Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Definitionen Feynman
 
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I 174
GesetzeDefinition//Bedeutung/Naturgesetze/Feynman: man glaubt allgemein, dass Naturgesetze irgendeine Art echten Wissens repräsentieren. Was bedeutet das? Was bedeutet: F = ma? Was ist die Bedeutung von Kraft, Masse, Beschleunigung?
Wir können Masse intuitiv erfühlen und wir können Beschleunigung definieren.
Definition Bsp "wenn sich ein Körper beschleunigt, wirkt eine Kraft auf ihn ein".
Definitionen/Feynman: solche Definitionen können nicht Inhalt der Physik sein, weil sie sich im Kreise bewegen. Dennoch scheint die obige Newtonsche Aussage die präziseste Definition der Kraft zu sein.
Sie ist aber vollkommen nutzlos, weil keinerlei Vorhersagen aus ihr gemacht werden können. (Aus keiner Definition!).
Die Art, wie sich Körper verhalten, ist vollkommen unabhängig von der Wahl von Definitionen.
Bsp wir definieren etwas Neues:
Def "Schmaft"/Terrminologie/Feynman: zeitliche Änderung der Position mit einem neuen Gesetz: alles steht still, außer wenn eine Schmaft wirksam ist.
Das wäre zunächst analog zur alten Kraft und würde keine neue Information enthalten. (Aber: s.u....)
I 175
Kräfte/Naturgesetze/Newtonsche Gesetze/Theorie/Feynman: ihr wahrer Inhalt ist: dass die Kraft zusätzlich zum Gesetz F = ma einige unabhängige Eigenschaften haben soll. Aber diese spezifischen Eigenschaften wurden weder von Newton noch von sonst irgendjemand beschrieben und daher ist F = ma ein unvollständiges Gesetz. Es impliziert, dass wir beim Studium der Kräfte einige einfache Eigenschaften finden werden. Es ist eine Andeutung, dass Kräfte simpel sind. Das ist ein gutes Programm zum Analysieren der Natur.
Gesetze/Naturgesetze/Theorie/Feynman: wenn nichts als Gravitation existierte, dann wäre die Kombination des Gravitations. und des Kraftgesetzes eine komplette Theorie.
Wir brauchen weitere Eigenschaften der Kraft: z.B. wenn kein physikalischer Körper anwesend ist, ist die Kraft gleich Null, wenn sie von Null verschieden ist und etwas in der Nachbarschaft gefunden ist, dann muss das die Ursache sein.
Das ist nun der Unterschied zu "Schmaft" (s.o.).
Dass die Kraft einen materiellen Ursprung hat, ist eine ihrer wichtigsten Eigenschaften, und das ist nicht nur eine Definition.
I 175
Definition/Gesetz/Feynman: Bsp zweites Newtonsches Gesetz. Aktion gleich Reaktion: das ist nicht genau exakt. Wenn es eine Definition wäre, müssten wir sagen, dass es immer exakt ist, aber das ist es eben nicht! Feynman: jeder einfache Gedanke ist angenähert. Bsp Stuhl: Überlagerung von Atomen, ständige Ab und Zunahme, je nach Genauigkeit der Messung.
I 176
Mathematische Definitionen können in der realen Welt nie funktionieren.
I 233
Empirismus/Definition/Mach/Feynman: man kann nur definieren, was man messen kann. FeynmanVsMach: ob ein Ding messbar ist oder nicht, kann nicht a priori allein durch Überlegung entschieden werden! Man kann es nur in Experimenten entscheiden.
((s)VsFeynman: aber muss man es nicht vor dem Experiment definieren?)
Feynman: es ist klar, dass die absolute Geschwindigkeit keine Bedeutung hat. Ob man sie aber definieren kann oder nicht, ist das gleiche, wie das Problem, ob man nachweisen kann, ob man sich bewegt oder nicht!

I 642
Definition/Temperatur/Physik/Chemie/Feynman: zwei verschiedene Definitionen: 1. Angenommen die kinetische Energie der Moleküle ist proportional zur Temperatur, diese Annahme definiert eine Temperaturskala:
"Skala des idealen Gases".
Die entsprechend gemessenen Temperaturen nennen wir
kinetische Temperatur.
2. Andere Temperaturdefinition: unabhängig von jeder Substanz:
"Große thermodynamische absolute Temperatur".


Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001
Empirismus Feynman
 
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I 233
Empirismus/Definition/Mach/Feynman: man kann nur definieren, was man messen kann. FeynmanVsMach: ob ein Ding messbar ist oder nicht, kann nicht a priori allein durch Überlegung entschieden werden! Man kann es nur in Experimenten entscheiden.
((s)VsFeynman: aber muss man es nicht vor dem Experiment definieren?)
Feynman: es ist klar, dass die absolute Geschwindigkeit keine Bedeutung hat. Ob man sie aber definieren kann oder nicht, ist das gleiche, wie das Problem, ob man nachweisen kann, ob man sich bewegt oder nicht!


Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001
Erklärungen Vollmer
 
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I 228
Erklärung/Vollmer: falsche Vorstellung, jedes kognitive System müsse komplexer sein, als das Objekt, das es erklärt.
I 278
Erklärung/"zuviel"/"zu wenig"/Vollmer: eine tautologische Erklärung erklärt zu wenig, eine unprüfbare Erklärung erklärt zu viel.
I 279
Fragen/Wissenschaft/Biologie/Evolution/Vollmer: die Frage "Wozu?" ist in der Biologie immer erlaubt - auch wenn sie nicht immer eine Antwort findet.
II 58
Warum-Fragen/Wissenschaft/VollmerVsFeynman/Vollmer: Warum-Fragen dürfen immer gestellt werden, wenn sie unbeantwortbar sind, sind sie deshalb nicht illegitim. - So zeigt sich der relationale Charakter von Erklärungen.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsFeynman Cartwright Vs Feynman, R.
 
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I 19
Wissenschaft/Cartwright: mein Bild von ihr ist nicht so rein wie das des Positivismus. Es ist ein Durcheinander von unbeobachtbaren Entitäten, Kausalprozessen, und phänomenologischen Gesetzen. Realität/Positivismus/Cartwright: pro: wir haben keine bessere Realität neben der, die wir zur Hand haben.
Cartwright: These es gibt keine Realität hinter den Dingen, die von theoretischen Gesetzen beschrieben würde.
Erklärung/Feynman: die Phänomene in die Muster der Natur einpassen.
CartwrightVsFeynman: was für Muster?
Natur/Cartwright: ist ein wilder Überfluß, den unser Denken nicht bändigt. Dinge, die gleich zu sein scheinen, sind es nicht mehr, wenn wir sie von Nahem betrachten.
I 59
Kraft/Kräfte/Komposition/Ursache/Zusammensetzung/Kausalität/Physik/NG/Cartwright: Bsp der Mix von Elektromechanik und Gravitation ist ein Beispiel für die Komposition von Kräften. Kräfte: setzen sich vektoriell zusammen. Ist das nicht eine Lösung für alle Befürchtungen? Wir erhalten aus der Vektoraddition dann die „resultierende Kraft“.
Vektoraddition/Cartwright: wir addieren hier Zahlen (die die Kräfte repräsentieren). Das sind Rechnungen. Es ist nicht die Natur, die Kräfte „addiert“. Denn die „Komponenten-Kräfte“ sind gar nicht da! Nur in einem metaphorischen Sinn. Und die entsprechenden Gesetze müssen auch metaphorisch gelesen werden. Die Geschichte mit der Vektoraddition setzt voraus, daß Feynman etwas vergessen hat in seiner Version des Gravitationsgesetzes, denn es klingt so, als beschriebe das Gesetz die Resultante statt der Komponenten.
I 60
Gravitationsgesetz/CartwrightVsFeynman: sollte dann besser so geschrieben werden: statt „...ausüben...“: „zwei Körper produzieren eine Kraft zwischen einander....(die Kraft gemäß der Gravitation)...“
I 161
Lichtbrechung/Kausalität/Modell/Feynman: (2. Band Berkeley Physik-Vorlesungen: ~“...wir können jetzt besser als im ersten Semester Differentialgleichungen lösen. Früher konnten wir den Brechungsindex nur für Materialien von geringer Dichte wie Gase finden, aber dabei wurden die physikalischen Prinzipien, die den Index hervorbrachten, klar.
I 162
Jetzt dagegen (mit den Differentialgleichungen) wird der physikalische Ursprung verdunkelt! (Dieser kommt von zurückgestrahlten Wellen, die mit den ursprünglichen interferieren. Dafür wird die Theorie jetzt einfacher. CartwrightVsFeynman: ich verstehe gar nicht, was es für eine Theorie heißt, eine „kausale Geschichte zu erzählen“. Wie macht er im 1. Band denn klar, daß die physikalischen Prinzipien die Brechung produzieren?
Cartwright: ich weiß schon, was er tut und er ist erfolgreich darin, eine kausale Darstellung aus seinem Modell herauszuziehen.
Kausalität/CartwrightVsFeynman: aber ich habe keine philosophische Theorie darüber, wie das gemacht wird.
Kausalität/Philosophie/Cartwright: wir brauchen eine neue Theorie für die Relation zwischen Kausalprozessen und den fundamentalen Gesetzen. Unsere alten Theorien sind nicht geeignet.
Hier hilft weder der covering law-Ansatz noch meine Simulakrum-Sicht.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983