Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kausalgesetze Cartwright
 
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I 10
Asymmetrie: Kausalgesetze sind asymmetrisch: Wirkung und Ursache können nicht vertauscht werden. - Dagegen symmetrisch: Assoziationsgesetze/Hume: Bsp Länge des Schattens/Höhe des Masts. - Fraassen: These: die erklärungsmäßigen Asymmetrien sind nicht echt. - Es gibt keine Tatsache darüber, was was erklärt. - CartwrightVsFraassen. Assoziation/CartwrightVsHume: ist nicht hinreichend, um Bsp bei der Malariabekämpfung effektive von uneffektiven Strategien zu unterscheiden.
I 30
Kausalgesetz/Kausalerklärung/Cartwright: Kausalgesetze sind nicht transitiv - d.h. die Kausalkette muss nicht durch ein einziges Kausalgesetz bestimmt sein.
I 32
Kausalgesetz/Cartwright: etwas, das immer der Fall ist ((s) universelles Vorkommnis, universelle Tatsache, "Permanenz") kann nicht Konsequens eines Kausalgesetzes sein. - ((s) Das ist hier eine Konvention). - alternativ: universelle Tatsache: alternativ könnte man sagen, dass alles die Ursachen einer universellen Tatsache ist. Def universelle Tatsache/Cartwright/(s): Wahrscheinlichkeit = 1.
I 36
Kausalgesetze/Cartwright: der Grund warum wir sie für die Charakterisierung von Effektivität brauchen ist, dass sie die richtigen Eigenschaften herausgreifen, auf die wir unsere Bedingungen anwenden.
I 43
Effektive Strategie/Cartwright: kann nur mit Annahme von Kausalgesetzen gefunden werden. - Partition: die richtige ist die, die dadurch determiniert ist, welche Kausalgesetze es gibt. - Ohne Kausalgesetze kann man nicht die richtigen Faktoren herausgreifen.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Konjunktion Fraassen
 
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I 83
"Konjunktions-Einwand"/PutnamVsFraassen: eine Konjunktion von Theorien muss Wahrheit erhalten, nicht aber empirische Adäquatheit. PutnamVsPositivismus: also gibt es keinen positivistischen Ersatz für den Wahrheitsbegriff. - PutnamVsAkzpetierbarkeit - PutnamVsRorty - PutnamVsPeirce - zwei inkompatible Theorien können jede für sich empirisch adäquat sein.
Problem: die Konjunktion zweier geglaubter Theorien muss nicht geglaubt werden. - Bsp die eine ist eine Korrektur der anderen.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Methode Boyd
 
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Fraassen I 77
Realismus/Wissenschaft/Methodologie/Methode/Boyd: nur der Realismus kann die wissenschaftliche Aktivität des Versuchsaufbaus (Methode, Experiment) erklären. Das wird für die Legitimierung von intertheoretischen Überlegungen gebraucht. Und zwar zur Erklärung der Rolle, die akzeptierte Theorien im Versuchsaufbau spielen.
I 78
BoydVsFraassen/BoydVsAnti-Realismus: 1. Prinzip: (laut Boyd anti-realistisch) wenn zwei Theorien genau dieselbe deduktiven Beobachtungs-Konsequenzen haben, dann ist jeder experimentelle Beleg für oder gegen die eine gleichzeitig einer für oder gegen die andere.
BoydVs: das ist schlichtweg falsch so wie es dasteht, und es lässt sich auch nicht verbessern.
empirische Äquivalenz/FraassenVsBoyd: ich habe eine ganz andere Definition von empirischer Äquivalenz als er.
2. Prinzip: (laut Boyd von allen Philosophen akzeptiert): AG ein wissenschaftliches Prinzip trägt zur Verlässlichkeit einer Methode im folgenden minimalen Sinn bei: seine Anwendung trägt zur likelihood bei, dass die Beobachtungs-Konsequenzen akzeptierter Theorien wahr sein werden. Dann ist es die Aufgabe der Erkenntnistheorie (Epistemologie), die Verlässlichkeit dieses Prinzips zu erklären.
Fraassen: ich glaube auch, dass wir dem zustimmen sollten. Es ist selbst ein Prinzip über Prinzipien.

Boyd/Fraassen: hat ein spezielles Beispiel im Sinn:

(P) eine Theorie muss unter Bedingungen getestet werden, die repräsentativ sind für die, in denen sie im Licht von Begleitinformation sie höchstwahrscheinlich fehlschlagen wird, wenn sie überhaupt fehlschlagen kann.

Fraassen: das ist harmlos so wie es dasteht.
I 79
Problem: „Begleitinformation“: ich nehme an, dass er „Wissen“ hier „leicht“ auffasst, d.h. als Wissen über zugrundliegende kausale Mechanismen, die von vorher akzeptierten Theorien zugrunde gelegt werden. Boyd: Bsp Angenommen,
M: chemischer Mechanismus
A: Antibiotikum
C: Bakterienart
L: Theorie, die zusammen mit Begleitinformation annimmt, dass die Population der Bakterien sich als Funktion ihrer Anfangspopulation, der Dosierung von A und der Zeit entwickelt.
Experiment: Frage: was muss man bei der Konstruktion des Experiments berücksichtigen:
1. Bsp eine Substanz, ähnlich wie A ist bekannt, diese aber löst nicht die Zellwände auf, sondern interagiert mit ein entstandenen Zellwänden nach der Mitose. Dann müssen wir die Implikation der zu testenden Theorie L prüfen, die nicht in dieser alternativen Weise funktioniert.
Dann sollte die Probe in einer so kurzen Zeit betrachtet werden, dass die typische Zelle sich noch nicht geteilt hat, die aber lang genug ist, dass ein großer Teil der Population durch A vernichtet ist (wenn es solche ein Intervall gibt).
2. Bsp man weiß, dass die fraglichen Bakterien zu einer Mutation neigen, die die Zellwände mutieren lässt. Das führt zu der Möglichkeit, dass Theorie L fehlschlägt, wenn die Zeit lang genug ist und die Dosierung von A gering genug, um selektives Überleben resistenter Zellen zu ermöglichen. Daher ist hier dann ein anderes Experiment erforderlich.
Auf diese Weise führen akzeptierte Theorien zu einer Modifikation von Experimenten.

Wissen/Fraassen: müssen wir hier verstehen als "von einer früher akzeptierten Theorie impliziert".


Boyd I
Richard Boyd
The Philosophy of Science Cambridge 1991

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Theoretische Entitäten Cartwright
 
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I 89
Theoretische Entitäten/CartwrightVsFraassen: diese gibt es, weil es auf der Ebene der Phänomene keine echte Regularität gibt.
I 98
Theoretische Entitäten/Hacking: der Experimentator glaubt nicht an Elektronen, weil sie die "Phänomene sicherstellen", sondern im Gegenteil, weil sie zu neuen Phänomenen führen. - Cartwright dito.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 12 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsFraassen Frege Vs Antirealismus
 
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I 18
Realismus/Fraassen: das zeigt, dass er Realismus ganz anders definiert als ich. Realismus/Fraassen: definierte ich in Begriffen von Zielen der Wissenschaft und epistemischer Einstellungen.
Akzeptieren/Fraassen: Frage: muss man eine Theorie als ganzes für wahr halten? Nein: wir halten sie nur für empirisch adäquat.
VsFraassen/VsAnti-Realismus: hier kann man einwenden, dass das, was der Anti-Realist über die Welt glaubt davon abhängt, was er glaubt, was seine Welt ist. Problem: seine Rasse könnte mutieren. Dann musste er Bedingungen akzeptieren wie
Wenn die epistemische Gemeinschaft sich in der Weise Y ändert, dann werden meine Überzeugungen über die Welt sich in der Weise Z ändern.
Fraassen: wenn das VsAnti-Realismus sein soll, muss man voraussetzen, dass unsere Erkenntnistheorie dieselben Resultate liefern sollte, unabhängig von der Spannweite der Belege, die uns zugänglich sind.
FraassenVsVs: das ist nicht überzeugend.
I 19
Man könnte es nur aufrechterhalten, wenn man einen durchgängigen Skeptizismus voraussetzt. Lösung/Fraassen: statt dessen eben empirische Adäquatheit: d.h. eine Theorie, deren Modelle die beobachteten Phänomene bewahren. Und was beobachtbar ist, ist eine Funktion dessen, was die epistemische Gemeinschaft ist. („beobachtbar-für-uns“).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsFraassen Boyd Vs Antirealismus
 
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Fraassen I 77
Realismus/Wissenschaft/Methodologie/Methode/Boyd: nur der Realismus kann die wissenschaftliche Aktivität des Versuchsaufbaus (Methode, Experiment) erklären. Das wird für die Legitimierung von intertheoretischen Überlegungen gebraucht. Und zwar zur Erklärung der Rolle, die akzeptierte Theorien im Versuchsaufbau spielen.
I 78
BoydVsFraassen/BoydVsAnti-Realismus: 1. Prinzip: (laut Boyd anti-realistisch) wenn zwei Theorien genau dieselbe deduktiven Beobachtungs-Konsequenzen haben, dann ist jeder experimentelle Beleg für oder gegen die eine gleichzeitig einer für oder gegen die andere.
BoydVs: das ist schlichtweg falsch so wie es dasteht, und es läßt sich auch nicht verbessern.
empirische Äquivalenz/FraassenVsBoyd: ich habe eine ganz andere Definition von empirischer Äquivalenz als er.
2. Prinzip: (laut Boyd von allen Philosophen akzeptiert): Angenommen, ein wissenschaftliches Prinzip trägt zur Verläßlichkeit einer Methode im folgenden minimalen Sinn bei: seine Anwendung trägt zur likelihood bei, dass die Beobachtungs-Konsequenzen akzeptierter Theorien wahr sein werden. Dann ist es die Aufgabe der Erkenntnistheorie (Epistemologie), die Verlässlichkeit dieses Prinzips zu erklären.
Fraassen: ich glaube auch, dass wir dem zustimmen sollten. Es ist selbst ein Prinzip über Prinzipien.
Boyd/Fraassen: hat ein spezielles Beispiel im Sinn:
(P) eine Theorie muss unter Bedingungen getestet werden, die repräsentativ sind für die, in denen sie im Licht von Begleitinformation sie höchstwahrscheinlich fehlschlagen wird, wenn sie überhaupt fehlschlagen kann.
Fraassen: das ist harmlos so wie es dasteht.
I 79
Problem: „Begleitinformation“: ich nehme an, dass er „Wissen“ hier „leicht“ auffaßt, d.h. als Wissen über zugrundliegende kausale Mechanismen, die von vorher akzeptierten Theorien zugrunde gelegt werden. Boyd: Bsp Angenommen,
M: chemischer Mechanismus
A: Antibiotikum
C: Bakterienart
L: Theorie, die zusammen mit Begleitinformation annimmt, dass die Population der Bakterien sich als Funktion ihrer Anfangspopulation, der Dosierung von A und der Zeit entwickelt.
Experiment: Frage: was muss man bei der Konstruktion des Experiments berücksichtigen:
1. Bsp eine Substanz, ähnlich wie A ist bekannt, diese aber löst nicht die Zellwände auf, sondern interagiert mit ein entstandenen Zellwänden nach der Mitose. Dann müssen wir die Implikation der zu testenden Theorie L prüfen, die nicht in dieser alternativen Weise funktioniert.
Dann sollte die Probe in einer so kurzen Zeit betrachtet werden, dass die typische Zelle sich noch nicht geteilt hat, die aber lang genug ist, dass ein großer Teil der Population durch A vernichtet ist (wenn es solche ein Intervall gibt).
2. Bsp man weiß, dass die fraglichen Bakterien zu einer Mutation neigen, die die Zellwände mutieren läßt. Das führt zu der Möglichkeit, dass Theorie L fehlschlägt, wenn die Zeit lang genug ist und die Dosierung von A gering genug, um selektives Überleben resistenter Zellen zu ermöglichen. Daher ist hier dann ein anderes Experiment erforderlich.
Auf diese Weise führen akzeptierte Theorien zu einer Modifikation von Experimenten.

Boyd I
Richard Boyd
The Philosophy of Science Cambridge 1991

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsFraassen Duhem Vs Deduktion
 
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Cartwright I 96
Erklärung: DuhemVsFraassen: Vereinheitlichung bloß fiktive Annahme zur Vereinfachung – DuhemVsDeduktion – DuhemVsdeduktiv-nomologisches Modell – FraassenVsDuhem: die empirische Substruktur der Theorie soll der der Phänomene isomorph sein – DuhemVsFraassen: das geht höchstens ganz grob – (Cartwright dito).

Duh I
P. Duhem
Ziel und Struktur der physikalischen Theorien Hamburg 1998

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsFraassen Cartwright Vs Duhem, Pierre
 
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I 89
CartwrightVsFraassen/CartwrightVsDuhem: beide eliminieren zu viel! Ich glaube an theoretische Entitäten.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsFraassen Armstrong Vs Fraassen, B. van
 
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Arm III 108/109
ArmstrongVsFraassen: angenommen, wir haben gute induktive Belege dafür, dass es ein Gesetz ist, daß Fs Gs sind. Was für eine Art Ding sollte das Gesetz sein? Thesitische und atheistische Sicht sind beide logisch stärker als der Agnostizismus.
Agnostizismus/Armstrong: involviert eine Disjunktion, und zwar eine ausschließende! In dieser Sichtweise können wir nicht verbleiben. Denn wir haben weder einen Grund in der "theistischen" noch in der "atheistischen" Position zu bleiben. Beides ist logisch möglich und die
Prinzipien der logischen Möglichkeit, die hier angewendet werden, geben uns keinen Ausschlag nach der einen oder anderen Seite. Sie machen keinen Unterschied zwischen negativen und positiven Aussagen. Zwischen dem Vorliegen einer Relation zwischen Universalien und der Abwesenheit einer solchen.
Sicher ist die Regularitätstheorie "logisch schwächer" als die Universalientheorie und damit "auf der sicheren Seite".
Aber es ist klar, worin die "Schwäche" liegt.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsFraassen Duhem Vs Fraassen, B. van
 
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Cartwright I 96
Fraassen: die empirische Substruktur die durch die Theorie geliefert wird, soll der der Phänomene isomorph sein. DuhemVsFraassen: das geht höchstens in ganz grober Annäherung. (Cartwright dito).

Duh I
P. Duhem
Ziel und Struktur der physikalischen Theorien Hamburg 1998

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsFraassen Hacking Vs Fraassen, B. van
 
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I 93
HackingVsFraassen: dieser macht keinen großen Unterschied zwischen Theorien-Realismus und Entitäten-Realismus. Ich glaube hingegen, dass es möglich ist, nicht aufgrund angenommener Wahrheit, aber aus anderen Gründen, überzeugt zu sein, dass gewissen theoretische Entitäten wirklich existieren. (> Hacking: Elektronen existieren, weil wir sie "versprühen" können).

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsFraassen Putnam Vs Fraassen, B. van
 
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V 62
PutnamVsFraassen: ich glaube, dass jene anderen Philosophen recht haben, die die These vertreten, wir würden nicht überleben, wenn hinreichend viele unserer Überzeugungen nicht wahr wären! Grund: das Trial and error Verfahren erklärt nicht, warum unsere Theorien 2beobachtungsadäquat“ sind.
V 62/63
Dies lässt sich nur erklären durch Bezugnahme auf Merkmale der Interaktion zwischen Umwelt und Mensch, die erklären, weshalb das Trial and error Verfahren erfolgreich ist. Anzunehmen, dass diese Interaktion falsche Theorien hervorbringt, hieße, eine völlig unerklärbare Reihe von Zufällen zu postulieren. Wir haben Leitüberzeugungen, die aus vielen anderen Überzeugungen abgeleitet sind.
V 63/64
Bsp Angenommen, einige von uns haben andere Überzeugungen als die Standardüberzeugung (Anhang, Interpretation J): so hat »mir scheint, dass sich auf den Knopf drücke« im „eingeklammerten“ Sinn verstanden (gewisses subjektives Erlebnis) unter J wie unter der „normalen“ Interpretation I nicht nur dieselben Wahrheitsbedingungen, sondern auch dieselbe Interpretation. Und das gleiche gilt auch für „mir scheint, ich erhalte die erwartete Befriedigung“. Sofern nur hinreichend viele unserer Leitüberzeugungen unter der Nichtstandardinterpretation J wahr sind, werden wir gewiss Erfolg haben und überleben. Die Leitüberzeugungen sind unter beiden Interpretationen nicht nur mit dem selben subjektiven Erlebnis verknüpft, sondern sie haben auch dieselben Wahrheitsbedingungen!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsFraassen Verschiedene Vs Fraassen, B. van Fraassen I 47
empirisch äquivalent/VsFraassen: man könnte einwenden, dass Theorien nur solange als empirisch äquivalent erscheinen können, wie wir nicht ihre möglichen Erweiterungen betrachten.
I 48
Verschiedene Theorien müssen verschiedene empirische Bedeutung (empirical import) haben. FN 6
Unperfektes Bsp: Brownsche Bewegung: zeigte die Überlegenheit der kinetischen Theorie über die phänomenologische Thermodynamik. Das Beispiel ist unperfekt, weil schon bekannt war, dass die beiden auf lange Sicht auch in Bezug auf die makroskopischen Phänomene differieren würden.





Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsFraassen Cartwright Vs Fraassen, B. van
 
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I 10
Asymmetrie/Erklärung/Kausalität/Fraassen: (The scientific image): These: die (erklärungsmäßigen) Asymmetrien sind nicht echt! CartwrightVsFraassen: ich glaube er irrt sich. Aber seine Frage ist stark und könnte uns dazu bringen, bestimmte Erklärungsstrategien aufzugeben.
Cartwright These: was wir aber nicht so leicht aufgeben sind unsere Handlungsstrategien im Alltagsleben. Bsp Sümpfe mit Antimoskitomitteln einzusprühen ist effektiv, Bsp Laken von Malariapatienten zu verbrennen, nicht.
I 89
FraassenVstheoretische Entitäten/Cartwright: warum sollte man an sie glauben? CartwrightVsFraassen: theoretische Entitäten gibt es, weil es auf der Ebene der Phänomene keine echte Regularität gibt.
Regularität/Cartwright: gibt es nur auf der Ebene der theoretischen Entitäten, nicht der Phänomene.
Gesetze/NG/Cartwright: ihre Ausnahmslosigkeit erklärt nicht nur, warum die Phänomene sich so regelmäßig (regulär) verhalten wie sie es tun, sondern auch, warum wir manchmal Ausnahmen sehen. Das gesteht van Fraassen zu.
Erklärung/van Fraassen: Problem;: aber daraus, daß ein Bündel von Prinzipien die Phänomene sicherstellt (save to the fact, Übersetzung Englisch), kann man nicht schließen, daß sie wahr sind!
richtig: Bsp „Ich denke also bin ich“.
falsch: Bsp „P erklärt Q. Q ist wahr, also P ist wahr“.
I 92
Elektron/Cartwright: Pointe: ist nicht Entität irgendeiner speziellen Theorie! (Elektronen nicht theorie-abhängig!). D.h. es geht nicht um Bohrsche Elektronen im Unterschied zu Rutherfordschen Elektronen. CartwrightVsFraassen: ich wähle ein Bsp von van Fraassen um zu zeigen, wie wir differieren:
Bsp Nebelkammer/Fraassen: im Gegensatz zum Kondensstreifen am Himmel, können wir vorne an der Nebelkammerspur nichts erkennen, egal wie genau wir hinsehen. Daher gibt es keine theoretischen Entitäten.
CartwrightVsFraassen: ich stimme der Prämisse zu, aber nicht der Konklusion.
I 93
theoretische Entitäten/Cartwright: das besondere an Erklärungen, die theoretische Entitäten involvieren ist, daß sie Kausalerklärungen sind (nicht Schluß auf die Beste Erklärung). Und Existenzbehauptung ist charakteristisch für Kausalerklärungen. Ursache/Kausalität/Fraassen/Cartwright: dieser glaubt nicht an Ursachen. Die ganze Kausalität sei eine Fiktion.
I 160
Theorie//Fraassen/Sellars/Cartwright: beide haben außerordentlichen Respekt vor der Theorie. Beide erwarten, daß sie die Tatsachen über das Beobachtbare richtig erfaßt. Für van Fraassen müssen die theoretischen Behauptungen (über Unbeobachtbares) das nicht. CartwrightVsFraassen/CartwrightVsSellars: eine gute Theorie muß beides nicht! Die Beobachtungskonsequenzen ((s) >“Beobachtungskonditional“?) können im großen und ganzen das sei, was wir für wahr halten, aber sie sind normalerweise nicht das beste, was wir erwarten können.
CartwrightVsFraassen: 2. mir geht es nicht ausschließlich um Beobachtbares. Ich nehme theoretischen Entitäten an und auch kausale Prozesse. Damit bin ich näher bei Sellars.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsFraassen Fraassen Vs Sinnesdaten
 
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I 72
Beobachtung/Belege/Theorie/Fraassen: wenn eine Theorie nur über Beobachtbares geht, fallen empirische Adäquatheit und Wahrheit zusammen. Aber das führt zu Schlüssen darüber, wie die beobachtbaren Phänomene beschaffen sind und das geht über die verfügbaren Belege hinaus. VsFraassen: man könnte einwenden, dass ich die Linie beobachtbar/unbeobachtbar willkürlich gezogen habe. Bsp Sinnesdaten und Erlebnisse sind auch theoretische Entitäten, wenn sie nicht in einem Rahmen von Phänomenen schon im voraus verstanden sind. Sie sind sogar noch schlimmer, weil sie aus einer Lehnstuhlphilosophie stammen.
FraassenVsVs: ich bin sicher, dass Sinnesdaten nicht existieren, bin aber agnostisch, was die Existenz unbeobachtbarer Aspekte der Welt, wie sie von den Wissenschaften beschrieben wird, angeht. (FraassenVsSinnesdaten).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsFraassen Hume Vs Thomas v. Aquin
 
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Fraassen I 212
Gottesbeweis/HumeVsThomas v. Aquin/Fraassen: unsere neue Auffassung (moderne Analogie) ist nicht der Kritik von Hume ausgesetzt. HumeVsThomas v. Aquin: auch wenn der Regreß in der Verursachung oder Erklärung ein Ende haben muss,
I 213
gibt es keinen Grund anzunehmen, dass dieses Ende (Endpunkt) nicht das Universum (Welt) selbst (statt Gott) sein sollte. Problem: denn wenn die Welt nur durch Referenz auf Gottes Willen verständlich ist, wie sollen wir dann Gottes Willen verstehen? Und wenn wir ihn nicht verstehen können, warum sollen wir dann nicht beim Universum haltmachen?
VsHume: alle Gegenargumente scheinen auf der Annahme zu beruhen. dass Gott wesentlich vom Universum verschieden ist. Gott selbst verlangt keine Erklärung oder Begründung.
Fraassen: das mag für Gott gelten, dennoch gibt es für unsern Fall ein mögliches Gegenargument: und zwar wie folgt:
Erklärung/Fraassen: in Bezug auf Erklärung gibt es keinen Unterschied zwischen Galvanometern und Elektronen. Statt dessen: Mikrostruktur (MiSt).
MiSt/VsFraassen: sie zu fordern heißt nicht, an einen kosmischen Zufall zu appellieren. Dass Bsp Nebelkammern und Galvanometer sich so verhalten, ist selbst dann noch überraschend, wenn es theoretische Entitäten wie Elektronen gibt. Denn es ist erstaunlich, dass es eine solche Regularität im Verhalten der Elektronen geben sollte. Wenn wir nicht metaphysisch gesinnt sind, sollten wir froh sein, dass unser Bezug auf die QM Ordnung da rein gebracht hat. Denn den zugrundeliegenden (prior, nicht zeitlich) Zufall (coincidence) verstehen wir nicht. Wenn wir dann weiter fragen, was bringt die Mikro-Dinge derselben Art dazu, sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in derselben Weise zu verhalten, haben wir einen neuen übertriebenen Realismus.
FraassenVsVs:
Erklärung/Regularität/Fraassen: These: es sind nur Regularitäten der beobachtbaren Phänomene, die erklärt werden müssen! theoretische Entitäten/Fraassen: die Frage, warum sie sich so verhalten, wie sie es tun, ist eine Frage auf einer anderen Ebene als der der Erklärung. Denn dann gibt es zwei Möglichkeiten:
a) es gibt eine weitere, noch unerklärte Regularität oder
b) es gibt die Vermutung, dass unsere Theorie noch verbessert werden kann, indem sie vereinfacht wird.
In keinem der beiden Fälle verlangen die Regularitäten hinter den Phänomenen eine Erklärung.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
deduktiv- nomolog. VsFraassen Versus I 96
Erklärung: DuhemVsFraassen: Vereinheitlichung bloß fiktive Annahme zur Vereinfachung - DuhemVsDeduktion - DuhemVsdeduktiv-nomologisches Modell - FraassenVsDuhem: die empirische Substruktur der Theorie soll der der Phänomene isomorph sein - DuhemVsFraassen: das geht höchstens ganz grob - (Cartwright dito).
Kausalerklärung VsFraassen Versus Cartwright I 93
van Fraassen: VsKausalität - FraassenVsUrsachen - Fraassen pro Hume - CartwrightVsFraassen: pro Kausalerklärungen - Cartwright pro theoretische Entitäten

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Theoret. Entitäten VsFraassen Pro Field III 8
FieldVsFraassen: Field pro theoretische Entitäten - wegen stärkerer Erklärungskraft bei der Erklärung der Phänomene - Cartwright dito.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Ursache VsFraassen Versus Cartwright I 93
van Fraassen: VsKausalität - FraassenVsUrsachen - Fraassen pro Hume - CartwrightVsFraassen: pro Kausalerklärungen - Cartwright pro theoretische Entitäten.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Gesetze Cartwright, N.
 
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Cartwright: ich habe drei verbundene Argumente
1. These die offensichtliche Erklärungskraft fundamentaler Gesetze spricht nicht für ihre Wahrheit.
2. These die Weise wie fundamentale Gesetze in Erklärungen gebraucht werden, spricht für ihre Falschheit. Wir erklären durch ceteris paribus-Gesetze durch Zusammenfügungen von Ursachen durch Annäherungen die das übertreffen, was die fundamentalen Gesetze diktieren.
3. These der Anschein von Wahrheit kommt aus einem schlechten Erklärungsmodell,
I 4
das Gesetze direkt mit Realität verbindet. Cartwright statt dessen:
Def "Simulacrum"-Sicht/Cartwright: von Erklärung: der Weg von der Theorie zur Realität geht so. Theorie > Modell > phänomenologisches Gesetz.
phänomenologische Gesetze/Cartwright: sind wahr von den Objekten der Realität (oder können es sein).
fundamentale Gesetze/Cartwright: sind nur von den Objekten im Modell wahr.
I 10
Asymmetrie: Kausalgesetze sind asymmetrisch: Wirkung und Ursache können nicht vertauscht werden - dagegen symmetrisch: Assoziationsgesetze/Hume: Bsp Länge des Schattens/Höhe des Masts - Fraassen: die erklärungsmäßigen Asymmetrien sind nicht echt - es gibt keine Tatsache darüber, was was erklärt - CartwrightVsFraassen - Assoziation/CartwrightVsHume: nicht hinreichend, um Bsp Malariabekämpfung: effektive von uneffektiven Strategien zu unterscheiden.
I 51
Gesetz/Naturgesetz/NG/Wissenschaft/Cartwright: These: es gibt keine Gesetze für Fälle, wo Theorien sich überschneiden.
VsFraassen Quine, W.V.O.
 
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V 62
Bas van Fraassen These eine erfolgreiche Theorie brauche nicht wahr zu sein, sondern lediglich »beobachtungsadäquat«. (Richtige Vorhersagen).
V 61
PutnamVsFraassen: ich glaube, daß jene anderen Philosophen recht haben, die die These vertreten, wir würden nicht überleben, wenn hinreichend viele unserer Überzeugungen nicht wahr wären! Grund: das Trialï·"andï·"errorï·"Verfahren erklärt nicht, warum unsere Theorien »beobachtungsadäquat« sind.