Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Inflation Targeting Wirtschaftstheorien Mause I 233
Inflation Targeting/Geldpolitik/Wirtschaftstheorien: in vielen Ländern gibt es eine Abkehr von geldpolitischen Strategien unter Berücksichtigung expliziter Zwischenziele. (VsTaylor, John Brian, VsMcCallum, Bennett). Lösung: im Inflation Targeting orientieren Notenbanken ihre Geldpolitik stattdessen direkt an der Inflationsentwicklung.
VsInflation Targeting: die Notenbanken laufen dabei Gefahr, dass ihre geldpolitischen Maßnahmen aufgrund von Wirkungsverzögerungen zu spät greifen und prozyklisch wirken können. Vor diesem Hintergrund müssen Notenbanken ihre geldpolitischen Eingriffe auf das erwartete Inflationspotenzial ausrichten, d. h. ihre Strategie basiert auf einer Steuerung der prognostizierten Inflationsrate. Sobald das vermutete Inflationspotenzial vom formulierten Inflationsziel abweicht, bedarf es geldpolitischer Maßnahmen.
Problem: Die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik hängt (…) entscheidend von der Bestimmung der prognostizierten Inflationsrate ab.
Lösung: hier wird eine Kombination mit einer geldpolitischen Regel vom Taylor-Typ vorgeschlagen. Siehe Taylor-Regel/Taylor.

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018
McCallum-Regel McCallum Mause I 232f
McCallum-Regel/McCallum: McCallum macht den Vorschlag (1), monetaristische Geldpolitik zu erleichtern, indem die Geldmengensteuerung indirekter angelegt wird als im Fall der Taylor-Regel (Siehe Taylor-Regel/Taylor). Die Notenbank soll die Geldbasis am längerfristigen Entwicklungspfad des nominalen Inlandsprodukts ausrichten.
McCallumVsTaylor: die direkte Geldmengensteuerung durch die Taylor-Regel führt dazu, dass die geldpolitischen Entscheidungsträger explizite Aussagen über die Preis- und Mengenkomponenten treffen müssen.
LösungMcCallum: Die sehr langfristige Orientierung (mehr als 20 Jahre) stellt ferner sicher, dass der Entwicklungspfad unabhängig von der monetären Entwicklung ist. (2)
Die Durchschnittswerte werden über einen rollierenden Zeitraum von 4 Jahren berechnet und sollen somit ausschließen, dass die Geldbasis auf konjunkturbedingte Schwankungen der Umlaufgeschwindigkeit reagiert. Die McCallum-Regel basiert im Gegensatz zur originären Taylor-Regel ausschließlich auf den Daten der Vorperiode bzw. auf langfristigen Durchschnittswerten. Das Problem der Echtzeitdaten bei der Identifikation des Anpassungsbedarfs tritt somit nicht auf.
VsMcCallum: dieses mengenorientierte Konzept nimmt stärkere Zinsschwankungen bewusst in Kauf.


1. McCallum, Bennett T., The case for rules in the conduct of monetary policy: A concrete example. Review of World Economics 123, (3), 1987, S. 415– 429.
2. Ebenda.

EconMcCall I
Bennett McCallum
The case for rules in the conduct of monetary policy: A concrete example 1987

Mause I
Karsten Mause
Christian Müller
Klaus Schubert,
Politik und Wirtschaft: Ein integratives Kompendium Wiesbaden 2018