Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff


zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Künstliche Intelligenz Chalmers I 185
Künstliche Intelligenz/Chalmers: Angenommen, wir hätten ein künstliches System, das rational reflektiert, was es wahrnimmt. Hätte dieses System einen Begriff von Bewusstsein? Es hätte sicher einen Begriff des Selbst, es könnte sich vom Rest der Welt unterscheiden, und zu seinen eigenen kognitiven Gehalten einen direkteren Zugang als zu dem von anderen haben. So hätte es eine gewisse Art von Selbstbewusstsein. Dieses System wird nicht über sich selbst sagen, es hätte keine Ahnung wie es ist, ein rotes Dreieck zu sehen. Es braucht aber auch keinen Zugang zu seinen Elementen auf einer tieferen Ebene (Hofstadter 1979 1, Winograd 1972 2 ). Pointe: ein solches System hätte damit eine ähnliche Einstellung zu seinem Innenleben wie wir zu unserem.
I 186
Verhaltenserklärung/Chalmers: um das Verhalten solcher Systeme zu erklären, brauchen wir niemals Bewusstsein zuzuschreiben. Vielleicht haben solche Systeme Bewusstsein, oder auch nicht, aber die Erklärung ihres Verhaltens ist unabhängig davon.
I 313
Künstliche Intelligenz/VsKünstliche Intelligenz/VsKI/Chalmers: DreyfusVsKünstliche Intelligenz: (Dreyfus 1972 7): Maschinen können nicht das flexible und kreative Verhalten von Menschen erreichen. LucasVsKünstliche Intelligenz/PenroseVsKünstliche Intelligenz/Chalmers: (Lucas 1961 3, Penrose 1989 4): Computer können niemals das mathematische Verständnis des Menschen erreichen, weil sie durch Gödels Theorem beschränkt sind auf eine Weise, in der Menschen es nicht sind. Chalmers: das sind externe Einwände. Die internen Einwände sind interessanter:
VsKünstliche Intelligenz: internes Argument: bewusste Maschinen können keine Geist entwickeln. SearleVsKünstliche Intelligenz: >Chinese Room-Argument. (Searle 1980 5). Danach ist ein Computer bestenfalls eine Simulation von Bewusstsein, ein Zombie.
Künstliche Intelligenz/ChalmersVsSearle/ChalmersVsPenrose/ChalmersVsDreyfus: es ist zwar nicht offensichtlich, dass gewisse physikalische Strukturen im Computer zu Bewusstsein führen, aber das gilt genauso für die Strukturen im Gehirn.
I 314
Def Starke Künstliche Intelligenz/Searle/Chalmers: These: Es gibt eine nichtleere Klasse von Rechenoperationen (computations) sodass die Implementierung jeder Operation aus dieser Klasse hinreichend ist für einen Geist und insbesondere für bewusste Erlebnisse. Das gilt nur mit natürlicher Notwendigkeit, denn es ist logisch möglich, dass jedwede Rechenoperation ohne Bewusstsein auskommt, aber das gilt auch für Gehirne.
I 315
Implementierung/Chalmers: diesen Begriff brauchen wir als Brücke für die Verbindung zwischen abstrakter Rechenoperation und konkretem physikalischem System in der Welt. Wir sagen auch manchmal, dass unser Gehirn Rechnungen implementiert. Implementierung/Searle: (Searle 1990b 6): These ist ein beobachterrelativer Begriff. Wenn man will kann man jedes System als alles implementierend betrachten, z.B: eine Wand.
ChalmersVsSearle: man muss die Implementierung spezifizieren, dann umgeht man dieses Problem.
I 318
Bsp ein kombinatorischer Zustandsautomat hat ganz andere Implementierungsbedingungen als ein endlicher Zustandsautomat. Die kausale Interaktion zwischen den Elementen ist unterschiedlich feinkörnig. Kombinatorische Automaten können zudem verschiedene andere Automaten reflektieren wie
I 319
Turingmaschinen und zelluläre Automaten, im Gegensatz zu endlichen oder unendlichen Zustandsautomaten. ChalmersVsSearle: jedes System implementiert die eine oder andere Computation. Es wird nur nicht jeder Typ (z.B. ein kombinatorischer Zustandsautomat) von jedem System implementiert. Die Beobachterrelativität bleibt, aber sie bedroht nicht die Möglichkeit der Künstlichen Intelligenz.
I 320
Über die Art der Kausalrelationen ist damit nicht viel gesagt.

1. D. R. Hofstadter Gödel, Escher Bach, New York 1979
2. T. Winograd, Understanding Natural Language, New York 1972
3. J. R. Lucas, Minds, machines and Gödel, Philosophy 36, 1961, p. 112-27.
4. R. Penrose, The Emperor's New Mind, Oxford 1989
5. J. R. Searle, Minds, brains and programs. Behavioral and Brain Sciences 3, 1980: pp. 417 -24
6. J. R. Searle, Is the brain an digital computer? Proceedings and Adresses of the American Philosophical association, 1990, 64: pp. 21-37
7. H. Dreyfus, What Computers Can't Do. New York 1972.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Künstliche Intelligenz Wittgenstein Metzinger II 720
Künstliche Intelligenz/KI/WittgensteinVsKünstliche Intelligenz/Birnbacher: für Wittgenstein ist Künstliche Intelligenz logisch unmöglich, weil wir den Begriff nur Menschen zuschreiben. - (Philosophische Untersuchungen § 360) - Birnbacher: die Wahrheitswerte könnten dennoch erfüllt sein - nur nicht die Behauptbarkeitsbedingungen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Simulation Chalmers I 327
Simulation/Künstliche Intelligenz/Bewusstsein/Searle/Chalmers: SearleVsKünstliche Intelligenz (Searle 1980)(1), HarnadVsKI (Harnad 1989)(2): These: Die Simulation eines Phänomens ist nicht dasselbe wie eine Replik des Phänomens. Bsp Die digitale Simulation des Verdauungsvorgangs verdaut keine Nahrung.
I 328
Simulation/Chalmers: während einige Simulationen keine echten Verdoppelungen sind, wie z.B. die Simulation von Wärme, so sind andere es doch: z.B. die Simulation eines Systems mit einer kausalen Schleife ist ein System mit einer kausalen Schleife. Def Echte Simulation/Chalmers: eine Simulation von X ist ein X, wenn die Eigenschaft, X zu sein, eine organisationale Invarianz ist. D.h. wenn das System nur von der funktionalen Organisiertheit des zugrundliegenden Systems abhängt und von nichts anderem. Die übrigen Eigenschaften bleiben nicht erhalten. Bsp die Eigenschaft, ein Hurrikan zu sein, ist nicht organisational invariant, weil sie teilweise von nichtroganisationalen Eigenschaften wie Geschwindigkeit, Form, usw. abhängt. Ebenso hängen Wärme oder Verdauung von Aspekten der physikalischen Beschaffenheit ab und sind nicht völlig organisational.
Bewusstsein/Simulation/Chalmers: phänomenale Eigenschaften sind anders: sie sind organisational invariant, d.h. bei identischem physikalischem Aufbau werden zwei Systeme dieselben phänomenalen Erlebnisse haben. Damit wird Bewusstsein zu einer von den anderen verschiedenen Eigenschaft.



1. J. R. Searle, Minds, brains and programs. Behavioral and Brain Sciences 3, 1980: pp. 417 -24
2. S. Harnad, Minds, machines, and Searle. Journal of Experimental and Theoretical Artificial Intelligence 1, 1989: pp.5-25.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Starke Künstliche Intelligenz Chalmers I 314
Def Starke Künstliche Intelligenz/Searle/Chalmers: These: Es gibt eine nichtleere Klasse von Rechenoperationen (computations) sodass die Implementierung jeder Operation aus dieser Klasse hinreichend ist für einen Geist und insbesondere für bewusste Erlebnisse. Das gilt nur mit natürlicher Notwendigkeit, denn es ist logisch möglich, dass jedwede Rechenoperation ohne Bewusstsein auskommt, aber das gilt auch für Gehirne.
I 320
Durch eine computationale Beschreibung eines Systems wird eine formale Beschreibung der kausalen Organisation dieses Systems geliefert.
I 321
Invarianzprinzip: jedes System mit bewussten Erlebnissen, das dieselbe funktionale Organisation aufweist wie ein anderes System mit bewussten Erlebnissen, wird qualitativ identische bewusste Erlebnisse haben. Zwischen elektronischen Komponenten können entsprechende kausale Relationen bestehen wie zwischen Neuronen im Gehirn. Verschwindende Qualia/fading qualia/tanzende Qualia: können wir als Argumente für die starke KI benutzen.
I 322
Wenn es zwei organisatorisch identische Systeme gäbe, von denen eins bewusste Erlebnisse hätte, das andere aber nicht, könnte man ein System mit verschwindenden oder tanzenden Qualia konstruieren, das zwischen diesen zwei Systemen läge. Das wäre unplausibel. Wenn verschwindende und tanzende Qualia ausgeschlossen sind, gilt die These der Starken Künstlichen Intelligenz. (>Qualia/Chalmers).
I 329
VsKünstliche Intelligenz/Gödel/Chalmers: in einem widerspruchsfreien formalen System das ausdrucksstark genug für eine bestimmte Art der Arithmetik ist, kann man einen Satz konstruieren, der in diesem System nicht beweisbar ist. Im Gegensatz zur Maschine, sieht der Mensch aber, dass der Satz wahr ist.
I 330
Daher hat der Mensch eine Fähigkeit, die das formale System nicht hat. ChalmersVsVs: es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der Mensch die Wahrheit des Satzes einsieht. Bestenfalls können wir sagen, dass, wenn das System widerspruchsfrei ist, der Satz wahr ist. Wir können nicht immer die Widerspruchsfreiheit komplexer Systeme bestimmen.
PenroseVsKI/Chalmers: (Penrose 1994)(1) bringt ein Argument auf einer niedrigeren Stufe: es kann sein, dass nicht alle physikalischen Prozesse computabel (berechenbar) sind. ChalmersVsVs: Das stützt sich aber auf das obige Gödel-Argument. Nichts in der physikalischen Theorie selbst stützt es.
VsKI/VsSimulation/Chalmers: was, wenn Bewusstseinsprozesse wesentlich kontinuierlich, unsere Simulationen jedoch diskret sind?
I 331
ChalmersVsVs: es gibt Gründe anzunehmen, dass absolute Kontinuität für unsere kognitive Kompetenz nicht wesentlich ist. Allerdings könnte es sein, dass ein System mit unbegrenzter Präzision (erreicht durch Kontinuität) kognitive Fähigkeiten hat, die ein diskretes System nicht erreicht.


1. R. Penrose, Shadows of the Mind, Oxford 1994

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsKunstVsKunst Chomsky Vs Künstliche Intelligenz Dennett I 540
Sprache/ChomskyVsKünstliche Intelligenz: das Kind legt später nur einen Schalter um, ob es Chinesisch oder Englisch lernt, es ist aber kein "allgemeiner Problemlöser". Auch "langsame" Kinder "lernen" genausogut sprechen! Sie "lernen" es ebensowenig wie Vögel ihre Federn.
I 541
Dennett pro Chomsky. Aber wenn er recht hat, sind die Phänomene der Sprache sehr viel schwerer zu erforschen.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsKunstVsKunst Hofstadter Vs Künstliche Intelligenz II 701
HofstadterVsBarr: Verwechslung der Ebenen: "Kognition als Rechenvorgang": auch wenn die Neuronen in analoger Weise Summen bewältigen, bedeutet das nicht, dass die Epiphänomene selbst auch Rechnen. Bsp : Wenn Taxis bei rot halten, bedeutet das nicht, dass Verkehrsstaus bei rot halten. (> Distribution, >Eigenschaften): Man sollte nicht die Eigenschaften von Objekten mit Eigenschaften von Ansammlungen dieser Objekte verwechseln.
Auf einer Ebene kann etwas ein Rechenvorgang sein, auf einer anderen nicht! (>Bewusstsein, Geistzustand, Gehirnzustand).
HofstadterVsKünstliche Intelligenz: Viele Vertreter der "Informationsverarbeitung" vernachlässigen die untere Ebene.
II 704
HofstadterVsKI: deren Hauptprämisse ist, dass Gedanken auf ihrer eigenen Ebene selbst rechnerische Entitäten sind. (Schule der "Informationsverarbeitung"). Aktive Symbole/Hofstadter: es gibt aber keine auf einer höheren Stufe angesiedelte Kraft ("Programm"), die sich nach unter orientiert und die Symbole hin und herschiebt. Aktive Symbole müssen sich das nötige in ihre Strukturen einverleiben.
In einem solchen (bisher hypothetischen Programm sind die Symbole selbst aktiv).

Hofstadter I
Douglas Hofstadter
Gödel, Escher, Bach - ein Endloses Geflochtenes Band Stuttgart 2017

Hofstadter II
Douglas Hofstadter
Metamagicum München 1994
VsKunstVsKunst Searle Vs Künstliche Intelligenz Dennett I 555
SearleVsKünstliche Intelligenz/SearleVsKI: Computer besitzen nur "Als-ob-Intentionalität".
Searle I 60 ff
Hier fand eine der aufregendsten Entwicklungen in der zweitausendjährigen Geschichte des Materialismus statt. Die Wissenschaft der künstlichen Intelligenz bot eine Antwort auf die Frage an: verschiedene materielle Strukturen können geistig äquivalent sein, wenn sie unterschiedliche Hardware-Ausführungen desselben Computerprogramms sind. >Materialismus als Begriff, >Materialismus als Autor, >Computermodell. KI-These: der Geist verhält sich zum Gehirn wie das Programm zur Hardware. Man konnte Materialist durch und durch sein und zugleich - wie Descartes - der Auffassung sein, dass das Gehirn für den Geist eigentlich nicht wichtig ist.
So kann man die typisch geistigen Aspekte des Geistes angeben, und verstehen, ohne dass man weiß, wie das Gehirn funktioniert. Selbst als Materialist braucht man das Gehirn nicht zu erforschen um den Geist zu erforschen.
I 61
So wurde die neue Disziplin der "Kognitionswissenschaft" geboren. (SearleVs). VsKünstliche Intelligenz: Einwand des gesunden Menschenverstandes: das Computermodell des Geistes übergeht entscheidendes, wie z. B. Bewusstsein und Intentionalität.
Searle: das Argument des chinesischen Zimmers. (>Chinese Room). Das zeigt, dass ein System ein Programm realisieren könnte, dass dies System eine perfekte Simulation irgend einer menschlichen Fähigkeit (wie z. B. der Fähigkeit, chinesisch zu verstehen) abgäbe, ohne dass dieses System jedoch das mindeste Verständnis des Chinesischen besäße.
Man stelle sich einfach vor, dass jemand, der kein Chinesisch versteht, in ein Zimmer eingespart ist, indem sich eine Menge chinesischer Symbole und ein Computerprogramm zur Beantwortung von Fragen im chinesischen befinden.
I 62
Die Antworten würden sich nicht von denen unterscheiden, die ein Chinese auf diese Fragen geben würde. Der programmierte Computer hat nichts, was dieses System nicht hat, auch er versteht kein Chinesisch.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsKunstVsKunst Dennett Vs Penrose, R. I 614
Gödel/Toshiba-Bibliothek/Dennett: "es gibt keinen einzelnen Algorithmus, der alle Wahrheiten der Arithmetik beweisen kann". Dennett: über alle anderen Algorithmen in der Bibliothek sagt Gödel aber nichts!
I 615
Insbesondere sagt er nichts darüber, ob in der Bibliothek nicht Algorithmen für besonders eindrucksvolle Leistungen befinden, Sätze "als wahr zu bezeichnen"! "Mathematisches Gespür", riskante, heuristische Algorithmen, usw. DennettVsPenrose: er macht genau den Fehler, diese Gruppe möglicher Algorithmen zu ignorieren und sich allein auf jene zu konzentrieren, deren Unmöglichkeit Gödel nachgewiesen hatte. bzw. von denen Gödel überhaupt etwas aussagt.
Dennett: ein Algorithmus kann "mathematische Einsicht" hervorbringen, obwohl er kein "Algorithmus für mathematische Einsicht" war!
I 617
PenroseVsKünstliche Intelligenz/VsKI: x kann hervorragend ein Schachmatt erreichen -> es gibt keinen Algorithmus für Schach. Deshalb ist die gute Leistung von x nicht damit zu erklären, dass x einen Algorithmus ablaufen lässt.
I 619
DennettVsPenrose: das ist falsch. Die Ebene des Algorithmus ist ganz offensichtlich die richtige Erklärungsebene. X gewinnt, weil er den besseren Algorithmus hat!
I 617/618
Fehlschluss: Wenn der Geist ein Algorithmus ist, dann ist dieser sicher nicht erkennbar oder zugänglich für diejenigen, deren Geist er erzeugt. Bsp es gibt keinen speziellen Algorithmus, kursiv von fett zu unterscheiden, aber das heißt nicht, dass man es nicht unterscheiden kann. Bsp angenommen, in der Bibliothek von Babel gibt es ein einziges Buch, in dem alphabetisch alle New Yorker Teilnehmer stehen, deren Nettovermögen über 1 Mio. Dollar beträgt. ("Megaphonbuch"). Jetzt können wir mehrere Aussagen über dieses Buch beweisen: 1. Der erste Buchstabe auf der ersten Seite ist ein A. 2. Der erste Buchstabe auf der letzten Seite ist kein A. Bsp dass wir keine Überreste der "Eva der Mitochondrien" finden können, bedeutet nicht, dass wir keine Aussagen über sie ableiten können.
Dennett I 619
Penrose: wenn man einen beliebigen einzelnen Algorithmus nimmt, kann dieser nicht die Methode sein, mit der sich menschliche Mathematiker mathematischer Wahrheiten versichern. demnach bedienen sie sich überhaupt keines Algorithmus.
I 621
DennettVsPenrose: damit ist nicht gezeigt, dass ein menschliches Gehirn nicht algorithmisch arbeitet. Im Gegenteil: es macht deutlich, wie die Kräne der Kultur die Gemeinschaft der Mathematiker in dezentralen algorithmischen Prozessen ohne erkennbare Grenzen ausnutzen können.
I 623
DennettVsPenrose: er sagt, das Gehirn sei keine Turingmaschine, er sagt aber nicht, dass das Gehirn von einer Turingmaschine nicht gut wiedergegeben wird.!
I 625/626
Penrose: selbst ein Quantencomputer wäre noch eine Turingmaschine, die nur nachweislich berechenbare Funktionen berechnen kann. Penrose möchte aber darüber hinaus vorstoßen: mit "Quantengravitation".
I 628
DennettVsPenrose: warum glaubt er, eine solche Theorie müsse nicht berechenbar sein? Weil sonst die Künstliche INtellgenz möglich wäre! Das ist alles. (Fehlschluss). DennettVsPenrose: Idee mit Mikrotubuli ist nicht überzeugend: angenommen, er hätte recht, dann hätten auch Küchenschaben einen unberechenbaren Geist! Sie haben nämlich Mikrotubuli wie wir.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsKunstVsKunst Locke Vs Verschiedene Danto I 112
LockeVsangeborene Ideen: Gott hat uns so erschaffen, dass wir uns mit unseren Sinnen die Grundideen aneignen können, dann wäre es überflüssig, uns noch mit angeborenen Ideen zu versorgen.
Locke I 78
Second Treatise Recht/LockeVsFilmer: Adam hat weder durch Vaterschaftsrecht noch durch positive Schenkung Gottes ein absolutes Herrschaftsrecht über seine Kinder oder die Welt erlangt., Hätte er dies besessen, dann aber nicht seine erben.
Hätten diese es erlangt, so gäbe es weder eine Bestimmung des natürlichen noch des positiven Rechts aus der zu ersehen wäre, wem das Erbfolgerecht zustehe.
I 79
Legitimität/Locke: nimmt für sich in Anspruch, politische Gewalt vom "wahren Ursprung" abzuleiten: dem herrschaftslosen Naturzustand.
Locke I 159
Naturrecht/LockeVsGrotius: ohne Gottes Existenz nicht denkbar (Grotius: doch denkbar, wenn auch die Annahme ein großes Verbrechen wäre!).
Locke II 195/196
Sprache/LockeVsKunstsprache: (Mode der damaligen Zeit, im Anschluss an Leibniz, nach Modell der Algebra): statt dessen Analytik des Sprachgebrauchs, kritische Erörterung ihrer Funktion. Ein Einzelner kann keine Reform der Muttersprache durchführen.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsKunstVsKunst Dennett Vs Vitalismus III 691
VsKünstliches Bewusstsein/VsRoboter/Dennett: traditionelle Argumente VsKI: 1. Roboter sind rein körperliche Gegenstände, während für Bewusstsein etwas Immaterielles benötigt wird.
DennettVs: das ist cartesianischer Dualismus
III 692
2. Roboter sind nicht organisch, Bewusstsein kann es nur in organischen Gehirnen geben. (Vitalismus) DennettVsVitalismus: er ist verdientermaßen tot, denn die Biochemie hat gezeigt, dass die Eigenschaften in organischen Verbindungen alle mechanistisch reduzierbar und also auch in irgendeiner Größenordnung in einem anderen physikalischen Medium reproduzierbar sind.
3. Roboter sind Kunstprodukte (Artefakte) und Bewusstsein kann nur etwas Natürliches, Geborenes aufweisen.(Chauvinismus der Herkunft).
DennettVsChauvinismus der Herkunft/Fälschung/Dennett:
III 694
Bsp ein gefälschter Fuselheimer ist ein ebenso guter Wein, wenn er von Experten dafür gehalten wird. Bsp ein gefälschter Cézanne ist ein genauso gutes Bild, wenn es von ’Experten dafür gehalten würde.
Dennett: diese Unterscheidungen stellen aber einen gefährlichen Unsinn dar, wenn sie sich auf angebliche "intrinsische Eigenschaften" beziehen. (D.h. dass die Moleküle noch die Weihen einer standesgemäßen Geburt brauchten Das wäre Rassismus).
(Übrigens durchläuft der Roboter COG eine Kindheitsperiode des Lernens).
Fälschung/Dennett: ob eine Fälschung Atom für Atom künstlich hergestellt ist, (aber in gleichen Molekülverbindungen) mag rechtliche Konsequenzen haben in Bezug auf einen Klon, der nicht dieselbe Strafe verdient.
III 695
Dennett: Bsp der Film "Schindlers Liste" könnte prinzipiell künstlich durch Computeranimation hergestellt werden, und zwar deshalb, weil er nur aus zweidimensionalen Grautönen auf der Leinwand besteht.
III 696
4. Roboter werden immer zu einfach sein, um Bewusstsein zu haben. Dennett: das ist das einzig akzeptable Argument, auch wenn wir versuchen, es zu widerlegen. Der Mensch besteht aus Billionen von Einzelteilen. Aber wo immer man sich umsieht, entdeckt man auf höheren Ebenen funktionale Gemeinsamkeiten, die es uns ermöglichen, höllisch komplexe Bauteilchen mit relativ einfachen zu ersetzen.
III 697
Es gibt keinen Grund zu glauben, dass irgend ein Teil des Gehirns nicht zu substituieren wäre. Roboter/Dennett: Roboterbegeisterte, die es für leicht halten, einen bewussten Roboter zu konstruieren, offenbaren ein infantiles Verständnis der wirklichen Welt mit den Feinheiten des Bewusstseins.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Darwinismus VsKunst Versus Dennett I 543
ChomskyVsSkinner, ChomskyVsKünstliche Intelligenz, ChomskyVsDarwin

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Computation Dennett, D. Metzinger II 709
Symbolverankerung/Künstliche Intelligenz/KI/VsKI/VsKünstliche Intelligenz/Harnad/Dennett: These: Die internen Symbole des Computers sind nicht angemessen in der Welt verankert. - DennettVsVs: das wird durch Lernen gelöst. - HaugelandVsKI/HaugelandVsKünstliche Intelligenz: Die KI weiß nicht, was echter Schmerz ist. - DennettVsVs: Wissen Muscheln, was "echter Schmerz" ist?

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996