Lexikon der Argumente


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Geldwertillusion Keynes Rothbard III 783
Geldillusion/Geldwertillusion/Keynes/Keynesianismus/Rothbard: Keynes glaubte, dass, während andere Elemente des Wirtschaftssystems, einschließlich der Preise, grundsätzlich in realen Begriffen festgelegt wurden, die Arbeitnehmer selbst letztlich nur in Form von Geldlöhnen verhandelten - dass die Gewerkschaften auf Mindestlöhnen in Form von Geldlöhnen nach unten bestanden, aber sinkende Reallöhne in Form von steigenden Preisen passiv akzeptierten, während die Geldlöhne gleich blieben. Arbeitslosigkeit: Das keynesianische Rezept zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit beruht also speziell auf der „Geldillusion“ - dass die Gewerkschaften zwar Mindestlöhne in Geldform durchsetzen, aber zu dumm sind, um Mindestreallöhne per se durchzusetzen. Die Gewerkschaften haben jedoch das Kaufkraftproblem und die Unterscheidung zwischen Geld- und Reallohnsätzen kennengelernt; es erfordert in der Tat nicht viel Denkvermögen, diese Unterscheidung zu begreifen.(1)
>Arbeitslosigkeit/Keynesianismus, >Arbeitslosigkeit/Rothbard.
Inflation/VsGeldwertillusion: Ironischerweise beruhte Keynes' Befürwortung der Inflation auf der „Geldillusion“ auf der historischen Erfahrung (...), dass während einer Inflation die Verkaufspreise schneller steigen als die Lohnsätze.
Mindestlohn: Doch eine Wirtschaft, in der die Gewerkschaften Mindestlöhne durchsetzen, ist genau eine Wirtschaft, in der die Gewerkschaften mit Einbußen bei ihren Real- und Geldlöhnen rechnen müssen.
>Mindestlohn/Rothbard.
Inflation: Die Inflation kann daher nicht als Mittel eingesetzt werden, um die Gewerkschaften dazu zu bringen, die Arbeitslosigkeit zu verringern.(2)
RothbardVsKeynesianismus: Der Keynesianismus wurde als ein zumindest „praktisches“ System angepriesen. Ungeachtet seiner theoretischen Mängel ist er angeblich für die moderne Welt des Gewerkschaftswesens geeignet.
>Gewerkschaften/Rothbard.
RothbardVsKeynes: Doch gerade in der modernen Welt ist die Lehre von Keynes am wenigsten geeignet oder praktisch.(3)
KeynesismusVsVs:Die Keynesianer wenden ein, dass eine Flexibilisierung der starren Geldlohnsätze nach unten die monetäre Nachfrage nach Gütern und damit das monetäre Einkommen weiter senken würde. Dabei werden jedoch die Lohnsätze mit der Lohnsumme oder dem Gesamteinkommen, das in die Löhne fließt, völlig verwechselt.(4) Wenn die Lohnsätze sinken, bedeutet das nicht, dass auch das Gesamteinkommen sinkt. Im Gegenteil, das Gesamteinkommen wird,(...) , durch die Gesamtausgaben in der vorangegangenen Periode bestimmt. Niedrigere Lohnsätze werden dazu führen, dass diejenigen eingestellt werden, die durch die alten überhöhten Lohnsätze arbeitslos geworden sind. Die Tatsache, dass die Arbeit im Vergleich zu den Bodenfaktoren nun billiger ist, wird die Investoren dazu veranlassen, einen größeren Anteil für Arbeit im Vergleich zu Boden auszugeben als zuvor. Und die Beschäftigung von arbeitslosen Arbeitskräften erhöht die Produktion und damit das gesamte Realeinkommen. Darüber hinaus können sich die Preise und Lohnsätze anpassen, selbst wenn die Zahl der Beschäftigten zurückgeht (...) .

1. Vgl. Lindahl, „On Keynes' Economic System-Part I“, S. 25, 159 ff. Lindahls Artikel bieten eine gute Zusammenfassung sowie eine Kritik des keynesianischen Systems.
2. Außerdem ist die Inflation bestenfalls ein ineffizienter und verzerrter Ersatz für flexible Lohnsätze. Denn die Inflation wirkt sich auf die gesamte Wirtschaft und ihre Preise aus, während bestimmte Lohnsätze nur in dem Maße sinken, wie es notwendig ist, um den Markt für den jeweiligen Arbeitsfaktor zu „räumen“. Daher werden frei flexible Lohnsätze nur in den Bereichen sinken, die notwendig sind, um die Arbeitslosigkeit in diesen speziellen Bereichen zu beseitigen. Vgl. Henry Hazlitt, The Failure of the „New Economics“ (Princeton, N.J.: D. Van Nostrand, 1959), S. 278 ff.
3. Vgl. L. Albert Hahn, The Economics of Illlusion (New York: Squier Publishing Co., 1949), S. 50 ff., 166 ff. und passim.
4. Vgl. Hutt, „Significance of Price Flexibility“.

EconKeyn I
John Maynard Keynes
The Economic Consequences of the Peace New York 1920

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977