Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Dualismus Chalmers I 125
Dualismus/Bewusstsein/Chalmers: wir haben gesehen dass der Materialismus wegen der fehlenden logischen Supervenienz bewussten Erlebens auf physikalischen Tatsachen scheitert. Daraus folgt ein Dualismus, aber kein Cartesischer Dualismus, der einen „Geist in der Maschine“ annimmt, der extra kausale Arbeit leistet. Stattdessen folgt für uns eine Art Eigenschaftsdualismus. > Eigenschaftsdualismus.
I 134
Dualismus/Chalmers: man könnten den Dualismus vermeiden, indem man eine Zombie-Welt, die physikalisch identisch mit unserer ist als falsch beschrieben bezeichnet.
I 135
Diese Welt wäre gleichzeitig identisch und verschieden. Wir könnten die physikalischen Eigenschaften mit dem Operator „ddieses“ („dthat“) starr machen, Bsp ddieses(spielt die Rolle von…). Pointe: dann würde die Zombie-Welt einige Eigenschaften nicht haben, die unsere Welt hat.
Pointe: dann könnte Bewusstsein metaphysisch auf anderen Eigenschaften supervenieren. Das wäre ein interessantes Argument.
ChalmersVsVs: 1. Ist das spekulativ.
2. (direkter): es beruht auf einer unkorrekten Semantik physikalischer Begriffe.
I 136
Bsp ein Elektron mit noch unerkannten Eigenschaften würden wir immer noch ein Elektron nennen, nicht aber ein Elektron mit Eigenschaften eines Protons. Metaphysik/Chalmers: die Semantik ist hier nicht so entscheidend, aber die metaphysische Frage bleibt.
I 154
Dualismus/Def Protophänomenale Eigenschaft/Chalmers: beinhaltet als einzelne nicht selbst Erleben, mehrere gleichzeitig vorhandene könnten es aber. Das ist merkwürdig für uns, kann aber nicht a priori ausgeschlossen werden. Das würde eine kausale Rolle des Phänomenalen nahelegen. Eine solche Theorie zu vertreten würde einfach bedeuten, eine andere mögliche Welt anzunehmen, wo etwas anderes die Rolle der Verursachung innehat, aber logisch ausgeschlossen wäre eine solche Welt nicht.
I 155
Dualismus/Chalmers: wenn wir eine solche Position einnehmen würden, verträten wir einen essentiellen Dualismus. ChalmersVsDualismus: man kann diese Position aber auch nichtdualistisch verstehen, wenn auch nicht als materialistischen Monismus. Sie liefert dann ein Netzwerk intrinsischer Eigenschaften, das die extrinsischen physikalischen Eigenschaften „realisiert“ (verwirklicht). Die Gesetze sind immer noch die physikalischen. In extremster Form, wenn alle intrinsischen Eigenschaften phänomenal sind, haben wir es mit einer Variante des Idealismus zu tun, aber nicht nach Art von Berkeley.
Am ehesten würde es einer Version von Russels neutralem Monismus entsprechen:
I 155
Monismus/Russell/Chalmers: neutraler Monismus: die grundlegenden Eigenschaften der Welt sind weder physikalische noch phänomenale, sondern das Physische und das Phänomenale sind beide aus diesem Grundlegenden aufgebaut. Das Phänomenale ist aus den intrinsischen Naturen gebildet, das Physische aus den extrinsischen.
I 156
Dualismus/Def Interaktionistischer Dualismus/Def Interaktionismus/Chalmers: hier füllt Erfahrung die kausalen Lücken im physikalischen Prozess. ChalmersVs: das schafft mehr Probleme als es löst. Es löst nicht die Probleme mit dem Epiphänomenalismus.
Pro: das einzige Argument für den interaktionistischen Dualismus sind einige Eigenschaften der Quantenmechanik, die besser erklärt werden könnten. (>Eccles 1986)
I 157
ChalmersVsEccles: die Effekte wären viel zu klein, um eventuelle Verhaltensänderungen zu bewirken. Weitere Gegenargumente: VsInteraktionistischer Dualismus/VsInteraktionismus/Chalmers:
1. er widerspricht dem quantenmechanischen Postulat, dass die microskopischen „Entscheidungen“ zufällig sind.
2. Ein Verhalten, dass durch diese mikroskopischen Einflüsse ausgelöst wurde, müsste sich von anders ausgelöstem Verhalten unterscheiden.
ChalmersVsEccles: solche Theorien schweigen sich auch darüber aus, was im Gehirn passieren soll, wenn die Wellenfunktion kollabiert.
ChalmersVsInteraktionistischer Dualismus: dieser macht das Phänomenale irrelevant:
I 158
ChalmersVsEccles: wenn es seine Psychonen gibt, dann kommen sie mit rein kausalen Interaktionen aus, ohne angenommene phänomenale Eigenschaften. VsChalmers: man könnte einwenden, dass Psychonen (oder Ektoplasma oder was immer) durch phänomenale Eigenschaften erst konstituiert sind.
ChalmersVsVs: selbst dann sind ihre phänomenalen Eigenschaften irrelevant für Verhaltenserklärung: in der Geschichte über Verursachung sind es nur die relationalen Eigenschaften, die zählen. Es bleibt also bei der kausalen Geschlossenheit des Physischen.
ChalmersVsInteraktionismus/ChalmersVsEccles: selbst wenn man Psychonen annähme, könnte man eine Geschichte über Zombies erzählen, die Psychonen involvierte. Man müsste dann wiederum zusätzliche phänomenale Eigenschaften von Psychonen annehmen, ohne sie nachweisen zu können.
I 162
Def interaktionistischer Dualismus/Chalmers: akzeptiert, das Bewusstsein nicht-physikalisch ist (VsMaterialismus) aber er leugnet, dass die physikalische Welt kausal geschlossen ist, so dass Bewusstsein eine autonome kausale Rolle spielen kann.
I 162
Naturalistischer Dualismus/Chalmers: so charakterisiere ich meine eigene Sicht: These: Bewusstsein superveniert natürlich auf dem Physischen, ohne logisch oder „metaphysisch“ zu supervenieren. Ich behaupte, dass der Materialismus falsch ist und dass der Bereich des Physikalischen kausal abgeschlossen ist.
I 171
Naturalistischer Dualismus/Chalmers: diese meine Position wird schon von vielen implizit geteilt, die sich selbst noch „Materialisten“ nennen. Alles was ich gemacht habe ist, die ontologischen Implikationen der naturalistischen Sicht – dass Bewusstsein aus dem Physischen (oder Physikalischen) „entsteht“, explizit zu machen. Wir müssen gar nich6t viel aufgeben, was für unsere wissenschaftliche Weltsicht wichtig ist.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Interaktionismus Chalmers I 156
Dualismus/Def Interaktionistischer Dualismus/Def Interaktionismus/Chalmers: hier füllt Erfahrung die kausalen Lücken im physikalischen Prozess. ChalmersVs: das schafft mehr Probleme als es löst. Es löst nicht die Probleme mit dem Epiphänomenalismus.
Pro: das einzige Argument für den interaktionistischen Dualismus sind einige Eigenschaften der Quantenmechanik, die besser erklärt werden könnten. (>Eccles 1986)
I 157
ChalmersVsEccles: die Effekte wären viel zu klein, um eventuelle Verhaltensänderungen zu bewirken. Weitere Gegenargumente: VsInteraktionistischer Dualismus/VsInteraktionismus/Chalmers:
1. er widerspricht dem quantemechanischen Postulat, dass die microskopischen „Entscheidungen“ zufällig sind.
2. Ein Verhalten, dass durch diese mikroskopischen Einflüsse ausgelöst wurde, müsste sich von anders ausgelöstem Verhalten unterscheiden.
ChalmersVsEccles: solche Theorien schweigen sich auch darüber aus, was im Gehirn passieren soll, wenn die Wellenfunktion kollabiert.
ChalmersVsInteraktionistischer Dualismus: dieser macht das Phänomenale irrelevant:
I 158
ChalmersVsEccles: wenn es seine Psychonen gibt, dann kommen sie mit rein kausalen Interaktionen aus, ohne angenommene phänomenale Eigenschaften. VsChalmers: man könnte einwenden, dass Psychonen (oder Ektoplasma oder was immer) durch phänomenale Eigenschaften erst konstituiert sind.
ChalmersVsVs: selbst dann sind ihre phänomenalen Eigenschaften irrelevant für Verhaltenserklärung: in der Geschichte über Verursachung sind es nur die relationalen Eigenschaften, die zählen. Es bleibt also bei der kausalen Geschlossenheit des Physischen.
ChalmersVsInteraktionismus/ChalmersVsEccles: selbst wenn man Psychonen annähme, könnte man eine Geschichte über Zombies erzählen, die Psychonen involvierte. Man müsste dann wiederum zusätzliche phänomenale Eigenschaften von Psychonen annehmen, ohne sie nachweisen zu können.
I 162
Def interaktionistischer Dualismus/Chalmers: akzeptiert, das Bewusstsein nicht-physikalisch ist (VsMaterialismus) aber er leugnet, dass die physikalische Welt kausal geschlossen ist, so dass Bewusstsein eine autonome kausale Rolle spielen kann.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsInteraktionVsInteraktion Pauen Vs Dualismus Pauen I 56
VsDualismus: dieser scheint zwar die Einheitlichkeit der Erfahrungen und den freien Willen besser zu erklären, aber es bleibt doch völlig unklar, wie das Bewusstsein diese Integrationsleistungen vollbringen könnte. Welchen nichtphysischen Gesetzmäßigkeiten unterliegt es? Der Dualist hat überhaupt keinen konkreten Forschungsgegenstand! Wenn die Integration völlig unbewusst abläuft ist es auch keine Tätigkeit des Bewusstseins!
MonismusVsDualismus: hat im Gegensatz dazu ein Forschungsobjekt, dessen Funktionsweise im Ansatz bekannt ist und das nach Hinweisen auf Integrationsleistungen überprüft werden kann.
I 57
VsDualismus: verlagert bloß das Problem der Willensfreiheit durch autonomen Geist. Der autonome Geist kann sich kaum selbst geschaffen haben. Daher ist er auch abhängig von den Eigenschaften und Charakterzügen, die er aus dem Akt der Entstehung mitbringt, bzw. nach diesem Akt erworben hat.
I 58
VsDualismus: ist er nicht wenigstens in der Frage der Entstehung des Bewusstseins überlegen? Auch hier nur Verlagerung des Problems: der Dualist kann hier nicht auf Theorien über neuronale Prozesse zurückgreifen, sondern muss sich auf etwas jenseits davon berufen. Es ist jedoch völlig unklar, wo er hier ansetzen sollte.
Die Annahme, immaterielle Substanz besäße die Fähigkeit, Bewusstsein hervorzubringen ist genauso rätselhaft wie die Annahme, materielle Prozesse besäßen diese.
Man kann auch nicht den Geist als "Fähigkeit, Bewusstsein hervorzubringen" definieren. Das wäre zirkulär wie Schachspiel auf eine "Schachspielfähigkeit" zurückzuführen.
MonismusVsDualismus: besitzt hier einen konkreten Untersuchungsgegenstand, auch wenn ihm die gleiche Frage den Kopf zerbricht.
I 59
Vsinteraktionalistischer Dualismus: nimmt er eine Interaktion an, verstößt er gegen das Prinzip der kausalen Geschlossenheit und das Prinzip der physischen Determination. Bsp Ziegelstein: die Flucht kann hier nicht durch durchgängig physikalisch beschriebene Ereignisse zurückgreifen, schließlich wäre die Reaktion von einem Willensakt abhängig.
Verletzt wird auch das Prinzip der physischen Determination: der Willensakt hätte keine Entsprechung in physikalisch beschreibbaren Ereignissen, schließlich soll er ja unabhängig von neuronaler Aktivität sein.
I 60
Eigenschaftsdualismus: geht diesen Problemen aus dem Weg und stellt Bewusstsein als autonome Eigenschaft dar, die gleichzeitig neue Art physischer Eigenschaften ist. Dazu müßte man aber auf Ereignisse stoßen, die durch neuronale Prozesse nicht zu erklären sind. Damit wären wir zu einer methodischen Erweiterung der Naturwissenschaften gezwungen.
MonismusVsDualismus: verstößt gegen das Prinzip der ontologischen Sparsamkeit.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsInteraktionVsInteraktion Libet Vs Dualismus Pauen I 63
Willensfreiheit/Libet: seine bekannten Versuche von 1985 zeigen, dass es zweifelhaft ist, dass eine Abhängigkeit von bewussten Entschluß und körperlicher Aktivität besteht!
I 63/64
Es scheint, dass gewisse einfache Handlungen auf der neuronalen Ebene bereits eingeleitet werden, bevor der Willensakt stattgefunden hat! Die Interpretation der Experiment ist aber ebenso umstritten wie die Experimente selbst.
Sollten sie sich durchsetzen, wäre das ein gravierender Einwand Vsinteraktionalistischen Dualismus.
Sie führen zum Epiphänomenalismus.

Lib I
B. Libet
Mind Time: The Temporal Factor in Consciousness Cambridge 2005

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsInteraktionVsInteraktion Vollmer Vs Popper, K. II 84
VsInteraktionismus/VsEccles: wo findet die Wechselwirkung statt? Eccles: in den "liaison areas" VollmerVsEccles: das ist natürlich nur eine Verschiebung: wo liegen die "liaison areas"? Wie kommt die Wechselwirkung zustande?
Eccles/Popper: (Monismus) These: der selbstbewusste Geist ist aktiv dabei, aus der Vielzahl aktiver Zentren auf höchster Ebene der Gehirntätigkeit zu lesen...dabei richtet er seine Aufmerksamkeit auf diese Zentren und integriert seine Auswahl, so dass auch die flüchtigsten Erfahrungen zu einer Einheit zusammengefasst werden. Weiter wirkt der selbstbewusste Geist, indem er das raumzeitliche Muster der neuronalen Vorgänge verändert ...eine Analogie bietet der Suchscheinwerfer. ein Abtastgerät, eine Sonde...
II 85
VollmerVsEccles/VollmerVsPopper: durch vage Analogien ist nichts gewonnen. Er macht auch keinen Vorschlag, wie seine Hypothesen zu prüfen seien. Was er für umwerfen d neu hält, ist die selbständige Aktivität des Geistes, die suche nach einheitlicher Interpretation. Aber das ist es ja gerade, was wir erklären wollen! Das erinnert an die
Bsp Erläuterung des Telegraphenprinzips: "Das ist wie beim Dackel: wenn man hinten zwickt, bellt er vorne". "Und wie ist es bei der drahtlosen Telegraphie?" "Genauso, nur ohne Dackel."

I 74
Evolutionäre Erkenntnistheorie/EE/Vollmer: beschreibt nicht die Evolution der Erkenntnis (Wie Popper) sondern unserer Fähigkeiten.
I 75
VollmerVsPopper: seine Theorie der Welt 3 und sein Leib Seele Dualismus sind mit der EE nicht vereinbar.
I 278
LewontinVsPopper: eine Theorie, die keine Prognosen macht, kann prüfbar sein, und damit erfahrungswissenschaftlich! VollmerVsPopper: es konnte gezeigt werden, dass die Selektionstheorie durchaus überprüfbare Prognosen macht!
Popper hat seine Kritik an der Evolutionstheorie längst zurückgezogen!

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsInteraktionVsInteraktion Identitätstheorie Vs Verschiedene Lanz I 281
IdentitätstheorieVsKritiker: drei Repliken: 1. kein Kategorienfehler, sondern das Ungewohnte der wissenschaftlichen Neuigkeit. Viele wissenschaftliche Neuerungen begannen ihre Karriere als angebliche Kategorienfehler. Bsp manche fanden die Behauptung, Röntgenstrahlen gingen durch den Körper, sinnlos. Strahlen werden doch von Körpern reflektiert und nicht durchgelassen! Also quasi Widerspruch zur Definition. (Fälschlich).
2. Replik schlägt verbesserte Formulierung der Identitätsthese vor: sie identifizieren nicht mentale Objekte (Empfindungen, Gedanken, Vorstellungsbilder) mit neuralen Objekten, sondern Sachverhalte!
These der Sachverhalt, daß einer das denkt oder dies empfindet, ist identisch mit dem Sachverhalt, daß sich sein Körper in dem oder dem Zustand befindet! So beziehen sich die psychologischen Ausdrücke nicht auf mentale Objekte, sondern adverbiale Modifikationen von psychischen Personenzuständen, die nichts anderes sind als physische Zustände ihres Körpers.
3. Replik: es handelt sich um den Def eliminativen Materialismus: worüber wir mit psychologischen Ausdrücke reden, darüber werden wir mit Hilfe verbesserter Theorien mit nichtpsychologischen Ausdrücke sprechen lernen. Der Glaube an die Existenz mentaler Phänomene wird genauso verschwinden wieder Glaube an Hexen.
PutnamVsIdentitätstheorie. (Funktionalismus).
FodorVsIdentitätstheorie. (Fodor ist auch Psychologe). (Funktionalismus). Lager
Identitätstheorie: die Identitätstheorie identifiziert Typen mentaler Zustände mit physikalistisch charakterisierten Typen von Zuständen des Gehirns.
Danach muss ein bestimmter Typ von Geisteszustand (z. B. »Schmerzen haben«) immer in derselben neuralen Struktur realisiert sein!
FunktionalismusVsIdentitätstheorie: das ist empirisch unplausibel:
1 das Gehirn hat die Fähigkeit, Schädigungen seiner Teile zu kompensieren, indem andere Teile die ausgefallenen Funktionen übernehmen. (Split-Brain).
2. Zwei Wesen könnten physiologisch sehr unterschiedlich realisiert sein (Roboter, Marsmenschen) und dennoch die selben Überzeugungen, Wünsche und Erwartungen haben.
Split-Brain VsMaterialismus (Funktion kompensiert).
Funktionalismus (Marsmenschen, Roboter) VsMaterialismus. Lanz I 287
FodorVsIdentitätstheorie: die Koextensivität der Prädikate ist bestenfalls ein Zufall, aber niemals ein Gesetz:

Pauen I 108
IdentitätstheorieVs semantischen Physikalismus/Pauen: bestreitet die Übersetzbarkeit der Aussagen und Vokabulare. IdentitätstheorieVsMaterialismus/Pauen: hält an der Realität des Bewusstseins fest. Sonst würde angesichts der postulierten Identität ja letztlich die Existenz des Gehirns bestritten.
I 109
IdentitätstheorieVsEpiphänomenalismus/Pauen: macht ohne Aufwand die kausale Wirksamkeit mentaler Prozesse deutlich, weil sie eben immer auch physische Prozesse sind. IdentitätstheorieVsInteraktionismus/Pauen: kann auf eine Erweiterung der Physik verzichten, schließlich können immer die neuronalen Prozesse der Forschungsgegenstand sein.

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001