Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Allwissenheit Hintikka
 
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I XV
Logische Allwissenheit/Hintikka: These: ist nur ein angebliches Problem. ChomskyVsHintikka: dieser hat das angebliche Paradox als Grund für seine Ablehnung jeglicher modell-theoretischer Semantik für propositionale Einstellungen angeführt.
HintikkaVsChomsky: sein Problem ist schon vor langer Zeit gelöst worden.
I 21
Allwissenheit/Lösung/Hintikka: wir müssen erlauben, dass Individuen nicht in jeder möglichen Welt existieren müssen. Sonst müssten alle Weltlinien stets ad libitum ausdehnbar sein, dann würde jeder wissen müssen, was ein Individuum in jeder Welt (in welcher Verkleidung (Guise) auch immer) wäre, und zwar auf der Basis der Form von Wissen + indirekte W-Frage.
I 23
Logische Allwissenheit/epistemische Logik/Modelltheorie/Hintikka: Problem: Angenommen (S1 › S2) d.h. alle Modelle von S1 sind Modelle von S2. Dann sind alle epistemischen Alternativen, in denen S1 wahr ist, solche, in denen S2 wahr ist.
Problem: daraus folgt, dass für jeden Wissenden b und jedes Szenarium gilt:
(3.1) {b} KS1 › {b} K S2.
D.h. man muss alle logischen Konsequenzen aus seinem Wissen auch wissen.
Das hat einige zur Ablehnung der Modelltheorie geführt.
Modelltheorie/HintikkaVsVs: das folgt aber nur, wenn man die Allwissenheit nicht vermeiden kann, und man kann sie vermeiden.
Lösung: man kann eine Teilmenge von logischen Konsequenzen (S1 › S2) finden, für die (3.1) gilt.
(i) diese Teilmenge kann syntaktisch beschränkt werden. Die Zahl der freien Individuensymbole zusammen mit der Zahl von Schichten von Quantoren beschränken die Zahl der Individuen, die in einem Satz S (oder in einem Argument) berücksichtigt werden können.
Lösung: diese Zahl (Parameter) sollte an keiner Stelle der Argumentation größer sein als die in S1 oder S2 ist.
Problem: es gibt noch kein einfaches axiomatisch-deduktives System dafür.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Anapher Kamp
 
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Cresswell I 184
Anapher/Kamp/Heim: These: ein Diskurs-Abschnitt kann als „langer Satz“ aufgefasst werden. HintikkaVsKamp: das ist unnatürlich.
CresswellVsHintikka: pro Kamp. Es geht ja nur um einen semantischen ((s) nicht syntaktischen) Gesichtspunkt. An der Oberfläche haben wir verschiedene Sätze.
Hintikka: These: eine Theorie wie die von Kamp/Heim kann nicht auf Frage-Antwort-Spiele angewendet werden.
CresswellVsHintikka: das geht wohl: Bsp
(14) Hier ist eine Biene im Zimmer
(15) Wird sie mich stechen?
I 185
Auf einer gewissen Ebene kann man (14) und (15) als Konjunktion auffassen.

Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Ereignisse Hintikka
 
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I 81
Ereignis/Hintikka: ein Ereignis kann nicht in der Raumzeit bewegt werden. D.h. dass Ereignisse nur identifiziert werden können, wenn die Welten eine gemeinsame Geschichte haben. Ereignis/Querwelteinidentifikation/Hintikka: ist relativ zu einer propositionalen Einstellung. Dazu brauchen wir noch eine bessere Fundierung der Theorie.

Identifikation/Raumzeit/KripkeVsHIntikka/QuineVsHintikka/Hintikka: beide wenden (aus verschiedenen Gründen) ein, dass raumzeitliche Kontinuität nicht immer einen präzisen Sinn hat.
SaarinenVsHintikka: die Identität von Individuen, die in mehreren Welten auftreten, ist auch dann nicht immer für alle diese Möwe wohldefiniert.
Hintikka: dito: in Glaubenskontexten kann es sein, dass ein Individuum unter einer Beschreibung identifiziert wird, nicht aber unter einer anderen.
Das muss auch so sein, denn sonst wären wir wieder gewissermaßen allwissend.
Mögliche welten: wir müssen auch vorsichtig sein, einen „gemeinsamen Grund“ von allen Möwe anzunehmen. Wir teilen sicher keinen Teil der Raumzeit, sondern einen Teil der Tatsachen. ((s) epistemisch statt ontologisch).
Welt/Tractatus/Wittgenstein/Substanz/Hintikka: bei Wittgenstein ist die Welt die Summe der Tatsachen, nicht der Gegenstände: zu einer geteilten Raumzeit würde das nur durch zusätzliche Annahmen.
Querwelteinidentität/Hintikka: scheint verloren, wenn wir es nur mit einer Menge von Tatsachen ((s) epistemisch) zu tun haben und uns eine gemeinsame Raumzeit fehlt.
I 82
Re-Identifikation: von physikalischen Objekten ist zunächst nötig, um danach zur Querwelteinidentifikation zu gelangen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Glauben Hintikka
 
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Schiffer I 287
Glauben/mögliche Welt/MöWe/Hintikka: (1969): These: "Ralph glaubt, dass Flundern schnarchen" ist wahr in allen möglichen Welten, die mit Ralphs Glauben kompatibel sind. - SchifferVsHintikka: 1. daraus folgt, dass Ralph auch alles glaubt, was von seinem Glauben logisch beinhaltet (entailed) ist. ((s) > logische Allwissenheit).
2. Dass er alles glaubt, wenn er irgendwelche inkonsistenten Glaubenseinstellungen hat.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Identitäts-Bedingungen Hintikka
 
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I 143
Eindeutigkeitsbedingung/W-Fragen/Antwort/Hintikka: die Bedingung dafür, das etwas eine vollständige und eindeutige Antwort auf eine Wer-Frage (mehrdeutig) ist, ist zunächst, dass (8) (7) implizieren muss, (6) Wer ist der Mann dort drüben?
(7) Ich weiß, wer der Mann dort drüben ist
Bsp es ist Sir Norman Brook.
(8) Ich weiß, dass der Mann dort Sir Norman Brook ist.
Problem: der Schritt von (8) nach (7) ist der einer existentiellen Generalisierung (EG).
I 144
Problem: dazu brauchen wir eine zusätzliche Prämisse. Bsp (13) (Ex) Ki (Sir Norman Brook = x).
(nicht-gespiegelter Quantor, wahrnehmungsmäßig)
„Ich weiß, wer Norman Brook ist.“
I 145
HintikkaVsQuine: Quine erkennt nicht die Rolle, die meine Eindeutigkeitsbedingungen spielen: Quine: sagt, dass man diese Bedingungen auch auf Glauben, Wissen usw. übertragen kann.
Quine: Hintikka verlangt, dass das Subjekt weiß wer oder was die Person oder das Ding ist. Wen oder was der Term designiert.
HintikkaVsQuine: dieser denkt, ich würde nur eine Art von Eindeutigkeitsbedingung gebrauchen.
Lösung: die semantische Situation zeigt den Unterschied: die Relation zwischen den Bedingungen für verschiedene propositionale Einstellungen (Glauben, Sehen, Wissen) ist eine der Analogie, nicht der Identität.
Lösung: die Mengen kompatibler Welten sind im Fall von Wissen, Sehen, Erinnerung, Glauben jeweils andere!

I 146
Identifikation/Glauben/Quine/QuineVsHintikka: jede Glaubenswelt wird unzählige Körper und Objekte enthalten, die gar nicht einzeln erkennbar sind, einfach weil der Glaubende glaubt, dass seine Welt unzählige solche Objekte enthält. Identität: Fragen nach der Identität dieser Objekte sind sinnlos.
Problem: wenn man in Glaubenskontexte quantifiziert, wie soll man sie ausschließen?
Lösung: man müsste den Bereich der Variablen auf solche Objekte einschränken, über die das Subjekt ausreichend klare Vorstellung hat.
Problem. wie soll man festlegen, wie klar diese Vorstellungen sein müssen?
HintikkaVsQuine: die Lösung ist ganz einfach, wenn wir über Individuen in doxastischen Welten quantifizieren:
Bsp Operator: „in einer Welt w1, kompatibel mit allem, was Jack glaubt“:
Lösung/Hintikka: wir können über Bewohner solcher Welten quantifizieren, indem wir einfach einen Quantor innerhalb des Operators gebrauchen.
((s) d.h. dass Jack, aber nicht wir unterscheiden?).
Problem: es könnte sein, dass wir die Bewohner als unsere Nachbarn aus der aktualen Welt w0 betrachten möchten. („Qua Nachbarn“).
Hintikka: das ist aber ein Problem für sich und hat nichts mit Eindeutigkeitsbedingungen zu tun.
Problem: liegt vielmehr an der Notation der konventionellen Modallogik, die nicht erlaubt, dass man den Bewertungsprozess, der von außen nach innen verläuft, niemals umdrehen darf, so dass er von innen nach außen verläuft.
Lösung/Saarinen: „rückblickende“ Operatoren.
Lösung/Hintikka: es kann dennoch sein, dass wir ein Individuum von w1 zurück zu w0 verfolgen können, selbst wenn es nicht die Eindeutigkeitsbedingungen erfüllt. (Diese erfordern, dass ein Individuum in allen Welten identifizierbar ist.
HintikkaVsQuine: dieser irrt sich, dass die Frage nach der Identität sinnlos ist, wenn die Eindeutigkeitsbedingungen nicht alle erfüllt sind.
Im Gegenteil: es muss sinnvoll sein, damit wir überhaupt in der Lage sind festzustellen, dass die Bedingungen nicht erfüllt sind!
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: wenn sie nicht erfüllt ist, heißt das nur, dass wir ein Individuum nicht in jeder Welt auffinden können.
I 150
Wahrheitsbedingungen/Eindeutigkeitsbedingungen/Hintikka: die Wahrheitsbedingungen der Eindeutigkeitsbedingungen sind ganz verschieden von den Wahrheitsbedingungen für andere Typen einfachster Sätze. Weltlinien/Hintikka: können daher auf verschiedene Weise gezogen werden, ohne die restliche semantische Situation umzukippen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Intensionale Objekte Cresswell
 
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I 115
Def intensionales Objekt/Cresswell: ist ein Objekt, das in verschiedenen möglichen Welten ein verschiedenes Ding (verschiedene Dinge) ist. - Hintikka: besser: Spieltheorie als Lösung für Identität in intensionalen Kontexten - wobei der erste Spieler versucht, den Satz wahr zu machen, und der zweite, ihn falsch zu machen. CresswellVsHintikka: die Beispielsätze sollte man besser so auffassen, dass sie normale Quantifikation beinhalten, allerdings über Entitäten höherer Ordnung, Bsp Klassen von Individuen.
I 120
Intensionale Objekte/Cresswell: a) in jeder möglichen Welt neu - b) immer aus der wirklichen Welt - CresswellVs: stattdessen mit Russell: Prädikat S: "ist das größte hölzerne Gebäude" - dann disambiguieren: (13)(Ey)(x)((Sx ↔ x = y). Nfy) - ((s) Es gibt nur ein schönstes Gebäude und das ist notwendig hölzern).
(14) N(Ey)(x)((Sx ↔ x = y ) . fy).- ((s) Es gibt notwendig nur ein schönstes Gebäude und das ist hölzern).
Obwohl beide falsch sind, schlägt nur (14) fehl, weil die Eindeutigkeit von S nicht logisch garantiert ist - Lösung: folgendes ist statt (14) wahr:
(15) (E1x)(Xs . N((E1x)Sx > (Ey)(x)(( Sx ↔ x = y ) . fy)).
Pointe: die Werte dieser Variablen sind aber normale Dinge, nicht intensionale Objekte.
I 122 ff
intensionale Objekte/Cresswell: Problem: Bsp (18) Es ist wahr in der anderen möglichen Welt, dass das größte hölzerne Gebäude der südlichen Hemisphäre hölzern in der anderen Welt ist -
(19) O(Ey)(x)((Sx ↔ x = y ) . Ofy).
(19) ist nicht äquivalent mit (20) (Ey)(x)((Sx ↔ x = y) . fy) - denn (19) ist falsch in w1, weil das Ding, das das größte hölzerne Gebäude in w2 ist, nicht hölzern ist in w1
(20) ist allerdings wahr, weil das größte hölzerne Gebäude in irgendeiner möglichen Welt natürlich in dieser ((s) selben) Welt hölzern ist).
Intensionales Objekt: nach dieser Sicht müssten wir die Kennzeichnung "das größte hölzerne Gebäude der südlichen Hemisphäre" als Name behandeln- dann müssen wir die Form von (18) betrachten als.
(21) OOfs.
(Bsp ein Zwei-Welten-Modell mit w1, w2 n dem O: ist ein Aussagen-Funktor (propositional functor): "es ist wahr in der anderen Welt, dass".
Oa: hat dann folgende Wahrheitsbedingungen:
Oa ist wahr in w1 gdw. a wahr ist in w2
Oa ist wahr in w2 gdw. a wahr ist in w1.
Aber OOfs ist äquivalent mit fs, was für ein intensionales Objekt auch immer s zugeschrieben wird. - Daher kann die Bedeutung von (18), die durch (19) ausgedrückt wird, nicht durch (21) erfasst werden - komplexe Eigenschaft: "in der anderen Welt hölzern".

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Quantoren Cresswell
 
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I 137f
Quantoren/Alltagssprache/Quine/Kaplan/Geach/Cresswell: nicht 1. Stufe: Bsp einige Kritiker bewundern nur einander - 2. Stufe: (Eφ)(Exφx u (x)(φx > x ist ein Kritiker) u (x)(y)((φx u x bewundert y) > (x ungl y u φy))). - Das ist nicht äquivalent mit irgendeinem Satz 1. Stufe - involviert plurale Nominalphrasen (plurale Quantifikation). - Folgendes geht nicht: "zwei Fs sind G" - man müsste annehmen, dass "bewundern" in beiden Richtungen gelten soll - (dann x ist ein K u y ist ein K u x ungl y..."). - besser: "sich gegenseitig bewundern" sei ein Prädikat, das auf Paare angewendet wird.
I 139
richtig: "Smart und Armstrong sind anwesend" für "Smart ist a u Armstrong ist a". - Problem: "König u Königin sind ein liebenswertes Paar", dann "Der König ist ein liebenswertes..." analog: Bsp "ähnlich", Bsp "weniger werden". - Lösung/Cresswell: Prädikat, auf Mengen anwenden.
I 140
"...Bewundert einen anderen Linguisten" muss ein Prädikat sein, das auf alle Logiker angewendet wird. - Das zeigt, dass Quantifikation höherer Stufe verlangt wird. - Problem: das führt dazu, dass die Möglichkeiten, verschiedene Reichweiten zu haben, eingeschränkt wird.
I 142
Quantoren höherer Stufe/plurale Quantoren/Boolos: These: Quantoren höherer Stufe müssen nicht über mengentheoretische Entitäten gehen, sondern können einfach interpretiert werden als semantisch primitiv. ((s) Grundbegriff.) - Cresswell: vielleicht hat er recht. - Hintikka: Spieltheorie - CresswellVsHintikka: bloß Entitäten höherer Ordnung - Quantifikation 2. Stufe wegen Referenz auf Mengen.
I 156
verzweigte Quantoren/Boolos/Cresswell: "für jedes A gibt es ein B". (x)(Ey)
(x = z ↔ y = w) u (Ax > By) -
(z)(Ew)
Übersetzung 2. Stufe: EfEg(x)(z)((x = z ↔ f(x) = g(z)) u (Ax > Bf(x)).
Funktion/eineindeutige Abbildung/Zuordnung/logische Form/Cresswell: "(x = z ↔ f(x) = g(z)" sagt, dass die Funktion 1:1 ist.
Verallgemeinerung/Cresswell: Wenn wir W, C, A, B und R durch Prädikate ersetzen, die wahr von allem sind, und Lxyzw durch Boolos’ ((x = z ↔ y = w) u Ax > By)), haben wir einen Beweis der Nicht-Ordenbarkeit 1. Stufe.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Raumzeit Hintikka
 
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I 81
Raumzeit/Identifikation/KripkeVsHIntikka/QuineVsHintikka/Hintikka: Kripke und Quine wenden (aus verschiedenen Gründen) ein, dass raumzeitliche Kontinuität nicht immer einen präzisen Sinn hat. SaarinenVsHintikka: die Identität von Individuen, die in mehreren Welten auftreten, ist auch dann nicht immer für alle diese Möwe wohldefiniert.
Hintikka: dito: in Glaubenskontexten kann es sein, dass ein Individuum unter einer Beschreibung identifiziert wird, nicht aber unter einer anderen.
Das muss auch so sein, denn sonst wären wir wieder gewissermaßen allwissend.
Mögliche Welten: wir müssen auch vorsichtig sein, einen „gemeinsamen Grund“ von allen Möwe anzunehmen. Wir teilen sicher keinen Teil der Raumzeit, sondern einen Teil der Tatsachen. ((s) epistemisch statt ontologisch).
Welt/Tractatus/Wittgenstein/Substanz/Hintikka: bei Wittgenstein ist die Welt die Summe der Tatsachen, nicht der Gegenstände: zu einer geteilten Raumzeit würde das nur durch zusätzliche Annahmen.
Querwelteinidentität/Hintikka: scheint verloren, wenn wir es nur mit einer Menge von Tatsachen ((s) epistemisch) zu tun haben und uns eine gemeinsame Raumzeit fehlt.
I 82
Re-Identifikation: von physikalischen Objekten ist zunächst nötig, um danach zur Querwelteinidentifikation zu gelangen.
I 90
Mögliche Welten/Hintikka: der Ausdruck setzt voraus, dass eine Raumzeit geteilt wird.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Reichweite Cresswell
 
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I 179f
Reichweite/RW/Cresswell: Bsp jeder liebt jemand: a) - jeder ist so, dass jemand so ist, dass der erstgenannte den zweitgenannten liebt - b) jemand ist so, dass jeder so ist, dass er, der zweitgenannte ihn, den erstgenannten liebt. - Spieltheoretische Semantik/ CresswellVsHIntikka: hat nichts neues gebracht, was Kamp/Heim nicht schon hatten - Spieltheorie: Reihenfolge der Wahl.
II 48
Reichweite/Kennzeichnung/propositionale Einstellung/Cresswell: Sätze über prop Einst können Kennzeichnungen immer eine weite RW geben - d.h. sie starr machen.
II 126
"r*/Reichweite/Cresswell: weite Reichweite: dann kann es auch als "ich" interpretiert werden- enge Reichweite: erlaubt "er", "sie" oder "es" - Götter-Bsp/Lösung/Cresswell: > - Sprecherindex.
II 126
"Jetzt"/Reichweite/Cresswell: analog zum Fall von "ich" - enge Reichweite: hier wird "jetzt" zu "dann". - "hier"/Cresswell: Problem: das "Personenkoordinaten" zu einer unendlichen Liste führen könnten - wegen der Kontextabhängigkeit. - CresswellVs: statt dessen gebrauche ich (1973a, 110-119) Eigenschaften von Äußerungen.
II 143
Hob/Cob/Nob-Bsp/Geach/Cresswell: (Geach 1967, 628): Cresswell: braucht Quantor, der gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Reichweite des Einstellungsverbs ist. - Lösung/Hill/Kraut: intensionale Objekte als Surrogate für Individuen und ein weiter Quantor.
II 150
Namen/Reichweite/Cresswell: normalerweise haben Namen eine weitere Reichweite als Modaloperatoren - das ist der "modale Einwand" VsKripke. - KripkeVsVs: 1972, 279.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Relevanz Hintikka
 
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I 143
Relevanz/ Identifikation/Querwelteinidentität/Mögliche Welten/Hintikka: Frage: welches sind die relevanten Welten, die bei der wahrnehmungsmäßigen Identifikation in Betracht gezogen werden müssen? Lösung: alle Welten, die kompatibel mit dem sind, was das Subjekt wahrnimmt.
Wissen/Glauben/Hintikka: usw. entsprechend: die relevanten Welten sind immer die, die mit dem Wissen, den Überzeugungen usw. des Subjekts kompatibel sind.
Bsp kompatibel mit der Verteilung von Objekten im Gesichtsfeld.
(s)VsHintikka: 1. diese Welten können unmöglich alle relevant sein.
2. Die Verteilung der Objekte kann verschieden sein, ohne dass die Reize es sind: Bsp vertauschte Eier, vertauschte Bestuhlung usw.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Semantik Kamp
 
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Cresswell I 163
Semantik/Hans Kamp/ Irene Heim/Cresswell: (Kamp 1983, Heim 1983, unabhängig voneinander): 1. These: Tatsachen über Kennzeichnungen, insbesondere ihren anaphorischen Gebrauch, erfordern eine Repräsentationsebene zwischen Oberflächenform und logischer Form (Oberfläche/Tiefenstruktur).
2. These:
Satzbedeutung/Kamp/Heim: wird nicht mehr durch die Wahrheitsbedingungen gegeben!
Kennzeichnung/CresswellVsHintikka/CresswellVsKamp/CresswellVsHeim: obwohl es eine neue Sicht in Bezug auf Kennzeichnungen gibt, (u.a. durch Lewis 1975) brauchen wir keine neue Art von semantischer Theorie.
λ-kategoriale Sprache/Cresswell: in ihr können wir die semantischen Einsichten von Kamp/Heim formulieren.
s: syntaktische Kategorie: entweder einfach oder komplex.
einfache:
syntaktische Kategorie 0: Satz
syntaktische Kategorie 1: Name
komplexe syntaktische Kategorie: Form .



Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Situationssemantik Cresswell
 
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I 63
Situationssemantik/Barwise/Perry: mögliche Welten (MöWe) sind zu groß um zu erklären, was der Sprecher eines Satzes weiß. Mögliche Welten: vollständige mögliche Situationen. CresswellvsBarwise: Situationen müssen nur in dem Sinn partielle sind, dass sie kleine mögliche Welten sind.
I 69
CresswellVsBarweise/Perry: Disjunktion: ihre Konstruktion erfordert, dass Situationen als mögliche Welten aufgefasst werden: Bsp ich bin zu Hause oder an der Uni: als Proposition unvollständig, weil durch beides wahr gemacht. - Die Situation kann aber nur eins von beiden sein. - Wahrmachen: der Gesamtsatz (Disjunktion) muss nicht durch eine Alternative wahr gemacht werden, weil er auch durch die andere Alternative wahr gemacht werden kann.
I 72
Situationen scheinen unvollständig zu sein. (Bsp bellt der Hund laut oder leise?) - Aber sie sind nicht so unvollständig wie Propositionen. ((s) die nur einem einzigen Satz entsprechen können, nicht einer Beschreibung einer Situation?)
I 71
Problem: Gesamtsituation: Maschine funktioniert (zeigt rot oder grün). - immer noch Widerspruch: wird die Situation durch a oder durch b beschrieben? - Wenn das Signal weder rot noch grün zeigen müsste, wäre die Unvollständigkeit zu radikal.
I 73
unvollständig/Situation/Barwise/Perry: Bsp nackte Infinitive mit "sehen". Joe sah, dass Fred reinkam und Sally rauchte oder nicht rauchte. - Cresswell: also alles mögliche - dann aber sind sie mögliche Welten. - Alles, was mögliche Welt sein kann, ist eine mögliche Welt. - mögliche Welten müssen nicht groß sein, können so klein sein wie Situationen bei Barwise und Perry. - anders: Aspekt/Hintikka: (= Unvollständigkeit von möglichen Welten): alle Tatsachen darüber, wer während der Vorlesung geschlafen hat. - CresswellVsHIntikka: wir wollen keine Listen, die sind hier metaphysisch. - Lösung/Cresswell. "Alles, was uns an der Situation interessiert". - (Dann auch Liste). - So kann die Wahrheit der Propositionen festgestellt werden.
I 74
Def wesentlich unvollständig/Cresswell: ist eine Situation, wenn sie bloß Teil einer Ansammlung von Situationen zu sein braucht (Disjunktion). - CresswellVsBarwise: das geht aber nicht bei nackten Infinitiven mit "Sehen": Bsp von "Ralph sah Ortcutt oder Hortcutt den Brief verstecken". - Auf "Ralph sah...oder sah...". (Das ist kein Dass-Satz!) - Das geht nicht, wenn Sehen Relation zwischen Subjekt und Situation sein soll - ((s) Dann nur eins von beiden.)
I 77
Situations-Semantik/CresswellVs: kennt nur eine Art Entitäten (Situationen). - statt dessen: MöWe-Semantik: drei Arten: 1. mögliche Welten, einzeln und vollständig (bewertet im Hinblick auf Wahrheit) 2. Propositionen: Klassen von mögliche Welten, stehen in logischen Relationen und sind die Bedeutungen von Sätzen in einem Kontext - 3. Individuen (Einzeldinge), unter ihnen Ereignisse. - Situationen/Cresswell: können als eine von jeder dieser Art Entitäten betrachtet werden.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Spieltheoretische Semantik Kamp
 
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Cresswell I 179
Spieltheoretische Semantik/CresswellVsHintikka: Hintikka und Kulas 1985) haben keine Entdeckungen gemacht, die Kamp (1983) und Heim (1983) nicht auch gemacht hätten.
I 180
Bsp (1) jeder liebt jemand
hier geht es um zwei verschiedene Reichweiten.
λ-kategoriale Sprache:
(2) >, jemand>>>.
((s) Jeder ist so, dass jemand so ist, dass der erstgenannte den zweitgenannten liebt. Ohne Quantifikation. >Chisholm, Lambda-Notation).
und
(3) <<λy, < jeder, <λx, >>>, jemand>.

Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Unmögliche Welt Hintikka
 
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I 12
Unmögliche Welt/Hintikka: ich glaube, dass wir sie zulassen müssen, um das Problem einer anderen Art von Allwissenheit, der logischen Allwissenheit zu bekämpfen.
I 63
Unmögliche Welten/Logische Allwissenheit/Semantik möglicher Welten/Hintikka: These: das Problem der Allwissenheit tritt hier gar nicht auf! Bsp (1) Ein Satz der Form „a weiß dass p“ ist wahr in einer Welt W gdw. p wahr ist in allen a-Alternativen. D.h. in allen Welten, die mit dem Wissen von a kompatibel sind.
Logische Allwissenheit: ihr Fehlschlagen kann so formuliert werden:
(2) Es gibt a, p und q so dass a weiß dass p, p impliziert logisch q, ,aber a weiß nicht, dass q.
Logische Wahrheit: wird dann modell-theoretisch analysiert:
(3) Ein Satz ist logisch wahr, gdw. er wahr in jeder logisch möglichen Welt.
Problem: (1) – (3) sind inkompatibel! Allerdings sind sie in der oben gegebenen Form noch nicht inkompatibel, sondern nur mit der zusätzlichen Annahme:
(4) Jede epistemisch mögliche Welt ist logisch möglich.
I 64
Problem: jetzt kann es sein, dass in einer epistemischen a-Alternative W’ q falsch ist! Problem: nach (4) sind diese epistemischen Welten auch logisch möglich.
Nach der logischen Wahrheit von (p > q) ((s) in diesem Beispiel) muss aber q in jeder logisch möglichen Welt wahr sein. Daraus entsteht der Widerspruch.
Lösung: verschiedene Autoren haben verschieden darauf reagiert:
Positivismus: nimmt Zuflucht zum nichtinformativen (tautologischen) logischer Wahrheit.
HintikkaVs: statt dessen. Semantik möglicher Welten.
(4): setzt die Allwissenheit schon voraus! Es setzt voraus, dass a nur scheinbare Möglichkeiten schon eliminieren kann. Das ist zirkulär.
Lösung: es kann Möglichkeiten geben, die nur möglich erscheinen, aber versteckte Widersprüche enthalten.
I 65
Problem: das Problem ist hier also (4) und nicht (2)! Lösung/Hintikka: wir müssen Welten zulassen, die logisch unmöglich sind, aber dennoch epistemisch möglich. ((s) anders als die unmöglichen Welten, die bei Stalnaker und Cresswell diskutiert werden.)
Dann können (1) – (3) zusammen wahr sein. D.h. in einer epistemischen Welt kann (p > q) fehlschlagen.
Unmögliche Welt/Hintikka: Problem, wie wir sie zulassen können.
Unmögliche Welt//Cresswell/Hintikka: Cresswell schlägt eine Uminterpretation der logischen Konstanten vor. (modelltheoretisch).
HintikkaVsCresswell: das eigentliche Problem bei der Allwissenheit ist doch, dass Leute nicht alle logischen Konsequenzen ihres Wissens erkennen. Und das spielt sich in klassischer Logik ab. Nicht-Standard-Logik: geht an dem Problem vorbei. Man könnte sagen, sie zerstört das Problem statt es zu lösen.
I 65
Unmögliche Welt/Logische Allwissenheit/Lösung/Veikko RantalaVsHintikka: hat einige Probleme dieses Ansatzes gelöst.
I 66
Nichtklassische Modelle: für Sätze 1. Stufe. Unmögliche Welt /Rantala: sind bei ihm nicht „unmöglich“ sondern sie unterscheiden sich von den normalen Möwe, dass sie „sich verändernde Welten“ sind (changing worlds) indem sie neue Individuen zulassen. Allerdings auf eine so subtile Weise, dass sie normalerweise nicht von invarianten Welten (/mit immer denselben Individuen) nicht zu unterscheiden sind. Dabei geht es um:
Urnenmodell/Statistik/Allwissenheit/Hintikka: wobei die varianten Welten solche sind, bei denen bei Zügen aus der Urne möglicherweise neue Individuen im Spiel sind. Aber so wenige, dass man es möglicherweise nicht merkt.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Wissen Kripke
 
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Wolf II 240f
Wissen/Hintikka: "starkes Wissen": sehr hohe Ansprüche - KripkeVsHintikka: wenn er mit Gegen-Beispielen konfrontiert wird, verdammt er sie als populäre, "schwache" Version des Wissens. - KripkeVs: >Theorie/Methode.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Zuschreibung Cresswell
 
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I 129
Zuschreibung/Variablen/Konstanten/Mögliche Welt/MöWe/Stalnaker/Cresswell: gebraucht eine Wertzuschreibung, die Welt-abhängig ist - d.h. einem Term t kann ein Individuum in einer Welt und ein anderen Individuum in einer anderen Welt zugeschrieben werden.
Variablen/Stalnaker: bezeichnen dasselbe Ding in allen Welten.

Variablen/Konstanten/ Hintikka: auch er behandelt Variablen und Konstanten unterschiedlich: durch seine Beschränkung von Quantoren können wir über dasselbe Ding in verschiedenen möglichen Welten sprechen ((s) >Querwelteinidentität). (Lager: LewisVsHintikka).

II 159
Propositionale Einstellungen/Zuschreibung/Dass-Satz/Wahrheitsbedingungen/WB/Inhalt/Cresswell: These: die Wahrheitsbedingungn von Sätzen mit propositionalen Einstellungen werden bestimmt durch die Inhalte der Dass-Sätze - das ist das einzige, um das es mir geht.
II 160
Mehr als bloß die Wahrheitsbedingungen der Komplementsätze sind bei der Zuschreibung von propositionalen Einstellungen involviert.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 16 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsHintikka Hintikka Vs Chomsky, N.
 
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I XV
Logische Allwissenheit/Hintikka: These: sie ist nur ein angebliches Problem. ChomskyVsHintikka: dieser hat das angebliche Paradox als Grund für seine Ablehnung jeglicher modell-theoretischer Semantik für propositionale Einstellungen angeführt.
HintikkaVsChomsky: sein Problem ist schon vor langer Zeit gelöst worden. (Essay 5)

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsHintikka Hintikka Vs Cresswell, M.J.
 
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Cresswell I 158
Spieltheoretische Semantik/GTS/Spieltheorie/Hintikka/Terminologie/Cresswell: ist für meine Zwecke eigentlich nicht wichtig.
I 159
HintikkaVsCresswell: Vs Gebrauch von Entitäten höherer Stufe. ((s) Statt Logik 2. Stufe und statt verzweigter Quantoren, um Kompositionalität wieder herzustellen). (Hintikka 1983, 281-285). CresswellVsHintikka/CresswellVsspieltheoretische Semantik: 1. sie quantifiziert selbst über Entitäten höherer Stufe, nämlich Strategien! Insbesondere in den WB für Sätze wie (28), trotz Hintikkas Behauptung, verzweigte Quantoren würden Individuen nur erwähnen. (s. 282).
CresswellVsHintikka: 2.
Def Wahrheit/spieltheoretische Semantik/Hintikka: besteht in der Existenz einer Gewinnstrategie.
Wenn wir nun (x)(Ey)Fxy als Ef(x)Fxf(x) formalisieren, sind wir gar nicht in einen Spielzug involviert!
Spielzug/Spieltheorie/Hintikka/Cresswell: besteht in einer einzelnen bestimmten Wahl der Natur für x und dann einer bestimmten Wahl durch mich.
Satzbedeutung/CresswellVsHintikka: Pointe: dann kann ein einzelnes Spiel die Satzbedeutung definieren, und nicht repräsentieren, wie der Sprecher damit umgeht bzw. seine Bedeutung repräsentiert.

Hintikka I 63
logische Allwissenheit/Semantik möglicher Welten/MöWe-Semantik/Hintikka: das Problem tritt hier gar nicht auf! Bsp (1) Ein Satz der Form „a weiß dass p“ ist wahr in einer möglichen Welt (MöWe) W gdw. p wahr ist in allen a-Alternativen. D.h. in allen Möwe, die mit dem Wissen von a kompatibel sind.
logische Allwissenheit: ihr Fehlschlagen kann so formuliert werden:
(2) Es gibt a, p und q so dass a weiß dass p, p impliziert logisch q ,aber a weiß nicht, dass q.
logische Wahrheit: wird dann modell-theoretisch analysiert:
(3) Ein Satz ist logisch wahr, gdw. er wahr in jeder logisch möglichen Welt.
Problem: (1) – (3) sind inkompatibel! Allerdings sind sie in der oben gegebenen Form noch nicht inkompatibel, sondern nur mit der zusätzlichen Annahme:
(4) Jede epistemisch mögliche Welt ist logisch möglich.
I 64
Problem: jetzt kann es sein, dass in einer epistemischen a-Alternative W’ q falsch ist! Problem: nach (4) sind diese epistemischen Welten auch logisch möglich.
Nach der logischen Wahrheit von (p > q) ((s) in diesem Beispiel) muss aber q in jeder logisch möglichen Welt wahr sein. Daraus entsteht der Widerspruch.
Lösung: verschiedene Autoren haben verschieden darauf reagiert:
Positivismus: nimmt Zuflucht zum nichtinformativen (tautologischen) logischer Wahrheit.
HintikkaVs: statt dessen. Möwe-Semantik.
(4): setzt die Allwissenheit schon voraus! Es setzt voraus, dass a nur scheinbare Möglichkeiten schon eliminieren kann. Das ist zirkulär.
Lösung: es kann Möglichkeiten geben, die nur möglich erscheinen, aber versteckte Widersprüche enthalten.
I 65
Problem: das Problem ist hier also (4) und nicht (2)! Lösung/Hintikka: wir müssen Möwe zulassen, die logisch unmöglich sind, aber dennoch epistemisch möglich ((s) anders als die UnMöWe, die bei Stalnaker und Cresswell diskutiert werden.
Dann können (1) – (3) zusammen wahr sein. D.h. un einer epistemischen MöWe kann (p > q) fehlschlagen.
Unmögliche Welt/UnMöWe/Hintikka: Problem: wie wir sie zulassen können.
UnMöWe/Cresswell/Hintikka: schlägt eine Uminterpretation der logischen Konstanten vor. (modelltheoretisch).
HintikkaVsCresswell: das eigentliche Problem bei der Allwissenheit ist doch, dass Leute nicht alle logischen Konsequenzen ihres Wissens erkennen. Und das spielt sich in klassischer Logik ab. Nicht-Standard-Logik: geht an dem Problem vorbei. Man könnte sagen, sie zerstört das Problem statt es zu lösen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsHintikka Hintikka Vs Frege, G.
 
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Cresswell I 148
Kompositionalität/Cresswell: es ist seit langem bekannt, daß sie auf der Oberflächenstruktur fehlschlägt. (Cresswell 1973, S 77). HintikkaVsKompositionalität/HintikkaVsFrege: H. sagt, daß sie einfach falsch ist. Damit ignoriert er die Tiefenstruktur. Und tatsächlich kann man den Unterschied der zwei Lesarten von (39) (Jeder liebt jemand) spieltheoretisch als Wechsel der Reihenfolge in der Wahl von Individuen auffassen. Dann könnte man sagen, daß das einzige sprachliche Objekt die Oberflächenstruktur ist.
CresswellVsHintikka: aber wenn es darum geht, sind seine Beobachtungen nicht neu. Kompositionalität/Cresswell: schlägt fehl, wenn wir sagen, daß die zwei Lesarten von der Reihenfolge abhängt, in der wir zuerst "und" und dann "oder" bearbeiten oder umgekehrt.
Dennoch wird das Frege-Prinzip (= Kompositionalität) dann wiederum auf (44) bzw. (45) anwendbar. So wird es bei Montague behandelt. (s.u. Anhang IV: Spieltheoretische Semantik).
I 149
HintikkaVsKompositionalität/HintikkaVsFrege: schlägt auch bei Quantifikation höherer Stufe fehl. CresswellVsHintikka: das ist ein Irrtum: zunächst ist gar keine Kompositionalität wirksam in der Übersetzung 1. Stufe von Sätzen wie (29).
Aber Autoren,die Entitäten höherer Ordnung gebrauchen (Montague und Cresswell) sehen sich nicht als Leugner des Frege-Prinzips. Das scheint Hintikka (1982, S 231 anzuerkennen).
I 161.
"ist"/Frege/Russell: mehrdeutig in der Alltagssprache. HintikkaVsFrege/KulasVsFrege: (1983): stimmt nicht!
Cresswell: dito, bloß ist die "normale Semantik" sowieso nicht auf Frege-Russell verpflichtet.

Hintikka I 45
(A) Wissen/Wissensobjekte/Frege/Hintikka: ihm ging es darum, welche Objekte wir annehmen müssen, um das logische Verhalten der Sprache zu verstehen, wenn es um Wissen geht.
Lösung/Frege/Hintikka: (s.u.: Freges Wissensobjekte sind die Fregeschen Sinne, >reifiziert, intensionale Objekte).
Hintikka: mir geht es zunächst um die Individuen von denen wir in epistemischen Kontexten reden, erst in zweiter Linie geht es mir darum, ob wir sie „Wissensobjekte“ nennen können.
MöWe-Semantik/HintikkaVsFrege: seinem Ansatz können wir die MöWe-Semantik gegenüberstellen. (Hintikka pro MöWe-Semantik).
I 46
Idee: Anwendung von Wissen führt zur Elimination von MöWe (Alternativen). MöWe/Hintikka: der Ausdruck ist irreführen, weil zu global.
Def Szenario/Hintikka: alles, was mit dem Wissen eines Wissenden kompatibel ist. Wir können sie auch bs Wissenswelten nennen.
Menge aller Möwe/Hintikka: können wir als illegitim bezeichnen. (FN 5).
Wissensobjekt/Hintikka: das können Gegenstände, Personen, Artefakte usw. sein.
Referenz/Frege/Hintikka: Frege geht von einer vollständig referentiellen Sprache aus. d.h. alle unsere Ausdrücke stehen für irgendwelche Entitäten. Diese können als Freges Wissensobjekte genommen werden.
Identität/Substituierbarkeit/SI/Terminologie/Frege/Hintikka: SI sei die These von der Substituierbarkeit der Identität ((s) gilt nur eingeschränkt in intensionalen (opaken) Kontexten).
I 47
(…) Bsp (1) …Ramses wusste dass der Morgenstern = der Morgenstern
Daraus kann man nicht schließen, dass Ramses wusste, dass der Morgenstern = der Abendstern (obwohl MS = AS).
I 48
Kontext/Frege/Hintikka: Frege unterscheiden zwei Arten von Kontext: direkter Kontext/Frege/Hintikka: extensional, transparent
indirekter Kontext/Frege/Hintikka: intensional, opak. Bsp Kontexte mit "glaubt" (Glaubenskontexte). ((s) Terminologie: "ext", "opak" usw. nicht von Frege).
Frege/Hintikka: nach seinem Bild:
(4) Ausdruck > Sinn > Referenz.
((s) D.h. nach Frege bestimmt die Intension die Extension.)
Intensionale Kontexte/Frege/Hintikka: hier ist das Bild modifiziert:
(5) Ausdruck ( > ) Sinn ( > Referenz)
Def systematische Mehrdeutigkeit/Frege/Hintikka: alle unsere Ausdrücke sind systematisch mehrdeutig, d.h. sie referieren auf verschiedene Dinge, je nachdem, ob es sich um direkte (transparente, extensionale) Kontexte handelt oder um indirekte (intensionale, opake).
Fregescher Sinn/Hintikka: Fregesche Sinne sind bei Frege besondere Entitäten, um überhaupt als Referenten in intensionalen Kontexten funktionieren zu können.
Bsp um die Inferenz im obigen Beispiel (MS/AS) wiederherstellen zu können, brauchen wir nicht die
Identität von Morgenstern und Abendstern, sondern die
Identität des Fregeschen Sinns von "Morgenstern" und "Abendstern".
I 49
Pointe: aber Frege reinterpretiert die Identität im Ausdruck MS = AS selbst nicht in dieser Weise. Er kann dies nämlich nicht ausdrücken, denn dort kommt die Identität in einem extensionalen Kontext vor, und später in einem intensionalen Kontext. Identität/Frege/Hintikka: daher kann man nicht sagen, dass Frege unseren normalen Begriff der Identität uminterpretiert.
Problem: es ist nicht einmal klar, ob frege die Identität der Sinne durch einen expliziten Satz ausdrücken kann. Denn in seiner eigenen formalen Sprache (in "Begriffsschrift" und "Grundgesetze2) gibt es keinen Satz, der dies könnte. Das sagt er selbst in "Über Sinn und Bedeutung": auf die Sinne unserer Ausdrücke können wir nur referieren, indem wir das Präfix „der Sinn von“ voranstellen. Aber dies gebraucht er niemals selbst.
(B)
Wissensobjekte/MöWe-Ansatz/HintikkaVsFrege:
Idee: Wissen führt dazu, dass wir einen intentionalen Kontext schaffen der uns zwingt, gewisse Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Diese Nennen wir MöWe.
neu: wir betrachten nicht neue Entitäten (intensionale Entitäten) neben den Referenten, sondern wir betrachten dieselben Referenten in verschiedenen MöWe.
MS/AS/MöWe-Semantik/Hintikka: Lösung: "Morgenstern" und "Abendstern" greifen nun dasselbe Objekt heraus, nämlich den Planeten in der wirklichen Welt.
I 50
(C) MöWe-Semantik/HintikkaVsFrege: hier gibt es keine systematische Mehrdeutigkeit, d.h. die Ausdrücke bedeuten intensional dasselbe wie extensional.
Bsp Zu wissen, was John weiß heißt, die MöWe zu kennen, die mit seinem Glauben kompatibel sind, und zu wissen, welche es nicht sind.
I 51
Extraprämisse: dazu muss sicher sein, dass ein Ausdruck in verschiedenen MöWe dasselbe Individuum herausgreift. Kontext: was die relevanten Möwe sind, hängt vom Kontext ab.
Bsp Ramses: hier ist der Fall klar,
Dagegen:
Bsp Herzl wusste, dass Loris ein großer Dichter ist
Zusätzliche Prämisse: Loris = Hofmannsthal.
I 53
Bedeutungsfunktion/MöWe-Semantik/Hintikka: der Unterschied meines Ansatzes zu dem von Frege ist der, dass ich die Probleme lokal betrachte, während Frege sie global betrachtet. Fregescher Sinn/(=Weise des Gegebenseins)Hintikka: muss als definiert für alle möglichen Welten (MöWe) angesehen werden.
Dagegen:
Hintikka: wenn Fregescher Sinn als Bedeutungsfunktion konstruiert wird, muss er in meinem Ansatz nur als für die relevanten Alternativen definiert angesehen werden.
Frege: gebraucht eben implizit den Begriff der Identität der Sinne. Und als Bedeutungsfunktion ist die Identität nur gegeben, wenn die mathematische Funktion für alle relevanten Argumente gilt.
Totalität/Hintikka: dieser Begriff der Gesamtheit aller logisch möglichen MöWe ist nun höchst zweifelhaft.
Lösung/Hintikka: gerade die MöWe-Semantik hilft, auf die Gesamtheit aller Möwe zu verzichten. ((s) Und nur die relevanten Alternativen, festgelegt durch den Kontext, zu betrachten).
Fregescher Sinn/Hintikka: wurde quasi als ein Objekt konstruiert (Einstellungsobjekt, propositionales Objekt Gedankenobjekt, Glaubensobjekt) Und zwar, weil sie als Entitäten in der wirklichen Welt (WiWe) angenommen wurden, wie abstrakt auch immer.
I 54
Bedeutungsfunktion/BF/HintikkaVsFrege/Hintikka: anders als die Fregeschen Sinne sind BF weder hier noch sonstwo. Problem/Hintikka: Frege war in Versuchung, seine „Sinne“ zu reifizieren.
Wissensobjekt/Gedankenobjekt/Frege/Hintikka: Frege hat das Problem, anders als z.B. Quine nie berücksichtigt.
Existentielle Generalisierung/EG/Hintikka: berechtigt uns, von einem Satz S(b) mit einem sing Term "b" zur Existenzaussage (Ex) S(x) überzugehen.
Dies schlägt fehl in intensionalen (epistemischen) Kontexten.
Übergang von "any" zu "some".
Bsp epistemischer Kontext:
(10) (Prämisse) George IV wußte, dass (w = w)
(11) (versuchsweise Konklusion) (Ex) George IV wußte dass (w = x)
I 55
Problem: der Übergang von (10) zu (11) schlägt fehl, weil (11) die Stärke von (12) hat (12) George IV wußte, wer w ist.
EG/Fehlschlagen/Lösung/Frege/Hintikka: nahm an, dass wir es in intensionalen (opaken) Kontexten mit Ideen von Referenten zu tun haben.
HintikkaVsFrege: Problem: dann würde (11) auf jeden Fall aus (10) folgen ((s) Und das ist gerade nicht gewünscht). Denn man müsste annehmen, dass es auf jeden Fall irgendeinen Sinn gibt, unter dem George IV sich ein Individuum w vorstellt.
Problem: "w" greift in verschiedenen MöWe verschiedene Individuen heraus.
I 56
MöWe-Semantik/Lösung/Hintikka: Bsp Angenommen, (13) George weiß, dass S(w)
zu
(14) (Ex) George weiß, dass S(x)
wobei S(w) keine Ausdrücke enthält, die opake Kontexte schaffen.
Dann brauchen wir eine zusätzliche Bedingung
(15) (Ex) in allen relevanten MöWe (w = x)
Das ist aber kein wohlgeformter Ausdruck in unserer Notation. Wir müssen sagen, was die relevanten MöWe sind.
Def relevante Möwe/Hintikka: sind alle die, die kompatibel sind mit dem Wissen von George.
Damit ist (15) gleichbedeutend mit
(16) (Ex) George weiß, dass (w = x).
Dies ist die zusätzliche Prämisse. D.h. George weiß, wer w ist. (Wissen-dass, Wissen-wer, Wissen-was).
Wissen-was/logische Form/Hintikka/(s): entspricht "weiß, dass (x = y)" ((s) >Einerklasse, Einermenge).
Bsp Wissen, dass „soundso es getan hat“ hilft nicht zu wissen, wer es war, außer man weiß, wer soundso ist. ((s) d.h. aber, dass man y kennt!
Lösung/Hintikka/(s): die Menge der mit dem Wissen kompatiblen MöWe)
I 57
Bedeutungsfunktion/MöWe-Semantik/Hintikka: um hier eine Lösung zu sein, muss die Bedeutungsfunktion (s.o.) eine konstante Funktion sein, d.h. sie muss in alle Möwe dieselben Individuen herausgreifen. Frege/Identität/opaker Kontext/Hintikka: Frege hatte es mit dem Fehlschlagen der SI (Substituierbarkeit bei Identität) ((s) d.h. dass die Individuen vielleicht einen anderen Namen haben) zu tun, nicht mit dem Fehlschlagen der EG (existentielle Generalisierung). ((s) D.h. dass die Individuen vielleicht nicht existieren).
Hintikka: daher brauchen wir verschiedene zusätzliche Prämissen.
MöWe-Semantik:
SI: hier brauchen wir für SI nur die Annahme, dass wir die Referenten zweier verschiedener Terme in jeder MöWe vergleichen können.
EG: hier müssen wir die Referenz ein und desselben Terms in alle MöWe vergleichen.
Frege/Hintikka: nun scheint es, da man Frege noch auf eine andere Weise verteidigen könnte: nämlich, dass wir nun über Weltlinien (als Entitäten) quantifizieren. ((s) Das würde Freges Platonismus entgegenkommen.)
I 58
Weltlinien/Hintikka: sind also irgendwie "real"! Sind sie also nicht irgendwie wie die "Fregeschen Sinne"? HintikkaVs: es geht gar nicht um einen Kontrast zwischen weltgebunden Individuen und Weltlinien als Individuen.
Weltlinien/Hintikka: wir sollten aber gar nicht sagen, dass Weltlinien etwas sind, was "weder hier noch dort" ist. Weltlinien zu gebrauchen heißt nicht, die zu reifizieren.
Lösung/Hintikka: wir brauchen Weltlinien, weil es ohne sie nicht einmal Sinn machen würde überhaupt zu fragen, ob ein Bewohner einer Möwe derselbe ist, wie der einer anderen Möwe ((s) Querwelteinidentität).
I 59
Weltlinie/Hintikka: gebrauchen wir anstelle von Freges "Weise der Gegebenheit". HintikkaVsFrege: sein Fehler war es, die "Gegebenheitsweisen" zu reifizieren als "Sinn". Sie sind nicht etwas, das in der aktualen Welt (WiWe) existiert.
Quantifikation/Hintikka: daher müssen wir in diesem Zusammengang auch gar nicht fragen "worüber wir quantifizieren".

I 109
Frege-Prinzip/FP/Kompositionalität/Hintikka: wenn wir von außen nach innen vorgehen, können wir uns erlauben, dass das FP verletzt wird. (D.h. dass die semantische Rolle der Konstituenten im Innern kontextabhängig sind).
I 110
HintikkaVsFrege/HintikkaVsKompositionalität: These: Bedeutungen (meaning entities) sollten nicht Schritt für Schritt aus einfacheren im Tandem mit syntaktischen Regeln hergestellt werden. Sie sollten stattdessen, zumindest in einigen Fällen, als Regeln der semantischen Analyse verstanden werden.
Wittgenstein I 71
Def Existenz/Wittgenstein: Prädikat höherer Ordnung und wird nur durch den Existenzquantor artikuliert. (Frege dito).
I 72
Hintikka: viele Philosophen meinen, dass das nur eine technische Umsetzung der älteren Idee sei, dass die Existenz kein Prädikat sei. HintikkaVsFrege: die Unausdrückbarkeit der Einzelexistenz bei Frege ist aber einer der schwächsten Punkte. Man kann auf einer rein logische Ebene auch ohne die Fregesche Voraussetzung auskommen.
HintikkaVsFrege: Widerspruch bei Frege: verstößt gegen den Grundsatz, die Existenz ausschließlich durch den Quantor auszudrücken, denn die These der Unausdrückbarkeit bedeutet, dass durch jede zugelassene Individuenkonstante Existenz-Annahmen in die logische Sprache eingeschleust werden.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsHintikka Cresswell Vs Heim, Irene
 
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I 163
Semantik/Hans Kamp/ Irene Heim/Cresswell: (Kamp 1983, Heim 1983, unabhängig voneinander): 1. These Tatsachen über Kennzeichnungen, insbesondere ihren anaphorischen Gebrauch, erfordern eine Repräsentationsebene zwischen Oberflächenform und logischer Form (Oberfläche/Tiefenstruktur). 2. These
Satzbedeutung/Kamp/Heim: wird nicht mehr durch die Wahrheitsbedingungen gegeben.
Kennzeichnung/CresswellVsHintikka/CresswellVsKamp/CresswellVsHeim: obwohl es eine neue Sicht in Bezug auf Kennzeichnungen gibt, (u.a. durch Lewis 1975) brauchen wir keine neue Art von semantischer Theorie.
-kategoriale Sprache/Cresswell: in ihr können wir die semantischen Einsichten von Kamp/Heim formulieren. S.o. I 82
s: syntaktische Kategorie: entweder einfach oder komplex.
einfache:
syntaktische Kategorie 0: Satz
syntaktische Kategorie 1: Name
komplexe syntaktische Kategorie: Form (t, s1,...sn).

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsHintikka Kripke Vs Hintikka, J.
 
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Hintikka I 84
KripkeVsHintikka: Problem: die Lösungen dieser Differentialgleichungen müssen keine analytischen Funktionen sein oder Funktionen, die eine explizite Definition der Gegenstände erlauben. Hintikka: dabei scheint Kripke aber vorauszusetzen, dass man immer die Relationen, die durch die Weltlinien verkörpert werden, definieren können muss.
HintikkaVsKripke: das ist zu streng.
Weltlinie: wir erlauben statt dessen umgekehrt, dass sie durch die Lösungen der Differentialgleichungen implizit definiert werden.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsHintikka Lewis Vs Hintikka, J.
 
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V 275
Sehen/visuelles Erlebnis/Hintikka: Inhalt des visuellen Erlebnisses: Menge von alternativen Möglichkeiten. LewisVsHintikka: das müssen wir modifizieren, um der Selbstzuschreibung gerecht zu werden: visuelle Alternativen sind keine MöWe, sondern mögliche Individuen in Welten.
Das Subjekt glaubt, dass es zu einer Menge alternativer Individuen gehört.
Identifikation/Hintikka: Überkreuzidentifikation durch Wahrnehmung.

IV 42
Essentialismus/Lewis: aktuelle Diskussion: hier soll es um perfekte Übereinstimmung des GS mit seinem Original gehen (Hintikka). LewisVsHintikka: das nenne ich einfach dasselbe wie Ähnlichkeit.
Das ist auch genau die GS-R die wir brauchen,. um Kripkes Bsp Hitler, der ein anständiges Leben hätte führen können, zu behandeln.
GS-R: nicht nur ihre Vagheit kann unterschiedlich in verschiedenen Kontexten behandelt werden, wir können auch verschiedene Gegenstück Relationen gegeneinander ausspielen. Lieber mehrere Relationen als mehrere Entitäten annehmen zu müssen!
Z.B. Relationen, die vergleichende Ähnlichkeiten oder solche die absolute Ähnlichkeiten feststellen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsHintikka Quine Vs Hintikka, J.
 
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Willard V. O. Quine
I 73
Possibilia/Hintikka: These: die Rede über menschliche Erfahrung macht die Annahme von Possibilia notwendig. (Unverwirklichte Möglichkeiten). HintikkaVsQuine. Intentionalität/Husserl/Hintikka: nach Husserl ist das Wesentliche des menschlichen Denkens in einer Beziehung zu unverwirklichten Möglichkeiten.
Possibilia/Hintikka: wir brauchen sie, um mit logisch inkompatiblen Entitäten gleichen logischen Typs umzugehen.
MöWe-Semantik/Hintikka: ist die entsprechende Modelltheorie.
I 137
QuineVsModallogik: Problem der Querwelteinidentifikation. Querwelteinidentifikation/cross-identification/Quine/(s): Problem der Identitätsbedingungen. Wenn keine Identitätsbedingungen (IB) gegeben sind, ist die Frage sinnlos, ob ein Individuum „dasselbe wie“ eins in einer anderen Möwe ist.
HintikkaVsQuine: mein modifizierter Ansatz geht über die Reichweite von Quines Kritik hinaus.
Weltlinien/Hintikka: werden von uns fixiert, nicht von Gott. Dennoch sind sie nicht willkürlich. Ihre Begrenzungen sind durch Kontinuität von Raum und Zeit, Erinnerung, Lokalisierung usw. gegeben.
I 138
Es kann sogar sein, dass unsere Präsuppositionen sich als falsch herausstellen. Daher kann es keine Menge von Weltlinien geben, die alle MöWe umfassen, die wir in der alethischen Modallogik brauchen. Modallogik/Quantifikation/Quine/Hintikka: eine realistische Interpretation der quantifizierten alethischen ML ist unmöglich. Aber aus Gründen die tiefer gehen als Quine angenommen hat.
Querwelteinidentifikation/HintikkaVsQuine: ist nicht intrinsisch unmöglich.
Quine/Hintikka: hat das in letzter Zeit sogar mit Einschränkungen anerkannt.
Lösung/Hintikka: Querwelteinidentifikation als Re-Identifikation.
I 139
prop Einst/epistemische Logik/Hintikka: wir werden uns hier auf das Problem der propositionalen Einstellungen konzentrieren.
I 140
Quantifikation in epistemische Kontexte/Glaubenskontexte/intensional/Hintikka: Bsp (1) Albert weiß, wer Coningsby geschrieben hat
(2) (Ex) K Albert (x schrieb Coningsby)
Schreibweise: (Ex) perspektivische (wahrnehmungsmäßige) Identifikation (Bekanntschaft) im Buch: nicht-gespiegeltes E).
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: z.B. (2) kann nur dann gefolgert werden aus
(3) K Albert (Beaconsfield schrieb Coningsby)
d.h.
(3)* Albert weiß, dass Beaconsfield Coningsby schrieb.
…nur dann gefolgert werden, wenn wir eine Zusatzprämisse haben:
(4) (Ex) K Albert (Beaconsfield = x)
D.h.
(5) Albert weiß, wer Beaconsfield ist.
Quine pro Hintikka: diese Lösung ist besser als ein Kriterium für starre Designatoren (Starrheit, QuineVsKripke).
Alltagssprache: es ist einfach sehr natürlich so zu sprechen, dass man sagt man weiß, wer oder was etwas ist.
HintikkaVsQuine: er lobt mich aus falschen Gründen. Er stellt die Dinge auf den Kopf. Er begeht zwar nicht den Fehler, den ich kritisiere, aber er verzeiht ihn.
I 141
Formale Sprache/Logik/kanonische Notation/HintikkaVsQuine: wir sollten die logische Sprache als unsere Muttersprache ansehen, und nicht so viel Wert auf die Übersetzung in die Alltagssprache legen. Es geht sowieso nur um semantische Klarheit.
I 145
HintikkaVsQuine: erkennt nicht die Rolle, die meine Eindeutigkeitsbedingungen spielen: Quine: sagt, dass man diese Bedingungen aufch auf Glauben, Wissen usw. übertragen kann.
Quine: Hintikka verlangt, dass das Subjekt weiß wer oder was die Person oder das Ding ist. Wen oder was der Term designiert.
HintikkaVsQuine: dieser denkt, ich würde nur eine Art von Eindeutigkeitsbedingung gebrauchen.
Lösung: die semantische Situation zeigt den Unterschied: die Relation zwischen den Bedingungen für verschiedene propositionale Einstellungen (Glauben, sehen, wissen) ist eine der Analogie, nicht der Identität.
Lösung: die Mengen kompatibler MöWe sind im Fall von Wissen, Sehen, Erinnerung, Glauben jeweils andere.
I 146
Identifikation/Glauben/Quine/QuineVsHintikka: jede Glaubenswelt (MöWe) wird unzählige Körper und Objekte enthalten, die gar nicht einzeln erkennbar sind, einfach weil der Glaubende glaubt, dass seine Welt unzählige solche Objekte enthält. Identität: Fragen nach der Identität dieser Objekte sind sinnlos.
Problem: wenn man in Glaubenskontexte quantifiziert, wie soll man sie ausschließen?
Lösung: man müsste den Bereich der Variablen auf solche Objekte einschränken, über die das Subjekt ausreichend klare Vorstellung hat.
Problem. wie soll man festlegen, wie klar diese Vorstellungen sein müssen?
HintikkaVsQuine: die Lösung ist ganz einfach, wenn wir über Individuen in doxastischen MöWe quantifizieren:
Bsp Operator: „in einer Welt w1, kompatibel mit allem, was Jack glaubt“:
Lösung/Hintikka: wir können über Bewohner solcher Welten quantifizieren, indem wir einfach einen Quantor innerhalb des Operators gebrauchen.
((s) d.h. dass Jack, aber nicht wir unterscheiden).
Problem: es könnte sein, dass wir die Bewohner als unsere Nachbarn aus der WiWe w0 betrachten möchten. („qua Nachbarn“).
Hintikka: das ist aber ein Problem für sich und hat nichts mit Eindeutigkeitsbedingungen zu tun.
Problem: liegt vielmehr an der Notation der konventionellen Modallogik, die nicht erlaubt, dass man den Bewertungsprozeß, der von außen nach innen verläuft, niemals umdrehen darf, so dass er von innen nach außen verläuft.
Lösung/Saarinen: „rückblickende“ Operatoren (s.o.)
Lösung/Hintikka: es kann dennoch sein, dass wir ein Individuum von w1 zurück zu w0 verfolgen können, selbst wenn es nicht die Eindeutigkeitsbedingungen wie (16)-(127) erfüllt. (Diese erfordern, dass ein Individuum in allen MöWe identifizierbar ist.
HintikkaVsQuine: dieser irrt sich, dass die Frage nach der Identität sinnlos ist, wenn die Eindeutigkeitsbedingungen nicht alle erfüllt sind.
Im Gegenteil: es muss sinnvoll sein, damit wir überhaupt in der Lage sind festzustellen, dass die Bedingungen nicht erfüllt sind!
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: wenn sie nicht erfüllt ist, heißt das nur, dass wir ein Individuum ((s) oder sein Gegenstück) nicht in jeder MöWe auffinden können.
Eindeutigkeitsbedingung/QuineVsHintikka: Quines ernstester Einwand ist, dass diese Bedingungen immer indiziert sind, (indexikalisch) d.h. dass sie kontext-abhängig sind. D.h. dass es nur in einer bestimmten Situation darum geht, ob ein Individuum dasselbe ist.
I 147
Wissen-wer/Wissen-was/Kontext/Quine: Bsp „Wer ist er?“ hat nur Sinn in einer bestimmten Situation. HintikkaVsQuine: er hat natürlich recht, dass die WB mit der Situation variieren, aber das zerstört nicht die Eindeutigkeitsbedingungen für epistemische Logik.
HintikkaVsQuine: er mißversteht nur die Rolle, die diese Bedingungen spielen.
WW/Hintikka: die WW von Sätzen der Form
(18) (Ex) K(b = x)
und genauso von
(19) (Ex) K(b = x)
werden unabhängig von den WW anderer Typen einfachster Sätze! Frage/Antwort/W-Frage/Hintikka: wir erhalten eine neue Klasse von Atomsätzen!
Lösung: Unterscheidung zwischen Identifikation durch Bekanntschaft/durch Beschreibung.
I 148
Weltlinien/Identifikation/Querwelteinidentität/Hintikka: These die Weltlinien müssen gezogen werden, bevor die Bedingungen überhaupt angewendet werden. Das Ziehen der Weltlinien ist niemals ein teil der Anwendung der Eindeutigkeitsbedingungen-. ((s) sonst zirkulär). WB/atomar/Atomsatz/Hintikka: für meine Theorie ist das Zusammenspiel von WW von atomaren und nicht-atomaren Sätzen wesentlich: sie zeigt, wie Bsp die WW von Sätzen der Form
„weiß + -ein-W-Wort“-Sätzen vo den WW von Sätzen der Form (18) – (19) abhängt.
HintikkaVsQuine: seine Kritik ist analog zu einer, die traditionelle WW-Tabellen deswegen kritisieren würde, dass einige der Sätze, die sie zusammenzusetzen dienen, ihrerseits unscharf sind.,
epistemische Logik/Hintikka. wird aber von dieser Kritik nicht berührt. Alles was sie behauptet ist, dass, wenn die Weltlinien einmal gezogen sind, der Rest der Semantik bleibt wie er war.

I 160
Def Wissen/Hintikka: das, was in allen Wissens-MöWe (Wissenswelten) eines Subjekts wahr ist. Und umgekehrt: was in allen W-MöWe einer Person wahr ist, ist ihr Wissen. Pointe: die Weltlinien können aber dennoch anders gezogen werden, wobei die Bewertungen (der nicht-logischen Konstanten) gleich bleiben.
Die Variation der Weltlinien „sieht“ man dann an der Variation der semantischen Kraft von Phrase n der Form weiß + indirekte Frage.
I 161
Solche Variation hat Quine zur Ablehnung der MöWe-Semantik von Sätzen mit „Wissen-dass geführt. HintikkaVsQuine: ihm ging es eigentlich um das strukturelle (nicht das referentielle) System. Und dies bleibt unangetastet.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsHintikka Russell Vs Hintikka, J.
 
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Bertrand Russell
Hintikka I 179
RussellVsHintikka: dieser würde meine Darstellung seiner Position so nicht akzeptiert haben. HintikkaVsRussell: aber der Grund dafür liegt bloß in einem weiteren Fehler Russells: Ich habe ihm nicht zugeschrieben, was er glaubte, sondern was er hätte glauben sollen.
Quantifikation/Russell/Hintikka: hätte er auf Objekte der Bekanntschaft reduzieren sollen. Russell glaubte aber, es sei hinreichend, Ausdrücke zu eliminieren, die scheinbar Objekte denotieren, die nicht solche der Bekanntschaft sind.
Pointe: dabei gehen seine Quantoren keine ontologische Verpflichtung ein. Nur denotierende Ausdrücke tun das.
Variable/Russell/Hintikka: sind bei Russell nur notationale Muster.
Ontologische Verpflichtung/Quine/HintikkaVsRussell: Russell erkannte gar nicht die ontologische Verpflichtung, die Sprachen 1. Stufe mit sich bringen.
Sein/Ontologie/Quine: „Sein heißt, Wert, einer gebundenen Variablen zu sein“.
HintikkaVsRussell: das hat dieser nicht erkannt.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsHintikka Verschiedene Vs Hintikka, J. Cresswell II 40
W-Prädikat/Cresswell: These: wir sollten das semantische W-Prädikat mit dem W-Prädikat für indirekte Rede identifizieren: und zwar wegen der Existenz von Sätzen der folgenden Art: (18) Jeremy glaubte, daß der Satz den Miriam äußerte und der, den Mary andeutete, äquivalent wahr waren.
Problem: hier haben wir es auf jeden Fall mit Paradoxien zu tun und müssen damit umgehen.
Lösung/Hintikka: hat eine epistemische Logik entwickelt, die damit umgeht. Sie gilt aber nur in einer Gemeinschaft logisch allwissender Leute.
Richmond ThomasonVsHIntikka: eine solche Gemeinschaft kann nicht existieren, wenn Wissen so aufgefaßt wird.
Logische Allwissenheit/Cresswell: dann wird auf jeden Fall nur „daß0“ gebraucht.

Prior I 84
Vorwortparadox/Prior: (ähnlich wie Moore’s Paradox). Varianten: a) Vorwort b) einfach Buch als ganzes
Der Autor sagt im Buch dass p und er sagt in dem Buch, dass q und dass r usw.. und im Vorwort. dass entweder nicht p, oder nicht q oder nicht r usw... und das ist inkonsistent. Die gesamte Menge kann nicht zusammen wahr sein.
Das kann auch als Glaubensparadox formuliert werden.
Rationalität/Glauben/Hintikka: "Rationalität des Glaubens" soll Vorwort Paradox vermeiden.
MakinsonVsHintikka: es kann sehr rational sein, gleichzeitig widersprechende Glaubenseinstellungen zu vertreten.
I 85
Dabei kann es um Wahrscheinlichkeit gehen: es kann rational sein, zu glauben, dass zwei Dinge eher wahrscheinlich sind als ihre Nichtexistenz, aber ihr Zusammenvorkommen weniger wahrscheinlich als das Nichtvorkommen. VsHintikka: man sollte Rationalität nicht mit Konsistenz gleichsetzen!





Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsHintikka Peacocke Vs Hintikka, J.
 
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I 189
Mögliche Welten/MöWe/Bekanntschaft/Identifikation/Hintikka/Peacocke: wir müssen Hintikka dann so interpretieren, dass er annimmt, dass nur demonstrative Methoden unverzichtbar sind, um zwischen MöWe unterscheiden zu können.
I 189/190
PeacockeVsHintikka: Bsp es ist aber ganz natürlich dass jemand, der einen Tisch vor sich sieht, auch eine "deskriptive" Bedingung für die Identifikation zwischen MöWe (Querwelteinidentität) hat. Ob man in den richtigen Relationen in der wirklichen Welt steht, um mit einem Ding bekannt zu sein (Bekanntschaft), ist eine Frage, die Bedingungen der Querwelteinidentität ist eine ganz andere!
Das kann man auch auf die Semantik für propositionale Einstellungen in Begriffen von MöWe ausdehnen. Man kann es als hinreichende Bedingung ansehen, um in Glaubenskontexte zu quantifizieren (!),dass in jeder MöWe, die mit dem Glauben des Subjekts kompatibel ist, es etwas gibt, das zu ihm in einer bestimmten Relation steht, ohne zu behaupten, dass die Dinge, die in einer anderen MöWe in Relation zu ihm stehen, in irgendeinem Sinn identisch wären!
Dann ist es nur notwendig, aber nicht hinreichend, dafür, dass das Subjekt etwas glaubt, dass dieser Glaube in Bezug auf jede mit diesem Glauben kompatible MöWe wahr bleiben muss.
Aber so etwas muss jede Theorie möglicher Welten (MöWe) in Bezug auf prop Einst annehmen. Besonders, wenn diese propositionale Einstellung nicht in Begriffen des Subjekts formuliert werden können.
MöWe/Quantifikation/HintikkaVsRussell: R. ist nicht in der Lage, die Fälle zu erklären, wo wir in Glaubenskontexte quantifizieren (!) wo (nach Hintikka) der Quantor über "öffentlich deskriptiv identifizierte" Einzeldinge reicht.
Hintikka: vergleicht das mit einem "Schlüsselroman".
Peacocke: es ist unklar, dass (ob) das nicht von Russell als Fälle allgemeiner Gedanken erklärt werden könnte, so dass die Person mit den und den Eigenschaften so und so ist.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsHintikka Foster Vs Hintikka, J.
 
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EMD 16
FosterVsHintikka: wenn wir akzeptieren, daß eine extensionale Sprache mit unseren Mitteln alle Bestimmungen einer natürlichen Sprache liefern kann, verliert sein Einwand Plausibilität. Es ist absurd anzunehmen, daß die irrtümlichen Interpretationen kein Ende nähmen. Denn wenn Extensionalität als solche die deskriptiven Ressourcen nicht begrenzt, dann beschränkt sie auch nicht die Art empirischer Evidenz, die für die Interpretation relevant ist.
J. Foster
II Evans/McDowell (Hg) Truth and Meaning , Oxford 1977:
J.Foster Thruth and meaning theory
VsHintikka Rantala Vs Hintikka, J.
 
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Hintikka I 65
Oberflächen-Modell/surface model//Hintikka: (Lit, frühere Veröffentlichungen von Hintikka): zur Lösung des Problems der logischen Allwissenheit. Lösung/Veikko RantalaVsHintikka: hat einige Probleme dieses Ansatzes gelöst.
I 66
Nichtklassische Modelle: für Sätze 1. Stufe. Unmögliche Welt/UnMöWe/Rantala: sind bei ihm nicht „unmöglich“ sondern sie unterscheiden sich von den normalen möglichen Welten (Möwe), dass sie „sich verändernde MöWe“ sind (changing worlds) indem sie neue Individuen zulassen. Allerdings auf eine so subtile Weise, dass sie normalerweise nicht von invarianten MöWe (/mit immer denselben Individuen) nicht zu unterscheiden sind. Dabei geht es um:
Urnenmodell/Statistik/Allwissenheit/Hintikka: wobei die varianten MöWe solche sind, bei denen bei Zügen aus der Urne möglicherweise neue Individuen im Spiel sind. Aber so wenige, dass man es möglicherweise nicht merkt.
epistemisch möglich/Hintikka: entspricht dann einem Urnenmodell, mit neuen Individuen, d.h. sie ist oberflächlich möglich, aber in Wirklichkeit (nicht sofort erkennbar) logisch unmöglich.
Problem: das wirft die Frage auf, was an einer MöWe beobachtbar ist.
Lösung/Hintikka: die verschiedenen möglichen Komplexe von Erfahrung die man haben kann, wenn man höchstens d Individuen beobachtet, werden durch die verschiedenen Konstituenten der Tiefe d repräsentiert.
I 67
Das ist das intuitive Gegenstück zur deduktiven Rolle von Konstituenten: Konstituenten: ihre deduktive Rolle ist die der logisch stärksten Propositionen der Tiefe d.
Tiefe/(s): bemisst sich nach der Zahl der vorkommenden unabhängigen Individuen.
Konstituente/Hintikka: C0(d) (der Tiefe d) ist eine endliche Menge endlicher Bäume.
Knoten: jeder Baum hat ein eindeutig bestimmtes kleinstes Elemente (Knoten) (der Länge d)
Baum: ihm entspricht jetzt eine Höhe d (statt der Länge der Konstituente).
Knoten: eine Folge von Knoten eine Folge von Individuen.
Individuum: die Folgen werden durch die Zweige de Baums beschrieben.
Baum: die Segmente oberhalb der Knoten repräsentieren die verschiedenen Entwicklungen, die aus dem Modell abgeleitet werden können.
Modell: kann hier ein variantes oder ein invariantes Modell sein. ((s) s.u. es geht hier bei dem Problem der logischen Allwissenheit immer um die invarianten Modelle).

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsHintikka Saarinen Vs Hintikka, J.
 
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Hintikka I 80
Querwelteinidentität/Querwelteinidentifikation/Hintikka: normalerweise halten wir einen großen Teil der Welt fixiert, wenn wir zwei Individuen identifizieren. Vergleichbarkeit/Hintikka/(s): so werden Alternativen vergleichbar. Um Alternativen zu verschiedenen Teilen vergleichbar zu machen, dehnen wir sie aus. Die Erweiterungen sollten einen Teil gemeinsam haben.
Im Extremfall teilen sie ihre Geschichte.
identisch: sind zwei Objekte (Individuen) wenn ihre Geschichte zusammenfällt. Das führ dazu, dass Querwelteinidentifikation teilweise reduziert wird auf Re-Identifikation. D.h. es wird zu dem Problem. Wie die Raumzeit zu einer gemeinsamen Grundlage zurückverfolgt werden kann.
Vorteil: wir müssen nicht jede einzelne mögliche Welt (Möwe) berücksichtigen.
I 81
Querwelteinidentifikation/Querwelteinidentität/Locke/Kripke/Hintikka: These: Verursachung spielt eine wichtige Rolle. Ereignis/Hintikka: kann nicht in der Raumzeit bewegt werden. D.h. dass sie nur identifiziert werden können, wenn die MöWe eine gemeinsame Geschichte haben.
Ereignis/Querwelteinidentifikation/Hintikka: ist relativ zu einer prop Einst. Dazu brauchen wir noch eine bessere Fundierung der Theorie.
Identifikation/Raumzeit/KripkeVsHIntikka/QuineVsHintikka/Hintikka: beide wenden (aus verschiedenen Gründen) ein, dass raumzeitliche Kontinuität nicht immer einen präzisen Sinn hat.
SaarinenVsHintikka: die Identität von Individuen, die in mehreren Möwe auftreten, ist auch dann nicht immer für alle diese Möwe wohldefiniert.
Hintikka: dito: in Glaubenskontexten kann es sein, dass ein Individuum unter einer Beschreibung identifiziert wird, nicht aber unter einer anderen.
Das muss auch so sein, denn sonst wären wir wieder gewissermaßen allwissend.
MöWe: wir müssen auch vorsichtig sein, einen „gemeinsamen Grund“ von allen Möwe anzunehmen. Wir teilen sicher keinen Teil der Raumzeit, sondern einen Teil der Tatsachen. ((s) epistemisch statt ontologisch).
Welt/Tractatus/Wittgenstein/Substanz/Hintikka: bei Wittgenstein ist die Welt die Summe der Tatsachen, nicht der Gegenstände: zu einer geteilten Raumzeit würde das nur durch zusätzliche Annahmen.
Querwelteinidentität/Hintikka: scheint verloren, wenn wir es nur mit einer Menge von Tatsachen ((s) epistemisch) zu tun haben und uns eine gemeinsame Raumzeit fehlt.
I 82
Re-Identifikation: von physikalischen Objekten ist zunächst nötig, um danach zur Querwelteinidentifikation zu gelangen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsHintikka Schiffer Vs Kompositionalität
 
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Stephen Schiffer
I 220
SchifferVsKompositionalität: meine Ablehnung beruht die ganze Zeit auf der Ablehnung der Relationstheorie für Glauben. Hier ist es schwierig darüber zu spekulieren, welche Art Bedingungssätze für "glaubt“"eine Bedeutungstheorie erfordern würden, die keine wahrheits-theoretische Semantik wäre. Wie könnte eine solche Bedeutungstheorie überhaupt aussehen?
Bsp Semantik der begrifflichen Rolle: (Schiffer Vs: s.o. Abschnitt 4.3).
Bsp Spieltheoretische Semantik/Spieltheorie/Hintikka/Schiffer: (Hintikka 1982): das ist keine Alternative zur konventionellen Theorie.
PeacockeVsHintikka: (1978) hat gezeigt, dass spieltheoretische Regeln entsprechende wahrheits-theoretische oder modelltheoretische Axiome liefern.

I XV
SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: natürliche Sprachen haben keine kompositionalen Bedeutungstheorien (BT).
I 137
Paul und Elmar/SchifferVsQuine: Quine: es gibt keine zählbaren Glaubensobjekte. Bsp Wenn John glaubt, dass Schnee weiß ist und Mary glaubt, dass Schnee weiß ist, muss es etwas geben was beide glauben. Schiffer: dieser Konditional ist falsch:
I 138
entweder das oder die angebliche Quantifikation über Glaubensobjekte ist nicht das, was sie dem Quineschen Auge zu sein scheint.
I 144
SchifferVsQuine: harmlose scheinbare Quantifikation. SchifferVsKompositionalität: wir können jetzt schließen, dass keine natürliche Sprache eine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik (kompwtSem) hat. Denn sonst wäre die Relationstheorie korrekt.
Außerdem hat sie auch keine kompositionale Bedeutungstheorie denn dann musst sie auch eine kompositionale Semantik sein.
Verstehen/SchifferVsFrege: also sind kompositionale Semantiken nicht erforderlich um Sprachverstehen zu erklären!
I 182
SchifferVskompositionale Semantik: sie ist falsch, auch unabhängig von der Falschheit der Relationstheorie des Glaubens. ((s) Kompositionale Semantik/(s): berücksichtigt nicht die Wahrheitsbedingungen sondern spricht nur von den Beiträgen der Bedeutung der Wörter zur Satzbedeutung.)
Schiffer. 1. es ist nicht plausibel, dass Sprachen eine kompwtSem haben, außer sie folgt aus der stärkeren Behauptung, dass sie kompositionale BT haben, die selbst wahrheits-theoretisch sind. (> stärker/schwächer).
I 192
SchifferVsKompositionalität/öffentliche Sprache/Mentalesisch/Schiffer: wenn ich recht habe, dass auch keine öffentliche Sprache eine kompositionale Semantik hat, muss ich einen Fehler in (U) finden. Mein Ziel ist nicht zu zeigen, dass Sprachverstehen nicht impliziert, dass die natürlichen Sprachen kompositionale Semantik haben, Die Erklärung unseres Verstehens wäre eine empirische Aufgabe. Ich will vielmehr ein Gegen-Bsp VsKompositionalität geben.
Bsp (1) Harvey versteht unbestimmt viele neue Sätze einer Sprache E1, die selbst unendlich viele Sätze enthält.
(2) eine Erklärung seiner Fähigkeiten erfordert keine kompositionale Semantik.
E1: ist keine voll-entwickelte natürliche Sprache.
I 193
Harvey: sei in der hier betrachteten möglichen Welt eine informations-verarbeitende Maschine, der in Maschinensprache denkt: "M": Glauben/Überzeugung: hat Harvey gdw. er in einer bestimmten computationalen Relation zu einem verkörperten (tokened) Satz von M steht. ((s) Mentalesisch: es gibt also immer noch eine interne Relation zur eigenen Gedankensprache).
B: ist eine Box in Harveys Kopf, in der ein Satz von M genau dann als Glauben vorliegt (tokened), wenn ein Token von dem Satz in B vorkommt. (Angenommen, Harvey hat nur endlich viele Überzeugungen).
Glauben: für jeden gibt es genau einen Satz in Mentalesisch, dessen Vorkommen in B ihn realisiert.
µ: ist eine Formel in M so dass Harvey glaubt, dass Schnee weiß ist.
Realisation/“Bedeutung“/Schiffer: da Sätze von M (Maschinensprache, Mentalesisch) Glauben realisieren, haben sie ipso facto auch semantische oder repräsentationale Eigenschaften. Dann ist es fair zu sagen, dass µ "bedeutet" dass Schnee weiß ist. Und auch, dass eine Komponente von µ als inneres Gegenstück des Worts in der öffentlichen Sprache auf Schnee referiert.

I 195
Sprachverstehen/Verstehen/Schiffer: ohne Kompositionalität: Bsp (Fortsetzung: E1: gesprochene Sprache (ohne Zweideutigkeit und Indices)
M: Mentalesisch für Harvey
begriffliche Rolle: soll den Übergang von (1) zu (2) erklären. (und alle anderen, die dem entsprechend).
Sätze im inneren Code: (bzw. Repräsentationen davon:
(3) Nemrac derettu "sum"-"sno"-"iz"-"pör-pol"
((s) Englisch rückwärts, [Lautsprache], Metasprache (MS) und Objektsprache (OS) gemischt)
(4) Nemrac dias taht emons wons si elprup
((s) Englisch rückwärts, aber explizite Sprache, MS)
und
(5) Nemrac ecnarettu si eurt ffi emos wons si elprup
((s) Metasprache und Objektsprache! "wahr" und "gdw" in Maschinensprache, aber ohne alltagssprachliche Bedeutung bzw. "eurt" muss nicht "wahr" heißen! Begriffliche Rolle statt Bedeutung).
I 196
begriffliche Rolle/bR/SchifferVsKompositionalität: damit zeigen wir, dass "dias taht" und "eurt" begriffliche Rollen haben können die a) keine kompositionale Semantik voraussetzen,
b) den Übergang von einem Vorkommnis von (3) in Harveys B-Box zu einem Vorkommnis von (4) und (5) erklärt.
Dazu brauchen wir gar nicht die vollständige begriffliche Rolle zu spezifizieren! Ich nehme einfach an, dass (4) und (5) eine Rolle haben ("welche auch immer"), die kraft ihres Formelseins in Harvey diesen Glauben auslöst. Und nichts davon macht eine kompositionale Semantik notwendig:
Begründung: Bsp man könnte einfach eine Abbildungsrelation für Sätze zwischen zwei verschiedenen Sprachen haben, nach der jemand, der die andere Sprache gar nicht versteht, weiß, wann ein Satz der anderen Sprache wahr ist. (…+…) I 200, 202f, 208.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsHintikka Hintikka Vs Kripke, Saul A.
 
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I XIII
Mögliche Welten/MöWe/Semantik/Hintikka: der Ausdruck ist irreführend. (Begann Ende der 50er Jahre). Kripke-Semantik/HintikkaVsKripke: ist kein gangbares Modell für die Theorie logischer Modalitäten (logischer Notwendigkeit und logischer Möglichkeit). (Essay 1).
Problem: die richtige Logik kann nicht axiomatisiert werden.
Lösung: die Kripke-Semantik als Nichtstandard-Semantik interpretieren,
XIV
Im Sinn von Henkins Nichtstandard-Interpretation der Logik höherer Stufen, während die richtige Semantik für logische Modalitäten analog wäre zu einer Standard-Interpretation. MöWe/HintikkaVsQuine: müssen wir nicht ganz aufgeben, aber eine vollständige Theorie wird es wohl nie geben. Meine Theorie hat Verwandtschaft mit Kant.
Ich nenne sie „Epistemologie der Logik“.
I XVI
Querwelteinidentität/Hintikka: Quine: hält sie für ein hoffnungsloses Problem
HintikkaVsKripke: dieser unterschätzt das Problem und hält sie für garantiert. Dabei mogelt er.
Weltlinie/Querwelteinidentität/Hintikka: 1. wir müssen erlauben, dass einige Objekte in gewissen MöWe nicht nur nicht existieren, sondern dass ihre Existenz dort undenkbar ist! D.h. Weltlinien können aufhören zu existieren – mehr noch: es kann sein, dass sie in gewissen Möwe nicht definiert sind.
Problem: in der gewöhnlichen Wissenslogik (Glaubenslogik) ist das nicht gestattet.
2. Weltlinien können auf zwei Arten gezogen werden:
a) Objekt-zentriert
b) Agent-zentriert. (Essay 8).
Analogie: das kann man mit Russells Unterscheidung zwischen Wissen durch Bekanntschaft und durch Beschreibung in Beziehung setzen. (Essay 11)
I 2
Kripke-Semantik/Modallogik/logische Möglichkeit/logische Notwendigkeit/HintikkaVsKripke/ HintikkaVsKripke-Semantik: Problem: wenn wir die Operatoren N, P so interpretieren, dass sie logische Modalitäten ausdrücken, sind sie inadäquat: wir brauchen für logische Möglichkeit und Notwendigkeit mehr als eine willkürliche Auswahl von MnöWe. Wir brauchen wahrheit in jeder logische möglichen Welt. Aber in der Kripke-Semantik ist es nicht erforderlich, dass alle solchen logisch möglichen MöWe in der Menge der Alternativen enthalten sind. ((s) D.h. es kann logisch mögliche Welten geben, die nicht berücksichtigt sind). (s.u. logische Möglichkeit bildet die weiteste Klasse von Möglichkeiten).
Problem: Kripke-Semantik ist daher inadäquat für logische Modalitäten.
Modallogik/Hintikka: der historisch frühste Zweck für den sie entwickelt wurde, war aber gerade der Umgang mit logischen Modalitäten. Das war der Zweck, für den die Lewis-Systeme entwickelt wurden.
HintikkaVsKripke: hat nicht nru ein Gerippe im Schrank, sondern dieses Gerippe gespenstert nun im ganzen Haus herum.
Äquivalenzrelation/Hintikka: wenn gefordert wird, dass R reflexiv, symmetrisch und transitiv ist, liefert das nicht die Lösung: es garantiert immer noch nicht, dass alle logisch möglichen Welten in der Menge enthalten sind. Es kann (evtl zusammen mit Verbundenheit) nur garantieren, dass w0 eine maximale Anzahl von Mengen als ihre Alternativen hat, die sozusagen schon in SF sind.
I 3
KripkeVsVs/Hintikka: man könnte einwenden, dass dies noch nicht zeigt, dass die Kripke-Semantik falsch ist. Man muss sie nur verstärken. Bsp Nino Cocchiarella: Cocchiarella: zusätzliche Bedingung: alle Modelle (im üblichen Sinn 1. Stufe) mit demselben Individuenbereich do(w0) müssen unter den Alternativen MöWe zu w0 auftreten. ((s) es dürfen keine neuen Individuen hinzukommen oder verschwinden, in Bezug auf die ursprüngliche MöWe w0).
Hintikka: technisch ist das natürlich möglich.
„alt“: (= Kripke-Semantik): Nicht-Standard-Semantik
neu: F muss alle Modelle einschließen, die denselben Individuenbereich do(w0) von wohl-definierten Individuen haben wie w0.
Individuum/Individuen/Modallogik/Hintikka: ein Individuum muss wohl-definiert sein, es muss aber nicht existieren! ((s) D.h. man kann dann ausdrücken, dass es fehlt, z.B. in einer MöWe hat der Held keine Schwester).
Individuenbereich: für jede MöWe ist dann eine Teilmenge des Bereichs D.
I 4
HintikkaVs: Problem: das ist unrealistisch interpretativ: dieser flexible Zugang erlaubt nämlich auch nicht-wohlgeformte Individuen. Dann hat es keinen Sinn zufragen, ob dieses Individuum existiert oder nicht. Fusion/Spaltung: eine flexible Semantik muss auch Spaltung und Fusion zulassen von einer Möwe zur anderen.
Def wohldefiniert/Individuum/Hintikka: ein Individuum ist wohldefiniert, wenn es durch einen Name an einem Knoten der Weltlinie herausgegriffen werden kann.
Weltlinie: kann nicht-existente Verkörperungen von Individuen verknüpfen, so lange sie wohldefiniert sind, für alle Möwe, in denen ein Knoten der Weltlinie lokalisierbar ist.
WB: sind dann einfach: (Ex) p(x) ist wahr in w gdw. es dort ein Individuum gibt., z.B. mit Namen z, so dass p(z) wahr ist in w.
Modale Semantik/Hintikka. Über eine so definierte (neue) Semantik kann man einiges sagen:
Kripke-Semantik/Hintikka: entspricht einer Nicht-Standard-Semantik, währen die
„neue“ Semantik (mit fixiertem Individuenbereich) einer Standard-Semantik entspricht. (für Logik höherer Stufe).
Standard-Semantik/höhere Stufe: erhalten wir wir indem wir fordern, dass die Quantoren höherer Stufe über alle extensional möglichen Entitäten des angemessenen logischen Typs gehen (höher als Individuen) so wie in der Standard-Semantik für Modallogik die Quantoren über alle extensional möglichen MöWe gehen sollen.
Dies ist sogar ein Parallelismus der stärker ist als eine Analogie:
Entscheidungsproblem: für Logik 2. Stufe reduziert sich auf das für Standard-Modallogik 1. Stufe.
Standardmäßigkeit: im letzteren Sinn macht denselben Job wie im ersteren Sinn.

Quantifizierte Standard-Modallogik 1. Stufe/Hintikka: das alles führt dazu, dass diese Logik sehr stark ist, vergleichbar in der Stärke mit Logik 2. Stufe. Daraus folgt, dass sie nicht axiomatisierbar ist. (s.o. HintikkaVsKripke).
Je stärker eine Logik ist, desto weniger handhabbar ist sie.
I 12
Kripke/Hintikka: hat epistemische Logik und die Logik von propositionalen Einstellungen gemieden und sich auf reine Modalitäten konzentriert. Daher ist es merkwürdig, dass er Nicht-Standard-Logik gebraucht.
Aber irgendwie scheint ihm klar zu sein, dass das für logische Modalitäten nicht geht.
metaphysische Möglichkeit/Kripke/HintikkaVsKripke: hat nie erklärt, was diese mystischen Möglichkeiten eigentlich sind.
I 13
Schlimmer: er hat nicht gezeigt, dass sie so restriktiv sind, dass er seine extrem liberale Nicht-Standard-Semantik gebrauchen kann.
I 77
Objekt/Ding/Gegenstand/Kripke/Hintikka: Kripke These: die Existenz von permanenten (dauerhaften, enduranten) Objekten muss einfach als Grundbegriff vorausgesetzt werden. HintikkaVsKripke: diese Forderung ist nicht wohlfundiert. Vielleicht muss man aber die Kriterien der Identifikation und der Identität nur für traditionelle Logik und logische Semantik voraussetzen. Aber das heißt auch nicht, dass das Problem der Identifikation nicht ein bleibendes Problem für die Philosophen wäre.

I 84
KripkeVsHintikka: Problem: die Lösungen dieser Differentialgleichungen müssen keine analytischen Funktionen sein oder Funktionen, die eine explizite Definition der Gegenstände erlauben. Hintikka: dabei scheint Kripke aber vorauszusetzen, dass man immer die Relationen, die durch die Weltlinien verkörpert werden, definieren können muss.
HintikkaVsKripke: das ist zu streng.
Weltlinie: wir erlauben statt dessen umgekehrt, dass sie durch die Lösungen der Differentialgleichungen implizit definiert werden.
I 86
HintikkaVsKripke: unser Modell ermöglicht es, dass wir Objekte nicht als garantiert voraussetzen müssen wie Kripke. ((s) es kann sein, dass eine Kurve in einem Zeitschnitt nicht geschlossen ist).
I 116
Querwelteinidentität/Starrheit/HintikkaVsKripke: es geht eher um die weise der Identifikation (öffentlich/perspektivisch, s.o.) als um Starrheit oder Nichtstarrheit. Die Weise der Identifikation entscheidet darüber, was als ein und dasselbe Individuum zählt.
HitikkaVsKripke: seinem Begriff der Starrheit liegt unausgesprochen Russells Begriff des logischen Eigennamens zugrunde. Es gibt aber keine ausgezeichnete Klasse von starren Bezeichnungsausdrücken.
Eigenname/Namen/HintikkaVsKripke: sind keineswegs immer starr. Bsp es kann sein, dass ich nicht weiß, auf wen der Name N.N. referiert. Dann habe ich verschiedene epistemische Alternativen, mit verschiedenen Referenten. Deshalb macht es Sinn, zu fragen „Wer ist N.N.?“.
öffentlich/perspektivisch/Identifikation/Russell/Kripke/Hintikka: Russell: konzentriert sich auf die perspektivische
I 117
Kripke: auf die öffentliche Identifikation.
I 195
Identität/Individuen/Hintikka: es ist viel weniger klar, wie die Identität für bestimmte Individuen beim Übergang zu einer anderen Möwe fehlschlagen kann. D.h. dass Weltlinien sich verzweigen können (Spaltung). Spaltung/KripkeVsSpaltung/SI/Hintikka: Kripke schließt Spaltung aus, weil für ihn die (SI) gültig ist. Eine Spaltung würde nach ihm die Transitivität der Identität verletzen. Nach einer Spaltung wäre die Individuen keinesfalls identisch, selbst wenn sie es nach der Transitivität sein sollte. Daher ist für Kripke die (SI) unverletzlich.
HintikkaVsKripke: das ist zirkulär:
Transitivität der Identität/Hintikka: kann zweierlei bedeuten:
a) Transitivität innerhalb einer Möwe
b) zwischen MöWe.
Die Plausibilität der Transitivität gehört zur ersteren, nicht zur letzteren.
Transitivität der Identität zwischen Möwe zu fordern hieße einfach, Spaltung auszuschließen. Das ist das Zirkuläre an Kripkes Argument.
I 196
MöWe/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Möwe zu Möwe dieselben bleiben müssen. Rede von Möwe ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten. ((s) geht das denn nicht, bei konstantem Bereich? Es könnten doch auch Eigenschaften teilweise (nicht gänzlich) vertauscht werden. Möwe/Hintikka: sollten am besten als durch die verbundenen möglichen Gesamtheiten der Erfahrung bestimmt werden.
Und dann kann Spaltung nicht ausgeschlossen werden.
I 209
Re-Identifikation/Hintikka: auch bei diesem Problem sitzen Situations-Semantik und MöWe-Semantik im selben Boot. Situations-Semantik: verschleiert das Problem aber eher. Bei überlappenden Situationen nimmt sie z.B. an, dass der überlappende Teil derselbe bleibt.
Re-Identifikation/Quine/Hintikka: hält sie für hoffnungslos, weil man nicht erklären kann, wie sie funktioniert. (?).
Re-Identifikation/Kripke/Hintikka: Kripke dito, aber deswegen sollten wir sie einfach postulieren, zumindest für physikalische Objekte.
HintikkaVsQuine/HintikkaVsKripke: das ist entweder zu pessimistisch oder zu optimistisch.
Aber das Problem zu verkennen hieße, eins der größten philosophischen Probleme zu vernachlässigen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsHintikka Hintikka Vs Russell, B.
 
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I 165
On Denoting/Russell/Hintikka: (Russell 1905) Problem: mit Phrasen, die für echte Konstituenten von Propositionen stehen. Problem/Frege: Fehlschlagen der Substitutivität der Identität (SI) in intensionalen Kontexten.
informative Identität/Frege: dass Identität manchmal überhaupt informativ sein kann hängt damit zusammen.
EG/existentielle Generalisierung/Russell: auch sie kann fehlschlagen in intensionalen Kontexten, (Problem der leeren Termini).
HintikkaVsRussell: er erkennt nicht die Tiefe des Problems und umgeht eher die Probleme mit denotierenden Termen.
Nichtexistenz/Russell: Problem: wir können nicht durch existentielle Generalisierung beweisen, dass es einen gegenwärtigen König von Frankreich gibt.
HintikkaVsRussell: es gibt aber noch andere Probleme. (s.u. wegen Uneindeutigkeit der Querwelteinidentifikation).,
Kennzeichnungen/Russell/Hintikka:
Def primäre Kennzeichnung: für sie gilt die Substitutivität der Identität (SI)
Def sekundäre Kennzeichnung: für sie schlägt die Substitutivität der Identität (SI) fehl.
I 166
Bsp Russell: zwei Lesarten: (1) George IV wusste nicht, ob Scott der Autor von Waverley war.
Kennzeichnung/logische Form/Russell/Hintikka: „der Autor von Waverley“: (ix)A(x)
primär: hat die Kennzeichnung folgende Kraft:
(2) (Ex)[A(x) & (y) A(y) > y = x) & ~ George IV wusste, dass (Scott = x)].
((s) Schreibweise : Quantor hier immer normaler Existenzquantor, gespiegeltes E).
D.h. der Quantor hat in der primären Kennzeichnung maximale Reichweite (RW).
Wahrscheinlicher ist aber die zweite Lesart: sekundär:
(3) ~George IV wusste, dass (Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x & (Scott = x)].
((s) enge Reichweite)
Reichweite/HintikkaVsRussell : dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) „mittlere Reichweite“ > Kripke in Wolf, Eigennamen.)
(4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].
I 166
EG/HintikkaVsRussell: dieser sah nicht, dass es einen Grund für das Fehlschlagen der EG gibt, der nicht durch die Nichtexistenz des Gegenstands verursacht ist. Bsp
(5) George IV wusste, dass der Autor von Waverley der Autor von Waverley ist.
a) triviale Interpretation:
I 167
(6) George IV wußte, dass (Ex)(A(x) & (y)(A(y) > y = x)) alltagssprachliche Übersetzung : er wußte, dass eine und nur eine Person Waverley schrieb.
I 166
b) nichttriviale Interpretation: (7) (Ex)(A(x) & (y)(A(y) > y = x) & George IV wusste, dass (A(x) & (y)(A(y) > y = x))).
((s) kein Quantor nach „wusste, dass“
alltagssprachliche Übersetzung: George wusste von der einzigen Person, die tatsächlich Waverley schrieb, dass sie dies tat.
Weil Wissen Wahrheit impliziert, ist (7) äquivalent mit
(8) (Ex) George IV wusste, dass (Ez)(A(z) & (y)(A(y) > y = z) & x = z).
das ist äquivalent mit
(9) (Ex) George IV wusste, dass (der Autor von Waverley = x)
hier hat die Kennzeichnung sekundäre (enge) Reichweite.
Alltagssprachliche Übersetzung: George wusste, wer der Autor von Waverley ist.
I 167
Wissen/wer/was/wo/HintikkaVsRussell: Russell kann nicht explizit Konstruktionen der Form weiß + W-Satz analysieren. Allgemein: (10) a weiß, wer (z.B. x) ist so, dass A(x)
wird zu
(11) (Ex) a weiß, dass A(x).
Hintikka: das geht aber nur, wenn wir Russells Ansatz modifizieren:
Problem: die EG bricht jetzt zusammen auf eine Weise, die nicht auf die Nichtexistenz zurückgeführt werden kann, und die nicht mit Russells Theorie der Kennzeichnungen (ThdK) analysiert werden kann.
Problem: für jede Person gibt es eine Menge Leute, deren Namen sie kennt und von deren Existenz sie weiß, aber von der sie nicht weiß, wer sie sind.
I 168
Bsp Charles Dodgson war für Queen Victoria jemand, von dem sie gehört hatte, den sie aber nicht kannte. Problem: wenn wir annehmen, dass (11) die richtige Analyse von (10) ist, gilt
(12) ~(Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Aber das ist trivial falsch, auch nach Russell.
Denn folgendes ist sicher wahr:
(13) Victoria wusste, dass Dodgson = Dodgson)
existentielle Generalisierung/EG: ergibt dann
(14) (Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Also genau die Negation von (12) Widerspruch.
I 168
Kennzeichnungen/Hintikka: sind hier gar nicht involviert. Daher kann Russells Theorie der Kennzeichnungen hier auch nicht helfen. Bsp wir können außerdem annehmen, dass Victoria von der Existenz von Dodgson wusste.
leere Termini/leere Namen: sind hier also auch nicht das Problem.
Ontologie/Hintikka: so bekommt unser Problem einen ontologischen Aspekt.
existentielle Generalisierung/EG/Sein/Quine/Ontologie/Hintikka: die Frage, ob man EG über einen sing Term "b" anwenden darf z.B. in einem Kontext "F(b)", ist dieselbe wie die, ob b Wert einer gebundenen Variablen sein darf.
EG/Hintikka: schlägt hier nicht wegen Nichtexistenz fehl.
I 169
Mi folgenden Problemen haben wir es hier zu tun: Manifestation gebraucht von

a) keine SI Frege, Russell
b) keine EG
(i) wegen Nichtexistenz Russell
(ii) wegen Uneindeutigkeit Hintikka
Uneindeutigkeit/Lösung/Hintikka: Semantik möglicher Welten.
Bsp (12)-(14) das Problem ist nicht, dass Dodgson nicht in der wirklichen Welt (WiWe) existierte oder nicht in einer von Victorias Wissenswelten, sondern dass der Name Dodgson in verschiedenen möglichen Welten (MöWe) verschiedene Individuen herausgreift.
Daher folgt (14) nicht aus (13).
I 170
existentielle Generalisierung/EG/Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Russell/Hintikka. Welche Wege hätte Russell offen gestanden? Wissen-wer/Russell/Hintikka: Russell selbst spricht sehr oft von der Äquivalenz des Wissens, wer etwas tat mit der Existenz eines Individuums, von dem bekannt ist, dass es das tat. ..+…
I 173
Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! ThdK/Russell: (Ende von „On Denoting“) enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft.
I 174
Hintikka: dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft.
Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der EG führt.
Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) .
"ob"/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt wusste nicht“. (sekundär?)
sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei.
I 175
Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten?
Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist.
Identifkation/MöWe-Semantik/HintikkaVsRussell/Hintikka: in meinem Ansatz ist Dodgson ein bona fide Individuum gdw. er ein und dasselbe Individuum n alle Wissenswelten von Victoria ist. D.h. identifizierbar gdw.
(15) (Ex) in alle relevanten MöWe, ist es wahr, dass (Dodgson = x).
Problem: was sind die relevanten MöWe?

I 178
Quantor/Quantifikation/HintikkaVsRussell: Russell verwechselt systematisch zwei Arten von Quantoren. (a) der Bekanntschaft, b) der Beschreibung). Problem: Russell hat nicht erkannt, dass der Unterschied nicht allein in Bezug auf die wirkliche Welt (WiWe) definiert werden kann!
Lösung/Hintikka: wir brauchen eine Relativierung auf Mengen von MöWe, die mit den verschiedenen propositionalen Einstellungen wechseln.
I 179
RussellVsHintikka: dieser würde meine Darstellung seiner Position so nicht akzeptiert haben. HintikkaVsRussell: aber der grund dafür liegt bloß in einem weiteren Fehler Russells: Ich habe ihm nicht zugeschrieben, was er glaubte, sondern was er hätte glauben sollen.
Quantifikation/Russell/Hintikka: hätte er auf Objekte der Bekanntschaft reduzieren sollen. Russell glaubte aber, es sei hinreichend, Ausdrücke zu eliminieren, die scheinbar Objekte denotieren, die nicht solche der Bekanntschaft sind.
Pointe: dabei gehen seine Quantoren keine ontologische Verpflichtung ein. Nur denotierende Ausdrücke tun das.
Variable/Russell/Hintikka: sind bei Russell nur notationale Muster.
Ontologische Verpflichtung/Quine/HintikkaVsRussell: Russell erkannt gar nicht die oV die Sprachen 1. Stufe mit sich bringen.
Sein/Ontologie/Quine: „Sein heißt, Wert, einer gebundenen Variablen zu sein“.
HintikkaVsRussell: das hat dieser nicht erkannt.
I 180
Elimination/Eliminierbarkeit/HintikkaVsRussell/Hintikka: um bloß scheinbar denotierende Kennzeichnungen zu eliminieren, muss man annehmen, dass die Quantoren und gebundenen Variablen über Individuen gehen, die beschreibungsmäßig identifiziert sind. ((s) Objekt der > Beschreibung). Sonst wäre der reale Bismarck kein zulässiger Wert der Variablen, mit denen wir ausdrücken, dass es ein Individuum einer bestimmten Art gibt.
Problem: dann dürfen diese Quantoren aber keine Konstituenten der Propositionen sein, denn ihre Wertebereiche bestehen eben nicht bloß aus Objekten der Bekanntschaft. Daher war Russells Fehler ein zweifacher.
Quantor/Variable/Russell/Hintikka, 1905 hatte er schon aufgehört zu denken, dass Quantoren und gebundene Variablen echte Konstituenten von Propositionen sind.
Def Scheinveränderliche/Russell/Hintikka: = gebundene Variable.
Bekanntschaft/Russell: Werte der Variablen sollten nur noch Objekte der Bekanntschaft sein. (HintikkaVsRussell).
Quantoren/HintikkaVsRussell: jetzt können wir sehen, warum Russell nicht zwischen verschiedenen Quantoren unterschied (Bekanntschaft/Beschreibung): Für ihn waren Quantoren nur notationale Muster, und für sie braucht man den Bereich der möglichen Interpretation nicht festzulegen, daher macht es auch keinen Unterschied, wenn sich der Bereich ändert!
Quantifikation/Russell: für ihn war sie implizit objektional (referentiell) jedenfalls nicht substitutional.

Peacocke I 190
Mögliche Welten/MöWe/Quantifikation/HintikkaVsRussell: R. ist nicht in der Lage, die Fälle zu erklären, wo wir in Glaubenskontexte quantifizieren (!) wo (nach Hintikka) der Quantor über "öffentlich deskriptiv identifizierte" Einzeldinge reicht. Hintikka: vergleicht das mit einem "Schlüsselroman".
Peacocke: es ist unklar, dass (ob) das nicht von Russell als Fälle allgemeiner Gedanken erklärt werden könnte, so dass die Person mit den und den Eigenschaften so und so ist.

Universalien/Bekanntschaft/Russell/Peacocke: wir sind mit Universalien bekannt und sie sind Konstituenten unserer Gedanken.
HintikkaVsRussell: das ist eine verzweifelte Medizin, um das Prinzip der Bekanntschaft zu retten.
PeacockeVsRussell: seine Argumente sind auch sehr schwach.
Russell: Bsp wir können die Transitivität von "vor" nicht verstehen, wenn wir nicht mit "vor" bekannt sind, und noch weniger, was es heißt, dass ein Ding vor einem anderen ist. wobei das Urteil von einem Bewusstsein eines Komplexes abhängt, dessen Analyse wir nicht verstehen, wenn wir nicht die verwendeten Begriffe verstehen.
I 191
PeacockeVsRussell: was für eine Relation soll den zwischen Subjekt und Universale bestehen? Lösung: das reformulierte PB: hier können wir feststellen, welchen Bedingungen ein Begriff unterworfen ist, analog zum Prinzip der Sensitivität bei relationalen Gegebenheitsweise.
I 192
HintikkaVsRussell: ("On denoting what?", 1981, S.167 ff): die Elimination von Gegenständen, mit denen das Subjekt nicht bekannt ist, aus der sing Term Position ist nicht hinreichend für die Irreduzibilität von Bekanntschaft, an die Russell dachte. Quantifikation/Hintikka: die Quantoren werden immer noch über Gegenstände reichen, mit denen das Subjekt nicht bekannt ist.
Solche Quantoren können aber nicht Konstituenten von Propositionen sein, wenn das mit dem PB verträglich sein soll. Denn sie würde sicher durch ihre Wertverläufe (value range, Wertebereich?) eintreten und diese bestehen nicht aus Einzeldingen, mit denen man bekannt ist.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Querweltein- Identität VsHintikka Pro Cresswell I 129
Variablen/Konstanten/Hintikka: auch er behandelt Variablen und Konstanten unterschiedlich: durch seine Beschränkung von Quantoren können wir über dasselbe Ding in verschiedenen möglichen Welten sprechen ((s) >Querwelteinidentität) - LewisVsHintikka).

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
er* Castaneda, H.N.
 
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Cresswell II 182
er*/Castaneda: (!Quasi-Indikator-): These ist unanalysierbar -" bzw. in einigen Vorkommnissen auf andere Vorkommnisse zu reduzieren, in anderen nicht. Er will das in Hintikkas System der epistemischen Logik eingliedern. (Hintikka 1962). CastanedaVsHintikka: sein eigener Umgang mit de se ist inadäquat.
Fra I 184
These die Sï·"Verwendungen von "er" sind logisch von den (A)ï·"(F)ï·"Verwendungen des Pronomens der dritten Person verschieden. - + - Fra I 399/400 "ich"/"er"/Quasiï·"Indikator/Castaneda: These "er*" läßt sich auf keine Fï·"Verwendung von "er" reduzieren! (>Beschränkung, >Irreduzibilität, >Reduktion).
PerryVs: bei fast allen Fï·"Verwendungen gibt es eine implizite Beschränkung, aber diese Tatsache zwingt uns nicht, auf die Behauptung zu verzichten, daß "er*" nicht mehr als eine Fï·"Verwendung von "er" ist.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Glauben Hintikka, J.
 
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Schiffer I 287
Glauben/MöWe/Hintikka: (1969): These: "Ralph glaubt, daß Flundern schnarchen" ist wahr in allen möglichen Welten, die mit Ralphs Glauben kompatibel sind. SchifferVsHintikka: 1. daraus folgt, daß Ralph auch alles glaubt, was von seinem Glauben logisch beinhaltet (entailed) ist. ((s) > logische Allwissenheit).
2. daß er alles glaubt, wenn er irgendwelche inkonsistenten Glaubenseinstellungen hat.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Intension Hintikka, J.
 
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Cresswell I 115
Def intensionales Objekt/Cresswell: ist ein Objekt, das in verschiedenen möglichen Welten ein verschiedenes Ding (Dinge) ist - Hintikka: These besser: Spieltheorie als Lösung für Identität in intensionalen Kontexten - wobei der erste Spieler versucht, den Satz wahr zu machen, und der zweite, ihn falsch zu machen - CresswellVsHIntikka: die Beispielsätze sollte man besser so auffassen, daß sie normale Quantifikation beinhalten, allerdings über Entitäten höherer Ordnung, Bsp Klassen von Individuen.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984