Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 76 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Nagel
 
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Nagel : pro Descartes und Frege. - NagelVsHume, NagelVsKant, NagelVsWittgenstein: Vs Begrenzung der Reichweite der Vernunft (Neuerdings solche Begrenzung auch bei Quine, Putnam, Goodman, Rorty).Auch Begrenzung des Anspruchs der Vernunft.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Absolutheit Kant
 
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I 14
WittgensteinVsKant: In Bezug auf das Absolute gibt es gar nichts zu erkennen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Analogien Kant
 
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Strawson V 102
Analogien der Erfahrung/Kant: wir finden sie nicht in den Axiomen der Anschauung - "Erfahrungen sind nur durch die Vorstellung einer notwendigen Verknüpfung der Wahrnehmungen möglich" - transzendentale Ästhetik/Kant: Prinzipien der Sinnlichkeit a priori - transzendentale Analytik: enthält die Deduktion der Kategorien, den Schematismus und die Grundsätze.
V 104
Analogie: soll zeigen, wie die Ordnung der Wahrnehmungen in den Begriffen repräsentiert sein muss - von Kant genial auf die Zeitrelationen reduziert - 1. zwischen den Gegenständen 2. zwischen den Erlebnissen.
Stra V 105
1. Analogie/Kant: Quantum der Substanz in der Natur kann weder vermindert noch vermehrt werden.
V 106
Zeit/Kant: alle Zeitbestimmung setzt etwas Beharrliches voraus - Allein der Raum ist beharrlich.
V 107
StrawsonVsKant: das ist kein Grund dafür, dass die objektive Ordnung räumlich sein muss.
V 108
StrawsonVsKant: man braucht gar kein Erhaltungsprinzip! - Nur ein Re-Identifikationsprinzip für Örter (Gegenstände). - Heute: wir sehen, dass etwas verbrennt, ohne dass Substanz erhalten bleibt.
Stra V 112
2./3. Analogie/Kant: Frage: hätten die Wahrnehmungen auch in umgekehrter Reihenfolge auftreten können? a) Ereignisse: keine Zeitindifferenz
b) Gegenstand: Zeitindifferenz.
V 115
2. Analogie: die Ordnung der Reihenfolge ist nicht nur notwendig, sondern auch eine bestimmte, an die unsere Apprehension gebunden ist. - Kausalität: wenn die Ordnung notwendig ist, ist die Veränderung selber notwendig. StrawsonVsKant: dieser arbeitet hier unbewusst mit zwei Begriffen von Notwendigkeit: begrifflich/kausal
Stra V 116/117
3. Analogie/Kant: der Wechselwirkung gleichzeitig existierender Gegenstände entspricht eine Zeit-Indifferenz der Wahrnehmungen - Strawson: ungleich Kausalität.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Analytizität/Synthetizität Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 120
Bleibende Sätze: Reizbedeutung spärlicher -entsprechend: Reizsynonymie ist weniger erforschlich > VsAnalytizität
I 339
Materiale Implikation "p impl q" nicht gleich "p > q" (Erwähnung/Gebrauch) - "impliziert" und "analytisch" am besten allgemeiner Term.
V 114
QuineVsAnalytizität: universelle kategorische Sätze Bsp -"Ein Hund ist ein Tier" kann man später selbst bilden. - Von diesen werden wir nicht sagen, dass sie analytisch oder auch nur wahr wären. - Analytizität sozial wie Sprache. - zufällige erste Beispiele sollten keine Sonderstellung haben. Def analytisch/Quine: ist ein Satz, wenn jedermann dadurch, dass er die Wörter lernt, die Wahrheit des Satzes lernt. - Das ist wegen des Beobachtungscharakters an soziale Gleichförmigkeit gebunden. - Bei jedem Menschen gibt es eine verschiedene Menge von zuerst gelernten analytischen Sätzen. - daher QuineVsAnalytizität.
VI 79
Quine: HolismusVsAnalytizität
VII 21
Analytisch/QuineVsKant: begrenzt sie auf Subjekt-Prädikat-Form - reformuliert: "wahr kraft Bedeutung, unabhängig von Tatsachen". - VsEssentialismus: Wesen willkürlich: ein Zweifüßer muss zweibeinig sein (wegen seiner Füße), aber er muss nicht rational sein! - Relativ!
VII 23
Analytizität/Quine: a) logisch wahr : "kein unverheirateter Mann ist verheiratet" - b) übersetzbar in logische Wahrheit: Junggeselle/unverheirateter Mann: Problem: das stützt sich auf unklare Synonymie analytisch/Carnap: "wahr unter jeder Zustandsbeschreibung". - QuineVsCarnap: das funktioniert nur, wenn die Atomsätze unabhängig voneinander sind - nicht bei Junggeselle/unverheirateter Mann.
VII 28ff
Analytizität/Quine: wir brauchen ein Adverb "notw", das so konstruiert ist, dass es Wahrheit liefert, wenn es auf eine analytische Wahrheit angewendet wird aber dann müsste wir schon wissen, was "analytisch" heißt. - Problem: Die extensionale Übereinstimmung von Junggeselle/unverheirateter Mann beruht eher auf zufälligen Tatsachen als auf Bedeutung! - Analytizität kann nicht bedeuten, dass die Tatsachenkomponente Null wäre: das wäre ein unempiristisches Dogma!
VII 37
Verifikationstheorie/Peirce: die Methode ist die Bedeutung - dann "analytisch" Grenzfall: Methode egal - synonym: Methode der Widerlegung und der Bestätigung gleich.
VII 37
Analytisch/Quine: früh: eine Aussage ist analytisch, wenn sie synonym ist mit einer logisch wahren Aussage.
VII 161~
Analytizität/Quine: ungefähr Wahrheit aufgrund von Bedeutung - das sagt gar nichts über Existenz.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Außen/innen Stroud
 
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I 206
Allgemeines/Besonderes/Skeptizismus/Verifikationismus/Verallgemeinerung/innen/außen/Stroud: Descartes: bei ihm ist das Besondere repräsentativ und kann daher verallgemeinert werden. - VerifikationismusVsVerallgemeinerung: hält sie für verdächtig: nicht Aussagen des Systems auf das Systems selbst anwenden. StroudVsCarnap: das Problem innen/außen ist nicht dasselbe wie das des Allgemeinen und Besonderen.
StroudVsCarnap: der Satz, dass Descartes nicht weiß, ob er am Kamin sitzt ist gar nicht sinnlos, nur in Verbindung mit der skeptischen Vermutung, dass er nicht verifizierbar ist.
Problem: der Verifikationismus käme leicht in die Situation annehmen zu müssen, dass dann unsere ganze Alltagssprache sinnlos ist.
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts - damit wird das innen/außen-Problem vermieden.
I 214
QuineVsKant: kein a priori-"Wissen".

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Axiome Genz
 
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II 184
Axiome/Mathematik/Einstein/Genz: die Axiome selbst sind nicht sicher, nur ihr Zusammenhang mit ihren Folgerungen. Und damit sind auch die Konsequenzen der Axiome nicht sicher.
II 188
Axiome/Erkennen/Logik/Kant/GenzVsKant: Kant dachte noch, dass die inhaltlichen Axiome der Euklidischen Geometrie mit dem Parallelenaxiom genauso sicher wahr seien wie die durch die logischen Schlussweisen hergestellten Zusammenhänge der Geometrie. Also gab es für ihn sichere Erkenntnis.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
Begriffe Brandom
 
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I 152
Begriff: Man muss viele Begriffe haben, um überhaupt welche zu haben!
I 948
Def Begriff/Frege: der Begriff ist das semantische Korrelat von Prädikaten, und zwar ihre "Bedeutung" nicht ihr "Sinn". Also ist der Begriff durch den Bezug definiert.
I 599f
Begriff: Bloßes unterscheidendes Reaktionsvermögen reicht nicht, um die Anwendung von Begriffen zu erkennen! I 601 Rationalistische Ergänzung: die inferentielle Rolle der Reaktion ist entscheidend.
I 852
Begriff/BrandomVsKant: sollte nicht dualistisch vom Nichtbegrifflichen getrennt werden.
I 853
Begriff/Anschauung/Kant/Brandom: B verhalten sich zu A wie 1. Form zur Materie - 2. Allgemeines zum Besonderen - 3. Wie Spontaneität (Verstandestätigkeit) zur Rezeptivität - BrandomVsKant: diese sind orthogonal und unabhängig - kein Kontrast zum Nichtbegrifflichen - Inhalt des Urteils auch begrifflich - Brandom: ad 1: wenn der Verstand sein Material nicht verändert, ist er überflüssig (> Hegel, Phänomenologie) - ad 3. Kontrast begriffliche/kausale Ordnung: konnte Kant nicht als Kontrast zwischen Begriffen und Ursachen konstruieren.
I 856
Def Begriff/Brandom: inferentielle Rolle - es geht um Relationen zwischen Begriffen (östlich/westlich) nicht um die Relation zwischen Begriff und Gegenstand.
I 860
Begriffliche Gliederung/Brandom/(s): durch Wiederholung (Anapher) - notwendig für kognitive Zwecke - begrifflicher Gehalt: durch Substitution - ((s) oder genauer: Austausch von Rahmen)
I 862
Inferentielle Gliederung: erlaubt im Idealfall Denken und Welt als identisch gegliedert dargestellt aufzufassen - begriffliche Gliederung von Behauptungen: handelt von Einzelgegenständen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Begriffe Kant
 
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Begriff/Kant: "Anschauungen ohne Begriffe sind blind." (KrV B 75)
Strawson V 22
Begriffe/Kant: nicht jede beliebige Menge von Begriffen ist für uns ausreichend - es müssen Begriffe von beharrlichen und reidentifizierbaren Gegenständen im Raum darunter sein.
V 23
Die Unterscheidungen müssen in den Begriffen selbst angelegt sein, weil es keine "reine Wahrnehmung eines Bezugssystems" gibt.
Stra V 122
Begriffe/Kant/Strawson: Gegenstände dürfen sich nur im Rahmen einer Wiedererkennbarkeit verändern - die entsprechenden Einschränkungen müssen irgendwie in den Begriffen reflektiert sein - es geht aber nicht um eine bestimmte Verknüpfung sondern um die Existent irgendwelcher solcher Verknüpfungen.
V 123
Begriffe für Gegenstände sind immer Zusammenfassungen von kausaler Gesetzmäßigkeit.
Stra V 128
Begriffe/StrawsonVsKant: sind bei ihm noch nicht sozial charakterisiert - - -
Tugendhat I 191
Begriff/Kant: allgemeine Vorstellung, mittelbar - Anschauung/Kant: unmittelbar - Tugendhat: zweideutig: Vorgestelltes oder subjektives Vorgestelltes - Kant pro letzteres - objektive Bedeutung: "nota communis", gemeinsames Merkmal - > = Spezies/Husserl. - - -
Bubner I 105
Erkenntnis/Urteil/Kant: Erkenntnis formuliert sich in Urteilen, die stets Begriffe voraussetzen. Begriff/Kant: in Begriffen muss daher, transzendental gesehen, die Erkenntnisermöglichung durch Urteile bereits garantiert sein.

I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Bewegung Leibniz
 
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Holz I 133
Bewegung/Leibniz: etwas tritt an den Platz von etwas anderem. ((s) Nicht an die Stelle eines vorher "leeren Raums").
I 134
Das, was alle diese Plätze umfasst, heißt "der Raum". Dafür braucht man auch keine "absolute Realität" von Raum anzunehmen. Raum/Zeit/LeibnizVsKant: Inbegriff möglicher Verhältnisse, aber nicht als Anschauungsformen, sondern real ontologisch als Strukturen des Verhältnisses der materiell Ansichseienden zueinander.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Bewusstsein McDowell
 
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I 113 ff
Selbstbewusstsein/Kant: "Ich denke", das alle meine Vorstellungen muss begleiten können. Zeitliche Kontinuität. Aber nur formal, sonst cartesianisch.
I 113 ff
Def Person/Locke: "ein denkendes, verständiges Wesen, das Vernunft und Überlegung besitzt, und sich selbst als sich selbst betrachten kann. Auch an verschiedenen Orten und Zeiten.
I 126/27
Bewusstsein/Apperzeption/Kriterium/KantVsLocke: der Witz bei ihm (Paralogismus-Kapitel): ist es gerade, dass das Selbstbewusstsein nichts mit einem Kriterium der Identität zu tun hat! Das Subjekt muss sich nicht anstrengen, um seine Aufmerksamkeit auf ein und dasselbe Ding zu richten! ((s) Das Atmen braucht kein Kriterium für Luft, so wichtig Luft auch sein mag).
I 127
Bewußtsein/McDowell: um den Cartesianismus zu vermeiden, sollte wir nicht vom "Fluss des Bewusstseins" (Bewusstseinsstrom) sprechen, sondern von einer bleibenden Perspektive auf etwas, das selbst außerhalb des Bewusstseins liegt.
I 128
"Ich denke"/Kant/McDowell: ist auch eine dritte Person, deren Weg durch die objektive Welt eine substantielle Kontinuität ergibt. (Evans, Strawson, Paralogismen).
I 129f
McDowellVsKant: es ist unbefriedigend, wenn das Selbstbewusstsein nur die Kontinuität eines Gesichtspunkts, einer Perspektive ohne Körper sein soll. Die Idee der Kontinuität kann nicht ohne die Idee des lebenden Dings gedacht werden. so wenig wie die Verdauung.
Das soll aber nicht heißen, dass körperliche Präsenz immer mit einem Selbstbewusstsein zusammenhängt.
Selbstbewusstsein/Kant: nur Lebewesen mit begrifflichen Fähigkeiten haben Selbstbewusstsein. McDowell pro.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Bewusstsein Rorty
 
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Richard Rorty
Rorty I 60
Bewusstsein: Antike hatte dafür keinen Namen.
III 37/38
RortyVsRyle/RortyVsDennett: deren Zweifel, ob es etwas wie »Geist« oder "Bewusstsein" gibt, hat mit der Vorstellung von einem Medium zwischen dem selbst unter Realität zu tun, einem Medium, dass Realisten für transparent und Skeptiker für opak gehalten. Rorty: da gibt es gar kein Medium.
VI 176
Bewusstsein/Rorty: Welches Ergebnis wünschen wir uns denn als Resultat unserer Forschung? Warum sollten wir unsere intuitiven Anschauungen verändern wollen? Weder Intuition noch ambitioniertes Streben bieten einen archimedischen Punkt.
Frank I 584
Bewusstsein/Rorty: gibt es im Sinne eines eigenständigen Bereichs von Mentalem in Wirklichkeit gar nicht - mentale Ereignisse sind Konventionen, ein kontingentes Sprachspiel - These: das kann ohne Verlust abgeschafft werden.
Rorty I 132
Mentales/Ryle/Rorty: These: mentale Zustände wie Meinungen, Wünsche usw. sind Eigenschaften nicht des Bewusstseins, sondern der Person.
III 37
Bewusstsein/Geist/RortyVsRyle/RortyVsDennett: Geist bzw. Bewusstsein sind kein Medium zwischen einem selbst und der Realität.
III 67
Bewusstsein/Kant/Rorty: zwei Teile: a) vernünftig: bei allen gleich b) empirisch, kontingent. - Dagegen: Freud: behandelt Rationalität als einen Mechanismus, der Kontingenzen anderen Kontingenzen anpasst. - Schon Platon: (Staat) Gewissen = verinnerlichte Eltern und Gesellschaft. - Vernunft/Kant: allgemeine Prinzipien - FreudVsKant: zum Besonderen zurückkehren. - Kant: ehrliche Menschen seien paradigmatisch. - Freud: nichts Menschliches ist paradigmatisch.
VI 147
Bewusstsein/Verhalten/Wittgenstein/Rorty: falsche Frage: "Ist das Verhalten eine andere Tatsache als das Bewusstsein?" - Wittgenstein: wir sollten nicht versuchen, zwischen Sprache und Gegenstand zu treten.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Dialektik Platon
 
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Bubner I 34
Dialektik/Platon/Bubner: mehr als Methode, der Dialektiker verfährt mit methodischer Korrektheit, weil er sein hiesiges Lebend wachend, nicht träumend führt.
I 37
DialektikVsRhetorik/Platon/Bubner: die Kenntnis der Methode macht den Philosophen zu einem freien Menschen, während der wirkungsorientierte Redner in den Trug der Worte verstrickt ist. (VsSophisten).
I 38
Sophismus/AristotelesVsPlaton: bedient sich derselben Gründe, um auf Unvollständigkeit der Dialektik zu plädieren, gerade, weil sie es mit der intersubjektiven Redepraxis zu tun hat. Def "Topoi"/Aristoteles: vorwissenschaftliche Gemeinplätze. Die Topik macht das Einleuchtende und Erfolgversprechende am Reden namhaft.
Dialektik/Kant: der negative Ruch haftet der Dialektik bis zu Kant an. Allerdings ist der anhaftende Schein bei Kant als notwendig erkannt.
I 39
Dialektik/HegelVsKant: seine Scheu vor den Widersprüchen offenbare die Begrenztheit seines Verständnisses von Wissenschaft. Die Dialektik müsse eben zu Ende gedacht werden. Kant sei bei dem negativen Resultat stehengeblieben. HegelVsAristoteles: "spekulativer Geist der Sprache": die Einsicht in die sprachlich logische Verwurzelung der Spekulation soll ihr wieder den Rang strenger Methode sichern, den ihr gerade Aristoteles wegen ihrer Bindung an das Sprachliche aberkannt hatte.
I 111
Dialektik/Platon/Bubner: a) Wissenstheorie: die Ungeschiedenheit von wahrem Wissen und Reflexion führt zu einem ganzen Ensemble von Regeln und Strukturen. b) Dialektik bei Platon ist auch das logische Verhältnis zwischen Behauptung und Folgerung.
c) Weise der Bestimmung von Begriffen auseinander. (Auf und Abstiegsverfahren. Der späte Platon entwickelt Ansätze einer Aussagenlogik.

Ding an sich Kant
 
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I 17
An sich/Kant: Frage: was ist an sich, nämlich über mich hinaus oder ohne mich, aber doch so, dass ich mich selbst erblicke als an sich? - Also: was an mir ist an sich? - - -
Strawson V 33/34
Ding an sich/Kant/StrawsonVsKant: dass die Dinge an sich nicht in Raum und Zeit sein sollen, macht die ganze Lehre unverständlich.
Stra V 95
Ding an sich/Kant: muss selbst gar nicht die Bedingungen der Subjektivität erfüllen - nur die Erscheinung muss sie erfüllen. Dann könnte die Erkenntnis der Dinge höchstens einer prästabilierten Harmonie verdankt werden. - (KantVsLeibniz).
Stra V 168
Ding an sich/Idealismus/Kant: wenn wir annehmen, dass Dinge unabhängig von unseren Wahrnehmungen existieren, dann müssen sie auch unabhängig von uns existieren (>Realismus). - Aber das nimmt Kant nicht an! - Kant: sie existieren nur durch unseren Verstand und unsere Sinnlichkeit. - - -
Adorno XIII 40
Ding an sich/VsKant/Adorno: man hat gegen Kant eingewandt, dass wenn die Dinge an sich und damit die Ursachen der Erscheinungen gänzlich unbekannt sind, woher wir dann überhaupt von ihnen reden und von ihnen wissen können.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Ding an sich Rorty
 
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Richard Rorty
IV 115
Ding an sich/RortyVsKant: er brauch das Noumenale (Ding an sich) nur um Erscheinung einzuführen - keine Erscheinung ohne Erscheinendes - so wie Aristoteles eine Form des Formlosen benötigt - und Bsp Spinoza die distinkte Idee des Indistinkten. - Ähnlich: Wittgensteins Schweigen angesichts der Unterscheidung sinnvoll/sinnlos. RortyVsWittgenstein: man muss schon viel wissen, bevor man feststellen kann, dass der Metaphysiker etwas Sinnloses sagt.
VI 129
ist/sein/schein/scheinen/Erscheinen/Rorty: die falsche Unterscheidung zwischen Dingen -"an sich" und "für uns" - RortyVsKant.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Ding an sich Searle
 
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John R. Searle
III 184
Ding an sich/SearleVsKant: daraus, dass wir es nicht erkennen können folgt nicht, dass es anders ist, als wir es wahrnehmen, oder dass eine Realität jenseits unserer Erkenntnis existiert.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Einheit Kant
 
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Strawson V 82
Einheit/Bewusstsein/Denken/Subjekt/StrawsonVsKant: die These von der Einheit fußt selber auf einer tieferen Unterscheidung: der zwischen Anschauung und Begriff.
V 83
Strawson: Gegenstände könnten Akkusative sein und eine Folge bilden, sodass keine Unterscheidung zwischen ihr und der Folge der entsprechenden Ereignisse getroffen werden kann. - Solche Gegenstände könnten Sinnesdaten sein und die Begriffe nur von diesen handeln.
V 84
Diese könnte gar nicht zum Begriff eines "Gegenstands" vereinigt werden - Problem: das esse der Erfahrungsobjekte ist ihr percipi und umgekehrt. - Das ist kein Grund für die Unterscheidung von esse und percipi. - - -
Adorno XIII 103
Einheit/Kant/Adorno: nach Kant ist das Einheitsmoment all der subjektiven Fähigkeiten, die den verschiedenen Kritiken zugrunde liegen, eigentlich die Vernunft selber oder der Verstand.
Adorno XIII 122
Einheit/Subjekt/Objekt/Material/Inhalt/Fundierung/Idealismus/Kant/Adorno: man hat aus der Identität der Vernunft einen weiteren Identitätsbegriff abgeleitet, nämlich den der partikularen Identität von Subjekt und Objekt. Das Ich und die gegenständliche Welt sollen miteinander identisch sein, weil jedes gegenständliche Einheitsbewusstsein ein Einheitsbewusstsein von Vernunft sei. Da aber diese gegenständliche Identität bei Kant möglich ist immer nur dadurch, dass sie sich auf ein Gegebenes, auf Material der Sinne bezieht, ist sie nicht rein durchgängig. Material/Kant/Adorno: das, was dem Gegenständlichen jeweils zugrunde liegt, soll nicht selber ein Produkt der Vernunfttätigkeit sein können.

I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Erfahrung Dewey
 
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Suhr I 37
Erfahrung/Dewey: schließt von ihrem Wesen her Vollständigkeit und Endgültigkeit aus.
Suhr I 71
Erfahrung/Dewey: einen Versuch mit der Welt machen. Es ist keine Erfahrung, wenn das Kind in die Flamme greift. Es ist erst eine Erfahrung, wenn die Bewegung mit dem Schmerz in Verbindung gebracht wird.
I 72
DeweyVsKant: im Gegensatz zu Kants Vorstellung von der synthetischen Tätigkeit des Geistes haben wir es nie mit einer chaotischen Mannigfaltigkeit zu tun. Unsere Sinne liefern immer schon interpretiertes Material.
Suhr I 102
Erfahrung/Antike: der Begriff bildete sich, als die Künste vor allem Routine waren. Erfahrung: Sammlung vernunftloser Gebräuche. Fertigkeit, nicht Einblick. Erfahrung/Neuzeit: der Begriff bildete sich, als die Künste experimenteller wurden!
I 141
Erfahrung/Dewey: Dinge, die auf bestimmte Weise miteinander interagieren, sind Erfahrung! ("Doppelläufigkeit" des Erfahrungsbegriffs, >James).
I 150
Erfahrung/Dewey: kognitive Erfahrung ist immer in nichtkognitive Erfahrung eingebettet. Pro Empirismus.

Dew II
J. Dewey
Essays in Experimental Logic Minneola 2004

Dew I
Martin Suhr
John Dewey zur Einführung Hamburg 2016
Erkenntnistheorie Rorty
 
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Richard Rorty
I 17
Rorty These: Erkenntnis hat keine Fundamente.
I 163
Def Erkennen/Aristoteles: Eintreten von etwas Gegenständlichem in die Seele.
I 167
Erkenntnisproblem: die nächsten beiden Jahrhunderte philosophischen Denkens hätten vielleicht ganz anders ausgesehen, wäre das "Erkenntnisproblem" in der Begrifflichkeit von Relationen zwischen Propositionen und ihrem Gewissheitsgrad formuliert worden, statt in der Begrifflichkeit vermeintlicher Komponenten von Propositionen. Kant: vollzog die pragmatische Wende nicht. Er handelte nicht von Sätzen sondern von inneren Vorstellungen.
I 167
Erkenntnis/Erkenntnisproblem/Rorty: Relationen zwischen Propositionen - nicht zwischen Komponenten von Propositionen - VsKant: dann braucht man keine Synthesis. - Kant/Rorty: auch er handelte nicht von Sätzen, sondern von inneren Vorstellungen.
I 175
Fundament/Erkenntnis/Rorty: Argumente statt Fundamente! - vor Locke hätte niemand ein Fundament der Erkenntnis gesucht -
I 191
Def Erkennen/Rorty: die soziale Rechtfertigung von Meinungen. Das Gegenüberstellen von Personen und Sachverhalten. Damit können wir uns des Spiegels der Natur entledigen.
I 210
Erkenntnistheorie/SellarsVsErkenntnistheorie//Rorty: sie verwechselt eine Theorie über innere Episoden mit einer Theorie über die Berechtigung, bestimmte Behauptungen zu machen.
I 248
Erkenntnistheorie/Quine/Rorty: die Erkenntnistheorie hat immer zwischen zwei Kriterien geschwankt: a) kausale Nähe zum physischen Reiz, - b) dem Brennpunkt des Bewusstseins.
I 249
Lösung: das Dilemma löst sich auf, wenn wir bloß von Farbflecken sprechen. - ((s) > Sinnesdaten).
I 271
Rorty: es führt kein Weg von der Psychologie zur Erkenntnistheorie. Kein Weg von der Entdeckung der Vermittlungsinstanzen zu einer Kritik der Meinungen über die Welt.(RortyVsErkenntnistheorie).
I 273
Erkenntnistheoretische Tradition: verwechselte Kausalerklärungen des Erwerbs von Meinungen mit Rechtfertigungen von Meinungen.
I 278
Erkenntnistheorie: kann man im Lehnstuhl betreiben, Psychologie nicht.
V 20f
Erkenntnis/Foucault/Rorty: These: Erkenntnis und Macht sind nie von einander trennbar -" RortyVsFoucault: das sind aber keine "Regeln der Sprache".

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Erkenntnistheorie Searle
 
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John R. Searle
III 184
Ding an sich/SearleVsKant: daraus, dass wir es nicht erkennen können folgt nicht, dass es anders ist, als wir es wahrnehmen, und nicht, dass eine andersartige Realität existiert. Insbesondere folgt aus der Verortung aller Erkenntnis innerhalb unseres kognitiven Systems nicht, dass diese Erkenntnis niemals eine einer von der Erkenntnis unabhängigen Wirklichkeit sein könnte.
III 194
Hintergrund: Moores Hände gehören zum Hintergrund. Sie sind nicht in einem Bankschließfach - der Hintergrund hilft uns, die Wahrheitsbedingungen für unsere Äußerungen festzulegen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Erkenntnistheorie Vollmer
 
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I XX
Evolutionäre Erkenntnistheorie/Vollmer: Konrad Lorenz ist der Vater der Evolutionären Erkenntnistheorie. Vorläufer: Donald Campbell, Popper. - Zwei Bedeutungen: Popper: wissenschaftstheoretisch: Evolution der Erkenntnis (Interaktionistisch, VsIdentitätstheorie) - Lorenz: Evolution der Erkenntnisfähigkeit. (Identitätstheorie).
I 16
Erkenntnis/Geschichte/Qualität/primäre/sekundäre/Vollmer: mit wachsendem Fortschritt wurden mehr und mehr Eigenschaften als subjektiv erkannt - so galt Locke noch Undurchdringlichkeit als primäre Qualität - heute wird nicht einmal mehr Ausdehnung als primäre Qualität angesehen.
I 59
Erkenntnis: ist keine -"Spiegelung" der äußeren Welt - aber auch nicht rein algorithmisch - dagegen verkörperte Information/Lorenz: Bsp Pferdehuf: "Abbild" des Steppenbodens - Bsp Flosse "Abbild" des Wassers. - VollmerVsLorenz: irreführende Terminologie - Lösung: Beschaffenheit des Hufs weist auf Beschaffenheit des Bodens hin.
I 73
Erkenntnis/Vollmer: ihre dritte Ebene, die wissenschaftliche Erkenntnis ist nicht genetisch bestimmt. - Es gibt keine "biologischen Wurzeln" der Relativitätstheorie. - Wir sind lediglich der Widerspruchsfreiheit verpflichtet - ansonsten sind wir beim Bilden von Hypothesen frei.
I 173
E-Theorie/Tradition/VollmerVsKant: warum haben wir gerade diese Anschauungsformen und Kategorien? - wie entstehen sie? - Warum sind wir gerade an diese apriorischen Urteile gebunden und nicht an andere?
I 293
Def Erkenntnis: (1983,30): eine adäquate Rekonstruktion und Identifikation äußerer Strukturen im Subjekt - a) ein internes Abbild konstruieren, b) das Modell mit gespeicherten Engrammen vergleichen c) feststellen, wieweit der Gegenstand mit bereits Bekanntem übereinstimmt - dafür ist Gedächtnis erforderlich. - Rekonstruktion ist also nicht Widerspiegelung - unser Erkenntnisbegriff ist enger als jeder Informationsbegriff. - Stegmüller: dreistellige Relation: S erkennt O als A.
I 296
Erkennen/Kutschera: der Schritt vom Nichtwissen zum Wissen - Wissen/Kutschera: nur als wahre Überzeugung zu explizieren - weder Wahrheit noch Subjektivität ist dabei steigerbar.
I 310
Erkenntnistheorie/Vollmer: Aufgaben: - Explikation von Begriffen - Untersuchung unserer kognitiven Fähigkeiten, Vergleich verschiedener kognitiver Systeme - Unterscheidung subjektiver und objektiver Strukturen, deskriptiver und normativer Aussagen, faktischer und konventioneller Elemente - Erhellung der Bedingungen für Erkenntnis - Aufweis von Erkenntnisgrenzen.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Erscheinung Leibniz
 
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Holz I 128
Ansich/Erscheinung/Leibniz/Josef König: ihr Verhältnis ist bei Leibniz ein dialektisches. Es entspricht wiederum genau dem Schema des "Übergreifenden Allgemeinen": Das Ansich ist Gattung seiner selbst (!), des Ansich und seines Gegenteils, der Erscheinung.
I 129
Damit ist nicht die Tatsache gemeint, dass die Erscheinung immer die Erscheinung eines Ansich ist, (was ja der Sinn des Wortes ist). KantVsLeibniz: denn dann könnte die Erscheinung ja immer noch verschieden von dem sein, dessen Erscheinung sie ist, und von daher wäre keine Kenntnis des Gegenstands möglich. (So sieht Kant das Verhältnis).
LeibnizVsKant: besteht darauf, dass die Erscheinung dasselbe ist wie das Ansich, das sich in der Erscheinung zeigt.
Die Welt tut das in der Perzeption. Dadurch vervielfältigt sie sich in zweifacher Hinsicht.
1. Als Ganzes aber jeweils unter anderer Perspektive
2. Sie erscheint räumlich als das Auseinandersein der verschiedenen Substanzen,
3. Sie erscheint zeitlich als Abfolge verschiedener Perzeptionen.
Das System der Perzeptionen ist "wohl begründet", weil es nichts anderes ist als die sich selbst beschränkende Aktivität der ursprünglichen Kraft des Ansich.
Der Unterschied zwischen Ansich und Erscheinung ist der Unterschied des Ansich selber! Das ist die Totalität und das Prinzip seines Unterschieds.
I 130
Daher ist die Erscheinung nicht gegen das Ansich abgehoben, sondern eine Art desselben und als solche etwas durchaus Reales. Erscheinung/Welt/Leibniz: die Welt erscheint nun immer nur insofern sie sich als Sosein einer einzelnen Monade ausdrückt.
Phänomenalität/Leibniz: die Weise, in der das Auszudrückende im Ausgedrückten enthalten ist. Jedes Ausgedrückte ist ein Phänomen. Es ist wohl begründet, weil das Ansich, indem es sich ausdrückt, das Phänomen ist, mit ihm identisch ist und es als erscheinendes Ansichseiendes begründet.
Das Phänomen ist der Realität nicht entgegengesetzt (VsKant) sondern gerade ihre spezifische Seinsweise im Vorgang der universellen Repräsentation.
Daher müssen auch alle Perzeptionen in allen einzelnen Substanzen einander entsprechen.
I 131
Einheit/Leibniz: nur so kann es sein, dass alle verschiedenen Monaden ein und dieselbe Erscheinung perzipieren. Das ist die "harmonie universelle" (univerelle Harmonie, s.o.) in Prozessform, in der alle Erscheinungen verknüpft sind, weil sie Erscheinungen desselben Ansich sind.
Phänomen/Repräsentation/Leibniz: das bedeutet nun aber, dass alles Seiende phänomenal ist. (Ebenso wie es zugleich Ansichseiendes ist).
Da Repräsentation bei Leibniz ein universaler und allseitiger Vorgang ist, muss jedes Seiende für jedes andere Seiende Phänomen sein.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Ethik Husserl
 
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I 115 ff
HusserlVsHume: keine Gefühlsethik - VsKant: Vskategorischer Imperativ/HusserlvsKant: formale Verallgemeinerbarkeit genügt nicht, um ethische Richtigkeit zu charakterisieren - Husserl: ein fiktiver Beobachter muss meine Beurteilung nachvollziehen können. - Mensch: a) passiv, zufällig in Umständen, b) zweckhandelnd, vernünftig.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
Ethik Kant
 
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Stegmüller IV 169
Def hypothetischer Imperativ/Kant: wenn du X willst, tue Y". - Das stützt sich auf ein Kausalwissen - Bsp Imperativ der Geschicklichkeit, Imperativ der Klugheit. - Ohne Wunsch: > kategorischer Imperativ - MackieVsKant: der kategorische Imperativ ist nicht objektiv gültig. - Zusätzlich braucht man eine Prämisse, in der eine Tatsache über eine Entscheidung vorkommt.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Ethik Nagel
 
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III 109f
Ethik/Nagel: Konsequentialismus: These die Folgen der Handlung sind wichtig - nicht, wie die Handlung für den Handelnden ist - NagelVs: es geht um, die Erlaubnis das eigene Leben zu führen - III 111 interne Perspektive: Problem: dass Mord verboten ist gebietet noch nicht, andere daran zu hindern - Utilitarismus: gut/schlecht - interne Perspektive: recht/unrecht.
III 112
Ethik/Nagel: Kernfrage: wie weit darf der interne Standpunkt einbezogen werden? - das Leben ist immer das individuelle Leben. - Es kann nicht sub specie aeternitatis gelebt werden - Grenzen sind immer die individuellen Möglichkeiten.
III ~87
Ethik/Nagel: das Handeln aus der Eigenperspektive hat so starken Wert, dass deontologische Paradoxe nicht auszuschließen sind. - Sie wären nur vermeidbar um den Preis der unpersönlichen Welt.
III 86
Parallele Objektivität/Bewusstsein/Ethik/Nagel: die objektive Welt muss die subjektiven Perspektiven beinhalten - Ethik: die neutralen Gründe die Handlungen des Subjekts mit all ihren scheinbar abergläubischen Gründen berücksichtigen.
II 49
Determinismus/Ethik/Nagel: Verantwortlichkeit gibt es auch bei determinierten Handlungen, wenn die Bestimmung im Innern liegt - durch nichts determinierte Handlungen sind unverständlich.
II 54
Ethik/Recht/Moral/Gott/Theologie/Nagel: eine Tat wird nicht dadurch unrecht, dass Gott existiert.
II 54
Kategorischer Imperativ/NagelVsKant: als Grundlage der Ethik kommt nichts anderes in Frage als ein direktes Interesse am anderen. - II 55 aber: der Grund, jemand anderem nichts böses zu tun, kann nicht in der speziellen Person verankert sein.
II 61
Problem: Moral sollte nicht von der Stärke des Interesses an anderen abhängen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Ethik Rorty
 
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Richard Rorty
III 310
Ethik/Rorty: es geht nicht darum, dass wir moralisch verpflichtet wären, Solidarität zu empfinden. Literatur hilft nicht mit Apellen, sondern mit genauer Beschreibung.
I 314
Solidarität wird gemacht, nicht vorgefunden (VsKant).
II 79ff
Walzer, Michael: skeptisch gegenüber Begriffen wie »Vernunft« und »universelle moralische Verpflichtung«. VsKant: es gibt keine allen gemeinsame Idee oder ein gemeinsames Prinzip. Def "dünne" Moral: Kants Bild vom Anfang: Grundlage, die ausgebaut wird. WalzerVs.
Def »dichte« Moral: Walzer: jede Moral ist von Anfang an »dicht«: sie ist kulturell integriert. Der Weg geht von anfänglich »dichter« zu später »dünner«, mehr abstrakter Moral. ((s): "dichte" Moral: Moral der Klans. Krieg aller gegen alle!
II 83f
RortyVsKant: wir können widerstreitende Loyalitäten nicht dadurch auflösen, dass wir uns von ihnen vollständig abwenden hin zu etwas, das sich kategorial von Loyalität unterscheidet - der universellen moralischen Verpflichtung, gerecht zu handeln. Wir gehen mit Hegel und Marx: das sogenannte moralische Gesetz ist bestenfalls eine handliche Abkürzung für ein konkretes Gewebe moralischer Praktiken.
VI 256
kategorischer Imperativ/Moral/Ethik/RortyVsKant: Brüderlichkeit aller Menschen ist nicht durch neutrale Kriterien zu begründen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Form Hegel
 
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Adorno XIII 70
Form/Inhalt/Hegel/Erkenntnistheorie/Form/Inhalt/endlich/unendlich/HegelVsKant/Adorno: in der Erkenntnistheorie lehnt Hegel die Kantische Trennung von Form und Inhalt ebenso wie die von Erkenntnis des Endlichen und des Unendlichen mit außerordentlicher Konsequenz ab. Material/Hegel/Adorno: Das Material ist bei Hegel nichts Äußerliches und Zufälliges, sondern selber auch Geist.


A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Fundierung Rorty
 
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Richard Rorty
VI 246f
Fundament/Dawkins/RortyVsDawkins: (Die These, die Menschen seien nur Vehikel für Gene) - ein unangemessener Fundierungsgedanke. - RortyVsKant: man sollte auch nicht an einer ahistorischen "Natur des Menschen" festhalten.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Geist Hegel
 
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Adorno XIII 62
Subjektivität/Idealismus/Geist/Hegel/Adorno: …man ist dann gezwungen, die Subjektivität zu erweitern über das individuelle Bewusstsein hinaus. Bei Hegel heißt das gar die Idee, (…) das ist nun gar nichts anderes als jenes Prinzip des Geistes, das von den einzelnen Menschen und ihrem Inbegriff unabhängig sein soll und das selber, und zwar motivierterweise, das Absolute sein soll, das alles Bedinge erst konstituiert.
XIII 63
Dabei ist stillschweigend die Voraussetzung eingegangen, dass dieses Bewusstsein in den verschiedenen Individuen gleicher Art und gleicher Logizität sei. Wir/Idealismus/Adorno: dieses Wir ist eigentlich selber nur der Inbegriff der empirischen Subjekte, es kann nicht ein konstitutives, transzendentales Subjekt sein.
Adorno XIII 128
Geist/Hegel/Adorno: Wenn bei Hegel die Wahrheit das Ganze sein soll, so als Prozess, dass die Wahrheit sich verwirklicht.
XIII 129
Das ist der neue Begriff des Geistes im prägnanten Sinn, das heißt, Geist ist der Inbegriff der Welt oder der Inbegriff der Realität, soweit sie durch die spezifische geistige Erfahrung des Einzelmenschen hindurchgegangen sind. HegelVsKant/Adorno: diese Erkenntnis bestimmt die Gegenstände als Dinge an sich und nicht als bloße Phänomena.


A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Gottesbeweise Kant
 
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Strawson V 194
Kosmologischer Gottesbeweis/StrawsonVsKant: Kant: wenn ein unbeschränktes Wesen existiert, existiert es notw - Strawson: das können wir nicht umkehren: wenn es notwendig existiert, ist es unbeschränkt.
Ontologischer Beweis/Kant: aus widerspruchsfreier Existenz soll notwendige Existenz folgen
- KantVs: einen Begriff bilden ist eine Sache, zu erklären, dass er eine Anwendung hat, eine andere.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Gut/Das Gute Hegel
 
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Bubner I 182
Gut/Gute/Hegel/Bubner: der ganze Gedankengang (z.B. der Enzyklopädie) läuft darauf hinaus, dass am Ende die "sich selbst wissende Vernunft" steht, die den Namen des Absoluten verdient, als sie die Totalvermittlung von Wirklichkeit und Wissen darstellt, der nichts äußerlich bleibt. Identität von Ziel und Prozess. Umdeutung der klassischen Idee des Guten unter dem Rubrum der Idee des "Erkennens", die einerseits zwischen dem "Leben" und der "absoluten Idee" andererseits untergebracht ist.
I 184
Def Leben/Hegel: meint die Wirklichkeit von Individuum, Lebensprozess und Gattung so kann "der Logik ihr Gebiet überschritten werden scheinen". Erkennen/Hegel: in der Mitte zwischen realitätsgesättigtem Leben und transparenter Methode liegt die "Idee des Erkennens", die ihrerseits in die
Idee des Wahren" und die
"Idee des Guten" zerfällt.
Hier gibt es statt des üblichen Dreischritts der Hegelschen Dialektik jedoch nur den Zweischritt: wegen des elementaren Subjekt/Objekt Verhältnisses.
Dem subjektiven, theoretischen Begriff des Guten, im Wissen, tritt die "Idee des Guten" im praktischen Handeln entgegen.
Subjekt/Objekt/Hegel/Bubner: unter dem Titel des Erkennens bestimmt Hegel das S/O Verhältnis nach zwei Seiten: Theorie und Praxis. (Nach dem Vorbild AristotelesVsPlatons Trennung des Empirischen und Ideellen). Auch HegelVsKant: "radikale Trennung der Vernunft von der Erfahrung".
I 185
Subjekt/Objekt/Antike/Bubner: davon hat die ganze Antike, und mit ihr Aristoteles gar nichts gewusst!
I 186
Gut/Hegel: die Wahrheit einer in die Wirklichkeit eingepflanzten Zwecksetzung muss über die Handlungsperspektive hinaus als "das Gute" bestimmt werden: Objektivität, "Vernünftigkeit der Welt." Die Endlichkeit unserer Alltagsziele deren Pluralität und mögliche Kollision, sowie ihr postulatorischer Status im Sollen sind bloß als Ausdruck der "Unausgeführtheit" des Guten zu werten.
Das ausgeführte Gute wäre die Aufhebung des Andersseins.
Damit verschwindet auch das inadäquate Subjekt/Objekt Verhältnis, in dessen Zeichen der Metaphysische Gehalt erörtert wurde.
metaphysischer Gehalt/Hegel: dieser muss nun "freie, allgemeine Identität mit sich selbst" genannt werden. Damit ist die dialektische Genese über die Idee des Wahren und die Idee des Guten als abgelegt.
Damit ist das, was "in seinem Anderen seine eigene Objektivität zum Gegenstand hat" die Einheit in der Entzweiung als Aufbauprinzip aller Wirklichkeit.
Nach gelungener Vermittlung haftet ihr nichts mehr von hin und herlaufender Reflexionsarbeit an.
I 187
Parallele zu Aristoteles: Göttliches ewiges Leben aufgrund rein vernünftiger Selbstbetätigung. Gut/Hegel/Bubner: für ihn ist das Gute ein Hilfsausdruck!
Ich Kant
 
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Horwich I 404ff
Ich/Wissen/Kant: Repräsentationen (laut Putnam) - "Empirisches Ich"/Kant/Putnam: ist der Autor "im Spiel", nicht der richtige Autor - dieser ist das transzendentale Ich (außerhalb des Spiels). - Interner Realismus/PutnamVsKant: 1. Autoren im Plural (sozial) - 2. Die in der Geschichte sind die realen!
PutnamVsSkeptizismus: Pointe: es wäre "verrückt" wenn das nur Fiktionen wären, denn ein fiktiver Charakter kann kein realer Autor sein. - Aber dies sind wahre Geschichten.
- - -
Stegmüller IV 322
Ich/Kant: "Empirisches Ich": als Ursache wie als Wirkung tätig - "Noumenales Ich": (metaphysisch): überflüssiger, passiver Betrachter - metaphysisches Ich: Adressat des moralischen Sollens. - - -
Strawson V 146
Ich/Subjekt/Hume/Strawson: ist verpflichtet, eine Erklärung der Vorstellung was "Ich" bezeichnet, zu geben. - Als Antirationalist muss er unsere Fiktion erklären. KantVsHume/Stegmüller: Kant braucht das nicht, er braucht dafür empirische Kriterien für die Subjekt-Identität.
- - -
Bubner I 108
Ich/Kant/Bubner: es gibt nicht das Ich, dem Vorstellungen anhaften, sondern die verschiedenen Vorstellungen untereinander als die meinigen anzusprechen heißt allererst ein Selbstbewusstsein zu schaffen. - - -
Adorno XIII 64
Ich/transzendentales Subjekt/KantVsHume/Adorno: eben jenes Ich, das von Hume schlechterdings bestritten wird, muss in Wirklichkeit vorausgesetzt sein, um so etwas wie Erfahrung zu konstituieren. Kant hat aber gesehen, dass dieses dem Erfahrungsinhalt gegenüber doch auß0erordenlich verselbständigte transzendentale Subjekt in sich selber (…) eine Dynamik, die über die Erfahrung hinausgeht. Das hat er darin zum Ausdruck gebracht, dass die Vernunft, indem sie über ihren erfahrungsgemäßen Gebrauch hinausgehe, sich notwendig in Widersprüche verwickele, weil dem Denken, wenn es einmal ins Spiel gekommen ist, nicht willkürlich Einhalt geboten werden kann.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Idealismus Kant
 
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Strawson V 211
Transzendentaler Idealismus/StrawsonVsKant: nicht-empirisches Wissen/Kant: geometrisches Wissen - aber erst, wenn die Analytik abgeschlossen ist. - StrawsonVs: diese Prämisse leistet nicht mehr als die Definition der zu erforschenden Bedingungen - d.h. diese hängen dann gar nicht vom transzendentalen Idealismus ab. - Und wenn die Prämisse nicht von ihm abhängt, dann der Beweis auch nicht - und damit auch das ganze nicht-empirische Wissen nicht. - Pointe: dann ist es nicht notwendig, sich auf die Lehre zu berufen, dass das, was wir als Gegenstände wahrnehmen, in Wirklichkeit gar keine derartigen Gegenstände seien.
Stra V 213
Def Phänomenalistischer Idealismus: die Behauptung, der zufolge physikalische Dinge nichts sind unabhängig von unseren Wahrnehmungen. - Def problematischer Idealismus: behauptet, dass die Annahme äußerer Gegenstände nur eine Schlussfolgerung aus innerer Wahrnehmung sei. - KantVs: das setzt voraus was falsch ist, nämlich dass Körper unabhängig von unserer Wahrnehmung existieren - was falsch ist, ist der transzendentale Idealismus. (KantVsTranszendentaler Idealismus)
Stra V 222
Transzendentaler Idealismus/Kant: behauptet, er sei ein empirischer Realismus. Selbstbewusstsein muss ein Bewusstsein von bestimmten bewusstseins-unabhängigen Gegenständen einschließen. StrawsonVsKant: das ist sicherlich ein dualistischer Realismus - dieser Dualismus stellt das "unser" in Frage.
- - -
Stroud I 129f
Def Dogmatischer Idealismus/Kant/Stroud: die These dass es außer mir keine Welt gibt - KantVs: das wäre eine Aussage über die Welt, die wir untersuchen wollen: das ist absurd.
I 130
Def Problematischer Idealismus: These: dass die von uns unabhängige Welt unwissbar sei. - KantVs: das missdeutet unsere aktuale Situation in der Welt. - - -
Adorno XIII 58
Transzendentaler Idealismus/Kant/Adorno: Kant ist transzendentaler Idealist in dem Sinn, dass er glaubt, dass die Urteile, die wir als gültige Urteile über die empirische Welt fällen können, konstituiert seien durch ursprüngliche Formen unseres Bewusstseins, dass aber dann die so einmal konstituierte Welt als eine je schon konstituierte, in der wir leben, eben die Welt ist, die den Gegenstand unserer Erfahrungen bildet; von deren empirischer Realität dürfen wir deshalb überzeugt sein, weil die Organisationsformen, durch die wir sie transzendental (…) stiften, ihrerseits sich immer auf ein Material beziehen müssen, das selber aus der Erfahrung stammt. KantVsPlaton/Adorno: darin steckt eine Kritik der (Platonischen) Ideen. In diesem Sinn ist er einer der großen Vollstrecker der gesamtnominalistischen Tradition der neueren Aufklärung.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Intern/extern Putnam
 
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I 167ff
Wahrheit/Wissen/Kant/Putnam: erstmals Trennung von interner und externer Auffassung: laut Putnam: ~was wir über Qualitäten der Gegenstände sagen, trifft genauso auf unsere Empfindung ("Gegenstände des inneren Sinns") zu. PutnamVsKant/Vs"noumenale Welt": die Frage, ob meine Empfindungen zu verschiedenen Zeiten "wirklich" ähnlich sind ("dieselbe noumenale Eigenschaft" haben), ist sinnlos - meine Empfindung "rot" kann nicht direkt mit noumenalen Gegenständen verglichen werden.
Wahrheit/Kant: "Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstande".
Putnam: das ist aber keine Korrespondenztheorie, sondern jedes Urteil sagt, die noumenale Welt sei als ganzes derart, dass dies die Beschreibung ist, die ein Vernunftwesen konstruieren würde, wenn es die Informationen besitzt, die ein Wesen mit unseren Sinnesorganen erwirbt. - Putnam pro: das ist Wahrheit als ideales Passen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Kategorien Kant
 
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I 91
Kategorien/Kant: "Begriffe von Begriffen" - Diese Prinzipien sind die Grundsätze der vorauszusetzenden allgemeinen Beschaffenheit eines möglichen Gegenstandes sinnlicher Anschauung - in einem Urteil wird ein Subjekt in vierfacher Hinsicht bestimmt: Qualität, Quantität, Relation, Modalität.
Strawson V 71
Kategorien/StrawsonVsKant: können nicht aus dem Begriff des objektiven Urteils abgeleitet werden.
Stra V 98
Kategorien/StrawsonVsKant: dieser leitet sie als Liste aus den Formen des Urteils ab - sie sollen nicht-sinnliche Bedeutung haben. - StrawsonVs: dem können wir nicht trauen, wie wir auch der Synthesis nicht trauen.
Vollmer I 25
Kategorien/Kant/Vollmer: heute glaubt man nicht mehr, dass seine Kategorien notwendig sind. - - -
Bubner I 106
Kategorien/Urteile/Kant: Kategorien machen Erkenntnisse überhaupt erst möglich, während wirkliche Erkenntnis von der Zufälligkeit der Erfahrung abhängt. - - -
Adorno XIII 67
Kategorien/Kant/Adorno: Kant bezeichnet seine Kategorien sämtlich als Funktionen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Kategorischer Imperativ Cavell
 
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Cavell II St. Cavell Müssen wir meinen was wir sagen? aus Grewendorf/Meggle Linguistik und Phil. Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

II 196
Kategorischer Imperativ/CavellVsKant: sollte besser ein Kategorischer Deklarativ sein: eine Beschreibung dessen, was es heißt, moralisch zu sein.
II 197
Kategorischer Deklarativ: sagt, was man tatsächlich tut, wenn man moralisch ist. Er kann nicht gewährleisten, dass man nicht unmoralisch handeln wird.

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
Kausalität Kant
 
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Danto I 298
Kausalität/Kant/Danto: wird nicht aus der Erfahrung abgeleitet - dennoch Voraussetzung oder Form der Erfahrung - Vorstellung von Kausalität nicht Kausalität selbst.
Kant I 26
Kausalität/Kant: die Dinge an sich unterliegen nicht der Zeitbedingung, also auch nicht der Kausalität. - (Lösung der dritten kosmologischen Antinomie: nämlich der Antinomie von Kausalität aus Freiheit (die zu den Dingen an sich gehört) und Kausalität nach der Natur (in der Erscheinungswelt)). - KantVsHume: Kausalität gilt nicht für die Dinge an sich. - VsKant: dieser hält sich selbst nicht daran - Verstand: hat seine eigene Kausalität: die "Spontaneität der Begriffe".
I 32
Subjektivität: ergibt sich nicht erst aus der Kausalität (aus Freiheit) sondern aus der Spontaneität der Begriffe - daher beginnt die Metaphysik schon in der Erfahrungswissenschaft. - - -
Vaihinger 280
Kausalität/Idee/Gott/Kant/Vaihinger: ich lege nur die Idee eines solchen (höchsten) Wesens zum Grunde, um nach der Analogie einer Kausalbestimmung die Erscheinungen als systematisch untereinander verknüpft anzusehen.
Vollmer I 25
Kausalität/Kant: ausserhalb der Kausalität können wir gar keine Erfahrung machen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Letztbegründung Leibniz
 
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Holz I 50
Def Evidenz/Gewissheit/a priori/Leibniz: die Gewissheit (der Notwendigkeit identischer Sätze A = B) stützt sich weder auf Empirie noch auf Deduktion, sondern auf eine apriorische Einsicht.
I 50
Rationalismus/HolzVsLeibniz: Problem für eine sich "wissenschaftlich" verstehende Philosophie: diese "unmittelbare Einsichtigkeit" sogenannter Letztbegründungen führt auf eine andere epistemologische Ebene. Gefahr des irrationalistischen Umschlags!
I 51
Damit ist die Gewissheit der Axiome nicht mehr abgesichert. Leibniz insistiert aber darauf, sie aus der "Evidenz der Identität" (mit sich selbst) bewiesen werden müssen.
Holz I 51
Letztbegründung/Beweis/Axiome/Evidenz/Leibniz/Holz: hier wird die Geltung des Identitätssatzes (A = B bzw. A = A ) als Erfahrungswert genommen! Es geht also nicht darum, dass die Prädikate im Subjekt inhärent sind. Diese Voraussetzung ist in sich selbst nicht mehr ableitbar. Evidenz ist keine logische Kategorie.
Die Geltung des Identitätssatzes darf also nicht nur rein logisch begründet werden. Sie hat eine vorprädikativen Ursprung.
Logik/Husserl: hat die Abstinenz der Logik von ihrem Erkenntnisgehalt nachdrücklich zurückgewiesen.
I 52
Letztbegründung/Beweis/Axiome/Evidenz/Leibniz/Holz: wir brauchen also einen anderen Typus von Sätzen als den offen oder virtuell identischen.
Holz I 75
Grund/Leibniz: kann nur durch das Durchlaufen der ganzen series rerum gefunden werden. Er ist nun aber deshalb nicht außerhalb der series rerum zu finden, sondern vollständig innerhalb, allerdings nicht am Anfang, sondern als die Reihe als Ganzes! Unterschied: während der unendliche Verstand außerhalb des Ganzen stehen müßte (als Abbildender) (vielleicht auch ein "unbewegter Beweger" usw.) muss der Grund (als Totalität der Reihe) innerhalb der Reihe sein.
Grund/Leibniz: der universelle letzte Grund (Gesamtheit der Reihe der Dinge, Welt, ultima ratio) ist auch für den endlichen Verstand notwendig, weil es sonst überhaupt nichts gäbe.
Holz I 83
Letztbegründung/LeibnizVsKant: macht den subjektphilosophischen Radikalismus nicht mit. Wie vor ihm Spinoza und nach ihm Hegel hat er von der seit Descartes unverzichtbaren Subjektreflexion aus einen nicht subjektiven Seinsgrund finden wollen, der sich in den Vernunftwahrheiten ausdrückt. Dafür reichen zwei Prinzipien aus:
1. Prinzip des Widerspruchs
2. Das Prinzip des zureichenden Grundes. (Kann auf das Widerspruchsprinzip zurückgeführt werden).
Da außerdem das Identitätsprinzip aus der Sinneswahrnehmung eingesehen wird, dürfen wir den Prinzipien der Sachen selbst (also ihrer ontischen Realität) die in unserem Denken vorausgesetzte Vernunft (ihre Logizität) zuschreiben.
Das ist ebenso panlogisch wie das System Hegels.
I 84
Im Universum und seinen Teilen ist so Logik niedergeschlagen und verkörpert.
Holz I 123
Letztbegründung/Existenz/Leibniz: zu begründen, warum es überhaupt etwas gibt bedeutet also, im Wesen der Möglichkeiten das Prinzip anzugeben, das der Minimalisierung der Verwirklichungstendenzen entgegenwirkt. Nun stellt sich heraus, dass die beiden Prinzipien:
1. Identitätsprinzip (Alles ist mit sich identisch")
2. Varietätsprinzip ("Verschiedenes wird von mir wahrgenommen") logisch, aber nicht ontologisch ausreichen, um die Existenz der Welt überhaupt zu begründen.
Man kann damit zwar vom Einzelnen auf Verschiedenes und auf einen gewissen Zusammenhang schließen und von daher begründen, warum etwas Bestimmtes (und nicht etwas anderes an seiner Stelle) ist,
I 124
Es bleibt aber unbegründet, warum überhaupt etwas ist. Das fehlende ontologische Zwischenglied findet Leibniz in einem dritten Axiom, das er zu den absolut ersten Wahrheiten zählt:
These: Alles Mögliche strebt nach Existenz und existiert daher, wenn nicht etwas anderes, das auch zur Existenz strebt es daran hindert und mit dem ersten unverträglich ist.
Das ist nach Leibniz beweisbar unter der Voraussetzung der Tatsachenwahrheit, dass wir überhaupt etwas wahrnehmen.
Außerdem machen wir ja die Erfahrung der Veränderung, dass etwas zu existieren beginnt, was vorher nicht da war. (Aber eben vorher möglich war).
Es kann nun aber a priori kein Grund ausgemacht werden, warum etwas stärker strebt als ein anderes, der Grund muss also im System der Ko Ordination (der gegenseitigen Hemmungen) gesucht werden.
Daraus folgt, dass immer diejenige Verbindung der Dinge existiert, in der am meisten existiert.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Logik Kant
 
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Strawson V 64
Logik/Kant: trägt nicht den Bedingungen Rechnung, die die Gegenstände erfüllen müssen. - Logik macht von Begriffen Gebrauch, aber nicht vom Inhalt der Erkenntnis. - Allgemeine Logik: abstrahiert - transzendentale Logik: hat ein Mannigfaltiges der Sinnlichkeit vor sich liegen.
V 68
Es kann keine bestimmte Weise geben, in der wir über Gegenstände der Erfahrung denken müssen, damit wahrheitsfunktionale Zusammensetzung von Aussagen möglich wäre. - Die Möglichkeit der Zusammensetzung kann nicht von unserer Verfügung über irgendeinen weiteren Begriff a priori von einem Gegenstand überhaupt abhängen. StrawsonVsKant: "metaphysische Deduktion": fehlgeschlagener Versuch, die Kategorien aus der Logik abzuleiten.
Strawson: die Logik bringt Kant überhaupt nicht weiter.
- - -
Bubner I 105
Logik/KantVsTadition: alt: während die herkömmliche Logik die Begriffslehre der darauf aufbauenden Urteilslehre vorausschickt, geht neu: die transzendentale Logik umgekehrt vor und orientiert die fundamentalen Kategorien bereits an der Synthesisleistung der Urteile.
I 106
Die kategoriale Vorstrukturierung durch Begriffe a priori konstituiert Gegenstände als Gegenstände und "macht" sie damit zum Thema möglicher Erkenntnisurteile .((s) Reflexiv, >Kritik). Bsp der "schwarze Mensch" und "der Mensch ist schwarz": im ersten Fall bloß als schwarz gedacht (problematisch)
im zweiten als solcher erkannt!
Beidesmal aber derselbe Verstand durch dieselben Handlungen!

I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Mathematik Frege
 
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I 121
Folgerung/Mathematik/Frege: die mathematischen Folgerungen sind in den Definitionen schon enthalten. - FregeVsKant: daher sollten sie nicht nur synthetisch, sondern auch analytisch genannt werden.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Metaphysik Leibniz
 
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Holz I 13
Metaphysik/Leibniz/Holz: die innere Einheit seines Werks ist nur von der Metaphysik her zu begreifen. Seine Position liegt zwischen Kant und Hegel: er zeigt LeibnizVsKant die Alternative einer Metaphysik als Wissenschaft auf, indem er ihre Methode zeigt,
LeibnizVsHegel: zeigt die Möglichkeit einer Metaphysik, die nicht auf eine absolut idealistische Weise begründet ist.
Holz I 24
Metaphysik/Holz: sie bekommt bei Leibniz die wissenschaftliche Theorieform einer nicht empirisch verifizierbaren Theorie des Gesamtzusammenhangs der Welt. Nicht länger "Vorstellungen" vom Ganzen, sondern transempirische Konstruktion der plausibelsten und explanativsten Form.
Holz I 81
Metaphysik/Leibniz: da das nach Zirkel aussieht hat z.B. Descartes eine Begründung in Gott gesucht. Aber metaphysisch kann der Zirkel nicht aufgelöst werden, denn Metaphysik beruht ja gerade auf einer lückenlosen Verknüpfung!
Auch logisch bleibt der Zirkel erhalten.
Das System muss also irgendwo durchbrochen werden:
Lösung/Leibniz: unhintergehbare Funktion der Sinneswahrnehmung. Und zwar nicht als "ersten Grund", sondern als außerlogischen materiellen Anfang des Reflexionsverhältnisses. als quasi "archimedischen Punkt" (Außen).
Leibniz ist sich dieser Bruchstelle durchaus bewusst.
Die metaphysische Notwendigkeit kann ihrerseits nicht mehr aus Gründen abgeleitet werden.
I 82
Metaphysik/Leibniz/Holz: im Bereich der Vernunftwahrheiten (z.B. Mathematik) ist die Reduktion bis zum Identitätsprinzip real möglich.
Holz I 119
Leibniz These: der Strukturcharakter der Monade bewirkt, dass überhaupt etwas ist. Die Struktur verbürgt die Einheit des Seins und ist das Sein der Einheit.
Metaphysik/Einheit/Welt/Letztbegründung/Leibniz: der Begriff des Einzelnen ist ein Weltbegriff. Darum ist die innerweltlich wissenschaftliche Begründung, die dem Besonderen in seiner Besonderheit gegeben wird, angewiesen auf ein metaphysisches (dahinterliegendes) Prinzip, das das Sein der Welt intelligibel macht.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Metaphysik Rorty
 
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Richard Rorty
III 14
Metaphysiker: Bsp Hegel: trotz historischer Verwirklichung der Wahrheit immer noch Annäherung an etwas Feststehendes.
III 129f
Metaphysik: Fragen nach dem Unveränderlichen, möglicherweise Verborgenen, das den Erscheinungen zugrunde liegt. Typisch: Sokrates Fragen. (»Immanente Natur«). (HeideggerVs). Insofern dem gesunden Menschenverstand verbunden! Ergibt keine Neubeschreibung, sondern analysiert alte Beschreibungen mit Hilfe anderer alter Beschreibungen. Der Metaphysiker nennt alles andere »relativistisch«. Er nimmt an, dass unsere Tradition keine Probleme stellen kann, die sie nicht zu lösen vermag. Metaphysik: meint, es gebe eine Verbindung zwischen Neubeschreibung und Macht, und die richtige Neubeschreibung könne uns befreien.
IV 77ff
Metaphysik/Heidegger/Rorty: Heidegger meinte, er könnte der Metaphysik - (die Vorstellung einer einzigen Wahrheit) - entkommen, indem er Sein und Wahrheit geschichtlich fasst.
VI 154ff
Metaphysik: möchte unseren Wunsch, freundlich zu sein, durch ein Argument gestützt sehen, das eine Selbstbeschreibung enthält. Sie soll ein Glanzlicht auf ein allen Menschen gemeinsames Wesentliches werfen Transzendenz: die Annahme, es gäbe etwas, mit dem wir vielleicht nicht in Verbindung stehen. RortyVs: das gibt es nicht! Unsere Überzeugungen sind selbst weltliche Gegenstände in ständiger kausaler Wechselwirkung mit anderen.
Rorty: dass wir offen halten, ob wir die Welt später vielleicht einmal anders beschreiben werden, hat nichts mit Transzendenz zu tun.
VI 480
Transzendenz/DavidsonVsKant/Rorty: braucht man nicht.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Moral Kant
 
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Stegmüller IV 299
Moral/Ethik/Kant: muss unbedingt gelten - > kategorischer Imperativ - als hypothetische Imperative ("wenn Du das willst, tue...") wären sie überflüssig.
IV 429
Moral/Kant/Stegmüller: ist autonom: das moralisch Richtige ist in sich selbst richtig und verpflichtend - es kann kraft der praktischen Vernunft erkannt werden. - Jedes Vernunftwesen ist so kompetent, sich die moralischen Gebote selbst zu geben. - Wenn es göttliche Belohnung gäbe, würde Moral durch Eigeninteresse verdorben. - > Rawls: Schleier des Nichtwissens. -
IV 430
Gott/praktische Vernunft/Kant: dennoch fordert die Moral von uns, dass wir uns das höchste Gut zum Ziel setzen - daher muß eine von der Natur verschiedene Ursache der Natur gefordert werden. - Das höchste Gut ist in der Welt nur möglich, wenn eine oberste Ursache der Natur angenommen wird.
IV 431
Ausserdem ist die Unsterblichkeit notwendig, damit ein unendlicher Fortschritt zum ersten Glied des höchsten Gutes möglich ist. MackieVsKant: das ist ein falscher Übergang von "sollte" zu "müsste möglich sein".
IV 433
MackieVsKant: Die konsequente Anerkennung der Autonomie der Moral hätte ihn eher zu einer stoischen Auffassung bringen sollen: dass die Moral keiner anderen Glückseligkeit bedürfe als die des Bewusstseins der Rechtschaffenheit selbst. - (evtl. >Hume, Marc Aurel, Adam Smith). - - -
Strawson V 134
Moral/Kant: brauchen wir, damit die Beschränkungen des Wissens nicht den Materialismus und Atheismus bestärken. - - -
Vaihinger 306
Moral/Kant/Vaihinger: die theoretische Vernunft verbietet, eine moralische Weltordnung anzunehmen - die praktische Vernunft gebietet es, das Gute unbedingt zu tun.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Moral McGinn
 
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I 148
Moral/Kant: zur Moral brauche ich nichts weiter, als dass Freiheit sich nicht selbst widerspricht. ~ McGinn: die Moral hat es aber nicht nötig, dass die Freiheit weiter einzusehen wäre.
I 149
Werte/Transzendentaler Naturalismus/McGinn: Zusammenhang unserer Praxis von Lob und Tadel mit dem TN: Kant: äußert sich in etwa so: zu vernünftigem Lob und Tadel ist es nicht nötig, dass wir das Wesen der Willensfreiheit begreifen, sondern dass wir über ihre Existenz Bescheid wissen. McGinnVsKant: das ist sicher richtig, zieht aber unser Gefühl für Rechtfertigung in Zweifel.
Ethische Werturteile haben eine Grundlage, die für uns unklar und nicht recht greifbar ist, und darüber hinaus quer zu den in uns angelegten Kategorien des Verstandes verläuft.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Moral Walzer
 
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Rorty II 83
Moral/WalzerVsKant/Walzer/Rorty: Def "dünne Moral": Kants universalistische Basis. - WalzerVsKant: diese gibt es nicht - dagegen: "dichte" Moral/Walzer: kulturell integriert - der Weg geht von anfänglich dichter zu dünner Moral.
II 85
WalzerVsKant: Loyalität vor Prinzipien - (laut Rorty).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Natur Kant
 
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McD 122f
Natur/Kant/McDowell: die Natur ist bei ihm gleich dem Reich der Naturgesetze. Er kennt nicht den Begriff der zweiten Natur, obwohl der sehr wohl den Begriff der Bildung kennt. Aber eben nicht als Hintergrund. Zweite Natur/McDowell: These: es gibt Vorschriften der Natur, egal ob man für sie empfänglich ist oder nicht. Das ist die Folge richtiger Erziehung. "Naturalismus der zweiten Natur", "Naturalisierter Platonismus".
- - -
Vollmer II 48
Def Natur/Kant: das Dasein der Dinge, sofern es nach allgemeinen Gesetzen bestimmt ist" - Natur/VollmerVsKant: unnötig eng und petitio principii: weil die Allgemeingültigkeit der Kategorien dadurch zu einer analytischen Konsequenz dieser Definition wird - (zirkulär).
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Naturalisierte Erkenntnistheorie Stroud
 
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I 209
Skeptizismus/naturalisierte Erkenntnistheorie/ET/Stroud: S wird unvermeidlicher, je mehr wir die externe (distanzierte) Position einnehmen und Belege betrachten - es gibt keine unabhängige Information über die Welt - Bsp Raum mit Monitoren. - Gehirne im Tank/GIT - Kant: eine solche Unterscheidung zwischen Sinneserfahrung und anderem Wissen würde uns von der Welt abschneiden.
I 211
QuineVs: gilt nur für die traditionelle Erkenntnistheorie - Lösung: wir müssen nur eine "distanzierte" Position vermeiden. - QuineVsKant: so geht auch die Untersuchung des allgemeinen menschlichen Wissens!
I 211
Naturalisierte Erkenntnistheorie/QuineVsCarnap/Stroud: leugnet die Notwendigkeit eines externen Standpunkts - damit innen/außen-Problem vermieden.
I 214
QuineVsKant: kein a priori-Wissen.
I 250
Naturalisierte Erkenntnistheorie/NE/Wissen/Unterbestimmtheit/Skeptizismus/StroudVsQuine: Naturalisierte Erkenntnistheorie muss erklären: wie verursachen entferntere Ereignisse nähere? - wie wird unser überschießender Glaube verursacht? - aber das würde sie nicht erklären - (wie die "Lücke" zwischen Daten und Wissen überbrückt wird.) - Stroud: deshalb nicht, weil es gar keinen Sinn macht zu sagen, dass hier in einer Kausalkette eine Lücke klafft - dann kann man auch nicht von Unterbestimmtheit reden - dass ein Ereignis ein anderes "unterbestimmt". - ((s) Es gibt keine "Ursache, die nicht hinreichend" wäre.) Unterbestimmtheit/Quine: Bsp Wahrheiten über Moleküle sind unterbestimmt durch Wahrheiten über alltägliche Dinge.
Lücke/Stroud: Quine hat mit einer Lücke zu tun, weil er von Information ((s) Inhalt) spricht, nicht von bloßen Ereignissen.
I 251
Input/Stroud: der einzelne Input ist nicht "mager" - ((s) nur als Massenterm) - nicht mager, wenn er als Ereignis aufgefasst wird - also können wir bei Ereignissen nicht von Unbestimmtheit reden! StroudVsQuine: Problem: wenn der Input zu mager ist, erfordert der Übergang zum Überfließenden Output Bewusstsein - der "Beleg" muss auch einer sein!
I 253
Naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/StroudVsQuine: wir können nicht alle unsere Glauben als "Projektionen" betrachten. Und wir dürfen keine epistemische Priorität ((s) dass Sinneseindrücke näher an uns sind als die äußeren Gegenstände) annehmen.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Naturalismus Rorty
 
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Richard Rorty
I 169
Naturalismus: das Nachdenken der Psychologen über Stimuli und Reaktionen. (Das ist nicht philosophisch, weil es nicht nach Ursachen sucht.) (RortyVsKant: verwechselt hier Grund und Ursache).
I 324
Def Naturalisierung: etwas zum Fundament erklären.
VI 138
Def Naturalismus/Rorty: a) Es gibt keine Bewohner der Raum-Zeit, der nicht in einem einzigen Netz kausaler Beziehungen mit allen übrigen Bewohner verbunden wäre b) Jede Erklärung besteht darin, dass man dem Gegenstand in diesem Netz seine Stelle zuweist.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Negation Frege
 
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Chisholm II 181ff
Negation/Frege/Simons: Problem: negative Sachverhalte - Lösung: einfach zwei Wahrheitswerte (w/f) und eine Funktion, die die beiden vertauscht - WittgensteinVsFrege: Verbindung sollte nicht als Funktion dargestellt werden - Operator N: formt aus einem Satz seine konjugierte Negation: das Behauptete (die vorkommenden Variablen) sind falsch - Schreibweise: x^ alle Werte von x. - Negation/Simons: hat immer nur kleinste Reichweite: Atomsätze. - Operator N: negiert immer die Disjunktion, nie die Konjunktion, wegen Wittgensteins Bedürfnis nach Atomen. - Ontologie: bloß Komplexe und die Verben E! und N. - - -
Frege IV 61
Negation/Verneinung/Urteil/FregeVsKant: dieser spricht von bejahenden und verneinenden Urteilen. - Das ist ganz unnötig - auch ein verneinendes Urteil ist ein einfaches Urteil.
IV 64
Verneinung/Negation/Frege: ist nicht gleichrangig mit dem Urteilen. - Es ist kein "entgegengesetzter Pol" zum Urteilen.
IV 69
Kennzeichnung/Nebensatz/Teilsatz/Name/Frege: Bsp "die Verneinung des Gedankens, daß 3 größer ist als 5" - dieser Ausdruck bezeichnet hier ein bestimmtes Einzelnes. - Dieses Einzelne ist ein Gedanke. - Der bestimmte Artikel macht den ganzen Ausdruck zu einem Einzelnamen, einem Vertreter eines Eigennamens.
IV passim
Gedanke/Frege: zu jedem Gedanken gehört seine Verneinung als selbständiger zweiter Gedanke. - Gedanken werden nicht ausgedacht sondern gefaßt. - Ihre Wahrheit ist nicht ihr Gedachtwerden. - Sie sind zeitlos, und zwar gerade, weil sie immer eine Zeitbestimmung mit sich führen müssen. - So wird aus "heute" "gestern" und aus "Ich" "Er" (zwei Gedanken). - Durch Ersetzung von "Pferd" durch "Mähre" ändert sich der Gedanke nicht, nur die Färbung. - - -
Tugendhat II 66f
Negation/Frege: keine Eigenschaft - nicht immer mit Negationszeichen. - Bsp "Christus ist unsterblich" nicht an sich verneinend. - Das Negationszeichen betrifft nur den propositionalen Gehalt. - Beweis: Negation in Teilsätzen: behauptet wird nur der ganze Satz. - Im Teilsatz (nichtbehauptend) gehört das "nicht" von vornherein zum propositionalen Gehalt.
Tugendhat II 12
Proposition/Frege/Tugendhat: Negation bezieht sich immer auf den propositionalen Gehalt, nicht die Behauptung.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Normen Brandom
 
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I 83
Normen/Brandom: entstehen nicht aus gemeinschaftlichem Handeln, das gibt es nicht. - Gemeinschaft darf nicht personifiziert werden. - Immer geht es um einzelne Mitglieder.
I 84
Grundlegend: Ich-Du-Beziehung statt Ich-Wir-Beziehung. - Gemeinschaft: Frage: wie viel Übereinstimmung genügt? - Brandom: es gibt immer Autoritäten und Experten.
I 96
Normen/Brandom: entstehen aus unserem Tun, sie sind nicht Teil der Natur der Dinge.
I 105ff
Normen/Brandom: sind abhängig von Gemeinschaft: sie sind unsere Normen. - Begriffe: sind unabhängig von der Gemeinschaft, die Tatsachen entscheiden über sie. - Begriffe sind nichtdiskursiv: Diskussionen entscheiden nicht über sie.
I 867
Normen/Brandom: normative Einstellungen haben Vorrang- Festlegungen sind nicht von sich aus kausal wirksam. - Normen sind keine Gegenstände in der Kausalordnung. - Die Rede von Status kann nicht die Rede von tatsächlich eingenommenen Einstellungen ersetzen. - Was aus p folgt, kann nicht mit meiner tatsächlichen Kontoführung identifiziert werden. - Kontoführung: phänomenalistische Auffassung der Normen, aber das ist ein normativer Phänomenalismus.
I 898
Normen/Brandom: unsere eigenen Praktiken begegnen uns schon mit internen Normen - 1. Im Gewand deontischer Status: Festlegungen und Berechtigungen - (im Auge des Betrachters) - 2. Die Richtigkeiten selbst werden reflektiert (Kontoführung).
II 52
Normen/HegelVsKant: nicht nur noumenal sondern sozial verankert.
II 54
Normen/Hume: auf Wünsche zurückgeführt - BrandomVsHume: Erklärung durch Festlegung auf Muster praktischer Inferenz - d.h. Was ist ein Wunsch und was nicht?

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Phänomene Leibniz
 
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Holz I 128
Phänomen/LeibnizVsKant: darf nicht kantisch als vom Wesen getrennt aufgefasst werden! Vielmehr bildet der "mundus intelligibilis" die Grundlage für den "mundus sensibilis". Dieser ist auch keine Verdoppelung, sondern eine "Übersetzung".
Das Phänomenale ist das Substanzielle selbst, aber unter Bedingungen der Imagination, für die Räumlichkeit und Zeitlichkeit maßgeblich sind.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Pragmatismus James
 
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Diaz-Bone I 68
Pragmatismus/James: der Begriff wird zum ersten Mal von James 1898 verwendet. Er beruft sich aber auf Peirce, 1878.
I 68f
Zeichen/Peirce/ VsKant: Vs Konstruktion vom transzendentalen Subjekt: Pragmatismus ist diejenige Methode, die erfolgreiche sprachliche und gedankliche Kommunikation und klare Ideen ermöglicht. Für Peirce ist jeder Gedanke Zeichen.
I 70
Pragmatismus/Peirce: voluntaristische Handlungstheorie. Def Voluntarismus: Wille als Grundprinzip des Seins.
I 76
Pragmatismus: wie ein Korridor in der Mitte vieler Zimmer, er gehört allen, die ihn benutzen. Begriff/Pragmatismus: Er hält alle Begriffe für Hypothesen. Verwendung ist immer persönlicher Entschluß.
I 78
Wir leben nicht um zu denken, sondern wir denken, um zu leben.
I 79
Wissenschaft/James: Wissenschaften, comon sense und einzelnes Bewusstsein haben eines gemeinsam: sie sollen die menschliche Anpassungsfähigkeit steigern.
I 88
PragmatismusVsKorrespondenztheorie: Übereinstimmung bei James weicht die Dichotomie wahr/falsch auf. (>Verwirklichung, >Anpassung).
I 102
VsPragmatismus: dass James Wahrheit mit Bewährung verwechsele: es kann niemals festgestellt werden, ob eine Beobachtung richtig übersetzt ist. (>Basissatzproblem).




James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996
Raum Kant
 
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I 85
Raum/Relationismus/Relationalismus/Leibniz: (laut Kant): besteht nur vermöge des gegenseitigen Verhältnisses der Dinge in ihm. - KantVsLeibniz: Gegen-Beispiel: Inkongruenz von rechter und linker Hand oder Spiegelbild - eine Umstülpung stellt hier nicht die Identität wieder her. ((s) Das müsste sie aber, wenn nur die Relationen eine Rolle spielten.) - ((s) Chiralität/VsRelationismus).
Strawson V 28
Raum/Zeit/Kant: Totalität: scheint uns eine Disjunktion aufzuzwingen: entweder begrenzt, es gibt ein letztes Element, oder unbegrenzt. - Da die Antinomien empirisch nicht entscheidbar sind, ist damit bestätigt, dass Raum und Zeit nur als Erscheinungen und nicht als Dinge an sich existieren. StrawsonVsKant: es ist nicht klar, dass es keine empirische Lösung gibt.
Stra V 48
Raum/Zeit/Kant: nicht von den Dingen produziert, sondern von den Subjekten - Raum und Zeit sind Bewusstseinszustände - Bewusstseinszustand: niederrangig, bloss Wirkung von Dingen, nicht deren Zustände.
V 49
Raum erwächst nicht aus Erfahrung, sondern Erfahrung setzt Raum voraus.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Raum Leibniz
 
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Holz I 132
Raum/Leibniz: ist die Ordnung. Er ist kein Ansichseiendes, sondern die Struktur einer materiellen Vielheit, die ihrerseits das eigentliche substantielle Ansich im sich selbst beschränkenden Wesen der ursprünglichen Kraft besitzt. Es gibt keinen (unendlichen) "leeren Raum". Die Vorstellung davon wäre eine zwecklose Handlung: arbeiten, ohne etwas damit zu tun. Für niemand ergäbe sich eine beobachtbare Veränderung.
Der Raum erscheint nur in der gegenseitigen Repräsentation.
Räumlichkeit ist etwas anderes als Raum.
Raum und Zeit sind etwas Ideales.
I 133
Raum außerhalb der Welt ist nur imaginär. (Schon die Scholastik vertrat diese Ansicht). Raum/Leibniz: die Anordnung der Dinge bewirkt in der Perzeption die Erscheinung von Raum.

Erscheinung/"wohlgegründet"/Leibniz: die Erscheinung von Raum ist "wohlgegründet" wenn sie auf die Vielheit der Dinge zurückbezogen wird.
Raum ist "imaginär" oder "ideal" wenn die Vielheit als Ansich isoliert von den Dingen gesehen wird. (s) z.B. als Menge?

Bewegung/Leibniz: etwas tritt an den Platz von etwas anderem. ((s) Nicht an die Stelle eines vorher "leeren Raums").
I 134
Das, was alle diese Plätze umfasst, heißt "der Raum". Dafür braucht man auch keine "absolute Realität" von Raum anzunehmen.
Raum/Zeit/LeibnizVsKant: Inbegriff möglicher Verhältnisse, aber nicht als Anschauungsformen, sondern real ontologisch als Strukturen des Verhältnisses der materiell Ansichseienden zueinander.

Ansich/Leibniz: ist die Kraft. Zwei Aspekte:
1. Intensional als Kraftpunkt
2. Extensional in den Wirkungen.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Realität Kant
 
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Strawson V 76
Realität/Wirklichkeit/StrawsonVsKant: warum sollten die Gegenstände des Bewusstseins nicht eine von diesem unterschiedene (unabhängige) Existenz haben, auch wenn sie Punkt für Punkt mit den Erlebnissen übereinstimmen?
Stra V 156
"Alles könnte anders sein"/StrawsonVsKant: der Begriff, dass alles mit Bezug auf den gegenwärtigen Zeitpunkt anders angeordnet sei, ist völlig leer (> Davidson). - Ebenso leer: die Annahme einer Veränderung in den externen zeitlichen Relationen.
Stra V 231
Wirklichkeit/Erscheinung/Kant: sinnlos zu bestreiten, dass es jenseits unserer Erfahrung etwas gibt, wie es für Blinde sinnlos wäre zu bestreiten, dass die Gegenstände noch weitere Eigenschaften haben - was wir bestreiten müssen ist, dass jeder weitere Aspekt der Wirklichkeit in irgendeiner Art systematischen Verbindung mit den Aspekten steht, die wir bereits kennen. Noumenale Welt/StrawsonVsKant unnötig, überhaupt Unerkennbares anzunehmen. - Stattdessen "bescheidenes Noumenon": das, was wir noch entdecken können.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Reduktionismus Damasio
 
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II Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 486
KantVsReduktionismus: das Selbst wird niemals erforscht werden, es ist nur in der höchst abstrakten Begrifflichkeit der "transzendentalen Apperzeption" zu denken. DamasioVsKant: wir haben eine viel sichere Grundlage in unserem Körper mit seiner Haut, seinen Knochen, seinen Muskeln, den Gelenken, inneren Organen usw.

Damas I
Antonio R. Damasio
Descartes’ Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn München 2004
Relationen Hume
 
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Deleuze I 121/122
Relation/KantVsHume: Relationen sind den Vorstellungen nicht äußerlich. HumeVsKant: jede Relation ist ihren Termen äußerlich - Bsp Gleichheit ist keine Eigenschaft der Figuren selbst - Bsp benachbarte und entfernte Figuren erklären nicht, was Nachbarschaft und Entfernung ist - Relation setzt eine Synthese voraus.
Raum/Zeit: im Geist nur Komposition, zur Relation durch Fiktion - Bsp Assoziation: schafft Relation, erklärt aber nicht, dass Entfernung eine Relation ist.
Deleuze I 135
Relationen/Hume: lassen sich nicht von der Erfahrung ableiten, sie sind Wirkungen der Assoziationsprinzipien - den Dingen äußerlich (Atomismus). KantVsHume: nicht äußerlich - Kant: daher kritische Philosophie statt Empirismus.
Deleuze I 139
KantVsHume: Relationen sind insofern von der Natur der Dinge abhängig, als die Dinge als Phänomene eine Synthese voraussetzen, die sich aus derselben Quelle speist wie die Synthese der Relationen. - Deshalb ist die Kritische Philosophie kein Empirismus. - Es gibt ein a priori, d.h. die Einbildungskraft ist produktiv.
Deleuze I 145
Kausalität/Hume: ist die einzige Beziehung, aus der sich etwas schließen lässt.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Selbstbewusstsein Castaneda
 
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Frank I 211ff
Selbstbewusstsein/Fichte: alles Bewusstsein schließt Selbstbewusstsein ein - CastanedaVs: Vermischung von externer (gegen andere) und interner (der flüchtigen Iche untereinander) Reflexivität - CastanedaVsKant: nicht Apperzeption, sondern umgekehrt! - kein Ich ist nacktes isoliertes Individuum, sondern Sammelpunkt von Verbindungen - Scheinproblem: wie man zugleich Subjekt und Objekt der Selbstreflexion sein könnte: geht von einem falschen monolithischen Selbst aus.
I 231f
SB/Castaneda: beruht auf einer Basis von Überzeugungen, die aus einer Hierarchie von Kräften, Dispositionen und Neigungen besteht. - Unterste Stufen: metaphysisch, Selbstverständlichkeiten - postuliert unendlich viele Aspekte.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Selbstbewusstsein Kant
 
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Strawson V 22
Selbstbewusstsein/Kant: dafür müssen wir zwischen Folgen unserer Erfahrung und Folgen von Gegenständen der Erfahrung unterscheiden können.
Stra V 215
Selbstbewusstsein/Kant: a) "ursprüngliches": bloß Denken nicht Anschauen - b) empirisches Selbstbewusstsein. StrawsonVsKant: das sind nur Zaubersprüche, wenn wir auf "erscheinen" keine Zeitform anwenden dürfen, wir sollen wir es dann verstehen? - soll es unzeitlich der Fall sein, dass etwas zeitlich erscheint? - alter Glaube, dass Vernunft unzeitlich sei und dennoch in uns.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Skeptizismus Kant
 
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Stroud I 128
Skeptizismus/Kant: es bleibt ein Skandal der Philosophie, dass die Existenz der Dinge außerhalb von uns allein aufgrund von Glauben akzeptiert werden muss. KantVsDescartes: die Relation zwischen philosophischer Frage und Alltagswissen ist indirekter und komplexer als er dachte - ((s) Aber für Kant ist die Wahrnehmung äußerer Dinge sehr direkt.)
Stroud I 136
KantVsSkeptizismus: zwei Stufen: 1. Äußere Dinge beweisen (hat Moore geschafft) - 2. Die allgemeine Möglichkeit solcher Beweise zeigen -
Stroud I 138
Stroud: Problem: wir haben noch keinen bestimmten Wortlaut (Satz) mit dem Kant seinen Realismus formulieren würde und den Moore beweisen könnte.
Stroud I 142
Alltagswissen ist unproblematisch, vollständig und muss nicht bewiesen werden.
Stroud I 140
Skeptizismus/KantVsSkeptizismus: kann nie zu einer Konklusion gelangen aufgrund der von ihm selbst akzeptierten Prämissen.
Stroud I 147
KantVsDescartes: dieser geht nicht tief genug und verlässt sich zu stark auf "Zeugnisse" - (Belege, Beweise) - wichtiger: die Bedingungen der Möglichkeit - > Davidson: Kant: keine Untersuchung unseres Wissens könnte zeigen, dass wir immer etwas anderes wahrnehmen als die unabhängigen Objekte, die wir um uns herum annehmen. Lösung/Kant: "Kopernikanische Wende": Idealität aller Erscheinungen. - Wir haben nur davon direktes Bewusstsein, was zu uns gehört. Unsere Wahrnehmung hängt von unserem Vermögen ab. - Falsch: dass unsere Erfahrung den Dingen gemäß sein müsste, sondern umgekehrt.
Stroud I 149
Äußere Dinge/Gegenstände/Welt/Realität/Kant/Stroud: alle unsere Wahrnehmung, ob innere oder äußere, und alle "äußeren Objekte der Wahrnehmungen... müssen wir als Repräsentationen betrachten, von dem, wovon wir unmittelbar bewusst werden können. - ((s) Das Ding ist also die Repräsentation unseres Bewusstseins. - > Transzendentaler Idealismus - begründet den a priori-Charakter unseres Wissens von Raum und Zeit (Geometrie) - Daher können die Dinge nicht unabhängig von unseren Gedanken und Erfahrungen existieren.
I 163
StroudVsKant: dass wir uns unserer Erfahrungen bewusst sein müssen, ist die Wiederkehr der "epistemischen Priorität" (von Descartes).
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
Subjekte Hegel
 
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Bubner I 184
Subjekt/Objekt/Hegel/Bubner: unter dem Titel des Erkennens bestimmt Hegel das Subjekt/Objekt Verhältnis nach zwei Seiten: Theorie und Praxis. (Nach dem Vorbild AristotelesVsPlatons Trennung des Empirischen und Ideellen). Auch HegelVsKant: "Radikale Trennung der Vernunft von der Erfahrung".
I 185
Subjekt/Objekt/Antike/Bubner: davon hat die ganze Antike, und mit ihr Aristoteles gar nichts gewusst!
Substanz Descartes
 
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Adorno XIII 68
Substanz/Descartes/Adorno: die denkende Substanz wird bei Descartes einfach als eine Substanz und nicht als eine Tätigkeit bestimmt. DescartesVsKant, DescartesVsSpontaneität.
Adorno XIII 154
Substanz/Descartes/Adorno: der Substanzbegriff wird bei Descartes definiert als das, quod nulla re indiget ad existendum, was keines anderen Dinges zu seiner Existenz bedarf. Man könnte folgern, dass es mit absoluter Notwendigkeit sein muss.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Substanz Kant
 
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Strawson V 187
Substanz/StrawsonVsKant: es ist sogar nach seinen eigene Prinzipien falsch, aus der Veränderlichkeit der Dinge auf eine zugrunde liegende Substanz zu schließen. - Denn wenn sie Bedingung der Erfahrung sein soll, dann ist das Argument zirkulär. - - -
Holz I 31
Substanz/Spinoza: ist bei ihm ihrem Wesen nach einzig, unendlich und unteilbar. Substanz/HegelVsSpinoza: wer von der Denkvoraussetzung der substantiellen Einheit der Welt und der Erfahrungsvoraussetzung der qualitativen Verschiedenheit der Seienden (der Mannigfaltigkeit) ausgeht, kann diese Mannigfaltigkeit nur als Erscheinungsformen oder Aspekte der einen Substanz begreifen, in der "alles was man für wahr gehalten hatte, untergegangen ist".
Damit ist jedoch die tatsächliche Voraussetzung des Denkens, die Unterschiedenheit der Denkinhalte, preisgegeben! Die Gefahr sah Leibniz.
I 32
Hegel: man darf nicht "die Vielheit in der Einheit verschwinden lassen". Wenn die Deduktion nur als Reduktion möglich wäre, (wie bei Spinoza), wäre das die Selbstaufhebung der Welt im Denken.
Kant: zieht daraus die Konsequenz, die Einheit der Welt in der Priorität des Denkens zu begründen. Die Einheit ist dann nur transzendental oder subjektiv idealistisch begründet.
HegelVsKant: versucht die Substanzmetaphysik zu erneuern, die die Einheit des Seins in der Einheit eines Seienden begründen möchte: Die Selbstentfaltung des absoluten Geistes in der Weltgeschichte.

I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Synthesis Kant
 
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Danto I 133
Synthetisch a priori/Kant: vor jeder Erforschung der Welt erkennbar - Daran knüpft er die bloße Möglichkeit, überhaupt Philosophie zu betreiben. - Denn sie ist nichtempirisch. Analytisch/Kant: Bsp "Jede Ursache hat eine Wirkung". - Nicht analytisch: "Alle Ereignisse haben Ursachen". - Es gehört nicht zur Bedeutung von "Ereignis", dass es eine Ursache hat. - Aber dennoch synthetisch a priori: - Bsp "Jedes Ereignis hat eine Ursache". - (Variation von Leibniz’ Gesetz). - Es definiert, was es für das Universum heißt, verstandesmäßig erfassbar zu sein.
Danto I 211
Erfahrung/Repräsentation/Kontinuität/Internalismus/Danto: Kontinuität ist nicht in der Erfahrung gegeben. - Sonst gäbe es gar nicht die Frage, ob Existenz kontinuierlich ist. - Lösung/Kant: geistige Synthesis.
- - -
Strawson V 26
Synthesis/Kant: der Prozess der Produktion der Einheit der Erfahrung. - Es kann kein empirisches Wissen über die Synthesis geben - das Wissen wird durch sie erst erlangt.
Stra V 81
Synthesis/Kant: bewusst, aber nicht wie ich mir erscheine, sondern nur, dass ich bin. - Denken, nicht Anschauen. - Kant/Strawson: Kants Synthesis beruht auf Unterscheidung der Vermögen von Sinnlichkeit und Verstand. StrawsonVs: Wir versuchen es ohne sie.
- - -
Bubner I 100
Urteil/Synthesis/Kant: die Einheit des synthetisch Zusammengefassten gibt dem fraglichen Verhältnis der Begriffe erst die nötige Bestimmtheit. Diese Bestimmtheit trägt des Weiteren den Gegenstandsbezug, der im Urteil als Erkenntnisanspruch stets mit enthalten ist. "Allein die Synthesis ist doch dasjenige, was eigentlich die Elemente zu Erkenntnissen sammelt und zu einem gewissen Inhalt vereinigt."
Das gelingt dadurch, dass Kant Def Begriffe mit Vorstellungsinhalten gleichsetzt.
I 103
Synthesis/Kant: sie ist ursprünglich einig und für alle Verbindung gleich geltend. Der Hinweis auf die Handlung scheint auch die Frage der Einheit zu beantworten. ((s) weil aus Tätigkeit, nicht aus den Objekten herrührend). Sie enthält drei Momente.
1. das gegebene Mannigfaltige
2. das Verbinden
3. die Einheit Dabei existiert kein unabhängiger "Einheitspol", der sozusagen als ein weiteres neben den vielen zu verbindenden Elementen erscheint.
Die Einheit steht dem Vielen nicht als isoliertes Prinzip gegenüber.
Daher spricht der Idealismus von der Identität von Identität und Nichtidentität.
I 104
Einheit/SynthesisIdealismus/Kant: der Ort der Einheitlichkeit lässt sich jetzt bezeichnen, es ist der reine Handlungscharakter der Synthesis. Dieser Handlungscharakter geht über alle Einzelverknüpfungen hinaus, liegt allem tatsächlichen Zusammenstellen voraus und ist durch noch so viele synthetische Akte niemals zu erschöpfen.
I 108
Synthesis/VsKant: seine Nachfolger haben die Schwäche aufgedeckt, daß es für den obersten Punkt dieser Gedankenkette keine Evidenz gibt.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Synthetisches Wittgenstein
 
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Hintikka I 204
synthetisch a priori/HusserlVsKant/WittgensteinVsKant/Hintikka: als Beispiele stammen aus der Erfahrung.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Terminologien Hume
 
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Deleuze I 7
Affektion/Hume: 1. Affektivität (über die Sinneseindrücke) - 2. Das Soziale (über den Verstand)
Deleuze I 23
Affekt/Affektion/Hume: 1. Effekte der Assoziation (bringt Allgemeinheit, Regel) - 2. Effekte des Affekts (verleiht Inhalt, ermöglicht praktisches und moralisches Handeln) - Affekt ist keine Repräsentation - Vernunft: bestimmt nicht das Handeln - Affekt: bestimmt das Handeln.
Deleuze I 31
Sympathie/Hume: veranlaßt uns, von unseren Interessen abzusehen - Grundlage der Moral - aber nur in Bezug auf Nahestehende, Verwandte - > Parteilichkeit. - Der Mensch ist weniger egoistisch als parteiisch - so geht die Sympathie doch nicht über das Einzelinteresse oder den Affekt hinaus. Mensch/Hume: von Natur aus egoistisch - Moral/Hume: nicht vom Instinkt abhängig.
Deleuze I 49
Lebendigkeit/Hume: Problem: die allgemeine Regel kennt keinen Besitzer, sie ist abstrakt - Gleichförmigkeit des wahren moralischen Urteils: nicht lebendig.
Deleuze I 56
Allgemeine Regel: Einheit einer Reflexion und einer Extension - (hier immer Ausweitung) - der Affekt greift über sich hinaus, weil er sich reflektiert - die allgemeine Regel ist der in der Einbildungskraft reflektierte Affekt.
Deleuze I 66
Affekt/Einbildungskraft/Hume: Problem: wie ist ihre Beziehung, die den Affekt befähigt, eine komplexe Wirkung zu entfalten?
I 67
Lösung: die Prinzipien des Affekts übersteigen den Geist (wie die Prinzipien der Assoziation). - Bsp die Einbildungskraft geht leicht vom Entferntesten zum Nächsten über, aber nicht umgekehrt - Bsp vom Bruder zum Ich, aber nicht umgekehrt. - Affekt: verleiht diesen Verbindungen einen Sinn.
Deleuze I 71f
Gewohnheit/Hume: Paradox: sie bildet sich stufenweise aus und ist zugleich ein Prinzip der menschlichen Natur. - Ein Prinzip ist die Gewohnheit, Gewohnheiten anzunehmen. - So ist die Herausbildung selbst ein Prinzip (= Erfahrung).
Deleuze I 89
Def Finalität/purpose/Hume/Deleuze: Die Finalität wird gedacht, nicht erkannt: als die ursprüngliche Übereinstimmung der Prinzipien der menschlichen Natur mit der Natur selbst - Einheit des Ursprungs und der qualitativen Bestimmtheit - vier Prinzipien: Vernunft, Instinkt, Zeugung, Wachstum.
Deleuze I 118
Affekt/Hume: wird vom Körper produziert: a) unmittelbar aus sich selbst: Bsp Hunger - b) mit anderen Ursachen: Freude, stolz, Demut usw. - Die Natur hat auch dem Geist gewisse Triebe verliehen.
Deleuze I 139f
Transzendenz/Kant/Deleuze: das Denken geht über die Einbildungskraft hinaus, ohne sich von ihr zu lösen - das Transzendentale macht die Transzendenz immanent. Etwas = X. - HumeVsKant: bei ihm nichts Transzendentales - stattdessen: Finalität: die Übereinstimmung des Subjekts mit dem Gegebenen (nicht zufällig). - (Die Übereinstimmung setzt eine Verbindung der Momente des Subjekts voraus.)
Deleuze I 160
Lebhaftigkeit/lebhaft/vivacity/Hume: Ursprung des Geistes - Grundmerkmal des Eindrucks - kein Produkt der Prinzipien.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
Unbewusstes Freud
 
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Searle I 197
Searle: Im Gegensatz zu Freuds Begriff des Unbewussten ist der kognitionswissenschaftliche Begriff des Unbewussten nicht potentiell bewusst. - - -
Rorty V 47
Unbewusstes/unbewusst/Rorty: zwei Bedeutungen: 1. Mehrere gut artikulierte Glaubens und Wunschsysteme (durchaus rational).
2. Brodelnde Masse in artikulierter instinkthafter Kräfte, bei denen Widerspruchsfreiheit keine Rolle spielt. Hätte Freud sich auf diese Bedeutung beschränkt, hätte er unser Selbstbild im Wesentlichen unverändert gelassen.
V 47/48
Freud/Rorty: das Neue bei ihm ist, dass das unbewusste Ich kein stummes, störrisches torkelndes Tier ist, sondern ein Intellektuellen ebenbürtiges Gegenüber. Hätte sich die Psychoanalyse auf die Neurosen beschränkt, hätte sie niemals die Aufmerksamkeit der Intellektuellen auf sich gezogen. Unbewusstes/Ich/Rorty: das Unbewusste als rationaler Gegenspieler. Ich kann auch entdecken, dass mein Unbewusstes besser Bescheid wusste als ich selbst. Das diskreditiert die Vorstellung von einem »wahren« Ich.
V 60
FreudVsPlaton/FreudVsKant/FreudVsDescartes/Rorty: das Unbewusste, unser Gewissen, ist nichts Unveränderliches, nicht einmal ein zentraler Teil. Alle Teile sind gleichberechtigt. Mechanisierung, Verfahren, uns selbst zu verändern.
V 61
Def Gewissen/Freud/Rorty: Erinnerungen an idiosynkratische Ereignisse. Kein Ersatz für moralische Überlegung.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Unendlichkeit Cantor
 
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Thiel I 165
Unendlich/CantorVsKant: "vager, instinktloser Gebrauch des Unendlichkeitsbegriffs". Cantor: These das "potentiell Unendliche" (Prozess) setzt das "aktual Unendliche" ("ein in allen Teile festes, bestimmtes Quantum") voraus, da zur Ausführung eines Prozesses "ein geebneter Weg und fester Boden unbedingt erforderlich sind".

Wollen wir analog zu den Grundzahlen, welche die "Größe" endlicher Mengen "messen" auch "Maße der Größe" unendlicher Mengen einführen, so werden diese neuen Zahlen angesichts der Auseinandertretens von Größe und eindeutiger Zuordenbarkeit bei unendlichen Bereichen nicht alle Eigenschaften der Grundzahlen teilen können. Hier gilt nicht immer n + n ungl. n. Auch gilt ϑ + ϑ = ϑ.
I 166
Cantor hat für die "Anzahl" den Buchstaben Aleph eingeführt. Bei Ao bezeichnet der Index dass dieses Anzahl nur die erste in einer selbst unendlichen Reihe unendlich großer Anzahlen, der "transfiniten" Zahlen sein sollte. Die als Ao + Ao+ formulierte Eigenschaft ist nicht absurd, sondern ein "Rechengesetz" im Bereich der transfiniten Zahlen.
I 167
WittgensteinVs: die Lehre von den transfiniten Zahlen krankt daran, dass sie von falschen Bildern begleitet ist. "Etwas daran ist unendlich" suggeriert: "etwas daran ist riesig". Aber was an Ao ist riesig?. Nichts. Bsp Wittgenstein: Ich habe etwas unendliches gekauft! - Es war ein Lineal mit unendlichem Krümmungsradius." - - -
Bertrand Russell Die Mathematik und die Metaphysiker 1901 in: Kursbuch 8 Mathematik 1967
17
Cantor/Russell: Cantor stellte fest, dass alle angeblichen Beweise, die gegen die Unendlichkeit sprachen, auf einem bestimmten Grundsatz fußten: Die betreffende Maxime lautet, dass eine Menge, die in einer anderen enthalten ist, weniger Elemente hat, als die Menge, in der sie enthalten ist. Diese Maxime gilt aber nur für endliche Zahlen. Das führte geradenwegs zur Definition des Unendlichen:
Def unendlich: eine Menge ist unendlich, wenn sie sich aus Mengen zusammensetzt, die ebenso viele Elemente enthalten wie sie selbst.


T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
Unendlichkeit Kant
 
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Strawson V 174
Unendlich/StrawsonVsKant: nicht-kantisch: jede kosmologische Reihe präsentiert eine unendliche Zahl von Möglichkeiten. - Aber das heißt nicht, dass die Antwort eine unendliche Zahl involviert. - Aber jede der unendlich vielen Antworten, die eine endliche Zahl erwähnt, kann wahr sein. - Das stellt den Begriff unendlich in Bezug auf Mengen mit empirisch unterscheidbaren Gegebenheiten in Frage. Das stellt die Paradoxien des Unendlichkeitsbegriffs nicht in Frage, aber empirische Gegenstände müssen diese Eigenschaften nicht aufweisen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Verschiedenheit Demokrit
 
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Adorno XIII 202
Verschiedenheit/Demokrit/Adorno: Wie kommt es zu der Verschiedenheit der Dinge? Das Problem aller antiken Philosophie bestand darin, ein einheitliches Prinzip anzugeben, aus dem sich alles erklärt und mit dem man gegen die unendliche Vielfalt der Naturmythologie reagieren konnte.
XIII 203
Atome/Demokrit/Adorno: haben nicht etwa innere Zustände, sondern nur mechanische. Diese Vorstellung, dass eigentlich das Wesen der Dinge nur von außen und nicht von innen her zu fassen sei und dass es ein Inneres eigentlich nicht gebe hat eine ungeheure Konsequenz für die gesamte Geschichte der Wissenschaften gehabt.
XIII 204
AristotelesVsDemokrit/Adorno: These: die Objektivität und Wirklichkeit der Formen sei den Dingen selber immanent. Naturwissenschaft: die neuere Naturwissenschaft hat diese Aristotelische und mittelalterliche Anschauung kritisiert und nicht mehr versucht, von innen her, von diesen Formen her die Materie zu begreifen. Man hat einfach von außen Beobachtungen gemacht und registriert.
Das ist VsKant, VsLeibniz, VsWolff.
Lager: Leibniz, Wolff pro Aristoteles.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Verstand Kant
 
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I 87
Def Verstand/Kant: das Vermögen der Begriffe. Auch der reine Verstand kann Erkenntnisquelle sein, für »philosophische« Erkenntnis, und für formal-logische. Begriff/Kant: nichts als die Synthesis ist möglicher Anschauungen, die a priori nicht gegeben sind. Philosophische Sätze sind deshalb immer allgemeine Grundsätze für mögliche empirische Anschauungsverbindung, zum Beispiel der Grundsatz der Kausalität.
I 93
»Innere« Handlungen des Verstandes/Kant: »innerer Sinn, dessen Form die Zeit ist«. - Die Bilder, welche die objektiven Einheiten der Dinge vorschreiben, sind Bilder des Ich von sich in der Zeit. - Die Einheit des Bewusstseins des Gegenstands ist dann zugleich die Einheit des Gegenstands. - > Schematismus: erkennt Kategorien als geeignet als Anschauungsbestimmungen.
I 99
Verstand/Kant: Begriff - Urteilskraft: Urteil - Vernunft: Schluss. - Alle drei bilden die Vernunft in weiteren Sinn. - - -
Münch III 327
Def Verstand/Kant: das Vermögen der Regeln . Für Kant ist der Verstand getrennt von der Anschauung. Holenstein: der entsprechende moderne Begriff ist Intelligenz.
Strawson V 24
Verstand/Kant: allgemeine Funktionen auch ohne Sinnlichkeit. - Reine Verstandesbegriffe: = Kategorien.
V 25
Schematismus: Übergang zu Kategorien-in-Gebrauch. - Nur Zeit, ohne Raum. - Transzendentale Deduktion: jede Kategorie muss in der Erfahrung eine Anwendung haben. StrawsonVsKant: das ist logisch fehlerhaft.
- - -
Bubner I 103
Kant/neu: Verstandeshandlung besteht im Urteilen, Tafel reiner Verstandesfunktionen, die aber in Ansehung alles Objekts unbestimmt sind. Aus der Handlung ergibt sich die Vereinigungsleistung. Sie ist nicht von außen angestoßen! >Synthesis.
- - -
Adorno XIII 105
Verstand/Kant/Adorno: soweit es sich um die Vernunft handelt, die sich auf die Möglichkeit bezieht, Inhaltliches, Materiales zu erkennen, spricht Kant von Verstand. Verstandestätigkeit/Kant: ist die Vernunfttätigkeit, die sich auf ein Material bezieht, das ir azus den Sinnen zugekommen ist und das sie vereinheitlicht und sich mit dessen Synthesis befasst.
Vernunft/Kant: hier soll diese Tätigkeit nicht mehr gebunden sein an ein solches Material, sondern frei davon sein. In der kognitiven oder noologischen Bedeutung gibt die Vernunft uns wenigstens die Regulative, in deren Sinn unsere Erfahrung von Sinnlichem fortschreiten soll. Vernunft in diesem prägnanten Sinn wäre als die Fähigkeit, Ideen zu erkennen.
Vernunft/Kant/Adorno: in einem dritten Sinn gibt die Vernunft in vollkommener Freiheit ihre Objekte sich selbst. Das ist der praktische Gebrauch der Vernunft. Paradoxerweise sind wir hier nach Kant gerade
XIII 106
nicht gebunden an einen Stoff. Praktische Vernunft/Kant/Adorno: unsere Vernunft oder wir verhalten uns praktisch, insofern wir rein nach der Vernunft und nach ihren Zwecken handeln, ohne dass wir diese Zwecke uns vorgeben ließen.
Zweck/Kant/Adorno: Damit dürfen wir uns diese nur von unserem eigenen Prinzip, dem, innersten Prinzip der Subjektivität selber vorgeben lassen.
Vernunft/Kant/Adorno: ist dann eine absolute Tätigkeit des Geistes im Gegensatz zu einer durch Materialen eingeschränkten. Damit wird sie zu einer höheren und gewissermaßen zur Gegeninstanz des Verstandes.
XIII 110
Verstand/Kant/Adorno: diejenige Vernunfttätigkeit, die sich bezieht auf die Ordnungsfunktionen, die wir gegenüber einem uns nach Kant von außen zukommenden und in sich chaotischen, nicht strukturierten, in sich ganz unbestimmten Material ausüben. Vernunft/Kant: reflektiert noch einmal auf den Verstand, auf den Gebrauch, den der Verstand von sich selbst macht und danach beurteilt, entscheidet, ob er im Sinne der Zwecke, die er sich
XIII 111
sich selbst gibt, ein höhergearteter sei.
XIII 112
Vernunft/Hegel/Adorno: bei Hegel und schon bei Kant finden sich Anklänge der Verdinglichung der Vernunft in dem Sinne, dass der gemeine Mann nicht zu viel nachdenken soll.
XIII 113
Vernunft/Horkheimer/Adorno: Problem: die Vernunft soll das Prinzip der Freiheit, aber gleichzeitig auch ein Gesetz und insofern etwas schlechterdings Repressives sein. In ihrem Begriff selber ist das Verhältnis von Freiheit und Zwang aber eigentlich nicht artikuliert worden.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Verstehen Vollmer
 
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I 80
Def Anschaulichkeit/Vollmer: etwas ist anschaulich, wenn es transformiert werden kann. Bsp Planetarium - Molekülmodelle.
I 173
Verstehen/VollmerVsKant: beantwortet nicht: warum können wir einander verstehen? - Wie ist intersubjektives Wissen möglich? - Können die Kategorien als vollständig erwiesen werden? - (Vollmer: Nein!).

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Wahrnehmung Kant
 
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Strawson V 126
Wahrnehmung/Kant/Strawson: zwischen veridischer und nicht-veridischer Wahrnehmung können wir nur unterscheiden, wenn die allgemeinen Bedingungen objektiver Zeitbestimmung (objektiver Wahrnehmung) erfüllt sind.
V 169f
Wahrnehmung/Kant: diese existiert aber sehr wohl "an sich selber"! - Problem: dann wiederholt sich die Frage nach dem Anfang der Reihe. StrawsonVsKant: redet immer von unseren Wahrnehmung. - Aber deine Wahrnehmungen sind mir nicht gegeben.
- - -
Stroud I 164
Wahrnehmung/Kant/Stroud: er kann direkte Wahrnehmung unabhängiger Dinge empirisch gesprochen nur akzeptieren, weil er sie nicht transzendental gesprochen akzeptiert. - Direkte Wahrnehmung: nur von abhängigen Dingen möglich. - Bsp Repräsentationen. KantVsTranszendentaler Realismus: dieser müsste dann außerdem noch unabhängige Dinge annehmen. Problem: dann müssten wir unsere Repräsentationen als diesen Dingen inadäquat bezeichnen. StroudVsKant: dann bin ich gefangen in meiner Subjektivität. - Damit ist der transzendentale Idealismus kaum vom Skeptizismus zu unterscheiden.
StroudVsKant: nach ihm ist die beste Wissenschaft (Physik usw.) möglich, aber immer noch von unserer Subjektivität abhängig.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Welt Lorenz
 
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Vollmer I XIV
Weltbild/LorenzVsKant: in keinem Organismus begegnen wir einem Weltbild, das im Widerspruch stünde zu dem, was wir Menschen von der Außenwelt glauben - der Vergleich der Weltbilder verschiedener Arten hilft uns, die Begrenzungen unseres eigenen Weltbildapparates zu erwarten und anzuerkennen -

Lo II
K. Lorenz
On Aggression
Wirklichkeit Goodman
 
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I 18ff
Wirklichkeit/Welt/Realität/Goodman: Die vielen Stoffe, aus denen man Welten erzeugt - Materie, Energie, Wellen, Phänomene - werden zusammen mit den Welten erzeugt. Aber nicht aus dem nichts, sondern aus anderen Welten. Unser Erschaffen ist ein Umschaffen. Den Anfang sollte man der Theologie überlassen. Keine Hoffnung auf feste Grundlage.
Die Rede von unstrukturiertem Inhalt oder Gegebenem widerlegt sich selbst, denn Rede kann nicht unstrukturiert sein.
I 18
Kant: der Begriff eines reinen Inhalts ist leer.
I 34
...sollten wir aufhören, von richtigen Versionen zu sprechen als ob jede ihre eigene Welt wäre und sollten alle als Versionen von ein und derselben neutralen, zugrunde liegenden Welt anerkennen? Goodman These: Die so wiedergefundene Welt ist, wie früher bemerkt, eine Welt ohne Arten, ohne Ordnung, ohne Bewegung, ohne Ruhe und ohne Struktur. - Eine Welt, für oder gegen die zu kämpfen sich nicht lohnt.
II 70f
Wirklichkeit/Goodman: die gesamte Wirklichkeit, auch Raum und Zeit sind beschreibungsabhängig, VsKant, VsSalmon, VsRead - Denkbar: Raum-Zeit-Punkte existieren nicht die ganze Zeit! - Lösung: Summengegenstand p+t ----
IV 44
Realität/Goodman: Nichts wird durch einen bloßen Beschluss verwirklicht. Das Eingeständnis, dass es viele Standards der Richtigkeit gibt, lässt daher die Unterscheidung zwischen richtig und verkehrt nicht zusammenbrechen.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
Wissen Vollmer
 
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I 206
Wissen/VollmerVsKant: nach den Kantianer können wir faktisch nur wissen, was durch die Sinne gegeben ist. - Dann können wir nicht wissen, Bsp dass die Erde sich bewegt - Bsp dass der Raum nichteuklidisch ist. - Dann dürfen auch Quarks und Schwarze Löcher niemals Objekte der empirischen Wissenschaft werden, weil sie unanschaulich sind.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Zeichen Peirce
 
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Berka I 29
Zeichen/Logik/Peirce: in Logik müssen alle drei Arten von Zeichen vorkommen - Symbole: ohne sie gibt es keine Allgemeinheit - Allgemeinheit: für Schlussfolgerungen wesentlich.
I 30
Problem: Das Symbol allein sagt nichts über den Gegenstand aus. - Durch einen allgemeinen Term kann ein Gegenstand nur angedeutet werden.
I 29
Symbol/Peirce: sagt nichts über den Gegenstand aus. - - -
Diaz-Bone I 68f
Zeichen/Peirce/ VsKant: Vs Konstruktion vom transzendentalen Subjekt: Pragmatismus ist diejenige Methode, die erfolgreiche sprachliche und gedankliche Kommunikation und klare Ideen ermöglicht. Für Peirce ist jeder Gedanke Zeichen.

Peir I
Ch. S. Peirce
Philosophical Writings 2011

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 83 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsKant Fodor Vs Analytizität
 
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IV 185
analytisch/synthetisch/graduelle Analytizität/Block/Fodor/Lepore: einige Autoren haben aus "Two Dogmas" den Schluss gezogen, dass eine gewisse "graduelle Analytizität" nicht ausgeschlossen ist.
IV 185
Fodor/LeporeVs: das setzt dann Gleichheit der Bedeutung statt Identität der Bedeutung voraus. Aber wir haben schon gesehen, dass für Inferenzen Analytizität und Kompositionalität dasselbe sind. Dann muss man also auch mit gradueller Kompositionalität leben.
Frage: geht das auch mit Systematizität (Systematik: Glauben verwandter Einstellungen) Isomorphie (s.o.) und Produktivität zusammen?
Würde graduelle Kompositionalität nicht nur eine endliche Bekanntschaft mit (unendlicher) Sprache beinhalten? So dass man neue Begriff nur "so ungefähr" versteht?
Bsp wenn man aRb versteht, dann auch "so ungefähr" bRa.
Bsp die Konstituenten des Satzes S drücken "so ungefähr" die Konstituenten der Proposition P aus?
Bsp "John liebt Mary" drückt "so ungefähr" aus, dass John Mary liebt aber auch nur, weil "John" "ungefähr "auf John referiert?
29. IV 185
analytisch/synthetisch/Quine/Fodor/Lepore: Sie mögen sich wundern, wie wir mit Quine über die a/s Unterscheidung übereinstimmen (Lager), aber dennoch daran festhalten, dass Kompositionalität Analytizität beinhaltet und dass Sprachen kompositional sind. Das ist kein Paradox: Kompositionalität lizensiert strukturell bestimmte Analytizität:
IV 245
Bsp "Braune Kuh" "braun" aber nicht "Kuh" > Tier Quine: "Logik jagt die Wahrheit den Baum der Grammatik hoch".
Fodor/Lepore IV 178
QuineVsKant/QuineVsAnalytizität/QuineVs Kompositionalität der Inferenz: (extern): Schlüsse müssen sich als falsch herausstellen können.
IV 178/179
VsFodor/Lepore: dann könnte man vielleicht mit einer reformulierten CRT auskommen: kompositionale Bedeutung, aber inferentielle Rolle nicht kompositional, nur innerhalb analytischer Schlüsse? Fodor/LeporeVsVs: Gefahr der Zirkularität: Wenn man Analytizität überhaupt annimmt, dann fristen Kompositionalität, Analytizität und Bedeutung ihr Leben damit, dass sie jeweils die Arbeit des anderen besorgen. Quine würde sagen: "Das sagte ich doch!".
inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: durch den vorliegenden Vorschlag ist auch ihre Naturalisierbarkeit bedroht. ((s) dass man sie letztlich in physiologischen Kategorien erklärt): ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsKant Rorty Vs Aristoteles
 
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Richard Rorty
IV 117
Verständlichkeit/Rorty: es fällt schwer zu erklären, was es heißen soll, Tische und Stühle seien unverständlich, Gott dagegen nicht (oder umgekehrt!). Der logische Positivismus ist da schon gewissermaßen eine Lösung, mit seiner formalen Redeweise. Verständlichkeit/Rorty: Problem von Parmenides bis Ayer: wir sind ständig versucht zu sagen »die Verständlichkeitsbedingungen einer Aussage sind...« obwohl diese Aussage selbst ihrerseits die angegebenen Bedingungen nicht erfüllt.
Verständlichkeit/Aristoteles/RortyVsAristoteles: löst das Problem überhaupt nicht, wenn er verlangt, dass der Intellekt mit dem Gegenstand identisch werden könne, dadurch wird der Begriff »Materie« unverständlich.
Verständlichkeit/Noumenon/Ding an sich/Kant/RortyVsKant/Rorty: bei ihm wird der Begriff des Noumenon unverständlich, dadurch, dass er sagt, ein Ausdruck sei dann sinnvoll, wenn er für einen geistigen Inhalt stehe, der die Synthese sinnlicher Anschauungen durch einen Begriff bildet. ((s) Durch die Synthese von Sinnlichen zum Geistigen).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Rorty Vs Brandom, R.
 
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Richard Rorty
VI 195
De re/objektiv/subjektiv/Brandom: (laut Rorty): mit de re Zuschreibungen will er die alte Unterscheidung subjektiv/objektiv wieder einführen. Bsp Mary glaubt von einer Kuh, dass sie ein Reh ist.
VI 196
RortyVsBrandom : statt dessen: Unterscheidung von besseren und schlechteren Werkzeugen. Nicht "wirkliche Beschaffenheit". Fortschritt/Brandom: immer mehr wahre Behauptungen über die Außenwelt.
Fortschritt/RortyVsBrandom: immer bessere Werkzeuge für immer bessere Zwecke. Brandom liebäugelt insgeheim doch mit der von ihm als unmöglich bezeichneten "Vogelperspektive".
Norm/RortyVsBrandom/RortyVsKant: ebenso wie Kant bemüht sich Brandom allzu sehr, einen Kompromiss zu schließen, wo keiner geduldet ist! Damit landet er zwischen zwei Stühlen. Wenn er sagt:
VI 197
"In unseren Normen ist von vornherein das Interesse angelegt, die Dinge richtig darzustellen" dann wird er von aggressiven Realisten wie Searle anders interpretiert als von wohlmeinenden Pragmatisten. Wahrheit/Brandom: das, was Nichtpersonen entspricht.
SearleVsBrandom: würde fragen, woher er denn wisse, was diese Nichtpersonen erwarten und verdienen.
VI 198
Def Tatsache/Brandom: "etwas Behauptbares" (Neologismus von Brandom:" claimable"). Es gibt den Akt des Behauptens, und es gibt "das Behauptete" Tatsachen sind nun nicht das "wahre Behauptete" sondern das Behauptbare. Tatsachen machen Behauptungen wahr. Allerdings inferentiell!
VI 198/199
RortyVsBrandom/RortyVsInferentialismus: das ist so, wie wenn ich Molières Bsp "einschläfernde Kraft" (vis dormitiva) als inferentiell bezeichne, um sie über jeden Verdacht erhaben scheinen zu lassen. Das teilt uns aber nichts weiter mit als die Verbindung von zwei Teilsätzen: Wenn etwas einschläfernde Kraft hat, wird es die Leute einschläfern. "Behauptbares" nützt uns nichts, auch nicht inferentiell!
Realität/Erkenntnis/Welt/BrandomVsRorty: es hat paradoxe Konsequenzen, wenn man bestreitet, dass es vor dem Auftauchen des Wortes "Photon" Wahrheiten in Bezug auf Photonen gab. Bsp Schlusskette:
1. Vor fünf Mio Jahren gab es Photonen
2. Es war damals der Fall, dass es Photonen gab
3. Es ist wahr, dass es damals der Fall war, dass es Photonen gab
4. Es war damals wahr, dass es Photonen gab.
Rorty: daran gibt es natürlich nichts auszusetzen, aber dennoch gab es Philosophen, die das gemacht haben! Heidegger:
Wahrheit/Mensch/Realität/Welt/Erkenntnis/Existenz/Naturgesetze/NG/Heidegger/Rorty: "vor Newton sind Newtons Gesetze weder wahr noch falsch gewesen". (sic).
Rorty: Heidegger könnte gesagt haben: "Da Wahrheit eine Eigenschaft von Sätzen ist, und da Vokabulare von Menschen geschaffen werden, gilt das gleiche auch für Wahrheiten."
Wahrheit/Rorty: Eigenschaft von Sätzen!
RortyVsBrandom: Heidegger und ich leisten uns hier, wie Brandom meint, eine Paradoxie, aber vielleicht ist es genauso paradox, wenn Brandom Hunden und Kleinkindern Überzeugungen abspricht (es sei denn im "abgeleiteten Sinn").

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Kant Vs Carnap, R.
 
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Stroud I 173
Transzendentaler Idealismus/KantVsCarnap/Stroud: würde sagen, dass er nicht falsch sein könnte, weil er notwendig ist, um alle anderen sinnvollen Fragen empirisch zu klären. CarnapVsKant: nach dem Verifikations-Prinzip ist das aber eine „Pseudo-Theorie“, die gar nichts erklären oder garantieren kann.
Sinn/sinnvoll/CarnapVsKant: damit etwas sinnvoll ist, müssen wir den Wahrheitswert (WW) der Sätze kennen können, die die entsprechenden Ausdrücke enthalten.
schwächer: wir müssen einen Grund angeben können, warum es besser ist, die Wahrheit von etwas zu glauben, als seine Falschheit.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsKant Brandom Vs Descartes, R.
 
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Brandom I 40
BrandomVsDescartes: scheiterte daran, zu zeigen, was es eigentlich heißt, solche Gehalte wie Repräsentationen zu erfassen oder zu verstehen. Er erklärt uns nicht, was einen Kaninchengedanken zu einem Gedanken macht, der von Kaninchen oder überhaupt irgendetwas handelt. Er erklärt auch nicht was es bedeutet, dass jemand einem Gedanken als einen Gedanken versteht.
I 130
BrandomVsDescartes: hat die Tradition der Repräsentation belastet: die Privilegierung des Wissens und damit der erfolgreichen Repräsentation gegenüber dem Verstehen und der beabsichtigten Repräsentation. Für Descartes ist repräsentationale Absicht »als ob von« etwas handeln, eine intrinsische und charakteristische Eigenschaft von Gedanken. Er erläutert nicht die Bedeutung des Begreifens. I 131
II 13
Kant und Descartes: Geist primär, Sprache sekundär - BrandomVsKant und Descartes.
II 17
BrandomVsDescartes: Expression statt Repräsentation (auch Sellars).
II 69
Gehalt/Repräsentation/BrandomVsDescartes: Besitz von repräsentationalem Gehalt als unerklärter Erklärer.
II 213
Verstand/ Brandom: das begriffliche Vermögen, Regeln zu begreifen. KantVsDescartes: normativ statt deskriptiv.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsKant Evans Vs Descartes, R.
 
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Gareth Evans
Frank I 497
EvansVsDescartes/EvansVsHume/EvansVsLocke/EvansVsKant: das "ich" mentaler Selbstzuschreibung bezieht sich weder auf ein Cartesisches "Ego", noch auf eine Lockesche Person, noch auf ein Humesches Bündel von Perzeptionen, noch auf ein Kantisches Ich, sondern auf einen Gegenstand aus Fleisch und Blut! Konsequenz: das Hintergrund Element der Selbstidentifikation muss die Lokalisierung in Raum und Zeit sein.
I 517
EvansVsDescartes: stärkstes Gegengift: die Tatsache, dass diese Weisen, Wissen über uns selbst zu erlangen, in die Informationskomponente einer funktionalen Charakterisierung unserer "ich" Vorstellungen eingehen müssen.
I 522
Körperwahrnehmung/Descartes: keine Weise, Wissen über sich selbst zu erklangen, sondern nur über etwas , das man hat. EvansVsDescartes: Es ist schwer, sich darauf einen Reim zu machen.
(s) Das ist aber kein Argument.
Descartes: ich muss mich geschlagen geben, wenn Descartes sagt, dies sei zwar eine Weise, Wissen über sich selbst zu erlangen, aber eben eine, die deine Identifizierung benutzt!
Evans: das muss ich zugeben.
I 523
EvansVsDescartes: unsere "ich" Vorstellungen sind Vorstellungen von Trägern körperlicher nicht weniger als mentaler Eigenschaften.
I 562
EvansVsDescartes: die Verwendung von "ich" überbrückt schlicht die Kluft zwischen Mentalem und Physischem und ist mit dem einen Aspekt nicht inniger verbunden, als mit dem anderen.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsKant Kant Vs Descartes, R.
 
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Danto I 179
KantVsDescartes: das cogito, dass »ich denke« ist kein unbezweifelbarer Satz, sondern etwas, das jeden Satz begleitet, den man behauptet. KantVsDescartes: cogito durchdringt nicht, sondern begleitet das Denken.
- - -
Kant I 73
Existenz/Kant: Gefühl des Daseins hat noch keinen Begriff. Beweisen läßt sich hier nichts. VsDescartes: »ich denke, also bin ich« Fehler: vom Begriff auf das Dasein einer Sache zu schließen.
- - -
Field I 80
KantVsontologischer Gottesbeweis/KantVsDescartes: (KdrV, B622,3 4): man kann nie die kategorische (nicht-konditionale) Existenz von etwas behaupten. Begründung: Widersprüche stammen normalerweise daraus, dass man ein oder mehrere Objekte postuliert und dann Vermutungen, die wechselseitig inkonsistent sind: Bsp ein Dreieck und Vierseitigkeit. Aber es ist kein Widerspruch, die Existenz eines Dreiecks zu leugnen!
Denn wir haben keine widersprüchlichen Annahmen gemacht. (s) indem wir nur vom Dreieck ausgingen.
Kant: dasselbe gilt für den Begriff eines "absolut notwendigen Wesens": wenn wir seine Existenz negieren, negieren wir es mit all seinen Prädikaten, dann kann aber auch kein Widerspruch entstehen.
Nichts kann mit allen Prädikaten negiert werden und dennoch einen Widerspruch hinterlassen. (s) Also gibt es keine notwendige Existenz.
Field: dann kann es auch nicht widersprüchlich sein, die Existenz von Zahlen zu leugnen, denn sie haben keine mysteriöse Kraft, einen Widerspruch zu hinterlassen, wenn sie nicht da sind. (s) Hat den Dreieckigkeit eine mysteriöse Kraft wenn kein Dreieck da ist? Nein, aber das ist ein Prädikat ohne Träger und hier nicht vergleichbar).
- - -
Stegmüller IV 362
Gottesbeweis/KantVsDescartes: vier Punkte (KdrV A 594f): 1. "Wenn ich das Prädikat in einem identischen Urteil aufhebe und behalte das Subjekt, so entsteht ein Widerspruch." Hebe ich beide zusammen auf, gibt es keinen Widerspruch.
Bsp die Allmacht kann ich nicht aufheben, wenn Gott mit der Allmacht identisch ist. Wenn ich aber sage, Gott ist nicht, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädikate gegeben.
IV 363
StegmüllerVsKant: man kann aber dennoch fragen, wieso Kant so sicher ist, dass keine negative Existenzaussage in sich widersprüchlich ist und damit keine Existenzaussage der Form „es gibt ein x" analytisch sein kann. 2. Kant (A 597): "Ihr habt schon einen Widerspruch begangen, wenn ihr in dem Begriff eines Dinges, welches ihr lediglich seiner Möglichkeit nach denken wolltet, schon den Begriff seiner Existenz hineinbrachtet".
MackieVsKant: das ist unfair! Kants Argument beruht darauf, Descartes sei "geistig offen" ob es einen Gott gibt oder nicht, wonach man etwas in den Begriff der Existenz hineinlegt.
Aber Descartes gibt nicht vor, er sei hinsichtlich der Antwort geistig offen, vielmehr ist er völlig sicher hinsichtlich der Existenz.
Dann aber setzt er gar nicht das zu Beweisende als bewiesen voraus.
3. Kant (A 598): Unterscheidung analytisch/synthetisch: es kann keine analytischen Existenzaussagen geben. (Dabei gibt er keine Begründung an).
IV 364
VsKant: analytische Existenzurteile gibt es in der Arithmetik Bsp es gibt eine Primzahl zwischen 10 und 20. Frege: alle arithmetischen Wahrheiten sind analytisch.
4. Kant: die Logik von Existenzaussagen spiegelt eine falsche Grammatik vor: das Hilfsverb "sein" ist hier doppeldeutig, wenn es als Mittel der Prädikation und der Existenz gebraucht wird. (>Kopula).
MackieVsKant: Kant bleibt auf halbem Wege stehen: wenn "existieren" kein Prädikat ist, was ist es dann?
Existenzquantor: gibt es erst seit Frege.
IV 365
MackieVsDescartes: das ist dann ein tödlicheres Argument: Existenzquantor kann kein Attribut sein und keine Vollkommenheit ausdrücken, die ein Ding besitzen kann oder nicht. Bsp damit kann der Bsp Revenusbewohner nicht widerlegt werden, der keine notwendige Vollkommenheit, sondern nur eine künstliche Vollkommenheit besitzt.
Beim Existenzquantor gibt es nun keine Unterscheidung von natürlicher und künstlicher Vollkommenheit. Dann gilt Descartes’ Argument der Unterscheidung natürlich/künstlich, wobei Gott die einzige Ausnahme eines Wesens mit natürlicher Vollkommenheit nicht mehr.
DescartesVsFrege: seine einzige Widerlegung wäre, wenn er beweisen könnte, dass man ein "dieser Baum" oder "Ich" oder "Gott existiert" ((s) also (ix) Fx (Iota Operator, Indikator Aussage) existiert.
MackieVsDescartes/Stegmüller: das hat er jedenfalls nicht getan.
- - -
Strawson V 22
"Widerlegung des Idealismus"/KantVsDescartes: damit Selbstbewusstsein möglich ist, muss es zumindest möglich sein, zwischen Folgen unserer Erfahrungen auf der einen Seite, und Folgen der Gegenstände unserer Erfahrung die sie unabhängig aufweisen, zu unterscheiden. Dafür müssen die Gegenstände so gedacht werden, dass sie in einem beständigen Rahmen existieren.
Die notwendigen Unterscheidungen zeitlicher Relationen müssen innerhalb der Erfahrung getroffen werden. Daher müssen wir ein unmittelbares und nicht schlussfolgerndes Bewusstsein von Gegenständen im Raum haben.
"Das Bewusstsein meines eigenen Daseins ist zugleich das Bewusstsein des Daseins anderer Dinge außer mir."
Begriffe/Kant: nicht jede beliebige Menge von Begriffen ist für uns ausreichend, es müssen Begriffe von beharrlichen und reidentifizierbaren Gegenständen im Raum darunter sein.
V 23
StrawsonVsKant: dieser versucht in den Analogien ständig mehr aus den Argumenten herauszupressen, als drin ist. Selbstbewusstsein/Bewusstsein/Kant/Strawson: die Unterscheidungen müssen in den Begriffen selber angelegt sein, weil es so etwas wie Wahrnehmung des reinen Bezugssystems nicht gibt!
V 103
KantVsDescartes: Selbstbewusstsein ist nur möglich durch die Wahrnehmung äußerer Gegenstände. Substanz, Ursache und Gemeinschaft (oder reziproke Wechselwirkung ist eine notwendige Bedingung objektiver Erfahrung. Und diese Begriffe bekommen überhaupt nur einen Sinn in Bezug auf äußere Gegenstände.
Strawson: Kant stützt sich hier sehr wenig auf seine Thesen aus der transzendentalen Ästhetik als Prämissen für seine Argumente in der Analytik.
- - -
Strawson V 140
Def Seele/Descartes/Strawson: jeder von uns weiß durch die bloße Tatsache bewusster Wahrnehmung, dass er als eine (Cartesianische), denkende Substanz existiert, d.h. als ein immaterielles, dauerndes, nicht zusammengesetztes individuelles Subjekt von Gedanken und Erfahrungen sowie einer Existenz in völliger Unabhängigkeit von einem Körper oder von der Materie fähig. KantVsDescartes: das verstößt gegen das Sinnprinzip: es gibt überhaupt keine empirischen Anwendungskriterien für diese Behauptung.
KantVsDescartes, KantVs rationale Psychologie: Analyse der Ursprünge des Scheins: Verwechslung der Einheit der Erfahrungen mit der Erfahrung von Einheit.
V 143
KantVsDescartes: schließlich ist es die Einheit des Bewusstseins, die wir, wenn uns der Schein im Griff hat, fälschlich für das Bewusstsein von einem einheitlichen Subjekt nehmen.
V 145
Def rationale Psychologie/(Descartes): behauptet, dass jeder Mensch unmittelbare Sicherheit über die Existenz seiner Seele als einer immateriellen Substanz hat. KantVsDescartes: die einzigen Kriterien wären dafür aber: "derselbe Mensch, dieselbe Seele". Todesstoss für die rationale Psychologie.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsKant Freud Vs Descartes, R.
 
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Rorty V 60
FreudVsPlaton/FreudVsKant/FreudVsDescartes/Rorty: das Unbewusste, unser Gewissen, ist nichts Unveränderliches, nicht einmal ein zentraler Teil. Alle Teile sind gleichberechtigt. Mechanisierung, Verfahren, uns selbst zu verändern.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Davidson Vs Dogmen (Quine)
 
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Brandom I 854
DavidsonVsDualismus Schema/Inhalt. Das Problem ist, daß der Verstand, wenn er nicht überflüssig sein soll, sein Material bei der Anwendung der Begriffe irgendwie verändern muß.(Hegel Phänomenologie).(Siehe auch BrandomVsKant).
I 85
Die Vorstellung eines wirklich fremden Schemas ist für uns unverständlich. Falls sich andere in einem Zustand befinden der mit Hilfe unserer Methoden nicht zu ermitteln ist, dann kann das nicht daran liegen daß die Methoden versagen (mit denen wir Bewußtseinszustände eben ermitteln) sondern daß man solche Zustände nicht als Bewußtseinszustände bezeichnet.
Es handelt sich dann eben nicht um Wünsche, Überzeugungen oder Absichten. Die Sinnlosigkeit der Vorstellung eines unserem Verständnis auf ewig entzogenen Begriffsschemas verdankt sich nicht unserer Unfähigkeit, ein solches Schema zu begreifen, sondern ist einfach auf das zurückzuführen, was wir mit einem solchen Schema meinen.
Die begrifflichen Hüllen können wir nicht Satz für Satz abstreifen. Dennoch ist nach Quine eine Unterscheidung zu treffen zw. dem invarianten Inhalt und den wechselnden Hüllen. "Zwischen Bericht und Erfindung, Gehalt und Stil, Fingerzeig und Begriffsbildung.".."..indem wir diese Anhaltspunkte subtrahieren von der Weltsicht des Menschen, erhalten wir als Differenz das, was er selbst zu dieser Weltsicht beiträgt. Das markiert das Ausmaß der begrifflichen Souveränität des Menschen, den Bereich, in dem man seine Theorien ändern kann, ohne etwas an den Daten zu ändern."
I 89
Davidson: das ist eben die Trennung von Schema und Inhalt.
I 91
Sofern nun die letzten Belege in der beschriebenen Weise subjektiv sind, gilt das auch für unsere Überzeugungen, Wünsche usw. und alles, was wir mit Worten meinen. Sie sind zwar Frucht unserer Weltsicht, aber sie bewahren ihre cartesianische Unabhängigkeit von dem, wovon sie handeln sollen. Sie könnten anders sein, ohne daß sich an der Welt etwas änderte.
Man könnte sagen die moderne Philosophie ist von dem Dualismus Schema/Inhalt oder ebensogut vom Dualismus Subjektivem/Objektivem beherrscht worden.
DavidsonVs wir brauchen eine radikal umgemodelte Auffassung der Beziehung zwischen Geist und Welt.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsKant Verschiedene Vs Epiphänomenalismus Münch III 270
Phänomenologie/Kosslyn: wer ein Phänomen als epiphänomenal bezeichnet, bringt es damit noch nicht zum Verschwinden.
Frank I 31
Physisch/psychisch/FrankVsEpiphänomenalismus: 1. die Zuordnung von kausalen Rollen, (die den Schmerz nur als Nebeneffekt einer C Faser Reizung erklären will) durchläuft ein Feld nicht evidenten Wissens (es könnte sein, dass es nicht stimmt),
I 32
2. die Annahme lässt sich nicht beweisen, dass die Ebene physischer Phänomene kausal geschlossen ist. Der Determinismus macht im Gegenteil die kontrafaktische Annahme, (Peirce: nicht weiter begründbar, "necessitarism") dass die Wirklichkeit überhaupt nomologisch charakterisierbar sei.
FrankVsKant: oder sie rechtfertigt sich selbst aprioristisch, wie bei Kant, damit wechselt sie vom physikalistischen ins mentalistische Vokabular.
Kategorienfehler: ich begründe den nomologischen Charakter der physischen Welt aus einer "notwendigen" Eigenschaft der Gedanken!
Sage ich nun, diese oder jene Erscheinung sei Ursache dieses oder jenen psychischen Zustands, dann erkläre ich das Wahrscheinliche (aber Fallible) zur Ursache des Gewissen das ist nicht triftig.





Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsKant Castaneda Vs Fichte, J.G.
 
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Frank I 211
Erfahrung/CastanedaVsFichte: müssen nicht zu Ichen gehören! Aber wenn sie das trotzdem tun, so so setzt die Integration im Ich die Einheit der in seinem Besitz befindlichen Erfahrung voraus! Ebenso CastanedaVsKant: gegen die Rolle der Apperzeption, statt dessen: umgekehrt!
Fichte: verlangt, dass die Einheit des Bewusstseinsinhalte sich von oben herab, von dem erfahrend sich erfahrenden Selbst her auf die Gehalte überträgt, die zum Nicht Selbst gehören.
Castaneda: das widerspricht den Tatsachen der Erfahrung und verhindert eine Erklärung des tierischen Bewusstseins.
VsFichte: ungerechtfertigte Vermischung externer und interner Reflexivität!
I 239
Bewusstsein/Kumulation/Subsumtion/Castaneda: wenn man von der subsumtiven Natur des Bewusstseins ausgeht, können die niederen Ebenen unabhängig von den höheren existieren. CastanedaVsFichte: nicht jedes Bewusstsein ist Selbstbewusstsein.
Das ist die anti idealistische Naturalisierung des Bewusstseins.
Die Einheit einer Bewusstseinsepisode ist nicht erklärbar, weil dieses Bewusstsein zu einem Selbst oder Ich gehört.
In der Tat setzt die Einheit der Erfahrung in einem Ich die Einheit jeden Bewusstseinsinhalts voraus! D.h.
Wenn eine Bewusstseinsepisode intern einem Ich zugehört, dann ist die Einheit jenes Bewusstseins ein Element bei der Konstitution dieser Zugehörigkeit, also ist sie eine interne Voraussetzung der Existenz des betreffenden Ich.
Castaneda: trotzdem ist Fichtes Ansicht immer noch weit verbreitet, sogar unter anti cartesischen Philosophen der Gegenwart.
Bewusstsein/Fichte: "Wissenschaftslehre nova methoda, 1798, 1982,S. 34 "Alles Bewusstsein ist Begleitet von einem unmittelbaren Selbstbewusstsein"...
- - -
I 244
Wahrnehmung/Physiologie/Castaneda: in komplexen Fällen entsteht aus feinabgestimmter Anpassung eine Art physikalisches blindes Überwachen (monitoring). Das schließt so etwas wie die Darstellung von Reizgraden ein. Das funktioniert auch ohne die Emergenz von Vergegenwärtigungen des Überwachens selbst.
VsFichte: dann würde Bewusstsein ohne Selbstbewusstsein (SB) existieren.
Natürlich kann es Aufzeichnungssysteme geben. Dieses Aufzeichnen ist aber nicht mit SB identisch.
Fra I 331
Bewusstsein/CastanedaVsChisholm: jeder bezieht sich zunächst auf seine eigene Welt, (pro Chisholm), daraus ergibt sich aber nicht die Notwendigkeit, dass jedes Bewusstsein und jeder Gedanke explizit selbstbewusst ist. (CastanedaVsFichte). Die Ich Perspektive ist eben nur implizit in einem nicht reflexiven Bewusstsein enthalten.
Von diesem Bewusstsein unterscheidet sich aber eine explizites Selbstbewusstsein, wenn man darunter bewussten expliziten Selbstbezug versteht.
Selbstbewusstsein/CastanedaVsFichte: ist nur ein Sonderfall von Bewusstsein, es ist nicht in jeder Bewusstseinsepisode präsent. Bsp rein sensitives Bewusstsein, Bsp kognitiv, aber nicht selbstbewusst (>Bsp Friedrich schaut den Bienen zu). Nicht nur entwicklungsgeschichtlich unterschieden, sondern auch beim Erwachsenen.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsKant Newen Vs Hare, R.M.
 
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NS I 155
„gut“/“soll“/Präskriptivismus/Hare: These: diese Wörter haben sogar primär präskriptive Bedeutung. Bsp von einem guten Buch, einer guten Ausstellung zu sprechen heißt, diese Dinge zu empfehlen.
(s)VsHare: dann wäre es begrifflich widersprüchlich, Bsp von einer abgelaufenen Ausstellung zu sagen, sie sei gut. Oder Bsp ein vergriffenes Buch zu loben.)
Def sekundär präskriptiv/Hare: Bsp „ordentlich“, „fleißig“.
Universalisierbarkeit/Moral/Hare/Newen/Schrenk: in jeder Sollen-Aussage ist ein Prinzip enthalten, dass diese Aussage auf alle genau ähnlichen Fälle anwendbar ist.
Bsp Dagmar ist schwanger, Du solltest ihr den Einkauf in die Wohnung tragen. Und das sollte jeder Gesunde, der zur Zeit nichts besseres zu tun hat.
Diese Verallgemeinerbarkeit erinnert an Kants kategorischen Imperativ, der allerdings nicht sprachlich motiviert ist.
NS I 156
HareVsKant: es ist die Sprachlogik, die uns den kategorischen Imperativ aufdrängt. Moral/Logik/Hare: These: jemand, der einer moralischen Aussage zuwider handelt, hat die Bedeutung nicht verstanden.
Hare: Bsp in einem Zugabteil heißt es: Bsp „Bitte rauchen Sie nicht, es sind Kinder da“. Wenn der Raucher dann sagt, gut, dann werde ich nebenan rauchen, wo auch Kinder sind“ hat er die Bedeutung nicht verstanden.
Andererseits:
Bsp „Rauchen verboten!“ Solche Schilder wurden per Zufallsprinzip auf ansonsten gleiche Abteile verteilt.
Pointe: hier gibt es kein verallgemeinerbares Prinzip. Daher drückt die Tafel keinen moralischen Sollenssatz aus.
Moralische Prinzipien/Prinzip/Moral/Hare/Newen/Schrenk: Problem: wie man moralische Prinzipien generiert. Problem: wie man das wesentliche an einer Situation erkennt. Bsp Dagmar ist schwanger. Ist es für das Prinzip nötig, dass sie mit ihrem Mann die Rollen tauschen könnte? Ist Vorstellbarkeit hinreichend?
VsHare: einige Autoren sehen eine grundsätzliche Unmöglichkeit beim Vergleich solcher Situationen.
Verallgemeinerbarkeit: hier dürfen auch individuelle subjektive Wünsche und Abneigungen nicht unter den Tisch fallen. Das macht die objektive Beschreibung von Situationen sehr schwer.
NS I 157
Utilitarismus/Hare/Newen/Schrenk: Hare steht dem Utilitarismus insofern nahe, als eine Theorie anweist, die Erfüllung von Präferenzen der größten Zahl von Beteiligten zu gewährleisten. Universalisierbarkeit/Verallgemeinerbarkeit/Moral/Deskriptivismus/Hare: moralische Urteile besitzen ihre Deskriptivität aufgrund ihrer Universalisierbarkeit.
Newen/Schrenk: der deskriptive Anteil besteht dann aus dem Sollensteil zusammen mit der Situation, in der er geäußert wird.
So kann man moralische Aussagen dann durchaus als richtig oder falsch beurteilen.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsKant Leibniz Vs Hegel, G.W.F.
 
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I 13
Leibniz/Holz: die innere Einheit seines Werks ist nur von der Metaphysik her zu begreifen. Seine Position liegt zwischen Kant und Hegel: er zeigt LeibnizVsKant die Alternative einer Metaphysik als Wissenschaft auf, indem er ihre Methode zeigt,
LeibnizVsHegel: zeigt die Möglichkeit einer Metaphysik, die nicht auf eine absolut idealistische Weise begründet ist.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsKant Vollmer Vs Hegel, G.W.F.
 
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I 220
Wissen/Kriterium/Erkenntnis/Vollmer: wir brauchen ein Kriterium dafür, wann Erkenntnis gültig ist. Ein solches Kriterium wäre nun selbst wieder ein Stück Wissen und brauchte wiederum ein Kriterium Regreß. Andererseits könnte das Kriterium keine einfache Konvention sein, da eine Konvention keine Erkenntnis rechtfertigen kann. Höchstens durch weitere Konventionen. Regreß.
Das ist ungefähr:
SchellingVsKant: wir brauchen ein Erkennen des Erkennens. Und das ist zirkulär.
HegelVsKant: Untersuchung des Erkennens: kann nicht anders als erkennend durchgeführt werden. Als ob man Schwimmen lernen wollte, bevor man ins Wasser geht.
Vollmer: das Argument ist von Leonard Nelson ausgebaut worden und heißt daher "Doppelnelson".
I 221
VollmerVsHegel: das Argument ist logisch korrekt, aber es behauptet nicht, dass Erkenntnis insgesamt unmöglich wäre, sondern nur im genannten Sinne.
Wenn wir uns zum Prinzip machen, die Gültigkeit von allem Wissen zu bezweifeln, kommen wir zum Skeptizismus, der (nach Russell) auch nicht widerlegt werden kann.
Erkenntnistheorie beweist nicht die Existenz von Erkenntnis, sie setzt Erkenntnis voraus.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsKant Kant Vs Hume, D.
 
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Kant I 27
KantVsHume: Kausalität: auf den Bereich der Erfahrung beschränkt. Sie gilt nicht für den Bereich der Dinge an sich.
Kant I 98
Hume: Vorstellungsverbindungen lassen stellen sich grundsätzlich durch Assoziation her. KantVsHume: Einheit der Apperzeption . Ich mache mir alle Vorstellungen als meine Vorstellungen bewußt. So halte ich mich in der Einheit des Bewußtseins auf, die alle meine Vorstellungen begleiten kann. Zusätzlich muß sich mir aber vor Augen halten, wie ich eine Vorstellung zu den anderen hinzusetze! Sonst zerstreue ich mich.
McD. I 123
McDowell: Naturgesetze/Natur/Verstehen/KantVsHume: gewinnt die Verständlichkeit der Naturgesetze wieder, nicht jedoch die Verständlichkeit der Bedeutung. (!?). Natur ist der Bereich der Naturgesetze, und daher ohne jede Bedeutung.
Allerdings liegt deshalb die empirische Welt nicht außerhalb der Begriffe.
Hume I 37
Moral/Handeln/Ethik/Hume: eine auf diese Weise (Vermeidung von Unrecht) hergestellte Verpflichtung ist aber künstlich im Gegensatz zu der natürlichen Verpflichtung aus dem natürlichen Interesse als Triebfeder jeder Handlung. Moralische Verpflichtung.
Es ist in meinem Interesse, dem anderen sein Eigentum zu lassen, vorausgesetzt dass der andere in gleicher Weise gegen mich verfährt. (KantVsHume: >Kategorischer Imperativ).
- - -
Hume I 122
KantVsHume: dieser stelle die Mathematik fälschlich als ein System analytischer Urteile dar.
DeleuzeVsKant.
Relation/HumeVsKant: jede Beziehung ist ihren Termen äußerlich: die Gleichheit ist keine Eigenschaft der Figuren selbst, sondern kommt erst durch den Vergleich zustande.
Hume I 133
Assoziationen/KantVsHume: " es ist zwar bloß ein empirisches Gesetz, wonach sich Vorstellungen, die einander oft gefolgt sind, dadurch eine Verknüpfung setzen. Dieses Gesetz der Reproduktion setzt aber voraus: dass die Erscheinungen selbst wirklich einer solchen Regel unterworfen seien. Denn ohne das würde unsere empirische Einbildungskraft niemals etwas ihrem Vermögen gemäßes zu tun bekommen, also wie ein totes unbekanntes Vermögen in unserem Innern verborgen bleiben. Würde ein Wort bald diesem, bald jenem Ding beigelegt, so könnte keine empirische Synthesis der Reproduktion stattfinden.
Es muss also etwas sein, was selbst diese Reproduktion der Escheinungen möglich macht dadurch, dass es der Grund a priori einer notwendigen synthetischen Einheit derselben ist.
I 138
Wenn wir nun zeigen können, dass selbst unsere reinsten Anschauungen a priori keine Erkenntnis verschaffen, außer sofern sie eine solche Verbindung enthalten, die eine durchgängige Synthesis möglich macht, so ist diese Synthesis der Einbildungskraft auch vor aller Erfahrung auf Prinzipien a priori gegründet. KantVsHume: sein Dualismus zwingt ihn dazu, das Verhältnis zwischen dem Gegebenen und dem Subjekt als Übereinstimmung des Subjekts mit der Natur zu begreifen.
I 139
Wenn sich aber das Gegebene nicht selbst und a priori nach eben jenen Prinzipien richten würde, nach denen sich auch die Verknüpfung der Anschauungen reichtet, könnte das Subjekt diese Übereinstimmung niemals bemerken, es sei denn zufällig. Daher muss es umgekehrt sein:
Das Gegebene ist auf das Subjekt zu beziehen, als Übereinstimmung von Gegebenem und Subjekt. Warum? Weil das Gegebene keine Ding an sich ist, sondern ein Gesamtzusammenhang von Phänomenen, der nur mittels einer Synthesis a priori dargestellt werden kann.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsKant Kripke Vs Hume, D.
 
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I 45
Apriori: einige Philosophen ändern die Modalitäten in dieser Charakterisierung irgendwie von "kann" in "muss" . Sie denken, dass etwas wenn es zum Bereich der apriorischen Erkenntnis gehört, unmöglich empirisch erkannt werden kann. (Hume). Das ist schlicht falsch! (KripkeVsHume). Bsp der Computer kann eine Antwort auf die Frage geben, ob die und die Zahl eine Primzahl ist. Niemand hat das berechnet oder bewiesen, aber der Computer hat die Antwort gegeben.
I 181
A posteriori: man kann eine mathematische Wahrheit a posteriori erfahren, indem man einen Computer ansieht oder auch indem man einen Mathematiker fragt. (Bsp notwendig a posteriori). Die philosophische Analyse sagt uns, dass sie nicht kontingent war sein können, und daher ist jede empirische Erkenntnis ihrer Wahrheit automatisch eine empirische Erkenntnis ihrer Notwendigkeit. (KripkeVsHume, KripkeVsKant).

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsKant Russell Vs Idealismus
 
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Bertrand Russell
IV 80
RussellVsKant/RussellVsIdealismus: es ist nicht das Denken, dass die Wahrheit des Satzes „Ich befinde mich in meinem Zimmer“ (Relation) erzeugt. (>Wahrmachen). Bsp es könnte sein, dass sich in dem Zimmer auch ein Ohrwurm befindet, und das weder ich davon weiß, noch das der Ohrwurm diesen Gedanken denken kann. Das führt dazu, dass wir Universalien für die Relationen einräumen müssen.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
VsKant Mackie Vs Intuitionismus
 
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Stegmüller IV 175
MackieVsIntuitionismus (der Ethik): beruht nicht auf falscher Analyse, sondern ist eine falsche (nicht etwa sinnlose) Theorie. (Wie der Objektivismus).
IV 176
3. Das Rätsel des Zukommens: welche Art der Verbindung besteht zwischen der natürlichen Tatsache, dass Mord eine grausame Handlung darstellt und der moralischen Tatsache, dass sie moralisch falsch ist? Objektivismus/Ethik/Stegmüller: die moralische Falschheit "kommt hinzu" oder sei supervenient. Manchmal auch "nichtkausales weil": die Handlung sei moralisch falsch, weil sie ein Zufügen von Schmerzen sei.
VsObjektivismus: der Sinn dieser Relation müsste erklärt werden.
IV 177
Subjektivismus/Ethik/Stegmüller: für ihn existiert dieses Problem nicht. Er beruft sich darauf, dass solche Handlungen gesellschaftliche verurteilt sind. - - -
IV 213
Ethik/Moral/Mackie/Stegmüller: fünf Thesen 1. Anti Objektivismus: es gibt keine objektiven Werte und keine metaphysische Begründung. Kein Sittengesetz, kein an sich Gutes für den Menschen, keine kategorischen Imperative. (MackieVsKant).
Mackie: "Argument der Absonderlichkeit": "Getanwerdensollen" usw. (als Entität), "Rätsel des Zukommens". (s.o.).
2. VsIntuitionismus: wenn der Objektivismus falsch ist, beruht auch der Intuitionismus: (besondere Fähigkeit zum Erkennen, moralisches "Wissen") auf einem Irrtum.
IV 214
3. VsUtilitarismus: kann wichtige Fragen der Moralphilosophie nicht beantworten und verlangt einen Wandel des Menschen 4. VsUniversalisierung: alle deskriptiven Deutungen sind nur von metaethischem Interesse. Bei der normativen Deutung ist das Begründungsproblem ungelöst. Die dritte Stufe U3 ist deckungsgleich mit dem illusionären Utilitarismus.
IV 215
5. Verwechslung von Ethik und Metaethik: in der normativen Deutung liegen moralische Aussagen 2. Ordnung vor, die wiederum einer moralischen Begründung bedürfen. "Metaethischer Fehlschluss": Übergang von Meinungen zur Wahrheitsfeststellung.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsKant Black Vs Kant, I.
 
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III 132
Lüge/Kant: wir haben die absolute Pflicht, nicht zu lügen. Bsp Selbst wenn wir damit einem Mörder den Weg zu seinem Opfer weisen.
BlackVsKant.
III 133
Kant: der größte Schaden entsteht bei der Lüge für die Menschheit als ganzes. BlackVsKant: das kann über alle Untaten gesagt werden.
Sprache/Montaigne: als menschliche Wesen werden wir von der Sprache zusammengehalten.
Lüge/Sprachlernen/Montaigne: wenn wir von Lügnern großgezogen würden, könnten wir die Sprache gar nicht lernen. Bzw. wenn unsere Lehrer bei zufälligen Gelegenheiten lügen würde.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
VsKant Brandom Vs Kant, I.
 
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I 852
Kant: dualistischer Charakter seiner Unterscheidung des Begrifflichen und des nichtbegrifflichen.(BrandomVs).
I 853
Kant:1.Urteile sind die grundlegende Form des Bewusstseins.2. Erkennen und Handeln sind bei bewussten Wesen im Unterschied zu nichtbewussten durch normative Beurteilungen bestimmt.3. Dualismus Spontaneität und Rezeptivität.
I 855
Brandom: Für Kant verhalten sich die Begriff zu den Anschauungen 1. Wie die Form zur Materie - 2. Wie das Allgemeine zum Besonderen - 3. Wie das Werk der Spontaneität oder Verstandestätigkeit zu dem der Rezeptivität
Brandom: das sind schon echte Unterschiede, aber sie sind unabhängig und orthogonal zueinander. Keiner der obigen Unterschiede ist zwischen dem Begrifflichen und etwas Nichtbegrifflichem im Urteil zu verstehen. Das, was ein Urteil ausdrückt, sein Inhalt, ist durch und durch begrifflich.
Kant warf also den zweiten und den dritten Punkt zusammen, in dem er systematisch nicht zwischen Repräsentationen des Einzelnen und einzelnen Repräsentationen unterschied. (s. BrandomVsKripke)
II 13
Kant und Descartes: Geist primär, Sprache sekundär - BrandomVsKant und Descartes.
II 123
Gesetz/Handlung/BrandomVsKant: Vorschlag, "Vorstellung von einem Gesetz" durch "Anerkennung einer Festlegung" zu ersetzen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsKant Bubner Vs Kant, I.
 
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I 80
Kant: wehrte sich mit dem Aufsatz "Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie" (1796) gegen zeitgenössische Transzendentalsphilosophie. KantVsJacobi). Kant erfindet für seine Polemik eine Position die "Enthusiastisch statt kritisch" mit der Philosophie umgeht. er führt diese Schwärmerei auf Platon zurück. Gegenposition: wird Aristoteles zugeschrieben.
BubnerVsKant: beide Positionen sind nicht historisch zu belegen. Kant hatte sehr wenig Kenntnisse über die Antike.
I 88
KantVsPlaton: der Mathematiker Platon tauge nicht zum Metaphysiker. Undurchschaute Verwechslung von Anschauung und Begriff.
"Intellektuelle Anschauung" bringe fälschlich Unmittelbarkeit und Diskursivität zusammen.
Es gebe keine Aufklärung darüber, wie beides zusammenkomme.
"Undemokratische Esoterik" nur verständlich für Mitglieder eines "Klubs" >Verbindung zur zeitgenössischen Diskussion über die Französische Revolution. Verstößt gegen die Rousseauschen Gleichheitsforderungen.
I 89/90
BubnerVsKant: der Vorwurf der Verwechslung lässt sich nur aufrechterhalten, wenn man die Kantischen Prämissen akzeptiert. In Wirklichkeit ist Platons Text anders: die Phaidon preist die "Flucht in den Logos" als Ausweg aus dem Immediatismus der Vorsokratiker, Die "zweitbeste Fahrt" verzichtet auf den ungebrochenen Blick und such in den Reden den Spiegel der Dinge. Der synthetische Aufbau der Logik ist der Zugang zur Welt, auf den wir uns beschränken müssen. Platon steht in seiner Verachtung des "vornehmen Tons" Kant keineswegs nach.
I 108
Synthesis/Kant: während die anderen Synthesen irgendetwas anderes vorfinden, das sie durch ihr Tun zu einer davon nochmals unterschiedenen Einheit ((s)also doch??) führen, hat es die oberste Synthesis nur mit sich selbst zu tun. Synthesis/VsKant: seine Nachfolger haben die Schwäche aufgedeckt, dass es für den obersten Punkt dieser Gedankenkette keine Evidenz gibt.
Ich/Fichte: Tathandlung des sich setzenden Ich
Ich/Hegel: Lebendigkeit des in steter Selbstvermittlung begriffenen Geistes. (Als absolutes Prinzip).
I 109
"Intellektuelle Anschauung"/Bubner: von Kants Nachfolgern VsKant eingeführte Vorstellung die Unmittelbarkeit und Reflexivität zusammenbringen soll. BubnerVs: zwitterhaft. Diesem Modell folgt der anonyme Autor des "Ältesten Systemprogramms".
Sie verlangen vom Philosophen die ästhetische Begabung, die die Barriere zur Knst Produktion niederlegt.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
VsKant Carnap Vs Kant, I.
 
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Newen I 112
CarnapVsKant: keine synthetischen Urteile a priori möglich. - - -
Stroud I 171
Def Pseudo-Frage/CarnapVsMetaphysik/CarnapVsKant//Stroud: sind Fragen, die deshalb nicht beantwortet werden können, weil es keine mögliche Sinneserfahrung gibt, die über die Wahrheit oder Falschheit der Sätze entscheidet, in der bestimmte Ausdrücke vorkommen. ((s) z.B. metaphysische oder transzendentale Ausdrücke). Carnap: Bsp zwei Geographen wollen ergründen, ob ein bestimmter Berg in Afrika real oder bloß eine Legende ist.
I 172
a) Wenn sie einen Berg dort finden, der mehr oder weniger dem entspricht, was man angenommen hat, können sie sagen, dass er real ist, dass er existiert. Realität/Carnap: damit wenden sie einen empirischen, nicht-metaphysischen Begriff von Realität an. (Carnap , Chicago 1958, 207).
b) Angenommen, die beiden wären nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Philosophen: einer der beiden nennt sich 2Realist", der andere "Idealist":
"Realist"/Carnap: wird sagen, der Berg habe nicht nur die Eigenschaften (Charakteristika) die man an ihm entdeckt habe, sondern er sei auch real, d.h. unabhängig von unserer Wahrnehmung.
"Idealist"/Carnap: leugnet, dass der Berg von unserer Wahrnehmung unabhängig ist. D.h. er sei nicht real im Sinne des Realisten.
Wissenschaften/Empirie/Carnap: hier kann diese Divergenz zwischen den beiden gar nicht aufkommen. (333f)
D.h. aber nicht, dass beide Thesen falsch wären.
I 173
transzendentaler Idealismus/KantVsCarnap/Stroud: würde sagen, dass er nicht falsch sein könnte, weil er notwendig ist, um alle anderen sinnvollen Fragen empirisch zu klären. CarnapVsKant: nach dem Verifikations-Prinzip ist das aber eine "Pseudo-Theorie", die gar nichts erklären oder garantieren kann.
Sinn/sinnvoll/CarnapVsKant: damit etwas sinnvoll ist, müssen wir den Wahrheitswert (WW) der Sätze kennen können, die die entsprechenden Ausdrücke enthalten.
schwächer: wir müssen einen Grund angeben können, warum es besser ist, die Wahrheit von etwas zu glauben, als seine Falschheit.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsKant Deflationismus Vs Kant, I.
 
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Field I 81
Def Deflationismus/Mathematik/Wissen/Field: die These, daß der Unterschied zwischen dem, der viel über Mathematik weiß und dem, der wenig darüber weiß, nicht darin besteht, daß der eine viel und der andere wenig weiß, sondern in zwei Arten von Wissen. Einiges von dem trennenden Wissen ist empirisch: Bsp "Wissen wie" man etwas beweist.
I 82
Bsp Wissen, was andere Mathematiker akzeptieren. Der Rest ist logisches Wissen.
Vorteil: das vermeidet die Notwendigkeit, nicht logisches mathematisches Wissen postulieren zu müssen, denn das müßte dann synthetisch a priori sein. (FieldVsKant/DeflationismusVsKant). Also auch einen mysteriösen Zugang zu einem Reich von mathematischen Entitäten.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsKant Dennett Vs Kant, I.
 
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I 703
DennettVsKant: Kategorischer Imperativ: verlangt einen deus ex machina, einen Zeremonienmeister, der uns ins Ohr flüstert, wie die Grenzen des Spektrums von "Maximen" abzustecken wäre.
I 704
Ethik/Dennett: kein überzeugendes ethisches System wurde je so gestaltet, daß es moralische Fragen der Berechnung zugänglich machte.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsKant Derrida Vs Kant, I.
 
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I 137
DerridaVsKant: diese "Idee einer unendlichen Gerechtigkeit" verträgt sich nicht mit ihrer Kennzeichnung als "Gabe ohne Austausch, ohne Zirkulation". - "Ohne Kalkül, ohne Regel, ohne Vernunft". - - -
Rorty III 203
DerridaVsKant: Verwechslung von kausalen Bedingungen mit mysteriösen "transzendentalen" Bedingungen.

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Descartes Vs Kant, I.
 
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Stroud I 131
Unmittelbare Perzeption/= Bewusstsein/Kant/Stroud: von Dingen (dieser Art) ist dann ein hinreichender Beweis ihrer Realität! Stroud: damit sind wir in der Alltagssituation, wo die (Kant): "äußere Perzeption ... den unmittelbaren Beweis von etwas Realem im Raum" liefert. (A 375).
DescartesVsKant: könnte sagen, dass Kant dazu gar nicht in der Lage ist.
Stroud: es geht hier aber nicht darum, welcher von beiden die richtige Beschreibung der Situation gibt.
KantVsDescartes: seine Beschreibung kann nicht korrekt sein. Aber er gibt nicht einfach eine konkurrierende Alternative. Er stellt vielmehr Bedingungen für den Zugang zu Wissen auf.
VsKant Dewey Vs Kant, I.
 
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I 72
DeweyVsKant: im Gegensatz zu Kants Vorstellung von der synthetischen Tätigkeit des Geistes haben wir es nie mit einer chaotischen Mannigfaltigkeit zu tun. Unsere Sinne liefern immer schon interpretiertes Material.

Dew II
J. Dewey
Essays in Experimental Logic Minneola 2004
VsKant Esfeld Vs Kant, I.
 
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I 180
Eigenschaften/Wesen/intrinsisch/Esfeld: es mag sein, daß wir die intrinsische Natur der Welt nicht erkennen können. Aber wir brauchen uns nicht auf eine solche Metaphysik festzulegen. (EsfeldVsKant). Selbst wenn alle Eigenschaften relational sein sollten, würde uns nichts daran hindern, die daraus resultierende Beschreibung der Welt als im Prinzip vollständig betrachten zu können.
Ob unsere Welt so ist, daß alle Eigenschaften relational sind, ist eine empirische Frage.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKant Foucault Vs Kant, I.
 
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Habermas I 300
FoucaultVsKant: nicht mehr synthetische Leistungen eines Subjekts, sondern reine strukturalistische Tätigkeit. (Strukturalismus, vor Foucault: "reines, dezentritertes, regelgeleitetes Operireren mit geordneten Elementen eines übersubjektiven Systems).

Fouc I
M. Foucault
The Order of Things: An Archaeology of Human Sciences 1994

Fouc II
Michel Foucault
Archäologie des Wissens Frankfurt/M. 1981

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsKant Frege Vs Kant, I.
 
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III 30
HankelVsKant: die Annahme von unendlich vielen unbeweisbaren Urwahrheiten ist unangemessen und paradox. (Frege pro Hankel) Axiome/FregeVsKant: sollten unmittelbar einleuchtend sein. Bsp ist es etwa einleuchtend, daß
135 664 + 37 863 = 173 527?
Und eben das führt Kant für ihre synthetische Natur an!
III 30
Frege: es spricht aber vielmehr gegen ihre Unbeweisbarkeit. Wie sollen sie anders eingesehen werden, als durch einen Beweis, da sie unmittelbar nicht einleuchten.
III 41
Zahlen/FregeVsKant: Kant will die Anschauung von Fingern und Punkten zu Hilfe nehmen, aber das geht ja hier gerade nicht! man sollte nicht zwischen kleinen und großen Zahlen unterscheiden müssen! FregeVsKant: "reine Anschauung" hilft nicht! Was wird alles Anschauung genannt. Anzahlen, Länge, Flächeninhalte, Volumina, Winkel, Krümmungen, Massen, Geschwindigkeiten
III 42
Kräfte, Lichtstärken, Stromstärken, usw. Dagegen kann ich nicht einmal die Anschauung der Zahl 100 000 zugeben.
Der Sinn des Wortes Zahl in der Logik ist demnach ein weiterer als der in der transzendentalen Ästhetik.
Zahlen/Frege: man sollte die Verwandtschaft mit der Geometrie nicht überschätzen!
III 43
Ein geometrischer Punkt ist für sich betrachtet von einem anderen gar nicht zu unterscheiden, einzelne Zahlen dagegen wohl! Jede Zahl hat ihre Eigentümlichkeit.
III 120
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
III 121
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existenzialurteil?
Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände. Zahlen sind keine Begriffe!
IV 61
Verneinung/FregeVsKant: dieser spricht von bejahenden und verneinenden Urteilen. Dann müßte man auch bejahende und verneinende Gedanken unterscheiden. Das ist in der Logik ganz unnötig.
I 119
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
I 120
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existentialurteil? Kant: scheint an beigeordnete Merkmale zu denken. Aber z.B. im Falle der stetigen Funktion einer wirklich fruchtbare Definition gibt es sicher eine innigere Verbindung.
I 121
Die Folgerungen der Mathematik bereichern unsere Kenntnisse, deswegen sollten sie nach Kant synthetisch genannt werden, sie sind aber durchaus auch analytisch! Sie sind in den Definitionen enthalten, wie die Pflanze im Samenkorn, nicht wie der Balken im Hause. Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände.
Zahlen sind keine Begriffe.
- - -
Stepanians I 34
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
Step I 34
reine Anschauung/Kant/Frege/Stepanians: (wie Kant): geometrische Erkenntnis stützt sich auf reine Anschauung und ist schon "in uns", synthetisch a priori. FregeVsMill: geometrische Erkenntnis ist keine Sinneswahrnehmung, weil Punkt, Linie usw. nicht eigentlich durch die Sinne wahrgenommen werden.
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
I 35
Zahlen/KantVsFrege: sind uns nicht durch Anschauung gegeben.
I 36
Zahlen/Arithmetik/FregeVsKant: für alle arithmetischen Begriffe lassen sich rein logische Definitionen geben. ((s) Daher ist sie eine sicherere Erkenntnis als die geometrische). Def Logizismus/Frege/Stepanians: das ist die Auffassung, die "Logizismus" genannt wurde. D.h. die Arithmetik ist ein Teil der Logik.
Arithmetik/FregeVsKant: ist nicht synthetisch, sondern analytisch.
- - -
Newen I 21
Entdeckungszusammenhang/Begründungszusammenhang/Newen: die Unterscheidung hat in Freges Grundlagen der Arithmetik ihre Wurzeln. Def analytisch/Frege: ist die Begründung eines Satzes, wenn bei dem Beweis nur allgemeine logische Gesetze und Definitionen benötigt werden.
I 22
Frege/FregeVsKant: alle Zahlformeln sind analytisch. - - -
Tugendhat II 12
"Nicht"/Tugendhat: Fehler: das Wort "nicht" als Spiegelung der "Position" zu betrachten. (Kant: nennt "Sein" "Position"). FregeVsKant: hat gezeigt, dass die Negation sich immer auf den sogenannten propositionalen Gehalt bezieht und nicht auf derselben Ebene mit dem Behauptungsmoment (Position) steht.
Die traditionelle Gegenüberstellung von verneinenden und bejahenden Urteilen (Kant) ist deswegen nicht zu halten!

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsKant Hacking Vs Kant, I.
 
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I 344
Reziproker Raum/Elektronenmikroskop: die Punkte des Beugungsmusters verhalten sich reziprok zur Atomstruktur eines Kristalls. Der konventionelle Raum ist nach außen gewendet. Das Nahe ist fern und das Ferne nah. Das finden Kristallographen am natürlichsten! Sehen sie die Objekte im reziproken Raum? - VsKant: kein einzigartiger Wahrnehmungsraum mehr.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsKant Heidegger Vs Kant, I.
 
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Derrida I 47
HeideggerVsKant: das »ich denke, daß alle meine Vorstellungen begleiten können muß« dieses höchste Prinzip ist metaphysisch. - Zugleich ist Kant für Heidegger der »erste und einzige« der die Zeitlichkeit der Kategorien gedacht hat, da sie auf Anschauungen anwendbar sein müssen. Kategorien/Kant: Heidegger macht deutlich, daß Kant bereits die Kategorien und ihre Einheit nicht als ewige und unveränderliche Prinzipien, sondern als in der Zeit und durch die Zeit veränderlich denkt!
II 87
VsKant: das legt das Sein in den Bann des Vorgestellt-Seins

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993
VsKant Husserl Vs Kant, I.
 
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I 120
Ethik/Kant: kann nur in Autonomie, das heißt in Distanz zu allen Bedürfnissen und Neigungen realisiert werden. HusserlVsKant: für ihn sind fehlende und wertende Akte nicht schon Fremdbestimmungen.
HusserlVskategorischen Imperativ: die leere Möglichkeit der Verallgemeinerung ist nicht hinreichend, um ethische Richtigkeit zu charakterisieren.
Ethik/Husserl: Gefühls- bzw. Wertprädikate haben eine eigene Gesetzlichkeit.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
VsKant Kripke Vs Kant, I.
 
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I 135
Kant: "alle analytischen Urteile beruhen gänzlich auf dem Satze des Widerspruchs und sind ihrer Natur nach Erkenntnisse apriori, die Begriffe, die ihnen zur Materie dienen, mögen empirisch sein, oder nicht. Denn weil das Prädikat schon vorher im Begriffe des Subjekts gedacht wird, so kann es nicht von ihm verneint werden."
I 181
Eben darum sind auch alle analytischen Sätze Urteile apriori, wenngleich ihre Begriffe empirisch ist sind. Bsp Gold ist ein gelbes Metall. Denn um dieses zu wissen, brauche ich keiner weiteren Erfahrung außer meinem Begriff vom Gold. Wenn das macht eben meinem Begriff diesen Begriff kann ich nur zergliedern, ich kann mich nicht anderswo danach umsehen. Kripke: Kant scheint hier zu sagen, daß Gold einfach gelbes Metall bedeutet.
KripkeVsKant: Hat Kant hierin Recht? Nach Angaben von Wissenschaftlern ist es sehr schwer zu sagen, was ein Metall ist. Wir brauchen auch Kenntnisse über das Periodensystem. Man könnte zur Meinung kommen, es handele sich in Wirklichkeit um zwei Begriffe, einen phänomenologischen und einen wissenschaftlichen, der ihn dann ersetzt. Phänomenologisch: Dehnbar,verformbar, wissenschaftlich: Periodensystem. (Kripke versus).
A posteriori: man kann eine mathematische Wahrheit a posteriori erfahren, indem man einen Computer ansieht oder auch indem man einen Mathematiker fragt. (Bsp notwendig a posteriori). Die philosophische Analyse sagt uns, dass sie nicht kontingent war sein können, und daher ist jede empirische Erkenntnis ihrer Wahrheit automatisch eine empirische Erkenntnis ihrer Notwendigkeit. (KripkeVsHume, KripkeVsKant).

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsKant Leibniz Vs Kant, I.
 
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Frege III 31
Zahlen/LeibnizVsKant: hat denn auch die Beweisbarkeit der Zahlformeln behauptet. "Es ist keine unmittelbare Wahrheit, daß 2 und 2 4 sind. Vorausgesetzt, daß 4 bezeichnet 3 und 1. Man kann sie beweisen, und zwar so:
Definitionen: 1. 2 ist 1 und 1,
2. 3 ist 2 und 1
3. 4 ist 3 und 1.

Axiom: Wenn man gleiches an die Stelle setzt, bleibt die Gleichung bestehen.
Beweis: 2 + 2 = 2 + 1 + 1 = 3 + 1 = 4.
Also: nach Axiom: 2 + 2 = 4.

- - -
Leibniz I 83
Letztbegründung/LeibnizVsKant: macht den subjektphilosophischen Radikalismus nicht mit. Wie vor ihm Spinoza und nach ihm Hegel hat er von der seit Descartes unverzichtbaren Subjektreflexion aus einen nicht subjektiven Seinsgrund finden wollen, der sich in den Vernunftwahrheiten ausdrückt. Dafür reichen zwei Prinzipien aus:
1. Prinzip des Widerspruchs
2. das Prinzip des zureichenden Grundes. (Kann auf das Widerspruchsprinzip zurückgeführt werden).
Da außerdem das Identitätsprinzip aus der Sinneswahrnehmung eingesehen wird, dürfen wir den Prinzipien der Sachen selbst (also ihrer ontischen Realität) die in unserem Denken vorausgesetzte Vernunft (ihre Logizität) zuschreiben.
das ebenso panlogisch wie das System Hegels.
I 84
Im Universum und seinen Teilen ist so Logik niedergeschlagen und verkörpert. Metaphysik/Logik/Leibniz: daher lassen sich alle Beziehungen zwischen Wirklichkeiten phänomenalen wie metaphysischen in logischer Form ausdrücken.
Letztbegründung/LeibnizVsKant: nicht erscheint die Welt logisch, weil das Subjekt sie in der Logikform seines Denkens auffasst, sondern die Logikform des Denkens ist zwingend, weil die Welt sich als logisch verfasste zeigt.
Leibniz: dem Subjekt zeigt sich die Welt nun aber gerade nicht als Welt sondern als additive Reihe, als Aggregat.
- - -
I 128
Phänomen/LeibnizVsKant: darf nicht kantisch als vom Wesen getrennt aufgefasst werden! Vielmehr bildet der "mundus intelligibilis" die Grundlage für den "mundus sensibilis". Dieser ist auch keine Verdoppelung, sondern eine "Übersetzung".
Das Phänomenale ist das Substanzielle selbst, aber unter Bedingungen der Imagination, für die Räumlichkeit und Zeitlichkeit maßgeblich sind.
Ansich/Erscheinung/Leibniz/Josef König: ihr Verhältnis ist bei Leibniz ein dialektisches. Es entspricht wiederum genau dem Schema des "Übergreifenden Allgemeinen":
Das Ansich ist Gattung seiner selbst (!), des Ansich und seines Gegenteils, der Erscheinung. ((s) > „Das übergreifende Allgemeine“, >Paradoxien)
I 129
Damit ist nicht die Tatsache gemeint, dass die Erscheinung immer die Erscheinung eines Ansich ist, (was ja der Sinn des Wortes ist). KantVsLeibniz: denn dann könnte die Erscheinung ja immer noch verschieden von dem sein, dessen Erscheinung sie ist, und von daher wäre keine Kenntnis des Gegenstands möglich. (So sieht Kant das Verhältnis).
LeibnizVsKant: besteht darauf, dass die Erscheinung dasselbe ist wie das Ansich, das sich in der Erscheinung zeigt.
Die Welt tut das in der Perzeption. Dadurch vervielfältigt sie sich in zweifacher Hinsicht.
1. als Ganzes aber jeweils unter anderer Perspektive
2. sie erscheint räumlich als das Auseinandersein der verschiedenen Substanzen,
3. sie erscheint zeitlich als Abfolge verschiedener Perzeptionen.
Das System der Perzeptionen ist "wohl begründet", weil es nichts anderes ist als die sich selbst beschränkende Aktivität der ursprünglichen Kraft des Ansich.
Der Unterschied zwischen Ansich und Erscheinung ist der Unterschied des Ansich selber! Das ist die Totalität und das Prinzip seines Unterschieds.
I 130
Daher ist die Erscheinung nicht gegen das Ansich abgehoben, sondern eine Art desselben und als solche etwas durchaus Reales. Phänomenalität/Leibniz: die Weise, in der das Auszudrückende im Ausgedrückten enthalten ist. Jedes Ausgedrückte ist ein Phänomen. Es ist wohl begründet, weil das Ansich, indem es sich ausdrückt, das Phänomen ist, mit ihm identisch ist und es als erscheinendes Ansichseiendes begründet.
Das Phänomen ist der Realität nicht entgegengesetzt (VsKant) sondern gerade ihre spezifische Seinsweise im Vorgang der universellen Repräsentation.
Daher müssen auch alle Perzeptionen in allen einzelnen Substanzen einander entsprechen.
- - -
I 133
Bewegung/Leibniz: etwas tritt an den Platz von etwas anderem.
I 134
Das, was alle diese Plätze umfasst, heißt "der Raum". Dafür braucht man auch keine "absolute Realität" von Raum anzunehmen. Raum/Zeit/LeibnizVsKant: Inbegriff möglicher Verhältnisse, aber nicht als Anschauungsformen, sondern real ontologisch als Strukturen des Verhältnisses der materiell Ansichseienden zueinander.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsKant Locke Vs Kant, I.
 
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I 42
LockeVsKant: Locke geht es nicht um eine Analyse der transzendentalen Bedingungen von Erfahrungen, wie sie später von Kant unternommen wurde. Das hätte außerhalb seines Problemhorizonts gelegen.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
VsKant Luhmann Vs Kant, I.
 
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AU Kass 7
Subjekt/LuhmannVsKant: Problem: ist das transzendentale Subjekt (Kant) eigentlich außerhalb der Welt? Ist es eine logische Folgerung der Transzendentalphilosophie, die ja keine empirische Theorie sein will, sondern sich auf Tatsachen des Bewusstseins berufen will, aber diese Tatsachen sollen keine empirischen Tatsachen sein. Also nicht ausdifferenziert in 5 Milliarden verschiedene Köpfe, sondern Auskunft über die Notwendigkeit der Formen des Denkens.
Von daher liegt es nahe zu vermuten, dass das transzendentale Subjekt außerhalb der Welt existiert.
Dann hätte man aber mit dem Beobachterbegriff Schwierigkeiten, weil der Beobachter operieren und etwas bezeichnen muss, aber das geht nicht außerhalb der Welt, weil man die Unterscheidung innerhalb/außerhalb (der Welt) benutzt und diese Bezeichnung dann irgendwie spezifizieren muss.
Das ist in der Theologie am Gottesbegriff diskutiert worden: wie unterscheidet Gott als Schöpfer sich von der Welt und wie kann er ein Verhältnis zu sich selber gewinnen, wenn er die Unterscheidung ja praktizieren muss, um das zu tun!
Gott/Theologie: bei ihm ist eben alles anders, bzw. er hat Intuition, und kann ohne Unterscheidung zugreifen!
Gott/Nikolaus von Kues/Cusanus/Luhmann: für Gott gibt es keine Unterscheidung von Gott und Welt.
Subjekt/Fichte: das Subjekt ist ein Individuum.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
VsKant McDowell Vs Kant, I.
 
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I 69
Erfahrung/Kant/McDowell: liegt für Kant, genau wie ich es sehe, nicht hinter einer Grenze, die die Sphäre des Begrifflichen umgibt. McDowellVsKant: (I 67-69 +) die Rede von den transzendentalen Bedingungen macht die Verantwortlichkeit unseres Handelns problematisch. Obwohl es empirisch gesprochen vielleicht Rechtfertigungen gibt, können wir transzendental gesprochen nur Entschuldigungen geltend machen! Kant/McDowell: wir sollten bei Kant keinen psychologischen Phänomenalismus suchen. Strawson dito. McDowellVsKant: seine Philosophie führt zu einer Geringschätzung der Unabhängigkeit der Realität.
I 69
Idealismus: Kants Nachfolger machten geltend, daaa man das Übersinnliche aufgeben müsse, um zu einem konsistenten Idealismus zu kommen. McDowellVsGrenze des Begrifflichen: These Hegel drückt genau das aus, was ich will: "Im Denken bin ich frei, weil ich nicht in einem Anderen bin.
I 109/110
Zweite Natur/(s): verinnerlichter Hintergrund von Normen, die aus der Natur entlehnt wurden. Zweite Natur/McDowell: sie kann nicht frei über den Möglichkeiten schweben, die zum normalen menschlichen Organismus gehören. >Bildung.
I 111
Rationalität/Kant: agiert frei in ihrer eigenen Sphäre. ((s) Das ist der Ursprung der meisten hier behandelten Probleme). McDowell: These: wir müssen Kant mit Aristoteles versöhnen, für den ein Erwachsener ein rationales Wesen ist. RortyVsMcDowell: diese Versöhnung ist ein veraltetes Ideal. (Versöhnung von Subjekt und Objekt).
McDowellVsRorty: statt dessen: Versöhnung von Vernunft und Natur.
I 122
Realität/Kant: schreibt der empirischen Welt Geistunabhängigkeit zu.
I 123
McDowellVsKant: dieser denkt, daß durch die Anerkennung des Übersinnlichen die Interessen der Religion und Moralität wahren lassen. Natur/Kant: bei ihm gleich dem Reich der Naturgesetze. Er kennt nicht den Begriff der zweiten Natur, obwohl der sehr wohl den Begriff der Bildung kennt. Aber eben nicht als Hintergrund.
I 126
Spontaneität/KantVsDavidson: sie muaa auch die Operationen unserer Sinnlichkeit als solcher strukturieren. McDowellVsKant: ihm bleibt allerdings nur die Zuflucht zu einem transzendentalen Reich.
I 127
"Ich denke"/Kant/McDowell: ist auch eine dritte Person, deren Weg durch die objektive Welt eine substantielle Kontinuität ergibt. (Evans, Strawson, Paralogismen). McDowellVsKant: es ist unbefriedigend, wenn das Selbstbewusstsein nur die Kontinuität eines Gesichts.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsKant Moore Vs Kant, I.
 
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Stroud I 83
Existenzbeweis/Skeptizismus/Bsp Moores Hände/Problem der Außenwelt/Moore/Stroud: (Moore Proof of the external world, 1959, 127ff "PP"). Moore: will die Philosophen daran erinnern, dass sie in der Tat viele Dinge wissen, die sie angeblich bezweifeln.
Stroud: Moore erreicht tatsächlich einiges, selbst wenn sich herausstellt, dass es nicht das ist was er selbst denkt, das er es erreicht.
Kant/Moore/Stroud: Moore glaubt – was die meisten Autoren für mehr als fraglich halten – dass Kant angeblich beklage, dass es niemals einen Beweis der Existenz der Außenwelt gegeben habe. ((s) Kant bezweifelt nicht die Außenwelt, sondern unser Wissen von ihr).
MooreVsKant/Stroud: Moore denkt, dass er den Existenzbeweis liefern kann.
VsKant Nagel Vs Kant, I.
 
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I 129
NagelVsKant: uneingeschränkte Urteile über die Astronomie gehören zu einem Weltbild, dass im Vergleich zur kantischen Alternative durchaus widerstandsfähig ist! In einem Konflikt mit Kant wären beide Standpunkte in Konkurrenz, da es keinen unabhängigen Standpunkt gibt, sie zu bewerten.
- - -
I 137
NagelVsKant: aber um sich gegen Kants Einschränkung der Reichweite der Vernunft zu wehren, muss man mehr als das in Anspruch nehmen.
I 138
Kant räumt zwar ein, dass wir gar nicht umhin können, uns selbst als Teil einer unabhängig existierenden Welt zu begreifen. Seine These ist aber gar keine These über die phänomenale Welt, sondern eine über die Beziehung der phänomenalen Welt zur Welt an sich.
I 139
Doch da er behauptet, das normale wissenschaftliche Denken gelte nur für die phänomenale Welt, nimmt er sich von den üblichen Bedingungen der Bewertung aus. Die These des transzendentalen Idealismus ist ihrerseits zwar keine der synthetischen Urteile a priori, deren Gültigkeit sie zu erklären beansprucht, aber eine These a priori ist sie dennoch. Wenn das unvorstellbar oder selbstwidersprüchlich ist, ist die Geschichte damit zu Ende. Es impliziert, wie Kant sagt, These: dass Berkeleys Idealismus unvermeidlich ist, wenn man annimmt, dass den Dingen an sich räumliche Eigenschaften zukommen!
Nagel: der ganze Idealismus wird selbst zur Hypothese. Da ist etwas faul daran, wenn man darauf beharrt, wir hätten eine nackte Idee von unserer Stellung in einer bewusstseinsunabhängigen Welt, während man die logische Möglichkeit von irgend etwas darüber Hinausgehendem bestreitet.
PutnamVsKant: (anderswo) daraus, dass wir die Welt an sich nicht erkennen können folgt nicht, dass sie völlig verschieden sein muss von dem, was wir erkennen.
- - -
I 146
NagelVsKant: wir stellen fest, dass sich unser unbußfertiges empirisches und wissenschaftliches Denken unvermindert durchsetzt, auch gegen Kants Skepsis. Kant ist aus empirischen Gründen unglaubwürdig und damit eben unglaubwürdig. - - -
III 126
NagelVsKant: der Schritt zur Objektivität offenbart, wie die Dinge an sich sind und nicht, wie sie erscheinen. Wenn das stimmt, dann lässt das objektive Bild immer etwas aus.
- - -
II 54
Ethik/Recht/Moral/Gott/Theologie/Nagel: eine Tat wird nicht dadurch unrecht, dass Gott existiert. Mord ist an sich unrecht und deshalb von Gott untersagt. (>Eutyphron Kontrast?). Auch die Furcht vor Strafe liefert nicht die richtigen Motive der Moral. Einzig die Erkenntnis, dass es für das Opfer schlecht ist.
NagelVsKant: Kategorischer Imperativ: man könnte sagen, dass man andere rücksichtsvoll behandeln soll, damit sie uns gleichermaßen behandeln. Das ist nicht mehr als ein guter Ratschlag. Er ist nur insoweit gültig, als wir glauben, dass unsere Behandlung anderer einen Einfluss darauf haben wird, wie sie uns behandeln.
Nagel: als Grundlage der Ethik kommt nichts anderes in Frage, als ein direktes Interesse am anderen.
II 55
Nagel: es gibt ein allgemeines Argument dagegen, einem anderen Schaden zuzufügen, das jedem zugänglich ist, der Deutsch versteht: "Würde es Dir gefallen, wenn ein anderer Dir das antun würde?"
II 56
Wenn Sie zugeben, dass Sie etwas dagegen hätten, wenn ein anderer Ihnen das antäte, was Sie ihm gerade antun, so geben Sie zu, dass er einen Grund hätte, es Ihnen nicht anzutun. Frage: worin besteht dieser Grund? Er kann nicht in der speziellen Person verankert sein.
II 57
Es ist einfach eine Frage der Konsequenz und Folgerichtigkeit. Wir brauchen einen allgemeinen Blickwinkel, den jede andere Person verstehen kann.
II 58
Problem: das darf nicht dazu führen, dass man jedesmal fragt, ob das Geld für die Kinokarte mehr Glück in die Welt brächte, wenn man es irgendeinem andere gäbe. Denn dann dürfte man sich auch für seine Freunde und Verwandten nicht mehr interessieren als für jeden beliebigen Fremden.
II 59
Frage: sind Recht und Unrecht für jeden das gleiche?
II 60
Recht/Unrecht/Ethik/Moral/Nagel: wenn Handlungen von Motiven abhängen und Motive bei Menschen sich radikal unterscheiden können, sieht es so aus, als könnte es kein allgemeingültiges Recht und Unrecht für jede einzelnen geben. Der Lösungsmöglichkeiten, die alle nicht sonderlich überzeugend sind:
1. man könnte sagen. zwar sind die gleichen Dinge für jeden unrecht oder recht, jedoch nicht jeder hat einen Grund zu tun, was recht ist und nicht zu tun, was unrecht ist.
Nur Menschen mit den "richtigen moralischen Motiven" haben einen Grund.
Vs: es ist unklar, was es bedeuten würde, dass es für jemanden unrecht wäre zu morden, dass er jedoch keinen Grund hat, es nicht zu tun. (Widerspruch).
2. man könnte sagen, dass die Gründe nicht von den tatsächlichen Motiven der Menschen abhängen. Es wären vielmehr Gründe, die unsere Motive ändern, wenn sie nicht die richtigen sind.
Vs: es ist unklar, worin diese Gründe bestehen könnten, die nicht von Motiven abhängen. Warum soll man etwas nicht tun, wenn kein einziger Wunsch einen davon abhält?
II 61
3. man könnte sagen, dass die Moral nicht allgemeingültig ist. D.h. dass jemand nur dann an die Moral gebunden wäre, wenn er einen bestimmten Grund hat, so zu handeln, wobei der Grund allgemein davon abhängt, wie stark man sich für andere interessiert. Vs: das macht zwar einen psychologisch realistischen Eindruck, gerät aber in Konflikt mit der Vorstellung, dass moralische Regeln für alle gelten.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
VsKant Nozick Vs Kant, I.
 
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II 12
Hypothese/Wie-ist’s-möglich-Fragen/WIMF/Nozick: eine Hypothese die falsch ist, erklärt nicht, wie etwas möglich ist. Sie erhöht aber vielleicht das Verständnis. Hypothese: muss nicht einmal plausibel sein.
Wie-ist’s-mögliche-Frage: kann so tief gehen, dass die einzigen Antworten, die hinreichend sind, unplausibel sind.
Man sollte auch nicht ausschließen, dass das p, mit dem man die Frage begann, am Ende ausgeschlossen wird. (VsKant).
- - -
II 110
Synthese/Selbst/Ich/Nozick: VsKant: VsSynthese: gegen die Sichtweise des sich selbst synthetisierenden Selbst könnte man einwenden, dass es sich nicht selbst als eine Entität lokalisiert, es ist kein "Teil der Einrichtung des Universums". mögliche Lösung:
II 111
Ich/Selbst/Eigenschaft/Tradition: These: das Ich (Selbst) als Eigenschaft. Also nicht als Objekt. Das löst z.B. das Problem der Lokalisation und andere Probleme: 1. Hume: "ich kann mich nicht unabhängig von jedweder anderer Wahrnehmung wahrnehmen.
NozickVsHume: vielleicht hat er nicht richtig gesucht. Er hat nichts bestimmtes unternommen, um nach dem Selbst zu suchen oder?
2. Vorteil: der Ansatz erklär, warum es schwierig ist, sich das Selbst ohne Verkörperung vorzustellen.
3. Es ist schwierig sich vorzustellen, wie das Selbst identisch sein sollte mit irgendwelchem speziellen Zeug.
II 112
Eine Eig ist nie identisch mit dem Objekt. Die Schwierigkeit, die Relation einer Eig zum Objekt zu spezifizieren ist der allgemeine Grund, warum wir das Selbst schwer lokalisieren können, aber das ist kein speziellen Problem der Relation zwischen Selbst und Körper. Eigenschaft/Nozick: es gibt wenigstens zwei Weisen, wie man eine Person mit einer Eig identifizieren kann:
1. mit einer nichtindexikalischen nichtreflexiven Eig: Bsp "Robert Nozick sein"
2. eine Identifikation, deren Feststellung ein reflexives Pronomen der ersten Person gebraucht: Bsp "ich sein". Das führt Reflexivität ein. Und zwar direkt in die Natur des Selbst.
l Problem: es ist obskur, weil es die Reflexivität in das Wesen des Selbst einführt aber es erklärt, warum alle öffentlichen oder physikalistischen Beschreibungen mich außen vor lassen, weil sie nicht reflexiv sind.
Einheit/Vereinigung/Ich/Selbst/Tradition: das Ich verschmilzt mit dem "Einen" aber verschwindet dabei nicht. Das Ich ist eine Eig des Einen, ich bin nicht getrennt davon.
Reflexivität/Eigenschaft: Bsp die reflexive Eig: "ich sein". Problem:
1. P sei die Eigenschaft, reflexiv selbst referierend zu sein.
Leute haben P,. Tische nicht. Ich habe die Eig P, Sie auch,
II 113
aber Sie kraft der Tatsache, dass Sie Sie sind, ich kraft der anderen Tatsache, dass ich ich bin. Wir beide haben die Eig, ich zu sein, aber die Eig ist indexikalisch. D.h. die Eig unterscheiden sich!
Pointe: sie entstehen beide aus derselben nichtindexikalischen Eigenschaft P: reflexive selbst referierend zu sein!
- - -
II 318
Handlung/Entscheidung/Willensfreiheit/Wissen/Glauben/Nozick: gibt es eine Parallele zwischen Glauben und Handlungen, nach dem Muster, wie wir im vorigen Kapitel Bedingungen für Glauben und Wissen aufgestellt haben? Glauben steht mit Tatsachen in Verbindung (Kovarianz).
Womit sollen Handlungen in Verbindung stehen?
Wie Glauben auf Tatsachen antworten sollen, sollen Handlungen auf Richtigkeit oder Güte ("bestness" Optimum, "optimale Wünschbarkeit" "das Beste") antworten.
Dann müssen wir die entsprechenden Tatsachen auch kennen.
II 319
Unsere Handlungen müssen sensitiv sein für Richtigkeit oder "das Beste". Bedingungen:
(1) Handlung A ist richtig
(2) S tut A absichtlich (intentional)
(III) wenn A nicht richtig wäre, würde S A nicht absichtlich tun.
(IV) wenn A richtig wäre, würde S A absichtlich tun.
Unterscheidung: "erlaubt"/"das Beste" (nichts besseres). Ähnlich:
"maximal": mehrere maximale möglich: selbst wenn es nichts größeres gibt.
Maximum: nur eins möglich. "größer als alle anderen".
dann:
Richtigkeit:
(3) wenn A nicht erlaubt wäre, würde S A nicht tun
(4) wenn A obligatorisch wäre, würde S A tun.
"das Beste":
(1) A ist das Beste (mindestens maximal, vielleicht Maximum)
(2) S tut A absichtlich
(3) wenn A nicht so gut wie etwas anderes mögliches wäre, würde S A nicht tun
(4) wenn A besser als alles andere wäre, würde S A tun.
II 320
Also können wir hier auch eine Referenz auf ein Motiv M einführen gemäß Bedingungen (3) und (4). Moral/Kant/Nozick: wenn wir zufällig etwas Moralisches tun, können auch unmoralische Motive zugegen sein.
Problem: es könnte sein, dass wenn die Handlung unmoralisch ist, andere nichtmoralische (neutrale) Motive die Person dazubewegen, die Handlung dennoch zu vollziehen.
NozickVsKant: ihm wäre besser gedient mit unseren Bedingungen (3) und (4).
Zusätzlich brauchen wir noch die Berücksichtigung von Methoden (s.o. Bsp Großmutter: würde immer noch glauben, selbst wenn die Tatsachen andere wären.
Bsp Theater/Nuklearreaktor: wenn es kein Theater wäre, würde die Person es via anderer Methode dennoch glauben).
Handlung: ähnlich: Bsp jemand führt eine obligatorische Handlung nach reiflicher Überlegung aus. Wenn sie nicht richtig wäre, wäre ihre moralische Qualität niemals in seine Aufmerksamkeit getreten, dennoch hätte er sich für sie entscheiden können. Nur diesmal ohne Überlegungen zu ihrer Richtigkeit.
Methode/Handlung/Nozick: wie beim Glauben können auch bei Handlungen Methoden gegeneinander abgewogen werden:
Eine Person erfüllt die Kantischen Forderungen, wenn es ein Motiv M gibt, aus dem er a tut, was die Bedingungen (3) und (4) erfüllt, und jedes andere Motiv M’, das (3) und (4) nicht erfüllt, überwogen wird.
- - -
II 352
Selbstwahl/SW/Handeln/Moral/Ethik/Willensfreiheit/Nozick: der Begriff einer freien Handlung als in Verbindung mit Richtigkeit (oder "dem Besten") ist gefasst in Begriffen des Resultats. Und weniger als Prozess. Tradition: denkt, dass eine freie Handlung aus einem Prozess der Wahl hervorgeht, die auch ein falsches Ergebnis hätte ergeben können.
Wie nahe können wir dem Prozess der Wahl in einer Simulation kommen?
II 353
Jedenfalls werden wir nicht außerhalb eines Kausalnexus kommen. 1. Locke/Hume/Tradition/Nozick: wir sind nicht frei, wenn unsere Handlungen verursacht wurden.
2. Kant: wir sind frei, wenn unsere Handlungen im Einklang mit der Vernunft stehen
3. freie Handlungen dürfen von gar keiner unabhängigen Quelle verursacht sein,
II 354
sondern müssen aus unserem Wesen entspringen. (Spinoza: nur Gott ist frei). Hegel: kombiniert 2. und 3.:(mit Aristoteles) Vernunft und Denken sind das Wesen des Menschen. Wir sind frei, wenn wir durch ein Gesetz der Vernunft selbstbewusst beschränkt sind, das ein konstitutives Prinzip unserer Natur ist.
Nozick: reicht das? Obwohl unser Handeln aus unserem Wesen entspringt, wären wir dann nicht unfrei in dem Maß, wie wir an unser Wesen gebunden sind?
Könnten externe Quellen nicht genauso bindend für uns sein?
Warum sollte ich wünschen, moralisch zu sein?
Muss ich wünschen, glücklich zu sein?
Warum sollte ich wünschen, rational zu sein?
"Dein Wesen ist Rationalität, tu was rational ist, um dein Wesen zu verwirklichen“.
Warum soll ich mein Wesen verwirklichen? Es ist schlimm genug, dass es so schwierig ist.
„Dein Wesen, das bist du“.
Wenn ich dann nicht wirklich ich bin, muss ich wünschen, ich zu sein? Könnte ich nicht wünschen, der Messias zu sein?
"Aber du hast keine Wahl, du musstest das sein, was du bist".
So, das ist es also, was du mir als Freiheit anbietest.
Objektive Moral scheint etwas unausweichliches zu sein.
kategorischer Imperativ/Nozick: einige lesen ihn so:
"Tu dies, wenn du rational sein willst"
"Tu dies, wenn du frei sein willst" (absurd: Befehl).
Freiheit/Nozick: muss doch etwas sein, was uns nicht bindet.
II 355
Dann kann es keinen freien Willen mit einer objektiven Moral geben. Gesetz/Kant/Nozick: das Gesetz, das uns nicht bindet ist das, das wir uns selbst geben, das nicht aus der Natur geborgt ist, aber von der Vernunft selbst als Notwendigkeit ihrer eigenen Natur gesetzt wird.
Nozick: aber bindet uns nicht auch das?
Könnte man nicht aus ganz anderen Motiven genauso autonom handeln?
NozickVsKant: der Status der Moral in seiner Theorie ist unklar.
Bsp Angenommen, jemand findet heraus, was der kategorische Imperativ will und tut dann das Gegenteil. "Aber was für ein Motiv könnte er dafür haben?"
Vielleicht will er bloß Autonomie? Die Chancen dafür stehen nicht gut.
Moral/Freiheit/Nozick: These: muss nicht nur von uns selbst gewählt sein, sie muss auch durch etwas gegeben sein, das seinerseits etwas gewähltes ist!
Nur etwas, das aus einem gewählten Wesen erwächst, wird uns nicht binden. Aber wenn das Wesen gewählt ist, inwiefern soll es dann unausweichlich sein? (>Selbst Wahl).

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
VsKant Peirce Vs Kant, I.
 
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James I 68
Zeichen/Peirce/ VsKant: Vs Konstruktion vom transzendentalen Subjekt: Pragmatismus ist diejenige Methode, die erfolgreiche sprachliche und gedankliche Kommunikation und klare Ideen ermöglicht. Für Peirce ist jeder Gedanke Zeichen.

Peir I
Ch. S. Peirce
Philosophical Writings 2011
VsKant Popper Vs Kant, I.
 
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Kanitscheider I 440
unendlich/Raum/Zeit/Antinomien/PopperVsKant: Lösung: alle vergangen Zeitintervalle (z.B. Sekunden) und alle zukünftigen Zeitpunkte lassen sich einerseits als potentiell unendliche Folge andererseits aber auch als unendliche Mengen von Zeitabschnitten auffassen. Darin liegt die Verschiedenheit von Vergangenheit und Zukunft und die Richtung des Zeitpfeils.
Kanitscheider: jedoch betrifft dieser Unterschied nicht die Differenz zwischen dem potential und dem aktual Unendlichen:
I 441
EllisVsKant: (Antinomien): die Ausdrücke "früher" und "später" kann man durchaus auf Zustände vor einem festen Zeitpunkt t0 beziehen, ohne anzunehmen, dass es alle diese Zustände wirklich gegeben hat! Genauso, wie man von einer Temperatur von 0 K sprechen kann, auch wenn man weiß, dass diese Temperatur nicht zu erreichen ist.
I 442
Scriven, Michael: These: über das endliche Alter des Universums ist keine verifizierbare Aussage zu machen: Um den Sinn eines "zeitlichen Ursprungs der Welt" zu finden, muss davon ausgehen, was man unter
"nichts existiert zur Zeit T1"
versteht, denn nur so lässt sich der Satz:
"Zeitpunkt T2 ist der erste Augenblick, da etwas existiert" begreifen.
Bsp "Zeit ohne Dinge" ist wie "Farbe ohne Gegenstand", "Bewegung ohne Körper".
Lösung/Scriven: Bedeutung und Verifizierbarkeit müssen auseinander gehalten werden! An der letzteren scheitert unser Verständnis. Wir können uns aber durchaus sinnvoll auf jeden Punkt in der Vergangenheit beziehen, denn unsere Zeitskala hat keinen Nullpunkt. Weder aus "Zeit ohne Dinge" als auch aus "Zeit vor dem ersten Ding" ist eine empirische Information zu erwarten.
I 443
Entstehung/Universum/Kanitscheider: die Frage nach dem endlichen oder unendlichen Alter der Welt ist empirisch nicht entscheidbar. Zeitliche Unendlichkeit lässt sich auch mit logischen Mitteln nicht verteidigen, sondern nur über den Erfolg eines Modells. Wir haben natürlich gut funktionierende Modelle mit Singularität, die aber zeitlich verschoben werden kann.
I 444
Aber auch die Modelle mit der geodätischen Unvollständigkeit (s.o.) besitzen nie einen Rand, d.h. die Geodäten haben keinen Anfangspunkt. Es gibt immer Vorläufer, die allerdings immer gedrängter liegen.

Po I
K. Popper
Objektive Erkenntnis Hamburg 1993

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsKant Putnam Vs Kant, I.
 
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Horwich I 402ff
Wissen/Ich/Kant/Putnam: Kants Bild von Wissen faßte dieses als „Repräsentation“ auf, eine Art von Spiel. Der Autor dieses Spiels bin ich.
Ich: aber der Autor des Spiels kommt auch in dem Spiel selbst vor (wie bei Pirandello).
„empirisches Ich“/Kant/Putnam: der Autor im Spiel ist nicht der “richtige Autor“, er ist das „empirische Ich“.
transzendentales Ich/Kant/Putnam: ist der „reale“ Autor des Spiels. (Außerhalb des Spiels).
Ich/interner Realismus/PutnamVsKant: ich würde sein Bild in zwei Hinsichten modifizieren;:
1. die Autoren (im Plural, mein Bild ist sozial!) schreiben nicht eine, sondern mehrere Versionen.
2. Die Autoren in den Geschichten sind die realen!
PutnamVsSkeptizismus: Pointe: das wäre „verrückt“ wenn das nur Fiktionen wären. Denn ein fiktiver Charakter kann kein realer Autor sein. Aber dies sind wahre Geschichten.
- - -
Putnam V 52
Determinismus/Kant: meinte, dass eine solche Verteidigungsbestandteil der Rationalität selbst ist. Das Prinzip des Determinismus entdecken wir nicht, sondern wir schreiben es der Welt vor. PutnamVsKant: das geht zu weit. Der Preis wäre eine zu große Komplizierung unseres Wissenssystems.
- - -
V 88
Putnam: man könnte Kant so lesen, als habe er als erster die Position des Internalismus bezogen. Natürlich nicht explizit.
V 89
Ich schlage vor, ihn so zu lesen, als sagte er, dass Lockes These über die sekundären Qualitäten auf alle Qualitäten zutrifft: auf die einfachen, die primären und die sekundären.
V 90
Falls alle Eigenschaften sekundäre sind: dann hat alles was wir über einem Gegenstand sagen die Form: er ist so beschaffen, dass er uns auf diese und jene Weise affiziert. Unsere Vorstellungen der Gegenstände sind keine Abbilder geistesunabhängig der Dinge.
PutnamVsKant: heute gilt der Begriff der noumenalen Welt als unnötiges metaphysisches Element in seinem Denken.
V 118
Rationalität/Putnam: ist nicht durch unveränderliche Regelverzeichnisse festgelegt, noch, wie Kant glaubte, unserer transzendentalen Natur ein beschrieben. PutnamVsKant: die ganze Idee einer transzendentalen Natur (noumenal) ist unsinnig.
- - -
Putnam I 93
Referenz/Theorie/Putnam: man kann es auch ganz kurz sagen. "Elektron" referiert auf Elektronen wie sonst sollten wir innerhalb eines begrifflichen Systems mit "Elektron" als primitivem Terminus sagen, worauf "Elektron" referiert? Das löst auch gewissermaßen das "Dilemma von Quine" und Kant: "Quinesches Dilemma"/Putnam: (auch bei Kant): es gibt eine wirkliche Welt, aber wir können sie nur mit unserem Begriffssystem beschreiben!
PutnamVsQuine/PutnamVsKant: na und? Wie sollten wir sie denn sonst beschreiben? sollten wir das Begriffssystem von jemand anderes verwenden?
- - -
I 169
Noumenon/nomenale Welt/PutnamVsKant: wird heute als unnötiges metaphysischen Element angesehen. Eigenschaften/Kant/Putnam: Pointe: der subtile Punkt ist, dass Kant meint, all dies treffe ebenso auf Empfindung ("Gegenstände des inneren Sinns") wie auf äußere Gegenstände zu.
Bsp "E ist so wie dies hier" (wobei man sich auf E konzentriert) heißt: "E ist so wie E".: Kant: in Wirklichkeit ist gar kein Urteil zustande gekommen.
Puntam: bloß ein unartikulierter Laut, ein Geräusch.
I 169/170
Putnam: wenn "rot" andererseits ein echter Klassifikationsausdruck ist, wenn ich behaupte, dass diese Empfindung E zur selben Klasse gehört, wie Empfindungen, die ich zu anderen Gelegenheiten "rot" nenne, dann geht mein Urteil über das hinaus, was unmittelbar gegeben ist. Empfindung/Ähnlichkeit/Noumenon/PutnamVsKant: ob die Empfindungen, die ich zu verschiedenen Zeiten habe, "wirklich" (noumenal) alle ähnlich sind, diese Frage macht gar keinen Sinn!
Das ignoriert Kant völlig!
Die Empfindungen, die ich "rot" nenne, können ebensowenig direkt mit noumenalen Gegenständen verglichen werden, um zu sehen, ob sie dieselbe noumenale Eigenschaft haben, wie die Gegenstände, die ich "Gold" nenne, direkt mit noumenalen Gegenständen verglichen werden können, um zu sehen, ob sie dieselbe noumenale Eigenschaft haben.
Die Gegenstände sind für mich ähnlich, sie sind für mich rot. Das ist meine Empfindung.
Eigenschaften/PutnamVsKant: wenn er sagt, alle Eigenschaften sind sekundäre (d.h. sie sind Vermögen!) dann wäre das wohl das Vermögen eines noumenalen Gegenstands, in uns den Eindruck von z.B. Kiefernholz hervorzurufen.
I 170/171
An diesem Punkt ist er nahe daran zu sagen, dass er die Korrespondenztheorie aufgibt. Def Wahrheit/Kant: "die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstande".
PeirceVsKant: das ist eine Nominaldefinition der Wahrheit.
Vermögen/Kant: wird der ganzen noumenalen Welt zugeschrieben.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsKant Quine Vs Kant, I.
 
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Willard V. O. Quine
Danto2 I 132
QuineVsKant, QuineVsAnalytizität: Kants Auffassung von Widerspruch ist ziemlich unklar. Sie setzt den Begriff der Analytizität bereits voraus, anstatt dass sie ihn aufhellt. Quine: Def Widerspruch»P und nicht-P«. Aber: »Junggesellen sind keine unverheirateten, erwachsenen Männer« ist formal gesehen nicht widersprüchlich! Das wurde von Kant nicht erkannt.
- - -
Quine IV 407
Analytizität/QuineVsKant: die Rede vom »Enthaltensein« ist a) in Bezug auf Begriffe metaphorisch. Sie ist
b) zu eng, da sie auf Subjekt Prädikat Sätze zugeschnitten ist. Auf Relationen ist sie nicht so ohne weiteres anwendbar: Bsp »Wenn Hans der Vater von Peter ist, so ist Peter nicht der Vater von Hans«.
c) die Angabe, ein Satz sei analytisch, wenn seine Negation kontradiktorisch sei, hilft nicht weiter, da »kontradiktorisch« hier genauso erklärungsbedürftig ist.
Analytisch/Kant/Quine: Kant erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht!
- - -
Quine VII 20
Analytizität/Kant/Quine: hergeleitet von Humes Unterscheidung zwischen Relationen von Ideen und
Relationen von Tatsachen.
Leibniz: Unterscheidung von
Tatsachenwahrheiten und
Vernunftwahrheiten. (Von denen wir hören, dass ihre Negation selbstwidersprüchlich sein soll!)
VII 20/21
QuineVsKant: zwei Unzulänglichkeiten: 1. es ist begrenzt auf Aussagen der Subjekt Prädikatform
2. es appelliert an einen Begriff der Begrenzung, der sich auf metaphorischer Ebene bewegt.
analytisch/Quine: kann aber reformuliert werden als wahr kraft der Bedutungen und unabhängig von den Tatsachen.
- - -
Quine XI 72
analytisch/QuineVsLeibniz/Lauener: der Begriff der möglichen Welt ist selbst wieder erklärungsbedürftig. QuineVsKant: der Selbstwiderspruch, in den man sich nach Kant bei der Leugnung analytischer Sätze verwickelt, ist selbst wieder erklärungsbedürftig.
- - -
Stroud I 210
Erfahrung/Empirie/Sinneserfarhung/Sinneseindrücke/Realität/Welt/Kant/Stroud: so sah es für Kant aus: eine völlig allgemeine Unterscheidung zwischen dem was wir durch die Sinne erfahren und Wahrheiten über die Welt würde uns für immer vom Wissen ausschließen.
I 211
Stroud: vielleicht gibt es diese fatalen Konsequenzen aber nur innerhalb der traditionellen philosophischen Vorstellung der Aufgabe der Episteme. (> QuineVstraditionelle Erkenntnistheorie, QuineVsKant: kein a priori-Wissen). Skeptizismus/Quine/Stroud: würde dann nur für den distanzierten Standpunkt (außerhalb des Bezugssystems) gelten! Dann könnten wir aber den Skeptizismus vermeiden und die allgemeine Unterscheidung zwischen dem empirisch Gegebenen ((SellarsVs!) und dem, was über die Außenwelt wahr oder falsch ist, beibehalten.
Alles was wir vermeiden müssten, wäre eine "distanzierte Position" (außerhalb des Bezugssystems).
Stroud I 214
naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/Stroud: Kant unterschiedet Philosophie von allem anderen (>“prima philosophia“). QuineVsKant: hier gibt es gar kein a priori-Wissen.
Skeptizismus/Kant/Quine/Stroud: beide akzeptieren das „"keptische Konditional" bzw. die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, wäre die skeptische Konklusion (dass wir nichts wissen) korrekt.
I 215
Skeptizismus/Quine/Stroud: es ist nicht klar, ob Quine die skeptische Frage überhaupt beantwortet. Wissen/Quine: fragt, wie wir zu einer Theorie über die Welt gelangen. Das sieht nach einem sehr allgemeinen Problem aus.
Input/Quine: ist "mager": Bsp Lichtreflexe, Hell/Dunkel-Kontraste, Temperaturschwankungen, usw.
Output/Quine: ist dagegen äußerst reichhaltig. Damit kommen wir zur Unterbestimmtheit der Empirie. Wir erhalten ein äußerst differenziertes dreidimensionales Bild, und eine Geschichte der Welt allein durch Vermittelung der Oberflächen der Gegenstände uns unserer Nervenenden.
Realität/Welt/Wissen/Quine: die Relation zwischen Input und Output ist selbst Gegenstand einer Untersuchung, sie ist selbst ein Naturphänomen.
- - -
Stroud I 248
Wissen/Skeptizismus/Kant/Stroud: eine völlig allgemeine Trennung zwischen a) allem, was wir durch die Sinne erfahren auf der einen Seite und
b) dem, was wahr oder falsch ist über die Welt auf der anderen Seite
würde uns für immer vom Wissen abschließen. (s.o.).
StroudVsQuine: das ist fatal für das Projekt der naturalisierten Erkenntnistheorie. Denn es schließt uns aus unserem eigenen Wissen über die Welt aus und lässt uns keinen unabhängigen Grund anzunehmen, dass irgendwelche unserer Projektionen wahr sind.
I 249
QuineVsKant/QuineVsStroud: eben diese Trennung (Unterscheidung) ist eine Befreiung der Wissenschaft. Sie zeigt uns, dass alle Information die ich durch die Sinne von äußeren Dingen erhalten kann, auf zwei-dimensionale optische Projektionen beschränkt ist. Stroud: wenn das tatsächlich das ist, was "Wissenschaft uns sagt" (NNK, 68), wie kann dann die Trennung (Unterscheidung) die Konsequenzen haben, die ich daraus ziehe? Widerspreche ich nicht einfach wissenschaftlichen Tatsachen?
StroudVsQuine: nein: nichts was ich sage impliziert, dass ich keine Person in Interaktion mit ihrer Umgebung beobachten kann und einige Ereignisse an seinen sensorischen Oberflächen von allem anderen isolieren kann.
Pointe: wir wissen - und er weiß möglicherweise auch - eine Menge Dinge, die in der Welt passieren, jenseits jener Ereignisse. Er selbst wird auch wenig über jene Ereignisse wissen, die sich an seinen sensorischen Oberflächen abspielen.
Pointe: diese Ereignisse (die nicht direkt auf seine Sinne einwirken) sollten als Teil dessen betrachtet werden, was seinen Glauben hervorruft ((s) und evtl. Wissen erzeugt).
Sicher würden wir ohne jegliche Sinneserfahrung zu überhaupt keinem Glauben über die Welt kommen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsKant Rorty Vs Kant, I.
 
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Richard Rorty
I 166
Synthese/Synthesis/Kant/Rorty: ein Objekt, etwas, auf das mehrere Prädikate zutreffen, ist immer das Ergebnis von Synthesis. RortyVsKant: Kants Konzeption des Erkennens hatte nicht die Wahrnehmung zum Modell. Unglücklicherweise verblieb er immer noch in einem cartesianischen Bezugsrahmen: er formulierte sie immer noch als Antwort auf die Frage, wie wir von inneren zum äußeren Raum gelangen können. Seine paradoxe Antwort lautete, dass der äußere Raum aus dem Material der Vorstellungen konstruiert werde.
I 169
Naturalismus/Rorty: das Nachdenken der Psychologen über Stimuli und Reaktionen. (Das ist nicht philosophisch, weil es nicht nach Ursachen sucht.) (RortyVsKant: verwechselt hier Grund und Ursache).
I 171
Kant/Rorty: sah ein, dass man das einzelne Urteil nicht mit der »Einzelheit eines sinnlich Gegebenen« gleichsetzen darf. RortyVsKant: er hätte dazu fortschreiten müssen, Erkenntnis als eine Relation zwischen Personen und Propositionen aufzufassen. Dann hätte er den Synthesisbegriff gar nicht benötigt. Er hätte die Person als black box betrachten können.
I 173
Begriff/Rorty: wir möchten wissen, ob Begriffe Verbinder sind. VsKant: die Auskunft, sie könnten es nicht sein, wenn es nicht eine Vielzahl auf Synthesis wartender Anschauungen gäbe, hilft uns nicht weiter.
RortyVsKant: entweder Maschinerie (Synthesis) und Rohmaterial (Anschauungen) sind noumenal oder sie sind phänomenal.
a) sind die beiden phänomenal, so können wir uns ihrer bewusst sein (entgegen der Voraussetzungen der Deduktion). Sind sie
b) noumenal, so können wir nichts über sie wissen, auch nicht die Aussagen der Deduktion!
I 174
Kopernikanische Wende/RortyVsKant: sie ist für uns nicht mehr attraktiv. Denn die Aussage, Erkenntnis notwendiger Wahrheiten sei verständlicher über gemachte als über vorgefundene Gegenstände, ist von der cartesianischen Annahme abhängig, dass wir zu unserer Aktivität des Machens privilegierten Zugang haben.
IV 117
Verständlichkeit/Noumenon/Ding an sich/Kant/RortyVsKant/Rorty: bei ihm wird der Begriff des Noumenon unverständlich, dadurch, dass er sagt, ein Ausdruck sei dann sinnvoll, wenn er für einen geistigen Inhalt stehe, der die Synthese sinnlicher Anschauungen durch einen Begriff bildet. ((s) Durch die Synthese von Sinnlichen zum Geistigen).
VI 256
Ethik/Moral/RortyVsKant: es wird nie gelingen, seinen guten Vorschlag zur Verweltlichung der christlichen Lehre von der Brüderlichkeit der Menschen durch neutrale Kriterien zu begründen.
VI 257
Das liegt nicht daran, dass sie nicht vernünftig genug sind, sondern dass wir in einer Welt leben, in der es schlicht zu riskant, ja häufig irrsinnig gefährlich wäre, den Sinn für die moralische Gemeinschaft so weit zu fassen, dass er über die eigene Familie oder den eigenen Stamm hinausgeht . Es nutzt nichts, im Anschluss an Kant zu sagen "erkennt den Bruder im anderen": die Leute, die wir zu überreden versuchen, werden gar nicht verstehen.
Sie würden sich gekränkt fühlen, wenn wir verlangten, jemand, mit dem sie nicht verwandt sind, wie einen Bruder zu behandeln, oder einen Ungläubigen wie einen Gläubigen zu behandeln.
VI 263
Def "Supernaturalismus"/Santayana: die Verwechslung von Idealen und Macht. RortyVsKant: das ist der einzige Grund hinter Kants These, es sei nicht nur freundlicher, sondern auch vernünftiger, Fremde nicht auszuschließen.
RortyVsKant: Nietzsche hat ganz recht, wenn er Kants Beharren mit Ressentiment in Verbindung bringt.
VI 264
RortyVsNietzsche: völlig Unrecht hat er, wenn er das Christentum und Demokratie als Verfallserscheinung ansieht. Ihm ist mit Kant eine Vorstellung von "Reinheit" gemeinsam, die Derrida als "Phallogozentrismus" bezeichnet. Das gilt auch für Sartre:
Sartre: die vollkommene Synthese von An sich und Für sich gelingt nur, wenn man sich von dem Schleimigen, Klebrigen, Feuchten, Empfindsamen, Weibischen befreit.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Russell Vs Kant, I.
 
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Bertrand Russell
Rorty I 177
RussellVsKant: Kant irrte sich einfach über die Natur der Mathematik.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Sartre Vs Kant, I.
 
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Kant I 12
Ich/Kant: allgemeines Ich (eines Ich, das durch die Moral hergestellt wird) überwindet affektive Subjektivität. - Problem: das absolute Ich, Im Ich-Erlebnis belaste ich mich mit dem affektiven und manchmal psychologischen Pathos der Existenz: einzig zu sein, aber dennoch nicht notwendig. - Angst vor dem Nichts, Hilflosigkeit der Vernunft.
Kant I 13/14
Das Unbedingte:notwendige Vernunftidee: das Unbedingte ohne Widerspruch denken zu können. Das Bedingte ist sinnlos, muß in der moralischen Reinigung des Ich beseitigt werden. SartreVsKant: "Vierzig Jahre war ich durch das Absolute bewegt, die Neurose. Das Absolute ist weg. Es bleiben Aufgaben, unzählige."

Sart I
J.-P. Sartre
Being and Nothingness 1993
VsKant Searle Vs Kant, I.
 
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John R. Searle
II 169
SearleVsKant: wir brauchen keinen Begriff a priori des Verursachens, genauso wie wir keinen Begriff a priori von Rot haben müssen. Kant hatte darin Recht, dass die Erlebnisse schon als kausale zu uns kommen. - - -
III 183
Die Idee einer Wirklichkeit außerhalb ist leer.
III 184
Ein solcher Realismus ist nicht falsch, sondern letztlich unbegreiflich. SearleVsKant: aus der Tatsache, dass alle Erkenntnis innerhalb eines kognitiven Systems stattfindet, folgt einfach nicht, dass keine Erkenntnis jemals direkt Erkenntnis einer Wirklichkeit ist, die unabhängig von alle Erkenntnis existiert. Es folgt einfach nicht.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsKant Strawson Vs Kant, I.
 
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Rorty VI 359
StrawsonVskKant/Rorty: zeigt, dass dank des Fortschritts seit Kant einige Begriffe längst nicht mehr so attraktiv sind: Bsp "im Geist", "vom Geist geschaffen ".(Wittgenstein, Ryle haben uns davon abgebracht). - - -
Strawson V 9
StrawsonVsKant: scheint seine eigenen Prinzipien zu verletzen, indem er versucht, Sinngrenzen von einem Punkt aus zu markieren, der außerhalb von ihnen liegt, und den es, wenn sie richtig markiert sind, nicht geben kann.
V 16
Durchgängige Bestimmung/Kant/Strawson: überall durch den Verstand garantierte Anwendbarkeit der Begriffe. StrawsonVsKant: Keim für das verhängnisvolle Modell der Bestimmtheit des ganzen Universums.
V 19
StrawsonVsKant: dieser hatte grenzenloses Vertrauen in eine gewisse komplizierte und symmetrische Systematik, die er frei aus der formalen Logik wie er sie verstand, übernahm und dem ganzen Umfang seines Materials aufdrängte.
V 23
StrawsonVsKant: dieser versucht in den Analogien ständig mehr aus den Argumenten herauszupressen, als drin ist.
V 25
StrawsonVsKant: die ganze Deduktion ist logisch fehlerhaft. Die Verbindung zur Analytik ist dünn und wird sofern überhaupt, durch den Begriff der "Synthesis" zustande gebracht.
V 37
Dialektik/Kant: primäres Ziel: Entlarvung des metaphysischen Scheins. Instrument: das Sinnprinzip. Gewisse Ideen, die keine empirische Anwendung haben, sind Quellen des Scheins und dennoch können sie eine nützliche oder sogar notwendige Funktion für die Erweiterung des empirischen Wissens haben.
Bsp Wir denken uns innere Zustände, als ob sie Zustände einer immateriellen Substanz wären. ("regulative Ideen").
StrawsonVsKant: das ist offensichtlich ganz unplausibel. Aber warum hat er es vertreten?
V 29
StrawsonVsKant: Es ist keineswegs klar, dass es keine empirische Schlichtung der Antinomien gibt.
V 32
Kant: Ich erscheine mir selber wirklich in der Zeit aber ich erscheine mir nicht wirklich in der Zeit. StrawsonVsKant: unverständlich, was "erscheinen" hier heißt. Es ist keine Verteidigung einer unverständlichen Lehre zu sagen, dass ihre Unverständlichkeit durch ein aus ihr gewonnenes Prinzip garantiert wird.
V 33/34
Raum/Zeit/StrawsonVsKant: Kant: Dinge an sich selber nicht in Raum und Zeit! Strawson: dadurch wird die ganze Lehre unverständlich.
V 35
synthetisch a priori/StrawsonVsKant: Kant selber hat keine klare Konzeption, was er damit meint. Die ganze Lehre ist auch nicht notwendig. Statt dessen sollten wir auf eine Erforschung und Verfeinerung unseres Wissens und unserer sozialen Formen setzen.
V 36
Grenze/StrawsonVsKant: um dem kohärenten Denken Grenzen zu setzen, ist es nicht notwendig, von beiden Seiten dieser Grenzen her zu denken, wie es Kant trotz seiner Dementis versuchte.
V 49
Raum/Kant: unsere Vorstellung des Raumes wird nicht aus der Erfahrung gewonnen, weil die Erfahrung den Raum bereits voraussetzt! StrawsonVsKant: das ist einfach tautologisch. Wenn "voraussetzen" mehr als eine einfache Tautologie meint, dann ist das Argument nicht erhellend.
V 50
StrawsonVsKant: dieser gibt selbst zu, dass es widersprüchlich ist, zugleich eine relationale Auffassung von Raum und Zeit zu vertreten und ihre transzendentale Idealität zu leugnen.
V 58
StrawsonVsKant: es gibt die alten Debatten über "angeborene" Vorstellungen von Raum und Zeit. Sie sind unklar. Es gibt das Argument, dass die Aneignung von Fähigkeiten die Fähigkeit voraussetzt, sich Fähigkeiten anzueignen.
Erfahrung/Raum/Zeit/Eigenschaften/Kant/Strawson: Problem: die Manifestation des entsprechenden Zuges in der Erfahrung, sein Auftreten in der Welt, kann allein unserem kognitiven Vermögen, der Natur unserer Fähigkeiten zugeschrieben werden, nicht den Dingen an sich.
StrawsonVsKant: Problem: dann müssen diese Vorstellungen selber vor aller Erfahrung in uns sein.
V 66
Kategorien/Strawson: müssen wir hier so verstehen, dass den Formen der Logik der Gedanke ihrer Anwendung in Urteilen hinzugefügt wird. StrawsonVsKant: seine Unterteilung der Kategorien setzt einiges auf gleicher Stufe an, was sicher nicht als gleichwertig betrachtet werden kann z.B. bejahend, verneinend, unendlich.
V 73
StrawsonVsKant: erhält sich aufgrund der (fehlgeschlagenen) metaphysischen Deduktion (s.o.) für berechtigt, die "reinen" Begriffe zu identifizieren.
V 75
StrawsonVsKant: warum sollten nicht Gegenstände des Bewusstseins als Gegebenheiten begriffen werden, die eine von den Erlebnissen des Bewusstseins unterschiedene Existenz besitzen, auch wenn Folge und Anordnung Punkt für Punkt mit den Erlebnissen des Bewusstseins übereinstimmen?
V 83
StrawsonVsKant: Einheit der verschiedenen Erfahrungen erfordert Erfahrung von Gegenständen. Hält seine These der Herausforderung stand?
Warum sollten nicht Gegenstände (Akkusative) eine derartige Folge bilden, dass keine Unterscheidung zwischen ihrer Anordnung und der der entsprechenden Erlebnisse getroffen werden müsste?
Bsp Solche Gegenstände könnten Sinnesdaten sein: rote, runde Flecken, Kitzeln, Gerüche, Blitze, Rechtecke.
V 84
Warum sollten die Begriffe nicht einfach solche Sinnesqualitäten Begriffe sein? StrawsonVsKant: es ist sehr gut vorstellbar, dass Erfahrung genau diese Sorte unverbundener Eindrücke zu ihrem Inhalt hat. Eindrücke, die weder erfordern noch erlauben, "im Begriff eines Gegenstands vereinigt" zu werden.
StrawsonVsKant: das Problem mit den Objekten der Erfahrung ist, dass ihr esse ebenso ganz und gar ihr percipi ist, wie ihr percipi nichts als ihr esse. D.h. es gibt keinen effektiven Grund für die Unterscheidung zwischen beidem.
V 106
Raum/Beharrlichkeit/Kant: Der Raum allein ist beharrlich. Alle Zeitbestimmung setzt etwas Beharrliches voraus. StrawsonVsKant: unklar. Für den Begriff des Selbstbewusstseins sind die internen zeitlichen Relationen der Sequenz ganz unzureichend. Wir benötigen zumindest den Gedanken eines Systems zeitlicher Relationen, das mehr als diese Erlebnisse selber umfasst. Aber es gibt für das Subjekt selber keinen Zugang zu diesem umfassenderen System als durch seine eigenen Erfahrungen.
V 107
StrawsonVsKant: es gibt kein unabhängiges Argument dafür, dass die objektive Ordnung eine räumliche Ordnung sein muss.
V 116
Kausalität/StrawsonVsKant: sein Begriff ist zu grob! Kant steht unter dem Eindruck, dass er es mit einer einzigen Anwendung eines einzigen Begriffs von "Notwendigkeit" zu tun hat, aber er verschiebt in seiner Anwendung die Bedeutung dieses Begriffs! Die notwendige Reihenfolge der Wahrnehmungen ist eine begriffliche, die notwendige Reihenfolge der Veränderungen aber eine kausale.
V 118
Analogien/StrawsonVsKant: grundsätzliches Problem: die Bedingungen der Möglichkeit objektiver Zeit Bestimmung. Mögliche Gegenstände/Kant: Problem: ob es ein Zugleich oder Nicht Zugleich möglicher und wirklich wahrgenommener Gegenstände geben soll. Wenn es kein Zugleich gibt, kann überhaupt keine Unterscheidung zwischen möglichen und wirklichen Gegenständen getroffen werden.
V 124
reiner Raum/Kant: ist selber kein Gegenstand der empirischen Wahrnehmung. StrawsonVsKant: Element täuschender Logik: Kant scheint zu denken, dass gewisse formale Eigenschaften des einheitlichen raumzeitlichen Rahmens direkte Korrelate in den Gegenständen selber haben müssen.
V 128
StrawsonVsKant: seine gesamte Behandlung der Objektivität steht unter einer beträchtlichen Einschränkung, er stützt sich nirgends auf den Faktor, auf dem z.B. Wittgenstein nachdrücklich besteht: den sozialen Charakter unserer Begriffe.
V 157
StrawsonVsKant: aber unter der Annahme, dass der physikalische Raum euklidisch ist, könnte die Welt endlich in einem ansonsten unendlichen leeren Raum sein. Und das wäre keine sinnlose Frage.
V 163
Antinomien/StrawsonVsKant: aus der Tatsache, dass es der Fall zu sein scheint, dass es Dinge gibt, die in bestimmter Weise räumlich oder zeitlich geordnet sind, folgt nicht, dass es entweder so scheint, dass alle Dinge als Glieder begrenzter Reihen erscheinen, noch dass es so scheint, dass alle Dinge als Glieder einer unendlichen Reihe existieren. Tatsächlich ist keines der beiden Glieder der Disjunktion wahr!
V 164
Antinomien/StrawsonVsKant: sicher ist der Begriff einer sequentiellen Ordnung gerechtfertigt, aber daraus folgt nicht, dass der Begriff für die "ganze Reihe" der Dinge gelten muss.
V 178
Antinomien/StrawsonVsKant: er hat sich darin geirrt, dass die Antinomien das Feld seien, auf dem die entscheidenden Schlachten geschlagen werden.
V 184
Existenz/Kant: "Notwendigkeit der Existenz kann nur aus der Verknüpfung mit demjenigen, was wahrgenommen wird, nach allgemeinen Gesetzen der Erfahrung erkannt werden." StrawsonVsKant: das ist eine Abweichung von der kritischen Auflösung der Antinomien und hat mit den Interessen der "reinen praktischen Vernunft" zu tun: d.h. mit der Moralität und der Möglichkeit des freien Handelns.
V 194
StrawsonVsKant: wir können aus der Behauptung, dass wenn ein Wesen von unbeschränkter Realität existiert, es nicht kontingenterweise existiert, nicht dahin umkehren, dass wenn irgendetwas nicht kontingenterweise existiert, es ein Wesen von unbeschränkter Realität ist.
V 222
Transzendentaler Idealismus/Kant: behauptet, er sei ein empirischer Realismus. Selbstbewusstsein muss ein Bewusstsein von bestimmten Bewusstseinszuständen unabhängigen Gegenständen einschließen. StrawsonVsKant: das ist sicherlich ein dualistischer Realismus. Dieser Dualismus stellt das "unser" in Frage.
V 249
StrawsonVsKant: zu sagen, ein physikalischer Gegenstand habe nur den Anschein, eine Art Aussehen einer physikalischen Figur, heißt, einen unklaren Begriff durch einen anderen zweifelhaften erhellen zu wollen, nämlich den des visuellen Bildes.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Tugendhat Vs Kant, I.
 
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I 359
Gegenstand/Kant: zur Vorstellung eines Objekts kommt es erst durch eine "Regel" die eine "Verbindung" von mannigfachen "Vorstellungen" "notwendig" macht. TugendhatVsKant: missverständlich: es wäre klarer gewesen, von "objektiven Zusammenhängen" zu sprechen.
Kants Frage ist jedoch nicht, wie wir uns auf die Dinge beziehen, sondern inwiefern die Zusammenhänge unserer Vorstellungen nicht bloß subjektiv, sondern objektiv sind.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsKant Wittgenstein Vs Kant, I.
 
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Brandom I 75
WittgensteinVsKant: Normen pragmatisch, nicht explizit.
Münch III 327
WittgensteinVsKant: neu: geregelter Gebrauch wird über das Reich der Begriffe hinaus für alles anschauliche als (allein) konstitutiv angesehen. Kant hielt das Anschauliche für ein anderes Vermögen. Eben die "Anschauung" mit einer radikal anderen Verfahrensweise. Mü III 327
Kant I 12
Ich/Kant: allgemeines Ich (eines Ich, das durch die Moral hergestellt wird) überwindet affektive Subjektivität. - Problem: das absolute Ich, Im Ich-Erlebnis belaste ich mich mit dem affektiven und manchmal psychologischen Pathos der Existenz: einzig zu sein, aber dennoch nicht notwendig. - Angst vor dem Nichts, Hilflosigkeit der Vernunft. Kant I 12
Kant I 13/14
Das Unbedingte:notwendige Vernunftidee: das Unbedingte ohne Widerspruch denken zu können. Das Bedingte ist sinnlos, muß in der moralischen Reinigung des Ich beseitigt werden.
Kant I 14
WittgensteinVsKant: In Bezug auf das Absolute gibt es gar nichts zu erkennen, nichts wissenschaftlich Sagbares jedenfalls. "Die Lösung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden dieses Problems." - - -
Putnam III 220
WittgensteinVsKant/Putnam: kann man so lesen, dass das Sprachspiel insofern unser Leben gleicht, als weder das Spiel noch das Leben auf Vernunft basieren. Damit wird ein Kernstück der Kantischen Philosophie rund heraus bestritten. - - -
Wittgenstein II 35
Es gibt keine wahren Sätze a priori (die so genannten mathematischen Sätze sind gar keine Sätze). WittgensteinVsKant.
IV 109
Chiralität/WittgensteinVsKant/Tractatus: 6.36111 Rechte und linke Hand sind tatsächlich vollkommen kongruent. Dass man sie nicht zur Deckung bringen kann, hat damit nichts zu tun. Man könnte die Handschuhe im vierdimensionalen Raum umdrehen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsKant Verschiedene Vs Kant, I. Kanitscheider I 434
KantVsNewton: Unendliches unvorstellbar! NewtonVsKant: nicht vorstellbar, aber begrifflich erfaßbar!
Kanitscheider I 441
EllisVsKant: (Antinomien): die Ausdrücke "früher" und "später" kann man durchaus auf Zustände vor einem festen Zeitpunkt t0 beziehen, ohne anzunehmen, daß es alle diese Zustände wirklich gegeben hat. Genauso, wie man von einer Temperatur von 0 K sprechen kann, auch wenn man weiß, daß diese Temperatur nicht zu erreichen ist.
Kant I 28
VsKant/Kausalität: daran hält er sich selbst freilich nicht! Bei seiner Vernunftkritik geht es dem um mehr als möglicher Erfahrung (nämlich um Metaphysik durch Freiheit und so um den absoluten Wert unseres Daseins). Hier zeigt sich Kants Begriff der Kausalität als völlig unbetroffen von Hume. - »Intelligible Ursache«.
I 47
Verstand: hat seine eigene Kausalität: »Spontaneität der Begriffe«. (VsKant: von Hume unberührt). Antinomie der Freiheit: VsKant: ein Bluff: wir können es nicht mit Objekten machen, »es wird nur mit Begriffen und Grundsätzen, die wir a priori annehmen, tunlich sein.« - I 49 - Freiheitsantinomie: Lösung: dritte kosmologische Antinomie: Thema: die dritte Beschaffenheit der Welt als ganzer: Ereigniszusammenhang. - VsKant: Zumutung: das »handelnde Subjekt«, also ich, soll mich als ein "Beispiel" für Dinge nehmen! Unterliegt an sich nicht der Zeitbedingung. Spontaner Anfang von Ereignissen.
I 53
Freiheit/Kant: Die Freiheit des anderen wäre ungewiß. VsKant: Eine Freiheit, die sowohl meine wie die des anderen sein könnte, kann auf diese Weise nicht gedacht werden. - VsKant: er unterschlägt das Problem der Identifizierung mit dem anderen. (> Intersubjektivität, Subjekt/Objekt). I 52 Für Kant war das kein Problem: für ihn lag die Rettung nicht in der Erscheinungswelt. Begriff: Prädikate müssen lediglich widerspruchsfrei sein. I 66 SchulteVsKant: das gilt nur für Gegenstände, für die das immer entscheidbar ist, nicht für chaotische Mannigfaltigkeit. - I 67 Prädikate/Kant: Kant läßt die negativen Prädikate einfach weg. I 68
I 69
MarxVsKant: Dissertation von 1841: Kants Hinweis auf die Wertlosigkeit eingebildeter Taler: der Wert des Geldes selbst besteht ja nur aus Einbildung! Im Gegenteil, Kants Beispiel hätte den ontologischen Beweis bekräftigen können! Wirkliche Taler haben dieselbe Existenz, die eingebildeter Götter haben!«
I 104
Erst durch diese Idee stimmt die Vernunft a priori überhaupt mit der Natur überein. Diese Voraussetzung ist die "Zweckmäßigkeit der Natur" für unser Erkenntnisvermögen. > Lediglich logischer Zusammenhang. - VsKant: eigentlich Rückfall in "Übereinstimmungsdenken". Die ZEIT 11/02 (Ludger Heidbrink: Rawls
RawlsVsKant: religiös geprägter Manichäismus. Weil das "gute Ich" , das in der intelligiblen Welt des Verstandes lebt, vom "bösen ich" der natürlichen sinnenwelt bedroht wird, muß das moralische handeln in dem Glauben verankert werden, es sei der Wille Gottes, das "höchste Gut" des Daseins in Übereinstimmung mit dem idealen Reich der Zwecke zu verwirklichen.
Moral/HegelVsKant: in einem wohlgeordneten Staat mit funktionierendem Rechtssystem muß der Einzelne nicht zur Moralität verpflichtet werden, sondern handelt in freiwilliger Übereinstimmung mit der sittlichen Verfassung der bürgerlichen Gesellschaft.
- - -
Menne I 28
Kant: transzendentale Begründung der Logik. Sie muss apriori gelten. Kant: analytisches Urteil: so eng gefasst, dass bereits der größte Teil der Mathematik und Logik in den Bereich des synthetischen Urteils fällt. MenneVsKant: wollte er die Logik aus den zwölf Kategorien begründen, so läge hier ein Zirkelschluss vor. - - -
Vaihinger I 333
Ding an sich/F.A. LangeVsKant/Vaihinger wenn das Ding an sich fiktiv ist, dann auch seine Unterscheidung von den Erscheinungen. ((s)Vs: die Unterscheidung ist nur gedanklich, nicht empirisch). - - -
Vollmer I XIV
Weltbild/Konrad LorenzVsKant: in keinem Organismus begegnen wir einem Weltbild, das im Widerspruch stünde zu dem, was wir Menschen von der Außenwelt glauben. Grenze/Lorenz: der Vergleich der Weltbilder verschiedener Arten hilft uns, die Begrenzungen unseres eigenen Weltbildapparates zu erwarten und anzuerkennen.





Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Me I
A. Menne
Folgerichtig Denken Darmstadt 1997

V I
H. Vaihinger
Die Philosophie des Als Ob Leipzig 1924
VsKant Mackie Vs Kant, I.
 
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Stegmüller IV 319
KantVsDeterminismus: Freiheit ist Voraussetzung unseres moralischen Denkens. MackieVsKant: das macht die Voraussetzung eines metaphysischen Objektivismus.
IV 320
VsDeterminismus: dieser untergräbt die Möglichkeit des Urteilens überhaupt! Man kann nicht eine Überzeugung haben und gleichzeitig annehmen, dass sie kausal determiniert ist! VsVs: diese Überlegung ist schlicht falsch: die Determiniertheit untergräbt nicht die Korrektheit des Urteils!
Determinismus/Stegmüller: heute wissen wir zu wenig, um zu entscheiden, ob er wahr oder falsch ist. Würde er aber, wenn er wahr wäre, unser moralisches Denken untergraben?
Terminologie:
Def Unvereinbarkeitsthese/Moral/Stegmüller: wenn der Determinismus wahr ist, gibt es kein moralisches Denken. Verantwortlichkeit, Pflicht, Güte usw. werden sinnlos.
- - -
Stegmüller IV 171
Mackie/VsKant: dem kategorischen Imperativ kommt keine objektive Geltung zu! Es muss mindestens eine Prämisse vorkommen, die nicht wahrheitsfähig ist, sondern die Tatsache ausdrückt, dass eine Entscheidung gefällt worden ist. - - -
Stegmüller IV 323
Ich/MackieVsKant: soll auf der Basis von Vernunftgründen handeln. Problem: wie soll es das, wenn es nicht über seine Handlungsgründe mit seinen Handlungen kausal verbunden ist? Wie können Handlungen zum Ich gehören und doch nur Zufallsereignisse sein?
Der Unvereinbarkeitstheoretiker müsste ein Analogon zur Kausalität konstruieren und gleichzeitig den kausalen Charakter des Analogons bestreiten.
metaphysisches Ich/Kant/Stegmüller: wesentlicher Bestandteil bei Kant, weil es der Adressat des moralischen Sollens ist.
MackieVsKant: als Subjektivist braucht er das metaphysische Ich gar nicht einzuführen.
- - -
Stegmüller IV 431
Gott/Unsterblichkeit/Moral/MackieVsKant: (i) dieser hat hier eine schwankende Haltung: einerseits Primat der praktischen Vernunft, deren Forderungen die theoretische Vernunft zu übernehmen habe. Andererseits fragt er, ob unsere Kenntnisse dadurch wirklich erweitert werden.
Kant: "allerdings, aber nur in praktischer Absicht."
Mackie: damit wird alles wieder zurückgenommen. Zwei Deutungsmöglichkeiten:
1. Kant will sagen, dass die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele als Tatsachen beweisen lassen,
2. nicht als Tatsachen, sondern als notwendige Voraussetzungen für unser Bewusstsein als Vernunftwesen.
IV 432
MackieVsKant: größte Schwäche: 1. der Übergang von "wir sollen das höchste Gut zu befördern suchen" zu "das muss doch möglich sein". Sollen/Kant: hatte an anderer Stell zu zeigen versucht, dass ein "Sollen" ein entsprechendes "Können" voraussetzt. (wo?). Aber dort war es um die Befolgung des Sittengesetzes gegangen.
MackieVsKant: die Analogie zum summum bonum leuchtet nicht ein. Doch sei das einmal zugestanden.
2. dann schließt die These, dass wir das höchste Gut zu befördern suchen sollen nur ein, dass wir es zu befördern suchen können. Der Schluss auf die Möglichkeit einer vollen Verwirklichung ist unzulässig.
Moral/MackieVsKant: dieser kann nicht einmal behaupten, dass die mögliche Verwirklichung eine notwendige Voraussetzung moralischen Denkens darstellt.
IV 433
MackieVsKant: unbehebbar ist die Spannung zwischen seinem Theismus auf der einen Seite und seiner Betonung der Autonomie der Moral auf der anderen. KantVs populäre Auffassung: weder unser Wissen um Gott und seinen Willen noch dieser Wille selbst sind Geltungsgrund des moralischen Gesetzes, sondern die Vernunft!
Daher "Selbstgesetzgebung" der praktischen Vernunft.
MackieVsKant: dennoch spricht dieser irreführend von den "Geboten des höchsten Wesens". Gott selbst ist hier aber nur ein weiteres Vernunftwesen!
MackieVsKant: der gesuchten Entsprechung von Sittlichkeit und Glückseligkeit entspricht immer noch ein unbewusstes Denken in Kategorien von Lohn und Bestrafung.
Die konsequente Anerkennung der Autonomie der Moral hätte ihn eher zu einer stoischen Auffassung bringen sollen: dass die Moral keiner anderen Glückseligkeit bedürfe als die des Bewusstseins der Rechtschaffenheit selbst. (evtl. Hume, Marc Aurel, Adam Smith).
Moral/Gott/Kant: Kant scheint sich dieser Schwierigkeit bewusst gewesen zu sein. In der Metaphysik der Sitten nimmt er das Gewissensargument von J. H. Newman vorweg. Außerdem schwankt er zwischen der Vorstellung von Gott als rein gedanklicher Konstruktion (etwa Adam Smiths idealen Beobachters) und der Annahme einer realen Existenz.
IV 437
MackieVs moralische Gottesbeweise: bessere Erklärungen für Handeln als für die Existenz einer göttlichen Person. Praktische Entschlüsse müssen sich auf Tatsachenüberzeugungen gründen und nicht umgekehrt!
Wir können nicht das, was wir als vernünftiges Handeln anzusehen geneigt sind, als Beweis für das heranziehen, was der Fall ist.
IV 438
MackieVsKant: Schwierigkeit seines moralischen Arguments: wenn ein bestimmtes praktischen Prinzip ganz bestimmte Tatsachenbehauptungen voraussetzt, dann kann die Vernunft, so rein sie sein mag, nicht beanspruchen, die Gültigkeit dieses praktischen Prinzips aufgezeigt zu haben, wenn sie nicht unabhängig davon die Gültigkeit der fraglichen Tatsachenbehauptungen nachgewiesen hat. - - -
IV 461
Freiheit/Determinismus/Moral/Mackie/Stegmüller: andere Formen wie z.B. Freiheit von neurotischen Zwängen sind völlig mit dem Determinismus vereinbar!
IV 462
Wille/Kant: (Metaphysik der Sitten): "ist eine Art von Kausalität lebender Wesen, sofern sie vernünftig sind und Freiheit würde diejenige Eigenschaft dieser Kausalität sein, da sie unabhängig von fremden sie bestimmenden Ursachen wirkend sein kann." "fremde Ursachen": Belohnung, Strafen, aber auch Wünsche und Neigungen!
Autonomie/Kant/Stegmüller: ist hier Übereinstimmung mit seinem eigenen Vernunftideal als Selbstzweck.
MackieVsKant: Irrtum: er war wohl selbst der Meinung, die kontrakausale Willensfreiheit charakterisiert zu haben, hat aber tatsächlich zwischen Fremdursachen und der autonomen Wirksamkeit des Willens unterschieden. Und das ist etwas ganz anderes!
IV 463
autonome Wirksamkeit: sie ist vollkommen vereinbar mit zwei Annahmen: 1. dass es vorausgehende hinreichende Ursachen gibt, dass der Wille eine bestimmte Stärke hat.
2. dass das, was ein solcher Wille leistet, tatsächlich vom Charakter des Menschen und der Stärke des Willens abhängt.
Das ist mit einem durchgehenden Kausaldeterminismus vereinbar.
Wille/Willkür/Kant/Stegmüller: später unterschiedet er die beiden: letztere ist der freie Wille im üblichen Sinne. Nur sie hat kontrakausale Freiheit.
Freiheit/Kant:(spät) verlegt er ganz in die Autonomie (Selbstgesetzlichkeit des Willens).
Vs: das ist aber keine Lösung unseres Problems.
Urteil/Überzeugung/Kant/Stegmüller: (Metaphysik der Sitten): es ist nicht möglich, dass man im theoretischen (spekulativen) Bereich ein Urteil fällt oder eine echte Überzeugung äußert, und dabei zugleich zugibt, dass man dazu von außen veranlasst worden ist.
IV 464
Urteil/Überzeugung/MackieVsKant: ein vernünftiges Urteil kann von dem, der es fällt nicht so verstanden werden, dass es auf verkehrte Weise verursacht worden ist. Dagegen ist es völlig unproblematisch, eine vernünftige Überzeugung mit Ernst zu vertreten und zugleich einzuräumen, dass sie in geeigneter Weise verursacht worden ist.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsKant Schopenhauer Vs Kant, I.
 
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Ber I 236
SchopenhauerVsKant: die Stelle des Dings an sich ist bei Berkeley keineswegs leer. denn der produktive Geist in seiner Spontaneität, den wir in uns als Willen kennen, füllt diese Stelle aus. Berkeley hatte allerdings in Gottes Garantie der Wirklichkeit ein Mittel zur Verfügung, das Kant nicht akzeptieren konnte.
VsKant Stroud Vs Kant, I.
 
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I 145
Def Realität/real/(Kant: "was immer mit einer Wahrnehmung nach empirischen Gesetzen verbunden ist, ist real". (A 376).
I 146
StroudVsKant: aber er geht nicht ins Detail, wie wir Realität von Erscheinung in Einzelfällen unterscheiden können, wo die Frage auftauchen könnte.
I 159
Skeptizismus/transzendental/StroudVsKant: wiederlegt er den Skeptizismus wirklich mit seiner Transzendentalphilosophie? Ist sie eine bessere Antwort als andere? 1. Wir können seine Antwort nur verstehen, wenn wir seinen transzendentalen Ansatz verstehen und akzeptieren. Wir müssen dann auch seinen Idealismus akzeptieren.
I 160
Verstehen/Stroud: sollten wir am besten, wenn wir Menschen und ihr Verhalten beobachten (>Behaviorismus). Das wäre aber eine empirische Untersuchung. Es ginge um Sprache, Sprachverhalten und Spracherwerb.
StroudVsKant: wir verstehen sein Argument nur, wenn wir seinen Begriff des a priori-Wissens verstehen. Und diese Untersuchung setzt voraus, dass wir den transzendentalen Idealismus akzeptieren. Das scheint zirkulär! (Zirkel):
um den Idealismus wiederum zu verstehen, müssen wir die besondere Natur der Untersuchung verstehen, die den Idealismus transzendental macht.
I 161
2. StroudVsKant: (das wären sogar Kantische Gründe VsKant): nach Kant sind Gedanken nur möglich, wenn sie auf das angewendet werden, worauf Kategorien angewendet werden können. Aber das ist nur im Rahmen möglicher Erfahrungen möglich. Die Begriffe müssen eine empirische Anwendung haben können. ((s) sie müssen also in der Empirie gelernt werden). StroudVsKant: wie ist’s dann möglich, dass wir überhaupt (transzendentale) Gedanken haben können, die nicht durch empirische Bedingungen bestimmt sind?
a) empirisch:
Bsp wenn Ausdrücke wie "direkt wahrnehmen" und "unabhängig von uns" im alltäglichen empirischen Gebrauch gegeben sind, dann sehen wir ((s) nach Kant!), dass
der Satz "Wir nehmen unabhängige Dinge direkt wahr" wahr ist. Empirisch verstanden heißt das einfach: Bsp ohne Spiegel oder Bildschirme.
b) transzendental: anderer Sprachgebrauch:
hier drückt der Satz „wir nehmen unabhängige Dinge direkt wahr“ keine Wahrheit aus.
((s) Vorsicht, Stroud sagt nicht, dass er nach Kant falsch sei).
StroudVsKant: mit der transzendentalen Bedeutung entfernen wir uns also von der Alltagssprache.
KantVsStroud: würde erwidern, dass dieser Gebrauch für uns verständlich sein muss, sonst wäre Wissen über die Welt nicht möglich.
I 162
StroudVsKant: das führt zu zwei Problemen: 1. Angenommen, wir akzeptierten Kants Transzendentalismus:
Frage: warum wäre die Ablehnung des Idealismus auf transzendentaler Ebene attraktiver als ihn auf dem empirischen Ebene zu akzeptieren?
Warum lehnt Kant den empirischen Idealismus ab?
((s) "Bedingung"/empirisch/(s): eine Bedingung kann man nicht empirisch auffassen. Wohl aber ihr Erfülltsein > Tatsache . Einer Tatsache kann man aber nicht ansehen, dass sie etwas erfüllen soll.)
Lösung: einen entsprechenden Satz wahr machen. Dieser Satz muss aber zuerst geäußert werden).
StroudVsKant: wenn das Argument lautet, dass unser Wissen sonst auf die Dinge beschränkt wäre, von denen wir wissen, dass sie von uns abhängig sind, warum sollten wir dann "Zuflucht" suchen in der Sicht, dass unser Wissen auf Dinge beschränkt ist, die wir als (transzendental gesprochen) abhängig von uns erkannt haben.
Skeptizismus/StroudVsKant: ist gerade deswegen so schmerzlich, weil er kein Wissen von unabhängigen Dingen erlaubt. Warum sollte Kants Lösung weniger schmerzlich sein, bloß weil sie transzendental daherkommt?
Empirischer Idealismus/KantVsStroud: kann nicht wahr sein.
2. Frage nach der Stärke der Garantie, de Kants Transzendentalismus gibt:
Das entspricht der Frage, warum Kant den transzendentalen Realismus ablehnt.
KantVstranszendentalen Realismus: wäre keine korrekte Erklärung unseres Wissens, weil - wenn er wahr wäre - wir niemals von uns unabhängige Dinge direkt wahrnehmen könnten und daher niemals in Bezug auf ihre Existenz sicher sein könnten.
Damit gibt der transzendentale Realismus den Weg frei für den empirischen Idealismus, indem er die äußeren Dinge als etwas von den Sinnen getrenntes auffasst.
Problem: wir können uns dann unserer Repräsentationen bewusst sein, aber wir wissen nicht, ob ihnen auch etwas Existierendes entspricht!
StroudVsKant: er weist diese Einstellungen aus dem einzigen Grund zurück, aus dem transzendentale Erklärungen überhaupt zurückgewiesen werden können: dass sie keine Erklärung liefern, wie ist’s möglich, dass wir etwas wissen?
StroudVsKant: warum denkt er, dass der empirische Idealismus dem transzendentalen Realismus den Weg bereitet?
Wahrscheinlich weil er glaubt, dass die einzigen Dinge die wir direkt wahrnehmen können die Dinge sind, die von uns abhängig sind. Und das nimmt er nicht als empirische These an, sondern nur als transzendental verstanden.
Der Satz „alles was wir wahrnehmen ist abhängig von uns“ ist wahr, wenn transzendental verstanden.
Kant/Stroud: wahrscheinlich nimmt er das an, weil er nicht versteht, wie Wahrnehmung möglich ist, ohne die Wahrnehmung einer „Repräsentation“ oder etwas „in uns“.
StroudVsKant: so erscheint hier die These von der "epistemischen Priorität"
wieder:
I 164
Uns zwar von der empirischen auf die transzendentale Ebene verschoben. Wahrnehmung/Kant/Stroud: er kann direkte Wahrnehmung unabhängiger Dinge empirisch gesprochen nur akzeptieren, weil er sie nicht transzendental gesprochen akzeptiert.
StroudVsKant: wichtig: dass dies der einzige Punkt ist, den er ablehnt.
Kant: wenn wir äußere Dinge als Dinge an sich behandeln, ist es unmöglich zu verstehen, wie wir zu einem Wissen gelangen können.
StroudVsKant: Angenommen, Kant hätte recht, dass transzendentaler Realismus unser Wissen von äußeren Dingen unerklärt lässt.
Frage: warum soll das alleine hinreichend sein, unsere Theorie falsch zu machen, transzendental gesprochen? Könnte es nicht einfach transzendental wahr sein, dass die Dinge unwißbar sind?
Kant/Stroud: würde sagen, nein, so wie er "transzendental" versteht: transzendentales Wissen ist Teil der Erklärung unseres Wissens.
direkte Wahrnehmung/Kant: ist nur von abhängigen Dingen (Repräsentationen usw.) möglich.
Transzendentaler Realismus/Kant/Stroud: würde dann sagen müssen, dass es außerdem noch unabhängige Dinge gibt. Nämlich solche, die diesen Repräsentationen entsprechen. Aber dann wären wir gezwungen zu schließen, dass alle unsere Repräsentationen (Sinneserfahrungen) inadäquat wären, um die Realität dieser Dinge zu etablieren. (A 369). Die äußeren Dinge wären dann getrennt von den Dingen, die uns bewusst sind.
StroudVsKant: das einzige Problem des transzendentalen Realismus ist dann, dass er unsere Erklärung "wie ist Wissen möglich", verhindert.
I 165
Problem: dann gibt es keine unabhängige Weise, seine Wahrheit oder Falschheit festzustellen. Der einzige Test seiner Akzeptabilität ist, ob er eine Erklärung möglich macht. Transzendentale Ästhetik/transzendentaler Idealismus/Kant/Stroud: der transzendentale Idealismus ist in die transzendentale Ästhetik eingebunden: (A 378), und zwar unabhängig von diesen Konsequenzen.
StroudVsKant: aber er ist nicht anders als transzendental oder a priori eingebunden als a priori Bedingung einer Untersuchung der Bedingungen der Möglichkeit von Wissen. Und das ist die einzige Möglichkeit, wie eine transzendentale Theorie überhaupt begründet werden kann: dass sie die einzige mögliche Erklärung unseres synthetisch a priori möglichen Wissens in Geometrie und Arithmetik ist.
Skeptizismus/StroudVsKant: es gibt also keine unabhängige Möglichkeit, eine transzendentale Theorie zu begründen. ((s) als dass sie die einzige Erklärung für etwas anderes ist). Dann muss man fragen, ob der Skeptizismus damit überhaupt widerlegt ist.
I 166
Skeptizismus/StroudVsKant: es gibt mindestens zwei Weisen, in der eine Erklärung unseres Wissens von der äußeren Welt fehlschlagen kann: Wenn Skeptizismus wahr wäre; Kant beansprucht, das wenigstens empirisch gesprochen widerlegt zu haben, aber nur, indem er eine transzendentale Version derselben Beschreibung an die Stelle gesetzt hat.
Verstehen/StroudVsKant: wenn wir den Transzendentalismus (transzendentalen Gebrauch unserer Wörter) überhaupt verstehen, ist dieser Gebrauch nicht befriedigend. Er repräsentiert Wissen immer noch als beschränkt auf Dinge die ich als abhängig von mir verstehe.
Damit bin ich erneut ein Gefangener in meiner Subjektivität.
Transzendentaler Idealismus/StroudVsKant: ist dann letztlich schwer vom Skeptizismus zu unterscheiden.
D.h. nicht, dass er dasselbe wie empirischer Idealismus wäre, sondern er ist als Erklärung unbefriedigend, und zwar auf der empirischen Ebene!
I 167
Transzendentaler Idealismus/KantVsStroud/KantVsDescartes: Kant würde sagen: "ich verliere nichts, wenn ich ihn akzeptiere". Mein Wissen ist nicht beschränkt auf die Dinge, die empirisch von mit abhängig sind oder nur empirisch subjektiv sind. Ich bin theoretisch in der Lage, die beste Physik, Chemie und andere Wissenschaften zu liefern. Ich bin in einer besseren Position als Descartes.
StroudVsKant: aber dann ist all unser wissenschaftliches Wissen nach Kant immer noch subjektiv oder von unserer menschlichen Sensibilität abhängig.
I 168
Wissen/Erklärung/StroudVsKant: wir könnten aber auch auf eine andere Weise einer Erklärung entbehren: nicht weil der Skeptizismus wahr wäre (und damit nichts zu erklären wäre) , sondern weil die allgemeine philosophische Frage nicht schlüssig gestellt werden kann! (>Carnap, s.u.). Kant/Stroud: Pointe: plädiert in einer Weise für eine eingeschränkte ("deflationary") Sicht, die dieser Kritik entspricht. ((s) deflationär hier: nicht auf den umfassendsten Rahmen gerichtet, s.u.).
KantVsDescartes: wenn seine Frage kohärent gestellt werden könnte, wäre Skeptizismus die einzige Antwort. Daher ist die Frage illegitim.
StroudVsKant: dieser erklärt damit aber nicht, worüber Descartes besorgt war.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsKant Hegel Vs Kant, I.
 
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Leibniz I 32
Hegel: man darf nicht "die Vielheit in der Einheit verschwinden lassen". Wenn die Deduktion nur als Reduktion möglich wäre, (wie bei Spinoza), wäre das die Selbstaufhebung der Welt im Denken.
Kant: zieht daraus die Konsequenz, die Einheit der Welt in der Priorität des Denkens zu begründen. Die Einheit ist dann nur transzendental oder subjektiv idealistisch begründet.
HegelVsKant: versucht die Substanzmetaphysik zu erneuern, die die Einheit des Seins in der Einheit eines Seienden begründen möchte: Die Selbstentfaltung des absoluten Geistes in der Weltgeschichte.
- - -
Rorty II 153
HegelVsKant/Rorty: sowohl Gott als auch das Sittengesetz müssen verzeitlicht und historisiert werden, um glaubwürdig zu bleiben.
Rorty VI 195
HegelVsKant/Rorty: "transzendentaler Idealismus" ist nur ein anderer Name für Skepsis.
VI 203
HegelVsKant/Rorty: dieser sei zu sehr auf naturwissenschaftliche Forschung ausgerichtet. - - -
Vollmer I 220
Wissen/Kriterium/Erkenntnis/Vollmer: wir brauchen ein Kriterium dafür, wann Erkenntnis gültig ist. Ein solches Kriterium wäre nun selbst wieder ein Stück Wissen und brauchte wiederum ein Kriterium Regress. Andererseits könnte das Kriterium keine einfache Konvention sein, da eine Konvention keine Erkenntnis rechtfertigen kann. Höchstens durch weitere Konventionen. Regress.
Das ist ungefähr:
SchellingVsKant: wir brauchen ein Erkennen des Erkennens. Und das ist zirkulär.
HegelVsKant: Untersuchung des Erkennens: kann nicht anders als erkennend durchgeführt werden. Als ob man Schwimmen lernen wollte, bevor man ins Wasser geht.
Vollmer: das Argument ist von Leonard Nelson ausgebaut worden und heißt seither "Doppelnelson".

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsKant Chisholm Vs Kant, I.
 
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II 57
analytisch/synthetisch/Chisholm: enger an Kant als die meisten. Auch synthetisch a priori: Chisholm pro.
II 58
Aber in Bezug auf die Form der Sätze, in denen s.A. auftreten kann: VsKant: sehr verschiedener ontologischer Rahmen.
Inhalt:
I. Unterscheidung synth/anal. II. Eigenschaftstheorie
III. Involvierung von Eigenschaften (bei analyt. Urteilen) ChisholmVs sprachbezogene Auffassung
IV. Eigenschaftsinklusion und Eigenschaftsexistenz. Ergebnis:
SauerVsChisholm: These: durch Chisholms Eigenschaftstheorie scheint weder eine Konzeption des s.A. noch eine der Analytizität fundierbar zu sein.
II 60/61
synthetisches Apriori/Chisholm: hängt davon ab, ob es nichtanalytische Propositionen a priori der Form "Alles was S ist ist P" gibt. synth. apriori/VsKant: dieser führt als Bsp an: "der Raum ist dreidimensional" Das ist aber von Riemann widerlegt. Kants Kriterium der "strengen Allgemeinheit" kann daher nicht die Form "Alle S sind P" implizieren.
II 62
synth. apriori/ChishomVsKant: vielmehr phänomenologisch als bei Kant, der in verhängnisvoller Eingeschränktheit das materiale (synthetische) Apriori übersehen habe. Husserl: "kontingentes Apriori" (Bsp Farbsätze).
II 76 analytisch/synthetisch/Kant/Sauer. bei Kant dient die Unterscheidung nur der Vorbereitung der Frage: "wie sind synthetische Urteile a priori möglich?" Also die Frage nach dem "Dritten", worauf sich der Verstand stützt und das Prädikat, das nicht im Begriff des Subjekts liegt, doch als zugehörig zu erkennen.
ChisholmVsKant: fragt dagegen, wie Vernunftwahrheiten apriorische Propositionen möglich seien.
I 77
SauerVsChisholm: es ist nicht recht zu sehen worin die spezifische Signifikanz eines s.A. liegen soll, wie er es konzipiert.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsKant Cavell Vs Kant, I.
 
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II 196
Kategorischer Imperativ/CavellVsKant: sollte besser ein Kategorischer Deklarativ sein: eine Beschreibung dessen, was es heißt, moralisch zu sein.
II 197
Kategorischer Deklarativ: sagt, was man tatsächlich tut, wenn man moralisch ist. Er kann nicht gewährleisten, daß man nicht unmoralisch handeln wird.

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
VsKant Leeds Vs Kant, I.
 
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Horwich I 381f
Relevanz/Eindeutigkeit/Rolle/Erklärung/Wahrheit/Leeds: die Uneindeutigkeit von T zeigt aber nicht, dass T keine entscheidende Rolle spielt es zeigt nur, dass andere, wahrheits ähnliche Relationen gleich wichtig sind Analogie zur Metrik: dass man Physik in Nicht Standard Raumzeit aufstellen kann, zeige nicht, dass Erklärungen, die von Metrik Gebrauch machen keine Erklärungen wären. Erklärung/LeedsVs: das ist eine schlechte Analogie: der Grund, warum Physiker eine bestimmte Erklärung bevorzugen ist, dass es hier einen wohlverstandenen Sinn gibt, in dem konkurrierende Erklärungen als wesentlich äquivalent betrachtet werden können – falsche Erklärung: „die meisten Sätze unserer Theorie sind T“: das ist ganz leer: Angenommen, die Theorie ist konsistent und vollständig – dann würde folgen, dass sie als „wahr“ herauskommt unter verschiedenen inkompatiblen W Prädikaten – „Erfolg“ wäre dann, irgendeins der W Prädikate zu akzeptieren – wenn wir die Atomphysik schon akzeptieren, brauchen wir keine W Theorie die erklärt, warum die Atomphysik funktioniert Lösung/Leeds: das richtige Explanandum ist nicht, dass einige Theorien funktionieren, sondern, dass wir (zufällig?) einige Theorien haben, die funktionieren – Pointe: T könnte doch noch wichtig werden: nur nach T wäre es kein Zufall!
I 384
falsch: Wahrheit dann in Begriffen unserer Methode zu definieren. LeedsVsKant: das wäre wie seine Kopernikanische Wende: wir könnten beliebig unser Schema wechseln. – Problem: 1. dann könnten wir nicht mehr sagen, dass unsere Induktion uns auch schaden könnte – 2. wir könnten nicht mehr sagen, dass unsere Theorien erfolgreich sind weil sie wahr sind.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsKant Schlick Vs Kant, I.
 
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Wittgenstein I 204
synthetisch a priori/Schlick:/SchlickVsKant: "Was kann man einem Philosophen erwidern, der meint, dass die Aussagen der Phänomenologie synthetische Urteile a priori sind?"

Schli I
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsKant Kanitscheider Vs Kant, I.
 
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I 438
Kant: "kosmologisches Alter" ist ein sinnloser Begriff. (>Antinomien).
I 439
Antinomien/Raum/Zeit/Kosmologie/Kant: Asymmetrie zwischen Vergangenheit und Zukunft: in der Vergangenheit kein Durchlaufen einer unendlichen Reihe von Zeitpunkten möglich. Für die Annahme eines Weltbeginns müsste es eine Zeit davor gegeben haben. In einer solchen "Leeren Zeit" kann aber nichts entstehen, da es keine unterscheidenden Merkmale gibt, die der Existenz vor der Nichtexistenz den Vorzug gäben.
I 440
Kosmologie/Antinomien/KanitscheiderVsKant: übernimmt zu schnell den absolutistischen Standpunkt und bedenkt nicht den relationalen, wonach mit dem ersten Ereignis die Raumzeit selbst entstanden sein könnte. Mengen/Kanitscheider: aktual unendlich.
Folgen/Kanitscheider: potentiell unendlich.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsKant Cantor Vs Kant, I.
 
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Thiel I 165
CantorVsKant: "vager, instinktloser Gebrauch des Unendlichkeitsbegriffs".

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
VsKant Vaihinger Vs Kant, I.
 
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Vaihinger I42 ff
Def praktische Fiktion/Freiheit/Vaihinger: ihr entspricht in der Wirklichkeit nichts, sie ist aber eine notwendige Fiktion. Auch falsche Begriffe haben den Wert eines Ideals. Ideal/Vaihinger: Bsp die Einheit von gut und wahr ist ein Ideal.
Kant/Vaihinger: Freiheit: »die Idee«, d. h. als Fiktion.
VaihingerVsKant: der reaktionäre Zug, den man auch sonst bei Kant findet, bewog ihn, aus der Fiktion doch wieder eine Hypothese zu machen, welche von den Epigonen dann in ein Dogma verwandelt wurde.
I 77
Ding/Kant/Vaihinger: nahm an, die wahre Welt bestehe aus Dingen an sich, welche in gegenseitiger Einwirkungen begriffen seien. VaihingerVsKant: machte aus der Fiktion des Dings an sich eine Hypothese. (Falsch).
I 148
VaihingerVsKant: was Kant bei anderen einsah, sah er bei sich selbst nicht klar, dass auch sein Ding an sich eine Fiktion sei.
I 173
Kategorien/Tradition/Vaihinger: die ursprüngliche Psyche besaß vielmehr Kategorien als heutzutage. Deren Spuren lassen sich in allen Sprachen nachweisen, es sind einfach Analogien. Die Kategorien sind also keineswegs angeboren. Sie sind im Lauf der Zeit angewandt und ausgewählt worden. Ihnen kommen in verschiedenen Sprachen ganz verschiedene Analogien zu. (VsKant.)

V I
H. Vaihinger
Die Philosophie des Als Ob Leipzig 1924
VsKant Vollmer Vs Kant, I.
 
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I 25
VollmerVsKant: heute glaubt man nicht mehr, dass seine Kategorien notwendig sind. Auch die Naturgesetze haben nicht die allgemeine und notwendige Geltung!
I 84
Theorie/Vollmer: reicht weiter als unser Mesokosmos: Das verstehen aber viele Philosophen nicht:
VsKant,
Vsanalytische Philosphie: Alltagssprache
VsPositivismus
VsPhänomenalismus: z.B. Mach: Sinnesempfindung ist alles. VsOperationalismus: jeder Begriff müsse in mesokosmischen operationalen Termini definiert werden.
Vollmer: dennoch kommen wir nicht umhin, jedes Objekt, jede Struktur der empirischen Wissenschaft mit menschlichen (also mesokosmischen) Erfahrungen zu verbinden.
- - -
I 103
Kausalität/KantVsHume: Instinkte können versagen, das Kausalgesetz scheint nicht zu versagen. Kausalität/VollmerVsKant: was Kant beschreibt, ist bestenfalls ein normaler erwachsener Kulturmensch.
Evolutionäre Erkenntnistheorie: Biologie statt synthetisches Apriori. Lediglich mesokosmisch angemessen.
I 173
Erkenntnistheorie/VollmerVsKant: dieser sieht nicht, dass das Gebiet seiner traditionellen Erkenntnistheorie viel zu eng ist. Er bemerkt nicht den Unterschied zwischen mesokosmischer und theoretischer Erkenntnis
Er kann folgende Fragen nicht beantworten:
Wie entstehen unsere Kategorien?
Warum haben wir gerade diese Anschauungsformen und Kategorien?
Warum sind wir gerade an diese apriorischen Urteile gebunden und nicht an andere?
Kant gibt falsche Lösungen für folgende Probleme:
Sollten wir die Idee einer organismischen Evolution akzeptieren?
Warum können wir einander verstehen?
Wie ist intersubjektives Wissen möglich?
Können die Kategorien als vollständig erwiesen werden? (Vollmer: Nein!)
Können sie wissenschaftlich gerechtfertigt werden?
- - -
I 193
synthetische Urteile a priori/VollmerVsKant: bis heute hat noch niemand ein einziges Exemplar solcher Urteile geliefert. Obwohl sie logisch möglich erscheinen.
I 196
Deduktion/Kategorien/Kant/Vollmer: man muss sich klarmachen, dass Kant mit seiner "Deduktion" nicht einmal beabsichtigt, eine Rechtfertigung für spezielle Kategorien zu geben. Er zeigt lediglich, wie sie benutzt werden. Kategorien/Kant/Vollmer: als Begriffe können sie nicht wahr oder falsch sein (w/f).
Zu jeder Kategorie gibt es aber ein Prinzip des Verstandes, das aufgrund seines transzendentalen Charakters ein Naturgesetz liefert. Deshalb kann eine Diskussion (und mögliche Rechtfertigung) der Kategorien durch eine der zugehörigen Gesetze ersetzt werden.
I 197
Prinzipien des reinen Verstandes/Kant/Vollmer: vier Gruppen: 1. Axiome der Anschauung Anwendbarkeit der euklidischen Geometrie auf
a. Objekte, - b. Zustände, und - c. Prozesse.
2. Antizipationen der Wahrnehmung
a. Stetigkeit des Raums, - b. Stetigkeit der Zeit, - c. Stetigkeit physikalischer Prozesse
3. Analogien der Erfahrung
a. Beharrung der Substanz, b. universelle Kausalität, c. universelle Wechselwirkung der Substanzen.
4. Postulate des empirischen Denkens überhaupt.(hier nicht Prinzipien, sondern Definitionen) .
I 199
VollmerVsKant: zeigt nirgends, dass seine Rekonstruktion die einzig mögliche ist. Seine Darstellung der Newtonschen Physik ist wohl nicht angemessen. Physik/Kant/VollmerVsKant/Vollmer: Materie: hält er für unendlich teilbar (NewtonVs).
Trägheitsprinzip: hat er nicht verstanden, denkt fälschlich, jede Zustandsänderung bedürfe einer äußeren Ursache. Gleichförmige Bewegung braucht jedoch keine Ursache!
Dachte fälschlich, Gewehrkugeln erreichten ihre höchste Geschwindigkeit erst einige Zeit nach Verlassen des Laufs. (TrägheitsprinzipVs).
Hat Infinitesimalrechnung nie beherrscht
Hat das Wesen der experimentellen Methode nie ganz verstanden. hat die Rolle der Erfahrung unterschätzt.
I 202
Intersubjektivität/Kant/Vollmer: mit Tieren sollte Intersubjektivität unmöglich sein. Es sollte unmöglich sein, mit Schimpansen zu kommunizieren. Schlimmer noch: eigentlich sollten wir uns gegenseitig nicht verstehen. Denn es gibt nach Kant keinen Grund, warum die kognitiven Strukturen der anderen Menschen mit meinen identisch sein sollten.
Grund: Erkennen und Wissen sind für Kant an die transzendentalen kognitiven Strukturen jedes einzelnen gebunden und darauf beschränkt. Daher könnte sie auch völlig idiosynkratisch sein.
Intersubjektivität/Vollmer: glücklicherweise gibt es sie auf der Erde. Der Transzendentalphilosoph kann das als Faktum registrieren. Erklären kann er sie nicht.
VollmerVsKant: der Ursprung der Intersubjektivität bleibt für Kant rätselhaft, unerklärlich, eine überraschende empirische Tatsache.
Vollmer: Intersubjektivität wird natürlich von der EE erklärt.
EE/Vollmer: unsere Raumanschauung ist dreidimensional, weil der Raum es ist. Sie ist zeitlich gerichtet, weil reale Prozesse es sind. (PutnamVs).
I 208
Erkenntnis/VollmerVsKant: offensichtlich müssen wir zwei Erkenntnisstufen unterscheiden: 1. Wahrnehmung und Erfahrung sind auf evolutionären Erfolg hin ausgerichtet und daher hinreichend korrekt.
2. Wissenschaftliche Erkenntnis ist nicht auf evolutionären Erfolg ausgerichtet.
Kant trifft diese Unterscheidung nicht.
I 210
VollmerVsKant: aus der Tatsache, dass jede faktische Erkenntnis mit mesokosmischen Mitteln getestet wird, schließt er fälschlich, dass sie auch auf den Mesokosmos beschränkt sei. - - -
I 304
Ding an sich/Messen/Vollmer: wir messen zwar die Länge eines Körpers mit irgendeinem Maßstab, trotzdem sprechen wir von der Länge des Körpers. (sic: Referenz auf „Ding an sich“ durch Vollmer).
I 305
Wissen/VollmerVsKant: unser Wissen ist zwar nie absolut sicher, aber es unterscheidet sich doch ganz erheblich vom Wissen über Erscheinungen.
I 306
Zwar mag vieles unbekannt sein, aber es gibt kein Motiv, hinter der Welt noch eine unerkennbare Wirklichkeit an sich zu postulieren.
I 307
VollmerVsKant: die "nackte Wirklichkeit" kann von uns zwar nicht gesehen, wohl aber erkannt werden! - - -
II 48
Def Natur/Kant: das Dasein der Dinge, sofern es nach allgemeinen Gesetzen bestimmt ist. Natur/VollmerVsKant: unnötig eng und petitio principii: weil die Allgemeingültigkeit der Kategorien dadurch zu einer analytischen Konsequenz dieser Definition wird. (Zirkulär).

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsKant Fodor Vs Kompositionalität
 
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IV 64/65
Wahrheitsbedingungen/WB/Holismus/Fodor/Lepore: (Fodor/Lepore VsKompositionalität als Lösung:) "Schnee ist weiß" hat die WB, die es hat, weil es zu einer Sprache gehört, die "Dies ist Schnee" und "Dies ist Schnee" enthält, und unbestimmt viele andere Sätze in denen "ist weiß" und "ist Schnee" vorkommen. Semantischer Holismus/SH: nun wäre es natürlich ein gutes Argument für den SH, wenn nur Kompositionalität wirklich erforderlich wäre, um Sätze wie W auszuschließen.
Problem: wenn es wirklich nur wegen der strukturellen Ähnlichkeit zwischen "Schnee ist weiß" und "Das ist Schnee" so ist, dass das erstere bedeutet, dass Schnee weiß ist (und nicht, dass Gras grün ist), dann sähe das aus wie ein a priori Argument gegen die Möglichkeit einer nichtkompositionalen Sprache! D.h. die Ausdrücke einer solchen Sprache könnten gar keine WB haben! Aber:
nichtkompositionale Sprache/nichtrekursiv/rekursiv/Fodor/Lepore: Bsp Angenommen, ein Kind hat den gesamten nichtrekursiven Apparat des Deutschen gemeistert. Es kann Dinge sagen wie
Es regnet, Schnee ist weiß, Gras ist grün, das ist Schnee, das ist gefroren, jeder haßt mich, ich hasse Spinat usw. aber nicht:
"Schnee ist weiß und Gras ist grün" oder
"Jeder haßt gefrorenen Spinat" usw.
Wir nehmen an, dass die Dispositionen des Kindes in Bezug auf die Sätze, die es beherrscht genau dieselben sind wie die eines normalen Erwachsenen, der diese Sätze anwendet.
Es ist sehr plausibel, dass dieses Kind, wenn es sagt "Schnee ist weiß", dass es dann meint, dass Schnee weiß ist.
Soweit ist das Kompositionalitätsprinzip für den Holismus nicht in Gefahr, wenn wir voraussetzen, dass das Kind "Schnee ist weiß" und "dies ist Schnee" in seinem Repertoire (Idiolekt) hat.
IV 66
Bsp Angenommen, ein zweites Kind das anstelle von "Schnee ist weiß" den unstrukturierten Ausdruck "Alfred" benutzt. Für "Dies ist Schnee": "Sam" und für "das ist kalt": "Mary".
1. Kind: schließt von "das ist Schnee" auf "das ist kalt"
2. Kind: schließt von "Sam" auf "Mary".
Wir nehmen an, dass die übersetzten Verbalisierungen von Kind zwei sich nicht von den Verbalisierungen von Kind 1 unterscheiden.
Dennoch: wenn Kompositionalität eine notwendige Bedingung für Inhalt wäre, dann gäbe es ein a priori Argument dafür, dass Kind 2 nichts bestimmtes mit seinen Äußerungen meinen könnte.
Meinen/Vs: was jemand mit seinen Äußerungen meint, das hängt von seinen Intentionen ab! ((s) und nicht von den Lautketten!).
Was für ein a priori Argument könnte zeigen, dass das Kind die Äußerung "Sam" nicht mit der Intention machen könnte, zu äußern, dass Schnee kalt ist? (s) Sollen ihm die Klänge im Hals stecken bleiben?
W Satz: vielleicht ist der W Satz
"Alfred" ist wahr dann und nur dann, wenn Schnee weiß ist dem W Satz
"Alfred" ist dann und nur dann wahr, wenn Gras grün ist
vorzuziehen.
Pointe: aber das kann keine Konsequenz der kompositionalen Struktur von "Alfred" sein, weil es gar keine hat.
Man kann auch bezweifeln, dass Kompositionalität hinreichend für die Lösung des Extensionalitätsproblems ist:
IV 178
QuineVsKant/QuineVsAnalytizität/QuineVs Kompositionalität der Inferenz: (extern): Schlüsse müssen sich als falsch herausstellen können(?).
IV 178/179
VsFodor/Lepore: dann könnte man vielleicht mit einer reformulierten CRT auskommen: kompositionale Bedeutung, aber inferentielle Rolle nicht kompositional, nur innerhalb analytischer Schlüsse? Fodor/LeporeVsVs: Gefahr der Zirkularität: Wenn man Analytizität überhaupt annimmt, dann fristen Kompositionalität, Analytizität und Bedeutung ihr Leben damit, dass sie jeweils die Arbeit des anderen besorgen. Quine würde sagen: "Das sagte ich doch!".
inferentielle Rolle/Fodor/Lepore: durch den vorliegenden Vorschlag ist auch ihre Naturalisierbarkeit bedroht. ((s) dass man sie letztlich in physiologischen Kategorien erklärt): ursprünglich bestand ihre Attraktivität darin, als kausale Rolle eine Basis für die Lösung von Brentanos Problem der Irreduzibilität auf Neurophysiologisches zu liefern. (> Computation).

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsKant Brandom Vs Kripke, Saul A.
 
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I 805/806
Die Legitimität einer Kette von Namen-Tokenings hängt davon ab, wie die Referenz weitergegeben wird, genau wie bei einer anaphorischen Kette. Vorsicht: Nach Kripke ändern unterschiedliche Überzeugungen der Eigennamenverwender nicht die Referenz jener Tokenings, solange der Verwender "festlegt, daß er in Namen in dem in der Gemeinschaft üblichen Referenten gebraucht wird". (>Kripke).
I 965
BrandomVsKripke: Das klingt so, als ob man über den Begriff der Referenz verfügen müßte, um einen Ausdruck anaphorisch vererbend zu verwenden! Kotypizität garantiert nicht Koreferenz! Das "Cicero"-Bsp zeigt, daß nicht alle zur selben Kette gehören müssen, aber auch kein Bedarf an Quasi-Namen besteht, die eine den quasi-indexikalischen Ausdrücken entsprechende Rolle in de dicto-Zuschreibungen starker de re-Zuschreibungen spielen würden.
Jede Überzeugung, sei sie starkt oder schwach, kann de re oder de dicto zugeschrieben werden.
I 807
Daß bei Kripke die anaphorische Analyse nicht ins Spiel kommt, liegt an seiner "Millschen" Theorie der Semantik von Eigennamen. BrandomVsKripke: seine Frontstellung zwischen Millschem und Fregeschem Prinzip macht unklar, ob (Millsch):direkte Zuschreibung, direkte Referenz, also, daß nicht gestattet ist, auf etwas anderes als den Referenten zu rekurrieren.
Es scheint auch nicht vernünftig, andere Fälle so zu behandeln. "Dies" und andere Demonstrativa sind nicht wirklich "direkt referentiell" sondern benötigen implizite Sortale.
I 855
BrandomVsKripke: Unterschied deskriptiv/ kausalhistorisch ist in Ordnung, doch es wird finster, wenn er angeblich gezeigt haben soll, das seien zwei Betrachtungsweisen des Bezugs von Sprache und Bewußtsein auf die Welt. Denn das ist auf Prädikate nicht anwendbar! Niemals ist eine deskriptive Theorie der Bedeutung von Prädikaten aufgestellt worden! Mindestens die basalen Prädikate erhalten ihre Referenz durch Verbindung mit den Eigenschaften. (s. BrandomVsKant).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsKant Frege Vs Leibniz, G.W.
 
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III 31
Zahlen/LeibnizVsKant: hat denn auch die Beweisbarkeit der Zahlformeln behauptet. "Es ist keine unmittelbare Wahrheit, daß 2 und 2 4 sind. Vorausgesetzt, daß 4 bezeichnet 3 und 1. Man kann sie beweisen, und zwar so:
Definitionen: 1. 2 ist 1 und 1,
2. 3 ist 2 und 1
3. 4 ist 3 und 1.
Axiom: Wenn man gleiches an die Stelle setzt, bleibt die Gleichung bestehen.
III 44
Beweis: 2 + 2 = 2 + 1 + 1 = 3 + 1 = 4. Also: nach Axiom: 2 + 2 = 4.
FregeVsLeibniz: hier ist eine Lücke, die durch Weglassen der Klammern verdeckt ist. Es müßte genauer heißen: jeweils (1 + 1), (2 + 1) usw.
Dann sieht man, daß der Satz 2 + (1 + 1) = (2 + 1) + 1 fehlt.
(siehe LeibnizVsKant, FregeVsKant)
FregeVsLeibniz: dieser neigt fälschlich dazu, alle Wahrheiten als beweisbar anzusehen.
- - -
Leibniz I 38f
Definition/Leibniz: immer Form des identischen Satzes A = B das Prädikat ist mit dem Subjekt identisch. (FregeVsLeibniz) Substituierbarkeit/Leibniz: "Einsichtigmachen durch die Folgen".
Gegensatz: Beweisen durch Vernunft.
I 46
"Kette von Definitionen": Zurückführen von komplexen auf einfachere Begriffe.
I 48
"Kette der Beweise": Problem: wo ist der Anfang?

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsKant Stegmüller Vs Leibniz, G.W.
 
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Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist!
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (s.o. KantVsDescartes).
IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten! Existenz/Kontingenz/StegmüllerVsLeibniz: wir könnten notwendige Existenz als Negation von Kontingenz auffassen.
Problem: 1. Die Prämisse, die Welt als ganzes sei kontingent (es würde nicht existieren, wenn etwas anderes anders gewesen wäre), müsste fallengelassen werden: Selbst wenn jeder Teil der Welt kontingent ist, spricht nichts für die Annahme, dass die Welt als ganze nicht existieren würde, wenn nicht (sic?) etwas anderes anders wäre oder gewesen wäre.
Der Schluss von der Kontingenz jeden Teils auf die Kontingenz des Ganzen ist unzulässig.
2. Alternative: Kontingenz: etwas sei kontingent, wenn es auch nicht existieren könnte.
IV 392
Das muss man mit der obigen Bemerkung kombinieren, dass es nicht logisch unmöglich wäre, dass das behauptete notwendige Wesen auch nicht existieren könnte. Das aber ist unverständlich. zureichender Grund/VsLeibniz: (ad (i)): Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund haben muss? Bisher hat niemand eine Notwendigkeit a priori dafür zu zeigen vermocht. Das hätte auch keine Plausibilität:
1. Es ist richtig, dass wir immer nach Symmetrien suchen, aber es gibt keine Garantie, dass wir sie immer finden.
2. Wir halten uns immer innerhalb unserer Welt auf, Extrapolationen sind unzulässig!
Selbst wenn nun alles innerhalb der Welt einen zureichenden Grund hätte, hätten wir kein Recht, auf einen zureichend Grund außerhalb der Welt zu schließen.
Verbreitetes Argument: die Dinge müssen durch und durch verstehbar sein.
MackieVs: das stimmt überhaupt nicht!
IV 393
Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass sich das Universum nach unseren intellektuellen Bedürfnissen richtet.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsKant Verschiedene Vs Mackie, J.L. Stegmüller IV 435
Gott/Newman: nun gibt es keine irdische Person, die dieser Rolle voll gerecht würde! Glauben/MackieVsNewman: Argumente erzeugen selten den Glauben, wenn sie ihn auch bestärken.

NewmanVsMackie: tatsächlich ist es vielmehr die tatsächliche Erfahrung des Gewissens!
1. Es gebietet legitim (oder autoritativ)
2. Es weist über den Handelnden hinaus
3. Die Sanktionen müssen von einer Person, einem intelligenten Wesen herrühren.
MackieVsNewman: 1. das führt nicht zu Unendlichkeitsattributen Gottes.
2. Man kann nur entweder der ersten oder den beiden anderen Prämissen zustimmen.
Dilemma:
a) Wenn das Gewissen als gültig genommen wird, schreibt es bestimmte Handlungen als vernünftig vor. In der Handlung selbst ist das ein "Getanwerdensollen".
In diesem Fall braucht man nicht jenseits der Handlung nach einem höheren Wesen zu suchen.
IV 436
Dass hier Bedauern, Schuldgefühle usw. auftreten, ist natürlich: denn das Gewissen selbst sagt uns, dass wir so empfinden sollen. Außerdem treten die Schuldgefühle einer (menschlichen) Person gegenüber auf, die wir schlecht behandelt haben, und nicht gegenüber Gott. b) Wenn wir das Gewissen nicht einfach so hinnehmen, sondern versuchen es kritisch zu deuten, dann stoßen wir tatsächlich auf Personen, aber auf menschliche und nicht auf göttliche. Eltern, Lehrer, Institutionen usw.
IV 437
So gibt es hier entweder den ethischen Objektivismus und den Intuitionismus oder eine naturalistisch psychologische Deutung des Gewissens als bessere Hypothesen. MackieVs moralische Gottesbeweise: bessere Erklärungen für Handeln als für die Existenz einer göttlichen Person.
Praktische Entschlüsse müssen sich auf Tatsachenüberzeugungen gründen und nicht umgekehrt!
Wir können nicht das, was wir als vernünftiges Handeln anzusehen geneigt sind, als Beweis für das heranziehen, was der Fall ist.
IV 438
MackieVsKant: Schwierigkeit seines moralischen Arguments: wenn ein bestimmtes praktischen Prinzip ganz bestimmte Tatsachenbehauptungen voraussetzt, dann kann die Vernunft, so rein sie sein mag, nicht beanspruchen, die Gültigkeit dieses praktischen Prinzips aufgezeigt zu haben, wenn sie nicht unabhängig davon die Gültigkeit der fraglichen Tatsachenbehauptungen nachgewiesen hat.




VsKant Sartre Vs Neukantianer
 
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Rorty II 150
Kant/Sartre/SartreVsKant/Rorty: selbstbetrügerisches Streben nach Gewissheit. (Rorty pro Sartre).

Sart I
J.-P. Sartre
Being and Nothingness 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Aristoteles Vs Platon
 
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Bubner I 23
AristotelesVsPlaton: Unterscheidung Theorie/Praxis: Vs Verknüpfung der Ideenlehre mit der Ethik. Die Erhebung des Guten zu einer Idee muss ebenso verworfen werden, wie die Führerrolle des höchsten Wissens in Gestalt des Philosophenkönigs.
Aristoteles: Das praktische Gute, das allen Menschen zugänglich ist, unterscheidet sich von den ewigen Gegenständen.
Ontologie: deswegen kann man in ihr mit dem Guten als Prinzip nichts anfangen.
I 119
Wissen/Menon/Platon: Aporie: entweder kann man gar nichts lernen, oder nur das. was man schon weiß. Platon antwortet darauf mit dem Mythos von der Anamnesis. (Erinnerung aus früherem Leben der Seele).
Wissen/AristotelesVsPlaton (Menon): kein Wissen entsteht aus nichts.
Bei Syllogismus und Epagogé (heute umstritten, ob als Induktion aufzufassen) gibt es Vorwissen.
I 120
Allgemeinheit/Wissen/AristotelesVsPlaton: VsAnamnesis: auch Wissen über das Allgemeine stammt aus sinnlicher Erfahrung und eben Epagoge.
I 164
Metaphysik/Aristoteles/Bubner: zwei Hauptkomplexe: 1. allgemeine Seinslehre, modern: Ontologie,
2. Lehre vom höchsten Seienden, von Aristoteles selber als Theologie bezeichnet.
Problematisch ist der Zusammenhang beider.
AristotelesVsPlaton: nicht Ideen als Welterklärung sondern geschichtliche Entwicklung.
I 165
Gut/Gutes/AristotelesVsPlaton: VsIdee des Guten als Höchstes: man müsse auch Freunden gegenüber die Wahrheit wie etwas "Heiliges" höher schätzen. Mit der Idealisierung des Guten sei kein praktischer Nutzen zu erreichen.
Nikomachische Ethik: Anfangssatz: Das Gute ist nur im Horizont von Tätigkeiten aller Art präsent.
"Gut" heißt die Qualifikation von Handlungszielen, das Worumwillen.
I 184
Subjekt/Objekt/Hegel/Bubner: unter dem Titel des Erkennens bestimmt Hegel das S/O Verhältnis nach zwei Seiten: Theorie und Praxis. (Nach dem Vorbild AristotelesVsPlatons Trennung des Empirischen und Ideellen). Auch HegelVsKant: "radikale Trennung der Vernunft von der Erfahrung". - - -
Kanitscheider II 35
Zeit/Zenon: (490 430) (Schüler des Parmenides) die Annahme der Realität eines zeitlichen Ablaufs führt zu Paradoxien. Zeit/Eleaten: das Seiende ist die in sich ruhende Kugel des Alls.
Zeit/Raum/Aristoteles: relationale Ontologie von Raum und Zeit. (Am häufigsten vertretener Standpunkt).
"Nicht die Bewegung selbst ist also die Zeit, sondern das Zahlmoment an der Bewegung. Der Unterschied von Mehr und Weniger erhält seine Bestimmung durch die Zahl quantitativer Unterschied in der Bewegung" (Zeitangabe)." Folglich ist die Zeit vom Typus der Zahl".
II 36
Zeit/Platon: Ursprung in der kosmischen Bewegung. (Gleichsetzung mit Bewegung). Zeit/AristotelesVsPlaton: es gibt viele verschiedene Bewegungen am Himmel, aber nur eine Zeit. Dennoch Abhängigkeit von Zeit und Bewegung.
Zuerst muss die Metrisierbarkeit der Größe geklärt sein.
Welt/Platon: Himmel gehört zum Bereich der erzeugten Dinge. Also Ursache, also muss die Welt einen Anfang in der Zeit haben.
AristotelesVsPlaton: da es keine absoluten Entstehungs- und Vernichtungsvorgänge gibt (nach dem Kausalprinzip) kann es auch keinen absoluten Nullpunkt der Entstehung der Welt gegeben haben. > Lukrez:
Genetisches Prinzip/Lukrez: "Kein Ding ist aus Nichts entstanden, nicht einmal mit göttlicher Hilfe".
Raum/Zeit/LeibnizVsNewton: (Vs "absoluten Raum" und "absolute Zeit" : statt dessen relationale Statur von Raum als ordo coexistendi rerum und Zeit als ordo succedendi rerum.
II 37
der Raum enthüllt sich als Lagerungsmöglichkeit der Dinge, wenn man die Objekte nicht einzeln, sondern in der Gesamtheit ins Auge fasst.
Thiel I 23 ff
Aristoteles, Kant und Platon nehmen einen Gegenstand, einen Bereich der Mathematik an. Wichtiger erscheint ihnen die Frage, wie sich der Mensch dazu verhält. Unterscheidung Erfinden/Endecken. Platon:Euthydemos: Geometer, RechenKÜ und Astronomen sind wie Jäger, sie erforschen, was schon da ist.
I 24
AristotelesVsPlaton: dieser habe sich dem Kratylos und dem Heraklit insofern angeschlossen, als es auch nach ihm keine Wissenschaft vom Sinnlichen geben könne, da alles im Fluß sei. So sei von Gegenständen nicht mal eine Definition möglich. Platon: von den mathematischen Ggst. gibt es stets viele der gleichen Art, während die Idee jeweils immer nur eine ist.
Thiel: man wird an das viermalige Auftreten des gleichschenkligen Dreiecks im Quadrat denken dürfen.
I 25
AristotelesVsPlaton: leugnet eine von den Körperdingen unabhängige Existenz der math. Ggst. Sie existieren an oder in Gegenständen und sind durch Abstraktion isolierbar. Math. Ggst.. nicht selbst konkrete, wirkliche Ggst. Sie haben aber auch kein "abgetrenntes Sein". Jede Zahl immer nur Zahl von etwas.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
VsKant Benacerraf Vs Platonismus
 
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Field II 324
BenacerrafVsPlatonismus/Field: Standardargument: wenn es Objekte gibt so wie der Platonismus sie annimmt, wie sollten wir einen epistemischen Zugang zu ihnen haben? (Benacerraf 1973). Benacerraf/Field: gebrauchte damals ein Argument gegen die Kausaltheorie des Wissens.
PlatonismusVsBenacerraf: griff daher die Kausaltheorie an.
Field: aber Benacerrafs Einwand geht viel tiefer und ist von der Kausaltheorie unabhängig.
Benacerraf: These: eine Theorie kann zurückgewiesen werden, wenn sie von der Annahme eines massiven Zufalls abhängig ist. Bsp die zwei Aussagen:
II 325
(1) John und Judy haben sich jeden Sonntag nachmittag im letzten Jahr zufällig an verschiedenen Orten getroffen, (2) sie haben kein Interesse aneinander und würden nie planen sich zu treffen, auch gibt es keine andere Hypothese zur Erklärung.
ad (2): soll eine Erklärung durch irgendeine „Korrelation“ unmöglich machen.
Wenn (1) und (2) sich auch nicht direkt widersprechen, stehen sie doch in starker Spannung zueinander. Ein Glaubenssystem, das beide vertritt, wäre höchst verdächtig.
Pointe: dann ist aber auch der Platonismus höchst verdächtig! Denn er postuliert eine Erklärung für die Korrelation zwischen unseren mathematischen Glaubenseinstellungen und mathematischen Tatsachen. (>Zugang, > Zugänglichkeit) Bsp warum wir nur dann dazu tendieren zu glauben, dass p, wenn p (für ein mathematisches p). Und dafür müssen wir wiederum einen mysteriösen kausalen Zusammenhang postulieren, zwischen Glauben und mathematischen Objekten.
PlatonismusVsVs/Field: kann sich darauf berufen, dass es starke logische Verbindungen zwischen unseren mathematischen Überzeugungen gibt. Und in der Tat, in der modernen Zeit kann man sagen dass wir
a) dazu tendieren, verläßlich zu schließen, und dass die Existenz mathematischer Objekte dem dienen oder
b) dass wir p als Axiom nur akzeptieren, wenn p.
FieldVsPlatonismus: das erklärt aber die Verläßlichkeit wieder nur durch irgendwelche nicht- natürlichen geistigen Kräfte.
VsBenacerraf/Field: 1. er „beweist zu viel“: wenn sein Argument gültig wäre, würde es alles a priori Wissen unterminieren (VsKant). Und insbesondere logisches Wissen unterminieren. („Beweist zu viel“).
BenacerrafVsVs/FieldVsVs: Lösung: es gibt eine fundamentale Trennung zwischen logischen und mathematischen Fällen. Außerdem kann man „metaphysische Notwendigkeit“ der Mathematik nicht dazu gebrauchen, Benacerrafs Argument zu blockieren.
FieldVsBenacerraf: obwohl sein Argument überzeugen VsPlatonismus ist, scheint es nicht überzeugend VsBalaguer zu sein. II 326
BenacerrafVsPlatonismus/Field: (Benacerraf 1965): anderer Ansatz, (einflußreiches Argument):
1.
Bsp es gibt verschiedene Möglichkeiten, die natürlichen Zahlen auf Mengen zu reduzieren: Def natürliche Zahlen/Zermelo/Benacerraf/Field: 0 ist die leere Menge und jede natürliche Zahl >0 ist die Menge, die als einziges Element die Menge die n-1 ist, enthält.
Def natürliche Zahlen/von Neumann/Benacerraf/Field: jede natürliche Zahl n ist die Menge, die als Elemente die Mengen hat, die die Vorgänger von n sind.
Tatsache/Nonfaktualismus/Field: es ist klar, dass es keine Tatsache darüber gibt, ob Zermelos oder von Neumanns Ansatz die Dinge „richtig darstellt“. Es gibt keine Tatsache die entscheidet, ob Zahlen Mengen sind.
Das nenne ich die
Def strukturalistische Einsicht/Terminologie/Field: These: es macht keinen Unterschied, was die Objekte einer gegebenen mathematischen Theorie sind, so lange sie in den richtigen Relationen zueinander stehen. D.h. es gibt keine sinnvolle Wahl zwischen isomorphen Modellen einer mathematischen Theorie. …+…

Bena I
P. Benacerraf
Philosophy of Mathematics 2ed: Selected Readings Cambridge 1984

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsKant Stegmüller Vs Quine, W.V.O.
 
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Stegmüller IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten!

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsKant Kant Vs Redundanztheorie
 
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Metzinger II 486
KantVsReduktionismus: Das Selbst wird niemals erforscht werden, es ist nur in der höchst abstrakten Begrifflichkeit der "transzendentalen Apperzeption" zu denken. DamasioVsKant: wir haben eine viel sichere Grundlage in unserem Körper mit seiner Haut, seinen Knochen, seinen Muskeln, den Gelenken, inneren Organen usw.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsKant Kant Vs Skeptizismus
 
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Stroud I 129
Skeptizismus/Wissen/KantVsDescartes: die Relation zwischen der philosophischen Frage und unserem alltäglichen oder wissenschaftlichen Wissen ist indirekter und komplexer als er dachte. ((s) (s.u.): aber für Kant ist die Wahrnehmung äußerer Dinge sehr direkt).
Descartes/Stroud: für ihn ist der Skeptizismus unvermeidlich!
Kant: würde dem zustimmen. Deswegen entwickelt er einen anderen Begriff.
"Skandal"/Kant: dass in der Geschichte der Philosophie niemals eine Theorie entwickelt wurde, die den Skeptizismus vermeidet.
Wissen/Theorie/Kant/Stroud: es gibt Bedingungen, die jede Wissenstheorie erfüllen muss: sie darf nicht leugnen, dass es äußere Dinge gibt.
Angenommen, es gäbe keine äußere Welt, dann verlöre Descartes Skeptizismus seinen Stachel! Dann gäbe es keine Begrenzung für mein Wissen, dass ich nichts von den Dingen außer mir wüsste, weil es ja dort nichts gäbe.
I 130
Def problematischer Idealismus/Kant/Stroud: These: dass die von uns unabhängige Welt unwißbar sei. Oder dass sie zweifelhaft sei oder nicht zu verlässlich wie andere Dinge, die wir wissen. Das lässt alles problematisch. (B 274) KantVsIdealismus: mißdeutet unsere aktuale Situation in der Welt.
Wissen/Kant/Stroud: wer den Beweis liest, muss am Ende wirklich wissen, dass das Bsp ein Goldfink oder drei Druckfehler sind.
Stroud: das sind nicht wirklich hohe Standards. Das scheint jeder Zugang zum Wissen erfüllen zu müssen.
Problem: praktisch keine philosophische Theorie erfüllt diese Bedingung!
KantVsDescartes: (Ende der 1. Meditation) erfüllt sie nicht.
KantVsSkeptizismus: um ihn zu vermeiden, muss daher jeder inferentielle Ansatz vermieden werden.
Welt/Realität/Kant: die äußeren Dinge von denen wir wissen, müssen eine "Realität" ((s) eine besondere Eigenschaft?) haben, die es nicht erlaubt, inferentiell erschlossen zu werden. (A 371). ((s) Kant hier ähnlich wie Hume: direkte Wahrnehmung von Dingen)).
unmittelbare Perzeption/= Bewusstsein/Kant/Stroud: von Dingen (dieser Art) ist dann ein hinreichender Beweis ihrer Realität! ((s) >Existenzbeweis). (A 371).
Stroud: damit sind wir in der Alltagssituation, wo die (Kant): "äußere Perzeption ... den unmittelbaren Beweis von etwas Realem im Raum" liefert. (A 375).
DescartesVsKant: könnte sagen, dass Kant dazu gar nicht in der Lage ist.
Stroud: es geht hier aber nicht darum, welcher von beiden die richtige Beschreibung der Situation gibt.
KantVsDescartes: seine Beschreibung kann nicht korrekt sein. Aber er gibt nicht einfach eine konkurrierende Alternative. Er stellt vielmehr Bedingungen für den Zugang zu Wissen auf.
I 132
Zumindest müssen solche Theorien dem traditionellen Skeptizismus Rechnung tragen. Bsp wenn Descartes recht hätte, könnten wir nichts über die Außenwelt wissen. Das ist der Grund, warum Kant kein inferentielles Wissen von äußeren Dingen erlaubt. Sonst ist der Skeptizismus nicht zu vermeiden.
Stroud: also verlangt er genau die Art Wissen, die Moore liefert!
I 140
Def "Epistemische Priorität"/Terminologie/Stroud: so kann man Descartes’ These nennen, dass Sinneserfahrung, Wahrnehmungen, Repräsentationen (was Descartes "Ideen" nennt, epistemisch vorrangig sind vor den wahrgenommenen Gegenständen.
I 141
Stroud: d.h. dass die epistemisch nachrangigen Dinge nicht gewusst werden können, ohne dass epistemisch vorrangige Dinge gewusst werden. Und nicht umgekehrt. D.h. letztere sind weniger wißbar. D.h. die äußere Welt ist weniger wissbar als unsere Sinneserfahrungen. KantVsDescartes/KantVsEpistemische Priorität: das muss zurückgewiesen werden, diese Sicht kann nicht erklären, wie Wissen überhaupt möglich ist!
Wahrnehmung/KantVsDescartes: wir nehmen die Dinge direkt wahr, ohne Schlussfolgerung.
Stroud: wir verstehen Kant nur, wenn wir Descartes verstehen.
Realismus/KantVsSkeptizismus/KantVsDescartes: die Überlegungen, die ihn ins Spiel bringen sind gerade die, die zur epistemischen Priorität (Vorrang der Sinneseindrücke (bzw. "Ideen") vor den Gegenständen) führen.
I 142
Das müssen wir verstehen, um Kants Version des Realismus zu verstehen. (VsMoores einfachen Realismus). D.h. den Realismus der erklärt: wie-ists-möglich, dass wir etwas von der Welt wissen?. (Bedingungen der Möglichkeit von Wissen).
I 146
Wissen/KantVsSkeptizismus/Stroud: wenn äußere Wahrnehmung ((experience, Erfahrung) die Bedingung für innere Erfahrung ist, und wenn äußere Erfahrung unmittelbar ist, dann können wir wissen, (im Allgemeinen) dass es eine äußere Realität gibt, die unseren Sinneserfahrungen (Sinneseindrücken) entspricht.
I 147
Dann kann es Täuschung im Einzelfall geben, aber keine allgemeine skeptische Infragestellung. KantVsSkeptizismus/KantVsDescartes: kann nicht auf alles ausgedehnt werden, nur in Einzelfällen kann er sich melden.
Wahrnehmung/KantVsDescartes: Pointe: könnte man in jedem Fall den Skeptizismus annehmen, müsste man annehmen, dass unsere Wahrnehmung nicht direkt, sondern indirekt, inferentiell (via Schlussfolgerung) zustande käme.
KantVsDescartes: dieser geht nicht tief genug und verlässt sich zu stark auf die „Zeugnisse“ unserer alltäglichen Äußerungen.
I 148
Descartes hätte die Bedingungen untersuchen müssen, die Erfahrungen überhaupt möglich machen. KantVsSkeptizismus: selbst die „inneren Erfahrungen“ von Descartes sind nur möglich, wenn er zunächst äußere hat. Daher verletzt die skeptische Konklusion die Bedingungen von Erfahrung überhaupt. Descartes Position selbst ist unmöglich:
keine Untersuchung unseres Wissens könnte zeigen, dass wir immer etwas anderes wahrnehmen als die unabhängigen Objekte, von denen wir glauben, dass sie um uns herum existieren.
Skeptizismus/Kant/Stroud: Kant akzeptiert zumindest die konditionale Kraft ((s) d.h. die Prämissen) des traditionellen Skeptizismus.
KantVsDescates: er weist aber die skeptische Konklusion zurück: sie widerspreche jeder adäquaten philosophischen Theorie von Wissen.
Lösung/Kant: was wir wissen, betrifft die Erscheinungen.
KantVsSkeptizismus/Stroud: das Antezedens der skeptischen Konklusion kann nur wahr sein, wenn das Konsequens falsch ist.
Wissen/Welt/KantVsMoore/Stroud: damit hat er ein anderes Verständnis der Relation zwischen philosophischer Untersuchung von Wissen und dem Wissen im alltäglichen Leben.
I 159
Wissenschaft/Realität/Alltag/Wissen/KantVsDescartes/Stroud: unser alltägliches und wissenschaftliches Wissen ist unverwundbar durch den Skeptizismus. KantVsMoore: aber es gibt keine Schlussfolgerung von unseren Wahrnehmungen auf Wissen über unabhängige Dinge.
- - -
I 168
Wissen/Erklärung/StroudVsKant: wir könnten aber auch auf eine andere Weise einer Erklärung entbehren: nicht weil der Skeptizismus wahr wäre (und damit nichts zu erklären wäre) , sondern weil die allgemeine philosophische Frage nicht schlüssig gestellt werden kann! (>Carnap, s.u.). Kant/Stroud: Pointe : plädiert in einer Weise für eine eingeschränkte ("deflationary") Sicht, die dieser Kritik entspricht. ((s) "deflationär": hier: nicht auf den umfassendsten Rahmen gerichtet).
KantVsDescartes: wenn seine Frage kohärent gestellt werden könnte, wäre Skeptizismus die einzige Antwort. Daher ist die Frage illegitim.
StroudVsKant: dieser erklärt damit aber nicht, worüber Descartes besorgt war.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsKant Quine Vs Skeptizismus
 
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Willard V. O. Quine
Stroud I 231
QuineVsSkeptizismus/Stroud: was ist nach Quines Ansicht an ihm falsch? Wie kann er vermieden werden? Naturalismus/Quine: Lösung: Reflektion über Wissen spielt sich innerhalb der Wissenschaft ab, nicht jenseits von ihr.
QuineVsSkeptzismus: These: ist eine Überreaktion auf die Ungewissheit einzelner Möglichkeiten der Täuschung. Der Skeptizismus ist aber nicht in sich selbst inkohärent.
"Überreaktion"/Stroud: eine Überreaktion wäre es, wenn ich die ganze Wissenschaft zurückwiese wegen gewisser Unsicherheiten. Bsp wenn mein Auto einmal an einem besonders kalten Tag nicht angesprungen ist, und ich würde es daraufhin wegwerfen, das wäre eine Überreaktion. Aber aus der einfachen Tatsache, dass Täuschungen manchmal vorkommen, kann man nicht folgern, dass Täuschungen immer vorkommen bzw. dass wir nichts wissen über die Welt. ((s) Das ist Quines Position!).
I 232
Skeptizismus/Stroud: kommt ins Spiel, wenn alle Sinneserfahrung mit konkurrierenden Theorien kompatibel ist. Und das wäre dann keine Überreaktion. Bsp Wenn ich auf der Basis meiner Sinneserfahrung nicht sagen kann, ob das ein Goldfink ist, ist es keine Überreaktion zu sagen, dass ich nicht weiß dass es ein Goldfink ist. Stroud: dann sieht es so aus, als wäre der Skeptizismus nicht so gut bestätigt wie andere Sichtweisen.
SkeptizismusQuine/Stroud: was Quine so nennt, ist weit weg von dem, wohin Descartes am Ende seiner ersten Meditation gelangt.
DescartesVsQuine: behauptet ja nicht, dass wir unsere Vorhersagen auf Träume gründen sollten. Und wenn er Wissenschaft als Wissensquelle ablehnt, heißt das nicht, dass wir keine Vorhersagen mehr machen könnten, wenn wir an der Wissenschaft festhielten.
Skeptizismus/Quine/Stroud: Quine spricht von zukünftiger Erfahrung, die eventuell den Skeptiker stützen könnte, als ob diese Zweifel nicht schon in diesem Moment gerechtfertigt wären!
I 233
Skeptizismus/StroudVsQuine: aber ob er korrekt ist oder nicht, ist nichts, was durch zukünftige Erfahrung oder durch Experimente entschieden wird! Wenn die erkenntnistheoretische Frage richtig gestellt sie - so wie Quine sie stellt – dann wissen wir schon jetzt, wie zukünftige Erfahrung geartet sein wird! Wir werden immer mit der Frage nach dem Überschuss unseres reichhaltigen Outputs über den mageren Input konfrontiert sein. Sicher, wenn wir heute mit einer Erfahrung konfrontiert werden, die unseren Glauben unterminiert, wird der Skeptizismus heute gerechtfertigt. Aber: Pointe: genauso war er schon 1630 gerechtfertigt!
I 234
Naturalismus/StroudVsQuine: wird nicht genug sein, wenn der Skeptizismus mit der reductio ad absurdum argumentiert. Wir müssen eben das Schiff auf hoher See umbauen. Der traditionelle Erkenntnistheoretiker kann das Stück aus dem Schiff heraussägen (identifizieren!), das den mageren Input repräsentiert.
I 248
QuineVsSkeptizismus/Stroud: Quines Idee ist es, dass wenn wir die Philosophie ihres angeblichen „äußeren Standpunkts“ berauben, dass das hinreichend ist auszuschließen, dass wir zu einem völlig skeptischen Ergebnis hinsichtlich unseres Wissens gelangen. Das läuft auf naturalisierte als einzige mögliche Erkenntnistheorie hinaus. StroudVsQuine: ich habe aber gezeigt, dass das nicht funktioniert, solange wir unser eigenes Wissen als Projektion auffassen.
Das entspricht Kants Einwand:
Wissen/Skeptizismus/Kant/Stroud: eine völlig allgemeine Trennung zwischen
a) allem, was wir durch die Sinne erfahren auf der einen Seite und
b) dem, was wahr oder falsch ist über die Welt auf der anderen Seite
würde uns für immer vom Wissen abschließen. (s.o.).
StroudVsQuine: das ist fatal für das Projekt der naturalisierten Erkenntnistheorie. Denn es schließt uns aus unserem eigenen Wissen über die Welt aus und lässt uns keinen unabhängigen Grund anzunehmen, dass irgendwelche unserer Projektionen wahr sind.
I 249
QuineVsKant/QuineVsStroud: eben diese Trennung (Unterscheidung) ist eine Befreiung der Wissenschaft. Sie zeigt uns, dass alle Information die ich durch die Sinne von äußeren Dingen erhalten kann, auf zwei-dimensionale optische Projektionen beschränkt ist. Stroud: wenn das tatsächlich das ist, was "Wissenschaft uns sagt" (NNK, 68), wie kann dann die Trennung (Unterscheidung) die Konsequenzen haben, die ich daraus ziehe? Widerspreche ich nicht einfach wissenschaftlichen Tatsachen?
StroudVsQuine: nein: nichts was ich sage impliziert, dass ich keine Person in Interaktion mit ihrer Umgebung beobachten kann und einige Ereignisse an seinen sensorischen Oberflächen von allem anderen isolieren kann.
Pointe: wir wissen - und er weiß möglicherweise auch - eine Menge Dinge, die in der Welt passieren, jenseits jener Ereignisse. Er selbst wird auch wenig über jene Ereignisse wissen, die sich an seinen sensorischen Oberflächen abspielen.
Pointe: diese Ereignisse (die nicht direkt auf seine Sinne einwirken) sollten als Teil dessen betrachtet werden, was seinen Glauben hervorruft ((s) und evtl. Wissen erzeugt).
Sicher würden wir ohne jegliche Sinneserfahrung zu überhaupt keinem Glauben über die Welt kommen.
I 250
Bewusstsein/Quine: die Rede vom Bewusstsein vermeiden wir, indem wir direkt vom Input reden.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsKant Hegel Vs Spinoza, B.
 
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Leibniz I 31
Substanz/HegelVsSpinoza: wer von der Denkvoraussetzung der substantiellen Einheit der Welt und der Erfahrungsvoraussetzung der qualitativen Verschiedenheit der Seienden (der Mannigfaltigkeit) ausgeht, kann diese Mannigfaltigkeit nur als Erscheinungsformen oder Aspekte der einen Substanz begreifen, in der "alles was man für wahr gehalten hatte, untergegangen ist". Damit ist jedoch die tatsächliche Voraussetzung des Denkens, die Unterschiedenheit der Denkinhalte, preisgegeben! Die Gefahr sah Leibniz.
I 32
Hegel: man darf nicht "die Vielheit in der Einheit verschwinden lassen". Wenn die Deduktion nur als Reduktion möglich wäre, (wie bei Spinoza), wäre das die Selbstaufhebung der Welt im Denken.
Kant: zieht daraus die Konsequenz, die Einheit der Welt in der Priorität des Denkens zu begründen. Die Einheit ist dann nur transzendental oder subjektiv idealistisch begründet.
HegelVsKant: versucht die Substanzmetaphysik zu erneuern, die die Einheit des Seins in der Einheit eines Seienden begründen möchte: Die Selbstentfaltung des absoluten Geistes in der Weltgeschichte.
- - -
Rorty II 112
Wahrheit/HegelVsSpinoza/Rorty: gibt die Überzeugung von Spinoza auf, dass wir die Wahrheit erkennen, wenn wir sie sehen. Wahrheit/Spinoza: These: W. erkennen wir, wenn wir sie sehen.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKant Goodman Vs Verschiedene
 
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I 81
GoodmanVsintrinsisch/extrinsisch: das funktioniert offensichtlich nicht: denn nach jeder Klassifikation von Eigenschaften in extrins/intrins hat jedes Bild oder auch jeder Gegenstand sowohl innere als auch äußere Eigenschaften.
II Vowort Putnam IX
GoodmanVs Formalismus um des Formalismus willen. GoodmanVs Vorstellung eines von unserem Theoretisieren unabhängigen ontologischen Untergeschosses
II 10
Es ist nicht so, daß Wissenschaft ohne irreale Bedingungssätze auskommen könnte. Die Tendenz, die Probleme der irr. Bed-Sätze als Scheinproblem oder als unlösbar abzutun, ist angesichts der großen Schwierigkeiten verständlich (GoodmanVs.) Wenn man alle Probleme der Disposition, der Möglichkeit, des wiss. Gesetzes, der Bestätigung usw. fallen läßt, dann gibt man faktisch die Wissenschaftstheorie auf.
II 67
Das Argument, man solle besser auf die Definition eines Ausdruck verzichten, falls er nicht üblicherweise von Wissenschaftlern oder Laien definiert werde, ähnelt dem Argument, die Philosophie brauche nicht systematisch zu sein, weil die von ihr beschriebenen Wirklichkeit nicht systematisch sei (VsAdorno) Ebensogut könnte man sagen, Philosophie solle nicht auf Deutsch sein, da die Wirklichkeit nicht auf Deutsch geschrieben sei.
II 70
(s) SalmonVsGoodman: Gegenstände müssen nicht zu allen Zeiten auftreten, aber Orte müssen zu allen Zeiten da sein! GoodmanVs:(s) Beschreibungsabhängigkeit bezieht sich bei ihm nicht nur auf Gegenstände, sondern auf die ganze Wirklichkeit.(VsKant)
Kant: Raum und Zeit eben nicht die Wirklichkeit, sondern die Bedingung der Möglichkeit zur Erfahrung der Wirklichkeit.
III 67
Darstellung/Einfühlung/GoodmanVsEinfühlungstheorie: Gesten brauchen keine Eigenschaften mit der Musik gemein zu haben
III 81
Metapher: Die allgemeine Frage: Was sagt eine Metapher und was macht sie wahr? GoodmanVsMetapher als verkürzter Vergleich: manchmal sagt man, eine Metapher sei elliptisch konstruiert und die metaphorische Warheit wurde einfach als die buchstäbliche Wahrheit der erweiterten Aussage verstanden. SD: Aber der Vergleich kann nicht bloß darauf hinauslaufen, daß das Bild der Person in der einen oder anderen Hinsicht ähnlich ist. In dieser Weise ist alles allem ähnlich.
III 224
GoodmanVs "spezielle ästhetische Emotion" - GoodmanVs Theorie, es komme nicht auf das Wohlgefallen an, das man hat, sondern auf ein gewisses "objektiviertes Wohlgefallen": Goodman: Dann wäre das Wohlgefallen etwas, was das Objekt besitzen muß, und zwar eher, ohne es hervorzufrufen, letztlich also wohl müßte es selbst diese Wohgefallen empfinden.
III 228
GoodmanVsDichotomie zwischen dem Kognitiven und dem Emotionalen. Sie verperrt die Einsicht, daß Emotionen in der ästhetischen Erfahrung kognitiv funktionieren.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989
VsKant Mackie Vs Verschiedene
 
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Stegmüller IV 399
"Kalam" Argument: (verbreitet unter islamischen Gelehrten): arbeitet mit Paradoxien der Unendlichkeit um zu zeigen, dass es keine aktuale Unendlichkeit geben kann. (>Al Ghassali). Unendlichkeit/MackieVsKalam Argument: die Möglichkeit einer unbegrenzten Vergangenheit kann nicht aus rein logischen Gründen ausgeschlossen werden!
MackieVsKant: dieses Vorurteil findet sich auch in der These zur ersten Antinomie.
IV 400
Kalam Argument/Al Ghassali: nichts, was in der Zeit entsteht, entsteht aus sich selbst heraus. ("Vernunftnotwendigkeit"). Daher bedarf es eines Schöpfers. MackieVsAl Ghassali: 1. wissen wir das wirklich aus Vernunftnotwendigkeit?
2. Es ist nicht einzusehen, weshalb einerseits ein unverursachtes Ding unmöglich sein soll, andererseits aber die Existenz eines Gottes mit der Macht, aus nichts etwas zu schaffen, akzeptabel sein soll!
Gott/Mackie/Islam: dieser Gottesbegriff wirft selber schwierige Probleme auf:
1. Ist Gott innerhalb der Zeit einfach entstanden?
2. Hat er immer schon in einer unendlichen Zeit existiert? Damit wäre die abgelehnte aktuale Unendlichkeit wieder eingeführt!
3. Hat Gott eine nicht zeitliche Existenz: das wäre wieder ein unfaßbares Mysterium.
Mackie: außerdem muss man zusätzlich annehmen,
a) dass Gottes Existenz und Schöpfermacht sich selbst erklärt und
b) dass die unerklärte Existenz einer materiellen Welt unverständlich und damit unannehmbar wäre.
IV 401
Existenz/MackieVsLeibniz: wir können keinen Grund a priori dafür angeben, dass Dinge nicht ohne Verursachung einfach entstehen! Kosmologie/Gottesbeweis/Existenz/Mackie: Problem: entweder der Begriff der "causa sui" ist sinnvoll oder nicht.
a) er ist nicht sinnvoll: dann fällt die kosmologische Annahme, dass für den Beginn der materiellen Existenz eine göttliche Ursache angenommen werden muss.
b) er ist sinnvoll, dann kann er auch der Materie selbst als Eigenschaft zugesprochen werden!
- - -
Stegmüller IV 447
Def Gott/Feuerbach: "Gott ist das von aller Widerlichkeit befreite Selbstgefühl des Menschen". Religion/Feuerbach: Utopie einer besseren Religion: diejenige Freiheit von allen Begrenzungen der Individuen, die die traditionellen Religionen Gott andichteten, finde man in der Menschheit als ganzer wieder.
MackieVsFeuerbach: die Menschheit als ganze ist zweifellos nicht von allen Begrenzungen der Individuen frei, sie ist nicht allmächtig, nicht allwissend, nicht vollkommen gut. (s.o.: Gesamtheit als falsches Subjekt, kann gar nicht handeln.
- - -
IV 472
Theodizee/Glaube/Stegmüller: Argument: Gott habe die Erde zu einem Jammertal gemacht, damit die Menschen ein religiöses Bedürfnis entwickeln. MackieVs: nur eine allzumenschliche Gottheit könnte Menschen so unterwürfig wollen.
Theodizee/Gruner: unterstellt dem Skeptiker die Forderung nach einer von allen Übeln befreiten Welt. Diese Forderung weist er als widersprüchlich zurück.
MackieVsGruner: er verschiebt die Beweislast. Der Skeptiker fordert gar nichts.
- - -
IV 271
Ethik/Erziehung/Rousseau: Eltern und Lehrer sollten sich jeder vorrationalen Unterweisung der Kinder enthalten. MackieVsRousseau: verständlich, aber unrealistisch.
- - -
Stegmüller IV 502
Religion/Glaube/Wittgenstein: Bsp wenn einer eine Wahl trifft, taucht in seinem Geist stets das Bild der Vergeltung auf. Bedeutung/Mackie/Stegmüller: eine Möglichkeit: der Glaubende will seine Äußerungen wörtlich verstanden wissen, Er hält an einer Tatsachenbehauptung fest. Ungeachtet dessen dienen solche Äußerungen aber nach außen dazu, sein Verantwortungsgefühl zu stützen und zu rechtfertigen. Dann wäre sein Glaube nach Wittgenstein Aberglaube!
Wenn er nach Beweisen gefragt wird, hält er seine Äußerungen nicht für wahrheitsfähig. Doch dann wechselt er wieder den Standpunkt und glaubt ganz wörtlich das, was er glauben muss.
Andere Möglichkeit: Glauben hat wörtliche Bedeutung, aber vergleichbar mit Romanhandlung, Fiktion. Man kann akzeptieren, dass die entsprechenden Werte eine Bedeutung für das Leben haben.
IV 503
Danach könnten wir nur in unserem praktischen moralischen Denken annehmen, dass es einen Gott gibt. T. Z. Phillips: wenn man die Fragen nach Gott und Unsterblichkeit wörtlich, d.h. als Tatsachenfragen versteht,. dann ist die von Hume gegebene skeptische Antwort korrekt.
These: man kann und muss religiöse Überzeugungen und Aussagen so deuten, dass die Kritik von Hume irrelevant wird! Es ist wahr, .dass ontologischer und teleologischer Gottesbeweis nicht zu halten sind.
Die Realität Gottes darf aber nicht als die Wirklichkeit eines Gegenstands gedeutet werden, "Gott" ist nicht der Name eines einzelnen Wesens, es bezieht sich auf nichts.
IV 504
Nach Phillips missversteht der Metaphysiker die alltäglichen Bedeutungen der Wörter. MackieVs: man löst die echten Probleme des Skeptizismus nicht dadurch, dass man ihn auf den normalen Sprachgebrauch verweist. So wenig, wie die ordinary language Philosophen etwas VsHume ausgerichtet haben.

Glauben/Religion/Phillips: magische und religiöse Sprache sollte man im Sinn von Ausdruckshandlungen deuten.
Mackie pro, aber: es ist falsch zu sagen, dass eine expressive Sprache nicht zugleich im wörtlichen Sinn beschreibend sein könne.
IV 504/505
Glaubenshandlungen sind beides: sowohl Weisen, Glück und Unglück in der Welt zu begegnen, als auch, sie zu erklären. Religion/Glauben/R. B. Braithwaite: These: der Kern des christlichen Glaubens besteht in der Entschlossenheit, nach den Prinzipien der Moral zu leben. Damit gehen die "christlichen Erzählungen" einher, die der Christ aber nicht wörtlich zu glauben braucht! Es sind religiöse Einstellungen!
PhillipsVsBraithwaite: die Grammatik von "glauben" und "wahr" sei in religiösen Überzeugungen nicht dieselbe wie in empirischen Aussagen. (>Wittgenstein).
MackieVs: damit verlieren wir jeden festen Grund unter den Füßen! Mit Recht gebraucht Braithwaite die üblichen Begriffe von Wahrheit und Falschheit!
IV 506
MackieVsPhillips: es gibt gar keine Alternative zu derjenigen, die Phillips verwirft, nämlich entweder im Aberglauben zu verharren, oder die Religion zu reduzieren, so dass die "Grundmerkmale des Glaubens verloren gehen". MackieVsBraithwaite: sicher lassen sich zahlreiche religiöse Aussagen als moralische Einstellungen deuten, doch dies gilt nicht für die zentralen Aussagen des Theismus.
Glaube/Mackie: braucht einen Bezugsgegenstand!

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsKant Kanitscheider Vs Verschiedene
 
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Kanitscheider I 433
Unendlichkeit/materielle Existenz/Physik: einige Modelle verlangen physikalische Unendlichkeit: die hyperbolische Welt der Allgemeine Relativitätstheorie (AR), die Steady Astate theory (SST). Unendlichkeit/Mathematik/Physik:
Gauß: skeptisch gegenüber aktual unendlichen Größen.
LukrezVsArchimedes: Unendlichkeit bloße Möglichkeit eines Objektes, neue Raumzeitpunkte zu durchlaufen? (Bis heute Diskussion).
Bolzano: die objektive Existenz unendlicher Mengen kann nicht an der Unmöglichkeit scheitern, sich jedes einzelne Objekt vorzustellen.
I 434
NewtonVsDescartes: nicht "unbestimmter" sondern aktual unendlicher Raum! KantVsNewton: Unendliches unvorstellbar!
NewtonVsKant: nicht vorstellbar, aber begrifflich erfassbar!
Riemann: Unterscheidung unendlich/unbegrenzt (neu!). Lösung für das Problem des "Jenseits des Raums". Dreierkugel (S³) begrifflich analytisch problemlos handhabbar.
I 435
Mengen/unendlich: hier ist der Satz: "Das Ganze ist größer als die Teile" nicht mehr anwendbar. (Aber extensionale Bestimmung auch nicht nötig, intensionale reicht). Raum: Frage: kann ein offener unendlicher Raum mehr als Aleph0 Objekte endlicher Größe enthalten?
Lösung: "dichteste Packung" räumlich konvexer Zellen: diese Menge kann nicht größer als abzählbar sein. Damit kein a priori-Hindernis dafür, dass die Zahl der Galaxien in einem unbegrenzten Riemann Raum von nichtendlichem Volumen die kleinste transfinite Kardinalzahl ist.
- - -
II 102
Messung/Bewusstsein/Beobachter/Quantenmechanik/QM: psychologistische Interpretation: Fritz London und Edmund Bauer, 1939. >New Age-Bewegung.
II 103
These: der Beobachter konstituiert durch sein Bewusstsein die neue physikalische Objektivität, nämlich die Drehung des Vektors im Hilbertraum. 1. KanitscheiderVsBauer: Problem: dann ist überhaupt kein definitiver Einzelzustand der Materie ohne den Eingriff einer Psyche vorhanden.
2. KanitscheiderVsBauer: einerseits wird das Bewusstsein in die quantenmechanischen Gesetze einbezogen andererseits soll es im Innern des Beobachters wieder Sondereigenschaften besitzen, nämlich jene, die das kombinierte System von Objekt, Apparat und Beobachter ohne äußeren Anstoß aus dem hybriden Überlagerungszustand in den Einzelzustand überführt, in dem die Teilelemente entkoppelt sind.
3. KanitscheiderVsBauer: merkwürdig, dass die Schrödinger-Gleichung, das grundlegendste Gesetz der QM damit nicht auf das Bewusstsein anwendbar sein soll.
4. KanitscheiderVsBauer: außerdem Zweifel, ob das Bewusstsein wirklich im Überlagerungszustand von verschiedenen völlig gleichwertigen Seelenlagen sein kann.
(Bauer hatte seine These von Erich Bechers interaktionalistischen Leib Seele Dualismus übernommen II 104).
- - -
I 423
Raumkrümmung/Empirische Messung/Schwarzschild/Kanitscheider: Schwarzschild. Verzerrung des Dreiecks, das durch die Erdbahnparallaxe gebildet wird. Obwohl die Krümmungsfaktoren nicht bekannt sind, kann man schließen, dass wenn der Raum hyperbolisch ist, (K < 0), die Parallaxe der sehr fernen Sterne positiv sein muss.
I 424
Beobachtet man nun Sterne mit verschwindender Parallaxe, dann liefert die Messgenauigkeit eine obere Grenze für den Wert negativer Krümmung. Wenn der Raum sphärisch ist, - die Parallaxe negativ sein
Schwarzschild: beim hyperbolischen Fall müsste der Krümmungsradius mindestens 64 Lichtjahre,
im elliptischen mindestens 1600 Lichtjahre betragen.
KanitscheiderVsSchwarzschild: solche theorieunabhängigen Versuche gelten heute mit Recht als aussichtslos.
- - -
I 296
Zeitreisen/Kanitscheider: VsZeitmaschine/VsWells: H.G.Wells macht den Fehler, dass er den Reisenden auf dem gleichen irdischen Raumpunkt die Weltlinie der Erde auf- und absteigen lässt. Genau dies führt zur begrifflichen Unmöglichkeit von Vorwärts und Rückwärtsbewegung in der Zeit. Zeitreisen/AR/Kanitscheider: das ändert sich, wenn Materie ins Spiel kommt.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsKant Vollmer Vs Verschiedene
 
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II 169
Methode/Physik/Vollmer: es gibt überhaupt nicht die Methode der Experimentalphysik. Worin bestünde dann die "Einheit der Wissenschaft"?
II 170
Bondi: Methode ist das Wichtigste an der Wissenschaft. VollmerVsBondi: Ergebnisse sind wichtiger als die Methode, Einheit der Wissenschaft bedeutet mehr als Einheit der Methode.
- - -
II 97
DitfuthVsIdentitätstheorie/Vollmer: (VsEvolutionistische Identitätstheorie): Leben sei zwar als Systemeigenschaft durchaus verstehbar. Ein materielles System sei jedoch entweder belebt oder nicht belebt. Es gibt nichts dazwischen. Lebendigkeit ist eine Alles oder Nichts Eigenschaft. Dagegen gebe es unterschiedliche, ja sogar unbegrenzt viele Grade von "Beseeltheit": Das Psychische sei nicht sprunghaft, sondern ganz allmählich entstanden!
Daher sei es unzulässig, der Materie das "Seelische" einfach als weitere, analoge Stufe anzuhängen.
Ditfurth These: die Evolution hat allein deshalb zur Entstehung unseres Gehirns und damit des Bewusstseins führen können, weil das Geistige in dieser Entwicklung von allem Anfang an präsent und wirksam gewesen ist! ((s) >McGinn).
II 98
VollmerVsDitfurth: dieser konstruiert hier einen Gegensatz, der in dieser Schärfe gar nicht besteht. 1. Auch Leben ist in vielen kleinen Schritten entstanden. Allerdings sind die Zwischenstufen längst eliminiert.
2. Auch vom Bewusstsein kann man sagen, etwas sei entweder "beseelt oder nicht "beseelt".
Bewusstsein/Geist/Seele/Vollmer: man wird in Zukunft stärker zwischen den einzelnen Funktionen: Gedächtnis, Abstraktion, Sprachfähigkeit, Selbstbewusstsein unterscheiden müssen.
- - -
I 40
VollmerVsKopernikus/VollmerVsKant: erst die EE nimmt den Menschen wieder aus seiner zentralen Stellung als "Gesetzgeber der Natur" und macht ihn zum Beobachter kosmischen Geschehens, das ihn einschließt. - - -
I 293
VollmerVsVs: kein Kritiker definiert "Erkenntnis", allein Löw: dazu gehöre Subjektivität (die er aber auch nicht definiert). Information/Löw: Information gibt es immer nur für ein Subjekt". Vollmer pro, aber vielleicht zu dogmatisch.
Ähnlichkeit/Löw: Ähnlichkeit gibt es nur für ein Subjekt.
VollmerVsLöw: das ist sicher falsch.
- - -
VollmerVsProjektionstheorie
II 90
VsIdentitätstheorie/Vollmer: psychische und physische Prozesse erscheinen gänzlich unvergleichbar. Neuronale Vorgänge sind lokalisiert, das Bewusstsein nicht. Vollmer:(pro Identitätstheorie): Manche Identitätstheoretiker nehmen das gar nicht ernst, aber das Argument ist auch gar keine Bedrohung: wir können die Verschiedenheit projektiv deuten: als subjektive und objektive Aspekte ein und derselben Sache. Abb. Zylinder erscheint von verschiedenen Seiten als Kreis oder Quader. (s)Vs: Bsp nicht zwingend.
VollmerVsVs: Identität: nicht alle Eigenschaften müssen übereinstimmen: der optische und der haptische Eindruck eines Apfels sind auch nicht identisch. ((s) Das sind extrinsische Eigenschaften).
II 92
Projektion/Vollmer: so erklärt das projektive Modell die scheinbare Unvereinbarkeit unterschiedlicher Eigenschaften wie Geist und Physis als verschiedene Aspekte derselben Sache.
II 93
VsProjektion/Vollmer: könnte als Rückfall in die Postulierung einer unbekannten Substanz gedeutet werden. VollmerVsVs: Lösung: Systembegriff der Systemtheorie:
Systemtheorie/Vollmer: Bsp Diamant/Graphit: bestehen aus den gleichen Kohlenstoffatomen, sind aber in anderer Struktur aufgebaut.
Bsp Diamant/Silizium: gleiche Struktur, andere Bausteine: (hier Silizium).
II 94
Keine der Komponenten ist der anderen logisch oder ontologisch vorgeordnet! Kenntnis der einen ersetzt nicht die Kenntnis der anderen. Beide sind konstitutiv. Das zeigt, wie wenig mit der Kenntnis der Bausteine gewonnen ist.
- - -
I 282
VsEvolutionstheorie: kann Erfolg Wahrheit garantieren? Wahrheit/Simmel: geht tatsächlich den Weg, Erfolg mit Bewährung und Bewährung mit Wahrheit gleichzusetzen. >Pragmatismus.
EEVsSimmel: sie übernimmt diesen pragmatischen Ansatz nicht. Sie unterscheidet streng zwischen Wahrheitsdefinition und Wahrheitskriterium.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsKant Kant Vs Vollmer, G.
 
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I 206
KantianerVsEvolutionäre Erkenntnistheorie/EE/KantianismusVsEvolutionäre Erkenntnistheorie/Vollmer: wenn Kant Recht hat, fallen die Grenzen faktischen Wissens mit den Grenzen der Sinneserfahrung zusammen. Wenn nun die EE ein Zusammenpassen mit der Realität konstatiert, wie kann sie für sich in Anspruch nehmen zu wissen, wie die objektive Realität überhaupt ist?
I 207
VollmerVsKantianer: dieses transzendentalistische Argument ist verfehlt. Auch wenn die Erde stationär zu sein scheint, bewegt sie sich doch. Der Raum erscheint uns euklidisch, ist es aber nicht. Damit übersteigt unser Wissen die Sinnesanschauung.
Nach Kant dürften Quarks, Elementarteilchen, Atome, Moleküle, elektromagnetische Felder, Neutronensterne, Schwarze Löcher, Quasare usw. niemals Objekte empirischer Wissenschaft werden, da sie unanschaulich sind.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
eliminat. Materialism VsKant Pro Frank I 578
Rorty pro eliminativer Materialismus: knüpft an Feyerabend an - RortyVsKant, RortyVsDescartes
Fra I 584
Foucault: Mensch verschwindet, Rorty: Mentales verschwindet).

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Mathematik Kant, I.
 
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Field I 79
Def Logizismus/Field: ist die These, daß Mathematik ein Teil der Logik sei. Das ist VsKant: der leugnet, daß Mathematik analytisch ist, weil die Rechnungen synthetisch sind. Und für die Rechnungen brauchen wir dann die Zahlen als Entitäten.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Moores Hä Stroud, B.
 
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I 83
Existenzbeweis/Skeptizismus/Bsp Moores Hände/Problem der Außenwelt/Moore/Stroud: (Moore Proof of the external world, 1959, 127ff). MooreVsKant: Moore denkt, daß er den Existenzbeweis liefern kann.
I 108
Stroud: These: es ist nicht immer möglich, ein Bestreiten von Wissen damit zu widerlegen, daß man sich auf ein bestimmtes bekanntes Ding beruft.
Realismus Stroud, B.
 
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I 151
metaphysischer Realismus/Kant/Stroud: (Die These, daß es Dinge gibt, die von uns unabhängig sind) erweist sich daher empirisch als wahr. Wegen der empirischen Unterscheidung zwischen unabhängigen Dingen (Steinen) und von uns abhängigen Dingen (Traum). B. (empirischer epistemischer Realismus).
"unabhängig"/epistemisch/Kant/Stroud: dasselbe kann man über den epistemischen Aspekt sagen: Bsp wir unterscheiden in der Erfahrung zwischen Dingen die wir direkt (Bsp im Tageslicht in mittlerer Entfernung) und solche, die wir indirekt (Bsp über Spiegel oder Bildschirm) wahrnehmen.
I 152
Lösung (s.u.): selbst hier gibt es eine einzelne Unterscheidung: der Begriff der "direkten" Wahrnehmung sollte dann nicht selbst als "empirisch" verstanden werden. Die These des empirischen Realismus ist dann selbst eine "transzendentale" These. Lösung/Kant/Stroud: wenn er die Wörter "abhängig", "unabhängig" und "transzendental" gebraucht, ist er Idealist.
transzendental/Stroud: eine transzendentale These kann nicht empirisch bestätigt oder widerlegt werden.
...I 163
StroudVsKant: so scheint hier die These von der "epistemischen Priorität" wieder.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Moral Oakeschott, M.
 
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Rorty III 106
Moral/Oakeshott/Rorty: These: »Eine Moral ist weder ein System allgemeiner Prinzipien noch Regeln, sondern eine Volkssprache. (VsKant).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Supernatur Santayana, G.
 
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Rorty VI 263
Def "Supernaturalismus"/Santayana: die Verwechslung von Idealen und Macht. RortyVsKant: das ist der einzige Grund hinter Kants These, es sei nicht nur freundlicher, sondern auch vernünftiger, Fremde nicht auszuschließen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000