Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 35 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
A priori Fodor
 
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Rorty I 269 ff
A priori/RortyVsFodor: Fodors These, dass die Entdeckung der Sprache des Denkens ein langwieriger empirischer Vorgang sein wird, impliziert, dass wir uns zu jedem Zeitpunkt darüber irren können, dass wir uns also über etwas apriorisches irren können. (> Kripke).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bedeutung Fodor
 
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Cresswell II 56
Bedeutungen/Fodor/Cresswell: FodorVsPutnam: These: Bedeutungen sind im Kopf - CresswellVsFodor: Problem: bei einer Zuschreibung muss ich dann dieselbe Repräsentation im Kopf haben. - Es muss derselbe Glaube sein wie der, den er hat. - (s.o.: Bedeutungen sind keine Repräsentationen). - - -
Fodor IV 57
Bedeutung/Quine: nicht aus Sprecherbedeutung, nicht aus Akzeptanz von Inferenzen des Sprechers. - Die Sprecherbedeutung hängt von der Weltsicht ab, und damit von einer Absicht, was die Wörter bedeuten sollen - dabei kann man nicht unterscheiden, welche Ansichten der Sprecher a priori akzeptiert - also gibt es keine analytischen Sätze - Vs Unterscheidung analytisch/synthetisch: "wahr kraft Bedeutung": dafür gibt es kein epistemisches Kriterium.
IV 117
Bedeutung/Wahrheit/Davidson: ein Sprecher hält einen Satz für wahr wegen der Bedeutung und seines Glaubens - daher können wir nicht von Äußerung auf Bedeutung schließen, wenn wir nicht den Glauben des Sprechers kennen und auch nicht umgekehrt.
IV 121
Glaubenszuschreibung/Bedeutungszuschreibung/Davidson These: Information über die Form der Wörter, die für wahr gehalten werden, sind der entscheidende Beleg für beide Zuschreibungen - Annahme von Aufrichtigkeit allein ist nicht hinreichend um Bedeutung zu erschließen - wir brauchen Informationen entweder über seinen Glauben - oder über die Bedeutungen - (Schlüsselstelle) - Fodor/LeporeVsLewis: dann ist die Primatsthese unplausibel - (Primatsthese: "Die Bedingungen der intentionalen Zuschreibung beinhalten die Bedingungen für Glaubenszuschreibung").

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bewusstsein Fodor
 
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Rorty VI 162
DavidsonVsFodor: die Verwissenschaftlichung der Psychologie schlägt um in eine Suche nach inneren propositionalen Zuständen, die unabhängig von der übrigen Welt sein sollen! Dennett: Bewusstsein/Fodor: "Niemand hat die geringste Ahnung, wie etwas Materielles bewusst sein kann. Niemand weiß auch nur, wie es wäre, eine solche Ahnung zu haben." - Schon wenn man glaubt, man verstünde die Frage, liegt man falsch.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Brückengesetze Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 135ff
DavidsonVsFodor: es gibt keine Brückengesetze - anomaler Monismus: Token-Entsprechung, nicht Typ-Entsprechung, keine nomologische Identität von physikalischen mit mentalen Ereignissen - dennoch Token-Identität. (Ontologischer Monismus).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Chinese Room Pauen
 
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V 149f
Chinese Room/Searle: (1980) (VsFodor) würde bedeuten, dass verbales Verhalten als Kriterium bei der Zuschreibung von Bewusstsein prinzipiell ungeeignet ist. - VsTuringtest - funktionale Merkmale sind keine Gewähr für Bedeutung.
V 151
VsChinese Room: der Insasse berücksichtigt die Sprechersituation nicht - auch keine vorangegangenen Fragen. - Er kann keine Wiederholungen erkennen. - Das System ist nicht lernfähig - kleinste Abweichungen wirken sich verheerend aus.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Computation Peacocke
 
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I 215
Computation/Peacocke: auch ohne Syntax möglich, ohne Mentalesisch, Kausalrelationen und Ordnung hinreichend - Repräsentation/Fodor: notwendig für Computation - PeacockeVsFodor: nicht notwendig. - ((s) Peacocke setzt Repräsentation irgendwie mit Syntax gleich).

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
Computermodell Goodman
 
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IV 143/44
Die Analogie zum Computermodell ist ambig, weil sie eine referentielle und eine computermäßige Interpretation besitzt. (Die Simulationen). Gemäß letzteren definiert sie eine Folge von Zuständen des Computers, die erstere versetzt den Wissenschaftler in die Lage, sie als eine Repräsentation von physischen Zuständen oder physikalische Realität zu interpretieren.
IV 144
Der Computer weiß natürlich nichts von der referentiellen Interpretation. Dementsprechend würden wir nicht wissen, daß eine Computersimulation eine molekulare Interaktion repräsentiert, wenn wir von ihr nur die dem Computer verfügbare Interpretation kennten.
Fragen nach dem Wahrheitswert von Sätzen sind nach der computermäßigen Lesart unangebracht. ((s) Weil dem Computer kein Wissen über die Außenwelt zur Verfügung steht.)
IV 144f
GoodmanVsFodor: Fodors Theorie kann weder erklären, wie wir wissen, was neue Sätze rep, noch, was vertraute rep. Die Rolle des Lexikons hat sich herausgebildet, um anderen Zwecken zu dienen.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
Darstellung Fodor
 
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Rorty I 269 ff
Rationalität/Fodor: (laut Rorty): zumindest einige Eigenschaften der Sprache des Denkens müssen in der Sprache des Denkens dargestellt werden, denn das Vermögen, Darstellungen ihrerseits darzustellen, ist vermutlich eine notwendige Bedingung für das Vermögen, Darstellungen auf rationale Weise zu manipulieren. ((s) macht Sprache des Denkens nicht nötig: Selbstbezüglichkeit könnte auch anders realisiert sein. Man müsste nur irgendetwas postulieren, das selbstbezüglich ist.)
Rorty I 269 ff
Fodor: Darstellungen in den Prozessoren sind keine Bilder, sondern Propositionen, in Bezug auf die das Subjekt Einstellungen hat. Soweit sie nicht unter Sellars Kritik des empiristischen Gegebenheitsbegriffs. Diese Darstellungen sind jedoch nicht notwendigerweise Propositionen, in Beziehung auf die das Subjekt Einstellungen hat. Vielmehr führen die Einstellungen des Objekts zu den Propositionen.
Rorty I 269 ff
DennettVsFodor: zwei Subjekte können durchaus dasselbe glauben, obgleich ihre jeweiligen Prozessoren noch nicht einmal die gleiche Sprache sprechen. Demnach bedarf es keiner Schlüsse von den Propositionen der Prozessoren auf die Propositionen, geht das Subjekt glaubt. Anders als bei den »Ideen« der empiristischen braucht dem Kausalvorgang keine Schlusskette zu entsprechen, die die Meinungen der Person rechtfertigt.
Mögen Erklärungen ihren privaten Charakter haben, Rechtfertigung jedenfalls ist insofern öffentlich, als Meinungsverschiedenheiten unterschiedlicher Personen auf die Funktionsweise ihrer trickreichen Köpfe weder Bezug nehmen noch Bezug nehmen sollten.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Darstellung Rorty
 
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Richard Rorty
I 245
RortyVsFodor: er verwechselt eine Bedeutung von "Darstellung", die genau oder ungenau sein kann, mit einer anderen Bedeutung, für die das nicht gilt.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Gehalt Jackson
 
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Schwarz I 171
„Naturalisierung des Gehalts“/Repräsentation/Schwarz: die These, dass mentale Repräsentationen soweit satzartig sind, dass man ihren Inhalt kompositional erklären kann. (vgl. Fodor 1990). LewisVsFodor: grundsätzlich verfehlt: nur kausale Rolle im Alltagsleben (Verhalten) ist relevant. Selbst wenn Bsp der Wunsch nach Pilzsuppe sich wunderschön aus Wunsch nach Suppe und Wunsch nach Pilz zusammensetzt. Denn umgekehrt ist es ein Pilzsuppenwunsch, wenn er genau die kausale Rolle spielt, egal, woraus er sich zusammensetzt. (1994b,320f)
Man kann sich genauso gut Wesen vorstellen, die nicht satzartig repräsentieren (vgl. Armstrong 1973,Kap 1, Braddon Mitchell/Jackson 1996, Kap. 10f).
Lewis’ Theorie soll auch für diese Welten gelten, soll auch hier erklären, was den Gehalt bestimmt.


Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Geist/ Geistzustand Pinker
 
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I 34
Def Geist/Pinker These: Der Geist ist ein System von Rechenorganen, das von der Selektion so gestaltet wurde, dass es Probleme von Jägern und Sammlern lösen kann, insbesondere indem es Gegenstände, Pflanzen, Tiere und andere Menschen versteht und überlistet.
I 37
Geist/Pinker: Ansammlung von nicht gegeneinander abgeschlossenen Modulen. - Geist ist nicht gleich Gehirn, sondern Tätigkeit des Gehirns, aber nicht die einzige: das Gehirn setzt auch Fett um. Sehen/Denken/Fühlen: Informationsverarbeitung
I 46
Geist/Fodor: Modul. - PinkerVsFodor: das ist zu abgegrenzt - besser: Chomsky: Geist als "mentales Organ".
I 182
Geist/Minsky: Gesellschaft mit Agenten. Geist/Dennett: große Ansammlung teilweise fertiger Entwürfe - In dieser Ansammlung gibt es keinen "Präsidenten".
PinkerVsDennett: die Agenten sind hierarchisch.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Gesetzesartigkeit Putnam
 
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III 58
Gesetz/Fodor: "gesetzesartig": bei ihm Grundbegriff, nicht Eigenschaft von Sätzen, sondern Beziehung zwischen Universalien - daher Begriffe nicht selbst schon intentional. PutnamVsFodor: doch intentional - Fodor scheitert bei Extensionen von analytischen (wissenschaftlichen) Definitionen mit notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Katzen.
III 60
Bsp "Supermilliardär"/Putnam: für die Auslösung von Zeichen ist die Bedeutung des Worts ausschlaggebend - das Wort ist schon interpretiert.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Inkommensurabilität Putnam
 
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III 161f
Inkommensurabilität/Putnam: schon vor Kuhn bei Saussure: Grundeinheiten der Sprache können nicht aus den Lauten ermittelt werden - > Whorf: wenn einzelne Sprachen ganz verschieden viele Farbprädikate haben, dann ist Bedeutung den Einzelsprachen vorbehalten. - >Idiolekt > DerridaVsWhorf: die Bedeutungen sind nicht nur einzelnen Sprachen sondern den einzelnen Texten vorbehalten. - >Dekonstruktion - DerridaVsSaussure: den Begriff des Zeichens kann man ganz fallen lassen PutnamVsDerrida: dieser missversteht Saussures Projekt einer Bedeutungstheorie.
III 165
Lösung/Putnam: Begriff der Bedeutungsgleichheit beibehalten, aber einsehen, dass er nicht im Sinn von Selbstidentität von Gegenständen und Signifikaten verstanden werden darf. PutnamVsDerrida (Wie VsFodor): "Bedeutungsgleichheit" ist interessenrelativ, und setzt ein normatives Urteil über Vernünftigkeit in einer Situation voraus.
V 157
Inkommensurabilität/PutnamVsFeyerabend: es ist widersprüchlich, zu behaupten, Galileis Begriffe seien inkommensurabel und sie anschließend ausführlich zu schildern. - Man muss die alte Sprache auch verstehen um sagen zu können, dass die Vorhersagen gleich sind.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Kompetenz Katz
 
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Cresswell I 12
Kompetenz/linguistische/Sprachkompetenz/Chomsky/Cresswell: (Chomsky 1965, 3 – 15): die Diskussion darüber hält bis heute an (1974). Def linguistische Kompetenz: ist eine Fähigkeit, die der sprachlichen Aktivität zugrunde liegt. Es geht um die Klasse der Sätze, die der Sprecher grammatisch akzeptabel findet.
Semantische Kompetenz/Cresswell: (darum geht es mir hier):dabei favorisiere ich eine wahrheits-konditionale Semantik (> Wahrheitsbedingungen). Diese möchte ich unterscheiden von zweierlei:
a) CresswellVsKatz/CresswellVsFodor/Terminologie/KF/Cresswell: „KF“ (Katz/Fodor-Semantik): ist unvollständig, wenn auch nicht unkorrekt.
b) CresswellVsGrice/CresswellVsSearle/CresswellVsSprechakttheorie: ist eher eine Theorie der semantischen Performanz als der semantischen Kompetenz.
Cresswell I 12
Def Kompetenz/Sprachkompetenz/semantisch/Katz/Nagel/Cresswell: (Katz und Nagel, 1974): erklärt die Fähigkeit eines Sprechers, Urteile über folgende Eigenschaften abzugeben: Synonymie, Redundanz, Widersprüchlichkeit, Entailment (Beinhalten), Mehrdeutigkeit, semantische Anomalien, Antonymie und Übergeordnetheit (superordination).


Katz
J. J. Katz
The Metaphysics of Meaning

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Lernen Churchland
 
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I Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie in: Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
Lanz I 303
Lernen/Fodor: Erwerb der Muttersprache: Darstellen und Prüfen von Hypothesen darüber, welche Teile der natürlichen Sprache mit welchen Teilen der angeborenen »Sprache des Denkens« (Mentalesisch) korrelieren. ChurchlandVsFodor: daraus würde folgen, dass man in gewissem Sinne keine neuen Begriffe lernen kann.
Wenn Meinungen Relationen zu Sätzen der »Sprache des Denkens« sind, dann muss für jede Meinung irgendwo ein Satz gespeichert sein. Muss dann auch für jede stillschweigend gehegte Meinung ebenfalls ein Satz in der »Sprache des Denkens« gespeichert sein? Das überstiege die Kapazitätsgrenzen. Aber diese Speicherung reichte auch gar nicht aus, die Sätze müssten auch zugänglich sein und zur rechten Zeit verfügbar. Außerdem müssen die Verknüpfungen dem Organismus durchsichtig sein (wenn auch nicht dem Bewusstsein). (ChurchlandVsMentalesisch).


Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Mentalesisch Fodor
 
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Rorty I 269 ff
Rorty: Fodors Bild der inneren Darstellungen hat mit unserem Spiegel der Natur, die wir verabschiedet haben, nichts zu tun. Entscheidend ist, dass sich bezüglich Fodors "Sprache des Denkens" die skeptische Frage "Wie genau stellen die inneren Darstellungen (Repräsentationen) die Wirklichkeit dar?" nicht stellen lässt! Es gibt keine Kluft. - - -
Newen/Schrenk I 132
Mentalesisch /Sprache der Gedanken/Gedankensprache/Fodor/Newen/Schrenk: These: Denken findet mit mentalen Repräsentationen statt. - Bsp Benzinuhr, kausale Verbindung. - Mentalesisch: ist genauso reich wie natürliche Sprache, aber rein intern, symbolisch, rein syntaktische Symbolmanipulation - nur im Zusammenhang mit propositionalen Einstellungen.
VsFodor: a) Regress
I 133
b) Die Anhänger der These vom Primat des Denkens können die Normativität des Denkens nicht mit Hilfe von sozialen Institutionen wie der Sprache erklären - c) es gibt auch Überzeugungen ohne Repräsentation: Bsp Schachcomputer: "brute force" - dann: "Ich sollte die Dame früh aus dem Spiel nehmen".

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Mentalesisch Rorty
 
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Richard Rorty
I 272
Repräsentation/Mentalesisch/Fodor/Rorty: bezüglich Mentalesisch lässt sich die skeptische Frage "Wie genau stellen die Repräsentationen die Wirklichkeit dar?" nicht stellen! - es gibt keine Kluft. RortyVsFodor: "Sprache des Denkens": erkenntnistheoretische Entdeckung wären hier nur möglich, wenn es zwischen dem wissenschaftlichen Vokabular und dem umgangssprachlichen ein solches Prozessorenvokabular gäbe, das Entdeckungen der Wahrheit über die Dinge im allgemeinen ermöglichte. Die Sprache des Denkens oder irgendein Code, können keinen Ehrenstatus haben, (selbst nicht für Fodor) denn ein bloßer Code ist kein Mittel, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Mentalesisch Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 73
Bedeutung in Mentalesisch bestimmt Bedeutung in öffentlicher Sprache, nicht umgekehrt - (über den Inhalt von Gedanken) - Fodor: intentionale Eigenschaften mentaler Zustände als ererbt aus den semantischen Eigenschaften der mentalen Rep sehen, die in ihrem Tokening impliziert sind - neuronaler Zustand: existiert auch, wenn falsch - kein Gegenstand, da mit Wahrheitswerten (WW). Schiffer: noch kein System, noch nicht sprachähnlich. - Harman: These: innere Rep haben satzähnliche Struktur. - Lewis: Sprache des Gehirns von synaptischen Verbindungen und neuronalem Feuern - >
"Starke These der Gededankesprache"/Strong thesis of the language of thaught/SLT.. - Andere Theorie: semantische Eigenschaften werden aus intentionalen Eigenschaften ererbt. - (VsSLT) - SLTVs: kurz/(s): mentale Repräsentation bestimmt Intentionalität - diese erklärbar ohne öffentlichen Inhalte. - SchifferVs: das ist gar nicht erfüllbar.
I 76
Mentalesisch/Relationstheorie/Schiffer: welche Relation von Sätzen in Mentalesisch zu Sätzen in Englisch? - Problem: mentalesischer Satz "s" darf nicht durch Bedeutung in Englisch spezifiziert werden (zirkulär) - außerdem Vs Kernthese der SLT (semantische Eigenschaften der öffentlichen Sprache sind ererbt von intentionalen Eigenschaften der mentalen Zustände).
I 282
Mentalesisch/Schiffer: Bedeutung hier nicht Frage von Konvention und Intention - anders als öffentliche Sprache - Lösung/manche Autoren: begriffliche Rolle (bR) in Mentalesisch - öffentliche Sprache: hier haben Sätze eine begriffliche Rolle nur, wenn sie auch gedacht, nicht nur gesprochen werden - Problem: wir brauchen eine nicht-semantische Relation zwischen mentalen Repräsentationen und öffentlichen Sätzen - zum Glück muss der innere Code dabei nicht erwähnt werden - Bsp "Zustand mit demselben Inhalt". - Problem: der Sprecher könnte Satz nur unter Zusatzannahmen glauben - diese nur mit Referenz auf Inhalt - das geht nicht in der Starken These der language of thaught. - Fazit: ein neuronaler Satz kann nicht ohne Referenz auf den Inhalt als Glaubensobjekt angenommen werden.
I 78
Mentalesisch/Schiffer: Relationstheorie verlangt komplexe Eigenschaft, F die alles hat, was bedeutet z.B. "Flundern schnarchen". - Problem: darf nichts über die intentionalen Eigenschaften mentaler Zustand oder Bedeutung in öffentlichen Sprachen voraussetzen.
I 79
Mentalesisch/Relationstheorie/Glauben/Fodor/Schiffer: für die Zuschreibung von Wahrheitswerten von Situationen auf Sätze - Dazu werden Eigenschaften am Ende der Kausalkette gebraucht - Problem: Quantifikation über Eigenschaften als semantische Werte geht letztlich über Propositionen - Lösung: SLT kann Propositionen zusammen mit begrifflichen Rollen zur Individuation von Inhalten gebrauchen - Wahrheitsbedingungen/WB durch M-Funktion auf mögliche Situationen - zusätzlich physikalistische Bedingung C - Problem: braucht Theorie der Rep - (darin mentRep nur Spezialfall). - Wahrheitsbedingungen: Formel: a ist die Wahrheitsbedingung für s in x’ innerem Code gdw. unter optimalen Bedingungen x s glaubt, wenn und nur wenn a besteht. - Damit können wir ein Muster von neuronalem Feuern mit der Anzeige einer Fliege für einen Frosch zu identifizieren. - Problem: nur unter optimale Bedingungen! - SchifferVsFodor: dann ist jeder allwissend und unfehlbar!
I 87
Mentalesisch/Prinzip der Nachsicht/Schiffer: das Prinzip der Nachsicht gibt es nicht für Mentalesisch - dieses müsste in Begriffen von Propositionen erklärt werden.
I 83-90
Relationstheorie/Mentalesisch/Schiffer: Problem: konkurrierende Zuschreibungsfunktionen für Wahrheitsbedingungen ("M-Funktionen") - falsche Lösung: "größerer Überlebenswert" schließt falsche Zuschreibungsfunktionen nicht aus - Bsp Gewicht/Masse.
I 189
Starke These der language of thaught/SLT/Mentalesisch/Schiffer: These: 1. Das Gehirn ist ein Computer, wir sind informations-verarbeitende Systeme mit einem inneren neuronalen Code. - Schiffer: dem kann ich zustimmen
2. Es gibt eine computationale Relation R für jeden Glauben, den man haben kann, sodass man diesen Glauben hat gdw. man R zu dieser Formel hat. - Schiffer: das geht, aber nur mit substitutionaler Quantifikation. - Bsp "Nodnol si yggof": Mentalesisch für London ist neblig - dann bedeutet der Satz das, aber nicht kompositional - Pointe: dann ist der Glaubens-Inhalt nicht reduzierbar. (SchifferVsReduktionismus.) - ((s) Mentaler Inhalt ist irreduzibel (Schiffer pro Brentano)). - Bsp Wissen-wie kann nicht in anderen Begriffen analysiert werden - es gibt keine Tatsache die macht, dass etwas dieser Glaube ist - + +

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Merkmale Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 47
Merkmal/Merkmalsanalyse/Linguistik/Gärdenfors: in der Tradition der Fregeschen Logik und Tarskis Wahrheitstheorie hat sich ein anderer Ansatz herausgebildet, als der von mir verfolgte: die Annahme, dass eine Menge von Merkmalen eines Begriffs notwendig und hinreichend zur Bestimmung der Bedeutung ist.
I 48
Sie hierzu Jackendoff, 1983, p. 112; Goddard and Wierzbicka, 1994). Insbesondere Katz and Fodor (1963), R. Lakoff (1971), Schank, (1975), Miller and Johnson-Laird (1976).
Lager: GärdenforsVsMerkmalsanalyse.
Begriffsmerkmale/GärdenforsVsKatz/GärdenforsVsLakoff, R./GärdenforsVsFodor/ GärdenforsVsFrege: Experimentelle Resultate sprechen eher für dimensionale Repräsentationen, die auf Ähnlichkeiten basieren als für Repräsentationen von Merkmalen. (Siehe Rosch, 1978, >Prototypentheorie).
Prototypentheorie/Rosch These: Gegenstände sind mehr oder weniger typische Beispiele einer Kategorie und es gibt ein abgestuftes Enthaltensein in Kategorien.


Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Privilegierter Zugang Davidson
 
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I 42
Quine: privilegierter Zugang - DavidsonVs. - - -
Frank I 630
Autorität der ersten Person/Davidson: ist unbezweifelbar. - Dennoch müssen wir alles in der dritten Person erforschen. - Zwillingserde/Putnam: Dritte-Person-Perspektive: es ist nicht sicher, ob Inhalte der ersten Person erfaßt werden. - Lösung/Fodor: enger Inhalt: interner Zustand ohne Beziehung zur Außenwelt - weiter Inhalt: mit Beziehungen zur Außenwelt. - DavidsonVsFodor.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Propositionale Einstellungen Churchland
 
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Cresswell II 55
Kausale Rolle/Fodor/propositionale Einstellungen/CresswellVsFodor: Fodor ist an der kausalen Rolle interessiert, die Glauben und Wünsche im Verhalten spielen. Das versteht in Begriffen der Manipulation von Formeln in einem mentalen Code. Patricia ChurchlandVsFodor: (1980) das wird halbbewussten und unbewussten Einstellungen nicht gerecht.
II 56
Kausale Rolle/CresswellVsFodor: was wären denn das für Entitäten, die in einer Kausalerklärung vorkommen müssten? Bsp (3) Fodor glaubt, dass Bedeutungen im Kopf sind.
Mentalesisch/CresswellVsFodor: Angenommen, Bedeutungen wären interne Repräsentationen.
Problem: (3) kann von verschiedenen Personen zu verschiedenen Gelegenheiten gesagt werden, muss dann aber dieselbe Bedeutung haben! Wenn wir das nicht annehmen, gibt es überhaupt kein Problem mit propositionalen Einstellungen.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Propositionale Einstellungen Davidson
 
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I 20
Propositionale Einstellung/Davidson: Ein Vorschlag läuft darauf hinaus, den auf "glaubt" folgenden Rest des Satzes als komplexes Adverb zu deuten. DavidsonVs: kein Mensch hat eine Ahnung, wie daraus die Bedeutungen der einzelnen Wörter abgeleitet werden könnten. Wir verstehen die Sätze aber ganz offensichtlich, weil wir die enthaltenen Wörter verstehen.
I 22
Wenn die "Inhalte" der propositionalen Einstellungen die Bedeutungen wären, müssten immer neue, sehr lange Wörter gelernt werden, die oft nur einmal auftreten. Da aber jeder Aussagesatz als Inhaltssatz auftreten kann, ist ihre Zahl unendlich und daher nicht lernbar.
I 104
Propositionale Einstellungen/Fodor: innere "solipsistische" Zustände, die bestimmen, was gemeint ist. DavidsonVsFodor: Aber solche Zustände gibt es gar nicht, das liegt auf der Hand: die sehr allgemeinen Merkmale für Stachelschweine z.B. "hat vier Pfoten, und Stacheln" usw. sind ebenso sehr wie die Wörter "Stachelschwein" und "Kurzschnabeligel" von der Naturgeschichte des Erwerbs dieser Wörter abhängig. - - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 127
Propositionale Einstellungen werden über öffentliche Objekte individuiert - Überzeugungen haben Ursachen, keine privaten Objekte (mit etwa privilegiertem Zugang). - (Externalismus). - - -
Avramides I 102f
Rationalität/Davidson: ist es, was wir zum Verständnis von propositionalen Einstellungen brauchen, nicht für die Physik - ((s) = Vernunft). - - -
Dav I 22
Propositionale Einstellungen/Inhalt/Gehalt/Bedeutung/Davidson: wenn die "Inhalte" der prop. Einst. die Bedeutungen wären, müssten immer neue, sehr lange Wörter gelernt werden, die oft nur einmal auftreten.
I 23
Propositionale Einstellungen/Glauben/Referenz/Inhalt/Davidson: danach gibt es keine Alternative zur Auffassung von Glaubenssätzen als relationalen Sätzen. Also muß man den Inhaltssatz "Der Diamant Kohinoor ist eines der Kronjuwelen" eventuell zusammen mit "dass" als singulären Term auffassen.
I 39
Propositionale Einstellung/Gegenstand/Inhalt/Glauben/Wunsch/Brentano: kein vom äußeren Gegenstand verschiedenes inneres Objekt - ((s) Davidson eigentlich auch Vs "innere Gegenstände" - aber: DavidsonVsBrentano: Problem bei Gegenständen, die nicht existieren - Lösung/Davidson/(s): Lerngeschichte sichert Wortbedeutung ohne Referenz. - Brentano These: Intentionalität irreduzibel auf Gehirnzustände.)
I 97
Propositionale Einstellungen/Davidson: sind nicht subjektiv - Zugang zum Fremdpsychischen gewährleistet durch Mechanismus des Sprachverstehens - man muss vom beobachteten Verhalten zu den Einstellungen kommen können, weil Sprache und Gedanken interpretierbar sind. - - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 127
Propositionale Einstellungen/Davidson: werden über öffentliche Objekte individuiert - Überzeugungen haben Ursachen, keine privaten Objekte - (Externalismus) - keine Repräsentation - Prädikat "x glaubt, dass p": Relation zwischen Sprecher und einer Äußerung des Interpreten.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Referenz Putnam
 
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Horwich I 395
Theorie der Referenz/PutnamVsMetaphysischer Realismus: könnte diesen widerlegen - (aber nicht eine Bedeutungstheorie). --
Putnam III 52f
Kontrafaktisches Konditional/Referenz/Repräsentation/Fodor: These: die eigentliche Beschaffenheit der Bezugnahme mit Hilfe von kontrafaktischen Konditionalsätzen zu erklären. Asymmetrische Abhängigkeit - Katze-Einzelzeichen-Äußerungen werden von Katzen ausgelöst, aber auch von vielen anderen Dingen.
III 54
R. durch kausale Bindung an die Welt. also auch durch Bilder und Attrappen - wenn nicht durch Katzen, dann auch nicht durch Bilder von Katzen. - III 56 dann (kontrafaktisches) Gesetz: Bilder von Katzen lösen "Katze" aus. - Pointe: letztlich abhängig von echten Katzen.
III 57
Fodor: wenn nicht Bilder, dann auch nicht Katzen als Auslöser. - PutnamVs.
III 61
Referenz/Hermeneutik: es kann keine notwendigen und hinreichenden Bedingungen für die Bezugnahme eines Worts auf einzelne x geben - FodorVs: das führt zum Bedeutungsholismus, der seinerseits einen Bedeutungsnihilismus nach sich zieht. -
III 64
PutnamVs: Bsp Hexe vielleicht analytisch weiblich, dennoch keine notwendige und hinreichende Bedingung für "Hexe". - Ein Hexen-Gesetz wäre wegen Nichtexistenz falsch - denn es gibt keine Welt mit Hexen. - Dennoch könnten entsprechende kontrafaktische Konditionale (KoKo) wahr sein. - Pointe: ihre Wahrheit wird nicht durch das Gesetz erklärt. - (Armstrong: sowieso umgekehrt).
III 65
PutnamVsFodor: für richtige asymmetrische Abhängigkeit (des Worts vom Auslöser) muss dieses KoKo falsch sein: wenn Hochstapler keine Äußerung auslösen, dann auch keine Soldaten.
III 69
Referenz/PutnamVsFodor: bisheriges Sprachverhalten früherer Generationen Mitursache - sonst "Rückwärts-Gesetz": falsch: wenn Katzen nicht auslösen, dann auch nicht bisheriges Verhalten - aber umgekehrt richtig - (aber nur, wenn Ursache als Mitursache interpretiert wird). - FodorVs: seine Kausalität legt den alltagssprachlichen Ursache-Begriff zugrunde (direkte Reaktion? behavioristisch?) - PutnamVs: das ist interessenrelativ.
III 78
Referenz/PutnamVsFodor: kann sie nicht mit Hilfe der Begriffe Gesetz, KoKo, Kausalität zurückführen.
III 133
R/Fodor: nach Quines Kritik an der Unerforschlichkeit der R: Einzelwissenschaften oder alltagssprachliche Kausalität.
III 140
Referenz: die Fundamental-Physik kann die Möglichkeit der Bezugnahme auf etwas oder der Behauptung von etwas nicht erklären! Sie kann es auch dann nicht, wenn es um ihr eigenes Gebiet geht. - III 208~ R: daraus, dass manche Wörter nicht ohne kausale Verbindung referieren folgt nicht, dass Bezugnahme selbst kausal wäre! - Sie unterliegt nur kausalen Beschränkungen.
V 75ff
Referenz: These: Input ist durch Begriffe geformt. - Es gibt keine Inputs, die nur eine einzige Beschreibung zulassen, die unabhängig wäre von allen begrifflichen Entscheidungen.
V 79
Referenz/Externalismus: (externer, göttlicher Standpunkt): Problem: was ist Bezug eigentlich - R. kann nicht kausal sein, weil "Außerirdischer" sich immer auf Außerirdische bezieht.
I 34
Referenz: wenn sie feststeht, kann man beliebige Theorien über den Gegenstand ausdenken.
I 35
Physikalische Breitbandbegriffe wie Größe, Ursache ermöglichen, auch fehlgeschlagene Kennzeichnungen zu formulieren - Kripke: dann sind auch Namen verwendbar, ohne wahre Überzeugungen über den Träger zu haben.
I 65
Referenz: in der Logik: das, was der Beschreibung entspricht - Field: hat gezeigt, dass das die Aufgabe nicht erfüllt.
I 67ff
primitive Referenz/Putnam: Bsp Wesen, die 17 Eigenschaften unterscheiden können und sie nummerieren: "Eh-siebzndas": in Wirklichkeit Befindlichkeiten der Wesen selbst. - Das läuft auf eine Kausaltheorie der Bezugnahme hinaus. - Bei Erweiterung auf abwesende, vergangene, zukünftige Gegenstände werden keine notwendigen und hinreichenden Bedingungen eingeführt.
I 69
Semantischer Aufstieg: eines Tages führt die Horde den Begriff der Referenz ein: "Uk-ook refrier das" - das wäre nicht unsere Referenz, sonst entstehen Paradoxien. - Richtige Sprache wird es erst mit Quantoren - Pointe: mit Quantoren wird die kausale Verbindung von X mit der Referenz auf X aufgelöst.
I 70
Field: Tarski hat gezeigt, wie Referenz auf primitive Referenz (Zeigen plus Geräusch) zurückgeführt werden kann. - + > Gricesche Intention, > Intention.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Repräsentation Cresswell
 
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II 50
Bedeutung/Cresswell: These: Bedeutungen sind keine Repräsentationen, weder innere noch sonstige - CresswellVsFodor - obwohl das eine starke Tradition in der KI-Forschung (Künstliche Intelligenz) ist.
II 160
Glauben/Repräsentation/Cresswell: Repräsentationen sind im Kopf (privat) - daher nicht dem Sprecher zugänglich, der prop Einst zuschreibt - daher sollte Glauben etwas anderes sein.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Repräsentation Fodor
 
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Rorty I 269 ff
Repräsentation/Fodor/Rorty: Fodors Bild der inneren Darstellungen hat mit unserem Spiegel der Natur, die wir verabschiedet haben, nichts zu tun. Entscheidend ist, dass sich bezüglich Fodors "Sprache des Denkens" die skeptische Frage "Wie genau stellen die inneren Darstellungen (Repräsentationen) die Wirklichkeit dar?" nicht stellen lässt! Es gibt keine Kluft.
Fodor IV ~122
Repräsentation/Fodor/Lepore: einen Gedanken zu haben ist keine Handlung, daher nicht an Glauben geknüpft wie Sprechakte.
IV 124
Repräsentation/Fodor/Lepore: heute: Repräsentationen haben funktionale Rollen qua Konstituenten von propositionalen Einstellungen - aber der Inhalt muss weder metaphysisch noch begrifflich von ihrer funktionalen Rolle abhängen.
IV 126
Repräsentation/Tradition/Fodor/Lepore: ihre Erklärung gebraucht nicht Glauben, Wünsche usw. - d.h. dass die kausale Rolle nur durch nicht-semantische Eigenschaften bestimmt wird. - Repräsentationen werden überhaupt nicht "zu etwas gebraucht". Computation/Fodor/Lepore: These: die kausale Rolle von Repräsentationen ist von denselben syntaktischen Eigenschaften bestimmt, von denen ihre Kompositionalität abhängt.
IV 128
Nicht Repräsentationen werden interpretiert, sondern propositionale Einstellungen, Sprechakte usw. - die Repräsentationen selbst sind auch der Radikalen Interpretation unzugänglich.
IV 127f
Interpretation: ihr Gegenstand ist nicht Repräsentationen sondern propositionale Einstellungen, Sprechakte usw.
IV 201
Repräsentation/neurophysiologisch/Geist/Gehirn/FodorVsChurchland/LeporeVsChurchland: Farben werden nicht als Frequenzen repräsentiert - das Gehirn repräsentiert rote Dinge als rot und Tanten als Tanten! - (Nicht als Gegenstände mit gewissen psychophysischen Eigenschaften) - sonst könnten wir alles mit Introspektion herausbekommen - es sind ganz verschiedene Interpretationen seiner Diagramme möglich. (VsKonnektionismus) - - -
Newen/Schrenk I 133
Repräsentation/Fodor/Newen/Schrenk: Fodor geht noch von lokalisierbaren, spezifizierbaren Repräsentationen aus - VsFodor: heute nimmt man eher neuronale Netze an. - Repräsentation: vorbegrifflich - Bsp Raumorientierung.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Semantik Brandom
 
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I 297
Brandom These: wir müssen die Semantik anhand der Pragmatik verstehen.
II 145
Semantische Theorie/BrandomVsDretske/VsMillikan/VsFodor: Problem: kann nicht erklären, wie sich echte Repräsentationen (Überzeugungen) von einfachen Indikatorzuständen (>VURDs) unterscheiden. (VURDs = Verlässlich unterscheidende Reaktionsdispositionen, z.B. bei Thermometern).
II 146
Verlässlichkeitstheorie/Brandom: kann nicht auf die Semantik angewendet werden ((s) sonst zirkulär). - Die Erkenntnistheorie ist das geeignete Arbeitsgebiet der Verlässlichkeitstheorie.
Newen/Schrenk I 161
Brandom/Newen/Schrenk: Brandom kehrt die herkömmliche Semantik um. - Die Korrektheit von Bsp "Wenn A östlich von B liegt, liegt B westlich von A" durch die Bedeutung von "westlich" und "östlich" zu begründen.
I 162
"Westlich" und "östlich" erhalten ihre Bedeutung gerade dadurch, dass sie in solchen Inferenzen vorkommen. - Grundbegriffe/Brandom: nicht Wahrheit und Referenz (Tarskis Wahrheits-Begriff ist zu schwach). - Korrektheit/Brandom: aus sozialer Praxis - Bedeutung: erwächst aus den inferentiellen Rollen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Semantik Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 6
Semantik/Semantische Theorien/Gärdenfors: zwei Traditionen:
a) Realistische Theorien: beschäftigen sich mit ganzen Sätzen und nimmt die Bausteine (Individuen und Prädikate) als gegeben.
b) Kognitive Theorien: ihnen geht es mehr um einzelne Wörter und ihre Bedeutungen. Sie stellen den Menschen ins Zentrum.
I 277
VsFodor: der kognitive Ansatz richtet sich gegen modulare Theorien wie die von Fodor (Fodor 1983).
I 198
Semantik/Gärdenfors: ich gehe von einem allgemeinen kognitiven Rahmen aus, um daraus Schlussfolgerungen in Bezug auf Semantik zu erreichen. Die meisten anderen Autoren gehen stattdessen von Verallgemeinerungen über eine begrenzte Menge linguistischer Daten aus.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Situationen Eco
 
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Eco II 118
Situation/Semantik/Katz/Fodor/Eco: nach Katz und Fodor dürfen die semantischen Komponenten, um interpretiert zu werden, nicht von der Situation oder dem Umstand (die sie settings nennen) abhängen dürfen, in denen der Satz ausgesprochen wird. Sie zeigen nämlich, verschiedene mögliche Lesarten auf, die Theorie will aber nicht festlegen,
II 119
wie und warum der Satz ihn dem einen oder dem anderen Sinn gebraucht werden muss. Eindeutigkeit/Katz/Fodor: die Theorie kann zwar erklären, ob ein Satz verschiedenen Sinn hat, nicht aber, unter welchen Umständen er seine Zweideutigkeit verlieren muss.
EcoVsKatz/EcoVsFodor: 1. Wenn man bei den distinguishers Halt mach, dann ermisst man nicht alle Konnotationsmöglichkeiten des Lexems.
2. Sowohl die semantic markers als auch die distinguishers sind Zeichen oder Zeichengruppen, die dazu dienen, das Anfangszeichen zu interpretieren. (>Problem der Interpretation).
3. Der Stammbaum von Katz/Fodor erkennt die gewöhnlich von einem Wörterbuch festgelegten Intensionen an. Der Code fällt also mit dem Wörterbuch zusammen. Die Existenz von besonderen Konventionen und Codes, die etwa andere Verzweigungen vorschlagen, wird nicht
II 120
berücksichtigt, ebenso wenig wie die Tatsache, dass in ein und derselben Gemeinschaft verschiedene Formen der Verzweigung nebeneinander bestehen können.

Eco I
U. Eco
Das offene Kunstwerk Frankfurt/M. 1977

Eco II
U, Eco
Einführung in die Semiotik München 1972
Situationen Katz
 
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Eco II 118
Situation/Semantik/Katz/Fodor/Eco: nach Katz und Fodor dürfen die semantischen Komponenten, um interpretiert zu werden, nicht von der Situation oder dem Umstand (die sie settings nennen) abhängen dürfen, in denen der Satz ausgesprochen wird. Sie zeigen nämlich, verschiedene mögliche Lesarten auf, die Theorie will aber nicht festlegen,
II 119
wie und warum der Satz ihn dem einen oder dem anderen Sinn gebraucht werden muss. Eindeutigkeit/Katz/Fodor: die Theorie kann zwar erklären, ob ein Satz verschiedenen Sinn hat, nicht aber, unter welchen Umständen er seine Zweideutigkeit verlieren muss.
EcoVsKatz/EcoVsFodor: 1. Wenn man bei den distinguishers Halt mach, dann ermisst man nicht alle Konnotationsmöglichkeiten des Lexems.
2. Sowohl die semantic markers als auch die distinguishers sind Zeichen oder Zeichengruppen, die dazu dienen, das Anfangszeichen zu interpretieren. (>Problem der Interpretation).
3. Der Stammbaum von Katz/Fodor erkennt die gewöhnlich von einem Wörterbuch festgelegten Intensionen an. Der Code fällt also mit dem Wörterbuch zusammen. Die Existenz von besonderen Konventionen und Codes, die etwa andere Verzweigungen vorschlagen, wird nicht
II 120
berücksichtigt, ebenso wenig wie die Tatsache, dass in ein und derselben Gemeinschaft verschiedene Formen der Verzweigung nebeneinander bestehen können.

Katz
J. J. Katz
The Metaphysics of Meaning

Eco I
U. Eco
Das offene Kunstwerk Frankfurt/M. 1977

Eco II
U, Eco
Einführung in die Semiotik München 1972
Subjektivität Davidson
 
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I 101
Subjektivität/Davidson: es ist ein Fehler anzunehmen, unsere subjektiven Zustände könnten unabhängig vom Rest der Welt so sein, wie sie sind.
I 103
Subjektivität/Erfüllung/Kurzschnabeligel/Stachelschwein/Igel/Fodor: Erfüllung durch subjektiven Zustand: Gedanke über Tiere, die bestimmte allgemeine Kriterien erfüllt (genau die, die wir bei der Entscheidung verwenden) - I 104 DavidsonVsFodor: diese Zustände gibt es nicht - statt dessen: Geschichte des Lernens des Worts.
I 105
Subjektivität/Stich: wissenschaftliche Psychologie: Geistzustände sind eher propositional, aber nicht in direkter Verbindung zu Wünschen Überzeugungen usw. sondern zur Verhaltenserklärung. Subjektiv nur charakteristisch für die Person - diese muß den Zustand nicht angeben können.
I 105f
Subjektivität/Davidson: Zusammenfassung: 1. Bewusstseinszustände durch sozialen Kontext identifiziert. - Wie Sonnenbrand durch Sonne - 2. Dennoch ist beides physisch - 3. Dass Geistzustände durch kausale Beziehungen zu den Gegenständen identifiziert werden, ist wesentlich für Kommunikation - 4. VsTrennung Schema/Inhalt: Cartesianisch: Der Geist ist passiver Betrachter - 5. Es gibt keine "Gegenstände des Denkens" - Gedanken sind privat. - Sie gehören dennoch zur gemeinsamen Welt. - Die bloße Möglichkeit von Gedanken verlangt gemeinsame Maßstäbe der Wahrheit und der Objektivität. - - -
Frank I 626ff
Mythos des Subjektiven/DavidsonVsPrivatsprache: nach dem Mythos schaut jedes Subjekt auf seine privaten Gegenstände - Vs: Ideen haben nur dann Wahrheitsbedingungen, wenn sie etwas repräsentieren, d.h. interpretierbar sind.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Unbestimmtheit Davidson
 
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siehe auch: Proposition:
I 35/6
Unbestimmtheit/Davidson: ...dieser "Relativismus" enthält aber nichts, was zeigen könnte, daß die gemessenen Eigenschaften nicht "wirklich"sind. Merkwürdigerweise sind diese Schlussfolgerungen aber von einigen gezogen worden: z.B. John Searle: es sei unverständlich, dass zwei verschiedene Interpretationen jeweils dazu dienen könnten, ein und denselben Gedanken oder Äußerung einer Person richtig zu deuten.
I 36
Ebenso wie Zahlen alle empirisch signifikanten Beziehungen zwischen Gewichten oder Temperaturen in unendlich vielen verschiedenen Weisen erfassen können, so kann die Äußerung einer Person alle signifikanten Merkmale der Gedanken einer anderen Person in verschiedenen Weisen erfassen. Auch Jerry Fodor meint, der Holismus bzw. die Unbestimmtheit der Übersetzung stelle eine Bedrohung dar für den Realismus bezüglich der propositionalen Einstellungen.
I 36
DavidsonVsFodor: derselbe Fehler: Unbestimmtheit der Übersetzung heißt nicht, dass die Gedanken selbst irgendwie vag oder unwirklich seien. Die Unbestimmtheit der Übersetzung gilt auch dann, wenn alle Daten zur Verfügung stehen. (Quine). Es gibt prinzipiell mehr als ein Übersetzungshandbuch.
- - -
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 47
Unbestimmtheit der Interpretation/Davidson: Es gibt keine empirischen Kriterien, um zwischen empirisch äquivalenten Theorien zu entscheiden.
Glüer II 49
Davidson: Lösung: wir müssen aufhören, eine Äußerung als zu einer bestimmten Sprache und keiner anderen zugehörig zu betrachten. Vielmehr sollten wir Sprachen mit W-Theorien identifizieren. Die Unbestimmtheit verliert an Schrecken.
Glüer II 46ff
Übersetzungsunbestimmtheit/Quine/Davidson/Glüer: besteht auch, wenn alle Daten zur Verfügung stehen - es gibt prinzipiell mehr als ein Übersetzungshandbuch.
Glüer II 47
Unbestimmtheit der Interpretation/Davidson: es gibt keine empirischen Kriterien, um zwischen empirisch äquivalenten Theorien zu entscheiden.
Glüer II 47
Unbestimmtheit/Davidson/Glüer: 3. Arten der Unbestimmtheit: 1. Unbestimmtheit der logischen Form: empirisch äquivalente Theorien (eäTh) können Prädikate, singuläre Termini usw. unterschiedlich identifizieren - 2. Unbestimmtheit der Referenz: eäTh können verschiedenen Referenten zugeordnet werden - 3. Unbestimmtheit der Wahrheit: derselbe Satz kann für eäTh verschiedene Wahrheitswerte haben.
Glüer II 49
Problem: wie können dann beide Sätze angemessen sein? - Lösung: wir dürfen eine Äußerung nicht nur als zu einer einzigen Sprache gehörig betrachten. - Stattdessen: wir sollten Sprachen mit W-Theorien identifizieren.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Verifikationismus Esfeld
 
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I 60ff
Holismus/FodorVsQuine: Verifikationismus bezieht sich auf Sprachliches - Bestätigungsholismus dagegen auf Sprachübergreifendes: Propositionen. - EsfeldVsFodor: Überzeugungen verbinden beides.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Verlässlichkeits-Theorie Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 83
SchifferVsVerlässlichkeit: (als Schlüssel zur Repräsentation, Bsp Benzinuhr: es sind falsche Wahrheitsbedingungs-Funktionen möglich: E-Funktionen, die nicht Situationen zuschreiben, sondern falsche Wörter: Bsp Schnee ist weiß/Kohle ist weiß - (für Mentalesisch). - Auch unter "optimalen Bedingungen" - Dann ist ungewiss, ob Verlässlichkeit auf falschem Weg zustande gekommen ist.
I 83ff
Arthritis/Verlässlichkeit/Mentalesisch/Relationstheorie/SchifferVsFodor: ...+... - Alfred denkt in seinem Idiolekt. - Nehmen wir die zweite Funktion g an, die Arthritis eine Bedingung zuweist, die wir mit shmarthritis (rheuma-artig) verbinden. - Dann: man kann nicht feststellen, ob Alfred verlässlicher nach f (Zuschreibung von Wahrheitsbedingungen) oder nach g (Zuschreibung falscher Wörter) ist. Bedingung (c): eine M- Funktion f ist die Wahrheitsbedingungs-Funktion für x’ lingua mentis M gdw. (ein bevorzugtes Gleichgewicht von) der Kopf-Welt- und der W-K-Verlässlichkeit von x (in M denkend) mit Bezug auf f ist größer als mit Bezug auf irgendeine andere M-Funktion ist weder hinreichend noch notwendig. - Wir wissen nicht, nach welcher Zuschreibungsfunktion der Sprecher vorgeht. - Wie bei > Quaddition.
I 87
Quaddition/Verlässlichkeit/Relationstheorie/Glauben/Schiffer: wenn Ralph nichts von Mathematik versteht: Es gibt gar keinen Unterschied zwischen zwei Zuschreibungsfunktionen (a) richtige Addition, b) Quaddition). - Weil sie für überschaubare Zahlen dieselben werte liefern -und für unfassbar große Zahlen nicht unterscheidbar sind, weil unfassbar.
I 104
SchifferVsVerlässlichkeitstheorie: die funktionale Relation, die von der Verlässlichkeitstheorie mit "wahr von" korreliert wird, hat als eine ihrer Realisierungen "Arthritis" > shmarthritis. - Lösung: es muss eine "ausgezeichnete Rolle" geben.
I 104
Verlässlichkeitstheorie/Schiffer: Lösung: Angemessenheit durch Disquotationsschema. - Wahrscheinlichkeit, dass M-Funktion f* besteht ist hoch, gegeben, dass x s glaubt, und f*(s) z.B. über den Aktienmarkt ist. - ((s) D.h. wir nehmen an, dass die Leute meist etwas wahres glauben und wissen, wovon sie reden).
I 105
Field: wenn funktionale Theorie für Mentalesisch, dann ist eine Verlässlichkeitstheorie unverzichtbar.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Wahrnehmung Fodor
 
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Rorty I 255
FodorVsRyle/Rorty: eine simple Story über erlernte Assoziationen wird nicht ausreichen: das Erwartungssystem müsste im gleichen Sinne abstrakt und komplizierte sein. Denn die wiedererkannten Identitäten sind überraschend unabhängig von den physikalischen Uniformitäten der Reize untereinander.
Rorty I 255
RortyVsFodor: angenommen, wir brauchten ein abstraktes Rezept für das Wiedererkennen von Ähnlichkeiten unter potentiell unendlichen Unterschieden. Wieso muss das Rezept überhaupt abstrakt sein? Vermutlich, dass wir in der Lage sein müssen, Ähnlichkeiten herauszufinden. Aber dann brauchen wir nicht den Gedanken eines "nichtabstrakten" Rezeptes, denn jedes Rezept muss dies leisten können. Bsp Rorty: die möglichen qualitativen Abweichungen des Inhalts einer Packung Schokoladenkekse sind gleichfalls potentiell unendlich.
Rorty: wenn wir also überhaupt von "komplizierten Erwartungssystemen" oder Programmen oder Regelsystemen entsprechen, so werden wir immer von etwas Abstraktem sprechen.
Dilemma: entweder erfordert die Erklärung des Erwerbs dieser Regelsysteme das Postulieren weiterer Regelsysteme, oder sie werden gar nicht erlernt.
Entweder
1. Infiniter Regress, denn was für das Wiedererkennen gilt, würde auch für das Erlernen gelten müssen. Oder
2. Wir landen wieder bei Ryle: die Personen haben eine nichterlernte Fähigkeit.
Rorty I 269
Fodor: rehabilitiert die traditionellen britischen Wahrnehmungstheorien: "Es ist eine empirische Frage, ob psychische Vorgänge Computerprozesse sind!" Sind sie es, muss unsere Wahrnehmung so vor sich gehen, dass eine Beschreibung der Umwelt, die nicht in einem Vokabular erfolgt, dessen Termini Werte physikalische Variablen bezeichnen, auf der Basis einer Beschreibung berechnet wird, die in einem solchen Vokabular erfolgt.
Rorty I 269
Fodor: warum sollte es nicht Reize für den gesamten Organismus geben? Dann könnte man eine Reizinvarianz "Flasche" entdecken. Wahrnehmung: erfordert die Wahl eines eigenständigen Vokabulars für die Darstellung der Inputs. Fodor These: alles Wahrnehmungswissen wird durch die Tätigkeit sensorischer Wandler vermittelt.
Rorty I 269
Fodor: wenn wir die Rede von der Informationsverarbeitung nicht realisieren wollen, müssen wir etwas heranziehen, dass unserem Subjekt nicht unbedingt als sein Input bekannt zu sein braucht. Rorty Frage (s. o.): könnte sich herausstellen, dass der Input nicht auf der Retina sondern auf halbem Wege oder woanders erfolgt? Fodor vermutlich ja, das hängt einfach davon ab, durch welche Konstruktionsweise der Black Box sich der Organismus am besten so in Wandler und Verarbeiter aufgespalten denken lässt, dass die beste Theorie herauskommt.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wahrnehmung Rorty
 
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Richard Rorty
I 257
Wahrnehmung/RortyVsFodor: angenommen, wir brauchten ein abstraktes Rezept für das Wiedererkennen von Ähnlichkeiten unter potentiell unendlichen Unterschieden. Wieso muss das Rezept überhaupt abstrakt sein? Vermutlich, weil wir in der Lage sein müssen, Ähnlichkeiten herauszufinden. Aber dann brauchen wir nicht den Gedanken eines "nichtabstrakten" Rezeptes, denn jedes Rezept muss dies leisten können. Bsp Rorty: die möglichen qualitativen Abweichungen des Inhalts einer Packung Schokoladenkekse sind gleichfalls potentiell unendlich.
I 257
Rorty: wenn wir also überhaupt von "komplizierten Erwartungssystemen" oder Programmen oder Regelsystem sprechen, so werden wir immer von etwas Abstraktem sprechen. Dilemma: entweder erfordert die Erklärung des Erwerbs dieser Regelsysteme das Postulieren weiterer Regelsysteme, oder sie werden gar nicht erlernt!
Entweder
1. Infiniter Regress, denn was für das Wiedererkennen gilt, würde auch für das Erlernen gelten müssen.
Oder
2. Wir landen wieder bei Ryle: die Personen haben eine nichterlernte Fähigkeit.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 35 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsFodor Fodor Vs Alltagssprache
 
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II 123
FodorVsAlltagssprache: das zwingt den Philosophen der Alltagssprache, immer mehr bei den Intuitionen Zuflucht zu suchen.
II 124
Insbesondere wird er in Anspruch nehmen, Anomalien intuitiv zu erkennen und zu sagen, ein philosophisches Problem sei dann gelöst, wenn Anomalien erkannt seien. (Cavell behauptet das!). FodorVsCavell: Widerspruch: er meint also, dass es in der philosophischen Praxis darauf ankommt, Wörter nicht falsch zu verwenden und zugleich meint er, dass er mit Hilfe der Intuitionen entscheiden kann, wann ein Wort falsch gebraucht wird.
Wenn es intuitiv auch klar sein mag, wann ein Wort anomal ist, so genügt es für philosophische Zwecke nicht zu wissen, dass es anomal ist, es kann aus vielen Gründen anomal sein, von denen einige nicht fehlerhaft sind!
Bsp Wenn man dem Metaphysiker vorwirft, dass er die Sprache falsch verwendet, wird er zu recht antworten: "Na und?"
Außerdem können wir von einer Bedeutungstheorie nicht verlangen, dass sie jede Äußerung, die ein theoretisch ungeschulter Sprecher anomal nennt, auch von der Theorie so bewertet wird.
II 125
Die Theorie sollte vielmehr nur semantische Verletzungen bestimmen.
II 126
FodorVsIntuitionen: Entscheidungen über Ungewöhnlichkeiten (Anomalien) sind in keiner Weise zu extrapolieren, wenn sie sich nur auf Intuitionen gründen. Dann haben wir gar keine Theorie, sondern nur überanstrengte Intuitionen. OxfordVsFodor/AlltagsspracheVsFodor: könnte kontern, dass wir das Prinzip ignoriert hätten, ähnliche Fälle mit ähnlichen Methoden zu behandeln.
FodorVsVs: das geht an der Sache vorbei: die relevante Ähnlichkeit angeben heißt gerade, genau die Erzeugungsregeln zu bestimmen.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsFodor Positivismus Vs Alltagssprache
 
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Fodor II 118
PositivismusVsAlltagssprache/PositivismusVsOxford: die Philosophie der Alltagssprache (PdA) hat keine Systematik. Eine Darstellung der natürlichen Sprache, die nicht deren formale Struktur bestimmt, kann die Erzeugungsprinzipien für die syntaktischen und semantischen Eigenschaften nicht erfassen.
II 123
FodorVsAlltagssprache: das zwingt den Philosophen der Alltagssprache, immer mehr bei den Intuitionen Zuflucht zu suchen.
II 124
Insbesondere wird er in Anspruch nehmen, Anomalien intuitiv zu erkennen und zu sagen, ein philosophisches Problem sei dann gelöst, wenn Anomalien erkannt seien. (Cavell behauptet das!). FodorVsCavell: Widerspruch: er meint also, dass es in der philosophischen Praxis darauf ankommt, Wörter nicht falsch zu verwenden und zugleich meint er, dass er mit Hilfe der Intuitionen entscheiden kann, wann ein Wort falsch gebraucht wird.
Wenn es intuitiv auch klar sein mag, wann ein Wort anomal ist, so genügt es für philosophische Zwecke nicht zu wissen, dass es anomal ist, es kann aus vielen Gründen anomal sein, von denen einige nicht fehlerhaft sind!
Bsp Wenn man dem Metaphysiker vorwirft, dass er die Sprache falsch verwendet, wird er zu recht antworten: "Na und?"
Außerdem können wir von einer Bedeutungstheorie nicht verlangen, dass sie jede Äußerung, die ein theoretisch ungeschulter Sprecher anomal nennt, auch von der Theorie so bewertet wird.
II 125
Die Theorie sollte vielmehr nur semantische Verletzungen bestimmen.
II 126
FodorVsIntuitionen: Entscheidungen über Ungewöhnlichkeiten (Anomalien) sind in keiner Weise zu extrapolieren, wenn sie sich nur auf Intuitionen gründen. Dann haben wir gar keine Theorie, sondern nur überanstrengte Intuitionen. OxfordVsFodor/AlltagsspracheVsFodor: könnte kontern, dass wir das Prinzip ignoriert hätten, ähnliche Fälle mit ähnlichen Methoden zu behandeln.
FodorVsVs: das geht an der Sache vorbei: die relevante Ähnlichkeit angeben heißt gerade, genau die Erzeugungsregeln zu bestimmen.
III 222
Alltagssprache/Cavell: hier gibt es drei mögliche Typen, Feststellungen über sie zu machen: Typ I Feststellungen: "Wir sagen ...... aber wir sagen nicht...." ((s) Gebrauchsfeststellungen)
Typ II Feststellungen: Die Ergänzung von Typ I Feststellungen durch Erläuterungen.
Typ III Feststellungen: Verallgemeinerungen.
Austin: Bsp wir können freiwillig ein Geschenk machen. (Aussage über die Welt).
Cavell: faßt dies als "materialen Modus" auf für "Wir sagen: ’Das Geschenk wurde freiwillig gemacht’ “. (Aussage über die Sprache).
freiwillig/RyleVsAustin: drückt aus, dass an der Handlung etwas suspekt ist. Wir hätten die Handlung nicht tun sollen.
Cavell These: solche Widersprüche sind in keinem vernünftigen Sinn empirisch.
III 223
Äußerungen der Native Speaker (Muttersprachler) sind keine Feststellungen darüber, was man in einer Sprache sagen kann, sie sind die Quelle von Äußerungen. ((s) Datenmaterial). Wir sind auch ohne Empirie zu jeder beliebigen Typ I Feststellung, die wir zur Stützung einer Typ II Feststellung benötigen, berechtigt.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsFodor Fodor Vs Analytizität
 
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IV 185
analytisch/synthetisch/graduelle Analytizität/Block/Fodor/Lepore: einige Autoren haben aus "Two Dogmas" den Schluss gezogen, dass eine gewisse "graduelle Analytizität" nicht ausgeschlossen ist.
IV 185
Fodor/LeporeVs: das setzt dann Gleichheit der Bedeutung statt Identität der Bedeutung voraus. Aber wir haben schon gesehen, dass für Inferenzen Analytizität und Kompositionalität dasselbe sind. Dann muss man also auch mit gradueller Kompositionalität leben.
Frage: geht das auch mit Systematizität (Systematik: Glauben verwandter Einstellungen) Isomorphie (s.o.) und Produktivität zusammen?
Würde graduelle Kompositionalität nicht nur eine endliche Bekanntschaft mit (unendlicher) Sprache beinhalten? So dass man neue Begriff nur "so ungefähr" versteht?
Bsp wenn man aRb versteht, dann auch "so ungefähr" bRa.
Bsp die Konstituenten des Satzes S drücken "so ungefähr" die Konstituenten der Proposition P aus?
Bsp "John liebt Mary" drückt "so ungefähr" aus, dass John Mary liebt aber auch nur, weil "John" "ungefähr "auf John referiert?
29. IV 185
analytisch/synthetisch/Quine/Fodor/Lepore: Sie mögen sich wundern, wie wir mit Quine über die a/s Unterscheidung übereinstimmen (Lager), aber dennoch daran festhalten, dass Kompositionalität Analytizität beinhaltet und dass Sprachen kompositional sind. Das ist kein Paradox: Kompositionalität lizensiert strukturell bestimmte Analytizität:
IV 245
Bsp "Braune Kuh" "braun" aber nicht "Kuh" > Tier Quine: "Logik jagt die Wahrheit den Baum der Grammatik hoch".
Fodor/Lepore IV 178
QuineVsKant/QuineVsAnalytizität/QuineVs Kompositionalität der Inferenz: (extern): Schlüsse müssen sich als falsch herausstellen können.
IV 178/179
VsFodor/Lepore: dann könnte man vielleicht mit einer reformulierten CRT auskommen: kompositionale Bedeutung, aber inferentielle Rolle nicht kompositional, nur innerhalb analytischer Schlüsse? Fodor/LeporeVsVs: Gefahr der Zirkularität: Wenn man Analytizität überhaupt annimmt, dann fristen Kompositionalität, Analytizität und Bedeutung ihr Leben damit, dass sie jeweils die Arbeit des anderen besorgen. Quine würde sagen: "Das sagte ich doch!".
inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: durch den vorliegenden Vorschlag ist auch ihre Naturalisierbarkeit bedroht. ((s) dass man sie letztlich in physiologischen Kategorien erklärt): ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsFodor Stalnaker Vs Burge, Tyler
 
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II 171
Positive Behauptung/VsExternalismus/VsBurge/VsAnti-Individualismus/Stalnaker: wie kann man ein individualistisches Analogon zu einem relationalen Begriff definieren?
II 187
negativer Ansatz/Revisionismus/VsExternalismus/VsAnti-Individualismus/VsBurge/Individualismus/Stalnaker: der negative Ansatz hat verschiedene Bezeichnungen: (>Terminologie): methodologischer Solipsismus: Putnam 1975m Fodor 1981a
Individualismus: Burge , auch Fodor 1987
Prinzip der Autonomie: Stich 1983.
These: alle Zustände und Eigenschaften, die in der Psychologie zugeschrieben und beschrieben werden, sollten intrinsische Zustände sein.
Verhaltenserklärung: sollte nur auf Eigenschaften eingehen, die relevant sind für die Kausalkräfte der Subjekte.
Ununterscheidbarkeit/Theorie: Dinge, die ununterscheidbar sind in Bezug auf die Kausalkräfte, sollten nicht in die Erklärung eingehen.
II 188
Def Individualismus/Fodor: ist die These, dass psychologische Zustände im Hinblick auf ihre Kausalkräfte individuiert werden. Wissenschaft/Fodor: es ist ein wissenschaftliches Prinzip, dass in einer Taxonomie die Individuen aufgrund ihrer Kausalkräfte individuiert werden. Das kann metaphysisch a priori gerechtfertigt werden.
Pointe: damit ist dann nicht ausgeschlossen, dass mentale Zustände aufgrund relationaler Eigenschaften individuiert werden.
relationale Eigenschaften/Fodor: sind taxonomisch, wenn sie Kausalkräfte berücksichtigen. Bsp "ein Planet sein" ist relational par excellence
StalnakerVsFodor:
a) stärker: ein Ding durch Kausalkräfte individuieren b) schwächer: das Ding durch etwas individuieren, dass Kausalkräfte berücksichtigt.
Die Tatsachen der Umwelt konstituieren aber nicht die Kausalkräfte. Daher vertritt Fodor nur die schwächere These.
Burge/Stalnaker: vertritt die stärkere.
StalnakerVsFodor: seine Verteidigung des negativen Ansatzes des Revisionismus (FodorVsExternalismus) baut auf eine Vermischung der starken mit der schwachen These.
Stalnaker: um auszuschließen, dass psychologische Zustände durch normalen weiten Inhalt individuiert werden, braucht man die stärkere These. Aber die Verteidigung des Individualismus geht oft nur gegen die schwächere These. Bsp Fodor:
Individualismus/Fodor/Stalnaker: Fodor verteidigt seine Version des Individualismus mit dem Beispiel einer kausal irrelevanten relationalen Eigenschaft: Bsp
h-Partikel: nennen wir ein Partikel, wenn eine Münze mit Kopf oben landet,
II 189
t-Partikel: so werde dasselbe Teilchen genannt, wenn die Münze Zahl zeigt. Fodor: keine vernünftige Theorie wird diese Unterscheidung gebrauchen, um das Verhalten des Teilchens zu erklären.
StalnakerVsFodor: aber daraus folgt nicht, dass psychologische Zustände rein intern (intrinsisch) sein müssen.
II 193
Mentaler Zustand/psychologischer/interner/Kopf/StalnakerVsBurge: Bsp O’Leary glaubt, dass Wasser im Keller ist. Ist dieser Zustand in seinem Kopf? Natürlich! ((s) Dagegen: Putnam: bezieht sich auf die Bedeutung von Wörtern wie Keller und Wasser). Stalnaker: und zwar in dem Sinn, wie ein Mückenstich auf seiner Nase auf seiner Nase ist.
II 194
Enger Inhalt/Stalnaker: wird als das angenommen, was vollständig intern ist. Psychologie: viele Autoren: sagen, dass enger Inhalt für jede psychologische Erklärung gebraucht wird. Dabei stimmen sie Burge zu, dass normaler Inhalt oft nicht eng ist.
Anti-Individualismus/Burge/StalnakerVsBurge: scheint mit der alltäglichen Einsicht zu konfligieren, dass ich, wenn ich statt über die Welt zu reden darüber rede, wie mir die Dinge erscheinen, dass ich dann über mich selbst rede.
enger Inhalt/StalnakerVsBurge: es ist weniger klar als es scheint, was enger Inhalt überhaupt ist, und
II 195
Ich glaubte, dass es zwischen dem Individualisten und dem Anti-Individualisten einen so großen Konflikt gibt. enger Inhalt/Stalnaker: 1. in welchem Sinn ist enger Inhalt überhaupt eng und in welchem Sinn ist er dem Geist rein intern?
2. Welche Rolle soll enger Inhalt bei der Erklärung mentaler Phänomene spielen? Wie ist die Zuschreibung von engem Inhalt auf die von weitem Inhalt bezogen?
3. Brauchen wir für Verhaltenserklärung überhaupt engen Inhalt? Bzw. den Zugang, den wir zum Inhalt unserer eigenen Gedanken haben?

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsFodor Dennett Vs Chomsky, N.
 
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I 513
Chomsky: vertrat die Ansicht, daß Gehirn arbeite auf eine Weise, die sich letztlich der wissenschaftlichen Analyse entzieht. Auch Fodor. Auch McGinn.
I 533
DennettVsChomsky/DennettVsFodor: das ist eine Art saltationistische Ansicht über den Geist: sie postuliert Sprünge im Gestaltungsraum, und ist damit nicht darwinistisch. Dennett: eigentlich vertritt Chomsky eine durchaus darwinistische Aussicht auf die Sprachtheorie, er selbst hat diese Aussicht aber, wie Gould, stets gemieden.
Kognitionssperre/DennettVsMcGinn: die Situation für den Affen ist anders als für uns: er kann nicht einmal die Frage verstehen. Er ist noch nicht einmal verblüfft! Weder Fodor noch Chomsky können Fälle von Tieren anführen, denen gewisse Fragen ein Rätsel sind.
I 533
In Wirklichkeit nicht wie von ihnen dargestellt, ein biologisches, sondern ein pseudobiologisches Problem. Es ignoriert sogar eine biologische Gegebenheit: wir können durchaus eine Intelligenzskala unter den Lebewesen feststellen.
I 534
Bewußtsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewußtsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
I 556
Warum möchten Chomsky und Fodor diese Schlußfolgerung nicht? Sie halten die Mittel für unbefriedigend. Sollte unser Geist nicht auf Himmelshaken sondern auf Kränen beruhen, würden sie das gerne geheim halten. DennettVsChomsky: er hat Unrecht, wenn er eine Beschreibung auf der Ebene der Automaten für schlüssig hält, denn das öffnet der "starken KI" Tür und Tor.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsFodor Fodor Vs Collins, A.W.
 
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Cresswell II 157
Satz/Grund/mentaler Gegenstand/Collins/Cresswell: (Collins 1979, 225f) These: Sätze sind mentale Einzeldinge. ((s) VsKompositionalität). Problem: aber alles, was einen Wahrheitswert (WW) haben kann, muß ein Universale sein.
mentale Ereignisse/Collins: hier brauchen wir Temporalität
Wahrheit/Collins: die Träger von Wahrheit und Falschheit brauchen statt Temporalität Propositionalität. (CollinsVsFodor).
Cresswell: das entspricht Freges Unterscheidung von Idee und Gedanke.
FodorVsCollins: er hat zwar recht, aber wenn wir etwas glauben, dann gibt es in uns eine Repräsentation, die semantische Eigenschaften
CresswellVsFodor: er nutzt eine Verwechslung von Objekt und Inhalt aus.
Glauben/Relationstheorie/Fodor/Cresswell: sein Beweis, daß Glauben relational ist (1981, 178-181) ist in Wirklichkeit ein Beweis, daß „glaubt“ einen Person mit einem Inhalt (nicht einem Objekt) in Beziehung setzt.
Glaubensobjekt/Fodor/Cresswell: Fodor hat aber noch andere Argumente für Glaubensobjekte.
Objekt/Inhalt/Cresswell: ich will nur sagen, daß, wenn diese Unterscheidung einmal getroffen wurde, es dann keine Antwort auf die Frage was der „In halt“ sei ist, daß man die Objekte beschreibt. (Ordnung/Unterscheidung: wenn A und B unterschieden sind, hilft eine Beschreibung von A nicht, B zu verstehen).
II 159
Glauben/Collins: (1979, 420): These: kann kein interner Zustand sein, denn wenn ich feststellen möchte, ob ich p glaube, dies ununterscheidbar ist von der Prozedur, die ich gebrauchen würde, um p festzustellen und verschieden von der Prozedur die ich gebrauchen würde, ob ich in einem bestimmten internen Zustand bin oder nicht. Semantik/Stufen/McGinn/Cresswell: McGinn (1982) These: Semantik hat mehrere Stufen. In letzter Zeit hat diese These mehrere Vertreter gefunden.
Cresswell: dazu gehört sicher eine Unterscheidung zwischen Objekt und Inhalt. Denn dann geht es um zweierlei: um die Erklärung von Wahrheitsbedingungen (WB) und Erklärung der Rolle, die linguistisches Denken in unserem mentalen Leben spielt.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsFodor Fodor Vs Dennett, D.
 
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Dennett I 570
Bedeutung/Evolution/FodorVsDennett: Bsp Auge des Froschs: Berichte über Bedeutung zu unbestimmt, wenn sie nicht zwischen Schatten und wirklicher Fliege unterscheiden. Bedeutung/Evolution/DennettVsFodor: wo man schlicht nicht unterscheiden kann, was die selektionierende Umwelt war, gibt es in der Frage, was das Auge wirklich sagt, keine Wahrheit.

Fodor/Lepore IV 142
Def Normativismus/Dennett/Fodor/Lepore: ein Wesen sollte repräsentiert werden als eins, das solche intentionalen Zustände hat, wie sie den Umständen angemessen sind. Und die Wünsche, die seinen Interessen entsprechen. Es gibt zwei Richtungen, warum das mit der Interpretationstheorie zusammenhängen soll:
1. weil einige der Zuschreibungsprinzipien normativ sein sollen,
2. wenigstens einige der Prinzipien sind idealisiert und heuristisch. Sie werden nicht von intentionalen Systemen aus Fleisch und Blut erfüllt.
Fodor/Lepore VsDennett/VsNormativismus der intentionalen Zustände: wir stellen beides in Frage.
ad 1. nun also, welche Prinzipien denn? Hier unterscheidet sich Dennett nicht von Davidson und Lewis.
IV 143
Betrachten wir folgende Prinzipien der Nachsicht/PdN: 1. Wahrheitsprinzip: notwendig, intentionale Zuschreibungen sind mehrheitlich wahr. (Davidson, Lewis, Dennett)
2. Kohärenzprinzip: notwendig, die meisten intentionalen Zuschreibungen sind kohärent. (Davidson, Lewis, Dennett)
3. Schließungsprinzip, Geschlossenheitsprinzip: notwendig, wenn eine Kreatur P glaubt, und P Q beinhaltet, muss man annehmen, dass sie beides glaubt (nur Davidson)
4. Angemessenheitsprinzip: die meisten Kreaturen wünschen für sich das, was gut für sie ist. (Alle Autoren).
IV 144
Evolutionstheorie/Fodor/LeporeVs Dennett: seine evolutionstheoretischen Unterstellungen sind zweifelhaft:
IV 145
dass ein System evolutionär selektiert ist, bedeutet nicht, dass alle seine Subsysteme es sind! Es ist nicht offensichtlich, dass ein System, das das meiste zu recht glaubt, einen Entwicklungsvorteil hat! (siehe Stich, The Fragmentation of Reason). Anmerkung
5. > IV 145
VsDennett: es ist einfach nicht wahr, dass wenn wir ein Wesen mit intentionaler Struktur finden, dass diese dann aufgrund der Selektion vorhanden sein muss.
IV 146/147
Fodor/Lepore VsDennett: 1. so scheint der hermeneutische Status der Zuschreibung intentionaler Einstellungen (an uns) von dem entsprechenden hermeneutischen Status der Zuschreibung biologischer Funktionen (an mentale Zustände) abgeleitet. Fodor/LeporeVsDennett: 2. es ist nicht klar, wozu die These der Interpretationstheorie (dass es keine intentionalen Zustände gibt) in der Biologie dienen soll.
IV 150
Vorhersage/Voraussagefähgigkeit/Vorhersagbarkeit/Kohärenz/Rationalität/Erklärung/Fodor/Lepore VsDennett: Vorhersagemöglichkeit muss nicht auf der Annahme von Rationalität basieren, sie kann auch einfach auf festgestellter Regelmäßigkeit basieren.
I 154
Normativismus/Fodor/LeporeVsDennett: sein Normativismus basiert aber auf dem PdN. Vs: das evolutionstheoretische Argument macht aber die Relation zwischen Interpretation und Nachsicht kontingent.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsFodor Rorty Vs Dodwell, P.C.
 
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Richard Rorty
I 258
Dodwell/Rorty: was würde jemand wie Dodwell diesen Argument entgegenbringen? Dodwell pro Analogie Hirn/Computer.
I 259
VsAnalogie Hirn/Computer/Computation/RortyVsDodwell/Rorty: diese Analogie ist trivial, da ein Programm nur eine Menge von Operationen kodifiziert, und das Denken genauso wenig erklärt, wie eine Menge logischer Formeln die Gesetze des Schließens erklären. DF ein Code fügt nichts hinzu! (Keine zusätzlichen Erkenntnisse). Dodwell: die Analogie wird erst zwingend, wenn man verschiedene Ebenen unterscheidet. Hardware/Software. Begriffliche Ebene: »Steuerprozess« - physiologische Ebene: Hardware.
Das Prinzip der Operationen der Unterprogramme lässt sich nicht seinerseits durch eine Untersuchung der Hardware verständlich machen. Entsprechend verhilft uns das Verständnis, wie die Unterprogramme selbst funktionieren, nicht zu einer Erklärung des Prinzips des Problemlösens in der Begrifflichkeit einer Sequenz von Schritten. Hierfür muss man den Steuerprozess betrachten, der die Gesamtorganisation der Maschine verkörpert.
I 259
Analogie Hirn/Computer/Computation/RortyVsDodwell/Rorty: trivial: ein Programm kann man auch für das Denken annehmen – Dodwell: man muss verschiedene Ebenen annehmen – (Hardware/Software) – das Prinzip der Unterprogramme lässt sich nicht durch eine Untersuchung der Hardware verstehen – Lösung: Steuerprozess, der die Gesamtorganisation der Maschine verkörpert - Analogie: wir erkennen visuelle Muster in Wirklichkeit nicht durch Auslese kritischer Merkmale, sondern durch Aufsuchen und Vergleichen passender Schablonen. Dies ist weder eine »begriffliche« Aussage (über den »Steuerprozess«) noch eine »physiologische« Aussage (über die »Hardware«), hat aber gleichwohl einen echten Erklärungswert.
I 260
Der Gedanke eines »Unterprogramms« scheint uns genau das zu geben, was die Psychologie braucht, einer Erklärung, wo für dieses tertium quid, zwischen common sense und Physiologie gut sein könnte. Rorty: inwiefern hilft uns das aber gegen die Regressargumente? Malcolm und Ryle würden vermutlich darauf bestehen, dass die »Schablonen« ihrerseits die gleiche Probleme auffahren wie die »Konstanz«, die durch sie erklärt werden soll.
DodwellVsRyle: das wäre aber nur der Fall, wenn sie zur Beantwortung so allgemeiner Fragen wie »wie ist Abstraktion, (Wiedererkennen, Konstanz) möglich?« (WIMF) herhalten sollen. Auf derartige Fragen, gibt es aber keine Antworten, es sei denn die witzlose Bemerkung, die Natur habe das geeignete Material zu solchen Leistungen hervorgebracht!
Ähnlich Wittgenstein: das Regeln implizit sind, und jedenfalls nicht alle Regeln explizit sein können, verhindert den Regress. (Siehe Brandom).
Regress/Homunculus/Rorty: ich halte es für irreführend zu sagen, der kleine Mann (Homunculus) führe zum Regress, denn ich sehe nicht ein, dass kleine Maschinen weniger »bewusst« sind als kleine Männer. Wir können nicht erforschen, welche dieser Bündel in Quines Worten »mit Bewusstsein getönt« sind, noch ob diese Tönung mangelt. Vertrautheit mit Computern führt zu keiner solchen Entdeckung, sondern macht bloß den intentionalen Standpunkt zu etwas alltäglichem und zwanglosem.
Schließen/unbewusst/Helmholtz/Rorty: Begriff des »unbewusst Schließens«! Wahrnehmungen als unbewusste Schlussfolgerungen. (RyleVs).
I 261
Verdoppelung/Rorty: die Klage, die Schablonen führten wie Lockesche Ideen zu einer Verdoppelung des Explanandums, ist wie die Klage, die Partikel des Bohrschen Atoms verdoppelten die Billardkugeln, deren Verhalten sie zu erklären helfen. ((s) 1. Umkehrung, 2. Analogien sind sowieso keine Verdoppelung)
Rorty: es stellt sich allerdings heraus, dass es fruchtbar ist, innerhalb der großen Billardkugeln kleine Billardkugeln zu postulieren.
Modell/Sellars: jedes Modell hat seinen Kommentar zur Seite.
Psychologie/Rorty: so können wir bei allen anthropomorphen Modellen der Psychologie etwa folgenden Kommentar annehmen:
Solange wir auf der Ebene der Unterprogramme sind, sind wir nicht festgelegt, Verstand und Charakter zuzuschreiben.
I 262
Sowenig wie die Rede von »roten Sinneseindrücken« die Annahme innerer rotfarbiger Entitäten festlegt. Wenn wir allerdings auf die Hardwareebene aufsteigen, so ist der Anthropomorphismus nicht mehr angebracht. Würden wir uns allein auf die Hardwareebene beschränken, würden Sinneseindrücke gar keine Rolle mehr spielen. Dann ist auch die Computer Analogie nicht mehr relevant, so wenig wie bei einzelligen Lebewesen. Komplizierte Physiologie weckt das Bedürfnis nach Psychologie!
Dodwell: die Unterprogramme lassen sich nicht wiederum ihrerseits durch Untersuchung der Hardware verständlich machen, genauso wie der Zweck von Multiplikationstabellen nicht dadurch eingesehen werden kann, dass man das Gehirn untersucht.
(Auch Fodor: Unterscheidung zwischen Funktionen (Programm) und Mechanik (Hardware) in der Psychologie sei irreduzibel und nicht bloß pragmatisch.)
RortyVsDodwell: das ist ernstlich irreführend: es enthält eine Verwechslung des evidenten Gedankens:
I 263
Wüssten wir nicht, was die Multiplikation ist, so könnten wir es auch nicht durch die Untersuchung des Gehirns herausfinden Mit der dubiosen Aussage:
Auch wenn wir wüssten, was Multiplikation ist, könnten wir durch eine Untersuchung des Gehirns nicht herausfinden, ob jemand gerade multipliziert.
Das letztere ist zweifelhaft.
RortyVsDodwell: die Frage, was sich am besten durch die Hardware erklären lässt, und was besser durch die Programme, hängt davon ab, wie ad hoc oder wie überschaubar die jeweilige Hardware ist. Ob etwas ad hoc ist oder überschaubar, ist aber klarer Weise von der Wahl des Vokabulars und der Attraktionsebene abhängig. Und genau deshalb gilt dies eben auch von der Hardware/Software Unterscheidung selbst.
Rorty: ja, man kann sich Maschinen vorstellen, bei den man die Beschaffenheit leichter durch Öffnen heraus findet als durch Betrachten der Programme.
Rorty: das Gehirn ist nahezu mit Sicherheit keine solche Maschine. Aber dass man es bei einigen Maschinen kann ist ein wichtiges philosophisches Prinzip.
I 263/264
Es zeigt, dass es sich bei dem Unterschied zwischen Psychologie und Physiologie und keinen stärkeren Unterschied zweier Gegenstandsgebiete handelt, als etwa bei der Unterscheidung zwischen der Chemie und der Physik. Regress/Rorty: das Argument der Verdoppelung ist einfach auf eine schlechte Fragestellung zurückzuführen. (VsMalcolm und VsRyle »wie ist Bewegung möglich?« »Warum folgt Natur Gesetzen?«).
I 265
Dodwell/Rorty: Modelle wie die von Dodwell werden nicht zur Lösung von cartesianischen Pseudoproblemen vorgebracht und auch nicht als Entdeckungen über irgendwelche nichtphysikalischen Entitäten. Dann ist das Argument vom Regress nicht gültig.
I 266
Denn der prognostische Erfolg würde hinreichend deutlich werden lassen, dass es diese Gegenstände der psychologischen Forschung wirklich gibt. Ryle: Dilemma zwischen erlernten und nicht erlernten Fähigkeiten:
RortyVsRyle: mit Dodwells Modellen können wir mit Leichtigkeit zugeben, dass uns die Natur irgendwelche nichterlernten Fähigkeiten eingebaut haben muss, damit wir unsere hören mentalen Operationen ausführen können.
Wenigstens einige der Homunculi müssen dort von Geburt an existiert haben. Aber warum auch nicht? (SearleVs).
Warum sollen nicht Unterprogramme in Form von Chromosomen eingebaut sein? Die Frage, welche später hinzukommen ist für das Verständnis der Natur des Menschen doch wohl nicht von Bedeutung.
Psychologie/Rorty: postuliert »intervenierende Variablen« als bloße Platzhalter für noch nicht entdeckte neurale Prozesse.
Psychologie: falls entdeckt würde, dass die Physiologie niemals alles erklären wird, würde das die Psychologie nicht zu etwas Dubiosen machen.
I 267
abstrakt/Rorty: es wird uns nicht verwundern, dass etwas "Abstraktes", wie die Fähigkeit, Ähnlichkeiten zu entdecken, ebenso wenig erlangt wurde, wie die so »konkrete« Fähigkeit, auf den Ton Cis zu reagieren. abstrakt/konkret/RortyVsFodor: die ganze Unterscheidung abstrakt/konkret (auch Kant) ist fraglich. Niemand kann sagen, wo die Grenze zu ziehen ist. (Ähnlich wie die Idee des »irreduzibel Psychischen« dem Unterschied zum »irreduzibel Physischen«.)

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsFodor Brandom Vs Fodor, J.
 
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I 731
BrandomVsEnger Inhalt: es ist nicht leicht, hier überhaupt eine kohärente Geschichte zu erzählen. Enge Zustände sollen bei möglichst ähnlichem Individuen möglichst gleich sein. Doch wegen verschiedener Kontexte gilt auch verschiedenes von den Individuen. Diese können als Kopien voneinander nur durch eine Beschränkung der bei ihrer Unterscheidung zulässigen Sprache ausgemacht werden ( > Fälschung). Diese Beschränkung läßt sich nicht ohne Zirkel begründen.
II 12
Begriff/BrandomVsDretske, Fodor, Millikan: nicht semantische Kontinuität zum Nicht- oder Vorbegrifflichen, sondern strikte Diskontinuität.
II 144
Semantische Theorie: Dretske, Millikan, Fodor. BrandomVs: dort am schwächsten, wo sie sich der Frage widmen, was Repräsentationen, die es verdienen, Überzeugungen genannt zu werden, sich von anderen Indikatorzuständen unterscheidet. >Lager.

Esfeld I 71
FodorVs semantischer Holismus: Kompositionalitätsprinzip (Wörter tragen zur Bedeutung des Satzes bei): eine Semantik der inferentiellen Rolle kann dem KP nicht Rechnung tragen. BrandomVsFodor: Kompositionalität ist neutral in Bezug auf eine Erklärung die von unten startet.
- - -
NS I 161
Brandom/Newen/Schrenk: kehrt die herkömmliche Semantik um. Statt wie die Semantik anzunehmen, dass die Korrektheit des Schlusses Bsp „Wenn Princeton östlich von Pittsburgh liegt, liegt Pittsburgh westlich von Princeton“ durch die Bedeutung von „östlich“ und „westlich“ zu begründen,
NS I 162
Führt er eine kopernikanische Wende durch: Brandom: These: „westlich“ und „östlich“ erhalten ihre Bedeutung gerade, weil sie in solchen Folgebeziehungen vorkommen. Das ganze Netz von Satzäußerungen, in denen die Worte vorkommen, und auch die entsprechenden Handlungen konstituieren den begrifflichen Gehalt der Worte.
Inferentialismus/Brandom/Newen/Schrenk: sieht nicht Wahrheit und nicht Referenz als fundamentale bedeutungskonstituierende Einheiten an.
Korrektheit/Brandom: welche Folgerungen aus welchen Äußerungen korrekt sind, wird pragmatisch über die durch implizite Regeln geleitete soziale Praxis festgelegt.
Bedeutung/Holismus/Brandom: die Bedeutung von Begriffen und Äußerungen erwächst aus ihren inferentiellen Rollen zu anderen Begriffen und Äußerungen, daher sind sie nicht atomistisch sondern holistisch. (BrandomVsFodor).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsFodor Churchland Vs Fodor, J.
 
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Lanz I 303
Lernen/Fodor: Erwerb der Muttersprache: darstellen und prüfen von Hypothesen darüber, welche Teile der natürlichen Sprache mit welchen Teilen der angeborenen »Sprache des Denkens« (Mentalesisch) korrelieren. ChurchlandVsFodor: daraus würde folgen, daß man in gewissem Sinne keinen neuen Begriffe lernen kann.
Wenn Meinungen Relationen zu Sätzen der »Sprache des Denkens« sind, dann muß für jede Meinung irgendwo ein Satz gespeichert sein. Muß dann auch für jede stillschweigend gehegte Meinung ebenfalls Ein Satz in der »Sprache des Denkens« gespeichert sein? Das überstiege die Kapazitätsgrenzen. Aber diese Speicherung reichte auch gar nicht aus, die Sätze müßten auch zugänglich sein und zur rechten Zeit verfügbar. Außerdem müssen die Verknüpfungen dem Organismus durchsichtig sein (wenn auch nicht dem Bewußtsein). (ChurchlandVsMentalesisch).

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
VsFodor Davidson Vs Fodor, J.
 
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I 36
DavidsonVsFodor/Dennett/Kaplan/Stich: ich für mein Teil bin der Meinung, daß die Begriffe des Glaubens des Wünschens, der Absicht usw. nicht geeignet sind für eine Wissenschaft vom Typ der Physik. Einer der Gründe hierfür liegt darin, daß geistige Zustände zum Teil auf der Grundlage ihrer Ursachen und Wirkungen identifiziert werden. Das gleiche gilt jedoch für das menschliche Verhalten. Daher sehe ich im Hinblick auf es keine Chance, wissenschaftliche Erklärungen dafür zu liefern. Verhalten nicht als Gesetzmäßigkeit in Analogie zur Physik zu beschreiben. Auch Jerry Fodor mein (wie Searle, der Holismus bzw. die Unbestimmtheit der Übersetzung stelle eine Bedrohung dar für den Realismus bezüglich der prop. Einst.
DavidsonVsFodor: derselbe Fehler: Unbestimmtheit der Übersetzung heißt nicht, daß die Gedanken selbst irgendwie vag oder unwirklich seien.
II 139
Ein entsprechendes Gesetz wäre das für eine Reduktion erforderliche sogenannte "Brückengesetz". Ob es solche Brückengesetze geben kann, ist laut Davidson keine empirische Frage, sondern kann a priori entschieden werden.
II 135
Die Individuationsverfahren des intentionalistischen und des physikalistischen Diskurses weisen eine prinzipielle Inkommensurabilität auf. Den intentionalistischen Prädikaten wohnt essentiell Normativität inne. Daher keine Brückengesetze möglich. (>anomaler Monismus, > Haben von Gründen Ereignis, nicht verursacht).
anomaler Monismus: (AM) mentale Ereignistokens sind als einzelne je identisch mit physischen Ereignistokens, ohne daß jedoch mentale Ereignistypen nomologisch identisch wären mit Typen physikalischer Ereignisse.
II 147
Fodor: mentale bzw. physikal. Ereignisse fallen unter verschiedene Gesetze, d.h. sie haben unterschiedliche Effekte. Intentionalistische Beschreibungen markieren also einen kausal wichtigen Unterschied. DavidsonVsFodor: Zu sagen, dieser Unterschied verdanke sich letztlich der physischen Natur ist unsinnig, da die kausalen Relationen beschreibungsunabhängig sind.
- - -
Rorty VI 162
Geist/Davidson/Rorty: falscher Begriff des Geistes: mit privaten Zuständen und Gegenständen. Quelle der schädlichen Dualismen Schema/Inhalt, objektiv/subjektiv
VI 163
DavidsonVsFodor/Rorty: die Verwissenschaftlichung der Psychologie schlägt um in eine Suche nach inneren propositionalen Zuständen, die unabhängig von der übrigen Welt sein sollen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsFodor Dennett Vs Fodor, J.
 
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I 533
Kognitionssperre/DennettVsMcGinn: die Situation für den Affen ist anders als für uns: er kann nicht einmal die Frage verstehen. Er ist noch nicht einmal verblüfft! Weder Fodor noch Chomsky können Fälle von Tieren anführen, denen gewisse Fragen ein Rätsel sind.
I 534
In Wirklichkeit nicht wie von ihnen dargestellt, ein biologisches, sondern ein pseudobiologisches Problem. Es ignoriert sogar eine biologische Gegebenheit: wir können durchaus eine Intelligenzskala unter den Lebewesen feststellen. Bewußtsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewußtsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Dennett I 570
Warum möchten Chomsky und Fodor diese Schlußfolgerung nicht? Sie halten die Mittel für unbefriedigend. Sollte unser Geist nicht auf Himmelshaken sondern auf Kränen beruhen, würden sie das gerne geheim halten. Bedeutung/Evolution/FodorVsDennett: Bsp Auge des Froschs: Berichte über Bedeutung zu unbestimmt, wenn sie nicht zwischen Schatten und wirklicher Fliege unterscheiden.
I 571
Bedeutung/Evolution/DennettVsFodor: wo man schlicht nicht unterscheiden kann, was die selektionierende Umwelt war, gibt es in der Frage, was das Auge wirklich sagt, keine Wahrheit. Material/Evolution/DennettVsFodor: die Unbestimmtheit, die Fodor bemängelt sind in Wirklichkeit das Material, mit dem die Evolution arbeitet, ihre Voraussetzung. (die "Zweifelsfälle").
I 571
Meinen/Bedeutung/Material/Evolution/DennettVsFodor: die Ansicht, es müsse etwas bestimmtes geben, das das Auge des Frosches "meint", ist schlichter Essentialismus.
Lanz I 299
DennettVsFodor: bestreitet Fodors Voraussetzung, daß intentionale Ausdrücke tatsächlich existierende Personenzustände bezeichnen. Dennett bestreitet damit ihr Merkmal: kausale Effizienz intentionaler Zustände.(damit auch DennettVsLewis). - - -
Rorty I 279
DennettVsFodor/Rorty: zwei Subjekte können durchaus dasselbe glauben, obgleich ihre jeweiligen Prozessoren noch nicht einmal die gleiche Sprache sprechen. Demnach bedarf es keiner Schlüsse von den Propositionen der Prozessoren auf die Propositionen, die das Subjekt glaubt. Anders als bei den »Ideen« der Empiristen braucht dem Kausalvorgang keine Schlusskette zu entsprechen, die die Meinungen der Person rechtfertigt.
Mögen Erklärungen ihren privaten Charakter haben, Rechtfertigung jedenfalls ist insofern öffentlich, als Meinungsverschiedenheiten unterschiedlicher Personen auf die Funktionsweise ihrer trickreichen Köpfe weder Bezug nehmen noch Bezug nehmen sollten.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsFodor Goodman Vs Fodor, J.
 
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IV 141
GoodmanVsFodor: Zeitgenössische Theoretiker behaupten, daß Sprachkompetenz auf einem Lexikon und einer Grammatik im Bewußtsein beruhe. (Chomsky. GoodmanVs) das mentale Lexikon legt die Bedeutung der einzelnen Wörter fest. Die mentale Grammatik legt fest, in welcher Weise sich die Bedeutungen signifikanter Wortfolgen von den Bedeutungen ihrer Konstituenten herleiten.
IV 143
Als ob das Bewußtsein ein digitaler Computer wäre. Der Reiz besteht in der verführerischen Ananlogie zu alltäglichen Maschinen und eben dem Computer. Laut Jerry Fodor ist der Computer das einzige Modell des Bwußtseins, über das wir verfügen. Aber Introspektion bringt uns hier auch nicht im entferntesten an eine Verifikation heran: die Befürworter der zu prüfenden Ansicht geben zu, daß der Zugriff auf den internen Code ein zutiefst unbewußter Vorgang ist. Der Grund für die überzeugung, daß er vorkommt ist, daß er in eine leistungfähige linguistische Theorie eingebettet ist. Wir sollen glauben, daß Sprecher auf einen internen syntaktischen und semantischen Code "Zugriff haben" und zwar aufgrund einer Analogie zur gegenseitigen Anziehungskraft von Körpern.
Ich kann wissen, daß "Ulme" und "Buche" getrennte Klassen von Laubbäumen sind, aber keine Vorstellung haben, wie man sie unterscheidet.
Goodman: meine Sprachkompetenz wird durch mein Nichtwissen nicht gefährtdet. Ich kann mich anderen Mitgliedern der Sprachgemeinschaft anschließen, um meine Lücken zu füllen. Außerdem ist das fragliche Wissen nicht primär sprachlich, hier botanisch bzw. biographisch.
Fodor gibt in diesem Punkt nach, und zieht den Schluß, daß das Lexikon referentiell undurchlässig ist. Seine Eintragungen legen die Begriffe fest, in denen wir denken, aber nicht das, worüber wir denken.
IV 144
Die Analogie zum Computermodell ist ambig, weil sie eine referentielle und eine computermäßige Interpretation besitzt.
I 145
Der Computer weiß natürlich nichts von der referentiellen Interpretation. - Dementsprechend würden wir nicht wissen, daß eine Computersimulation eine molekulare Interaktion repräsentiert - Aber nach Fodor ist genau dies unsere Situation im Hinblick auf Sätze die wir verstehen. - Fragen nach dem Wahrheitswert von Sätzen sind nach der computermäßigen Lesart unangebracht. Fodors Theorie kann weder erklären, wie wir wissen, was neue Sätze rep, noch, was vertraute rep. Die Rolle des Lexikons hat sich herausgebildet, um anderen Zwecken zu dienen. Die Linguisten können Verstehen metaphorischer Sprache nicht erklären.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
VsFodor Harman Vs Fodor, J.
 
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Cresswell II 160
Gedankensprache/Mentalesisch/HarmanVsFodor/Cresswell: (Harman 1982) These: die Sprache der Gedanken ist einfach die öffentliche Sprache. FodorVsHarman: (1975, 56).

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsFodor Lewis Vs Fodor, J.
 
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Block I 215
Schmerz/Lewis (VsFodor): kann analytisch als Zustand mit der und der kausalen Rolle verstanden werden. (Funktionalismus). Funktional charakterisierter Zustand, nicht funktionaler Zustand. DF. Z.B . ein funktional charakterisierter Gehirnzustand. "Schmerz" kann dann einen neurophysiologischen Zustand herausgreifen. So ist er auf die Behauptung festgelegt, daß Schmerzen haben = den Zustand mit der und der kausalen Rolle zu haben.
- - -
Schwarz I 171
„Naturalisierung des Gehalts“/Repräsentation/Schwarz: These: dass mentale Repräsentationen soweit satzartig sind, dass man ihren Inhalt kompositional erklären kann. (vgl. Fodor 1990). LewisVsFodor: grundsätzlich verfehlt: nur kausale Rolle im Alltagsleben (Verhalten) ist relevant. Selbst wenn Bsp der Wunsch nach Pilzsuppe sich wunderschön aus Wunsch nach Suppe und Wunsch nach Pilz zusammensetzt. Denn umgekehrt ist es ein Pilzsuppenwunsch, wenn er genau die kausale Rolle spielt, egal, woraus er sich zusammensetzt. (1994b,320f)
Man kann sich genauso gut Wesen vorstellen, die nicht satzartig repräsentieren (vgl. Armstrong 1973,Kap 1, Braddon Mitchell/Jackson 1996, Kap. 10f).
Lewis’ Theorie soll auch für diese mögliche Welt gelten, soll auch hier erklären, was den Gehalt bestimmt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsFodor Pinker Vs Fodor, J.
 
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I 46
PinkerVsFodor: sein Begriff von Modul ist zu sehr abgegrenzt. Besser Chomsky: "mentales Organ", für bestimmte Funktionen maßgeschneidert.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
VsFodor Putnam Vs Fodor, J.
 
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Pauen V 228
Bedeutung/VsFodor: es ist nicht sicher, ob Fodor hier eine hinreichende Bedingung für die Entstehung von Bedeutung geliefert hat. Bsp man könnte nach Fodor künstliche Hühnereier als asymmetrisch abhängig von der Produktion echter Hühnereier durch Hühner ansehen. Dennoch wird man solche Eier nicht als Repräsentation von Hühnern auffassen, obwohl letztere die asymmetrisch wirksamen "Ursachen" für die Entstehung von Hühnereiern darstellen.
V 229
Bedeutung/PutnamVsFodor/Pauen: es ist außerdem unklar, ob die asymmetrische Abhängigkeit von Referenten einer mentalen Repräsentation notwendig ist. Bsp Supermilliardär: hier hängt die Bedeutung nicht vom Zusammentreffen mit echten Exemplaren ab.
Bsp Einhorn: kann gar keine "ursprüngliche Ursache" unserer Gedanken sein.
Das Verhältnis ist viel komplexer als es bei Fodor mit der quasi Eins zu Eins Gegenüberstellung angenommen wird. Es geht um die ganze Sprachpraxis unserer Vorfahren.
Weiteres Problem: es muss ausgeschlossen werden, dass die ursprünglichen Verursachungen von z.B. Löwen Kinderbücher oder Fernsehröhren sind.
- - -
Putnam III 56 ff
Abhängigkeit/Referenz/Mögliche Welt/MöWe/PutnamVsFodor: existiert die Beziehung wirklich und ist sie asymmetrisch? In der Terminologie der Semantik möglicher Welten besagt dieser Gedanke, dass die " nächstliegenden möglichen Welten " in denen Katzen keine solchen Äußerungen auslösen, mögliche Welten sind, in denen sich das Wort " Katze " auf etwas ganz anderes bezieht.(mögliche Welten nicht wirkliche Welten, sondern hypothetische Situationen).
III 57
Das würde zeigen, dass die Abhängigkeitsbeziehung wirklich besteht, und das Gesetz wonach die Äußerungen von Bildern ausgelöst werden, abhängig ist von dem Gesetz dass Katzen die Äußerungen auslösen. Doch es genügt nicht, um zu zeigen, dass sie asymmetrisch ist. Dafür müsste der Nachweis erbracht werden: wenn nicht Bilder, dann auch keine Katzen als Auslöser. Fodor hält das für offensichtlich, aber ist es das wirklich?
VsFodor: Wäre es nicht vernünftig anzunehmen, dass es sich bei den nächstliegenden möglichen Welten, in denen es kein "Gesetz" ist, dass Bilder Auslöser sind, um mögliche Welten handelt, in denen die meisten Leute keine Ahnung haben wie Katzen überhaupt aussehen!?
Wenn diese den nächstliegenden möglichen Welten sind, in denen Bilder keine auslösen, dann wäre es der Fall das wenn Bilder keine Äußerungen auslösen, Katzen ebenfalls keine auslösen würden, und dann wäre die Abhängigkeit Beziehung symmetrisch!
FodorVsVs: mögliche Entgegung: einfach "intuitive" Einsicht. Es könnte sich Umwelten handeln, in denen Menschen blind sind.
III 58
VsFodor: das leuchtet aber nicht ein. Er könnte besser sagen, dass die Zeichen manchmal ausgelöst würden. Dann könnte man wiederum einwenden, dass die These zu schwach sei. Man würde wohl sagen, der Satz könne zutreffen, sei aber nicht "gesetzesartig". "Gesetzesartig"/Fodor: ist ein undefinierter Grundbegriff in Fodors Metaphysik. Nicht eine Eigenschaft von Sätzen, sondern eine Beziehung zwischen Universalien. Auf diese Weise wehrt er den Einwand ab, durch den Gebrauch dieses Begriffs werde ein selbst schon intentionaler Begriff zum Einsatz gebracht. (Putnam: ist wahrscheinlich doch intentional).
III 59
Fodor: selbst wenn die normale Leute dort keine Ahnung hätten, wie Katzen aussehen, gäbe es aber sicher Biologen und sonstige Spezialisten, die trotzdem wüssten, wie Katzen aussehen. PutnamVs: zumindest für natürliche Arten folgt nicht unbedingt, dass es der Theorie gelingt, notwendige und hinreichende Bedingungen der Bezugnahme anzugeben.

Die Theorie scheitert sogar völlig, wenn es um Extensionen durch eine analytische Definition mit notwendigen und hinreichenden Bedingungen geht.
III 60
Bsp " Supermilliardär " Personen deren Vermögen zumindest 100 Milliarden Mark beträgt. Es könnte sein, dass es kein einziges Beispiel für die Auslösung einer solchen Äußerungen gibt. Fodor könnte er sagen, die Zeichen würden ausgelöst, wenn die Leute über alle relevanten Fakten Bescheid wüssten. Aber was eigentlich ein relevantes Faktum ist, hängt von der Bedeutung des jeweils betrachteten Wortes ab. Das Wort ist bereits interpretiert! Allwissenheit ist nicht nur ein nichtwirklicher Sachverhalt, sondern ein unmöglicher!
FodorVsVs: könnte sagen, dass seine Theorie gar nicht für Wörter gilt, die analytische Definitionen aufweisen.
III 61
Aber gerade Fodors Theorie ist antihermeneutisch, er bestreitet die Anschauung, der Bezug eines Wortes lasse sich nicht isoliert bestimmen. Hermeneutik/PutnamVsFodor: nach hermeneutischer Ansicht, kann es so etwas wie notwendige und hinreichende Bedingungen für die Bezugnahme eines Wortes auf einzelne x gar nicht geben! Bestenfalls können wir Adäquatheitskriterien von Übersetzungsschemata erhoffen.(FodorVs).
FodorVsVs: seiner Ansicht nach führt das zum "Bedeutungsholismus" der seinerseits den "Bedeutungsnihilismus" nach sich ziehe, und damit die Leugnung der Möglichkeit einer "speziellen Wissenschaft" der Linguistik.
III 62
FodorVsVs: könnte erwidern, eigentlich solle die Theorie gar nicht auf natürliche Sprachen zutreffen, sondern auf seine hypothetische, angeborene Denksprache "Mentalesisch". PutnamVsFodor: auf jeden Fall scheitert Fodors Theorie auch bei anderen Wörtern: Bsp Hexe. Vielleicht ist es analytisch, dass echte Hexen Zauberkräfte besitzen und weiblichen Geschlechts sind. Aber keine notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Hexe. Es gibt auch gute Hexen.
III 63
Ein Hexen Gesetz (siehe oben) wäre falsch. Es gibt nämlich überhaupt keine Hexen, die Äußerungen auslösen können.
III 67 ff
Ursache/Kausalität/PutnamVsFodor :verwendet den Begriff der Verursachung sehr ungezwungen.
III 68
Putnam: der normalsprachliche Begriff der Ursache ist kontextgebunden und interessenabhängig. Der von Fodor verwendete Ursachenbegriff ist nicht der verhältnismäßig stärker kontextunabhängige Begriff der Mitursache, sondern der kontextempfindliche und interessenrelative Begriff der Alltagssprache.
Nach Fodor ist dann das Vorhandensein einer Katze eine Mitursache für Äußerungen.
III 69
PutnamVsFodor: nun, dann ist auch früheres Verhalten vergangener Generationen (ganz zu schweigen von Vertretern starker Dialekte) ebenfalls eine Mitursache.
III 70
FodorVsPutnam: das ist sicher nicht Fodors Kausalität. Alle seine Beispiele möchten einfach den alltagssprachlichen Begriff als undefinierten Basisbegriff zu Grunde legen. PutnamVsFodor: das Seltsame daran ist, dass dieser interessenrelativ ist. Wie wir ihn verwenden, hängt davon ab, welche Alternativen wir für alle Relevanten halten. (Intentionalität).
III 71
Kontrafaktische Konditionalsätze/KoKo/Fodor: geht davon aus, sie hätten feststehende Wahrheitswerte. PutnamVsFodor: KoKo haben keine feststehenden Wahrheitswerte (WW).
III 73
Mögliche Welten/MöWe/Putnam: wir können dann "nähere" Welten diejenigen nennen, die wir für relevanter halten, wenn es um die Bestimmung des Wahrheitswertes des Konditionalsatzes geht.
III 74
FodorVs: könnte erwidern, dass damit der Physik eine Sonderstellung gegenüber den Spezialwissenschaften eingeräumt würde.. PutnamVsFodor: man könnte dann erwidern, die Gesetze der Spezialwissenschaften seien genauso unproblematisch wie die der Physik.
FodorVsVs: aber das funktioniert nicht so recht: Bsp "Kaffee, Zuckerwürfel": es könnte heißen, dass dieses Stück Zucker irgendwie "nicht normal" ist.
III 78
Reduktionismus/PutnamVsFodor: Fodor scheitert bei der Zurückführung, weil es ihm nicht gelingt, die Bezugnahme mit Hilfe dieser Begriffe (Gesetz, kontrafaktische Konditionalsätze und Kausalität) zu definieren.
III 79/80
PutnamVsFodor: daraus, dass eine Aussage nicht ausdrücklich von etwas Geistigem handelt, folgt nicht, dass sich keine Voraussetzung dieser Aussage auf unsere kognitiven Interessen bezieht. Kausalität/Putnam: der Kausalitätsbegriff hat eine kognitive Dimension, selbst wenn er über unbelebte Gegenstände gebraucht wird.
- - -
Putnam I 269
Bedeutung/PutnamVsFodor: macht eigentlich den gleichen Fehler wie Saussure und Derrida: dass Bedeutungsgleichheit strenggenommen nur in dem unmöglichen Fall sinnvoll ist, in dem zwei Sprachen oder Texte isomorph sind!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsFodor Rorty Vs Fodor, J.
 
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Richard Rorty
I 245
Darstellung/RortyVsFodor: er verwechselt eine Bedeutung von »Darstellung«, die genau oder ungenau sein kann, mit einer anderen Bedeutung, würde das nicht gilt.
I 256
Übereinstimmung/Sehen/Korrespondenz/Verhalten/Ryle: hier muss man sich mit dem Satz »er sieht es« zufriedengeben. Nichts »Paramechanisches« kann unser Verständnis des perzeptuellen Wiedererkennens verbessern. FodorVsRyle/Rorty: eine simple Story über erlernte Assoziationen wird nicht ausreichen: das Erwartungssystem müsste im gleichen Sinne abstrakt und kompliziert sein. Denn die wiedererkannten Identitäten sind überraschend unabhängig von den physikalischen Uniformitäten der Reize untereinander!
RyleVsVs/Rorty: könnte antworten dass es diese Komplexität ist, die es so aussehen lässt, als gäbe es hier ein Problem. Vielleicht ist es nur die Idee von dem kleinen Mann im Kopf, die uns die Frage stellen lässt: »wie wird es gemacht?«.
I 257
RortyVsFodor: angenommen, wir brauchten ein abstraktes Rezept für das Wiedererkennen von Ähnlichkeiten unter potentiell unendlichen Unterschieden. Wieso muss das Rezept überhaupt abstrakt sein? Vermutlich, dass wir in der Lage sein müssen, Ähnlichkeiten herauszufinden. Aber dann brauchen wir nicht den Gedanken eines »nichtabstrakten« Rezeptes, denn jedes Rezept muss dies leisten können! unendlich: Bsp Rorty: die möglichen qualitativen Abweichungen des Inhalts einer Packung Schokoladenkekse sind gleichfalls potentiell unendlich.
Rorty: wenn wir also überhaupt von »komplizierten Erwartungssystemen« oder Programmen oder Regelsystem entsprechen, so werden wir immer von etwas abstrakten sprechen.
Dilemma: entweder erfordert die Erklärung des Erwerbs dieser Regelsysteme das Postulieren weiterer Regelsysteme, oder sie werden gar nicht erlernt!
Entweder 1. die infiniter Regress, denn was für das Wiedererkennen gilt, würde auch für das Erlernen gelten müssen.
Oder 2. wir landen wieder bei Ryle: die Personen haben eine nichterlernte Fähigkeit.
I 267
abstrakt/Rorty: es wird uns nicht verwundern, dass etwas "Abstraktes", wie die Fähigkeit, Ähnlichkeiten zu entdecken, ebenso wenig erlangt wurde, wie die so »konkrete« Fähigkeit, auf den Ton Cis zu reagieren. abstrakt/konkret/RortyVsFodor: die ganze Unterscheidung abstrakt/konkret (auch Kant) ist fraglich. Niemand kann sagen, wo die Grenze zu ziehen ist. (Ähnlich wie die Idee des »irreduzibel Psychischen« dem Unterschied zum »irreduzibel Physischen«.)
I 277
Mentalesisch/a priori/Fodor/RortyVsFodor: Fodors These, dass die Entdeckung der Sprache des Denkens ein langwieriger empirischer Vorgang sein wird, impliziert, dass wir uns zu jedem Zeitpunkt darüber irren können, dass wir uns also über etwas Apriorisches irren können. (> Kripke).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsFodor Searle Vs Fodor, J.
 
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John R. Searle
FN
I 283
SearleVsFodor: eine weitere unglaubliche Auffassung (allerdings mit anderen philosophischen Wurzeln) besagt, dass jeder von uns bei seiner Geburt über all die Begriffe verfügt, die sich mit irgendwelchen Worten einer belieben Sprache ausdrücken lassen. Danach müsste Bsp Ein Cro-Magnon-Mensch über Begriffe verfügt haben, die von dem Wort "Vergaser" oder "Kathodenstrahloszillograph" ausgedrückt werden. (Fodor 1975)
- - -
III 139
Def Hintergrund/Searle: Fähigkeiten, wie Können, Dispositionen, Tendenzen und kausale Strukturen im allgemeinen. Fähigkeit/Searle: kausale Fähigkeit: Bsp wenn ich sage, dass ich im Stande bin, Deutsch zu sprechen, rede ich von einer kausalen Fähigkeit meines Gehirns. Es spricht nichts dagegen, sie zu identifizieren, ohne die Details ihrer neurophysiologischen Realisierung zu kennen. (SearleVsFodor).
Ermöglichen: soll deshalb ein kausaler Begriff sein.
Intentionale Zustände/Searle: sind hier ein unproblematischer Begriff.
III 142
Hintergrund: Nietzsche sah mit Schrecken, dass der Hintergrund keineswegs so sein muss, wie er ist.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsFodor Williams, B. Vs Fodor, J.
 
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Putnam III 106 ff
WilliamsVsFodor: materialistische Weltanschauung, während er durchaus einsieht, dass Fodors Reduktionismus des Intentionalen auf das Nicht Intentionale aussichtslos ist. Williams lehnt Kuhns Gedanken der Inkommensurabilität ab.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsFodor Schiffer Vs Fodor, J.
 
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Stephen Schiffer
I 80
SchifferVsFodor: seine Theorie beinhaltet, dass unter optimalen Bedingungen jeder allwissend und unfehlbar ist. allwissend: weil, wenn irgendeine Situation herrscht (und man selbst optimal funktioniert) man es glaubt und vermutlich weiß.
unfehlbar: weil unter idealen Bedingungen niemand etwas falsches glaubt.
Optimalitäts-Bedingung/Optimum/Schiffer: was immer Fodor O-B ist, es ist klar
1. Dass sie niemals erfüllt werden
2. Dass wir keine Ahnung haben, was sie sein sollen
3. Wenn sie SLT dienen sollen, sie ohne Referenz auf semantisches oder intentionales Vokabular dargestellt werden muss
4. Sie erfüllbar ist, auch wenn sie niemals erfüllt wird. Sonst wäre (a) inkohärent. (…+…)
I 81
SchifferVsFodor: 1. seine Darstellung ist nicht die beste Lösung für die Suche nach naturalistischen WB für Mentalesisch. 2. Problem:
Verlässlichkeitstheorie: jede VT für mentalen Inhalt muss berücksichtigen, dass wir selbst nur im Hinblick auf einige unserer Glaubenseinstellungen verlässliche Indikatoren sind. Bsp Ralph sieht einen Hund: Dann stehen die Chance gut, dass er glaubt, es ist ein Hund. Aber: Bsp wenn Ralph Jesus sieht, wie hoch stehen die Chancen, dass er ihn für göttlich hält! Bsp ich habe genau 11 Dollar in meiner Tasche: wie hoch sind die Chancen, dass Ralph das glaubt?
WB/Mentalesisch/SchifferVsFodor: wir dürfen also nicht einzeln, Glaube für Glaube vorgehen!
I 82
Verlässlichkeit/Wahrheitsbedingungen/Mentalesisch/SchifferVsFodor: die Verlässlichkeitsüberlegungen verlaufen quer durch die systematischen Verbindungen, die zwischen den Ausdrücken im Mentalesischen bestehen. Und das sollten wir wiederum besser vom Standpunkt der Gedankensprache als ganzer betrachten und nicht, wie Fodor, für jede mentale Repräsentation einzeln.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsFodor Peacocke Vs Fodor, J.
 
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I 208
Wahrnehmung/Mentalesisch/MT/Fodor: was in der Wahrnehmung passiert, ist eine Beschreibung der Umgebung, die nicht in einem Vokabular ausdrückbar ist, das Werte physikalischer Variablen bezeichnet. Bsp "Ein Schmetterling ist auf der Wiese" Statt dessen wird in Mentalesisch die Rede davon sein, dass "Licht der Magnitude in der und der Netzhautregion L" ist.
PeacockeVsFodor/PeacockeVsMentalese: was ist denn eigentlich das Token von MT, das auf diese Lokalisation L bezug nimmt? Es scheint da nichts zu geben.
Bsp eine andere Netzhautstelle könnte Information über eine andere Lokalisation liefern, genauso wie die ursprüngliche Zelle.
I 209
Das führt aber zu keiner Differenz innerhalb von MT! Es gibt nur eine Differenz der Relata: eins bezieht sich kausal auf eine Netzhautstelle, das andere auf eine andere. VsPeacocke: man könnte einwenden, dass den einzelnen Stellen so etwas wie "neblig" entspricht ("es ist neblig hier"). "Neblig" hat dann keine relevante syntaktische Struktur, aber wenn es in einer Äußerung vorkommt wird es sich auf einen bestimmten Ort und Zeit beziehen.
Tatsächlich müssen mehrere zentrale Einheiten des Nervensystems irgendwie nichtindexikalische Information aus der Peripherie empfangen: Bsp jemand der hundert Telegramme empfängt: "es ist hell hier", "es regnet hier" usw. ist nicht in der Position, eine Karte zu zeichnen, wenn er nicht weiß, woher sie kommen.
Peacocke: aber eine indexikalische Strategie kann nicht für komplexere Inhalte funktionieren. Eine gegebene Nervenzellen mag neurophysiologisch ununterscheidbar von einer anderen Zelle sein, mit völlig verschiedenen inhaltlichen Bedingungen für das Feuern.
Trivialisierung/Mentalesisch: wenn diese Relationen nun aber als Teil der syntaktischen Struktur eines (psychischen) Zustands zählen sollen, dann ist die Sprache des Geistes trivialisiert. Es gäbe keine echten Satz Analoga.
Mentalesisch/Wahrnehmung/Fodor/Peacocke: ein ähnliches Argument handelt von
Bsp angenommenen Detektoren für Linien, tiefer innerhalb des Wahrnehmungssystem: diese legen kausale Relationen für Wahrnehmungen nahe.
Aber Besitz eines strukturierten Inhalts erfordert nicht eine korrespondierende physikalische Struktur in dem Zustand, kann sich aber in dem Muster von Relationen befinden, in denen der Zustand steht.
Peacocke: ein Modell, das diesem relationalen Paradigma genügt, aber ohne MT auskommt, muss einigen Bedingungen genügen:
1. Wie kann man propositionalen Inhalt zuschreiben, ohne auf syntaktische Strukturen Bezug zu nehmen? D.h. relativ komplexe Inhalte müssen syntaktisch unstrukturierten (psychischen) Zuständen zugeschrieben werden.
2. Es muss gezeigt werden, wie diese Zustände mit Wahrnehmung und Verhalten interagieren.
- - -
I 215
Computation/Sprache/Mentalesisch/PeacockeVsFodor: auch Computation (Berechnung von Verhalten und Wahrnehmung) scheint keine Sprache zu verlangen: Bsp Frage, ob der Handelnde φ sollte.
Fodor: Bsp der Handelnde wird beschrieben als den erwarteten Nutzen von φ-en unter der Bedingung C berechnend (compute).
Peacocke: das Ausmaß, in dem das Subjekt den entsprechenden Glauben "C gegeben dass ich φ" hat, kann im Vorliegen eines entsprechenden physikalischen Zustands in einem gewissen Ausmaß bestehen. (Sonderzeichen)
Das wäre dann wiederum nur eine Sache der reinen Relationen!
Das gleiche gilt für das erreichen des Zustands "C und ich φ".
Die Zustände können interagieren, ohne dass syntaktische Strukturen dafür erforderlich wären.
Def Computation/Peacocke: (Berechnung) ist eine Frage von Zuständen mit Inhalt, die aus einander systematisch hervorgehen. Das erfordert gewisse Muster der Ordnung und der Kausalrelationen, aber keine syntaktische Struktur.
PeacockeVsFodor: es gilt nicht notwendig: "Keine Repräsentation, keine Computation".
I 215/216
Mentalesisch/Fodor: (Language of Thought, S.199) These: man kann keine Konstruktion von Psychologie geben, ohne anzunehmen, dass Organismen eine sachgemäße Beschreibung als Instantiation (Verkörperung) eines anderen formalen Systems besitzen: "Sachgemäß" erfordert: a) es muss eine allgemeine Prozedur für die Zuschreibung von Zeichenformeln (assigning formulae) zu Zuständen des Organismus geben
b) für jede propositionale Einstellung muss es einen kausalen Zustand des Organismus geben, so dass
c1) der Zustand als Relation zu einer Formel interpretierbar ist und
c2) es nomologisch notwendig und hinreichend ist, (oder kontingent identisch) dafür, diese prop Einst zu haben.
d) Mentale Repräsentationen haben ihre kausalen Rolle kraft ihrer formalen Eigenschaften.
VsMentalesisch/PeacockeVsFodor: das kann man alles auch ohne MT haben! Entweder:
1. es gibt tatsächlich Satzanaloga im Gehirn oder:
2. Fodors Bedingung könnte anders erfüllt sein: es könnte eine Semantik geben, die mit Fregeschen Gedanken korreliert ist.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsFodor Stalnaker Vs Fodor, J.
 
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II 176
Def Enger Inhalt/Fodor/Stalnaker: ist eine Verallgemeinerung von Kaplans Charakter in dem Sinn, dass der Kontext jede für den Sprecher externe Tatsache berücksichtig, die relevant für die Bestimmung des weiten Inhalts ist. Extensionales Identitätskriterium/enger Inhalt/Fodor: (1987, 30 – 48,~):
C: sei die Bedingung die durch Zwillings-Ich auf der Zwillingserde erfüllt wird,
C’: durch mich selbst in der aktualen Welt.
Da es kein Wunder gibt, muss es wahr sein, dass wenn ein Organismus die neurophysiologische Konstitution meines Zwillings teilt und C erfüllt, folgt, dass seine Gedanken und die meines Zwillings auch die Wahrheitsbedingungen (WB) teilen.
Also ist das extensionale Identitätskriterium, dass zwei Gedankeninhalte (mentaler Inhalt) identisch sind gdw. sie dieselbe Abbildung von Gedanken und Kontext auf WB bewirken.
StalnakerVsFodor: Problem: das sagt uns weniger als es scheint über die Abbildung, die hier gebraucht wird. Und auch nicht, die die relevante Funktion durch das bestimmt wird, was im Kopf des Glaubenden vor sich geht.
II 177
StalnakerVsFodor: betrachten wir folgende Parodie auf sein Argument: Bsp ich habe die Eigenschaft, genau drei Meilen von einem brennenden Stall entfernt zu sein – mein Zwilling ist in der (ZE) an genau derselben Stelle lokalisiert, hat aber dagegen die Eigenschaft, genau drei Meilen von einem schneebedeckten Hühnerstall entfernt zu sein. C: Dann gibt es für meinen Zwilling sicher eine Eigenschaft, aufgrund er drei Meilen von dem Hühnerstall entfernt ist, während es diese Eigenschaft für mich nicht gibt. Dies nennen wir Bedingung C.
C’: ist dann die Eigenschaft, die für mich ausmacht, dass ich drei Meilen vom brennenden Stall entfernt bin, die s für meinen Zwilling nicht gibt.
Da es kein Wunder gibt, wissen wir zumindest so viel: wir beide, mein Zwilling und ich, wären in unserer jeweiligen Welt drei Meilen von einem schneebedeckten Hühnerstall, wenn Bedingung C herrscht, und beide drei Meilen von einem brennenden Stall, wenn C’ erfüllt wäre.
StalnakerVsFodor: Problem: das bestimmt überhaupt keine Funktion, die Bedingung C’ zu der Eigenschaft mach, drei Meilen von einem schneebedeckten Hühnerstall zu sein, und gleichzeitig Bedingung C in die Eigenschaft drei Meilen von einem brennenden Stall zu sein – eine Funktion, die angeblich den Beitrag der Lokalisierung des Subjekts zu einer speziellen relationalen Eigenschaft macht.
StalnakerVsFodor: es gibt solcher Funktionen und es gibt keine Notwendigkeit, eine von ihnen mit dem Beitrag meiner intrinsischen Lokalisation mit der speziellen relationalen Eigenschaft zu identifizieren.
Mein Zwilling kann nicht sinnvollerweise sagen: „Ich tat meinen Teil, indem ich – wenn Bedingung C geherrscht hätte,....
Jede Lokalisierung ist so, dass für irgendwelche externen Bedingungen, wenn diese Bedingungen herrschen, irgendetwas in dieser Lokalisierung drei Meilen von einem brennenden Stall entfernt ist.
enger Inhalt/Stalnaker: Frage hat meine Cousine denselben engen Inhalt wie meine Überzeugung, dass Salz in Wasser löslich ist, aber nicht in dem anderen Zeug?
StalnakerVsFodor: seine Theorie gibt gar keinen Hinweis darauf, wie eine Antwort auf diese Frage gefunden werden sollte!
Anmerkung: dabei geht es mit gar nicht um eine Unbestimmtheit, das gilt auch von weitem Inhalt, sondern dass wir gar nicht wissen, wie wir engen Inhalt identifizieren sollen.
- - -
II 180
Glauben/Mentalesisch/Fodor/Stalnaker: sein Bild von Glauben ist maßgeblich von seinem Ansatz motiviert, dass es eine innere Sprache (Mentalesisch) gibt, die im inneren gespeichert ist Glauben/Fodor: sind gespeicherte innere Sätze. ((s) nicht Propositionen). Sie sind Überzeugungen kraft ihrer internen funktionale Rolle. Sie sind auch unabhängig von der Umgebung des Subjekts identifizierbar.
Semantische Eigenschaften/Fodor: hängen allerdings teilweise von dem ab, was in der Umgebung vor sich geht, aber die Weise, wie sie davon abhängig sind, wird durch rein interne Zustände des Subjekts bestimmt!
StalnakerVsFodor: dabei sind starke empirische Präsuppositionen im Spiel.
Def Enger Inhalt/Mentalesisch/Fodor/Stalnaker: Funktion von Kontext ( in einem sehr breiten Sinn) auf wahrheitskonditionalen Inhalt.
StalnakerVsFodor: das ist attraktiv für seine Absichten, aber es erklärt nicht, wie er überhaupt dazu kommt. Und wie man überhaupt enge Inhalte identifizieren soll.
Enger Inhalt/Stalnaker: gibt es überhaupt eine Weise engen Inhalt zu identifizieren, der nicht auf Mentalesisch beruht? Ja, von Dennett (…+…)
- - -
II 188
Def Individualismus/Fodor: ist die These, dass psychologische Zustände im Hinblick auf ihre Kausalkräfte individuiert werden. Wissenschaft/Fodor: es ist ein wissenschaftliches Prinzip, dass in einer Taxonomie die Individuen aufgrund ihrer Kausalkräfte individuiert werden. Das kann metaphysisch a priori gerechtfertigt werden.
Pointe: damit ist dann nicht ausgeschlossen, dass mentale Zustände aufgrund relationaler Eigenschaften individuiert werden.
Relationale Eigenschaften/Fodor: sind taxonomisch, wenn sie Kausalkräfte berücksichtigen. Bsp „ein Planet sein“ ist relational par excellence
StalnakerVsFodor:
a) stärker: ein Ding durch Kausalkräfte individuieren b) schwächer: das Ding durch etwas individuieren, dass Kausalkräfte berücksichtigt.
Die Tatsachen der Umwelt konstituieren aber nicht die Kausalkräfte. Daher vertritt Fodor nur die schwächere These.
Burge/Stalnaker: vertritt die stärkere.
StalnakerVsFodor: seine Verteidigung des negativen Ansatzes des Revisionismus (FodorVsExternalismus) baut auf eine Vermischung der starken mit der schwachen These.
Stalnaker: um auszuschließen, dass psychologische Zustände durch normalen weiten Inhalt individuiert werden, braucht man die stärkere These. Aber die Verteidigung des Individualismus geht oft nur gegen die schwächere These. Bsp Fodor:
Individualismus/Fodor/Stalnaker: Fodor verteidigt seine Version des Individualismus mit dem Beispiel einer kausal irrelevanten relationalen Eigenschaft: Bsp
h-Partikel: nennen wir ein Partikel, wenn eine Münze mit Kopf oben landet,
II 189
t-Partikel: so werde dasselbe Teilchen genannt, wenn die Münze Zahl zeigt. Fodor: keine vernünftige Theorie wird diese Unterscheidung gebrauchen, um das Verhalten des Teilchens zu erklären.
StalnakerVsFodor: aber daraus folgt nicht, dass psychologische Zustände rein intern (intrinsisch) sein müssen.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsFodor Vendler Vs Fodor, J.
 
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I 240
A priori/Fodor/Katz: die Methoden der Bestätigung und Widerlegung können weder den Philosophen vor dem Linguisten auszeichnen, noch den Philosophen selbst. A priori/VendlerVsFodor: dieser ist sich der Schwierigkeiten nicht bewusst, die sich aus der Behauptung ergeben, philosophische Aussagen seien a priori gültig.
Wenn Fodor und Katz recht hätten, würde die wissenschaftliche Linguistik dahin tendieren, die linguistische Philosophie zu ersetzen.
I 241
Linguistik/VendlerVsFodor: kann niemals dieselben Methoden wie die Philosophie haben. Sie hat auch einen anderen logischen Status. Philosophie der Sprache/Fodor/Katz: sollte nur als Philosophie der Linguistik konzipiert werden.
Das wird von Katz später widerrufen.

Ven I
Z. Vendler
Linguistics in Philosophy Ithaca 1967
VsFodor Pauen Vs Fodor, J.
 
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Pauen V 223
VsFodor/Pauen: ungerechtfertigte Bevorzugung der Computeranalogie vor den neuronalen Netzen. Umstritten ist, ob mentale Repräsentation grundsätzlich sprachähnliche Form haben muss.
Lager: Kosslyn/PomerantzVsFodor: piktorale Repräsentation.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsFodor Ramsey Vs Fodor, J.
 
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Schurz I 215
Carnap-Satz/Carnap-Konditional/CS/CKVerstärkung/verstärkt/Lewis/Schurz: (Lewis 1970, 83 85): Vorschlag, den CS zu verstärken: indem der Theorie unterstellt wird, sie würde implizit postulieren, dass die Referenz ihrer theoretischen Termini (TT) in der aktualen Welt (WiWe) eindeutig bestimmt sei. Pointe: damit wird der analytische Gehalt einer Theorie durch folgende lokale "Definitionen" mit Hilfe bestimmter Kennzeichnungen der TT dargestellt:
Kennzeichnung als Definition/Lewis: Bsp τi bezeichnet das i te Glied des eindeutigen n-Tupels von Entitäten, das in der WiWe die Behauptung T(X1,...Xn) erfüllt. (1970.87f)
PapineauVsLewis: seine These, dass wissenschaftliche Theorien mit Existenz und Eindeutigkeitsbehauptungen für die Referenz der TT einhergehen, ist selbst dann zweifelhaft, wenn sie realistisch interpretiert wird. Instrumentalistisch: ist sie unhaltbar. (Papineau, 1996, 6,Fn 5).
Definition/SchurzVsLewis: Definition per Deskription (Beschreibung, Kennzeichnung) sind nicht vollwertig, sondern nur partiell, weil sie die Extension der TT nur in solchen möglichen Welten bestimmen, in denen die zugrundeliegende Existenz bzw. Eindeutigkeitsannahme erfüllt ist.
I 216
TT/FodorVsHolismus: Vs semantischer Theorienholismus: die Bestimmung der Bedeutung der TT ist zirkulär. Def semantischer Theorienholismus/Schurz: These: die Bedeutung der TT wird durch die Bedeutung der Theorie bestimmt.
Lösung/Ramsey-Satz/RS/CS/Schurz:
RS/CS/Holismus/Bedeutung/Zirkel/Schurz: die Methode der Konjunktion von RS und CS ist die Lösung für den Vorwurf der Zirkularität von FodorVsHolismus.
a) Einerseits: ist wegen der Kompositionalität die Bedeutung von T(t1,...tn) durch die Bedeutung der TT (nebst der Bedeutung der anderen Begriffe von T) bestimmt,
b) Andererseits: folgt aus dem semantischen Theorienholismus, dass die Bedeutung der TT durch die Bedeutung der Theorie bestimmt ist.
FodorVs: das ist ein Zirkel
RamseyVsFodor/CarnapVsFodor: Lösung: der Ramsey Satz R(T) lässt sich verstehen, ohne eine unabhängige Bedeutungskenntnis der TT vorauszusetzen, und der CS bzw. die Lewis Definitionen fügen hinzu, die Bedeutung der TT liegt darin, jene Entitäten zu bezeichnen, die die Behauptung der Theorie erfüllen.
((s) Carnap Satz/Schurz/(s): besagt, dass die Bedeutung der TT in der Bezeichnung der Entitäten liegt, die die Theorie erfüllen.)

Rams I
F. P. Ramsey
The Foundations of Mathematics and Other Logical Essays 2013

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsFodor Cresswell Vs Fodor, J.
 
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II 53
Bedeutung/CresswellVsFodor: können keine Repräsentation irgendeiner Art sein. Obwohl das in der Linguistik, kognitiver Psychologie und KI (Künstlicher Intelligenz-Forschung) eine starke Tradition ist.
prop Einst/Fodor: (Fodor , 1981, 177 - 203, 177): These prop Einst müssen als Relationen zwischen Organismen und internen Repräsentationen aufgefaßt werden.
Cresswell: das kann auf zweierlei Weise aufgefaßt werden. Dazu gebrauche ich das Einstellungsverb „sagt“
II 54
CresswellVsFodor: seine Konzentration auf Glauben mag im den Blick darauf verstellt haben, daß es bei prop Einst zwei verschiedene Probleme gibt. Objekt/Fodor/Cresswell: wenn Fodor von Objekten von prop Einst spricht, meint er das nicht im semantischen Sinn (Bedeutung als Objekt) sondern eher in dem Sinn, daß die Objekte indirekter Rede die Sätze sind die geäußert wurden, wenn der Gesamtsatz wahr ist.
CresswellVsFodor: semantisch aufgefaßt, ist seine These falsch.
Fodor/Cresswell: recht hat er aber, daß wenn (1) wahr ist, es eine Relation gibt die zwischen einem Organismus und einer Repräsentation besteht. Aber das ist dann eine externe, keine interne.
Fodor: ihm geht es um Psychologie, nicht um Semantik. D.h. es geht ihm darum, was in der Aktivität des Diskurses vor sich geht (parallel zur Sprechakttheorie).
Insbesondere geht es ihm um Glauben und Wünsche.
II 55
Paul ChurchlandVsFodor: (1981) Fodor/Cresswell: es geht ihm also darum, wie die Äußerung mit dem Rest des Verhaltens in Beziehung steht. Das ist ein ganz anderer Ansatz als der der Semantik.
Semantik/Bedeutung/daß-Satz/prop Einst/Cresswell: (semantischer Ansatz) um die Bedeutung einer Zuschreibung von prop Einst zu erfahren, geht es nicht um das Verhalten, und auch nicht darum, was in Ambrose’ Kopf vor sich geht. Wenn es darum ginge, dann wäre es der Geist des Sprechers des Gesamtsatzes (1) um den es gehen müßte.
Vs: aber selbst das ist nicht plausibel, denn wir wollen die Bedeutung von (1) unabhängig davon, wer den Satz gebraucht!.
CresswellVsFodor: indem es ihm so stark um das Subjekt geht, verschleiert er den Unterschied zwischen der semantischen Frage nach der Bedeutung und der psychologischen nach dem Organismus, der eine Einstellung hat.
Inhalt/Objekt/prop Einst/Cresswell: die Unterscheidung zwischen Inhalt und Objekt einer Einstellung ist wichtig, weil es oft verschiedene Objekte (Sätze) geben kann, deren Inhalt aber derselbe ist. ((s) Ein Glaubenssatz kann verschieden ausgedrückt werden, wie bei indirekter Rede).Mentalesisch/prop Einst/Fodor: These: ein Glaubenssatz ist ein Satz in der Gedankensprache des Sprechers.
CresswellVsFodor: Problem;: dann müssen der ursprüngliche Sprecher und der Sprecher der Zuschreibung denselben Satz in Mentalesisch in ihrem inneren System haben; Bsp
(2) Beatrice glaubte, was Callum sagte
kausale Rolle/Fodor/CresswellVsFodor: Fodor ist an der kausalen Rolle interessiert, die Glauben und Wünsche im Verhalten spielen. Das versteht in Begriffen der Manipulation von Formeln in einem mentalen Code.
Patricia ChurchlandVsFodor: (1980) das wird halbbewußten und unbewußten Einstellungen nicht gerecht.
II 56
kausale Rolle/CresswellVsFodor: was wären denn das für Entitäten, die in einer Kausalerklärung vorkommen müßten? Mentalesisch/CresswellVsFodor: Angenommen, Bedeutungen wäre interne Repräsentationen.
Problem: (3) kann von verschiedenen Personen zu verschiedenen Gelegenheiten gesagt werden, muß dann aber dieselbe Bedeutung haben! Wenn wir das nicht annehmen, gibt es überhaupt kein Problem mit prop Einst.
prop Einst/Cresswell: Problem: wie die Bedeutung eines Zuschreibungssatzes von prop Einst auf der Bedeutung des eingebetteten Satzes beruht. ((s) D.h. wie bei nicht-wörtlichen Ersetzungen und unterschiedlichem Kontext dennoch die ursprüngliche Bedeutung gewahrt bleibt).
CresswellVsFodor: wenn Bedeutungen wirklich im Kopf wären, (als Repräsentationen) dann muß z.B. dieselbe Repräsentation die Fodor hat, wenn er sagt
(4) Bedeutungen sind im Kopf
auch in meinem Kopf sein, wenn ich (3) ((s) den Gesamtsatz) äußere.
Dann ist Fodors Glaubensobjekt in meinem Kopf! Das müßte ja noch kein Problem sein, aber:
kausale Rolle/CresswellVsFodor: Problem: wie kann die Repräsentation in meinem Kopf eine kausale Rolle in Fodors Kopf spielen?
VsVs: man könnte sagen, das ist unfair. Denn sein Objekt ist ja immer noch in seinem Kopf.
CresswellVsFodor: das hilft aber nicht, denn wenn (3) wirklich wahr ist, dann muß der Glaube, den ich ihm zuschreibe, genau derselbe sein wie der, den er hat.
II 159
Inhalt/Repräsentation/CresswellVsFodor: ich bin überhaupt nicht überzeugt, daß Repräsentationen in Inhalten von prop Einst involviert sind.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsFodor Newen Vs Fodor, J.
 
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NS I 131
Sprache/Denken/Newen/Schrenk: zwei Hauptströmungen: 1. These vom Primat der Sprache: nur sprachbegabte Wesen können Denken. Die Weise des Denkens ist auch von der Beschaffenheit der Sprache beEinflusst: >Sapir-Whorf-These
2. These vom Primat des Denkens vor der Sprache: Fodor, Descartes, Chisholm.
Mentalesisch /Sprache der Gedanken/Gedankensprache/Fodor/Newen/Schrenk: (Literatur 9-8): These: das Medium des Denkens ist eine Sprache des Geistes („language of thought“). Viele empirische Phänomene sind nur mit Annahme von mentalen Repräsentationen erklärbar, Bsp wahrnehmungsbasierte Überzeugungen.
NS I 132
Sprache/Fodor: zu ihr gehören Kompositionalität und Produktivität. Denken/Fodor: These: das Denken ist so angelebt, dass es alle Kerneigenschaften der natürlichen Sprache (von Intentionalität bis Systematizität) auch schon hat. Denken findet mit mentalen Repräsentationen statt. Bsp Benzinuhr, Tankanzeige, kausale Verbindung. Mentale Repräsentationen werden durch Hirnzustände realisiert.
Sprache des Geistes/Mentalesisch/Fodor: ist genauso reich wie eine natürliche Sprache, aber sie ist eine rein interne, symbolische Repräsentation, die allein mit syntaktischer Symbolmanipulation modifiziert wird. Sie ist durch ihre Zeichenverknüpfungsmöglichkeiten (Syntax) vollständig charakterisierbar.
Sie wird nur angenommen, um den Umgang mit propositionalen Einstellungen zu erklären, für grundlegendere mentale Phänomene wie Empfindungen, mentale Bilder, sensorische Erinnerungen, spielt sie keine Rolle.
VsFodor: a) Regress: droht, wenn man die Merkmale der natürlichen Sprache dadurch erklären will, dass man eine andere Sprache annimmt.
NS I 133
b) die Anhänger der These vom Primat des Denkens können die Normativität des Denkens nicht mit Hilfe von sozialen Institutionen wie der Sprache erklären. c) es kann auch Überzeugungen ohne eine zuzuordnende mentale Repräsentation geben. Bsp Schachcomputer. Diese sind heute auch mit statistischen Methoden programmiert, so dass es keine fixierbare Repräsentation zu der Überzeugung gibt, Bsp „ich sollte die Dame früh aus dem Spiel bringen“.
Repräsentation/Fodor/Newen/Schrenk: Fodor geht noch von lokalisierbaren, spezifizierbaren Repräsentationen aus.
VsFodor: heute nimmt man eher neuronale Netze an.
Repräsentation/heute/Newen/Schrenk: vorbegrifflich: Bsp Raumorientierung, grundlegende kognitive Fähigkeiten.
- -
NS I 160
Begrifflicher Atomismus/Fodor: Bsp „pet fish“: typisches Haustier: Hund, typischer Fisch: Forelle, typischer Haustierfisch: Goldfisch. Also keine Kompositionalität. These: das Verfügen über einen Begriff hängt nicht davon ab, dass wir über andere Begriffe verfügen. Anders ausgedrückt. These: Begriffe haben keinerlei Struktur. ((s) Widerspruch zu oben: Fodor hat Begriffe kompositional genannt.
Extension/Prädikat/Fodor. These: die Extension wird dadurch festgelegt, welche Objekte das Äußern eines Prädikats verursachen.
VsFodor: Problem: bei schlechter Sicht kann man einer Kuh mit einem Pferd verwechseln, so dass die Prädikate disjunktiv würden: „Pferd oder Kuh“.
NS I 161
Lösung/Fodor: als primärer Fall wird der korrekte Fall vorausgesetzt.
VsFodor:
1. das Problem koextensionaler Begriffe. Bsp „mit Herz“/“mit Nieren“ – Bsp „gleichseitig“/ „gleichwinklig“ (bei Dreiecken). 2. Das Problem analytischer Intuitionen: auch wenn es keine absolute Grenze zwischen analytischen und nicht-analytischen Sätzen gibt, haben wir darüber verlässliche Intuitionen. Bsp die Intuition, dass Junggesellen unverheiratet sind.
FodorVsVs: leugnet das nicht. Aber er behauptet, dass die Kenntnis solcher definitorischer Zusammenhänge irrelevant sei für das Verfügen über einen Begriff!
Begriffe/Bedeutung/Prädikat/Literatur/Newen/Schrenk: neuere Ansätze: Margolis/Laurence. Kognitionswissenschaft.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsFodor Fodor Vs Kompositionalität
 
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IV 64/65
Wahrheitsbedingungen/WB/Holismus/Fodor/Lepore: (Fodor/Lepore VsKompositionalität als Lösung:) "Schnee ist weiß" hat die WB, die es hat, weil es zu einer Sprache gehört, die "Dies ist Schnee" und "Dies ist Schnee" enthält, und unbestimmt viele andere Sätze in denen "ist weiß" und "ist Schnee" vorkommen. Semantischer Holismus/SH: nun wäre es natürlich ein gutes Argument für den SH, wenn nur Kompositionalität wirklich erforderlich wäre, um Sätze wie W auszuschließen.
Problem: wenn es wirklich nur wegen der strukturellen Ähnlichkeit zwischen "Schnee ist weiß" und "Das ist Schnee" so ist, dass das erstere bedeutet, dass Schnee weiß ist (und nicht, dass Gras grün ist), dann sähe das aus wie ein a priori Argument gegen die Möglichkeit einer nichtkompositionalen Sprache! D.h. die Ausdrücke einer solchen Sprache könnten gar keine WB haben! Aber:
nichtkompositionale Sprache/nichtrekursiv/rekursiv/Fodor/Lepore: Bsp Angenommen, ein Kind hat den gesamten nichtrekursiven Apparat des Deutschen gemeistert. Es kann Dinge sagen wie
Es regnet, Schnee ist weiß, Gras ist grün, das ist Schnee, das ist gefroren, jeder haßt mich, ich hasse Spinat usw. aber nicht:
"Schnee ist weiß und Gras ist grün" oder
"Jeder haßt gefrorenen Spinat" usw.
Wir nehmen an, dass die Dispositionen des Kindes in Bezug auf die Sätze, die es beherrscht genau dieselben sind wie die eines normalen Erwachsenen, der diese Sätze anwendet.
Es ist sehr plausibel, dass dieses Kind, wenn es sagt "Schnee ist weiß", dass es dann meint, dass Schnee weiß ist.
Soweit ist das Kompositionalitätsprinzip für den Holismus nicht in Gefahr, wenn wir voraussetzen, dass das Kind "Schnee ist weiß" und "dies ist Schnee" in seinem Repertoire (Idiolekt) hat.
IV 66
Bsp Angenommen, ein zweites Kind das anstelle von "Schnee ist weiß" den unstrukturierten Ausdruck "Alfred" benutzt. Für "Dies ist Schnee": "Sam" und für "das ist kalt": "Mary".
1. Kind: schließt von "das ist Schnee" auf "das ist kalt"
2. Kind: schließt von "Sam" auf "Mary".
Wir nehmen an, dass die übersetzten Verbalisierungen von Kind zwei sich nicht von den Verbalisierungen von Kind 1 unterscheiden.
Dennoch: wenn Kompositionalität eine notwendige Bedingung für Inhalt wäre, dann gäbe es ein a priori Argument dafür, dass Kind 2 nichts bestimmtes mit seinen Äußerungen meinen könnte.
Meinen/Vs: was jemand mit seinen Äußerungen meint, das hängt von seinen Intentionen ab! ((s) und nicht von den Lautketten!).
Was für ein a priori Argument könnte zeigen, dass das Kind die Äußerung "Sam" nicht mit der Intention machen könnte, zu äußern, dass Schnee kalt ist? (s) Sollen ihm die Klänge im Hals stecken bleiben?
W Satz: vielleicht ist der W Satz
"Alfred" ist wahr dann und nur dann, wenn Schnee weiß ist dem W Satz
"Alfred" ist dann und nur dann wahr, wenn Gras grün ist
vorzuziehen.
Pointe: aber das kann keine Konsequenz der kompositionalen Struktur von "Alfred" sein, weil es gar keine hat.
Man kann auch bezweifeln, dass Kompositionalität hinreichend für die Lösung des Extensionalitätsproblems ist:
IV 178
QuineVsKant/QuineVsAnalytizität/QuineVs Kompositionalität der Inferenz: (extern): Schlüsse müssen sich als falsch herausstellen können(?).
IV 178/179
VsFodor/Lepore: dann könnte man vielleicht mit einer reformulierten CRT auskommen: kompositionale Bedeutung, aber inferentielle Rolle nicht kompositional, nur innerhalb analytischer Schlüsse? Fodor/LeporeVsVs: Gefahr der Zirkularität: Wenn man Analytizität überhaupt annimmt, dann fristen Kompositionalität, Analytizität und Bedeutung ihr Leben damit, dass sie jeweils die Arbeit des anderen besorgen. Quine würde sagen: "Das sagte ich doch!".
inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: durch den vorliegenden Vorschlag ist auch ihre Naturalisierbarkeit bedroht. ((s) dass man sie letztlich in physiologischen Kategorien erklärt): ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsFodor Dennett Vs Lewis, David
 
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Lanz I 299
DennettVsFodor: bestreitet Fodors Voraussetzung, daß intentionale Ausdrücke tatsächlich existierende Personenzustände bezeichnen. Dennett bestreitet damit ihr Merkmal: kausale Effizienz intentionaler Zustände.(damit auch DennettVsLewis).

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsFodor Cresswell Vs McGinn, Colin
 
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II 160
Glauben/McGinn/Cresswell: (McGinn 1982, 216): kombiniert zwei Elemente:
1. das kausale Element
2. die Wahrheitsbedingungen. Cresswell: er scheint zu vertreten, daß wenigstens einige Sätze mit prop Einst von Repräsentationen im Komplementsatz abhängen.
Repräsentation/Glauben/CresswellVsMcGinn/CresswellVsFodor: ich habe oben im Text gute Gründe vorgebracht dafür, daß keine bestimmten Repräsentationen involviert sind. Denn diese sind „im Kopf“ und daher privat und daher nicht dem Sprecher zugänglich ((s) Dem Sprecher, der eine prop Einst zuschreibt, also Bsp „Ralph glaubt...“).

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsFodor Peacocke Vs Mentalesisch
 
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I 212
PeacockeVsMentalesisch: Bsp Angenommen, ein Wesen, dessen Gehirn aus Schichten räumlich organisierter "Karten" besteht: auch hier braucht man nicht Mentalesisch. Disjunktion/Glauben/Peacocke: könnte als etwas realisiert sein, das mit der Theorie der Schaltkreise erklärbar ist. dann könnte es auch einen dritten Zustand geben, der der Akzeptanz beider Alternativen entspräche. [Fa oder Gb]. (>Schaltalgebra).
Es könnte Gründe geben, die gesamte Disjunktion zu glauben, ohne Gründe für eine Seite allein!
Unser Modell erlaubt auch zu erklären, warum eine Person nicht immer die disjunktiven Konsequenzen seiner Glaubenseinstellungen zieht!
Es könnte sein, dass eine Komponente von S Fa nicht immer vorhanden ist.
"Nicht immer vorhanden" heißt, dass die Komponente ganz anders realisiert sein kann. Es könnte eine Konzentration von Substanz in einer Menge von Neuronen oder ein Frage der der Verteilung in ihnen sein.
Deduktion/Mentalesisch/Peacocke: wegen der einzigen Forderung, dass sie sich um analoge syntaktische Strukturen der Zeilen kümmern muss, liegt die These des Mentalesisch nahe.
I 213
Vs: aber es ist nicht wahr, dass sie unverzichtbar ist. Eine physikalische Einheit könnte registrieren, dass der Zustand S Fa v Gb eine Disjunktion ist, weil er geeignet mit zwei Glaubenszuständen verbunden ist. Eine Seite könnte negiert werden. (z.B. S ~Gb) dann könnte die Einheit das System veranlassen in Zustand S Fa zu gehen.
Dabei wird keine Information über den Inhalt der zwei Seiten verlangt!
Es gibt nur den modus tollendo ponens.
PeacockeVsMentalesisch: daher können wir in jeder Situation, wo die Sprache des Gehirns auf den ersten Blick unverzichtbar erscheint fragen: lassen sich angenommene syntaktische Operationen durch relationale Operationen ersetzen?
wenn ja, dann brauchen wir die These des Mentalesisch nicht.
Mentalesisch/Peacocke: so weit ich weiß behauptet keiner der Proponenten, dass außer einem angenommenen mentalesischen Satz S, der gespeichert sein soll, wenn ein Subjekt glaubt, dass p, außerdem noch ein weiterer mentalesischer Satz S’ gespeichert sein soll, der bedeutet: "ich glaube dass p". ((s) Regress).
Es wird allgemein angenommen, dass es hinreichend für Glauben ist, dass ein gespeicherter Satz in geeigneter Weise auf Wahrnehmung, andere Zustände und Verhalten bezogen ist.
Peacocke: aber das entspricht genau meiner Ersetzungstaktik. (Relationen statt Syntax).
I 213/214
Ersetzungstaktik/Peacocke: kann auch benutzt werden, um zu zeigen, wie Handlungen einfach durch Zustände mit Inhalt erklärt werden können. Mentalesisch müsste hier noch ein zusätzliches Übersetzungsmodul annehmen.
Peacocke: eine Intention , dass Gb kann teilweise seinen propositionalen Inhalt durch die Tatsache haben, dass die entsprechende Handlung dadurch determiniert ist, dass das Subjekt im unstrukturierten Zustand S Gb ist, der seinen Inhalt durch seine Relationen zu anderen Zuständen hat.
Das gilt auch für das praktische Schließen: ((s) "Inhalt aus Relationen statt Sprache".)
Das relationale Modell scheint Mentalesisch als Spezialfall unter sich zu fassen.
I 215
Computation/PeacockeVsMentalesisch: wenn man in psychischen Zuständen mit Inhalt (durch Relationen) sein kann, ohne Sätze speichern zu müssen, dann kann es auch Computation ohne interne Gehirnsprache geben. Denn
Def Computation/Peacocke: (Berechnung) ist eine Frage von Zuständen mit Inhalt, die aus einander systematisch hervorgehen. Das erfordert gewisse Muster der Ordnung und der Kausalrelationen, aber keine syntaktische Struktur.
PeacockeVsFodor: es gilt nicht notwendig: "Keine Repräsentation, keine Computation".

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsFodor Cresswell Vs Physikalismus
 
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II 163
CresswellVsGrice/CresswellVsReduktionismus: ich sehe nicht, wie Prinzipien der Semantik irgendwie auf Prinzipien der Physik oder der Psychologie zurückgeführt werden könnte - CresswellVsFodor/CresswellVsTokenphysikalismus.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsFodor Fodor Vs Quine, W.V.O.
 
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Esfeld I 62
FodorVsQuine: (und Lepore): der Bestätigungs Holismus und der Verifikationismus beziehen sich auf verschiedene Sachen: Verifikationismus: bezieht sich auf Sprachliches.
Bestätigungs Holismus: bezieht sich auf sprachübergreifende Entitäten wie Propositionen.
EsfeldVsFodor: wenn wir jedoch von Überzeugungen ausgehen, können wir beides zusammenfassen.

Fodor II 114
Sprache/Verhalten/Bedeutung/Quine/Fodor: aber selbst wenn es eine feststellbare Eigenschaft gäbe, wie sollten wir die Behauptung rechtfertigen, angenommen, wir hätten sie gefunden? Quine: (The Problem of Meaning in Linguistics): Test für die Frage, ob S eine grammatische Phonemfolge sei: ob die Äußerung Verwunderung auslöse.
FodorVsQuine: das geht in beiden Richtungen fehl: 1. fast alle Äußerungen in der Alltagssprache sind ungrammatisch!
2. Fast jeder grammatische Satz kann in gewissen Situationen Verwunderung auslösen!
Unsere Intuitionen über die Grammatik sind oft nicht im Einklang mit der Grammatik selbst.
Auf der anderen Seite ist die Intuition in der Semantik weit unzuverlässiger als in der Grammatik.
- - -
Fodor/Lepore IV 54
Fodor/Lepore VsQuine: sein Argument ist ein Fehlschluss der Äquivokation! ((s) Zwischen Aussage und Formel). (Nämlich:
IV 52
Quine/Fodor/Lepore: Def Immanenz der Bestätigung: die These, dass weil Bestätigung über Arten von Entitäten definiert ist, deren Verbindung
IV 53
zu einer bestimmten Theorie wesentlich ist, es nicht möglich sein muss, solche Fragen so zu konstruieren, als ob es darum ginge, ob zwei Theorien in Bezug auf die Bestätigungsbedingungen übereinstimmen.) - - -
IV 76/77
Kind/Spracherwerb/Sprachlernen/Quine: hat das Kind vielleicht einen Hintergrund (vielleicht angeboren), z.B. über den Charakter seines Dialekts? Jedenfalls unterscheidet dieser sich dann von dem des Linguisten, dass er kein Bootstrapping ist. Fodor/LeporeVsQuine: das ist überhaupt nicht gerechtfertigt. Seine Wahl einer WT rechtfertigt nicht wahren Glauben und liefert kein Wissen.
Aber dann kann man dem Kind auch kein Wissen über die Sprache zuschreiben!
Lösung: Kinder kennen die Sprache in dem Sinne, dass sie sprechen können, daher haben sie jeden möglichen wahren Glauben, den das Sprechen erfordern mag ((s) und der damit vereinbar ist, also darüber hinausgeht).
Auch Quine glaubt nicht, dass die epistemische Situation des Kindes vollständig dadurch charakterisiert ist, dass man die Beobachtungsdaten bestimmt. Irgendwie verallgemeinert auch das Kind.
Problem: die Prinzipien der Verallgemeinerung können nicht ihrerseits gelernt sein. (Sonst Regreß). Sie müssen angeboren sein.
Lösung/Quine: Ähnlichkeitsraum. Gleichfalls:
Skinner: "intakter Organismus " mit angeborenen Dispositionen, in die eine, aber nicht die andere Richtung zu verallgemeinern.
Hume: Assoziationsmechanismen, "intrinsisch" in der menschlichen Natur usw.
- - -
Anmerkung
IV 237
13 > IV 157 o
Kausaltheorie: viele Philosophen halten kausale Beziehungen für konstitutiv für semantische Eigenschaften, aber ihre Beispiel beziehen sich immer auf spezielle Intuitionen über spezielle Fälle, wie z.B. dass wir die mentalen Zustände von Zwillingen (ZE?) unterscheiden müssen. Quine: dieser hat im Gegensatz dazu kein Problem zu erklären, warum das, was Zustimmung kausal veranlaßt, dasselbe sein muss, das wie WB festlegt. Denn Davidson schreibt zu recht, dass das für Quine die "sensorischen Kriterien" sind, die Quine als Evidenz behandelt.
Und als Verifikationist nimmt Quine die Evidenzrelation (Belege) als ipso facto konstitutiv für semantische Relationen. ((s): Relation/Relation).
VsQuine: der Preis den er dafür bezahlt ist, dass er kein Argument gegen den Skeptizismus hat!
- - -
IV 218
Intuitionismus/Logik/Quine/Fodor/Lepore: Quine favorisiert eine ökumenische Geschichte, der zufolge die logischen Verbindungen (Junktoren) verschiedenes bedeuten, je nachdem ob in klassischer oder intuitionistischer Logik gebraucht. Fodor/LeporeVsQuine: solange es keinen transtheoretischen Begriff von Satzidentität gibt, ist es unklar, wie das überhaupt festgestellt werden soll.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsFodor Fodor Vs Ryle, G.
 
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II 118
Gebrauchstheorie/Ryle: Sätze haben keine Verwendungsweisen! Daher sind Sätze a priori aus dem Studium der philosophischen Sprachanalyse ausgeschlossen. Weiter: Sätze gehören gar nicht zur Sprache, sondern nur zum Sprechen.
Sprache/FodorVsRyle: das unterschlägt, dass es das Wichtigste an der Sprache ist, unendlich viele neue Sätze zu bilden! Das kann aber nur auf rekursiven (formalen) Verfahren basieren.
- - -
Rorty I 256
Übereinstimmung/Sehen/Korrespondenz/Verhalten/Ryle: hier muss man sich mit dem Satz »er sieht es« zufriedengeben. Nichts »Paramechanisches« kann unser Verständnis des perzeptuellen Wiedererkennens verbessern. FodorVsRyle/Rorty: eine simple Story über erlernte Assoziationen wird nicht ausreichen: das Erwartungssystem müsste im gleichen Sinne abstrakt und kompliziert sein. Denn die wiedererkannten Identitäten sind überraschend unabhängig von den physikalischen Uniformitäten der Reize untereinander!
RyleVsVs/Rorty: könnte antworten dass es diese Komplexität ist, die es so aussehen lässt, als gäbe es hier ein Problem. Vielleicht ist es nur die Idee von dem kleinen Mann im Kopf, die uns die Frage stellen lässt: »wie wird es gemacht?«.
I 257
RortyVsFodor: angenommen, wir brauchten ein abstraktes Rezept für das Wiedererkennen von Ähnlichkeiten unter potentiell unendlichen Unterschieden. Wieso muss das Rezept überhaupt abstrakt sein? Vermutlich, dass wir in der Lage sein müssen, Ähnlichkeiten herauszufinden. Aber dann brauchen wir nicht den Gedanken eines »nichtabstrakten« Rezeptes, denn jedes Rezept muss dies leisten können! unendlich: Bsp Rorty: die möglichen qualitativen Abweichungen des Inhalts einer Packung Schokoladenkekse sind gleichfalls potentiell unendlich.
Rorty: wenn wir also überhaupt von »komplizierten Erwartungssystemen« oder Programmen oder Regelsystem entsprechen, so werden wir immer von etwas abstrakten sprechen.
Dilemma: entweder erfordert die Erklärung des Erwerbs dieser Regelsysteme das Postulieren weiterer Regelsysteme, oder sie werden gar nicht erlernt!
Entweder 1. die infiniter Regress, denn was für das Wiedererkennen gilt, würde auch für das Erlernen gelten müssen.
Oder 2. wir landen wieder bei Ryle: die Personen haben eine nichterlernte Fähigkeit.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Chinese Room VsFodor Pro Pauen I 149
Chinese room/Searle: SearleVsFodor
Reduktionismus VsFodor Versus Cresswell II 163
CresswellVsGrice/CresswellVsReduktionismus: ich sehe nicht, wie Prinzipien der Semantik irgendwie auf Prinzipien der Physik oder der Psychologie zurückgeführt werden könnte - CresswellVsFodor/ CresswellVsTokenphysikalismus.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Repräsentation VsFodor Versus Cresswell II 53
CresswellVsFodor: Bedeutungen sind keine Repräsentationen irgendeiner Art.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Repräsentation Cresswell, M.J.
 
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II 50
Bedeutung/Cresswell: These Bedeutungen sind keine Repräsentationen, weder innere noch sonstige. CresswellVsFodor.
II 53
prop Einst/Fodor: (Fodor , 1981, 177 -" 203, 177): These prop Einst müssen als Relationen zwischen Organismen und internen Repräsentationen aufgefaßt werden.
II 54
CresswellVsFodor: semantisch aufgefaßt, ist seine These falsch.
II 185
Repräsentation/Bild/Sober/Cresswell: These bildliche Repräsentation ist nicht so verschieden von sprachlicher, wie man oft denkt.
Bedeutung Fodor, J.
 
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Cresswell II 56
Bedeutungen/Fodor/Cresswell: FodorVsPutnam: These Bedeutungen sind im Kopf -" CresswellVsFodor: Problem: bei einer Zuschreibung muß ich dann dieselbe Repräsentation im Kopf haben -" es muß derselbe Glaube sein wie der, den er hat -" (s.o.: Bedeutungen sind keine Repräsentationen) -"

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Kontrafakt. Kondit. Fodor, J.
 
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Put III 52f
KoKo/Referenz/Fodor: Versuch, die eigentliche Beschaffenheit der Bezugnahme mit Hilfe von kontrafaktischen Konditionalsätzen zu erklären. "Asymmetrische Abhängigkeit". ("Katze-Einzelzeichen-Auslöser").
III 58
VsFodor: das leuchtet aber nicht ein. Er könnte besser sagen, dass die Zeichen manchmal ausgelöst würden. Dann könnte man wiederum einwenden, dass die These zu schwach sei. Man würde wohl sagen, der Satz könne zutreffen, sei aber nicht "gesetzesartig".
Mentalesisch Fodor, J.
 
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Cresswell II 55
Mentalesisch/prop Einst/Fodor: ein Glaubenssatz ist ein Satz in der Gedankensprache des Sprechers. CresswellVsFodor: Problem: dann müssen der ursprüngliche Sprecher und der Sprecher der Zuschreibung denselben Satz in Mentalesisch in ihrem inneren System haben.
Newen/Schrenk I 131
Mentalesisch /Sprache der Gedanken/Gedankensprache/Fodor/Newen/Schrenk: (Literatur 9-8): These das Medium des Denkens ist eine Sprache des Geistes ("Language of thought"). Viele empirische Phänomene sind nur mit Annahme von mentalen Repräsentationen erklärbar, Bsp wahrnehmungsbasierte Überzeugungen.
I 132
Sprache/Fodor: zu ihr gehören Kompositionalität und Produktivität. Denken/Fodor: das Denken ist so angelebt, daß es alle Kerneigenschaften der natürlichen Sprache (von Intentionalität bis Systematizität) auch schon hat. Denken findet mit mentalen Repräsentationen statt. Bsp Benzinuhr, Tankanzeige, kausale Verbindung. Mentale Repräsentationen werden durch Hirnzustände realisiert.
I 215/216
Mentalesisch/Fodor: (Language of Thought, S.199) These man kann keine Konstruktion von Psychologie geben, ohne anzunehmen, daß Organismen eine sachgemäße Beschreibung als Instantiation (Verkörperung) eines anderen formalen Systems besitzen: "Sachgemäß" erfordert: a) es muß eine allgemeine Prozedur für die Zuschreibung von Zeichenformeln (assigning formulae) zu Zuständen des Organismus geben
b) für jede prop Einst muß es einen kausalen Zustand des Organismus geben, so daß
c1) der Zustand als Relation zu einer Formel interpretierbar ist und
c2) es nomologisch notwendig und hinreichend ist, (oder kontingent identisch) dafür, diese prop Einst zu haben.
d) Mentale Repräsentationen haben ihre kausalen Rolle kraft ihrer formalen Eigenschaften.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
propositionale Einst. Fodor, J.
 
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Cresswell II 53
prop Einst/Fodor: (Fodor , 1981, 177 -" 203, 177): These prop Einst müssen als Relationen zwischen Organismen und internen Repräsentationen aufgefaßt werden.
II 54
CresswellVsFodor: semantisch aufgefaßt, ist seine These falsch.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Mentalesisch Harman, G.
 
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Cresswell II 160
Gedankensprache/Mentalesisch/HarmanVsFodor/Cresswell: (Harman 1982) These: die Sprache der Gedanken ist einfach die öffentliche Sprache. FodorVsHarman: (1975, 56).
Schiffer I 74
Mentalesisch/Harman: (1978, 58) These: es ist aber nicht unplausibel, anzunehmen, daß unsere inneren Zustände der Repräsentation "Elemente und Struktur haben, in einer Weise, die analog ist zu der Weise in der Sätze Elemente und Struktur haben".

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Semantik McGinn, C.
 
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Cresswell II 159
Semantik/Stufen/McGinn/Cresswell: McGinn (1982) Semantik hat mehrere Stufen. In letzter Zeit hat diese These mehrere Vertreter gefunden. Cresswell: dazu gehört sicher eine Unterscheidung zwischen Objekt und Inhalt. Denn dann geht es um zweierlei: um die Erklärung von Wahrheitsbedingungen (WB) und Erklärung der Rolle, die linguistisches Denken in unserem mentalen Leben spielt.
Cresswell: These die WB von Sätzen mit prop Einst werden bestimmt durch die Inhalte der Daß-Sätze. Das ist das einzige, um das es mir geht.
Inhalt/Repräsentation/CresswellVsFodor: ich bin überhaupt nicht überzeugt, daß Repräsentationen in Inhalten von prop Einst involviert sind.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Mentalesisch Rorty, R.
 
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I 277
Mentalesisch/a priori/Fodor/RortyVsFodor: Fodors These, daß die Entdeckung der Sprache des Denkens ein langwieriger empirischer Vorgang sein wird, impliziert, daß wir uns zu jedem Zeitpunkt darüber irren können, daß wir uns also über etwas Apriorisches irren können. (> Kripke).

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
mentale Ggst. Collins, A.W.
 
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Cresswell II 157
Satz/Grund/mentaler Gegenstand/Collins/Cresswell: (Collins 1979, 225f) Sätze ("causes" = Gründe?) sind mentale Einzeldinge. ((s) VsKompositionalität). Problem: aber alles, was einen Wahrheitswert haben kann, muss ein Universale sein.
Mentale Ereignisse/Collins: hier brauchen wir Temporalität
Wahrheit/Collins: die Träger von Wahrheit und Falschheit brauchen statt Temporalität Propositionalität. (CollinsVsFodor).
Cresswell: das entspricht Freges Unterscheidung von Idee und Gedanke.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984