Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Lernen Churchland
 
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I Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie in: Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
Lanz I 303
Lernen/Fodor: Erwerb der Muttersprache: Darstellen und Prüfen von Hypothesen darüber, welche Teile der natürlichen Sprache mit welchen Teilen der angeborenen »Sprache des Denkens« (Mentalesisch) korrelieren. ChurchlandVsFodor: daraus würde folgen, dass man in gewissem Sinne keine neuen Begriffe lernen kann.
Wenn Meinungen Relationen zu Sätzen der »Sprache des Denkens« sind, dann muss für jede Meinung irgendwo ein Satz gespeichert sein. Muss dann auch für jede stillschweigend gehegte Meinung ebenfalls ein Satz in der »Sprache des Denkens« gespeichert sein? Das überstiege die Kapazitätsgrenzen. Aber diese Speicherung reichte auch gar nicht aus, die Sätze müssten auch zugänglich sein und zur rechten Zeit verfügbar. Außerdem müssen die Verknüpfungen dem Organismus durchsichtig sein (wenn auch nicht dem Bewusstsein). (ChurchlandVsMentalesisch).


Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Mentalesisch Dennett
 
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I 491
Mentalesisch/Sprache des Gehirns/Dennett: eine einheitliche "Gehirnsprache", in der die Information in verschiedenen menschlichen Gehirnen gespeichert ist, ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht völlig unmöglich. - Und deshalb sind Gehirne etwas völlig anderes als Chromosomen. ((s) Warum denn? Weil es die Sprache nicht gibt, oder weil sie denkbar ist?)
II 69
Intentionalität/Mentalesisch/Dennett: Bsp mehrdeutige Beschreibung (Maler) wie steht es mit der entsprechenden Handlung? Die Handlungen selbst besitzen eine Bedeutung, weil sie in Mentalesisch formuliert sind! Dennett: das ist eine hoffnungslose Antwort, und zwar nicht deshalb, weil man sie im Innern des Gehirns nicht finden könnte, man kann sie finden!
Hoffnungslos ist sie, weil sie das Problem nur verschiebt. Denn angenommen, es gäbe eine Denksprache, woher nähme sie die Bedeutungen ihrer Begriffe. Und woher wüssten wir, was ihre Sätze in unserer Sprache bedeuten (Dennett wie Searle, wie Putnam).
Mentalesisch/Dennett: das meiste, was über die Möglichkeiten einer "Denksprache" geschrieben wurde, setzt voraus, daß wir in einer geschriebenen Denksprache denken! (DennettVsMentalesisch).
II 69
Mentalesisch/DennettVsMentalesisch: verschiebt das Problem (wie Searle, wie Putnam).

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Psychologie Churchland
 
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I Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie in: Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
Lanz I 302
Alltagspsychologie/Churchland: (pro Alltagspsychologie/Sellars - ChurchlandVsDennett): knüpfen an Sellars an: Alltagspsychologie hat den Status einer nützlichen empirischen Theorie. Man muss prüfen ob a) die alltagspsychologischen Prädikate tatsächlich natürliche Arten bezeichnen
b) ob die lingua mentis-Theorie des sich eng an die Alltags Psychologie anschließenden Funktionalismus plausibel ist. Die Churchlands verneinen a) und b).
Stattdessen Patricia S. Churchland: "Neurophilosophie":
ad a): es ist bemerkenswert, dass wir aufgrund von Alltagspsychologie nicht die leiseste Ahnung davon haben, was den uns vertrauten psychologischen Phänomenen zugrunde liegt.
I 303
ad b): VsMentalesisch, VsLingua Mentis-Theorie: aus der Sicht der Evolution ist Sprache ein Spätankömmling. Es gab intelligente Lebewesen, bevor Sprache in die Welt kam und es gibt intelligente Lebewesen, die nicht sprachbegabt sind. So muss man aufgrund der evolutionären Kontinuität zwischen Menschen und ihren Vorfahren auch bei Menschen eine große Anzahl nicht sprachanaloger kognitiver Prozesse annehmen.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Sprache Davidson
 
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I 113
Sprache/Davidson: Konventionen und Regeln erklären die Sprache nicht, die Sprache erklärt sie.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 54
These: der Begriff der Sprache sei überflüssig. So etwas wie eine Sprache gibt es nicht, jedenfalls nicht in dem Sinn wie viele Philosophen und Linguisten meinen.
Rorty II 21
Davidson/Rorty: "wie die Sprache funktioniert" hat wenig mit der Frage zu tun, "wie das Erkennen funktioniert". DavidsonVsTradition/Rorty: Sprache kein instrumentelles Zeichensystem, weder des Ausdrucks noch der Darstellung.
Rorty II 21
Davidson: "So etwas wie eine Sprache gibt es nicht, es gibt nichts was man lernen oder beherrschen könnte." (Eher vorläufig funktionierende Theorien). Keine Konventionen, wie wir uns verständigen! Davidson: wir sollten dahin kommen, irgendwann nichts mehr zu verehren, alles, unsere Sprache, Bewußtsein, Gemeinschaft, sind Produkte von Zeit und Zufall.

Brandom I 922
Sprache/Davidson: bloß praktische, hypothetische Notwendigkeit, bequem für Gemeinschaft, sie zu haben - maßgeblich: wie jemand verstanden werden möchte - Gehalte nicht vor wechselseitigen Interpretationen auszumachen.
Brandom I 518
Sprache Davidson: interpretiert sprachliche Ausdrücke als Aspekt der intentionalen Interpretation von Handlungen - pro top down - Tarski: egal ob top-down oder bottom-up.
K. Glüer, Davidson zur Einführung, 1993
Glüer II 51
Sprache/Davidson: jede ist über die kausalen Beziehungen zugänglich. - Letztlich ist es irrelevant für die W-Theorie, welche die tatsächlich gesprochene Sprache ist.
Brandom I 454
Sprache/Davidson/Rorty: nicht Begriffsschema, sondern kausale Interaktion mit der Umwelt - beschrieben durch die Radikale Interpretation. - Dann kann man nicht mehr fragen, ob die Sprache auf die Welt "passt".
Rorty III 33
Sprache/DavidsonVsTradition/Rorty: Sprache ist nicht Medium, weder des Ausdrucks noch der Darstellung. - Falsche Fragen: Bsp "Welchen Ort haben Werte?" - Bsp "Sind Farben bewusstseinsabhängiger als Gewichte?". - Richtig: "Steht unser Gebrauch dieser Worte unserem Gebrauch anderer Worte im Wege?".
Rorty VI 133
Sprache/Davidson/Rorty: so etwas wie eine Sprache gibt es nicht. (> Davidson, A Nice Derangement of Epitaphs): es gibt keine Menge von Konventionen, die man lernen müsste, wenn man sprechen lernt. kein abstraktes Gebilde, das verinnerlicht werden müsste.
Seel III 28
Sprache/Davidson: These: Sprache ist kein Medium - aber Geist ohne Welt und Welt ohne Geist sind leere Begriffe. - Sprache steht nicht zwischen uns und der Welt - Sehen: wir sehen nicht durch die Augen sondern mit ihnen - VsMentalesisch: eine Gedankensprache gibt es nicht. - Sprache ist Teil von uns. - Sie ist ein Organ von uns. - Sie ist die Art, wie wir die Welt haben. - Medium/Davidson/Seel: hier sehr eng gebraucht. - Medium/Gadamer: nicht Instrument, sondern unverzichtbares Element des Denkens.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsMentalesisch Dennett Vs Churchland, P.
 
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II 64
Sprache/Zahlen/Messen/Churchland, Paul: hat Aussagen mit Zahlen verglichen: Bsp "X hat ein gewicht in Gramm von 144"
"Y hat eine Geschwindigkeit in Metern pro Sekunde von 12".
DennettVsChurchland: Es gibt Probleme, wenn wir die gleichen Umwandlungsregeln und Gleichsetzungsregeln auf verschiedene Ausdrucksweisen für eine vermutliche gleiche Aussage anwenden. Aussagen sind nun einmal leider keine so braven theoretischen Gebilde wie Zahlen. Aussagen ähneln mehr den Dollars als den Zahlen! Bsp
"Diese Ziege ist 50 Dollar wert.
Und wieviel in griechischen Drachmen?, heute mehr als im alten Athen? usw.
Lanz I 302
Churchland: (pro Alltagspsychologie/Sellars ChurchlandVsDennett): knüpfen an Sellars an: Alltagspsychologie hat den Status einer nützlichen empirischen Theorie. Man muss prüfen ob a) die alltagspsychologischen Prädikate tatsächlich natürliche Arten bezeichnen
b) ob die lingua mentis Theorie des sich eng an die Alltags Psychologie anschließenden Funktionalismus plausibel ist. Churchland verneinen a) und b).
Stattdessen P.S. Churchland: » Neurophilosophie«:
ad a): es ist bemerkenswert, dass wir aufgrund von Alltagspsychologie nicht die leiseste Ahnung davon haben, was den uns vertrauten psychologischen Phänomenen zugrunde liegt.
I 303
ad b):VsMentalesisch, VsLingua Mentis Theorie: aus der Sicht der Evolution ist Sprache ein Spätankömmling. Es gab intelligente Lebewesen, bevor Sprache in die Welt kam und es gibt intelligente Lebewesen, die nicht sprachbegabt sind. So muss man aufgrund der evolutionären Kontinuität zwischen Menschen und ihren Vorfahren auch bei Menschen eine große Anzahl nicht sprachanaloger kognitiver Prozesse annehmen.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsMentalesisch Churchland Vs Fodor, J.
 
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Lanz I 303
Lernen/Fodor: Erwerb der Muttersprache: darstellen und prüfen von Hypothesen darüber, welche Teile der natürlichen Sprache mit welchen Teilen der angeborenen »Sprache des Denkens« (Mentalesisch) korrelieren. ChurchlandVsFodor: daraus würde folgen, daß man in gewissem Sinne keinen neuen Begriffe lernen kann.
Wenn Meinungen Relationen zu Sätzen der »Sprache des Denkens« sind, dann muß für jede Meinung irgendwo ein Satz gespeichert sein. Muß dann auch für jede stillschweigend gehegte Meinung ebenfalls Ein Satz in der »Sprache des Denkens« gespeichert sein? Das überstiege die Kapazitätsgrenzen. Aber diese Speicherung reichte auch gar nicht aus, die Sätze müßten auch zugänglich sein und zur rechten Zeit verfügbar. Außerdem müssen die Verknüpfungen dem Organismus durchsichtig sein (wenn auch nicht dem Bewußtsein). (ChurchlandVsMentalesisch).

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
VsMentalesisch Peacocke Vs Fodor, J.
 
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I 208
Wahrnehmung/Mentalesisch/MT/Fodor: was in der Wahrnehmung passiert, ist eine Beschreibung der Umgebung, die nicht in einem Vokabular ausdrückbar ist, das Werte physikalischer Variablen bezeichnet. Bsp "Ein Schmetterling ist auf der Wiese" Statt dessen wird in Mentalesisch die Rede davon sein, dass "Licht der Magnitude in der und der Netzhautregion L" ist.
PeacockeVsFodor/PeacockeVsMentalese: was ist denn eigentlich das Token von MT, das auf diese Lokalisation L bezug nimmt? Es scheint da nichts zu geben.
Bsp eine andere Netzhautstelle könnte Information über eine andere Lokalisation liefern, genauso wie die ursprüngliche Zelle.
I 209
Das führt aber zu keiner Differenz innerhalb von MT! Es gibt nur eine Differenz der Relata: eins bezieht sich kausal auf eine Netzhautstelle, das andere auf eine andere. VsPeacocke: man könnte einwenden, dass den einzelnen Stellen so etwas wie "neblig" entspricht ("es ist neblig hier"). "Neblig" hat dann keine relevante syntaktische Struktur, aber wenn es in einer Äußerung vorkommt wird es sich auf einen bestimmten Ort und Zeit beziehen.
Tatsächlich müssen mehrere zentrale Einheiten des Nervensystems irgendwie nichtindexikalische Information aus der Peripherie empfangen: Bsp jemand der hundert Telegramme empfängt: "es ist hell hier", "es regnet hier" usw. ist nicht in der Position, eine Karte zu zeichnen, wenn er nicht weiß, woher sie kommen.
Peacocke: aber eine indexikalische Strategie kann nicht für komplexere Inhalte funktionieren. Eine gegebene Nervenzellen mag neurophysiologisch ununterscheidbar von einer anderen Zelle sein, mit völlig verschiedenen inhaltlichen Bedingungen für das Feuern.
Trivialisierung/Mentalesisch: wenn diese Relationen nun aber als Teil der syntaktischen Struktur eines (psychischen) Zustands zählen sollen, dann ist die Sprache des Geistes trivialisiert. Es gäbe keine echten Satz Analoga.
Mentalesisch/Wahrnehmung/Fodor/Peacocke: ein ähnliches Argument handelt von
Bsp angenommenen Detektoren für Linien, tiefer innerhalb des Wahrnehmungssystem: diese legen kausale Relationen für Wahrnehmungen nahe.
Aber Besitz eines strukturierten Inhalts erfordert nicht eine korrespondierende physikalische Struktur in dem Zustand, kann sich aber in dem Muster von Relationen befinden, in denen der Zustand steht.
Peacocke: ein Modell, das diesem relationalen Paradigma genügt, aber ohne MT auskommt, muss einigen Bedingungen genügen:
1. Wie kann man propositionalen Inhalt zuschreiben, ohne auf syntaktische Strukturen Bezug zu nehmen? D.h. relativ komplexe Inhalte müssen syntaktisch unstrukturierten (psychischen) Zuständen zugeschrieben werden.
2. Es muss gezeigt werden, wie diese Zustände mit Wahrnehmung und Verhalten interagieren.

I 215
Computation/Sprache/Mentalesisch/PeacockeVsFodor: auch Computation (Berechnung von Verhalten und Wahrnehmung) scheint keine Sprache zu verlangen: Bsp Frage, ob der Handelnde φ sollte.
Fodor: Bsp der Handelnde wird beschrieben als den erwarteten Nutzen von φ-en unter der Bedingung C berechnend (compute).
Peacocke: das Ausmaß, in dem das Subjekt den entsprechenden Glauben "C gegeben dass ich φ" hat, kann im Vorliegen eines entsprechenden physikalischen Zustands in einem gewissen Ausmaß bestehen. (Sonderzeichen)
Das wäre dann wiederum nur eine Sache der reinen Relationen!
Das gleiche gilt für das erreichen des Zustands "C und ich φ".
Die Zustände können interagieren, ohne dass syntaktische Strukturen dafür erforderlich wären.
Def Computation/Peacocke: (Berechnung) ist eine Frage von Zuständen mit Inhalt, die aus einander systematisch hervorgehen. Das erfordert gewisse Muster der Ordnung und der Kausalrelationen, aber keine syntaktische Struktur.
PeacockeVsFodor: es gilt nicht notwendig: "Keine Repräsentation, keine Computation".
I 215/216
Mentalesisch/Fodor: (Language of Thought, S.199) These: man kann keine Konstruktion von Psychologie geben, ohne anzunehmen, dass Organismen eine sachgemäße Beschreibung als Instantiation (Verkörperung) eines anderen formalen Systems besitzen: "Sachgemäß" erfordert: a) es muss eine allgemeine Prozedur für die Zuschreibung von Zeichenformeln (assigning formulae) zu Zuständen des Organismus geben
b) für jede propositionale Einstellung muss es einen kausalen Zustand des Organismus geben, so dass
c1) der Zustand als Relation zu einer Formel interpretierbar ist und
c2) es nomologisch notwendig und hinreichend ist, (oder kontingent identisch) dafür, diese prop Einst zu haben.
d) Mentale Repräsentationen haben ihre kausalen Rolle kraft ihrer formalen Eigenschaften.
VsMentalesisch/PeacockeVsFodor: das kann man alles auch ohne MT haben! Entweder:
1. es gibt tatsächlich Satzanaloga im Gehirn oder:
2. Fodors Bedingung könnte anders erfüllt sein: es könnte eine Semantik geben, die mit Fregeschen Gedanken korreliert ist.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsMentalesisch Churchland Vs Mentalesisch
 
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Lanz I 303
ChurchlandVsMentalesisch: ad b):VsMentalesisch, VsLingua-Mentis-Theorie: aus der Sicht der Evolution ist Sprache ein Spätankömmling. Es gab intelligente Lebewesen, bevor Sprache in die Welt kam und es gibt intelligente Lebewesen, die nicht sprachbegabt sind. So muß man aufgrund der evolutionären Kontinuität zwischen Menschen und ihren Vorfahren auch bei Menschen eine große Anzahl nicht sprachanaloger kognitiver Prozesse annehmen.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
VsMentalesisch Dennett Vs Mentalesisch
 
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II 177
Mentalesisch/Dennett: das meiste, was über die Möglichkeiten einer "Denksprache" geschrieben wurde, setzt voraus, daß wir in einer geschriebenen Denksprache denken! (DennettVsMentalesisch). ((s)VsDennett: das ist überhaupt kein Beweis gegen Mentalesisch).
Münch III 375
DennettVsAdaptionismus: ist wie der Mentalismus in Gefahr, ganze Gebäude aus dem Nichts aufzubauen. Theorie/Dennett: Adaptionsismus und Mentalismus sind keine Theorien im traditionellen Sinne! Sie sind Einstellungen und Strategien, um Daten zu organisieren, Beziehungen zu erklären und der Natur Fragen zu stellen. DF.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsMentalesisch Peacocke Vs Mentalesisch
 
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I 212
PeacockeVsMentalesisch: Bsp Angenommen, ein Wesen, dessen Gehirn aus Schichten räumlich organisierter "Karten" besteht: auch hier braucht man nicht Mentalesisch. Disjunktion/Glauben/Peacocke: könnte als etwas realisiert sein, das mit der Theorie der Schaltkreise erklärbar ist. dann könnte es auch einen dritten Zustand geben, der der Akzeptanz beider Alternativen entspräche. [Fa oder Gb]. (>Schaltalgebra).
Es könnte Gründe geben, die gesamte Disjunktion zu glauben, ohne Gründe für eine Seite allein!
Unser Modell erlaubt auch zu erklären, warum eine Person nicht immer die disjunktiven Konsequenzen seiner Glaubenseinstellungen zieht!
Es könnte sein, dass eine Komponente von S Fa nicht immer vorhanden ist.
"Nicht immer vorhanden" heißt, dass die Komponente ganz anders realisiert sein kann. Es könnte eine Konzentration von Substanz in einer Menge von Neuronen oder ein Frage der der Verteilung in ihnen sein.
Deduktion/Mentalesisch/Peacocke: wegen der einzigen Forderung, dass sie sich um analoge syntaktische Strukturen der Zeilen kümmern muss, liegt die These des Mentalesisch nahe.
I 213
Vs: aber es ist nicht wahr, dass sie unverzichtbar ist. Eine physikalische Einheit könnte registrieren, dass der Zustand S Fa v Gb eine Disjunktion ist, weil er geeignet mit zwei Glaubenszuständen verbunden ist. Eine Seite könnte negiert werden. (z.B. S ~Gb) dann könnte die Einheit das System veranlassen in Zustand S Fa zu gehen.
Dabei wird keine Information über den Inhalt der zwei Seiten verlangt!
Es gibt nur den modus tollendo ponens.
PeacockeVsMentalesisch: daher können wir in jeder Situation, wo die Sprache des Gehirns auf den ersten Blick unverzichtbar erscheint fragen: lassen sich angenommene syntaktische Operationen durch relationale Operationen ersetzen?
wenn ja, dann brauchen wir die These des Mentalesisch nicht.
Mentalesisch/Peacocke: so weit ich weiß behauptet keiner der Proponenten, dass außer einem angenommenen mentalesischen Satz S, der gespeichert sein soll, wenn ein Subjekt glaubt, dass p, außerdem noch ein weiterer mentalesischer Satz S’ gespeichert sein soll, der bedeutet: "ich glaube dass p". ((s) Regress).
Es wird allgemein angenommen, dass es hinreichend für Glauben ist, dass ein gespeicherter Satz in geeigneter Weise auf Wahrnehmung, andere Zustände und Verhalten bezogen ist.
Peacocke: aber das entspricht genau meiner Ersetzungstaktik. (Relationen statt Syntax).
I 213/214
Ersetzungstaktik/Peacocke: kann auch benutzt werden, um zu zeigen, wie Handlungen einfach durch Zustände mit Inhalt erklärt werden können. Mentalesisch müsste hier noch ein zusätzliches Übersetzungsmodul annehmen.
Peacocke: eine Intention , dass Gb kann teilweise seinen propositionalen Inhalt durch die Tatsache haben, dass die entsprechende Handlung dadurch determiniert ist, dass das Subjekt im unstrukturierten Zustand S Gb ist, der seinen Inhalt durch seine Relationen zu anderen Zuständen hat.
Das gilt auch für das praktische Schließen: ((s) "Inhalt aus Relationen statt Sprache".)
Das relationale Modell scheint Mentalesisch als Spezialfall unter sich zu fassen.
I 215
Computation/PeacockeVsMentalesisch: wenn man in psychischen Zuständen mit Inhalt (durch Relationen) sein kann, ohne Sätze speichern zu müssen, dann kann es auch Computation ohne interne Gehirnsprache geben. Denn
Def Computation/Peacocke: (Berechnung) ist eine Frage von Zuständen mit Inhalt, die aus einander systematisch hervorgehen. Das erfordert gewisse Muster der Ordnung und der Kausalrelationen, aber keine syntaktische Struktur.
PeacockeVsFodor: es gilt nicht notwendig: "Keine Repräsentation, keine Computation".

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsMentalesisch Stalnaker Vs Mentalesisch
 
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II 234
Semantische Struktur/Glauben/Stalnaker: Glauben können auch über semantische Struktur sein, oder über interne oder externe Repräsentationen mit semantischer Struktur. Man kann glauben, dass ein Glaube eine bestimmte semantische Struktur hat,
II 235
ohne einen bestimmten Wahrheitswert dieses Glaubens vorauszusetzen! Semantik/Glauben/Glaubenszuschreibung/Stalnaker: wieso ist semantisches Wissen oder Nichtwissen relevant für das Problem der Glaubensobjekte?
informationaler Inhalt: Bsp M und N haben denselben informationalen Inhalt. Angenommen, x glaubt M aber nicht N.
Lösung/Stalnaker: dann muss es so sein, dass x entweder nicht weiß, welchen Inhalt M hat, oder nicht weiß, weichen Inhalt N hat. Und das ist rein semantische Information.
Information/Inhalt/Glauben/Stalnaker: These: es muss also immer einen Unterschied in der Information geben, nicht bloß in der Weise, wie der Inhalt gespeichert wird. (> StalnakerVsMentalesisch, ((s) >Hyperintensionalität: dieser Begriff wird hier nicht von Stalnaker gebraucht.).
Da der Glaubende eben zwischen M und N unterscheidet, muss ihm eine (semantische) Information über den Unterschied zwischen notwendig äquivalenten Aussagen zur Verfügung stehen!
semantisches Wissen: in einfachen Fällen ist das offensichtlich. Bsp wenn O’Leary nicht weiß dass 12 = ein Dutzend (Stalnaker: a fortnight = 14 Tage), dann fehlt ihm Information über die semantischen Werte gewisser Wörter.
((s) Semantischer Wert/Stalnaker/(s): Bsp der semantische Wert von "ein Dutzend" ist zwölf Stück. (Bzw. a fortnight = Zwei Wochen).

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Sprache Davidson, D.
 
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II 54
Sprache/Davidson: These: Der Begriff der Sprache sei überflüssig! "So etwas wie eine Sprache gibt es nicht, jedenfalls nicht in dem Sinn wie viele Philosophen und Linguisten meinen."(1986, 446)
Fra I 625
Sprache/Geist/Mentales/Denken/Davidson: These der mentale Bereich ist dem Sprachlichen nicht vorgeordnet, die Verbindung zwischen subjektivem Geist und interpretierbarer Sprache ist theoretisch unlösbar.
Seel III 28
Sprache/Davidson: These: Sprache ist kein Medium. Aber Geist ohne Welt und Welt ohne Geist sind leere Begriffe. Sprache steht nicht zwischen uns und der Welt. Sehen: wir sehen nicht durch die Augen sondern mit ihnen. VsMentalesisch: Eine Sprache wie Mentalesisch gibt es nicht. Sprache ist Teil von uns. Sie ist ein Organ von uns. Sie ist die Art, wie wir die Welt haben.
Medium/Davidson/Seel: hier sehr eng gebraucht. Medium/Gadamer: nicht Instrument, sondern unverzichtbares Element des Denkens.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001