Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 52 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Nagel
 
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Nagel : pro Descartes und Frege. - NagelVsHume, NagelVsKant, NagelVsWittgenstein: Vs Begrenzung der Reichweite der Vernunft (Neuerdings solche Begrenzung auch bei Quine, Putnam, Goodman, Rorty).Auch Begrenzung des Anspruchs der Vernunft.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

NagE I
E. Nagel
The Structure of Science: Problems in the Logic of Scientific Explanation Cambridge, MA 1979
Allgemeinheit Bigelow
 
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I 232
Naturgesetze/Realismus/Hume/Bigelow/Pargetter: eine Humesche Theorie der Naturgesetze kann nicht realistisch sein wie unsere. Verallgemeinerung/Regularität/Hume: in Bezug auf Verallgemeinerungen kann der Humeaner realistisch sein.
I 233
„Völlige Allgemeinheit“/“reine“ Allgemeinheit/Hume/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: darf keine Referenz auf ein Individuum enthalten: Das ist zu schwach und zu stark:
a) zu stark: Bsp Keplers Gesetze beziehen sich auf alle Planeten aber damit auch auf ein Individuum, die Sonne.
b) zu schwach: sie ist immer noch kein Gesetz. Bsp dass alles sich auf den Erdmittelpunkt hin bewegt.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Assoziation Hume
 
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Deleuze I 13
Assoziation/Hume: ist ein Naturgesetz. - Ideen: die Wirkung der Ideenassoziation hat drei Formen: 1. Allgemeinvorstellung (Ähnlichkeit)
2. Ordnung/Regularität (durch Vorstellung von "Substanz" oder "Modus")
3. Relation: eine Vorstellung zieht eine andere nach sich - dadurch erwerben Ideen keine neue Qualität.
I 126f
Assoziation/Prinzip/Hume: Problem: 1. Assoziation erklärt nur die Form des Denkens, nicht den Inhalt - 2. Assoziation erklärt nicht die individuellen Inhalte des Individuums - Lösung: die Erklärung liegt in den Umständen der Perzeption - auch Substanzen, allgemeine Vorstellungen und Modi bedürfen der Umstände
I 137f
Assoziationen/KantVsHume/Deleuze: das "Gesetz der Reproduktion" (häufig einander folgende Vorstellungen setzen eine Verknüpfung) setzt voraus, dass die Erscheinungen wirklich einer solchen Regel folgen - (Kant pro). - Dafür muss es einen Grund a priori geben - > Synthese der Einbildungskraft - (nicht der Sinne!) KantVsHume: sein Dualismus (Relationen seien den Dingen äußerlich) zwingt ihn, das als Übereinstimmung des Subjekts mit der Natur zu begreifen. - Diese kann aber nicht a priori sein, sonst würde sie nie bemerkt.
I 154
Assoziation/Hume: kann nicht auswählen - wenn der Geist nur durch Prinzipien festgelegt wäre, gäbe es keine Moral.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleu I
Gilles Deleuze
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Bedeutungs-Theorie Fodor
 
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II 120
Bedeutungstheorie/BT/Bedeutung/Wesen/Idee/FodorVsLocke/FodorVsHume: Bedeutungstheorien, die sich auf Wesen oder Ideen berufen, sagen nichts aus, weil sie nicht zu erkennen geben, in welchen Fällen zwei Ausdrücke das gleiche Wesen oder die gleiche Idee ausdrücken.
IV 70
Bedeutungstheorie/Davidson/Fodor/Lepore: es kann mehrere Bedeutungstheorien geben, wegen der semantischen Unbestimmtheit. - Radikale Übersetzung: es geht um das Problem, die richtige Bedeutungstheorie zu finden.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Bewusstsein Millikan
 
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I 91
Bewusstsein/Tradition: wir erfahren unser Bewusstsein direkt. MillikanVsTradition: was soll das für eine Erfahrung der Intentionalität sein? Was für eine Kraft soll dieses Argument haben?
Die Kraft müsste epistemisch und rational sein.
Unkorrigierbarkeit/MillikanVsTradition: die Erfahrung des Bewusstseins (Erfahrung der Intentionalität) müsste etwas Unfehlbares haben. Wir müssten dann auch ein unmittelbares Verstehen haben. Es müsste auch die Existenz von Intentionalität und Bewusstsein annehmen, denn sonst könnte die Erfahrung ja nicht „in“ ihr sein.
Bewusstsein/Tradition: nimmt an, dass das Bewusstsein durchsichtig (transparent) sei. Und daher könne sie nicht allein aus externen Relationen zur äußeren Welt bestehen, und seien diese naturnotwendig.
MillikanVsVs: Angenommen, wir lehnen dieses epistemisch rationalistische Bild ab, d.h. wir leugnen, dass es „epistemisch Gegebenes“ gibt. Dann könnten wir zugeben, dass sich Leute manchmal ihrer Gedanken bewusst sind. Aber wir könnten aufrechterhalten, dass dieses Bewusstsein (awareness) teilweise eine externe Relation ist. Die „Innenseite“ dieses Gefühls (Bewusstsein, awareness)
I 92
gibt keine Garantie dafür, dass es die Innenseite einer echten Bewusstseinsrelation (awareness Relation) ist. Bewusstsein/Millikan: selbst Bewusstsein von Bewusstsein ist kein unmittelbares Objekt. Es gibt nichts durchsichtiges am Bewusstsein.
Pointe/Millikan: das ist beunruhigend, weil daraus folgt, negative These: dass es möglich ist, dass wir nicht wissen, was wir denken! ((s) DavidsonVsHume: dito). D.h. aus dem Akte des Bewusstseins selbst heraus ist nichts garantiert.
Rationalismus/rationalistisch/Intentionalität/Bewusstsein/MillikanVsRationalismus/Millikan: die traditionelle rationalistische Sicht des Bewusstseins und der Intentionalität führt ein eine Sackgasse nach der anderen.

I 246
Bewusstsein/klassischer Realismus/Millikan: ein Akt des Gewahrwerdens eines Gegenstands ist momentan und hat niemals einen Bezug zu vergangenen oder zukünftigen Bewusstseinsakten. Problem: wie dann ein Ding als dasselbe wir früher identifiziert werden sollte. Daraus macht der klassische Realismus ein Mysterium.
Gegenstand/Objekt/Ding/klassischer Realismus: ein Gegenstand darf dann keine dauernde Existenz haben.
Wahrnehmung/Platon/Descartes/Locke/Millikan: These: nichts kann durch Wahrnehmung allein identifiziert werden, Wiedererkennen: sei ein Akt reinen Denkens bei der Wiederbegegnung im flüchtigen Fluss der Dinge, die den Sinnen gegeben sind.
Sinn/Platon/Descartes/Locke: bestand dann darin, den Geist irgendwie auf ewige Gegenstände zu richten.
Denken/ Platon/Descartes/Locke: dann konnte man nur von ewigen Gegenständen überhaupt Gedanken haben, oder von der ewigen Natur flüchtiger Gegenstände.
Lösung: man nahm Eigenschaften und Arten als die ewigen Gegenstände an, an die man direkt denken konnte.
I 247
Problem: wie sollte man erklären, dass ewige Gegenstände (Eigenschaften) in Relation zu zeitlichen Zuständen stehen? Wie konnte Involviertsein in die Welt für sie wesentlich sein. Dann musste man annehmen, dass es Eigenschaften und Arten gibt, die nicht exemplifiziert sind.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Einzelfall-Verursachung Davidson
 
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Armstrong III 94
Kausalität/DavidsonVsHume/Armstrong: Einzelfallverursachung: wir erkennen oft, dass ein Einzelfall kausal ist, ohne eine Ahnung zu haben welcher regulären Sequenz er entspricht. - Lösung: Unterscheidung Wissen-dass: dass es ein Gesetz gibt - dagegen: Wissen-was: was das Gesetz ist. - Lösung: es gibt eine Beschreibung, unter der das Ereignis gesetzmäßig ist. - AnscombeVsDavidson: viele Charakteristika sind kausal irrelevant, daher ist Kausalität als solche beschreibungsabhängig.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Empirismus James
 
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Diaz-Bone I 56
JamesVsEmpirismus: "Nominalismus": Empiristen behaupten, es gäbe einen Begriff für jedes Objekt. James: wie verhält es sich mit Tatsachen, für die kein Begriff existiert? Schlimmer noch:
I 57
Sprache /James: unterstützt die nominalistische Tendenz, den Bewusstseinsstrom zu zerstückeln!
I 57
Dennoch entwickelt James eine Position des radikalen Empirismus (VsRationalismus, VsEmpirismus der von Hume vertreten wird.). JamesVsHume: um radikal zu sein, darf der Empirismus weder Elemente hineinnehmen, die nicht direkt erfahrbar sind, noch Elemente ausschließen, die direkt erfahren werden.
Radikaler Empirismus/James:
1. Nur solche Sachverhalte können diskutiert werden, die auf Kategorien der Beobachtung beruhen.
2. Die Beziehungen zwischen den Objekten der Erfahrung sind genauso zugänglich wie die Objekte selbst.
3. Zusammenhang als Ergebnis der Folge partieller Erfahrung ist selbst Gegenstand der Erfahrung. Die Erfahrung dieses Zusammenhangs ist der Strom des Bewusstseins.
4. Keine Vorabkonstruktion von subjektivem Bewusstsein

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996
Erfahrung James
 
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Suhr I 93
Erfahrung/James: "doppelläufiges Wort": wie "Leben" und "Geschichte".
Diaz-Bone I 55
Erfahrung/Empfindung/JamesVsHume, JamesVsMill: "Assoziationismus": sieht in gedanklichen Vorstellungen und Erfahrungen nur Widerspiegelungen wahrnehmbarer Eindrücke, die durch Einwirkung auf den Organismus Vorstellungen erzeugen. James: Dieser "Determinismus" erklärt wohl die Empfindungen von Einzelheiten, aber nicht die Erfahrungen von Willensäußerungen, Gefühlslagen, Rationalität, Erinnerungen.
I 59
Reine Erfahrung/James: Erfahrung ist die Wirklichkeit! (>Berkeley: Sein ist Wahrgenommenwerden, Sein der Dinge ist ihr Erkanntsein.) JamesVsBerkeley: esse est percipere.

Dew I
Martin Suhr
John Dewey zur Einführung Hamburg 2016

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996
Erklärungen Mayr
 
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I 99
Biologie: Fragen: Bsp Einzigartige Ereignisse: "Warum gibt es keine Kolibris in der alten Welt"? Bsp "Wo nahm der Homo sapiens seinen Ausgang?" Das führt zur historischen Darstellung als einzig möglicher Form. Diese Herangehensweise ist grundsätzlich anders als die Erklärung mittels kausaler Gesetze. Man kann niemals kategorisch beweisen, dass eine historische Darstellung "wahr" ist.
I 100
Reproduzierbarkeit/Wissenschaft: die Einzigartigkeit ist nicht der belebten Natur vorbehalten! Bsp Jeder der neun Planeten ist einzigartig. Auf der Erde hat jeder Gebirgszug und jeder Flusslauf einzigartige Kennzeichen. Hume/Wissenschaft: kann nichts Befriedigendes über die Ursache irgendeines einzigartigen Phänomens aussagen.
MayrVsHume: die historische Darstellung kann einzigartige Ereignisse oftmals zufriedenstellend erklären und manchmal sogar überprüfbare Vorhersagen treffen (>Geschichte).
I 101
Geschichte/Kausalität/Mayr: frühere Ereignisse tragen gewöhnlich durchaus kausal zu späteren bei. "Partikularistische Kausalität".
I 103
Biologie/Erklärung/Mayr: hier finden wir oft mehr als eine kausale Erklärung. Vielleicht muss man die meisten Phänomene der Biologie sogar mit mehreren Theorien erklären! Eine Wissenschaftstheorie, die mit Pluralismus nicht zurechtkommt, ist für die Biologie ungeeignet.
I 166
Erklärung/Biologie: durch unmittelbare Ursachen: Molekularbiologie, funktionelle Morphologie, Entwicklungsbiologie, physiologische Genetik mittelbare: Evolutionsbiologie, klassische Genetik, Ethologie, Systematik, vergleichende Morphologie, Ökologie.
Problem: Spaltung der Morphologie und der Genetik. Überschneidungen.


Ma
E. Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
Ethik Husserl
 
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I 115 ff
HusserlVsHume: keine Gefühlsethik - VsKant: Vskategorischer Imperativ/HusserlvsKant: formale Verallgemeinerbarkeit genügt nicht, um ethische Richtigkeit zu charakterisieren - Husserl: ein fiktiver Beobachter muss meine Beurteilung nachvollziehen können. - Mensch: a) passiv, zufällig in Umständen, b) zweckhandelnd, vernünftig.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
Existenz Geach
 
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I 265
Existenz/GeachVsHume/VsGilson: die Hume-Brentano-Gilson-These (dass Existenz nichts Begriffliches hinzufügt) kann nicht erkennbar behauptet werden, wenn sie wahr ist. - Sie behandelt die Existenz als unbegrifflich (nicht begrifflich fassbar) und als nur in Existenzurteilen greifbar, aber diese Behauptung selbst ist kein Existenzurteil und behandelt Existenz als begrifflich! Das ist ein Widerspruch.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Gedanken Evans
 
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Gareth Evans
Frank I 487
Gedanken/EvansVsRussell/EvansVsHume: (mit Davidson): es kann sein, dass man bloß meint, einen Gedanken zu haben - sogar über sich selbst.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gedanken Russell
 
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Bertrand Russell
Frank I 487
Russell/Evans: Cartesianer: Gedanken haben wir nur, wenn der Gegenstand wirklich existiert.
I 487ff
Gedanken/EvansVsRussell/EvansVsHume: (mit Davidson): es kann sein, dass man bloß meint, einen Gedanken zu haben - sogar über sich selbst.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gegenstände Davidson
 
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I 16 ff
Denken/Wissen/DavidsonVsHume: es gibt unendlich viele Eigenschaften, daher ist Unkenntnis der gedachten Gegenstände möglich. Es müssen Gegenstände gefunden werden, bezüglich derer Irrtümer unmöglich sind. Als Gegenstände, die notwendig das sind, was sie zu sein scheinen
DavidsonVsDescartes: solche Gegenstände gibt es einfach nicht. Nicht einmal Erscheinungen sind alles das, wofür sie gehalten werden! Auch die Aspekte der Sinnesdaten lassen sich nicht, sofern sie wirklich Gegenstände sind, gegen Fehlidentifikation schützen.
Wir müssen die Vorstellung fallenlassen, es gäbe innere Gegenstände oder geistige Vorstellungen im erforderlichen Sinne.
Es gibt keine "inneren Gegenstände", kein "uninterpretiertes Gegebenes", "keinen "Strom" innerhalb eines Schemas (VsSchema/Inhalt).
Frank I 678
Gegenstände/Putnam/Fodor: a) "wahrhaft innen", "vor dem Geist", von ihm "gefasst" - b) diejenigen, die Gedanken auf die übliche Art und Weise identifizieren (extern). - Davidson: ich stimme zu, daß es keine Objekte gibt, die beiden Zwecken dienen - ((s) keine ausgezeichnete Klasse). - Putnam: die beiden können nicht koinzidieren, weil sich der Geist sonst nicht täuschen könnte. Ideen/Eindrücke/Hume: "sind, wie es scheint und scheinen, wie es ist". - DavidsonVsHume: solche Objekte gibt es nicht - weder abstrakte noch konkrete, weder öffentliche noch private. - Auch Propositionen nicht. - Es gibt kein Objekt, daß die Doppelfunktion erfüllen würde, vor dem Geist zu sein und auch den Inhalt des Gedankens zu bestimmen. - Sonst könnte man sich nicht täuschen. - Bedeutung hängt von den Arten von Objekten und Ereignissen ab, die die Person akausal dazu veranlaßt haben, die Worte für anwendbar zu halten. - Aber der Handelnde kann nicht selbst fragen, ob er sie regelmäßig richtig anwendet, weil seine Regelmäßigkeit die Bedeutung erst verleiht. - So gehen Autorität der ersten Person und sozialer Charakter Hand in Hand.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gehirn/ Gehirnzustand Churchland
 
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II Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 484
Gehirn/Bewusstsein/Churchland: das Gehirn wird kein Bewusstsein produzieren, bevor es nicht eine Repräsentation seiner selbst hervorgebracht hat. ((s) >McGinn: These: das Gehirn produziert eine Theorie des Gehirns.) Churchland: ...Repräsentation seiner selbst… so würde es KantVsHume ausgedrückt haben.
Es braucht eine Repräsentation, die so etwas Ähnliches wie einen "Standpunkt" hervorbringt.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Grund/ Ursache Brandom
 
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II 121
Grund/Hume/Brandom: muss von Wunsch begleitet sein, eine Handlung zu erfüllen - KantVsHume: ein Wunsch (sinnliche Neigung) kann keinen Handlungsgrund liefern. - Zusätzlich: Anerkennung einer Verpflichtung.
II 122
Brandom: Grund haben: zu eigener praktischer Festlegung berechtigt zu sein.
II 123
Anerkennung von Festlegungen kann etwas verursachen und selber verursacht sein.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Hase-Enten-Kopf Putnam
 
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I 178/9
Hase-Enten-Kopf/H-E-Kopf/Wittgenstein: zeigt, dass das geistige Bild etwas anderes ist, als das physikalische: während das physikalische Bild in mehreren Aspekten gesehen werden kann, ist dies beim geistigen Bild nicht möglich. - Es kann nur eindeutig Hase oder Ente sein. - Die Interpretation ist im geistigen Bild "eingebaut". - Das geistige Bild ist "Konstruktion".
I 179
Erinnerung/KantVsHume: ähnlich wie Wittgenstein in Bezug auf den H-E-Kopf: die Interpretation ist eingebaut.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Ich Kant
 
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Horwich I 404ff
Ich/Wissen/Kant: Repräsentationen (laut Putnam) - "Empirisches Ich"/Kant/Putnam: ist der Autor "im Spiel", nicht der richtige Autor - dieser ist das transzendentale Ich (außerhalb des Spiels). - Interner Realismus/PutnamVsKant: 1. Autoren im Plural (sozial) - 2. Die in der Geschichte sind die realen!
PutnamVsSkeptizismus: Pointe: es wäre "verrückt" wenn das nur Fiktionen wären, denn ein fiktiver Charakter kann kein realer Autor sein. - Aber dies sind wahre Geschichten.

Stegmüller IV 322
Ich/Kant: "Empirisches Ich": als Ursache wie als Wirkung tätig - "Noumenales Ich": (metaphysisch): überflüssiger, passiver Betrachter - metaphysisches Ich: Adressat des moralischen Sollens.
Strawson V 146
Ich/Subjekt/Hume/Strawson: ist verpflichtet, eine Erklärung der Vorstellung was "Ich" bezeichnet, zu geben. - Als Antirationalist muss er unsere Fiktion erklären. KantVsHume/Stegmüller: Kant braucht das nicht, er braucht dafür empirische Kriterien für die Subjekt-Identität.

Bubner I 108
Ich/Kant/Bubner: es gibt nicht das Ich, dem Vorstellungen anhaften, sondern die verschiedenen Vorstellungen untereinander als die meinigen anzusprechen heißt allererst ein Selbstbewusstsein zu schaffen.
Adorno XIII 64
Ich/transzendentales Subjekt/KantVsHume/Adorno: eben jenes Ich, das von Hume schlechterdings bestritten wird, muss in Wirklichkeit vorausgesetzt sein, um so etwas wie Erfahrung zu konstituieren. Kant hat aber gesehen, dass dieses dem Erfahrungsinhalt gegenüber doch auß0erordenlich verselbständigte transzendentale Subjekt in sich selber (…) eine Dynamik, die über die Erfahrung hinausgeht. Das hat er darin zum Ausdruck gebracht, dass die Vernunft, indem sie über ihren erfahrungsgemäßen Gebrauch hinausgehe, sich notwendig in Widersprüche verwickele, weil dem Denken, wenn es einmal ins Spiel gekommen ist, nicht willkürlich Einhalt geboten werden kann.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Ich Shoemaker
 
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Frank I 50ff
ShoemakerVsHume: 1. Hume zeigt höchstens, dass, wenn ich mich antreffe, es nicht wissen kann 2. Die Prämisse ist falsch: es gibt zwar keine indexfreie Beschreibung, aber das beweist nicht, dass ich auf solche angewiesen wäre.
Zur Identifikation gehört notwendig Möglichkeit des Irrtums - beim Ich aber nicht gegeben - sowieso Regress bei Selbstidentifikation - Hume leugnet gar nicht das Selbstbewusstsein. Bewusstsein/Shoemaker: keine Art Wahrnehmung! (Rorty dito). - Schmerz ist kein (privater) Gegenstand, man ist nicht Schmerz, und man ist auch nicht schmerzhaft, sondern fühlt ihn.

Shoem I
S. Shoemaker
Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identität Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 208ff
Identität/Davidson/Quine: wir sind außerstande, die Beziehung herauszugreifen, die für die Erkenntnis der Identität eines Gegenstands konstitutiv ist. Grund: jede Eigenschaft kann als relevant angesehen werden. Falls der Geist nur denken kann, wenn er eine eindeutige Beziehung zu dem Gegenstand herstellt, dann ist Denken unmöglich. (QuineVsRussell). Identität: nicht ohne Begriffsschema
Identität: QuineVsHume, QuineVsLeibniz: Verwechslung von Wort und Gegenstand: nicht Relation zwischen verschiedenen Gegenständen, sondern Beziehung zwischen singulären Termini - a = b verschiedene Bezeichnungen.
I 211
Kopula bildet unbestimmte singuläre Termini: nicht mehr Fa sondern a = b - Bsp Agnes = ein Lamm - aber: Agnes blökt: Fa.
I 211
Synonymie und Analytizität abgestuft, Identität absolut.
I 365
Identitätsbedingungen stark/schwach/(s): > Bsp Paul und Elmar.
II 23
Identität/absolut unterscheidbar: offener Satz nur durch einen Gegenstand erfüllt. - Relativ unterscheidbar: nur in gegebener Reihenfolge erfüllt. - Identität: Gegenstände, die nicht relativ unterscheidbar sind, nicht alle Gegenstände, die nicht absolut unterscheidbar sind.
I 397
Theseus Schiff: es geht nicht um den Ausdruck "dasselbe" sondern um den Ausdruck "Schiff" - jeder allg Term hat sein eigenes Individuationsprinzip.
II 156ff
Individuation: in unserer Welt Moment-zu-Moment-Individuation. durch Prädikate - für Gegenstände wahllos (alles kann Gegenstand sein), für Prädikate entscheidend > Wahrheitswert. - Identifikation zwischen möglichen Welten: hängt ab von den Prädikaten - für Körper auch von Raumverdrängung, Zusammensetzung usw., daher nicht querweltein - "Derselbe Gegenstand" ist nichtssagend. - > singulärer Term, statt Prädikat.
Geach I 238
Identität/GeachVsQuine: These: Identität ist relativ - wenn jemand sagt x ist identisch mit y, ist das ein unvollständiger Ausdruck - es ist eine Abkürzung für x ist dasselbe A wie y - (komisch, dass Frege das nicht vertreten hat) - Identität/Tradition/Geach: kann durch ein einziges Schema ausgedrückt werden: (1) l- Fa (x)(Fx u x = a) - alltagssprachlich: was immer wahr ist von etwas, das mit einem Objekt y identisch ist, ist wahr von a und umgekehrt - daraus leiten wir das Gesetz der Selbstidentität ab: l- a = a. Denn wenn wir nehmen Fx für x ungleich a dann liefert uns Schema (1): (2)l- (a ≠ a) Vx(x ≠ a u x = a) - das ergibt natürlich l- a = a . - Geach I 240 Aber auch Geach pro relative Identität.
Quine V 86
Identität/Quine: zunächst nur Mittel zur Verlängerung des zeitlichen Zeigens - dann selbst relativer Massenterm: Bsp "derselbe Hund wie" - dient zur Individuation der absoluten allg Term Bsp "Hund" - Geach: das ist eine Reduktion auf einen relativen Term. - Quine: das geht nicht, wenn Gegenstände sich überschneiden.
V 89
Identität/Geach: nur bezüglich eines allgemeinen Terms derselbe was.
V 161
Identität: eingeschränkte: in Bezug auf allgemeine Termini: "derselbe Apfel" - uneingeschränkte: : Lernen: 1. jeder der den Sätzen [a = b] und [a ist ein g] zustimmt, stimmt auch [b ist ein g] zu ((s) Transitivität) - 2. Disposition, [a = b] zuzustimmen, wenn erkannt ist, dass man [b ist ein g] aufgrund von [a ist ein g] für ein beliebiges g zustimmen kann. Relative Identität: auch diese Identität ist relativ, weil der Identitätsmassstab von Wörtern abhängig ist - [a = b] kann falsch werden, wenn neue Termini hinzukommen.
I 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: x = y als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist - Charakterisierung der Identität durch Ausschöpfung aller Relativsätze.
V 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: mit Quantifikation über Klassen wird x = y definierbar als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist. - Sprachlernen: hier anfänglich noch substitutionale Quantifikation - dann nicht Klasse, sondern Ausschöpfung der Relativsätze.
VII 65ff
Identität/Quine: wichtig: die Forderung nach Prozessen oder zeitlich ausgedehnten Objekten - indem man Identität statt Flussverwandtschaft annimmt, spricht man vom Fluss statt von Stadien.
IX 24
Def Identität/Quine: können wir jetzt vereinfachen: anstatt y = z: y = z steht für ∀x(x ε y ↔ x ε z) - weil wir die Individuen mit ihren Einerklassen identifiziert haben.
X 90
Def Identität/Quine: dann definieren wir "x = y" als Abkürzung für: Ax ↔ Ay.(z)(Bzx ↔ Bzy . Bxz ↔ Byz . Czx ↔ Czy . Cxz ↔ Cyz .(z’) (Dzz’x ↔ Dzz’y . Dzxz’ ↔ Dzyz’. Dxzz’ ↔ Dyzz’)) - d.h. dass die Gegenstände x u. y durch die vier Prädikate nicht unterscheidbar sind, auch nicht in Bezug auf die Relation zu anderen Gegenständen z und z’.
X 99
Identität/Quine: (in unserer Scheintheorie der Mengenlehre) nur zwischen Variablen, nicht zwischen Abstraktionsausdrücken oder ihren Schemabuchstaben definiert.
XII 71
Relative Identität/Quine: resultiert aus ontologischer Relativität, weil keine Entität ohne Identität - nur in Rahmentheorie erklärbar. - Bsp Ununterscheidbarkeit von Einkommensklassen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Individuen Nietzsche
 
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Danto III 173
Individuum/Gruppe/Nietzsche/Danto: gegenüber Nietzsches Auffassung vom Individuum im Frühwerk der Geburt der Tragödie, wo er eine Vorstellung davon hatte, wie das Individuum durch die Musik in einer Art von Kommunion in der Gruppe aufgehen könnte,
Danto III 174
findet man im Spätwerk davon kaum noch etwas. Nietzsche war inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass es im Leben ausreichend Solidarität, nicht aber genug Individualität gab. Individuum/Tradition/Danto: Hobbes und Locke (ursprünglich Platon im Glaukon) waren versucht, die Menschen für uranfängliche Individuen zu halten, aus denen sich dann Gesellschaften derart gebildet haben sollten, wie sich chemische Verbindungen vermeintlich aus Elementen oder Atomen und Molekülen gebildet haben sollten.
Soziale Beziehungen wären dann bloß äußerlich, oder wie Hobbes sagt, „künstlich“.
NietzscheVsLocke/NietzscheVsHume Danto III 175
sodass die Einzelnen nur von denjenigen Vorstellungen ein Bewusstsein entwickeln, die jeder mit jedem gemein hat. So wie der Einzelne kaum ohne Gemeinschaft überleben könnten, kann er nur schwer eine Empfindung seiner selbst als unabhängige Einheit erlangen.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Induktion Goodman
 
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I 23
Def Induktion erfordert, dass einige Klassen unter Ausschluss anderer als relevante Arten aufgefasst werden.
II 82
Die schärfste Kritik VsHume: seine Analyse beziehe sich bestenfalls auf den Ursprung der Voraussagen, nicht auf ihre Berechtigung.
Deduktion/Goodman: Übereinstimmung mit anerkannter Praxis. (Quelle: wo?)
II 88
Das Induktionsproblem ist kein Beweisproblem, sondern ein Problem der Definition des Unterschieds zwischen gerechtfertigten und ungerechtfertigten Voraussagen
II 89
Gegenseitige Anpassung zwischen Definition und Sprachgebrauch.
II 101f
glau: Problem: gleiche Daten stützen gegensätzliche Voraussagen - Frage: in welcher wesentlichen Eigenschaft sich Hypothesen gleichen müssen > Gesetz: nicht im Zusammenhang mit z.B. Gegenstand in meiner Tasche - "glau" nicht wie übliche nicht-gesetzesartige Hypothesen (räumlich oder zeitlich eingeschränkt) - man kann nämlich Ableitung umkehren: rot und grün aus grot und rün.
II 109
Gesetzesartige oder fortsetzbare Hypothesen sind nicht rein syntaktisch zu charakterisieren.
II 95
Was bestimmte Daten bestätigen, ist nicht das, was sich durch Verallgemeinerung von getrennten Einzelfällen ergibt, sondern das, was sich durch Verallgemeinerung des gesamten vorliegenden Datenmaterials ergibt.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
Kausalgesetze Cartwright
 
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I 10
Asymmetrie: Kausalgesetze sind asymmetrisch: Wirkung und Ursache können nicht vertauscht werden. - Dagegen symmetrisch: Assoziationsgesetze/Hume: Bsp Länge des Schattens/Höhe des Masts. - Fraassen: These: die erklärungsmäßigen Asymmetrien sind nicht echt. - Es gibt keine Tatsache darüber, was was erklärt. - CartwrightVsFraassen. Assoziation/CartwrightVsHume: ist nicht hinreichend, um Bsp bei der Malariabekämpfung effektive von uneffektiven Strategien zu unterscheiden.
I 30
Kausalgesetz/Kausalerklärung/Cartwright: Kausalgesetze sind nicht transitiv - d.h. die Kausalkette muss nicht durch ein einziges Kausalgesetz bestimmt sein.
I 32
Kausalgesetz/Cartwright: etwas, das immer der Fall ist ((s) universelles Vorkommnis, universelle Tatsache, "Permanenz") kann nicht Konsequens eines Kausalgesetzes sein. - ((s) Das ist hier eine Konvention). - alternativ: universelle Tatsache: alternativ könnte man sagen, dass alles die Ursachen einer universellen Tatsache ist. Def universelle Tatsache/Cartwright/(s): Wahrscheinlichkeit = 1.
I 36
Kausalgesetze/Cartwright: der Grund warum wir sie für die Charakterisierung von Effektivität brauchen ist, dass sie die richtigen Eigenschaften herausgreifen, auf die wir unsere Bedingungen anwenden.
I 43
Effektive Strategie/Cartwright: kann nur mit Annahme von Kausalgesetzen gefunden werden. - Partition: die richtige ist die, die dadurch determiniert ist, welche Kausalgesetze es gibt. - Ohne Kausalgesetze kann man nicht die richtigen Faktoren herausgreifen.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Kausalität Bigelow
 
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I 264
Erklärung/Kausalität/Bigelow/Pargetter: Problem: wegen drohender Zirkularität können wir Kausalität dann nicht durch Gesetze oder kontrafaktische Konditionale oder Wahrscheinlichkeit erklären. Kontrafaktisches Konditional/Erklärung/Bigelow/Pargetter: umgekehrt werden kontrafaktische Konditionale analysiert in Begriffen von Kausalität. Ebenso Notwendigkeit.
Verursachung/Bigelow/Pargetter: Muss unanalysierter Grundbegriff sein. Sie ist ein strukturelles Universale. Fundamentale Kräfte spielen eine Hauptrolle.
Kräfte/Bigelow/Pargetter: sind Vektoren.
I 265
Kausalität/Verursachung/Erklärung/Bigelow/Pargetter: zunächst widerlegen wir einige gängige Theorien. Verursachung/Tradition/Bigelow/Pargetter: wird oft als eine Art „notwendige Verbindung“ angesehen. Normalerweise wird das so ausgedrückt, dass entweder die Ursache notwendig für die Wirkung ist oder die Wirkung eine notwendige Folge der Ursache. Dann ist die Ursache entweder eine notwendige oder eine hinreichende Bedingung oder beides.
schwächer: einige Autoren: es sei nur unwahrscheinlich, eine Ursache ohne Wirkung (oder umgekehrt) zu finden. (probabilistische Theorien der Verursachung, Lewis 1979, Tooley 1987).
„Notwendigkeits-Theorien“/Bigelow/Pargetter: sollten erklären, auf was für einer Art von Notwendigkeit sie beruhen.
Ursache/Wirkung/BigelowVsTradition/BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: These eine Ursache muss weder eine hinreichende noch eine notwendige Ursache für eine Wirkung sein, die Wirkung hätte ohne eintreten können oder durch eine andere Ursache, oder ohne Ursache überhaupt! Man kann auch nicht immer eine hohe Wahrscheinlichkeit annehmen! Eine Ursache muss nicht immer die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses erhöhen!
I 266
Hume/Bigelow/Pargetter: das haben wir von ihm gelernt. (HumeVsLewis). Kausalität/Hume/Bigelow/Pargetter: seine Auffassung von ihr hat einen theologischen Hintergrund, (von Descartes und Malebranche her): These: es konnte nicht sein, dass Gott durch irgendwelche Beschränkungen gefesselt wäre.
Daher konnte es nicht sein, dass Gott gezwungen sein würde, der Wirkung zu erlauben, zu folgen. Immer müsste es aus Gottes freier Wahl entstehen und damit jedes Mal ein Wunder sein.
Hume/Bigelow/Pargetter. seine Theorie eliminiert daraus einfach Gott. Hume bittet uns einfach uns vorzustellen, dass die Wirkung es unterlassen könnte, aus der Ursache zu folgen.
Bigelow/Pargetter: damit hat er Recht! Es ist nicht nur logisch möglich, sondern auch empirisch möglich!
Vorstellung/Hume/Bigelow/Pargetter: ist für Hume der Führer zur Möglichkeit. Damit schwenkt er von einem theologischen zu einem psychologischen Argument.
Ursache/Bigelow/Pargetter: Ursachen sind keine hinreichenden Bedingungen. Sie sind auch nicht immer notwendig!
I 267
Lösung/Hume/Bigelow/Pargetter: innere Erwartungen von Regularitäten. Ursache/Hume/Bigelow/Pargetter: nach Hume darf „hinreichend“ nicht modal aufgefasst werden. D.h. dass „hinreichend“ nicht realistisch aufgefasst werden darf.
BigelowVsHume: ging zu weit in seiner Zurückweisung von Notwendigkeit in Gesetzen. Aber nicht weit genug in seiner Zurückweisung des Notwendigkeits-Ansatzes der Kausalität.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Kausalität Goodman
 
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II 113
Hume stellte sich den Verstand so vor, dass er durch Regelmäßigkeiten im Beobachten zu entsprechenden Voraussagen veranlasst werden. GoodmanVsHume: Wir dagegen sehen den Verstand als von Anfang an in Tätigkeit. Er berichtigt allmählich.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
Kausalität Kant
 
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Danto I 298
Kausalität/Kant/Danto: wird nicht aus der Erfahrung abgeleitet - dennoch Voraussetzung oder Form der Erfahrung - Vorstellung von Kausalität nicht Kausalität selbst.
Kant I 26
Kausalität/Kant: die Dinge an sich unterliegen nicht der Zeitbedingung, also auch nicht der Kausalität. - (Lösung der dritten kosmologischen Antinomie: nämlich der Antinomie von Kausalität aus Freiheit (die zu den Dingen an sich gehört) und Kausalität nach der Natur (in der Erscheinungswelt)). - KantVsHume: Kausalität gilt nicht für die Dinge an sich. - VsKant: dieser hält sich selbst nicht daran - Verstand: hat seine eigene Kausalität: die "Spontaneität der Begriffe".
I 32
Subjektivität: ergibt sich nicht erst aus der Kausalität (aus Freiheit) sondern aus der Spontaneität der Begriffe - daher beginnt die Metaphysik schon in der Erfahrungswissenschaft.
Vaihinger 280
Kausalität/Idee/Gott/Kant/Vaihinger: ich lege nur die Idee eines solchen (höchsten) Wesens zum Grunde, um nach der Analogie einer Kausalbestimmung die Erscheinungen als systematisch untereinander verknüpft anzusehen.
Vollmer I 25
Kausalität/Kant: ausserhalb der Kausalität können wir gar keine Erfahrung machen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Kausalität Searle
 
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John R. Searle
I 287/88 (Anmerkung)
Kausalität/Identität/PlaceVsSearle: kausale Abhängigkeit setzt getrennte Entitäten voraus (>Armstrong) - SearleVsPlace: Bsp flüssiger Zustand kann vom Verhalten der Moleküle kausal abhängig sein und gleichzeitig eine Eigenschaft des Systems sein.
II 93
Kausalität/Searle: keine externe Instanz, immer nur weitere Erlebnisse.
II 101f
Kausalität: Dampfkochtopf: Schließen vom Dampf auf Druck - Sehen: kein Schließen auf materielle Gegenstände. - SearleVsHume: Kausalität kann sehr wohl direkt erlebt werden, aber nicht unabhängig, sondern das Verursachtsein gehört zum Erlebnis.
II 152ff
Kausalität/SearleVsHume: real und direkt beobachtbar.
I 157
Logische Kausalität: nicht Folgerung sondern intentionaler Gehalt und Erfüllungsbedingungen - nicht zwei Erlebnisse sondern Verursachung = intentionaler Gehalt.
II 179
Kausalität: Teil des Erlebnisses, Verursachung gehört zum Erlebnis.
Danto I 299
Kausalität/Searle: Kausalität erst durch Interpretation.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Kausalität Strawson
 
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IV 152f
Kausalität/Strawson: wegen verschiedener möglicher Beschreibungen in Wirklichkeit von Allgemeinheit abhängig - darin hatte Hume recht - sie ist aber auch keine Auswahl einzelner Beschreibungen.
IV 157
Kausalität/StrawsonVsHume: er übersieht die ganz offensichtliche Tatsache, dass Gegenstände physikalische Kräfte ausüben - (Dennett: und die sind beobachtbar).
I 162
pro Hume: man kann viele Reaktionen beobachten, ohne zu wissen, welche Kräfte am Werk sind.
IV 163
VsHume: Regularität ist zeitneutral, sie könnte auch umgekehrt werden - (s) weil (Typ-Typ, nicht Typ-Token).
IV 165
VsHume: wir lernen die Regelhaftigkeit, weil wir den Begriff der Kausalität schon haben.
IV 172
Strawson: das Äußerste was wir erkennen können, sind Wahrscheinlichkeitsgesetze - Kausalität/Sprache: mehr in transitiven Verben als im Wort "Ursache".
IV 175
Allgemeine Ursachen: sehr wohl möglich: Bsp Malaria - Ursache: benennt Relation, die in verschiedenen Seinsweisen vorkommt.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Kräfte Geach
 
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I 262
Behauptende Kraft/Geach: zeigt sich daran, dass ein Satz nicht in einem längeren eingeschlossen ist - Behauptungsstrich fügt keinen Begriff hinzu - daher darf er nicht mit "Es ist wahr, dass.." verwechselt werden. - ("Wahr" kann auch in einem nichtbehauptenden Satz vorkommen, ohne dessen Sinn zu verändern) - Fehler: daraus abzuleiten, dass es "Existenz keinen Begriff hinzufügt" (GeachVsHume). Behauptungs-Strich ist undefinierbarer Grundbegriff, nicht erklärbar.
VsZuschreibungstheorie: dem Prädikat "schlecht" eignet nicht mehr behauptende Kraft als irgendeinem anderen Prädikat, nämlich gar keine.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Naturalistischer Fehlschluss Black
 
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III 81
Naturalistischer Fehlschluss/BlackVsHume: es gibt durchaus Sätze mit "sollte", die einen Wahrheitswert haben können. - Dann gibt es doch keine logische Trennung von wissenschaftlichen und moralischen Sätzen.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
Naturalistischer Fehlschluss Hume
 
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Stegmüller IV 186
Sein/Sollen/Fehlschluss/Hume: These: es ist unmöglich, einen Sollens-Satz ausschließlich aus Ist-Sätzen abzuleiten. - ((s) > Moore: naturalistischer Fehlschluss). Stegmüller: beim nicht-moralischen Gebrauch gibt es kein Problem wegen des hypothetischen Imperativs: Bsp Beim Schach gibt kein Problem des Übergangs vom "ist" zu sollen. Grund: es wird dadurch keinerlei neue Beziehung ausgedrückt! Implizit: was du willst, das sollt du.
Lösung/SearleVsHume: Prämissen mit Verpflichtungen anfügen.
Lösung/Searle: institutionelle Tatsache.
MackieVsSearle: Verwechslung von innen/außen. - Wir können nicht aus verinnerlichten Regeln heraustreten.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997
Naturalistischer Fehlschluss Nietzsche
 
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Danto III 168
Naturalistischer Fehlschluss/NietzscheVsHume/Nietzsche/Danto: das Humesche Argument, dass aus dem Sein kein Sollen folgt, ist nur dann schlagend, wenn eine Unterscheidung zwischen zwei Urteilsordnungen eingeführt wird, zwischen moralischen Tatsachen und nicht moralischen Tatsachen. Für Nietzsche gibt es jedoch überhaupt keine Tatsachen. Stattdessen gibt es nur Interpretationen.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Naturgesetze Armstrong
 
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III 137
Naturgesetze/NG/Wissenschaft/Form/Identifikation/Armstrong: theoretische Identifikation von Wasser und H2O ist kein Naturgesetz. - Stattdessen zwei Allquantifikationen über Moleküle und über Wasser. - Jedes Naturgesetz muss zweistellige Form haben Prämisse - Konklusion. - Ontologie: welche Entitäten es gibt, ist unlösbar mit Naturgesetzen verbunden - aber auch unterscheidbar davon.
III 158
Naturgesetze/Armstrong: sind kontingent - aber nicht, weil sie entdeckt werden - die Unterscheidung a priori/a posteriori ist eine epistemische.
II 17
Naturgesetze/Armstrong: nicht wahre Gesetzesaussagen, sondern Wahrmacher - VsHume: starke Naturgesetze: beinhalten Regularitäten, aber sind nicht auf sie reduzierbar (weil sich Dispositionen nicht immer zeigen) - Naturgesetze: können mit Relationen zwischen Universalien (Eigenschaften) identifiziert werden - Lager: realistische Sicht - Bsp Besitz einer Eigensschaft > Besitz anderer Eigenschaften - Naturgesetz/Armstrong: kontingent! - Aber die Regularität scheint analytisch enthalten zu sein.
II 25
Naturgesetz/Armstrong: Relation zwischen kategorischen Eigenschaften (nicht dispositionalen Eigenschaften) - PlaceVs: das schmuggelt Modalität herein (weil die Relationen dann intentional oder modal sein müssen).
III 44
Naturgesetze/Armstrong: keine Kausalfaktoren - existieren nur, wenn instantiiert - logische Konsequenz (dass drei Werte für Volumen, Druck, Temperatur immer in Verbindung sind) liegt nicht am Gesetz! (Das Boylesche Gesetz ist kein Naturgesetz).

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Naturgesetze Bigelow
 
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I 113
Naturgesetze/Kontrafaktisches Konditional/Bigelow/Pargetter: sind oft in Begriffen „idealer Systeme“ formuliert. Dazu brauchen sie Kontrafaktischee Konditionale.
I 114
Ebenso brauchen Gedankenexperimente kontrafaktische Konditionale.
I 214
Gesetz/Antike/Bigelow/Pargetter: Bsp „Was nach oben steigt, muss fallen“. Lukrez: was überwiegend aus Erde oder Wasser besteht, muss nach unten wandern. „Unten“ war eine ausgezeichnete Richtung.
Atomismus: Vertreter. Lukrez. Noch wenig astronomische Kenntnisse.
Aristoteles/Ptolemaios: glaubten, dass alles was überwiegend aus Erde oder Wasser besteht, in das Zentrum des Kosmos wandert, und da es ins Zentrum der Erde wandert, müsse dieses das Zentrum des Kosmos sein.
I 215
Antike/Bigelow/Pargetter: in einer Hinsicht ist Aristoteles näher an der Wahrheit, in anderer Hinsicht ist es Lukrez. Dieser hatte recht damit, dass das Zentrum der Erde nicht ausgezeichnet ist. Naturgesetze/Physik/Biologie/Bigelow/Pargetter: eine einseitige Diät durch Beispiele aus der Physik führt nicht unbedingt zu einer richtigen Sicht der Naturgesetze.
Stattdessen: hier einige Beispiel aus der Biologie:
Verallgemeinerung/Biologie: Bsp ein Lebewesen hat Vater und Mutter von derselben Art wie es selbst. (Heute wissen wir, dass dies einige Ausnahmen hat).
I 216
Es war eine Überraschung, als man feststellte, dass dies auch für einige Pflanzen gilt.
I 217
Verallgemeinerung: die meisten haben eine Ausnahme. Bsp ohne Ausnahme: vielleicht die Verallgemeinerung „Alle Säugetiere haben eine Mutter“. Ausnahmen/Gegenbeispiele/Bigelow/Pargetter: man darf die Bedrohung von Gesetzen durch Ausnahmen nicht überschätzen.
Gesetz/Bigelow/Pargetter: dafür suchen wir zweierlei:
a) etwas, das mehr ist als eine Regularität, andererseits
b) weniger als eine ausnahmslose Regularität.
Es kann sein, daß wir mit einem Gesetz eine wichtige Eigenschaften der Fälle aufgedeckt haben, die ihm genügen, auch wenn nicht alle Fälle ihm genügen.
Modal/Gesetz/Bigelow/Pargetter: These die Gemeinsamkeiten, die dem Gesetz genügen, sind modal.
Gesetz/Erklärung/Bigelow/Pargetter: wir brauchen nicht immer ein Gesetz, Bsp um zu wissen, dass unsere Katze schwanger ist. >Verallgemeinerung.
I 220
Gesetze/Bigelow/Pargetter: werden verbessert: Bsp Aristoteles – Kopernikus – Newton. Kopernikus: dachte noch, daß das Material des Mondes nicht in Richtung Erde fällt, sondern zum Mondmittelpunkt. Daher ist der Mond rund.
Newton/(s): erklärte erst die Kreisbewegung des Mondes.
Aristoteles: These alles (erdige und wasserhaltige) fällt zu einem Mittelpunkt und dieser ist zufällig der Mittelpunkt der Erde.
Pointe: damit erfüllt er auch die quasi-kopernikanische Theorie!
I 221
VsAristoteles: seine Theorie war dennoch falsch. Aber nicht weil irgendeine Bewegung anders gewesen wäre, sondern weil die Begründung falsch war: es geht um Gravitation, Aristoteles hielt das Zentrum der Erde für das Zentrum des Kosmos. Fehler: war nicht, dass Aristoteles meinte, kein Gegenstand fiele in eine andere Richtung, sondern weil er meinte, kein Gegenstand könne in eine andere Richtung fallen. (Notwendigkeit).

I 221
Gesetz/Gesetze/Bigelow/Pargetter: sind also Verallgemeinerungen (Beschreibung von Regularitäten) plus Zuschreibung von Notwendigkeit. (Dretske 1977, Tooley 1977, Armstrong 1978, 1983) Bigelow/Pargetter: wenn sie falsch sind, müssen sie strikt falsch sein oder leer. (Cartwright 1983, Hacking 1983).
I 222
Def Gesetze/Gesetz/Bigelow/Pargetter: sind Wahrheiten über Possibilia. Verstehen/Bigelow/Pargetter: Aktualia können nicht vollständig verstanden werden, ohne das Verstehen von Possibilia. ((s) Hier wird Verstehen in Verbindung mit Gegenständen, nicht Sätzen, gebracht).
Möwe/Verstehen/Bigelow/Pargetter: wir verstehen die aktuale Welt nur, indem wir sie im logischen Raum der möglichen Welten lokalisieren.
Naturgesetz/NG/Bigelow/Pargetter: These: kann nicht angemessen in einer nichtmodalen Sprache beschrieben werden. Und zwar, weil ein NG nicht bloß eine Regularität ist.
logische Form: d.h. ein NG kann nicht bloß als
(x)(Fx > Gx)
dargestellt werden.
logische Form : eines Naturgesetzes wird oft eine universelle Generalisierung (UG) sein. Aber es kann auch eine andere Generalisierung oder andere Form von Satz sein. Wir nehmen hier aber an, daß NG (UG) involvieren und daher folgende Form haben werden:
I 223
natN(x)(Fx > Gx). natürliche Notwendigkeit/Bigelow/Pargetter : beinhaltet (entails) dass Naturgesetze kontrafaktische Konditionale involvieren. Weil sie davon handeln , was passieren würde, nicht nur von dem, was passiert. Und zwar auch, wenn die Dinge in bestimmter Hinsicht anders wären, als sie sind.
D.h. zusätzlich zur Regularität
(x)(Fx > Gx)
wird es wahr sein, dass jedes F ein G sein würde ((s) Logik 2. Stufe!)
logische Form/(s) KoKo statt Quantifikation 2. Stufe:
(x) Fx wäre>wäre Gx)
das zusammen nehmen wir als Wahrmacher für den Satz
natN(x)(Fx > Gx). (s.o.)
Naturgesetz /Bigelow/Pargetter : These: das ist die Sicht von Naturgesetzen, die wir verteidigen.
LewisVsBigelow: (1979) die Theorie ist zirkulär.

I 226
Nichtmodale Theorie/Naturgesetze/Hume/Bigelow/Pargetter: (Statt relativer Notwendigkeit: ) die meisten nichtmodalen Theorie der Naturgesetze stammen von Hume ab. Dann können wir nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen, ohne in einen Zirkel zu geraten. Pointe: dann können wir einfach nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen und uns darauf verlassen, dass sie ihrerseits auf einem unabhängigen Zugang zu Gesetzen beruht!
Erklärung: also ist es sinnvoll, Gesetze zu gebrauchen, um nomische Notwendigkeit zu erklären, statt umgekehrt. Und das ist viel weniger obskur als modale Argumente.
I 227
BigelowVsVs: modale Erklärungen sind gar nicht so mysteriös. BigelowVsHume: Humesche Theorien sind nicht in der Lage, diese nichtmodalen Eigenschaften der Gesetze zu erklären, sie haben weniger Erklärungskraft.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Naturgesetze Cartwright
 
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I 3
Naturgesetze/Cartwright These: die wirklich erklärenden (theoretischen) Gesetze der Physik teilen uns nicht die Wahrheit mit.
I 21
Naturgesetze/NG/Cartwright: zwei Arten: a) Assoziation/Hume: Bsp die Gleichungen der Physik: wann immer Kraft auf ein Objekt wirkt, ist die Beschleunigung f/m - b) Kausalgesetze: Bsp Rauchen verursacht Krebs.
Hacking I 56
Naturgesetze/Nancy Cartwright: trügerisch, nur bei phänomenologischen Gesetzen Möglichkeit der Wahrheit - dennoch ist es möglich, dass wir über kausal wirksame Entitäten Bescheid wissen.
I 70
Gesetze geben keine Tatsachen wider und bringen nichts in Gang. - (>Putnam). CartwrightVsHume: die Regelmäßigkeiten sind Merkmale der Verfahren, mit denen wir Theorien aufstellen - pro Entitäten-Realismus, VsTheorien-Realismus.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Normen Brandom
 
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I 83
Normen/Brandom: entstehen nicht aus gemeinschaftlichem Handeln, das gibt es nicht. - Gemeinschaft darf nicht personifiziert werden. - Immer geht es um einzelne Mitglieder.
I 84
Grundlegend: Ich-Du-Beziehung statt Ich-Wir-Beziehung. - Gemeinschaft: Frage: wie viel Übereinstimmung genügt? - Brandom: es gibt immer Autoritäten und Experten.
I 96
Normen/Brandom: entstehen aus unserem Tun, sie sind nicht Teil der Natur der Dinge.
I 105ff
Normen/Brandom: sind abhängig von Gemeinschaft: sie sind unsere Normen. - Begriffe: sind unabhängig von der Gemeinschaft, die Tatsachen entscheiden über sie. - Begriffe sind nichtdiskursiv: Diskussionen entscheiden nicht über sie.
I 867
Normen/Brandom: normative Einstellungen haben Vorrang- Festlegungen sind nicht von sich aus kausal wirksam. - Normen sind keine Gegenstände in der Kausalordnung. - Die Rede von Status kann nicht die Rede von tatsächlich eingenommenen Einstellungen ersetzen. - Was aus p folgt, kann nicht mit meiner tatsächlichen Kontoführung identifiziert werden. - Kontoführung: phänomenalistische Auffassung der Normen, aber das ist ein normativer Phänomenalismus.
I 898
Normen/Brandom: unsere eigenen Praktiken begegnen uns schon mit internen Normen - 1. Im Gewand deontischer Status: Festlegungen und Berechtigungen - (im Auge des Betrachters) - 2. Die Richtigkeiten selbst werden reflektiert (Kontoführung).
II 52
Normen/HegelVsKant: nicht nur noumenal sondern sozial verankert.
II 54
Normen/Hume: auf Wünsche zurückgeführt - BrandomVsHume: Erklärung durch Festlegung auf Muster praktischer Inferenz - d.h. Was ist ein Wunsch und was nicht?

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Regularität Armstrong
 
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II 42 ff
ArmstrongVsHume/ArmstrongVsRegularität: 1. Regularität aufgrund von Naturgesetzen (NG) ist nicht von Zufall zu unterscheiden: Bsp jede Kugel Uran ist kleiner als 1 Km, jede Kugel Gold auch, letzere aber zufällig - 2. Naturgesetze unterstützen kontrafaktische Konditionale, Regularitäten (Regelmäßigkeiten) nicht - 3. die Regularitäts-Theorie macht aus der Induktion eine irrationale Prozedur - 4. Wahrscheinlichkeit: Problem: jede Verbindung von F"s und G"s kann auch aufgrund eines bloß wahrscheinlichen Gesetzes bestehen: obwohl die Verteilung Manifestation des Naturgesetzes ist, ist sie nicht mit ihm identisch. - Lösung: Naturgesetz: Verbindung von Typen von Zuständen. - Lösung: ad 1: Eigenschaften statt Regularität: die Eigenschaften des Goldes/Urans - ad 2: Universalien machen die Zahl der Instantiierungen irrelevant (ungleich Regularität) - ad 3: durch Universalien wird Induktion zur Abduktion (Schluss auf die Beste Erklärung). - ad 4. Verbindungen zwischen Eigenschaften (Universalien) können in unterschiedlicher Stärke auftreten, dann sind deterministische Naturgesetze ein Grenzfall.
II 45
Regularität/Tooley: molekulare Tatsache: Konjunktion: dieses F ist ein G und dieses..und...- Dagegen: Naturgesetze als Verbindung zwischen Eigenschaften (Universalien): atomare Tatsache: die Zahl der Instanzen ist irrelevant > Armstrong: Lösung für nicht-aktuale Situation als Wahrmacher von kontrafaktischen Konditionalen.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Regularität Quine
 
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Willard V. O. Quine
V 19
Regularität/QuineVsHume: man kann auch Einerklassen nehmen - dann Trugschluss: post hoc ergo propter hoc.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Relationen Hume
 
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Deleuze I 121/122
Relation/KantVsHume: Relationen sind den Vorstellungen nicht äußerlich. HumeVsKant: jede Relation ist ihren Termen äußerlich - Bsp Gleichheit ist keine Eigenschaft der Figuren selbst - Bsp benachbarte und entfernte Figuren erklären nicht, was Nachbarschaft und Entfernung ist - Relation setzt eine Synthese voraus.
Raum/Zeit: im Geist nur Komposition, zur Relation durch Fiktion - Bsp Assoziation: schafft Relation, erklärt aber nicht, dass Entfernung eine Relation ist.
Deleuze I 135
Relationen/Hume: lassen sich nicht von der Erfahrung ableiten, sie sind Wirkungen der Assoziationsprinzipien - den Dingen äußerlich (Atomismus). KantVsHume: nicht äußerlich - Kant: daher kritische Philosophie statt Empirismus.
Deleuze I 139
KantVsHume: Relationen sind insofern von der Natur der Dinge abhängig, als die Dinge als Phänomene eine Synthese voraussetzen, die sich aus derselben Quelle speist wie die Synthese der Relationen. - Deshalb ist die Kritische Philosophie kein Empirismus. - Es gibt ein a priori, d.h. die Einbildungskraft ist produktiv.
Deleuze I 145
Kausalität/Hume: ist die einzige Beziehung, aus der sich etwas schließen lässt.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleu I
Gilles Deleuze
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Sehen Ryle
 
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I 336 f
Sehen/sehen/Ryle: lebensecht vor sich sehen kann man nur etwas, das man nicht wirklich sieht - RyleVsHume: dieser verwechselt das: Vorstellung (fälschlich) Wahrnehmung von Gespenstern - oder "Echo von Wahrnehmung" ("schattenhaft").
I 366
Sehen und Hören keine Tätigkeit - weder beobachtbar, noch unbeobachbar! - ((s) LuhmannVsRyle: Beobachtung von Beobachtung).

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969
Sinneseindrücke Leibniz
 
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Holz I 43
Sinneseindruck/Empirie/Leibniz: das, was durch die Sinne gegeben ist, ist unbeweisbar. Eindruck/Sinneseindrücke/Identität/Leibniz: daher stützt sich Leibniz auch gar nicht auf den "Eindruck" (Terminologie: Locke: "sensation", Hume: "impression").
LeibnizVsLocke/LeibnizVsHume: in der sinnlichen Gegebenheit selbst liegt die Identitätsbeziehung.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Sinneseindrücke Quine
 
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Willard V. O. Quine
II 57
QuineVsSinnesqualitäten: Menschen sprechen und denken nicht über ihre Reize - es geht um Reiz und Reaktion.
XII 87
Körper/Hume: einfach mit Sinneseindrücken gleichgesetzt - flüchtig - jedesmal ein neuer Apfel. QuineVsHume: Problem: damit sind keine allgemeinen Aussagen und keine Aussagen über die Zukunft möglich. - (bis heute ungelöst).
Lösung/Bentham: Übersetzung ganzer Sätze durch Kontextdefinition. - Nicht mehr Wort-Wort-Entsprechungen. - Satz als primärer Bedeutungsträger.
Def Körper/Gegenstand/QuineVsHume: Mengen von Mengen von Sinneseindrücken.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Sinneseindrücke Sellars
 
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McDowell I 168
Sinneseindrücke/Sellars: unterschieden von Stücken des Gegebenen. Keine direkte Beziehung zur Erkenntnis. Tätige Rezeptivität. Aber die Rezeptivität kann nicht selbst auf rationale Weise mit der Spontaneität zusammenwirken. (VsQuine).
---
I IX
Sellars: keine Abkehr von Sinneseindrücken in toto. (Anders als Quine).
I XXIII
Sinneseindrücke/Quine: Mannigfaltigkeiten, die durch verschiedene Theorieentwürfe zu strukturieren sind. (SellarsVs).
I XXIII
Sellars: Physisches und Mentales stehen nicht in kausalem Verhältnis, sondern gehören verschiedenen Weltbildern an. Nur durch Struktur der Weltbilder vermittelt. (Vs obige). Die Rahmen hängen durch ihre Struktur und nicht durch Inhalte zusammen. Es ist einfach eine falsch gestellte Frage, wie sich Eindrücke und elektromagnetische Felder vertragen.
I XXIX
Theorie der Sinneseindrücke spricht nicht von inneren Gegenständen!
I XXXVII
Sellars: Sinneseindrücke nur kausale Folgen externer physischer Gegenstände. Ein roter Sinneseindrücke kann auch dann entstehen, wenn der externe Gegenstand Rot zu sein scheint. Beide Konzeptionen erklären, warum der Sprecher jedesmal von etwas rotem spricht. Nur ist der Sinneseindruck bei Sellars kein Objekt des Wissens, ja selbst die Kategorie des Objekts wird von Sellars in Frage gestellt.
I XL
Zunächst aber sind diese Zustände Zustände einer Person. Nicht eines Gehirns. Auf alle Fälle sind sie nicht wahrnehmbar.
I 101
Sinneseindrücke: weder besitzen sie eine Farbe, noch haben sie eine Form! (>Wahrnehmung). Eindrücke: dass es sich um theoretische Entitäten handelt, zeigt uns, wie man sie auf intrinsische Weise charakterisieren kann: nicht nur als Kennzeichnungen: "Entität derart, die das Anschauen eines roten und dreieckigen Gegenstandes unter den und den Umständen als Standardursache hat". Sondern vielmehr als Prädikate.
Diese sind keine Abkürzungen für Kennzeichnungen von Eigenschaften. Bsp wenn man davon spricht, dass Moleküle eine Masse haben, dann ist das Wort "Masse" keine Abkürzung einer Kennzeichnung der Form "die Eigenschaft, die...".
"Eindruck eines roten Dreiecks" bedeutet nicht nur "Eindruck, wie er durch rote und dreieckigen Gegenstände...." Obgleich es sich um eine Wahrheit, und zwar um eine logische Wahrheit über Eindrücke von roten Dreiecken handelt.
I 103
Eindrücke müssen intersubjektiv sein können, nicht restlos in Verhaltenssymptome aufzulösen Eindrücke: Zustände (aber nicht physiologisch) - Eindrücke sind keine Gegenstände.
I 106
Sellars: Rylesche Sprache: tatsächlich Erklärung, mehr als nur Code: Begriffsgefüge sind öffentliche Gegenstände in Raum und Zeit. - Sprache der Eindrücke: verkörpert die Entdeckung, dass es solche Dinge gibt, ist aber nicht eigens auf sie zugeschnitten (Einzeldinge sind keine vorgängigen Gegenstände des Denkens).
II 328
VsHume: weil er nicht klar zwischen Gedanken und Eindrücken unterscheidet, kann er annehmen, dass einer natürlichen Ableitung nicht nur eine logische, sondern auch eine zeitliche Abfolge entspricht. Seine Theorie muss so erweitert werden, dass sie auch Fälle wie den obigen umfasst oder auch rückwärts:Jetzt Donner, also vor einem Moment Blitz. Hume sieht nicht, dass die Wahrnehmung einer Konfiguration auch eine Konfiguration von Wahrnehmungen ist.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Terminologien Kant
 
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I 33
Übersinnlich/Übersinnliches/Kant: Bsp das Sittengesetz.
I 38
Das Unbedingte/Kant: selbst bedingungslose Bedingung ("Bedingungstotalität"). Das System alles Möglichen. Begründung eines Satzes durch Subsumtion von etwas unter Regeln.
I 39
1. Das Unbedingte der kategorischen Bedingungseinheit der Vorstellungsbeziehung gehört zum vorstellenden Subjekt 2. Das Unbedingte der hypothetischen Bedingungseinheit der Vorstellungsbeziehung betrifft die Objekte der Wahrnehmung
3. Das Unbedingte der disjunktiven Synthesis gilt für Objekte des Denkens
I 41
Seele/Kant: die Seelenvorstellung gehört zur Vorstellung des Todes. Mit ihr distanziert sich das Ich von seinem Körper - falsch: man kann nicht vom Ich auf die Seele schließen. - Das logisch zugrunde liegende (Subjekt) wird zum seinsmäßig (ontologisch) zugrunde liegenden (Substanz) gemacht.
I 42
Reine Apperzeption/Kant: kommt eigentlich nur Gott zu. - Unmittelbare, Intellektuelle Anschauung. - Intelligible Gegenstände (z.B. "Ich") - durch bloße Apperzeption - Mensch: in Handlungen und inneren Bestimmungen, die er nicht mit den Sinnen wahrnimmt.
I 98
Apperzeption/KantVsHume: Einheit der Apperzeption: ich mache mir alle Vorstellungen als meine Vorstellungen bewusst. - So halte ich mich in der Einheit des Bewusstseins auf, die alle meine Vorstellungen begleiten kann. - Zusätzlich muss ich mir aber vor Augen halten, wie ich eine Vorstellung zu den anderen hinzusetze! Sonst zerstreue ich mich.
I 129/130
Das Erhabene/Kant: moralische Schönheit - gleicht darin dem sittlichen Sollen, dass es die Lebenskräfte zunächst hemmt und staut, um sie dann in einer Art Rührung desto stärker sich ergießen zu lassen und zur sittlichen Tat zu führen. - Aber: ich soll die Natur moralisch übersteigen, es geht also um meine Erhabenheit über die Natur. Erhaben/Burke: "im Erhabenen begegnen uns die Vorboten dieses Königs der Schrecken", des Todes.

Adorno XII 177
Rein/Kant/Adorno: 1. rein ist alles das am Subjekt, was von ihm ohne Beimischung eines Empirischen, ohne Beimischung eines Sinnlichen gedacht wird. 2. Der reine Wille ist der, der rein im Sinn des Vernunftprinzips ist, ohne dass er von irgendeinem Seienden, das selbst nicht als vernünftig einsichtig ist, irgend sich abhängig machen.

Adorno XIII 66
Konstitution/Idealismus/Kant/Adorno: der Begriff der Konstitution (…) ist bei Kant dadurch charakterisiert, dass dieser Geist oder dieses Bewusstsein nicht ihrerseits als ein Stück Welt, als ein Stück Daseiendes wie alles andere Daseiende gedacht werden. Sie sollen sich als ein Konstituierendes von allem anderen (…) unterscheiden.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Verstehen McDowell
 
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I 98f
Verstehen/McDowell: die Unterscheidung von zwei Arten der Verständlichkeit unterscheidet zwei Arten von Begriffen, aber nicht von Gegenständen!
I 123
Naturgesetze/Natur/Verstehen/Hume: Natur lässt sich weder im Hinblick auf Bedeutung, noch in Hinblick auf ein Gesetz verstehen.
I 123
Naturgesetze/Natur/Verstehen/KantVsHume: gewinnt die Verständlichkeit der Naturgesetze wieder, nicht jedoch die Verständlichkeit der Bedeutung. Natur ist der Bereich der Naturgesetze, und daher ohne jede Bedeutung.
Allerdings liegt deshalb die empirische Welt nicht außerhalb der Begriffe.
I 136
Naturgesetze/Bedeutung: zwingende Regeln müssen nicht bekannt sein. Verstehen/McDowell: muss auch dort eine Rolle spielen, wo es um das Erfassen von bloßen Geschehnissen ohne alle Bedeutung geht
Verstehen/Verständlichkeit/Moderne/heute/McDowell: das Gebiet der Verständlichkeit ist das Reich der Naturgesetze - wenn auch ohne Bedeutung.
Wir können uns allerdings weigern, dieses Gebiet der Verständlichkeit mit der Natur gleichzusetzen und erst recht mit dem, was real ist.
I 140
Erfahrung/Inhalt/Verstehen/McDowell: Empirischer Inhalt ist nur verständlich in einem Kontext, der es uns erlaubt, die direkte rationale Kontrolle des Geistes durch die Welt selbst einsichtig zu machen.
I 140
Es ist unmöglich, dass eine Tatsache selbst einen Eindruck auf einen Wahrnehmenden ausübt. Dennoch bringt das Bild von der Offenheit zur Welt die Vorstellung eines direkten Zugriffs auf die Tatsachen., Nur dass wir nicht in jedem Fall sicher sein können, dass es keine Täuschung ist.

EMD II 55
Verstehen/McDowell: die eigenen Äußerungen verstehen: Fähigkeit zu wissen, was eine theoretische Beschreibung dieser Fähigkeit hervorbrächte - Wahrheitsbedingungen kennen - nicht Wahrheit! - Auch bei Sätzen, die nicht durch Belege entscheidbar sind - aber das heißt nicht zu sagen, dass die Wahrheits-Bedingung für jeden Satz entweder besteht oder nicht besteht, selbst wenn wir weder sagen können dass sie besteht, noch das sie nicht besteht.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Vorstellung Quine
 
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Willard V. O. Quine
V 57f
Vorstellung/Tradition/Quine: Problem: gleichzeitig gerade und ungerade Zahl vorstellen. - Lösung: Vorstellung als hypothetischer Nervenzustand. - Dann muss man sich nicht auf Zahl der Flecken eines Huhns festlegen.
V 178
Vorstellung/Lebhaftigkeit/Hume: Lebhaftigkeit: Unterscheidungsmerkmal für Vorstellung: Erinnerung: abgeschwächte Empfindung. - Fantasie: abgeschwächte Erinnerung. - QuineVsHume: Vorstellung: Ereignis im Nervensystem. - Das führt zu Dispositionen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Welt Freud
 
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Rorty V 39
Freud/Rorty: gehörte wie Kopernikus und Darwin zu jenen, die unser Weltbild dezentriert haben. Freud: »Das Ich ist nicht Herr im eigenen Hause«. > Mechanisierung des Weltbildes.
V 41
Freud/RortyVsHume: im Gegensatz zu Hume hat Freud unser Selbstbild tatsächlich umgestaltet! Wenn das Ich nicht Herr im eigenen Hause ist, so deshalb, weil es tatsächlich eine andere Person gibt! Das Unbewusste Freuds ist tatsächlich wirksam.
V 43
Es wirkt aber nicht wie ein Ding, das wir in Anspruch nehmen können, sondern wie eine Person, die uns in Anspruch nimmt. Das Ich ist von Gegenstücken von Personen bevölkert, die wir kennen müssen, um das Verhalten eines Menschen zu verstehen. DavidsonVsFreud/Rorty: Aufspaltung wird von Philosophen immer als beunruhigend empfunden. Aber: (pro Freud) es gibt keinen Grund »du glaubst unbewusst, dass p« anstelle von »es gibt etwas in dir, das bewirkt, dass du so handelst, als glaubtest du, dass p« anzunehmen.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wille Nietzsche
 
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Danto III 136
Wille/Nietzsche/Danto: Wenn es stimmt, dass Nietzsche versucht, der gebräuchlichen Unterscheidung zwischen Mentalem und Materiellem zu entgehen, dann muss der Wille zur Macht widersprüchlich erscheinen. Immerhin ist „Wille“ ja ein das Geistige betreffender Ausdruck. (Siehe Kausalität/Nietzsche, Ich/Nietzsche, Subjekte/Nietzsche). Danto: Das stimmt aber so nicht. Wie bei Schopenhauer müssen wird bei Nietzsche die gewöhnliche, das Geistige betreffenden Konnotationen mit dem Begriff des „Willens“ im metaphysischen Sinn verbinden. Der Wille zur Macht beschränkt sich nicht auf Mentale. Wenn wir dies missachten, können wir Nietzsche nicht verstehen.
NietzscheVsWillensakte: Nietzsche attackiert die nicht nur von Philosophen angenommenen „Willensakte“.
Danto III 137
Willensakte/Danto: verhalten sich zu Handlungen wie Ursachen zu Wirkungen. Hume/Danto: Hume verwarf die Idee, dass wir eine Erfahrung haben könnten, der unsere Idee vom Kausalnexus entspricht, wie unser Wille über unsere Körperteile oder unsere Gedanken tätig wird.
Hume: wir haben absolut keine Vorstellung davon, wie der Wille tätig wird. Dennoch nimmt Hume Willensakte an.
NietzscheVsHume: ist radialer, es gibt schlichtweg nichts, dessen Verknüpfung mit unseren Handlungen nachzuweise wäre.
Danto III 138
Denken/Gewissheit/Subjekt/NietzscheVsDescartes: Nietzsche widerlegt den Cartesischen Gedanken, dass uns unsere eigenen mentalen Prozesse unmittelbar durchsichtig sind, dass wir über unsere Denkweise Bescheid wissen. Er widerlegt es, indem er eine Reihe miteinander verknüpfter Gedanken aufstellt und „einfrieren“ lässt: Wenn Descartes davon spricht, dass ihm sein Zweifel an der Realität zumindest als sein eigener Zweifel gewiss sei, so schleppt er hier sehr viele stillschweigende Annahmen mit.
NietzscheVsDescartes: wenn seine Argumentation auf ein „Es wird gedacht“ hinausläuft, wird schon unser Glaube an den Substanzbegriff vorausgesetzt und anschließend ein Subjekt dazu angenommen. (F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 577).
Danto III 140
Wille/NietzscheVsSchopenhauer/Nietzsche/Danto: (F. Nietzsche Jenseits von Gut und Böse, KGW VI.,2 S.25): Die Philosophen pflegen vom Willen zu reden, wie als ob er die bekannteste Sache von der Welt sei; ja Schopenhauer gab zu verstehen, der Wille allein sei uns eigentlich bekannt. DantoVsSchoepenhauer: in Wirklichkeit ist dies nicht der Fall. Es gibt keine einfache, für sich identifizierbare mentale Operation, die als Willensakt erkannt und intuitiv erfasst würde.
Nietzsche: Es gibt keinen ‚Willen‘: das ist nur eine vereinfachende Konzeption des Verstandes. (F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 913).
Danto III 141
Wille/Nietzsche: Vielleicht ist der schlimmste unter all diesen Trugschlüssen die Folgerung, das ‚Wollen genüge zur Aktion‘.(F. Nietzsche Jenseits von Gut und Böse, KGW VI.,2 S.27).
Danto III 143
Wille/Nietzsche/Danto: (F. Nietzsche, Götzen-Dämmerung, KGW VI,3 S. 85):Der Wille bewegt nichts mehr, erklärt folglich auch nichts mehr – er begleitet bloß Vorgänge, er kann auch fehlen. Danto: wenn es keinen Willen gibt, so auch keinen freien oder unfreien Willen. (Vgl. F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 913).
Willensfreiheit/Nietzsche/Danto: Diese Schlussfolgerung ist vorschnell: die Lehre vom freien Wille hängt keineswegs von einer psychologischen Theorie über den Willen als mentalem Phänomen ab; ‚frei‘ wird auf Handlungen, nicht aber auf den Willen angewandt.
Nietzsche legt die Auseinandersetzung über den freien Willen meist auf Eis, die Vorstellung vom freien Willen verdanke sich „logischer Notzucht“.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Willensakte Nietzsche
 
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Danto III 136
Wille/Nietzsche/Danto: Wenn es stimmt, dass Nietzsche versucht, der gebräuchlichen Unterscheidung zwischen Mentalem und Materiellem zu entgehen, dann muss der Wille zur Macht widersprüchlich erscheinen. Immerhin ist „Wille“ ja ein das Geistige betreffender Ausdruck. (Siehe Kausalität/Nietzsche, Ich/Nietzsche, Subjekte/Nietzsche). Danto: Das stimmt aber so nicht. Wie bei Schopenhauer müssen wird bei Nietzsche die gewöhnliche, das Geistige betreffenden Konnotationen mit dem Begriff des „Willens“ im metaphysischen Sinn verbinden. Der Wille zur Macht beschränkt sich nicht auf Mentale. Wenn weirt dies missachten, können wir Nietzsche nicht verstehen.
NietzscheVsWillensakte: Nietzsche attackiert die nicht nur von Philosophen angenommenen „Willensakte“.
Danto III 137
Willensakte/Danto: verhalten sich zu Handlungen wie Ursachen zu Wirkungen. Hume/Danto: Hume verwarf die Idee, dass wir eine Erfahrung haben könnten, der unsere Idee vom Kausalnexus entspricht, wie unser Wille über unsere Körperteile oder unsere Gedanken tätig wird.
Hume: wir haben absolut keine Vorstellung davon, wie der Wille tätig wird. Dennoch nimmt Hume Willensakte an.
NietzscheVsHume: ist radialer, es gibt schlichtweg nichts, dessen Verknüpfung mit unseren Handlungen nachzuweise wäre.
Danto III 138
Denken/Gewissheit/Subjekt/NietzscheVsDescartes: Nietzsche widerlegt den Cartesischen Gedanken, dass uns unsere eigenen mentalen Prozesse unmittelbar durchsichtig sind, dass wir über unsere Denkweise Bescheid wissen. Er widerlegt es, indem er eine Reihe miteinander verknüpfter Gedanken aufstellt und „einfrieren“ lässt: Wenn Descartes davon spricht, dass ihm sein Zweifle an der Realität zumindest als sein eigener Zweifel gewiss sei, so schleppt er hier sehr viele stillschweigende Annahmen mit.
NietzscheVsDescartes: wenn seine Argumentation auf ein „Es wird gedacht“ hinausläuft, wird schon unser Glaube an den Substanzbegriff vorausgesetzt und anschließen ein Subjekt dazu angenommen. (F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 577).


Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Wissen Davidson
 
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McGinn I 179
McGinn: Domestizierungstheorien des Wissens: Neuere Variante: bezieht sich auf den Externalismus bezüglich des Bewußtseinsinhalts: Geist und Welt können so auseinanderklaffen, wie der Skeptiker annehmen möchte. (Putnam, Davidson).
Dav I 18
DavidsonVsHume: es gibt unendlich viele Eigenschaften, daher ist Unkenntnis der gedachten Gegenstände möglich.
I 18
Sinn/Merkmal/FregeVsDavidson/Frege pro Hume: zum Begreifen des Sinns gehört nur, was relevant ist - Daher können "verborgene" Merkmale kein Teil des Sinns sein. - Dummett: das sind die "internen Merkmale".

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Wissen Hume
 
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Stroud I 105f
Wissen/Existenzbeweis/Existenz/Hume/Stroud: zwei Prinzipien: 1. Niemand weiß von der Existenz von etwas, wenn er es nicht direkt wahrgenommen, > Apprehension: ungeordnet) hat oder dass er weiß, dass etwas, was er direkt wahrgenommen hat, ein Zeichen der Existenz dieses Dings ist.
2. Niemand kann wissen, dass ein Ding ein Zeichen von etwas anderem ist, wenn er diese beiden Dinge (Ding und Zeichen) nicht direkt wahrgenommen hat. (> Bekanntschaft)
MooreVsHume: beide Prinzipien sind falsch: Bsp ich weiß, dass dieser Stift existiert. - Nach Hume könnte ich das nicht, also sind sie falsch. - Das ist eine reductio ad absurdum.
StroudVsMoore: Humes Prinzipien sind gültig. - Moore: für ihn geht es darum, was sicherer ist, der Stift oder die Prinzipien. - Skeptizismus/Stroud/(s): ist aber keine Frage von Sicherheit.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997
Wissen Stroud
 
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I 30
Wissen/Stroud: Wissenschaft und Alltag haben dieselben Standards für Wissen - Wahre Überzeugung ist noch kein Wissen. - Wissen/Stroud These: wir können wissen, wie die Dinge uns erscheinen. - (hilft nicht gegen Descartes Skeptizismus) - Descartes: das sind seine "Ideen". - Der Versuch hinter sie zu gelangen, führt nur zu weiteren Repräsentationen.
I 34
Es gibt kein "wirkliches Wissen" im Unterschied zu Wissen.
I 61
Wissen/Stroud: ich kann nicht als jemand beschrieben werden, der weiß, dass John nicht von einem Meteoriten erschlagen wird. - Wenn John aber aufkreuzt ist es richtig zu sagen ich wusste, dass er kommen würde. - > Behauptbarkeit.
I 76
Skeptizismus/Wissen/Stroud: tiefes Problem: wenn wir merken, das unser Begriff des Wissens oder der Wahrheit uns zum Skeptizismus führt, fühlen wir dass er nicht korrekt ist. - Tiefe: es geht nicht nur um Wissen, sondern um unsere Praxis und Reflexion. (Selbstwissen).
I 110
Skeptizismus/Detektiv-Bsp/Kriminalfall/Stroud: zeigt, dass es nicht um größere Sicherheit geht (wie bei MooreVsHume). - Es gibt keine konkurrierende Hypothese. - Sondern es zeigt einen Mangel (Unvollständigkeit der Liste). - Kein Missbrauch des Wortes "Wissen". - Skeptizismus: betrachtet nicht nur Belege (wie der Detektiv) sondern stellt auch die Gründe in Frage.
I 121
Falsch: "Weil ich weiß, dass der Butler der Täter war, weiß ich, dass die Liste vollständig ist". - (analog zu Moores Händen).
I 239
Wissen/Glauben/Stroud: Unterschied: wahrer Glaube kann zufällig sein, dann ist die Tatsache des Glaubens keine Erklärung für Wissen, keine Wissenstheorie.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 58 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsHume Verschiedene Vs Assoziation I 125
Assoziation/Hume: nicht hinreichend, um die Beziehungen zu erklären, obwohl sie es allein ist, die die Beziehungen ermöglicht: Bsp sie erklärt die Beziehung zwischen zwei unmittelbar nebeneinander liegenden Blautönen, aber sie erklärt nicht die weiter entfernten. Man könnte sagen, sie erklärt A = B und B = C, aber sie erklärt nicht A = C.
I 125/126
Die Assoziation erklärt nicht, dass die Entfernung selbst eine Beziehung ist. Def natürliche Beziehung (Relation)/Hume: durch Assoziation. (Lebendige Vorstellung).
Def philosophische Beziehung/Hume: das, was durch Assoziation allein nicht zu erklären ist. Durch Vermittlung verliert die Natur allerdings an Lebhaftigkeit.
Wie lassen sich dann die Vermittlungen rechtfertigen?
Ähnlichkeit begründet nicht immer die Verknüpfung! Und zwar, wenn die Eigenschaft sehr allgemein ist.
VsAssoziation/VsHume: die meisten Einwände gegen die Assoziationslehre laufen darauf hinaus, dass sie allenfalls die Form des Denkens im allgemeinen, nicht aber die besonderen Inhalte erkläre.
I 127
BergsonVsHume: irgendeine Eigenschaft lässt sich immer finden, die eine Ähnlichkeit darstellt. In irgendeiner Hinsicht sind sich zwei Dinge immer ähnlich. Hume/Deleuze: das hat Hume alles gesehen.




VsHume Hume Vs Berkeley, G.
 
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Danto2 I 213
HumeVsBerkeley: wenn ich schon kein äußeres Objekt x annehme, welche besseren Gründe habe ich eigentlich dafür, die Existenz eines Selbst, oder eines Geistes, anzunehmen?
I 214
HumeVsBerkeley: Berkeley hatte seine liebe Not damit, zu behaupten, dass es keine Idee des Selbst gebe, da Geister für sich selber keine Ideen darstellten, nicht für sich selbst wahrnehmbar waren. Gerade deshalb musste er etwas so Abstruses wie das Objekt x zulassen, das er eigentlich verworfen hatte. Hume: also sollte er entweder die Idee der Geister fallenlassen oder dem Objekt die Existenz erlauben. Hume: wenn ich »mich selber« betrete, so stolpere ich immer über Wahrnehmungen von Hitze oder Kälte, Licht oder Schatten, Liebe oder Hass, Schmerz oder Freude. Ich erwischte mich niemals selber ohne irgend eine Wahrnehmung.
»Bündel verschiedener Wahrnehmungen, permanent in Bewegung«.
Hume: für ihn gibt es kein Objekt, von dem die Erscheinungen Erscheinungen wären, und kein Subjekt, dem sie erscheinen würden.

Berkeley I 221
HumeVsBerkeley: ein anderer Geist kann in einem Geist ebensowenig eine Vorstellung hervorrufen wie eine Substanz. VsHume: der Einwand verkennt, daß Berkeley im Begriff des "materiellen Dings" einen begrifflichen Widerspruch sieht, der nicht in gleicher Weise auf die spirituellen Substanzen zu übertragen ist. (Ein nicht wahrgenommenes Ding wäre ein Widerspruch, wie eine nicht wahrgenommene Wahrnehmung).
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997
VsHume Russell Vs Berkeley, G.
 
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Bertrand Russell
Newen I 50
RussellVsBerkeley: seine These muss falsch sein, weil sie Gottes Existenz und seine Wahrnehmung zu unserer eigenen Existenz annehmen muss.
I 51
Russell: die eine Richtung des Bikonditionals ist falsch: warum sollte etwas existieren, weil es wahrgenommen wird?
Russell IV 84
Universalien/Qualität/Russell: Angenommen, nehmen wir an, jemand wollte leugnen, dass es überhaupt Universalien gibt. Dann müssten wir feststellen, dass wir gar nicht beweisen können, dass es Qualitäten gibt, während wir sehr wohl beweisen könnten, dass es Relationen geben muss.
IV 85
Bsp »Schwärze«: wenn wir leugnen, dass es eine „abstrakte Idee“ gibt, an der alle schwarzen Dingen teilhaben, dann brauchen wir immer noch so etwas wie Ähnlichkeit. Und diese Ähnlichkeit ist wiederum etwas Universales: eine Beziehung, Relation! Man kann nicht sagen, dass es für jedes Paar eine andere Ähnlichkeit gibt! Denn dann müssten wir zugeben, dass sich diese Ähnlichkeiten ähnlich sehen!.
IV 86
RussellVsBerkeley, RussellVsHume: haben diesen Gegeneinwand gegen die Leugnung der »abstrakten Ideen« übersehen, weil auch sie nur an Qualitäten als Universalien dachten, und die Relationen (z. B. Ähnlichkeit) nicht beachteten.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
VsHume Brandom Vs Dennett, D.
 
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I 113
Bedeutung/intentionale Systeme/BrandomVsDennett: zur Bedeutung gehört Verstehen, und solche Systeme verstehen nichts.
II 54
BrandomVsDennett: wenn man derivative Intentionalität unterscheiden muss von ursprünglicher Intentionalität des Interpreten dann droht ein Regress. BrandomVsHume, BrandomVsLocke: wir sollten das herunterspielen, womit sie sich herumgeschlagen haben, die Ähnlichkeit mit Tieren. (Auch Dennett, als Naturalist).
Wir sind kulturelle und nicht bloß natürliche Wesen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsHume Evans Vs Descartes, R.
 
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Gareth Evans
Frank I 497
EvansVsDescartes/EvansVsHume/EvansVsLocke/EvansVsKant: das "ich" mentaler Selbstzuschreibung bezieht sich weder auf ein Cartesisches "Ego", noch auf eine Lockesche Person, noch auf ein Humesches Bündel von Perzeptionen, noch auf ein Kantisches Ich, sondern auf einen Gegenstand aus Fleisch und Blut! Konsequenz: das Hintergrund Element der Selbstidentifikation muss die Lokalisierung in Raum und Zeit sein.
I 517
EvansVsDescartes: stärkstes Gegengift: die Tatsache, dass diese Weisen, Wissen über uns selbst zu erlangen, in die Informationskomponente einer funktionalen Charakterisierung unserer "ich" Vorstellungen eingehen müssen.
I 522
Körperwahrnehmung/Descartes: keine Weise, Wissen über sich selbst zu erklangen, sondern nur über etwas , das man hat. EvansVsDescartes: Es ist schwer, sich darauf einen Reim zu machen.
(s) Das ist aber kein Argument.
Descartes: ich muss mich geschlagen geben, wenn Descartes sagt, dies sei zwar eine Weise, Wissen über sich selbst zu erlangen, aber eben eine, die deine Identifizierung benutzt!
Evans: das muss ich zugeben.
I 523
EvansVsDescartes: unsere "ich" Vorstellungen sind Vorstellungen von Trägern körperlicher nicht weniger als mentaler Eigenschaften.
I 562
EvansVsDescartes: die Verwendung von "ich" überbrückt schlicht die Kluft zwischen Mentalem und Physischem und ist mit dem einen Aspekt nicht inniger verbunden, als mit dem anderen.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsHume James Vs Empirismus
 
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I 57
JamesVsEmpirismus: "Nominalismus": Empiristen behaupten, es gäbe einen Begriff für jedes Objekt. James: wie verhält es sich mit Tatsachen, für die kein Begriff existiert?. - Schlimmer noch: Sprache /James: unterstützt die nominalistische Tendenz, den Bewußtseinsstrom zu zerstückeln.
Dennoch entwickelt James eine Position des radikalen Empirismus (VsRationalismus, VsEmpirismus der von Hume vertreten wird.).
JamesVsHume: um radikal zu sein, darf der Empirismus weder Elemente hineinnehmen, die nicht direkt erfahrbar sind, noch Elemente ausschließen, die direkt erfahren werden.
Radikaler Empirismus /James:
1. Nur solche Sachverhalte können diskutiert werden, die auf Kategorien der Beobachtung beruhen.
2. Die Beziehungen zwischen den Objekten der Erfahrung sind genauso zugänglich wie die Objekte selbst.
3. Zusammenhang als Ergebnis der Folge partieller Erfahrung ist selbst Gegenstand der Erfahrung. Die Erfahrung dieses Zusammenhangs ist der Strom des Bewußtseins.
(4.) Keine Vorabkonstruktion von subjektivem Bewußtsein
VsHume Wittgenstein Vs Empirismus
 
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Stegmüller IV 59
Vorstellung/Kripkes WittgensteinVsHume: 1. Angenommen, das Bedeutungsverstehen oder Meinen wäre eine Art Kopfweh oder Zahnschmerzen,
IV 60
und "+" meinen wäre immer mit einer unverwechselbaren Art Kopfweh begleitet. Wie kann der Schmerz für mich eine Hilfe sein, zu entscheiden, ob "276" oder "7" die richtige Antwort ist? (Bei einer neuen Aufgabe, mit der ich vorher noch nicht konfrontiert war).
(WittgensteinVsEmpirismus).
Es mag unverwechselbare Qualitäten geben, nur hilft das nicht VsSkeptizismus.

Wittgenstein II 100
Rationalismus/Empirismus: WittgensteinVsRationalismus: hat Unrecht mit der Annahme, es gebe synthetische Urteile a priori. Sie denken, man könne immer so dasitzen, und nur die Vernunft gebrauchen. Empiristen/Wittgenstein: sie erkannten dass wir ausschließlich die Welt beschreiben können. Das ist richtig.
WittgensteinVsEmpirismus: Fehler: sie versuchten, die Philosophie empirisch zu machen. Richtig: die Vernunft kann nicht alles entscheiden.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsHume Lewis Vs Epiphänomenalismus
 
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I 18
Epiphänomenalismus: eine Variante scheint meiner Argumentation zu entgehen: AG wären Erlebnisse nichtphysische Epiphänomene, die durch irgend ein Kausalgesetzes exakt mit gleichzeitigen physischen Zuständen korreliert wären, dann wären die Erlebnisse und ihre physischen Korrelate kausal äquivalent.
I 19
Und dann hätten diese nichtphysischen Erlebnisse trotzdem ihre Erklärungen: nämlich die definierenden physischen Wirkungen. LewisVs: das würde die Erlebnisse nur verdoppeln. (Nichtphysische neben den physischen). Außerdem ist es nicht wahr, daß sie kausal äquivalent wären: Fehler in der Regularitätstheorie der Ursache (LewisVsHume): wir wissen anderswo her, daß die Theorie korrigiert werden muß, um zwischen echten Ursachen und Pseudo-Ursachen zu unterscheiden, die deren epiphänomenale Korrelate sind.
Bsp das »An«-Licht bewirkt nicht, daß der Motor läuft, obwohl es ein gesetzmäßige perfektes Korrelat des elektrischen Stroms ist, der tatsächlich bewirkt, daß der Motor läuft.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsHume Verschiedene Vs Freud, S. Derrida I 101
Analogie/Artaud: sie kann uns nicht lehren, was ihr Pendant ist. (ArtaudVsFreud).
Derrida I 101
ArtaudVsFreud: die Deutung würde dem Theater seine Heiligkeit nehmen, die ihm zukommt, weil es Äußerung des Lebens in seinen elementaren Kräften ist.
Lacan I 41
LacanVsFreud: gegen Herrschaft des (falschen) Ich. - nicht wo »Es« war, soll »Ich« werden, sondern das »Es« soll enthüllt und erschlossen werden, damit sich das Subjekt von dieser Exzentrizität her als ein Seiendes und Sagendes verstehen und erleben kann.
I 122
LacanVsFreud: nicht "Ich" statt "Es", sondern den Horizont des "Es spricht" neu öffnen und die Wahrheit hinter dem falschen Objektivismus hervortreten lassen. (BarthesVsLacan: es gibt kein "Dahinter".
Rorty V 42
Freud/RortyVsHume: im Gegensatz zu Hume hat Freud unser Selbstbild tatsächlich umgestaltet! Wenn das Ich nicht Herr im eigenen Hause ist, so deshalb, weil es tatsächlich eine andere Person gibt! Das Unbewusste Freuds ist tatsächlich wirksam.
V 43
Es wirkt aber nicht wie ein Ding, das wir in Anspruch nehmen können, sondern wie eine Person, die uns in Anspruch nimmt. Das Ich ist von Gegenstücken von Personen bevölkert, die wir kennen müssen, um das Verhalten eines Menschen zu verstehen. DavidsonVsFreud/Rorty: Aufspaltung wird von Philosophen immer als beunruhigend empfunden. Aber: (pro Freud) es gibt keinen Grund »du glaubst unbewusst, dass p« anstelle von »es gibt etwas in dir, das bewirkt, dass du so handelst, als glaubtest du, dass p« anzunehmen.
(Unbewusstes/unbewusst/(s): „etwas in Dir...“ dann gibt es mehrere Gehirnbenutzer.)
V 62
Rorty: die größte Errungenschaft durch Freud ist der erfreuliche Charakter des ironischen, spielerischen Intellektuellen.
V 63
MacIntyreVsFreud/Rorty: die Preisgabe des aristotelischen »funktionalen Begriffs des Menschen« führt zum »Emotivismus«: zur Auslöschung jeder echten Unterscheidung zwischen manipulativen und nichtmanipulativen gesellschaftlichen Beziehungen. Rorty: er hatte recht, insofern moralische Begriffe wie »Vernunft«, »menschliche Natur« usw. nur aus aristotelischer Sicht Sinn haben.
Def Emotivismus/MacIntyre/Rorty: Werturteile nichts weiter als der Ausdruck von Vorlieben, Einstellungen oder Gefühlen.
V 64
»Vermögen«/Freud/Rorty: (laut Davidson): Freud lässt die Idee der »Vermögen« überhaupt fallen und ersetzt sie durch eine Vielzahl von Glaubens und Wunschmengen.
V 65
RortyVsMacIntyre: diese Kritik hat nur Sinn, wenn solche Urteile auch etwas anderes hätten sein können (z. B. Ausdruck einer rationalen Erkenntnis der Natur). Freud/Rorty: wenn wir uns ihn zu Herzen nehmen, brauchen wir nicht mehr zu entscheiden zwischen einem »funktionalen« aristotelischen Menschenbegriff, der in Sachen Moral maßgebend ist, und der »schrecklichen Freiheit« Sartres.
V 66
Wir können psychologische Erzählungen ohne Heldinnen oder Helden ausfindig machen. Wir erzählen die Geschichte der ganzen Maschine als Maschine, ohne zentrale, privilegierte Teile.
V 67
Würde/Maschine/Menschenwürde/Rorty: nur wenn wir glauben, Gründe haben zu müssen, um andere anständig zu behandeln, verlieren wir unsere Menschenwürde durch den Vorschlag, unsere Geschichten handelten von Mechanismen ohne Zentrum.
V 67/68
Rationalität/traditionelle Philosophie/Tradition/Rorty: glaubt tatsächlich, im tiefsten Innern (auch des Peinigers) gebe es einen Kern der Rationalität, an den ich immer appellieren könne. Freud: nennt das »die fromme Weltanschauung«.
V 69
Ethik/Moral/Psychologie/Rorty: aus einem solchen Streben ergibt sich nichts weiter als das fortgesetzte hin und her schwingende Pendel zwischen moralischem Dogmatismus und moralischem Skeptizismus.
V 70
Was die Metaphysik nicht zu leisten vermocht hat, das bringt die Psychologie (und sei sie noch so »tief«) ebenfalls nicht fertig. Man findet auch bei Freud keine Erklärung »moralischer Motive«.





De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHume Armstrong Vs Hume, D.
 
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Arm III 120
... Then all universals would only be substances in Hume’s sense: i.e. something that logically might have an independent existence.
III 121
ArmstrongVsHume/ArmstronVsTooley: it is wrong to think of universals like that. Then there are problems regarding how universals are to relate to their particulars (P). Ex If a rel between Pa and Pb is something that is able to have an independent existence without a and b and any other P, would there not have to be at least one other rel to relate it with a and b?
And if this rel itself can be uninstantiated (ex in a universe with monads!), then this rel is just as questionable, etc. ad infinitum (Bradley’s regress).
This can only be avoided if universals are merely abstract factors of states (but real).

Arm II 46
Causality/Causation/ArmstrongVsHume: Ex Inhaling a quantum of cyanide leads to the death of the person who inhales it. There seems to be a causal relation here, i.e. one between types: one type produces the other type.
II 47
Analytic philosophy/Armstrong: hastens to reassure that we are dealing only with the truth of a universal proposition. "Any person who inhales cyanide dies." Those who represent a singularistic theory of causation will say that each (unique event of) inhaling by a particular person causes their death. (Armstrong pro).
But that’s not the whole truth!
Surface structure/Proposition/Armstrong: the proposition itself asserts a connection of universals on its surface, from which individual causal findings follow. Thesis this surface structure reflects something more profound.
If the connection exists, then regularity is included at the level of universals, of course.
But this Entailment can probably not be grasped formally. Rather, it is something like Carnap’s "meaning postulate"!

Arm II 64
Causality/Hume/Armstrong: ... From this follows that we can never have an empirical proof of the truth of a counterfactual conditional (co.co.). Law statement/Place: (universal counterfactual conditional (co.co.)): what we can have, however, is empirical proof that supports the truth of a universal co.co.!
Proof/Hume/Armstrong: but the proof consists in nothing more than the observation of either regular following or coinciding with Type B and Type A. (Regularity)
II 65
ceteris paribus/PlaceVsHume/PlaceVsArmstrong: Such regularities are no evidence of the truth of the co.co. if it is not ensured that all circumstances remain the same. C.p. must supplement regularity in order for it to become proof. But then Armstrong does not need to refute the regularity theory.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsHume Black Vs Hume, D.
 
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III 80
Deduktion/Hume/naturalistischer Fehlschluß/Black: der Kern des Arguments ist, daß in einer Deduktion nichts folgen kann, was nicht schon in den Prämissen enthalten ist. naturalistischer Fehlschluß/BlackVsHume: es gibt aber eine Weise, wie neues evaluatives oder normatives Material in einem gültigen Schluß auftreten kann:
Bsp Prämisse: man kann kein Omelette machen, ohne Eier zu zerbrechen. (Das kann man als faktisch betrachten) Daraus folgt aber nun:
Konklusion: wenn man ein Omelett machen will, sollten Eier zerbrochen werden.
Hume/Black: was er meint, ist, daß kein kategorisches oder unbedingtes „sollte“ folgt.
BlackVsHume: das scheint auf den ersten Blick überzeugend. Aber:
Problem: die Abwesenheit des Wortes „sollte“ ist kein verläßliches Kriterium. Bsp daß Mord eine Sünde ist, impliziert die Konklusion, daß man nicht töten sollte. Aber wie sollen wir der bloßen linguistischen Form nach urteilen, daß die Prämisse nicht normativ ist. Nun könnte man sagen, daß der Satz über Mord unverifizierbar ist.
III 81
Dahinter stehen schwierige Fragen, wie wir Ziele und Prozeduren der Wissenschaft verstehen sollen. Wissenschaft/Black: sollen wir sie als besondere Weise der Annäherung an Wahrheit auffassen, oder als eine Disziplin, die die Ziele des ganzen Spektrums der Tätigkeiten teilt, die nach Wahrheit aus sind?
BlackVsHume: sein Argument ist zirkulär: These: ich glaube, daß gewisse kategorische Sätze mit „sollte“ einen WW haben! D.h. sie können als wahr erkannt werden, ohne Bezug auf Hoffnungen und Wünsche. Dann irrt sich Hume wenn er diese als von wissenschaftlichen Sätzen verschieden annimmt.
Wissen/Werte/Normen/Black: Thes: in einem weiteren Sinn (weiter als dem engeren Sinn der Wissenschaft) kann Wissen so verstanden werden, daß einige normative und evaluative Sätze als wahr gewußt werden können. Wenn das so ist, bricht Humes Argument zusammen. Dann können moralische und praktische Fragen nicht mehr so einfach logisch von wissenschaftlichen Wahrheiten getrennt werden.
naturalistischer Fehlschluß/BlackVsHume/VsHume: viele zeitgenössische Autoren weisen sein Argument (der Trennung von wissenschaftlichen von moralischen Sätzen) zurück.
III 81
Ethik/Moral/Werte/Normen/Black. These unabhängig davon ob Humes Kritik des naturalistischen Fehlschlusses in Ordnung ist, sind wir berechtigt anzunehmen, daß menschliche Wesen unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund über bestimmte fundamentale ethische Prinzipien übereinstimmen können. Das müssen wir annehmen, damit überhaupt ein rationaler Diskus möglich wird.
III 82
BlackVsnaturalistischer Fehlschluß: dann würden sogar bei einer logischen Trennung von faktischen und normativen bzw. evaluativen Sätzen die Einführung gewisser allgemein akzeptierbarer nichtfaktischer Prämissen die Ableitung normativer Konklusionen ermöglichen. Außerdem: (s.u.): jede Darstellung, die wissenschaftliche Sätze als isoliert betrachtet, einseitig ist. Die größten Probleme der Neutralität sind von der angenommenen Lücke zwischen Faktischem und Normativem unberührt. Wenn wir Wissenschaft als etwas konkretes ansehen, sehen die Dinge anders aus.
BlackVsnaturalistischer Fehlschluß: ist eine der großen Halbwahrheiten bzw. populären Irrtümer der westlichen Kultur. Wir sollten uns vor folgendem Syllogismus in acht nehmen:
1. Wissenschaft ist eine gute Sache
2. Wissenschaft ist notwendigerweise neutral
3. Also ist wissenschaftliche Neutralität eine gute Sache.
Das könnte genauso gut mit „schlecht“ statt „gut“ umgekehrt werden.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
VsHume Brandom Vs Hume, D.
 
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II 54
BrandomVsHume, BrandomVsLocke: wir sollten das herunterspielen, womit sie sich herumgeschlagen haben, die Ähnlichkeit mit Tieren. (Auch Dennett, als Naturalist). Wir sind kulturelle und nicht bloß natürliche Wesen.
II 58
Tradition(Hume): führt Normen auf Wünsche zurück. Wunsch/BrandomVsHume: wird hier anhand der Festlegung auf gewisse Muster praktischer Inferenz erklärt, d.h. in Begriffen dessen, was ein Wunsch für etwas ist, und nicht umgekehrt.
II 112
Begründen/Hume: alle möglichen Aspekte berücksichtigen. BrandomVsHume.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsHume Carnap Vs Hume, D.
 
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Newen I 113
Konstitution/Konstitutionssystem/Carnap/Newen: These: unser Wissen soll Stufe für Stufe von einer Basis ausgehend in einem System angeordnet werden. Basis: Elementarerlebnisse (Erscheinungen, Eindrücke, Gefühle).
Stufen: Übergang: durch die Konstitutionsrelation. ((s) Eindrücke konstituieren auf einer höheren Stufe Gegenstände).
I 114
Hume/Carnap/Newen: beide nehmen Bewusstseinsphänomene als sichere Basis an. CarnapVsHume: gebraucht formale Logik.
Konstitution/Newen: könnte immer noch beibehalten werden, wenn sich die Elementarerlebnisse als nicht haltbar erweisen sollten.
Konstitution: Bsp aus natürlichen Zahlen als Basis lassen sich rationale und reelle Zahlen konstituieren.
Konstitution/Carnap: ist ontologisch neutral, d.h. damit ist keine Entscheidung getroffen zugunsten z.B. Idealismus oder Realismus.
Konstitution/Carnap: ist weder ein Erzeugen noch ein Erkennen von Gegenständen.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
VsHume Danto Vs Hume, D.
 
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I 308
Wir betreten ein unerforschtes Territorium: in Kausalvorgängen, welche Repräsentation einschließen bewegt sich der Geist auf zwei Schienen vorwärts, der logischen und kausalen Schiene. Strukturelle Transformationen. Logische Transformationen sind solche von Sätzen zu Sätzen.
DantoVsHume: Diese zweite Schiene fehlt Humes Darstellung des Geistes. Wir besitzen den Begriff des Wissens, wenn wir nicht irgendwelche, sondern wahre Repräsentationen brauchen.
Kausalität/Danto: Kausale Vorgänge enthalten Repräsentationszustände als Ursachen oder Wirkungen.
II 325
Geschichte/Erklärung/Hume/Danto: nach Hume‘s Theorie wären Bsp der Mord von Sarajevo und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zwei logisch voneinander unabhängige Größen. VsHume: Frage: sind Motive auch unabhängig von Handlungen? Dann kann eine Motiverklärung keine Ursachenerklärung sein!

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsHume Davidson Vs Hume, D.
 
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Davidson I 18
Eindrücke/Vorstellung/Hume: Bei Hume: waren die Eindrücke und Vorstellungen "das, was sie zu sein scheinen und sie scheinen als das, was sie tatsächlich sind." Also Gegenstände, die alle Eigenschaften und nur die Eigenschaften haben, die sie nach unserer Meinung besitzen (Vorstellungen).
DavidsonVsHume: Solche Gegenstände gibt es nicht! Jedem Gegenstand kommen unendlich viele logisch unabhängige Eigenschaften zu, (materielle Gegenstände), und das trifft auch für die Gegenstände zu, deren sämtliche "wesentliche" Eigenschaften (z.B. Zahlen) von uns angegeben werden. (Hume hatte gedacht, da wir die Produzenten solcher Gegenstände sind, haben wir alle Eigenschaften "in unserer Macht" - DavidsonVs).
DavidsonVsHume: unendl. viele Eigenschaften, daher Unkenntnis der gedachten Gegenstände möglich.

Hume I 24
Geschichte/Kausalität/Hume: (I 172): die Berichte über Kriege, Umtriebe, Parteiungen und Umwälzungen sind ebensoviel Sammlung von Erfahrungstatsachen... in der gleichen Art wie der Physiker oder der Naturforscher das Wesen der Pflanzen und anderer äußerer Gegenstände durch die Erfahrungstatsachen kennenlernt, die er hierzu zusammen stellt. Deleuze: so ist (bei Hume) die Geschichte geradezu als eine Physik des Menschen aufzufassen. (DavidsonVsHume).

Quine IV 415
Def Naturalismus/Quine: Verständnis des Menschen, der Geschichte, Kultur, Erkenntnis und der Moral mittels der Kategorien, die für die Naturerkenntnis ausgebildet wurden.(Blumenberg). Naturalisten in diesem Sinn waren bereits Bacon und Hume.
Hume (hatte den Ehrgeiz, der "Newton der Wissenschaften" zu werden): es ist zu prüfen, ob die Wissenschaft vom Menschen nicht dieselbe Genauigkeit zulässt wie die von der Natur. (HumeVsSupra- Naturalismus des Mittelalters). (DavidsonVsHume: Verhalten nicht gesetzmäßig).

Rorty V73
Universum/DavidsonVsHume/Rorty: Überzeugungen sind nicht isoliert. Auch wenn es, wie Hume meint, ein Universum geben kann, das nur aus einem einzigen Sinneseindruck besteht, können wir uns nicht ein Universum verständlich machen, das nur aus dem einzigen Gedanken besteht, Cäsar habe den Rubikon überschritten.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsHume Frege Vs Hume, D.
 
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III 67
Zahl/Hobbes: setzt in der Mathematik unter sich gleiche Einheiten voraus, aus denen sie hergestellt wird. Zahl/Hume/Frege: die zusammensetzenden Teile der der Quantität und Zahl hält er für ganz gleichartig.
Zahl/FregeVsHobbes/FregeVsHume: ebensogut könnte man die Individuen als ganz verschieden ansehen!
Wenn man von den Merkmalen absieht, durch die sich die Dinge unterscheiden, erhält man nicht, wie Lipschitz meint: "den Begriff der Anzahl der betrachteten Dinge" zurück, sondern
Frege: einen allgemeinen Begriff, unter den diese Dinge fallen.
I 94
Zahl/Gleichheit/Zahlengleichheit/Gleichzahligkeit/Frege: wir müssen den Sinn des Satzes "Die Zahl (sic), die dem Begriff F zukommt ist dieselbe, die dem Begriff G zukommt"
erklären, und zwar so, dass der Ausdruck:
"Die Anzahl (sic), die dem Begriff F zukommt"
nicht vorkommt. (VsZirkel).
Zahlengleichheit/Hume/Lösung: Zuordnung jeder Einheit einer Zahl zu einer Einheit der anderen Zahl. ((s) >eineindeutige Abbildung).
I 95
FregeVsHume: das gibt logische Schwierigkeiten, an denen wir nicht vorbeigehen dürfen: Gleichheit/Anzahl/FregeVsHume/Frege: Gleichheit kommt auch unabhängig von Zahlen (sic) vor, so dass man meinen könnte, dass sie schon vor der Anzahl feststünde, und dass aus dem Begriff der Anzahl (sic) und dem der Gleichheit sich ergeben müßte, wann zwei Anzahlen gleich sind, ohne dass wir eine Definition brauchten.
FregeVs: das würde die Gleichheit nur für jeden einzelnen Fall erklären! (Indem man immer eine Gleichung aufstellte).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsHume Goodman Vs Hume, D.
 
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Sainsbury V 139
Hume stellte sich den Verstand so vor, daß er durch Regelmäßigkeiten im Beobachten zu entsprechenden Voraussagen veranlaßt werden. GoodmanVsHume:Wir dagegen sehen den Verstand als von Anfang an in Tätigkeit. Er berichtigt allmählich. (Wie Dennett) II 112
Glau/Goodman: "Regelmäßigkeiten sind da, wo man sie findet, und man findet sie überall".
Glau/Goodman/Sainsbury: daher gibt es noch viele Verästelungen zwischen Bestätigung und Überzeugung.
Glau/GoodmanVsHume: zeigt, daß die von Hume definierte Regelmäßigkeit nicht die einzige ist.
Problem: was ist überhaupt Regelmäßigkeit (>Regularität)? Die Verbindung von Smaragden mit "grün" und die Verbindung mit "glau"?
Problem: entweder, wir können nicht erklären, was Regelmäßigkeit ist, dann gibt es keine Induktion, oder wir bieten eine Erklärung der Regelmäßigkeit, die die unerwünschte Verbindung mit"glau" einschließt.
Regelmäßigkeit ist beschreibungsabhängig! Das hat bei einigen Leuten zu einem extremen Konventionalismus geführt, dem zufolge es keine Trennung der Welt an sich von den Konventionen gibt.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Sai I
R.M. Sainsbury
Paradoxien Stuttgart 1993
VsHume Husserl Vs Hume, D.
 
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I 55
HusserlVsHume: der unbezweifelbare Rest ist das subjektive Leisten des Bewußtseins.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
VsHume James Vs Hume, D.
 
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I 55
JamesVsHume, JamesVsMill : "Assoziationismus": sieht in gedanklichen Vorstellungen und Erfahrungen nur Widerspiegelungen wahrnehmbarer Eindrücke, die durch Einwirkung auf den Organismus Vorstellungen erzeugen. James: Dieser "Determinismus" erklärt wohl die Empfindungen von Einzelheiten, aber nicht die Erfahrungen von Willensäußerungen, Gefühlslagen, Rationalität, Erinnerungen.
I 57
VsRationalismus, VsEmpirismus der von Hume vertreten wird.). JamesVsHume: um radikal zu sein, darf der Empirismus weder Elemente hineinnehmen, die nicht direkt erfahrbar sind, noch Elemente ausschließen, die direkt erfahren werden.
VsHume Kant Vs Hume, D.
 
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Kant I 27
KantVsHume: Kausalität: auf den Bereich der Erfahrung beschränkt. Sie gilt nicht für den Bereich der Dinge an sich.
Kant I 98
Hume: Vorstellungsverbindungen lassen stellen sich grundsätzlich durch Assoziation her. KantVsHume: Einheit der Apperzeption . Ich mache mir alle Vorstellungen als meine Vorstellungen bewußt. So halte ich mich in der Einheit des Bewußtseins auf, die alle meine Vorstellungen begleiten kann. Zusätzlich muß sich mir aber vor Augen halten, wie ich eine Vorstellung zu den anderen hinzusetze! Sonst zerstreue ich mich.
McD. I 123
McDowell: Naturgesetze/Natur/Verstehen/KantVsHume: gewinnt die Verständlichkeit der Naturgesetze wieder, nicht jedoch die Verständlichkeit der Bedeutung. (!?). Natur ist der Bereich der Naturgesetze, und daher ohne jede Bedeutung.
Allerdings liegt deshalb die empirische Welt nicht außerhalb der Begriffe.
Hume I 37
Moral/Handeln/Ethik/Hume: eine auf diese Weise (Vermeidung von Unrecht) hergestellte Verpflichtung ist aber künstlich im Gegensatz zu der natürlichen Verpflichtung aus dem natürlichen Interesse als Triebfeder jeder Handlung. Moralische Verpflichtung.
Es ist in meinem Interesse, dem anderen sein Eigentum zu lassen, vorausgesetzt dass der andere in gleicher Weise gegen mich verfährt. (KantVsHume: >Kategorischer Imperativ).

Hume I 122
KantVsHume: dieser stelle die Mathematik fälschlich als ein System analytischer Urteile dar.
DeleuzeVsKant.
Relation/HumeVsKant: jede Beziehung ist ihren Termen äußerlich: die Gleichheit ist keine Eigenschaft der Figuren selbst, sondern kommt erst durch den Vergleich zustande.
Hume I 133
Assoziationen/KantVsHume: " es ist zwar bloß ein empirisches Gesetz, wonach sich Vorstellungen, die einander oft gefolgt sind, dadurch eine Verknüpfung setzen. Dieses Gesetz der Reproduktion setzt aber voraus: dass die Erscheinungen selbst wirklich einer solchen Regel unterworfen seien. Denn ohne das würde unsere empirische Einbildungskraft niemals etwas ihrem Vermögen gemäßes zu tun bekommen, also wie ein totes unbekanntes Vermögen in unserem Innern verborgen bleiben. Würde ein Wort bald diesem, bald jenem Ding beigelegt, so könnte keine empirische Synthesis der Reproduktion stattfinden.
Es muss also etwas sein, was selbst diese Reproduktion der Escheinungen möglich macht dadurch, dass es der Grund a priori einer notwendigen synthetischen Einheit derselben ist.
I 138
Wenn wir nun zeigen können, dass selbst unsere reinsten Anschauungen a priori keine Erkenntnis verschaffen, außer sofern sie eine solche Verbindung enthalten, die eine durchgängige Synthesis möglich macht, so ist diese Synthesis der Einbildungskraft auch vor aller Erfahrung auf Prinzipien a priori gegründet. KantVsHume: sein Dualismus zwingt ihn dazu, das Verhältnis zwischen dem Gegebenen und dem Subjekt als Übereinstimmung des Subjekts mit der Natur zu begreifen.
I 139
Wenn sich aber das Gegebene nicht selbst und a priori nach eben jenen Prinzipien richten würde, nach denen sich auch die Verknüpfung der Anschauungen reichtet, könnte das Subjekt diese Übereinstimmung niemals bemerken, es sei denn zufällig. Daher muss es umgekehrt sein:
Das Gegebene ist auf das Subjekt zu beziehen, als Übereinstimmung von Gegebenem und Subjekt. Warum? Weil das Gegebene keine Ding an sich ist, sondern ein Gesamtzusammenhang von Phänomenen, der nur mittels einer Synthesis a priori dargestellt werden kann.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsHume Kripke Vs Hume, D.
 
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I 45
Apriori: einige Philosophen ändern die Modalitäten in dieser Charakterisierung irgendwie von "kann" in "muss" . Sie denken, dass etwas wenn es zum Bereich der apriorischen Erkenntnis gehört, unmöglich empirisch erkannt werden kann. (Hume). Das ist schlicht falsch! (KripkeVsHume). Bsp der Computer kann eine Antwort auf die Frage geben, ob die und die Zahl eine Primzahl ist. Niemand hat das berechnet oder bewiesen, aber der Computer hat die Antwort gegeben.
I 181
A posteriori: man kann eine mathematische Wahrheit a posteriori erfahren, indem man einen Computer ansieht oder auch indem man einen Mathematiker fragt. (Bsp notwendig a posteriori). Die philosophische Analyse sagt uns, dass sie nicht kontingent war sein können, und daher ist jede empirische Erkenntnis ihrer Wahrheit automatisch eine empirische Erkenntnis ihrer Notwendigkeit. (KripkeVsHume, KripkeVsKant).

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsHume Leibniz Vs Hume, D.
 
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I 43
Eindruck/Sinneseindrücke/Identität/Leibniz: daher stützt sich Leibniz auch gar nicht auf den "Eindruck" (Terminologie: Locke: "sensation", Hume: "impression"). LeibnizVsLocke/LeibnizVsHume: in der sinnlichen Gegebenheit selbst liegt die Identitätsbeziehung.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsHume Mayr Vs Hume, D.
 
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V 100
MayrVsHume: die historische Darstellung kann einzigartige Ereignisse oftmals zufriedenstellend erklären und manchmal sogar überprüfbare Vorhersagen treffen (>Geschichte).

Ma
E. Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998
VsHume Moore Vs Hume, D.
 
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I 104
Wissen/Existenzbeweis/Existenz/Hume/Stroud: zwei Prinzipien: 1. Niemand weiß von der Existenz von etwas, wenn er es nicht direkt wahrgenommen (apprehended, >Apprehension: ungeordnet) hat oder dass er weiß, dass etwas, was er direkt wahrgenommen hat, ein Zeichen der Existenz dieses Dings ist.
2. niemand kann wissen, dass ein Ding ein Zeichen von etwas anderem ist, wenn er diese beiden Dinge (Ding und Zeichen) nicht
I 106
direkt wahrgenommen hat. (>Bekanntschaft). Moore: daraus folgt, dass man nicht von materiellen Dingen wissen kann, wenn sie nicht direkt wahrgenommen werden. Dazu brauchen wir Bewusstseinsakte, Sinnesdaten und direkt wahrgenommene Bilder.
StroudVsMoore: ich verstehe nicht, warum er das (MooreVsDescartes) akzeptiert. Ich verstehe auch nicht, wieso er die Konsequenzen der Sinnesdaten-Theorie übersieht.
MooreVsHume: die beiden Prinzipien sind falsch: Bsp ich weiß, dass dieser Stift existiert, aber wenn Humes Prinzipien wahr wären, könnte ich das nicht. Daher sind sie, eins oder beide, falsch.
Moore/Stroud: akzeptiert, dass wenn man von Humes Position ausgeht, dann folgt, dass er nicht weiß, dass da ein Stift ist.
StroudVsMoore: beide Argumente sind gültig. Und sie haben eine gemeinsame Prämisse. Für Moore läuft die Frage, welche Konklusion man akzeptieren sollte darauf hinaus, ob es sicherer ist, dass er weiß, dass dies ein Stift ist oder sicherer, dass Humes Prinzipien wahr sind.
I 107
MooreVsHume: Bsp Stift: ist sogar das stärkste Argument um zu beweisen, dass seine Prinzipien falsch sind.
VsHume Nietzsche Vs Hume, D.
 
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Danto I 203
Hume: Idee: eine Kopie eines Sinneseindrucks. - für Berkeley war eine Idee vielleicht so etwas wie ein Synonym für Eindruck.
I 204
Idee: nach Hume und Berkeley wurde dieser Begriff für fast jeden Inhalt unseres Geistes, der nicht selber ein Sinneseindrucks war, verwendet. So löste sich das Objekt in die Klasse seiner Erscheinungen auf.
NietzscheVs: Später von Nietzsche als grammatischer Aberglaube angesehen.

Hume I 12
Ursache/Hume: kann jederzeit als etwas gedacht werden, das an sich ist und alle Analogien übersteigt, durch die man tatsächlich etwas einen Inhalt gibt. (NietzscheVsHume).

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsHume Nozick Vs Hume, D.
 
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Brendel I 254
Skeptizismus/Dretske/Nozick/Brendel: beide. These: die Wahrheit der skeptischen Hypothese ist allerdings nicht auszuschließen. Daraus folgt aber nicht die Unmöglichkeit jeglichen Wissens. DretskeVsHume/NozickVsHume/Brendel: Wissen und die Möglichkeit des Skeptizismus können friedlich koexistieren.

Nozick II 111
Ich/Selbst/Eigenschaft/Tradition: These: das Ich (Selbst) als Eigenschaft. Also nicht als Objekt. Das löst z.B. das Problem der Lokalisation und andere Probleme: 1. Hume: "ich kann mich nicht unabhängig von jedweder anderer Wahrnehmung wahrnehmen.
NozickVsHume: vielleicht hat er nicht richtig gesucht. Er hat nichts bestimmtes unternommen, um nach dem Selbst zu suchen oder?
2. Vorteil: der Ansatz erklär, warum es schwierig ist, sich das Selbst ohne Verkörperung vorzustellen.
3. Es ist schwierig sich vorzustellen, wie das Selbst identisch sein sollte mit irgendwelchem speziellen Zeug.
II 112
Eine Eig ist nie identisch mit dem Objekt. Die Schwierigkeit, die Relation einer Eig zum Objekt zu spezifizieren ist der allgemeine Grund, warum wir das Selbst schwer lokalisieren können, aber das ist kein speziellen Problem der Relation zwischen Selbst und Körper. Eigenschaft/Nozick: es gibt wenigstens zwei Weisen, wie man eine Person mit einer Eig identifizieren kann:
1. mit einer nichtindexikalischen nichtreflexiven Eig: Bsp "Robert Nozick sein"
2. eine Identifikation, deren Feststellung ein reflexives Pronomen der ersten Person gebraucht: Bsp "ich sein". Das führt Reflexivität ein. Und zwar direkt in die Natur des Selbst.
l Problem: es ist obskur, weil es die Reflexivität in das Wesen des Selbst einführt aber es erklärt, warum alle öffentlichen oder physikalistischen Beschreibungen mich außen vor lassen, weil sie nicht reflexiv sind.
Einheit/Vereinigung/Ich/Selbst/Tradition: das Ich verschmilzt mit dem "Einen" aber verschwindet dabei nicht. Das Ich ist eine Eig des Einen, ich bin nicht getrennt davon.
Reflexivität/Eigenschaft: Bsp die reflexive Eig: "ich sein". Problem:
1. P sei die Eigenschaft, reflexiv selbst referierend zu sein.
Leute haben P,. Tische nicht. Ich habe die Eig P, Sie auch,
II 113
aber Sie kraft der Tatsache, dass Sie Sie sind, ich kraft der anderen Tatsache, dass ich ich bin. Wir beide haben die Eig, ich zu sein, aber die Eig ist indexikalisch. D.h. die Eig unterscheiden sich!
Pointe: sie entstehen beide aus derselben nichtindexikalischen Eigenschaft P: reflexive selbst referierend zu sein!

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsHume Putnam Vs Hume, D.
 
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Hume I 26
Vernunft/Hume: kann immer angewendet werden, aber auf eine Welt, die vorher schon da war! ("Fertigwelt", PutnamVsHume). Sie setzt eine der Vernunft vorgeordnete Moral voraus. Praxis und Moral sind der Vernunft nach indifferent (nicht den Umständen nach!).
So kann sich die Vernunft, da sie von außen geleugnet wird, als Skeptizismus entdecken.

Kräfte - können durchaus beobachtet werden (z.B. gefühlt: Druck) PutnamVsHume

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsHume Quine Vs Hume, D.
 
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Willard V. O. Quine
Hume I 115
Zeit/Hume: war Struktur des Geistes, jetzt stellt sich das Subjekt als Synthese der Zeit heraus. Erinnerung/Hume: das erneute Auftreten eines Eindruck in der Form einer noch lebhaften Vorstellung. ((s) QuineVsHume).
Die Erinnerung bewirkt aber von sich aus keine Synthese der Zeit. Sie überwindet die Struktur nicht.
I 178
Die Leistung der Erinnerung besteht nicht im Festhalten einzelner Vorstellungen, sondern im Festhalten ihrer Ordnung.
Quine V 19
Ursache/Regularität/QuineVsHume: Problem: man kann bei der Regularität auch gerade die beiden Einerklassen nehmen, die aus a und b bestehen. Dann erliegt man dem Trugschluss post hoc ergo propter hoc. Dispositionen: hier gibt es das gleiche Problem.

V 88
Identität/Identitätsprädikat/Sprachlernen/Quine: es scheint, als hätten wir die Entstehung des Identitätsprädikats erkannt: es ist nichts als ein gemeinsamer Bestandteil verschiedener relativer Beobachtungstermini für Stoffe wie
V 89
Bsp „derselbe Hund wie“, oder noch weniger: ein Wort für die zeitliche Verlängerung des Hinweisens (Zeigens). Identität/Locke/Hume: nur sinnvoll für Erscheinungen desselben Körpers zu verschiedenen Zeiten.
QuineVsLocke/QuineVsHume: das passt ganz gut zu unserem jetzigen Zweck der Individuation von Dingen. Identität geht jedoch darüber hinaus.

V 177
Vergangenheit/Beobachtung/Quine: es gibt aber auch Berichte über frühere Beobachtungen, wo der Terminus durch Definition statt durch Konditionierung gelernt wurde. Da man eine definierten Term durch sein Definiendum ersetzen kann, läuft das auf einen zusammengesetzte Beobachtungsterm hinaus. Bsp „Ich habe ein schwarzes Kaninchen gesehen“: Lernsituation: einmal für schwarz, einmal für Kaninchen, sowie für attributive Zusammensetzung.
Vorstellung/Gedächtnis/Quine: in der Sprache der Vorstellungsbilder können wir sagen, dass diese hervorgerufen werden, auch wenn der entsprechende Gegenstand nicht vorhanden ist.
Jetzt müssen wir aber weiter gehen und noch mehr Fähigkeiten voraussetzen: das Kind muss zwischen zwei Arten von Vorstellungsbildern unterscheiden:
a) Fantasien
b) Erinnerungen.
V 178
QuineVsHume: hat sich wenig überzeugend auf Lebhaftigkeit als Unterscheidungsmerkmal berufen. Def Erinnerung/Hume: abgeschwächte Empfindung
Def Fantasie/Hume: abgeschwächte Erinnerung.
Def Vorstellungsbild/QuineVsHume: ist ein Ereignis im Nervensystem, das zu einem Zustand der Bereitschaft für eine entsprechende Reizung führt. Dieser hinweisende Nervenvorgang wird vom Subjekt wahrgenommen, d.h. es muss spezifisch auf ihn reagieren können, auf zwei verschiedene Arten:
a) Zusammenfassung bisher gelernter Elemente Bsp „schwarz“ und „Kaninchen“
b) verstärkt durch Bekanntschaft: d.h. wirkliche frühere Begegnung mit einem schwarzen Kaninchen. Grundlage für die Bejahung.
V 179
Beobachtungssatz/vollständiger Gedanke/Referenz/Quine: bezieht sich auf den Gegenstand und auf die Kalenderuhr sowie gegebenenfalls auf einen Ort. Komplexer Beobachtungsterm. >Protokollsatz: zeitloser Satz (von ewiger Dauer) wenn Orts und Zeitangaben vollständig.

Quine VII 65
Gegenstände/Einzeldinge/Ding/Hume: die Idee physikalischer Objekte entspringt einem Irrtum der Identifikation. Jeden Augenblick erfinden wir in Wirklichkeit ein neues Objekt!
QuineVsHume: das brauchen wir nicht zu teilen.

Quine XI 112
Kausalität/QuineVsRegularität/QuineVsHume/Lauener: Bsp zu welcher Art von Ereignissen gehört das Schreien der Gänse auf dem Kapitol und zu welcher das Gerettetsein Roms?

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsHume Ryle Vs Hume, D.
 
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I 341
Eindrücke/Ideen/Vorstellung/Empfindung/Hume/Ryle: Hume glaubte bekanntlich, es gäbe sowohl "Eindrücke" als auch "Ideen", sowohl Empfindungen, als auch Vorstellungen. Er suchte vergeblich nach einer Trennungslinie. "Ideen"/Hume/Ryle: dachte er, seien im allgemeinen blasser als Eindrücke und in ihrer Entstehung später, da sie Spuren, Bezüge und Wiedergaben von Eindrücken seien.
Und doch erkannte er, dass Eindrücke jeden beliebigen Grad an Blässe oder Schwäche haben können. Und dass Ideen, obwohl sie Abbilder sind, nicht mit dem Stempel "Kopie" erscheinen, genauso wenig wie Eindrücke als "Original". Nach Hume kann also eine Inspektion nicht entscheiden, ob eine Wahrnehmung ein Eindruck oder eine Idee ist.
I 342
RyleVsHume: Humes Irrtum bestand darin "Sehen" und Sehen, und "Wahrnehmung" und Wahrnehmung zu verwechseln. Und anzunehmen, "Wahrnehmung" sei eine Gattung, von der es zwei Arten gibt, nämlich Eindrücke und Gespenster bzw. Echos von Eindrücken. Bsp Gespenster: Es gibt keine solchen Gespenster, und wenn es sie gäbe, wären sie selbst nur wieder Eindrücke. Und sie würden zum sehen gehören, nicht zum "sehen".
Humes Versuch, zwischen Eindrücken und Ideen zu unterscheiden als zwischen Dingen die "lebendiger" und weniger "lebendig" sind, war einer von zwei schweren Irrtümern. Nehmen wir zuerst an, dass "lebendig" bei Hume "lebhaft" bedeutet. Jemand kann sich lebhaft etwas vorstellen, aber er kann nicht lebhaft sehen.
Idee/Ryle: kann "lebhafter " sein als eine andere Idee, aber
Eindrücke/Ryle: können überhaupt nicht als lebhaft beschrieben werden, so wie Babys nicht lebensechter als Puppen sind.
Jemand, der nicht spielt ist weder überzeugend, noch nicht überzeugend, und kann daher nicht überzeugender sein als ein Schauspieler.
RyleVsHume: nehmen wir also an, dass Hume unter "lebendig" "intensiv", "stark" verstanden hat. Dann war er in einer anderen Hinsicht im Irrtum. Denn während Empfindungen hinsichtlich ihrer Stärke und Intensität verglichen werden können, so können sie in dieser Hinsicht nicht mit Vorstellungen verglichen werden.
Bsp wenn ich mir vorstelle, einen großen Lärm zu hören, höre ich weder ein lautes noch ein leises Geräusch. Ich habe überhaupt keine auditive Empfindung.
Bsp ein Schrei, den ich mir vorstelle ist nicht ohrenbetäubend, aber er ist andererseits auch kein leises Murmeln. Er übertönt auch weder ein tatsächliches Murmeln, noch wird er davon übertönt.
I 370
Fantasie/Phantasie/Vorstellung/Ryle: bei Phantasielandschaften ist es sinnlos zu fragen, ob sie richtig vorgestellt sind, wie bei noch nicht zu Ende komponierten Melodien. Bsp Trotzdem gibt der Schauspieler vor, eine überzeugende Darstellung eines Marsmenschen zu geben.
I 372
„Sehen“/RyleVsHume: nun sehen wir Humes weiteren Irrtum: in der fälschlichen Annahme, "Sehen" und "Hören" bestehe im Haben von Schattenempfindungen (was den weiteren Irrtum einschließt, es gäbe so etwas), verfocht er die kausale Theorie, dass man nicht eine bestimmte Idee haben könne, ohne vorher die entsprechende Empfindung gehabt zu haben. Das einzige, was an dieser Theorie wahr ist, ist: was ich vor dem geistigen Auge sehe, ist auf eine gewisse Weise verknüpft mit dem, was ich vorher gesehen habe. Aber das Wesen dieser Verknüpfung entspricht Humes Vorstellung in keiner Weise.
I 373
Erinnerung/Vorstellung/RyleVsSpurentheorie: ihre Anhänger sollten versuchen, sich den Fall vorzustellen, in dem jemand immer wieder eine Melodie durch den Kopf geht. Ist das eine reaktivierte Spur einer auditiven Empfindung, oder eine Reihe reaktivierter Spuren einer Reihe auditiver Empfindungen?

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969
VsHume Searle Vs Hume, D.
 
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John R. Searle
II 101
Wahrnehmung/Ursache/SearleVsHume: mein Wissen, dass mein Auto mein visuelles Erlebnis verursacht hat, rührt daher, dass ich weiß, dass ich das Auto sehe, und nicht umgekehrt. Ich schließe nicht, dass da ein Auto ist, sondern ich sehe es einfach.
II 102
Wahrnehmung: das Erlebnis ist nicht buchstäblich gelb, aber es wird buchstäblich verursacht. Außerdem wird es als verursacht erlebt, ob es nun erfüllt ist oder nicht. Es wird aber nicht als gelb erlebt, sondern vielmehr als von etwas Gelbem.
II 103
Kausalität: kann ich sehr wohl direkt erleben! Allerdings nicht unabhängig, sondern das Verursachtsein gehört zum Erlebnis. (Das heißt natürlich nicht, dass sich das Erlebnis selbst bestätigt).
II 104
Kausalität: auch für Dinge charakteristisch, die nicht unmittelbar wahrnehmbar sind wie z. B. Ultraviolett und Infrarot. Wenn sie nicht auf unsere Messinstrumente gewisse Auswirkungen haben könnten, dann könnten wir nicht um ihre Existenz wissen. ((s) Infrarot kann nicht Halluzination sein! Aber man kann sich einen Sonnenbrand einbilden.)

II 156
Kausalität/SearleVsHume: ich glaube, dass „verursachen“ eine wirkliche Beziehung in der wirklichen Welt bezeichnet, aber daraus folgt nicht eine universelle Korrelation ähnlicher Fälle.
II 160
Tradition: man hat niemals ein Verursachungserlebnis. SearleVsTradition: man hat nicht nur häufig ein Verursachungserlebnis, sondern jedes Wahrnehmungs oder Handlungserlebnis ist in der Tat genau ein solches Verursachungserlebnis!
SearleVsHume: er hat eine falsche Stelle gesucht, er suchte eine Kraft.

II 170
Regularität/SearleVsHume: nicht alle Regularitäten sind kausal. Es ist falsch, zu denken, dass wir zusätzlich zum Erleben von Ursache und Wirkung noch eine Hypothese über Regelmäßigkeiten in der Welt haben.
II 171
Ich habe nicht die Hypothese, sondern ich habe die Fähigkeit, Regelmäßigkeit von Unregelmäßigkeit zu unterscheiden. Die Regularität wird zum Hintergrund.
II 173
SearleVsKausalgesetz/SearleVsHume: braucht aus der Existenz der Verursachung überhaupt nicht zu folgen. Nach 300 Jahren erfolgloser Versuche mit der Regularität muss man sehen, dass der Begriff des Etwas Geschehen machens sich von Begriff der Regularität unterscheidet.
II 174
Es gibt nicht zwei Arten von Verursachung: "Regularitätsverursachung" und "intentionale Verursachung". Es gibt genau eine Art: das ist die Wirk Verursachung.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsHume Sellars Vs Hume, D.
 
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Hume I 9
Einbildung/Hume: die Ansammlung von Vorstellungen heißt Einbildung, sie ist kein Vermögen, sondern ein Reservoir, eine Sammlung ohne Sammelalbum, ein Theater ohne Bühne, ein "Fluss von Perzeptionen". (SellarsVsHume). Der Ort ist nicht vom Geschehen verschieden, das sich in ihm abspielt, die Vorstellung wird nicht in einem Subjekt gegeben.
I 10
Die Einbildungskraft ist kein Faktor, kein Vermittler, keine bestimmende Bestimmung. Nichts geschieht durch, alles geschieht in der Einbildung.
Sellars II 327
Hume/Sellars: unsere "Wahrnehmungen" sind "Bilder" von Sachverhalten in einer allgemeinen raumzeitlichen Welt. Die Gleichförmigkeiten natürlicher Ereignisse tendieren dazu, sich auch in unseren "Vorstellungen" als Gleichförmigkeiten widerzuspiegeln. Der Unterschied zwischen Denkakten und dem Blitzen verwischt.
SellarsVsHume: er hat Schwierigkeiten, die Referenzbeziehung zwischen einer gegenwärtigen Vorstellung und einem früheren Ereignis zu erklären.
II 328
Er beachtet die propositionale Form seiner "Vorstellungen" nicht genügend und verbaut sich damit den Weg zu einer expliziten Erklärung des Unterschiedes zwischen den Folgerungen Jetzt Blitz, also demnächst Donner und: Gestern um 10:00 Blitz, also gestern um 10:01 Donner.
SellarsVsHume: weil er nicht klar zwischen Gedanken und Eindrücken unterscheidet, kann er annehmen, dass einer natürlichen Ableitung nicht nur eine logische, sondern auch eine zeitliche Abfolge entspricht. Seine Theorie muss so erweitert werden, dass sie auch Fälle wie den obigen umfasst oder auch rückwärts:
Jetzt Donner, also vor einem Moment Blitz.
Wahrnehmung/Komplex/SellarsVsHume: er macht nicht explizit, dass die Wahrnehmung einer Konfiguration ihrerseits eine Konfiguration von Wahrnehmungen ist! Obwohl das im Prinzip im Kern zutrifft, die bisher Schwierigkeiten, wenn man „Wahrnehmungen“ im Sinne von "Sinnesempfindung oder Eindruck" versteht.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
VsHume Strawson Vs Hume, D.
 
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IV 157
Kausalität/StrawsonVsHume: er übersieht die ganz offensichtliche Tatsache, dass Gegenstände physikalische Kräfte ausüben. (>Dennett: und die sind beobachtbar).
IV 160
Theorie/Strawson: ich möchte keine zu scharfe Grenze zwischen Beobachtung und Theorie ziehen.
IV 162
Kausalität/Hume/Strawson: wir können tatsächlich viele Aktionen und Reaktionen beobachten, ohne zu wissen, welche Wirkungen tatsächlich am Werk waren.
IV 163
Regularität/Kausalität/Regelhaftigkeit/StrawsonVsHume: Regularität oder Regelhaftigkeit ist zeitneutral. Die Regelmäßigkeit verbietet nicht, die Reihenfolge umzukehren.
IV 165
KantVsHume: zwar lernen wir durch Beobachtung eine Menge über regelhafte Abfolgen in der Welt, aber nur, weil wir den Begriff der Kausalität bereits haben!
IV 166
Kausalität/Strawson: um sie zu verstehen, setzen wir bewusst oder unbewusst das Modell unseres menschlichen Handelns und die Erfahrung, welche Kräfte wir selbst einsetzen müssen und welchen Kräften wir ausgesetzt sind ein.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsHume Wittgenstein Vs Hume, D.
 
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Stegmüller IV 63
Eindrücke/Erlebnis/Empfindung/Introspektion/WittgensteinVsHume/WittgensteinVsLocke: solche "inneren Eindrücke" gibt es gar nicht! Das ist aber keine behavioristische Kritik Witts, sondern erfolgt auf rein introspektiver Basis!
Introspektion/Wittgenstein: liefern uns ein Bild, das völlig von dem der Empiristen abweicht. "Bedeutungserfassen" existiert nicht als Zustand.
Das sogenannte "Aha-Erlebnis" kann es nicht sein: zwei Personen können in ihren inneren Erlebnissen völlig übereinstimmen, und dennoch kann der eine "plus" und der andere "quus" meinen!

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsHume Verschiedene Vs Hume, D. Hacking I 68
Kausalität/W.C.BroadVsHume:. VsRegelmäßigkeit: Bsp wir können feststellen, daß die Sirene von Manchester jeden Tag um die gleiche Zeit heult, woraufhin die Arbeiter von Leeds die Arbeit für eine Stunde ruhen lassen. Aber keine Verursachung.
Hacking I 70
CartwrightVsHume: die Regelmäßigkeiten sind Merkmale der Verfahren, mit denen wir Theorien aufstellen. (>Putnam).
Hacking I 70
Kausalität/W.C.BroadVsHume: VsRegelmäßigkeit: Bsp wir können feststellen, dass die Sirene von Manchester jeden Tag um die gleiche Zeit heult, woraufhin die Arbeiter von Leeds die Arbeit für eine Stunde ruhen lassen. Aber keine Verursachung. Hacking I 68 CartwrightVsHume: die Regelmäßigkeiten sind Merkmale der Verfahren, mit denen wir Theorien aufstellen. (>Putnam).

Hume I 131
Def Atomismus/Hume/Deleuze: ist die These, dass die Relationen den Vorstellungen äußerlich sind. (KantVs). VsHume: Kritiker werfen ihm vor, das Gegebene "atomisiert" zu haben.
Theorie/DeleuzeVsVs: damit glaubt man, ein ganzes System an den Pranger gestellt zu haben. . Als wäre es eine Marotte Humes. Was ein Philosoph sagt wird so dargestellt, als würde es von ihm getan oder gewollt.
I 132
Was glaubt man damit erklären zu können? Eine Theorie muss von ihren begrifflichen Grundlagen her verstanden werden. Eine philosophische Theorie ist eine entfaltete Frage. Frage und Kritik der Frage sind eins.
I 133
Es geht nicht darum zu wissen, ob die Dinge so oder so sind, sondern ob die Frage eine gute Frage ist oder nicht.
Schurz I 238
Gesetzesartigkeit/gesetzesartig/Schurz: b) im engeren Sinn: = physikalische Notwendigkeit (um der Vagheit bzw. Gradualität des weiten Begriffs zu entgehen). Problem: nicht alle raumzeitlich unbeschränkten Gesetze sind gesetzesartig im engeren Sinn.
Universell, aber nicht physikalisch notwendig: Bsp "Kein Klumpen Gold hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer".
Universalität: ist also keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit. Bsp der Allsatz "Alle Äpfel in diesem Korb sind rot" ist nicht universell, auch dann nicht, wenn man ihn durch seine Kontraposition ersetzt: Bsp "Alle nichtroten Gegenstände sind keine Äpfel in diesem Korb". (Hempel 1965, 341).
starke Hume-These/Hume/Schurz: Universalität ist eine hinreichende Bedingung für Gesetzesartigkeit. SchurzVs: das ist falsch
schwache Hume-These/Schurz: Universalität ist eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit.
((s) stärker/schwächer/(s): die Behauptung, dass eine Bedingung hinreichend ist, ist stärker als die, dass sie notwendig ist.) BhaskarVsschwache Hume-These. BhaskarVsHume.
Lösung/Carnap/Hempel:
Def Maxwell-Bedingung/Gesetzesartigkeit: Naturgesetze bzw. nomologische Prädikate dürfen keinen analytischen Bezug auf bestimmte Individuen oder Raumzeitpunkte (RZ-Punkte) enthalten. Das ist viel stärker als die Universalitätsbedingung. (stärker/schwächer).
Bsp "Alle Smaragde sind glau": ist zwar raumzeitlich universell, aber erfüllt nicht die Maxwell Bedingung. ((s) weil beobachtete Smaragde konkrete Individuen sind?).
I 239
Naturgesetz/NG/Armstrong: sind Implikationsbeziehungen zwischen Universalien. Daher kein Bezug auf Individuen. (1983,) Maxwell Bedingung/Wilson/Schurz: (Wilson 1979): stelle ein physikalisches Symmetrieprinzip dar: d.h. NG müssen invariant sein unter Translation ihrer Zeitkoordinaten und Translation bzw. Rotation ihrer Raumkoordinaten. Daraus lassen sich Erhaltungssätze gewinnen.
Symmetrieprinzipien/Prinzip/Prinzipien/Schurz: physikalische Symmetrieprinzipien sind jedoch nicht a priori, sondern erfahrungsabhängig!
Maxwell-Bedingung/Schurz: ist für Gesetzesartigkeit zu schwach: Bsp "Kein Klumpen Gold..." auch dieser Allsatz erfüllt sie.

Stegmüller IV 243
StegmüllerVsHume: geht meist unsystematisch vor und mischt kontingente Eigenschaften der Welt mit zufälligen Eigenschaften der Menschen. Ethik/Moral/Hume: 1. angesichts knapper Ressourcen müssen die Menschen kooperieren um überleben zu können.
2. HumeVsHobbes: allen Menschen ist Sympathie eigen. Wäre freilich alles im Überfluss vorhanden, wäre die Respektierung fremden Eigentums überflüssig:
IV 244
Die Menschen würden freiwillig die Bedürfnisse im allseitigen Interesse gemäß ihrer Dringlichkeit befriedigen. Moral/Ethik/Shaftesbury/ShaftesburyVsHume: will die gesamte Moral auf menschlicher Sympathie, Altruismus und Nächstenlieben aufbauen. (>Positionen).
HumeVsShaftesbury: illusionäres Ideal.
Ethik/Moral/Hume: 3. menschliche Einsichtsfähigkeit und Willensstärke sind begrenzt, daher sind Sanktionen notwendig.
4. Vorteilhafter Zug: die Intelligenz befähigt den Menschen, langfristige Interessen zu berechnen.
IV 245
Die entscheidende Triebkraft ist das Eigeninteresse. Es ist sinnlos zu fragen, ob der Mensch "von Natur aus gut" oder "von Natur aus schlecht" sei.
es geht um die Unterscheidung von Klugheit und Narrheit.
5. Der Mensch ist verwundbar.
6. Die Menschen sind annähernd gleich.




VsHume Martin Vs Hume, D.
 
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Arm II 94
logische Verbindung/Hume: zwischen getrennten Entitäten wie Ursache und Wirkung kann es keine logische Verbindung geben. (Armstrong pro). II 95 Armstrong: dieses Prinzip ergibt sich umgekehrt aus der Idee, dass absolute Notwendigkeit nur aus Identität entspringt (II 95).
MartinVs: da muß man aber die Reichweite der Beispiele genau betrachten!
Martin: Analogie: die Dispositionalität und Qualitativität jeder intrinsischen Eig sind analog zu Größe und Form von ausgedehnten Gegenständen: das eine kann nicht ohne das andere existieren, aber das eine kann ohne das andere variieren! (Asymmetrie, Abhängigkeit).
MartinVsArmstrong/VsHume: sie sind verschieden, aber nicht getrennt!
Unterschiedenheit/MartinVsArmstrong: es gibt sogar Fälle von Unterschiedenheit, die nicht separierbar sind. Bsp gleichseitig/gleichwinklig.
Grenzsicht/Martin: nach ihr muß man Separabilität logisch ausschließen und die Notwendigkeit der Ko-Existenz von Dispositionalität und Qualitativität für jede Eig, aber dann ist man frei, in jedem Einzelfall zu entscheiden, ob die Kovarianz notwendig oder kontingent ist.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsHume Bigelow Vs Hume, D.
 
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I 226
nichtmodale Theorie/Naturgesetze/NG/Hume/Bigelow/Pargetter: die meisten nichtmodalen Theorie der NG stammen von Hume ab. Dann können wir nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen, ohne in einen Zirkel zu geraten. Pointe: dann können wir einfach nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen und uns darauf verlassen, daß sie ihrerseits auf einem unabhängigen Zugang zu Gesetzen beruht!
Erklärung: also ist es sinnvoll, Gesetze zu gebrauchen, um nomische Notwendigkeit zu erklären, statt umgekehrt. Und das ist viel weniger obskur als modale Argumente.
I 227
BigelowVsVs: modale Erklärungen sind gar nicht so mysteriös. BigelowVsHume: Humesche Theorien sind nicht in der Lage, diese nichtmodalen Eigenschaften der Gesetze zu erklären, sie haben weniger Erklärungskraft.
I 233
„völlige Allgemeinheit“/“reine“ A./Hume/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: darf keine Referenz auf ein Individuum enthalten: Das ist zu schwach und zu stark:
a) zu stark: Bsp Keplers Gesetze beziehen sich auf alle Planeten aber damit auch auf ein Individuum, die Sonne.
b) zu schwach: sie ist immer noch kein Gesetz. Bsp daß alles sich auf den Erdmittelpunkt hin bewegt.
I 235
NG/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: nach unserer Ansicht hat es nichts mit ihnen zu tun, ob sie z.B. nützlich sind, oder unseren Intuitionen widersprechen. Kontrafaktisches Konditional/KoKo/NG/Hume/Bigelow/Pargetter: für den Humeaner sind KoKo zirkulär, wenn sie NG darstellen sollen. Wir selbst wenden ein KoKo auch erst an, wenn wir etwas als Gesetz anerkannt haben! Wenn wir uns fragen, ob etwas ein Gesetz ist, fragen wir uns noch nicht, ob es ein KoKo erfüllt.
I 236
HumeVsBigelow/Bigelow/Pargetter: unser modaler Ansatz für NG sei zirkulär. BigelowVsVs: das ist er nicht!
BigelowVsHume: die meisten Humeschen Theorien der NG sind selbst zirkulär, mit einer Ausnahme: die Theorie, die Lewis aus Ramsey herausliest.
Ramsey/Lewis/Bigelow/Pargetter: diese Theorie beruht auf den logischen Relationen von Gesetzen untereinander (Kohärenz).(Ramsey 1929, 1931, Lewis 1973a, Mellor 1980).
I 237
BigelowVsLewis/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: Problem; wenn Theorien Mengen von Propositionen sind, dürfen Propositionen keine Mengen von möglichen Welten (MöWe) sein! Denn dann müßte die beste Theorie für eine MöWe ein Axiom sein: die Einerklasse dieser MöWe. Alle Tatsachen der Welt sind dann Theoreme des Axioms. Es gäbe nur ein einziges Gesetz für jede Welt. Keine zwei Möwe hätten ein Gesetz gemeinsam.
I 267
BigelowVsHume: ging zu weit in seiner Zurückweisung von Notwendigkeit in Gesetzen. Aber nicht weit genug in seiner Zurückweisung des Notwendigkeits-Ansatzes der Kausalität.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsHume Mackie Vs Hume, D.
 
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Arm III 57
MackieVsHume: (1979) (Stove, u.a.): übersah die Möglichkeit, dass Beobachtungsprämissen, während sie keine Konklusion über das Unbeobachtete beinhalten, dennoch eine logische Möglichkeit liefern können, Bsp 99% der Fs sind Gs. Dann ist es offensichtlich rational, zu schließen, daß a ein G ist. Also kann man sagen, daß die beobachteten Fälle eine logische Möglichkeit für die unbeobachteten Fälle liefern. Rein mathematisches Argument über die Verteilung. VsRegularitätstheorie: es gibt aber einen schlüssigen Grund, daß die Prinzipien logischer Möglichkeit nicht allein das Problem der Regth lösen können. Das Problem der logischen Möglichkeit ist, daß sie nicht zwischen natürlichen und weniger natürlichen Klassen unterscheiden kann. Bsp glau als unnatürliches Prädikat kann nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden.
III 58
Dass alle Smaragde glau sind, hat dieselbe logische Möglichkeit (denselben Prozentsatz, wie die grünen).
Stegmüller IV 238
Tugend/Hume: Unterscheidung: natürliche Tugend: gehört zur biologischen Ausstattung. Auf sie haben sich die Moralphilosophen vor Hume ausschließlich bezogen. Bsp Freigiebigkeit, Nachsicht, Mildtätigkeit, Nächstenliebe, Mäßigung, Unparteilichkeit. (Grundlage: menschliche Sympathie).
künstliche Tugend: nichts weiter als menschliche Erfindungen. Bsp Respektierung von Eigentum, Regeln für Eigentumsübertragung, Versprechen, Verpflichtung, Verträge einzuhalten, Loyalität gegenüber der Staatsregierung.
IV 239
Künstliche Tugenden haben keinen natürlichen Ursprung. Bsp Respektierung fremden Eigentums: 1. kann nicht dem Wohlwollen gegenüber anderen entspringen: denn dann würde die Respektierung davon abhängen, ob das Eigentum dem Wohlergehen aller dient.
2. Es kann auch nicht davon abhängen, ob der Betreffende mir sympathisch ist oder nicht.
3. Sympathie ist in Gradabstufungen denkbar, der Respekt vor dem Eigentum nicht.
Das gilt mutatis mutandis für alle künstlichen Tugenden.
IV 240
Moral/Hume: ich kann meine Pflichten nicht davon abhängig machen, ob jemand mir sympathisch ist oder nicht. natürliche Tugend/MackieVsHume/Stegmüller: zunächst sollte man erwarten, dass die Erörterung der natürlichen Tugenden viel einfacher ist, da der erste Schritt (Frage der Entstehung) entfällt.
Problem: (von Hume selbst auch gesehen) wären die natürlichen Tugenden Ausfluss der Sympathie, müssten sie parallel dazu verlaufen. Dem ist aber nicht so.
Unsere Sympathien sind ichbezogen! Wir haben mehr Sympathie für Menschen, die uns näher stehen.
IV 241
Wir erwarten aber von moralischen Urteilen, dass sie unpersönlich und unparteiisch sind. Damit muss der scheinbar absolute Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Tugenden teilweise preisgegeben werden. Auch die "natürlichen" Tugenden bilden so ein System von Konventionen. Sie sollen dem "langfristigen Interesse" aller dienen.
Die natürlichen Tugenden sind dann solche künstlichen Tugenden, bei denen wir instinktive Neigungen vorfinden, entsprechend zu handeln.
Bei den künstlichen Tugenden finden wir keine derartige Stütze. Sie sind bloß sozialisiert.

Stegmüller IV 355
Wunder/Wahrscheinlichkeit/Hume/Stegmüller: Wahrscheinlichkeit ist immer auf den Informationsstand zu relativieren. Humes Argument wäre aber sogar gültig, wenn Glaubwürdigkeit von Zeugen ein Naturgesetz wäre! Selbst dann wäre es nicht rational, an Wunder zu glauben. Wunder/Mackie: Unterschied:
a) Frage. welche Gesetzeshypothesen sollten aufgrund der Berichte angenommen werden?
b) das Gewichts des Beweismaterials selbst.
Wunder/MackieVsHume: auch der Berichtende selbst benötigt den Begriff eines gutbegründeten Naturgesetzes um das Ereignis als Wunder einzustufen.
IV 356
Hume berücksichtigt nirgends die Stärkung durch mehrere voneinander unabhängige Zeugen.
IV 412
Teleologischer Gottesbeweis/MackieVsHume: (im Großen und Ganzen pro Hume): aber den Analogieschluss kann man auch so deuten, dass Gott als dasjenige eingeführt wird, was die natürliche Welt verursacht und erklärt.
IV 413
Aber auch hier behielte Hume darin recht, dass sie daraus keinerlei weitere Folgerungen ergeben. Insbesondere bleibe die Beziehung zwischen Gott und Welt unerklärt. Wissenschaft/Theorie/Mackie: auch Darwins Evolutionstheorie ermöglicht keine Prognosen!
IV 414
Ordnung/Evolutionstheorie/Mackie/Stegmüller: Ordnung wird im Darwinismus nicht dadurch erklärt, dass Gott die Welt für uns geschaffen hat, sondern dass wir uns ihr angepasst haben.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsHume Externalismus Vs Hume, D.
 
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Frank I 531
EvansVsHume: wir haben den Hintergrund für die Wahrnehmungsmetapher, auf die Hume sein Argument gründet, verworfen. Wir haben nichts, was als ein "Stolpern" über Wahrnehmungen ausgelegt werden könnte.
Die inneren Zustände sind ja eben keine "Gegenstände".
Bsp das, was uns bewusst wird, wenn wir den Baum sehen ist nichts als der Baum selbst.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsHume Cartwright Vs Hume, D.
 
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I 10
Verursachung/Kausalerklärung/CartwrightVsHume: die Gesetze der Assoziation sind nicht hinreichend, um den Unterschied von effektiven Strategien (Bsp Malariabekämpfung) und ineffektiven zu erklären. Kausalgesetze: werden ebenso gebraucht.
Simpsons Paradox/Wahrscheinlichkeit//Statistik/Kausalerklärung/Cartwright: wurde von vielen Autoren als Gegen-Bsp zu probabilistischen Modellen der Verursachung gebraucht.
I 42
Humesche Welt/Cartwright: diese Art Beispiel (Figur 1) bringt dem Vertreter der Humeschen Welt Trost. ((s) D.h. Kausalgesetze wären hier überflüssig.). HumeVsKausalgesetze: die Vertreter lehnen sie ab, weil sie keinen unabhängigen Zugang zu ihnen haben. Sie halten sich für fähig, Assoziationsgesetze zu bestimmen, aber sie denken, dass sie nie die kausale Anfangsinformation haben werden, um Bedingung C ((s) ?) anzuwenden. Wenn sie Glück haben, brauchen sie dieses Anfangswissen nicht: vielleicht leben sie in einer Welt, die keine Humesche Welt ist. ((s) denn dann wäre dieses Wissen irrelevant).
CartwrightVsHume: aber eine Humesche Welt könnte immer noch eine sein, in der Kausalgesetze aus den Gesetzen der Assoziation erschlossen werden könnten.
I 61
Kraft//Hume: es ist falsch zwischen einer Kraft und ihrer Ausübung zu unterscheiden. (Treatise of Human Nature, , Oxford 1978, S 311). CartwrightVsHume: genau diese scheinbare Unterscheidung brauchen wir hier!
Kausalkraft/Gravitationsgesetz/Cartwright: besagt dann, dass zwei Körper die Fähigkeit (power) haben, eine Kraft der Größe G m m’/r² (Sonderzeichen) zu produzieren, aber sie schaffen es nicht, sie auszuüben. (Weil andere Kräfte im Spiel sind).
Also sprechen die Gesetze nicht vom Verhalten der Körper, sondern von den Fähigkeiten, die sie haben.
Problem: so leicht lässt sich die Tatsachen-Sicht nicht aufgeben.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsHume Salmon, W.C. Vs Hume, D.
 
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Fraassen I 119
Kausalität/W. Salmon: früh: Kausal-Relation, es geht um inferentielle Fähigkeit zur Vorhersage und Retrodiktion durch Kenntnis der Mechanismen. spät: Kausalprozeß statt Kausalrelation. Was ist ein Prozeß und was ist kausale Interaktion? Dabei modifiziert
Def Prozeß/Kausalprozeß/W. Salmon/Fraassen: ist eine raumzeitlich kontinuierliche Folge von Ereignissen.
SalmonVsHume: eine Folge von Ereignissen im Kausalprozeß ist eben nicht diskret sondern kontinuierlich. Bsp ein Auto fährt die Straße entlang. Dabei macht es keine Sprünge.
Pseudo-Prozeß: Bsp der Schatten des Autos begleitet das Auto, aber die frühere Position des Schattens ist keine Ursache für die spätere Position des Schattens und auch nicht des Autos!
Lösung/Reichenbach: probabilistische Relationen: (FN 27)
(1) die Wschk von A r+s gegeben Ar ist größer oder gleich der Wschk von Ar+s gegeben A r-t, die wiederum größer ist als die Wschk von Ar+s allein.
Problem: das schließt noch keine Pseudoprozesse aus.
(2) die Wschk von Ar+s gegeben beides, Ar und Ar-t ist gleich der Wschk von Ar+s gegeben Ar
I 120
Und außerdem : „es gibt keine andere Folge von Ereignissen B, die Ar+s von Ar abschirmt für alle r. Vs: 1. (1) erinnert an eine wohlbekannte Eigenschaft stochastischer Prozesse: die Markov-Eigenschaft. Das ist zur stark für die Definition von Kausalprozessen. Warum sollte die ganze Vorgeschichte des Prozesses von Zeitpunkt r mehr Information darüber liefern was später geschieht, als r selbst?
Markov-Eigenschaft: gesamte Vorgeschichte wichtig.
Vs: 2. zusätzlich zu (2) müßten wir sagen, dass Br ein echter Kausalprozeß ist. Sonst ist die Bewegung des Autos selbst keiner, denn die Bewegung des Schattens wird die aufeinanderfolgenden Positionen des Autos voneinander abschirmen.
Problem: wenn wir sagen, dass Br ein echter Kausalprozeß sein muss, haben wir einen Regreß!
Lösung/Reichenbach: „Methode der Markierung“: stoppt den Regreß. Daher wird sie auch von W. Salmon bevorzugt:
Bsp wenn ein Kotflügel einen Kratzer aus einem Zusammenstoß mit einer Mauer hat, wird diese Markierung von dem Auto noch lange Zeit später transportiert. Aber der Schatten als Pseudoprozeß transportiert den Kratzer nicht. (FN28). ((s)Vs: Problem: eine große Beule würde auch vom Schatten „transportiert“).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsHume Castaneda Vs Hume, D.
 
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Frank I 214
Subjekt/Objekt/Reflexivität/Castaneda: Tradition: Problem: wie kann sich ein Selbst zur gleichen Zeit sowohl Subjekt als auch Objekt der Erfahrung sein? CastanedaVs: das ist ein fiktives Problem, das von einem monolithischen Selbst ausgeht. Es gibt kein solches Selbst.
CastanedaVsHume: das berechtigt jedoch nicht zu der Humeschen Folgerung, es gebe keine Erfahrung des Selbst!
VsHume: falsche Gleichsetzung des externen SICH selbst mit dem internen sich SELBST.
Es gibt kein externes Selbst aber es gibt ein internes SELBST.
Das interne Selbst ist es, worauf man sich bezieht, wenn man "ich" sagt.
Dann kann man sagen, dass es zwar kein Problem mit dem Selbst gibt, aber ein ernstes Problem mit den Ichen!
Wir können uns ohne Verlust auf die interne Reflexivität konzentrieren.
Selbstbewusstsein/SB/Castaneda: findet in Episoden des Denkens an sich selbst qua sich selbst statt. Der Denker erscheint SICH selbst als er SELBST, d.h. als Ich.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsHume Freud Vs Hume, D.
 
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Hume I 128
BergsonVsHume/FreudVsHume: die Assoziation der Vorstellungen erklärt nur das Oberflächliche. Deleuze: Hume hat nie etwas anderes gesagt. Er war jedoch der Meinung, dass das Formale auch erklärt werden müsse.
Umstände/Hume: er beruft sich oft auf sie, sie bezeichnet stets Affektivität. Auch Substanzen und Modi sowie allgemeine Vorstellungen bedürfen der Umstände.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011
VsHume Vollmer Vs Hume, D.
 
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I 103
Kausalität/VollmerVsHume: kein Laie, aber auch kein Wissenschaftler fühlt sich bei Humes Feststellung wohl. Kausalität/Hume: führt Kausalität auf einen Instinkt zurück, den wir mit den Tieren gemeinsam haben.
Kausalität/KantVsHume: Instinkte können versagen, das Kausalgesetz scheint nicht zu versagen.
I 105
Kausalität/Regularität/VsHume: Bsp obwohl Tag und Nacht regelmäßig aufeinander folgen, sagen wir nicht, dass der Tag die Ursache für die Nacht ist. VollmerVsHume: hat kein überzeugendes Argument dafür!
Vollmer: kein Energieübertrag vom Tag zur Nacht, daher kann das eine auch keine Ursache für das andere sein!
I 106
Kausalität/Energieübertragung/VollmerVsHume: die Häufigkeit ist nicht entscheidend, wie sonst könnten wir die Expansion des Universums (die ja per definitionem einmalig ist) durch den Urknall erklären? Die Energieerhaltung ist für unsere ontologische Interpretation der Kausalität relevant, nicht die Häufigkeit. Sie ist wesentlich für die Möglichkeit eines wirksamen Energieübertrages.
I 107
Allerdings könnte es im Prinzip auch kausale Prozesse geben, bei denen nur die Hälfte der abgegebenen Energie übertragen wird, während die andere Hälfte unter Verletzung des Erhaltungssatzes verschwindet! Umgekehrt braucht die "Ursache" nicht die Gesamtenergie für die Wirkung zu liefern. (Schmetterlingseffekt).
Vollmer: kleine Ursache - große Wirkung? - Ja, aber ohne ein Minimum von Energieübertragung keine Wirkung, keine Kausalität.
II 47
Naturgesetz/Gesetz/allgemeiner Satz/Vollmer: drei Klassen von wahren, allgemeinen Sätzen: 1. zufällig wahre - Bsp alle Kugeln in dieser Kiste sind rot
2. gesetzmäßig wahre ohne Energieübertragung:
Bsp Schwingungsdauer = 2π √(Pendellänge mal Erdbeschleunigung).
3. Kausalgesetze (mit Energieübertragung)
Bsp Erwärmung führt zu Ausdehnung
Damit ist nicht behauptet, diese kausale "Notwendigkeit" verleihe Kausalbehauptungen irgendeinen unangreifbaren Status. Auch hier bleibt es beim hypothetischen Charakter aller unserer Erkenntnis.
Kausalität/VollmerVsHume: dennoch besagen Kausalbehauptungen mehr als bloße Folgebehauptungen: ihr empirischer Gehalt ist größer. Damit sind sie freilich auch leichter zu widerlegen.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsHume Verschiedene Vs Humesche Supervenienz Schwarz I 114
VsHumesche Supervenienz/HS/VsLewis/Schwarz: schwerwiegender: Überlegungen, die zeigen sollen, dass nomologische und kontrafaktische Wahrheiten nicht auf der Verteilung lokaler Eigenschaften supervenieren. Angenommen, es gibt ein grundlegendes Naturgesetz, nach dem bei einem Zusammentreffen von X und Y Teilchen, stets ein Z Teilchen entsteht. Rein zufällig treffen X und Y Teilchen aber nie zusammen. Die Welt w1, in der dieses Naturgesetz (NG) existiert, sähe dann genau so aus, wie die Welt w2, in der es nicht existiert. Beide Welten stimmen in der Verteilung lokaler Eig überein. Aber sie unterscheiden sich in ihren NG und vor allem in ihren kontrafaktischen Wahrheiten. (In w1 entstünde bei einer Kollision ein Teilchen). (Tooley 1977m 669 671, 2003,§4,Armstrong 1983,§5.4,Carroll 1994,§3.1)





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsHume Kripke Vs Kant, I.
 
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I 135
Kant: "alle analytischen Urteile beruhen gänzlich auf dem Satze des Widerspruchs und sind ihrer Natur nach Erkenntnisse apriori, die Begriffe, die ihnen zur Materie dienen, mögen empirisch sein, oder nicht. Denn weil das Prädikat schon vorher im Begriffe des Subjekts gedacht wird, so kann es nicht von ihm verneint werden."
I 181
Eben darum sind auch alle analytischen Sätze Urteile apriori, wenngleich ihre Begriffe empirisch ist sind. Bsp Gold ist ein gelbes Metall. Denn um dieses zu wissen, brauche ich keiner weiteren Erfahrung außer meinem Begriff vom Gold. Wenn das macht eben meinem Begriff diesen Begriff kann ich nur zergliedern, ich kann mich nicht anderswo danach umsehen. Kripke: Kant scheint hier zu sagen, daß Gold einfach gelbes Metall bedeutet.
KripkeVsKant: Hat Kant hierin Recht? Nach Angaben von Wissenschaftlern ist es sehr schwer zu sagen, was ein Metall ist. Wir brauchen auch Kenntnisse über das Periodensystem. Man könnte zur Meinung kommen, es handele sich in Wirklichkeit um zwei Begriffe, einen phänomenologischen und einen wissenschaftlichen, der ihn dann ersetzt. Phänomenologisch: Dehnbar,verformbar, wissenschaftlich: Periodensystem. (Kripke versus).
A posteriori: man kann eine mathematische Wahrheit a posteriori erfahren, indem man einen Computer ansieht oder auch indem man einen Mathematiker fragt. (Bsp notwendig a posteriori). Die philosophische Analyse sagt uns, dass sie nicht kontingent war sein können, und daher ist jede empirische Erkenntnis ihrer Wahrheit automatisch eine empirische Erkenntnis ihrer Notwendigkeit. (KripkeVsHume, KripkeVsKant).

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsHume Nozick Vs Kant, I.
 
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II 12
Hypothese/Wie-ist’s-möglich-Fragen/WIMF/Nozick: eine Hypothese die falsch ist, erklärt nicht, wie etwas möglich ist. Sie erhöht aber vielleicht das Verständnis. Hypothese: muss nicht einmal plausibel sein.
Wie-ist’s-mögliche-Frage: kann so tief gehen, dass die einzigen Antworten, die hinreichend sind, unplausibel sind.
Man sollte auch nicht ausschließen, dass das p, mit dem man die Frage begann, am Ende ausgeschlossen wird. (VsKant).

II 110
Synthese/Selbst/Ich/Nozick: VsKant: VsSynthese: gegen die Sichtweise des sich selbst synthetisierenden Selbst könnte man einwenden, dass es sich nicht selbst als eine Entität lokalisiert, es ist kein "Teil der Einrichtung des Universums". mögliche Lösung:
II 111
Ich/Selbst/Eigenschaft/Tradition: These: das Ich (Selbst) als Eigenschaft. Also nicht als Objekt. Das löst z.B. das Problem der Lokalisation und andere Probleme: 1. Hume: "ich kann mich nicht unabhängig von jedweder anderer Wahrnehmung wahrnehmen.
NozickVsHume: vielleicht hat er nicht richtig gesucht. Er hat nichts bestimmtes unternommen, um nach dem Selbst zu suchen oder?
2. Vorteil: der Ansatz erklär, warum es schwierig ist, sich das Selbst ohne Verkörperung vorzustellen.
3. Es ist schwierig sich vorzustellen, wie das Selbst identisch sein sollte mit irgendwelchem speziellen Zeug.
II 112
Eine Eig ist nie identisch mit dem Objekt. Die Schwierigkeit, die Relation einer Eig zum Objekt zu spezifizieren ist der allgemeine Grund, warum wir das Selbst schwer lokalisieren können, aber das ist kein speziellen Problem der Relation zwischen Selbst und Körper. Eigenschaft/Nozick: es gibt wenigstens zwei Weisen, wie man eine Person mit einer Eig identifizieren kann:
1. mit einer nichtindexikalischen nichtreflexiven Eig: Bsp "Robert Nozick sein"
2. eine Identifikation, deren Feststellung ein reflexives Pronomen der ersten Person gebraucht: Bsp "ich sein". Das führt Reflexivität ein. Und zwar direkt in die Natur des Selbst.
l Problem: es ist obskur, weil es die Reflexivität in das Wesen des Selbst einführt aber es erklärt, warum alle öffentlichen oder physikalistischen Beschreibungen mich außen vor lassen, weil sie nicht reflexiv sind.
Einheit/Vereinigung/Ich/Selbst/Tradition: das Ich verschmilzt mit dem "Einen" aber verschwindet dabei nicht. Das Ich ist eine Eig des Einen, ich bin nicht getrennt davon.
Reflexivität/Eigenschaft: Bsp die reflexive Eig: "ich sein". Problem:
1. P sei die Eigenschaft, reflexiv selbst referierend zu sein.
Leute haben P,. Tische nicht. Ich habe die Eig P, Sie auch,
II 113
aber Sie kraft der Tatsache, dass Sie Sie sind, ich kraft der anderen Tatsache, dass ich ich bin. Wir beide haben die Eig, ich zu sein, aber die Eig ist indexikalisch. D.h. die Eig unterscheiden sich!
Pointe: sie entstehen beide aus derselben nichtindexikalischen Eigenschaft P: reflexive selbst referierend zu sein!

II 318
Handlung/Entscheidung/Willensfreiheit/Wissen/Glauben/Nozick: gibt es eine Parallele zwischen Glauben und Handlungen, nach dem Muster, wie wir im vorigen Kapitel Bedingungen für Glauben und Wissen aufgestellt haben? Glauben steht mit Tatsachen in Verbindung (Kovarianz).
Womit sollen Handlungen in Verbindung stehen?
Wie Glauben auf Tatsachen antworten sollen, sollen Handlungen auf Richtigkeit oder Güte ("bestness" Optimum, "optimale Wünschbarkeit" "das Beste") antworten.
Dann müssen wir die entsprechenden Tatsachen auch kennen.
II 319
Unsere Handlungen müssen sensitiv sein für Richtigkeit oder "das Beste". Bedingungen:
(1) Handlung A ist richtig
(2) S tut A absichtlich (intentional)
(III) wenn A nicht richtig wäre, würde S A nicht absichtlich tun.
(IV) wenn A richtig wäre, würde S A absichtlich tun.
Unterscheidung: "erlaubt"/"das Beste" (nichts besseres). Ähnlich:
"maximal": mehrere maximale möglich: selbst wenn es nichts größeres gibt.
Maximum: nur eins möglich. "größer als alle anderen".
dann:
Richtigkeit:
(3) wenn A nicht erlaubt wäre, würde S A nicht tun
(4) wenn A obligatorisch wäre, würde S A tun.
"das Beste":
(1) A ist das Beste (mindestens maximal, vielleicht Maximum)
(2) S tut A absichtlich
(3) wenn A nicht so gut wie etwas anderes mögliches wäre, würde S A nicht tun
(4) wenn A besser als alles andere wäre, würde S A tun.
II 320
Also können wir hier auch eine Referenz auf ein Motiv M einführen gemäß Bedingungen (3) und (4). Moral/Kant/Nozick: wenn wir zufällig etwas Moralisches tun, können auch unmoralische Motive zugegen sein.
Problem: es könnte sein, dass wenn die Handlung unmoralisch ist, andere nichtmoralische (neutrale) Motive die Person dazubewegen, die Handlung dennoch zu vollziehen.
NozickVsKant: ihm wäre besser gedient mit unseren Bedingungen (3) und (4).
Zusätzlich brauchen wir noch die Berücksichtigung von Methoden (s.o. Bsp Großmutter: würde immer noch glauben, selbst wenn die Tatsachen andere wären.
Bsp Theater/Nuklearreaktor: wenn es kein Theater wäre, würde die Person es via anderer Methode dennoch glauben).
Handlung: ähnlich: Bsp jemand führt eine obligatorische Handlung nach reiflicher Überlegung aus. Wenn sie nicht richtig wäre, wäre ihre moralische Qualität niemals in seine Aufmerksamkeit getreten, dennoch hätte er sich für sie entscheiden können. Nur diesmal ohne Überlegungen zu ihrer Richtigkeit.
Methode/Handlung/Nozick: wie beim Glauben können auch bei Handlungen Methoden gegeneinander abgewogen werden:
Eine Person erfüllt die Kantischen Forderungen, wenn es ein Motiv M gibt, aus dem er a tut, was die Bedingungen (3) und (4) erfüllt, und jedes andere Motiv M’, das (3) und (4) nicht erfüllt, überwogen wird.

II 352
Selbstwahl/SW/Handeln/Moral/Ethik/Willensfreiheit/Nozick: der Begriff einer freien Handlung als in Verbindung mit Richtigkeit (oder "dem Besten") ist gefasst in Begriffen des Resultats. Und weniger als Prozess. Tradition: denkt, dass eine freie Handlung aus einem Prozess der Wahl hervorgeht, die auch ein falsches Ergebnis hätte ergeben können.
Wie nahe können wir dem Prozess der Wahl in einer Simulation kommen?
II 353
Jedenfalls werden wir nicht außerhalb eines Kausalnexus kommen. 1. Locke/Hume/Tradition/Nozick: wir sind nicht frei, wenn unsere Handlungen verursacht wurden.
2. Kant: wir sind frei, wenn unsere Handlungen im Einklang mit der Vernunft stehen
3. freie Handlungen dürfen von gar keiner unabhängigen Quelle verursacht sein,
II 354
sondern müssen aus unserem Wesen entspringen. (Spinoza: nur Gott ist frei). Hegel: kombiniert 2. und 3.:(mit Aristoteles) Vernunft und Denken sind das Wesen des Menschen. Wir sind frei, wenn wir durch ein Gesetz der Vernunft selbstbewusst beschränkt sind, das ein konstitutives Prinzip unserer Natur ist.
Nozick: reicht das? Obwohl unser Handeln aus unserem Wesen entspringt, wären wir dann nicht unfrei in dem Maß, wie wir an unser Wesen gebunden sind?
Könnten externe Quellen nicht genauso bindend für uns sein?
Warum sollte ich wünschen, moralisch zu sein?
Muss ich wünschen, glücklich zu sein?
Warum sollte ich wünschen, rational zu sein?
"Dein Wesen ist Rationalität, tu was rational ist, um dein Wesen zu verwirklichen“.
Warum soll ich mein Wesen verwirklichen? Es ist schlimm genug, dass es so schwierig ist.
„Dein Wesen, das bist du“.
Wenn ich dann nicht wirklich ich bin, muss ich wünschen, ich zu sein? Könnte ich nicht wünschen, der Messias zu sein?
"Aber du hast keine Wahl, du musstest das sein, was du bist".
So, das ist es also, was du mir als Freiheit anbietest.
Objektive Moral scheint etwas unausweichliches zu sein.
kategorischer Imperativ/Nozick: einige lesen ihn so:
"Tu dies, wenn du rational sein willst"
"Tu dies, wenn du frei sein willst" (absurd: Befehl).
Freiheit/Nozick: muss doch etwas sein, was uns nicht bindet.
II 355
Dann kann es keinen freien Willen mit einer objektiven Moral geben. Gesetz/Kant/Nozick: das Gesetz, das uns nicht bindet ist das, das wir uns selbst geben, das nicht aus der Natur geborgt ist, aber von der Vernunft selbst als Notwendigkeit ihrer eigenen Natur gesetzt wird.
Nozick: aber bindet uns nicht auch das?
Könnte man nicht aus ganz anderen Motiven genauso autonom handeln?
NozickVsKant: der Status der Moral in seiner Theorie ist unklar.
Bsp Angenommen, jemand findet heraus, was der kategorische Imperativ will und tut dann das Gegenteil. "Aber was für ein Motiv könnte er dafür haben?"
Vielleicht will er bloß Autonomie? Die Chancen dafür stehen nicht gut.
Moral/Freiheit/Nozick: These: muss nicht nur von uns selbst gewählt sein, sie muss auch durch etwas gegeben sein, das seinerseits etwas gewähltes ist!
Nur etwas, das aus einem gewählten Wesen erwächst, wird uns nicht binden. Aber wenn das Wesen gewählt ist, inwiefern soll es dann unausweichlich sein? (>Selbst Wahl).

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
VsHume Vollmer Vs Kant, I.
 
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I 25
VollmerVsKant: heute glaubt man nicht mehr, dass seine Kategorien notwendig sind. Auch die Naturgesetze haben nicht die allgemeine und notwendige Geltung!
I 84
Theorie/Vollmer: reicht weiter als unser Mesokosmos: Das verstehen aber viele Philosophen nicht:
VsKant,
Vsanalytische Philosphie: Alltagssprache
VsPositivismus
VsPhänomenalismus: z.B. Mach: Sinnesempfindung ist alles. VsOperationalismus: jeder Begriff müsse in mesokosmischen operationalen Termini definiert werden.
Vollmer: dennoch kommen wir nicht umhin, jedes Objekt, jede Struktur der empirischen Wissenschaft mit menschlichen (also mesokosmischen) Erfahrungen zu verbinden.

I 103
Kausalität/KantVsHume: Instinkte können versagen, das Kausalgesetz scheint nicht zu versagen. Kausalität/VollmerVsKant: was Kant beschreibt, ist bestenfalls ein normaler erwachsener Kulturmensch.
Evolutionäre Erkenntnistheorie: Biologie statt synthetisches Apriori. Lediglich mesokosmisch angemessen.
I 173
Erkenntnistheorie/VollmerVsKant: dieser sieht nicht, dass das Gebiet seiner traditionellen Erkenntnistheorie viel zu eng ist. Er bemerkt nicht den Unterschied zwischen mesokosmischer und theoretischer Erkenntnis
Er kann folgende Fragen nicht beantworten:
Wie entstehen unsere Kategorien?
Warum haben wir gerade diese Anschauungsformen und Kategorien?
Warum sind wir gerade an diese apriorischen Urteile gebunden und nicht an andere?
Kant gibt falsche Lösungen für folgende Probleme:
Sollten wir die Idee einer organismischen Evolution akzeptieren?
Warum können wir einander verstehen?
Wie ist intersubjektives Wissen möglich?
Können die Kategorien als vollständig erwiesen werden? (Vollmer: Nein!)
Können sie wissenschaftlich gerechtfertigt werden?

I 193
synthetische Urteile a priori/VollmerVsKant: bis heute hat noch niemand ein einziges Exemplar solcher Urteile geliefert. Obwohl sie logisch möglich erscheinen.
I 196
Deduktion/Kategorien/Kant/Vollmer: man muss sich klarmachen, dass Kant mit seiner "Deduktion" nicht einmal beabsichtigt, eine Rechtfertigung für spezielle Kategorien zu geben. Er zeigt lediglich, wie sie benutzt werden. Kategorien/Kant/Vollmer: als Begriffe können sie nicht wahr oder falsch sein (w/f).
Zu jeder Kategorie gibt es aber ein Prinzip des Verstandes, das aufgrund seines transzendentalen Charakters ein Naturgesetz liefert. Deshalb kann eine Diskussion (und mögliche Rechtfertigung) der Kategorien durch eine der zugehörigen Gesetze ersetzt werden.
I 197
Prinzipien des reinen Verstandes/Kant/Vollmer: vier Gruppen: 1. Axiome der Anschauung Anwendbarkeit der euklidischen Geometrie auf
a. Objekte, - b. Zustände, und - c. Prozesse.
2. Antizipationen der Wahrnehmung
a. Stetigkeit des Raums, - b. Stetigkeit der Zeit, - c. Stetigkeit physikalischer Prozesse
3. Analogien der Erfahrung
a. Beharrung der Substanz, b. universelle Kausalität, c. universelle Wechselwirkung der Substanzen.
4. Postulate des empirischen Denkens überhaupt.(hier nicht Prinzipien, sondern Definitionen) .
I 199
VollmerVsKant: zeigt nirgends, dass seine Rekonstruktion die einzig mögliche ist. Seine Darstellung der Newtonschen Physik ist wohl nicht angemessen. Physik/Kant/VollmerVsKant/Vollmer: Materie: hält er für unendlich teilbar (NewtonVs).
Trägheitsprinzip: hat er nicht verstanden, denkt fälschlich, jede Zustandsänderung bedürfe einer äußeren Ursache. Gleichförmige Bewegung braucht jedoch keine Ursache!
Dachte fälschlich, Gewehrkugeln erreichten ihre höchste Geschwindigkeit erst einige Zeit nach Verlassen des Laufs. (TrägheitsprinzipVs).
Hat Infinitesimalrechnung nie beherrscht
Hat das Wesen der experimentellen Methode nie ganz verstanden. hat die Rolle der Erfahrung unterschätzt.
I 202
Intersubjektivität/Kant/Vollmer: mit Tieren sollte Intersubjektivität unmöglich sein. Es sollte unmöglich sein, mit Schimpansen zu kommunizieren. Schlimmer noch: eigentlich sollten wir uns gegenseitig nicht verstehen. Denn es gibt nach Kant keinen Grund, warum die kognitiven Strukturen der anderen Menschen mit meinen identisch sein sollten.
Grund: Erkennen und Wissen sind für Kant an die transzendentalen kognitiven Strukturen jedes einzelnen gebunden und darauf beschränkt. Daher könnte sie auch völlig idiosynkratisch sein.
Intersubjektivität/Vollmer: glücklicherweise gibt es sie auf der Erde. Der Transzendentalphilosoph kann das als Faktum registrieren. Erklären kann er sie nicht.
VollmerVsKant: der Ursprung der Intersubjektivität bleibt für Kant rätselhaft, unerklärlich, eine überraschende empirische Tatsache.
Vollmer: Intersubjektivität wird natürlich von der EE erklärt.
EE/Vollmer: unsere Raumanschauung ist dreidimensional, weil der Raum es ist. Sie ist zeitlich gerichtet, weil reale Prozesse es sind. (PutnamVs).
I 208
Erkenntnis/VollmerVsKant: offensichtlich müssen wir zwei Erkenntnisstufen unterscheiden: 1. Wahrnehmung und Erfahrung sind auf evolutionären Erfolg hin ausgerichtet und daher hinreichend korrekt.
2. Wissenschaftliche Erkenntnis ist nicht auf evolutionären Erfolg ausgerichtet.
Kant trifft diese Unterscheidung nicht.
I 210
VollmerVsKant: aus der Tatsache, dass jede faktische Erkenntnis mit mesokosmischen Mitteln getestet wird, schließt er fälschlich, dass sie auch auf den Mesokosmos beschränkt sei.
I 304
Ding an sich/Messen/Vollmer: wir messen zwar die Länge eines Körpers mit irgendeinem Maßstab, trotzdem sprechen wir von der Länge des Körpers. (sic: Referenz auf „Ding an sich“ durch Vollmer).
I 305
Wissen/VollmerVsKant: unser Wissen ist zwar nie absolut sicher, aber es unterscheidet sich doch ganz erheblich vom Wissen über Erscheinungen.
I 306
Zwar mag vieles unbekannt sein, aber es gibt kein Motiv, hinter der Welt noch eine unerkennbare Wirklichkeit an sich zu postulieren.
I 307
VollmerVsKant: die "nackte Wirklichkeit" kann von uns zwar nicht gesehen, wohl aber erkannt werden!
II 48
Def Natur/Kant: das Dasein der Dinge, sofern es nach allgemeinen Gesetzen bestimmt ist. Natur/VollmerVsKant: unnötig eng und petitio principii: weil die Allgemeingültigkeit der Kategorien dadurch zu einer analytischen Konsequenz dieser Definition wird. (Zirkulär).

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsHume Brandom Vs Locke, J.
 
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II 54
BrandomVsHume, BrandomVsLocke: wir sollten das herunterspielen, womit sie sich herumgeschlagen haben, die Ähnlichkeit mit Tieren. (Auch Dennett, als Naturalist). Wir sind kulturelle und nicht bloß natürliche Wesen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsHume James Vs Mill, J. St.
 
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I 55
JamesVsHume, JamesVsMill : "Assoziationismus": sieht in gedanklichen Vorstellungen und Erfahrungen nur Widerspiegelungen wahrnehmbarer Eindrücke, die durch Einwirkung auf den Organismus Vorstellungen erzeugen. James: Dieser "Determinismus" erklärt wohl die Empfindungen von Einzelheiten, aber nicht die Erfahrungen von Willensäußerungen, Gefühlslagen, Rationalität, Erinnerungen.
VsHume Verschiedene Vs Millikan, R. Millikan I 90
Satz/Überzeugung/Sprache/Denken/Millikan: es scheint klar, dass wenn wir keine Überzeugungen hätten, wir aufhören würden, zu sprechen bzw. Sätze mit Bedeutung zu äußern. Aber warum ist das klar? Wir brauchen eine andere Erklärung (s.u.).
Satz/Intentionalität/Millikan: These: ein Satz (und jedes andere typisch intentionale Muster) ist intentional wegen Eigenfunktionen und Normalen Relationen, die dieses Muster zu einem Produzenten und einem Interpreten hat. Diese beiden sind kooperierende Einheiten in diesem Prozess.
Pointe: dann sind Sätze doch grundlegend intentional und haben keine abgeleitete Intentionalität. (MillikanVsTradition, MillikanVsSearle).
((s) Intentionalität/Millikan/(s): muss sich dann nicht mehr auf das Mentale berufen. )
VsMIllikan: man könnte einwenden, dass Intentionalität doch mit dem Mentalen verbunden sein muss, weil die Analyse der Intentionalität von Gedanken oder innerer Repräsentationen wenigstens im Einklang mit Prinzipien geschehen müsste, nach denen Bewusstsein und das Mentale selbst analysiert werden muss.
Relation/VsMillikan: die von Millikan angebotenen Relationen seien bloß externe. Bestenfalls korrelieren sie Veränderungen des Bewusstseins mit Veränderungen in der externen Welt. Sie liegen selbst außerhalb des Geistes und außerhalb des Bewusstseins.
Bewusstsein/Tradition: sei aber ein Bewusstsein der Welt, nicht bloß Bewusstsein der Veränderungen seiner selbst.
I 91
Tradition: wir erfahren unser Bewusstsein direkt. MillikanVsTradition: was soll das für eine Erfahrung der Intentionalität sein? Was für eine Kraft soll dieses Argument haben?
Die Kraft müsste epistemisch und rational sein.
Unkorrigierbarkeit/MillikanVsTradition: die Erfahrung des Bewusstseins (Erfahrung der Intentionalität) müsste etwas Unfehlbares haben. Wir müssten dann auch ein unmittelbares Verstehen haben. Es müsste auch die Existenz von Intentionalität und Bewusstsein annehmen, denn sonst könnte die Erfahrung ja nicht „in“ ihr sein.
Bewusstsein/Tradition: nimmt an, dass das Bewusstsein durchsichtig (transparent) sei. Und daher könne sie nicht allein aus externen Relationen zur äußeren Welt bestehen, und seien diese naturnotwendig.
MillikanVsVs: Angenommen, wir lehnen dieses epistemisch rationalistische Bild ab, d.h. wir leugnen, dass es „epistemisch Gegebenes“ gibt. Dann könnten wir zugeben, dass sich Leute manchmal ihrer Gedanken bewusst sind. Aber wir könnten aufrechterhalten, dass dieses Bewusstsein (awareness) teilweise eine externe Relation ist. Die „Innenseite“ dieses Gefühls (Bewusstsein, awareness)
I 92
gibt keine Garantie dafür, dass es die Innenseite einer echten Bewusstseinsrelation (awareness Relation) ist. Bewusstsein/Millikan: selbst Bewusstsein von Bewusstsein ist kein unmittelbares Objekt. Es gibt nichts durchsichtiges am Bewusstsein.
Pointe/Millikan: das ist beunruhigend, weil daraus folgt (negative These), dass es möglich ist, dass wir nicht wissen, was wir denken! ((s) DavidsonVsHume: dito). D.h. aus dem Akte des Bewusstseins selbst heraus ist nichts garantiert.
Rationalismus/rationalistisch/Intentionalität/Bewusstsein/MillikanVsRationalismus/Millikan: die traditionelle rationalistische Sicht des Bewusstseins und der Intentionalität führt ein eine Sackgasse nach der anderen.




VsHume James Vs Rationalismus
 
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I 57
Rationalismus/James: Dennoch entwickelt James eine Position des radikalen Empirismus (VsRationalismus, VsEmpirismus der von Hume vertreten wird.). JamesVsHume: um radikal zu sein, darf der Empirismus weder Elemente hineinnehmen, die nicht direkt erfahrbar sind, noch Elemente ausschließen, die direkt erfahren werden.

Horwich I 24
Wahrheiten/James: im Plural haben sie nur das gemeinsam, dass sie sich auszahlen. Wahrheit/JamesVsRationalismus: wird hergestellt.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsHume Anscombe Vs Reid, Th.
 
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Prior I 124
Gedankenobjekt/Anscombe: (wie Reid, wie Findlay): Intentionalität sollte behandelt werden, als das, was sie ist "und nicht ein ander Ding". AnscombeVsReid: Empfindungsobjekt, Wahrnehmungsobjekt: näher am Denken, als bei Reid.
I 126
Intentionalität/Unbestimmtheit/Gedankenobjekte/Anscombe: 2. Eigenschaft: ihre "Unbestimmtheit".: Bsp ich kann einen Mann denken, ohne an einen Mann mit bestimmter Größe zu denken, aber ich kann keinen Mann schlagen, ohne einen Mann mit bestimmter Größe zu schlagen.
Denn es gibt keinen Mann mit unbestimmter Größe (wohl aber als Gedankenobjekt).
3. Eigenschaft: (Wie Findlay, VsReid):
wenn ich an einen bestimmten Mann denke, ist es möglich, dass nicht jede wahre Kennzeichnung (Beschreibung) von ihm eine ist, unter der ich an ihn denke. (>DavidsonVsHume).
(Bsp >Quine. Tullius, Cicero).
Bsp Anscombe: jemand hält seinen Vater für einen Hirsch.
Vater: "materielles Objekt" (des Zielens!).
Bsp ein Stamm verehrt einen Gott: materielles Objekt: nichts als ein Stück Holz. Intentionales Objekt: Gott.
Pointe: vielleicht war der "Vater" nur ein dunkler Fleck vor dem Laubwerk, aber der dunkle Fleck war wirklich da!
Halluzination/Prior: liefert keine Kennzeichnung! ((s) Nicht öffentlich).
Intentionalität/Gedankenobjekte/Anscombe: gibt selbst hier eine Warnung.
Bsp Man kann nicht sagen: "Sie verehren nichts"!
Das würde implizieren, dass kein Satz der Form:
"Sie verehren das soundso " (Kennzeichnung) wahr ist.
sondern nur: "Das, was sie verehren, ist nichts". (de re, de dicto).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsHume Mackie Vs Searle, J.R.
 
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Stegmüller IV 188
naturalistischer Fehlschluss/SearleVsHume: man könnte vorsichtige Prämissen formulieren, die das Problem umgehen: 1) Hans: "Hiermit verspreche ich dir, Peter, 10 Mark zu zahlen"
2. Hans versprach, Peter 10...
3) Hans ging die Verpflichtung ein...
4) Hans ist verpflichtet...
5) Hans soll...
IV 189
Dabei ist vorausgesetzt, dass es keine konkurrierenden Ansprüche oder Entschuldigungen gibt. Searle: Lösung durch "institutionelle Tatsache".
institutionelle Tatsache/MackieVsSearle: verwechselt zwei Betrachtungsweisen von "Institution":
a) von außen. Bsp beim Schach sind die Regeln nicht verinnerlicht für den Lebenszusammenhang.
b) innerhalb der Institution: hier sind die Regeln verinnerlicht, wir können nicht heraustreten.
1. Die fünf Schritte von Searle sind nur eine Beschreibung von außen.
Satz (5) ist nichts als eine Beschreibung der Institution des Versprechens von außen. (deskriptiv).
IV 190
Nichts als Ableitung einer Tatsachenaussage aus anderen Tatsachenbehauptungen. 2. Oder man spricht von einer Konklusion innerhalb der Institution, dann ist (5) eine normative Aussage. Die Schwierigkeit liegt dann im Übergang von (2) nach (3).
Dann wäre (3) besser : "Hans machte den Versuch, sich Peter gegenüber zu verpflichten..."
Um zu (4) als einer normativen Aussage zu kommen, müsste (3) aber in der ursprünglichen Fassung zur Verfügung stehen.
Das Problem rührt daher, dass wir Versprechen nicht von außen lernen, sondern immer in Lebenssituationen.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsHume Hume Vs Thomas v. Aquin
 
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Fraassen I 212
Gottesbeweis/HumeVsThomas v. Aquin/Fraassen: unsere neue Auffassung (moderne Analogie) ist nicht der Kritik von Hume ausgesetzt. HumeVsThomas v. Aquin: auch wenn der Regreß in der Verursachung oder Erklärung ein Ende haben muss,
I 213
gibt es keinen Grund anzunehmen, dass dieses Ende (Endpunkt) nicht das Universum (Welt) selbst (statt Gott) sein sollte. Problem: denn wenn die Welt nur durch Referenz auf Gottes Willen verständlich ist, wie sollen wir dann Gottes Willen verstehen? Und wenn wir ihn nicht verstehen können, warum sollen wir dann nicht beim Universum haltmachen?
VsHume: alle Gegenargumente scheinen auf der Annahme zu beruhen. dass Gott wesentlich vom Universum verschieden ist. Gott selbst verlangt keine Erklärung oder Begründung.
Fraassen: das mag für Gott gelten, dennoch gibt es für unsern Fall ein mögliches Gegenargument: und zwar wie folgt:
Erklärung/Fraassen: in Bezug auf Erklärung gibt es keinen Unterschied zwischen Galvanometern und Elektronen. Statt dessen: Mikrostruktur (MiSt).
MiSt/VsFraassen: sie zu fordern heißt nicht, an einen kosmischen Zufall zu appellieren. Dass Bsp Nebelkammern und Galvanometer sich so verhalten, ist selbst dann noch überraschend, wenn es theoretische Entitäten wie Elektronen gibt. Denn es ist erstaunlich, dass es eine solche Regularität im Verhalten der Elektronen geben sollte. Wenn wir nicht metaphysisch gesinnt sind, sollten wir froh sein, dass unser Bezug auf die QM Ordnung da rein gebracht hat. Denn den zugrundeliegenden (prior, nicht zeitlich) Zufall (coincidence) verstehen wir nicht. Wenn wir dann weiter fragen, was bringt die Mikro-Dinge derselben Art dazu, sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in derselben Weise zu verhalten, haben wir einen neuen übertriebenen Realismus.
FraassenVsVs:
Erklärung/Regularität/Fraassen: These: es sind nur Regularitäten der beobachtbaren Phänomene, die erklärt werden müssen! theoretische Entitäten/Fraassen: die Frage, warum sie sich so verhalten, wie sie es tun, ist eine Frage auf einer anderen Ebene als der der Erklärung. Denn dann gibt es zwei Möglichkeiten:
a) es gibt eine weitere, noch unerklärte Regularität oder
b) es gibt die Vermutung, dass unsere Theorie noch verbessert werden kann, indem sie vereinfacht wird.
In keinem der beiden Fälle verlangen die Regularitäten hinter den Phänomenen eine Erklärung.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsHume Armstrong Vs Tooley, M.
 
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III 104
Tooley: wenn Relation zwischen Universalien Wahrmacher sind, dann sine diese "atomare Tatsachen". dann könnten die Standardprinzipien der Bestätigungstheorie eine Wahrscheinlichkeit > 0 zuschreiben.
III 105
ArmstrongVsTooley: das ist eine Anfangsmöglichkeit oder logische Möglichkeit einer Tautologie. da sollten Empiriker Zweifel haben. ForrestVsTooley: es könnte unendlich viele mögliche Universalien geben. Wäre dann die zuschreibbaren Anfangswahrscheinlichkeiten nicht infinitesimal klein? Das wäre keine Rechtfertigung für die Induktion.
VsInduktion/VsBeste Erklärung: der induktive Skeptizismus könnte bezweifeln, daß es wirklich die beste Erklärung wäre, fundamentaler: warum sollten die Gleichförmigkeiten (GF) der Welt überhaupt eine Erklärung haben?
GF/Berkeley: durch Gott. Dieser könnte die "Naturgesetze" auch morgen abschaffen.
Berkeley/Armstrong: darauf zu antworten heißt schon, die Möglichkeit zuzugestehen. Wir haben keine Garantie, daß die Beste Erklärung das beste Schema ist. Aber es ist informativ.

Arm III 120
Dann wären alle Universalen nur Substanzen im Humeschen Sinn: d.h. etwas, das logisch möglicherweise eine unabhängige Existenz hat.
III 121
ArmstrongVsHume/ArmstronVsTooley: es ist falsch, sich Universalien so vorzustellen. Dann gibt es Probleme, wie Universalien mit ihren Einzeldingen (ED) zusammenhängen sollen. Bsp wenn eine Rel zwischen ED a und b etwas ist, was einer unabhängigen Existenz fähig ist , ohne a und b, und irgendwelcher anderer ED, wird es dann nicht wenigstens eine weitere Rel geben müssen, um sie mit a und b in Verbindungen zu bringen?
Und wenn diese Rel. nun selbst uninstantiiert sein kann, (z.B. in einem Universum mit Monaden!) dann steht diese Rel genauso in Frage usw. ad infinitum. (Bradleyscher Regreß).
Dem kann man nur entgehen, wenn Universalien bloß abstrakte Faktoren von Zuständen sind (aber real).

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsHume Hume Vs Tradition
 
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II 264
Theodizee/Hume: könnte man nicht sagen, dass bei allem Glück und Wohlbehagen doch überwiegen? Daraus könnte man dann den Schluss ziehen, dass der Schöpfer zwar nicht ein unendliches, aber immerhin ein überwiegendes Maß an positiven Eigenschaften hat. Hume: eine unvoreingenommene Betrachtung der Welt kann uns nicht dazu führen, sie für die Schöpfung eines sehr guten, weisen, und mächtigen, wenngleich nicht allmächtigen Wesens zu halten.
HumeVsTradition: der unter Theologie gebräuchliche Hinweise auf die Begrenztheit des Verstands hilft nicht weiter: der Mensch muss sich ein Bild machen aufgrund dessen, was er weiß, und nicht aufgrund dessen, wovon er keine Kenntnis hat.
II 264/265
Hume: allgemeiner Grund ist tiefer: Kausalität: es ist unzulässig, aus einer unbestimmten Wirkung (Mischung von Glück und Unglück in der Welt) auf eine bestimmte Ursache zu schließen! Es ist unzulässig, einer aus einer bestimmten Wirkung geschlossenen Ursache andere Eigenschaften zuzuschreiben, als diejenigen, die zur Hervorbringung eben dieser Wirkung erforderlich ist.
VsHume: ist das nicht zu restriktiv, könnten naturwissenschaftliche Erklärungen überhaupt das Wissen erweitern, wenn man über die Ursachen der Phänomene nichts aussagen dürfte, was nicht in den Phänomenen selbst schon enthalten ist?
HumeVsVs: sieht dieses Problem und trägt ihm Rechnung. Bsp wenn wir am Meeresstrand einen einzelnen Fußabdruck entdecken, schließen wir auf einen zweibeinigen Menschen und nicht auf einen Einbeinigen!
Wir schließen also durchaus auf etwas, in der Ursache, das in der Wirkung nicht enthalten ist.
Lösung/Hume: Unterschied: Bsp im Fall des Fußabdrucks haben wir vorgängige Kenntnis über Menschen, die Fußabdrücke verursachen. Und zwar aus unmittelbarer Erfahrung. Wir haben aber keine Erfahrung mit verschiedenen Schöpfern, die Universen erzeugen.
II 266
Wir kennen die Welt dagegen ausschließlich aus ihrer Wirkung!
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997
VsHume Searle Vs Tradition
 
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John R. Searle
II 28
Überzeugung/SearleVsTradition: sie ist eben nicht eine Art Bild! Sie ist einfach eine Repräsentation, d.h. sie hat einen propositionalen Gehalt, der die Erfüllungsbedingungen festlegt und einen psychischen Modus, der die Ausrichtung festlegt.
II 49
SearleVsTradition: Überzeugungen und Wünsche sind nicht die grundlegenden intentionalen Zustände. Man kann sich seines Wunsches oder seiner Überzeugungen auch schämen.
II 160
Tradition: man hat niemals ein Verursachungserlebnis. SearleVsTradition: man hat nicht nur häufig ein Verursachungserlebnis, sondern jedes Wahrnehmungs oder Handlungserlebnis ist in der Tat genau ein solches Verursachungserlebnis!
SearleVsHume: er hat eine falsche Stelle gesucht, er suchte eine Kraft.

II 190
Bsp Skifahren: traditionelle Auffassung: zunächst: Wort auf Welt Verursachungsrichtung. Man leistet der Anweisung Folge, das Gewicht auf den Talski zu legen.
II 191
Bei zunehmender Geschicklichkeit ändert sich das. Die Anweisungen wirken unbewusst, aber immer noch als Repräsentation. Bewusst machen wird in Zukunft hinderlich wie beim Tausendfüßler. SearleVsTradition: die Regeln werden nicht verinnerlicht, sondern sie werden immer unwichtiger! Sie werden nicht unbewusst "fest verdrahtet" sondern sie gehen in Fleisch und Blut über.
II 192
Vielleicht werden Sie als Nervenbahnen realisiert und machen die Regeln einfach überflüssig. Die Regeln können sich in den Hintergrund zurückziehen. Der Anfänger ist unflexibel, der Fortgeschrittene flexibel. Das macht die kausaler Rolle der Repräsentation hier überflüssig! Der Fortgeschrittene folgt nicht den Regeln besser, erfährt anders Ski!
Der Körper übernimmt das Kommando und die Intentionalität des Fahrers wird auf den Rennsieg konzentriert.
II 192/193
Hintergrund/Searle: befindet sich nicht an der Peripherie der Intentionalität, sondern durchdringt das ganze Netzwerk intentionaler Zustände.
II 228
Name/Gegenstand/direkte Rede/Zitat/Tradition/Searle: Bsp der Sheriff äußerte die Worte »Mr. Howard ist ein ehrlicher Mann«.
II 231
Nach der traditionellen Auffassung beinhaltet die wörtliche Rede hier überhaupt keine Wörter! (Sondern Namen.)
II 232
SearleVsTradition: natürlich können wir mit Wörtern über Wörter sprechen. Außerdem werden hier keine neuen Namen geschaffen, die syntaktische Position erlaubt häufig nicht einmal die Einsetzung eines Namens.
II 233
Bsp Gerald sagte, er werde Henry. (Ungrammatisch).
II 246
de dicto/intensional/SearleVsTradition: Bsp "Reagan ist derart, dass Bush ihn für den Präsidenten hält." Searle: der Fehler bestand darin, aus der Intensionalität von de dicto-Berichten auf die Intensionalität der berichteten Zustände selbst zu schließen. Doch aus dem Vorhandensein zweier verschiedener Berichttypen folgt einfach nicht, dass es zwei verschiedene Arten von Zuständen gibt.

III 165
Realismus/Tradition/Searle: die alte Streitfrage zwischen Realismus und Idealismus handelte von der Existenz der Materie oder von Objekten im Raum und Zeit. Der traditionelle Realismus beschäftigte sich mit der Frage, wie die Welt in Wirklichkeit ist. Realismus/SearleVsTradition: das ist ein tiefgreifendes Missverständnis! Der Realismus ist keine These darüber, wie die Welt tatsächlich ist. Wir könnten uns völlig im Irrtum darüber befinden, wie die Welt in allen ihren Einzelheiten ist, und der Realismus könnte immer noch wahr sein!
Def Realismus/Searle: der Realismus ist die Ansicht, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt, die von allen menschlichen Repräsentationen logisch unabhängig ist. Er sagt nicht, wie die Dinge sind, sondern nur, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt. (Dinge hier nicht nur materielle Gegenstände).

V 176
Prädikat/Bedeutung/Searle: aber ist die Bedeutung des Prädikatausdrucks eine sprachliche oder eine nichtsprachliche Entität? Searle: sie ist in einem ganz gewöhnlichen Sinne eine sprachliche Entität. Kann aus der Existenz einer sprachlichen Entität die Existenz einer nichtsprachlichen Entität folgen?
Existenz/Sprache/Universalien/SearleVsTradition: aber die Behauptung, dass irgendwelche nichtsprachlichen Entitäten existieren, kann niemals eine Tautologie darstellen.

IV 155
Hintergrund/Searle: was bedeutet "Anwendung" von Hintergrundannahmen? Der Bedeutungsbegriff soll für uns gewisse Aufgaben erledigen. Nun kann derselbe Gegenstand zu verschiedenen Zeiten relativ zu verschiedenen Koordinatensystem von Hintergrundannahmen verstanden werden, ohne mehrdeutig zu sein.
((s) Er ist in der jeweiligen Situation eindeutig).
VI 156
SearleVsTradition: hier geht es auch nicht um die Unterscheidung Performanz/Kompetenz.
IV 157
Es gibt keine scharfe Trennung zwischen der Kompetenz eines Sprechers und seinem Wissen über die Welt.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsHume Mackie Vs Verschiedene
 
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Stegmüller IV 399
"Kalam" Argument: (verbreitet unter islamischen Gelehrten): arbeitet mit Paradoxien der Unendlichkeit um zu zeigen, dass es keine aktuale Unendlichkeit geben kann. (>Al Ghassali). Unendlichkeit/MackieVsKalam Argument: die Möglichkeit einer unbegrenzten Vergangenheit kann nicht aus rein logischen Gründen ausgeschlossen werden!
MackieVsKant: dieses Vorurteil findet sich auch in der These zur ersten Antinomie.
IV 400
Kalam Argument/Al Ghassali: nichts, was in der Zeit entsteht, entsteht aus sich selbst heraus. ("Vernunftnotwendigkeit"). Daher bedarf es eines Schöpfers. MackieVsAl Ghassali: 1. wissen wir das wirklich aus Vernunftnotwendigkeit?
2. Es ist nicht einzusehen, weshalb einerseits ein unverursachtes Ding unmöglich sein soll, andererseits aber die Existenz eines Gottes mit der Macht, aus nichts etwas zu schaffen, akzeptabel sein soll!
Gott/Mackie/Islam: dieser Gottesbegriff wirft selber schwierige Probleme auf:
1. Ist Gott innerhalb der Zeit einfach entstanden?
2. Hat er immer schon in einer unendlichen Zeit existiert? Damit wäre die abgelehnte aktuale Unendlichkeit wieder eingeführt!
3. Hat Gott eine nicht zeitliche Existenz: das wäre wieder ein unfaßbares Mysterium.
Mackie: außerdem muss man zusätzlich annehmen,
a) dass Gottes Existenz und Schöpfermacht sich selbst erklärt und
b) dass die unerklärte Existenz einer materiellen Welt unverständlich und damit unannehmbar wäre.
IV 401
Existenz/MackieVsLeibniz: wir können keinen Grund a priori dafür angeben, dass Dinge nicht ohne Verursachung einfach entstehen! Kosmologie/Gottesbeweis/Existenz/Mackie: Problem: entweder der Begriff der "causa sui" ist sinnvoll oder nicht.
a) er ist nicht sinnvoll: dann fällt die kosmologische Annahme, dass für den Beginn der materiellen Existenz eine göttliche Ursache angenommen werden muss.
b) er ist sinnvoll, dann kann er auch der Materie selbst als Eigenschaft zugesprochen werden!

Stegmüller IV 447
Def Gott/Feuerbach: "Gott ist das von aller Widerlichkeit befreite Selbstgefühl des Menschen". Religion/Feuerbach: Utopie einer besseren Religion: diejenige Freiheit von allen Begrenzungen der Individuen, die die traditionellen Religionen Gott andichteten, finde man in der Menschheit als ganzer wieder.
MackieVsFeuerbach: die Menschheit als ganze ist zweifellos nicht von allen Begrenzungen der Individuen frei, sie ist nicht allmächtig, nicht allwissend, nicht vollkommen gut. (s.o.: Gesamtheit als falsches Subjekt, kann gar nicht handeln.

IV 472
Theodizee/Glaube/Stegmüller: Argument: Gott habe die Erde zu einem Jammertal gemacht, damit die Menschen ein religiöses Bedürfnis entwickeln. MackieVs: nur eine allzumenschliche Gottheit könnte Menschen so unterwürfig wollen.
Theodizee/Gruner: unterstellt dem Skeptiker die Forderung nach einer von allen Übeln befreiten Welt. Diese Forderung weist er als widersprüchlich zurück.
MackieVsGruner: er verschiebt die Beweislast. Der Skeptiker fordert gar nichts.

IV 271
Ethik/Erziehung/Rousseau: Eltern und Lehrer sollten sich jeder vorrationalen Unterweisung der Kinder enthalten. MackieVsRousseau: verständlich, aber unrealistisch.

Stegmüller IV 502
Religion/Glaube/Wittgenstein: Bsp wenn einer eine Wahl trifft, taucht in seinem Geist stets das Bild der Vergeltung auf. Bedeutung/Mackie/Stegmüller: eine Möglichkeit: der Glaubende will seine Äußerungen wörtlich verstanden wissen, Er hält an einer Tatsachenbehauptung fest. Ungeachtet dessen dienen solche Äußerungen aber nach außen dazu, sein Verantwortungsgefühl zu stützen und zu rechtfertigen. Dann wäre sein Glaube nach Wittgenstein Aberglaube!
Wenn er nach Beweisen gefragt wird, hält er seine Äußerungen nicht für wahrheitsfähig. Doch dann wechselt er wieder den Standpunkt und glaubt ganz wörtlich das, was er glauben muss.
Andere Möglichkeit: Glauben hat wörtliche Bedeutung, aber vergleichbar mit Romanhandlung, Fiktion. Man kann akzeptieren, dass die entsprechenden Werte eine Bedeutung für das Leben haben.
IV 503
Danach könnten wir nur in unserem praktischen moralischen Denken annehmen, dass es einen Gott gibt. T. Z. Phillips: wenn man die Fragen nach Gott und Unsterblichkeit wörtlich, d.h. als Tatsachenfragen versteht,. dann ist die von Hume gegebene skeptische Antwort korrekt.
These: man kann und muss religiöse Überzeugungen und Aussagen so deuten, dass die Kritik von Hume irrelevant wird! Es ist wahr, .dass ontologischer und teleologischer Gottesbeweis nicht zu halten sind.
Die Realität Gottes darf aber nicht als die Wirklichkeit eines Gegenstands gedeutet werden, "Gott" ist nicht der Name eines einzelnen Wesens, es bezieht sich auf nichts.
IV 504
Nach Phillips missversteht der Metaphysiker die alltäglichen Bedeutungen der Wörter. MackieVs: man löst die echten Probleme des Skeptizismus nicht dadurch, dass man ihn auf den normalen Sprachgebrauch verweist. So wenig, wie die ordinary language Philosophen etwas VsHume ausgerichtet haben.

Glauben/Religion/Phillips: magische und religiöse Sprache sollte man im Sinn von Ausdruckshandlungen deuten.
Mackie pro, aber: es ist falsch zu sagen, dass eine expressive Sprache nicht zugleich im wörtlichen Sinn beschreibend sein könne.
IV 504/505
Glaubenshandlungen sind beides: sowohl Weisen, Glück und Unglück in der Welt zu begegnen, als auch, sie zu erklären. Religion/Glauben/R. B. Braithwaite: These: der Kern des christlichen Glaubens besteht in der Entschlossenheit, nach den Prinzipien der Moral zu leben. Damit gehen die "christlichen Erzählungen" einher, die der Christ aber nicht wörtlich zu glauben braucht! Es sind religiöse Einstellungen!
PhillipsVsBraithwaite: die Grammatik von "glauben" und "wahr" sei in religiösen Überzeugungen nicht dieselbe wie in empirischen Aussagen. (>Wittgenstein).
MackieVs: damit verlieren wir jeden festen Grund unter den Füßen! Mit Recht gebraucht Braithwaite die üblichen Begriffe von Wahrheit und Falschheit!
IV 506
MackieVsPhillips: es gibt gar keine Alternative zu derjenigen, die Phillips verwirft, nämlich entweder im Aberglauben zu verharren, oder die Religion zu reduzieren, so dass die "Grundmerkmale des Glaubens verloren gehen". MackieVsBraithwaite: sicher lassen sich zahlreiche religiöse Aussagen als moralische Einstellungen deuten, doch dies gilt nicht für die zentralen Aussagen des Theismus.
Glaube/Mackie: braucht einen Bezugsgegenstand!

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kognitivismus Black, Max
 
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III 81
BlackVsHume: sein Argument ist zirkulär: These ich glaube, daß gewisse kategorische Sätze mit "sollte" einen WW haben! D.h. sie können als wahr erkannt werden, ohne Bezug auf Hoffnungen und Wünsche. Dann irrt sich Hume wenn er diese als von wissenschaftlichen Sätzen verschieden annimmt. Wissen/Werte/Normen/Black: in einem weiteren Sinn (weiter als dem engeren Sinn der Wissenschaft) kann Wissen so verstanden werden, daß einige normative und evaluative Sätze als wahr gewußt werden können.
Ethik/Moral/Werte/Normen/Black. These unabhängig davon ob Humes Kritik des naturalistischen Fehlschlusses in Ordnung ist, sind wir berechtigt anzunehmen, daß menschliche Wesen unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund über bestimmte fundamentale ethische Prinzipien übereinstimmen können. Das müssen wir annehmen, damit überhaupt ein rationaler Diskus möglich wird.
Gesetze Cartwright, N.
 
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Cartwright: ich habe drei verbundene Argumente
1. These die offensichtliche Erklärungskraft fundamentaler Gesetze spricht nicht für ihre Wahrheit.
2. These die Weise wie fundamentale Gesetze in Erklärungen gebraucht werden, spricht für ihre Falschheit. Wir erklären durch ceteris paribus-Gesetze durch Zusammenfügungen von Ursachen durch Annäherungen die das übertreffen, was die fundamentalen Gesetze diktieren.
3. These der Anschein von Wahrheit kommt aus einem schlechten Erklärungsmodell,
I 4
das Gesetze direkt mit Realität verbindet. Cartwright statt dessen:
Def "Simulacrum"-Sicht/Cartwright: von Erklärung: der Weg von der Theorie zur Realität geht so. Theorie > Modell > phänomenologisches Gesetz.
phänomenologische Gesetze/Cartwright: sind wahr von den Objekten der Realität (oder können es sein).
fundamentale Gesetze/Cartwright: sind nur von den Objekten im Modell wahr.
I 10
Asymmetrie: Kausalgesetze sind asymmetrisch: Wirkung und Ursache können nicht vertauscht werden - dagegen symmetrisch: Assoziationsgesetze/Hume: Bsp Länge des Schattens/Höhe des Masts - Fraassen: die erklärungsmäßigen Asymmetrien sind nicht echt - es gibt keine Tatsache darüber, was was erklärt - CartwrightVsFraassen - Assoziation/CartwrightVsHume: nicht hinreichend, um Bsp Malariabekämpfung: effektive von uneffektiven Strategien zu unterscheiden.
I 51
Gesetz/Naturgesetz/NG/Wissenschaft/Cartwright: These: es gibt keine Gesetze für Fälle, wo Theorien sich überschneiden.
Ich Evans, G.
 
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Fra I 485f
ich/Evans: 1. kriterienlos, 2. begrenzt zugänglich (nicht jedermann, jederzeit) ï·" 3. Gegebenheitsweise existenzabhängig: ich muß am Ort sein, um "hier" zu sagen, aber Wechseln ist möglich ("neuer Sinn, alte Bedeutung") ï·" I 488 Ichï·"Gedanken sind de re ï·" (brauchen Information) ï·" (VsHume?) ï·"
Peacocke I 175
Ich/Evans: These die Referenz von "Ich" kann fehlschlagen! Peacocke: wie ist das mit der absoluten Immunität von "ich habe Schmerzen" verträglich?

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
Existenz Geach, P.
 
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I 265
GeachVsHume/VsGilson: die Hume-Brentano-Gilson-These (daß Existenz nichts begriffliches hinzufügt) kann nicht erkennbar behauptet werden, wenn sie wahr ist - sie behandelt Existenz als unbegrifflich (nicht begrifflich faßbar) und als nur in Existenzurteilen greifbar, aber diese Behauptung selbst ist kein Existenzurteil und behandelt Existenz als begrifflich! Widerspruch.