Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ausgeschlossenes Drittes Heyting I 67
Satz vom Ausgeschlossenen Dritten/VsIntuitionismus: man wirft dem Intuitionisten nicht vor, dass er zu wenig annimmt, wie der Vertreter der klassischen Mathematik denkt, sondern viel zu viel. Z.B. ist das Prinzip vom ausgeschlossenen Dritten für die meisten Menschen ebenso evident wie das der vollständigen Induktion. Warum lehnt er das eine ab und gibt das andere zu?
Intuitionismus: Tatsächlich müssen intuitionistische Behauptungen demjenigen dogmatisch erscheinen, der sie als Behauptungen über Tatsachen auffasst, aber so sind sie nicht gemeint.
Sie bestehen aus gedanklichen Konstruktionen. Mathematische Ideen gehören zu meiner höchst privaten Gedankenwelt. z.B. "Ich habe 2 und 3 addiert und dann 4 und i und habe festgestellt, dass das zum selben Resultat führt".
I 68
Das vermittelt keine Erkenntnisse über die Außenwelt, sondern über meine Gedanken. Man muss unterscheiden zwischen der bloßen Ausübung der Mathematik und ihrer Bewertung. Der Wert hängt immer von unseren philosophischen Ideen ab. Wenn Wissenschaft wirklich zur Formalisierung der Sprache neigt, dann gehört die intuitionistische Mathematik nicht zur Wissenschaft in dem Sinne des Wortes. Sie ist vielmehr eine Erscheinung des Lebens, eine natürliche Tätigkeit des Menschen. Die metamathematischen Überlegungen mögen nützlich sein, sie lassen sich nicht in die intuitionistische Mathematik eingliedern.
I 69
Die Mathematik von intuitionistischen Standpunkt ist das Studium gewisser Funktionen des menschlichen Geistes.

Heyting I
Arend Heyting
Streitgespräch
In
Kursbuch 8/1967, H. M. Enzensberger Frankfurt/M. 1967

Heyting II
Arend Heyting
Intuitionism: An Introduction (Study in Logic & Mathematics) 1971
Ausgeschlossenes Drittes Quine XIII 55
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/SaD/Ausgeschlossenes Drittes/Quine: These: jeder Satz sei entweder wahr oder falsch. Dazu kann man Vieles sagen, Pro und Kontra. Mengenlehre/Quine: 1. Vieles in ihr genügt nicht den meisten Standards des Intuitionismus, d.h. es wird angenommen, dass es weder wahr noch falsch ist (ohne Wahrheitswert). Das führt von der klassischen Logik zum Intuitionismus. >Intuitionismus/Quine.
QuineVsDummett/QuineVsAnti-Realismus: Anti-Realismus ist die Forderung, dass es direkte Evidenz für oder gegen eine Behauptung geben müsse, aber sie verunklart auch die Klarheit und Einfachheit der Wissenschaften.
QuineVsIntuitionismus: der Intuitionismus ist obskur, insbesondere, wenn er über die Mathematik ausgedehnt wird.
Bivalenz/Logik/Quine: die Bivalenz mit dem SaD ist das Minimale, Stromlinienförmigste, was die Logik zu bieten hat. Sie kommt aus der Zahl zwei, die die kleinste und einfachste Zahl ist, die sich vom Boden erhebt.
Behauptbarkeit/Wahrheit/QuineVsIntuitionismus: Behauptbarkeit ist eine Sache, Wahrheit eine andere.
XIII 56
Realismus/Quine: pro: einige Wahrheiten kann man herausfinden, andere nicht. Pointe: dann sind wir auch frei, den Rest der (nicht entdeckbaren) Sätze als falsch zu bezeichnen.
Zukunft/SaD/VsSaD/Bivalenz/Quine: 3. Der SaD ist auch von anderer Seite unter Beschuss geraten: These: Kontingente Vorhersagen seien weder wahr noch falsch. (siehe Zukunft).
VsSaD/Quine: weiterer Einwand: nichtbezeichnende Termini wie Bsp "Pegasus": Sätze, die solche Termini beinhalten, seien weder wahr noch falsch. >Pegasus-Beispiel/Quine.
Leere singuläre Termini/Quine: Leere singuläre Termini können wir für die Alltagssprache akzeptieren, nicht aber in der Wissenschaft oder Logik. (siehe singuläre Termini).
Vagheit/VsSaD/Sorites/Quine: 4. Einwand: vage Ausdrücke: auch hier würde ich wieder für einen doppelten Standard plädieren: in der Logik wollen wir einfach so vorgehen, dass wir annehmen, dass alle Ausdrücke präzise sind.
Bestimmtheit/Quine: Bestimmtheit können wir sogar durch eine zusätzliche Konvention einführen.
XIII 57
Sorites/Quine: wir retten die mathematische (vollständige) Induktion, indem wir genaue Grenzen festlegen dafür, was ein Haufen ist. Auch wenn wir gar nicht spezifizieren, wo sie verläuft! SaD/Quine: pro: die ersten beiden Einwände übergehen wir, die beiden anderen überwinden wir durch einen doppelten Standard.
Proposition/SaD/Quine: einige Autoren nehmen Zuflucht zu Propositionen, um zu erklären. These: Der Mangel beträfe Sätze, nicht aber die entsprechenden Propositionen.
QuineVsPropositionen: das ist ein leeres Spiel mit Worten (siehe >Wahrheit).
SaD/Quine: der Satz vom ausgeschlossenen Dritten ist keine Tatsache des Lebens, sondern eine Norm, die effiziente logische Regimentation regiert.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Ethik Mackie Stegmüller IV 169
Ethik/Moral/Mackie:(ähnlich wie Field): unser alltägliches Verständnis fordert ein Reich moralischer Eigenschaften, die so autonom wie materielle Gegenstände sein müssten, die es aber nicht gibt. Irrtumstheorie: (Field, Mackie): unsere Suche nach einem wahr-machenden Reich von Sachverhalten ist von einem semantischen Irrtum verursacht.
Die korrekte Erklärung der Wahrheitsbedingungen moralischer Urteile entzieht diese Urteile der Bewertung durch alltägliches Argumentieren. (Aufgrund der metaphysisch haarsträubenden Eigenschaften).
Ethik/Mackie: These: es gibt keine objektiven Werte (ontologisch).
Stegm IV 173
Objektivistische Ethik/MackieVsObjektivismus/Stegmüller: führt zu absonderlichen Entitäten wie "Getanwerdensollen". MackieVsIntuitionismus/VsEmotivismus: Rätsel des Zukommens: welche Verbindung besteht zwischen der natürlichen Tatsache, dass Mord grausam ist und der moralischen Tatsache, dass er falsch ist?
IV 179
Metaethischer Fehlschluss: - Schluss von Überzeugungen auf deren Richtigkeit.
Stegm IV 280
Moral/Ethik/Klugheit/Verallgemeinerungsfähigkeit/Verallgemeinerung/Universalisierung/ Mackie/Stegmüller: jeder Mensch möchte nach seinem Gewissen leben - das hebt die Spannung zwischen Moral und Eigeninteresse tendenziell auf. - Unter diesen Umständen fällt aber das, was klug ist, nicht mit dem zusammen, was klug wäre, wenn wir über keinen moralischen Sinn verfügten.

Stegmüller IV 263
Moral/Ethik/Mill: glaubte an allmähliche Veränderung der menschlichen Natur in Richtung auf eine "allgemeine Menschenliebe" - StephenVsMill: "unparteiische Nächstenliebe" könnte auch zum Stalinismus führen - Mackie dito - MackieVsMill.
IV 269
Freiheit/Mill/Stegmüller: These: Die einzige Berechtigung für einen Eingriff in die Freiheit anderer besteht in der Verhinderung der Beschädigung anderer - MackieVsMIll: zu schwach - Gedankenfreiheit kann damit nicht begründet werden -. Statt dessen: "Prinzip des legitimen Eingreifens".

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977

Carnap V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
Intuitionismus Heyting I 59ff
Intuitionismus/Heyting: Brouwer untersuchte die gedankliche mathematische Konstruktion als solche, ohne nach der Natur der Dinge zu fragen, etwa, ob diese Dinge unabhängig von unserer Kenntnis über sie existieren.
I 60
Satz vom ausgeschlossenen Dritten: Bsp Nichtgültigkeit des Satzes vom ausgeschlossenen Dritten: vergleichen wir die Definitionen zweier natürlicher Zahlen, k und l. (a) k ist die größte Primzahl von der Art, dass k 1 auch eine Primzahl ist, wenn es keine solche Zahl gibt, ist k = 1
(b) l ist die größte Primzahl von der Art, dass l 2 auch eine Primzahl ist, wenn es keine solche Zahl gibt, ist l = 1.
Intuitionisten lehnen b) als Definition einer ganzen Zahl ab. k kann wirklich errechnet werden (k=3) während wir keine Methode haben, l zu ermitteln, da es nicht bekannt ist, ob die Folge der Primzahlzwillinge unendlich ist oder nicht. Die Intuitionisten betrachten etwas nur als wohldefiniert, wenn eine Methode zur Ermittlung gegeben ist.

Klassische Mathematik: man kann doch einwenden, dass der Umfang unseres Wissens über die Existenz des letzten Zwillings rein zufällig ist. Und gänzlich belanglos in Fragen der mathematischen Wahrheit.

Existenz/Intuitionismus/Heyting: das Argument des Vertreters der klassischen Mathematik ist metaphysischer Art. Wenn existieren nicht "konstruierbar" heißt, muss es metaphysische Bedeutung haben.

I 61
Klassische Mathematik/VsIntuitionismus/Heyting: Angenommen, am 1. Jan. 1970 wird bewiesen, dass es unendlich viele Zwillinge gibt, l also gleich 1 ist. War es an vor dem Datum nicht so? (Menger 1930)
Intuitionismus/Heyting: Eine mathematische Behauptung stellt fest, dass eine gewisse Konstruktion möglich ist. Bevor es die Konstruktion gibt, gibt es sie nicht. Sogar die Intuitionisten sind überzeugt, dass Mathematik in irgendeinem Sinn auf ewigen Wahrheiten beruht, aber wenn man versucht, diesen Sinn zu definieren, verfängt man sich in Metaphysik.

I 62
Formalismus/Carnap/Heyting: Es bleibt immer der Zweifel, welche Schlussweisen korrekt sind, und welche nicht. (Carnap, 1934(1), S. 44; 1937(2), S. 51)
I 63
Intuitionismus: wir sind gerade nicht an der formalen Seite interessiert, sondern gerade an der Art von Schlüssen in der Metamathematik. Es gibt eine grundsätzliche Mehrdeutigkeit der Sprache.

Klassische Mathematik: Die Semantiker sind noch schlimmere Relativisten als die Formalisten und Intuitionisten.

I 65
Intuitionismus: Es gibt eine Intuitionistische Logik. Bsp Transitivität...S. 65 Schlussfolgerung: Logik ist ein Teil der Mathematik und kann daher nicht als ihre Grundlage genommen werden.

1. R. Carnap, Logische Syntax der Sprache, Wien 1934, S. 44
2. R. Carnap, "Testability and Meaning", in: Philosophy of Science 4, (1937) S. 51

Heyting I
Arend Heyting
Streitgespräch
In
Kursbuch 8/1967, H. M. Enzensberger Frankfurt/M. 1967

Heyting II
Arend Heyting
Intuitionism: An Introduction (Study in Logic & Mathematics) 1971
Intuitionismus Quine II 178
Intuitionismus: > href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/details.php?id=282339&a=$a&autor=Quine&vorname=W.V.O.&thema=Wahrheit">Wahrheit ist nicht gleich Behauptbarkeit.
X 118
Intuitionismus/Quine: man könnte ihn so charakterisieren: er lehnt die Adjunktion ab, wenn man nicht weiß, wie man entscheiden soll, welcher der Teilsätze wahr ist. SaD: hatten wir über die Negation schützen wollen.
Logik/Quine: in Wirklichkeit kann man da gar keine Unterscheidung treffen: wenn man einmal die Beziehungen zwischen den logischen Operatoren ((s) logischen Konstanten) umwirft, kann man jeden beliebigen oder alle als geändert betrachten. (>Holismus).
Daraus sieht man:
Adjunktion/Negation/logische Operatoren/Quine: sind immanent, nicht transzendent. Denn bei einer abweichenden Logik können wir ihre Bedeutungen nicht aufrechterhalten.
Intuitionismus: ist also nicht anderer Ansicht über die Gesetze für die Operatoren. Vielmehr bekämpft er er sie als für die Wissenschaft unbrauchbar.
QuineVsintuitionistische Logik: ihr fehlt die Handlichkeit und Vertrautheit. Ihre Satzverknüpfungen haben keine wafu sondern einer intuitive Bedeutung, die wir mit Hilfe von „widerlegen“ und „ aus...folgen“ erklären. Diese Erklärungen werden aber unklar, wenn man den Unterschied zwischen dem Aussprechen eines Satzes und dem Sprechen über den Satz (Erwähnung/Gebrauch) aufrechterhalten will!
Quine. dann kann man auch gleich zu Heytings Axiomen übergehen und keine Übersetzung zwischenschalten, sondern
X 119
Die direkte Methode des Sprachlehrers anwenden. Intuitionismus: gewann noch Auftrieb durch Gödels Unvollständigkeitsbeweis.
QuineVsintuitionistische Logik: ändert die Bedeutungen der Quantifikation und der Konstanten.
Lösung: man kann konstruktivistisch vorgehen, und dennoch die orthodoxe Logik verwenden: das macht Weyls konstruktive Mengenlehre.
X 121
Ontologie/QuineVsIntuitionismus/Vsintuitionistische Logik: was der Intuitionist für existierend erklärt, finden wir vielleicht nicht einmal so. Lösung: wir müssen seine Sprache zuerst in unsere übersetzen. Und zwar nicht unbedingt in unsere Logik, aber in unsere Gesamtsprache!
Dann können wir sagen, was er als existierend ansieht (und zwar in unserem Sinn von „existieren“).

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Intuitionismus Rawls I 31
Intuitionismus/Rawls: sollten wir als eine Art Pluralismus auffassen. Dabei müssen wir Prinzipien intuitiv abwägen. Dabei geht es Intuitionisten um verschiedene Dimensionen, sei es Steuern, Löhne, Strafen.
I 32
Aus diesen verschiedenen Dimensionen ergeben sich verschiedene sozialpolitische Ziele, die gegeneinander abgewogen werden müssen, z.B. im Hinblick auf ein effektives Steuersystem, Vollbeschäftigung, Bruttoinlandsprodukt usw. Der Intuitionismus schafft eine Basis, um zu entscheiden, inwieweit die Gebote einer Gruppe denen einer anderen Gruppe angepasst werden müssen. Dabei gibt es zwei Prinzipien: 1. Prinzip des Nutzens: wir sollen so viel wie möglich produzieren. 2. Gerechtigkeitsprinzip: Wohlstand anhäufen und Ungleichheiten ausgleichen.
Intuitionistisch ist diese Konzeption insofern, als es nun darum geht, diese Prinzipien gegeneinander abzuwägen.
I 34
Gerechtigkeit: der Intuitionismus behauptet, dass den Gewichtungen keine explizite ethische Konzeption zugrunde liegt. Es gäbe hier keine moralischen Kriterien. Am Ende haben wir eine Vielzahl erster Prinzipien, von den wir nur sagen können, dass es uns korrekter erscheint, sie auf diese Weise auszugleichen als auf jene. RawlsVsIntuitionismus: wenn wir ihn widerlegen wollen müssen wir konstruktive ethische Kriterien für diese Gewichtungen aufzeigen, die angeblich nicht existieren.
I 35
Intuitionismus/Rawls: es gibt teleologische (Moore(1) >Perfektionismus) und deontologische Varianten(2) des Intuitionismus.
I 39
Der Intuitionismus ist nicht intrinsisch irrational, wenn er sagt, dass es am Ende eine Pluralität erster Prinzipien gibt. Er besteht aber darauf, dass ein Versuch, hinter diese Prinzipien zu kommen, diese entweder auf die Trivialität reduziert, dass jedem Pflichten zukommen oder auf eine falsche Vereinfachung, wenn alles auf einen Nutzen zurückgeführt wird.
I 41
Intuitionismus/Gerechtigkeit/Rawls: zweifellos wird sich jede Konzeption von Gerechtigkeit in gewissem Maß auf Intuition stützen müssen. Um eine rationale Diskussion über Prinzipien zu ermöglichen, müssen wir diese Intuition aber auf ein geringes Maß reduzieren.
I 42
Prinzipien/Intuition/Rawls: A. in der Ausgangsposition für die Bildung einer Gesellschaft muss die Gewichtung von Prinzipien zwischen den einzelnen Mitgliedern diskutiert werden. Diese werden von sich aus eine verschiedene Gewichtung anstreben. B. eine andere Möglichkeit ist die lexikalische Ordnung für die Abarbeitung von Prinzipien in einer zu wählenden Reihenfolge.
I 43
Die Reihenfolge selbst ist einfach seriell und vermeidet, die Prinzipien selbst von Anfang an gegeneinander abwägen zu müssen. Siehe Prinzipien/Rawls. Problem: in einer lexikalischen Ordnung
I 44
Die Abhängigkeit von Intuition kann minimiert werden, indem man Vernunftsfragen anstelle von moralischen Fragen behandelt. So kann es z.B. zu abstrakt sein, wenn totaler Nutzen gegen totale Gleichheit abgewogen werden sollte. Gerechtigkeit als Fairness/Rawls: hier kommt Intuition zweifach ins Spiel: 1. Wir wählen eine soziale Position um die es gehen soll, 2. Fragen wir aus der Sicht einer Person, die diese Position innehaben soll, ob es rational ist, dieses Arrangement zu bevorzugen.


(1) Principia Ethica, S. 27-31
(2) Ross, The Right and the Good, S. 21-27.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005
Prinzipien Rawls I 4
Prinzipien/Gesellschaft/Rawls: 1. Jeder akzeptiert und weiß, dass die anderen Mitglieder der Gesellschaft dieselben Prinzipien der Gerechtigkeit akzeptieren.
2. Die grundlegenden sozialen Institutionen erfüllen diese Prinzipien uim allgemeinen und sind bekannt dafür, dass sie dies tun.
I 7
Prinzipien/Rawls: wir sind hier nur an allgemeinen Prinzipien der Gerechtigkeit der Gesellschaft als ganzer, nicht an solchen für spezielle oder private Gemeinschaften oder für nationenübergreifende Institutionen interessiert.
I 10/11
Prinzipien/Gerechtigkeit/Rawls: Prinzipien müssen am Anfang festgelegt werden. Unser Ausgangspunkt, die Situation der Gleichheit, der eine Wahl folgen soll, entspricht dem Naturzustand der traditionellen Theorien des Sozialvertrags, ist aber weder eine konkrete historische Situation noch eine primitive Kultur. Es ist eine rein hypothetische Situation, die zu einer bestimmten Verwirklichung von Gerechtigkeit führen soll.
I 41
Prinzipien/MillVsIntuitionismus/Mill/Rawls: Mill argumentierte, dass das Nützlichkeitsprinzip das einige oberste Prinzip sein könne, da es sonst keinen Schiedsrichter zwischen konkurrierenden Kriterien geben könne(1). Prinzipien/Sidgwick: das Nützlichkeitsprinzip sei das einzige, das diese Rolle einnehmen kann(2).
Rawls: das ist, es, was die klassische Doktrin so attraktiv machte: dass sie das Problem der Prioritäten zu lösen versucht und den Intuitionismus vermeidet.
RawlsVsMill/RawlsVsSidgwick/RawlsVsUtilitarismus: wir müssen erkennen, dass es möglicherweise keinen Weg gibt, um die Pluralität der verschiedenen Prinzipien aufzulösen.
I 43
Prinzipien/Rawls: ich schlage vor, selbst bei der „lexikalischen Ordnung (dem stückweise Abarbeiten von Prinzipien nach einer äußerlichen Ordnung) das Prinzip der gleichen Verteilung von Rechten vorrangig vor dem Regeln von wirtschaftlichen oder sozialen Ungleichheiten zu behandeln.
I 61
Prinzipien/Gerechtigkeit/Rawls: vorläufige Formulierung: 1. Jede Person muss das gleiche Recht auf weitest gehende grundlegende Freiheit haben, soweit sie mit gleicher Freiheit für andere kompatibel ist.
2. Soziale und ökonomische Ungleichheiten sind so zu arrangieren, dass sie
a) vernünftig erwartbar zu jedermanns Vorteil sind und
b) mit Positionen und Verwaltungsvorgängen verknüpft sind, die von jedermann inne gehabt werden können.
Zeitlich werden die beiden Prinzipien nacheinander angewendet. Das bedeutet, dass ein Aufgeben des ersten Prinzips nicht durch größere soziale oder wirtschaftliche Vorteile aufgewogen werden kann.
I 62
Abweichungen von einer Gleichverteilung von sozialen Rechten oder wirtschaftlichen Vorteilen kann nur dadurch gerechtfertigt werden, dass dies für jedermann von Vorteil ist. ((s) Das ist eine Anlehnung an den Utilitarismus).
I 63
Die zeitliche Reihenfolge der Befolgung schließt auch aus, dass grundlegende Freiheiten gegen wirtschaftliche Vorteile eingetauscht werden können.
I 64
Ebenso bedeutet die zeitliche Reihenfolge der Prinzipien, dass von Personen immer nur in Form von Inhabern sozialer Rollen die Rede sein kann.
I 83
Prinzipien/Rawls: Neuformulierung des Zweiten Prinzips: Soziale und ökonomische Ungleichheit sind so zu arrangieren, dass sie a) den größten Nutzen für die am schlechtesten Gestellten und b) mit Verwaltungseinrichtungen und Positionen darin verknüpft sind, die allen unter Bedingungen einer fairen Chancengleichheit offen sind.
I 89
Ich gehe davon aus, dass die beiden Teile des Prinzips lexikalisch geordnet sind.
I 116
Prinzipien/Rawls: es ist nichts Inkonsistentes daran, dass Gerechtigkeit als Fairness unbedingte Prinzipien ermöglicht. Es genügt zu zeigen, dass die Parteien in der Ausgangssituation (einer zu errichtenden Gesellschaft) Prinzipien zustimmen, die die natürlichen Pflichten definieren, die dann unbedingt gelten. ((s)VsRawls: Widerspruch: Rawls sagt selbst, dass die natürlichen Pflichten Bsp nicht grausam zu sein, nicht Gegenstand von Vereinbarungen sind. (Siehe Rawls I 114).
I 250
Prinzipien/Gerechtigkeit/Rawls: Neuformulierung im Lichte der Berücksichtigung kontingenter individueller und historischer Ungleichheiten: Erstes Prinzip: Jede Person muss ein gleiches Recht auf das umfassendste System gleicher Grundrechte haben, dass mit einem gleichen System von Freiheit für alle kompatibel ist.
Prioritätsregel: die Prinzipien der Gerechtigkeit sind in lexikalischer Ordnung aufgebaut und daher kann Freiheit nur zum Wohl der Freiheit eingeschränkt werden. Hier gibt es zwei Fälle: a) eine weniger umfassende Freiheit muss die Freiheit des Gesamtsystem der Freiheit, das von allen geteilt wird, vergrößern, b) eine eingeschränkte Freiheit, muss für diejenigen akzeptierbar sein, die davon betroffen sind.
I 253
Prinzipien/Kategorischer Imperativ/Kant/Rawls: diese Prinzipien sind im Sinn von Kant ebenfalls Kategorische Imperative. Sie setzen keine bestimmten gesellschaftlichen Verhältnisse und keine individuellen Ziele voraus. Es wird nur ein Interesse an primären öffentlichen Gütern (z.B. Freiheit) vorausgesetzt. Die Präferenz für diese wiederum ist von allgemeinsten Annahmen über Rationalität und den Bedingungen des menschlichen Lebens hergeleitet.
I 302
Prinzipien/Rawls: endgültige Fassung für Institutionen/Rawls: die beiden Prinzipien der Gerechtigkeit (s.o.) plus Prioritätsregeln: 1. Prioritätsregel: die Prinzipien der Gerechtigkeit müssen in lexikalischer Reihenfolge abgearbeitet werden, sodass Freiheit nur zugunsten größerer Freiheit eingeschränkt werden darf. Zwei Fälle sind möglich: a) Eine eingeschränkte Freiheit muss das Gesamtsystem der Freiheiten stärken, die allen zugutekommen. b) Eine nicht gleiche Freiheit muss von denen akzeptiert werden können, die weniger Freiheiten genießen.
2. Prioritätsregel: (Gerechtigkeit geht vor Effizienz und Wohlstand): Das zweite Gerechtigkeitsprinzip ist lexikalisch vorrangig vor dem Prinzip der Effizienz und dem der Maximierung von Vorteilen,
I 303
Faire Chancengleichheit ist vorrangig gegenüber dem Differenzprinzip. Zwei Fälle sind möglich: a) Chancenungleichheit muss die Chancen der Benachteiligten vergrößern. b) Eine extreme Sparrate muss die Lasten der Betroffenen mindern. Allgemeine Konzeption: alle primären sozialen Güter (Freiheiten, Rechte, Einkommen, Wohlstand, die Voraussetzungen für Selbstachtung usw.) sind gleich zu verteilen, außer wenn eine ungleiche Verteilung einiger oder aller dieser Güter zum Vorteil der am wenigsten Begünstigen ist.
I 446
Prinzipien/Rawls: während die Prinzipien der Gerechtigkeit die sind, die in der Ausgangsposition gewählt werden, werden die Prinzipien der Rationalen Entscheidung oder der Rationalität gar nicht gewählt. Das führt zu der Unterscheidung zwischen dem Richtigen und dem Guten.

(1) Mill, A System of Logic, Buch VI, Kap. XII, Abschn. 7 und Utilitarianism, Kap. V, paers. 26-31.
(2) Sidgwick, The Methods of Ethics, Buch IV Kap. II und III.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005
Prioritäten Rawls I 39
Problem der Prioritäten/Prinzipien/Rawls: hier geht es darum, die Priorität des Gerechten oder des Rechts vor dem Guten zu begründen. „Lexikalische Ordnung“: die Forderung, einen Grundsatz zu erfüllen, bevor der folgende Grundsatz erfüllt werden kann. Freiheitsprinzip, Prinzip der Chancengleichheit, Differenzprinzip.
I 40
Intuitionismus: leugnet, dass es eine Lösung für das Problem der Prioritäten gibt.
I 40/41
Prinzipien/UtilitarismusVsIntuitionismus/Rawls: versucht, diese Unbestimmtheit, welches Gewicht den einzelnen Prinzipien beizumessen ist, zu vermeiden und stattdessen das Prinzip der Nützlichkeit als oberstes zu setzen.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Intuitionismus/Mathe VsIntuitionismus Versus Quine VII 14
Mengenlehre/Fraenkel: Klassen werden entdeckt. (VsIntuitionismus). (Lager). Quine: das ist mehr als ein Wortspiel, es ist eine wesentliche Frage. (>Wesen).

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987