Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kapitalismus Schumpeter Brocker I 250
Kapitalismus/Schumpeter: These: a) Der Kapitalismus lässt sich am besten nicht als System von Marktgleichgewichten, sondern stattdessen als ein wettbewerbsgetriebener, von innovativen Unternehmen ausgehender dynamischer Prozess zur Störung von Gleichgewichten verstehen; dieser Prozess erfasst und verwandelt nicht nur die Strukturen der Wirtschaft, sondern alle Strukturen der modernen Gesellschaft. b) Um des wissenschaftlichen Fortschritts willen muss man strikt zwischen positiver und normativer Analyse trennen:
Brocker I 251
SchumpeterVsKlassische Ökonomie/SchumpeterVsRicardo/SchumpeterVsKeynes: diese Autoren haben die Trernnung zwischen positiver und normativer Analyse nicht vorgenommen. ((s) Unterscheidung deskriptiv/normativ.).
Brocker I 254
Schumpeter These: Der Kapitalismus wird nicht an seinen Misserfolgen, sondern an seinen Erfolgen zugrunde gehen. Dies wird aber - anders als bei Marx – nicht als unbedingte, sondern als bedingte Prognose aufgestellt. Die Bedingung ist, dass in der zukünftigen Entwicklung keine störenden Einflüsse auftreten. (1) Schumpeter pro Kapitalismus: siehe Zivilisation/Schumpeter.
Brocker I 255
Innovation/Schumpeter: die Entwicklung des Kapitalismus kann nur unter Berücksichtigung des für den Prozess schöpferischer Zerstörung wesentlichen Innovationswettbewerbs um immer neue Produkte, Verfahren und Organisationsformen beschrieben werden. (2)
Brocker I 262
Schumpeters Hauptbotschaft lautet, dass die (vermeintlichen) Stärken des Sozialismus als Totalitarismus zu fürchten und dass die (vermeintlichen) Schwächen des Kapitalismus als Zivilisiertheit der modernen Gesellschaft und mithin als bewahrenswert zu würdigen sind. (Siehe auch Sozialismus/Schumpeter).

1. Joseph A. Schumpeter, Capitalism, Socialism and Democracy, New York 1942. Dt.: Joseph A. Schumpeter, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Tübingen/Basel 2005 (zuerst: Bern 1946). S. 105, 263.
2. Ebenda S. 142.
Ingo Pies, „Joseph A. Schumpeter, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie (1942)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.

EconSchum I
Joseph A. Schumpeter
Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung Leipzig 1912

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Politische Ökonomie Buchanan Mause I 59
Neue Politische Ökonomie/Buchanan: Unter den Begriff „ökonomischer Imperialismus“ könnte man auch die Neue Politische Ökonomie fassen, deren wichtigste Vertreter James Buchanan (1919– 2013), Anthony Downs (geb. 1930) und Gordon Tullock (1922– 2014) waren. Dabei geht es darum, wirtschaftstheoretische Analysen auf weitere gesellschaftliche Bereiche und auf die Untersuchung jeglichen menschlichen Verhaltens auszudehnen.
VsKlassische Ökonomie/VsSmith: ökonomische und politische Aspekte werden nicht wie bei den Klassikern miteinander verbunden, sondern das politische Geschehen wird ausschließlich durch die Brille des homo oeconomicus gesehen. (1) (2).


1. A. Downs, An economic theory of democracy. New York 1957 [dt. 1968: Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen]
2. J. Buchanan, G. Tullock, The calculus of consent. Ann Arbor 1962.

EconBuchan I
James M. Buchanan
Politics as Public Choice Carmel, IN 2000

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
Wirtschaftswissenschaften Schumpeter Brocker I 251
Wirtschaftstheorie/Schumpeter: Um des wissenschaftlichen Fortschritts willen muss man strikt zwischen positiver und normativer Analyse trennen: SchumpeterVsKlassische Ökonomie/SchumpeterVsRicardo/SchumpeterVsKeynes: diese Autoren haben die Trernnung zwischen positiver und normativer Analyse nicht vorgenommen. ((s) Unterscheidung deskriptiv/normativ.).


Ingo Pies, „Joseph A. Schumpeter, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie (1942)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018.


EconSchum I
Joseph A. Schumpeter
Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung Leipzig 1912

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018