Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 22 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Abstraktion Bigelow I 380
Abstraktionen/Zahlen/Armstrong/Bigelow/Pargetter: Zahlen sind kausal inaktiv.
Mathematik/Realismus/Bigelow/Pargetter: einige mathematische Entitäten sind sogar beobachtbar!
I 381
Verursachung/Mathematik/BigelowVsArmstrong/Bigelow/Pargetter: genau genommen, sind Menschen auch keine Ursachen, aber sie sind doch in Kausalprozessen involviert. Zahlen: auch sie sind in Kausalprozessen involviert. Wenn Objekte nicht die Quantitäten instanziierten, die sie instanziieren, hätten sich andere Veränderungen ereignet. So sind zumindest Proportionen kausal involviert. ((s) FieldVsZahlen als kausale Agenten, aber nicht Vs Proportionen).
I 382
kontrafaktische Abhängigkeit/Bigelow/Pargetter: so kann man wieder Folgen von kontrafaktischen Konditionalen aufstellen, z.B. für die Hebelgesetze des Archimedes. Das liefert auch wieder Warum-Erklärungen.
I 383
Zahlen/Kausalität/Bigelow/Pargetter: das zeigt, daß Zahlen eine fundamentale Rolle bei Kausalerklärungen spielen.
BigelowVsField: (a propos Field, Science without numbers): dieser geht fälschlich davon aus, dass die Physik zuerst mit reiner Empirie startet, um die Ergebnisse anschließen in völlig abstrakte Mathematik umzuwandeln.
Field/Bigelow/Pargetter: will diesen Umweg vermeiden.
BigelowVsField: sein Projekt ist überflüssig wenn wir einsehen, dass Mathematik nur eine andere Beschreibung der physikalische Proportionen und Relationen ist und kein Umweg.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Beste Erklärung Bigelow I 341
Beste Erklärung/BE/Bigelow/Pargetter. dahinter verbergen sich verschiedene Arten von Realismus. (> Realismus)
I 344
Erklärung/BE/Bigelow/Pargetter. wenn wir den Realismus aufgrund von Schlüssen auf die BE akzeptieren, müssen wir fragen, um welche Art von Erklärung es geht. Es kann z.B. um verschiedene Arten von (Aristotelischen) Ursachen gehen (s.o.). Die überzeugendsten sind sicher die, bei denen es um „effiziente“ Ursachen geht: Bsp Cartwright, Hacking: Realismus/Cartwright/Hacking: wird am besten durch Kausalerklärungen gestützt.
Quine/Two Dogmas/Bigelow/Pargetter: Quine hat viele Philosophen dazu gebracht, nicht nur im Lehnstuhl sitzen zu bleiben, sondern auch die Experimente in Zweifel zu ziehen, die Wissenschaftler real durchgeführt haben. Das lehnen wir ab.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir lehnen aber auch das andere Extrem ab, dass Realismus allein aus Kausalerklärungen zu entstehen hätte.
I 345
Es kann auch formale Gründe (formale Ursachen/Aristoteles) für den Realismus geben. Modalität/Bigelow/Pargetter. so ist es auch eine berechtigte Frage, was Modalitäten in der Wissenschaft konstituiert. Modaler Realismus ist hier die Beste Erklärung für solche Angelegenheiten.
Metaphysik/Platonismus/Universalien/Bigelow/Pargetter: kann von der Besten Erklärung gestützt werden: durch Schlüsse auf die Beste Erklärung zeigen wir, dass wir Modalitäten und Universalien in den Wissenschaften brauchen.
Modalität/Bigelow/Pargetter: ihre primäre Quelle ist die Mathematik.
Mathematik/Bigelow/Pargetter: unsere Metaphysik erlaubt eine realistische Auffassung der Mathematik (BigelowVsField).

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Erfüllung Putnam I (c) 91
Erfüllung/Tarski: ist der Terminus für Referenz. - Putnam: Relation zwischen Worten und Dingen, genauer: zwischen Formeln und endlichen Folgen von Dingen - Tarski; "die nur aus x bestehende Folge der Länge eins erfüllt die Formel "Elektron (y)" gdw. x ein Elektron ist". Die Folge Abraham: Isaak erfüllt die Formel "x ist der Vater von y". - Bei mehrstelligen Relationen spricht man nicht von Referenz. - > Korrespondenztheorie - > Abbildtheorie - Putnam: Tarskis Theorie taugt nicht für die Korrespondenztheorie, weil Erfüllung durch eine Liste erklärt wird. - (Statt > Bedeutungspostulaten: "Elektron" referiert auf Elektronen usw.) - "wahr" ist der null-stellige Fall von Erfüllung: eine Formel ist wahr, wenn sie keine freien Variablen hat und die Nullfolge sie erfüllt.
I (c) 92
Nullstellige Relation: Bsp Tarski: "wahr" ist der nullstellige Fall von Erfüllung: d.h. eine Formel ist wahr, wenn sie keine freien Variablen hat und die Nullfolge sie erfüllt. - Nullfolge: konvergiert gegen 0. Bsp 1;1/4,1/9,1/16,...
I (c) 92
Erfüllung/Putnam: Kriterium W kann erweitert werden zum Kriterium E: (E) eine adäquate Definition von erfüllt-in-S muss alle Instanzen des folgenden Schemas als Theoreme erzeugen: "P(x1...xn) wird von der Folge y1...yn und nur dann erfüllt, wenn P(y1....yn) - reformuliert: "Elektron(x)" wird dann und nur dann von y1 erfüllt, wenn y1 ein Elektron ist. - Das wird von Wahrheit und Referenz (nicht Beweisbarkeit) bestimmt und wird daher auch bei intuitionistischer Interpretation bewahrt. PutnamVsField: sein Einwand scheitert: für den Realisten ist das Tarski-Schema das richtige.
FieldVsTarski: ähnelt einer "Definition" chemischer Valenz durch Aufzählung aller Elemente und ihrer Valenz. - Die kausale Einbindung in unsere Erklärungen fehlt.
PutnamVsField: Wahrheit und Referenz sind keine kausal erklärenden Begriffe, wir brauchen sie immer noch für formale Logik, selbst wenn wissenschaftliche Theorien falsch sind.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Kausaltheorie der Referenz Field Williams II 490
Field früh: pro Harman: Es gibt eine einzige Kausalrelation in der Welt - >Korrespondenztheorie - >Physikalismus - > Kausaltheorie der Referenz. Aber es gibt keine nicht-physikalische Verbindung zwischen Wörtern und Welt.
Williams II 491
Field/M. Williams: metaphysischer Ansatz: Der metaphysische Ansatz beschreibt, wie semantische Eigenschaften in eine physikalische Welt passen. LeedsVsField: Die Rede über Wahrheit lässt sich nicht physikalistisch erklären - Lösung: Wahrheit darf keine erklärende Rolle spielen - sonst haben wir es wieder mit Akzeptierbarkeit und Rechtfertigung zu tun.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

WilliamsB I
Bernard Williams
Ethics and the Limits of Philosophy London 2011

WilliamsM I
Michael Williams
Problems of Knowledge: A Critical Introduction to Epistemology Oxford 2001

WilliamsM II
Michael Williams
"Do We (Epistemologists) Need A Theory of Truth?", Philosophical Topics, 14 (1986) pp. 223-42
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Kompositionalität Fodor IV 177
Kompositionalitätsprinzip/kompositional/Fodor/Lepore: CRT (Conceptual Role Theory, Semantik der begrifflichen Rolle) braucht Gleichsetzung von inferentieller Rolle mit Bedeutung zusammen mit Unterscheidung analytisch/synthetisch, damit Konstituenten der Inferenzen die Bedeutungen liefern können. - Fodor/Lepore Vs: dann folgt aber eine sinnlose Semantik: "Braune Kühe sind gefährlich" wäre analytisch! - Field These: inferentielle Rolle = subjektive Wahrscheinlichkeit. - FodorVsField/LeporeVsField: subjektive Wahrscheinlichkeit ist selbst nicht kompositional. - Bsp Es gibt keine Addition von subjektiven Wahrscheinlichkeiten über Kühe und braune Dinge.
IV 182
Kompositionalität/Fodor/Lepore: Bsp Idioms und Metaphern sind nicht kompositional. - Kompositionalität: ist lokal: Bsp für das Buchstabieren ist die Reihenfolge wichtig. - Dagegen: global: Bestätigung von Theorien durch die gesamte Wissenschaft. - Empirische Inferenzen: sind global, nicht lokal.
IV 183
Kompositionalität: könnte nur von einer Conceptual Role Theory (Theorie der begrifflichen Rolle) erfüllt werden, die die Analytisch/synthetisch-Unterscheidung anerkennt und nicht holistisch ist.

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Logik Field I 34
Logik/Theorie/Field: Begriffe wie Negation, Konjunktion, Implikation erfordern keinen theoretischen Zugang (wie Bsp "Licht ist elektromagnetische Strahlung"), weil es logische Begriffe sind.
I 73
Logik/Mathematik/mathematische Entitäten/mE/VsField: Man braucht doch in der Logik mathematische Entitäten, wenn auch nicht in der Wissenschaft. FieldVsVs: Das ist eine Verwechslung von Logik und Metalogik. Bsp für die Definitionen in der Modelltheorie.
I 74
Wir brauchen in der Logik, die einfaches Räsonieren ist, nur die Entitäten, die in den Prämissen, den Zwischenschritten und den Konklusionen vorkommen, aber weil wir letztlich nominalistische Schlüsse ziehen, brauchen wir in den Konklusionen keine mathematischen Entitäten. Es geht ja um Voraussagen empirischer Konsequenzen.
I 76
Def Logik/Field: Logik ist die Wissenschaft des Möglichen.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Logische Möglichkeit Field I 86
Logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "Es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit. FieldVsKripke: Doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. Es sollte nicht "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Junggeselle und verheiratet": ist logisch falsch - (>Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. Dann ist der Satz logisch konsistent. Konsistenz-Operator/Field: MEx (x ist rot & x ist rund) sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. ((s) Auch ohne Bedeutungspostulate. Bedeutungspostulat/(s): Hier geht es um den Umfang der Logik.)
I 118
Logisch möglich/FieldVsKripke: "Es ist möglich, dass es ein Elektron gibt": ist wahr in allen Modellen, daher logisch wahr. (>Logische Möglichkeit ist selber logisch wahr).

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Löwenheim, Satz v. Putnam V 54 ff
Löwenheim/Referenz/PutnamVsTradition: versucht, Intension und Extension einzelner Ausdrücke durch Bestimmung der Wahrheitsbedingungen (WB) für ganze Sätze festzusetzen.
V 56f
PutnamVsOperationalismus: Bsp (1) "E und eine Katze ist auf einer Matte"- Uminterpretation mit Kirschen und Bäumen, sodass alle Wahrheitswerte (WW) erhalten bleiben. - Ka* auf Ma*: a) einige Ka auf einigen Ma, und einige Ki auf einigen Bäumen, b) dito, aber keine Ki auf einem Baum c) keiner der vorangegangenen Fälle - Def Katze* x ist eine Ka* gdw. a) und x = Ki, oder b) und x = Ka oder c) und x = Ki - Def Matte*: x = Ma* gdw. a) und x = Baum oder b) und x = Ma oder c) und x = Quark - ad c) hier werden alle entsprechenden Sätze falsch - ((s) "Ka* auf Ma* ist die umfassendere (disjunktive) Aussage, und daher in allen Welten a) oder b) wahr.) - Putnam: durch die Uminterpretation wird Katze zu Katze* erweitert - dann könnte es unendlich viele Uminterpretationen von Prädikaten geben, die immer den "richtigen" Wahrheitswert zuordnen - dabei kann man "Empfindungen" sogar als einziges konstant halten. - Referenz ist unbestimmt wegen der Wahrheitsbedingungen für ganze Sätze (>Gavagai). - V 58 Man kann auch "sieht" uminterpretieren (etwa als sieht*), sodass der Satz "Otto sieht eine Katze" und "Otto sieht* eine Katze*" in jeder Welt dieselben Wahrheitswerte haben. - V 61 Welche Eigenschaften extrinsisch/intrinsisch sind, ist relativ zur Entscheidung, welche Prädikate man als Grundbegriff verwendet: Katze oder Katze*. - Eigenschaften sind nicht von sich aus extrinsisch/intrinsisch.
V 286ff
Löwenheim/Putnam: Theorem: S sei eine Sprache mit dem Prädikaten F1,F2,...Fk.I sei eine Interpretation in dem Sinne, dass jedem Prädikat von S eine Intension zugeordnet wird. Dann gibt es eine zweite Interpretation J, die zwar nicht mit I übereinstimmt, aber in jeder möglichen Welt dieselben Sätze wahrmacht wie I. - Beweis: W1,W2, seien alle möglichen Welten in einer Wohlordnung, und Ui sei die Menge der möglichen Individuen, die in der Welt Wi existieren Ri sei die Menge, die die Extension des Prädikats Fi in der möglichen Welt Wj bildet - die Struktur[Uj;Rij(i=1,2...k)] ist das "intendierte Modell" von S den der Welt Wj relativ zu I (d. h.Uj ist der Bereich von S in der Welt Wj, und Rij ist (mit i = 1,2,...k) die Extension des Prädikats Fi in Wj) - J sei die Interpretation von S, die dem Prädikat Fi (i=1,2,...k) folgende Intension zuordnet: die Funktion fi(W), die bei jeder möglichen Welt Wj den Wert Pj(Rij) hat - mit anderen Worten, die Extension von Fi ist in jeder Wj unter der Interpretation J so definiert, daß sie Pj(Rij) ist - da [Uj;Pj(Rij)(i=1,2...k)] ein Modell für dieselbe Menge von Sätzen ist wie [Uj;Rij(i=1,2...k)] (aufgrund des Isomorphismus), sind in jeder möglichen Welt unter J dieselben Sätze wahr wie unter I, und J unterscheidet sich von I in jeder Welt, in der wenigstens ein Prädikat eine nichttriviale Extension hat. -
V 66
Löwenheim/Absicht/Meinen/Putnam: das ist keine Lösung, weil das Haben von Intentionen die Fähigkeit zur Bezugnahme voraussetzt - Intention/Geistzustand: mehrdeutig: Bsp "rein": Schmerz, Bsp "unrein": ob ich weiß, dass Schnee weiß ist, hängt nicht von mir ab wie Schmerzen (>Zwillingserde, ZE) - uneingeklammerte Überzeugung setzt voraus, dass tatsächlich dort Wasser ist! (>Zwillingserde) - Intentionen sind keine geistigen Ereignisse, die Referenz bewirken.
V 70
Referenz/Löwenheim/PutnamVsField: eine Regel "x bezieht sich auf y gdw. x in R zu y steht" hilft nicht: auch wenn wir wissen, dass das wahr ist, könnte die (nach Field physikalische) Relation R jede beliebige Relation sein.
I (d) 102ff
...Bsp wir betrachten den Satz: (1) ~(ER)(R ist Eins-zu-Eins. Der Bereich von R < N. Der Wertebereich von R ist S) - Problem: ersetzen wir S durch die Menge der reellen Zahlen (in der von uns bevorzugten Mengenlehre). Dann wird (1) ein Theorem sein - dann sagt unsere Mengenlehre, dass eine gewisse Menge ("S") nicht abzählbar ist - S muss dann in allen Modellen unserer Mengenlehre (z.B. Zermelo-Fraenkel, ZF) nicht abzählbar sein. + - Löwenheim: sagt nun aber, dass keine Theorie nur nicht-abzählbare Modelle besitzt - Widerspruch. - Das ist noch nicht die eigentliche Antinomie - Lösung: (1) "sagt" nur dann, dass S nicht-abzählbar ist, wenn der Quantor (ER) so interpretiert wird, dass er über alle Relationen von N x S reicht.
I (d) 103f
Wenn wir aber ein abzählbares Modell für die Sprache der Mengenlehre wählen, dann reicht "(ER)" nicht über alle Relationen, sondern nur über Relationen im Modell - dann sagt (1) nur, dass S in einem relativen Sinn nicht-abzählbar ist: endlich/unendlich sind dann relativ innerhalb einer axiomatischen Mengenlehre. - Problem: "nichtintendierte" Modelle, die überabzählbar sein sollen, "in Wirklichkeit" aber abzählbar sind - + absteigend ... Skolem zeigt, dass der Gesamte Gebrauch unserer Sprache (d.h. theoretische und operationale Bedingungen) die "alleinige intendierte Interpretation" nicht festlegen - Lösung: Platonismus: postuliert "magische Bezugnahme". - Realismus: hat keine Lösung. - II 105 Am Ende haben die Sätze der Mengenlehre keinen festen Wahrheitswert.
I (d) 116
Lösung: These: wir müssen Interpretation anders definieren als durch Modelle.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Mathematik Bigelow I VII
Mathematik/BigelowVsField: kann realistisch verstanden werden, wenn sie als Studium der Universalien, Eigenschaften und Relationen, von Mustern und Strukturen angesehen wird von Dingen, die zur selben Zeit and verschiedenen Orten sein können.
I 346
Mathematik/Realismus/Bigelow/Pargetter: Pro Realismus der Mathematik. ((s) Die These, dass Zahlen als Gegenstände existieren . Und damit auch Mengen, und alle möglichen mathematischen Objekte bzw. Entitäten. (FieldVs.)
Wir stimmen den Antirealisten zu, dass es menschliche Schöpfungen gibt:
Bsp Wörter, Ideen, Diagramme, Bilder, Begriffe, Theorien, Texte, akademische Abteilungen usw.
Realismus/Bigelow/Pargetter: der Mathematik: verträgt sich gut mit modalem Realismus.
Wissenschaft/Bigelow/Pargetter: niemand vertritt die Auffassung, dass alles und jedes in den Wissenschaften real sei. Es muss (nützliche) Fiktionen geben. Daher kann man im Prinzip Realist sein in Bezug auf Alltagsdinge und gleichzeitig mathematischer Antirealist. Bsp Field:
Field/Bigelow/Pargetter: ist zugleich Realist in Bezug auf Raumzeit, Partikel und Felder.
I 347
Realismus/Antirealismus/Mathematik/Bigelow/Pargetter: dennoch ist etwas falsch an dieser Verheiratung: Mathematik ist nicht ein kleines sondern ein sehr großes Element der Wissenschaft. Sie ist auch nicht leicht zu isolieren. Bsp Galileo/Bigelow/Pargetter: wusste noch nichts von instantaner Geschwindigkeit. Für ihn war Geschwindigkeit einfach Strecke geteilt durch Zeit. Ein fallender Körper hatte dann eine Durchschnittsgeschwindigkeit, wobei dies Galileo auch nicht klar war.
Daher machte er folgenden Fehler: wenn zwei Körper zusammen fallengelassen werden, und der eine weiter fliegt, haben beide bis zum Stop des ersten exakt die gleiche Geschwindigkeit.
Galileo: musste aber annehmen, dass dieser Körper langsamer sei, weil der andere Körper für die vielleicht doppelte Strecke, weniger als das Doppelte brauchte.
I 348
Fallgeschwindigkeit/Bigelow/Pargetter: daher kann die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht proportional der Strecke sein. Realismus/Bigelow/Pargetter: wenn irgendetwas ein Beweis für den Realismus ist, dann dies: ein Objekt, das doppelt so weit fällt, hat trotzdem nicht die doppelte Durchschnittsgeschwindigkeit. Wenn man das feststellt, ist man damit Realist in Bezug auf die Tatsache, wie lang ein Objekt braucht, um über eine gegebene Strecke zu gelangen. Damit sind wir Realisten in Bezug auf Geschwindigkeit, Zeit und Abstand.
((s) Das Problem entstand dadurch, dass Galilei gezwungen war, an den Definitionen festzuhalten die er selbst aufgestellt hatte, sonst hätte er seine Theorie wechseln müssen.).
Durchschnitt/VsRealismus/Bigelow/Pargetter: man könnte einwenden, dass Durchschnitt nur eine Abstraktion ist.
VsVs: wir brauchen den Durchschnitt hier aber gar nicht: es ist einfach wahr, dass der Körper im zweiten abschnitt schneller fällt, und das bedeutet einfach, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht dieselbe sein kann.
Geschwindigkeit/Galilei/Bigelow/Pargetter: dieser achte, dass sie physikalisch real sei. Und durch Kräfte verursacht und zu diesen proportional, daher war Geschwindigkeit für ihn auch kausal effektiv.
Geschwindigkeit/heute/Bigelow/Pargetter: wir denken heute, dass es die instantane Geschwindigkeit ist, die kausal effektiv ist, niemals die Durchschnittsgeschwindigkeit.
I 349
Realismus/Mathematik/Bigelow/Pargetter: die Gleichungen mit denen wir die Relationen zwischen verschiedenen fallenden Körpern beschreiben, sind menschliche Erfindungen, aber nicht die Relationen selbst. Fallgeschwindigkeit/Fallgesetz/Galilei/Bigelow/Pargetter: die Distanz ist proportional zum Quadrat der zurückgelegten Zeit. Wie gründet sich dieses abstrakte Gesetz in konkreten physikalischen Gegebenheiten?
Galilei: in der ersten Einheit der Zeit fällt der Körper eine gewisse Strecke, in der zweiten Einheit nicht das doppelte, sondern das dreifache dieser Strecke, in der dritten fünf Einheiten usw.
Vorläufer/Bigelow/Pargetter: dies war im MA schon vorweggenommen worden.
I 350
Mittelalter/These: in jedem Abschnitt wurde ein Inkrement hinzugefügt. 1,3,5,7… Nun ist die Summe der ersten n ungeraden Zahlen n².
Dann scheint es auf nichts als Regeln für den Symbolgebrauch zu beruhen, dass
(1 + 3 + … + (2n – 1) = n².
Aber das ist ein Irrtum:
Zahlen/Zahl/Bigelow/Pargetter: mögen abstrakt sein, aber sie sind in einem wichtigen Sinn in den physikalischen Gegenständen präsent: in einer Kollektion von Gegenständen, die diese Zahl haben, sind sie das Gemeinsame. Bsp eine Kollektion von Objekten, die die Zahl n² hat.
I 350
Man kann einfach sehen, dass das Muster so weitergehen muss.
I 351
Und so ist es auch in Galileis Fall. Realismus/Mathematik/Bigelow/Pargetter: die Unterschiede zu physikalischen Körpern sollten uns nicht blind machen für die Ähnlichkeiten. Wenn Gegenstände dieselben Zahlen instanziieren, werden dieselben Proportionen zwischen ihnen bestehen. (>Instantiation).
Instantiation/Bigelow/Pargetter/(s): Bsp eine Kollektion von 3 Gegenständen instanziiert die Zahl drei.
I 352
Gleichung/Bigelow/Pargetter: (Bsp Galileis Fallgesetz, das falsch war) ist eine Beschreibung realer Relationen zwischen realen Gegenständen. Platonismus/Bigelow/Pargetter: diese Auffassung kann man grob als platonistisch bezeichnen.
Bigelow/Pargetter: pro Platonismus, aber ohne die gewöhnlichen Platonische Doktrinen: wir nehmen keine Formen oder Ideale an, die aus einer früheren Existenz übernommen wurden, und die wir in unserer Welt nicht sehen können usw.
Realismus/Universalienrealismus/Universalien/Bigelow/Pargetter: unser Realismus ist näher an Aristoteles: die Universalien sind hier in unserer Welt, nicht in einer jenseitigen.
BigelowVsAristoteles: wir missbilligen seine Bevorzugung von quantitativen gegenüber quantitativen Charakteristika von Gegenständen.
I 377
Mathematik/Bigelow/Pargetter: (…)
I 378
Muster entfalten Muster. Die Strukturen der Mathematik zeigen sich nicht nur in der Hardware der Physik, sondern auch in der „mathware“, durch Eigenschaften und Relationen in verschiedenen Gebieten der Mathematik. Bsp nicht nur Gegenstände, auch Zahlen können gezählt werden. Bsp Proportionen stehen in Proportionen zueinander. Das ist die Reflexivität innerhalb der Mathematik.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Mathematische Entitäten Armstrong Bigelow I 380
Zahlen/Armstrong/Bigelow/Pargetter: Armstrong These: Zahlen sind kausal inaktiv. (Field dito). Mathematik/Realismus/Bigelow/Pargetter: einige mathematische Entitäten sind sogar beobachtbar!(1)
I 381
Verursachung/Mathematik/BigelowVsArmstrong/Bigelow/Pargetter: Zahlen: auch sie sind in Kausalprozessen involviert. Wenn Objekte nicht die Quantitäten instanziierten, die sie instanziieren, hätten sich andere Veränderungen ereignet. So sind zumindest Proportionen kausal involviert. ((s) FieldVsZahlen als kausale Agenten, aber nicht FieldVsProportionen).
I 382
Kontrafaktische Abhängigkeit/Bigelow/Pargetter: so kann man wieder Folgen von kontrafaktischen Konditionalen aufstellen, z.B. für die Hebelgesetze des Archimedes. Das liefert auch wieder Warum-Erklärungen. ((s) Vgl. >Kontrafaktische Abhängigkeit.)
I 383
Zahlen/Kausalität/Bigelow/Pargetter: das zeigt, dass Zahlen eine fundamentale Rolle bei Kausalerklärungen spielen. ((s) Vgl. >Mathematische Entitäten/Benacerraf). BigelowVsField: (a propos Field, Science without numbers): dieser geht fälschlich davon aus, dass die Physik zuerst mit reiner Empirie startet, um die Ergebnisse anschließen in völlig abstrakte Mathematik umzuwandeln.
Field/Bigelow/Pargetter: Field will diesen Umweg vermeiden.
BigelowVsField: sein Projekt ist überflüssig wenn wir einsehen, dass Mathematik nur eine andere Beschreibung der physikalische Proportionen und Relationen ist und kein Umweg.


1. J. Bigelow, R. Pargetter Science and Necessity Cambridge 1990

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Metaphysische Möglichkeit Field I 86
Logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "Es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit. FieldVsKripke: Doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. Es sollte nicht "mathematisch" oder als "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch - (> Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. Dann ist der Satz logisch konsistent. Konsistenz-Operator/Field: MEx (x ist rot & x ist rund) sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. ((s) Auch ohne Bedeutungspostulate - (Bedeutungspostulat/(s): Hier geht es um den Umfang der Logik.)

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Möglichkeit Field I 86
Logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "Es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit. FieldVsKripke: Doch ist es, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. Es sollte nicht als "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch. (>Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. Dann ist der Satz logisch konsistent. Konsistenz-Operator/Field: MEx (x ist rot & x ist rund) sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. ((s) auch ohne Bedeutungspostulate.) ((s) Bedeutungspostulat/(s): Hier geht es um den Umfang der Logik.)
I 203
Geometrische Möglichkeit/Field: statt logischer: Es gibt verschiedene Geometrien - Voraussetzung: Es gibt empirische Axiome, die Möglichkeit von Unmöglichkeit unterscheiden - dabei muss aber der Existenzquantor innerhalb der Reichweite des Modaloperators stehen.
I 218
Problem der Quantitäten/mathematische Entitäten/mE/Field: Bsp es ist möglich, dass der Abstand zwischen x und y doppelt so groß wie der zwischen x und w ist, selbst wenn der aktuale Abstand mehr als doppelt so groß ist - Problem: extensionale Adäquatheit garantiert nicht, dass der definierte Ausdruck in jeder nicht-aktualen Situation wahr ist - d.h. dass wir entweder den Substantivalismus oder den Hochleistungs-Platonismus voraussetzen müssen - das tun wir ja auch in der Praxis.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Realismus Bigelow I VII
Realismus/Bigelow/Pargetter: These: pro wissenschaftlicher Realismus. Auch Logik kann so am besten verstanden werden. Modaler Realismus/Bigelow/Pargetter. Pro: ein wissenschaftlicher Realist sollte ein modaler Realist sein. ((s) D.h. er sollte die Existenz möglicher Welten annehmen).
I 38
Realismus/Bigelow/Pargetter: unser Realismus ist neutral in Bezug auf den Reduktionismus.
I 275
Metaphysischer Realismus/Bigelow/Pargetter: pro mR, der die Kausalrelation nicht einfach als Prädikat interpretiert, oder Menge geordneter Paare, sondern als Universale.
I 341
Beste Erklärung/BE/Bigelow/Pargetter. dahinter verbergen sich verschiedene Arten von Realismus.
I 342
Realismus/Bigelow/Pargetter: viele seiner Spielarten beruhen auf einer Besten Erklärung. Da wir bei der Erklärung von irgendetwas zu erklärendem ausgehen. Fundierung/fundamentaler Realismus/Bigelow/Pargetter: dabei wird eine grundlegende Klasse von Entitäten angenommen. Diese erklären selbst nichts, liefern aber das zu erklärende Material.
Vs: das Rohmaterial sollten Empfindungen (Wahrnehmung, Erfahrung) sein.
Erscheinung/Bigelow/Pargetter: wenn wir mit ihr beginnen, können wir mittels Schluss auf die Beste Erklärung zu jeder Art von Realismus gelangen. Es ist aber kein „Realismus über Erscheinungen“. Realismus nimmt immer Gegenstände an.
BigelowVsTradition: nimmt fälschlich an, dass wir selbst gewissermaßen außerhalb stünden und nicht inmitten der Realität.
Realismus/Erklärung/Bigelow/Pargetter: nicht alles, wovon wir annehmen, dass es real ist, trägt überhaupt zu Erklärungen bei!
((s) Bsp Redundanzen und Wiederholungen sind ja nicht irreal, Tautologien auch nicht, und auch nicht langweiliger Kram. Also können wir nicht von vornherein annehmen, daß Realität zur Erklärung taugt. Ebenso wenig würden wir langweiligem Kram die Existenz absprechen.).
Realität/Bigelow/Pargetter: es ist auch zweifelhaft, ob alle Dinge Erscheinungen erklären sollen.
I 343
Def direkter Realismus/Bigelow/Pargetter: These: wir nehmen Objekte „direkt“ wahr. D.h. ohne ihre Existenz aus irgendetwas grundlegendem per Inferenz zu schließen. Da ist etwas dran! (pro: Armstrong 1961, Diskussion in Jackson 1977b). BigelowVsDirekter Realismus: selbst wenn wir durch Reflexion Ding und Erscheinung auseinanderhalten könnten, wäre es fraglich, ob das materielle Ding dann die bessere Erklärung wäre!
Erscheinung/Bigelow/Pargetter: der Umgang damit ist trickreich. Es scheint, als müssten wir hier zuerst etwas über unsere inneren Zustände herausfinden. Der Normalfall ist aber der extrovertierte Wahrnehmende. Die Situation er extrovertierten Wahrnehmung muss außerdem der introvertierten Reflexion vorausgehen.
Beste Erklärung/Bigelow/Pargetter: nichtsdestoweniger, wenn wir Realisten sind, werden wir materielle Gegenstände als die BE unserer Erscheinungen (oder Wahrnehmung) auffassen.
Realismus/Bigelow/Pargetter: jetzt zeigt sich, dass es eine Hierarchie von zwei Realismen
((s) a) direkter, naiver, b) reflektierter, durch Schließen aus Erscheinungen)
gibt, und wie diese Hierarchie in der Praxis zerstört wird: wir beginnen mit einem Realismus und kommen durch den Schluss auf die BE auf den zweiten Realismus, und diese verschmelzen in ein und derselben Realität. Die hierarchische Ordnung bleibt nicht in den Dingen sondern wird zu einem extrinsischen Merkmal ihrer Relation zu uns als Wahrnehmenden.
Es gibt dann auch ein Feedback: den umgekehrten Schluß aus dem reflektierten Realismus auf den unreflektiert.
I 344
Holismus/Bigelow/Pargetter. das führt zu einer Art epistemischen Holismus, den wir akzeptieren. Er bedoht den Realismus nicht. Erklärung/BE/Bigelow/Pargetter. wenn wir den Realismus aufgrund von Schlüssen auf die BE akzeptieren, müssen wir fragen, um welche Art von Erklärung es geht. Es kann z.B. um verschiedene Arten von (Aristotelischen) Ursachen gehen (s.o.). Die überzeugendsten sind sicher die, bei denen es um „effiziente“ Ursachen geht: Bsp Cartwright, Hacking:
Realismus/Cartwright/Hacking: wird am besten durch Kausalerklärungen gestützt.
Quine/Two Dogmas/Bigelow/Pargetter: Quine hat viele Philosophen dazu gebracht, nicht nur im Lehnstuhl sitzen zu bleiben, sondern auch die Experimente in Zweifel zu ziehen, die Wissenschaftler real durchgeführt haben. Das lehnen wir ab.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir lehnen aber auch das andere Extrem ab, dass Realismus allein aus Kausalerklärungen zu entstehen hätte.
I 345
Es kann auch formale Gründe (formale Ursachen/Aristoteles) für den Realismus geben. Modalität/Bigelow/Pargetter. so ist es auch eine berechtigte Frage, was Modalitäten in der Wissenschaft konstituiert. Modaler Realismus ist hier die Beste Erklärung für solche Angelegenheiten.
Metaphysik/Platonismus/Universalien/Bigelow/Pargetter: kann von der Besten Erklärung gestützt werden: durch Schlüsse auf die Beste Erklärung zeigen wir, dass wir Modalitäten und Universalien in den Wissenschaften brauchen.
Modalität/Bigelow/Pargetter: ihre primäre Quelle ist die Mathematik.
Mathematik/Bigelow/Pargetter: unsere Metaphysik erlaubt eine realistische Auffassung der Mathematik (BigelowVsField).

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Relationstheorie Bigelow I 55
Quantität/relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Quantitäten sind allgemeine Relationen zwischen Gegenständen. Sie scheinen Konsequenzen der intrinsischen Eigenschaften der Objekte zu sein. Aber man muss keine intrinsische Relation „größer als“ postulieren, sondern nur z.B. die Größe. größer als/relationale Eigenschaft/Problem/Bigelow/Pargetter: man könnte sich fragen, ob es tatsächlich eine intrinsische Eigenschaft gibt, so und so groß zu sein.
relationale Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: man könnte versucht sein anzunehmen, dass alles auf relationalen Eigenschaften beruht, statt umgekehrt. Aber das verfolgen wir hier nicht weiter.
intrinsische Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: wir denken, dass man sie am Ende gegen relationale Eigenschaften als Basis wird verteidigen können. Dennoch brauchen wir sicher relationale Eigenschaften, z.B. für die Reihenfolge von Ereignisse. Diese stehen nicht einfach in der Zeit. Wir brauchen also auf jeden Fall Relationen.
Relation/Bigelow/Pargetter: wir brauchen auf jeden Fall Relationen. Und zwar, weil Ereignisse niemals für sich stehen.
I 56
Ebenso für Ausdrücke wie „doppelt so groß“ usw. Quantität/Bigelow/Pargetter: Quantitäten können also nicht allein auf Eigenschaften gegründet sein, sondern brauchen Relationen. Bsp die und die Masse zu haben ist dann die Eigenschaft, in Relation zu anderen massiven Objekten zu stehen.
Teilhabe/BigelowVsPlaton: bei Platon stehen alle Dinge in einer mehr oder weniger starken Relation zu einem einzigen Ding, der Form. Wir dagegen wollen Relationen von Dingen untereinander.
BigelowVsPlaton: damit können wir dann auch verschiedene Arten von Unterschieden zwischen Gegenständen erklären, nämlich dass sie verschiedene relationale Eigenschaften haben, die andere Dinge nicht haben. Bsp zwei Paare von Dingen können sich auf unterschiedliche Weise unterscheiden.
I 57
Relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Kann also gut mit Unterschieden von Differenzen umgehen. Frage: kann sie auch gut mit Gemeinsamkeiten fertig werden? Bsp erklären, was Masse überhaupt ist?
Problem. wir brauchen eine Relation zwischen einer gemeinsamen Eigenschaft und vielen Relationen zu ihr. Hier gibt es viele Implikationen (Entailments) die noch nicht erklärt sind.
Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: 1. um überhaupt eine (intrinsische) Eigenschaft zu konstruieren, müssen wir also die vielen möglichen Relationen angeben, die sie zu ED haben kann.
Lösung: eine Möglichkeit: den Satz über Eigenschaften 2. Stufe.
2. Problem: wie können zwei Dinge mehr gemeinsam haben, als zwei andere Dinge?
Ad 1. Bsp Masse
Gemeinsames/Gemeinsamkeit/Bigelow/Pargetter: muss dann eine Eigenschaft von Relationen sein (der vielen verschieden Relationen, die die einzelnen Gegenstände zu „Masse“ haben).
I 58
Lösung: Eigenschaft 2. Stufe, die von allen massiven Dinge geteilt wird. Bsp „in Masse-Relationen stehen“. Entailment/Pointe: dieses Gemeinsame (Eigenschaft 2. Stufe) erklärt die vielen Relationen des Entailments zwischen massiven Gegenständen und der gemeinsamen Eigenschaft der Massivität.
Problem/Bigelow/Pargetter. unsere relationale Theorie ist immer noch unvollständig.
Problem: zu erklären, inwiefern einige Masserelationen enger (ähnlicher) sind als andere.
Relationen/Gemeinsames/Bigelow/Pargetter: auch die Relationen haben ein Gemeinsames: eine Eigenschaft 2. Stufe.
Eigenschaft 2. Stufe/Unterschied/Unterscheidung/Differenz/Problem/Bigelow/Pargetter erklärt noch nicht, wie sich zwei Dinge stärker unterscheiden als zwei andere Dinge.
Außerdem erklärt sie nicht, wie Bsp Masseunterschiede sich zu Volumenunterschieden verhalten.
Bsp vergleiche die Paare
‹a,b›
‹c,d›
‹e,f›
zwischen denen verschieden starke Differenzen bestehen in Bezug auf z.B. Länge.
Dann werden zwei der Paare in wichtiger Hinsicht sich ähnlicher sein, als zwei andere Paare.
I 59
Lösung/Bigelow/Pargetter: die Relation der Proportion. Das ähnelt Freges Ansatz für reelle Zahlen Reelle Zahlen/Frege: als Proportionen zwischen Größen (Bigelow/Pargetter entspricht unseren Quantitäten).
Bigelow/Pargetter: drei fundamentale Bestandteile
(1) Individuen
(2) Relationen zwischen Individuen (3) Relationen von Proportionen zwischen Relationen zwischen Individuen.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: teilen die Relationen zwischen Individuen in Äquivalenzklassen:
Masse/Volumen/Proportionen/Pointe/Bigelow/Pargetter: allee Massen stehen in Proportionen zueinander und alle Volumina stehen in Proportionen zueinander, aber Massen und Volumina stehen nicht in Proportionen zueinander.
Äquivalenzklassen/ÄK/Bigelow/Pargetter: ordnen Gegenstände mit gleichen D-ates in Klassen. So erklären, sie, wie zwei Dinge sich ((s) in einer Hinsicht, D-able) ähnlicher sein können als in einer anderen Hinsicht.
Ebene 1: Gegenstände
Ebene 2: Eigenschaften von Dingen Ebene 3: Proportionen zwischen solchen Eigenschaften.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: sind Universalien, die feinere Unterschiede zwischen ÄK von Eigenschaften auf Ebene 2 einführen können.
Verschiedene Paare von Masserelationen können innerhalb derselbe Proportion auf Ebene 3 stehen. Bsp (s) 2Kg/4kg ist ebenso doppelt so massereich wie 3Kg/6 kg.
Pointe: damit haben wir Gruppierungen, die quer zu den Äquivalenzklassen der Masserelationen, Voluminarelationen, Geschwindigkeitsrelationen usw. stehen.
gleich/verschieden/Bigelow/Pargetter: Pointe: das erklärt, wieso zwei Relationen gleichzeitig gleich und verschieden sein können. Bsp Angenommen, eine der beiden Relationen ist eine Masserelation (und steht in Relation zu anderen Masserelationen) die andere ist keine Masserelation (und steht nicht in Relation zu Masserelationen) und dennoch
I 60
haben beide etwas Gemeinsames: sie sind „doppelt“ einmal in Bezug auf Masse, einmal in Bezug auf Volumen. Dies wird auf Ebene 3 erklärt. Zahlen/Bigelow/Pargetter: das zeigt die Nützlichkeit von Zahlen bei der Behandlung von Quantitäten. (BigelowVsField).
reelle Zahlen/Frege: Lit: Quine (1941, 1966) in „Whitehead and the Rise of Modern Logic“)
Maß/Einheit/Maßeinheit/Messen/Bigelow/Pargetter: „dieselbe Masse wie“ wäre dann eine Eigenschaft 2. Stufe die ein Ding zu einer willkürlichen Einheit hat.
Form/Platon/Bigelow/Pargetter: seine Theorie der Formen, war nicht falsch, sondern nur unvollständig. Objekte haben Relationen zu Paradigmen (hier: Maßeinheiten). Das ist dieselbe Relation wie die der Teilhabe bei Platon.
I 61
Ebene 3: die Relationen zwischen einigen D-ates können komplexer sein als die zwischen anderen. Bsp für Masse brauchen wir reelle Zahlen, andere Begriffe sind weniger klar. Quantitäten/Bigelow/Pargetter: sind also in verschiedene Arten gegliedert, das führt z.B. zu Intervallskalen oder Verhältnisskalen des Messens.
Schmerz/Bigelow/Pargetter: Schmerzen verschiedener Lebewesen können wir nicht miteinander vergleichen.
Ebene 3: erklärt nicht nur ein reiches Netzwerk von Eigenschaften 2. Stufe und Relationen zwischen Objekten,
I 62
sondern erklären auch Muster von Entailments zwischen ihnen. NominalismusVsBigelow: wird versuchen, unseren Apparat von Relationen von Relationen zu vermeiden.
BigelowVsNominalismus: wir brauchen Relationen und Relationen von Relationen in der Wissenschaft.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, ihn hier bewiesen zu haben. Er ist aber die einzige Möglichkeit, um das Problem des Gleichen und des Verschiedenen (Problem der Quantitäten9 zu lösen (und zwar mit den 3 Ebenen).
Einfachheit/BigelowVsNominalismus: wird nie so einheitlich sein können wie unsere realistische Erklärung. Der Nominalismus würde komplexe relationale Prädikate als primitiv annehmen müssen. Schlimmer noch: er wird auch komplexe Relationen zwischen ihnen als primitiv annehmen müssen.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Relativismus Pollock Field II 384
Regeln/Standards/Bewertung/PollockVsRelativismus/PollockVsField: versucht sogar den schwachen Relativismus zu vermeiden: These: Die Begriffe jeder Person sind so vom System epistemischer Regeln geformt, die sie anwendet, dass es keinen echten Konflikt zwischen Leuten mit verschiedenen Systemen geben kann, Also können auch nicht die Systeme selbst in Konflikt stehend betrachtet werden - FieldVsPollock: das ist ganz unplausibel. >Bezugssysteme, >Systeme.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Repräsentation Field II 55
Repräsentation/Field: Wenn die Repräsentation nur auf öffentliche Sprache bezogen ist, warum ist sie dann intern? Lösung: ist die Unterscheidung von Typ/Token. Frage: Warum ist sie dann auf die öffentliche Sprache bezogen? Antwort: Weil man nur in Bezug auf Typen von Tokens sprechen kann.
II 58
Repräsentation: Die Syntax der Repräsentation kann ohne Rücksicht auf die Bedeutungen bestimmt werden, wenn wir Gesetze für Körperbewegungen aus Wünschen usw. haben (enge psychologische Theorie).
II 58
Semantik/Repräsentation: Wahrheit können wir überflüssig machen: Wenn wir 1. Gesetze von Überzeugungen aus Reizen haben und 2. Gesetze für Körperbewegungen aus Überzeugungen und Wünschen haben. Das wäre die "enge psychologische Theorie": dann brauchen wir keine Bedeutungen in Repräsentation anzunehmen.
II 59
Wenn aber Repräsentationen wahr sein sollen, müssen sie mit Bedeutungen korreliert sein.
II 60
Repräsentation ohne Bedeutung: Bsp für alle Sätze S1 und S2 in einem System: Wenn eine Person glaubt [S1 > S2] und sich S2 wünscht, dann wünscht sie auch S1. Field: Bedeutungen sind es deshalb nicht, weil die geglaubten Sätze alle auch falsch sein können! Bsp RI: der Eingeborene hebt sein Gewehr: Dies ist ein Grund anzunehmen, dass er glaubt, dass ein Kaninchen in der Nähe ist (auch wenn er sich täuscht).
II 61
Repräsentation/Semantik/Psychologie: Für die psychologischen Erklärungen der Repräsentation brauchen wir gar nicht die semantischen Begriffe wie "wahr" und "referiert auf", die normalerweise Sätze in Beziehung zur Welt setzen. Glauben/Wahrheit: Nichts zwingt mich, von einer Person anzunehmen, dass sie einen Glauben hat, der wahr von Kaninchen ist. ((s) Es reicht ja, wenn er sein Gewehr hebt.) - Wahrheit: (von inneren Repräsentationen) brauchen wir nur, wenn wir annehmen, dass sie verlässliche Indikatoren über die Welt sind - Bsp ein Kind benimmt sich schuldbewusst - Bsp wenn ein Mathematiker eine Theorie glaubt, ist das ein Grund für mich, sie auch zu glauben. (> Verlässlichkeit).
II 66
Sprache/Repräsentation/Schiffer: früh: (1972): Die Satzbedeutung ist allein durch Begriffe des Glaubens und Wünschens erklärbar - Bsp um die Bedeutung von "Cäsar war egoistisch" zu kennen, muss man wissen, dass der Satz konventionell mit dem Glauben korreliert ist, dass Cäsar egoistisch war. - Alles geht über innere Repräsentationen und diese können ohne weiteren Bezug auf Sprache erklärt werden. FieldVsSchiffer: Die Symbole in meinem Repräsentationssystem haben ihre Rolle durch Aneignung z.B. eines Namens in der öffentlichen Sprache erworben. Tiere/Field: Obwohl sie wahrscheinlich Repräsentationen haben, können Bedeutungen und damit auch Wahrheit, nicht auf sie angewendet werden.
II 69
Repräsentation/Field: Eine Repräsentation könnte man auch als weder sprachlich noch piktoral annehmen: Bsp "Glühbirnenmodell" - das wäre uninterpretiert und könnte Verhalten nicht erklären.
II 77f
Repräsentation: Repräsentationale Begriffe können Eigenschaften ersetzen. Die meiste Psychologie kommt ohne sie aus. Vorteile? - Intentionale Begriffe sind projektiv - Bsp "Er hob sein Gewehr..." - die Wahrheitsbedingungen (WB) spielen dann keine Rolle! Der Vorteil von Repräsentationen liegt in der Verbindung von Erklärung und Voraussage.
II 94
Repräsentation/StalnakerVsField: Die grundlegende Relation besteht zwischen Wörtern statt zwischen Sätzen oder "Morphemen" (der Gedankensprache). Auch nicht zwischen ganzen Zuständen. - Field: Das könnte stimmen.
II 154
Repräsentation/Wahrheitsbedingungen/Übersetzung: Man kann eine Repräsentation ohne Übersetzung und ohne Wahrheitsbedingungen annehmen. Lösung: Man nimmt Reaktionen auf seinen Glauben an und einen entsprechenden Schwellenwert für seine Reaktion - verrückte Fälle: Bsp die Person glaubt, dass etwas ganz anderes repräsentiert ist. Lösung: Die Rolle kann gar nicht genau spezifiziert werden, aber der objektive Kern ist, dass es überhaupt eine Rolle gibt. Erklärung 2. Klasse: ist eine "hinreichende Ähnlichkeit zu unseren eigenen Repräsentationen": Bsp "Chruschtschow blinzelte" als Erklärung für Kennedys Handeln. Problem: Unsere eigenen Repräsentationen sind nicht objektiv. Deflationismus: für ihn ist das kein Problem. Wahrheitsbedingungen: Wir brauchen nur Wahrheitsbedingungen, wenn wir nicht wissen, wie die Details der Erklärung sind.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Singuläre Termini Field I 147
Singulärer Term/Field: Dass ein Ausdruck nicht denotiert, hindert ihn nicht daran, ein echter singulärer Term zu sein. Bsp "die Zahl 4"/Field: "Die Zahl 4" bezeichnet keinen Gegenstand. Aber auch bei echten singulären Termini ist dann die Frage, ob der entsprechende Satz wahr ist. Dass ein Prädikat keine Extension hat, hindert es nicht daran, ein Sortal zu sein: Bsp Homer Bsp "natürliche Zahl". FregeVsField: Kein singulärer Term kann für einen Begriff stehen (Wright pro Frege).
I 148
Sortal/Wright: Syntaktisch kann man keine Identitätsaussagen aufstellen, die ein Sortal wie "Wohl" (aus "das Wohl der Kinder") enthält.
I 149
Singulärer Term: Bsp "2" in "2 + 3 = 5" - anders: "Es gibt zwei Äpfel im Raum": ist kein singulärer Term, sondern Teil eines Quantors - analysiert: ist ein numerischer Funktor "die Zahl der" plus singulärer Term "drei".
I 150
Wenn "die Richtung von c1 = Richtung von c2" logisch äquivalent sein soll mit "c1 und c2 sind parallel", dann können Ausdrücke wie "die Richtung von" semantisch nicht als singuläre Termini funktionieren. Wenn sie syntaktische und semantische singuläre Termini sind, dann sind sie ohne ontologische Verpflichtung auf andere Entitäten als Linien (keine Richtungen).
III 21
Singulärer Term/Field: Singuläre Termini wie Bsp "87" lehnen wir ab - Lösung: Quantor "E87": "Es gibt genau 87" - Quantoren sind keine singulären Termini.
III 22
"87" kommt dann nicht als Name vor, sondern als Teil eines Operators.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Sprache Field Avramides I 113
Glauben/Bedeutung/FieldVsReduktionismus: (VsReduktive Griceaner): Es ist zirkulär, die semantischen Eigenschaften durch den Glauben erklären zu wollen (das sagt auch der Reduktionismus). Field wie Grice: Man kann Glauben ohne Bezug auf den Satz erklären. Lösung: Das, was ein Symbol zu einem für Cäsar macht, ist die Rolle in meinem Lernen. Field: Dann kann es keine innere Sprache ohne öffentliche Sprache geben. SchifferVsField: kein Problem: Grice (intentions-gestützte Semantik, IBS) braucht nicht anzunehmen, dass man propositionale Einstellungen vor der öffentlichen Sprache erworben hat. Beides geht Hand in Hand - nur besteht keine logische Abhängigkeit zwischen ihnen (und zur Kompetenz). - Armstrong: Beide sind doch logisch verbunden. ((s) Das ist stärker als Schiffers These.).
Williams II 481
Sprache/W-Def/Field/Soames: Wenn Wahrheit nicht-semantisch ((s) d.h. sprecher-unabhängig, d.h. nicht-physikalistisch) definiert wird, wird Sprache ein abstraktes Objekt. Sie hat ihre Eigenschaften wesentlich. Mit anderen Eigenschaften wäre es eine andere Sprache - d.h. es hätte sich nicht herausstellen können, dass die Ausdrücke etwas anderes denotiert haben könnten. Dann ist es immer noch kontingent auf das Sprachverhalten, welche Sprache eine Person spricht. Aber die semantischen Eigenschaften (Wahrheit, Referenz, Zutreffen) sind nicht kontingent.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

WilliamsB I
Bernard Williams
Ethics and the Limits of Philosophy London 2011

WilliamsM I
Michael Williams
Problems of Knowledge: A Critical Introduction to Epistemology Oxford 2001

WilliamsM II
Michael Williams
"Do We (Epistemologists) Need A Theory of Truth?", Philosophical Topics, 14 (1986) pp. 223-42
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Tarski Field I 33f
Tarski/Field: Nach Tarski sind folgende zwei Sätze zusammen ein Widerspruch, weil er Mengen für seine Definition von Implikation braucht: a) "Schnee ist weiß" impliziert nicht logisch "Gras ist grün" und b) Es gibt keine mathematischen Entitäten (mE) wie Mengen. ((s) Daher muss Field sich von Tarski unabhängig machen.) Lösung/Field: Implikation wird als Grundbegriff angenommen.
II 124
Tarski/Wahrheit: Wahrheit ist anders als disquotationale Wahrheit: nur für ein Fragment. Unbeschränkte Quantoren und semantische Begriffe müssen ausgeschlossen werden. Problem: Damit können wir keine unendlichen Konjunktionen und Disjunktionen aufstellen. (Tarski-Wahrheit ist nicht für Verallgemeinerung geeignet). DeflationsimusVsTarski/QuineVsTarski? Sonst müssen wir eine explizite Definition aufgeben. Deflationismus: Der Deflationismus gebraucht eine verallgemeinerte Version des Wahrheitsschemas. TarskiVsDeflationismus: pro Kompositionalität. (Auch Davidson) - Tarski: braucht Rekursion zur Charakterisierung von Bsp "oder".
II 125
Kompositionsprinzip/Field: Bsp Ein Satz, der aus einem ein-stelligen Prädikat und einem referierenden Namen besteht ist wahr, gdw. das Prädikat von dem wahr ist, was der Name denotiert. Das geht über logische Regeln hinaus, weil es Referenz und Denotation einführt. Tarski: braucht das für einen befriedigenden Wahrheitsbegriff. - Deflationismus: Für den Deflationismus ist das nicht wichtig. - (>Kompositionalität).
II 141
Wahrheitstheorie/W-Theorie/Tarski: These: Wir bekommen keine adäquate W-Theorie, wenn wir nur alle Instanzen des Schemas als Axiome nehmen. Das gibt uns nicht die Verallgemeinerungen die wir brauchen, z.B. dass der modus ponens die Wahrheit erhält.
II 142
Deflationismus/Tarski/Field: Eigentlich ist Tarskis Ansatz auch deflationistisch.
Soames I 477
FieldVsTarski/Soames: blendet Sprachverhalten aus. Field: führt primitive Referenz usw. ein. - > Sprachunabhängigkeit. - SoamesVsField: sein Physikalist muss jeden einzelnen der semantischen Begriffe reduzieren. Bsp er kann Negation nicht als Symbol durch Wahrheit charakterisieren, weil das zirkulär wäre. Bsp Er kann Negation nicht als Grundbegriff nehmen, denn dann gäbe es keine Tatsachen über Sprecher (keine semantischen Tatsachen über Gebrauch) die die semantischen Eigenschaften erklären. FieldVsTarski: Man müsste die semantischen durch physikalistische Terme ersetzen können.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Soames I
Scott Soames
"What is a Theory of Truth?", The Journal of Philosophy 81 (1984), pp. 411-29
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Soames II
S. Soames
Understanding Truth Oxford 1999
Wahrheit Putnam Rorty I 309
Wahrheitsbegriff/Wahrheit/Putnam/Rorty: der Begriff der Wahrheit hat gewisse Eigenschaften. Putnam: wenn eine Aussage wahr ist, dann sind es auch ihre logischen Konsequenzen, wenn zwei Aussagen wahr sind, dann ist es auch ihre Konjunktion. Wenn eine Aussage jetzt wahr ist, dann ist sie es immer.
VI 394
Wahrheit: ... hat dann mit Sprecher-Gebrauch (Erfolg) zu tun, nicht mit dem, was "im Kopf" vor sich geht - (>Verifikationsgrade, Bestätigungsgrade). - Bedeutung/Putnam: ist auch eine Funktion der Referenz (nicht nur im Kopf). - Referenz/Putnam: wird durch soziale Praktiken und aktuale physikalische Paradigmen bestimmt.
Harman II 431
Wahrheit/Putnam: der einzige Grund den man haben kann um zu leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist, wäre, dass man Physikalist oder Phänomenalist ist (= Reduktionist) oder Kulturrelativist.
Horwich I 456
Wahrheit/Putnam: wenn sie keine Eigenschaft wäre, wären die Wahrheitsbedingungen alles, was man über sie wissen könnte - (((s) Putnam pro Wahrheit als Eigenschaft - > PutnamVsField?). - Putnam: dann wären unsere Gedanken keine Gedanken.
Richard Rorty (1986), "Pragmatism, Davidson and Truth" in E. Lepore (Ed.) Truth and Interpretation. Perspectives on the philosophy of Donald Davidson, Oxford, pp. 333-55. Reprinted in:
Paul Horwich (Ed.) Theories of truth, Dartmouth, England USA 1994

Putnam III 96f
Wahrheit/Dekonstruktivismus/PutnamVsDerrida: (Derrida: "Begriff der Wahrheit selbst inkonsistent aber unerläßlich") - PutnamVs: das Scheitern einer Vielzahl widersprechender Erklärungen ist etwas anderes als ein Scheitern des Wahrheitsbegriffs selbst. - Wahrheit/Putnam: nicht das, "was ich glauben würde, wenn ich weiterforschen würde". - Putnam: die Sprachphilosophie ist nur deshalb in Probleme geraten, weil sie glaubte, das Normative ausräumen zu können.
I (h) 204f
Wahrheit/PutnamVsRorty: wenn sich einige Vorstellungen "auszahlen", dann ergibt sich die Frage nach der Natur dieser Richtigkeit.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Harman I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Harman II
Gilbert Harman
"Metaphysical Realism and Moral Relativism: Reflections on Hilary Putnam’s Reason, Truth and History" The Journal of Philosophy, 79 (1982) pp. 568-75
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrheit Rorty II (e) 116f
Wahrheit/Rorty: Wahrheitsliebe nicht als Liebe zu etwas Nicht-Menschlichem, sondern als Verhältnis zu den Mitmenschen. Wahrheitsliebe als umgängliche Gesprächsbereitschaft machte jenen Quasi-Gegenstand als Ziel einer Suche (platonische Idee der natürlichen Ordnung oder universelle gültige Überzeugungen, Habermas) gänzlich überflüssig.
III 100
Wahrheit/Kunst/Ethik/ Rorty: mit Davidson bin ich der Meinung, dass sich die Unterscheidung wahr/falsch auch Aufsätze vom Typ "Yeats war ein großer Dichter" und »Demokratie ist besser als Tyrannei« anwenden lässt.
V 32
Semantische Wahrheitstheorie/Tarski: führt Wahrheit auf Rechtfertigung zurück.
VI 8f
Wahrheit: absoluter Begriff: in folgendem Sinne: "wahr für mich, aber nicht für dich", "in meiner Kultur, aber nicht von deiner", "damals wahr, aber nicht heute" solche Äußerungen sind befremdlich und witzlos. Dagegen sinnvoll: "für mich gerechtfertigt, aber nicht für dich".
Rechtfertigung: relativ! Rechtfertigung ist Kriterium für Wahrheit.
VI 11
Wahrheit: kein Ziel der Forschung! Ein Ziel ist etwas, von dem man wissen kann, ob man darauf zusteuert oder davon abkommt.
VI 199
Wahrheit: Eigenschaft von Sätzen! Wahrheit/Existenz/Rorty: natürlich war es schon früher wahr, dass Frauen nicht unterdrückt werden sollten, wie die Planetenbahnen auch schon früher wahr waren! Die Wahrheit ist zwar ahistorisch, aber das liegt nicht daran, daß wahre Aussagen durch ahistorische Entitäten wahr gemacht würden!

Horwich I 444
Pragmatismus/James/Davidson/Rorty: 1."Wahrheit" hat keinen erklärenden Gebrauch. - 2. Überzeugungen werden durch die Kausalrelation erklärt. - 3. Es gibt keine Wahrmacher. - 4. Wenn keine Wahrmacher, dann kein Streit zwischen Anti-Realismus und Realismus, der diese Wahrmacher annimmt.
Horwich I 454
Wahrheit/DavidsonVsTarski/Rorty: kann man daher nicht in Begriffen von Erfüllung oder etwas anderem definieren. - Wir können nur sagen, daß die Wahrheit einer Äußerung von der Bedeutung der Wörter und dem Arrangement der Welt abhängt. - Damit sind wie die Korrespondenztheorie los.
Horwich I 456
Wahrheit/Putnam: wenn sie keine Eigenschaft wäre. wären die Wahrheitsbedingungen alles, was man über sie wissen könnte - (Putnam pro Wahrheit als Eigenschaft. - (PutnamVsField?). - Putnam: dann wären unsere Gedanken keine Gedanken.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrheitstheorie Field II 21
Wahrheitstheorie/W-Theorie/W-Def/TarskiVsField: Semantische Begriffe sind nicht notwendig und nicht philosophisch interessant für eine W-Theorie. 2. FieldVsTarski: Tarski hat bloß Listen für Denotation:
(e)(a)(e ist ein Name der denotiert a) ⇔ (e ist "c1" und a ist c1) oder (e ist "c2" und a ist c2) oder...
II 24
Wahrheitstheorie/W-Theorie/Äußerungsbedingungen/Wahrheit/Quine: (1953b, S 138) Die Äußerungsbedingungen sind alles was man braucht, um den Begriff "wahr" klar zu machen (Field dito). Alabama-Bsp: Ein Freund sagt, dass im Südstaat Alabama ein Fuß hoch Schnee liegt. Daher sind Äußerungsbedingungen wichtig. Frage: Warum brauchen wir über das T-Schema hinaus kausale Theorien der Referenz? Das geht sowieso nicht, da wir auf Neuraths Schiff sind. Dennoch: Lösung/Field: Die Lösung hier sind psychologische Modelle über die (innere) Verbindung zur Realität (und nicht das Ankleben einer Theorie von außen). Diese psychologische Verbindung ist immer noch physikalisch.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Logizismus/Mathe VsField Pro Field II 331
KreiselVsPutnam/KreiselVsField: These: mathematische Objektivität ist transzendierte logische Objektivität -FieldVsKreisel: logische Objektivität ist alles was wir haben.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Wissenschaft Black, Max III 64
Wahrheit/Wissenschaft/Black: These ohne Wahrheit als Ziel verliert die Wissenschaft ihre Wichtigkeit und ihr Interesse und degeneriert zur Fiktion ((s) BlackVsField).
Sprache Field, Hartry Avramides I 114
Field: These keine innere Sprache ohne öffentliche Sprache. SchifferVsField: da gibt es keine Inkompatibilität. Intentionsï·"gestützte Semantik (Grice) braucht nicht anzunehmen, daß man prop Einst hat, bevor man öffentliche Sprache erworben hat.
These beides geht Hand in Hand.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Standardinterpr. Leeds, St. Horwich I 378
Field: (1972): These: wir brauchen eine SI-Theorie der Wahrheit und der Referenz (daß eine Standard-Interpretation immer verfügbar ist), und diese Theorie ist auch erhältlich. (LeedsVsSI/LeedsVsField).
Wahrheit/Field: These (in Analogie zur Valenz): trotz allem was wir über die Extension des Begriffs wissen, auch für ihn gibt es noch die Notwendigkeit einer physikalistisch akzeptablen Reduktion.
Leeds: was Field eine physikalistisch akzeptable Reduktion nennen würde, wäre das, was wir die SI-Theorie der Wahrheit nennen: daß es immer eine Standard-Interpretation für "wahr" für eine Sprache gibt.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsRelativismus Pollock, J. Field II 384
Regeln/Standards/Bewertung/PollockVsRelativismus/PollockVsField: versucht sogar den schwachen Relativismus zu vermeiden: These die Begriffe jeder Person sind so vom System epistemischer Regeln geformt, die sie anwendet, daß es keinen echten Konflikt zwischen Leuten mit verschiedenen Systemen geben kann

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994