Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 17 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Anti-Realismus Putnam
 
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Horwich I 393
Anti-Realismus/AR/Anti-Realismus VsPhänomenalismus/DummettVsHusserl: es gibt keine Basis von "harten Tatsachen" (DummettVsSinnesdaten) - Verstehen/Dummett: einen Satz verstehen heißt zu wissen, was seine Verifikation wäre. - Pointe: der Satz wird verifiziert, indem er ausgesprochen wird. - ((s) In den und den Umständen) - Dennoch nicht unkorrigierbar - der Satz muss auch nicht bivalent sein. - Weiche Tatsache/Putnam: Selbstbestätigung von Beobachtungssätzen - Pointe: dabei wird der realistische Begriff von Wahrheit und Referenz gar nicht gebraucht. - daher auch nicht das Problem der "richtigen" (intendierten) Ref-Relation. - Wenn wir Referenz a la Tarski einführen, wird aber ""Kuh" referiert auf Kühe" eine Tautologie. Vorteil: dann brauchen wir für das Verstehen keinen metaphysischen Realismus. - Verifikationismus: muss dann auch in der Metasprache angewendet werden. - D.h. wir können keine harten Tatsachen (auch keine Sinnesdaten) verwenden. - Sonst greift Wittgensteins Privatsprachen-Argument.
- - -
Putnam I 124
Anti-Realismus/Dummett/Putnam: (wie Intuitionismus): verlangt, dass ein Verifikationsverfahren beherrscht wird. - Problem: wir können niemals sagen, worin die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen (WB) besteht -> Löwenheim. - Das ist kein Problem für den AR: da er am Verfahren orientiert ist, das immer neu gefunden werden muss. - Er muss nur von Modellen der Verifikation abschwören. - Mit einer reichen Metasprache kann er Tarski-Definitionen einführen, die vom Modell unabhängig sind. - Damit kann er dann wieder über Modelle reden. - II 125 - Er kann sogar Referenz a la Tarski definieren.
I 150
Anti-Realismus/Wahrheit/Dummett: über Tarskis interner (tautologischer) Äquivalenz brauchen wir einen "externen" Begriff der Wahrheit (oder Richtigkeit): gerechtfertigte Behauptbarkeit. - Nicht einfach durch Sachverhalte, sondern durch wahrgenommene und begriffene Sachverhalte. - Es geht um Rechtfertigungsbedingungen, nicht um geist-externe Wahrheitsbedingungen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Bedeutung Husserl
 
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Chisholm II 135 f
Bedeutung/Husserl: Universalien: ihre Verkörperungen sind Inhalte von Tatsachen oder Akten - Akte: mit Bedeutung: Urteil, Frage, Hypothese - ohne Bedeutung: Wahrnehmung, Wahrnehmungserinnerungen, können nicht ausgedrückt werden! - Bedeutung und Wahrnehmung gehören verschiedenen Sphären an! - Perspektive: ändert nie Bedeutung.
II 136
wahr machen: einerseits propositional, andererseits durch einfache Namen - enthält auch nichtausdrückbaren Teil: das Sehen des Gegenstands. - Dieser ist nicht-propositional. - - -
Dum I 85
Bedeutung/Husserl: Der Sprecher füllt das Wort mit Bedeutung. - DummettVsHusserl: Humpty-Dumpty-Auffassung.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Bewusstsein Husserl
 
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Tugendhat I 165
Bewusstsein/Husserl: sinnliche Akte: Vorstellung von Gegenständen - kategoriale Akte: Denkakte, Konstatierung von Sachverhalten, nicht sinnlich, andere Zusammensetzung als von Gegenständen - aber real, wenn die Gegenstände real sind.
I 173f
TugendhatVsHusserl: Vskategoriale Akte (kategoriale Synthesis) - statt dessen: semantische Form - statt "idealer Zusammensetzung": Kriterium: die Relation besteht, wenn der entsprechende Satz wahr ist. - - -
Adorno XIII 61
Bewusstsein/Husserl/Adorno: nach Kant wird ein einheitliches Bewusstsein durch Erinnerung in seiner Einheit erst begründet und damit einheitliche Erfahrung möglich gemacht. Husserl drückt es später so aus, dass Bewusstseine selbst auch ein Stück Welt sind.
Adorno: sie setzen (…) das voraus, was sie der Lehre des Idealismus zufolge überhaupt erst konstituieren wollen.
Idealismus/Adorno: war damit ein bisschen in der der Situation des Münchhausen, der sich an seinem Zopf aus dem Sumpf ziehen soll, d.h. er muss seine konstitutiven Formen aus dem individuellen Bewusstsein entwickeln. (Siehe auch Subjektivität/Idealismus/Geist/Hegel/Adorno).

E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Gegenstände Tugendhat
 
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I 37f
Gegenstand/Tugendhat: Def hypokeimenon/Aristoteles: Subjekt von Prädikationen (>Gegenstand) - Alles und jedes ist ein Gegenstand«: das können wir nicht durch Vergleich vieler Gegenstände verifizieren - wir erfahren nicht durch Abstraktion, was ein "Gegenstand" ist.
I 86
Analytische Philosophie/Tugendhat: VsVorstellung: der Hauptangriffspunkt der analytischen Philosophie ist die Annahme von Vorstellungen.
I 88
Bsp nicht: wen stellst du dir unter "Peter" vor, sondern wen meinst mit "Peter". - Gegenstände stellen wir uns nicht vor, wie meinen sie.
I 102
Dafür brauchen wir sing Term statt Bilder.
I 131
Gegenstand/Tugendhat: statt dieses anstößigen Begriffs können wir auch von "Inhalt" sprechen, aber zu unklar.
I 141
TugendhatVsHusserl: scheitert an der Frage, wie Prädikate zu verstehen sind - wegen seines gegenstandstheoretischen Ansatzes - falsch: dem Satz entspräche ein Sachverhalt.
I 246
Gegenstandstheorie/Tugendhat: Verwendung eines Satzes als Darstellung oder Vorstellung eines Sachverhaltes.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Hetero-Phänomenologie Radner
 
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Daisie Radner
Heterophänomenologie: wie wir etwas über die Vögel und die Bienen lernen in
Tie I D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt 2005

Perler I 408
Heterophänomenologie/HP/DennettVsBrentano/VsHusserl: aus der Perspektive der 3. Person statt der ersten. RadnerVsDennett: These: Heterophänomenologie kann man auch aus der 1. Person Perspektive betreiben.
I 409
Heterophänomenologie/Radner: beschäftigt sich mit: 1. Wie erscheinen die Dinge einem Subjekt
2. Wie ist das Erleben des Subjekts ("wie ist es für das Subjekt...")
Frank Jackson: behandelt beide als gleichwertig:
Bsp Fred: für ihn gibt es zwei Rottöne, wo alle anderen nur einen wahrnehmen. Wie ist es für Fred, wenn er Rot1 und Rot2 sieht?
Radner: die Frage schwankt zwischen (1.) und (2.).
Im ersten Sinn: Jackson: "Wie ist die neue Farbe?"
im zweiten Sinn: Jackson: "wenn wir unsere Physiologie der von Fred anpassen könnten, würden wir es endlich wissen".
Bsp M. Tye: anstatt zu sagen,
a) Der Farbenblinde Jones wisse nicht, wie die verschiedenen Farben aussehen, können wir genauso gut sagen,
b) Er wisse nicht, wie es ist, die Erlebnisse zu haben, die für das Sehen der Farben charakteristisch ist.
Beide hängen zusammen, Probleme werden aber nicht immer gleich gut im Sinne von 1. wie von 2. gestellt und umgekehrt.
I 410
Bsp Farbenforscherin Mary/Jackson/Radner: das Problem ist nicht, wie Rot für Mary aussehen mag (vermutlich wie für uns), sondern wie ihr Erlebnis sein wird. Wird es eine Überraschung sein?
I 411
Umwelt/Innenwelt/Radner: beide können sowohl aus der Sicht der 1. als auch der 3. Person angegangen werden.
I 412
Diese Unterscheidung entspricht nicht der zwischen Auto und Heterophänomenologie. HP: 1.,3. Person/Umwelt/Innenwelt. alle Kombination von Fragen möglich.
Umwelt/heterophänomenologisch: 3. Person: Bsp "Wie erscheinen Dinge für das Subjekt?"
1. Person: Bsp "Wie würden mir die Dinge erscheinen, wenn ich einen Sinnesapparat wie den des Subjekts hätte?"
Innenwelt/heterophänomenologisch: 3. Person: Bsp "Wie sind die Erlebnisse des Subjekts?"
1. Person: Bsp "Wie wären meine Erlebnisse, wenn ich mit in den Umständen des Subjekts befände und gewisse Merkmale mit ihm gemeinsam hätte?".
I 413
Heterophänomenologie/Radner: Bsp möchte wissen, wie ein Warnruf für ein anderes Subjekt klingt, Bsp für Raubvögel wie Habichte oder Eulen, die einen kleinere Kopf haben als wir.
I 414
Wie wäre es, wenn ich keine Ohrmuscheln hätte und die Ohren nur zwei Zentimeter voneinander entfernt stünden? Problem: ich kann mir andere Ohren an meinem Gehirn vielleicht vorstellen, aber nicht, wie es für mich mit einem Katzengehirn wäre.

Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Intentionalität Hintikka
 
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I XVII
Intentionalität/Hintikka. These: Intentionalität hat einen Multi-Welten-Charakter. Def intentional/Hintikka: ein Begriff ist intentional gdw. seine semantische Erklärung mehrere mögliche Szenarien und ihre Relation zueinander involviert. Das rückt Intentionalität in die Nähe von Intensionalität. These: Intentionalität ist eine graduelle Angelegenheit. Es gibt Arten und Dimensionen der Intentionalität, die nicht alle gleichermaßen interessant sind. So wie mögliche Welten sich unterscheiden können.
Chisholm: hat Intentionalität nachgewiesen im logischen Verhalten gewisser Begriffe.
I 183
Def Intentional/Intentionalität/Hintikka: These: es ist ein Zeichen von Intentionalität, wenn mögliche Welten gebraucht werden, um die Semantik des Begriffs zu erklären. Intentionalität/Hintikka: können wir auch Intensionalität nennen:
Man muss einen Hintergrund von Alternativen (unrealisierten Möglichkeiten) betrachten, wenn man das Bewusstsein eines Subjekts betrachtet.
Intentionalität/Brentano/Husserl/Hintikka: für die beiden war die „Gerichtetheit auf ein Objekt“ wesentlich für Intentionalität. Ein intentionaler Begriff „zeigt hinter sich“. HintikkaVsHusserl/HintikkaVsBrentano.
William Kneale: dito. KnealeVsHusserl/KnealeVsBrentano.
I 188
Intentionalität/Hintikka: ist eine graduelle Angelegenheit. Das liegt nahe, wenn es stimmt, dass wir bei Intentionalität immer unrealisierte Möglichkeiten betrachten müssen. „Ontologische Kraft“/Hintikka: je größer die ontologische Kraft eines Geistes ist, desto weiter kann man über die aktuale Welt hinausgehen.
Grad von Intentionalität/Hintikka: bemisst sich an der Distanz zur aktualen Welt.
I 196
Intentionalität/Hintikka: dass das Fehlschlagen von (c) (Bewahrung der Identität, VsSpaltung) ein Kriterium für sie ist sieht man an ihrem Verhalten bei wechselnden Begriffen: Notwendigkeit (logische, physikalische und analytisch) erfüllen Bedingung c). („Was ist, ist notwendig was es ist und kein ander Ding“) Umgekehrt sind gewisse andere Begriffe offensichtlich intentionaler als Notwendigkeit und diese verletzen c).
I 197
Bsp „Nicht alles was ist, ist so, dass gewusst wird, was es ist, noch, dass es kein ander Ding ist“.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Kopula Husserl
 
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Tugendhat I 168
Kopula/HusserlTugendhat: Husserl trennt die Kopula vom Prädikat - Formalisierung als Ganzes-Teil-Satz: »die Röte ist im Schloß« oder »das Schloß hat Röte« - in der kategorialen Synthesis ist eine Prädikataussage notwendig eine Relation. - TugendhatVsHusserl: keine reale Zusammensetzung - das Schloß ist einfach rot.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Phänomenalismus Putnam
 
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V 240f
Phänomenalismus/Mill/Putnam: wir sprechen nur über unsere Empfindungen- moderne Form: verbindet sich mit dem Instrumentalismus: These: alle Fakten sind letzten Endes instrumentell - Bohr: Wissenschaft findet nicht heraus, wie die Natur ist, sondern was wir über die Natur sagen können. - Ethik/Phänomenalismus: These: Aussagen über Werte sind nur emotiv, nicht kognitiv. (Non-Kognitivismus). CarnapVsPhänomenalismus/CarnapVsHusserl: Übersetzungen von Aussagen über Gegenstände in Aussagen über Empfindungen sind tatsächlich falsch, eine falsche Art von Reduktionismus. - Empfindungen sind privat, Gegenstände sind öffentlich, Ablesen von Messwerten ist kein Erlebnis. Phänomenalismus/Putnam: Motivation: will scheinbaren Konflikt zwischen instrumenteller Wissenschaft und direktem Interesse an Natur ausräumen.
I 42
Carnap/Putnam: (Der Logische Aufbau der Welt) Schlusskapitel: Skizze des Verhältnisses von Dingsprache zu Empfindungs-Sprache, die keine Übersetzung darstellt. - PutnamVsPhänomenalismus: das ist die alte Behauptung, wir könnten uns die einfachste Theorie aussuchen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Phänomenologie Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 222
Phänomenologie/WittgensteinVsHusserl: handelt immer von Möglichkeit, d.h. um den Sinn, nicht von Wahrheit/Falschheit: Bsp Rotes kann nicht zugleich grün sein.
II 264
Brentano (Husserls Lehrer) Vorläufer der Phänomenologie: Erfahrung des Gegenstands ist im Nebenher auf sich selbst bezogen - reflexive Einstellung.
II 269
"Lebewelt": vorprädikativ - Wissenschaft: nur deskriptiv - Bewusstsein: Brentano hat die Abgründigkeit des Bewusstseins nie zugegeben, und immer auf Eindeutigkeit des Denkens insistiert.
II 272
Brentano akzeptiert mit Meinong "uneigentlich Seiendes" ("entia rationis").

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Phänomenologie Wittgenstein
 
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Hintikka I 108
HusserlVsMach PhänomenologieVsPhänomenalismus Mach: nur Gemessenes existiert.
I 156 ff
Phänomenologie/Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: viele Autoren: wegen der geforderten Unabhängigkeit der Sätze kann der Tractatus nicht phänomenologisch interpretiert werden. - Problem: wenn sich "dies ist rot" und "dies ist grün" ausschließen, sind sie nicht mehr unabhängig - deshalb können phänomenologische Prädikate keine Tractatus-Gegenstände sein.
I 199ff
Phänomenologie/Farben/Farbbegriffe/Farbwörter/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Tractatus-Idee, Farben-Inkompatibilität als Sache der Logik aufzufassen, weist eine klare Ähnlichkeit auf mit dem, was man eine Phänomenologie der Farben nennen könnte - die Logik, die wir aus der Erfahrung nehmen, hat nichts mit Tatsachen zu tun, sondern nur mit Bedeutungen. WittgensteinVsMach: pro "grammatische" Phänomenologie.
Gegenstände/Tractatus: nichts anderes als die Bedeutungen der Namen.
I 201
Phänomenologie: hier geht es immer um Möglichkeit, d.h. den Sinn, nicht um Wahrheit.
I 202
Das Ziel, die Phänomene zu verstehen bleibt nach dem Wechsel der Basissprache - aber es kann keine Phänomenologie als Wissenschaft mehr geben.
I 204
Phänomenologie/WittgensteinVsHusserl: kein Mittelding zwischen Logik und Wissenschaft - die Versuchung dazu stammt aus Bsp: "Wenn ich weiß beimische, nimmt die Farbigkeit ab" - das kann kein physikalischer Satz sein und auch kein logischer.
I 215
Phänomenologie/WittgensteinVsPhänomenologie/Hintikka: Bsp die Beschreibung einer komplexen Form als Stücke eines Kreises ist viel einfacher. - ((s) Idealisierung statt des Versuchs, den Phänomenen gerecht zu werden.)
I 222
WittgensteinVsPhänomenologie/Hintikka: Phänomenologische Gegenstände scheinen nicht als Werte von Quantoren fungieren zu können - sie verhalten sich logisch nicht wie echte Gegenstände.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Prädikate Husserl
 
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Tugendhat I 168f
Prädikat/Husserl: Bedeutung des Prädikats: Gegenstand, Attribut. - TugendhatVsHusserl: nicht real, Bedeutung des Prädikats kein Gegenstand, nur sprachlich verfasst (VsGegenstandstheorie). - Statt Stehen für einen Gegenstand - Funktion des Prädikats: Charakterisierung. - Prädikate sind ungesättigt, sie sind nur durch Verbindung mit singulären Termini bedeutungsvoll.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Repräsentation Husserl
 
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I 36
Repräsentationale Inhalte/Husserl: 1. Empfindung (Wahrnehmung) - 2. Phantasma (Vorstellungen) - 3. Zeichen (begriffliches, symbolisches Denken).
Tugendhat I 86f
Repräsentationen: HusserlVsRepräsentationen: ich beziehe mich direkt auf den Kölner Dom und nicht auf ein Bild. - auch Hegel, Logik: wenn man alle Bestimmtheit wegnimmt, ergibt sich der Begriff des Seienden, nicht ein Bild. TugendhatVsVorstellung: Gegenstände stellen wir uns nicht vor, wir meinen sie.
I 94
WittgensteinVsHusserl: assimiliert Aussagen über Inneres zu Unrecht an die über Äußeres.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Sachverhalte Tugendhat
 
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I 141
Sachverhalt/TugendhatVsHusserl/TugendhatVsGegenstandstheorie (= These Sachverhalt= Gegenstand): nicht jedem Satz entspricht ein Sachverhalt - falsche "Gegenstandstheorie".
I 161
Sachverhalt: nicht zusammengesetzt wie ein Ggst - Sachverhalte: wie Attribute: "abstrakte Gegenstände".
I 164f
Sachverhalt/Tatsache/Husserl/Tugendhat: nicht wahrnehmbar - Zusammensetzung von Sachverhalten anders als von Gegenständen - sprachlich verfasst (Denken). - (VsGegenstandstheorie). Def "kategoriale Synthesis"/Husserl: Aufgabe: von der realen Zusammensetzung eines Gegenstandes aus Bestandteilen ist eine besondere, nichtreale Zusammensetzung, die für die Tatsache konstitutiv sein müßsste, zu unterscheiden.
I 167
TugendhatVsHusserl, VsKategoriale Synthesis: das Heidelberger Schloss ist Schloss und rot. - Auch "rot" steht für einen Gegenstand.
I 176
TugendhatVsGegenstandstheorie: sie scheitert an der Frage, wie sich die Bedeutung des ganzen Satzes aus den Bedeutungen der Satzteile ergibt. Es gibt keine Verbindungen von Gegenständen im Satz. >Kompositionalität).
I 280ff
Sachverhalt/Tatsache/Tugendhat: einen Sachverhalt als das, was der Satz behauptet, anzunehmen: das geht nicht, wegen möglicher Lüge. - Identifizierung des Sachverhalts setzt Verstehen der Verwendungsregeln voraus. - Derselbe Satz kann für verschiedene Sachverhalte stehen und umgekehrt (wie Austin). - Sachverhalt bei deiktischen Ausdrücken: Klassifikationsprinzip der Vorkommnisse. - Dem Sachverhalt fehlt auch der Behauptungsmodus, der zur Bedeutung von "p" gehört. - VsGegenstandstheorie.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Skeptizismus Dummett
 
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I 56 f
IdealismusVsSkeptizismus: Annahmen über die äußere Welt sind sowieso unwahr.
I 55 ff
Noema (Husserl) ist bloß Mittel - keine direkte Wahrnehmung unabhängiger Gegenstände (VsSkeptizismus). DummettVsHusserl: es gibt keinen Begriff der indirekten Wahrnehmung.
I 58
Skepsis: nie sicher, ob Sinn auch ein Bezug entspricht - Frege: Skepsis ist bloß ein schwerer Mangel unserer Sprache, der beseitigt werden muss.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Terminologien Husserl
 
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Chisholm II 153
Noema/Husserl: der Akt selbst konstituiert das Objekt. - Trennung von Akten und transzendentalen Objekten. II 154 ChisholmVsHusserl: das Noema erklärt nichts.
- - -
Hu I 19/57
Husserl: Forschungsstrategie: Schema Teil-Ganzes - Generalthesis: die Existenz der Welt wird nicht in Frage gestellt, nur unsere Aussagen über sie. - Das Schema wahr/falsch ist durch bloße Beobachtung nicht zu erkennen.
I 37
Reell/Husserl: nichtintentional, aber auch: die Farbqualität erfährt eine "objektivierende Auffassung" und die "Empfindungskomplexion" ist auch reell. - Sinn/Husserl: was mit einem Zeichen gemeint wird, der Redende verleiht dem Laut einen Sinn. - Wir beziehen uns durch Bedeutung auf einen Gegenstand - Bedeutung/Husserl: Leistung des Bewusstseins. - Phänomenologisches Vorverständnis: alle Gegenstände existieren nur als gemeinte Einheiten.
I 39
Noema (Gedanke)/Husserl: a) Bezugssinn: wie Intension, b) Gegenstandskern als Träger - Noesis: Leistung, Charakter des Auffassungssinnes, (griechisch: noesis = Wahrnehmung).
I 53
"Prinzip aller Prinzipien"/Husserl: die Forderung, dass nur eine "originär gebende Anschauung" die Begründung der Erkenntnis sein kann. Bsp mathematische Axiome. Husserl grenzt hier jeden Bezug zu empirischen Aussagen aus und stellt den Bezug des Bewusstseins auf sich selbst als geeignetes Verfahren hin. "Selbstgegebenheit".
I 58
Einklammerung (Epoche): Vorwissen wird in Klammern gesetzt.
I 42 f
Def Noesis: Leistung, Charakter des Auffassungssinnes. (griechisch: das Wahrnehmen, Begreifen).
I 43
Def Noema: griechisch: der Gedanke - zwei Aspekte des intentionalen Gegenstandes: a) noematischer Sinn (Inhalt) das "Wie" der Bestimmtheiten. Kohärente Sinneinheit in der Fülle verschiedener Bestimmungen.
I 44
b) noematischer Gegenstand (gegenständlich) "Kern", Verknüpfungspunkt und Träger verschiedener Prädikate. Das, womit ein identisches "Etwas" festgehalten wird.
I 65 ff
Horizont von Möglichkeiten. (Durch jeden Bewusstseinsakt gegeben.)
I 67
Innenhorizont/Husserl: Antizipation der Sinndimension - Außenhorizont: Wahrnehmung nicht auf ein Objekt beschränkt, sondern auf den gesamten Raum möglicher Gegenstände.
I 68
Appräsentation: Mitmeinung.
I 69
Apperzeption: denkt Empfindungsinhalte in Attribute des Gegenständlichen um - Wahrheit/Husserl: gebunden an den Prozess der Näherbestimmung. Eidetische Variation/Husserl: wird aktiviert von Zufälligkeiten - Konstitution/Husserl: es ist eine Leistung des Bewusstseins, wenn uns ein Gegenstand anschauungsmäßig gegeben ist. - I 45 Denken/Husserl: begreift man das Denken als Prozess, sieht man, dass Prädikate sich wandeln können.
I 72
Def Kinästhese/Husserl: das bewusste sich Bewegen bei der Wahrnehmung > Leibbewusstsein, Körperbewusstsein. Der Leib wird zum Wahrnehmungsorgan. Die Sinneseindrücke können nicht mehr als einzelne, je nach Denkart abgeschlossene, letzte Einheiten betrachtet werden. Sie stehen in einer Abfolge -I 85 - transzendentales Ego/Husserl: hat eine Primordialsphäre: zunächst ist nur Eigenes in der Sphäre. Wir unterstellen den anderen, ein transzendentales Ego wie wir selbst zu sein. (> Einfühlung ). - Intersubjektivität/Husserl: a) Gegenstände, b) Soziales. - Objektivität/Husserl: durch eine Vielzahl der Perspektiven. Umwelt/Husserl: a) vom intentionalen Bewusstsein gesetzt b) vom kommunizierenden Personenverband gesetzt. - Die kommunikative Umwelt ist jeder egoistischen vorgängig.
- - -
Tugendhat I 167
Synkategorematisch/Husserl: synkategorematische Ausdrücke stehen nicht für einen Gegenstand.
Tugendhat I 177
Husserl: Hauptbegriff "Spezies": Übersetzung des griechischen eidos: Anblick, Aussehen. (s.u.: gemeinsames Merkmal bei Kant, Begriff).
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Wahrnehmung Dummett
 
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I 36
DummettVsHusserl: das Noema ist nicht sprachlich erschließbar.
I 52
Husserl, Noema, Mittel der Wahrnehmung: VsDirekte Wahrnehmung von "uninterpretiertem Gegebenem" Noema: Er nimmt mittels des Noemas wahr, nimmt es aber selbst nicht wahr noch erfasst er es sonst auf irgendeine Weise.
I 55
DummettVsHusserl: Seine Behauptung, das Abgleiten in den Idealismus werde durch die Unterscheidung zwischen Noema und Gegenstand verhindert, ist gar nicht ohne weiteres einleuchtend. Wir können nicht sagen, das Subjekt nehme den Gegenstand nur indirekt wahr, da dieser durch das Noema vermittelt sei. es gibt nämlich gar keinen Begriff der direkten Wahrnehmung, den wir diesem gegenüberstellen könnten.
I 64
Einen Wortschatz für Merkmale der Sinnesempfindungen kann es nicht geben, wenn man diese als etwas ansieht, was nicht durch ihre Interpretation als Wahrnehmung einer äußeren Realität beeinflusst wird. Und wenn ein solcher Wortschatz doch möglich wäre, könnten wir uns seiner nicht bedienen.
I 94
Husserl: Wahrnehmung ist nicht der Akt, in dem die Bedeutung liegt - gleiche Wahrnehmung, andere Aussage (Sinn) - gleiche Aussage (Sinn), andere Wahrnehmung.
I 96
Def Noema: Verallgemeinerung des "Sinnbegriffs", nichts weiter als die Verallgemeinerung der Idee der Bedeutung auf das Gesamtgebiet der Akte.
I 96f
Dummett: was ist eigentlich das Noema der sinnlichen Wahrnehmung? Verfehlt: das Noema mit den Sinneseindrücken gleichzusetzen.
I 99
Def Hyle: Sinneseindrücke werden von Husserl zusammenfassend als Hyle bezeichnet. Er fasst sie genauso auf wie Frege. Erst durch das Noema erhält der Wahrnehmungsakt einen Gegenstand. Daher sind Noema und Sinn etwas, was über sich selbst hinaus auf einen Gegenstand in der Außenwelt verweist.
I 99
Sinneseindrücke dagegen verweisen auf nichts, wir haben sie einfach.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Zeichen Tugendhat
 
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I 180
Zeichen/TugrendhatVsHusserl: stehen nicht immer für etwas sondern Funktion: Charakterisierung - dann ist die ganze Theorie der kategorialen Akte eine reine Denktheorie ohne Bezug auf Zeichen. - Gebrauch ist hier dasselbe wie Funktion. Charakterisierung/Tugendhat: dasselbe wie Klassifizieren oder Unterscheiden.
I 364
»Natürliche Zeichen«/Tugendhat: Anzeichen: Bsp das Braunwerden der Blätter im Herbst, dass es gleich donnern wird, usw. - keine Intention, kein Gegenstand, sondern Sachverhalt.
I 482
Zeichen/Tugendhat: treten nicht an die Stelle der Gegenstände, sondern an die Stelle einer fingierten zeichenfreien Bezugnahme. - (> Stellvertreter).
I 498
Die sprachlichen Zeichen vertreten nicht andere Funktionen, die auch ohne sie möglich wären.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 13 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsHusserl Hintikka Vs Brentano, Fr.
 
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I 183
Intentionalität/Brentano/Husserl/Hintikka:: für die beiden war die „Gerichtetheit auf ein Objekt“ wesentlich für Intentionalität. Ein intentionaler Begriff „zeigt hinter sich“. HintikkaVsHusserl/HintikkaVsBrentano. William Kneale: dito. KnealeVsHusserl/KnealeVsBrentano.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsHusserl Dummett Vs Frege, G.
 
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Brandom II 74
Frege (spät): Repräsentation unabhängiger Realität DummettVsFrege: Fälschlich: Eigenschaft von Sätzen statt Übergänge zwischen ihnen
Brandom II 173
Frege, spät: Sätze sind sing Term! Prädikate: Rahmen. (DummettVsFrege: das verkennt die Besonderheit der Sätze, Züge im Sprachspiel sein zu können.
BrandomVsDummett: als hätte Frege keine Ahnung von Fregescher Kraft gehabt).
Dummett I 15
Freges Grundgedanke: Extrahierung des Begriffs (im Sinne der Def von 1890) durch Zerlegung eines vollständigen Gedankens. (Begriffsschrift)
I 51
DummettVsFrege: fraglich ist aber, ob dieser Begriff erklärt werden kann, ohne auf den Begriff des Satzes Bezug zu nehmen. Man muß z.B. nicht nur einen Eigennamen in einem Satz ausfindig machen, sondern ihn auch an diesen Stellen ersetzen können. Wie man das "Vorkommen" des Sinns eines Namens in einem Gedanken erklären können soll, ohne sich auf die Form seines sprachlichen Ausdrucks zu stützen, ist nicht klar. Frege: Sinn jedes Teilausdrucks soll der Beitrag sein, den dieser Teilausdruck zur bestimmung dieser Bedingung leistet. DummettVsFrege: Also müssen wir, entgegen Freges offizieller Theorie wissen, was es heißt, daß ein Satz wahr ist, ehe wir wissen können, was es heißt, daß er einen Gedanken zum Ausdruck bringt; ehe wir wissen können, was es heißt, daß ein Ausdruck Sinn hat, müssen wir wissen, was es heißt, daß er Bezug hat. Tradition:Früher hat man argumentiert: sofern der Sinn die Gegebenheitsweise des Bezugsgegenstands ist, kann es, falls kein Gegenstand vorhanden ist, keine entsprechende Gegebenheitsweise und folglich auch keinen Sinn geben (Evans, McDowell). DummettVsFrege: Die Schwierigkeit wird dadurch ausgelöst, daß Frege den semantischen Wert eines sing Terms und den Gegenstand, auf den er sich beziehen soll, strikt gleichsetzt.
Die Parole "Ohne semantischen Wert kein Sinn" ist bestechend, aber akzeptieren darf man sie nur um den Preis, daß man einräumt, ein sing Term ohne Bezug habe dennoch einensemantischen Wert, der dann vermutlich in der bloßen Tatsache des Fehlens eines Bezugs besteht.
Husserl hat in dieser Hinsicht keine Bedenken. Er verallgemeinert den Begriff des Sinns und überträgt ihn von ausdrückenden Akten auf alle Bewußtseins-Akte. Für diesen verallgemeinerten Begriff verwendet Husserl den Ausdruck "Noema".
DummettVsFrege: Das zeigt zwar nicht, daß die These, der Sinn (Gedanke,s.o.) sei kein Bewußtseinsinhalt verfehlt ist, wohl aber, daß ihre Begründung, nämlich die Mitteilbarkeit und daraus folgende Objektivität, nicht ganz zutrifft.DUmmett I 61 DummettVsFrege: Denn ein nicht mitteilbarer Sinn, der sich auf eine private Empfindung bezieht, würde im Gegensatz zur Empfindung selbst nicht zum Inhalt des Bewußtseins gehören.
DummettVsFrege: zur objektivität ist Unabhängigkeit von der empfindung nötig: Bsp Farbwörter, undurchsichtige Oberfläche, Farbenblinder erkennt daran, daß andere die Farbe erkennen + I 63
Frege: "Rot" bezeichnet nicht nur eine physische Eigenschaft, sondern eine wahrnehmbare Eigenschaft (es erscheint Normalsichtigen als rot). Haben wir "erscheint rot" jedoch mit "ist rot" erklärt, sind wir nicht mehr imstande, das auch umgekehrt zu tun. DummettVsFrege:Die modifizierte Fassung von Frege ist unbefriedigend, weil sie dem Wort "rot" zwar einen einheitlichen Bezug einräumt, ihm jedoch je nach Sprecher einen anderen Sinn zuschreibt. I 64 - Intension/Frege: "parallel der Geraden" anders als "gleich der Richtung der Geraden",DummettVs: hier muß man den Begriff der Richtung kennen oder nicht "was für einen Wert auch immer" anderer Sinn als "Wertverlauf" DummettVs:hier muß der Begriff des Wertverlaufs bekannt sein oder nicht. spezialfall des Grundgesetzes V, aus dem Russells Antinomie erwächst. I 79 - Sinn: bei Frege widerwsprüchlich: einerseits Vorrang des Gedankens vor der Sprache, andererseits nicht weiter erklärt. I 90 ++ - Sprache/ Denken/Wahrnehmung I 93 + - DummettVsFrege, DummettVsHusserl: beide gehen zu weit, wenn sie die "Deutung" den sprachlich zum Ausdruck gebrachten Gedanken anähneln. I 104 - Gedanken/DummettVsFrege: nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema I 106 -Frege: Fassen des Gedankens: unmittelbar durch das Bew., dennoch nicht Inhalt des Bew. - DummettVs: widersprüchlich: Fassen Fähigkeit, also Hintergrund (sowohl episodisch als auch dispositionell) I 122 - DummettVs Gleichsetzung des Wortsinns mit dem Gedankenbaustein I 124 + - DummettVsFrege: alle Gedanken und auch Vorstellungen sind mitteilbar! Denn sie kommen nur in bestimmter Weise vor - durch diese Bestimmtheit sind sie mitteilbar I 128

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsHusserl Husserl Vs Frege, G.
 
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Dummett I 47
Auf jeden Fall ist klar, daß eine gehaltvolle Äußerung ihre Bedeutung nach Husserl einem begleitenden Bewußtseins-Akt verdankt. Bezug/FregeVsHusserl: Freges Prinzip besagt, daß der
Def Bezug eines Ausdrucks dasjenige ist, was allen übrigen Ausdrücken gemeinsam ist, bei denen feststeht, daß ihre Substitution anstelle des ursprünglichen Ausdrucks den Wahrheitswert eines beliebigen Satzes, in dem er vorkommt, nicht beeinflußt.
I 48
Bezug/HusserlVsFrege: neigt dagegen zu der Auffassung, der Bezug sei das gleiche wie der Gegenstand, auf den das Prädikat angewendet wird. Er nimmt gewiß keine Gleichsetzung vor zwischen dem Bezug eines Prädikats und einem Begriff, sondern: Husserl verwendet Bedeutung und Sinn gleichbedeutend.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
VsHusserl Derrida Vs Husserl, E.
 
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I 31
Gesprochenes Wort (parole)/Derrida/Metaphysik: das gesprochene Wort ist dem metaphysischen Denken zuzuordnen.
I 32
DerridaVsHusserl: gegen ideale Bedeutung. Husserl: das psychologische und zufällige Moment der »Kundgabe« wollte er von der denkerisch zu erfassenden idealen Bedeutung ablösen.
DerridaVsHusserl: sieht eine Zusammengehörigkeit von Idealisierung und Stimme. Der ideale Gegenstand ist aus jeder Räumlichkeit gelöst. Die Stimme ist in der Zeit.
Stimme/Derrida: zugleich Präsenz des Objekts als gemeintes und Selbstpräsenz des meinenden transzendentalen Bewußtseins. Dies kann nicht durch etwas innerweltliches, empirisches geleistet werden. Es kommt allein der Stimme zu. Ihr Sagen vernimmt sich selbst, und es hinterläßt keine Spur (das ist auch Husserls Beschreibung des Phänomens der Stimme, daß sich vom gewöhnlichen Sprechen wiederum unterscheidet!).
Habermas I 205
Logozentrismus/DerridaVsHusserl: Logozentrismus: anzunehmen, jeder subjektive Ausdruck ließe sich durch einen objektiven ersetzen, Schrankenlosigkeit der objektiven Vernunft.
Habermas I 207
Phänomenologie/Derrida: der metaphysische Kern der Phänomenologie ist der Gedanke der durch Präsenz beglaubigten Identität eines Erlebnisses. Aber das Modell der Bedeutungsintention bringt genau die zeitliche Differenz und Andersheit zum Verschwinden, die beide für die Identität der Bedeutung einen sprachlichen Ausdrucks konstitutiv sind. Jene Struktur der Wiederholung geht verloren, und die nichts als dasselbe repräsentiert werden kann. DerridaVsHusserl: er hat sich von der Metaphysik blenden lassen, daß die Idealität der mit sich identischen Bedeutung allein verbürgt ist durch die lebendige Präsenz des unvermittelten, intuitiv zugänglichen aktuellen Erlebens in der Innerlichkeit der gereinigten Subjektivität.
Wahrnehmung/Husserl: jeder Wahrnehmung liegt eine von Husserl selbst inbegriffen der Protention und retention untersuchte Struktur der Wiederholung zugrunde.
DerridaVsHusserl: er hat nicht erkannt, daß diese Struktur durch die symbolisierende Kraft oder die Stellvertreterfunktion des Zeichens erst ermöglicht wird.
Repräsentation/Derrida: nur Ausdruck und Bedeutung zusammengenommen können etwas repräsentieren. Und dies begreift Derrida als einen Prozeß der Zeitigung, als jenes Aufschieben, jenes aktive Abwesendsein und Vorenthaltensein.
Habermas I 210
DerridaVsHusserl: kehrt dessen Fundamentalismus um: die transzendentale Ursprungskraft geht von der erzeugenden Subjektivität über auf die anonyme, geschichtsstiftende Produktivität der Schrift.

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsHusserl Dummett Vs Husserl, E.
 
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Dummett I 36
Husserl verallgemeinert den Sinn- und Bedeutungsbegriff bis er zu seiner Konzeption des Noemas gelangt, wodurch die Wendung zur Sprache unmöglich wird. Eine Verallgemeinerung des Fregeschen Sinnbegriffs ist dagegen ausgeschlossen.
DummettVsHusserl: Noema nicht sprachlich erschließbar.
Dummett I 45
Husserl: Eine Äußerung als solche ist freilich kein Bewußtseins-Akt, doch daß sie faktisch diese spezifische Bedeutung hat, geht auf einen begleitenden Bewußtseins-Akt zurück: den "Bedeutung gebenden Akt".
I 55
DummettVsHusserl: es fällt schwer, ihm den Vorwurf zu ersparen, er vertrete hier eine Humpty-Dumpty-Auffassung. In keinem Fall besteht die Intention des Sprechers das Wort möge in einem bestimmten Sinn aufgefaßt werden, darin, daß er einen inneren Akt vollzieht, durch den es mit Sinn erfüllt wird. Noema/DummettVsHusserl: Seine Behauptung, das Abgleiten in den Idealismus werde durch die Unterscheidung zwischen Noema und Gegenstand verhindert, ist gar nicht ohne weiteres einleuchtend. Wir können nicht sagen, das Subjekt nehme den Gegenstand nur indirekt wahr, da dieser durch das Noema vermittelt sei. Es gibt nämlich gar keinen Begriff der direkten Wahrnehmung, den wir diesem gegenüberstellen könnten.
I 104
DummettVsFrege, DummettVsHusserl: beide gehen zu weit, wenn sie die "Deutung" den sprachlich zum Ausdruck gebrachten Gedanken anähneln.
I 106
Gedanken/DummettVsFrege: nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsHusserl Frege Vs Husserl, E.
 
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Dummett I 47
Auf jeden Fall ist klar, daß eine gehaltvolle Äußerung ihre Bedeutung nach Husserl einem begleitenden Bewußtseins-Akt verdankt. Bezug/FregeVsHusserl: Freges Prinzip besagt, daß der
Def Bezug eines Ausdrucks dasjenige ist, was allen übrigen Ausdrücken gemeinsam ist, bei denen feststeht, daß ihre Substitution anstelle des ursprünglichen Ausdrucks den Wahrheitswert eines beliebigen Satzes, in dem er vorkommt, nicht beeinflußt.
I 48
Bezug/HusserlVsFrege: neigt dagegen zu der Auffassung, der Bezug sei das gleiche wie der Gegenstand, auf den das Prädikat angewendet wird. Er nimmt gewiß keine Gleichsetzung vor zwischen dem Bezug eines Prädikats und einem Begriff, sondern: Husserl verwendet Bedeutung und Sinn gleichbedeutend.
Dummett I 96
Def Noema/Husserl: Verallgemeinerung des Sinnbegriffs", nichts weiter als die Verallgemeinerung der Idee der Bedeutung auf das Gesamtgebiet der Akte. FregeVsHusserl: sein Sinnbegriff läßt dagegen keine Verallgemeinerung zu. Gedanken sind von allem andern verschieden, weil sie die Unterscheidung w/f zulassen, und ihre Bestandteile ebenfalls. Alles, was den gleichen Zweck erfüllt wie der Sinn, d.h. alles, was ein spezifisches Mittel zur Bestimmung eines Gegenstands oder einer Funktion abgibt, ist seinerseits Sinn und bildet einen Bestandteil verschiedener Gedanken.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsHusserl Habermas Vs Husserl, E.
 
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I 201
Husserl: bei ihm wird das physische Zeichen gegenüber der Bedeutung des sprachlichen Ausdrucks abgewertet. Es wird fast in einem virtuellen Zustand versetzt. HabermasVsHusserl: so weiß man nicht mehr so recht, wozu den Bedeutungen überhaupt noch mit Hilfe von Wortzeichen ausgedrückt werden sollten.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsHusserl Heidegger Vs Husserl, E.
 
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Habermas I 171
Mensch/Husserl: für die Einheit der Person ist eine wesentlich andere Konstitution gefordert als für Naturdinge. Sie existiert nur im Vollzug intentionaler Akte. Psychisches Sein hat also mit Personsein nichts zu tun HeideggerVsHusserl: gibt sich damit nicht zufrieden: »aber welches ist der ontologische Sinn von »vollziehen«?«. Dabei hält er aber an der transzendentalen Einstellung einer reflexiven Aufklärung der Bedingungen der Möglichkeit des Personseins als dessen In-der-Welt-Seins fest. Andernfalls könnte er im entdifferenzierenden Sog des Lebens philosophischen Begriffsbreis versacken. Die Subjektphilosophie soll durch die ebenso scharfe und systematische, aber eben tiefgreifende Begrifflichkeit einer transzendental verahrenden Existentialontologie überwunden werden. Dabei bringt Heidegger auf originelle Weise theoretische Ansätze zusammen, die bis dahin unvereinbar waren.
Habermas I 172
Def Phänomen/Husserl: alles was sich von sich aus als es selbst zeigt. Phänomen/Heidegger: kommt nur indirekt zur Erscheinung (aus der Verborgenheit).
Def ontische Erscheinungen/Heidegger: zeigen sich gerade nicht als das, was sich von sich aus sind.
Phänomenologie/Heidegger: unterscheidet sich von den Wissenschaften dadurch, daß sie es nicht mit einer besonderen Art von Erscheinungen zu tun hat, sondern mit der Explikation dessen, was sich in allen Erscheinungen verbirgt. Der Bereich der Phänomenologie ist das vom Seienden verstellte Sein. Als Modell für die Anstrengung der Explikation dient aber nicht, wie bei Husserl, die Intuition, sondern die Auslegung eines Textes. Nicht Intuition, sondern das hermeneutische Verstehen eines komplexen Sinnzusammenhangs entbirgt das Sein.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsHusserl Russell Vs Husserl, E.
 
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Bertrand Russell
Tugendhat I 168
Kopula/Husserl: trennt die Kopula vom Prädikat. (RussellVsHusserl). Formalisierung als Ganzes Teil-Satz: "Die Röte ist im Schloss" oder "Das Schloss hat Röte". In der kategorialen Synthesis ist eine Prädikataussage notwendig eine Relation.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsHusserl Tugendhat Vs Husserl, E.
 
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Habermas I 204
TugendhatVsHusserl: der Versuch, subjektive Ausdrücke auf situationsunabhängige umzustellen, ist aussichtslos. Singuläre Termini sind wie performative Ausdrücke Beispiele für genuin pragmatische Bedeutungen. - - -
Tugendhat I 141
TugendhatVsHusserl: scheitert an der Frage, wie Prädikate verstanden werden, wegen seines gegenstandstheoretischen Ansatzes. (Dem Satz entspräche ein Sachverhalt).
Tugendhat I 171
TugendhatVsHusserl: die Zusammensetzung darf nicht als reale verstanden werden. Einziges Kriterium: Dass die Röte im Schloss ist, ist genau dann der Fall, wenn das Schloss rot ist.
I 172
Prädikat/TugendhatVsHusserl: wir brauchen eine ganz neue Erklärung für ein Prädikat, die nicht eine Erklärung der Art sein kann, dass das Prädikat für etwas steht. Wir müssen ganz auf das gegenstandstheoretische Erklärungsmodell verzichten. Kategorialer Akt/Husserl/Tugendhat: sind ihrerseits gar nicht direkt aufweisbar.
I 173
Wir erkennen Sie nur daran, dass ein Ausdruck eine bestimmte semantische Form hat. Relationsaussagen/Relation/TugendhatVsHusserl: man könnte meinen, dass Husserls Theorie wenigstens bei Relationsaussagen durchzuhalten wäre, also beim mehrstelligen prädikativen Sätzen.
Man könnte es so sehen: im Sachverhalt ist die Relation des realen Zusammengesetztseins ideal zusammengesetzt mit dem Hammer einerseits und dem Gegenstandspaar Stil und Kopf andererseits.
Das entspricht dann genau der Zusammensetzung des Attributs mit dem einen realen Gegenstand beim einstelligen prädikativen Satz.
Vs: dagegen gilt genau derselbe Einwand: gefragt nach einem Kriterium für das Vorlegen dieser idealen Zusammensetzung, kann man nur antworten, sie bestehe dann zwischen der realen Zusammensetzung und den Gegenständen, wenn der ursprüngliche Satz wahr ist.
Tugendhat I 291
Konjunktion/Husserl: "Konjunktive Verbindung von Namen, bzw. Aussagen". (Gegenstandstheoretisch). Aussagesätze stehen für Gegenstände (Sachverhalte). "Und": "Das Zusammen der Objekte". Aber keine Menge. (>Konjunktion).
I 292
TugendhatVsHusserl: problematisch dabei ist, dass wir uns das als räumliche Nähe vorstellen. Wir können uns aber Bsp Peter und Paul räumlich getrennt vorstellen und dennoch eine Aussage machen, die sie beide betrifft.
I 361
Synthesis/Gegenstand/Husserl: Synthesis von Gegebenheitsweisen: er meint nicht Gegenstände überhaupt, sondern speziell räumliche Gegenstände. Synthesis von Abschattungen, Farben, Perspektiven. TugendhatVsHusserl: das sind gar keine Gegebenheitsweisen von Gegenständen als solchen, sondern ihrer prädikativen Bestimmungen!
I 362
Husserl: Gegenstand: "Das pure X, in Abstraktion von allen Prädikaten". Tugendhat: das ist zu wenig.
II 9
TugendhatVsHusserl: verlor Jahre seines Lebens mit der Auseinandersetzung, die letztlich überholt ist durch die analytische Philosophie.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsHusserl Wittgenstein Vs Husserl, E.
 
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Chisholm II 222
Phänomenologie/WittgensteinVsHusserl/Marek: gibt es nicht als Wissenschaft, wohl aber phänomenologische Probleme. Und zwar als Sätze über Mögliches und Unmögliches. Bsp etwas Rotes kann nicht zugleich grün sein.
Wittgenstein: in der Phänomenologie handelt es sich immer um die Möglichkeit, d.h. um den Sinn, nicht um Wahrheit oder Falschheit.
- - -
Wittgenstein I 204
Phänomenologie/Husserl/Hintikka: nach Wittgensteins Ansicht behauptet Husserl, es gäbe neben der logischen und der inhaltlichen noch eine dritte Möglichkeit. ((s) die phänomenologische). WittgensteinVsHusserl: "Worte kann man ja erfinden, doch ich kann mir darunter nichts denken." (Ähnlich Schlick).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsHusserl Verschiedene Vs Husserl, E. I 25
Denkgesetze/Husserl: bei ihm schwingt die Ansicht mit, diese Gesetze gelten unabhängig davon, ob ein Mensch sie denkt, oder nicht. > VsHusserl:"idealistischer Objektivismus".
Chisholm II 153
Indexikalität/hinweisender Akt/Husserl/Mulligan/Smith: (Woodruff Smith/McIntyre) 1. die frühe Theorie liefert die "geringste Differenz": Objekte determinieren die Bedeutung
2. Die Noema Theorie: umgekehrt: der Akt selbst konstituiert das Objekt! Das Objekt spielt keine Rolle mehr in der Theorie!
II 154
McIntyre: in der indexikalischen Situation ist es auch nicht das Objekt, aber die Umstände. (~). MulliganVs: wenn das für indexikalische Situationen zugestanden wird, was soll die Noema Theorie dann überhaupt noch erklären?
Auch in nicht indexikalischen Fällen können eingeschlossene Noemata immer gefunden werden.
VsHusserl: die Noema Theorie erklärt nichts, was die frühe Theorie nicht auch erklären könnte.





Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsHusserl Peacocke Vs Husserl, E.
 
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I 119
PeacockeVsHusserl: auch bei ihm gibt es eine Verwechslung von Allgemeinem und Einzelnem: Ich/Husserl: (logische Untersuchungen, engl. 1970, S. 315f, Rückübersetzung) das Wort „Ich“ benennt verschiedene Personen von Fall zu Fall, und zwar durch wechselnde Bedeutung.
I 120
Jeder hat seine eigene Ich Präsentation. Das ist es, was von Person zu Person wechselt. konstitutive Rolle/Peacocke: 2. mögliches Mißverständnis:
die Überlegungen zur konstitutiven Rolle könnten den Hauch einer "Bündeltheorie des Selbst" nahelegen.
Aber was ich sage, ist neutral in Bezug auf eine Bündeltheorie. Es ist neutral, weil es Teil einer Theorie ist des Nachdenkens in bestimmter Weise über Personen und nicht über Personen selbst oder ihre Natur und ihre Individuationsprinzipien.
Unser Zugang zur konstitutiven Rolle kann erklären, warum Cartesische Gedanken, die möglicherweise (arguably) unfehlbar sind, auf jeden Fall einen Erste Person Charakter haben.
Bsp "Ich habe Schmerzen", "Ich habe eine Wahrnehmung von einem Baum" usw.
Prinzip der Sensitivität/Peacocke: zusammen mit der individuierten konstitutiven Rolle:
jemand x ist disponiert zu urteilen, dass φ [selbst x] beim Vorliegen von Evidenz, dass die Person mit diesen bewussten Zuständen ist.
Bsp Schmerz
x ist disponiert zu urteilen, dass [selbst x] j ist beim Vorliegen von Evidenz* dass die Person mit diesen bewussten Zuständen, einschließlich Schmerz, φ ist.
((s) beim zweiten mal Evidenz*)
Peacocke: dann kann man auch noch Schmerz für φ einsetzen.
Pointe: das Entscheidende ist hier die individuierte (particularized) konstitutive Rolle:
I 121
Man kann nicht sagen, dass eine Person, die Schmerzen hat, sich selbst über eine Beschreibung identifizieren können muss. Dafür hat die Person in ihrem Zustand keine Evidenz*. Der Besitz der Erste Person Gegebenheitsweise der konstitutiven Rolle "die Person, die diese Wahrnehmungen hat" kann so erklären, dass man keinen Test für seine eigene Identität braucht.
jetzt/Peacocke: auch hier gilt, dass man den Zeitpunkt nicht zuvor noch identifizieren muss.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Hetero-Phänomen. Dennett, D.
 
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Püerler/Wild I 408
Heterophänomenologie/HP/DennettVsBrentano/VsHusserl: aus der Perspektive der 3. Person statt der ersten. RadnerVsDennett: These HP kann man auch aus der 1. Person-Perspektive betreiben.