| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Konzeptualismus | Locke | Arndt II 199 Konzeptualismus/Aristoteles: Die allgemeinen Substanzen haben zwar keinen von den Einzelsubstanzen unabhängigen ontologischen Status, aber sie "existieren" in einer dem Verstand "vorgegebenen" Ordnung. LockeVsKonzeptualismus: Das setzt "Wesenheiten" voraus, die es nicht geben kann. >Wesen/Locke, >Essentialismus. |
Loc III J. Locke An Essay Concerning Human Understanding Loc II H.W. Arndt "Locke" In Grundprobleme der großen Philosophen - Neuzeit I, J. Speck (Hg) Göttingen 1997 |
| Konzeptualismus | Quine | XI 136 Intuitionismus/Quine/Lauener: vergleicht er mit dem alten Konzeptualismus: Universalien sind vom Geist erschaffen. VII (f) 125 Konzeptualismus VsPlatonismus/Quine: behandelt Klassen als Konstruktionen, nicht als Entdeckungen - Problem: Poincarés "imprädikative Definition: Def imprädikative Definition/Poincaré: die Spezifikation einer Klasse durch ein Reich von Objekten, innerhalb dessen sich diese Klasse befindet. (R3: war zur Vermeidung dieses Problems aufgestellt worden). VII (f) 126 Klassen/Konzeptualismus/Quine: für ihn existieren Klassen nur, wenn sie aus einer geordneten Entstehung herrühren. Klassen/Konzeptualismus/Quine: erfordert nicht, dass Klassen jenseits ausdrückbarer Bedingungen der Zugehörigkeit von Elementen existieren. Cantors Beweis: würde etwas anderes nach sich ziehen: Er appelliert nämlich an eine Klasse h derjenigen Elemente der Klasse k, die nicht Elemente der Teilklassen von k sind, auf die sie bezogen sind. VII (f) 127 Aber so ist die Klasse h imprädikativ spezifiziert!. h ist nämlich selbst eine der Teilkassen von k. >Klassen/Quine. So geht ein Theorem der klassischen Mathematik beim Konzeptualismus über Bord. Dasselbe Schicksal trifft auch Cantors Beweis der Existenz überabzählbarer Unendlichkeiten. QuineVsKonzeptualismus: das ist zwar eine begrüßenswerte Befreiung, aber es gibt Probleme mit viel grundlegenderen und wünschenswerten Theoremen der Mathematik: Bsp Der Beweis dass jede beschränkte Zahlenfolge eine obere Schranke hat. VII (a) 14 Universalienstreit/Mittelalter/Quine: die alten Lager tauchen in der modernen Mathematik wieder auf: Realismus: Logizismus Konzeptualismus: Intuitionismus Nominalismus: Formalismus. Konzeptualismus/Mittelalter/Quine: hält an Universalien fest, aber als geist abhängig. KonzeptualismusVsReduzibilitätsaxiom: weil das Reduzibilitätsaxiom die ganze platonistische Klassenlogik wieder einführt. >Universalien/Quine, >Reduzibilitätsaxiom. |
Quine I W.V.O. Quine Wort und Gegenstand Stuttgart 1980 Quine II W.V.O. Quine Theorien und Dinge Frankfurt 1985 Quine III W.V.O. Quine Grundzüge der Logik Frankfurt 1978 Quine V W.V.O. Quine Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989 Quine VI W.V.O. Quine Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995 Quine VII W.V.O. Quine From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953 Quine VII (a) W. V. A. Quine On what there is In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (b) W. V. A. Quine Two dogmas of empiricism In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (c) W. V. A. Quine The problem of meaning in linguistics In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (d) W. V. A. Quine Identity, ostension and hypostasis In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (e) W. V. A. Quine New foundations for mathematical logic In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (f) W. V. A. Quine Logic and the reification of universals In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (g) W. V. A. Quine Notes on the theory of reference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (h) W. V. A. Quine Reference and modality In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VII (i) W. V. A. Quine Meaning and existential inference In From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953 Quine VIII W.V.O. Quine Bezeichnung und Referenz In Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982 Quine IX W.V.O. Quine Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967 Quine X W.V.O. Quine Philosophie der Logik Bamberg 2005 Quine XII W.V.O. Quine Ontologische Relativität Frankfurt 2003 Quine XIII Willard Van Orman Quine Quiddities Cambridge/London 1987 |
| Konzeptualismus | Tugendhat | I 72f Veritatives Sein/Tugendhat: "es ist der Fall, dass p" (Vgl. >Tatsachen/Tugendhat). - VsGegenstandstheorie. Gegenstandstheorie/Tugendhat: Sachverhalte werden als Gegenstände aufgefasst. VsKonzeptualismus (Begriffe für Gegenstände) - immateriell - aber auch VsVorstellung. Tugendhat: Stattdessen: Sprache als Grundverfassung (ja/nein-Struktur). TugendhatVsMittelalterliche Theorien: verum als "transzendentalen" Bestimmung des ens neben unum und aliquid. - Hätte Aristoteles sich auf das veritative Sein bezogen, so hätte er eine Semantik der Behauptung ausbilden können. >Aristoteles, >Sein. I 91 VsHeidegger: Ese geht um das Sein von Tatsachen statt "alles Sein ist Sein von Seiendem". I 184f Def Konzeptualismus/Tugendhat: die Theorie, dass Prädikat = Begriff (conceptus). Das Prädikat steht für etwas, denn sonst hätte die Verwendung des Prädikats keine objektive Grundlage. >Prädikate, >Referenz. I 185 Nominalismus: bestreitet, dass wir tatsächlich immer etwas vorstellen, wenn wir ein Prädikat sinnvoll verwenden. Wie können den Satz von dem roten Schloss auch verstehen, ohne eine konkrete Vorstellung zu haben. >Nominalismus, >Universalien. KonzeptualismusVsNominalismus: Missverständnis: Die Vorstellung muss nicht sinnlich sein. NominalismusVsKonzeptualismus: Es gibt keine "allgemeine Vorstellung" oder Vorstellung von etwas Allgemeinem. - Diese Charakterisierung gibt es erst seit Wittgensteins Philosophischen Untersuchungen. >Allgemeinheit, >Ludwig Wittgenstein. I 189 VsKonzeptualismus: Gegenstände sind entbehrlich. >Konzeptualismus/Quine. Nominalismus: 1. Sprachliches Zeichen gehört in das intersubjektive Sichverständigen. Frage: Ist dann intrasubjektives Verstehen überflüssig? 2. Das Zeichen ergibt positive Erklärung für intersubjektive Bedeutung. I 204 Konzeptualismus/Tugendhat: Der Konzeptualismus muss nichtsinnliche Vorstellungen postulieren, weil keine sinnliche Vorstellung "allen Farbtönen" entspricht. >Vorstellung, >Farben. |
Tu I E. Tugendhat Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976 Tu II E. Tugendhat Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992 |
| Prädikate | Bigelow | I 93 Prädikate/Bigelow/Pargetter: Welchen Entitäten korrespondieren Prädikate eigentlich? (Wenn überhaupt etwas?). >Korrespondenz, >Referenz, >Eigenschaften. Prädikat/Bigelow/Pargetter: Prädikat können wir den Rest des Satzes nennen, nachdem wir den Namen ausgesondert haben. >Namen, >Kennzeichnungen, >Sätze. Referent/Prädikat/Bigelow/Pargetter: Bei einem Prädikat muss es gar nicht unbedingt etwas geben, das sein Referent ist. Jedenfalls nichts, worüber eine Quantifikation 1. Stufe möglich ist. >Referenz, >Quantifikation, >Ontologie, >Existenz. I 94 Prädikat/Bigelow/Pargetter: Ein Prädikat repräsentiert das Ding „irgendwie“ als seiend. Das muss aber nicht dem „irgendetwas“ des Individuums korrespondieren. Quantifikation 2 Stufe/Bigelow/Pargetter: wird von dem „irgendwie“ erfordert. >Logik 2. Stufe. Prädikat/Bigelow/Pargetter: Ein Prädikat muss überhaupt kein „etwas“ bedeuten. Mackie: (1973)(1) dito. Armstrong: dito. Strawson: dito. Lösung/Bigelow/Pargetter: Quantifikation höherer Stufe. Prädikat/Bigelow/Pargetter: Dennoch gibt es oft Dinge, die es geben muss, damit das Prädikat angewendet werden kann. Prädikate entsprechen sehr oft Universalien. Und je besser unsere Wissenschaft ist, desto mehr Universalien gibt es, die in der Natur existieren: Quantitäten, Relationen usw. >Universalien, >Quantitäten, >Relationen. ((s) KonzeptualismusVsBigelow: nur Erfindungen des Geistes - BigelowVsKonzeptualismus). >Konzeptualismus. I 101 Def Prädikat/Bigelow/Pargetter: Am Ende werden wir dann sagen, dass Prädikate auf Mengen referieren, die aus Universalien und Possibilia konstruiert sind. >Mengen, >Possibilia. 1. Mackie, J.L. (1973). Truth, probability and paradox. Oxford: Clarendon Press. |
Big I J. Bigelow, R. Pargetter Science and Necessity Cambridge 1990 |
| Terminologien | Tugendhat | I 72f Veritatives Sein/Tugendhat: "es ist der Fall, dass p". - VsGegenstandstheorie - VsKonzeptualismus (Begriffe für Gegenstände) - immateriell - aber auch VsVorstellung - stattdessen: Sprache als Grundverfassung (ja/nein-Struktur). - TugendhatVsMittelalterliche Theorien: verum als "transzendentalen" Bestimmung des ens neben unum und aliquid - hätte Aristoteles sich auf das veritative Sein bezogen, so hätte er eine Semantik der Behauptung ausbilden können. I 91 VsHeidegger: Sein von Tatsachen statt "alles Sein ist Sein von Seiendem". I 162f Gegenstandstheorie/TugendhatVs: Sachverhalte als Gegenstände aufgefasst - VsWittgenstein/ VsTractatus: Sachverhalte als Verbindung von Gegenständen, Tatsache als Bestehen von Sachverhalten - Wittgenstein, spät: (Selbstkritik): "Komplex nicht gleich Tatsache". I 217 Gegenstandstheorie sah über die kommunikative Funktion der Sprache einfach hinweg. I 337 Sing Term/TugendhatVsGegenstandstheorie: kann das »stehen für« nicht verständlich machen. Auch nicht seinen eigenen Grundbegriff, den des Gegenstandes. I 338 Frege: singuläre Termini sind unselbständige Ausdrücke. I 246 hysteron-proton/Tugendhat: das Spätere früher - Fehlschluss der Vertauschung der Implikationsbeziehung - hier: auch ein Sachverhalt lässt sich immer nur seinerseits durch Sätze identifizieren. I 266 Def Ausweisungsspiel/Tugendhat: dass die Verwendungsregel, die erklärt wird, als Verifikationsregel zu verstehen ist - (pro) - ((s) Gebrauch > Wahrheitsbedingungen, >Bedeutung.) I 276 Die Spielregeln des Ausweisungspiels sind Verifikationsregeln. |
Tu I E. Tugendhat Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976 Tu II E. Tugendhat Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992 |
| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| Konzeptualismus | Tugendhat, E. | I 202 Analytische Philosophie/Tugendhat: zwei dogmatische Einwände VsKonzeptualismus: 1. eine solche Argumentation beziehe sich auf die psychologischen Bedingungen, damit hat Semantik nichts zu tun. 2. These es ist überhaupt erst die Sprache, eben die Prädikate, wodurch sich unsere Erfahrung in Gleichartiges gliedert. Das ist unhintergehbar. TugendhatVs: letzteres ist jedoch eine uneinsichtige These, die sich dadurch ad absurdum führen läßt, daß wir die sprachlichen Zeichen ihrerseits perzeptiv (akustisch oder optisch) als gleichartige, typische aufnehmen. |
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