Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 1 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Zahlen Geach
 
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I 215ff
Zahlen/Geach: benennen nichts - nicht: Bsp "Es gibt zwei Daimon und Phobos" - wie oft ein Begriff realisiert ist, ist kein Merkmal des Begriffs. ((s) GeachVsMeixner). Einheit/Vielheit/Geach: können keinem Objekt zugeschrieben werden - Lösung/Frege: sie werden den Begriffen zugeschrieben, unter die die Objekte fallen. - Zahlen: in der Mathematik manchmal wie Gegenstände mit Eigenschaften Bsp Teilbarkeit - Geach: dann brauchen wir ein Identitätskriterium - Frege: Gleichzahligkeit: "Es gibt eine Eins-zu-Eins-Entsprechung von Fs und Gs". - Pointe: das beinhaltet nicht, dass die Fs oder die Gs auf ein einzelnes Objekt - eine Klasse - referieren! - Lösung: Relation statt Klasse. - Bsp Man legt neben jeden Teller ein Messer: das ist keine Klasse sondern eine Relation.
I 220
Zahlen/Frege: Selbstkritik: Klassen dürfen nicht gebraucht werden, um zu erklären, was Zahlen sind, sonst Widerspruch: "ein und dasselbe Objekt ist beides, die Klasse der M und die Klasse der Gs, obwohl ein Objekt (dieses Objekt, z.B. Zahl(!)) ein M ist ohne ein G zu sein." - (+) - Das zeigt dass der ursprüngliche Begriff einer Klasse Widersprüche enthielt. Zahlen können Objekte sein (mit Eigenschaften wie Teilbarkeit), Klassen nicht. - Nicht widersprüchlich: "ein und dasselbe Objekt: die Zahl (nicht Klasse!) der Fs und die Zahl der Ks".
I 221f
Zahlen/GeachVsFrege: Zahl ist nicht "Zahl von Objekten". - Damit verwirft er seine eigenen Bedenken zu sagen, dass "der Gegenstand einer Zahl zu einer Klasse gehört" (falsch). - "Die Zahl der As" soll bedeuten: "die Zahl der Klasse aller As" (falsch). Lösung/Geach: (wie Frege anderswo): die Leerstelle in "die Zahl von.." und "wie viele ... gibt es?" kann nur mit einem Begriffswort im Plural gefüllt werden - nicht mit dem Namen eines Gegenstands oder einer Liste von Gegenständen. - Begriffswort statt Klasse!
I 225
Zahlen/Klassen/Geach: nicht Klassen von Klassen! (Frege dito). - Wenn wir eine Zahl (fälschlich) mit einer Klasse a verbinden, verbinden wir sie in Wirklichkeit mit der Eigenschaft, die ausgedrückt wird durch "___ist ein Element von a". Das ist nicht trivial. - Denn wenn wir eine Zahl mit einer Eigenschaft verbinden, ist die Eigenschaft normalerweise nicht in dieser Form ausgedrückt.
I 225
Zahlen/Klassen/Geach: falsch: "Die Zahl der Fs ist 0" - richtig: "Die Klasse der Fs ist 0" - Klasse wie Zahl sind gleichermaßen spezifiziert durch die Erwähnung einer Eigenschaft.
I 235
Zahlen/Frege/Geach: nicht Klassen von Klassen (das sagt Frege auch nicht). - Der Fehler rührt von der Idee her, dass man mit konkreten Objekten beginnen könnte und diese dann zu Gruppen und Super-Gruppen zusammenfassen könnte.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsMeixner Meixner Vs Chisholm, R.M.
 
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I 49
Def continuant/Kontinuante/Meixner: zeitlich dauernde, singuläre Individuen, die höchstens räumliche Teile haben. Keine zeitlichen Teile! Deshalb keine Akzidentia. zeitliche Teile/Meixner: viele Individuen haben aber zeitliche Teile, die Akzidentia!
Individuum/moderne Ontologie/Meixner: (VsChisholm?) viele moderne Ontologen vertreten aber die These, dass alle existenten Individuen zeitlich Teile haben. Danach ist ein materielles Individuum nicht zur nicht zur selben Zeit an zwei verschiedenen Orten, sondern auch nicht als ein Ganzes zu verschiedenen Zeiten am selben Ort! ((s) Das Individuum ändert sich dann ständig, von Zeitpunkt zu Zeitpunkt, d.h. es ist nicht dasselbe in zwei aufeinanderfolgenden Momenten. (>Lewis: "fragil").).
"Vierdimensionalismus"/Meixner: die These, dass Individuen aus drei räumlichen und einer zeitlichen Dimension bestehen. MeixnerVs.
Unabhängig von Dimensionen kann man auch sagen: alle Individuen haben raumzeitliche Teile, das gilt in jedem Bezugssystem! Und in jedem BS lassen sich raumzeitliche Teile wiederum in räumliche und zeitliche zerlegen.
I 49/50
Relativitätstheorie: legt den Vierdimensionalismus bloß nahe, impliziert ihn aber keineswegs! zeitliche Teile/Meixner: wir als Individuen haben keine zeitlichen Teile! nur unsere Lebensgeschichten haben zeitliche Teile.
Wir sagen nicht "er erstreckte sich von..bis", sondern "er lebte von..bis.."
Wir sagen nicht "eine frühere Phase von mir war Handwerker"; sondern "in einer früheren Phase meines Lebens war ich Handwerker"
Wenn wir sterben, sterben wir als ganze Individuen, Es stirbt nicht nur die letzte zeitliche Phase.
Bsp der Gegenstand X existiert zu t1 und ist F. Das ist aber keine Identität von X und F, sondern die Exemplifikation von F durch X.
((s) haben/sein: haben einer Eigenschaft ist nicht Identität mit der Eigenschaft.)
Und X existiere auch zu t2, aber nicht F.
VsMeixner: Wenn nun der Dreidimensionalismus richtig wäre, dann wären beide, X zu t1 und X zu t2 mit X identisch. Folglich wären X zu t1 und X zu t2 miteinander identisch!
Sie sind aber nicht miteinander identisch, denn einmal ist X F, das andere Mal nicht F.
MeixnerVs: Lösung: aus der Annahme des Dreidimensionalismus folgt nicht, dass X mit
X zu t1 oder X zu t2 identisch wäre! Zwar ist X als Individuum als ein Ganzes anwesend, aber er ist sowohl von X zu t1 als auch von X zu t2 verschieden, denn diese Entitäten existieren anders als X nicht zu mehreren Zeitpunkten.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsMeixner Meixner Vs Frege, G.
 
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I 170
Zahlen/Frege/Meixner: spezielle Eigenschaften, nämlich endliche Anzahl Eigenschaften von Eigenschaften (also Funktionen). Schreibweise von Meixner: F0 (soll 0 sein) sei die Abkürzung von "01[01 ist verschieden von 01]".
Def Gleichzahligkeit/Frege/Meixner: f ist eine mit der Eig g gleichzahlige Eig, = Def für mindestens eine zweistellige Relation R gilt:
1. jede Entität, die f hat, steht zu genau einer Entität die g hat, in der Relation R
2. Sind Entitäten, die f haben, verschieden, dann auch Entitäten mit g
3. Umkehrung von 1: jede Entität, die g hat.
Zahl/Meixner: man könnte also einwandfrei nichtzirkulär definieren:
x ist eine natürliche Zahl = Def x ist eine endliche Anzahleigenschaft.
I 171
Zahl/MeixnerVsFrege: dann könnte man vereinfachen: die für die Definition von 1 verwendete Standardeigenschaft 01[01 ist identisch mit F0] ist definitorisch dieselbe wie die Eigenschaft
01[01 ist identisch mit 0].
Dann kann man vereinfachen (was ein Zeichen dafür ist, dass Zahlen nicht auf ontologisch sicheren Füßen steht):

x ist eine natürliche zahl = Def x ist eine Standardeigenschaft für die Bestimmung endlicher Anzahl
dann: f ist 0 zahlig = Def f ist eine Eig, die gleichzahlig mit der Eig 0 ist.
Meixner: das ist einfacher, hat aber auch die sonderbare Konsequenz, dass jede natürliche Zahl durch alle ihre Vorgänger exemplifiziert wird.
I 172
FregeVsMeixner: Zahlen sind (gesättigte) Objekte, keine Eigenschaften. Jede Zahl wird durch unendlich viele Entitäten exemplifiziert. Zahl/Meixner: als Eigenschaft aufgefasst, sind sie typenlose Funktionen, d.h. sie lassen sich in kein Kästchen der Gestalt [

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Aktualismus Meixner, U.
 
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I 21
Def Aktualismus: These: alles ist wirklich ((s): VsMeinong).
I 62
Aktualismus/Meixner: These: Alle Entitäten existieren (sind aktual, sind wirklich). Diese These wird von den meisten Ontologen für richtig gehalten.
epistemische/theoriefremde Begründung: man könne Nichtexistentes nicht erkennen. Aber selbst wenn dies richtig wäre, könnte man die Existenz von Entitäten nur daraus schließen, wenn man zusätzlich annähme, daß alle Entitäten grundsätzlich erkennbar sind. (Unbegründet).
I 65
Def eingeschränkter Aktualismus/Meixner: alle ee maximalkonsistenten individuenähnlichen Entitäten existieren (sind aktual). Variante: uneingeschränkter: alle Entitäten existieren. (Possibilismus)
Variante aktualistische Minimalthese: alle Individuen sind aktual. ("Aktualismus").
I 66
Vertreter: Alvin Plantinga. (Obwohl er doch an nichtaktuale Sachverhalte glaubt). Possibilismus: Vertreter Leibniz, David Lewis. sie beziehen sich aber ausschließlich auf Individuale, mit denen sie wiederum die Individuen identifizieren.
I 127
Aktualität/Meixner: soll hier vereinfacht schlechthinnige A. sein, d.h. weder zeitlich relativiert noch unbestimmt zeitgezogen. MeixnerVsAktualismus: (These, daß alle Entitäten aktual sind): unplausibel: es kann nicht bestritten werden, daß nicht alle Sachverhalte aktual sind (es gibt mögliche Welten).
Beweis: Schleuderargument: es gäbe nur zwei Sachverhalte, davon einer die Negation des anderen:
I 128
Würde nun einer der beiden nicht bestehen, wäre immer noch mancher SV nicht aktual.
I 139
absolute Aktualität/Meixner: ist eine Qualität. Eine Qualität, die weder intrinsisch noch essentiell ist, sondern den Entitäten quasi von außen "verpaßt" ist, eine nichtessentielle extrinsische Qualität. LewisVsMeixner: würde sagen, das ist unverständlich.