| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| Konstruktivismus | Kanitscheider | II 20 KanitscheiderVsKonstruktivismus: Der Konstruktivismus rückt in die Nähe von Fichtes absolutem Idealismus, bei dem das Ich die Welt setzt. 1. Die Natur wird zur Fiktion. Als Ausgangspunkt muss aber zumindest das konstruierende Erkenntnisvermögen und dessen biologischer Träger vorausgesetzt werden. 2. Problem: Der epistemische Status von Illusionen. Sowohl im Alltag wie in der Wissenschaft sind wir in der Lage, Täuschungen auszusondern. Jemand, der sich auf Illusionen beruft, lebt nicht lange. (Evolutionistisches ArgumentVsMaturana). >Humberto Maturana. II 21 Irgendetwas scheint zu verhindern, dass wir beliebige Welten schaffen. |
Kanitsch I B. Kanitscheider Kosmologie Stuttgart 1991 Kanitsch II B. Kanitscheider Im Innern der Natur Darmstadt 1996 |
| Konstruktivismus | Schurz | I 56 Konstruktiver RealismusVsRadikaler Konstruktivismus/Schurz: Der Konstruktive Realismus bestreitet den ontologischen Konstruktivismus, dass die Wirklichkeit selbst nicht „an sich“ gegeben sei. Wohl aber ist das wahrgenommene Ergebnis das Ergebnis einer aktiven kognitiven Konstruktion. Radikaler Konstruktivismus/Maturana: Das, worüber wir etwas aussagen können, ist nur die von uns konstruierte Wirklichkeit SchurzVsMaturana/VsKonstruktivismus: Kier wird der Begriff des „Aussagens“ in naiv realistischem Widerspiegelungssinn aufgefasst. >Humberto Maturana, >Realität/Maturana. |
Schu I G. Schurz Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006 |
| Konstruktivismus | Searle | III 168 Konstruktivismus/Maturana: Nervensysteme (autopoietisch) schaffen die Wirklichkeit. >Autopoiesis. SearleVsMaturana: genetischer Fehlschluss: Daraus, dass unser Bild von der Wirklichkeit konstruiert ist, folgt nicht, dass die Wirklichkeit konstruiert ist. >Konstruktivismus. Maturana: Maturana verwirft die Idee einer »objektiven Wirklichkeit« zugunsten der Idee, dass Nervensysteme wie autopoietische Systeme sich ihre eigene Wirklichkeit schaffen. Da wir keine Vorstellung und keinen Zugang zu der Wirklichkeit haben außer durch die gesellschaftliche Konstruktion, gibt es keine unabhängige Wirklichkeit. >Objektivität/Maturana, >Realität/Maturana. SearleVsMaturana: Aus der Tatsache, dass unsere Erkenntnis/Vorstellung/Bild der Wirklichkeit von menschlichen Gehirnen in gesellschaftlichen Interaktionen konstruiert wird, folgt nicht, dass die Wirklichkeit von menschlichen Gehirnen geschaffen worden ist. III 169 Genetischer Fehlschluss: ein Problem darüber hinaus: Wäre dann die Interaktionen selbst auch konstruiert durch Interaktion? >Regress. Terry Winograd: Bsp »Es ist Wasser im Kühlschrank«. Relativ auf verschiedene Hintergründe kann man Aussagen machen, die wahr oder falsch sind. Daraus schließt er, dass die Wirklichkeit nicht unabhängig von unseren Repräsentationen besteht. SearleVsWinograd: Ein genetischer Fehlschluss wie bei Maturana verwechselt unser Bild (Hintergrund) mit der Wirklichkeit. Vgl. >Hintergrund/Searle, >Terminologie/Searle. Derrida: » Il n'y a pas de "hors texte"«. SearleVsDerrida: Das wird ohne Argument einfach behauptet. In einer späteren polemischen Antwort auf mich scheint er ohnehin alles zurückzunehmen. Er behauptet da, dass das Ganze nur die Banalität meine, dass alles in dem einen oder anderen Kontext existiert. >Derrida. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |
| Realität | Searle | III 168 Realität/Maturana: Nervensysteme (autopoietisch) schaffen die Wirklichkeit. SearleVsMaturana: genetischer Fehlschluss: daraus, dass unser Bild konstruiert ist, folgt nicht, dass die Wirklichkeit konstruiert ist. Vgl. >Konstruktivismus, >Autopoiesis. III 179 "Alles könnte anders sein"/Berkeley: Wenn Berkeley recht hat, existiert die Materie nicht. >"Alles anders". >Berkeley. III 194 Hintergrund: Moores Hände gehören zum Hintergrund. Sie sind nicht in einem Bankschließfach. Der Hintergrund hilft uns, die Wahrheitsbedingungen für unsere Äußerungen festzulegen. >Hintergrund/Searle, >Moores Hände. |
Searle I John R. Searle Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996 Searle II John R. Searle Intentionalität Frankfurt 1991 Searle III John R. Searle Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997 Searle IV John R. Searle Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982 Searle V John R. Searle Sprechakte Frankfurt 1983 Searle VII John R. Searle Behauptungen und Abweichungen In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle VIII John R. Searle Chomskys Revolution in der Linguistik In Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995 Searle IX John R. Searle "Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |