Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ethik Harman
 
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Wright I 224
Ethik/Erklärung/Harman: Bsp moralisches Urteil ohne Wertung, stattdessen psychologische Merkmale und Erziehung - Merkmale des Beurteilenden, nicht der Handlung.
Wright I 244
SturgeonVsHarman: Bsp dass unsere Überzeugung, dass Hitler moralisch verkommen war, auf Dingen beruht, die er genau deshalb tat, weil er moralisch verkommen war, sodass seine Verderbtheit Teil der Erklärung unserer Überzeugung ist, dass er es tatsächlich war. - D.h. wir müssen auf diese Art von Erklärung allein schon durch die Erkenntnis vorbereitet sein, dass moralische Diskurse zumindest minimal wahrheitsfähig sind und dass also die fehlenden Analogien (zur Naturwissenschaft) an anderer Stelle auftauchen werden.

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Kompetenz Chomsky
 
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I 307
Kompetenz/ChomskyVsHarman: ich habe nicht behauptet, dass sie im "Wissen-dass" bestehen, dass die Sprache durch die Regeln der Grammatik beschrieben wird - Kompetenz/ChomskyVsHarman: keine Menge von Gewohnheiten, keine Beziehung zur Fähigkeit des Fahrradfahrers (der automatisch an den Ampeln anhält). - Stattdessen die Beherrschung der generativen Grammatik - (nichtformuliertes Wissen) - weniger als die Fähigkeit, eine Sprache zu sprechen.
SearleVIII 404
Kompetenz/Performanz/Chomsky: These: Performanz ist nur die Spitze des Eisbergs der Kompetenz.
VIII 437
SearleVsChomsky: die Unterscheidung ist verfehlt: er nimmt an, dass eine Theorie der Sprechakte eher eine Theorie der Performanz als eine der Kompetenz sein muss. - Er sieht nicht, dass Kompetenz letztlich Performanz-Kompetenz ist - ChomskyVsSprechakttheorie: Chomsky vermutet hinter ihr den Behaviorismus. SearleVs: das trifft nicht zu, weil die Sprechakttheorie Intention involviert.
Searle VIII 409
Chomsky: neu: der Untersuchungsgegenstand ist die Sprachkenntnis - alt: wahllose Mengen von Sätzen, Klassifikationen. ChomskyVsStrukturalismus: eine Theorie muss erklären können, welche Ketten Sätze darstellen und welche nicht.
VIII 414
SearleVsChomsky: nicht klar, wie die grammatische Theorie die Kenntnis des Sprechers liefert.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Relativismus Putnam
 
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Horwich I 436
Realtivismus/Putnam: mein Hauptanliegen im Buch Vernunft Wahrheit und Geschichte. (Putnam These: Erklärung, Interpretation und Ethik sind nicht im selben Boot - "companions in guilt"-Argument, Mitgefangen-mitgehangen-Argument: bei teilweisem Relativismus droht der totale Relativismus - (PutnamVsHarman).
Horwich I 503
PutnamVsKulturrelativismus/PutnamVsRelativismus/M. Williams: innere Widersprüchlichkeit: - Bsp wenn ich als Kulturrelativist sage, dass wenn du sagt, daß etwas wahr ist gemäss den Normen deiner Kultur, dann sage ich in Wirklichkeit, dass das entsprechend den Normen meiner eigenen Kultur so ist - ich kann die transzendentale Behauptung gar nicht ausdrücken, die das Herz des Relativismus ist, dass alle Kulturen in derselben Position sind - Widerspruch: Wahrheit für eine Kultur ist etwas absolutes, das der angeblichen Relativierung widerspricht. - - -
Putnam III 139f
Relativismus/PutnamVsWilliams: tut so, als ob die Wissenschaft aus objektiven Einzelurteilen bestünde, während man die "Kultur" nur als ganzes übernehmen oder ablehnen könnte.
V 141
Bewusstsein/PutnamVsLocke: dass Steine keins haben ist eine Tatsache über unseren Begriff von Bewusstsein - Problem: das macht Wahrheit letztlich abhängig von unseren kulturellen Standards.
V 165
Relativismus/Tradition: leicht zu widerlegen, weil er sich selbst absolut setzen musste, sonst ist seine Position nicht gesicherter als jede andere - PlatonVsProtagoras (Relativist): Regress "ich denke dass ich denke dass Schnee weiß ist". PutnamVsPlaton: daraus folgt nicht, dass es unendlich iteriert werden muss, nur, dass es könnte - moderner Relativismus/Foucault, Diskursrelativität: alles ist relativ, auch der Relativismus. - VS: Problem: wenn "absolut wahr relativ zu Person P": dann kein totaler Relativismus - kein Relativist möchte, dass der R. für alles gilt.
I 241
Berechtigte Behauptbarkeit/Dewey/Rorty: von der Mehrheit in einer Kultur abhängig - Normen und Standards sind historisch und reflektieren Interessen - PutnamVsRorty: von Mehrheit unabhängig, aber keine transzendente Realität sondern Eigenschaft des Begriffs der Berechtigung! - PutnamVsRelativismus/PutnamVsRealismus: beide behaupten, zugleich innerhalb und außerhalb der Sprache stehen zu können.
I 249
Relativismus/Putnam: die Welt ist kein "Produkt" (unserer Kultur), sie ist nur die Welt.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Werte Lewis
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: Werte sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten. - Letztlich als ein Verlangen von Verlangen. HarmanVsLewis: 1. intrinsisches Verlangen höherer Stufe ist irreführend - . "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist wie jede Intention, schon selbstreferentiell.
- - -
I 191
FrankfurtVsHarman: in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zweck(en) und Mittel zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, dass Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten. - - -
Schwarz I 185
Wert/Ethik/Lewis/Schwarz: die Werte stecken nicht in den bewerteten Ereignissen, sondern in uns. In unseren Wünschen -" Problem: weil man etwas wünscht, ist es noch nicht gut - Lösung: Wünsche 2. Stufe: Wunsch, nicht zu wünschen zu rauchen. - Beste Theorie: ist dispositional. Problem: latenter Relativismus.
Schwarz I 187
LewisVsUtilitarismus: vernachlässigt die Perspektive.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsHarman Putnam Vs Brentano, Fr.
 
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Horwich I 435
„mitgefangen“ Argument/Rechtfertigung/Putnam: (These: die Frage was eine gute Erklärung ist oder keine, was eine gute Interpretation ist oder nicht, und was gerechtfertigt ist und was nicht, sind im selben Boot). (m m Argument/(s): Interpretation, Rechtfertigung und Erklärung seien im selben Boot). Bsp Angenommen, wir nähmen die Begriffe „Kompetenz“, oder „Beste Erklärung“ oder „Rechtfertigung“ als undefinierte Grundbegriffe. Weil diese keine physikalistischen Begriffe sind, wäre unser Realismus nicht mehr von der Art, den Harman zu verteidigen wünscht.
Warum sollte man dann nicht sagen, dass Brentano recht hat und es unreduzierbare semantische Eigenschaften gibt?
PutnamVsBrentano: wenn daran nichts falsch ist, dann wird die Frage, warum man kein ethischer Nonkognitivist ist, eine ernsthafte Frage.
Harman/Putnam: würde aber doch sagen, dass es ein Unterschied ist, ob man fragt, ob die Erde vielleicht erst vor ein paar tausend Jahren entstand,
I 436
oder ob man etwas Moralisches fragt, weil es dort keine physikalischen Tatsachen gibt, die darüber entscheiden. PutnamVsHarman: wenn der mR mit Harman (und mit Mackie) brechen muss, dann ist die ganze Begründung der Unterscheidung Tatsachen/Werte beschädigt.
Interpretation/Erklärung/Putnam: unsere Ideen der Interpretation, Erklärung usw. kommen genauso tief aus menschlichen Bedürfnissen wie ethische Werte.
Putnam: dann könnte ein Kritiker von mir sagen, (auch wenn er mR bleibt): „Also gut, dann sind Erklärung, Interpretation und Ethik im selben Boot“ („Companions in Guilt“ Argument).
Putnam: und genau da wollte ich ihn haben! Das war mein Hauptanliegen in „Vernunft Wahrheit und Geschichte“. (Putnam These Erklärung, Interpretation und Ethik sind nicht im selben Boot“ (companions in guilt“ Argument, Mitgefangen mitgehangen Argument: bei teilweisem Relativismus droht der totale Relativismus. PutnamVsHarman).
Relativismus/Putnam: es gibt keinen rationalen Grund ethischen Relativismus zu unterstützen, aber nicht gleichzeitig totalen Relativismus.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsHarman Harman Vs Chomsky, N.
 
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I 306
Kompetenz/Performanz/HarmanVsChomsky: Kompetenz als "Wissen daß die Sprache durch Regeln der Grammatik beschrieben wird". Und daß "Grammatik diese Kompetenz spezifiziert". ChomskyVsHarman: das habe ich nicht nur nie behauptet, sondern auch mehrfach öffentlich zurückgewiesen. Es wäre auch absurd, wenn der Sprecher die Regeln explizit kennen müßte.
Wissen/Sprache/Harman: a) Wissen daß, b) Wissen wie.
Da Sprache offensichtlich kein "Wissen, daß" ist, muß es "Wissen, wie" sein. Der Sprecher weiß, "wie er andere Sprecher zu verstehen hat". Analog zur Fähigkeit des Fahrradfahrers.
I 307
ChomskyVsHarman: er gebraucht "Kompetenz" ganz anders als ich. Ich sehe keine Beziehung zur "Fähigkeit des Fahrradfahrers", keine "Menge von Gewohnheiten" oder etwas derartiges.
I 308
HarmanVsChomsky: das internalisierte System (das die Auswahl der Grammatiken beschränkt) muß in einer grundlegenderen Sprache" dargestellt werden, und das Kind muß letztere bereits verstanden haben muß, ehe es diesen Schematismus anwenden kann. a) das führt zu einem Zirkel: würde man sagen, daß das Kind die "grundlegendere Sprache" "direkt" , ohne sie gelernt zu haben, beherrscht, warum sagt man dann nicht auch, daß es die eigentliche Sprache "direkt" , ohne sie zu lernen, beherrscht. Oder:
b) Regreß: sagt man dagegen, daß es die grundlegendere Sprache erst lernen muß, dann stellt sich die Frage, wie diese grundlegende Sprache selbst gelernt wird,
ChomskyVsHarman: selbst wenn man annimmt, daß der Schematismus an einer "angeborenen Sprache" dargestellt sein muß, folgt nicht das, was Harman sieht:
Das Kind muß vielleicht die "grundlegendere Sprache" beherrschen, aber es muß sie nicht "sprechen und verstehen". Wir müssen nur annehmen, daß es davon Gebrauch machen kann.
ad a): die Annahme ist falsch, daß das Kind seine Muttersprache beherrscht, ohne sie zu lernen. Es wird nicht mit perfekten Deutschkenntnissen geboren. Andererseits spricht nichts gegen die Annahme, daß es mit perfekten Kenntnissen einer universalen Grammatik geboren wird.
HarmanVsChomsky: in einem Modell kann erst dann aus gegebenen Daten auf eine Grammatik geschlossen werden, wenn in dem Modell bereits detaillierte Informationen über eine Theorie der Performanz enthalten sind.
Chomsky: interessant, aber nicht zwingend.
I 310
Empirie/Theorie/HarmanVsChomsky: nennt Chomskys Strategie "erfinderischen Empirismus", eine Doktrin, die "Induktionsprinzipien" verwendet. Solcher "erfindungsreichen Empirismus" sei sicher nicht zu widerlegen, "ganz gleich, wie die sprachlichen Daten aussehen".
ChomskyVsHarman: Empirismus ist nicht so wichtig. Mich interessiert die Frage, ob es
"Ideen und Prinzipien verschiedener Art" gibt, die die "Form der erworbenen Kenntnis auf weitgehend festgelegte und hochorganisierte Weise determinieren" (Rationalistische Variante) oder ob andererseits
"die Struktur des Aneignungsmechanismus auf einfache und periphere Verarbeitungsmechanismen beschränkt ist..." (empiristische Variante).
Es ist historisch gerechtfertigt und heuristisch sinnvoll, das auseinanderzuhalten.

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995
VsHarman Harman Vs Fodor, J.
 
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Cresswell II 160
Gedankensprache/Mentalesisch/HarmanVsFodor/Cresswell: (Harman 1982) These: die Sprache der Gedanken ist einfach die öffentliche Sprache. FodorVsHarman: (1975, 56).

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsHarman Harman Vs Grice, P.H.
 
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Avramides I 63
HarmanVsGrice: hat ein Gegen Bsp konstruiert, das uns zurück zu Grice’ c’’ führt. Persönliche Würde
S sagt: "Die Erde bewegt sich doch" nicht um seine Hörer zu überzeugen, von denen er weiß, daß sie nicht zu überzeugen sind. Er würde nicht einmal versuchen, sie zu überzeugen.

Avramides: d.h. hier geht es nicht um aktivierten Glauben. (s) Aktivierter Glaube: also nicht die Prüfungssituation des Abfragens oder Wiederholung von Wissen).
I 64
Avramides: der Sprecher spricht überhaupt nicht zu einer Hörerschaft.
I 66
Lösung/Schiffer: bei diesen Fällen (Selbstgespräche usw.) ist der Sprecher selbst die Hörerschaft. D.h. wiederum, daß es gar keine Fälle sind, in denen es keine Hörerschaft gibt! SchifferVsHarman: (ad 10. "Persönliche Würde", I 63): das Irreführende an Harmans Beispiel ist, daß es so scheint, als gäbe es eine Hörerschaft, aber es gibt sie gar nicht.
Durch die Lösung mit dem Sprecher als Hörerschaft lösen wir alle Fälle 1. 10. zusammen.

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsHarman Field Vs Harman, G.
 
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II 59
Bedeutung//Wahrheit/Field: wenn hier (bei Repräsentationen) Wahrheit eine Rolle spielen soll, muß Wahrheit mit Bedeutung korreliert sein: Bsp die Wahrheit von „Cäsar überquerte den Rubikon“ sollte aus der Bedeutung des Satzes zusammen mit der Tatsache, daß Cäsar den Rubikon überquerte, folgen. FieldVsHarman: und eine solche Theorie muß kompositional sein.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsHarman Putnam Vs Harman, G.
 
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Horwich I 421
Wahrheit/HarmanVsPutnam: sie ist nicht bloß idealisierte rationale Akzeptierbarkeit. Sie involviert eine Relation zwischen einer Bemerkung oder einem Gedanken und der Weise, wie die Dinge in der Welt sind.
Putnam/Harman: hat recht, wenn er den entscheidenden Punkt mit einer Festlegung auf die Lokalisierung aller Tatsachen in einer Welt gleichsetzt.
Harman: weil ich annehme These es gibt eine einzige eindeutige kausale physikalische Ordnung, stellen sich mir folgende Fragen: „Was ist der Ort des Geistes in der physikalischen Welt?“ Was ist die Stelle von Werten in der Welt der Tatsachen?“ Ich glaube, dass es ein ernster philosophischer Fehler ist zu glauben, wir könnten diese Fragen vermeiden.
PutnamVsHarman: eine Position wie Harmans führt zu zwei unplausiblen Konklusionen:
1. Identitäts These von Körper und Geist. (HarmanVs! Ich glaube aber nicht, dass er aus der Annahme einer einzigen Kausalordnung folgt, eher zum Funktionalismus, den Putnam selbst vertrat)
2. moralischer Relativismus. (Harman pro! Daran ist nichts Problematisches).
I 428
Wahrheit/HarmanVsPutnam: ich denke nicht, dass er es als gutes Argument für die Konklusion ansehen würde, dass Wahrheit dasselbe wie Konsistenz sei: Problem: dann zeigt sein Argument aber nicht, dass Wahrheit eine Idealisierung rationaler Akzeptierbarkeit ist.
I 434
Kompetenz/Chomsky/Putnam: (Chomsky Syntactic Structures) versprach uns, dass es eine normale Form für Grammatiken und eine mathematische Einfachheitsfunktion geben würde, die all das präzise erklären würde. Dabei müsste man verschiedene Beschreibungen der Sprecherkompetenz betrachten, die in Normal Form gegeben sind, und die Einfachheit jeder Beschreibung messen, (durch die mathematische Funktion) um die einfachste zu finden. Diese wäre dann „die“ Beschreibung der Sprecherkompetenz. Putnam: eigentlich schuldet uns Chomsky auch noch eine mathematische Funktion, mit der man die „Güte“ mißt, mit der die Kompetenzbeschreibung mit der aktualen Performanz zusammenpaßt.
Chomsky/Putnam: die Idee der Mathematisierung hat man seither aufgegeben. Zur Zeit ruht die Idee, dass die Sprecherkompetenz durch eine Idealisierung des aktualen Sprecherverhaltens gegeben werden könnte, auf einem intuitiven Begriff einer „besten Idealisierung“ oder „besten Erklärung“.
Rechtfertigung/PutnamVsChomskyPutnamVsHarman: anzunehmen, dass der Begriff der Rechtfertigung physikalistisch gemacht werden könnte durch Identifikation mit dem, was Leute gemäß der Beschreibung ihrer Kompetenz sagen sollten, ist absurd.
I 435
Harman/Putnam: würde aber doch sagen, dass es ein Unterschied ist, ob man fragt, ob die Erde vielleicht erst vor ein paar tausend Jahren entstand,
I 436
oder ob man etwas Moralisches fragt, weil es dort keine physikalischen Tatsachen gibt, die darüber entscheiden. PutnamVsHarman: wenn der mR mit Harman (und mit Mackie) brechen muss, dann ist die ganze Begründung der Unterscheidung Tatsachen/Werte beschädigt.
Interpretation/Erklärung/Putnam: unsere Ideen der Interpretation, Erklärung usw. kommen genauso tief aus menschlichen Bedürfnissen wie ethische Werte.
Putnam: dann könnte ein Kritiker von mir sagen, (auch wenn er mR bleibt): „Also gut, dann sind Erklärung, Interpretation und Ethik im selben Boot“ („Companions in Guilt“ Argument).
Putnam: und genau da wollte ich ihn haben! Das war mein Hauptanliegen in „Vernunft Wahrheit und Geschichte“. (Putnam These Erklärung, Interpretation und Ethik sind nicht im selben Boot“ (companions in guilt“ Argument, Mitgefangen mitgehangen Argument: bei teilweisem Relativismus droht der totale Relativismus. PutnamVsHarman).
Relativismus/Putnam: es gibt keinen rationalen Grund ethischen Relativismus zu unterstützen, aber nicht gleichzeitig totalen Relativismus.
Referenz/Harman/Putnam: Harmans Antwort ist, dass die Welt eine eindeutige Kausalordnung hat.
I 437
PutnamVsHarman: das hilft aber nicht: wenn meine linguistische Kompetenz durch E1, E2...verursacht wird, dann ist es wahr, dass sie von E*1, E*2... verursacht* wurde, wobei * die korrespondierende Entität in einem Nicht Standard Modell bezeichnet. ((s) >Löwenheim), Problem: wieso ist Referenz dann durch Verursachung und nicht durch Verursachung* festgelegt?
Referenz/Phyiskalismus/Putnam: die einzige Antwort, die er geben könnte wäre: „weil es die Natur der Referenz ist“. Das hieße, dass die Natur selbst Objekte herausgreift und sie in Korrespondenz zu unseren Wörtern stellt.
David Lewis/Putnam: hat etwas ähnliches vorgeschlagen:…+…

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsHarman Verschiedene Vs Harman, G. Wright I 244
Harman/Wright: drückte sich so aus, als sei die Anführung moralischer Tatsachen gar nicht zulässig. SturgeonVsHarman: Bsp unser Alltagsdenken kommt sehr gut mit der Tatsache zurecht, dass ein Aufstand durch soziale Ungerechtigkeit erklärt werden kann.,
Bsp Dass unsere Überzeugung, dass Hitler moralisch verkommen war, auf Dingen beruht, die er genau deshalb tat, weil er moralisch verkommen war, so dass seine Verderbtheit Teil der Erklärung unserer Überzeugung ist, dass er es tatsächlich war
I 246
D.h. wir müssen auf diese Art von Erklärung allein schon durch die Erkenntnis vorbereitet sein, dass moralische Diskurse zumindest minimal wahrheitsfähig sind und dass also die fehlenden Analogien (zur Naturwissenschaft?) an anderer Stelle auftauchen werden. Bsp Aufstände als Folge sozialer Ungerechtigkeit: das zieht doch niemand in Zweifel!
Es gibt eine Unterscheidung zwischen sozialer Ungerechtigkeit, und dem Gefühl des Unrechts.
Es gibt auch eine Unterscheidung zwischen der Ungerechtigkeit und jenen ihrer nicht moralischen Merkmale, die durchaus korrekt in einer Demonstration ihrer Ungerechtigkeit angeführt werden können.
I 247
Wir verbinden also nicht irgendwelche Behauptungen. Auch die Anführung weiterer nicht moralischer Faktoren kann die moralische Demonstration verstärken.





Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WriGH I
G. H. von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
VsHarman Chisholm Vs Harman, G.
 
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III 152
Wissen/Harman/Chisholm: These: wenn ich weiß, daß h wahr ist, weiß ich auch, daß jede Evidenz gegen h eine Evidenz gegen etwas Wahres ist. So weiß ich, daß sie irreführend ist. Dann sollte ich sie nicht beachten. Und sobald ich weiß, daß h wahr ist, bin ich in der Lage dazu. ChisholmVsHarman/Chisholm: das ist paradox, weil ich nie in der Lage bin, jede künftige Evidenz außer Acht zu lassen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Kompositionalität VsHarman Pro Field II 19
Lager: Field pro Kompositionalität? (der Referenz)
II 59
Field pro Kompositionalität - (VsHarman)

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Mentalesisch Harman, G.
 
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Cresswell II 160
Gedankensprache/Mentalesisch/HarmanVsFodor/Cresswell: (Harman 1982) These: die Sprache der Gedanken ist einfach die öffentliche Sprache. FodorVsHarman: (1975, 56).
Schiffer I 74
Mentalesisch/Harman: (1978, 58) These: es ist aber nicht unplausibel, anzunehmen, daß unsere inneren Zustände der Repräsentation "Elemente und Struktur haben, in einer Weise, die analog ist zu der Weise in der Sätze Elemente und Struktur haben".

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Werte Harman, G.
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: These Werten sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten -" letztlich Verlangen von Verlangen - HarmanVsLewis: 1. intrinsisches Verlangen höherer Stufe irreführend - . "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist wie jede Intention, schon selbstreferentiell - I 191 FrankfurtVsHarman: in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zweck(en) und Mittel zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, daß Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten -

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Werte Lewis, D.
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: These Werten sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten -" letztlich Verlangen von Verlangen - HarmanVsLewis: 1. intrinsisches Verlangen höherer Stufe irreführend - . "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist wie jede Intention, schon selbstreferentiell - I 191 FrankfurtVsHarman: in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zweck(en) und Mittel zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, daß Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten.
Schw I 185
Wertschätzen/Bewerten/Bewertung/Wert/Lewis/Schwarz: Lewis ist These Realist und Naturalist in Bezug auf normative Tatsachen: Werturteile können wahr oder falsch sein. Ihre Wahrheit beruht auf natürlichen, physikalischen Umständen der wirklichen Welt.

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Werte Frankfurt, H.
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: These: Werten sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten, letztlich alsVerlangen von Verlangen. HarmanVsLewis: 1. Intrinsisches Verlangen höherer Stufe ist irreführend. "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist, wie jede Intention, schon selbstreferentiell.
I 191
FrankfurtVsHarman: diser ist in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zwecken und Mitteln zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, dass Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten.

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002