Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Klassifikation Lévi-Strauss I 28
Klassifikation/Lévi-Strauss: die Klassifizierung wahrt, selbst wenn sie ungleichmäßig und willkürlich ist, den Reichtum und die Verschiedenartigkeit dessen, was sie erfasst. Indem sie bestimmt, dass allem Rechnung zu tragen sei, erleichtert sie die Ausbildung eines „Gedächtnisses“. ((s)VsLévi-Strauss: das erscheint unlogisch.
I 74
Klassifikation/Lévi-Strauss: das Prinzip einer Klassifizierung lässt sich niemals postulieren. Es kann nur a posteriori aufgedeckt werden.
I 75
Bsp: der Stamm der Osage verknüpft den Adler so: Adler – Blitz – Feuer – Kohle – Erde. Der Adler ist also, als einer der „Herren der Kohle“ ein „Erd“-Tier.
I 159
Alle Klassifizierungsbereiche haben einen gemeinsamen Charakterzug: welchen die untersuchte Gesellschaft auch immer zeigen mag, er muss den möglichen Rückgriff auf andere Bereiche gestatten und sogar implizieren, die von einem formalen Standpunkt aus dem bevorrechtigten Bereich analog sind und sich nur durch ihre relative Stellung innerhalb eines umfassenden Bezugssystems unterscheiden, das mit Hilfe eines Gegensatzpaares arbeitet: allgemein und speziell einerseits, Natur und Kultur andererseits.

LevSt I
Claude Lévi-Strauss
Das Wilde Denken Frankfurt/M. 1973

LevSt II
C. Levi-Strauss
The Savage Mind (The Nature of Human Society Series) Chicago 1966
Logik Lévi-Strauss I 49
Logik/Bricolage/Lévi-Strauss: es steckt zweifellos etwas Paradoxes in der Vorstellung einer Logik, deren Begriffe in Abfällen und Bruchstücken, Spuren psychologischer und historischer Vorgänge stehen, die als solche jeder Notwendigkeit ermangeln. Was die Form betrifft, steckt in ihnen eine Analogie. Siehe Analogie/Lévi-Strauss.
I 50
Die Notwendigkeit dieser Logik existiert als die Invarianz semantischer oder ästhetischer Art, die die Gruppe der Transformationen charakterisiert, zu denen diese Beziehungen sich eigenen. ((sVsLévi-Strauss: „Gruppe von Transformationen“ unklar.) (Siehe Alan Sokal, und Jean Bricmont, Fashionable nonsense: postmodern intellectuals’ abuse of science, New York, 1998.)
Logik/Lévi-Strauss: diese Logik arbeitet ein wenig nach der Art des Kaleidoskops…allerdings müssen die Produkte des Zerbrechens… gewisse Ähnlichkeiten zeigen. ((s)VsLévi-Strauss: der Vergleich mit einem Kaleidoskop entfernt die Argumentation von dem, was die Logik eigentlich ausmacht.
I 51
Lösung/Lèvi-Strauss: dieser spricht von einer „konkreten Logik“. Er meint damit, dass die Eingeborenen, von denen seine Untersuchungen handeln, in ihrer eigenen Wahrnehmung gewissen Zwängen unterworfen sind, was die Handhabung von Zeichen und Gegenständen betrifft.

LevSt I
Claude Lévi-Strauss
Das Wilde Denken Frankfurt/M. 1973

LevSt II
C. Levi-Strauss
The Savage Mind (The Nature of Human Society Series) Chicago 1966

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsLévi-StraussVsLévi-Strauss Derrida Vs Lévi-Strauss I 35
Levi-Strauss/Derrida: rousseauistischer Denker.
I 36
DerridaVsLevi-Strauss, VsRousseau: deckt bei beiden den Ethnozentrismus auf. Die Erniedrigung der Naturvölker wird umgekehrt, indem die Schönheit, Harmonie und Unschuld ihrer Kultur gerühmt wird. DerridaVsLevi-Strauss: Bsp der Häuptling lernt Schreiben: die Funktion des Beherrschung, die mit dem Schreibenkönnen verbunden ist, begreift der Häuptling sehr schnell, ehe er noch die Bedeutung der Schriftzeichen erfaßt hat. Er gibt vor zu schreiben und zu lesen. So gewinnt der Häuptling - vorübergehend - an Ansehen und Macht. Später wird er entmachtet und alleingelassen als einer, der die gemeinsamen Grundlagen der Stammeskultur verlassen hat.
An dieser Geschichte läßt sich nicht nur der Zusammenhang zwischen Schrift und Herrschaft ablesen, sondern auch, daß aus einer nachträglichen Besinnung des Anthropologen der Unterschied zwischen schriftkundigen und schrift osen Kulturen in sich widersprüchlich ist!
DerridaVsLevi-Strauss: verwirft diese Unterscheidung und setzt für alle Kulturen Schrift voraus. Einige Stimme haben nämlich durchaus ein Wort für Schrift: »Zeichen machen« obwohl sie sie nicht beherrschen.

Derrida I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993
VsLévi-StraussVsLévi-Strauss Quine Vs Lévi-Strauss II 188
Induktion: Treten einfache Korrelationen und konstante Verhältnisse bei gekoppelten Erscheinungen auf, kann an einer kausalen Verbindung nicht mehr gezweifelt werden. Messen: die Termini und Messmethoden werden in den Wissenschaften verschieden sein, doch der rein numerische Teil ist für alle derselbe.
II 189
Bei gewissen sehr abstrakten Theorien, etwa - Hilbert-Raum, Topologie - besteht die Gefahr der Methodolatrie der Hang zum Bösen: technischer Schnickschnack. QuineVsLévi-Strauss: Inmitten der vagen Sachverhalte, denen die Sozialanthropologie gegenübersteht, gibt es die eindeutigen Verwandtschaftsstrukturen. Diese spielen in der Sozialanthropologie eine unverhältnismäßig große Rolle, allein, weil sie in methodologischer Hinsicht so viel Trost spenden.
II 190
Der empirische Wissenschaftler wird gar keinen Algorithmus für das Ganze seiner Wissenschaft anstreben bzw. er wird ihn gar nicht haben wollen: Er wird vielmehr eine umfangreiche Klasse seiner Sätze den Zufälligkeiten zukünftiger Beobachtungen anheimstellen wollen. Nur in dieser Weise kann seine Theorie empirische Bedeutung beanspruchen!

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
VsLévi-StraussVsLévi-Strauss Derrida Vs Rousseau, J. J. I 35
Levi-Strauss/Derrida: rousseauistischer Denker. DerridaVsLevi-Strauss, VsRousseau: deckt bei beiden den Ethnozentrismus auf. Die Erniedrigung der Naturvölker wird umgekehrt, indem die Schönheit, Harmonie und Unschuld ihrer Kultur gerühmt wird.

Derrida I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993