Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsFriedman Friedman Vs Davidson, D.
 
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Horwich I 498
Korrespondenztheorie/Kausaltheorie der Referenz/Michael Friedman/M.Williams: (wie Boyd mit der Verläßlichkeit unserer Methoden befaßt): wenn Wissenschaft als rationales Handeln gerechtfertigt werden muss, muss es möglich sein zu zeigen, dass es eine enge Verbindung von Bestätigung und Wahrheit gibt. ((s) Lager: Friedman: „substantieller W Begriff, VsDeflationismus),. Lösung/Friedman: ein statistisches Gesetz für die Verbindung von Bestätigung und Wahrheit. Dies leiten wir von unseren psychologischen und physikalischen Theorien und den Theorien darüber, wie der Geist durch Interaktion mit der Umgebung zu Überzeugungen kommt, ab.
Friedman/M. Williams: weil er Wahrheit innerhalb von Gesetzen verlangt, scheint das einen substantiellen W Begriff zu verlangen.
DeflationismusVsFriedman/M. Williams: aber das stimmt nicht. Und das könnte auch gar nicht sein: Das Zitattilgungsschema liefert die Mittel für semantischen Aufstieg und auch semantischen Abstieg: d.h. Wahrheit kann immer wegparaphrasiert werden. So kann man Friedman paraphrasieren. Bsp
Für jedes p, wenn p durch unsere Methoden bestätigt wird, dann wahrscheinlich p.
((s) ohne Wahrheit).
M. Williams: das involviert Quantifikation über Propositionen oder Sätze (statements). Verwandt mit „Alles was er sagte“, und dafür gibt es ähnliche konventionelle Lösungen.
Wahrheit/FriedmanVs: kann damit aber nicht ad acta gelegt werden: das Zitattilgungsschema allein zeigt nicht den Sprachgebrauch (s.o.).
Kompositionalität/W Theorie/Friedman: These WT verlangt eine kompositionale WT.
Wahrheit/Deflationismus/M. Williams: das heißt aber nicht, dass ein reicherer (substantieller) W Begriff benötigt wird! Das zeigt der Fall von Davidson (s.o.).
Selbst Validierung/Selbst Bestätigung/Überzeugung//Wissenschaft/FriedmanVsDavidson/M. Williams: Friedman These: Selbst Validierung ist möglich. Aber dazu darf nicht angenommen werden, dass unsere Erklärung, wie Referenz bestimmt ist, von vornherein garantiert, dass unsere Überzeugungen wahr sind.
Pointe: d.h. dass Friedman keinen substantiellen W Begriff aus der Tatsache herleitet, dass Wahrheit in Gesetzen vorkommt. (?).
Statt dessen argumentiert er für einen „realistischen“ Ansatz .für Referenz.
I 499
substantieller W Begriff/Friedman: ist dann ein Abfallprodukt davon! Selbst Validierung/Friedman/Zirkel/M. Williams: erscheint zirkulär, weil wir die Methoden gebrauchen, die bestätigt werden sollen.
Ähnlich;:
VsPutnam: Kausaltheorie der Referenz: setzt die Verläßlichkeit voraus, die sie erklären will.
Lösung/PutnamVsVs: es ist nur eine Art „Check der Konsistenz“.
Lösung/Friedman/M. Williams: es ist kein Zirkel, weil nicht von vornherein garantiert ist, dass es unsere besten Theorien sind, die die Verläßlichkeit garantieren.
Wissenschaft/Friedman: eine wichtige Aufgabe ist es zu zeigen, wie Wissenschaft nicht ihre eigene Belegbasis unterminieren kann. Wie Quine sagt:
Wissenschaft/Quine: verteidigt sich von innen, gegen ihre Selbstzweifel.
Friedman/M. Williams: das sieht so aus, als ob Friedman Raum für einen allgemeinen Skeptizismus schafft. Das wird klar wenn er unterscheidet:
a) Kausaltheorien der Referenz
b) Theorien die auf dem Prinzip der Nachsicht basieren, (Davidson).
Referenz/Davidson/M. Williams: nach Davidson ist die Zuschreibung von Referenten eine Sache der Methode unserer Interpretation.
Verläßlichkeit: d.h. dass wir auf Dinge referieren, über die wir verläßlich berichten können ist keine empirische Tatsache, die wir aus „unseren besten Theorien“ ableiten.
Kausaltheorie/Referenz/Friedman: dagegen: spezifiziert Referenz durch Überlegungen, die unabhängig von Wahrheit oder Falschheit der Sätze die wir zufällig akzeptieren, sind.
Überzeugung/FriedmanVsDavidson: das läßt die Möglichkeit offen, dass die meisten (oder alle) unserer Überzeugungen falsch sein könnten.
I 500
Wahrheit/Friedman: dann haben wir etwas signifikantes (substantielles?) gezeigt, wenn wir zeigen, dass unsere Methoden meist wahre Überzeugungen liefern. Aber das geht nur mit der Kausaltheorie, denn sie erlaubt diese selbst kritische Kraft, die am Ende die Selbst Rechtfertigung liefert. Skeptizismus/Friedman/M. Williams: diese Selbstkorrektur ermöglicht Friedman dadurch, dass er allgemeinen Skeptizismus zuläßt.
M. WilliamsVsFriedman: das ist pervers, so wie man eine Krankheit erwirbt aus Freude daran, sie zu kurieren. Außerdem setzt er eine Menge voraus, z.B. die Existenz „unserer induktiven Methoden“, oder die kausale Definition von Referenz.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsFriedman Fraassen Vs Friedman, M.
 
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I 109
Theorie/Fraassen. man könnte vertreten, dass eine Theorie als ganze mehr Eigenschaften haben muss als nur Akzeptierbarkeit. lokale Eigenschaft/Theorie/Friedman: Bsp dass eine Theorie ein besonderes Faktum erklärt
globale Eigenschaft/Theorie/Friedman: Wissenschaft vermittelt eher ein globales als ein lokales Verständnis, es geht nicht um das Verstehen individueller Phänomene. (FN 15).
Erklärung/Friedman: Relation „Theorie T erklärt Phänomen P“: im allgemeinen Regelmäßigkeiten, die durch gesetzesartige Sätze repräsentiert werden.
I 110
K: sei eine Menge gesetzesartiger Sätze (Hintergrundtheorie) S: ein Kandidat für eine Erklärung (Gesetz, Theorie, Hypothese) von P
P: ist selbst durch gesetzesartige Sätze repräsentierbar.
Def Erklärung/Friedman: S erklärt P gdw. P eine Konsequenz S ist, relativ zu K und S „reduziert“ oder „vereinheitlicht“ die Menge seiner eigenen Konsequenzen relativ zu K.
Def relative Konsequenz/Friedman/Fraassen: A ist eine Konsequenz von B relativ zu K gdw. A eine Konsequenz von B und K zusammen.
FraassenVsFriedman: er muss im Folgenden den Begriff „reduziert“ modifizieren und dann leistet er nicht mehr das, was Friedman braucht. (FN 16).
Erklärung/Friedman/Fraassen: interessant an seinem Ansatz ist: wir bewerten ein Explanandum relativ zu einem Hintergrund K.
1. Angenommen, eine Theorie beinhaltet Zusatzinformation, die nicht gesetzesartig ist, Bsp das Alter des Universums (Rahmenbedingung) aber natürlich kann sie nicht all unser Wissen beinhalten.
2. relativ zu K impliziert die Erklärung, dass P (der Satz über das Phänomen) wahr ist. Ich nehme an, dass Friedman diese Hempel-artige Bedingung im Sinn von Salmon abschwächen möchte (Die Wschk muss nicht hoch sein).
3. Problem: es ist der Charakter von K plus Zusatzinformation, betrachtet als komplexe Theorie, die bestimmt, ob wir eine Erklärung haben. ((s) D.h. es wäre abhängig von zufälligem Vorwissen oder vom Alter des Universums, ob etwas eine Erklärung ist).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980