Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutungs-Wandel Field
 
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II 173
Bedeutungswandel/Bedeutung/Field: Bsp "hat dieselbe Temperatur" hat sich gewandelt - weil man jetzt weiß, dass verschieden warme Gegenstände sich gleich warm anfühlen können - Pointe: "bedeutet dass" kann sich nicht wandeln! - Es ist empirisch unrevidierbar. - Lösung: "Temperatur" ist ein erklärender Begriff. - Bedeutungen (auch als intentionale Entitäten als "bloße Schatten") sollten nicht als erklärend aufgefasst werden. - Dann sollte die Zuschreibung beibehalten werden, egal was für Entdeckungen wir machen. - Andererseits: Bedeutungs-Charakterisierung: ist erklärend - und zwar kausal.
II 177
Bedeutungswandel/Field: These: beim Wechsel von Theorien ist die Referenz der wissenschaftlichen Begriffe (theoretische Termini) unbestimmt. - Hier gibt es keine Tatsache, die darüber entscheidet. - Bsp Bei Newton und in der Speziellen Relativitätstheorie hatte "Masse" keine bestimmte Denotation.
II 183
Theoriewechsel/Bedeutungswandel/Begriffswandel/Kuhn/Field: (Kuhn 1961, 101) These: die Referenten der Einsteinschen Begriffe sind nie identisch mit denen der Newtonschen Begriffe, die denselben Namen tragen. Newtons Masse bleibt erhalten, Einsteins Masse ist konvertierbar gegen Energie. FieldVsKuhn: das scheint völlig unplausibel, Einstein hat nämlich gezeigt, dass es keine "Newtonsche Masse" gibt - Der Newtonsche Begriff bedeutete etwas anderes, das leugne ich nicht - aber das gilt nicht für Referenz oder Denotation. - Die heutigen Begriffe referieren auf eine Teilmenge dessen, worauf die Newtonschen referierten.
FieldVsKuhn: etwas wie "Newtonsche Masse" hat es nie gegeben - daher kann Newton auch selbst nie darauf referiert haben. - Problem: dann sind die Sätze falsch. - Lösung: Bsp "Beschleunigung braucht mehr Kraft, wenn die Masse größer ist." - Das ist nicht völlig denotationslos. - Die Referenz ist einfach unbestimmt - ((s) Heute macht nur eine Teilmenge der damaligen Referenten den Satz wahr.)
II 194
Bedeutungswandel/Begriffswandel/Theoriewechsel/Putnam: These: die Referenz bleibt normalerweise bei wissenschaftlichen Revolutionen erhalten.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Behauptbarkeit Putnam
 
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Rorty I 307
Begründete Behauptbarkeit/Putnam: (laut Rorty): wenn man sich darauf zurückzieht kann man sagen, dass sich Bsp "X ist Gold" zu Archimedes Zeiten begründet behaupten lässt, und heute nicht mehr begründet behauptbar ist. Aber die Aussage, dass X in der Extension von Gold lag, müsste er genauso wie die Aussage, dass "X ist Gold" wahr war, als sinnlos verwerfen. ( > de re/ de dicto). Putnam: (laut Rorty): verfolgt 3 Gedankengänge:
1. Gegen die Konstruktion von "wahr" als Sinn gleich mit »begründete Behauptbarkeit « (oder irgendeinen anderen "weichen" Begriff, der mit Rechtfertigung zu tun hatte). Dies soll zeigen, dass nur eine Theorie der Beziehung zwischen Wörtern und Welt eine befriedigende Bedeutung des Wahrheitsbegriffs geben kann.
2. Eine bestimmte Sorte soziologischer Tatsachen bedarf der Erklärung: die Verlässlichkeit der normalen Methoden wissenschaftlicher Forschung, die Brauchbarkeit unserer Sprache als Mittel, und dass diese Tatsachen nur auf der Basis des Realismus erklärbar sind.
3. Nur der Realist kann den Schluss von »viele der Termini der Vergangenheit referierten nicht « auf »es ist überaus wahrscheinlich, dass auch keiner der heute verwendeten Termini referiert« vermeiden.
Wright:Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Putnam: (Vernunft, Wahrheit und Geschichte): PutnamVs Gleichsetzung von Wahrheit und Behauptbarkeit ("rationale Akzeptierbarkeit"), aber aus anderen Gründen:
1. Wahrheit zeitlos, Behauptbarkeit nicht.
2. Wahrheit ist eine Idealisierung der rationalen Akzeptierbarkeit.
Bsp Idealisierung : reibungsfreie Oberflächen nicht zu erzielen, aber das Reden über sie zahlt sich aus, weil wir ihnen in hohem Maße nahe kommen.

VI 30
Rorty: "Gerechtfertigte Behauptbarkeit": (Pragmatismus, Dewey) PutnamVs: "naturalistischer Fehlschluss": eine gegebene Überzeugung kann alle derartigen Bedingungen erfüllen und trotzdem falsch sein. PutnamVsRorty et al.: lassen die Notwendigkeit außer Acht, die Existenz "echter Gerichtetheit" bzw. "Intentionalität" zuzugeben. Putnam: eine "Ideale Hörerschaft" (vor der eine Rechtfertigung ausreicht) kann es nicht geben. Zu jeder Hörerschaft lässt sich eine bessere annehmen.

Putnam I 96
ideale Behauptbarkeit/PutnamVsPeirce: es kann kein "ideales Limit" sinnvoll angegeben werden - keine Bedingungen für die Wissenschaft zu spezifizieren - PutnamVsKuhn. wenn man nicht an Konvergenz sondern an Revolutionen glaubt, sollte man die Junktoren intuitionistisch interpretieren und Wahrheit intratheoretisch auffassen
I 141
Wahrheit/Behauptbarkeit/Tarski/Putnam: aus seiner W-Def folgt auch Behauptbarkeit - die Wahrscheinlichkeit eines Satzes in der Metasprache entspricht der in der Objektsprache. I 246 Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Kripkes Wittgenstein: das wäre nur eine Sache von allgemeiner Übereinstimmung - PutnamVsKripke: das wäre dann eine falsche Beschreibung der Begriffe, die wir tatsächlich haben - und ein sich selbst widerlegender Versuch, eine "absolute Perspektive" einzunehmen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Inkommensurabilität Davidson
 
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K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 133
Inkommensuralibiltät setzt Trennung Schema/Inhalt (3.Dogma) voraus.
Hacking I 129
DavidsonVsKuhn: Inkommensurabilität setzt Begriffsschemata voraus.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Inkommensurabilität Feyerabend
 
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I 353
Inkommensurabilität/Feyerabend: Bsp Prinzip: es gibt eine Gewohnheit, einen Gegenstand immer dann als gegeben zu betrachten, wenn die Liste seiner Teile vollständig aufgeführt ist (archaisches Denken). Diese Gewohnheit wird aufgehoben (aber ohne dass einem Prinzip widersprochen wurde) durch die Vermutung, dass auch die vollständigste Liste einen Gegenstand nicht vollständig beschreibt! Daher kann man Inkommensurabilität nicht durch Rückgriff auf Aussagen definieren! Begründung: wird die Gewohnheit außer Kraft gesetzt, dann sind damit auch die Gegenstände der Welt A außer Kraft gesetzt. Man kann die A-Gegenstände nicht mit einer Methode der Vermutungen untersuchen, die kein Ende kennt.

I 354
Inkommensurabilität/Feyerabend: aus dem Gesagten geht hervor, dass man nicht die Inhalte von A und B vergleichen kann. Entsprechende Tatsachen lassen sich nicht nebeneinander stellen, nicht einmal in Gedanken: wenn man sich B-Tatsachen vorstellt, dann bedeutet das, dass Prinzipien außer Kraft gesetzt werden, die in die Konstruktion von A-Tatsachen eingingen. Man kann lediglich B-Bilder von A-Tatsachen in B zeichnen oder B-Aussagen über A-Tatsachen in B machen. Man kann keine A-Aussagen über A-Tatsachen in B machen. Übersetzung/Feyerabend: man kann auch nicht die Sprache A in die Sprache B übersetzen. Das bedeutet nicht, dass man die beiden Auffassungen nicht diskutieren könnte, aber die Diskussion kann sich nicht auf logische Beziehungen zwischen den Bestandteilen von A und B gründen.

I 355
Inkommensurabilität/FeyerabendVsKritiker: Inkommensurabilität gilt nicht für alle konkurrierenden Theorien und es gilt für Theorien nur dann, wenn sie auf bestimmte Weise interpretiert werden, z. B. ohne Bezug auf eine »unabhängige Beobachtungssprache«! Diese Einschränkung wurde von den meisten Kritikern übersehen. Ich behaupte nicht die Inkommensurabilität aller Theorien! Nur allgemeine und nicht instanzengebundene Theorien können inkommensurabel sein und auch diese nur dann, wenn man sie in bestimmter Weise interpretiert. (Die Bedingungen "nicht instanzengebunden" schließt "Theorien" wie "Alle Raben sind schwarz" aus).

I 358
Inkommensurabilität/Feyerabend: es gibt auch keine gemischten Aussagen zwischen klassischen und relativistischen Formulierungen. Man verwendet gewisse universelle Prinzipien und setzt sie gleichzeitig außer Kraft. Inkommensurabilität/Feyerabend: Bsp "Impetus" wird von Galilei und Newton außer Kraft gesetzt und ist daher kein Prinzip für die Konstituierung von Tatsachen mehr.

I 360
Inkommensurabilität/Feyerabend: die Frage, ob zwei Theorien inkommensurabel sein, ist eine unvollständige Frage! Theorien lassen sich verschieden interpretieren! Nach einer Interpretation sind sie kommensurabel, nach der anderen nicht!
I 361/362
Bsp der Instrumentalismus macht alle Theorien kommensurabel, die mit der gleichen Beobachtungssprache zusammenhängen. Der Realismus dagegen möchte Beobachtbares und Nichtbeobachtbares auf die gleiche Weise darstellen (und kommensurabel machen).
I 367
Inkommensurabilität/Feyerabend: entsteht nur bei der Betrachtung umfassender kosmologischer Theorien! Beschränkte Theorien führen nur selten zu begrifflichen Revisionen.
I 372
Inkommensurabilität/Sprache/Feyerabend: man sagt heute nicht mehr, die Natur scheut das Vakuum. Änderung des Jargons, nicht der Tatsachen.
I 375
FeyerabendVsKuhn/Inkommensurabilität: seine Ideen neigen mehr in Richtung Psychologie und legen nahe, dass jede wissenschaftliche Veränderung a) zu einer Verschiebung des Sinns und daher b) zur Inkommensurabilität führt. Feyerabend: meiner Ansicht nach sind Änderungen der Wahrnehmungswelt durch die Forschung festzustellen, sie sind keine Selbstverständlichkeit.
Kuhn: ein Verständnis zwischen verschiedenen Paradigmen ist nicht möglich.
FeyerabendVsKuhn: Wissenschaftler aus verschiedenen Paradigmen können sich sehr gut verstehen.


II 16
Inkommensurabilität/Feyerabend: zeigt, dass eine Methodologie der Gehaltsvermehrung oder Wahrheitsnähe nicht überall auf die Wissenschaften passt.

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979
Junktoren Putnam
 
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I 87
Reinterpretation/Putnam: keine Darstellung, sondern Erzeugung. - Bsp klassische Junktoren werden mit Hilfe der intuitionistischen Junktoren nicht dargestellt, sondern die klassischen Theoreme werden erzeugt - Putnam: die Bedeutung der Junktoren ist nach wie vor nichtklassisch, weil diese Bedeutungen mit Hilfe von Beweisbarkeit und nicht von Wahrheit erklärt werden. - Bedeutungsänderung: Bsp angenommen, wir wollten Newtons Gesetze in intuitionistischer Mathematik formulieren, dann müssten wir die reellen Zahlen begrenzen, (z.B. auf die 30. Stelle).
II 88
Dann würden die Junktoren in der klassischen Theorie auf "Beweisbarkeit in B1" und in der anderen auf "Beweisbarkeit in B2" referieren. Dann würden die Junktoren ihre Bedeutung ändern, wenn sich das Wissen ändert.
I 95
Realismus/Putnam: die realistische Auffassung von Junktoren sichert, dass eine Aussage nicht allein deshalb wahr ist, weil sie aus (irgend) einer Theorie folgt.
I 96
Ideale Behauptbarkeit/PutnamVsPeirce: es kann kein "ideales Limit" sinnvoll angegeben werden - keine Bedingungen für die Wissenschaft zu spezifizieren - PutnamVsKuhn: wenn man nicht an Konvergenz sondern an Revolutionen glaubt, sollte man die Junktoren intuitionistisch interpretieren und Wahrheit intratheoretisch auffassen.
I 97
Wahrheit/Logik/Putnam: die Bedeutung von "wahr" und der Junktoren ist nicht durch deren formale Logik festgelegt - >Holismus - >Quine: die Unterscheidung zwischen der ganzen Theorie und einzelnen Aussagenbedeutungen ist nutzlos.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Methode Lakatos
 
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Feyerabend I 234
Methode/Lakatos: Wissenschaftler handeln oft wie Schlafwandler, sie halten etwas für richtig, tun aber etwas ganz anderes.
Hacking I 191
Wissenssoziologie/LakatosVsKuhn: "Mobpsychologie". Vs Zurückführung der Wissenschaftsgeschichte auf die Soziologie. Das lässt keinen Platz übrig für die sakrosankten Werte Wahrheit, Objektivität, Rationalität und Vernunft. HackingVsLakatos: diese Haltung trägt nichts dazu bei, was man nun vernünftigerweise glauben sollte. Ist ausschließlich rückwärtsgewandt.
Hacking I 193
Popper/Lakatos. das Einrichten von Schubfächern muss sehr viel schneller von statten gehen als das Sammeln von Fakten. ("Leibniz Whewell Popper Forderung").

Laka I
I. Lakatos
The Methodology of Scientific Research Programmes: Volume 1: Philosophical Papers (Philosophical Papers (Cambridge)) Cambridge 1980

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Relativismus Davidson
 
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I 57
Relativität/Davidson: ist überhaupt keine Unbestimmtheit!.
I 84
Bewußtsein/davidson: gibt es in der Mehrzahl, Natur nur in der Einzahl. Dass jeder seinen Standpunkt in der Welt hat, ist ein harmloser Relativismus, da er sch auf ein Koordinatensystem, eben die eine Natur bezieht.
I 84 f
Der Begriffsrelativismus hat es da schwerer, weil das gemeinsame Koordinatensystem nicht so leicht zu identifizieren ist.
I 84 ff
Davidson: aus diesem Grund ist die mögliche Differenz zwischen individuellen und sozialen Gedankensystemen begrenzt. Wenn der Begriffsrelativismus so weit geht zu behaupten, die Begriffsschemata und Moralsysteme oder die mit ihnen verbundenen Sprachen könnten grundverschieden sein - so weitgehend, daß sie füreinander unverständlich und inkommensurabel seien - dann lehne ich den Begriffsrelativismus ab. Kulturrelativismus/Davidson: Freilich gibt es von Epoche zu Epoche oder von Kultur zu Kultur oder von Person zu Person Unterschiede, aber dies sind Gegensätze, die wir mit Sympathie und Anstrengung erklären und begreifen können.
I 84 f
VsInkommensurabilität/DavidsonVsKuhn: Die weitergehende Annahme (der Inkommensurabilität) verlangt von uns widersprüchlicherweise, wir sollten uns auf einen Standpunkt stellen, der außerhalb unserer Denkenweisen liegt.
I 84f
Relativismus/Davidson: daß jeder seinen Standpunkt in der Welt hat, ist ein harmloser Relativismus, da er sich auf ein Koordinatensystem, eben die eine Natur bezieht - der Begriffsrelativismus hat es da schwerer, weil das gemeinsame Koordinatensystem nicht so leicht zu identifizieren ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Theorien Field
 
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I 249ff
Theorie/Objektebene/Field: wir nehmen hier eine Theorie selbst an statt Wahrheit der Theorie. - Problem: die Theorie verlangt mathematische Entitäten.
I 262
Physik/Theorie/Sprache/Ontologie/Field: These: in der typischen physikalischen Sprache sind Sätze für die Beschreibung von Beobachtungen wesentlich, die mathematische Entitäten (mE) enthalten. - Dann erlaubt eine Theorie ohne mE keine Inferenzen über Abstände und Massen. - Lösung: neue (vergleichende) Prädikate: Bsp der Abstand zwischen x und y ist r-mal der Abstand zwischen z und w usw. - Bsp die Geschwindigkeit von y relativ zu y multipliziert mit der zeitlichen Differenz zwischen z und w ist r-mal der räumliche Abstand zwischen u und v (Def Beschleunigung ohne Zahlen). - r: ist eine rationale Zahl. - Diese unterschiedet die Prädikate in der Familie - NominalismusVs: das sind zu viele Prädikate.
II 46
Theorie/Wahrheit/Field: es ist die Behauptung, daß die Axiome der Theorie wahr von ihren Gegenständen zu bestimmten Zeitpunkten (oder alle Zeitpunkten) sind - nicht die Theorie selbst. - Variablen: lassen wir hier oft weg, aber sie müssen als implizit vorhanden verstanden werden. - Statt "Schmerz hat die und die kausale Rolle" müssen wir sagen: "Für jedes t und jedes c (Organismus) von Typ S zu t, Schmerz hat die und die kausale Rolle in c zu t".
II 187
Ideale Theorie/Quine/Field: (Quine 1960,23-4): Bsp angenommen, es gäbe eine ideale Theorie (in der Zukunft) die als vollständig wahr betrachtet werden könnte: - Problem: diese ideale Theorie könnte die Wahrheitswerte unserer aktualen (jetzigen) einzelnen Sätze nicht korrigieren. - Grund: es gibt keinen allgemeinen Sinn, in dem man einen einzelnen Satz einer Theorie mit einem einzelnen Satz einer anderen Theorie gleichsetzen kann. - Quine/(s): es gibt keine inter-theoretische Übersetzbarkeit. - Damit gibt es kein W-Prädikat für einzelne Sätze einer Theorie - Die Falschheit ist auf die ganze Theorie verteilt. - Es gibt keine Tatsache, die Falschheit auf einzelne Sätze verteilt. - FieldVsQuine: deshalb sind die Sätze aber nicht "intertheoretisch bedeutungslos". - Lösung/Field: "partielle Denotation": Newtons Masse denotierte partiell. - FieldVsKuhn/FieldVsInkommensurabilität: denotationale Verfeinerung: (später nur noch Teilmenge) bedeutet keine Inkommensurabilität.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Wissenschaft Feyerabend
 
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I 188
Wissenschaft/Irrationalität/Feyerabend: das »irrationale« Vorgehen ist notwendig wegen der »ungleichmäßigen Entwicklung« (Marx, Lenin) der verschiedenen Teile der Wissenschaft. Der Kopernikanismus und andere wesentliche Bestandteile der neueren Wissenschaft bleiben nur deshalb am Leben, weil in ihrer Geschichte die Vernunft oft überspielt wurde!
I 290
Wissenschaften/Feyerabend: die theoretische Autorität der Wissenschaft ist viel geringer als man annimmt, die ihre gesellschaftliche Autorität inzwischen aber ungeheuer groß geworden. Forschung/Einstein: empfahl, Forschung und Beruf zu trennen.

I 326
Wissenschaftstheorie/Feyerabend: man kann diese Überlegungen zur archaischen Kunst mit der Wissenschaftstheorie verbinden:
1. Bsp Perspektive: man könnte annehmen, sie sei so offensichtlich, dass sie damals nicht gefehlt haben könnte.
I 327
Lösung: Verkürzungen sind keine offensichtliche Eigenschaft unserer Wahrnehmungswelt, solange man die Aufmerksamkeit nicht besonders auf sie richtet. Und warum sollte die Wahrnehmungswelt der Griechen die gleiche sein wie unsere?
2. Methode: mit welcher Methode wurden die Besonderheiten der archaischen Kosmologie herausgearbeitet? Mit der des Anthropologen, der versuchte »Schlüsselideen« zu identifizieren.

I 329
3. Begriff: der Forscher darf nie versuchen, einen Begriff klarer zu machen, als es das Material nahelegt (außer als vorübergehendes Hilfsmittel für die weitere Untersuchung).
I 330
4. Inkommensurabilität: der Sinn von Sätzen wird nur unvollständig verstanden. Hempel: will Inkommensurabilität nur anerkennen, nachdem der dabei verwendete Begriff des Sinnes erklärt ist.
I 331
5. Logik: Logiker werden Einwände erheben: die Untersuchung des Sinns von Sätzen und der Beziehungen zwischen Begriffen sei die Aufgabe der Logik und nicht der Anthropologie. Logik/Feyerabend: Logik kann zweierlei sein:
a) die Untersuchung der Strukturen eines bestimmten Fachs (Anthropologie). oder aber
b) ein bestimmtes logisches System.

Anthropologie/Feyerabend: Bsp um zu erkennen ob » AB v AB' äqui A« zur Quantentheorie gehört, wird man die Quantentheorie studieren müssen, und nicht die Logik! Man muss geschichtliche Zeugnisse studieren, Lehrbücher, Originalarbeiten, Protokolle von Tagungen usw.. Zugegeben, diese Zeugnisse für sich allein liefern keine eindeutige Lösung. Aber auch historische Zeugnisse liefern keine eindeutige Lösung von historischen Problemen! Und niemand meint, sie müssten deshalb außer Acht gelassen werden.

I 339
Wissenschaft/Feyerabend: bezieht sich nicht auf Tatsachen und Gesetze, sondern auf Methoden und Tätigkeiten des Wissenschaftlers! Ihre Untersuchung ist eine anthropologische.

II 63
Wissenschaft/Einstein/Feyerabend: Einstein betont wiederholt den opportunistischen Charakter der wissenschaftlichen Forschung.
II 174
Wissenschaft/FeyerabendVsKuhn: die Abgrenzungen von Traditionen und Fächern, auf die Kuhn und Polanyi ihre These von der Unberührbarkeit der Wissenschaft gründen, sind vorübergehende Stadien des historischen Prozesses. Wissenschaft ist heute ein Business, das die totalitären Tendenzen der Gesellschaft unbemerkt verstärkt. Damit ist der Einwand von Kuhn erledigt.


Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 15 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsKuhn Putnam Vs Antirealismus
 
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Putnam I 131
VsAntirealismus/Putnam: man könnte einwenden: jemand könnte vernünftigerweise die eventuell wahre Aussage machen: A; aber es könnte der Fall gewesen sein, dass A und unsere wissenschaftliche Entwicklung verläuft anders, so das ~A Teil der idealen auf lange Sicht akzeptierten Theorie wird. Unter diesen Umständen wäre A der Fall, aber A wäre nicht wahr
PutnamVs: das Argument ist fehlerhaft: die andere "wissenschaftliche Entwicklung" heißt hier die Wahl einer anderen Version. Wir können nicht annehmen, der Satz A habe unabhängig von der Version, die wir akzeptieren, eine Bedeutung.
((s) s.o.: aber: Theorie/PutnamVsKuhn: (u.a.): Bedeutung wechselt nicht von Theorie zu Theorie).
Der metaphysische Realismus steht dem gleichen Problem gegenüber: auch er muß akzeptieren, dass es Fälle gibt, in denen die Referenz eines Terminus davon abhängt, welche Theorie man akzeptiert.
Bsp Nun können z.B. zwei Theorien wahr sein. Dann könnte jemand sagen:
A; aber es könnte der Fall gewesen sein, dass A, und unsere wissenschaftliche Entwicklung verläuft anders, so dass T2 akzeptiert wird. In diesem Fall wäre A der Fall, aber A wäre nicht wahr.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsKuhn Putnam Vs Feyerabend
 
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V 156
Inkommensurabilität/PutnamVsFeyerabend: PutnamVsInkommensurabilitätsthese: sie widerlegt sich selbst. Sie besagt, dass Bsp der Ausdruck »Temperatur« aus dem 17. Jahrhundert im Hinblick auf Sinn oder Bezug nicht mit unserem gleichgesetzt werden kann. Diese These soll für die Beobachtungssprache ebenso gelten wie für die sogenannte »Theoriesprache«. Feyerabend/Sprache: unsere normale Sprache ist nichts anderes als eine falsche Theorie. PutnamVsFeyerabend: wir könnten andere Sprachen oder frühere Stufen unserer eigenen Sprache gar nicht übersetzen, wenn diese These wirklich zuträfe.
V 156/157
Nach Feyerabend (und Kuhn, wenn er in besonders inkommensurabler Stimmung ist) könnten wir die Angehörigen anderer Kulturen einschließlich der Wissenschaftler des 17. Jahrhunderts begrifflich nur als Lebewesen erfassen, die auf Reize reagieren (und Geräusche hervorbringen, die dem Englischen oder Italienischen auf seltsamerweise ähneln). Also mehr oder weniger Tiere. PutnamVsFeyerabend/VsKuhn: es ist völlig inkohärent, wenn man uns weismachen will, Galileis Begriffe seien „inkommensurabel“, und dann fortfährt, sie ausführlich zu schildern.
Smart pro Feyerabend: es ist sicher ein neutrales Faktum, dass wir unser Fernrohr, um den Merkur zu sehen, etwa über diesen Baumwipfel hier richten müssen, und nicht, wie von der Newtonschen Theorie vorhergesagt, über jenen Schornstein dort.
Feyerabend könnte jedoch durchaus zulassen, dass wir für unsere Theorie des Fernrohrs die Euklidische Geometrie und eine nichtrelativistische Optik benutzen. Er würde sagen, dies sei zwar nicht die wirkliche Wahrheit über unser Fernrohr, den Baum und den Schornstein, aber es sei trotzdem legitim, so zu verfahren.
PutnamVsSmart/PutnamVsFeyerabend: die Schwierigkeit ist, dass man die Sprache der euklidischen Nichtrelativististen wenigstens zum Teil verstehen muss, um auch nur sagen zu können, dass die Vorhersagen gleich sind!
Wie kann ich auch nur die logische Partikel („wenn dann“, „nicht“ usw.) aus dem Italienischen des 17. Jahrhunderts übersetzen, wenn ich kein Übersetzungsmanual finden kann?
V 158
Übersetzung/Quine/Davidson: (VsKuhn,VsFeyerabend): ist erstmal zugegeben, dass wir ein Übersetzungsschema finden können, welchen Sinn hat es dann in diesem Kontext, zu sagen, dass die Übersetzung den Sinn und Bezug des Originals nicht „wirklich“ erfasst? Die Behauptung, dass das Schema den Sinn oder Bezug des Originals nicht genau erfasst, lässt sich im Sinne des Zugeständnis verstehen, dass man ein besseres Übersetzungsschema finden könnte. Aber es ist nur scheinbar sinnvoll, dass es allen möglichen Schemata misslingen sollte, den „wirklichen“ Sinn oder Bezug zu erfassen.
V 160
Konvergenz/Putnam: wird von Kuhn und Feyerabend völlig abgelehnt. Danach vermehren wir überhaupt nicht unsere Kenntnisse, die Wissenschaft macht nur instrumentell »Fortschritte«. (Technologie). Es gelingt uns immer besser, „Personen von einem Ort zum anderen zu transportieren“. PutnamVsKuhn/PutnamVsFeyerabend: auch das ist inkohärent: wir können den Gedanken des instrumentellen (technologischen) Fortschritts nur verstehen, wenn solche Ausdrücke wie „Personen von einem Ort zum anderen transportieren“ ein gewisses Maß von bleibenden Bezug beibehalten.

I 83
Elektron/PutnamVsKuhn/PutnamVsFeyerabend: Bsp Bohrs Elektron referiert nach den beiden auf gar nichts! Und das bloß, weil nicht alle Annahmen Bohrs sich bestätigt haben. PutnamVs.
I 84
Prinzip des Vertrauensvorschuss/PutnamVsKuhn/PutnamVsFeyerabend: es gibt nichts, was Bohrs Elektron genau entspricht, aber sie haben Masse und Ladung, und die ist ziemlich genau so! Wir müssen Vertrauensvorschuß gewähren, und Bohr als jemand behandeln, der auf diese Teilchen referiert. ((s) Damit Wissenschaftler überhaupt Dialoge führen können und von derselben Entität sprechen können.)

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsKuhn Black Vs Kuhn, Thomas
 
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III 75
BlackVsKuhn: seine übereifrigen Jünger ziehen aus ihrem angeblichen Wissen der soziologischen Determinanten skeptische Konklusionen über die Möglichkeit von Wissenschaft überhaupt.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
VsKuhn Davidson Vs Kuhn, Thomas
 
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I 85
VsInkommensurabilität/DavidsonVsKuhn: Die weitergehende Annahme (der Inkommensurabilität ) verlangt von uns widersprüchlicherweise, wir sollten uns auf einen Standpunkt stellen, der außerhalb unserer Denkenweisen liegt. Die Vorstellung eines wirklich fremden Schemas ist für uns unverständlich.
II 133
Falls sich andere in einem Zustand befinden der mit Hilfe unserer Methoden nicht zu ermitteln ist, dann kann das nicht daran liegen daß die Methoden versagen (mit denen wir Bewußtseinszustände eben ermitteln) sondern daß man solche Zustände nicht als Bewußtseinszustände bezeichnet. Inkommensuralibiltät setzt Trennung Schema/Inhalt(3.Dogma) voraus.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsKuhn Feyerabend Vs Kuhn, Thomas
 
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I 375
FeyerabendVsKuhn/Inkommensurabilität: seine Ideen neigen mehr in Richtung Psychologie und legen nahe, daß jede wissenschaftliche Veränderung a) zu einer Verschiebung des Sinns und daher b) zur Inkommensurabilität führt. Feyerabend: meiner Ansicht nach sind Änderungen der Wahrnehmungswelt durch die Forschung festzustellen, sie sind keine Selbstverständlichkeit.
Kuhn: ein Verständnis zwischen verschiedenen Paradigmen ist nicht möglich.
Feyerabend: Wissenschaftler aus verschiedenen Paradigmen können sich sehr gut verstehen.
II 174
FeyerabendVsKuhn: die Abgrenzungen von Traditionen und Fächern, auf die Kuhn und Polanyi ihre These von der unberührt Vagheit der Wissenschaft gründen, sind vorübergehende Stadien des historischen Prozesses. Wissenschaft ist heute Business, daß die totalitären Tendenzen der Gesellschaft unbemerkt verstärkt. Damit ist der Einwand von Kuhn erledigt.

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979
VsKuhn Field Vs Kuhn, Thomas
 
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II 183
Theoriewechsel/Bedeutungswandel/Referenz/Kuhn/Field: (Kuhn 1962,101): die Referenten der Einsteinschen Begriffe sind nie identisch mit denen der Newtonschen Begriffe, die denselben Namen tragen. Newtons Masse bleibt erhalten, Einsteins ist konvertierbar gegen Energie. FieldVsKuhn: das scheint völlig unplausibel, Einstein hat nämlich gezeigt , dass es keine „Newtonsche Masse“ gibt!.
Bedeutungswandel/Kuhn/Field: ich bestreite nicht, dass Newtons „Masse“ etwas anderes bedeutete, aber ich leugne auch nicht Kuhns Behauptungen über Bedeutung, sondern über Referenz oder Denotation.
Kuhn/(s): Newtons Begriffe haben andere Bedeutung und daher gar keine Referenz.
FieldVsKuhn/(s): Newtons Begriffe haben schon andere Bedeutung aber sie referieren auf eine Menge von Objekten, wobei die heutigen Begriffe auf eine Teilmenge dieser Objekte referieren. (s.u.).
II 184
FieldVsKuhn: ich leugne, dass es jemals so etwas wie „Newtonsche Masse“ gegeben hat oder geben wird. Und daher kann Newton selbst auch niemals auf „Newtonsche Masse“ referiert haben. Daher sind auch keine weiteren positiven analytischen Hypothese möglich als eben bloß (HP) und (HR).
(HR) Newtons Wort „Masse“ denotierte relativistische Masse.
(HP) Newtons Wort „Masse“ denotierte Eigenmasse.
Problem: jetzt müssen wir die negative (HA) betrachten: dass Newtons Wort „Masse“ gar nichts denotierte, in dem Sinn wie „Nikolaus“ nichts bezeichnet.
(HA) Newtons Wort „Masse“ denotierte überhaupt nichts.
Problem: dann müssen wir Newtons (unbestreitbaren) Sätzen (Satztokens) falsche WW zuschreiben.
Nikolaus/Einhorn/Lösung/Frege: Einige Sätze haben WW-Lücken.
Newton/Field: Bsp unbestreitbar wahrer Satz von Newton, dem jeder Physiker zustimmt:
(7) Um einen Körper gleichförmig zwischen irgendeinem Paar verschiedener Geschwindigkeiten zu beschleunigen, wird mehr Kraft benötigt, wenn die Masse des Körpers größer ist.
Das schien zu Newtons Zeit sicher wahr. Und die RT stimmt ihm zu (sowohl für Eigenmasse als auch für relativistische Masse).
II 195
Theoriewechsel/Denotation/FieldVsKuhn: man sollte nicht sagen, dass Newtons „Masse“ gar nicht denotierte. Dann wäre ein Satz wie Bsp „Die Masse der Erde ist kleiner als die der Sonne“
nicht buchstäblich wahr gewesen, wenn Newton ihn geäußert hätte.
Lösung/Field: man sollte immerhin von einem „Übermitteln von Information“ sprechen (convey). (Auch FieldVsSprachregeln Field vs language rules)

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsKuhn Hacking Vs Kuhn, Thomas
 
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I 354
HackingVsKuhn: bei seiner "Artikulation" ist die Frage, worum es geht. Es kann um zweierlei gehen: die Artikulation der Theorie oder die Artikulation des Experiments. Ersteres ist dann eine regelrechte mathematische Umwandlung!
I 402
HackingVsKuhn: natürlich werden viele Experimente geplant, um Theorien zu bestätigen, denn sonst würden Forschungsgelder gestrichen. Im übrigen sind Kuhn und Popper nicht so weit auseinander.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsKuhn Lakatos Vs Kuhn, Thomas
 
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Hacking I 32
experimentum crucis/Kuhn: nicht unmöglich.- LakatosVs: immer nur im nachhinein (viel später).
I 191
LakatosVsKuhn: "Mobpsychologie". Vs Zurückführung der Wissenschaftsgeschichte auf die Soziologie. Das läßt keinen Platz übrig für die sakrosankten Werte Wahrheit, Objektivität, Rationalität und Vernunft.
Rorty IV 16
LakatosVsKuhn/Rorty: habe die Wissenschaft zur »Psychologie des Pöbels« herabgewürdigt.

Laka I
I. Lakatos
The Methodology of Scientific Research Programmes: Volume 1: Philosophical Papers (Philosophical Papers (Cambridge)) Cambridge 1980

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKuhn Putnam Vs Kuhn, Thomas
 
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V 155
VsKuhn/Putnam: seine neunmalklugen Leser haben ihm vorgeworfen, er habe behauptet, so etwas wie rationale Rechtfertigung gebe es in der Wissenschaft nicht, bloß Gestaltwechsel und Bekehrungen. Und hat diese Interpretation zurückgewiesen und einen neuen Begriff eingeführt: »nicht paradigmatische Rationalität«. Putnam: eventuell dasselbe wie die oben genannte „kriteriale Rationalität“.

I 84
PutnamVsKuhn: Bsp Elektron: es gibt Entitäten nämlich die die wir jetzt "Elektronen" nennen die sich in vieler Hinsicht wie Bohrs "Elektronen" verhalten. Wir sollten bloß sagen, dass wir eine andere Theorie derselben Entität haben. Also referierte Bohrs Terminus.
I 85
Referenz/Theorie/Bedeutungswandel/PutnamVsKuhn: das können wir aber nur behaupten, weil die gegenwärtige Theorie die Existenz von Entitäten behauptet, die viele der Rollen erfüllen, die Bohrs "Elektronen" erfüllen sollten. Frage: was ist, wenn wir eine Theorie akzeptieren, die Elektronen für so etwas wie Phlogiston hält? Dann müssten wir sagen, dass Elektronen nicht existieren.
Frage: was wäre, wenn alle Entitäten vom Standpunkt der späteren Theorie nicht existieren?
Wir müssen Vertrauen zugestehen, um Referenz überhaupt zu sichern.
Das darf aber nicht unvernünftiges Vertrauen sein: Wir können nicht Phlogiston zugestehen.
Wenn Boyds zwei Annahmen falsch wären, würde sich Vertrauen immer als unvernünftig herausstellen und Referenz würde zusammenbrechen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsKuhn Rorty Vs Kuhn, Thomas
 
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Richard Rorty
IV 20
Kuhn: (laut Rorty) Thesen (1) Es besteht zwar keine Möglichkeit, dass Aristotelische Vokabular in das von Galilei zu übersetzen, doch jeder der beiden könnte das Vokabular des anderen erlernen!
IV 21
(2) Demnach besteht keine Möglichkeit, auf der Basis von Überzeugungen, die in Galileis Vokabular formuliert sind, gegen die Ansichten des Aristoteles zu argumentieren, und umgekehrt auch nicht. (3) Also müssen beide für wahr erachtet werden. Darum muss die Anwendung des Ausdrucks »wahr« je nach Vokabular relativiert werden.
(4) Überzeugungen werden von der Welt wahr gemacht.
(5) Es ist aber nicht möglich, dass die Überzeugungen von Aristoteles und die von Galilei von ein und derselben Welt wahr gemacht werden. Daher muss es verschiedene Welten geben.
RortyVsKuhn: das kann man widerlegen indem man entweder den Schritt von (2) nach (3) in Frage stellt oder indem man (4) bestreitet.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKuhn Verschiedene Vs Kuhn, Thomas I 186
VsKuhn: es wird argumentiert, er mache aus der Wissenschaft ein subjektives und irrationales Unternehmen. Er überschätze stark die Einmütigkeit der Wissenschaftler in ihrer Bindung an ein Paradigma. Andere Autoren bezweifeln, daß den Revolutionen wirklich Krisen und das Bewußtsein, daß etwas nicht in Ordnung sei, vorausgehen.
II 506
VsKuhn: es ist sehr wohl denkbar, daß Phänomene, die im Verhältnis zum ursprünglichen Paradigma Anomalien sind, nur dann überhaupt aufgedeckt werden können, wenn gleichzeitig ernsthaft von einem alternativen Paradigma aus geforscht wird.




VsKuhn Scheffler Vs Kuhn, Thomas
 
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Rorty I 352
Kuhn/Rorty: für Kuhn kann es einen Algorithmus für den Ablauf der Wissenschaft nicht geben, es sei denn aus einer Siegerperspektive im Nachhinein. VsKuhn: man hat ihn oft des Idealismus bezichtigt. Er lieferte seinen Kritikern einen Angriffspunkt indem er sagte, es könne keine »neutrale Beobachtungssprache« geben, und zwar, weil die Wissenschaftler »verschiedenes sehen« oder »in verschiedenen Welten leben«.
I 353
Rorty: das ist vollkommen harmlos.
I 354
Kuhn/Rorty: der Streit konkurrierender Normen kann nur im Rahmen von Kriterien entschieden werden, die außerhalb der normalen Wissenschaft liegen.
I 355
SchefflerVsKuhn: Kuhn spricht von einer zweiten diskursiven Ebene. Maßstäbe zweiter Ordnung. Ein Paradigma annehmen, heißt nicht nur Theorien und Methoden, sondern auch leitende Maßstäbe und Kriterien annehmen.
I 356
Kuhn: Wahl zwischen Theorien nicht nach Regeln, sondern nach Werten. Theorie/Kriterien: »Tatsachenkonformität, Widerspruchsfreiheit, Reichweite, Einfachheit und Fruchtbarkeit«.

Schef I
I. Scheffler
Science and Subjectivity Indianapolis 1982

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKuhn Hacking Vs Lakatos, I.
 
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I 191
LakatosVsKuhn: "Mobpsychologie". Vs Zurückführung der Wissenschaftsgeschichte auf die Soziologie. Das läßt keinen Platz übrig für die sakrosankten Werte Wahrheit, Objektivität, Rationalität und Vernunft. HackingVsLakatos: trägt nichts dazu bei, was man nun vernünftigerweise glauben sollte. Ist ausschließlich rückwärts gewandt.
I 202
Entartend/Lakatos: schlechte Forschungsprogramme: Bsp Statt Unterernährung nahm man fälschlich eine Viruserkrankung der Bevölkerung an. Statt Beriberi-Epidemie. Fehlernährung durch neues Verfahren der Dampfschälung von Reis. Entartend/Lakatos: jede Abänderung der Theorie wurde nicht vor (!) sondern immer nur nach Beobachtungen vorgenommen!
HackingVsLakatos: hilft nicht, neue Programme ohne Nachweis bisheriger Leistungen zu wählen. Bsp Ist der Versuch, Krebsviren ausfindig zumachen fortschrittlich oder entartend? Das werden wir erst später wissen.
I 205
Objektivität/Wissen/Lakatos: nur im Nachhinein! Der einzige feste Punkt ist, daß das Wissen zunimmt. Seine Philosophie lässt die Darstellungsproblematik außer acht. Lakatos These wir können unabhängig von unseren Ansichten über Wahrheit und "Realität" einfach sehen, daß das Wissen wächst.
HackingVsLakatos: es gibt nichts, was im Laufe der Jahrhunderte stetiger und kräftiger zugenommen hat als die Kommentare zum Talmud. Diese Kommentare bilden die am meisten durchdachten Texte, die wir überhaupt kennen! Sie sind weit besser durchdacht als so ziemlich alle Texte der wissenschaftlichen Literatur. Ist das eine rationale Tätigkeit nach Lakatos?
I 206
Statt Vermehrung des Wissens müsste es heißen: Vermehrung der Theorien!
I 207
externe Geschichte/Lakatos: Rahmenbedingungen der Forschung interne Geschichte/Lakatos: was die Leute geglaubt haben, sei belanglos, Geschichte anonymer und autonomer Forschungsprogramme. (HackingVs)
I 286
Beobachtung/LakatosVsPopper: Falsifikationismus kann nicht richtig sein, weil er die Unterscheidung von Theorie und Beobachtung voraussetzt. HackingVsLakatos: diese Annahmen werden nun seit 15 Jahren verhöhnt, doch Lakatos Argumentation ist überflächlich. Er hat nur ein einziges Bsp: Galileis Beobachtung von Sonnenflecken durch ein Fernrohr: Sehen/Lakatos. das könne kein reines Sehen gewesen sein.
Experiment/Beweis/Lakatos: keine faktenbezogene Aussage kann je durch ein Experiment bewiesen werden. Behauptungen kann man nicht aufgrund von Erfahrung beweisen, Das ist ein logischer Grundsatz.
HackingVsLakatos: das ist Spiegelfechterei mit dem Wort "beweisen".

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsKuhn Esfeld Vs Quine, W.V.O.
 
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I 27
Modallogik/Holismus/EsfeldVsQuine: wir können auf ML nicht verzichten, wenn wir den Holismus präzise ausarbeiten wollen.
I 61
semantischer Holismus/SH/EsfeldVsQuine: wir brauchen ein besseres Argument für ihn als da aus Two Dogmas: denn es ist noch nicht klar, ob er am besten zum Typ B (top down) gezählt werden soll. Quines einziges Argument dafür ist der von ihm vorausgesetzte Verifikationismus (Bedeutung als Methode der Verifikation).
Two Dogmas: Schluß: wenn ich die Grenze zwischen analytischen und synthetischen Aussagen ablehne, verpflichte ich mit einem strikteren Pragmatismus: jeder hat einerseits sein wissenschaftliches Erbe und andereseits ist er einem unaufhörlichen Sperrfeuer sinnlicher Reize ausgesetzt. Die Anpassungen dieses Erbes sind, sofern sie rational sind, pragmatisch.
I 64
Erfahrung/Quine: (seit W + O) begrifflich! Aber VsKuhn! Statt dessen: Beobachtungsaussagen stehen außerhalb des semantischen Holismus. Jede dieser Aussagen hat eine Bedeutung unabhängig von den anderen. Hier ist Bedeutung nicht eine Eigenschaft, die an Beziehungen zu anderen Aussagen oder Überzeugungen gebunden ist.
EsfeldVsQuine: es ist jedoch unklar, wie eine Trennung zwischen Beobachtungsaussagen und Theorieaussagen bestehen kann.
I 66
semantischer Holismus/Esfeld: folgt nur, wenn die Bedingungen dafür, Überzeugungen zuzuschreiben, zugleich die Bedingungen dafür sind, die den begrifflichen Inhalt der Überzeugungen determinieren. Quine: geht vom Bestätigungs Holismus zum Bedeutungs Holismus.
VsQuine: setzt Verifikationismus voraus.
EsfeldVsVs: man könnte sagen, daß das Argument für die Verbindung eine transzendentales ist.
Transzendental/(nach Kant): die notwendigen Bedingungen dafür, daß man jemand Überzeugungen zuschreibt, sind zugleich die Bedingungen der Möglichkeit dafür, daß der Sprecher Überzeugungen hat. Das läuft darauf hinaus:
Esfeld These: von einer anderen Person interpretiert zu werden ist eine notwendige Bedingung dafür, daß eine Person Überzeugungen hat.
Transzendental/Stroud: (1968): transzendentale Argumente implizieren eine verifikationistische Prämisse!
I 67
Esfeld: ein Argument für die These könnte sein, daß begrifflicher Inhalt öffentlich ist. Wenn wir hier Wittgenstein folgen, reicht das aus.
I 116
Kripkes Wittgenstein/Quine/"Ontologische Relativität": in der Muttersprache können wir Unbestimmtheit letztlich vermeiden, wenn wir ihre Wörter wörtlich verstehen. EsfeldVsQuine: der soziale Holismus zeigt hingegen, warum wir uns mit der Muttersprache zufriedengeben können.

I 366
Bedeutung/Unbestimmtheit/Holismus/EsfeldVsQuine: (2.3.4, 2.3.1) inferentielle Semantik kann begrifflichen Inhalt durch normative Pragmatik bestimmen. (Keine Unbestimmtheit mehr). Überzeugungs Holismus: (4.2) außerdem Perspektive auf eine direkten Realismus.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKuhn Lakatos Vs Rationalismus
 
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Feyerabend I 245
Lakatos: Maßstäbe für sich allein besitzen keine heuristische Kraft. Die Vernunft, wie sie von Lakatos definiert wird, hat keinen direkten Einfluß auf die Tätigkeit des Wissenschaftlers. Nimmt man diese Vernunft allein und sonst nichts, »kann man machen was man will«. (>Rationalismus).
Fey I 263
LakatosVsKuhn, LakatosVsAnarchismus: betonte die ganz andere »Rationalität« des Alltagsverstandes, jedoch ohne seine Leser auf die Bedeutungsverschiebung aufmerksam zu machen.

Laka I
I. Lakatos
The Methodology of Scientific Research Programmes: Volume 1: Philosophical Papers (Philosophical Papers (Cambridge)) Cambridge 1980

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutungswandel Kuhn, Th.
 
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Field II 179
Referenz/Denotation/Theoriewechsel/Bedeutungswandel/Kuhn/Field: Kuhn: der Term "Masse" denotiert bei Einstein nicht mehr dieselbe physikalische Quantität, die sie bei Newton denotiert hat. Kuhn leugnet folgendes:
(3) Newtons Term "Masse" denotiert Masse, d.h. Newton referierte auf dieselbe physikalische Quantität auf die wir referieren, wenn wir das Wort "Masse" gebrauchen.
Field: These es keinen Sinn macht zu fragen, auf welche physikalische Quantität Newton referierte, wenn er den Term "Masse" gebrauchte. ((s) Field These: es ist unbestimmt).
Field: These wir können hier nicht entscheiden. Das Wort -žMasse-œ war vor der Entdeckung der RT referentiell unbestimmt. Obwohl es denotierte!
FieldVsKuhn: etwas wie "Newtonsche Masse" hat es nie gegeben -" daher kann Newton auch selbst nie darauf referiert haben - Problem: dann sind die Sätze falsch - Lösung: Bsp Beschleunigung braucht mehr Kraft, wenn die Masse größer ist - das ist nicht völlig denotationslos - die Referenz ist einfach unbestimmt. ((s) heute macht nur eine Teilmenge der damaligen Referenten den Satz wahr.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980