Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Sehen Gombrich
 
Bücher bei Amazon
Seel III 111
Sehen/Gombrich: These: wir sehen nur was wir wissen. Didi-HubermanVsGombrich: das ist ein Aberglaube - Wenn er wahr wäre, könnten wir Malerei als Kunstform vergessen. - Auch SeelVsGombrich.

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
Sehen Pinker
 
Bücher bei Amazon
I 42
Sehen/Maschine/Pinker: "schlecht gestelltes Problem": inverse Optik: aus Bildpunkten Gegenstände zusammensetzen - analog: uneindeutige Faktorenzerlegung.
I 178
Sehen/Pinker: Gesichtsfeld mit vielen tausend Prozessoren, für Farbe, andere für Form - Ebene darüber: Prozessoren, die nur die Punkte markieren, die sich von ihren Nachbarn unterscheiden - Trennung der Ebenen, weil es unmöglich ist, Detektoren für Verbindungen auf alle Stellen zu verteilen (weil zu viele Arten von Verbindung) - daher sind die Verbindungen kombinatorisch. - These: die Kombinationen werden bewusst erstellt! - im Gedächtnis falsche Kombination von Farben und Formen
I 269
Def Sehen/David Marr: Lösung schlecht gestellter Probleme durch Hinzufügen von Annahmen - erzeugt eine Beschreibung, die nützlich ist, und nicht mit unwichtigen Informationen überfrachtet. (Beschreibung auf Mentalesisch) - Illusionen/Pinker: machen die Annahmen sichtbar, mit denen die Selektion uns ausgestattet hat - Repräsentation/Pinker: nicht in Form von Netzhautbildern sondern von Gegenständen und räumlichen Beziehungen.
I 293
Marr: Lösung: Wahrscheinlichkeit: nicht alle möglichen Kombinationen kommen in der Welt gleich häufig vor - die Sehlinie endet in der Umwelt meist auf einer Oberfläche, die nicht viel weiter entfernt ist, als die Nachbaroberfläche - manche Einheiten schalten sich nur ein, wenn sie von beiden Augen den gleichen Input bekommt.
I 298
Sehen/Gen/Pinker: Gene können die endgültige Entfernung der Augpunkte nicht vorhersehen, daher wird das Sehen zwar nicht gelernt, muss sich aber erst entwickeln. - I 303 zum dreidimensionalen Sehen braucht man nicht zwei Augen.
I 317
Sehen/Form/Farbe/Pinker: Spezialisten für Aufgaben: Form, Farbe, Beleuchtung (Winkel, Reflexe, Schattierung) - Annahmen: Regelmäßigkeit vor Unregelmäßigkeiten, Homogenität, wenige graue Flächen.
I 324
Sehen/PinkerVsGombrich: entgegen der weitverbreiteten Ansicht sehen wir nicht das, was wir zu sehen erwarten.
I 326
Sehen/Marr: "zweieinhalbdimensionale Skizze": räumliche Tiefe wird um halbe Dimension zurückgestutzt - denn sie definiert nicht das Medium, in dem die Info festgehalten wird.
I 327
Sehen/Bezugsrahmen/Pinker: für die Nutzung der Info ist nicht entscheidend, dass sie umgeformt wird, sondern dass sie richtig abgerufen wird - das verlangt einen Bezugsrahmen oder Koordinatensystem - dieses muss mitgeführt werden - dafür müssen Kopien der Bilder angefertigt werden.
I 334
Sehen/Pinker: Gegenstände haben die Fähigkeit, sich selbst Bezugsrahmen zuzulegen. - Ein Erwachsener kennt die Namen von 10.000 Gegenständen; die meisten erkennt er an der Form. Gedächtnis/Marr: bedient sich des Bezugsrahmens der Netzhaut - nicht am Gegenstand selbst orientiert, sonst jede Perspektive einzeln speichern .
I 366
Form/Gestalt/Sehen/Biederman: Theorie der Geonen: Geon: Kubus, Bogen, Henkel, Quader, Pyramide, Eimer usw. - MarrVs/PinkerVs - Geonen machen aus allem Lollis - Gesichtserkennen wird unmöglich.
I 342
Sehen/Pinker: neu: vielleicht haben wir nur 40 Aspekte von Gegenständen gespeichert, statt wie bisher angenommen 40.000. - Entscheidend: die Unterscheidung oben/unten. Das auf der Seite liegende Afrika wird nicht erkannt. - VsGeonen: wir können Gegenstände im Geist drehen.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsGombrich Pinker Vs Verschiedene
 
Bücher bei Amazon
I 26
Roboter Grundgesetze/Asimov: 1. Ein Roboter darf nie einen Menschen verletzen, 2. Er muss den Befehlen der Menschen gehorchen, es sei denn, die Befehle stehen im Widerspruch zum 1. Gesetz 3. Er muss seine eigene Existenz schützen, es sei denn, dies stünde im Widerspruch zum 1. oder 2. Gesetz.
I 27
PinkerVsAsimov: er war nicht in der Lage, sich außerhalb seiner eigenen Denkprozesse zu stellen. Die Fähigkeit des Menschen zum Bösen ist nicht beachtet und ihre Unterstützung wird durch die Gesetze nicht ausgeschlossen.
I 458
Gehirn/Emotion/Tradition: "Dreieiniges Hirn": Einheit von Großhirn als evolutionärem Palimpsest aus drei Schichten: 1. unten Basisganglien (Reptilien), Sitz der primitiven und selbstsüchtigen Emotionen
2. Limbisches System, weichere soziale Emotionen (Elterngefühle usw.
3. Das beides ist umgeben vom modernen Säugetierhirn, dem Neokortex, der während der Evolution stark wuchs und die Intelligenz beherbergt.

PinkerVsDreieinigkeitstheorie (mit Paul MacLean): die evolutionären Kräfte häufen nicht einfach Schichten auf. Obgleich unsere Körper Zeugen der Vergangenheit sind, besitzen sie nur wenige Teile, die nicht modifiziert wurden. Selbst dem Blinddarm erkennt man heute im Zusammenhang mit dem Immunsystem eine Funktion zu. Auch die Schaltkreise für Emotionen blieben nicht unberührt. (Also auch: VsDennett?).
I 459
Gefühle sind leicht umzuprogrammieren! Bsp Hunde umfassen nach weniger als 1000 Jahren Züchtung Pittbulls und Bernhardiner. Außerdem reitet die Hirnrinde nicht huckepack auf dem vorzeitlichen limbischen System. Die Systeme arbeiten Hand in Hand. Der Mandelkern färbt unsere Erfahrungen mit Gefühlen ein,. Er unterhält Verbindungen mit praktisch jedem anderen Teil des Gehirns.

I 62
Def SSM/"Sozialwissenschaftliches Standardmodell": Trennung zwischen Kultur und Biologie. These die biologische Evolution sei von der kulturellen Evolution abgelöst worden. (E.O.Wilson, wurde später Opfer wütender Proteste). LewontinVsWilson.
I 63
Falsche Zitate der Gegner: Bsp Dawkins: Gene schufen uns, Körper und Geist." (Richtig).
VsDawkins: falsches Zitat: "Gene kontrollieren uns, Körper und Geist".
- -
I 324
Sehen/PinkerVsGombrich, Ernst H.: entgegen der weitverbreiteten Ansicht sehen wir nicht das, was wir zu sehen erwarten.
I 342
Sehen/Marr: lässt die Rückseiten völlig außeracht, und sogar die Oberflächen. Er analysierte die Form von Tieren, als wären sie aus Pfeifenreinigern gebogen. Sehen/BiedermanVsMarr: ordnet jedem z.B. Tier mehrere Geonen Kombinationen für verschiedene Ansichten zu.
PnkerVsBiederman/PinkerVsGeonen: gerade dieses Zugeständnis eröffnet die Möglichkeit, dass Formen auf völlig andere Weise erkannt werden. Warum soll man den Gedanken nicht zu Ende denken und jeder Form zahlreiche Gedächtniselemente zuordnen, eins für jeden Standpunkt? Solche Erinnerungen brauchen keinen exotischen objektzentrierten Bezugsrahmen, sondern können sich der Koordinaten der zweieinhalbdimensionalen Skizze bedienen, solange es so viele Erinnerungen gibt, dass alle Blickwinkel abgedeckt werden.
Pinker: das wurde für viele Jahre von vornherein abgetan. Es brauchte für jeden Gegenstand vielleicht 40.000 Aspekte (Gedächtniselemente. Damit sind aber noch nicht die Positionen außerhalb der Mitte des Gesichtsfelds erfasst!
In jüngster Zeit hat man aber überlegt, dass für jeden Gegenstand höchsten 40 Ansichten ausreichend sind, wenn man zwischen Ansichten interpoliert.
I 343
Richtung/oben/unten/Sehen/Pinker: Menschen richten sich nach der Oben unten Ausrichtung aus: das auf der Seite liegende Afrika wird nicht erkannt, ein Quadrat ist keine Raute. Das bringt eine weitere Verwässerung der Geonen Theorie: Beziehungen wie "über" oder "oben" müssen von der Netzhaut stammen, und nicht vom Gegenstand.
Diese Einschränkung dürfte unverzichtbar sein, denn oft gibt es bei einem Gegenstand keine Möglichkeit, das "Oben" festzulegen, bevor man ihn erkannt hat!
Außerdem können wir Gegenstände im Geist drehen (VsGeonen). Dadurch wird ein am Gegenstand orientierte Bezugsrahmen der Geonen noch weniger notwendig.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kunst Didi-Huberman, G.
 
Bücher bei Amazon
Seel III 109
Didi-Huberman: (Kunstgeschichte): These: Die Zunft habe vergessen, was es heißt, vor einem Bild zu stehen. Die "dunkle Unmittelbarkeit" wird von einer Wissenschaft verfehlt, die allein darauf aus ist, ihre Themen und Bedeutungen sichtbar zu machen. Sie unterliegt einer "Tyrannei des Sichtbaren".
III 110
These: Die Präsentation eines Bildes muss von seiner Repräsentation unterschieden werden. Das Bild macht sich zu einem Schauplatz der heterogenen Energien, die in seine Entstehung eingegangen sind.
III 111
Didi-HubermanVsGombrich: Gombrich: "Wir sehen nur was wir wissen": Didi-Huberman: Das sei ein Aberglaube. Wäre es zutreffend, so könnten wir Malerei als Kunstform vergessen. (Auch SeelVsGombrich).

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001