Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 14 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kohärenztheorie Austin I 230
AustinVsKohärenztheorie: Wahrheit ist eine Sache der Relation zwischen Wörtern und der Welt.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Kohärenztheorie Ayer I 21
AyerVsKohärenztheorie: es könnte verschiedene Systeme kohärenter Aussagen geben.
I 293
Kohärenz/Carnap/Ayer: Carnap versucht, Kohärenztheorie zu retten: Pragmatismus: was dient unseren Zielen? - AyerVsCarnap: dass letztlich nur eins der konkurrierenden kulturell unterschiedenen Systeme akzeptabel, überschreitet schon die Kohärenztheorie selbst.

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Kohärenztheorie Chisholm Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 19
VsKohärenztheorie: für jede Abstrusität kann man ein Korpus kohärenter Aussagen konstruieren - Kohärenztheorien können die Vielfalt der Hypothesen nicht reduzieren - daher kann Kohärenz kein Kriterium sein. - Lösung: Evidenz aus unmittelbarem Erleben.

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Kohärenztheorie Frege Dum I 24
Dummett/Frege: KontextprinzipVsKorrespondenztheorie - KontextprinzipVsKohärenztheorie: Bedeutung nicht vorgegeben - jene fragen fälschlich nach Proposition statt Satz

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Kohärenztheorie McDowell I 172
Def "Ungezwungene Kohärenztheorie/McDowell: die These, dass die Ausübungen der Spontaneität keine äußeren Einschränkungen besitzen. Sie können auf rationale Weise von den Tatsachen kontrolliert werden, wenn sich die Tatsachen selbst in den Erfahrungen manifestieren. Das ist eine Kontrolle von außerhalb des Denkens, nicht von außerhalb des Denkbaren. DavidsonVs: Spontaneität keiner äußeren rationalen Bedingungen unterworfen.
McDowellVsDavidson: so ist seine Kohärenztheorie ohne Kontrolle.
I 49
McDowellVsKohärenztheorie: droht Gedanke und Realität zu trennen.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
Kohärenztheorie Russell VII 65
RussellVsKohärenztheorie/Russell: die Wahrheits-Definition setzt die Bedeutung von "Kohärenz" bereits voraus - viele wissenschaftliche Theorien sind nicht ganz kohärent.
Def Kohärenztheorie/Russell: Merkmal der Falschheit eines Gedankens ist: wenn er sich nicht widerspruchfrei in die Gesamtheit unserer Meinungen einordnet. Danach besteht das Wesen jeder Wahrheit darin, Teil eines vollkommen abgeschlossenen Systems zu sein, das "Die Wahrheit" ist. (RussellVs).
RussellVsKohärenztheorie/Russell:
1. Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass überhaupt nur eine Gesamtheit kohärenter Meinungen möglich ist. In der Wissenschaft nicht so ungewöhnlich.
VII 66
2. Die Definition von Wahrheit nach der Kohärenztheorie setzt die Bedeutung von "Kohärenz" bereits voraus, während doch in Wirklichkeit "Kohärenz" die Wahrheit der Gesetze der Logik voraussetzt. Wenn wir nun versuchen wollten, den Satz vom Widerspruch selbst einem Kohärenztest zu unterwerfen, würden wir finden, dass - angenommen, er sei falsch - es überhaupt keine Inkohärenz zwischen Sätzen mehr geben könnte!

IV 107
RussellVsKohärenztheorie:Ein phantasiebegabter Schriftsteller könnte eine kohärente neue Vergangenheit erfinden, die mit allem, was wir wissen, übereinstimmt und doch etwas ganz anderes als die wirkliche Vergangenheit ist.
IV 109
Es gibt keinen Beweis, dass es nur ein einziges kohärentes System gibt. Kohärenz/Russell: ist nicht eigentlich die Bedeutung von Wahrheit, aber sie kann ein wichtiges Kriterium liefern.


Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996
Kohärenztheorie Sellars I XVIII
Kohärenztheorie: Wegbereiter: Sellars. Anhänger: Davidson: "Nichts kommt als Grund für eine Meinung in Frage, was nicht selbst eine Meinung ist".
I 60
Kohärenztheorie/TraditionVsKohärenztheorie/Sellars: es kann nur dasselbe berichtet werden, wenn derselbe Gegenstand gegenwärtig ist.

Sellars I
Wilfrid Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Sellars II
Wilfred Sellars
Science, Perception, and Reality, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977
Korrespondenztheorie Dummett I 24 ff
Dummett/Frege: KontextprinzipVsKorrespondenztheorie - KontextprinzipVsKohärenztheorie: Bedeutung nicht vorgegeben - jene fragen fälschlich nach Proposition statt Satz.
I 24 ff
Um die Proposition zu begreifen, muss man wissen, was der Satz bedeutet. Daher setzen die Vertreter der Korrespondenztheorie und der Kohärenztheorie die Bedeutung der Sätze als etwas vor der Erkenntnis dessen, was sie wahr macht, Gegebenes. Dann könnte beinahe alles beliebige als etwas angesehen werden, was den Satz wahr macht, es hängt halt davon ab, was der Satz bedeutet.
I 26ff
Korrespondenztheorie/Kohärenztheorie: Bedeutung vor Wahrheit - Davidson: Wahrheit vor Bedeutung (Die Wahrheitsbedingungen werden später durch die Theorie festgelegt) - Dummett beide zusammen!
II 89ff
Korrespondenzprinzip C/Dummett: wenn ein Satz wahr ist, muss es etwas geben, kraft dessen er wahr ist - (Wahrmacher-Prinzip).
II 90
Das Korrespondenzprinzip wird erst angewendet, wenn wir die Wahrheitsbedingungen schon kennen - das setzt voraus zu entscheiden, welche Sätze einfach wahr sein können.

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
Korrespondenztheorie Frege V 104
FregeVsKorrespondenztheorie: der Sinn eines Ausdrucks, der kein Satz ist, muß ausgehend von seinem Beitrag zur Bestimmung des Sinns erklärt werden.
V 104
FregeVsKorrespondenztheorie: Der Ausdruck ist Beitrag, nicht Gegenstand im Satz. > Kompositionalität.
V 105
FregeVsKorrespondenztheorie: jeder Versuch, Wahrheit zu definieren ist ein kopfloses Unterfangen. Wäre Wahrheit eines Satzes der Besitz dieser oder jener Eigenschaft, so müßte man, um seine Wahrheit zu entscheiden, die Wahrheit eines anderen Satzes entscheiden. (Regress).
Dum I 24
Dummett/Frege: KontextprinzipVsKorrespondenztheorie - KontextprinzipVsKohärenztheorie: Bedeutung nicht vorgegeben. - Die Vertreter der Kohärenztheorie fragen fälschlich nach der Proposition statt nach dem Satz.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Korrespondenztheorie Wittgenstein Stegmüller IV 151
Übereinstimmung/Kripke: setzt voraus, dass die Mitglieder der Gemeinschaft sich darüber einig sind, ob sie übereinstimmen oder nicht. - bei Rechtfertigungsbedingungen (Behauptbarkeitsbedingungen) geht es um Übereinstimmung selbst, nicht das Verständnis von Übereinstimmung - der Begriff muss gar nicht bekannt sein. >Behauptbarkeit/Wittgenstein.
II 95
Wahrheit/Wittgenstein: die Behauptung, es gäbe irgend eine bestimmte Theorie der Wahrheit, ist falsch, denn Wahrheit ist kein Begriff! WittgensteinVsKorrespondenztheorie, WittgensteinVsKohärenztheorie. Weitere Autoren zu >Korrespondenztheorie, >Kohärenztheorie.
II 284
Übereinstimmung/WittgensteinVsKorrespondenztheorie: es besteht eine enorme Versuchung, alle Dinge als Erweiterung von etwas anderem anzusehen, dieser Versuchung fallen wir anheim, wenn wir sagen, ein Satz sein wahrer, wenn er mit der Wirklichkeit übereinstimmt.
II 285
Bsp alle Möbel kann man mit gewissen Erweiterungen als Stühle betrachten.
II 286
Übereinstimmung/WittgensteinVsKorrespondenztheorie: die Aussage, zwischen einem Satz und der Wirklichkeit bestehe Übereinstimmung, besagt nichts, weil wir nicht wissen, was unter Übereinstimmung zu verstehen ist.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
Texte Lakatos Hacking I 212
Lakatos: man soll alle Texte lesen, derer man überhaupt habhaft werden kann. Hacking und FeyerabendVsLakatos: das ist eine elitäre Forderung! HackingVsKohärenztheorie: man kann immer an der Datenlage herumdoktern! Man kann zu dem Schluss kommen, dass etwas nicht als Beispiel zählt! Das heißt aber nicht, dass man lügt!
Das entzieht nun aber Lakatos historischer Analyse den Boden!
Nach Lakatos können wir uns auf keine anderen Maßstäbe berufen, als die Erkenntnisgeschichte, so wie sie vorliegt.
FeyerabendVsLakatos: elitär. Rationalität wird einfach durch das definiert, was von einer Gemeinschaft gutgeheißen wird. (Hier aber nur der letzten 200 Jahre).
I 215
Lakatos/Hacking: hat den Versuch gemacht, bestimmte objektive Werte der Wissenschaft ohne Berufung auf Kopiertheorien der Wahrheit zu charakterisieren. (Zuwachs an Wissen).

Laka I
I. Lakatos
The Methodology of Scientific Research Programmes: Volume 1: Philosophical Papers (Philosophical Papers (Cambridge)) Cambridge 1980

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Theorien James Diaz-Bone I 72/73
Theorie/Praxis/James: Bsp Geschichte vom Eichhörnchen: ein Eichhörnchen versteckt sich vor einem Wanderer, indem ews isch immer auf der abgewendeten Seite eines Baums bewegt. "Metaphysische Frage": Geht der Wanderer um das Eichhörnchen herum, wenn er den Baum umrundet? Die Lösung hängt davon ab, wie man seine Begriffe definiert. >Metaphysik/James. Pragmatismus: dient in erster Linie dazu, solche Geschichten zu klären, die sonst endlos hin und hergeschoben würden. Die Methode besteht darin, die Beantwortung im Hinblick auf ihre jeweiligen praktischen Folgen zu wählen.
Bsp Frage: ist eine chemische Substanz eine Verbindung mit einem labilen Wasserstoffatom, das ständig zwischen zwei Positionen hin und her oszilliert, oder handelt es sich um ein Gemisch aus Isomeren? Lösung: die Antwort hängt von den praktischen Auswirkungen innerhalb eines Experiments ab. Die Debatte wird damit bedeutungslos.
I 74
Theorie/James: ist auch eine Form der Praxis, ein von jeglicher Handlung abgetrenntes Meinen, Fürwahrhalten, Glauben ist nicht denkbar. >Pragmatismus/James.
Horwich I 24
Theorie/James: alternative Theorien können manchmal genauso kompatibel mit allen vorhandenen Wahrheiten sein. (JamesVsKohärenztheorie). (1)

1. William James (1907) "Pragmatisms Conception of Truth“ (Journal of Philosophy, Psychology and Scientific Methods, 4 p. 141-55 and 396-406) in: Paul Horwich (Ed.) Theories of Truth, Aldershot 1994

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Theorien Quine I 34
Theorie muss nicht auf Absicht beruhen, wurde in der Vergangenheit verinnerlicht.
I 56
QuineVsVerifikation: sinnlos, einen Satz innerhalb mit einem außerhalb der Theorie gleichzusetzen - Intertheoretisch keine Bedeutung - keine Zusätze mit "oder" (> Goodman, Davidson,"gefälschte Theorien").
I 57
Wir behalten unsere Überzeugungen bei der Theoriebildung zunächst noch bei.
I 74
Theorie: Carnap: Termini - Quine: Sätze.
I 393
Theorie: nur Prädikation, Allquantifikation, Wahrheitsfunktion (für abgeleitete Merkmale) - allgemeine Termini (für primäre Merkmale) - (kein "weil").
I 429
Theorie: isolierte Systeme, Massenpunkt, infinitesimale Größe: Verhalten jeweils typischer, je näher man an Null kommt, daher akzeptabel - aber nicht in Ontologie zugelassen - im Gegensatz zu geometrische Gegenstände: Position von Massenpunkten hatte keinen Sinn - daher nicht individuierbar! Keine Identität! > Äquivalenz: siehe auch Quine,Wort und Gegenstand § 52, 1960.
I 431
Paraphrase (keine Synonymie): man könnte Newton relativistisch umformulieren. - Das wäre wie in der Kirche: "in höherem Sinne wahr". - Quine: manchmal ist das akzeptabel.
I 432
Theorie: Struktur von Bedeutung, nicht die Wahl der Gegenstände! (Ramsey,Russell) Quine: neu: auch bei physikalischen Gegenständen: die sind nämlich auch theoretisch! - Begründung: Sätze sind semantisch primär!
II 45
Äquivalenz von Theorien: wird entdeckt, wenn man die Möglichkeit einer Uminterpretation entdeckt - beide wahr - aber unter Umständen logisch unvereinbar!
VI 134
Theorie/empirisch äquivalent/logisch äquivalent/Quine: zwei Theorien können logisch unverträglich und dennoch empirisch äquivalent sein. Bsp Riemannsche/Euklidische Geometrie - Fall 1: auch untransformierbare Theorien (in gleicher Terminologie, wobei jede gewisse Sätze impliziert, die die andere nicht impliziert) sind empirisch äquivalent - kein Problem - Fall 2: zusätzliche theoretische Termini - Fall 3: logisch unverträglich - Davidson: lässt sich auf Fall 2 zurückführen - weil strittige Sätze von theoretischen Termini abhängig, die eben nicht empirisch sind - daher immer noch empirisch äquivalent - Lösung: fraglicher theoretischer Term in zwei Schreibweisen (je Theorie) - damit werden sie logisch verträglich.
VI 136
empirisch äquivalent/logisch unverträglich/Theorie/Quine: Fall 2: (Theorie für globale Welten, ohne Kontexteinbettung). - Lösung. exotischer Termini (ohne Vorhersagekraft) eliminieren - Pointe: dann geht es um Kohärenz (sonst QuineVsKohärenztheorie) - Elimination: gerechtfertigt dadurch, dass wir außer unseren eigenen Theorie keinen Zugang zur Wahrheit haben
VI 139
empirisch äquivalent/logisch unverträglich/Theorie/Quine: Variante/Davidson: beide Theorien gelten, W-Prädikat: in umfassender, neutraler Sprache. - QuineVsDavidson: wie viel weiter sollen sich dann die Variablen erstrecken? - wir brauchen Einhalt, weil wir keine dritte Theorie wollen. - Bsp"Alles könnte anders sein"/Pointe: die beiden System beschreiben auf jeden Fall dieselbe Welt - rein verbale Frage.
XII 70
Theorieform/Quine: nach Abstraktion der Bedeutungen des nicht-logischen Vokabulars und vom Wertebereich der Variablen - Reinterpretation der Theorieform liefert Modelle.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Widerspruchsfreiheit Feyerabend I 39
Konsistenz/FeyerabendVsKohärenztheorie/Kohärenz/Feyerabend: die Konsistenzbedingung, nach der neue Hypothesen mit anerkannten Theorien übereinstimmen müssen, ist unvernünftig, Theorienvielfalt ist für die Wissenschaft fruchtbar, Einförmigkeit lähmt ihre kritische Kraft.
Theorie/Physik/Widerspruchsfreiheit/Duhem/Feyerabend: Bsp die Theorie von Newton widerspricht dem Fallgesetz von Galilei und den Keplerschen Gesetzen. Bsp die statistische Thermodynamik widerspricht 2. Hauptsatz. Bsp die Wellenoptik widerspricht der geometrischen Optik.
Pointe: es handelt sich hier um logische Inkonsistenz. Es ist durchaus möglich, dass die Unterschiede der Voraussagen so klein sind, dass sie experimentell nicht festgestellt werden können!
Außerdem sind die Theorien nicht in sich inkonsistent.
I 40
Konsistenzbedingung/Feyerabend: sie ist weit weniger großzügig: sie eliminiert eine Theorie nicht, weil sie den Tatsachen widerspricht, sondern einer anderen Theorie, deren bestätigte Instanzen sie teilt. Damit wird der noch ungeprüfte Teil dieser Theorie zum Kriterium erhoben. Der einzige Unterschied zwischen diesem Kriterium und einer neueren Theorie sind Alter und Gewohnheit! Ein Verteidiger der Konsistenzbedingung würde sagen: die einzige wirkliche Verbesserung wäre die Gewinnung neuer Tatsachen.


Feyerabend I
Paul Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Feyerabend II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 20 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie McDowell Vs Brandom, R. Esfeld I 185
McDowell: (1996,S 31 32): wir werden von einer Oszillation zwischen zwei Positionen gefangengehalten: 1. einem Kohärentismus, der rationale Beziehungen nur zwischen Überzeugungen zuläßt.
2. dem Mythos des Gegebenen, der eine kausale Beziehung mit einer rationalen verwechselt. D.h. er gibt uns eine Entschuldigung statt einer Rechtfertigung.
I 186
McDowellVsKohärenztheorie: läßt unsere Überzeugungen im Leeren kreisen, weil keine rationale Einschränkung von seiten der Welt zugelassen ist. Lösung:
Begriff/Welt/McDowell: These der begriffliche Bereich ist so anzusehen, daß er keine Grenzen hat: er endet nicht dort, wo Personen und ihre Interaktionen aufhören, er umfaßt vielmehr den gesamten physikalischen Bereich.
Inhalt/McDowell: die Tatsachen selbst, aus denen die Welt besteht.
Eine Grenze zwischen Begrifflichem und Nichtbegrifflichem zu ziehen, würde verhindern, daß wir eine rationale Einschränkung von seiten der Welt auf unsere Überzeugungen ansetzen könnten.
Esfeld: das könnte man so verstehen, daß diese Grenze nur verschoben wird, so daß das Begriffliche die Erfahrung mit einschließt, aber dann wäre die Beziehung zwischen der Welt und der Erfahrung immer noch eine bloß kausale.
Welt/McDowell: ist selbst begrifflich!
McDowellVsBrandom: Vs inferentielle Semantik.
McDowellVsQuine: Vs Bestätigungs Holismus.
I 187
McDowell/Esfeld: eröffnet die Perspektive auf einen umfassenden Holismus auf der Basis eines Holismus der Philosophie des Geistes. Der Überzeugungs Holismus bezieht sich auf den gesamten begrifflichen Bereich. Mit McDowells unbegrenztem begrifflichen Bereich, wird damit auch der Überzeugungs Holismus ausgedehnt.
Die physikalische Welt selbst liegt nicht außerhalb des Bereichs der Verständlichkeit.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Ayer Vs Carnap, R. AyerVsKohärenztheorie:es gibt viele konkurrierende Systeme, deren Akzeptanz von Kulturkreis der Wissenschaftler abhängt. VsCarnap: ihm schwebte vor, daß nur eines dieser Systeme akzeptiert werden würde. Das heißt aber schon, die Grenzen der Kohärenztheorie zu überschreiten! I 292

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Neurath Vs Holismus Brendel I 125
Definitorische Kohärenztheorie/Wahrheit/Neurath/Brendel: Vertreter: Neurath. (Neurath bezeichnete sich selbst nicht als Kohärenztheoretiker explizit NeurathVsKohärenztheorie/NeurathVsHolismus).
I 126
Neurath: pro Empirismus. Wahrheit/Neurath: These: Die Wahrheits-Definition muss sich in einem empiristischen W-Kriterium erschöpfen.
Protokollsatz/Schlick: Fundament, unrevidierbar. „reine Beobachtungssätze“.
Protokollsatz/NeurathVsSchlick: revidierbar. Da sie aufgrund von Entschlüssen ausgewählt werden.
Wirklichkeit/Neurath/Brendel: These das Reden über sie ist blanke Metaphysik.
Wahrheit/Neurath/Brendel: ist daher nur relativ zu einem System von Sätzen verstehbar (>Kohärenztheorie).
NeurathVsKorrespondenztheorie: „Übereinstimmung mit der Wirklichkeit“: wird abgelehnt. „Wahre Welt“: sinnlos.
I 127
Auswahl/Neurath: aus mehreren konsistenten Aussagenmengen: ohne W-Kriterium, nach außerlogischen Momenten.

Neur I
O. Neurath
Philosophical Papers 1913-1946: With a Bibliography of Neurath in English (Vienna Circle Collection, Volume 16) 1983

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Austin Vs Kohärenztheorie I 237
AustinVsKohärenztheorie: Wahrheit ist eine Sache der Relation zwischen Wörtern und der Welt.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Ayer Vs Kohärenztheorie I 21
AyerVsKohärenztheorie: es könnte verschiedene Systeme kohärenter Aussagen geben.
I 296
AyerVsKorrespondenztheorie: verwechselt die Frage nach der Konventionalität desSymbolsystems mit der ganz anderen Frage danach, ob das Symbolisierte wahr ist.

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Feyerabend Vs Kohärenztheorie I 39
Konsistenz/FeyerabendVsKohärenztheorie/Kohärenz/Feyerabend: die Konsistenzbedingung, nach der neue Hypothesen mit anerkannten Theorien übereinstimmen müssen, ist unvernünftig, Theorienvielfalt ist für die Wissenschaft fruchtbar, Einförmigkeit lähmt ihre kritische Kraft.

Feyerabend I
Paul Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Feyerabend II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Field Vs Kohärenztheorie II 365
Rechtfertigung/Kohärenztheorie/Field: es steht aber nicht fest, dass es ohne zirkuläre Rechtfertigung gar keine Vernünftigkeit gäbe. Diese Sicht ist eine Spielart der Kohärenztheorie.
Kohärenztheorie/Field: These: einfache deduktive, induktive oder Wahrnehmungsregeln zählen nicht als „vernünftig anzuwenden“
II 366
bevor nicht die Anwender durch eine Kombination von Deduktion, Induktion und Wahrnehmung gezeigt haben, bei der diese Kombination von Fall zu Fall variiert, dass diese Regeln verläßlich sind. Aber sobald diese Regeln zur Unterstützung ihrer selbst eingesetzt werden, wird es vernünftig sie anzuwenden.
Rechtfertigung/Zirkel/FieldVsKohärenztheorie: das soll rechtfertigungslose Vernünftigkeit vermeiden, (Field pro rechtfertigungslose Vernünftigkeit (rV)) aber das hat im Fall einiger Induktionsregeln keine Substanz. Nicht jede Menge von sich selbst unterstützenden Prozeduren zählt als vernünftig: Bsp verschiedene Arten von kontra-deduktiven und kontra-induktiven Methoden. Was unterscheidet dann die, die vernünftig sind, von denen, die es nicht sind?
Proto-Vernünftigkeit/Field: die Lösung ist, dass einige Methoden proto-vernünftig sein müssen unabhängig von Empirie. Diese könnte von Wahrheitserhalt oder Verläßlichkeit abhängen. Oder von der Tatsache, dass wir sie vernünftig finden!
Lösung: in dem Moment, wo wir erkennen, dass die Methode verläßlich ist, wandelt sich die Proto-Vernünftigkeit zur normalen Vernünftigkeit.
Pointe: kontra-induktive und kontra-deduktive Methoden haben keine anfängliche Proto-Vernünftigkeit, so dass sie nicht sich selbst unterstützen! (Zirkel: kann nicht einsetzen, wenn keine Anfangsannahme gemacht wird).
Kohärenztheorie/Rechtfertigung/Zirkel/Field: das ist die direkteste Weise, wie die Kohärenztheorie vernünftige von unvernünftigen selbst-unterstützenden Methoden unterscheiden sollte.
Field: aber dann ist es klar, dass diese Sicht im Grunde eine notationale Variante ist, der Sicht, dass es rechtfertigungslose Vernünftigkeit gibt. Sie nennt sie nur „Proto-Vernünftigkeit“:
rV: impliziert natürlich Vernünftigkeit
Proto-Vernünftigkeit: impliziert sie nicht. Ihre Vertreter schreiben ihr einen positiven Wert zu.
Field: aber das heißt bloß, dass sie eine höhere Schwelle für Vernünftigkeit festlegen. Das entspricht der Kohärenztheorie.
Kohärenztheorie/Vernünftigkeit/Field: höhere Schwelle für Vernünftigkeit.
Niedrigere Schwelle: für Vernünftigkeit: Nicht-kohärentistische Theorien.
Pro niedrigere Schwelle/Vernünftigkeit/VsKohärenztheorie: 1. es gibt nicht so viele Probleme mit deduktiver Rechtfertigung der Deduktion und induktiver der Induktion (“less than meets the eye to...“)
2. Wenigstens bei der Induktion ist es unmöglich, die Regeln auch nur zu gebrauchen um für die Verläßlichkeit der Regeln zu argumentieren.
Schwelle: das bedeutet, dass es schwer ist, eine höhere (kohärentistische) Schwelle zu begründen, ohne eine so hohe zu wählen, dass sie unerreichbar wird. .
Fußnote: Bsp angenommen, Theorie T und T*
T* gilt bis zum Jahr 2000, ab da gilt Theorie U.
II 367
Nun könnte es sein, dass in den letzten Jahrtausenden alle hundert Jahre die physikalische Theorie gewechselt hat, so dass es wahrscheinlich erscheint, dass sie im Jahr 2000 wiederum wechselt... ((s) > glau). Vernünftigkeit/FieldVsKohärenztheorie: These: ich bevorzuge die niedrigere Schwelle, nach der gute Induktions- und Wahrnehmungsregeln als schwach a priori zählen.
Volle Apriorizität/Field: die Frage nach ihr reduziert sich auf die Frage nach empirischer Unwiderlegbarkeit. Wir werden unten sehen, dass auch das eine quasi-terminologische Komponente hat.

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Frege Vs Kohärenztheorie Dummett I 24
Kontextprinzip: nur ganze Sätze haben Bedeutung. Dummett/Frege: KontextprinzipVsKorrespondenztheorie - KontextprinzipVsKohärenztheorie: Bedeutung nicht vorgegeben - jene fragen fälschlich nach Proposition statt Satz. - Proposition hier: das, was durch einen Satz ausgedrückt wird.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Hacking Vs Kohärenztheorie I 212
HackingVsKohärenztheorie: man kann immer an der Datenlage herumdoktern! Man kann zu dem Schluss kommen, dass etwas nicht als Bsp zählt! Das heißt aber nicht, dass man lügt! Das entzieht nun aber Lakatos historischer Analyse den Boden!
Nach Lakatos können wir uns auf keine anderen Maßstäbe berufen, als die Erkenntnisgeschichte, so wie sie vorliegt.

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie McDowell Vs Kohärenztheorie I 49
McDowellVsKohärenztheorie: droht Gedanke und Realität zu trennen.
Esfeld I 185
McDowell: (1996,S 31 32): wir werden von einer Oszillation zwischen zwei Positionen gefangengehalten: 1. einem Kohärentismus, der rationale Beziehungen nur zwischen Überzeugungen zuläßt.
2. dem Mythos des Gegebenen, der eine kausale Beziehung mit einer rationalen verwechselt. D.h. er gibt uns eine Entschuldigung statt einer Rechtfertigung.
I 186
McDowellVsKohärenztheorie: läßt unsere Überzeugungen im Leeren kreisen, weil keine rationale Einschränkung von seiten der Welt zugelassen ist. Lösung:
Begriff/Welt/McDowell: These der begriffliche Bereich ist so anzusehen, daß er keine Grenzen hat: er endet nicht dort, wo Personen und ihre Interaktionen aufhören, er umfaßt vielmehr den gesamten physikalischen Bereich.
Inhalt/McDowell: die Tatsachen selbst, aus denen die Welt besteht.
Eine Grenze zwischen Begrifflichem und Nichtbegrifflichem zu ziehen, würde verhindern, daß wir eine rationale Einschränkung von seiten der Welt auf unsere Überzeugungen ansetzen könnten.
Esfeld: das könnte man so verstehen, daß diese Grenze nur verschoben wird, so daß das Begriffliche die Erfahrung mit einschließt, aber dann wäre die Beziehung zwischen der Welt und der Erfahrung immer noch eine bloß kausale.
Welt/McDowell: ist selbst begrifflich!
McDowellVsBrandom: Vs inferentielle Semantik.
McDowellVsQuine: Vs Bestätigungs Holismus.
I 187
McDowell/Esfeld: eröffnet die Perspektive auf einen umfassenden Holismus auf der Basis eines Holismus der Philosophie des Geistes. Der Überzeugungs Holismus bezieht sich auf den gesamten begrifflichen Bereich. Mit McDowells unbegrenztem begrifflichen Bereich, wird damit auch der Überzeugungs Holismus ausgedehnt.
Die physikalische Welt selbst liegt nicht außerhalb des Bereichs der Verständlichkeit.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Russell Vs Kohärenztheorie IV 108
VsKohärenztheorie: 1. Ein phantasiebegabter Schriftsteller könnte eine kohärente neue Vergangenheit erfinden, die mit allem, was wir wissen, übereinstimmt und doch etwas ganz anderes als die wirkliche Vergangenheit ist.
IV 109
Es gibt keinen Beweis, dass es nur ein einziges kohärentes System gibt. VsKohärenztheorie: 2. Die Wahrheits Definition setzt die Bedeutung von "Kohärenz" voraus, während doch in Wirklichkeit "Kohärenz" die Wahrheit der Gesetze der Logik voraussetzt.

VII 65
Def Kohärenztheorie/Russell: Merkmal der Falschheit eines Gedankens: wenn er sich nicht widerspruchfrei in die Gesamtheit unserer Meinungen einordnet. Danach besteht das Wesen jeder Wahrheit darin, Teil eines vollkommen abgeschlossenen Systems zu sein, das "Die Wahrheit" ist. (RussellVs). RussellVsKohärenztheorie/Russell:
1. Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass überhaupt nur eine Gesamtheit kohärenter Meinungen möglich ist. In der Wissenschaft nicht so ungewöhnlich.
VII 66
2. Die Definition von Wahrheit nach der Kohärenztheorie setzt die Bedeutung von "Kohärenz" bereits voraus, während doch in Wirklichkeit "Kohärenz" die Wahrheit der Gesetze der Logik voraussetzt. Wenn wir nun versuchen wollten, den Satz vom Widerspruch selbst einem Kohärenztest zu unterwerfen, würden wir finden, dass - angenommen, er sei falsch - es überhaupt keine Inkohärenz zwischen Sätzen mehr geben könnte.

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Williams, M. Vs Kohärenztheorie Horwich I 488
Kohärenztheorie/M Williams: hat mit dem Skeptizismus zu tun. These sagt, dass die Analyse von Wahrheit in nicht epistemischen Begriffen diese unzugänglich macht. M. Williams: wenn das stimmte, würde Disquotationalismus, aber auch reichere Korrespondenztheorie ausgeschlossen.
I 489
Wahrheit/Rechtfertigung/Akzeptierbarkeit/Arthur Fine: wenn man sieht, dass der realistische W Begriff eine Lücke schafft, die den epistemischen Zugang ((s) Rechtfertigung) immer außerhalb der Reichweite hält, könnte man versucht sein, Wahrheit in epistemischen Begriffen neu zu definieren, um ihn buchstäblich zugänglich zu machen. M. WilliamsVs: als epistemische These kann der Skeptizismus überhaupt nur unter skeptischen Prämissen abgeleitet werden!
Wahrheit/Skeptizismus/M. Williams: kein Begriff der Wahrheit macht diese von sich aus unzugänglich: man braucht immer epistemische Prämissen!
Lücke/M. Williams: die Lücke die Fine meint, ist wahrscheinlich: selbst die am besten gerechtfertigte Überzeugungen kann falsch sein.
M. WilliamsVs: dennoch, warum sollte das zum radikalen Skeptizismus führen? ((s) Jede kann, aber nicht alle können falsch sein).
Korrespondenztheorie/Skeptizismus/M. Williams: kombiniert mit einem cartesianische Dualismus führt sie zum Skeptizismus.
Wenn Repräsentationen aber nur mit anderen Repräsentationen verglichen werden können, führt das zur Kohärenztheorie ((s) >Kohärenztheorie/Berkeley).
Korrespondenztheorie/M. Williams: moderne Form: tendiert zum Naturalismus und Physikalismus, indem sie Referenz mit einer Kausalrelation identifiziert. (>Kausaltheorie der Referenz).
I 490
Korrespondenztheorie: argumentiert mit der Unmöglichkeit einer Alternative. Das tut die Kohärenztheorie ebenfalls! M. Williams: beide beantworten die Frage nicht: warum sollte man sich nicht lieber mit dem Deflationismus zufrieden geben?
Deflationismus/M. Williams: kann viele der Kritikpunkte der KorrespondenztheorieVsKohärenztheorie teilen und umgekehrt. Weil er weder die Idee von Wahrheit als Korrespondenz ausgestaltet noch zeigt, dass Wahrheit eine epistemische Eigenschaft wäre.
I 495
Korrespondenztheorie/Putnam/M. Williams: Putnam: weil die Wahrheit unserer Überzeugungen den Erfolg erklärt, kann eine KT erklären,
I 496
was der Beitrag des Sprachverhaltens zum Erfolg des Gesamtverhaltens ist. Wahrheit/Erklärung: erklärt der Erfolg so:
(i) wenn wir wahre Überzeugungen über unsere Ziele haben, werden wir sie im allgemeinen erreichen.
(ii) Wir haben wahre Überzeugungen darüber, wie wir unsere Ziele erreichen
(iii) Wir erreichen im allgemeinen unserer Ziele.
Horwich: gibt zu, dass Wahrheit hier tatsächlich eine erklärende Rolle hat. Putnam hätte recht, wenn es keine alternative Erklärung gäbe.
VsPutnam/VsKorrespondenztheorie: dennoch gibt es keine offensichtliche Verbindung zwischen seinem Argument und einer physikalistischen KT:
Wahrheit/Gesetz/M. Williams: man kann Putnams Argument retten, wenn man annimmt, dass (i) eine Verallgemeinerung involviert, die vielleicht sogar gesetzesartig ist.
BoydVsPutnam: wünscht dagegen nicht, dass Wahrheit in irgendwelchen Gesetzen vorkommt. ((s) Die Theorie erklärt den Erfolg genauso wie die Wahrheit der Theorie. Stattdessen könnten die Theorien einfach aufgelistet werden. - Vs: das ginge nur ohne Verallgemeinerung.)
M. Williams: ich glaube nicht, dass (i) ein Gesetz ist. Schon deshalb, weil es keine wirklich empirische Position ist.
Überzeugung/Inhalt/Wahrheit/Davidson: ihren Inhalt zu bestimmen, ist nicht unabhängig davon, unserem allgemeinen Verhalten einen Sinn zu geben und daher müssen die meisten wahr sein.
Ad (i): ist dann kein empirisches Gesetz sondern eine Reflexion einer Interpretationsbedingung.
I 497
Korrespondenztheorie/Putnam: es ist nicht die Erklärung unseres Erfolgs die selbst für sich die Korrespondenztheorie motiviert, sondern Überlegung zu Prämisse (ii): dass die meisten Überzeugungen wahr sind.
Überzeugung/PutnamVsDavidson: dass die meisten wahr sind, wird nicht durch die Methodologie der Interpretation garantiert, weil der Vorrat an Überzeugungen ständig wechselt. Daher können wir (ii) nur dann einen Sinn geben, wenn wir die Verlässlichkeit des Lernens erklären und das kann nur der Realismus.
Kausaltheorie/Korrespondenz/Putnam: der Verlässlichkeit des Lernens: würde uns als verlässliche Signalgeber darstellen. Was würde die Wahrheitstheorie beitragen? Sie teilt mit, dass der Satz wahr ist gdw. der Zustand besteht. Das ist die Korrespondenz, die in der Kausaltheorie involviert ist, sie ist genau die Korrespondenz die durch die W-Def aufgestellt wird.
Deflationismus/Korrespondenz/M. Williams: ihm ist diese minimale Korrespondenz auch verfügbar. D.h. Putnams Argument garantiert keine physikalische Korrespondenz oder eine andere substantielle Theorie.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Tradition Vs Kohärenztheorie I 60
TraditionVsKohärenztheorie/Sellars: Autorität kann nicht einfach nur von anderen Aussagen gestützt werden (inferentiell). Es kann nur dasselbe berichtet werden, wenn derselbe Gegenstand gegenwärtig ist. Logische Wahrheiten: scheinen intrinsische Glaubwürdigkeit zu besitzen. Aber empirische Sätze können sich nicht vollständig auf die Glaubwürdigkeit anderer Sätze zurückführen lassen.
Empirismus/Sellars: hat sich sogar dazu verstiegen: These: es gibt eine Analogie zwischen analytischen Sätzen und Beobachtungsberichten: wenn sie nur auf korrekte Art und Weise gemacht werden, brauchen sie nicht wahr zu sein. Es ist eine Sache der Regelbefolgung für den Gebrauch von "dies", "ist" und "grün".
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Austin Vs Korrespondenztheorie I 237
Bsp Landkarte: Korrespondenztheoretiker drücken sich oft so aus, als wäre jede Landkarte entweder genau oder ungenau. Als wäre Genauigkeit eine einzige und die ausschließliche Tugend der Landkarten. Als könnte es für jedes Land nur eine einzige genaue Karte geben, als wäre jede Karte, die einen größeren Maßstab hat oder anderer Merkmale aufweist, die Karte eines anderen Landes! (AustinVsKorrespondenztheorie). AustinVsKohärenztheorie, AustinVsKorrespondenztheorie.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Frege Vs Korrespondenztheorie Dummett I 24
Kontextprinzip: nur ganze Sätze haben Bedeutung. Dummett/Frege: KontextprinzipVsKorrespondenztheorie - KontextprinzipVsKohärenztheorie: Bedeutung nicht vorgegeben - jene fragen fälschlich nach Proposition statt Satz. Frege I 104 Proposition hier: das, was durch einen Satz ausgedrückt wird.
FregeVsKorrespondenztheorie: der Sinn eines Ausdrucks, der kein Satz ist, muß ausgehend von seinem Beitrag zur Bestimmung des Sinns erklärt werden.
IV 32
FregeVsKorrespondeztheorie: Übereinstimmung ist eine Beziehung, dem widerspricht aber die Gebrauchsweise des Wortes "wahr", das keinen Hinweis auf etwas anderes enthält, mit dem es übereinstimmen sollte. Übereinstimmung: kann nur vollkommen sein, wenn die Gegenstände zusammenfallen, also nur ein Gegenstand allein da ist.
Wahrheit/Frege: verträgt kein Mehr oder Minder. Was nur halb wahr ist, ist falsch.
Wenn man versuchen wollte "gewisse Hinsichten" festzulegen, könnte das Spiel dann von neuem beginnen. (>Regreß).
((s) Bsp "Hinsichten"/Begriff: einige Tiere sind Säugetiere: das ist keine Korrespondenz oder Übereinstimmung-Beziehung".)
Frege: daher ist Wahrheit undefinierbar: es käme immer darauf an, daß "gewisse Merkmale" zuträfen.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Williams, M. Vs Korrespondenztheorie Horwich I 487
Deflationismus/M. Williams: (pro) sollten wir aber nicht Theorie sondern Sichtweise nennen. Er ist interessant, nicht weil er uns Neues sagt, sondern weil er bestreitet, dass man etwas darüber hinausgehendes braucht. (VsKorrepsondenztheorie, VsKohärenztheorie).
I 488
Frage: was könnte eine substantielle WT (die über den Deflationismus hinausgeht) sagen, das der Deflationismus nicht kann? KorrespondenztheorieVsKohärenztheorie/M.Williams: appelliert an „Intuition“, was kein hilfreicher Begriff ist. (Auch KorrespondenztheorieVsPragmatismus).
„Intuition“: soll hier sein, dass sogar ideal gerechtfertigte Überzeugungen falsch sein können. ((s) Wobei der Begriff „ideal“ starr gehalten wird.)
Korrespondenztheorie: schließt sich dann an den Realismus an, indem sie sagt, dass Wahrheit nichts mit Rechtfertigung oder Akzeptierbarkeit zu tun hat, sondern mit einer nicht epistemischen Relation zur Welt. ((s) Bsp Verursachung).
M.WilliamsVs: wenn es so wäre: selbst wenn alle Philosophen diese Intuition teilten, warum sollte es mehr sein als ein kulturelles Vorurteil zugunsten der Korrespondenztheorie?
Def epistemisch/(s): Bsp Rechtfertigung, Akzeptierbarkeit. Statt z.B. Verursachung.
M.WilliamsVsKorrespondenztheorie: die Intuition gegen epistemischen Zugang zur Wahrheit ist nicht automatisch ein Argument für die Korrespondenztheorie. Bestenfalls schließt sie eine Identifikation von Wahrheit mit einer epistemischen Eigenschaft aus. Damit wird sie akzeptierbar für den Deflationismus, der diese Identifikation auch nicht macht.
Disquotationalismus//M.Williams: das zeigt, dass sogar disquotationale Wahrheit „realistisch“ ist. D.h. Wahrheit ist keine epistemische Eigenschaft (Rechtfertigung oder Akzeptierbarkeit, M. WilliamsVsPutnam), genauso wenig wie in einer ausgewachsenen Korrespondenztheorie.
Jemand der glaubt, dass Wahrheit epistemisch sein muss, kann den Disquotationalismus als einen „minimalen Realismus“ ansehen.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Wittgenstein Vs Korrespondenztheorie II 95
Wahrheit/Wittgenstein: die Behauptung, es gäbe irgendeine bestimmte Theorie der Wahrheit, ist falsch, denn Wahrheit ist kein Begriff! WittgensteinVsKorrespondenztheorie, WittgensteinVsKohärenztheorie.
II 284
Übereinstimmung/WittgensteinVsKorrespondenztheorie: es besteht eine enorme Versuchung, alle Dinge als Erweiterung von etwas anderem anzusehen, dieser Versuchung fallen wir anheim, wenn wir sagen, ein Satz sein wahrer, wenn er mit der Wirklichkeit übereinstimmt.
II 285
Bsp alle Möbel kann man mit gewissen Erweiterungen als Stühle betrachten.
II 286
Übereinstimmung/WittgensteinVsKorrespondenztheorie: die Aussage, zwischen einem Satz und der Wirklichkeit bestehe Übereinstimmung, besagt nichts, weil wir nicht wissen, was unter Übereinstimmung zu verstehen ist. Falschheit/falsch/Unsinn/sinnlos/Wittgenstein: ein Satz ist falsch, wenn diesem Satz keine Tatsache entspricht, weshalb jedoch ist der Satz, wenn ihm keine Tatsache entspricht, nicht unsinnig, wie es ein Name wäre, wenn er nichts bezeichnete?
II 287
Sinn/Falschheit/falsch/Unsinn/Wittgenstein: Bsp "in diesem Zimmer ist ein Stuhl mit Menschenkopf." Dieser Satz ist zwar nicht wahr, hat aber Sinn.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Chisholm Vs Metaphysik III 133
„Theorien der Wirklichkeit“/VsMetaphysik/Chisholm: metaphysisch: wir könnten eine „Theorie über das Wesen der Wahrheit“ aufstellen: Bsp daß ein Wesen wie das oben eingeführte zusätzlich so beschaffen ist, daß Sokrates sterblich ist, wenn es für dieses Wesen evident ist, daß er es ist.
III 134
Dann könnten wir nicht nur sagen, daß wenn es einem solchen Wesen evident ist, dann ist Sokrates auch sterblich, sondern wir könnten sagen, daß wenn es wahr ist, daß Sokrates sterblich ist, dann ist Sokrates sterblich. So gelangen wir zu einer Theorie der Wirklichkeit. ((s) Aus Wahrheit würde denn die entsprechende Tatsache folgen. Das ist zunächst nicht zu beanstanden, setzt aber ein wesen voraus, das das auch weiß).
Problem/Chisholm: solche Theorien gab es oft in der Geschichte. Sie nehmen immer an, daß es ein Wesen gibt, das mit Evidenz urteilt, und dies ist dann das „Maß aller Dinge“.
Anmerkung III 193
Brentano: das läuft darauf hinaus, daß die Wahrheit dem Urteil des richtig Urteilenden zukommt, d.h. dem Urteil dessen, der urteilt, wie derjenige darüber urteilen würde, der mit Evidenz sein Urteil fällt. (Wahrheit und Evidenz, Hamburg 1962, S 139 Realität/Peirce: hängt von der realen Tatsache ab, daß die Untersuchen, wenn sie nur lange genug fortgeführt wird, dazu ausersehen ist, zu einem Glauben an sie zu führen.
III 134
ChisholmVs: wie versichern wir uns, daß das was uns evident ist, auch jenem Wesen evident wäre? D.h. unser Metaphysiker verlangt von uns noch einen weiteren Schritt. ((s) Dessen Notwendigkeit er selbst aber nicht erkannt hat). 3. im nächsten Schritt wird von uns verlangt, daß jeder von uns mit diesen angenommenen ((s) idealen) Wesen identisch ist.
Problem: dann ist jeder von uns außerdem noch mit jedem anderen identisch!
ChisholmVsKohärenztheorie: das ist es, was der idealistischen Tradition der Kohärenztheorie zugrunde liegt. Das ist ein zu hoher Preis für die gewünschte Verbindung des Wahren mit dem Evidenten.
Lösung/Aristoteles: du bist nicht deshalb weiß weil unsere Meinung, du seiest weiß richtig ist, sondern weil du weiß bist, sagen wir die Wahrheit, wenn wir dies aussprechen.

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Ayer Vs Schlick, M. III 101
SchlickVsKohärenztheorie: über die Widerspruchsfreiheit eines Systems hinaus kann man die Übereinstimmung (Korrespondenz) mit der Realität feststellen. Ayer: pro Schlick.
AyerVsSchlick: wir haben aber keine Klasse von synthetischen Sätze, die unbezweifelbar sind.
III 103
Def Wahrheitskriterium/ Verifikationskriterium/Ayer: das Kriterium, mit dem wir die Gültigkeit unserer synthetische Sätze testen, ist ihre Übereinstimmung mit der Realität (= Sinneswahrnehmung). D.h. das Kriterium ist die Übereinstimmung mit unseren Beobachtungen.
Beobachtungssatz/AyerVsSchlick: begnügt sich leider nicht damit sondern behauptet, dass die Sätze, mit denen wir unsere Beobachtungssätze beschreiben, absolut unbezweifelbar wären.
III 104
Beobachtungssatz/AyerVsSchlick: der einzige Sinn, indem ein Satz absolut sicher sein kann ist, dass seine Negation selbstwidersprüchlich wäre. Und es ist nicht selbstwidersprüchlich Bsp wenn jemand sagt „das ist grün“ dann „das ist nicht grün“ zu sagen. Synthetische Sätze sind eben nicht wahr allein aufgrund ihrer Form. Beobachtungssatz/Schlick: würde sagen, dass er das auch niemals behauptet hat. Sondern dass es ihm nur um die Wahrheit eines solchen Satzes in dem Moment der Wahrnehmung geht.
AyerVsSchlick: dennoch müssen wir unterscheiden zwischen falschen und solchen Propositionen, die wahr, aber trivial sind.
Was Schlick meint, ist nicht mehr als p impliziert p. Aber es ist falsch zu sagen, dass wenn ich Schmerzen verspüre, dass der Satz, dass ich Schmerzen verspüre, objektiv sicher ist. Denn das wäre eine andere Form:
p impliziert dass (p ist objektiv sicher).
Und das ist falsch, wenn es ein synthetischer Satz ist.
III 105
Konstatierung/Schlick/AyerVsSchlick: dass Schlick sich dabei selbst unwohl fühlte liegt an der Vagheit seines Begriffs. „Konstatierungen“, von denen er annimmt, dass sie unbezweifelbar wären. Konstatierung/Schlick: ist nichts, was mit etwas identifiziert werden könnte, das ausgedrückt werden kann. Das legt nahe, dass er an aktuale Wahrnehmungen denkt, im Gegensatz zu den Sätzen, die sie beschreiben.
AyerVsSchlick: Dilemma:
a) wenn Konstatierungen nicht Sätze sondern selbst Wahrnehmungen sind, ist es unsinnig zu sagen, dass sie unbezweifelbar sind oder nicht unbezweifelbar. Denn Wahrnehmungen sind nicht die Art Ding, die bezweifelbar sein kann. Sie kommt einfach vor.
b) wenn sie Beobachtungssätze sind, können sie nicht unbezweifelbar sein (s.o.).

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
VsKohärenztheorieVsKohärenztheorie Horwich Vs Verifikationismus Horwich I XII
Wahrheit/Peirce/Horwich: (Peirce 1932) wenn Korrespondenz problematisch ist, warum sollte man nicht einfach Wahrheit mit Verifizierbarkeit identifizieren?
I XIII
a) Verifikation holistisch/Bradley/Hempel: (Kapitel 5): ein Glauben (Überzeugung) ist gerechtfertigt, wenn er Teil eines ganzen konsistenten und harmonischen Glaubenssystems ist. b) Verifikationsmethode/Dummett/Putnam: (Dummett, Kapitel 16,1978), Putnam Kapitel 21, 24, 1981).
Horwich: damit wird Wahrheit = Beweisbarkeit.
Verifikationismus/Horwich: ist viel klarer als Korrespondenz Theorie.
HorwichVsVerifikationismus: das postulierte Band zwischen den Begriffen Wahrheit und Verifikation wird viel zu stark.
VsKohärenztheorie/Problem: es kann mehrere kohärente Systeme geben, die untereinander unvereinbar sind. Damit garantiert Kohärenz nicht Wahrheit.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Kohärenztheorie VsKohärenztheorie Versus Horwich I 91
Lager: Kohärenztheorie: Hempel pro (VsSchlick) - Horw I 101 SchlickVsKohärenztheorie: über die Widerspruchsfreiheit eines Systems hinaus kann man die Übereinstimmung (Korrespondenz) mit der Realität feststellen - Ayer: pro Schlick

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Rechtfert Field, Hartry II 365
Erklärung/Rechtfertigung/Field: These: Erklärungen können nur dann als Rechtfertigung gelten, wenn sie nicht zu einfach zu erreichen sind! Dummett, Black, Friedman: These: der Gebrauch anfänglich glaubhafter Methoden vermehrt ihre Glaubhaftigkeit.
II 367
Vernünftigkeit/FieldVsKohärenztheorie: These: ich bevorzuge die niedrigere Schwelle, nach der gute Induktions- und Wahrnehmungsregeln als schwach a priori zählen.
II 371
Es ist irregeleitet, epistemische Eigenschaften wie Vernünftigkeit auf andere Begriffe reduzieren zu wollen.
Horwich I 431
Bestätigung/Field: These: es gibt keinen objektiven Begriff des "Bestätigungsgrads" oder der Rechtfertigung.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994