denkkategorie ist durch Selektion entstanden.
Also erzeugt letztlich Kausalität über Kausalität Kausalität.
a) Durch die Mehrfachbedeutung von "Kausalität" wird das Prinzip der methodischen Ordnung verletzt. (Gerhardt, 1983,67 69,75).
b) Wenn Kausalität eine Denkkategorie ist, kann sie nicht zugleich ein Erfahrungsprodukt sein. Dazu müsste sie nämlich wie jede Erfahrung induktiv oder abstraktiv sein. Also müssten solche Ereignisfolgen zunächst einmal als kausal erkannt worden sein. (Lütterfelds,1982, 113,6).
I 316
VollmerVsVs: die Mehrdeutigkeit ist zuzugeben, aber leicht zu beseitigen. Lösung: man kann statt dessen sagen, Kausalität als Realkategorie erzeuge über eine kausal wirksame Selektion Kausalität als Denkform. Das ist dann keine lebensweltliche Erfahrung.

I 318
VsEE: sagt überhaupt nichts Neues! Schon Spencer wurde widerlegt. Bei Haeckel findet sich schon die Bezeichnung "biologische Erkenntnistheorie".
Die These vom Verstand als Organfunktion erinnert an die Kant Interpretation bei Helmholtz und F.A. Lange: „Das Apriori als physisch psychische "Organisation".

Vollmer I 313
Vernunft/BaumgartnerVsVollmer: kann nicht aus sich selbst heraustreten. Sie ist in diesem Sinne absolut und nicht hintergehbar. Vernunft/ZimmerliVsVollmer: das Auge kann sich durch Apparaturen selbst sehen. Aber das Sehen kann es niemals sehen, da es ja immer schon das Sehen vollzieht. "Geistige Unschärferelation".
Erklärung/HayekVsVollmer: kein System kann sich selbst erklären.
I 314
Rückbezüglichkeit/Hövelmann: das Sprachvermögen ist prinzipiell unhintergehbar. VollmerVsVs: diese Autoren erklären "Vernunft" usw. überhaupt nicht. Ausnahme:
I 323
Def Erklärung/Hayek: erfordert Klassifikation. Ein System, das Objekte nach n Merkmalen klassifizieren soll, muss mindestens 2 hoch n verschiedene Klassen bilden und unterscheiden können. Also muss das klassifizierende System wesentlich komplexer sein. Kein System kann sich aber selbst an Komplexität übertreffen, und also auch nicht selbst erklären.
I 314
Rückbezüglichkeit/Vollmer: natürlich können Selbsterkenntnis und Selbsterklärung kein sicheres oder vollständiges Wissen vermitteln. Aber viele "gute Zirkel" sind durchaus konsistent und informativ. Bsp "Gute Zirkel": + I 314





Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Evolth. d. Bedeut. VsEvolution Pro Dennett I 564
VsEvolution der Bedeutung. Putnam, Fodor, Searle, Kripke, Burge, Dretske - "echte" Bedeutung im Gegensatz zu "abgeleiteter" - Dennett: "unerwartete Koalition".

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005