Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 19 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
McDowell
 
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These Das Denken, das auf Urteile gerichtet ist, ist insofern der Art und Weise, wie die Dinge sind (der Welt ) verantwortlich, als es richtig oder falsch ausgeführt sein kann.
Es geht um Rechtfertigung vor dem "Tribunal der Erfahrung".
Rorty17: RortyVsMcDowell: er tut etwas, was Kritiker der Korrespondenztheorie seit je beklagen: er nimmt Wahrnehmungsurteile als Muster für Urteile überhaupt.(VsKorresondenztheorie).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Erfahrung Brandom
 
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Rorty VI 294
Rorty: Bei Brandom kommt "Erfahrung" nicht ein einziges Mal vor! Erfahrung/Sellars/Brandom/Davidson: für alle drei stehen wir in ständiger Wechselwirkung mit Dingen wie mit Personen, doch keiner der drei benötigt ein "Tribunal der Erfahrung" oder Erfahrung überhaupt. Kausalität ist hinreichend, "rationale Kontrolle" (McDowell) ist nicht notwendig.
II 38f
Erfahrung/BrandomVsMcDowell: gehört nicht zu meinen Wörtern: unnötige Vermittlungsinstanz zwischen Tatsachen und Berichten. - Es ist keine Vermittlung zwischen Tatsachen und Berichten nötig.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Erfahrung Rorty
 
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Richard Rorty
VI 204
Erfahrung/Sellars/Brandom/Davidson/Rorty: Kausalität reicht - VsMcDowell: keine "rationale Kontrolle", kein "Tribunal der Erfahrung"œ notwendig.
VI 206
Def Erfahrung/Davidson/Sellars: "Fähigkeit, Überzeugungen infolge neurologisch beschreibbarer kausaler Transaktionen mit der Welt zu erwerben, ohne Schlüsse zu ziehen". (> Kausale Theorie der Bezugnahme). Rorty: das kann man auch so umformulieren: "die einzige Form, der Welt gegenüberzutreten ist für Menschen die gleiche wie für Computer".

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Erklärungen McDowell
 
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Rorty VI 211
Verstehen/Erklärung/RortyVsMcDowell: (laut Rorty): wir sollten nicht über Verständlichkeit reden. Verständlichkeit ist ganz billig zu haben: wenn wir zwei Leute zur gleichen Redeweise abrichten.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Erklärungen Rorty
 
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Richard Rorty
I 230
Carnap: die Bewegung von allem und jedem kann auf der Basis der Bewegung von Elementarteilchen vorausgesagt werden. Rorty: damit wären wir über alles Seiende auf dem Laufenden, aber wir hätten es nicht erklärt. > Erklären. Elementarteilchen sind in jedem Ausschnitt des Universums gut anwendbar, die Rede von Politikern oderSmaragdblumen jedoch nur in bestimmten Kontexten.
I 234
Erkenntnis/Rorty: es gibt keinen Grund, gegen Erklärungen des Erwerbs von Erkenntnis, die auf innere Darstellungen Bezug nehmen, Einwände zu erheben. Aber Erklärung und Rechtfertigung müssen auseinandergehalten werden: man kann solche Erklärungen vorbringen, ohne das traditionelle Leib-Seele-Problem wiederaufleben zu lassen. Rechtfertigung: z. B. durch Sinnesdaten. - Erklärung: Kausal.
VI 144
Erklärung: wie kann man angeben, wann eine vollständige Kausalerklärung von X Aussagen über X enthalten muss.
VI 212
Verstehen/Erklärung/RortyVsMcDowell: wir sollten nicht über Verständlichkeit reden! Verständlichkeit ist ganz billig zu haben: wenn wir zwei Leute zur gleichen Redeweise abrichten.
Horwich I 452
Erklärung/Rorty: etwas das sich ändert, während alles andere gleich bleibt, kann keine Erklärung sein.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Idealismus McDowell
 
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I 209
Idealismus/VsMcDowell/McDowell: seine Gegner könnten von einer "Gefahr des Idealismus" sprechen: Idealistische Grundstimmung der "Elimination der äußeren Grenze". Das entzieht uns eine Möglichkeit, auf die wir nicht verzichten sollten: die Möglichkeit der unmittelbaren Berührung zwischen dem Geistigen und den Gegenständen!
Auf diese Möglichkeit wurden wir bei der Kritik VsRussell, Theorie der Kennzeichnungen aufmerksam.
Wenn man die Welt als alles, was der Fall ist annimmt, dann ordnet man die Welt dem Reich des Fregeschen Sinns ("Reich des Denkbaren") unter.
Dann gibt es nicht Episoden und Akte des Denkens, sondern Identität. Tatsachen in diesem Sinn sind Gedanken; das Denkbare, das der Fall ist.
I 209
McDowellVs: Gegenstände gehören aber nicht zum Bereich des Denkbaren (Fregescher Sinn) sondern zum Reich des Gegenstandsbezugs. (Fregesche Bedeutung).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Inhalt Davidson
 
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Rorty VI 217
Inhalt/Brandom/Davidson/SellarsVs "Inhalt": unverständlicher Begriff. Man braucht nichts weiter, als daß ein Begriff als Knoten eines Folgerungsmusters fungiert. So stehen alle systematisch in Umlauf gebrachten Wörter auf gleicher Stufe, egal ob sie von Abergläubischen oder Höhlenmenschen stammen. (VsMcDowell) - - -
Dav I 19
Maisbrot-Bsp: der Gedanken-Inhalt muß bekannt sein - um ihn einfach oder schwer zu finden.
Dav I 96/7
Inhalt/Überzeugung/Davidson: die Sinneserfahrung spielt zwar eine Hauptrolle bei dem kausalen Vorgang durch den Überzeugungen mit der Welt verbunden werden, doch es ist ein Fehler zu glauben, daß sie bei der Bestimmung des Inhalts dieser Überzeugungen eine erkenntnistheoretische Rolle spielt! - ((s) Der Inhalt ist schon vorher beim Lernen festgelegt, sonst gäbe es gar keinen Vergleich von Überzeugungen und Welt, weil sie sich immer parallel verhielten.)

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Kennzeichnungen McDowell
 
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I 132
Theorie der Kennzeichnungen/SearleVsRussell/McDowell: hier ist es leicht, auf seiten Searles zu sein. (Intentionalität).
I 132/33
McDowellVsSearle: es ist besser, Searles Wunsch aufzugeben und sich klarzumachen, worum es sich bei den nicht offensichtlichen Beschreibungen handelt. (Mit Evans): der begriffliche Bereich sollte nicht als "prädikativ" aufgefaßt werden, sondern als "zu dem Bereich des Fregeschen Sinns gehörend".
I 210
McDowell These: Freges Sinn ist im Raum der Gründe wirksam. Weil Rationalität in der Gemeinschaft hier Bedingung ist, unterscheiden wir nicht zwischen verschiedenen Sinnen. Zirkel: Aber um Rationalität einem Subjekt zuschreiben zu können, müssten wir doch zwischen Sinnen (rationalen und irrationalen) unterscheiden.
VsMcDowell: dann brauchen wir doch irgendeine Theorie der Kennzeichnungen.
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/McDowell: indirekter Bezug zur Welt.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Natur Rorty
 
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Richard Rorty
VI 213
Def Zweite Natur/McDowell/Rorty: erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören - das verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden - damit wird man zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind. McDowellVsBrandoM./McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson: mit deren Begriffen wird das unverständlich - diese würden die Welt nicht als Gesprächspartner bezeichnen.
VI 215
McDowell: These: die Welt fordert uns auf zum Urteil.
VI 214
Welt/SellarsVsMcDowell/BrandomVsMcDowell/Rorty: die Welt ist kein "Gesprächspartner".
I 215
Sie fordert uns nicht bloß zum Urteil auf.
VI 434
Natur/Technokratie/technokratisch//Rorty: das Schöne an rein mechanischen Erklärungen ist aus atheistischer Sicht, dass sie außer unseren eigenen Zwecken nichts fordern.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Rechtfertigung Esfeld
 
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I 146ff
Rechtfertigung/Grund/McDowell/Esfeld: These: der Raum der Gründe (Rechtfertigungen) ist weiter als der des Begrifflichen.
I 161ff
Ich-Du-Beziehungen/Brandom/Esfeld: zeigen im Gegensatz zu relativistischen Ich-Wir-Beziehungen, dass die Gemeinschaft als ganze irren kann - Ich-Wir: Mythos des Gegebenen - Ich-Du: ersetzt Repräsentationalismus durch Inferentialismus. - Keine Durchsetzung von Konsens, Gemeinschaft hat keinen privilegierten Status.
I 191ff
Rechtfertigung/Überzeugung/Esfeld: Rechtfertigung nur durch andere Überzeugungen, weil nur diese Aussagenform haben. - Umstände reichen aber nicht, wir brauchen inferentielle Praktiken. - Letztlich Kohärenztheorie. - sozialer Holismus: Überzeugungen sind von der Welt getrennt, nur sie, nichts in der Welt ist begrifflich (VsMcDowell), aber Überzeugungen sind an die Welt gebunden, indem sie nicht epistemisch selbstgenügsam sind. - (Epistemisch selbstgenügsam: Inhalt von Glaubenszuständen ist nicht ontologisch von physikalischer Beschaffenheit abhängig.)

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Sinneseindrücke McDowell
 
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I 14
Sinneseindrücke gehören nicht in den Raum der Gründe. Sinneseindrücke/Empirie: nicht im gleichen Raum wie das Wissen.
Sinneseindrücke sind nicht in einem solchen Raum, in dem das eine durch das andere gerechtfertigt würde. (Sonst droht der naturalistische Fehlschluss).
I 33
Sinneseindrücke/McDowell: These: es herrscht von an Anfang an kein Abstand zwischen den begrifflichen Inhalten und den Einwirkungen der Realität auf die Sinnlichkeit. Die Sinneseindrücke verfügen bereits über diese grundlegendsten begrifflichen Inhalte.
I 173f
Def Sinneseindruck/McDowell: Einwirkung der Welt auf unsere Sinne.(s) Also Leistung der Welt, nicht des Subjekts! Nicht Eindruck, den wir haben, sondern Eindruck, den die Welt macht. Laut Sellars/Davidson: nichtbegrifflich.
Sinneseindruck: die Überzeugung, dass ein Gegenstand bestimmte Eigenschaften hat, ist darauf zurückzuführen, dass die entsprechende Tatsache selbst einen Eindruck auf das Subjekt ausübt. Das ist gleichbedeutend mit dem Eindruck, den der Gegenstand ausübt.
Sinneseindrücke/DavidsonVsMcDowell:
1. Es gibt überhaupt keine Tatsachen.
2. Kausalität: nur Rückschlüsse aus dem Wissen über kausale Verbindungen.
Die Kausalität selbst enthüllt die Welt nicht.
Sinneseindrücke/McDowell: sind bei mir transparent, bei Sellars und Davidson nicht.
Sinneseindrücke/McDowell: These: ein harmloser Begriff davon könnte sein: wir können annehmen, Spontaneität sei auf rationale Weise durch die Rezeptivität kontrolliert, ohne dass die Rezeptivität uns den Zugang versperrt. Wir müssen dazu nur den Dualismus von Vernunft und Natur ablehnen.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Sprachspiele Rorty
 
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Richard Rorty
III 221
Regeln/Sprachspiel/Derrida/Rorty: er will nicht einen Zug in dem Sprachspiel machen. - Er will nicht mitspielen. - Er will auch niemand widerlegen.
VI 210f
RortyVsMcDowell: man sollte gar nicht von Formen der Verständlichkeit reden! McDowell: logischer Raum der Gründe - und logischer Raum der Gesetze sind jeweils sui generis.
RortyVsMcDowell: Es gibt gar keine so strikt getrennten Bereiche (der Ratio und der Gesetze). Alle Sprachspiele sind sui generis. Sie lassen sich nicht auf einander zurückführen. z.B. Fußball und Biologie. Aber das hat in philosophischer Hinsicht etwas Steriles.
Mit Wittgenstein: wir sollten die Gegensätze nicht überdramatisieren. Es ist einfach banal: unterschiedliche Werkzeuge dienen unterschiedlichen Zwecken.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Tatsachen Esfeld
 
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I 187ff
Tatsachen/DoddVsMcDowell: McDowell verwechselt Freges Tatsachen als wahre Propositionen mit Wittgensteins Tatsachen als das, woraus die Welt besteht. - (Auch VsBrandom) - (>Strawson: "satzförmige Sachen").

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
Täuschungen Rorty
 
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Richard Rorty
VI 215
RortyVsMcDowell: er schreibt so, als täte die Welt uns einen Gefallen, wenn sie uns nicht hereinlegt.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Überzeugungen Evans
 
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Gareth Evans
McDowell I 85
Überzeugung/EvansVsMcDowell: sollte anspruchsvoller verstanden werden, nämlich als Urteil mit Gründen. Das heißt nicht, dass sie jedesmal explizit in einem aktiven Meinungsbildungsprozess entstanden sind. Überzeugungen sind Dispositionen zum Urteilen und Urteilen ist ein Akt der Spontaneität.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Überzeugungen Rorty
 
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Richard Rorty
III 84
Überzeugungen/Rorty: eine Überzeugung, die sich gegenüber jedermann rechtfertigen lässt, interessierte niemanden! Die traditionelle Unterscheidung zwischen »rationaler Überzeugung« und »Überzeugung, die durch Ursachen statt durch Gründe bewirkt ist« sollte abgeschafft werden! Am Ende zählt das Auswechseln von Vokabularen und nicht von Überzeugungen! Das Auswechseln von Wahrheitswert-Kandidaten, nicht die Festlegung eines Wahrheitswertes.
III 89
Überzeugung/Rorty: eine Überzeugung, die sich gegenüber jedermann rechtfertigen ließe, interessierte niemanden. - III 90 Am Ende zählt das Auswechseln von Vokabularen und nicht von Überzeugungen. - Das Auswechseln von Wahrheitswert-Kandidaten, nicht die Festlegung eines Wahrheitswertes.
VI 63 ff
Wahrheit/Rorty: es gibt keine Ursachen der Wahrheit von Überzeugungen.
VI 187
Überzeugung/Davidson: These: die meisten unserer Überzeugungen müssen wahr sein - Überzeugungen sind nicht mehr oder weniger genaue Repräsentationen, sondern sie sind Zustände, die Menschen zum Zweck der Erklärung ihres Verhaltens zugeschrieben werden. - Man kann nicht zuerst die Überzeugung und dann ihre Ursache ermitteln, sondern umgekehrt. - Rorty: (wie Davidson) uns interessieren die Überzeugungen der anderen, weil wir mit ihrem Verhalten zurechtkommen wollen.
VI 214
Überzeugungen/Davidson/Sellars/Brandom/Rorty: werden uns von der Welt aufgedrängt, und das geschieht im Verlauf kausaler Wechselwirkungen zwischen dem uns im Bildungsprozess aufgedrängten Programm und den Sinnesorganen. - (DavidsonVsMcDowell).
VI 231
Überzeugung/Davidson/Rorty: Selbstzuschreibung von Erfahrungen setzten die Selbstzuschreibung von intentionalen Zuständen voraus. - Das ist nur jemand möglich, der über die Welt schon eine Menge Wahres glaubt. - Und zwar über die Kausalität zwischen Überzeugungen und Welt.
VI 233
Überzeugung/Davidson. den Inhalt unserer intentionalen Zustände können wir nur kennen, wenn wir über ihre Ursachen Bescheid wissen. - (Kausalität). - M. WilliamsVsDavidson: das ist gerade der Fundierungsgedanke, den er ablehnt.
VI 426f
Überzeugung/Erfahrung/Rorty: der Geist des Erwachsenen ist komplexer als der des Kindes. - So verschwindet auch die Unterscheidung zwischen Verursachung und Rechtfertigung von Überzeugungen. - (> Davidson).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Urteile McDowell
 
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Rorty VI 212
Urteil/RortyVsMcDowell: er schreibt so, als täte die Welt uns einen Gefallen, wenn sie uns nicht hereinlegt. Er glaubt zwar nicht, dass Bäume und Steine sprechen, aber er glaubt doch, dass sie uns nicht bloß dazu veranlassen, Urteile zu fällen. Er begreift eine Erscheinung als eine Aufforderung zum Urteil, die von der Welt ausgeht. Sie sei selbst zwar noch kein Urteil, habe aber schon die begriffliche Form eines Urteils (!).
"Eindrücke" sind nach McDowell weder physiologische Zustände, noch die nicht-inferentiellen Überzeugungen selbst, sondern etwas zwischen diesen beiden: ein Bestandteil der "Zweiten Natur".

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Verstehen Rorty
 
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Richard Rorty
I 38
Mikrostruktur/Makrostruktur: Putnam: wir können aus der Kenntnis der Elementarteilchen nicht verstehen, warum quadratische Stifte nicht in runde Löcher passen. Aber das ist keine bestürzende ontologische Kluft!
II 126
Def Verstehen/Rorty: Fähigkeit zur Verknüpfung alter Beschreibungen mit neuen Beschreibungen.
IV 109 ff
Verständlichkeit: es fällt schwer zu erklären, was es heißen soll, Tische und Stühle seien unverständlich, Gott dagegen nicht (oder umgekehrt!). Der logische Positivismus ist da schon gewissermaßen eine Lösung, mit seiner formalen Redeweise.
IV 117
Verständlichkeit: Problem von Parmenides bis Ayer: wir sind ständig versucht zu sagen "die Verständlichkeitsbedingungen einer Aussage sind..." obwohl diese Aussage selbst ihrerseits die angegebenen Bedingungen nicht erfüllt.
VI 208 ff
McDowell: Problem: ob unsere Erfahrung nicht etwa aus dem Bereich der dem Sinnbegriff angemessenen Art von Verständlichkeit ausgeschlossen ist. RortyVsMcDowell: man sollte gar nicht von "Formen der Verständlichkeit" reden!
McDowell: logischer Raum der Gründe - und logischer Raum der Gesetze sind jeweils sui generis.
VI 211
RortyVsMcDowell: es gibt gar keine so strikt getrennten Bereiche (der Ratio und der Gesetze). Alle Sprachspiele sind sui generis.
VI 212
Verstehen/Erklärung/RortyVsMcDowell/Rorty: wir sollten nicht über Verständlichkeit reden. - Verständlichkeit ist ganz billig zu haben: wenn wir zwei Leute zur gleichen Redeweise abrichten.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

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R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wissenschaft McDowell
 
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Rorty VI 219
Forschung/Normen/McDowell/Rorty: es ist doch gerade der Witz der Normen der Forschung, dass ihre Befolgung die Wahrscheinlichkeit erhöht, dem So-Sein der Welt näherzukommen! RortyVsMcDowell: das führt eine falsche Unterscheidung von Schema und Welt wieder ein. McDowell, der Davidsons Kritik an der Unterscheidung Schema/Inhalt akzeptiert, bestreitet das.
James würde fragen: welchen Unterschied im Verhalten würde es machen?

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 14 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsMcDowell Esfeld Vs Brandom, R.
 
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I 181
pragmatischer Realismus/Esfeld: jenseits des traditionellen Gegensatzes von metaphysischem Realismus und Relativismus. EsfeldVsBrandom: nicht begriffliche Züge machen einige unserer Überzeugungen wahr. (Das entspricht der Tradition)
Welt/Hegel: hat selbst begriffliche Züge! (>McDowell pro).
Esfeld I 187
Tatsache/DoddVsMcDowell: (1995): McDowell verwechselt eine Fregesche Sicht von Tatsachen als wahrer Propositionen mit einer Sicht von Tatsachen, aus denen die Welt besteht!
I 188
Tatsache/EsfeldVsBrandom: dieser Vorwurf kann auch Brandom gemacht werden, wenn er Tatsachen mit dem Inhalt wahrer Behauptungen identifiziert und fortfährt: "Die Welt ist alles, was der Fall ist, eine Konstellation von Tatsachen". (I 476 477). Esfeld: ich vermeide den Begriff, um Konfusion zu vermeiden.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsMcDowell McDowell Vs Davidson, D.
 
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I 42
McDowellVsDavidson: der Mythos hat tiefere Ursachen: wir können nicht verstehen, wie die Ausübung der Spontaneität überhaupt eine Welt repräsentieren soll, wenn die Spontaneität keiner äußeren Kontrolle unterworfen wäre. (Und diese Kontrolle leugnet Davidson ja). I 41 McDowellVsDavidson: dieser weist zurück, daß Gedanken und Anschauungen auf rationale Weise verbunden sind. McDowell: aber dann kommen wir nicht zu einem empirischen Inhalt. (Die Anschauungen sind ohne Begriffe blind, (Kant)).
I 168
Überzeugung/McDowellVsDavidson : er hätte auch sagen können: nichts kommt als Grund für eine Überzeugung in Frage, wenn es nicht ebenfalls im Raum der Gründe angesiedelt ist, wie z.B. die Tatsache, daß es einem Subjekt so scheint (!). Natürlich ist es nicht dasselbe, ob mir etwas so und so zu sein scheint, oder ob ich überzeugt bin, daß es so ist.
I 172
Davidson: Spontaneität keiner äußeren rationalen Bedingung unterworfen. McDowellVsDavidson: so ist seine Kohärenztheorie ohne Kontrolle.
I 86
Mythos/Davidson: um ihm zu entgehen , muß man leugnen, daß Erfahrung epistemologisch bedeutsam ist. (EvansVs, McDowellVs).
I 124
Die Überlegung, daß alle Dinge zur Natur gehören, hilft nicht weiter. (siehe oben I 102ff) Spontaneität/Davidson: charakterisiert das, was faktisch die Operationen der empfindungsfähigen Natur sind, aber sie charakterisiert sie nicht als solche. McDowellVsDavidson: Dilemma: entweder: diese Operationen stehen trotzdem in rationalen Beziehungen, oder wir müssen annehmen, daß sie gar keine epistemologische Signifikanz haben. Kant hält diese Wahl für inakzeptabel.
I 216
McDowellVsDavidson: wenn wir den Hintergrund von Tradition ausschalten (und immer nur von radikaler Interpretation ausgehen), verfallen wir dem Mythos des Gegebenen. Hegel: "fehlende Vermittlung". Objektivität/McDowellVsDavidson: Davidson spricht von "Triangulation" (wechselseitige Korrigierbarkeit). McDowell: Es ist zu spät, sich um die Konstitution des Begriffs der Objektivität zu kümmern, wenn die Subjekte bereits die Bühne betreten haben. Objektivität und Subjektivität gehen gemeinsam aus einer Einweihung in den Raum der Gründe hervor.
- - -
Rorty VI 205
McDowell/Rorty: Unterschied "logischer Raum der Natur" ("Reich der Gesetze") "logischer Raum der Gründe". McDowellVsDavidson/McDowellVsSellars/Rorty: zu sehr vom Reich der Gesetze beeindruckt, so dass sie die Erfahrung so erklären, dass das Tribunal der Sinne nicht mehr möglich ist.
Überzeugung/Rechtfertigung/Ursache/Davidson/SellarsRorty: Vermeidung der Verwechslung von Rechtfertigung und Ursache führt zur These: Überzeugungen können nur durch Überzeugungen begründet werden. (McDowellVsDavidson).
VI 206
McDowellVsDavidson/Rorty: wenn man so vorgeht (Erfahrung eliminiert), werden die alten philosophischen Fragen nach wie vor so aussehen, als ob sie etwas taugen sollten.
VI 207
Es wird ein Unbehagen übrigbleiben. Der Empirismus wird sich durch die Hintertür wieder hereinschleichen. Wir brauchen immer noch etwas, was uns aus der Weltgerichtetheit des empirischen Denkens klug werden lässt. SellarsVsMcDowell/Rorty: der Mensch hat keinerlei Verantwortung gegenüber der Welt.
- - -
Rorty VI 213
Def Zweite Natur/McDowell: "eine zweite Natur erwerben die Menschen unter anderem dadurch, dass ihnen begriffliche Fähigkeiten erschlossen werden, deren Wechselbeziehungen dem logischen Raum der Gründe angehören". (Bsp Initiation, Eintritt in moralische Gemeinschaft, "Bildung").
Dass einem die Augen geöffnet werden, verleiht einem die Fähigkeit, von der Welt rational kontrolliert zu werden.
Und damit zu Urteilen fähig, die der Welt gegenüber verantwortlich sind.
Außerdem wird einem dadurch rationale Freiheit geschenkt.
McDowellVsSellars/McDowellVsDavidson/McDowellVsBrandom: all das wird unverständlich, wenn wir Sellars, Davidsons oder Brandoms Begriffe verwenden.
Rorty VI 217
McDowellVsDavidson: bloß kausale Erklärung bringt die Gefahr der Leere. (Mit Kant: "Spontaneität des Denkens") (>Spontaneität: entspricht Vernunftwahrheiten, Rezeptivität: Tatsachenwahrheiten).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsMcDowell Grice Vs Evans, G.
 
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Evans/McDowell: normales linguistisches Verhalten ist genauso unbewußt. (Nur Abweichungen fallen auf).
Dann bleiben nur zwei Faktoren übrig:
1. X’s Glauben darüber, was S von den Lippen von Y zu t bedeutet,
2. X’s Glauben über die in dem Zusammenhang relevanten Tatsachen.
GriceVsEvans/VsMcDowell: ein Griceaner könnte sagen, daß wir dem unreflektierten Verhalten zu viel Wert beimessen und reibungslos agierende Superwesen postulieren, die unser unbewußtes Verhalten verdoppeln. (>Platonismus).
Wir verhalten uns unreflektiert, als ob wir uns sehr reflektiert verhielten,
EMD II XXII
und richtiges Verständnis dieses Verhaltens hängt davon ab, daß wir diese Tatsache würdigen. Evans/McDowellVs: das scheint sehr attraktiv, aber wir lehnen es ab: wir finden die Frage extrem schwierig und unsere folgenden Überlegungen sind unzureichend.
Die Attraktivität liegt in der besonderen phänomenologischen Duplizität der Sprache, die Wittgenstein sagen läßt:
Zeichen/"Verleihen"/Wittgenstein: jedes Zeichen für sich ist tot, Was gibt ihm Leben?

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993
VsMcDowell McDowell Vs Kant, I.
 
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I 69
Erfahrung/Kant/McDowell: liegt für Kant, genau wie ich es sehe, nicht hinter einer Grenze, die die Sphäre des Begrifflichen umgibt. McDowellVsKant: (I 67-69 +) die Rede von den transzendentalen Bedingungen macht die Verantwortlichkeit unseres Handelns problematisch. Obwohl es empirisch gesprochen vielleicht Rechtfertigungen gibt, können wir transzendental gesprochen nur Entschuldigungen geltend machen! Kant/McDowell: wir sollten bei Kant keinen psychologischen Phänomenalismus suchen. Strawson dito. McDowellVsKant: seine Philosophie führt zu einer Geringschätzung der Unabhängigkeit der Realität.
I 69
Idealismus: Kants Nachfolger machten geltend, daaa man das Übersinnliche aufgeben müsse, um zu einem konsistenten Idealismus zu kommen. McDowellVsGrenze des Begrifflichen: These Hegel drückt genau das aus, was ich will: "Im Denken bin ich frei, weil ich nicht in einem Anderen bin.
I 109/110
Zweite Natur/(s): verinnerlichter Hintergrund von Normen, die aus der Natur entlehnt wurden. Zweite Natur/McDowell: sie kann nicht frei über den Möglichkeiten schweben, die zum normalen menschlichen Organismus gehören. >Bildung.
I 111
Rationalität/Kant: agiert frei in ihrer eigenen Sphäre. ((s) Das ist der Ursprung der meisten hier behandelten Probleme). McDowell: These: wir müssen Kant mit Aristoteles versöhnen, für den ein Erwachsener ein rationales Wesen ist. RortyVsMcDowell: diese Versöhnung ist ein veraltetes Ideal. (Versöhnung von Subjekt und Objekt).
McDowellVsRorty: statt dessen: Versöhnung von Vernunft und Natur.
I 122
Realität/Kant: schreibt der empirischen Welt Geistunabhängigkeit zu.
I 123
McDowellVsKant: dieser denkt, daß durch die Anerkennung des Übersinnlichen die Interessen der Religion und Moralität wahren lassen. Natur/Kant: bei ihm gleich dem Reich der Naturgesetze. Er kennt nicht den Begriff der zweiten Natur, obwohl der sehr wohl den Begriff der Bildung kennt. Aber eben nicht als Hintergrund.
I 126
Spontaneität/KantVsDavidson: sie muaa auch die Operationen unserer Sinnlichkeit als solcher strukturieren. McDowellVsKant: ihm bleibt allerdings nur die Zuflucht zu einem transzendentalen Reich.
I 127
"Ich denke"/Kant/McDowell: ist auch eine dritte Person, deren Weg durch die objektive Welt eine substantielle Kontinuität ergibt. (Evans, Strawson, Paralogismen). McDowellVsKant: es ist unbefriedigend, wenn das Selbstbewusstsein nur die Kontinuität eines Gesichts.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsMcDowell Avramides Vs Loar, B.
 
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Avra I 29
Bedeutungstheorie/BT/Pragmatik/Semantik/Loar/Avramides: (Loar 1976, S150f) (nah bei Lewis, VsMcDowell, VsWiggins, pro Grice) These Semantik und Pragmatik sollten nicht getrennt werden. Grice steht nach Loar nicht bloß auf Seiten der Pragmatik. Semantik kann nicht ohne psychologische Begriffe betrieben werden. Grice: für Loar arbeitet Grice auf der ersten Ebene (s.o.).
Loar: die Grenze zwischen Semantik und Pragmatik ist schwer zu ziehen.
Def Pragmatik/Loar: muß negativ bestimmt werden: alle Tatsachen über den Sprachgebrauch in einer Gemeinschaft, die nicht semantische Tatsachen sind.
AvramidesVsLoar: diese Definition von Pragmatik ist nicht die Standarddefinition, diese stammt von Morris: (Foundations of the Theory of Signs)
Def Syntax/Morris: das Studium der Beziehungen der Zeichen untereinander
Def Semantik/Morris: das der Relation von Zeichen zu den bezeichneten Dingen
Def Pragmatik/Morris: das der Relation zwischen Zeichen und ihren Interpreten.
Damit würde jede Untersuchung die Sprecher einbezieht, für Morris ins Gebiet der Pragmatik fallen. Also auch Grice’ Werk.
I 30
Auf der anderen Seite: das Modell von Wiggins/McDowell (Th.d.Sinns/d.Kraft) macht es notwendig, daß die beiden Morris’ Definition von Pragmatik wählen, und nicht die von Loar. Deswegen lehnt Loar ihr Modell vielleicht ab und tendiert zu Lewis.
Loar: scheint die Unterscheidung zwischen möglichen und aktualen Sprachen innerhalb der Semantik für möglich zu halten. Dann ist Pragmatik etwas, was darüber schwebt.
AvramidesVs: man kann Lewis’ Modell aber auch anders sehen: These die Unterscheidung aktuale/mögliche Sprachen ist parallel zu der Unterscheidung Semantik/Pragmatik von Morris. (Und bringt auch nicht viel neues)
AvramiesVsLoar: Fehlinterpretation: er scheint zu glauben, daß wir, wenn wir ein Schichtenmodell der Bedeutungstheorie akzeptieren, die Ebenen isoliert halten müssen. Dann befürchtet er, Grice würde allein der Pragmatik zugerechnet. (Loar 1927,S.149).
McDowell/Avramides: nach seiner Interpretation wäre das nicht so. Hier haben wir ein Gesamtbild, das Semantik und Pragmatik einbezieht.
Schichtenmodell/BT/Avramides: ermöglicht auch eine Versöhnung des Griceschen Ansatzes mit den formalen BT von Frege/Davidson.
I 31
Problem: die Versöhnung muß für beide Seiten akzeptabel sein. Jedenfalls nach Loar ist die Unterscheidung Pragmatik/Semantik alles andere als bloß terminologisch: BT/Philosophie des Geistes/Loar: die BT ist Teil der Theorie des Geistes und nicht umgekehrt.
Loar/Avramides: d.h. daß für Loar die fundamentale Natur semantischer Begriffe nur durch Referenz auf psychologische Begriffe verstehen kann. (>Lager).Damit nimmt er eine reduktive Position ein.
Grice: gehört für Loar zur Semantik. Und die Semantik muß auf Psychologie reduziert werden.
I 78
Reduktion/Avramides: es geht darum, ob wir im Analysans psychologische Begriffe gebrauchen dürfen, die sich nicht auf eben die semantischen Begriffe stützen, die wir zuerst analysieren wollten. reduktive Interpretation/Grice/Avramides: die reduktive hat einen noch weiteren Anspruch: wenn erfolgreich, sollte sie zeigen, daß unser Bedeutungs Begriff sekundär zu unseren psychologischen Begriffen im Gesamtschema (overall scheme) ist.
I 79
AvramidesVsSchiffer/AvramidesVsLoar: eine Reduktion des Semantischen auf das Psychologische funktioniert nicht wegen der zweiten Form der Zirkularität.
I 110
Cartesianismus/Loar: dessen Zurückweisung sieht er vor allem in einer Zurückweisung des von ihm sogenannten "Nicht Naturalismus" begründet. AvramidesVsLoar: aber diejenigen, die die Intuition haben, daß Glauben und Intentionen vor allem sprachliche Zustände sind, könnten mehr zurückweisen als bloß Nicht Naturalismus.
I 111
Loar: die Auffassung, daß Glauben, Wünsche und ihr Inhalt ohne Annahmen über die natürliche Sprache erklärt werden könnte, geht das Risiko ein, ein Bild des Denkens ohne Sprache zu zeichnen. (Loar 1981, S.2) AvramidesVsLoar: Denken ohne Sprache nicht unmöglich. ++ I 137

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsMcDowell Davidson Vs McDowell, John
 
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McDowell I 173
Sinneseindruck/McDowell: die Überzeugung, daß ein Gegenstand bestimmte Eigenschaften hat, ist darauf zurückzuführen, daß die entsprechende Tatsache selbst einen Eindruck auf das Subjekt ausübt. Das ist gleichbedeutend mit dem Eindruck, den der Gegenstand ausübt. Sinneseindrücke/DavidsonVsMcDowell: 1. es gibt überhaupt keine Tatsachen (anderswo). 2. Kausalität: nur Rückschlüsse aus dem Wissen über kausale Verbindungen, die Kausalität selbst enthüllt die Welt nicht.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsMcDowell Esfeld Vs McDowell, John
 
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I 185
soziale Praxis/Esfeld: schließt bisher keine rationale Einschränkung von seiten der Welt auf unsere Überzeugungen ein. (>McDowell). EsfeldVsMcDowell: um das zurückzuweisen, müssen wir erst noch zeigen, wie die sozialen Praktiken, die den begrifflichen Inhalt bestimmten, auf die Welt antworten.
I 188
Regelfolgen/EsfeldVsMcDowell: selbst wenn der Bereich des Begrifflichen unbegrenzt ist, sind wir mit dem Problem des Regelfolgens konfrontiert. Wie können Überzeugungen Inhalt haben?
I 189
Wir brauchen also in jedem Fall soziale Praktiken, auch wenn der begriffliche Bereich unbegrenzt ist. Wir sollten versuchen, die rationale Einschränkung ((s) Korrektur, Kontrolle, "Verantwortlichkeit gegenüber der Welt") innerhalb der sozialen Praktiken zu konzipieren, statt der physikalischen Welt selbst einen begrifflichen Status zuzubilligen. Der soziale Holismus ist dafür hinreichend.
Die Welt übt eine Einschränkung auf unsere Praktiken aus, die nicht nur kausal, sondern auch rational ist. Das ist notwendig um sicherzustellen, daß dasjenige, dessen Inhalt in inferentiellen Beziehungen besteht, Überzeugungen sind, deren Wahrheitswert von der Welt abhängt.
Damit wäre dann auch dem Einwand vorgebeugt, daß nicht nur die Sprache sondern auch der Inhalt unserer Überzeugungen konverntionell sei.
Esfeld: These: die physikalische Welt ist nicht Teil des begrifflichen Inhalts unserer Glaubenszustände. Aber sie ist Teil der sozialen Praktiken, in denen dieser Inhalt bestimmt wird. Lager: BrandomVsMcDowell: (1998a, auch 1994 473 476,875 876, (mit Sellars und Davidson)

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsMcDowell Evans Vs McDowell, John
 
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Gareth Evans
McDowell I 85
Urteil/Evans: denkt, daß Anschauung und Begriff unter Erfahrung und Urteil aufgeteilt werden müssen. (McDowellVs). Informationssystem/Evans: seine Zustände sind unabhängig von Überzeugungen. Überzeugungen können den Inhalt einer Wahrnehmungserfahrung nicht erklären, denn es könnte ja sein, daß man gar keine Überzeugungen mit einem entsprechenden Inhalt hat!
Überzeugung/EvansVsMcDowell: sollte anspruchsvoller verstanden werden, nämlich als Urteil mit Gründen. Das heißt nicht, daß sie jedesmal explizit in einem aktiven Meinungsbildungsprozeß entstanden sind.
Überzeugungen sind Dispositionen zum Urteilen und Urteilen ein Akt der Spontaneität.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsMcDowell Rorty Vs McDowell, John
 
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Richard Rorty
I 111
McDowell: These: wir müssen Kant mit Aristoteles versöhnen, für den ein Erwachsener ein rationales Wesen ist. RortyVsMcDowell: diese Versöhnung ist ein veraltetes Ideal. (Versöhnung von S/O).
McDowellVsRorty: statt dessen: Versöhnung von Vernunft und Natur.
- - -
VI 201
McDowell/Rorty: These: "Verantwortlichkeit gegenüber der Welt": um die Welt Gerichtetheit eines geistigen Zustands oder Vorgangs (Überzeugung, Urteil) zu verstehen, muss man ihn in einen normativen Kontext stellen. Es muss eine Haltung sein, die man zu Recht oder zu Unrecht einnimmt. Ein Denken, das auf Urteile abzielt, ist der Welt dafür verantwortlich, ob der Gedanke richtig oder nicht richtig gedacht wird.
RortyVsMcDowell: er tut etwas, was Kritiker der Korrespondenztheorie seit je beklagen: er nimmt Wahrnehmungsurteile als Muster für Urteile überhaupt. (VsKorresondenztheorie).
VI 203
Normen/BrandomVsMcDowell: gibt sich damit zufrieden, sie im Sinne der Verantwortlichkeit der Menschen untereinander zu begreifen. RortyVsMcDowell: seine Entscheidung für Kantische Begriffe ist zugleich eine für visuelle Metaphern.
VI 204
"Minimalempirismus"/Terminologie/McDowell: die Vorstellung, die Erfahrung müsse ein Tribunal bilden. Erfahrung/Sellars/Brandom/Davidson/Rorty: für alle drei stehen wir in ständiger Wechselwirkung mit Dingen wie mit Personen, doch keiner der drei benötigt ein "Tribunal der Erfahrung" oder Erfahrung überhaupt.
RortyVsMcDowell/DavidsonVsMcDowell: Kausalität reicht, "rationale Kontrolle" (McDowell) ist nicht notwendig.
VI 208
RortyVsMcDowell/Rorty: "Weltgerichtetheit" typisch europäischer Hang nach Autorität, steht im Zusammenhang mit Heideggers "Seinsvergessenheit". McDowell/Rorty: drei zentrale Begriffe:
1. "Krasser Naturalismus"
2. "Zweite Natur"
3. "Rationale Freiheit"
Vi 210
Erfahrung/Verstehen/McDowell/Rorty: Problem: "ob unsere Erfahrung nicht etwa aus dem Bereich der dem Sinnbegriff angemessenen Art von Verständlichkeit ausgeschlossen ist".
VI 211
RortyVsMcDowell: man sollte gar nicht von "Formen der Verständlichkeit" reden!
Begründung/Gesetz/McDowell/Rorty: logischer Raum der Gründe und logischer Raum der Gesetze sind jeweils sui generis.
RortyVsMcDowell: es gibt gar keine so strikt getrennten Bereiche (der Ratio und der Gesetze). Alle Sprachspiele sind sui generis. Sie lassen sich nicht auf einander zurückführen. z.B. Fußball und Biologie. Aber das hat in philosophischer Hinsicht etwas steriles.
Mit Wittgenstein: wir sollten die Gegensätze nicht überdramatisieren. Es ist einfach banal: unterschiedliche Werkzeuge dienen unterschiedlichen Zwecken.
VI 212
Quine/Rorty: Teilchenphysik liefert das einzige brauchbare Paradigma. McDowell/Rorty: wir verfügen über zwei Paradigmen.
Verstehen/Erklärung/RortyVsMcDowell/Rorty: wir sollten nicht über Verständlichkeit reden! Verständlichkeit ist ganz billig zu haben: wenn wir zwei Leute zur gleichen Redeweise abrichten!
McDowell/Rorty: die Vorstellung von der Offenheit für Tatsachen hat einen Vorteil in puncto "Verständlichkeit" gegenüber der Vorstellung vom "Einprägen von Tatsachen" .
RortyVsMcDowell: solche Metaphern sind bloß von der Rhetorik abhängig.
VI 214
RortyVsMcDowell: er schreibt so, als täte die Welt uns einen Gefallen, wenn sie uns nicht hereinlegt.
VI 215
Er glaubt zwar nicht, dass Bäume und Steine sprechen, aber er glaubt doch, dass sie uns nicht bloß dazu veranlassen, Urteile zu fällen. Er begreift eine Erscheinung als eine Aufforderung zum Urteil, die von der Welt ausgeht. Sie sei selbst zwar noch kein Urteil, habe aber schon die begriffliche Form eines Urteils.
VI 217
"Eindrücke"/McDowell: sind weder physiologische Zustände, noch die nicht inferentiellen Überzeugungen selbst, sondern etwas zwischen diesen beiden: ein Bestandteil der "Zweiten Natur".
VI 216
VsMcDowell: keine Notwendigkeit zu einer "Suche nach einer Auffassung der Natur, die auch die Fähigkeit beinhaltet, mit der Struktur des Raums der Gründe mitzuschwingen."
VI 219
Forschung/Normen/Wissenschaft/McDowell: es ist doch gerade der Witz der Normen der Forschung, dass ihre Befolgung die Wahrscheinlichkeit erhöht, dem So Sein der Welt näherzukommen! RortyVsMcDowell: das führt eine falsche Unterscheidung von Schema und Welt wieder ein. McDowell, der Davidsons Kritik an der Unterscheidung Schema/Inhalt akzeptiert, bestreitet das.
James: würde fragen: welchen Unterschied im Verhalten würde es machen?

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsMcDowell Sellars Vs McDowell, John
 
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Rorty VI 207
SellarsVsMcDowell/Rorty: der Mensch hat keinerlei Verantwortung gegenüber der Welt.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsMcDowell Wright Vs McDowell, John
 
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I 260
Def "platonistische Skylla" 1. Irgendeine Begründung muss gefunden werden für etwas, das völlig unabhängig von menschlichen Fähigkeiten die reale Richtung festlegt, der eine Regel folgt,
2. Es muss erklärt werden, wie wir überhaupt in irgendeiner kognitiven Verbindung mit dieser "wirklichen Richtung" sein sollen.
Das ist die die entsprechende
Def "regelskeptische Charybdis": Die Auffassung, nach der es überhaupt keine objektiven Erfordernisse gibt, die durch Regeln erzeugt werden, sondern ausschließlich natürliche uneingeschränkte menschliche Fähigkeiten. Also keine "allgemeine wirkliche Objektivität".
Lösung/McDowell/Wright: die "vollkommen zufriedenstellende Zwischenposition": Einsicht, dass das einzige, was mit der Skylla nicht in Ordnung ist, dass die Objektivität aus einer externen Perspektive beurteilt werden müsste.
Regeln existieren eben nur innerhalb einer Praxis, die dadurch aufrechterhalten wird, dass die Beteiligten sich einig sind.
I 261
Moral/Ethik/McDowellVsNon-Kognitivismus: geht von einer unsauberen Konstruktion der ethischen Tatsachen und der Objektivität aus. (Skylla). Als ob die moralischen Tatsachen unabhängig vom bewertenden Standpunkt "da" seien. Tatsache/Wright: doch auch die Würdigung irgendeiner Tatsache verlangt einen Standpunkt!
Realismus/Anti-Realismus/Wright: in dieser Debatte vertritt der Realist die Seite der Skylla, der Anti Realist die der Charybdis.
I 262
Diese Debatte wird nun unterminiert von der "vollkommen zufriedenstellenden Zwischenposition". Es hat nie eine Debatte gegeben, nur ein Missverständnis dessen, was das Zusammenwirken unseres Geistes mit einem objektiven Gehalt erfordert. (Bei McDowell nur implizit). WrightVsMcDowell: das ist überhaupt nicht überzeugend: wenn die Debatte unterlaufen werden soll, müssen die Gegner klar an die Hörner gebunden bleiben.
Der Realismus muss also immer Überobjektivierung umfassen und der
Anti-Realismus muss immer als Flucht davor dargestellt werden. Auf diesem Weg findet man aber keine Lösung.
Bsp die Frage ob die Kognitive Nötigung apriorisch gilt, hat keine wesentliche Verbindung zu einem hyperobjektiverten Tatsachenbegriff, und daher auch keine Verpflichtung auf eine externen Standpunkt.
I 263
McDowellVsWright: man könnte entgegnen, dass jede Unterscheidung unter der Ägide der Kognitiven Nötigung unsere Entscheidung wäre. Daher wäre es ein Fehler anzunehmen, dass Gegensätze bezüglich der Objektivität in soliderer Weise "da" sein könnten als etwa die Erfordernisse der Addition.
I 264
McDowells Wittgenstein: möchte Fluchtweg aus der Debatte erschließen.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsMcDowell Verschiedene Vs McDowell, John I 64
VsMcDowell. manche werfen mir Anthropozentrismus vor: ein grundloses Vertrauen darauf, daß sich die Welt vollständig innerhalb der Reichweite unseres Denkens befinde.
I 65
McDowell: dafür gibt es keine Garantie und die Fähigkeit der Spontaneität bringt die Verpflichtung mit sich, ständig über die Belege nachzudenken, die jederzeit die aktive Tätigkeit leiten.
I 209
VsMcDowell: Gefahr des Idealismus: idealistische Grundstimmung der Elimination der äußeren Grenze. Das entzieht uns eine Möglichkeit, auf die wir nicht verzichten sollten: die Möglichkeit der unmittelbaren Berührung zwischen dem Geistigen und den Gegenständen!
I 210
Wenn man die Welt als alles, was der Fall ist annimmt, dann ordnet man die Welt dem Reich des Fregeschen Sinns ("Reich des Denkbaren") unter. Dann gibt es nicht Episoden und Akte des Denkens, sondern Identität. Tatsachen in diesem Sinn sind Gedanken, Das Denkbare, das der Fall ist. McDowellVs: Gegenstände gehören aber nicht zum Bereich des Denkbaren (Fregescher Sinn) sondern zum Reich des Gegenstandsbezugs. (Fregesche Bedeutung.).
VsMcDowell: der Einwand lautet nun, daß Wittgensteins "Gemeinplatz" (s.o.) den Geist auf das Reich des Sinns ausrichtet, aber nicht auf das Reich des Gegenstandsbezugs (Bedeutung).
VsMcDowell: dann brauchen wir doch irgendeine Theorie der Kennzeichnungen.
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/McDowell: indirekter Bezug zur Welt.




VsMcDowell Schiffer Vs McDowell, John
 
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Stephen Schiffer
I 204
SchifferVsDavidson/SchifferVsMcDowell/SchifferVsEvans: These: für die Radikale Interpretation (RI) ist eine Übersetzungstheorie möglich. Kompositionalität/Schiffer: Problem: wenn Davidson recht hat, und wir für die RI zuerst eine Bedeutungstheorie für die eigene Sprache brauchen, dann muss unsere Sprache eine kompositionale Semantik haben. (…+…)

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsMcDowell Dodd Vs McDowell, John
 
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Esfeld I 187
Natur/McDowell: ist nicht mit dem identifiziert, was in der modernen Wissenschaft anerkannt wird. These McDowell tritt für eine partielle "Wiederverzauberung" (reenchantment) der Natur ein, um den Aspekt der physikalischen Welt zu erfassen, aufgrund dessen die physikalische Welt nicht außerhalb des begrifflichen Bereichs liegt. DF.
Die Wissenschaft selbst kann diesen Aspekt nicht erfassen. Sie ist vielmehr ein Hindernis dafür, daß wir sehen, daß die Welt aus Tatsachen besteht, die der Inhalt unserer wahren Überzeugungen sind.
Tatsache/DoddVsMcDowell: (1995): McDowell verwechselt eine Fregesche Sicht von Tatsachen als wahrer Propositionen mit einer Sicht von Tatsachen, aus denen die Welt besteht!
I 188
Tatsache/EsfeldVsBrandom: dieser Vorwurf kann auch Brandom gemacht werden, wenn er Tatsachen mit dem Inhalt wahrer Behauptungen identifiziert und fortfährt: "Die Welt ist alles, was der Fall ist, eine Konstellation von Tatsachen". (I 476 477). Esfeld: ich vermeide den Begriff, um Konfusion zu vermeiden.

Dodd I
J. Dodd
An Identity Theory of Truth Basingstoke 2008

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Loar VsMcDowell Versus Avramides I 29
Loar/Bedeutungstheorie: nahe bei Lewis, VsMcDowell, VsWiggins, These: Semantik und Pragmatik nicht trennen - (auch bei Grice nicht) - Wiggins/McDowell: Trennung Theorie d. Sinns/Theorie d.Kraft - Loar: letztlich psychologisch und damit reduktionistisch

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
McDowell VsMcDowell Pro Esfeld I 189
BrandomVsMcDowell: (1998a, auch 1994 473-476,875-876, (mit Sellars und Davidson)

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
sozialer Holismus Esfeld, M.
 
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I 189~
Esfeld: These die physikalische Welt ist nicht Teil des begrifflichen Inhalts unserer Glaubenszustände. Aber sie ist Teil der sozialen Praktiken, in denen dieser Inhalt bestimmt wird.
I 195
...: wir müssen einen Aspekt der physikalischen Welt annehmen, der jenseits des wissenschaftlich Erfaßbaren liegt (>McGinn). These Das berücksichtigt der soziale H. Überzeugungen sind von der Welt getrennt, in dem Sinne daß nur sie ï·" und nichts in der Welt ï·" begrifflich sind. (EsfeldVsMcDowell).
Radikale Interpretat. Schiffer, St.
 
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I 204
SchifferVsDavidson/SchifferVsMcDowell/SchifferVsEvans/SchifferVsEMD: These für die RI ist eine Übersetzungstheorie möglich.