Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
de re Searle
 
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John R. Searle
II 247
de dicto: allein die geistigen Gehalte betreffend. - de re: Beziehungen zwischen Personen und Gegenständen - SearleVsQuine,VsPutnam: alle Überzeugungen sind de dicto.
II 271
de re/dicto/SearleVsQuine: ist eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten des Berichts, - intentionale Zustände sind nicht an sich intensional -. das ist eine Verwechslung von log. Eig von Berichten mit den Zuständen selbst - es gibt keine "de re-Einstellungen" - nur indexikalische Ausdrücke (VsKaplan, VsPerry)
IV 182f
de re/de dicto/Searle: nicht zwei verschiedene Überzeugungen - Ralphs Überzeugungen sind in beiden Fällen dieselben - Unterschied: besteht darin, inwieweit der Berichtende sich festlegen will - Ralph kann diesen Unterschied gar nicht zum Ausdruck bringen - die Wahrheitsbedingungen sind dieselben.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Ich Kaplan
 
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Frank I 412
Vivid name/Kaplan: Einschränkung: es muss nicht nur irgendein a geben, von dem ich glaube, daß er der nächste Präsident wird, sondern einen "lebhaften Namen". (>Locke) - Perry: das löst aber nicht das Problem des wesentlichen Indexwortes "Ich".
I 430
Ich/Kaplan: "starre Intension", nicht Individuum - "Ich" designiert in jeder Behauptung, in der es vorkommt, die Person, die die Behauptung macht.
I ~459ff
ich/Kaplan: designiert immer den, der die Behauptung macht (Verwender). - CastanedaVs: nur de re, nicht in einem de dicto-Bezugnahmen - hilft nicht bei Herstellung eines Netzwerks von Überzeugungen.
I 469
Problem: das Pronomen drückt nicht immer den Sprecher aus - eher eine gebundene Variable: "Stan glaubt von mir...". - VsKaplan: der erstpersonale Aspekt ist eine "grammatische Illusion".
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Selbstbezüglichkeit Searle
 
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John R. Searle
II 283
Selbstbezüglichkeit/Searle: wird gezeigt, aber nicht gesehen - Zwillingserde: "dieser Mann" unterschiedlicher Fregescher Sinn, auch wenn Erlebnisse typidentisch : Wahrnehmung und Äußerung sind selbstbezüglich, sie würden bei Vertauschung nicht erfüllt - Selbstbezüglichkeit/Freges"vervollständigender Sinn": intentionale Gehalte niemals unbestimmt.(SearleVsQuine: kein unbestimmtes Segelboot kann gewünscht werden).
II 275f
Indexikalität/vervollständigender Fregescher Sinn/Heimson/SearleVsKaplan: ich, du, dies, hier usw. haben immer eine Form der Selbstbezüglichkeit: sie bringen immer einen intentionalen Gehalt zum Ausdruck, weil der Sprecher auf eine bestimmte Entität Bezug nimmt - das ist Freges "Sinn von Eigennamen".
II 278
Selbstbezüglichkeit/Searle: Bsp da ist eine Hand, und dass da eine Hand ist, verursacht dieses visuelle Erlebnis - die Selbstbezüglichkeit wird gezeigt, aber nicht gesehen - die der indexikalischen Äußerung wird ebenfalls gezeigt, aber nicht behauptet.
II 284f
SearleVsKaplan: Humes und Heimsons Äußerungen sind selbstbezüglich - sie drücken verschiedene intentionale Gehalte aus - die Verwendung des indexikalischen Ausdrucks legt die Bedingungen fest, unter denen er zutrifft.
III 62
Zirkel: nur Problem in Definitionen, nicht im Gebrauch: solange das Objekt die Rolle spielt, brauchen wir in der Definition das Wort gar nicht! - sprachliche "Erklärungen kein Zirkel: Sprache ist dazu gedacht, sich selbst zu erklären, sie bedarf keiner Sprache, weil sie schon Sprache ist.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 13 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsKaplan Kaplan Vs Frege, G.
 
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Frank I 484
sing Term/Frege: erschöpft sich nicht darin, für einen Gegenstand zu stehen, sondern hat immer auch eine besondere Weise des Gegebenseins. ("Sinn", Intension). Indexwörter/indexikalisch/Perry/VsFrege/KaplanVsFrege: dieses Modell ist auf Kennzeichnungen und Namen zugeschnitten und scheitert bei Bezugnahmen der ersten Person.
EvansVsPerry/EvansVsKaplan: 1. es gibt keinen Grund, Frege zu unterstellen, der Gegenstand eines sing Term sei stets dadurch gegeben, dass eine bestimmte Kennzeichnung auf ihn zutrifft,
2. die Besonderheiten der indexikalische Referenz sind gerade durch eine Theorie der damit verbundenen nicht deskriptiven Weisen der Gegebenheit aufzudecken.
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsKaplan Brandom Vs Kaplan, David
 
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I 763
Kaplan: "Vivid name" (lebendiger Name). BrandomVsKaplan: Welche privilegierte Klasse von Designatoren jeweils dem "Wissen, wer" oder dem "Wissen, was" entspricht, variiert in einer Weise mit den einzelnen Situationen, die eine vorgängige Systematisierung unmöglich macht.
Bsp Wenn Holmes glaubt, dass der Mörder Fußabdrücke hinterlassen hat, kann er diese Person auf zweierlei Weise herausgreifen: er hat epistemisch stärkere Überzeugungen als der Inspektor, der sich nur auf "den Mörder" beziehen kann. Freilich weiß auch er noch lange nicht, wer der Mörder ist. (>stark/schwach).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsKaplan Esfeld Vs Kaplan, David
 
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I 150
physikalischer Externalismus/Esfeld: Bsp singuläre Überzeugungen: solche, in denen ein Indexikal oder Demonstrativpronomen verwendet wird, um auf ein Ding in der Welt zu referieren. (>Indexwörter, >Indexikalität). Solche singulären Überzeugungen sind dann ontologisch davon abhängig, daß ein solches Ding existiert. Diese Position läßt sich auf Gareth Evans, (1982) zurückführen. (auch >McDowell, 1986,1998).
(s) Kann ich dann keine Überzeugungen über Einhörner haben? (Keine indexikalischen!)
I 151
Pointe: ich kann jede indexikalische Überzeugung isoliert bezweifeln! Das ist ein Unterschied zum Ausüben einer begrifflichen Fähigkeit. Esfeld: dann muß eine kausale Verbindung angenommen werden, was auf Kripke zurückgeführt wird. (Kausaltheorie der Bedeutung). (>Lager). Noch direkter:
Kaplan: direkte Referenz, die nicht vom begrifflichen Inhalt der betreffenden Überzeugung abhängt. (1989a,S.483 486).
Externalismus/EsfeldVsKaplan: der E vermeidet einen Dualismus zwischen direkter Referenz und begrifflichem Inhalt als Repräsentation.
Überzeugungs Holismus/Esfeld: was etwas zu einem epistemischen Phänomen wie einer Überzeugung macht, das sind begrifflicher Inhalt bis hinunter zu singulären Termen und Indexikal und Demonstrativpronomen.
Das ist mit allen jenen Theorien unvereinbar, die kausale Beziehungen für hinreichend für Referenz halten ((s) Davidson?).
I 152
Holismus/Esfeld: ist jedoch nicht auf einen Externalismus in Bezug auf singuläre Überzeugungen festgelegt. Da inferentielle Relationen für Inhalt hinreichend sind, können einige singuläre Überzeugungen einen Inhalt haben, auch wenn das Referenzobjekt nicht existiert! Bilgrami: (1992,S 159 177) eine solche Sicht von singulären Überzeugungen ist nicht an eine Beschreibungstheorie der Referenz (?) gebunden. (Esfeld: unser Holismus weicht aber von dem Bilgramis ab).

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKaplan Evans Vs Kaplan, David
 
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Gareth Evans
I 326
Referenz/Wahrnehmung/Evans: "vorherrschende Informationsmenge": Bsp das Mädchen ist vielleicht doch nicht die Frau des Kollegen, aber es ist die Quelle meiner Meinung, daß sie hübsche Beine hat. "vorherrschend" stammt von Kaplan.
Evans VsKaplan: ich möchte jedoch nichts mit Lebhaftigkeit (vividness) (>Locke?) zu tun haben.
Vorherrschen/Evans: wir wollen zulassen, daß fortwährende Fehlidentifizierung dazu führen kann, daß ein Bündel von Informationen über ein vom ursprünglichen verschiedenes Ding entsteht.
I 327
Bsp Bei Zwillingen, die man später verwechselt, mag es eine Periode des Übergangs geben, wo die Quelle der vorherrschenden Information wechselt. Am Ende hat man vielleicht keine falschen Information über den anderen Zwilling, sondern eine falsche Meinung darüber, wann man diesen zuerst getroffen hat. DF. Vorherrschen ist nicht nur ein Frage der Menge, sondern auch des Gewichts von Information.
I 327/328
Bsp ein Imitator hat die Rolle Napoleons nach 1814 (Elba) übernommen. Wenn der Zeitpunkt des Wechsels früher gewesen wäre, wäre die vorherrschende Quelle entsprechend eingetreten. Je nachdem hat man eine falsche Meinung darüber, wer die Schlacht bei Waterloo geschlagen hat, oder bloß drüber, wie die Karriere des Generals verlaufen ist.
Fazit: im Allgemeinen referieren wir auf das Ding, das die Quelle der vorherrschenden Information ist, das wird sich nicht von einer Gelegenheit zur anderen, je nach Thematik, ändern.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsKaplan Searle Vs Kaplan, David
 
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John R. Searle
II 275
Indexikalität/SearleVsKaplan: wir müssen zeigen, dass die Äußerungen eines indexikalischen Ausdrucks einen "vervollständigenden Fregeschen Sinn" haben können. Damit wird allerdings kein drittes Reich postuliert. Wir beschränken uns auf bezugnehmende indexikalische Ausdrücke: ich, du, dies, jenes, hier, jetzt, er, sie usw.. Das Phänomen der Indexikalität ist allerdings sehr allgemein und nicht auf solche Ausdrücke beschränkt.
II 276
Hintergrund: erfüllt die indexikalische Funktion. Er ist nämlich relativ zu unserer Welt. Wenn sich herausstellte, dass 80 Milliarden Jahre vorher schon jemand die Brille erfunden hätte, würde das meinen Hintergrund gar nicht betreffen.
II 285
SearleVsKaplan: Humes und Heimsons Äußerungen sind selbstbezüglich. Sie drücken verschiedene intentionale Gehalte aus. Die Verwendung des indexikalischen Ausdrucks legt die Bedingungen fest, unter denen er zutrifft.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsKaplan Stalnaker Vs Kaplan, David
 
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I 206
Def Charakter/character/Kaplan: (= Satzbedeutung): eine Funktion von Kontext auf Inhalt. Kontext/Stalnaker: kann als zentrierte Welt (zentrierte MöWe) repräsentiert werden.
Zentrierte Welt/Zentrierte mögliche Welt/ MöWe/Stalnaker: soll hier den Kontext repräsentieren.
I 207
Inhalt: wird hier durch Propositionen repräsentiert Proposition: Funktion von MöWe auf Wahrheitswerte.
Charakter/Kaplan/Stalnaker: ist dann eine zwei-dimensionale Intension. (Kaplan 1989b)
StalnakerVsKaplan: dieses Paradigma beantwortet noch nicht die Fragen der grundlegenden Semantik nach den Tatsachen, die die semantischen Werte festlegen. Es gehört zur deskriptiven Semantik. D.h. es ist keine Theorie über die Interpretation von Gedanken.
Gedanken/Interpretation/Stalnaker: ist eine Frage der grundlegenden Semantik, d.h. nach den Tatsachen.
Charakter/Inhalt/Kaplan/Stalnaker: die ursprüngliche Motivation für die Trennung war, dass Satzbedeutungen nicht die ausgedrückten Gedanken repräsentieren.
Inhalt/Stalnaker: = sekundäre Intension.
Inhalt/Kaplan: das, was gesagt wird. Der Gedanke, die Information, die der Sprecher zu übermitteln intendiert.
I 208
Lösung/StalnakerVsKaplan: Kaplans Ansatz muss um eine Theorie der Gedanken und eine Sprachtheorie erweitert werden. Damit können wir einen größeren Bereich von Ausdrücken als kontext-abhängig behandeln als normalerweise. - - -
II 5
Doppelte Indizierung/double index/Kaplan/Stalnaker: (Kaplan Demonstratives, 1968): These: 1. a) die Bedeutung eines Satzes bestimmt den Inhalt, relativ zum Kontext aber
b) der Inhalt bestimmt einen Wahrheitswert nur relativ zu einer MöWe.
Stalnaker: damit war Kaplans Theorie zweidimensional oder doppelt indiziert.
Kontext/Kaplan/Stalnaker: wurde durch einen Index wie den von Montague repräsentiert und Sätze wurde relativ zu diesem Index interpretiert
Inhalt/Kaplan/Stalnaker: die eigentliche Werte der Interpretationsfunktion waren dann aber die Inhalte und nicht die Wahrheitswerte, wobei
Def Inhalt/Kaplan: eine Funktion von MöWe auf Wahrheitswerte.
2. Kaplan zweie Modifikation:
Index/Kaplan/Stalnaker: wurde beschränkt:
Index/Montague/Stalnaker: nur eine Liste von Zeit, Sprecher, Ort, evtl. MöWe)
Index/Kaplan: nur: auch die Relationen zwischen diesen müssen berücksichtigt werden. D.h. ein Index kann den Inhalt nur repräsentieren, wenn der Agent tatsächlich an dem Ort in der MöWe ist.
II 6
Kontextabhängigkeit/Stalnaker: ist jedoch durchdringend: Adjektive wie Bsp "groß" werden interpretiert relativ zu kontextuell bestimmten Vergleichsklassen. Ebenso Bsp "ich" "hier", "jetzt" (Indexwörter). StalnakerVsKaplan: darüber sagt Kaplan (1968) nichts.
- - -
II 10
Charakter/Kaplan/Stalnaker: bei Kaplan ging es um Satztypen. propositionaler Begriff/pB/StalnakerVsKaplan: sind dagegen assoziiert mit bestimmten Äußerungs-Tokens.
Dieser pB ist abhängig von den semantischen Eigenschaften die diese Tokens in den MöWe haben, in denen sie vorkommen.
Das ist kein Widerspruch zwischen Kaplans Theorie und meiner. Es geht einfach um verschiedene Fragestellungen.
- - -
II 162
de re/Glauben/Zuschreibung/Kaplan/Stalnaker: ("Quantifying in", 1969) Kaplan hat eine Zwischenposition (zwischen Quine und Stalnaker): Zuschreibung/Kaplan: (wie Quine) es wird keine bestimmte Überzeugung zugeschrieben.
de re/logische Form/Quine/Kaplan: de re-Zuschreibung: Existenzquantifikation.
Wahrheitsbedingungen/WB/de re/KaplanVsQuine/Stalnaker: hier folgt Kaplan dem semantischen Ansatz: Zuschreibungen de re sind nur dann wahr, wenn der Glaubende in einer Relation der Bekanntschaft stehen muss.
Verstärkung: der Name muss das Individuum denotieren. Bsp „a ist ein Spion“: hier muss a nicht nur Ortcutt denotieren, sondern es gibt zusätzliche Bedingungen
1. für den Inhalt
2. für die Kausalrelation zwischen dem Namen, dem Individuum und dem Glaubenden. Pointe/Stalnaker: immer noch ist es möglich, dass alle Bedingungen von zwei verschiedenen Namen erfüllt werden. Damit können die Beispiele beschrieben werden, ohne widersprüchlichen Glauben zuschreiben zu müssen.
KaplanVsQuine/Stalnaker: sein Ansatz deckt auch Fälle ab, wo Quines Analyse zu liberal war.
StalnakerVsKaplan: sein Ansatz ist ein ad hoc-Kompromiss.
Bekanntschaft/Zuschreibung/Stalnaker: in der semantischen Analyse ist Bekanntschaft selbstverständlich, ohne sie kann man nichts glauben. Man kann nicht eine Proposition glauben, ohne dass man die vorkommenden Ausdrücke in den Begriffen erfasst, in denen sie definiert sind.
StalnakerVsKaplan: 1. das Erfordernis der Bekanntschaft verliert aber seine Motivation, wenn es dem Quineschen Ansatz aufgepfropft wird.
2. Kaplan behält die künstliche Annahme, dass de re-Zuschreibungen keinen bestimmten Glauben zuschreiben und er ist an den Sententialismus (Sätze als Glaubensobjekte) gebunden.
II 163
Wenigstens müssen es satz-ähnliche Objekte mit Namen-ähnlichen Konstituenten sein. de re/Zuschreibung/Glauben de re/StalnakerVsQuine/StalnakerVsKaplan/Stalnaker: These: wir nehmen stattdessen Propositionen als Mengen von MöWe an.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKaplan Chisholm Vs Kaplan, David
 
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I 166
Planeten Bsp/Kaplan: Vorschlag: man kann nicht von jemand sagen, er habe eine Meinung in Bezug auf die Zahl neun, wenn seine Meinung nicht in einem Satz ausgedrückt werden kann, der einen Namen enthält, der "notwendigerweise" die Zahl neun "denotiert", vielmehr: es muß einen Eigennamen a geben, so daß
1. a notwendigerweise die Zahl neun bezeichnet und
2. du die Proposition akzeptierst, die durch den Satz ausgedrückt wird,
der durch die Ersetzung von x durch a in "x ist gerade" entsteht. DF Einsetzen. Drittes: ermöglicht erst Planeten Bsp.
I 167
ChisholmVsKaplan: da wir den Vorrang des Intentionalen betonen, können wir keinen sprachlichen Ausdruck wie "benennen" (to name) als Grundlage akzeptieren.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsKaplan Newen Vs Kaplan, David
 
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NS I 117
Index-Wörter/Indikatoren/direkte Referenz/Kaplan: These: typische Verwendungskontexte: hier müssen sie nach einer Objekttheorie (Theorie der direkten Referenz) der Bedeutung behandelt werden. Und zwar, wenn sie nur der Sachverhaltsadäquatheit (SA) genügen müssen.
NS I 118
Bsp (1) Ich bin heute hier.
Wahrheitsbedingungen/WB: sind hier nur dann adäquat angegeben, wenn der Inhalt des Satzes als wahr, aber nicht als notwendig ausgewiesen ist.
a priori: der Satz ist zwar a priori wahr, aber nicht notwendig!
Bsp wenn Carina Silvester den Satz in Bochum äußert, hat er die Bedeutung, dass Carina an dem Tag in Bochum ist, aber Carina ist nicht notwendigerweise in Bochum.
Es ist wahr aufgrund der Äußerungsbedingungen.
NS I 118
Index-Wörter/Indikatoren/Kaplan: These: Indikatoren sind referentielle Ausdrücke, d.h. die Standardbedeutung ist stets das bezeichnete Objekt. Newen/Schrenk: das gilt im AnSchluss an Kaplan als gängige Auffassung.
VsKaplan: Einwand: wir dürfen die anderen Adäquatheiten nicht vernachlässigen. Kognitive Adäquatheit und Wissensadäquatheit.
Bsp Karl erhält einen Drohbrief „Ich werde Dich eines Tages ausrauben“. Das ist intuitiv der Betrag von „ich“ zum Äußerungsinhalt nicht die Person, die den Brief geschrieben hat, sondern die mittels Sprachkompetenz assoziierte Beschreibung. Dann ist der Inhalt von „ich“: der Schreiber dieses Vorkommnisses. Hier steht Wissensadäquatheit im Vordergrund. (anonym/Anonymität).
Kognitive Adäquatheit: steht im Vordergrund, wenn Verhaltensdispositionen im ausgedrückt werden. Bsp Ernst Mach nach Gedächtnisverlust: „Ich bin hungrig“: Das hat nicht die Bedeutung von „Der Autor von „Die Analyse der Empfindung“ ist hungrig“. Dem hätte Mach mit Gedächtnisverlust nicht zugestimmt.
NS I 119
Ebenso falsch wäre es zu paraphrasieren. „Ernst Mach glaubt, dass Ernst Mach hungrig ist“. EGO-Art/Ich/Terminologie/Newen/Schrenk: einige Autoren nennen diese unmittelbare Art der Selbstbezugnahme die EGO-Art des Gegebenseins. (Immunität gegen Fehlidentifikation).
Pointe: dabei geht es um das Subjekt des Gedankens und nicht um den Sprecher einer Äußerung. (Dieser könnte Bsp durch Zeitverzögerung über Kopfhörer irritiert werden).
Index-Wörter/Indikatoren/Namen/Newen/Schrenk: die Situation ist wie bei Namen: es gibt drei Interpretationsweisen. Der Beitrag eines indexikalischen Ausdrucks kann sein
1. das bezeichnete Objekt
2. die mittels Sprachkompetenz assoziierte Beschreibung
3. die kognitive Weise des Gegebenseins.
Deiktische Ausdrücke: für sie gilt das entsprechend. Bsp Halluzination: hier wird der Inhalt durch Sprachkompetenz festgelegt.
Deixis/kognitive Adäquatheit: die k. A. kann auch eine Rolle spielen:
Bsp jemand schaut durch zwei weit auseinander liegende Fester seiner Wohnung auf ein extrem langes Schiff, das am Kai festgemacht hat. Er glaubt, dass es sich um zwei Schiffe handelt.
„Dies ist ein chinesisches und das ein russisches Schiff“.
NS I 120
Der Inhalt der Äußerungen kann der kognitiven Situation nur dann Rechnung tragen, wenn jeweils die Weise des Gegebenseins des Schiffes (vorne chinesischer Schriftzug, hinten rostiges Heck) berücksichtigt wird. Index-Wörter/Newen/Schrenk. zwischen den verschiedenen Erklärungsmöglichkeiten wählt das Erklärungsinteresse (Interesse, Interpretationsinteresse).
Index-Wörter/Namen/Kaplan: nach seiner These sind sie immer referentielle Ausdrücke – d.h. die Bedeutung ist stets das bezeichnete Objekt.
Dann müssen Erklärungen gemäß Wissensadäquatheit (Sprachkompetenz) und kognitiver Adäquatheit aus dem Bereich der Semantik in die Pragmatik (was der Sprecher meint) verschoben werden.
Es ist zurzeit umstritten, ob das legitim ist.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsKaplan Chisholm Vs Kripke, Saul A.
 
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I 92
Namen/ChisholmVsKripke: man sollte nicht zuviel Gewicht auf den ersten Gebrauch eines Eigennamens legen. (Auch ChisholmVsKaplan).
I 109
Mögliche Welten/MöWe/Kripke/Chisholm: Kripke sieht MöWe als bestimmte Dinge an, wobei unbestimmt viele so sind, daß von den Einzelgegenständen der wirklichen Welt gesagt werden kann, daß es sie in ihnen gibt. ChisholmVsKripke: es gibt keinen Grund zur Annahme, daß es mögliche Einzelgegenstände gibt, die Welten sind, und daß einige dieser Gegenstände in der Lage sind, die Einzelgegenstände zu enthalten, die sich in dieser Welt befinden.
Doch für Kripkes Unterscheidung starr/nichtstarr braucht diese Ontologie nicht vorausgesetzt zu werden.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsKaplan Kaplan Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 43
Mögliche Welt/MöWe/Schwarz: man kann sich MöWe vielleicht als eine Art kontingenter Erweiterung der Wirklichkeit vorstellen. >Kaplan: MöWe/Teleskop/KaplanVsLewis/Schwarz: (1979,93) für MöWe brauchen wir besondere modale Teleskope: Def „Verneoskope“ (Terminologie).auch „modale Intuition“. Damit erfahren wir vielleicht, dass es Universen mit sprechenden Eseln gibt, aber keins, wo Kripke andere Vorfahren hat. (Plantinga 1987,212, Skyrms 1976).
MöWe/LewisVsKaplan/LewisVsTeleskoptheorie: MöWe können gar nicht anders sein, als sie sind, (also nicht kontingent) sie sind nicht mit Verneoskopen erforschbar.
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsKaplan Searle Vs Perry, J.
 
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John R. Searle
II 272
John Perry: Bsp Zuckerspur im Supermarkt Searle: Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Problem der de re-Einstellungen und dem Problem der Indexikalität. Es gibt nämlich keine solchen Einstellungen, aber sehr wohl indexikalische Ausdrücke.
SearleVsKaplan, SearleVsPerry.
II 273
SearleVsPerry: Bsp ich richte im Supermarkt ein Schlamassel an, indem ich Zucker aus dem Einkaufswagen verschütte. Problem: der Inhalt der Überzeugung, dass ich es war, der den Schlamassel angerichtet haben, lässt sich nicht mit Raum und Zeit Koordinaten angeben. Auch ist die Überzeugung, dass ich es bin, nicht identisch mit der Überzeugung dass John Searle das ist. Und der der einzige bartlose Philosoph in Berkeley.
Bedeutung/Referenz/Perry/Searle: bisher ist noch nichts anti-fregesches im Spiel. Ja, es ist ein Paradefall für Freges Unterscheidung zwischen Sinn und Bezug.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsKaplan Kaplan Vs Quine, W.V.O.
 
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Stalnaker II 162
De re/Glauben/Zuschreibung/Kaplan/Stalnaker: ("Quantifying in", 1969) Kaplan hat eine Zwischenposition (zwischen Quine und Stalnaker): Zuschreibung/Kaplan: (wie Quine) es wird keine bestimmte Überzeugung zugeschrieben.
De re/logische Form/Quine/Kaplan: de re-Zuschreibung: Existentielle Quantifikation.
Wahrheitsbedingungen/WB/de re/KaplanVsQuine/Stalnaker: hier folgt Kaplan dem semantischen Ansatz: Zuschreibungen de re sind nur dann wahr, wenn der Glaubende in einer Relation der Bekanntschaft stehen muss.
Verstärkung: der Name muss das Individuum denotieren. Bsp "a ist ein Spion": hier muss a nicht nur Ortcutt denotieren, sondern es gibt zusätzliche Bedingungen
1. für den Inhalt
2. für die Kausalrelation zwischen dem Namen, dem Individuum und dem Glaubenden. Pointe/Stalnaker: immer noch ist es möglich, dass alle Bedingungen von zwei verschiedenen Namen erfüllt werden. Damit können die Beispiele beschrieben werden, ohne widersprüchlichen Glauben zuschreiben zu müssen.
KaplanVsQuine/Stalnaker: sein Ansatz deckt auch Fälle ab, wo Quines Analyse zu liberal war.
StalnakerVsKaplan: sein Ansatz ist ein ad hoc-Kompromiss.
Bekanntschaft/Zuschreibung/Stalnaker: in der semantischen Analyse ist Bekanntschaft selbstverständlich, ohne sie kann man nichts glauben. Man kann nicht eine Proposition glauben, ohne dass man die vorkommenden Ausdrücke in den Begriffen erfasst, in denen sie definiert sind.
StalnakerVsKaplan: 1. das Erfordernis der Bekanntschaft verliert aber seine Motivation, wenn es dem Quineschen Ansatz aufgepfropft wird.
2. Kaplan behält die künstliche Annahme, dass de re-Zuschreibungen keinen bestimmten Glauben zuschreiben und er ist an den Sententialismus (Sätze als Glaubensobjekte) gebunden.
II 163
Wenigstens müssen es satz-ähnliche Objekte mit Namen-ähnlichen Konstituenten sein.
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKaplan Stalnaker Vs Quine, W.V.O.
 
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I 71
Essentialismus/heute/VsQuine: die meisten Modallogiker heute widersprechen Quine und akzeptieren die Verbindung zwischen Modallogik und Essentialismus und akzeptieren auch den Essentialismus. Statt wie damals Quine zu sagen: "um so schlimmer für quantifizierte ML" sagen sie: "um so besser für den Essentialismus".
I 72
Wesen/Essentialismus/wesentliche Eigenschaft/LeibnizVsQuine/Stalnaker: widersprach Quine auf die erste Weise: These: jede Eigenschaft jedes Individuums konstituiert sein Wesen und nur die Existenz des Dings als ganze ist kontingent. heute: David Lewis mit seiner Gegenstück-Theorie ist ein moderner Nachfolger von Leibniz.
Gegenstück/Lewis: Dinge der aktualen Welt (WiWe) haben Gegenstücke in anderen möglichen Welten (MöWe). Dinge, die ihnen mehr ähneln als jedes andere Ding. Daher kann kein Individuum akzidentelle Eigenschafen haben, Eigenschaften, die ihm in anderen MöWe abgehen.
- - -
I 201
Quine/Stalnaker: lehrte uns skeptisch zu sein in Bezug auf die Idee von Notwendigkeit, Analytizität und Wissen a priori. Er stellte allerdings nicht die empiristische Annahmen in Frage, dass diese Begriffe miteinander stehen und fallen. KripkeVsQuine/Stalnaker: erst Kripke zog diese Begriffe auseinander, indem er Beispiele fand für Wahrheiten, die notwendig sind, obwohl sie erst a posteriori wissbar sind und solche, die kontingent, aber dennoch a priori wissbar sind.
- - -
II 24
Glauben/Mentalesisch/Field/Stalnaker: seine These war, die intentional-psychologische Relation in eine psychologische, aber nicht-intentionale und eine semantische aber nicht-psychologische Relation - zwischen einem Satz und der ausgedrückten Proposition – umzudeuten.
Glaubenszuschreibung/Quine/Stalnaker: sein Ziel war es, die Zuschreibung zu verallgemeinern. Damit sollte eine Verpflichtung auf singuläre Propositionen vermieden werden.
StalnakerVsQuine: das Projekt ändert aber seinen Charakter, wenn es um den allgemeinen Fall geht.
De re-Zuschreibung/Stalnaker: sollte besser nicht als indirekt und unbestimmt angesehen werden,
II 25
sondern einfach als Beispiele, die wesentliche Merkmale des Intentionalen zeigen: Zuschreibung: wenn wir intentionale Zustände zuschreiben, die Arten, Eigenschaften und Relationen, auf die wir dabei referieren finden wir in der Welt und mit ihnen charakterisieren wir die Welt, wie jemand sie sieht.
Pointe: das ist eben keine indirekte, sondern ein direkte Weise, zum Inhalt zu gelangen.
- - -
II 160
Def Singuläre Proposition/Stalnaker: hier Bsp eine singuläre Proposition schreibt Ortcutt Spionsein zu. strukturierte singuläre Proposition/Stalnaker: (für jene, für die Propositionen strukturierte Entitäten sind): dann sind singuläre Propositionen solche, die ein Individuum als Konstituente haben. (StalnakerVsStrukturierte Propositionen).
Singuläre Proposition/MöWe-Semantik/Semantik möglicher Welten/Stalnaker: für jene, für die Propositionen Mengen von MöWe sind, (Stalnaker pro)): dann ist eine singuläre Proposition eine Proposition, deren Wahrheit von den Eigenschaften eines bestimmten Individuums abhängt.
Singuläre Proposition/Stalnaker: die Identität einer singulären Proposition ist eine Funktion eines Individuums statt eines Begriffs oder der Gegebenheitsweise eines Individuums.
StalnakerVsQuine: dieser semantische Ansatz ist einfacher und weniger ad hoc als der von Quine.
II 161
De re/Zuschreibung/Glauben de re/singuläre Proposition/sing Prop/StalnakerVsQuine/Stalnaker : der semantische Ansatz fasst die Zuschreibung eines Glaubens de re dann als Zuschreibung eines ganz bestimmten Glaubens auf (anders als Quine). Was heißt es, eine singuläre Proposition zu glauben? Wie ist es zu glauben, dass Ortcutt selbst ein Spion ist? Und nicht bloß, dass die Person eine Kennzeichnung erfült, oder einem Glaubenssubjekt in einer gewissen Weise gegeben ist?
Problem: Angenommen, Ralph kennt Ortcutt auf zwei verschiedenen Weisen (Strand, brauner Hut). Welche singuläre Proposition über Ortcutt glaubt er?
schlechte Lösung: viele Autoren denken, es müsste hier eine spezielle Relation der Bekanntschaft geben.
Bekanntschaft/Stalnaker: Problem: eine semantische Relation für sie anzugeben.
1. die erste Strategie macht Glauben de re dann zu einfach: Bsp Poirot glaubt, dass es der Butler war einfach aufgrund der beiden Tatsache, dass 1. der Butler es war und 2. Poirot glaubt, dass es die Person war, die’s war.
2. die zweite Strategie macht Glauben de re zu schwierig: dann hat Ralph, der mit Ortcutt bekannt ist, zwei widersprüchliche Überzeugungen.
Lösung: a) die Relation der Bekanntschaft stärken, so da Fehlidentifikationen unmöglich sind.
Vs: solche Fehler sind fast immer möglich! Dann könnte man nur noch de re-Überzeugungen über sich selbst haben.
b) das "Teile-und-herrsche"-Argument: wir erzählen die Geschichte von Ralph in zwei Teilen.
1. Ralph sieht Ortcutt mit braunem Hut
2. Ralph sieht Ortcutt am Strand.
II 162
Dann ist es ganz natürlich, dass Ralph in der einen Geschichte glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist, und in der anderen Geschichte nicht. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Ralph irgendwann zwischendurch seine Meinung geändert haben müsste.
II 163
De re/Zuschreibung/Glauben de re/StalnakerVsQuine/StalnakerVsKaplan/Stalnaker: These: wir nehmen statt dessen Propositionen als Mengen von MöWe an. pragmatische Analyse/Pragmatik/Stalnaker: hat mit der semantischen gemein, dass bestimmte Überzeugungen zugeschrieben werden, aber – anders als die semantische – nimmt sie nicht eine bestimmte Art von Propositionen an, und verlangt auch keine verstärkte Bekanntschaftsrelation.
D.h. die Individuen von denen etwas geglaubt wird, sind nicht Konstituenten der Proposition.
Proposition: ihr Zweck ist es, eine Teilmenge der relevanten Kontextmenge herauszugreifen.
Zuschreibung/de re/Stalnaker: (alle Autoren): die Weise, wie der Zuschreibende seine Zuschreibung formuliert ist unabhängig von der Weise, wie der Glaubende seine Überzeugung formulieren würde, bzw. die Weise, wie er über das Individuum denkt
Pragmatischer Ansatz/Stalnaker: (…+…)

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003