Lexikon der Argumente


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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Extensionalität Prior
 
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I 48
Extensionalismus: "Gesetz der Extensionalität": wenn die Sätze S1 und S2 denselben Wahrheitswert haben, dann hat jeder zusammengesetzte Satz, der nur darin differiert, dass er S1 als Teilsatz hat, wo der andere S 2 als Teilsatz hat, auch denselben Wahrheitswert. PriorVs: man kann gemischte Konstruktion wie "__ ist grün und __" auch "-- glaubt dass__" durchaus in die gleiche Kategorie zählen kann wie die einfachen - wenn das Extensionalitätsgesetz wahr ist, dann muss "Gras ist pink" und "Gras ist purpur" derselbe Gedanke sein.
Lösung: "x denkt, dass, Gras ist pink" ist kein zusammengesetzter Satz mit "Gras ist pink" als Komponente.
I 50
Extensionalität/Prior: Lesniewski/Lukasiewicz: wenn man die Extensionalität fallen lässt, muss man zugeben, dass einige Propositionen weder wahr noch falsch sind. PriorVsExtensionalismus: der Wahrheitswert einer Aussage hängt nicht nur von ihrem Wahrheitswert ab! (Sonst zirkulär).
I 93
Gesetz der Extensionalität: Propositionen mit demselben Wahrheitswerten sind identisch.
I 139
Extensionalität/Prior: "Zustandebringen", "herbeiführen" scheint der extensionalste Operator zu sein: wer p zustande bringt, bringt ipso facto alles zustande, was mit p äquivalent ist. - Aber man bringt nicht das zustande, was beinhaltet (entailment, asymmetrisch, Implikation) ist: Bsp jemand ist vom FBI gefangen und Kommunist, aber damit ist nicht zustande gebracht, dass er Kommunist ist.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Extensionalität Simons
 
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Chisholm II 185
Extensionalität/Quine: Raumzeit-Punkte statt "dauerhafte Gegenstände" - SimonsVsQuine: Sprache ohne continuants (dauerhafte Ggst) nicht lernbar - Chisholm: wohl Zeit und Modalität, aber nicht zeitliche oder modale Teile: entweder a) Erscheinungen akzeptieren, Extensionalität ablehnen oder b) Erscheinungen ablehnen, Extensionalität für wirkliche dauerhafte Gegenstände fordern (> entia sukzessiva). SimonsVsChisholm: besser mit Aristoteles Dinge mit nichtnotwendigen Teilen annehmen: Bäume bestehen einfach aus Materie - mehr Evidenz als Wittgensteins Atome.
Simons I 3
Extensionalität/Simons: wenn sie zurückgewiesen wird, können mehr als ein Objekt exakt dieselben Teile haben und daher auch mehrere verschiedene Objekte zur selben Zeit am selben Ort sein - dann haben wir es mit continuants zu tun. continuant/Simons: alles, was kein Ereignis ist - (s.u.) alles was Masse haben kann.
I 11
CEM/Extensionalität/Simons: charakteristisches Merkmal: Relation "Teil-von-oder-identisch-mit": entspricht "kleiner-gleich"-Relation - Überlappen: kann als einziger Grundbegriff gebraucht werden - Grenzfall: Getrenntsein und Identität
I 105f
Teil/Vsextensionale Mereologie/Simons: 1. Ganzes manchmal nicht einer der eigenen Teile - 2. manchmal nicht transitiv - 3. Existenz von "Summen-Individuen" nicht immer garantiert - d.h. da die Axiome für Individuen, die einem beliebigen Prädikat gehorchen, falsch sind - 4. Identitätskriterien für Individuen, die alle Teile gemein haben, sind falsch. - I 106 5. liefert eine materialistische Ontologie vierdimensionaler Objekte - Teil/Simons: These: es gibt keine einheitliche Bedeutung von "Teil".
I 117
Extensionalität/Simons: wird mit der Zurückweisung des PPP (Proper Parts Principle) verlassen - PPP.
I 28
Proper Parts Principle/starkes/SSP/strong supplement-principle: wenn x nicht Teil von y ist, dann gibt es ein z, das Teil von x ist und von y getrennt ist - Lösung für Unterscheidung von Summe (Tib + Tail) und Ganzem (Prozess) Tibbles (Katze) - ((s) Intentionalität, intentionale Mereologie?) - Simons: Koinzidenz von Individuen: zeitweise ununterscheidbar (wahrnehmungsmäßig) - > Superposition: zur selben Zeit am selben Ort.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Identität Simons
 
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Chisholm II 171
Identität/Simons: These: unterschiedene Objekte können durchaus alle Teile gemeinsam haben: Bsp Ich und mein Körper (ChisholmVs)
Simons I 113
Identität/Individuum/Ganze/Ganzes/Teil/extensionale Mereologie/RescherVsExtensionalität: (Rescher 1955): die extensionale Eigenschaft die beinhaltet, dass Ganze identisch sind, wenn sie dieselben Teile besitzen, schließt jene Teil-Ganzes-Relationen aus, in denen die Organisation (Organisiertheit) involviert ist. - Bsp verschiedene Sätze können aus denselben Sätzen bestehen. - Zwei Individuen müssen nicht identisch sein, wenn sie dieselben Teile haben. - Bsp Gebäude-Komitee = Personal-Komitee - Bsp Famile Robinson = Basketball-Team Robinson - Bsp Person/ihr Körper. - Pointe: es geht nicht um Relation der Teile untereinander.
I 180
Def Koinzidenz/continuants/Simons: Koinzidenz-Prädikat: CTD5 a < Gemeinsamkeit der Teile, in Begriffen der wechselseitigen Inklusion.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Parataktische Analyse Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 122ff
Parataktische Analyse/Davidson/Schiffer: wird sich nicht auf Glaubenssätze ausdehnen lassen - Relation besteht kraft der Bedeutung des Inhaltssatzes "Die Erde bewegt sich". - Pointe: damit auch auf Italienisch ausdehnbar.
I 127
Parataktische Analyse/Glaubensrelation/SchifferVsDavidson: die parataktische Analyse eignet sich nicht für Glauben: es kann keine Relation zu aktualen Äußerungen sein - dann auch kein richtige zwei-stellige Relation. - Inhaltsgleichheit/ Selbigkeit/Inhalt/SchifferVsDavidson: dieser hat gar keinen Begriff von Inhaltsgleichheit von Äußerungen - diese innerhalb der parataktischen Analyse nur zirkulär ausdrückbar. - ((s) Für Davidson kein Problem).
I 130
Parataktische Analyse/Davidson/Schiffer: Für Glauben: falsche Lösung: Äußerungs-Art - Problem: man muss sagen von welcher Sorte die Art ist! - falsche Lösung: "...vom selben Inhalt" - das wäre eine künstlicher Term - wir wissen noch nicht, welche Begriff von Inhalt hier intendiert ist. - DavidsonVs: die Rolle von "Inhalt" können wir hier nicht so trivialisieren (für eine Glaubenstheorie).
I 133
Parataktische Analyse/Davidson/propositionale Einstellung/Schiffer: Problem: a) Sam PE (= propositionale Einstellung) dass Flundern schnarchen
(hier muss man den Inhalt kennen, um die Behauptung und den Wahrheitswert zu bestimmen)
b) Sam PE das. Flundern schnarchen.
Hier kennt man die Äußerung, ohne den Inhalt der propositionalen Einstellungen kennen zu müssen. - Bsp Pierre: -La neige est blanche- Donald: Tarski sagte das - nach Davidson kann man wissen, was Donald behauptete, ohne den Inhalt von Pierres Äußerung zu kennen (ohne den Inhalt zu kennen!). - Lösung: man kann wissen, dass irgendeine Äußerung von Tarski denselben Inhalt hat wie ... - einzige Behauptung: ist nur die darüber, dass Sam etwas sagte! (oder eine PE hat). - SchifferVsDavidson: wenn seine Theorie richtig wäre, würde
(ii) Sam glaubt etwas, das wahr ist gdw. Flundern schnarchen. - nicht von
(i) Sam glaubt, dass Flundern schnarchen beinhaltet - Problem: "Äußerungs-Art, die denselben Inhalt hat wie das": sagt wieder nichts über den Inhalt - falsche Lösung: ein Merkmal F (inhaltsbestimmende Eigenschaften für propositionale Einstellungen), dieses müsste allen Leuten bekannt sein. - (Das sind alles Einwände Vsextensionale Theorie.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsExtension Simons Vs Essentialismus
 
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I 272
mereologischer Essentialismus/Chisholm/Simons: entwaffnend einfaches Beispiel von Chisholm: (1976,146) Bsp ein Tisch sei aus einem Stumpf und einer Platte gebildet. Er ist nur derselbe Tisch, wenn beides dasselbe bleibt.
Chisholm: daher sollte es scheinen, dass ein bestimmter Tisch notwendig aus dieser Platte und diesem Stumpf gebaut ist.
Simons: dies ist das einzige Beispiel aus "Person and Object".
I 273
So wie es dasteht ist es in der Tat überzeugend. a: Stumpf, b: Platte, c: der resultierende Tisch:
N(E!c > (t)[Ext c > a ≤≤t c u b ≤≤t c])
alltagssprachliche Übersetzung/logische Form/(s) : "(t)[E Ext a...": "zu allen Zeiten, zu denen", "immer wenn es ein c gibt.. " – "N(E!c > …”:ein c muss....”… - "N(E!c > (t)[Ext c ..." "ein c muss immer...".
Simons: anders als die Summe, die auch existieren würde, wenn Platte und Stumpf nicht verbunden wären, kann der Tisch nur existieren, wenn beide verbunden sind.
Superposition/Simons: der Teile garantiert also nicht die Existenz des Tischs (oder die Identität des Tischs mit der Summe)!
I 275
SimonsVsEssentialismus: dass Bsp der Motor eines Autos ein bestimmter Motor sein muss ist nicht so klar. Hier gibt es Raum für Vagheit und Konvention. Pro Essentialismus: klarer Fall: Bsp ein Atom muss diese bestimmten Protonen haben, sonst ist es ein anderen Atom.
I 276
(...) Chisholm pro Essentialismus: >Sorites (...)
SimonsVsChisholm/SimonsVsEssentialismus: unser alltagssprachliches Begriffsschema liefert keine solchen Identitätsbedingungen und Existenzbedingungen für normale Objekte (Dinge, Gegenstände) so dass sie beim geringsten Wandel nicht weiter existieren könnten.
I 278
Die meisten Objekte der Naturwissenschaften Bsp Sterne, Planeten, Organismen, Vulkane sind so, dass sie beides sind: natürliche Gegenstände oder Ganze und gleichzeitig mereologisch variabel, so dass es einen Mittelweg: gegen könnte zwischen Chisholms extremem Essentialismus und der Position, dass die Teile eines Objekts bloß willkürlich oder konventionell bestimmt wären:
Simons: These: man könnte ein „natürlich zusammengesetztes Objekt“ (naturally unified object) annehmen. (s.u.: "Normale Art", "Normales Ding", "Normales Musikstück").

I 338
Verbindung/Whitehead: (s.o. WD5’) Individuen sind verbunden, wenn sie eine binäre Summe haben. Zusammen mit Tiles’ Definition ist dann in Whiteheads System jedes Individuum selbst-verbunden, das entspricht seiner Intention. SimonsVsExtensionalität: das alles widerlegt nicht die Argumente VsCEM: Systeme die die Existenz von Summen und kleinsten oberen Schranken (koS) beschränken, aber dennoch extensional bleiben, sind immer noch zu stark um als allgemeine Theorien für Teil und Ganzes fungieren zu können. (Sie sind dennoch nützlich).
Charakteristische Relation/Ganzes/Simons: Kontinuität ist nur eine charakteristische Relation unter vielen. Einige mögen unwichtig sein, aber man sollte keine a priori ausschließen.
Bsp die politischen Relationen zwischen Alaska und dem Rest der USA überwiegen die räumliche Kontinuität mit Kanada.
Kontinuität: hilft aber, diskontinuierliche Summen auszuschließen. Bsp Summen von Chemikalien mehrerer Organismen.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsExtension Prior Vs Extensionale Sprache
 
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I 96
Operator/Satzvariable/Funktor/Satzoperator/Propositionaloperator/Prior: "δ" in (E) bildet Sätze aus Sätzen,
"φ" in (D) bildet nur aus Namen Sätze
es kann nicht sowohl Sätze als auch Namen als Argument haben.
"N" kann keine Namen als Argument haben.
((s) Russell: Namen oder Gegenstände können nicht negiert werden).
PriorVsCohen: für unsere Vereinfachung von (F) gibt es in seinem System daher keine Möglichkeit.
I 96
PriorVsCohen/PriorVsExtensional language: Bsp braune Kuh: in seinen Axiomen ist es nicht wesentlich, dass das schwangere Tier eine braune Kuh sein müsste, darauf wird im Beweis nicht eingegangen. Entsprechend beim Vorwort Paradox: hier wird kein Gebrauch gemacht von der Annahme, dass ψx, d.h. dass etwas in dem Buch falsch ist.
I 97
Trotz des großen Unterschieds, den das macht, könnte es einfach weggelassen werden. Die anderen Konstituenten erledigen die ganze Arbeit. D.h. für Cohens Theorem würde es gar keinen Unterschied machen, ob das Ding in dem Buch nicht bedeutete, dass etwas in dem Buch falsch ist, sondern z.B. bedeutete, dass der Himmel blau ist.
Das einzige, was benötigt wird, ist, dass das Ding in dem Buch wahr sein sollte, dann und nur dann, wenn etwas in dem Buch falsch ist und das wird nicht von ψx festgestellt, sondern durch die andere Komponente: ETx∑yKφyNTy.
Es ist merkwürdig, dass die beiden Komponenten tatsächlich völlig irrelevant füreinander sind!
Für Cohen wäre es das gleiche, wenn man schriebe:
"Für ein x, x bedeutet, dass der Himmel blau ist und x ist wahr dann und nur dann, wenn Gras grün ist".
Grund: "dann und nur dann" ist eine extensionale Propositionalfunktion.
PriorVsCohen/PriorVs extensionale Sprache/Extensionalität: aber es wäre extrem merkwürdig, wenn man sagen wollte "das Buch sagt, dass Gras grün ist". (Wenn eigentlich nur gemeint ist, dass in dem Buch eine wahre Aussage vorkommt).
Das ist aber nun der Grund, warum in Cohens Symbolismus diese Extrabestimmung vorkommt. (ψx).

PriorVsCohen: meine Theoreme (A) bis (G) gelten, was immer für Aussagenfunktionen wir für das δ einsetzen, extensionale wie intensionale.
Bsp wenn wir "δ" sein lassen: "es ist nicht der Fall, dass __" oder "Gras ist grün und__"
haben wir immer noch
Cd∑pKδpNp∑pKδpNp.
Denn alle diese Theoreme sagen uns, dass es möglicherweise nur extensionale Aussagenfunktionen geben könnte!

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsExtension Verschiedene Vs Extensionalismus Lewis IV 256
Lewis: ich weiß wirklich nicht, was der Intensionalist (I) VsExtensionalismus (E) sagen soll! Ich kenne mehrere unbefriedigende Argumente. ("I" im englischen Text auch für "ich, Lewis") (vergeblich) VsExtensionalismus: 1. man könnte sagen, der Extensionalismus ist komplizierter. Er braucht zwei Kategorien mehr und einen Lexikon Gegenstand mehr.
VsVs: das ist aus zwei Gründen schlecht:
a) Extensionalität selbst ist allgemein als wichtige Dimension von Einfachheit angesehen.
b) ich stimme mit E überein, dass ein vollständiger Zugang auch die Pause des Sprechers am Anfang des Satzes berücksichtigen muss. Das hat E bereits mit seiner Syntax und Semantik getan! Der Intensionalist muss dafür noch einen Platz finden.
(vergeblich) VsExtensionalismus: 2. man könnte einwenden, dass es gegen unser Paradigma geht, dass Extensionen geteilt werden müssen: Bsp "Boston" benennt einfach Boston und nicht statt dessen eine Funktion von Indices.
Problem: dieses Paradigma gilt für Englisch, Polnisch, Deutsch, usw. aber nicht unbedingt für unerforschte Eingeborenensprachen.
Selbst wenn der Intensionalist vermutete, dass die Sprache sehr verwandt mit unserer ist, kann man nicht erwarten, dass E zustimmt, dass die Paradigmen anwendbar sind! Denn E und I sind sich nicht einig, welche Sprache die ihre ist!
Tarskis Konvention W: hilft hier nicht: denn die Eingeborenensprache entspricht ja nun mal nicht - übrigens nicht unkontrovers - unserer Metasprache ihrer Sprache. Daher sind die einzigen Versionen dieser Prinzipien die anwendbar sind, in Übersetzungen dieser Begriffe konstatiert.
Bsp E und I können übereinstimmen, dass ein metasprachlicher Satz der Form
"... benennt ... in ihrer Sprache" oder
IV 256/257
"... ist ein Name, der ... als Extension in ihrer Sprache hat" wahr sein sollte, wann immer die erste Leerstelle mit einem Namen (in unserer Sprache) mit einem Namen  der Eingeborenensprache gefüllt wird und die zweite mit einer Übersetzung von  in unsere Sprache.
Aber das führt uns nirgends hin, weil wir uns überhaupt nicht über Namen einig sind und darüber, was ihre korrekten Übersetzungen sind!
(vergeblich) VsExtensionalismus: 3. ich könnte einzuwenden versuchen, dass die Eingeborenensprache nicht extensional sein kann, weil in ihr einige Schlussfolgerungsmuster ungültig sind, die in jeder extensionalen Sprache gültig sind.
Bsp Identität: Inferenzen mit Leibniz’scher Identität (Leibniz’ Gesetz) oder Existenzgeneralisation führen in der Eingeborenensprache von wahren Prämissen zu falschen Konklusionen.
Extensionalist/VsLewis: sollte zustimmten, dass Leibniz’ Gesetz in jeder extensionalen Sprache Wahrheit erhält und dass sie nicht in meinen Gegenbeispielen (welchen?) bewahrt wird.
Aber er sollte nicht zustimmen, dass solche Inferenzen Fälle von Leibniz‘scher Identität sind!
Identität/Leibniz/Lewis: eine Inferenz mit Leibniz’ Gesetz braucht eine Identitätsprämisse und wie soll man die identifizieren? Nicht indem man drei oder vier horizontale Linien betrachtet!
semantisch: ein Ausdruck mit zwei Lücken drückt Identität aus, dann und nur dann, wenn 1. das Ergebnis des Einsetzens von Namen in die Lücken ein Satz ist,
2. der so gebildete Satz wahr ist, wenn die Namen koextensiv sind, sonst falsch.
Def Identitätsprämisse: ist ein Satz, der so gebildet wird.
Problem: da E und I nicht einig sind darüber, welches die koextensiven Namen sind, sind sie sich auch nicht einig darüber, welches die Ausdrücke sind, die Identität ausdrücken, welche Sätze die Identitätsprämissen sind und welche Inferenzen echte Instanzen von Leibniz’ Gesetz sind.
Wir ignorieren hier die Meinungsverschiedenheit, ob ein Satz S von einer Pause  eingeleitet werden muss, um überhaupt ein Satz zu sein. Genau gesagt, wenn " ,/also  " eine nicht wahrheitserhaltende Inferenz in Li ist, dann ist " ,/ also  " eine nicht wahrheitserhaltende Inferenz in Le. Die Originalversion ohne  ist überhaupt keine Inferenz in Le, weil ihre "Prämissen" und "Konklusionen" S Namen sind und keine Sätze.
((s) extensionale Sprache/(s): wie ist sie überhaupt möglich, wenn keine Prädikate (Eigenschaften) zugelassen sind - fällt dann nicht die Form Subjekt Prädikat überhaupt aus?)
Vs: die Form ist dann: a ist ein Element der Menge B.
(vergeblich) VsExtensionalismus: 4. ich könnte ad hominem argumentieren, dass E der Intensionalität nicht wirklich entronnen ist, weil die Dinge, die er als Extensionen nimmt, intensionale Entitäten sind.
Funktionen von Indizes zu Wahrheitswerten (WW) werden normalerweise mit Propositionen identifiziert (besonders, wenn die Indizes aus möglichen Welten und wenig mehr bestehen).
Und diese Funktionen werden gleichermaßen mit Individualbegriffen identifiziert. Wie können solche intensionale Entitäten dann Extensionen sein?
LewisVsVs: das ist nur eine Verwechslung! Intensionshaftigkeit ist relational!
((s) Es hängt von der Betrachtung ab, ob etwas eine Intension oder Extension ist).
Intensionen sind Dinge ((s) Entitäten), die eine bestimmte Rolle in der Semantik spielen und nicht Dinge einer bestimmten Sorte.
E und I stimmen darin überein, dass in einer geeigneten Sprache dasselbe Ding, das die Intension eines Ausdrucks ist, auch die Extension eines anderen ist.
Bsp wenn wir in einem Fragment von technischem Englisch sprechen, das als Metametasprache eines kleineren Fragments geeignet ist, stimmen wir darin überein, dass ein und dasselbe Ding beides ist, die Intension des Ausdrucks in der Objektsprache "mein Hut"
IV 258
und die Extension des metasprachlichen Ausdrucks "Intension von "mein Hut" ". ((s) Dasselbe Ding, nicht derselbe Ausdruck).
Lewis: das Ding selbst ist weder Extension noch Intension.
Wahr ist, dass einige Entitäten nur als Extensionen dienen können, während andere Funktionen von Indices z.B. als beides dienen können.
Aber es gibt kein Ding, das von sich aus ungeeignet wäre, eine Extension zu sein.
Ontologie/ (vergeblich) VsExtensionalismus: 5. man könnte meinen, dass der Extensionalist den Eingeborenen eine extravagante Ontologie zuschreibt:
Bsp wenn der Intensionalist sagt, ein Wort der Eingeborenen benennt einen konkreten materiellen Berg, dann sagt E, er benenne etwas mehr esoterisches: ein mengentheoretisches Objekt, gebildet aus einem Bereich von Individuen, der unverwirklichte Möglichkeiten einschließt.
Aber auch E und I glauben an esoterische Dinge, wenn sie sich nicht selbst widersprechen wollen. Wir zweifeln nicht daran, dass wir sie benennen können.
Wir sind uns nämlich einig, dass die Eingeborenen Namen für noch weiter hergeholte Dinge wie z.B. Götter (gemäß dem Intensionalisten) oder Funktionen von Indices auf solche Götter (gemäß dem Extensionalisten) haben.
Ontologie/VsExtensionalismus: ich sollte vielleicht besser argumentieren, dass bestimmte unesoterische Dinge fehlen!
Ontologie/Kripke: (gesprächsweise, 1972): es ist falsch, jemand eine Ontologie zuzuschreiben, die Mengen ohne Elemente enthält oder Funktionen ohne Argumente und Werte usw.
LewisVsVs: das ist ein plausibles Prinzip. Aber hat E es verletzt wenn er sagt, die Namen der Eingeborenen seien Funktionen von Indices und keine Namen von konkreten Dingen? Ich denke nicht.
Die zugeschriebene Ontologie ist nicht dasselbe wie die zugeschriebene Menge der Namens Träger. Bsp wenn unserer Sprache eine Ontologie zugeschrieben wird, enthält sie alle natürlichen Zahlen, nicht nur die kleine Minderheit von ihnen, die tatsächlich Namen tragen!
Es ist nicht signifikant, dass die Menge der Namen Träger Kripkes Schliessungs-Prinzip (closure) verletzt, außer wenn gezeigt werden kann, dass das die Gesamtheit der zugeschriebenen Ontologie ist. Aber es ist schwer zu sagen, welche Ontologie, wenn überhaupt eine, durch den Gebrauch von Le zugeschrieben wird.
Man sollte sich den Bereich der Quantoren anschauen, aber Le hat überhaupt keine Quantoren!
Quantoren: bilden Sätze. Aber in Le macht das nur das Prädikat  und das ist kein Quantor.
Anders die Transformation Lp von Parsons: sie hat einen Bereich. Die Menge D, so dass wir intendierte Wahrheitsbedingungen für die Sätze von Lp bekommen, die die Sätze von Li transformieren, dann und nur dann, wenn D eingeschlossen ist im Bereich der gebundenen Variablen.
(Das setzt voraus, dass die Prädikate von Lp intendierte Interpretationen haben).
Die Menge D ist dieselbe wie die Menge der Extensionen von Ausdrücken in Le. Sie verletzt Kripkes Schliessungs-Prinzip ((s) dass keine leeren Mengen zugeschrieben werden sollen, s.o.), deswegen kann sie niemand als Ontologie zugeschrieben werden. ((s) weil es eben in Le keine gebunden Variablen gibt.).
D.h. wenn ein Extensionalist behauptet, der Eingeborene spräche Lp, verschleiert durch Transformationen, haben wir ein Mittel gegen ihn.
Aber E selbst vertritt das nicht!
Vielleicht kann man zeigen, dass, wenn es schlecht ist, den Gebrauch von Lp zuzuschreiben,
IV 259
dass es dann auch schlecht ist, den Gebrauch von Le zuzuschreiben? Aber das sehe ich noch nicht.





LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsExtension Prior Vs Extensionalität
 
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I 48
Extensionalismus/Fehlschluss des/Extensionalität/Extension/extensional/Prior: Ontologie/PriorVsQuine: Existenz als "Wert einer gebundenen Variable zu sein" ist nur ein unbewiesenes Dogma.
Quantoren: es gibt noch ein unbewiesenes Dogma: dass man gemischte Konstruktionen wie "__ ist grün und __" auch " glaubt dass__" nicht in die gleiche Kategorie zählen kann wie die einfachen.
Insbesondere meint man, dass "X glaubt, dass __" nicht in die gleiche Kategorie soll wie "Es ist nicht der Fall, dass__".
D.h. sie sollen angeblich nicht beide einstellige Verbindungen sind.
Der Widerstand kommt von den formalen Logikern, die ihre Systeme dadurch vereinfachen wollen, dass sie sagen, dass wenn die Sätze S1 und S2 denselben Wahrheitswert (WW) haben, dann hat jeder zusammengesetzte Satz, der nur darin differiert, dass er S1 als Teilsatz hat, wo der andere S 2 als Teilsatz hat, auch denselben WW.
Das ist das "Gesetz der Extensionalität".
PriorVsExtensionalität: wenn das Gesetz wahr wäre, dann müssten die beiden folgenden Sätze dasselbe bedeuten:
a) "X denkt, dass Gras pink ist"
b) X denkt, dass Gras purpur ist".
Aber jeder weiß, dass man das eine denken kann, ohne das andere zu denken.
Pointe: "X denkt, dass Gras pink ist" ist kein echter zusammengesetzter Satz mit "Gras ist pink" als Komponente.
Technisch ausgedrückt:
Es ist keine echte Funktion mit "Gras ist pink" als Argument.
Extensionalität/Prior: aber ich kann, abgesehen von einer gewissen Engstirnigkeit daraus nicht ableiten, dass das Gesetz der Extensionalität falsch ist.
Man muss zugeben, dass es eine lange und interessante Geschichte der Logik gibt, in der es zutrifft, so wie die klassische Mechanik in der Physik.
I 49
Andererseits, wenn seine Verteidiger von intuitiver und sofortiger Erkenntnis seiner Wahrheit sprechen, dann kann ich nur sagen, ich habe gegenteilige Intuitionen. Extensionalität/Extension/Lesniewski/Lukasiewicz/Prior: die beiden Schulen sagen uns, dass wenn man die E. fallen lässt, zugeben muss, dass einige Propositionen dann weder wahr noch falsch sind.
Das wird mit der klassisch so begründet, dass es nur vier Fälle gibt,
a) "wahr p": ist immer wahr, ob "p" wahr oder falsch ist,
b) falsch p": umgekehrt
c) Nicht p: dreht den WW um
d) "Behauptet p": wahr, wenn p wahr, sonst falsch.
Außerdem: wenn "p" und "q" denselben WW haben, dann hat Funktion von "p" den gleichen WW wie die Funktion von "q".
Wenn nun eine Funktion dem Gesetz der Extensionalität nicht gehorcht, kann es keine von diesen vieren sein und wenn es andere neben diesen gibt, muss es mehr als zwei Wahrheitswerte geben. (PriorVs).
Vs: der erste Schritt dieses Arguments setzt schon voraus, was es beweisen soll: nämlich, dass die einzige Eigenschaft von "p" , von dem sein WW abhängt, sein WW ist.
Bsp "Wenn X denkt, dass p" eine Funktion von "p" wäre.
Es gibt aber keine Funktionen, die falsch mit wahren Argumenten sind.
I 50
Warum sollte aber nicht der WW von einer Funktion von "p" von anderen Eigenschaften von "p" abhängen als von seinem WW? Zu sagen, das sei unmöglich, wäre dasselbe, wie zu sagen, dass es für jede Funktion fx einer Zahl x, die Frage, ob x > 0 davon abhängt, ob x > 0 ist, was einfach falsch ist.
Bsp fx = x 1: denn in einigen Fälle, wo x > 0 , z.B. x = 2, ist x 1 >0, während in anderen Fällen z.B: x = 1, ist x 1 nicht > o.
Ob also diese Funktion von x selbst > 0 ist, hängt nicht davon ab, ob x selbst > 0 ist, sondern ob x > 1.
Genauso, ob X glaubt, dass p, hängt nicht davon ab ob es der Fall ist oder nicht, dass p.
Prior: warum um alles in der Welt nicht? ((s) Beides stimmt, aber die Analogie muss nicht stimmen.)

I 101
Protothetik/protothetisch/Lesniewski/Prior: unser System ist ein Fragment von Lesniewskis "Protothetik". (20er Jahre). 1. normaler Aussagenkalkül, ((s) p,q..u,v,>,...)
2. Quantorenlogik
3. normale Identitätsgesetze.
Zur vollständigen Protothetik gehört noch das Gesetz der Extensionalität. (Tarski scheint es zu stützen, weil er seine Unabhängigkeit bewiesen hat.
PriorVsExtensionalität.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsExtension Verschiedene Vs Extensionalität Simons I 105
VsCEM/VsExtensionale Mereologie/Simons: Kritikpunkte in aufsteigender Wichtigkeit: 1. Dass es verschiedene Bedeutungen von "Teil" gibt, bei denen ein Ganzes nicht als einer der eigenen Teile zählt.
2. Dass es Bedeutungen von "Teil" gibt, für die die Teil-Ganzes-Relation nicht transitiv ist.
3. Dass die Existenz von "Summen-Individuen" nicht garantiert ist bzw. (äquivalent damit) dass die Axiome für Individuen, die einem beliebigen Prädikat gehorchen, falsch sind.
4. Dass die Identitätskriterien für Individuen der Axiome, die Individuen, die alle Teile gemeinsam haben identifizieren, falsch sind.
I 106
5. Dass die Ontologie, die durch die extensionale Teil-Ganzes-Theorie aufgezwungen wird, eine materialistische Ontologie vierdimensionaler Objekte ist.





Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsExtension Simons Vs Extensionalität
 
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I 116
Extensionalität/Simons: wir verlassen sie mit der Zurückweisung von
I 117
≤: die Relation ≤ ist nicht anti-symmetrisch, sie ist eine Halbordnung, d.h. sie ist reflexiv und transitiv. In Begriffen von ihr kann man ein symmetrisches Prädikat definieren: Def Koinzidenz von Teilen /Mereologie/Schreibweise/Simons: .
SD16 x y ↔ x < y u y < x.
Koinzidierende Individuen sind für die Zeit ihrer Koinzidenz wahrnehmungsmäßig ununterscheidbar. Sie sind in
Def Superposition/Mereologie/Simons: sie belegen zur selben Zeit denselben Ort.
Frage: (s.u.): müssen alle superponierte Objekte mereologisch koinzidieren?
Durch die Zurückweisung von PPP erhalten wir Reichtum an Beschreibungen und Erklärungskraft.
SimonsVsExtensionalität: sie ist zu asketisch für die Mereologie.
I 251
Teil/SimonsVsExtensionalität/VsCEM/VsExtensionale Mereologie/Simons: wir sehen welchen Reichtum wir aufgeben, wenn wir extensional bleiben wollen, denn jetzt haben wir drei Begriffe von Teil statt einem, die das SSP zusammenwirft, und es mag noch mehr geben. CEM/Simons: ist eigentlich eine materielle These: Individuen, die aus demselben Material bestehen, werden identifiziert.
Koinzidenz-Prinzip/Simons: 1. für die beiden stärkeren Koinzidenz-Begriffe der Identität und der starken Koinzidenz lehnen wir es ab,
2. für schwache Koinzidenz lassen wir es zu, vorausgesetzt, wir betrachten nur superponierte materielle Individuen.
strikt schwache Inklusion: Bsp es gibt keinen Grund zu leugnen, dass Cäsars Herz schwach inkludiert ist in der Materie von Cäsar.
Koinzidenz-Prinzip/Simons: 1. für die beiden stärkeren Koinzidenz-Begriffe der Identität und der starken Koinzidenz lehnen wir es ab,
2. für schwache Koinzidenz lassen wir es zu, vorausgesetzt, wir betrachten nur superponierte materielle Individuen.
strikt schwache Inklusion: Bsp es gibt keinen Grund zu leugnen, dass Cäsars Herz schwach inkludiert ist in der Materie von Cäsar.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsExtension Rescher Vs Extensionalität
 
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Simons I 113
Identität/Individuum/Ganze/Ganzes/Teil/extensionale Mereologie/RescherVsExtensionalität: (Rescher 1955): die extensionale Eigenschaft die beinhaltet, dass Ganze identisch sind, wenn sie dieselben Teile besitzen, schließt jene "Teil-Ganzes"-Relationen aus, in denen die Organisation (Organisiertheit, (s) interne Struktur) involviert ist. Bsp verschiedene Sätze können aus denselben Sätzen bestehen.
Identitätsbedingung/Simons: "...wenn sie dieselben Teile haben" ist also mehrdeutig.
Simons: dem Rescher-Sinn entspricht SF13.
SF13 (z)[z < x ↔ z < y] > x = y.
Individuum/Teil/Identitätsbedingung/SimonsVsRescher: er hat aber auch etwas wie SF12 unter seinen Axiomen, obwohl er gleichzeitig argumentiert, dass „Teil“ nicht reflexiv zu sein braucht, während unsere beiden Relationen "‹" und "›" sehr wohl reflexiv sind.
Simons: man kann es so ausdrücken: ((s) holistisch):
Einige Individuen existieren einzig, weil andere Individuen existieren, nämlich ihre Teile. Das sind die Summen.
SimonsVsRescher: Bsp verschiedene Sätze aus denselben Wörtern: das Beispiel ist insofern unglücklich gewählt, weil es davon spricht, was sein könnte, statt davon, was ist.. Damit hat er schon die Referenz auf abstrakte Typen statt konkreter Tokens akzeptiert.
Mereologie/Simons: wir sprechen aber nicht über die Mereologie abstrakter Entitäten, sondern konkreter Tokens. Bsp Angenommen, Plastikstücke, die wie Wörter geformt sind. In einer Kiste sind unter anderem Tokens des Worts "cardinals" und solche des Worts "multiply". Damit kann eine Summe aus diesen beiden existieren, solange sie in der Box sind, aber kein Satz. ((s) also Summe ungleich Satz!).
Nun können wir Sätze bilden:
1. "multiply cardinals": das könnte heißen: a) ein Imperativ an Mathematiker, b) ein anderen an den Papst.
Summe/Rescher/Simons: kann nicht dasselbe sein wie der Satz, denn die Summe existierte schon vorher in der Box.
Nun können wir aus denselben Wörtern einen neuen Satz machen:
2. "cardinals multiply": "Kardinäle vermehren sich"
a) weil der Papst aktiv ist, oder
b) die Kardinäle:
ba): in Mathematik,
bb) anderweitig).
Vs: man könnte einwenden, dass diese Sätze zu verschiedenen Zeiten existieren. Damit hat der Vertreter des Extensionalismus einen Weg, zeitliche Teile einzuführen.
I 114
Lösung/Simons: Angenommen, die Plastik-Wörter sind halbkreisförmig, dann kann man beide Sätze zur selben Zeit bilden. PPP/Simons: das Beispiel ist nicht unbedingt eine Widerlegung von PPP, und SCT71 weil es nicht völlig falsch ist zu sagen, dass der eine Satz auch das Fragment "nals mult" enthält, der andere aber nicht!
RescherVsExtensionalität//Simons: für ein Gegen-Beispiel in seinem Stil brauchen wir zwei Individuen, die nicht identisch sind, obwohl sie alle Teile gemeinsam haben. So dass also ihre Differenz eine Frage der Relationen zwischen den Teilen ist. ((s) Struktur, intensional).
Bsp die Familie Robinson kann zu einem Zeitpunkt dasselbe sein wie das Basketball-Team Robinson. Aber wir sollten beide nicht identifizieren.
Ähnlich: Bsp das Gebäude-Komitee kann dieselben Mitglieder haben wie das Personal-Komitee.

Resch I
N. Rescher
Kant and the Reach of Reason: Studies in Kant’s Theory of Rational Systematization Cambridge 2010

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutungstheorie Loar, B.
 
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Avramides I 29
Loar/Bedeutungstheorie/BT: nahe bei Lewis, VsMcDowll, VsWiggins, These Semantik und Pragmatik nicht trennen - (auch bei Grice nicht) - Wiggins/McDowell: Trennung Th.d.Sinns/d.Kraft - Loar: letztlich psychologisch und damit reduktionistisch -
I 31
BT/Philosophie des Geistes/Loar: die BT ist Teil der Theorie des Geistes und nicht umgekehrt.
I 32
Loar: meint, wenn wir die psychologischen Begriffe nicht als grundlegend nehmen, geraten sie in Vergessenheit. Avramides: das muß nicht sein. Mit der reziproken Interpretation des Bikonditionals (das Erkennen des Orts des Begriffs im Begriffssystem, nicht reduktiv) in Grice" Analyse können wir die Sprachphilosophie ebensogut in den Bereich der Philosophie des Geistes bringen, wobei die Analyse der Bedeutung teilweise autonom bleibt, aber unter dem Dach der intentionalen Handlung. Nicht alle Fragen öffentlicher Sprache haben mit der Philosophie des Geistes zu tun.
EMD II 138
Bedeutung/Loar: semantische Begriffe sind innerhalb eines größeren Rahmens von propositionalen Einstellungen lokalisiert und daher mache ich wesentlichen Gebrauch von intensionalen Entitäten. Aber heutzutage ist es üblich, eine rein extensionale BT für möglich zu halten. Das verdanken wir größtenteils Davidson.
Davidson/Loar: scheint einen Kompromiß zu machen, Quines Attacke gegen Intensionen mitzumachen, ohne unsere ganzen Intuitionen über gewisse semantische Tatsachen über den Haufen zu werfen.
LoarVsExtensionalität: BT ohne Intension ist wie Hamlet ohne Prinz von Dänemark.
EMD II 146
Loar: die semantischen Eigenschaften der Satzteile (Konstituenten) sind eine bestimmte Funktion der prop Einst der Sprecher. Frage: sollten prop Einst dann nicht am besten als Relationen zu Sätzen oder anderen linguistischen Entitäten beschrieben werden? Aber das wäre ein Zirkel. - EMD II 149c Loar: was ich zeigen möchte ist, daß die BT Teil der Theorie des Geistes ist und nicht umgekehrt. - II 148 ... KripkeVsVs: Bsp Messen: bezieht ein Objekt auf ein anderes, den Standard, aber wenn es den nicht gäbe, hätte das Objekt dennoch eine Länge gehabt - LoarVs: das geht aber nicht für die BT - Daher muß man für eine BT intensionale Entitäten einführen.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989