Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutungs-Wandel Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 72
Bedeutungswandel/Sprache/Sprachentwicklung/historisch/Gärdenfors: historische Sprachentwicklung ist schwer zu erklären: Änderungen der Bedeutung gehen häufig und schnell vor sich und sind nicht vorherzusagen. Dennoch versuchen wir, Gesetzmäßigkeiten für Bedeutungswandel aufzustellen, nach denen einige Wechsel wahrscheinlicher sind als andere. Wenn meine These stimmt, dass Pragmatik entwicklungsgeschichtlich vor der Semantik anzusiedeln ist, wurden bestimmte kognitive Funktionen vor der der Ausbildung der Sprache festgelegt und sind Bedingung für diese. Dann wird Sprache gebraucht, um fremde Überzeugungen und zukünftige Ziele zu repräsentieren. (Siehe Gärdenfors 2003, 2004c, 2008; Gärdenfors et. al 2012).
Denken ohne Sprache/DennettVsGärdenfors: im Gegensatz dazu vertreten einige Autoren die These, dass Denken nicht ohne Sprache möglich ist: (Dennett, 1991).
Begriffe/Dennett: These: viele Begriffe können erst gebildet werden, wenn Sprache schon ansatzweise vorhanden ist, wie B Inflation, Monat, Erbe.
Begriffe/Gärdenfors: das ist sicher richtig, aber es spricht nicht dagegen, dass die meisten unserer Begriffe sich durch Beobachtung und Handlung herausgebildet haben, bevor sie ihren sprachlichen Ausdruck fanden.


Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Denken Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 72
Denken ohne Sprache/DennettVsGärdenfors: im Gegensatz dazu vertreten einige Autoren die These, dass Denken nicht ohne Sprache möglich ist: (Dennett, 1991). Begriffe/Dennett: These: viele Begriffe können erst gebildet werden, wenn Sprache schon ansatzweise vorhanden ist, wie B Inflation, Monat, Erbe.
Begriffe/Gärdenfors: das ist sicher richtig, aber es spricht nicht dagegen, dass die meisten unserer Begriffe sich durch Beobachtung und Handlung herausgebildet haben, bevor sie ihren sprachlichen Ausdruck fanden. GärdenforsVsDennett.
I 259
Deduktion/Shirky/Gärdenfors: (Shirky, 2003): deduktive Vernunft wird überschätzt von Leuten, die an Künstlicher Intelligenz arbeiten und insbesondere am Semantischen Web. GärdenforsVsDerscartes: diese Überschätzung kommt von Arthur Conan Doyle her, dessen Sherlock Holmes-Geschichten mehr Schaden angerichtet haben in Bezug auf die Vorstellung davon, wie der menschliche Geist arbeitet, als alles seit Descartes.


Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Dimension Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 35
Dimension/Bereiche/Gärdenfors: sogar Gefühle können nach Dimensionen geordnet werden: siehe Osgood, Suci & Tannenbaum, 1957, Russell, 1980;) GärdenforsVsLangacker. LangackerVsGärdenfors: (Langacker 1987, p. 151).

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Raum Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
Gärdenfors I 145
Raum/Sprache/Lakoff/Gärdenfors: (Lakoff 1987, p. 283): These: in der kognitiven Linguistik kann die räumliche Struktur des Bildes (image schema) zur Erklärung der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke herangezogen werden. Verräumlichung der Form/spatialization of form/Lakoff: wir brauchen räumliche Bildschemata plus metaphorische Abbildungen. Bsp der Gebrauch vieler räumlicher Präpositionen wird metaphorische verstanden, wenn er auf andere Bereiche übertragen wird. ((s) StrawsonVsGärdenfors/StrawsonVsLakoff: Vs Verräumlichung von Begriffen/FregeVsGärdenfors/FregeVsLakoff: Vs Verräumlichung von Begriffen).


Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Sprachentstehung Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 71
Sprachentstehung/Evolution/Sprache/Sprachevolution/Gärdenfors: These: in frühen Formen der Kommunikation war der kommunikative Akt selbst wichtiger als seine expressive Form. (Vgl. H. Clark, 1992; Winter, 1998; Gärdenfors, 2010). Daher ist die Pragmatik der natürlichen Sprache evolutionär gesehen das grundlegende. Später, wenn die Kommunikationsakte vielfältiger und vom unmittelbaren Kontext unabhängig werden, tritt die Semantik in den Vordergrund. Syntax wird gebraucht, wenn die Kommunikation noch später konventioneller wird: Marker werden gebraucht, um Eindeutigkeit herzustellen. Dann wird Syntax nur für die subtilsten Aspekte der Kommunikation gebraucht. VsGärdenfors: Das steht im Gegensatz zu den meisten zeitgenössischen Autoren in der Linguistik.
ChomskyVsGärdenfors: für Chomskys Schule steht Syntax am Anfang der Untersuchung, semantische Merkmale werden erst hinzugefügt, wenn Grammatik nicht ausreicht.
GärdenforsVsChomsky.
I 72
Pragmatik/GärdenforsVsChomsky/Gärdenfors: Für Chomsky ist die Pragmatik nur der Abfallkorb für die Reste: Kontext, Deixis, usw.). Gärdenfors: für eine Theorie der Evolution der Sprache müssen wir anders vorgehen: Pragmatik vor Semantik vor Syntax.
I 73
Sprachentstehung/Gärdenfors: so wie das Geld erst später zur Tauschwirtschaft hinzukam und diese effizienter machte, trat die Sprache zur bereits bestehenden Kommunikation unter Menschen hinzu. Analogie/sprachliche Kommunikation/Geldwirtschaft/Gärdenfors: man kann die Analogie weitertreiben: so wie das Geld ein stabiles Preissystem ermöglicht, bildet sich durch Sprache ein relativ stabiles System von Bedeutungen aus.
Spieltheoretische Erklärung/Analogie: so wie Preise sind auch sprachliche Bedeutungen Gleichgewichtspunkte in einem System. (>Meeting of minds).
I 78
Sprachentstehung/Kommunikation/Gärdenfors: These: wachsende semantische Komplexität wird durch Ausdehnung der Bereiche im geteilten Begriffsraum erreicht. Dabei kann man das verknüpfen verschiedener Bereiche als Schaffung von Produkträumen verstehen. ((s) Produktraum: Kartesisches Koordinatensystem, bei dem eine Achse einer Begriffsdimension entspricht.) So werden Bereiche kombiniert.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014