Lexikon der Argumente


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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Begriffe Langacker
 
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Gärdenfors I 34
Begriffe/Langacker/Gärdenfors: (Langacker 1987): These: ein Begriff setzt einen anderen Begriff voraus. GärdenforsVsLangacker: das ist mehrdeutig: a) ein Autoteil kann ersetzt werden, wobei das Auto ein Auto bleibt - b) das geht aber nicht bei Farbzusammensetzungen. Deshalb hat der Farbraum keine meronomische Struktur. (Meronomisch: Teil-Ganzes-Struktur). Lösung/Gärdenfors: meine Annahme der Konvexität vn Bereichen: was zwischen zwei Punkten im Begriffsbereich liegt, hat dieselbe Eigenschaft wie die Begriffe, die an den beiden äußeren Punkten lokalisiert sind. (>Bereich/Gärdenfors).


Langa I
Ronald W. Langacker
Foundations of Cognitive Grammar Stanford, CA 1999
Bereiche Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 22
Bereich/Def Semantischer Bereich/semantic domain/Gärdenfors: wir gebrauchen die Begriffe integraler und abtrennbarer Dimensionen aus der Kognitionspsychologie (nach Garner, 1974; Maddox, 1992; Melara 1992; Kemler Nelson, 1993). Def integrale Qualitätsdimension: hier kann man eine Dimension keinen Wert zuordnen, ohne auch einer anderen Dimension einen Wert zuzuordnen. Bsp Farbton: kann nicht ohne Angabe einer Farbsättigung spezifiziert werden.
Def separable Qualitätsdimension: hier kann eine Dimension unabhängig von anderen angegeben werden. Bsp Größe.
Def Bereich/Gärdenfors: ist eine Menge integraler Dimensionen, die von allen anderen Dimensionen abgetrennt werden kann.
Viele Bereiche bestehen aus nur einer Dimension: Bsp Temperatur, Gewicht.
I 23
Gärdenfors These: Die Aufteilung kognitiver Repräsentationen auf Bereiche wird in der Semantik widergespiegelt.
I 30
Bereich/Gärdenfors: Dimensionen von Eigenschaften treten meist nicht alleine auf, sondern sind in Bereichen zusammengefasst (Bsp Farben). These: Lernen (Spracherwerb) ist durch Bereiche organisiert.
I 31
Kognitive Linguistik/Kognitive Semantik/Gärdenfors: ihre Vertreter gebrauchen den Begriff des Bereichs, der von der Gestaltpsychologie (zentrale Begriffe: Figur und Hintergrund) herstammt. Siehe hierzu: Langacker (2008, p.44), Clausner and Croft (1999, p. 1)
Wort: seine semantische Struktur besteht dann aus dem Begriff (Figur) und der angenommenen Struktur des Bereichs (Hintergrund).
GärdenforsVsLangacker: sein Begriff des konfiguralen Bereichs sollte besser als meronomische Information über Teile und Ganze angesehen werden.
>Bereich/Langacker.
I 33
Bereiche höherer Stufe/Gärdenfors: wenn wir diese annehmen, können wir Begriffe in einem Bereich als konfigurational, in einem anderen Bereich jedoch als lokational beschrieben annehmen. Lösung/Gärdenfors: eine Hierarchie von Bereichen.
I 37
Bereich/Begriffsbereich/Begriffsraum/Qualitäten/Eigenschaften/Gärdenfors: ein Bereich, der als Koordinatensystem dargestellt ist (siehe Formen/Begriffsbereiche/Gärdenfors) kann zur Darstellung allgemeinerer Muster und Konfigurationen gebraucht werden (Marr and Nishihara 1978). Clausner and Croft (p. 9) argumentieren, dass Intervalle und Akkorde solche konfigurativen Muster sind.
I 38
Verwandtschaftsverhältnisse/Gärdenfors: können ebenfalls in solchen Räumen dargestellt werden (Zwarts 2010a) – also nicht als Stammbaum, sondern als zweidimensionale Fläche.
I 73
Bereich/semantische Bereiche/Gärdenfors: zentraler Vorteil von semantischen Bereichen: das teilen von Bedeutungen in verschiedenen Bereichen macht neue Formen der Zusammenarbeit möglich.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Bereiche Langacker
 
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Gärdenfors I 31
Bereich/Langacker/Gärdenfors: (Langacker 1987) These: Bereiche sind notwendigerweise kognitive Entitäten: mentale Erfahrungen, repräsentationale Räume, Begriffe oder begriffliche Komplexe. (p. 147). Def Bereich/Langacker: ein Kontext für die Charakterisierung einer semantischen Einheit.
Gärdenfors: das passt dazu, dass man einen Bereich als Hintergrund im Sinne der Gestaltpsychologie ansieht.
Def abstrakter Bereich/Langacker: Bsp „Knöchel“ präsupponiert Finger, dieser Begriff präsupponiert wiederum Hand, Arm, Körper, letztlich Raum. Dieser letzte Begriff kann nicht relativ zu weiteren, grundlegenderen Begriffen definiert werden.
Def Basisbereich/Langacker: Bsp Raum: kann nicht durch tieferliegende Begriffe definiert werden. (Langacker 1987, pp. 147-148)
I 32
Abstrakter Bereich/Langacker: ist dann ein nichtbasaler Bereich, d.h. ein Begriff oder begrifflicher Komplex, der als Bereich für die Definition eines höherrangigen Begriffs gebraucht wird (Langacker 1987, p. 150). 1. GärdenforsVsLangacker: das ist zu umfassend: es fehlt ein Kriterium dafür, was kein Bereich ist.
Lösung/Gärdenfors: wir brauchen eine Unterscheidung von Bedeutungsrelationen die auf Ähnlichkeitsurteilen basieren und anderen Typen von Relationen.
2. Bereich/GärdenforsVsLangacker: sollte auf Dimensionalität (Qualitätsdimensionen, Begriffsdimensionen, Bsp hell/dunkel, groß/klein) definiert werden.
3. GärdenforsVsLangacker: Gärdenfors These: viele Aspekte der von Bedeutung gründen auf der Relation Ganzes/Teil statt auf Bereichen.
- - -
Def Lokationaler Bereich/Langacker: Bsp Farbe kann im Farbraum lokalisiert werden
Der Konfigurationaler Bereich/Langacker: Bsp Kreis: kann als Konfiguration von Punkten im Bereich des zweidimensionalen Raums angesehen werden. (Langacker 1987, p. 149).
I 33
Kriterien/Langacker: was einen Bereich konfigurational werden lässt ist unsere Fähigkeit, eine Anzahl getrennter Werte als Teils einer einzelnen Gestalt aufzufassen. (1987, p. 153) ClausnerVsLangacker/CroftVsLangacker: das kann genauso gut als lokational angesehen werden (Clausner and Croft 1999, sec. 2.2.): Raum unterstützt lokational gesehen „hier“ und konfigurational gesehen „Kreis“, Tonhöhe unterstützt lokational gesehen „Mittleres C“ und konfigurational gesehen „Mollakkord“.
Gärdenfors: (pro Clausner and Croft): sie haben recht, wenn sie die Unterscheidung konfigurational/lokational auf Begriffe statt auf Bereiche anwenden. Ich gehe weiter:
Bereiche höherer Stufe/Gärdenfors: wenn wir diese annehmen, können wir Begriffe in einem Bereich als konfigurational, in einem anderen Bereich jedoch als lokational beschrieben annehmen.
Lösung/Gärdenfors: eine Hierarchie von Bereichen.


Langa I
Ronald W. Langacker
Foundations of Cognitive Grammar Stanford, CA 1999
Dimension Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 35
Dimension/Bereiche/Gärdenfors: sogar Gefühle können nach Dimensionen geordnet werden: siehe Osgood, Suci & Tannenbaum, 1957, Russell, 1980;) GärdenforsVsLangacker. LangackerVsGärdenfors: (Langacker 1987, p. 151).

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Dimension Langacker
 
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Gärdenfors I 33
Dimension/Langacker/Gärdenfors: (Langacker 1987, pp. 150-152): These viele Bereiche (abstrakte und grundlegende) sind dimensional, aber er formuliert das nicht als Kriterium für einen Bereich. Er unterscheidet (i) dimensionale
(ii) meronomische Relationen (Teil-Ganzes-Relationen), Bsp Finger-Hand-Arm-Körper.
ClausnerVsLangacker/CroftVsLangacker: (Clausner and Croft 1999, p.6): die semantische Relation Begriff-Bereich ist eigentlich eine Teil-Ganzes-Relation (d.h. meronomisch).
I 34
GärdenforsVsClausner/GärdenforsVsCroft: das ist ein anderer Sinn von „dimensional“: Begriffe entsprechen Regionen von dimensionalen Bereichen. Das ist keine normale „Teil-Ganzes-Relation“.

Langa I
Ronald W. Langacker
Foundations of Cognitive Grammar Stanford, CA 1999